Samstag den 28. October Nr. 254 Erstes Blatt. 1809 rein Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- unb Airzeigeblatt für den Ureis Giefzen -a (Kreis Schotten) die Maul- und Klauenseuche amtlich fest- die ist gel, vorzuschlagen. v. Bechtold. Sehusfer'5 lonnl » Unnahme von Anzeigen zu der nachmittag« für den folgenden Lag erscheinenden Nummer bi« vocm. 10 Uhr. von und und Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de« In- und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Kricheint täglich .mit Ausnahme de« Montag«. Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg Herrnwald, Heuchelheim, Kleinlinden, Oppenrod zwar: Die Gießener Aamilienblätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstraße Ar. 7. gestellt worden ist, ist über die verseuchten Gehöfte Sperre ungeordnet worden. Die Maul- und Klauenseuche in Ockershausen erloschen und die Sperrmaßregeln aufgehoben worden. Gießen, den 26. Oktober 1899. Großherzogliches KreiSamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. ES, ’f Gascokes ergiebt und ial bemißt werben hnn; mtner, pdoch lur l>4 itvera bis auf weiteret 7164- sffkmktd Sich«. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der Ijeflifdjc Landwirt, Dl alter für hessische Uolbsbunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. monatlich 75 Pf-, mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Gießen, den 26. Oktober 1899. Betr.: Ausführung des Gesetzes, die Entschädigung für an Milz- und Rauschbrand gefallenen Tiere. Das Großherzoglicht Kreisamt Gießen en die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem die Dienstzeit der in 1896 gewählten Schätzer und deren Stellvertreter verlaufen ist, geben wir Ihnen auf, binnen einer Woche zu berichten, welche vier Personen als Schätzer und als Stellvertreter in Ihren Gemeinden vorgeschlagen werden. Soweit die seitherigen Schätzer noch am Leben und dienstsähig sind, empfiehlt es sich, sie wieder Bekanntmachung. Wegen Ausbruchs des Gewölbes der Unterführung der KreiSstraße Gießen—Klein-Linden bei Klein-Linden wird die letztere an genannter Stelle am Donnerstag dem 2. und Freitag dem 3. November L I für jeglichen Verkehr gesperrt. Als Verbindungsweg zwischen Gießen und Klein-Linden dient an genannten Tagen die Klinikstraße und der entlang der Bahn an der Margarethenhütte vorbeiführende sogen. Mittelweg. Gießen, den 24. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtolds Bekanntmachung. Bei den diesjährigen Herbst-Kontrollversammlungen hr Kreise Gießen haben zu erscheinen alle zum HauptmeldeaE Gießen gehörigen: 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve. (Kleiner Dienstanzug: Mütze, Waffenrock, Achselstücke, lange Hosen oder hohe Stiefel beliebig, bei schlechter Witterung Paletot). 2. Reservisten, sowie die zur Dispofition der Truppe«, teile und der Ersahbehördeu Entlassenen aller Waffe«. 3. Diejenigen der Landwehr 1. Aufgebots angehörige» Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungs< befehl zum Erscheinen bei der Herbst - Kontrollversammlung zugegangen ist. Die Ersatz-Reservisten haben bei der Herbst-Kontrollversammlung nicht zu erscheinen. Nachstehend ist angegeben wo und zu welcher Zeit dir Kontrollpflichtigen anzutreten haben. A. Zu Gießen am 6. November 1899, in OswaldSgarten, für die Bewohner 1. Appell vormittags 9 Uhr: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve, sowie sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahrenl892, 1893 und 1894 eingetreten sind. 2. Appell nachmittags 2 Uhr: Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1895, 1896, 1897, 1898 und 1899 eingetreten sind. Am 7. November 1899. 1. Appell vormittags 9 Uhr: Sämtliche zur Disposition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, sowie sämtliche Reservisten der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld- und Fußartillerie, Pioniere, Eisenbahn-, Telegraphen- und Luftschiffertruppen, des Trains (einschl. Krankenträger), Sanitäts- und Veterinärpersonal, Büchsenmachergehilfeu, Oekonemiehandwerker, Marinemannschaften und alle übrige« im Reserve-Verhältnis stehenden Mannschaften. 2. Appell nachmittags 2 Uhr: für die Bewohner von Allendorf a. d. Lahn, Großenlinden, Langgöns, Leihgestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen. B. Zu Lollar am 8. November 1899, vormittags 8 Uhr 45 Minuten, an dem Bahnhof für die Bewohner von Allendorf a. d. Lumda, Altenbuseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lumda, Trohe, Wieseck. C. Zu Grnnberg am 9. November 1899, vormittags 9 Uhr 15 Minuten, am. westlichen Ausgange auf der Straße nach Gießen für die Bewohner von Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmi.,)le, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenauischen Papiermühle, Lauter mit der Artztmühle, Bingmühle, Georgen- hammer, Strellesmühle und Walkmühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmittmühle, Uczuflsprefs , Dierteljäbvlid) Stadttheaters aQ8 Berlin. Praum, Ende 10'/, Uhr?*4 htaM abrai*; l. Mm. 6886 ül516 Zshre. Rektor. G M *#• v Aechfheif des Iream-Uimliii e nur jolin-Cream imungen zu»*- ftf#*** da die Seuche in den angrenzenden Nachbarkreisen in gefahrdrohender Weise besteht und noch weiter um sich greift, sehe ich mich genötigt, den auf den 2. November d. I. i» Leun anstehenden Viehmarkt hiermit aufzuheben. Die Herren Gemeindevorsteher des Kreises ersuche ich, die vorstehende Anordnung auf ortsübliche Weise in der Gemeinde sofort bekannt machen zu lassen. Wetzlar, den 23. Oktober 1899. Der Königliche Landrat. Gießen, den 20. Oktober 1899. Betr.: Herbst Kontrollversammlungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen ML die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntnis bringen. v. Bechtold. Amtlicher Feil. Gießen, 20. Oktober 1899. Betr.: Schutzimpfungen gegen die Tollwut. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 14. Oktober 1898 — Gießener Anzeiger Nr. 243 — bringen wir Nachstehendes zur Kenntnisnahme: Die Schutzimpfungen können nur in dem Institut für Infektionskrankheiten zu Berlin vorgenommen werden. Jede Abgabe von Impfmaterial an praktizierende Aerzte ist ausgeschlossen. Im Interesse der von tollwutverdächtigen Tieren verletzten Personen und behufs Erzielung einer sicheren Wirkung ihrer Behandlung wird dringend empfohlen, daß die Schutzimpfung sofort vorgenommen wird. Es wird deshalb dringend davon abgeraten, den Beginn der Schutzimpfung so lange hinauszuschieben, bis von dem Institut für Infektionskrankheiten nach Untersuchung von Kadaverteilen der verdächtigen Tiere die Diagnose Tollwut festgestellt ist. Die richtige Diagnose kann vor Ablauf von 3 Wochen nach Eintreffen der Kadaverteile nicht gestellt werden und dies bedeutet für die gebissenen Personen einen unter Umständen für sie verhängnisvollen Zeitverlust. Verletzte, welche sich der Behandlung unterziehen wollen, sind von der Ortspolizeibehörde der Direktion des Instituts für Infektionskrankheiten schriftlich oder telegraphisch an- zumetden und haben sich bei der Direktion unter Vorlegung eines ausgestellten Zuweisungsattestes der Polizeibehörde ihres Wohnortes vorzustellen. In Fällen, wo die Beantwortung der im Zuweisungsatteste gestellten Fragen ausnahmsweise längere Zeit erfordert, kann die Aufnahme der Verletzten im Institut für Infektionskrankheiten auf Grund einer einfachen Bescheinigung der Ortspolizeibehörde erfolgen. Doch ist in diesen Füllen das ordnungsmäßig ausgefülltc Zuweisungsattest sobald als möglich nachzuliefern. Die Verpflegungskosten sind für die Gesamtdauer der Behandlung für den Kopf für Kinder unter 12 Jahren mit 45 Mk., für ältere Kinder und für jeden Erwachsenen mit 60 Mk. im voraus auszuzahlen. Etwa eintretende Ersparnisse werden zurückgezahlt. Die Anzahlung im voraus ist nicht nötig, wenn von dem Aufzunehmenden eine behöld- liche Bescheinigung vorgelegt wird, aus welcher hervorgeht, welche öffentliche Kasse für die entstehenden Kosten auf* kommt. Anträge auf Freistellen können nicht berücksichtigt werden. Für die Rückreise haben die Behandelten selbst, bezw. die Behörden, welche sie überwiesen haben, rechtzeitig durch Uebermittelung der Reisekosten an das Institut für Infektionskrankheiten oder auch an die Patienten vor Ablauf von 20 Behandlungstagen Sorge zu tragen. Rach der Entlaffung ist eine längere ärztliche Beobachtung des Geheilten dringend erwünscht. Zu dem Zwecke stellt das Institut für Infektionskrankheiten über jeden im Institut Behandelten ein Entlassungszeugnis aus mit dem Ersuchen um weitere Beobachtung und event. möglichst um Herbeiführung der sanitätspolizeilichen Obduktion sowie um eingehende Berichterstattung. In vorkommenden Fällen wollen Sie sich hiernach richten. I. V.: Dr. Wagner. Bekanntmachung. Die unter den Rindviehbeständen des Jakob Hausmann I. und Johannes Becker "VII zu Frechenhausen (Kreis Biedenkopf) ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen und die Sperrmaßregeln aufgehoben worden. Die Maul- und Klauenseuche unter den Rindviehbeständen des Heinrich Reh IV. und Johannes Tiliox IV. zu Simmersbach (Kreis Biedenkopf) ist erloschen und die Sperrmaßregeln aufgehoben worden. Nachdem die Maul und Klauenseuche zu Hausen wähnen roh: „Johann, der muntere E»tfenst-d>r* und „Das Hühnchen und der D amant". o. Hagedorn wurde am 28. April 1 08 zu Hamburg geboren. ** Morituri! Dem Tode ist alles geweiht auf der Erde, das Schöne wie das Häßliche, das Erhabene wie das Gemeine, das Alte wie das Junge. Auch Patroklos mußte sterben, und „Stiebe!" muß es auch. Nur die Art des Todes variiert bei den verschiedenen Geschöpfen dieser Welt. Während der wackre Percy zur Speise für die Würmer wird und zur Trauer des Absatzes „Stiebe!" auf den Kehrichthaufen wandert, kehren „überflüssig und unbeliebt" gewordene Geldmünzcn in ihren Berbrennungsofen, in den Schmelztopf, zurück. Die Glücklichen! Verjüngt wie ein Phönix und blitzblank, wie nur ein Geldstück in den ersten Tagen seiner Kindheit es sein kann, werden sie neubelebt und neubeliebt aus dem Glutbade wieder erstehen, um in die Portemonnaies der ihres Besitzes frohen Menschheit zurückzuwandern. Denn das Geld ist unsterblich, in mehr als einem Sinne. Aber nicht allen Münzen ist dieser Iugendbrunnen beschieden. Viele versinken in die Erdlager des Jahrhunderts, werden in Grundsteine eingeschlossen oder erhalten nummeriert einen Platz in Sammlungen zugewiesen. Nun, den Sammlern von Münzen sei es hiermit endglltig kund- gethan, daß drei deutsche Geldstücke dem Verschwinden geweiht werden sollen, weil sie „überflüssig und unbeliebt" sind, wie das offizielle Dekret recht unbarmherzig besagt. Diese ahnungslosen Morituri sind: Das goldene Fünfmarkstück, das silberne Zwanzigpfennigstück und der Nickel Zwanzig- pfenniger, auch „schlesische Mark" genannt. Die Armen? Unbesorgt und lebensfroh werden sie nun weiter kursierens von Hand zu Hand wandern, von den gröbsten und zierlichsten Fingern gepackt werden, von Tasche zu Tasche gehen. Noch ein paar Jahre sind ihnen als Gnadenfrist bestimmt; denn sie sollen „mit Schonung" auSgerottet werden; aber diese Schonung gilt nicht ihnen, sondern dem zahlenden und empfangenden Publikum. Zuerst muß das Goldstück sterben, in einem Jahr soll seine Lebensfrist um sein; es wird dann nach dem Grundsatz: „Kannst Du selber kein ganzes bleiben, so geh in einem größeren