Nr. 228 Zweites Blatt Donnerstag den 28. September IS99 Gießener Anzeiger General-Anzeiger «an^iat Anzrtgrn zu frer na^arittagf fit Bcs $ky«Bm leg trf^änenben Nummer KB täte. W Uhr. Bei Poftbezuf i Mark 50 Pj^. ^erleljährltch »ezugaprew vierteljährlich , 3 Mark 20 PI«, manatlich 75 PfG, Mit vrmgerlahä. 11< «nzeiz«n.vermittlu»§Bstellm Ks In- metz Hullaekt nehmen Anzeige« für Ben Gießener Anzeiger entgegM, Mit »nfeafcw Bei RMH«fi. Wr Gießener »er Ben Bem Anzeiger roöcheutNch viermal Betgetegt. Anrts- und Anzeigeblutt für den Ureis Giefzen. HtBehian, IpeBttien unB Druckerei: H4 lß, »e Ur. 7. ™®ea*re*ew*™^*—*** Orstisdeilage«: Gießener ZlMtNrendlätfer. Der hefpfthe Landwirt, KtStter fftr herrsche UolKskLndr. «Bctffe für Depeschen: Snzeiger Gieß«. Fernsprecher Nr. 51. Kckates und PrsvinMes. Gießen, den 27. September 1899. * * Zur Auszahlung der Beamtengeh'älter in Hessen wird Den „N. H. V." geschrieben: Die Auszahlung der Beamtengehälter findet monatlich pränumerando statt, und hat die Großherzogliche Staatskasse durch die gesetzlich gewährten Sterbequartale nicht das geringste Rifiko. Ganz analog diesem Zahlungsmodus erhalten die Lehrer in den größeren Städten ihre Gehälter am Anfang des Monats vorausbezahlt, jedenfalls in der Erwägung, daß auch hier die Sterbequartale genügende Deckung bieten. Die Lehrer auf dem Lande dagegen erhalten infolge ministerieller Verfügung ihre aus der Gemeindekasse zu beziehende Gehälter monatlich postnumerando und die von der Staatskasse zu zahlenden Dienstalterszulagen zweimonatlich am Anfänge desjenigen Monats, in welchem die Steuer erhoben wird. Ebenso erhalten die auf dem Lande wohnenden pensionierten Lehrer ihre aus der Staatskasse zu zahlenden Gehälter zweimonatlich am 1. des zweiten Monats. Den Pensionären dagegen, welche die Haupt- und Residenzstadt Darmstadt als Domizil gewählt haben, und demgemäß gehalten sind, ihre Gehälter von der Hauptstaatskasse zu erheben, ist nur gestattet, dies zweimonatlich postnumerando zu thun. Diese verschiedene Zahlungsweise in dem Großherzogtum Hessen ist allerdings ein Geheimnis der Regierung, und dürfte diese Andeutung genügen, die „neuen Männer" zu veranlassen, sämtliche Gehälter, soweit sie wenigstens aus der Staatskasse zu leisten sind, pränumerando auszahlen zu lassen. „Gleiches Recht für alle! ... ." * * Meistertitel für Handwerker. Das Handwerker-Organisationsgesetz, welches nun in nicht ferner Zeit in Kraft treten wird, enthält bekanntlich auch Bestimmungen über den Meistertitel. Die darüber verbreiteten Ansichten sind aber vielfach irrig und bedürfen einer Richtigstellung. Es besteht nämlich die Meinung, die Verleihung des Meistertitels sei nach dem Inkrafttreten des Gesetzes eine Obliegenheit der Innung. Dem ist jedoch nicht so, und es ist von Wichtigkeit darauf hinzuweisen, damit nicht später Irrtümer über die Bedeutung des Meistertitels entstehen. So gewiß die Innungen auch jetzt noch befugt sind und es immer bleiben werden, Meisterprüfungen vorzunehmen, so verleiht eine solche Prüfung von der Innung doch nicht das Recht zur Führung des Meistertitels in der Verbindung mit der Bezeichnung eines Handwerks. Dieses Recht wird vielmehr nur von besonderen Prüfungskommissionen erworben, und die Errichtung dieser Prüfungskommissionen, die aus einem Vorsitzenden und vier Beisitzern bestehen, erfolgt durch Verfügung der höheren Verwaltungsbehörde, durch welche die Mitglieder ernannt werden, nach Anhörung der Handwerkskammern. * * Nicht beförderte Ansichtskarten. Um zu erreichen, daß wertvolle Ansichtskarten bei der Beförderung vollständig rein bleiben, daß aber doch auf der Adreßseite die Marken abgestempelt sind, hat man vielfach geschlossene Kouverts benutzt, auf denen nach der oberen rechten Ecke zu ein Viereck ausgeschnitten war, welches die auf der eingelegten Karte befindliche Briefmarke deutlich sehen ließ, so daß diese auf der Post leicht abgestempelt werden konnte. Da das Reichspostamt jedoch erklärte, daß Briefumschläge mit einem Ausschnitt, durch den die auf der Einlage (Brief, Karte, Drucksache usw.) befestigte Freimarke sichtbar ist, aus betriebstechnischen Rücksichten für den Postverkehr nicht geeignet sind, werden alle bei den Postämtern einlaufende Briefe — wenn es von den mit der Abstempelung und Beförderung betrauten Beamten nicht zufällig übersehen wurde — als nicht bestellbar zurückgelegt und vernichtet, worauf wir die vielen eifrigen Ansichtskartenversender und Versenderinnen aufmerksam machen. * * Militärdienst der Volksschullehrer. Zum letztenmale werden dieses Jahr die Volksschullehrer zu einer zehnwöchigen militärischen Hebung herangezogen; mit dem nächsten Jahre tritt bekanntlich die Bestimmung bezüglich des einjährigen Militärdienstes für Volksschullehrer in Kraft. Es wird sich dann in allen deutschen Staaten ein bedeutender Lehrermangel fühlbar machen; sollen doch nach amtlicher Schätzung dann etwa 3060 Lehrer dem Volksschuldienste jährlich entzogen werden. Es werden alsdann viele Lehrerstellen mit Schulamtsaspirantinnen besetzt werden müssen, an denen bis jetzt noch kein Mangel, vielmehr bedeutender Ueberfluß herrscht. — Erwähnte Hebung findet beim 1. Nass. Jnf.-Negt. Nr. 87 in Mainz statt und beginnt am 28. ds. An demselben Tage rückt auch eine größere Anzahl hessischer und nasiauischer Volksschullehrer beim Jnf.-Regt. 117 ein. -ft Abendfiern. Zur Errichtung einer Haltestelle für Personenverkehr wurden bereits die Vermessungen betreffs Errichtung eines Warteraumes vorgenommen. Somit wäre für den Bewohner des Bieberthales auch der Anschluß nach Wetzlar erreicht. Hoffentlich wird alsdann die Verbindung zwischen Wetzlar—Lollar eine bessere, denn zur Zeit kann man nach Wetzlar nur morgens um 5 und i/»9 Hhr gelangen, außer diesen fährt dann bis zum späten Nachmittag kein Zug mehr, und ebenso sind auch die Züge, von Wetzlar kommend, sehr unpraktisch gelegt. x Aus Oberheffeu, 27. September. Dieser Tage wurde mitgeteilt, daß auf der Oberhessischen Bahn ein Mann während der Fahrt aus dem Schnellzuge gesprungen und die Böschung hinabgekollert sei. Auf telegraphische Verständigung zwischen den Stationen Fulda und Großenlüder wurde der waghalsige Mann gefaßt und als der 35 jährige zu Gera bei Elgersburg (Sachsen-Koburg- Gotha) gebürtige und zuletzt in Großenlüder wohnhafte Hausirer Robert Füldner ermittelt. Er war nicht tm Besitze einer Fahrkarte, kam von Lauterbach und mußte, da der Schnellzug in Großenlüder, seinem Wohnort, nicht anhält und er auch nicht weiter wollte, wohl oder Übel aus dem Zuge springen, so wenig dies auch ein Vergnügen sein mag. Am Mittwoch fuhr Füldner von Großenlüder nach Fulda, abermals ohne Fahrkarte; damit hat er sich als Betrüger verraten, der leidenschaftlich die Rolle eines „blinden" Passagiers spielt. Er wurde festgenommen und in einen Gewahrsam gebracht, aus dem zu entspringen schwerer, aber nicht so gefährlich wie aus einem Zuge ist. Lauusbach, 25. September. Ein schweres Verbrechen ist in der vergangenen Nacht in unserem Orte begangen worden. In der Wirtschaft der Wittwe Pfaff, in welcher am Sonntag und Montag Kirchweih gefeiert worden war, saßen gegen 2 Hhr, nachdem der kurz vorher zur Revision dagewesene Gensdarm Bechstein aus Wißmar Feierabend geboten und die Gäste sich entfernt hatten, das Bedienungspersonal und die Musikanten noch bei einigen Erfrischungen zusammen. Auch der Metzger Speyer von Wißmar, ein 20jähriger junger Mensch, welcher seine demnächstige Ein- FemÜekm. Briefe aus der Wesidenz. (Origittalberichl für den „(Siebener Anzeiger*.) (Nachdruck verboten.) XVII. Zweite Ausstellung der „Freien Vereinigung Darmstädter Künstler". Das Kunstvereinsgebäude am Rheinthor gewinnt immer mehr an