:6t(N $ MU9 Erstes Blatt. Mittwoch den 28. Juni ISO» Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Ps^ vierteljährlich. AezugsprelL vierteljährlich 2 Mark 20 %. monatlich 75 Pfg, mit vringerloh«. HlurUuiji« »•» Anzeigen zu der nachmittag» für de» erscheinenden Nummer di» vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-LermittlungSstellen de» In- und ÄulIeaNl nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeg«. KvMai ttgNch mir» I' r ahme bei Mittags. A Gießener Werd,»»', km Anzeiger »tchherch viermal I^lagt. Aints- und Anzeigeblutt für den Ttreis Gieren. ■ Üifheti, Lxpeditton und Druckerei: Hch»lstr«tze Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische UotKsKunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger chteß«. Fernsprecher Nr. 51. liy i Helgoland, Jär? Amtlicher Feil d)ul. Mai Bekanntmachung . 8988 hiiirb nach Anhörung des Kreisausschusses und mit ÄenerlsiWNg des Großh. Ministeriums des Innern vom ,'7. ’.Bi 11899 zu Nr. M. d. I. 13898 folgendes Orts- bauMLil Massen. Im erfahrungsgemäß beim Quar- XU talwechsel eintretende Störungen ihn Bezug zu vermeiden, ersuchen miir: unsere verehrt. Abonnenten, schon etzstdit! Erneuerung ihres Abonnements Ortsbauftatut für die Gemeinde Annerod. Ulf (Grund des Gemeinderatsbeschlusses vom 4. ilen I Gewerbe traft. ~weU leihen betreffendenPostanstalten,Zweig- KW^ tcCffltn Und Zeitungsträgern bewirken zu Hambib ooM, Neuhinzutretende hiesige Abon- ieiralen erhalten vom Tage der Bestellung Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. )em ’.^ge der Bekanntmachung in Kraft tritt, »liefen, am 23. Juni 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Zetrüchnd^ Den Ortsbauplan von Annerod. Was nachstehende Ortsbaustatut wird unter dem An- ,ügeni zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß dasselbe mit § 1. NiMhalb des Bereiches des Ortsbauplans bezw. der krarirviigeksrnnzeichneten Bebauungsgrenzen dürfen Gebäude nicht 6 «richtet werden. Mik Ken, den 23. Juni 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. 13» iyll.Üofderney Bz d« Silon-Schiffi'!:' Cobra.Priaiettnür ne» linit.frilierBMiV' »kzüge derUoiwte ms- 80.'. Juni den Anzeiger kostenfrei iijiil zugliestellt. Verlag dcs Giktzenrr Aa?eigers. Bttrchiiild: Veranstaltung einer Verlosung seitens des Festausschusses des Verbandsschießens. Nr Vorstand des Gießener Schützenvereins beabsichtigt ^eleFh«!lich des in der Zeit vom 2. bis 9. Juli d. Js. in Gieß,'.sm ftattfindenden 17. Verbandsschießens des mittel- rheiuBsivl Schützenbundes, des badischen Landesschützen- verciMtAd des pfälzischen Schützenbundes eine Verlosung von i!Bon und Gebrauchsgegenständen zu veranstalten. ’S GroßM Ltinisterium des Innern hat die nachgesuchte Er- l*7 Uf'- laubriHziir Veranstaltung dieser Verlosung unter der Be- A V öingifiü)enteilt, daß nicht mehr wie 12000 Lose zu 25 Pfg. das KM ausgegeben werden dürfen und mindestens 6Oo/o , Oes SMtwerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf 'V von tUvmngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist v der Ü:8tlröieb der Lose auf dem Festplatze gestattet worden. I/W" ,U Mit6ben, den 26. Juni 1899. > Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. f Ä* p • Bekanntmachung. BetreW.: Maul- und Klauenseuche zu Heuchelheim. föMC i Mei Gehöften zu Heuchelheim ist die Maul- und WX\W:, Klau«ichche ausgebrochen und die Sperre der Gehöfte S 3 6, serfüWMrden. . Ritzsen, den 27. Juni 1899. imrsliz ig M Ach- tlckc , trocknet sch' inöllackfi' Heben mit höhst ib, zu mstM z, auch für Aostreilhe« Fisci' Bekanntmachung, betreffend: Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Auf Grund des § 105 b Abs. 2 der Gewerbe ordnung und des § 2 der Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 26. März 1892 wird anläßlich des in der Zeit vom 2. bis 9. Juli 1899 dahier stattfindenden 17. Verbandsschießens des Bad. Landes-Schützenvereins, des Pfälz. und Mittelrhein. Schützenbundes für Souutag, den L Juli 1899 die Verkaufszeit für das Handelsgewerbe auf die Stunden von 11 Uhr vormittags bis 7 Uhr nachmittags ausgedehnt. Gießen, den 26. Juni 1899. Großherzogliches Polizeiamt. Muhl.