ganzen auf," in Zehn- und Zwanzig-Markstitcke umgeformt werden, je zwei und vier werden zusammenschmelzen, und so weiß dann das neue Stück genau, was für Gold in feinen Adern fließt. Ein Jahr später kommt der silberne Zwanziger an die Reihe und bis zum Januar 1904 soll auch die schlesische Mark ausgestorben sein. Ueberflüssig und unbeliebt! Als ob überhaupt irgendwelches Geld überflüssig oder unbeliebt sein könnte! Freilich, die goldenen Fünfmarkstücke und die silbernen Zwanzigpfenniger haben, wenn sie nicht als Schmuckknöpfe und dergleichen getragen werden, eine gewisse Neigung, sich zu verkrümeln, eine Eigenschaft, die übrigens alles, auch das größte Geld, in der Hand vieler Leute besitzt, und mit der schlesischen Mark ist vielleicht manch einer schon angeschmiert worden, wenn sie ihm „inkognito" als „wirkliche" Mark in die Hand gedrückt wurde. Aber die, die das Kleingeld so mir nichts dir nichts verurteilen, sie haben wohl noch nie ihr Brot mit Thräuen gegessen und nie die kummervollen Nächte auf ihrem Bette weinend gehockt und Sechser zu Thalern zusammengezählt! Es kann sich ja doch nicht jeder nur mit Tausendmarkscheinen abgeben oder selbst mit Hunderten zufrieden sein! Glückliche Menschen müssen es fein, denen Zwanzigpfennigftücke überflüssig erscheinen! Ilcberhaupt müssen die hohen Herren Gesetzgeber und Finanzvcrwalter merkwürdig optimistische Begriffe von der Besitzfähigkeit des deutschen Bürgersmannes haben. Denn dieselbe Verordnung, welche die Ausrottung der drei Münzstücke dekretiert, will den Gesamtbetrag des Reichs- silbers, der bisher pro Kopf nur zehn Mark betrug, auf vierzehn Mark pro Kopf erhöht haben. Nur vierzehn Mark in Silber pro Person! Als ob mit dem bischen Geld ein Mensch leben und auskommen könnte! Oder als ob allen der Mehrbetrag ihres Bedarfes an Geld zur Verfügung stände! * * * •• Dieustversetznug. Am 20. Oktober l. I. wurde der Großh. Steueraufseher Lautz zu Ober-Ingelheim, mit Wirkung vom 1. k. M. an, an das Hauptsteueramt Mainz mit dem Wohnorte Mainz versetzt. ** Die Gießener „akademische evangelische Vereinigung (Ortsgruppe des eo. Bundes)" beginnt in diesem Semester am 31. Oktober, abends 8l/a Uhr, in der Restauration Bavaria (Feidel) die Reihe ihrer mindestens alle vier Wochen stattfindenden Versammlungen. Herr Professor v. Kr üg er hat sich in dankenswerter Weise bereit erklärt, den ersten Vortrag zu übernehmen, und zwar wird dessen Thema sein: „Bischof Ketteler". Die Vereinigung bezweckt als Ortsgruppe des ev. Bundes zur Wahrung der deutsch-protestantischen Interessen die Kräftigung des ev. Gemeinschaftsbewußtseins unter den ev. Studierenden aller Fakultäten und Korporationen durch Aufklärung über die religiösen, sittlichen und sozialen Fragen unserer Zeit. Als Gast kann jedermann, der sich für die Bestrebungen interessiert, auch wenn er nicht evangelisch ist, an den Versammlungen teilnehmen. Die Vereinigung hofft auf die Anwesenheit zahlreicher früherer und neuerer Gäste, sowie auf den Eintritt neuer Mitglieder. ” Von der Gendarmerie. Herr Gendarmerie-Wachtmeister Schwarz, der langjährige Vorsteher der Butzbacher Gendarmeriestation, wurde, unter Beförderung zum Oberwachtmeister, mit dem 1 k November nach Gießen versetzt. Herr Schwarz gehörte schon früher dem hiesigen Gendarmerie- Kommando an. ** Der Kaufmännische Verein wird am nächsten Montag die Reihe seiner Winter-vorträge mit Experimentalvorträgen der Physiker Clausen und v. Bronk aus Berlin eröffnen. Die „Stettiner Ztg." schreibt über die Vorträge der Herren wie folgt: „Bei den eminenten Fortschritten, welche täglich auf allen mit der Elektrizität nur irgendwie in Verbindung stehenden Gebieten menschlichen Schaffens zu verzeichnen sind, macht sich auch im großen Publikum immer mehr das Bedürfnis geltend, über die neuesten Elfindungen der Elektrotechnik nicht blos durch Berichte und Abbildungen, fonbein auch durch eigene Anschauung unterrichtet zu werden. Deshalb gehören gegenwärtig Experimentalvortrüge zu den aktuellen Ereignissen, und fanden wir gestern aus Anlaß einer derartigen Veranstaltung den kleinen Konzerthausjaal bis auf den letzten Platz besetzt. Es waren zwei hier bisher noch nicht bekannte Physiker, die Herren Clausen und v. Bronk, welche uns die Vorführung neuer Wunder auf dem Gebiete der Elektrizität in Aussicht gestellt hatten und die gezeigten, zum Teil wirklich überraschenden Experimente erfüllten das gegebene Versprechen durchaus. Rechnet man hinzu, daß derjenige Herr, welcher den verbindenden Vortrag übernommen hatte, die trockene Wissenschaft durch die Würze natürlichen Humors schmackhaft zu machen verstand, so muß man sagen, daß hier neben wissenschaftlicher Belehrung, zugleich interessante Unterhaltung geboten wurde. Bei der Reichhaltigkeit des aufgestellten Programms ist es leider absolut unmöglich, auf Einzelheiten einzugehen, wir erwähnen aus der Fülle von Material als- besonders hervorstechend die Vorführung der Selenzellen, sowie die verbesserte Telegraphie ohne Draht. Eine instruktive Darstellung von Photographieen in natürlichen Farben beschloß die Reihe der Experimente." * • Theatervereiu • Omuibusverbindung. Zu der heute abend im Sladtlheater stattfindenden ersten Vorstellung des Theatervereins werden in gewohnter Weise nach Schluß derselben wieder Omnibusse zur Verfügung stehen; versuchsweise werden dieselben nach drei Linien fahren und zwar: Theater-Markt Ludwigsplatz Ludwigstraße-Bleichstraße Theater Markt-Seltersweg-Liebigstraße Theater-Markt Bahnhofstraße Liebigstraße. Der Fahrpreis beträgt 20 Pfennig und können Fahrscheine schon vorher an der Theaterkasse gelöst bezw. Plätze belegt werden. * * Stadttheater. In dieser Woche