Ansehen, im Innern wie int Aeußeren. Für die Belebung des kleinen Portikus und der Vorhalle ist manches Erfreuliche geschehen. Die Voluten der jonischen Säulen haben durch polychrome Behandlung einen matten Metall- ^lanz bekommen. Durch bildnerischen Schmuck ist den früher kahlen, nüchternen Flächen der Vorhalle ein farbenfrohes Gepräge verliehen worden. Zwei große Kartonentwürfe: „Architektur" und „Maschinenbau" darstellend, von Philipp Otto Schaefer grüßen festlich an beiden Seiten des Einganges. Die große Halle im Erdgeschoß ist vorzugsweise der Schwarz-Weiß-Ausstellung, in die sich auch hier und da Aquarelle und farbige Entwürfe mischen, eingeräumt worden. Hier treffen wir Lithographien von Karl Bantzer (Dresden-Strehlen), der auch als Maler in dieser Ausstellung mit großen und kleinen Kompositionen einen Ehren- rang behauptet, Radierungen von Leo Kayser (Darmstadt), Entwürfe zu einem Provinzialftändehaus, einem Fest- und Gesellschaftshaus für die deutsche Marine, letzterer von Fritz Kritzler (Berlin), Künstleransichtspostkarten, entworfen von den Malern Schlegel, Wondra, repro- duciert vom Papierhaus Elb ert. An einer Wand des Treppenhauses, das wir auf unserem Wege zum großen Mittelsaal betreten, fällt uns sofort in die Augen das von Hofmaler Kurt Kemp in in großstiliger Auffassung ausgeführte Brustbild der Hofschauspielerin Amalie Cramer, das uns besonders an ihre „„Adelheid v. Walldorf" erinnert. Im großen Saale des ersten Stockes nehmen zunächst unsere Aufmerksamkeit gefangen das die Mittelwand zierende Gemälde von Bantzer „Abendmahlsfeier in Hessen", welches der König!. Nationalgalerie in Berlin gehört, und an der Nordseite des Saales die dekorative Figur von Ludwig Habichs „Siegesdenkmal in Gießen". Dieser Jüngling, der als Trophäe in hocherhobener Hand die goldene Kaiserkrone hält, wirkt einfach und doch bedeutend. BantzerS „Abendmahlkomposition" strömt den ganzen heiligen Ernst einer streng reformierten Gottesfeier auf dem Lande aus. Bibel, Gesangbuch, gefaltete Hände, andächtige Gesichter, aber außer den brennenden Altarkerzen kein Schmuck, keine äußere Zuthat, welche die Sinne beschäftigen und das Gebet der Seele stören könnte. In der Landschaft und im Genre liegt wohl der Schwerpunkt der Darmstädter Ausstellung, welcher das Historienstück und auch das biblische Bild, mit Ausnahme von Ecksteins (Düsseldorf) „Heiliger Nacht" gänzlich fern geblieben ist. Die Maler Eugen Bracht (Berlin), Otto Engel (Berlin), Wilhelm Bader (Darmstadt), Heinrich Kröh (Darmstadt), Heinrich Deuchert (München), Karl Küstner (München), Paul Weber (München), Otto Hbbelohde (München), August Wondra (Darmstadt) kommen hier mit wertvollen Sachen in Betracht. Außer aller Konkurrenz stehen die Landschaften von Bracht und Otto Engel, die auch zu einander insofern einen interessanten Gegensatz bilden als ersterer die schweigende, weite nordische Ebene, die Natur in ihrer Herbheit und Zurückhaltung mit Vorliebe aufsucht, während Engel, obgleich fein Motivkreis auch der niederdeutschen Landschaft angehört, doch mehr die Natur in ihrer Sonntagslaune beobachtet und die Sonne den Regenschauern, ja auch den Sternen vorzieht. Sein bedeutenstes Werk, mit welchem er in Darmstadt vertreten ist, „Von der Waterkant" spiegelt in seinen drei Teilen, die ein wundersam komponierter Rahmen mit flachen Reliefschnitzereien umspannt, den ganzen stillen Zauber der Ostseeküsten wieder. Die wertvollsten Sachen von Eugen Bracht, fein „Roter Acker", „Lehmweg", „Waldwiese bei Regen", „Birkenwald", „Der kühle Grund", „Der Schnellzug" hängen in dem Anbau an der Westseite, der in der kurzen Zeit, die für seine Herstellung vorgesehen war, ein auffallend hübsches Ansehen bekommen hat. Das Licht empfängt er gleich dem großen Saal von oben. Die eine Schmalseite nimmt Eduard Schmahl's (Mainz) aus gelblichem Gyps hergestelltes dekoratives Relief für den Schlacht- und Viehhof in Mainz ein; an der gegenüberliegenden Wand befindet sich von dem nämlichen Künstler eine originelle Frosch-Vase; Frösche schauen aus einer geborstenen Urne als Wasserspeier hervor. Für einen „Wintergarten" eignet sich diese plastische Arbeit ungemein. Im „Neubau" treffen wir auch das reizende, lebensfrische Pastellbild der kleinen Prinzessin Elisabeth von Hessen, gemalt von Klara Grosch, dessen wir bereits im Frühjahr Erwähnung thaten als es sich noch auf dem Atelier der Künstlerin befand. Außerdem ist Fräulein Grosch noch mit zwei wohlgelungenen Mädchenbildnissen vertreten. Immer mehr in den Vordergrund des Interesses als Damen- und Kinderportraitist rückt in den letzten Jahren auch Adolf Beyer (Darmstadt), dem wir in dieser Saison schon im Münchener Glaspalast begegnet sind. Die Art Ludwig v. Hofmanns in feinen phantastischen Märchenkompositionen erkennt man von weitem; der Künstler bleibt ihr auch treu, nur daß er technisch bedeutende Fortschritte erkennen läßt. Richard Hölscher (Darmstadt) giebt sich in seiner „Spinnerin" und „Lesenden Frau" als eine Art hessischer Liebermann, nur um einiges weicher, inniger. Der Besuch der Ausstellung ist bis jetzt noch kein sehr lebhafter, was sich durch die Ungunst der Witterung hinreichend erklärt. Der erste Vormittag nach der Eröffnung war nur für die geladenen Gäste bestimmt. Die Großherzogliche Familie erwartet man in den nächsten Tagen. Der kunstgewerblichen Abteilung, die hochinteressante Objekte birgt, wenden wir uns im nächsten Briefe zu. sch- ftellung beim Militär zu gewärtigen hatte, hielt sich noch in dem Lokale auf, und machte fio, derart unnütz, daß er, nachdem ein wiederholter Hinweis auf die Feierabendstunde vergeblich gewesen war, eine dringlichere Aufforderung, sich zu entfernen, ebenfalls nicht gefruchtet hatte, mit Gewalt aus der Wirtschaft hinausgebracht werden mußte. Mit den Leuten, welche die Entfernung Speier's besorgten, war auch ein an der Affaire unbeteiligter Mann, der etwa 40 Jahre alte Arbeiter Winter von hier, aus dem Wirtslokale in den Hof hinausgetreten. Wie diese war er im Begriff, in das Haus zurückzukehren, als sich Speier von hinten auf ihn stürzte und ihm einen Stich unterhalb des Nackens beibrachte, der bis zur Lunge vor- und in dieselbe eindrang. Kurze Zeit darauf war der unglückliche Winter eine Leiche. Nach vollbrachter That machte sich der Messerheld nach Wißmar zu aus dem Staube. Allein schon in derselben Nacht wurde er durch Herrn Gendarm Bechstein, welchem mittlerweile Anzeige erstattet worden war, aus dem Bette geholt, verhaftet und in sicheren Gewahrsam gebracht. Es ist also dafür gesorgt, daß die schwere Frevelthat, die ein Menschenleben gekostet und eine arme Familie in schwere Bedrängnis gebracht hat, ihre Sühne findet. W. A. n. Staden, 26. September. Eine ganz eigentümliche Erscheinung bot sich uns gestern in der Nidda dar. Es kamen nämlich Scharen von Fischen, dicht aneinander gedrängt, das Maul aus dem Wasser streckend, flußabwärts angeschwommen. Natürlich machten sich die Fischereipächter sofort an den Fang, gaben ihn aber bald wieder auf, als sie sahen, daß auch eine Menge toter Fische hinterher antrieb. Aus dem Flußwasser stieg ein scharfer, penetranter Geruch, ähnlich wie von Creolin, auf. Offenbar ist das Niddawasser wieder durch Einführung irgend welcher Ab- wäffer von industriellen Anlagen verunreinigt. Die Fischereipächter werden selbstverständlich Schadenersatzklage anstrengen, sobald ihnen der Urheber der Flußverunreinigung bekannt ist; denn bei dem massenweisen Absterben der Fische von den größten bis zu den kleinsten herunter, ist ihr Fischbestand auf Jahre hinaus ruiniert. Wie weit unterhalb von Staden das Wasser seine fischtötende Eigenschaft beibehalten hat, konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. W. Aus der Wetterau, 26. September. Die Gewitter wollen dieses Jahr nicht alle werden, denn wir hatten noch am 24. und 25. d. Mts. kleine Gewitter mit heftigem Sturzregen gehabt. Die Temperatur ist so zurückgegangen, daß wir die Oefen Heizen mußten. Der Ackerboden ist schlammig geworden, so daß die Kartoffel- und Zuckerrübenernte an vielen Stellen unterbrochen werden mußte. Unsere Feldwege sind stellenweise morastig und es ist nur schwer durch zu kommen, das Zugvieh wird dadurch stark strapaziert. — Eine Bande Zigeuner belästigt die Leute mit Wahrsagen und Betteleien und thut sich an dem jetzt reifen Obst gütlich.