__________________ Unsere auswärtige Politik. Die Verdienste des Staatssekretärs des Aeußern haben eine sichtbare Anerkennung gefunden durch die Erhebung des erfahrenen Staatsmannes in denGrafenstand. Hat auch vielleicht der erfolgreiche Abschluß der Verhandlungen mit Spanien wegen des Erwerbs der Karolinen usw. die unmittelbare Veranlassung zu der Auszeichnung gegeben, so darf man doch annehmen, daß die kaiserliche Auszeichnung als eine Anerkennung der gesamten Thätigkeit des nunmehrigen Grafen v. Bülow zu betrachten ist. Andrerseits kann der Vertrag mit Spanien als der Abschluß einer für unsere auswärtige Politik hochbedeutsamen Epoche angesehen werden, welcher einen Rückblick als gerechtfertigt erscheinen läßt. Der Vorgänger des Grafen Bülow, Freiherr v. Marschall hat jedenfalls stets die besten Absichten gehabt, unsere auswärtige Politik lebensvoll zu gestalten, und er hat ja auch manches erreicht, was ihm den Dank des deutschen Volkes sichern mußte. Aber er hatte sich die Gegnerschaft zahlreicher einflußreicher Kreise zugezogen, und wurde da- durch wohl vielfach an der Entfaltung seiner Thätigkeit gehindert. Die Vorgänge sind ja noch in frischer Erinnerung und s. Zt. genug besprochen worden. Auch diejenigen Parteien, welche zu Freiherrn v. Marschall hielten, mußten es als eine Erlösung ansehen, als die Leitung unserer auswärtigen Politik frischen Kräften anvertraut wurde, einem Manne, der bisher in Bezug auf unser parteipolitisches Leben nicht im geringsten engagiert war. Der damalige Botschafter am Quirinal galt als ein äußerst gewiegter Diplomat und mit großem Vertrauen wurde deshalb die Nachricht ausgenommen, daß er dazu bestimmt sei, das Reichsamt des Aeußern zu übernehmen, dessen Bedeutung naturgemäß heute erheblich größer ist, als zu der Zeit, da Fürst Bismarck noch das Ruder führte. Wenn man die Thätigkeit des Grafen Bülow beurteilen will, so darf nicht außer Betracht gelassen werden, daß immerhin die Erfolge durch besonders glückliche Nebenumstände in ein recht Helles Licht gestellt wurden. Die Erwerbung von Kiautschou war ein feiner Schachzug, die Form der „Pachtung" wurde damit neuerdings in den völkerrechtlichen Codex eingefügt, die sich als ein Bedürfnis herausstellte, wie die verschiedentlichen Nachahmungen gezeigt haben. Während jeder Schein vermieden wurde, der als ein Eingriff in wohlerworbene Rechte anderer Staaten angesehen werden konnte, mußte die frisch-fröhliche Art und Weise, wie unsere Marinesoldaten von dem Kiautschougebiet Besitz nahmen, frappieren, und sie verfehlten denn auch ihren Zweck nicht, denn die chinesische Regierung zögerte nicht, das fait acompli nachträglich vertragsmäßig zu sanktionieren. Unserem Handel sind durch die Erwerbung chinesischen Gebiets neue Märkte eröffnet worden, und so dürfte denn im Laufe dec Zeit die noch hin und wieder hervortretende Opposition gegen unsere Chinapolitik woh ganz verstummen. Graf Bülow hat im Reichstage das Wort gebraucht, Deutschland wolle auch seinen Platz in der Sonne haben, ohne andere etwa zu verdrängen. Nach diesem Grundsätze unsere ganze auswärtige Politik geleitet, dürfte dem Vaterlande nur zum Segen gereichen. Wie vorsichtig Graf Bülow handelt, hat die Samoa- Angelegenheit deutlich gezeigt. Es fehlte nicht an Stimmen, welche beim Einlaufen der ersten Nachrichten von den englisch-amerikanischen Uebergriffen ein schroffes Vorgehen forderten. Die Konsequenzen waren aber zu schwerwiegend, und schließlich sind die deutschen Anschauungen doch zur Ausführung gekommen, ohne daß die erforderliche Genug- thuung für die unseren Landsleuten auf Samoa widerfahrene Unbill ausbleiben wird. Daß der Erwerb der spanischen Südseeinseln Angriffen begegnen würde, war vorauszusehen, aber der größere TeiL des deutschen Volkes ist doch der Ueberzeugung, daß wir keinen schlechten Kauf gemacht haben, daß unsermtzandel und der Industrie neue Anregung gegeben worden ist, sich zu entwickeln. Man darf nicht vergessen, daß andere Staaten: schnell zugegriffen haben würden, wenn Deutschland die Karolinen nicht angekauft hätte. Fügen wir noch hinzu, daß unter der Leitung des Grafen Bülow unsere Beziehungen zu den großen Nachbarstaaten weitere Befestigungen erfahren haben, daß auch eine politische Annäherung an England stattgefunden hat, so ist die Ueberzeugung gerechtfertigt, daß unsere äußere Politik jetzt auf richtiger Bahn wandelt, die sie hoffentlich auch weiterhin verfolgen wird. (xx) Deutsches Reich. Berlin, 26. Juni. Die Minister und Staatssekretäre waren am gestrigen Sonntag abend der Einladung des Finanzministers v. Miquel zu einem Glase Bier gefolgt. Berlin, 26. Juni. Staatsminister Thielen ist Samstag nach Köln abgereist zum Besuch seines schwer erkrankten Schwiegersohnes, der sich einer gefährlichen Operation unterziehen muß. Berlin, 26. Juni. Dem Staatssekretär Grafen v. Bülow sind aus Anlaß der ihm vom Kaiser verliehenen Auszeichnung zahlreiche Glückwünsche zugegangen, u. a. von dem Minister Grafen Murawiew, dem Grafen Golu- chowsky, Visconti Venosta und Koloman Szell, sowie mehreren deutschen Bundesfürsten, darunter vom Großherzog von Baden, Weimar und Oldenburg Gratulationsdepeschen zugegangen. Berlin, 26. Juni. Die Maurer haben heute auf den meisten Bauten die Arbeit wieder