wird auch ausnahmsweise am Samstag gespielt, und zwar wird alsdann das vor einigen Tagen mit so großem Beifall aufgenommene Lustspiel „Krieg im Frieden" als Dolksvorstellung zu dem ermäßigten Eintrittspreise von Mk. 1 für Loge, 40 Pfg. für Saal und 20 Pfg. für Gallerie zum letzten- mnle in dieser Saison aufgesührt. Sonntag nachmittag ist die erste Kindervorstellung, auf welche unsere Kleinen schon mit Spannung warten. Zur Darstellung gelangt das dramatisierte Märchen „Die Prinzessin von Marzipan". Sonntag abend wird „Im weißen Rößl" gegeben, dessen Fortsetzung am Dienstag, dem 31. dS. Mts. folgen wird. Dieselbe betitelt sich „Als ich wieder- kam . . . ." und steht augenblicklich fast täglich auf dem Spielplan der Frankfurter Bühne. • • Aus Berlin wird gemeldet, daß Korvettenkapitän Scheibe! Seitens der Marineverwaltung zum Kriegsschauplätze nach Südafrika entsandt wurde, um dort die Ausschiffung der englischen Truppen beobachten zu können. Wir können mitteilen, daß Herr Scheibe! einer unserer tüchtigsten Marineoffiziere, eingeborener Hesse, und zwar ein geborener Friedberger, ist. no7srj( * * Zur Organisation der Handlungsgehilfen. Von den 500 000 Handlungsgehilfen im Deutschen Reiche finb erst 150 000, also nicht ganz t/g, in Verbänden organisiert. Immerhin bedeutet das einen erfreulichen Fortschritt gegen den Zustand in früheren Jahren, und es wird mit der Zeit gewiß gelingen, die große Menge der kaufmännischen Gehilfen in Verbänden zusammenzuschließen, zum Besten deS ganzen deutschen Kaufmannsstandes. Wenn nun in den letzten Jahren, wie schon angebeutet, das Interesse der Handelsangestellten für ihre Standesfragen mehr und mehr geweckt wurde, so ist das in erster Linie dem „Deutsch- nationalen Handlungsgehilfen-Verband" zu Hamburg zu verdanken, dem es durch seine das Standeswohl in jeder Weise fördernden Bestrebungen gelang, in dem kurzen Zeitraum von 4 Jahren etwa 32 000 Mitglieder zu erwerben und festzuhalten. Während z. B. der Leipziger Verband deutscher Handlungsgehilfen von seinen bis jetzt aufge- nommenen 100 000 Mitgliedern mehr als 50 000 (also mindestens 50% ?) wieder durch Austritt und Streichung verlor, hat der vorerwähnte deutschnationale Verband es verstanden, seine Mitglieder in jeder Weise zu fesseln, so daß nur etwa 2000 Verbandsangehörige gestrichen werden mußten. Eine gute Organisation wird immer verstehen müssen, durch hohe Leistungen ihre Mitglieder zu fesseln, da Berufsgenossenschaften, bei denen der Abgang der Mitglieder dem Zugang die Wage hält, kaum als solche angesehen werden können, da erst durch den Zusammenhalt der Mitglieder die von ihnen gewünschten Ausgaben gelöst werden können. * * Mit dem 1. Januar 1900 tritt eine Neuerung ein, welche für die Geschäftswelt von besonderer Wichtigkeit ist. Nach der Novelle zur Civilprozeßordnung wird nämlich bei den Amtsgerichten ein Verzeichnis derjenigen Personen geführt, welche wegen Pfändungsunfähigkeit den Offenbnrungseid geleistet haben oder gegen welche wegen Verweigerung des Eides die Haft angeordnet ist. Die Einsicht des Verzeichnisses ist jedem gestattet. ** Polizeibericht. Gestern abend wurde ein hiesiger Bürger von einem Radfahrer an der Rodhcimerstraße überfahren und erlitt einen komplizierten Beinbruch. Der Radfahrer, welcher das vorgeschriebene Glockensignal unterlassen und keine Nummer am Rad führte, jedenfalls aber ein Krofdorfer ist, ließ den verletzten Mann liegen und fuhr davon. Das kommt davon, daß Radfahrer aus nichthessischen Orten ohne Nummerplatle in Gießen und Gemarkung fahren dürfen und dadurch ihr Unwesen ungehindert treiben können. — Arretiert wurde ein Trunkenbold und ein gewerbsmäßiger hiesiger stadtbekannter Bettler. 0 Grünberg, 26. Oktober. In Verbindung mit der heute stattgehabten Hauptversammlung des Spar- und Leih- kaffevereins Grünberg vollzog sich heute vormittag die feierliche Einweihung des neuen Sparkassegebäudes, wozu sich viele Teilnehmer eingefunden hatten. Der Direktor der Kasse, Herr Dekan Pullmann, nahm nach einer längeren trefflichen Ansprache von dem Bauleiter, Herrn Straßen- meiiter Maringer, den Schlüffe! entgegen, dankte allen denen, die an dem Bau beteiligt waren und schloß dann mit dem Segensspruch „Der Herr behüte den Ein- und Ausgang von nun an bis in Ewigkeit" die Thüre des neuen Hause- auf. — In dem im unteren Geschoß befindlichen Sitzungssaale eröffnete sodann der Vorsitzende die Verhandlungen, indem er die Erschienenen im neuen Heim willkommen hieß und namentlich den erschienenen Negierungsvertreter, Herr» Prooinzialdirektor von Bechtold aus Gießen als warme» Freund und Förderer der Sparkasse begrüßte. Wie alldem nunmehr erstatteten Rechenschaftsberichte hervorgeht, ist im abgelaufenen Rechnungsjahre der Gesamtumsatz der Kasse wieder erheblich gestiegen gegen das Vorjahr, und die Einlagen sind ebenfalls bedeutend in die Höhe gegangen, was gewiß ein Beweis von dem Sparsinn der Bewohner unserer gerade nicht zu den besonders gesegneten Teilen deS Landes zählenden Gegend ist. — Dem Gesuch der Bürgermeistereien Flensungen, Ilsdorf, Klein Eichen und Stockhause» um Beihilfe zum Geländeerwerb für den Bau der Nebenbahn Laubach - Mücke konnte vorläufig nicht ftattgegcbci werden, da ein genauerer Kostenüberschlag fehlte. — Durch die Übersiedelung in das Vereinshaus können und solle« pfeif' “‘Ker S« für d>- mcrgütung btrjenigw fUQuIfl()e üon t „äW ? »800> belä nun aus 3 . on jhm noch nebenbei S, °Mi-d b«jw ® t Unterbrmgun bolen, F planste Eltern inciner *. r, SÄ* S Meine wurden t SI,mrireter,$en:nDbe aOe Birrti ftaufmann Melder, «rg-w-O- m» ”tb‘" ® mürbe neu IN den M Jen» Dirett-r mürbe I (Stang j« teil, 1 "bem 1« dünste um Sparkasse