— Die Preise für Most- und Schüttel ob st sind gewichen, weil starke Zufuhren von anderwärts nach Frankfurt gelangen, der Doppelzentner ist zu 7 Mark erhältlich; dagegen werden bessere Sorten Tafeläpfel sehr hoch bezahlt, weshalb die Leute sehr sorgfältig beim Abnehmen und Sortieren zu Werke gehen. G. Aus dem südlichen Kreis Gießen, 26. September. Das Genossenschaftswesen bricht sich immer mehr Bahn; in der Gemeinde Steinheim soll eine Waffergenoffen- schaft gebildet werden, wofür jetzt die Vorarbeiten im Gange sind. Aehnliche Einrichtungen hat man in dem Nachbarkreise Büdingen, wo sie sich trefflich bewährt haben. Friedberg, 26. September. Der Lehrer an der hiesigen Taubstummenanstalt, Herr Karl Heyland, wurde auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen, treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt. Ilbeshausen, 25. September. Gestern hatten wir hier den ersten Schneefall. Darmstadt, 26. September. Gestern um 11 Uhr fand die Beerdigung des Herrn Hofmusikdirektors in Pension, Wilhelm Niederhof, auf dem hiesigen Friedhöfe statt. Trotz der denkbar ungünstigsten Witterungsverhältnisse hatte sich zu der ernsten Feier eine große Trauerversammlung eingefunden, ein sichtbarer Beweis für die Hochachtung und Verehrung, die Niederhof während seines langen Lebens von allen Seiten entgegengebracht wurden. Heppenheim a. d. B., 26. September. Am 9. Oktober l. Js. wird in der Großh. Landes-Irrenanstalt hier die statutenmäßige Jahressitzung des Kuratoriums des Hilfsvereins für die Geisteskranken in Hessen stattfinden und vormittags 11% Uhr beginnen. Mainz, 25. September. (Gegen die Bettel-Industrie in Jerusalem.) Wir haben wiederholt Gelegenheit gehabt, vor den Zuschriften einiger galizischer und in neuerer Zeit palästinischer Schnorrer zu warnen, welche direkt oder unter dem Vorwand der Uebersendung von Blumen oder Holzschnitzereien die Mildthätigkeit in Anspruch zu nehmen versuchten. Obgleich unsere Warnungen wiederholt Erfolg gehabt haben, gelang es natürlich nicht, dem Hebel ernstlich Abbruch zu thun. Die betreffenden Geschäftsunternehmer wählen, sobald eine Firma zu sehr bekannt geworden ist, eine andere Deckadresse. Die einzig richtige Art der Behandlung solcher Zuschriften ist, sie unbeantwortet zu lassen. Wen das Herz treibt, etwas für Palästina oder Galizien zu thun, der laffe es den bestehenden Organisationen zukommen. An Privatpersonen, die in jeder Richtung vollkommen unbekannt sind, und die sich von anderen unbekannten Personen nur dadurch unterscheiden, daß sie einem geschrieben haben, Gaben zu schicken, ist gewiß unrichtig. — Es liegt .überdies doch auf der Hand, daß Personen, die in Jerusalem ein Frankfurter und Berliner Adreßbuch besitzen und erhebliche Summen für Porto ausgeben, sicherlich nicht die ärmsten sind. Mainz, 26. September. Die jüngsten Beratungen derBürgermeisterei und Militärbehörden wegen der Erwerbung der militärischen Gebäuden in der Stadt Mainz hatten ein für die Stadt Mainz günstiges Ende genommen. Wie wir nun zuverlässig vernehmen, hat es die Stadt Mainz lediglich der Initiative des Kaisers zu verdanken, daß die seitherigen höheren Forderungeu der Militärbehörde für die Ueberlaffung der Militärgebäuden an die Stadt, wesentlich herabgesetzt worden sind. Bei der jüngsten Anwesenheit des Kaisers in unserer Stadt hatte ;ekanntlich Herr Oberbürgermeister Dr. Gaßner mit dem Kaiser eine Unterredung wegen dieser Militärgebäuden. Die Folgen dieser Unterredung haben sich nun in augenfälliger Weise bei den jüngsten Verhandlungen zwischen der Stadt Mainz und der Militärbehörde gezeigt, die Bedingungen, die s. Z. von der städtischen Verwaltung für unannehmbar erklärt wurden, und durch welche das Scheitern der Verhandlungen bisher veranlaßt wurde, waren beseitigt, so daß die städtische Verwaltung und die dazu berufenen Kommissionen sich einstimmig für die Annahme der Bedingungen, wie sie nunmehr von der Militärbehörde gestellt worden waren, erklärten. Mainz, 25. September. Der Mainzer Kriegerverein begeht am kommenden Sonntag das Fest der Fahnenweihe. Der Verein wurde am 22. März 1897 gegründet, und fand am 10. April die konstituierende Generalversammlung statt, wobei sich 468 Kameraden als Mitglieder des Vereins aufnehmen ließen. Bis jetzt wurden in den Verein ausgenommen 1153 Mitglieder, abgegangen sind wieder 174 Mitglieder, so daß ihm gegenwärtig 979 Mitglieder angehören, darunter 124 Offiziere, 7 Veteranen aus dem Kriege 1848/49, 4 aus dem Kriege 1864, 75 aus dem Kriege 1866 und 214 aus dem Kriege 1870/71, ferner 25 in dem Felde Verwundete und 23 Inhaber des „Eisernen Kreuz". Der Verein besitzt ein Trommlerkorps von 11 Mann einschl. des Tambour-Majors. Die unter der Leitung des Herrn Dr. Wachenfeld stehende Sanitätskolonne zählt 50 Mitglieder. Im Laufe des Jahres wurde eine Vereinsbibliothek angelegt. Für die Beschaffung einer Fahne sind 276 Mark gesammelt worden. Die für den Verein angeschaffte Fahne ist ein prächtiges Stück Arbeit. Der Entwurf dazu ist von dem Vereinsmitgliede, Herrn Jos. Lang unter der Leitung des Direktors der Mainzer Kunstgewerbeschule Herrn Professor Kübel und in natürlicher Größe von Herrn Schaubach, einem Schüler der Kunstgewerbeschule, ausgearbeitet worden. Die Ausführung erfolgte durch das St. Bernward-Institut hier. Die Stickerei der Fahne ist durchweg plastische Handstickerei. Die Fahne zeigt neben den entsprechenden Emblemen die Inschriften in Goldstickerei: „Mit Gott für Kaiser und Reich, für Fürst und Vaterland", sowie „Mainzer Kriegerverein — gegründet 22. März 1897". Mainz, 26. September. Im Taunus Gasthof fand gestern nachmittag unter dem Vorsitz des Rechtsanwalts Claß eine Sitzung der Vertreter der zum Rhein-Main Gau gehörigen Ortsgruppen des Alldeutschen Verbandes statt. Sämtliche zehn Ortsgruppen — die zusammen über 1500 Mitglieder zählen — waren vertreten. Es wurde beschlossen, in der Flottenfrage besonders in gemeinschaftliche lebhafteste Werbethätigkeit einzutreten und in allen Ortsgruppen auch über die österreichische Frage bei ihrer steigenden Wichtigkeit fortgesetzt Berichte zu erstatten. Weiter wurde bestimmt, daß im Oktober ein allgemeiner Gautag in Mainz stattftnden soll. Bei dieser Gelegenheit wird eine öffentliche Versammlung in der Stadthalle stattfinden, in der Reichsratsabgeordneter Karl Hermann Wolf aus Wien über die Lage des Deutschtums in Oesterreich und Kapitänleutnant Weyer- Koblenz über die Flottenfrage sprechen wird. Auf Antrag des Gymnasialdirektors Dr. Horn-Frankfurt a. M. wird folgende Drahtung an den Staatssekretär Dr. Leyds im Haag, als dem Vertreter der südafrikanischen Republik in Europa, abgesandt: „Der Rhein-Main Gau des Alldeutschen Verbandes versichert das stammverwandte Burenvolk und seinen verehrten greisen Führer in diesen entscheidungsvollen Tagen seiner treusten Zuneigung und Teilnahme und vertraut, daß es, wie schon zweimal, des übermütigen Feindes Herr werde. Von den Deutschen in Transvaal erwarten wir, daß sie ihre Pflicht thun werden. Transvaal Heil und Sieg." (T. A.) Frankfurt a. M., 