ausgenommen. Berlin, 26. Juni. Im Abgeordnetenhause begann heute die zweite Lesung des Ausführungsgesetzes zum bürgerlichen Gesetzbuch. Im Laufe der Debatte und zwar bei derjenigen über die Artikel 71 und 72, welche von der Anlegung von Mündelgeldern handeln, erklärte Minister Schönstedt namens der Staatsregierung, daß dieselbe der Verleihung der Mündelsicherheit an die Hypothekenbank- Pfandbriefe nicht zustimmen könne. Landwirtschaftsminister Freiherr v. Hammerstein führte aus: Gegen die gegenwärtige Sicherheit der Hypotheken-Pfandbriefe können aus der Vergangenheit begründete Bedenken nicht erhoben werden, für die Zukunft aber könne die landwirtschaftliche Verwaltung eine Garantie für die Dauer der Mündel-Sicherheit der Pfandbriefe nicht übernehmen, weil diese Banken vorwiegend städtischen Grundbesitz beleihen, der vielfach der Spekulation und deshalb Schwankungen unterliege. Hierauf vertagte das Haus die Weiterberatung auf morgen. Berlin, 26. Juni. Der „Voss. Ztg." wird aus London eine Mitteilung der „Daily News" übermittelt, wonach Graf Münster vom Fürsten Hohenlohe die Weisung empfing, daß Deutschland seine Einwände gegen die Bildung eines Schiedsgerichtes zurückziehe, vorausgesetzt, daß die Klausel beseitigt werde, wonach die Teilnahme am Schiedsgericht obligatorisch sein soll. Berlin, 26. Juni. Der vierte Kongreß für Volks- und Jugendspiele ist am Sonntag im Beisein der Oberpräsidenten von Ost- und Westpreußen, Graf Bismarck und v. Goßler, sowie vieler Vertreter der Behörden eröffnet worden; auch der preußische Kriegsminister von Goßler und der Generalarzt der Armee Professor Dr. v. Soler haben Vertreter entsandt. Der Kongreß ist annähernd von 1000 Personen besucht. Der Vorsitzende von Schenkendorff eröffnete den Kongreß. Oberbürgermeister Hoffmann begrüßte ihn im Namen der Stadt Königsberg. Nach weiteren Begrüßungsansprachen hielt Realschuldirektor Dr. Lorenz-Quedlinburg einen Vortrag über die Anforderungen, die der heutige Heeresdienst an die körperlichen und sittlichen Eigenschaften der Jünglinge stellt und über die Frage, wie unsere Jugenderziehung im Dienst der nationalen Wehrkraft die Vorbedingungen dazu schaffen. Hierauf wurden zehn den Inhalt des Vortrages enthaltende Leitsätze einstimmig angenommen. — Rabattgewährung der Krankenkassen- Aerzte. Aus Dresden wird der „T. R." geschrieben: Heber die Frage, ob in der Rabattgewährung der Aerzte den Krankenkassen gegenüber eine Verletzung der Standes- ehre zu erblicken sei, hat das Ministerium eine prinzipiell wichtige Entscheidung erlassen. In einem Streitfälle hatte der Zwickauer ärztliche Bezirksverein die Ansicht vertreten, daß ein Herabgehen unter die Minimaltaxe vom 27. Juni 1897 (es handelte sich um die Gewährung von 15. v. H. Rabatt) bei zahlungsfähigen Kassen unvereinbar sei mit der ärztlichen Standesehre, und der Verein hatte deshalb dem mit der betreffenden Kasse abgeschlossenen Vertrag die Genehmigung versagt. Auf erhobenen Rekurs hat das Ministerium dagegen entschieden, daß die beanstandete Vereinbarung sich als ein billiger Ausgleich gegenseitiger Interessen darstelle und in der Rabattgewährung keine Verletzung der Standesehre zu erblicken sei. — Die unerhörte Behandlung eines Deutschen in Venezuela wird durch eine in Trinidad beim deutschen Konsul anhängig gemachte Klage bekannt. Die „Volksz." berichtet darüber: Der Kläger Schierholz war seit mehreren Jahren Buchhalter der Firma Schock u. Co. in Port of Spain. Vor kurzem versuchte die Firma, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befand, ein Abkommen mit ihren Gläubigern zu treffen, und um diese Zeit reiste Schierholz nach Venezuela. Er traf am 30. April morgens in Carupano ein, wo er mittags verhaftet wurde, ohne daß man ihm einen Grund dafür angab. Unter Bürgschaft freigelassen, wurde er am 2. Mai wiederum ins Gefängnis gesteckt, wie er behauptet, auf direkte Anordnung des Präsidenten von Venezuela. Er wandte sich in einer Kabeldepesche an den deutschen Gesandten in Caracas, doch die Depesche wurde nicht befördert. Ebenso wenig erreichte den Gesandten ein Brief, den er aus dem Gefängnis schrieb. Am 11. Mai erhielt der Zolldirektor in Carupano den Befehl, Schierholz nach Trinidad schaffen zu lassen. Schierholz erklärte, daß er in Venezuela bleiben wolle und nicht freiwillig gehen würde, was der Zolldirektor nach Caracas berichtete. Am 14. Mai ließ der Zolldirektor Schierholz melden, daß er ihn zu sprechen wünsche. Schierholz wurde aber aus dem Gefängnis nicht zu dem Zolldirektor geführt, sondern nach dem Hasen, wo ihm ein venezolanischer Oberst erklärte, daß er Befehl habe, ihn zwangsweise nach Trinidad zu bringen. Man schleppte Schierholz mit Gewalt in einen Zollkutter. Nach