HrenpriWW ernannt Hem Oberamtsrichter spräche als äußeres Zeich kette überreicht wurde. (< jährigen Jubiläumsfeier reiis eine goldene llhr g Gefeierte in bewegten L Ehrung gedankt Halle, toi - Später vereinigten s Gasthaus „ßum Hirsch" bestens verlies. Aichach, 26. £ttob gewrrdevereinsBn^ der Handwerker der % Ort und Stelle die s gründenden Handwerksl gemeine Handwerkersra Friedberg, 26. £ von gutem Wetter begl stark befahren. Trotz wurde viel gehandelt, sehr viele Tiere aufgetr in entsprechender Zahl i gedrückt waren. Tarmfiait, 25. Okto richete Segnadigung Frankfurt a. M., der we 2 Wochen Gefängnis ver von Blättern als eine „c ßrrt worden. Die Dora "Nl Ztg " im Inter rechtfertigt indessen eine gnaöigung ist darnach I der Mißhandlung um t jauernö in seiner Erwer erfolgt. Da d öe"M daß seinem So "»d b»e» {folgen di- (j fl'Wnnten mürbe, dem 'chad'gungssumme iU , besitz,, rin» i /W« diele S’Ü'M Wd9(|( 7 b' Marge 8a”uto«"r,ISti Januar W? ^oßh. S ernannt : fUnb Qm 11 'ml sicher Ä Seit > >863 * b(i Nr h 'fa ber .a"krm 28 a ’ *" «li Ntnr X\ ^ovltU N Anl?°N'ger k m öon QUS 70 »°h »/eilen iÄ’1 Äz »"1“HiL . Wreie^ ijgt ^len; ....... b>9fttaje. von Mk 11 “”9 ^r®anetielJX!°9t' Sonn.' iUml'tztrn- : toei^ fl9t n*ttaq Von Mar,- " tt'<ßen Rößi> *' J? ' >4 »iebtt. * M >G«H «ui bm *^6 »««tW’* }«•*'&« ““‘j1 ”ilb',i ' . w» E-««»’“*« « » 4 8#«^ li ,, Wre des , i eWoPÄ»»»1“*;- s»-s «rl* A U’Ä Jl" „b««®0,r|a^(X Aw ÄÄ «d* f*,»e * AL ■’M SoreettentaDitän tojlta j]lln Äli(gi, ' ,w,a^ "« bunt« b**en zu fönnen. 6Ö1W“til 'lungsgehikfrn. Bon ben kuschen Reiche sind erß wänden organisiert. 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Die Versammlung genehmigte die Erhöhung der Vergütung für den Direktor auf 500 Mk.; derjenigen für den Kontrolleur auf 750 Mk. und ber Rechner erhalt eine Zulage von 800 Mk., sodaß sich dessen Gehalt nun auf 3800 Mk. beläuft. Er muß jedoch bad seither noch nebenbei von ihm betriebene Bank- und Wechselgeschäft aufgeben. — Wie in früheren Jahren, wurden auch diesmal wieder verschiedene Subventionen verwilligt, von denen wir nur diejenigen zur Prämiierung von Dienstboten, zur Unterbringung skrophulöser Kinder bedürftiger Eltern in einer Heilanstalt zu Bub-Nauheim, an die Handwerkerschule, an die Aerzte, zur Ausbildung von Industrie- lehrek.znnen hervorheben wollen. Auch für verschiedene andere Vereine wurden entsprechende Beiträge bewilligt — Als letzter Punkt der Tagesordnung wurden die Vorstanbs- rvahlen vorgenommen. An Stelle des Herrn Direktors Pusilyann, der mit Rücksicht auf sein vorgerücktes Alter eine Wiederwahl ablehnte, wählte die Versammlung den seitherigen Stellvertreter, Herrn Oberamtsrichter Micke! und an dessen Stelle Herrn Kaufmann Willems. Die Herren.Oberförster Schneider, Bürgermeister Bast zu Beltershain und Kaufmann Moll wurden wieder- und Herr Rendant Müller wurde neu in ben Vorstanb gewählt. Dem ausscheibenden Herrn Direktor wurde sodann noch eine ganz besondere Ehrung zu teil, indem derselbe in Anerkennung seiner Verdienste um bie. Sparkasse auf Antrag des Vorstandes zum Ehrenpräsipentrn ernannt und ihm durch den jetzigen Direktor, Herrn Oberamtsrichter Mickel, unter entsprechender Ansprache als äußeres Zeichen des Dankes, eine goldene Uhr- fette überreicht wurde. (Gelegentlich seiner fünfundzwanzig- jährigen Jubiläumsfeier als Direktor ber Kasse, war bereits eine goldene Uhr gestiftet worden.) Nachdem der so Gefeierte rn bewegten Worten für die ihm veranstaltete Ehrung gedankt halte, wurde die Versammlung geschlossen. — Später vereinigten sich die Teilnehmer nochmals im Gasthaus „Zum Hirsch" zu einem Festmahle, das ebenfalls bestens verlief. Butzbach, 26. Oktober. Der Vorstanb bes Ortsgewerbevereins Butzbach hat sich auf vielfachen Wunsch der Handwerker der Nachbargemeinden bereit erklärt, an Ort und Stelle die Frage der Errichtung ber neu zu gründenden Handwerkskammern zu erläutern, und die allgemeine Handwerkerfrage eingehend zu besprechen. Friedberg, 26. Oktober. Der Pferdemarkt war, von gutem Wetter begünstigt, mit ausgezelchnetem Material - stark befahren. Trotzdem die Preise recht hohe waren, wurde viel gehandelt. Auf dem Schweinemarkt war-n sehr viele Tiere aufgetrieben, doch waren die Käufer nicht in entsprechender Zahl erschienen, so daß die Preise etwas gedrückt waren. Darmstadt, 25. Oktober. Die unlängst von uns berichtete Begnadigung des Studenten Kopf aus Frankfurt a. M., der wegen Mißhandlung zu 8 Monaten 2 Wochen Gefängnis verurteilt war, ist von einer Reihe von Blättern als eine „auffällige Begnadigung" charakterisiert worden. Die Vorgeschichte dieser Begnadigung, die die „Frkst. Ztg." im Interesse der Gerechtigkeit wiedergiebt, rechtfertigt inbeffen eine solche Bezeichnung kaum. Die Begnadigung ist darnach lediglich tn Rücksicht auf ben infolge der Mißhandlung um ein Auge gekommenen und dadurch dauernd in seiner Erwerbsfähigkeit beschränkten Goldarbeiter Nietzsche erfolgt. Da ber Vater des Kopp es ablehnte, für den Fall, daß seinem Sohne durch die Verbüßung der Strafe und deren Folgen die Existenzmögllchkeit im Vaterlande ab- geschnilten würde, dem Verletzten eine angemessene Entschädigungssumme zu zahlen, Kopf selbst aber kein Vermögen besitzt, so wäre schließlich Nietzsche ganz ohne Entschädigung geblieben. Um das zu vermeiden, entschloß sich der Verletzte, nachdem der Vater des Kopf für den Fall einer Begnadigung seines Sohnes angemessenes Schmerzensgeld versprochen hatte, ein Begnadigungsgesuch zu unterstützen. Angesichts dieser Sachlage empfahl das Ministerium das Gnadengesuch zur Berücksichtigung. Nietzsche erhielt darauf als Entschädigung angeblich 6000 Mk. Darmstadt, 25. Oktober. Ueber den