26. September. Heute nachmittag hat in einer Wirtschaft mit Damenbedienung in der Allerheiligenstraße ein Gast eine Kellnerin erschossen und dann sich selbst. Fulda, 26. September. Mit dem 1. Oktober wird das 47. Artillerie-Regiment hierher in Garnison kommen. Zum Regiments-Kommandeur wurde Major v. Wachs ernannt und das Regiment dem 11. Armeekorps zugeteilt. Cassel, 26. September. Neber ein Schwindel- Manöver, welches sich neulich an einem der letzten Abende an dem Schalter des hiesigen kaiserlichen Postamtes am Königsplatz, und zwar an der Einzahlungsstelle für Postanweisungen, abspielte, berichtet das „Cass. Tgbl.": Wenige Minuten vor 8 Uhr, also kurz vor Schalterschluß, wo erfahrungsgemäß gerade hier an diesem Schalter stets ein großes Gedränge herrscht, erscheint ein etwa lljähriger Junge und gibt eine Postanweisung über 120 Mk. auf. Der Betrag sollte sich in einer Rolle befinden, welche in der üblichen Weise versiegelt war und auch die Aufschrift: 120 Mark in 3 Markstücken trug. Der Schwindler hatte nun gleich von vornherein eine große Dummheit begangen, denn sonst wäre ihm womöglich bei der Eile der Annahmebeamten und dem großen Gedränge kurz vor Schalterschluß das Betrugsmanöver geglückt, er hatte nämlich anstatt der üblichen Rollen von 150 Mark = 50-Thalerstücke eine solche von 40 Thalern = 120 Mark in Größe und Gewicht nachgemacht, was im geschäftlichen Leben wenig oder gar nicht geschieht. Das fiel dem Postbeamten auf, er öffnete die Geldrolle und fand statt Thalern nur Bleistücke darin. Der Junge wurde festgehalten und gestand schließlich ein, ein draußen wartender Mann habe ihm das Geld gegeben. Mit Hilfe eines gerade anwesenden, nicht in Uniform befindlichen Postbeamten, bei dessen Annäherung der Schwindler nichts Schlimmes ahnte und ruhig an der nächsten Ecke stehen blieb, gelang es denn auch, den Betrüger estzunehmen und ihn der Polizei zu übergeben. Er ent- luppte sich als ein entlassener Milchkutscher von einem renachbarten Gute. — In den Kreisen der städtischen Körper- chaften sieht man mit nicht geringer Spannung einer Antwort der Königlichen Regierung auf das derselben, gutem Vernehmen nach, zugegangene Schreiben des Magistrats entgegen, in welchem eine Darlegung der durch die an- wuernde schwere Erkrankung des Herrn Oberbürgermeisters Westerburg für die Stadt Cassel entstandenen, sehr mißlichen Lage enthalten ist. In >em Schreiben wird die Königliche Regierung gebeten, sich »arüber äußern zu wollen, welchen Weg die städtischen Be- ;örde einschlagen könnten, um noch vor dem im Februar 1901 erfolgenden Ablauf der Amtsperiode des Herrn Ober- lürgermeisters zu einer Neubesetzung der obersten Leitung der städtischen Verwaltung zu gelangen. 0 Ems, 25. September. Vom Lahnlied. Die Entscheidung in dem vom Emser Jagdverein ausgeschriebenen Wettbewerb zur Erlangung eines Liedes zum Preise der Lahn teht bevor. Die Preisrichter haben die eingegangenen Dichtungen und Kompositionen — im Ganzen mehr als 400 Einsendungen — geprüft und gesichtet; sie wollen jedoch, dem Wortlaut des Ausschreibens entsprechend, das Schlußurteil nicht fällen, ehe die in die engere Wahl gelangten Chöre durch Gesangvereine aus dem Lahnthal einstudiert und vorgetragen worden sind. Man plant ein großes Lahnlied Fest in Ems für einen der letzten Sonntage im Oktober und will bei dieser Gelegenheit die schönsten Preislieder, teils als Chöre, teils als Einzelgesang, teils auch nur deklamatorisch vortragen lassen, um zu sehen, wie sie die Feuerprobe vor der Oeffentlichkeit bestehen. Ohne Zweifel wird eine derartige Veranstaltung in den weitesten Kreisen der Lahnbewohner und Lahnfreunde lebhaftes Interesse erregen und viele Besucher von nah und fern anziehen. Das Konzert findet voraussichtlich nachmittags statt, , sodaß den auswärtigen Gästen noch reichlich Zeit zur Heimreise verbleibt. Die Verkündigung des Urteils der Preisrichter und die Verleihung des von Herrn Dr. Fahlberg in Nassau gestifteten Tausendmark Preises kann dem Ausschreiben gemäß erst bei der Hubertusfeier des Emser Jagdvereins am 3. November d. I. erfolgen. Schwurgericht. W. Gießen, 27. September 1899. (Schluß der Verhandlung gegen Lukat und Genoffen wegen Raubes.) Auf Antrag des Staatsanwalts Zimmermann wird noch ein Brief verlesen, den Schmenger im Untersuchungsgefängnis an seinen Vater geschrieben hat, aus dessen Inhalt hervorgeht, daß der Briefschreiber sich schuldig fühlt und Strafe erwartet. Der Angeklagte Schmenger erklärt, er sei damals, als er in Hast genommen, ganz verwirrt gewesen und aus dieser Verwirrung heraus ließe sich der Inhalt des Briefes erklären. Die Zeugenvernehmung ergiebt, daß von den drei Angeklagten am fraglichen Abend keiner betrunken gewesen ist. Der Gastwirt Sch ad eck II. von Lollar, bei dem die Angeklagten am Abend des 10. September Nachtlager verlangten, erklärt, sie hätten sich bei ihm anständig betragen, Lukat habe noch eine Flasche Bier verzehrt. Er habe ihnen ein Strohlager im Stall angeboten, welches sie anfänglich auch annehmen zu wollen schienen, doch hätten sich die späten Gäste die Sache anders über« legt und wären gleich nach 11 Uhr fortgegangen. Der Fuhrmann Heinrich Krailing Xl.von Wieseck, ein ca. 40jährigerMann, deponiert als Zeuge vernommen, er sei am 10. September von der Ruttershäuser Kirmes kommend am Ende von Lollar nach Gießen zu mit den drei Angeklagten zusammengetroffen, diese hätten ihn gefragt, ober kein Unterkommen für die Nacht wüßte. Er habe ihnen gesagt, sie sollten nach Wieseck mitkommen, aber darauf die Antwort erhalten, daß die Handwerksburschen nach Gießen wollten. Darauf sei er die Straße nach Gießen zu vorweg gegangen und habe dann die Angeklagten hinter sich drein kommen hören. Er glaube, daß Lukat hinter ihm der nächste gewesen. Als Krailing auf der Straße in die Gegend des Waldes gekommen, habe ihn Lukat, der plötzlich vor ihm gestanden, an der Gurgel gepackt und gerufen: „Halt! Geld oder Du bekommst soviel Schläge als Du nur tragen kannst." Im selben Moment habe ihm Lukat seine Hand aus der Hosentasche gerissen, die beiden anderen Genoffen hätten ihn jeder an einer Hand gepackt und nun habe ihm Lukat die Taschen visitiert, chm an barem Geld 1 Mk. 40 Pfg. bis 1 Mk. 50 Pfg., sein Taschenmesser und die Uhr mit Kette abgenommen. Die ganze Affaire sei blitzartig vor sich gegangen, er sei nicht zur Besinnung gekommen und habe sich auch nicht im geringsten gewehrt, da er vor den drei Menschen Furcht empfunden und froh gewesen sei, daß er mit heiler Haut davon gekommen. Die drei Räuber seien darauf vor ihm hergegangen und hätten gepfiffen und gesungen. Da, wo der Weg nach der Badenburg abgeht, hätten die drei dem Beraubten das Versprechen abgenommen, daß er sie nicht verrate, sonst würden sie ihn schlagen, daß er auf der Stelle bleibe. Ob bei dem Angriff einer der Drei gesagt hat: „Laßt doch den Mann gehen, gebt ihm doch sein Geld wieder, er ist ja auch nur ein Arbeiter", oder daß einer von den Dreien vom Angriff abgemahnt habe, hat der Zeuge nicht gehört. Richtig sei, daß als man ihn ausgeraubt hatte, er die Aeußerung gethan habe: „Geht nur hm, was liegt mir an der Uhr." Er sei eben froh gewesen, daß er so davon gekommen war und man ihm nicht noch ein Leids angethan hatte. Gegen V.l Uhr sei er in Wieseck angelangt und zu seinem Schwager gegangen, um diesen zur Verfolgung der Räuber aufzufordern Derselbe habe sich sofort per Rad aufgemacht. — Der Maurer PH. Möser von Wieseck deponiert, daß er, als ihm sein Schwager Krarlmg seine Erlebnisse auf der Straße Lollar-Gießen mitgeteilt habe, sofort die Verfolgung der drei Gesellen per Fahrrad ins Werk gesetzt. An der Marburgerstraße, vor dem Restaurant „Zur Stadt Marburg" unter