einer Fahrt, die acht Tage dauerte, obwohl die Reise gewöhnlich in einem Tage gemacht werden kann, wurde Schierholz in Trinidad dem Konsul übergeben und erlangte die Freiheit. Zur Erklärung dieses unverständlichen Vorfalles wird gesagt, daß die Bank von Venezuela eine Forderung von 6000 Dollars an die Firma Schock u. Co. hatte, und daß die Regierung von Venezuela Schierholz für den drohenden Verlust dieser Summe habe büßen lassen wollen. — Der Ausschuß für das Straßburger Goethe- Denkmal versendet folgende Zuschrift: „Durch die Vertagung des Reichstages ist festgestellt, daß die Bewilligung eines Neichszuschusses für das Goethe-Standbild in Straßburg nicht mehr zu gewärtigen ist. Die Samlungen haben bisher rund 84000 Mk. ergeben, während der Gesamtbedarf, der ursprünglich auf 150000 Mk. angenommen war, infolge der Nichtbewilligung eines Reichszuschuffes auf etwa 120000 Mk. ermäßigt worden ist. Es wäre sehr erwünscht, am 28. August, dem 150. Geburtstage Goethes, die Errichtung des Standbildes als gesichert bezeichnen zu können. An die Verehrer und Verehrerinnen Goethes ergeht daher die Bitte, Beiträge für den Denkmalfonds an die Kassen- Verwaltung (Bankkommandite Kauffmann, Engelhorn u. Cie. in Straßburg, vom 1. Juli an Rheinische Kreditbank, Filiale Straßburg) gütigst einsenden zu wollen." Memel, 26. Juni. Bei Sandkrug beziehungsweise Schwarzort sind zwei Fischerboote gekentert. Drei Insassen ertranken, der vierte konnte durch ein Rettungsboot ausgenommen werden, starb aber alsbald. Ausland. Wien, 26. Juni. Privaten Madrider Meldungen zufolge, ist die Situation äußerst gespannt. Die Kar- listen haben in letzter Zeit sehr reichlich Waffen erhalten, und planen bald einen Aufstand. — Beim Schluß der Generaldebatte über den Ausgleich ergriff im ungarischen Abgeordnetenhause der Ministerpräsident v. Szell nochmals das Wort. Er that zwar so, als ob eine gewisse Unsicherheit dadurch entstanden sei, daß der Ausgleich in Oesterreich auf Grund des § 14 ins Leben trete. Man könne jedoch, setzte er beruhigend hinzu, zuversichtlich hoffen, daß bei dem Zusammentritt des österreichischen Reichsrats dieser die Ausgleichsverordnungen gutheißen werde, da dadurch die wichtigsten Interessen Oesterreichs berührt würden. — Der österreichische Reichsrat wird vermutlich in der zweiten Hälfte des September wieder einberufen. Man glaubt vielfach, daß die Regierung unter Anerkennung des nationalpolitischen Programms der deutschen (nicht strenggerichteten) Opposition eine neue Versöhnung probieren wolle. Wenn sie aber dabei nicht gegen die Ansprüche der Tschechen taub ist, wird sie nicht weit kommen. — In Wien dauern die Versammlungen mit ihrem Widerspruch gegen die Gemeindewahlreform der Christlichsozialen und den Ausgleich fort. — Der deutschnationale Verein in Wien, der schon 5000 Mitglieder zählt, hat sich in diesen Tagen ebenfalls zum Widerspruch gegen den Ausgleich versammelt. Der Abgeordnete Wolf hat dabei die ganzen Zustände in Oesterreich gegeißelt, wie sie es verdienen. Agram, 26. Juni. Anläßlich der Jubiläumsfeier des serbischen Dichters Jovanovic fand eine blutige Schlägerei zwischen Serben und Kroaten statt. Die Fenster der serbischen Kirche, des Gemeindehauses und des Sokol-Gebäudes wurden eingeschlagen. Militär stellte die Ruhe wieder her. Es wurden viele Verhaftungen vorgenommen. Mürzzuschlag, 26. Juni. Auf der hiesigen Station streß ein Postzug mit einem Lastzüge zusammen. Ein Passagier wurde schwer, sechs leicht verletzt. Paris, 26. Juni, lieber die Vorarbeit zum Prozeß i n R e n n e s schreibt der Pariser Berichterstatter der „T. R." : Die Kriegsgerichtsverhandlung in Rennes wirft ihre Schatten voraus. Die Zeitungen haben ihre Spezialberichterstatter entsandt, ihre Spalten füllen sich mehr und mehr mit Vorberichten. Die Verhandlung findet im militärischen Provianthaus statt, das in enger Verbindung mit den Gebäuden des gewöhnlichen Kriegsrats und dem Militärgefängnis steht. Diese drei Gebäude bilden eine große Insel, die von allen vier Seiten von Straßen umgeben und von allen sonstigen Gebäuden abgetrennt ist. Ein besonders hergestellter Ausgang ermöglicht die unmittelbare Verbindung von Gefängnis und Provianthaus. Der Sitzungssaal kann 600 Personen fassen, ist aber sehr niedrig, so daß die Julihitze die Herren ordentlich braten wird. Aller Voraussicht nach wird aber die Verhandlung schnell erledigt werden. Auch die Bevölkerung von Rennes nimmt bereits Stellung. Das Geflüster und Getuschele wird immer energischer. Schon durcheilte das Gerücht die Straßen, daß Dreyfus auf der Ueberfahrt gestorben sei. So aufgeregt ist man bereits in Rennes. Ernste Demonstrationen werden aber nicht befürchtet. Die