verstorbenen ProvinziaLdirtzktor von Marguard bringen Darmstädter Blätter folgende biographischen Notizen: von Marguard wurde hier am 26. April 1827 als Sohn des hessischen Generalmajors v. Marguard geboren. Er bestand nach zurückgelegtem Universitätsstudium im Frühjahr 1849 die Iuristische Fakultätsprüfung und trat sodann als Aeeesist in den hessischen Staatsdienst ein. Nach einer mehrjährigen Verwendung auf dem Sekretariat des Ministeriums des Aeußern und des Großh. Hauses wurde v. Marguard am 1. Januar 1858 zum Kreisassessor bei dem Kreisamt Lauterbach ernannt, in gleicher Stellung später nach Groß-Gerau und am 17. März 1863 an das Kreisamt Darmstadt versetzt. Seit 1871 war Herr v. Marguard gleichzeitig Mitglied des Administrativjustizhofes, in welcher Eigenschaft ihm der Charakter als Regierungsrat verliehen wurde. Unterm 28. April 1877 wurde v. Marguard zum Kreisrat des Kreises Offenbach, am 1. September 1891 zum Provinzial- direklor der Provinz Starkenburg, 1893 im Nebenamt zum Direktor des Großh. Museums ernannt. Am 12. September 1891 erhielt er den Charakter als Geheimrat. An Ordens- iruszeichnungen besaß v. Marguard das Komturkreuz 2. Klasse des Philipps-Ordens, sowie eine größere Anzahl hoher Orden auswärtiger Staaten. Vor zwei Jahren wurden aus Anlaß seines 70jährigen Geburtstages v. Marguard von allen Seiten zahlreiche Ehrungen zuteil, die von der großen Beliebtheit Zeugnis gaben, deren sich der Jubilar als Beamter wie als Mensch bei allen Schichten der Bevölkerung und der Beamtenschaft erfreute. Gleiches geschah «am Tage seines 50jährigen Dienstjubiläums, am 23. Mai d I., den er leider nicht lange überleben sollte. Wetzlar, 25. Oktober. Seine Majestät der König hat unserer iDhtbürgerin Fräulein Leontine Meyer, der Vorsitzenden des hiesigen Vaterländischen Frauen-Dereins, in Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste um ine Leitung und Entwickelung dieses Vereins die Rote Kreuz- Mebaille dritter Klasse verliehen. Diese Aus zeichnung, welche beweist, daß das verdienstvolle Wirken unseres Vaterländischen FrauenvdreinS und seiner bewährten Leiterin auch an Allerhöchster Stelle geschätzt wird, wird nicht verfehlen, in den Kreisen des genannten Vereins und darüber hinaus Genugthuung und Freude hervorzurufen. Marburg, 24. Oktober. Die bevorstehende Uebernahrne der Polizei-Verwaltung durch die Stadt beschäftigt bei der Bedeutung, die sich nach mancher Hinsicht für unser Gemeinwesen hat, die städtische Verwaltung auf das Lebhafteste. Gestern abend waren die Stadtverordneten zu einer Be> sprechung zusammengekommen, in der die Angelegenheit eingehend beraten wurde. Trotz der Würdigung mancher Annehmlichkeiten, die der Stadt durch die Uebernahrne der Polizei Verwaltung erwachsen würden, gelangte man übereinstimmend zu der Ansicht, daß es nicht nur aus Rücksicht auf die hohen Kosten dem Jntereffe der Stadt entsprechen würde, wenn die Polizei nach wie vor königlich bliebe. Man will den Versuch machen, durch eine Jmmebiat Eingabe an Se. Majestät der Uebernahme der Polizei-Verwaltung zu entgehen. Frankfurt a. M., 26 Oktober. Seit zwei Tagen findet hier eine Konferenz von ungefähr 60 höheren Elfen bahnbeamten Europas statt. Gestern nachmittag besuchten dieselben das Nationaldenkmal auf dem Niederwald. Heute nachmittag werden dieselben verschiedene hiesige elektrische Fabrikanlagen besichtigen. Die Sitzungen finden im großen Saale des Hauptbahnhofes statt. Fulda, 24. Oktober. Hier hat sich ein Bauverein für den Kreis Fulda konstituert. Es meldeten sich sofort 74 Personen zum Eintritt in die neue Genossenschaft und zeichneten sich mit zusammen 131 Anteilen in die Mitgliederliste ein. Der Verein verfolgt das Ziel, für die Arbeiter fleMie Häuser zum Selbsterwerb zu bauen. Mit 100 Mk. Einlage kann einer Genossenschaster werden. Sitzung der Stadtverordneten am 26. Oktober 1899. Anwesend Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten -Georgi, Grüneberg und Wolff, von feiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Em melius, Euler, Faber, Flett, Dr. Fuhr, Dr. Gaffky, Dr. Gutfleisch, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Huhn, ^Keller, Kirch, Leib, Löber, Loos, Petri, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele und Wallenfels. — Ihr Nichterscheinen haben entschuldigt die Herren Grünewald, Krumm und Schmal!. In dem Neubau des Herrn Heinrich My litis am Schiffenberger Weg wurden aus Versehen die Seitenwände des Schornsteins in 13 statt in 25 Ctm. Stärke aufgeführt. Das wegen Belassung des Schornsteins gestellte Gesuch wurde befürwortet, nachdem dem betr. Bauunternehmer auf- gegeben worden, die nötigen Vorkehrungen gegen Entzündung der an dem Schornstein vorüberführenden Treppe zu treffen. Eine Anzahl Bewohner der Ebelstraße und deren Umgebung haben an die Stadt das Ersuchen gerichtet, dieselbe möge einen Verbindungsweg zwischen der Stephanstraße und Ebelstraße durch Ueber- oder Unterführung der Oberhessischen Eisenbahn Herstellen. In dem Gesuch wird sowohl auf die stetig steigende Bewohnerzahl gen. Straßen wie auf die gesteigerte Bauthätigkeit im Südosten der Stadt, die einen Mangel an einem Verbindungsweg zwischen den diesseits und jenseits der Bahn befindlichen Stadtteilen als Mißstand empfinden lassen, hingewiesen. Das Stadtbauamt hat einen Verbindungsweg zwar für wünschenswert, aber nicht für notwendig erachtet, da die Stephanstraße erst zur Hälfte, die Ebelstraße etwa zu einem Vierteil bebaut sei. Der Verkehr beider Straßen gravitiere mehr nach der Stadt, wohin die gewünschte Verbindung vorhanden fei. Das Stadtbauamt will sich Vorbehalten, zu geeigneter Zeit, etwa vor Inangriffnahme der Kanalisationsarbeiten, bei