einer Laterne stehend, habe er die drei Angeklagten etwa gegen 1 Uhr nachts getroffen und diese aufgefordert, vor ihm nach der Stadt zu herzugehen; er habe gedroht, bei einem etwaigen Fluchtversuch mit dem Revolver zu schießen. Die Sache sei auch anfänglich ganz gut gegangen. Unterwegs habe einer von den Angeklagten, er glaubt es sei Schmenger gewesen, versucht, mit ihm zu verhandeln, er habe aber sich darauf Nicht emge- laffen und wiederholt mit dem Revolver gedroht. An der Ostanlage seien die Arrestanten auseinander geflohen, einer davon sei entwischt, ein anderer sei zum Thore hinein in den Garten des ^ustizgebäudes gelaufen, der andere in das Gäßchen nebenan. Der Verfolger hat von dem Vorfall dem gerade aufziehenden Militärposten Kenntnis gegeben, ist sofort nach der Gensdarmerie geeilt und erschien nach etwa einer halben Stunde mit zwei Gensdarmen wieder zur Stelle, wo man Lukat unter einem Busch hervorzog und Schmenger an einem Lattenzaun m schlafender Stellung vorfand. Arnemann war bis nach Butzbach gekommen und wurde dort verhaftet. — Der Zeuge Earl Rüpper, erster Stadtschreiber und Vorsitzender des Gewerbegerichts zu Pirmasens, erklärt, die Familie des Angeklagten Schmenger sei in Pirmasens eine sehr angesehene. Die Eltern und Geschwister desselben seien sämmtlrch ordentliche und rechtliche Leute, der hier angeklagte junge Schmenger sei ihm als braver, ordentlicher, gut erzogener Mensch bekannt gewesen- Auch der Stadtmissionar in Pirmasens habe ihm jüngst erklärt, daß vc KS$r.i ja füg- Sden ? Nicht w Mgen M des ^^Schuhfabrik! sins?in -[j* und ehr WrÄ bestM inihn SsrÄ' di- W ."»in m unserer .„U,I hi"5.^Lden8 naSt irnb bie Sichech •(,i» K. > 'S««« «etradjt tomn* e L Die WW um Artest * , wo die Arbeitskraft^ geklagten W W landwirtschaftliche Arb keine Arbeit hätten f atmen Mann im Dun als Zeuge vernomM gesagt, zu glauben, ö fallen. Nach Lage de> anders wie das Schul rin, daß für alle dr seien. Abgesehen tmc der Fall doch nicht so, müsse, diese seien noch tls ausreichend, deren« der den Angeklagten Li leidiger des Stinemann, mildernden Umständen, Verteidiger des Schmer Dn Zeuge «railmg, d gewesen sei, Vorne um wie der Vorfall sich Q1 die Affaire habe sich Bei der That nicht al durch deren Angaben die Geschworenen geg aber auch für alle i Staatsanwalt beantn 1 Jahr 6 Monate ui Die Verteidiger batei Gerichtshof verurteilt anwalts gemäß, bel 1 Jahr 4 Monaten Rechtskraft des Urteil Tamstag solle« in dem zwei Unterrich feiger, wöchentl Zn dem ein dem anderen miti Zur Beteili Volksschule sowohl *** 11. Jahre al Für Werkzeu Atnrichtszeit gefa außerdem Wgdb von vier äctt 'M genam ließen, qi Gvartth Ä ^rsverß •SSJt' M km 26, VZ-dS ®tunb! Äoo über % > bM & sü. Al Ne», 23 M’liek. % &WW«| im r ^gavgrnru ® ,®Wn mehr M ?MW; sie wollen je., lbens entsprechend, das w die engere Wahl ge- aus dem Lahnthal em- M. Man plant ein men der letzten Som- Gelegenheit die schönsten als Einzelgesang, teils lassen, um zu sehen, wie uchkeit bestehen. Ohne laltung in den weitesten -freunde lebhaftes Inter- nah und fern anziehen. lachmittags statt, sodaß l'ch Zeit zur Heimreise ürteils der PiützMn Dr. Ta^berg in Nassau in dem Ausschreiben ge- $ Emser Jagdvereins am 'S*"»-' ; tob tilgte *« Ä L'-» '"S d« ächt. 7. September 1899. t und Genosten wegen Raubes.) ermann wird noch ein Brief igsgesängnis an seinen Baler D, daß der Brieffchreider sich ängeflagte ^menget erklärt, r gatti verwirrt gewesen une r fäult des Briefes erklären, en drei Angeklagten am frag- Der Gastwirt Schadrä u. n Ldmd der tV. Tchmdn tch dei M anMitz betragen^ tt 6t habe ihnen ein Stroh- anfänglich au^ awjmen iu en Gäste die Sache anders über, fortgegangen. $« W"* Mm. d.pM eptemba m ""i"“”*“" mch Sl-M |« «! »-» «-> -M- E?L inaeRagten hinter sch ’an.. binta ihm der nächste ge- ■^Äenb des Waldes gern die Gegeno _ , -r ihm geM^M a" Schläger Du ffiÄnWi eine i Moment habe w Mm ^°MÄat die M-n un habe zg M, sein 10 W bl®1 J anz- Mr lb?en0T8rnmma qdommenunb ^rurL^^drei Mnschm rt, da er M den B , daß er nj ^"Lgen und rauf vor ^ÄßabtM filÄwf* KWch •jtÄfe- * Ä Gtabt MarbnrS t n°^ ch flrffä WjftJ eingeglaubt es 1 d-r^ "^stanlage habe 0 u An .. ^twich^ olver gedA davon s' .Md-s .flohen, des Mhat vo» wd-n^er^Lf eg-ben- n-b-n-n--.^ sienntnl«^ n Erschien Jill und J'gtefle, .^.zun ® aieder i einem Han" Carl litnfl[en^ -en Angeklagten für einen ordentlichen und ehrlichen Menschen halte, der die Versammlungen und Vorträge der Stadtmission öfter besucht ( be. Der Zeuae sagt weiter, daß ihm Albert Schmenger schüchtern, ängstlich, ja feige vorgekommen sei, er muß aber auf Befragen des Vorsitzenden zugeben, daß er den Angeklagten Schmenger seit Anfang des Jahres nicht mehr beobachtet habe und daher sein Urteil auf den in die Fremde gegangenen jungen Menschen doch nicht zuzutreffen brauche. — Der 63jährige Vater des Angeklagten Schmenger erkärt, er habe in Pirmasens eine Schuhfabrik; sein Sohn sei, so lange er ihn im Hause gehabt, stets ordentlich und ehrlich gewesen, er habe denselben nie wegen einer Unehrlichkeit zu bestrafen gebraucht. Er habe den Sohn im Gefängnis besucht und sei in ihn gedrungen, wenn er schuldig sei, ein Geständnis abzulegen; derselbe habe aber entschieden erklärt, er sei unschuldig, wenn derselbe gefehlt, so glaube er, es sei mehr im Leichtsinn, als aus Schlechtigkeit geschehen. Damit ist die Beweisaufnahme erschöpft Die Schuldfrage wird für jeden der Angeklagten aus S 429 des Str.G. wegen gemeinsam ausgeführten Straßenraubes, und weiter die Frage nach mildernden Umständen gestellt. — Staatsanwalt Zimmermann weist darauf hin, daß die Geschworenen heute über ein in unserer Gegend selten vorkommendes Verbrechen vor Gericht zu sitzen hätten. Es sei erfreulich, daß es keine in Oberheffen geborene Angeklagten seien, die den Frieden unserer Landstraße gestört hätten. Der Friede und die Sicherheit unserer Landstraße müffe geschützt werden im Interesse des Verkehrs, im Interesse des Handels und des Wandels. Es sei erfreulich, daß der Frevel, den die drei Angeklagten begangen, schwer vom Gesetz bestraft werde, damit den Landstreichern die Lust vergehe, den friedlichen Wanderer zu überfallen und auszurauben. Staatsanwalt Zimmermann erörtert kurz die rechtliche Seite der in Betracht kommenden Strafthal und geht dann zu der Beweisaufnahme über. Die Angeklagten streiften durch unsere Gegend wie sie sagten, um Arbeit zu suchen, sie wollen keine gefunden haben zu einer Zeit, wo die Arbeitskräfte, besonders auf dem Lande, knapp sind. Die Angeklagten hätten besser gethan, einmal die Schaufel zu nehmen und landwirtschaftliche Arbeiten zu verrichten, wenn sie auf ihre Profession keine Arbeit hätten finden können, statt deffen aber raubten sie den armen Mann im Dunkel der Nacht auf offener Landstraße aus. Dem als Zeuge vernommenen Fuhrmann Krailing sei jedes Wort, was er gesagt, zu glauben. Feige hätten sie den Mann in der Uebermacht überfallen. Nach Lage der Beweisaufnahme könnten die Geschworenen nicht anders wie das Schuldig aussprechen. Der Ankläger trat indes dafür ein, daß für alle drei Angelegte mildernde Umstände zu bewilligen seien. Abgesehen davon, daß kein großer Schaden entstanden sei, liege der Fall doch nicht so, daß man die Angeklagten ins Zuchthaus schicken müsse, diese seien noch jung und erscheine eine längere Gefängnisstrafe als ausreichend, deren Strafthat zu sühnen. — Rechtsanwalt Engisch, der den Angeklagten Lukat vertrat und Rechtsanwalt Hoos, der Verteidiger des Arnemann, plaidierten mit Wärme für die Bejahung von mildernden Umständen, während Rechtsanwalt Rosenberg II., der Verteidiger des Schmenger, in erster Linie auf Freisprechung plaidierte. Der Zeuge Krailing, der doch ohne