Bevölkerung wird als im allgemeinen ruhig und friedlich geschildert. Sie führt das einförmige Leben des französischen Kleinstädters. Müßiggänger und Proletarier giebts wenige. Die untere Schicht besteht aus etwa 5000 Arbeitern, die fast alle im Arsenal beschäftigt sind und gut verdienen. Unzufriedene sind also nicht viel dort. Doch zählt die „Patrie" auf den Patriotismus der Arbeiter, die als Patrioten geschworene Feinde von Dreyfus seien, und rät den Dreyfusards von jeder Herausforderung ab, zumal die studierende Jugend bis in die Knochen antidreyfusistisch wäre. Von Dinon werden eine oder zwei Schwadronen Kavallerie nach Rennes hinübergehen, und 100 Gendarmen werden die 30 Polizisten von Rennes verstärken. Truppweise studieren sie bereits das Schlachtfeld. Mit einem Worte, Rennes bereitet sich vor. Und damit das vollständig und gut geschieht, kosten heute schon die Zimmer in den Hotels 20 Frs. für den Tag und haben die Lebensmittelpreise sich verdoppelt. Zum Schluß sei noch darauf hingewiesen, daß die Herausforderungen von feiten der Dreyfuspartei bereits beginnen, und zwar in Brest, wo die Gruppe der revolutionären Koalition einen Aufruf gegen die Gegner anschlägt. Die Augen der ganzen Welt, heißt es darin, sind in diesem Augenblick auf Brest gerichtet. Die Reaktion wird das benutzen, um en bloc gegen Dreyfus und die Freiheit zu manifestieren. Wir Männer des Lichts werden aber denen, die die Republik zu erwürgen gedenken, nicht gestatten, sich der Straße zu bemächtigen. Wir werden dort unseren Platz behaupten. Wir werden die Reaktionäre verjagen, wenn es notthut. — Ein seltsames Gerücht geht ferner durch Rennes: Es ist im Gefängnis dort ein zum Tode verurteilter Mörder mit Namen Lecornec. Um die Aufmerksamkeit abzulenken' und zu zersplittern, hätte man, meint das „Journal", die Absicht, die Hinrichtung gerade in der Zeit der Prozeßverhandlung zu vollziehen. Paris, 26. Juni. Bourgeois ist nach dem Haag abgereist. Die Führerschaft der Ministeriellen ging an Brisson über. Der Lyoner Gouverner, General Zsdö ist in Paris eingetroffen. Paris, 26. Juni. In der Kammer herrschte bei Beginn die größte Aufregung. Die Tribünen sind vollständig überfüllt; in den Wandelgängen herrscht lebhaftes Treiben. Bei Eröffnung der Sitzung erhebt sich die Gruppe der revisionistischen Sozialisten und verläßt den Saal unter dem Rufe: Es lebe die Kommune, Nieder mit dem Mörder, Nieder mit dem Erwürger der Arbeiter. (Unbeschreiblicher Tumult). Es gelingt dem Präsidenten jedoch, die Ordnung wieder herzustellen. Walveck-Rousseau verliest hierauf die ministerielle Erklärung. Die Verlesung wird durch häufige Unterbrechungen von der Rechten in die Länge gezogen. In der ministeriellen Erklärung fordert die Regierung von der Kammer, sie möge ihren Zwiespalt vergessen und dem Kabinett ihr Vertrauen schenken, damit es die republikanischen Institutionen verteidigen könne. Ihr Programm, sagt Waldeck-Rousseau, ist, die Disziplin der Armee zu erhalten und die Urteile der Gerichte anzuerkennen. Diese Erklärung wird mit großem Beifall von den Abgeordneten der republikanischen Linken ausgenommen. Auf der rechten Seite entsteht Tumult. Der Präsident erklärt, es seien ihm drei Interpellationen zugegangen, nämlich von den Abgeordneten Roche, Mirman und Vivian. Roche greift General Gallifet heftig an, welchen er als Mörder bezeichnet. Roche wird wegen dieses Ausdruckes zur Ordnung gerufen. Mirman greift den Marineminister Lanessan und den Kriegsminister Gallifet an und wirft dem Minister des Auswärtigen Del- cassö vor, Lanessan seines Amtes als Gouverneur von Jn- dochina enthoben zu haben. Mirman erklärt weiter, die entschiedenen Republikaner könnten keinem Kabinett seine Zustimmung geben und dasselbe unterstützen, in welchem als Mitglied Gallifet sich befinde, dessen Degen noch vom Blut der Republikaner triefe. Der Sozialist Viviani erklärt sich bereit, ,mit seiner Gruppe die Regierung zu unterstützen, weil sie ein Kabinett der republikanischen Verteidigung sei. Hierauf ergreift Waldeck-Rousseau das Wort bei allgemeinem Tumult und stellt die Vertrauensfrage. Es sind inzwischen acht Tagesordnungen eingelaufen, über die debattiert wird. Nizza, 26. Juni. Heute vormittag hat der Prozeß gegen den italienischen General G i I e 11 a wegen Spionage begonnen, der zwei Tage dauern dürfte. Auf Antrag des Staatsanwaltes wurde die Oeffentlichkeit ausgeschlossen, entgegen dem Anträge des Verteidigers. Griechenland. Die griechische Kammer hat die Ausschließung der Offiziere von der Kammer bis zum Grade des Oberstleutnants in erster Lesung beschlossen. Danach können jüngere Offiziere nur dann noch Abgeordnete werden, wenn sie ihr Anciennetäts- und Avancementsrecht preisgeben. Es erhob sich — wie die „Frkf. Ztg." berichtet — lebhafter Widerspruch der niederen Offiziere, die jetzt einen Sitz in der Kammer einnehmen. Eine Ausnahmebestimmung ist für sie nicht getroffen, so daß sie ihr Mandat niederlegen müssen, dagegen erklärte der Mimü-r^ daß von Disziplin feine Rede fein könne, fo lana?