welchen ein Durchstich des Bahndamus vorgenommen werden müsse, Vorschläge zu machen. Auch die Baudeputation hat erklärt, einen Vorteil für die Bewohner gen. Straßen nicht anerkennen zu können, das Bedürfnis nach einem Verbindungsweg sei zurzeit nur mäßig, die jetzige Verbindung genüge dem Bedürfnis. Die Anlage eines Niveauüberganges, wie er früher bestand, würde die Bahnverwaltung nicht gestatten, eine Ueberführung mittelst Treppen empfehle sich wegen der hohen Auffüllung nicht. Man werde später eine Unterführung Herstellen, deren Ausführung aber bis zur Inangriffnahme der Kanalisation verschoben werden könne, da ein Kanal die in Frage kommende Stelle kreuzen werde. Die Deputation hat beantragt, dem Gesuche zurzeit keine Folge zu geben; die Versammlung trat dem Anträge durch einen entsprechenden Beschluß bei. Vermischtes. * M. Gladbach, 25. Oktober. Innerhalb dreier Stunden ist heute vormittag die dreistöckige Baumwollspinnerei C. O. Langen u. Co. niedergebrannt. Der Schaden ist sehr bedeutend. Bei dem Brand sind gegen 8000 Spindeln verbrannt. Vom Hauptgebäude stehen nur noch die nackten Mauern. Keffel- und Maschinenhaus, sowie der Shetbau sind gerettet. Der Schaden wird auf 350-—400000 Mk. geschätzt. * Nürnberg, 26. Oktober. Redakteur Klein des volksparteilichen „Nürnberger Anzeigers" wurde wegen Beleidigung des ersten Bürgermeisters Dr. v. Schuh zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. * Berlin, 25. Oktober. Die Instandsetzung der Siegesalleegruppen, die von Vandalenhäuden so roh beschädigt worden sind, ist bereits gestem beschlossen worden. Dem Kaiser wurde sofort über den bedauerlichen Fall Vortrag gehalten. Eine vollständige neue Modellierung beabsichtigt der Kaiser nicht. Die abgeschlagenen Stücke sollen nur ersetzt werden. Im Auftrag des Kaisers hat Geh.imer Baurat Spitta vom Kultusministerium im Lause des heutigen Vormittags an die beteiligten Künstler: Professoren Walter Schott, Joseph Uphues, Max Unger und Bildhauer I Boese folgende Ordre gerichtet: „Im allerhöchsten Auftrage ersuche ich Sie ergebenft, die bedauerlichen Beschädigungen, welche in der letzten Nacht von ruchloser Hand an den Nebenfiguren vorgenommen sind, gefälligst sofort zu beseitigen." lieber die Instandsetzung der Büsten machte Bildhauer Boese, der Schöpfer der am ärgsten zngerichteten Gruppe Albrechts II. und der Büsten des Ordensritters Hermann von Salza und Eile v. Repkows einige Mitteilungen. Solche „Flickarbeiten" an Denkmälern, so äußerte sich der Künstler, kämen gar nicht selten vor. Beispielsweise würden alljährlich die Gruppen in den Schlössern von Potsdam und von Sanssouei repariert. Die beschädigten Stellen werden sorgfältig abgeschliffen, bei den Händen wird sogar der ganze Stumpf abgenommen. Dann werden die neuen Ersatzteile mittelst Metallstiftchen befestigt und die Fugen mit Steinkitt verklebt. Allerdings, meinte ber Künstler, würden derartige Ersatzteile auf die Dauer nicht wetterbeständig fein, vor Allem könnke man stets die verkitteten Fugen an Nase und Hand sehen. Die Instandsetzung der Büsten bietet, abgesehen von der ästhetischen Seite, infofern wenig Schwierigkeiten, als sämtliche Gyps- wodelle noch vorhanden sind, so daß die Nachmodellierung sofort in Angriff genommen werden könne. Ueber die That selber äußert der Künstler, er glaube, eine sachkundige Hand, welche den Steinmetzhammer zu führen wisse, habe die Büsten verstümmelt. Die That könne nur von Leuten begangen sein, die mit der Konsistenz des Marmors Bescheid wissen. Ein runder Hammer sei wahrscheinlich dazu benutzt worden. Wie lange sich die Uebelthäter bei ihrer Arbeit aufgehalten haben müssen, davon zeuge namentlich die Beschädigung der Büste Eikes v. Nepkow. Hier sind mit dem Hammer mindestens vier Schläge auf Nase und Gesicht gethan worden. Die Nachforschungen nach den Urhebern des Zerstörungswerkes waren bis gestern nachmittag noch ohne Erfolg. Ob eine Spur, die man jetzt verfolgt, zur Ermittlung der Thäter führen wird, muß noch dahingestellt bleiben. Ein patrouillierender Schutzmann sah in der Nacht zum Montag eine Gesellschaft von zehn bis zwölf Personen, die lärmend, singend und johlend vom Platz an der Siegessäule kamen und die Siegesallee hinunter- gingen. Der Beamte konnte des dichten Nebels wegen nicht sehen, ob diese Leute, die angetrunken waren, sich an ben Denkmälern vergriffen haben; man vermutet jedoch, baß in dieser Gesellschaft die Thäter gesucht werden müssen. * Chemnitz, 25. Oktober. Nach einer Blättermeldung wurde gestern nachmittag in Lengenfeld ein Reisender narnenS Fröhlich aus Leipzig in einem Restaurant von einem Arbeiter, anscheinend einem Tschechen, niedergestochen. Der Schwerverletzte, welcher zwölf Messerstiche erhielt, mußte sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Der Attentäter ist verhaftet. * Nensalz a. Oder, 24. Oktober. Heute wurde hier das erste Getreidelagerhaus in Schlesien eröffnet. Herzog Ernst Günther von Schleswig Holstein, Oberpräsident Fürst Hatzseldt, Regierungspräsident v. Heyer, der Präsident der Eisenbahndirektion und Landrat v. Eichmann nahmen an der Feier teil. * Graubenz, 26. Oktober. Wie ber „Gesellige" melbet, sind burch ein großes Feuer in Neuenburg (West- preußen) 5 Grundstücke in ber Klosterstraße zerstört worden, darunter die 600 Jahre alte evangelische Kiiche. Kunst und Wissenschaft. L. Mainz, 26. Oktober. Das gestrige zweite Sym - phoniekonzert fand zur Erinnerung an den großen Komponisten Peter Cornelius statt, dessen 25 jähriger Todestag heute ist. Die Werke dieses großen Mainzer Kindes, dessen Opern „Der Cid", „Der Barbier von Bagdad" und die unvollendete Oper „Gionlüd", die später von