Frage bei der Affaire sehr aufgeregt gewesen sei, könne unmöglich im Dunkel der Nacht genau gesehen haben, wie der Vorfall sich abgespielt habe, umsoweniger, als er ja selber sagt, eie Affaire habe sich blitzartig abgespielt. Schmengers Angaben, er sei bei der That nicht aktiv thätig gewesen, werde von den Mitangeklagten durch deren Angaben bestätigt. — Nach ^stündiger Beratung sprachen die Geschworenen gegen alle drei Angeklagte das Schuldig aus, bejahten aber auch für alle drei das Vorliegen mildernder Umstände. — Der Staatsanwalt beantragte hierauf gegen Lukat 2 Jahre, gegen Schmenger 1 Jahr 6 Monate und gegen Arnemann 1 Jahr 3 Monate Gefängnis. Die Verteidiger baten um die Zumessung von geringeren Strafen. Der Gerichtshof verurteilte Lukat und Arnemann dem Antrag des Staatsanwalts gemäß, belegte jedoch den Angeklagten Schmenger nur mit 1 Jahr 4 Monaten Gefängnis. Lukat und Arnemann erkannten die Rechtskraft des Urteils sofort an. Vermischtes. * Hannover, 26. September. Konsularische Vernehmung des Grafen Waldersee. Nachlaßrichter Fitzgerald in New-Aork erließ dieser Tage an den Vereinigten Staaten-Konsul in Hannover, W. K. Anderson, den Auftrag, die Zeugenaussage des Grafen Alfred Waldersee, Kommandeur des 8. Armeekorps, bezüglich der Bestimmungen des Testaments seiner im März verstorbenen Schwiegermutter, Frau D. Lee, entgegenzunehmen. Frau Lee ist die Mutter der Grästn Waldersee Ihr Testament wurde vor einigen Wochen zur Eröffnung hinterlegt. Die im Alter von 96 Jahren verstorbene Dame hinterließ drei Töchter, die alle an hochgestellte Europäer verheiratet sind. Ihr Gatte war vor Jahren einer der Handelsfürsten New- Jorks. Frau Lee hinterläßt testamentarisch ihr ganzes Vermögen ihrer jüngsten Tochter, der Gräfin Waldersee, und ihrem Sohn David Bradley Lee. Die beiden anderen Töchter, Josephine, Freifrau v. Wächter, und Abby, die Gattin eines hochgestellten englischen Offiziers, sind in dem Testament nicht genannt. * Stettin, 26. September. In der Untersuchungssache gegen die Direktion und den Aufsichtsrat der National- Hypotheken - Kreditgesellschaft wurde der Vorsitzende im Aufsichtsrat, Graf Arnim-Nassenheide, und Direktor Uhsadel-Stettin verhaftet. Direktor Thym ist schon länger in Untersuchungshaft. * Warschau, 26. September. Eine schreckliche Katastrophe wird aus der Gouvernementsstadt Lublin gemeldet. Unweit der Stadt haben sich von einem bergauffahrenden, hauptsächlich mit Eisenbahnschienen beladenen Güterzug acht Waggons losgerissen und sind von steiler Höhe in eine Kompagnie Soldaten des Bielowskischen Regiments, welche beim Bau der Bahnstrecke arbeiteten, hineingefahren. Dreizehn Soldaten waren sofort tobt, zehn wurden lebensgefährlich, 29 leichter verletzt. Die Untersuchung ist militärischerseits eingeleitet worden. Madrid, 26. September. Der Typhus in Madrid verlangt täglich sechs bis zehn Opfer. Es herrscht allgemeine Besorgnis. Die deutschen Aerzte Frosch und Kossel, die in Oporto die Pest studiert haben, erforschen jetzt in Madrid den Typhus. Theater, Kunst und Mist'enschast. Mannheim, 25. September. Wie die „Neue Badische Landes- ztg." aus Karlsruhe meldet, hat das Ministerium für Justiz, Kultus und Unterricht gegenüber einer Beschwerde des Erzbischofs von Freiburg verfügt, daß der Aufführung von Halbes „Jugend" in den badischen Kunstanstalten nichts im Wege steht. — Die moderne Chemie. Eine Schilderung der chemischen Großindustrie. Van Dr. Wilhelm Bersch. Mit über 4000 Abbildungen, darunter zahlreiche Vollbilder. In 30 zehntägigen Lieferungen (zusammen 60 Bogen) ä 50 Pfg. Bisher 10 Lieferungen ausgegeben. (21. Hartlebens Verlag in Wien.) — Lexikon der Melalltechnik. Handbuch für alle Gewerbetreibenden und Künstler auf metallurgischem Gebiete. Enthaltend die Schilderung der Eigenschaften und der Verwertung aller gewerblich wichtigen Metalle, bereit Legierungen und Verbindungen. Unter Mitwirkung von Fachmännern redigiert von Dr. Josef Bersch. Das Werk erscheint in 20 Lieferungen zu 50 Pfg. Die Ausgabe erfolgt in vier- zehntägigen Zwischenräumen; bisher 10 Lieferungen erschienen. (21. Lart- lebens Verlag in Wien.) - Neuere Fortschritte auf dem Gebiete der Elektrizität. Von Prof. Dr. Richarz. Mit 94 Abbildungen im Text. („Aus Natur und Geisteswelt." Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Dar« stellmigen aus allen Gebieten des Wissens. 12 monatliche Bändchen zu je 90 Pfg., geschmackvoll gebunden zu je Mk. 1.15, oder 54 wöchentliche Lieferungen zu je 20 Pf.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Viehmarkt. In der vergangenen Woche herrschte auf fast allen nennenswerten Viehmärkten SüddeutschlandS ein äußerst lebhaftes Geschäft. Es waren die Zufuhren sehr belangreich und hauptsächlich gute Rinder im allgemeinen sehr gesucht. 2ln solchen fehlte es überall nicht, wodurch auch allenthalben eine sehr rege Kauflust Platz griff. In den meisten Fällen wurden fast sämtliche angetriebenen Tiere verkauft und durchschnittlich gute Preise erzielt. Importiertes Vieh war wenig am Markt. — Wild und Geflügel. Infolge des äußerst ungünstigen Jagdwetters der vergangenen Woche war das Angebot kein großes und konnten die Nachfragen nicht alle Erledigung finden. Rebhühner werden knapper, dagegen ist Hochwild leichter erhältlich. Im Geflügelgeschäft herrschte reges Leben und vollständiger Absatz. Die Preise sind stetig und ziehen eher etwas an. — Heringe. Der Fang bleibt fortgesetzt schlecht und haben sich die Preise um ca. 2 Mk. erhöht. Es kostet heute die Tonne ab Rotterdam Mk. 42. Zahlungseinstellungen. Konkurseröffnungen: Buchdrucker Ernst Peter, Altenkirchen; Brauereipächter Georg Bauernschmitt, Bamberg; Garnhändler Osk. Klem. Fuhrmann, Chemnitz; Handelsmann Heinr. Genuit. genannt Hübbel, Willingen (Corbach); Tischler Otto Fricke, Elze; Hoppe & Pfeilstücker (Franz Hoppe, Essen und Heinr. Pfeilstiiker, Sulz- baoh), Essen; Wagenbauer Adolf Marwitz, Gelsenkirchen; Tischler Ernst Schaarschmidt, Greiz; Kohlenhändler Heinr. Gottl. Schmidt, Krumbach (Hainichen); Schneeweiss & Engel, Hanau; Kaufmann David Katzenstein, Hannover; Kaufmann Meier Nachmann, Hannover; Kaufmann Franz Postmeyer, Recke (Ibbenbüren); Porzellanwarenhändler Heinr. Noll, Mühlburg (Karlsruhe); Georg Brecht, Karlsruhe; Nachlass des Wilh.Stock, Wallenrod (Lauterbach); Cigarrenhändler Otto Greuther, Lörrach; früherer Damenschneidereigeschäftsinhaber Job. Battenfeld, München; Hoflieferant Franz Tiefenbock, München; Volckmann & Jerosch, Rostock; Nachlass des Winzers Andr. Bosch, Orschweder (Schlettstadt); Kaufmann Otto Kretschmer, Steinau a. 0.; Flaschner Dav. Str alle, Plieningen (Stuttgart); Kaufmann Job. Bapt. Scherer, Worms; Offene Handelsgeschäft Herrn. Blümler & Co., Apolda; Handelsgesellschaft Eichhorn & Kupfer, Barmen; Ehefrau Klem. Giesen, Koblenz; Handelsfrau Louise Heidt, Danzig; Ziegeleibesitzer Jak. Groh, Weisenheim a. 8. (Dürkheim); Bäcker Friedr. Gutmann, Eberbach; Lohnkutscher. Ludw. Kaiser, Freiburg i. B.; Nachlass des Bäckers Otto Eickel, Schalke (Gelsenkirchen); Pächter Karl Drehes, Johannishof (Gernsheim); Kaufleute Friedr. Anbuhl und Otto Wolff, Gumbinnen; Kaufmann Beruh. Bonness, Kalbe a. M.; früherer Cigarrenhändler Karl Georg Mertens, Krefeld; Hotelier Emil Becker, Lüdenscheid; Kaufmann Heinr. Heine, Magdeburg; Oekonomenswitwe Maria Anna Zink, Markt-Oberdorf; Korbmacher Aug. Moritz Kunzmann, Hartha (Waldheim); Kaufmann Jos. Banik, Ruda (Zabrze); Flaschenbierhändler Ernst Eduard Meyer, Zwickau. Knaderchandarbeit. Samstag den 30. September d. I., nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Schulhaufe am Asterweg (Handwerkerschule) zwei Unterrichtsknrse für erziehliche Handarbeit mit je dreistündiger, wöchentlicher Unterrichtszeit eingerichtet werden. In dem einen derselben sollen die Schüler mit Papparbeiten und in dem anderen mit Kerbschnittarbeiten beschäftigt werden. Zur Beteiligung an dem Unterricht können ältere Schüler der Volksschule sowohl, als auch Schüler der höheren Lehranstalten (letztere vom 11. Jahre ab) zugelassen werden. Für Werkzeuge und Materialien, welche den Schülern während der Unterrichtszeit gestellt werden, find von jedem derselben zwei Mark zu entrichten- außerdem haben die Schüler der höheren Lehranstalten noch ein Schulgeld von vier Mark zu bezahlen. Anmeldungen zum Unterrichte werden zur augegebeueu Zeit im geuauuteu Schulhaufe entgegen genommen. Gießen, am 22. September 1899. 