^. I 500 Offiziere sich zu den Kammerwahlen aufstellen hc J Nur Dclyanms entzog sich mit feinem Anha« d. । Handlungen. Aber er wird nicht imstande sich hi" *1 nähme des Gesetzes zu verhindern. Rußland- Die durch die schweren Mißernten der kJ Jahre noch verschlimmerte Lage der darniederli russischen Landwirtschaft hat den Kaiser veranlaßt », 1 fügen, daß Posten besonderer Bevollmächtigten > Landwirtschafts Ministeriums geschaffen werdend zur Wahrnehmung der örtlichen Interessen der £an schast und zur Vereinheitlichung der Maßnahmen bk Interesse der Landwirtschaft und der landwirtschab.«! Gewerbe zu ergreifen sind. Zu den Obliegenheiten ? Bevollmächtigten gehört unter Anderem die Unterfutb und Förderung der von der Regierung sowie von Berm> oder Privatpersonen im Interesse der Landwirtschas,^ troffenen Maßnahmen, die Ausführung der vom zur Hebung der Landwirtschaft erlassenen Verfügungen^ Ausfindigmachung zweckentsprechender Maßnahmen , Hebung der Landwirtschaft und die Vermittelung von Tn lehen zu landwirtschaftlichen Meliorationen. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 27. Juni 1899. •• Aus dem Staatsdienst. Seine Königliche Hohen ir Großherzog haben Allergnädigst geruht, um 24. v ben Kammerherrn Hauptmann a. D. von Grolmaiv Bad Nauheim zum Badekommissär bei der Badeas-'- Bad Nauheim zu ernennen; den zurzeit im Reichstem verwendeten Steuerkontrolleur Regierungsassessor @(Cr Fritz mit Wirkung vorn 1. Juli d. I. an auf sein Nch suchen aus dem Staatsdienste zu entlassen. ** Ernennung. Seine Königliche Hoheit btt Herzog haben Allergnädigst geruht, am 22. Am ir ordentl. Professor der Elektrotechnik Geheimerat Dr. Ki11ler zum Mitgliede der Ersten Kammer der des Großherzogtums auf Lebenszeit zu berufen. Aus dem Gerichtsdienst. Seine Königliche der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am23. den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Pfeddersheim ^tj Pirsch zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Main,, irrt den Gerichtsassessor Karl S chmahl in Worms zum richter bei dem Amtsgericht Pfeddersheim, beide mit Mm, vom 1. Juli 1899 an, zu ernennen. •* Oeffentliche Anerkennung edler Thaten. Seine Koni . Hoheit der Großherzog haben dem Landwirt Jalr Rosenbaum aus Mombach, in Anerkennung der demselben am 16. Januar 1899 mit Mut und in schlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr bewirk: Rettung des Ackerburschen Johann Adam Engler von Br । bad) vom Tode des Ertrinkens die Rettungsmed.i — dem Tüncher Friedrich Hochgesand aus fci* in Anerkennung der von demselben am 16. Januar d. I mit Mut und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebens gefahr bewirkten Rettung des Ackerburschen Johann Engler von Mombach vom Tode des Ertrinkens, eiir Geldprämie, — dem Brückenwärter Wilhelm zu Mainz, in Anerkennung der von demselben am 12. :Wiii mit Mut und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebens gefahr , bewirkten Rettung der Dienstmagd Murgarech- Fuhr aus Groß-Gumpen vorn Tode des Erlmkens, bi« Rettungsmedaille zu verleihen geruht. ** Oberhessische Gesellschaft für Natur- und In der dritten diesjährigen Sitzung hielt Herr Spengel einen Vortrag über „AberrationendesSchmldm schwanzes". Bei Gelegenheit von Untersuchungen übet: w natürliche Variation der Flügelzeichnung des Schwall schwanzes (Papilio machaon) kamen gewisse Abweichung^ zur Beobachtung, welche aus dem Rahmen der normal^ Variation heraustreten und deshalb als Aberrationen - zeichnet werden. Die beobachteten Fälle ordnen sich 3 Gruppen. In der ersten sind Teile der Flügeladern w kümmert und infolgedessen die normalerweise gelegenen dunklen Zeichnungen ausgefallen; so entsteh _ aberr. marginalis durch Zusammenstießen der ge Buchtsäume am Außenrand beider Flügel, eine a e. ■ elunata durch Zusammenfließen der Randmonde, 0 Falter mit 5 statt 6 Randmonden auf den Hmters indem die beiden vordersten zu einem verschmelzen. 