C. Hoffbauer und Ed. Lasten ergänzt wurde, werden zwar nie auf der Bühne heimisch werden, desto mehr begegnet man aber heute Stücke» daraus im Konzertsaal. So brachte auch gestern die Kapelle unter Leitung des Herrn E. Steinbach die Ouvertüren zu „Cid" und „Der Barbier von Bagdad" sowie den Traueimarsch aus „Cid" vollendet zu Gehör, außerdem sang Herr Ernst Winkel von der hiesigen Bühne die herrlichen Weihnachtslieder von Cornelius. Als weiteren Solisten begrüßt n wir Herrn Eugen d'Albert, den berühmten Klaviervirtuosen der bis heute noch seinesgleichen sucht. Auch als Komponist führte er sich vorteilhaft, durch das Vorspiel zu seinem musikalischen Schauspiel die Abreise ein. Den würdigen Schluß des genußreichen Konzertes bildete die unvollendete Schubert'sche h-moll-Symphonie. — Herr Fritz Fredrichs, der bekannte Bayreuther Meistersänger, beendete vorgestern sei« hiesiges Gastspiel als Alberich im Nheingold. Drei ganz verschiedene Rollen hat uns der große Künstler mit gleicher Meisterschaft vorgeführt^ nämlich den Hans Stadinger im „Wastenschmied", den Falstaff in ben „Lustigen Weibern von Windsor" und endlich den Alberich im „Rheingold". — Arthur Schnitzlers Schauspiel „Liebelei" errang einen großen Erfolg, obwohl die Hauptrolle mit Herrn Hans Sturm vom Schauspielhaus in München, der darin mit negativem Erfolge debütierte, unge- nüg nd besetzt war. Sehr gute Leistungen boten aber Frl. Pflüger als Christine Weiring und Herr Rücker als deren Vater. — Sonntag wird sich in der Operette „Giroflä Girofla" die neuengagierte Gesangs- und Opernsoubrette FräuleinVino Ziegler vom k. k.Joseph städtischen Theater in Wien, der ein sehr guter Ruf vorausgeht, vorstellen. In Vorbereitung befinden sich, das Ausstattungsballet „Frau Venus" und „Der Evange- limann", Oper von Kreuze. Herren-, Knaben- und- Kinder-Garderobe. Spezialität: Kinder-Anzüge- “W Anfertigung nach Maass in eigener Werkutätte. 7640 Markus Bauer 11 Kirchenplatz 11 gegenüber der Stadtkirche. gegenüber der Stadtkirche. Bekanntmachung. Dünger Versteigerung im Schlachthaus. Samstag, den 28. Oktober, vormittags 11 Uhr soll in dem hiesigen Schlachthof der Dü 'g r aus beiden Gruben öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26.Oktober 1899. 7619 Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen. G n a u t h. ■' iMuuintmiuljiniijeii Verdingung von Schreinerarbciten. Die Anfertigung zweier Schränke mit 20 bezw. 24 einzelnen, verschließbaren Abteilungen für die Gesellenstube im städtischen Schlachthofe, soll Dienstag, 31. d. Mts., vormittags UVa Uhr, öffentlich verjüngen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung urd Bedingungtn liegen während der Dienstftunden auf Zimmer Nr. 6 bei uns ofsin. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Gießen, 25. Oktober 1899. Das Stadlbauamt. Schmandt 7620 UeWDitWE Mobltiar-Velsteigernug. Moutag den 30. Oktober d. Js, nachmittags 2 Uhr, werden im Hause Neuenweg 40 nachverzeichnete Gegenstände gegen Barzahlung versteigert: 1 Tafel-Klavier, 1 Se- kretär, 1 Sofa, Tische, Stühle, Kleiderschränke, Bette», Bilder ».Spiegel, Kommode», 1 Küchen schrank mit Glasaufsatz. Weihzeug, Haus- und Küchengeräte. An demselben Nachmittag werden, zu bemMben Nachlaß gehörend, einige Fässer Farben, Zeichueu- uud Malerutensilieu, eiu Wäscherei- «. Bügeleibetrieb, sowie ein Handwagen mit versteigerl 7623 I. A.: Schneider. MMWW Cacao garantiert rein per Pfund i.5u, 1.80, 2.—, 2.40 Mk. empfiehlt 7624 Fr. Leo Nachfl., C. Herber, Seltersweg 71. Empfehle 03910 schöne Quitten per Pfund 16 Pfennig. A. «ochs Nächst., Neuen-Bäue 17. Cognac | in r/i, V4 Flaschen der Firma Erste Taunllg-Eognac-Srenllerrj Fritz Scheller Söhne, Homburg. 2780 Mosel- nnd franz. 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Erstes Konzert Samstag den 28. Oktober 1899, abends 6 Uhr, im Saale des Gesellschaftsvereins: Dirigent: Grossherzoglicher Universitäts-Musikdirektor G. Trautmann. Solist: Herr Professor Hugo Heermann aus Frankfurt a. M. Chor: Der Akademische Gesangverein. Orchester: Das Vereins-Orchester, verstärkt durch andere geehrte Künstler. Programm. 1 Ouvertüre zu H. J. von Collins Trauerspiel „Coriolan“, Op. 62 | 2. Koncert In D-dur für Violine mit Begleitung des Orchesters V 3. Elegischer Gesang für gemischten Chor und Streichorchester J Ludwig van Beethoven (1770-1827). 4. Solostücke für Violine. a) Scherzo, Op. 42 b) Serenata napoletana F) Notturno in E-dur 5. Symphonie No. 5 in C-moll Vintrittclrurton zum Konzert für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperraite £iHlUlllbK. und Steindruckerci «Pietsch Erben, in Gießen. Die Heutige Yummer umfaßt 12 Seite«. S"' ' ki|*1L fit IflceN I., t*«*® ■ Au *6nfl Al ES besteht fein 3" ■to erste Schuh in» läge erlitten hatten, d' ist, weil sie zugleich bi Niederlagen bildet, di Schlachtfelde erleidet, zivischeu Chamberlain i feinen Zweifel an der1 auskommen, zwar die Schwerte- zu verlegen, nngen ßdoch hinauSzuzi Mt M dm Müller rrieg^chnBütz * Vurenvck mit M zermalmt werden töm zugleich daraus gereä Stunde unter dem 1 Stammesgenossen de sagen und daß viellei geborenen gegen Oh DaS Rechenexenyel ( falsch gewesen, rnib ge N<$en feinem Verchal Herren Gramont und 1 sranjüstsche Armee gleit Mäld zu stai die vplimistsiche? schreiendem Widerspru haben nicht die btto gerechnet, daß unter Deutschland der Was ^agen, daß nach den doch Oesterreich und Mu Deutschland vei «ne recht gesunde L weidlich wurde, da ti Formalitäten^ 5aUul, daß die Hä! * die Hälfte an. der beugen Sa ®,tl d-rtnitt md f(| ^"d »och a| d-mlich „ di, fWWen Srie*. 5 ^nlobebären«, heg ’tM « Wtbt ringe,,!; mußte in. ö' ttn”' »riger 'eil «vr®' 91*i * ?r"' »««l»s9 ®(fefd