6858 Gnanth, Oberbürgermeister. Hahn, Oberlehrer. Bekanntmachung. Im Konkursverfahren über das Vermögen des Leopold Schütz von Gießen fällt die von Großh. Ortsgericht Gießen auf Donnerstag den 588. September, nachmittags 58 Uhr, anberaumte Versteigerung aus. 6943 Gießen, den 26. Sept. 1899. I Boeck, Konkursverwalter. Bezüglich der in unserem Gesellschaftsregister eingetragenen Aktiengesellschaft Hessisch-Rheinischer Bergbauverein zu Gießen mit Zweig. Niederlassung zu Trais-Horloff wurdr heute folgender weiterer Eintrag vollzogen: 1. Der Sitz der Gesellschaft ist n anmehr Berlin; 2. Das 2 953000 Mk. betragende Grundkapital wird eingetetlt in 2 953 auf jeden Inhaber und y* über 1000 Mk. lautende Aktien, welche die Bezeichnung ^Stamm- Mien, Lit. k“ führen. (Beschlüsse d«r Generalversammlung vom 20. Dezember 1898.) 6941 Hungen, 23. September 1899. Großh. Amtsgericht. Im Firmenregister des untere zeichneten Gerichts wurde heute eingetragen: Alexander Leuchtweis betreibt zu Hungen das Apothekergewerbe und zugleich einen Handel mit Droguen- waren unter der Firma „A. Leuchtweis", Apotheker. 6942 Hungen, 22. September 1899. Großh. Amtsgericht._______ Versteigerung. Donnerstag den 28. Sept., nachmittags 2 Uhr, werden Marburgerstraße 66 (Pfau): Wagen, Pflug, Ernteleitern, Dick- wnrzmühle, Mobilien, sowie sonstige Hausgeräte usw. meist- bietend versteigert.__6855 Höstversteigerung. Nächsten Freitag, den 29. September, von nachmittags i/al Uhr an, wird tn den Freiherrlich von Nordeck zur Rabenan'schen Gärten zu Alten Buseck die diesjährige Obsternte versteigert. Londorf, 25. September 1899. Der Rentmeister. 6907 Schmidt. frritag btn 29. September, naÄmittaaS 21/« Ubt sollen auf dem hiesigen Orrsgericht die den Erben der Theodor Lotz Eheleute in Gießen gehörigen Grundstücke: Flur li Nr.4 u.5 — 1100 qm Acker auf der Harth rechts am Gleiberger Pfad, Flur 11 Nr. 6— 1100 qm Acker daselbst, Flur 17 Nr. 53,5 — 4077 qm Wiese am Hamm, Flur 25 Nr. 215 — 1144 qm Acker auf der Rothhohl auf den Leihgesterner Weg, Flur 28 Nr 7 — 437 qm Acker am Altenfeld auf das Bruch, Flur 28 Nr. 100 — 1175 qm Wiese am Heegstrauch vor Stauden Garten, Flur 28 Nr. 132,5 — 1938 qm Acker am Sandkauterweg links hinter den Gärten, Flur 28 Nr. 197 — 1396 qm Wiese am Hohen Rain, Flur 29 Nr. 135 — 1838 qm Acker im Rödern auf die Gräben, Flur 29 Nr. 136 — 1875 qm Acker daselbst, Flur 31 Nr. 138 — 2244 qm Acker am Erdkauterweg bis an den Grüninger Pfad, Flur 33 Nr. 16 — 606 qm Acker im Altenfeld bei den Garten, Flur 83 Nr. 17 — 344 qm Acker daselbst, Flur 33 Nr. 127 — 837 qm Acker am Nahrungsberg hinten am Feld Erbverteilung halber freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 20. September 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. 6784 I. A. Vogt. Krkanntmachmrg. Donnerstag den 28. d. M., nachmittags 3 Uhr, sollen im Bieker'schen Saale — Neustadt — dahier: Haus« und Küchengeräte aller Art, sowie eine Partie Sckuhwaren zwangsweise gegen Bar versteigert werden. Gießen, 27. September 1899. 6956__________Seipel, Gerichtsvollzieher. Göstversteigerung. Freitag den 29. d. Mts., von vormittags 8 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln und Birnen, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Bahnhof dahier. Lang-Göns, den 25. Sept. 1899. Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. Brückel. 6932 Alice-Schule. Beginn des Wintersemesters Montag den 9. Oktober, Aufnahme der Schülerinnen morgens 9 Uhr. Unterricht in Hand- und Maschinennähen, Stopfen, Flicken, Sticken und Kleidermachen, sowie der modernen Handarbeiten, als Schnitzen, Brandmalerei u. s. w. Mündliche Auskunft vom 25. September an durch die Oberlehrerin L. Möser, Gartenstraße 30. Schriftliche Auskunft jederzeit. 6553 Bügel-Kursus. Der Knrsrrs im Fein- und Glanzbügeln beginnt Dienstag den 3. Oktober. Frau Hofmann, früher Kidmann, 6802 vormals Lehrerin an der Aliceschule. Für Schüler. Kl. Induktionsapparate, kl. Elektromotors, Elektromagnete, kl. Akkumulatoren, kl. Glühlampen, Draht in jedem beliebigen Quantum, sonstige Apparate für sämtliche Schulzvecke. 6825 Hochachtend Emil Schönewolf, 11 Kreuz 11._________ 935 Eintreffen der Neuheiten in Damen und Kinderhüten zur gefi. Nachricht. Indem ich dm Besuch meiner Ausstellung bestens empfehle, zeichne Hochachtungsvoll Elisabeth Euler, 6856 Lrrdwigstratze 14, 1. Stock. oooooaooo 00^000000000000000 000000000 § Pensionat Thomas, □ 03231 Darmstadt, Neckarstratze 6. Ö Wissenschaft!. Unterricht, Erlernung des Haushaltes und gesellschaft- O O licher Formen unter liebevoller Leitung. Handarbeiten, Kochen, 9 ~ Musik rc. Angenehmes Familienleben, gute Verpflegung, eigenes q q Haus mit großem Garten. Prospekte durch die Vorsteherin, g ODOODOODO 000000000000000000000000000 6810 WMHirßrch 17 WMHsrftriiße 17 4078 Prämiiert: Butzbach 1898= 03013 Thiirvorlagev, Schwamme Toiletteartikel re. ■N t’4| Uermielnngeu Gefunden frauf Geinche Rtkttitn, tfl*'1'1 03373] Eine Pferdedecke gefunden. Neuenweg 60, II. Boereo an dieser Fritiffyn Le regelrechten ArM foiDtgurigen btt fru erstes Bild zeigt eir 5751] Pferdestall mit Burschengelaß zu vermieten.Asterweg 40. Gründliche Nachhilfe in allen Gymnasial« und Nealfächern. SpezialtursuS in franz. Konversation und Korrespondenz für Damen und Herren. [6893] I. Marx, Lonystr. 4. (Heiur. Laugsdorf) eine Filiale errichtet habe. Ich empfehle mich angelegentlich!! zur Anfertigung sämtlicher Arbeiten in TttkW-, AsphA Md SementbSdkii 03376] Ein C«pe gefunden. Abzuholen Gchühenstratze 6, II. #*■»* t«0' ’S? w »"'*! Zsi oi«r011 03308] Mädchen können das Kleidermachen erlernen. Ludwigstratze 22. Den verehrlichen Bewohnern von Gießen und Umgebung zeige hiermit an, daß ich 57 Ludwigstrasse 57 A. F. De Marco, Aad-Yauheim. A«e Muni 7 Ucht schwierig stützt die Befö °us ziemliche Sch ®oeren der Glander Ust m Berlin - ( i" 8' tl9'lb[ $liÄ säää ÄÄ Wer ei„ ” «Äi Bi ^vichtr? "Mer 03298] Schön möblieries Zimmer zu vermieten. Licherftr. 5.— 03338] Schlafstelle zu vermieten. J Liebigstratze 35. 67eO] Schöne Wohnung von 3 oder 4 Zimmern mit Wasserleitung, Gartenanteil, Bleichplatz und allem Zubehör so» Die Neuheiten der Herbst-Saison - „„„ -ins-chstm bis zum h-ch°l-MM°stm G-schm-ck- sind in bes°nd-rs -°ichh°m»-r Auswahl -in,ei,affen. Fpefialhaus der Tuchbranche Louis Treff & Cie. ^anshLltuvgsbm-ku u. Keftu Jahn-, Kopf- »ad Kleiderbürste Zeifen und Parfimerien Fr. Krogmann Wetzsteingasse 33 Grösste, leistungsfähigste Werkstätte Oberhessens für Fahrräder Vertreter erster deutscher Firmen als: Adler, Mars, Grltzner, Patria. Zubehör- und Ersatzteile in grosser Auswahl. Prompte, schnelle Bedienung. 1 s-CHMPMttMeü 03282 6675] Alicestratze 18 zweiter Stock, 6-Zimmerwohnung nebst allem Zubehör und Bleickplatz, per 1. Oktober oder, später zu verm. Zu erfr. daselbst 1. Stock. I tauu , 6771 3-Zimmerwohnung im 2. Stock | Wtlh. Mayer, zum Aquarium. und eine 2-Zimmerwohnung mit Zubehör im 1. St. zu verm. Wallthorstr. 