3 beiden andern Gruppen sind die Adern ganz norma < gebildet; nur die Zeichnung ist abweichend, und zwa schließlich ein gewisser Teil derselben, die Submargma In der Gruppe 2 fällt diese Binde ganz aus. >» evittata. Das ist wahrscheinlich das Enderge u bei andern Exemplaren in gcunHuv»» Verschmälerung dieser Binde. Auch bei P. a st?rl'f * Nordamerika ist eine entsprechende Variation veo oj unter dem Namen aberr. calverleyi 6^4*^ Die Gruppe 3 bildet hierzu so zu sagen den Geg fe.4, dem sie durch eine Verbreiterung der Sud g charakterisiert ist und zwar durch eine auf Koste monbe vor sich gehenbe Ausbehnung gegen oe ber Flügel hin, welche im äußersten Falle ei .., Auslöschung aller Ranbmonbe der J?interl. JJ, ur pp starke Verkleinerung betjenigen der Norders g hat. Diese Aberration, von der mehrere Exe P iata y ist zuerst von Rothke als ab®rr’nT komplni- schrieben worden. In einem F.aüe war st norinl' durch eine teilweise Schwarzfärbung o «Yfüadqtun^ Schwalbenschwanz gelben Schuppen de ck u - partieller Melanismus. Hieran sch ein Exemplar, bei welchem der nD(fa w int und von den schwarzen Zeichnungen ka scheiden war: totaler Melau ismu sk Vs • jl -k i ji v u I I ! tuangduM; i Gemeiuttschule .; OrgaiDi« = Birstein steht i mit einem . öer Gemeindesc - jst Orguchendi : Lehrer zu W . zu Ober-Fin . stehl das Pch c evangelische" i c meindeschule zu l bach-Erbach : ) die mit einem < i an der Oemeiri rift Organisten- : dem gesetzlichen, *• Aeichsg : gcrichl sich mit : berechtigte freu : laufen, töten dü t hat btt 1. Sw : in welchem, ebe t schüft ausbrüd t vorgekommenen ! Notwehr des । den mietende j Hand zu weise i buch demnächst i gesetzlich statth i sei die Frage ! Glauben an i Hundes sich be tr.» ft* fS*«? ' mit was ’• W* d.-j-n benet ** S. W. 8nl i Kirschen sind I ' M oMn und ' ; Handel gelmme !! Pfund wirb nv P gar zu gering. j anlagen weityr ! einige tausend p zu 90 Mk. ab bach aus, wo t Kirschbäume h> t stuchtung statt t anderen Stein (ft) Aus * schickes Mächte 1 Unglück schreit ' fast ganz'Obi ' wterste erfahr stohgemutzur ' $eme und guti I gelegt, haben j ' Bewußtsein, di , ^Nt'n.jurg ! das bi ■ für ein Sill, »i ' SW W ®ras, ”lul.tt8 .«ott in W-Mt qta ;>« »'S« blt । Suttaoorratif 51^gt sich *ttb für ban be, brtitttt9eien lä reiche Ün Tötung des zur Be- Ge- Juni. Die das so sehr 26. und ii‘CS die jährige Grasernte gekauft haben: Die Erntehoffnung ist uw^tet, ihre Habe ist fortgeschwemmt oder verdorben. Da sich denn mancher, warum kein Weg geschafft toirto'ür das schnell sich sammelnde Wasser und, wenn er voch>jMrm, warum er nicht in leistungsfähigem Zustande rrhaM wird. Da sind die Abzugsgräben verschlammt, ■ _ . k nn h * a her !c©4 voller „Eselskraut", wie man hier zu Lande sagt. Verkehr, Kano uns VotkswlryMfr. Und^i in aufgeschwemmte Grund, der rechtens alle 4 Jahre 1 ö ~ ' gj* heraMMoorfen werden müßte, sitzt gar schon 8 bis 12 Jahre fest sm macht das Flußbett flach. Hier müßte vor allen Din W!: Abhilfe geschaffen werden. Eine andere zeitgemäße FürMge wäre die, daß man die kurzen, scharfen Biegungen imMglciuf beseitigt, das Bett mehr grade oder in größeren Bogrov gechen läßt und es dort, wo es zu schmal ist, ver. Brera. - Oie Unkosten, die dadurch entstünden, würden wohl reicht amf gewogen durch den Nutzen, welchen die Aenderungen iinb'i Stillungen der Mißstände für Feld- und Wiesen- LesitWimt sich führten. Das trifft namentlich für das 'pixtulM sich befunden habe. 8. W, Aus der südlichen Wetterau, obere Wetterthal zu, und es wäre sehr zu wünschen, daß die Gemeinden unter sich oder in Gemeinschaft mit einander und mit den Gutsbesitzern hier Vorbeuge schafften gegen einen Schaden, wie ihn die Unbilden der Witterung in der diesjährigen Heuernte und schon mehrmals gebracht haben. § Aus dem Kirchspiel Crainfeld, 26. Juni. Der Kirchenvorstand stellte vor einiger Zeit den Antrag, die beiden Hagel tage im hiesigen Kirchspiel, nämlich den 27. Ium und 1. September, nicht mehr kirchlich zu feiern, da die bedeutenden Hagelwetter an genannten Tagen schon vor zirka 120 Jahren gewesen sind. Großherzogliches Ober- Konsistorium hat jedoch diesen Antrag im Hinblick auf Erhaltung des religiösen und kirchlichen Lebens abgelehnt. Es soll an jedem der betreffenden Tage ein Vormittags- Gottesdienst abgehalten werden. nach Reimmur gemessen am 27. Juni, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags: Master 14°, Lust 15°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Dauer der MarNzeit von 7 Uhr morgen« biS 1 Uhr nach« mittags. Wahrend der ersten S Stunden der MarktzeU darf tm Umherziehen nicht feilgeboten werden. Mteratur, Wissenschaft und Kunst. — Von Deutsche Kunst und Dekoration, Verlag von Alexander Koch. Darmstadt. Preis jährlich zwölf Hefte Mk. 20, Etnzelhefte Ml. 2, erschien soeben Heft 10 deS zweiten Jahrganges alS 2. Badisches Sonderheft (Kunstgewerbe). Dasselbe enthält an Textbetträgen: Badisches Kunstgewerbe, von Professor V. Merk- Karlsruhe. Pforzheimer Schmuck modernen Stiles, von R. Rücklin, Pforzheim. Da» badische Kunstgewerbe auf der Pariser Ausstellung 1899. Daneben Atelier-Nachrichten und kleine Mitteilungen. Eine große Anzahl