46. Emil Schönewolf Telegraphenbauanstalt Kreuzplatz II. Giessen. Kreuzplatz II. Anlagen elektriselier Klingeln, Telephon, Blitzableiter. Elektrisches Licht. Elektrische Sicherungs-Anlagen gegen Einbruch, Diebe und Feuer. Reparaturen bei billigster Berechnung. Sonstige Reparaturen an Induktions-Apparaten und Sauch-Katterirn., Kostenanschläge gratis. Triumph der WeLdhaas'schen Kurmethode. .38 8-4 k. Anfana Januar d. I. schrieb der Lehrer a. D. Fleischer aus B. Fensterleder tc. A. Welz, Settersweg 2. 03271 2-Zimmer-Wohnung mit allem! Gießener B-lksbad. Zubehör zu Venn. Eb-lstruß- S2^ Abonnement für das am 1. Oktober be= ginnende Winterhalbjahr, sowie auch zur Entnahm- do« Jahres' auch zu Bureauzwecken geeignet. abonuemeuts hiermit ergebenst ein. Letztere können zu jeder beliebigen Ludwigstratze 12. flettommen werden; auch ist bei denselben Teilzahlung gestattet. 6506] Marttstratze 29 schöne Man- Auskunft über Preise, sowie über besondere Vergünstigungen bei &tb«nl7^nun9 ö01? cL Zimmern Mit «aEen-Abonnements wird bereitwilltgst an der Kaffe der Anstalt erteilt, der BaLiten daselbst gratis. 6758 -------------- Der Vorstand. fort oder später zu vermieten. - Kliuikstratze 22, Ecke Frankfurterstr. 6387] Im 2. Stock schöne 4 8immer-- Wohn. zu verm. Wilhelmstr. 8, II- 6751] Braudgasie S ist ein schönes Familienlogis, 5 Zimmer, per 15. Okt., evtl, auch früher, zu vermieten. Näheres Brauerei Textor. 03305] Eine Wohnung, 3 Zimmer und Zubehör zu vermieten. Bruchstr. 10. Ludwigstraße 31. Wegen Versetzung des Herrn Assistenz-1 und bitte höfl., Bestellungen 2C. mir daselbst zuzuweisen, arzt vr. Clasen ist der mittlere Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, zu vermieten und alsbald zu beziehen. Fr. Seibel. 6062] Logis, 5 bis 6 Zimmer nebst Zubehör, zu vermieten. ____L. Huh«, Bleichstraße 16, 6267] Schöne Mansardenwohnung per 1. Oktober zu vermieten. P. Ruckstuhl, Moltkestraße 26, I. + Gallenstein Symptome: Qualvolle Koliken, Magenkrampf, Leber- und Rückenschmerzen. Wer von diesem schweren Leiden bisher nicht befreit werden konnte, erreicht dies sicher durch i ITamnhin Prod. aus Nadelholz (einziger Bestandteil). Gebrauchsanweisung BLälllplllIi, und Benennung der thatsächlichen Ursachen bei Bezug. Prospekte gratis. [09383] G. Rosendahl, Cbem., Letmathe i. W. «. •ntlWtht. - »rgbl'fch« iNi. (Pitfch w «*■- Erlernen unter meiner persönlichen Leitung, auch bei ungünstiger Witterung in einem geschlossenen Raume, auf einem Lernapparat. on Paul Weidhaas in Niederlößnitz: hin 70 _ Das Gehen, und icthmsi ät «r ÄSTniTlcl» o weiß ich oft nicht, was anfangen vor Luftmangel. Sprechen fallt nur auch chwer Hustenreiz und Schwindel habe ich beständig, der Auswurf ist iah, ohne Beimischung. Trotzdem ich nicht sehr stark bin, fällt nur das Bucken sehr schwer, bei der geringsten Bewegung oder Beschäftigung habe ick den größten Luftmangel. c>ch habe häufig einen Druck über dem Leib, was nur das Atomen erschwert. Es scheinen Blähungen zu sein. Fehlen dieselben, so habe ich ®Tl®id,t^n9'?*• komme ich einen Krampshusten, der mir alle Besinnung raubt und muffen bei solchen Anfällen meine Angehörigen schnell hinzuspringen, mich halten und mtr Welfen. Ich habe einen eigenen Schmerz in der Herzgegend, welcher sich ost wiederhol^ Bei den Erstickungsanfällen ist es mir unmöglich im Bett zu bleiben; ich sitze oft drs Nachts auf dem Sopha. Ich habe viele Aerzte gebraucht, ohne baß mtr geholfen worden ist. Ein Arzt teilte mir mit, daß meine Lungen zu groß seien. Zuletzt bitte ich Sie um Ihren Rat." 6934 Wer jemals einen derartig Leidenden gesehen hat, weiß jedenfalls auch welch' verzweifelte Anstrengungen gemacht werden, um Linderung zu schaffen und wie selten die besten bekannten Mittel auch nur die geringste Hckfe bringen. Dieser alte Herr gebrauchte die Wetdhaas'sche Kur, welche schon so vielen schwer Leidenden Rettung brachte. Wenn diese Kur auch nicht allzu große Anstrengungen an den Pa ienten stellt, so war hier doch ein gutes Maß Energie und Ausdauer des Patienten erforderlich; 9 Briefe wurden ^wechselt. Der Patient beachtete die Weisungen, d e er von Wridhaas erhielt, gewiffenhaft. Langsam befferte sich der Zustand, mit jedem Brief konnte eine kleine Besserung gemeldet werden und am 2. September schrieb der Lehrer Fleischer an Weidhaas: .Ich denke, daß ich jetzt mit der Kur ende. Ich kann gut athmen, habe schon lange kein Röcheln mehr, Husten und Auswurf fast gar nickt. Schlafen kann ich von^abends bis früh. Ohne Besckwerden steige ich die Treppe. Das Essen schmeckt mir. Ich danke Ihnen nochmals herzlich. Derartige günstige Resultate der Wetdhaar'schen Kurmethode find durchaus nichts Seltenes. Jnter- effenten erhalten gern nähere Auskunft hierüber. Anfragen richte man an Paul Weidhaas, glteoet- kößnitz Hlr. 65, bei Dresden, Post Kützfchenbroda. Obstbersteigerung. Montag den 2. Oktober,__ von vormittags 9 Uhr an, soll das 03342] Ein freund!., gut möbl. Zimmer, zw in bester Lage der Stadt, zu vermieten. Näheres Ludwigsplatz 8, 1 Tr. fr oft. bestehend in Aepfeln und Zwetschen, vier schön möblinie Ziunner meistbietend versteigert werden. sofort zu vermieten bei 6ß84 Zusammenkunft am Roßweg. Christ. Duiü, Grünbergerftraße 89, Holzheim, den 25^ Sept 1899. Großh. Bürgermeisterei Holzheim, | ^^^ng separat. Dammstr. 28 ii. Klotz. 6913 03299] Freundliches, sckön möbliertes Zimmer zu verm. Löberstr. 20 2 Tr. 6633] Ein gut möbl. Zimmer mit sep. Eingang per 1. Oktober zu vermieten. —————--- , Liebigstratze^?, pari. 6924] Ludwigstratze 18 ist die 1. Et. 6702i Gut möbl. Zimmer mit ober mit 6 Zimmern n-Zubehör per L Januar . mcnßon. Goeihestratze 46, 1 Tr., 1U vermieten. Näheres Loberstraße 08291j @in ^ön möbl. Zimmer mit Eine hübsche Wohnung, zwei Zimmer | ^binett m verm. Neuenweg 60. mit Kabinett, Küche u. s. w. an ruhige trcunbI Zimmer möbl. Familie oder einzelne Dame zu vermieten. 03341] Em sreundl. Zimmer, mooi. >äh-^.n der Erp°d. d.Bl.^--- 06W 22, II 03357] Eine schöne 3-Zimmerwohnung, - r- Sckläf. '°wi° em «»Htart «.mm««Uten. g „z 8996] Ein- ,chSn° 4-Zimm°rL°hLC, - bis 3 «»'«««t Möbli-ri- 1. Etage mit Zubehör ist per sofort zu Zimmer au besseren Herrn alsbald vermieten. Näheres Westanlage 41 part. zu verm. Grünbergerstraße 14,—. 8199] Schön- Wohnung, 4ü.mm-r 6922] 2 M! 3 mobhert« 8™«« »» nebst Zubehör mit Gartenanteil, freie vermieten. Grünbergerstratze^O . Lage, per 1. Oktober, eventuell für 5091] Möbl. Zimmer zu vermieten, später, zu vermieten. __________________ Seltersweg 7111. E. Hanau, Marburgerstraße 44. 6757] Laden per 1. November zu ver- 54151 Ludwiastraße 32: Logis, parst, mieten. Näh. I. Gerhard, Lindenvlatz. 8 Zimmer nebst Zubehör, per 1. Oktober 6201] 2 ineinandergehende, große, helle zu verm- Näheres Bahnhofstraße 26. Läden mit ob. ohne Wohn., Bahnhofstr 23, 56381 3-Zimmerwobnung zu vermieten. 1 per 1. Okt. zu verm. Carl Steinberger Licherstratze 21. I ■ ■ »«i—n—i— Näheres Licherstraße 19. 6485] Zwei ineinanbergehende große 5867] «b-ist-°b° U °m «!°n,ar->°w Wte °d-r °hn° Wohnung, losiä, 2 Zimmer mit. Kabinett, p-r p-r O«°b-r r^"-rmi^-n 1. Oktober l. I. zu vermieten. r.H C ~ i>(8 , ]*< ÄTÄ 6534] 3-Zimmerwohnung zu vermieten. Näheres Weserstratze 18, I. 5057] Zum 1. Oktober ist eine fehr schöne Wohnung, 1. Etage, 6 Zimmer, Babez., Veranba, an eine ruhige Familie zu vermieten. Näheres Bahnhofstr. 71. 6595] Westanlage38,2Tr.hoch,scköne 6—7 Zimmer-Wohnung mit allem Zube- hör sofort zu vermieten._________________ 6717] Im Neubau Schiffenberger- weg 58 Wohnung, 2 Zimmer, Kücke mit Zubehör unb Wafferleitung, zu vermieten. Näheres Schisfenbergerweg 86. Ein gut möbliertes Zimmer mit Schlaf- tabinett zum 1. Oktober ober später zu vermieten. Eingang separat. Bruchstratze 3, II. Zc- ö i K 'o i 7\