Vollbilder und Illustrationen im Texte, sowie eine Reihe farbiger Beilagen außerhalb des Textes machen das Heft zu einer reichen Fundgrube für Kunstkenner und Liebhaber. — Eine hervorragende Novität darf das tm Verlage von Th. Schröter in Leipzig und Zürich erscheinende Prachtwerk: Die Rheiulaude von Matur bis Koblenz, die Thäler der Lahn und der Nahe von Di. M. Schwann genannt werden und läßt sich demnach etn außergewöhnliches Jntereste für das yochbedeuisame Merk erhoffen. Eine derartige Schilderung haben die gottgesegneten Rhein- lande noch nicht gefunden, wie sie von Dr. Schwann den schönsten Punkten der deutschen Erde zuteil wird. Der bekannte Verfasser, der sich eben erst den Preis der „Goldenen Rose" bet den Kölner Blumensptelen geholt, sieht mit dem Auge deö wahren Dichters, empfindet als Sohn der rheinischen Heimat; er begleitet unS auf der Wanderung an den Unfern des Rheins und in die Seitenthäler, er führt den Leser tn Geschichte und Sage, Natur und Kunst der berührten Gegenden tn wirklich vollendeter Weise etn. WaS für köstliche Perlen enthält nur die Einleitung in ihrem allgemeinen Urber- bltck über daS Land und seine Bewohner und wie prächtig weiß der Verfasser seine Landsleute zu schildern. Die Lektüre allein kann jedem nur Genuß bereiten und wärmstens empfohlen werden. Außerdem wird der vollendete Text mit ca. 150 sorgfältig ausgesührten Illustrationen geschmückt, und muß man zur Ehre der Verlagsbuchhandlung sagen, daß anscheinend weder Mühe noch Kosten gescheut werden, um ein gediegenes Prachtwerk zu schaffen. Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung, das vorliegende 1. Heft läßt nur das Allerbeste erwarten. Das Werk erscheint in ca. 12 Lieferungen ä Mk. 1,50 und liegt in jeder Buchhandlung zur Einsicht ouf.^___ Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 27. Juni. Die Bauarbeiter bereiten einen Generalstreik für die nächsten acht Tage vor, da ihre Hoffnung, daß bei den Einigungsverhandlungen zwischen dem Arbeitgeberbunde und den Maurern eine Aufbesserung ihrer Löhne in Betracht gezogen werde, vereitelt ist. In einer gestern stattgehabten Versammlung haben sie ihre Lohn-Kommission beauftragt, sofort dem Bunde einen Tarif mit der Maßgabe zu unterbreiten, daß am 3. Juli der allgemeine Ausstand erklärt werde, falls bis dahin keine Einigung erzielt sei. Berlin, 27. Juni. Wie dem „Berliner Tageblatt" aus London telegraphiert wird, teilt die Central-News über die bereits gemeldete Revolte in Kiautschou folgendes mit: Ungefähr tausend Chinesen, mit allerhand Waffen versehen, griffen die deutsche Bahn so heftig an, daß die deutschen Beamten das Bahngebäude verlassen mußten. Ein Detachement deutscher Infanterie begab sich an Ort und Stelle, und da der Mob sich nicht zerstreuen wollte, feuerte das Detachement und tötete 9 Chinesen. Die sofortige Wiederherstellung der Ordnung ist zu erwarten. Wien, 27. Juni. Das „Amtsblatt" publiziert die kaiserliche Verordnung, durch welche das Budgetprovisorium bis Ende Dezember verlängert wird. Brüsiel, 27. Juni. Das Arbeiterorgan „Peuple" beruft für Sonntag eine allgemeine Versammlung aller Arbeiterverbände des Landes zusammen, um Maßregeln zu treffen, damit die Negierung ihre Wahlvorlage zurückzieht. Die Nachrichten aus der Provinz sind befriedigend, sagt das Blatt. Alle Verbände sind bereit, die allgemeine Arbeitseinstellung für die nächsten Wochen zu verfügen. Paris, 27. Juni. Dreyfus trift morgen abend in Rennes ein. . Paris, 27. Juni. Im weiteren Verlauf der gestrigen Kammersitzung billigte Waldeck-Rousseau von den acht eingegangenen Tagesordnungen die des Abgeordneten Perillers, in welcher es heißt, daß die Kammer die Erklärungen und Handlungen der Regierung billigt. Unter großer Bewegung des Hauses gaben dann mehrere Deputierte Erklärungen darüber ab, wie sie stimmen würden. Brisson erklärte, er würde für das Ministerium stimmen, welches die Republick in der augenblicklichen Gefahr verteidigen werde. Die von Waldeck-Rosseau abgelehnte einfache Tagesordnung wird sodann mit 271 gegen 248 Stimmen verworfen und die vom Conseils-Chef gebilligte Tagesordnung Perillers mit 263 gegen 237 Stimmen angenommen. Die Mölinisten versuchen nun den letzten Vorstoß. Goujon bringt einen Zusatz-Antrag ein, welcher besagt, die Kammer bedauere die Zusammensetzung deS Ministeriums. Deschanel bemerkt, daß der Zusatz eine Kritik der Prärogative des Präsidenten der Republik enthalte. Goujon wird bei dem Versuch, seinen Antrag zu verteidigen, von der Linken am Reden verhindert. Er zieht schließlich den Antrag zurück. Paris, 27. Juni. Paris nahm den Sieg der Regierung mit großer Befriedigung auf. Dies gilt auch von den Anti-Revisionisten, weil die Furcht vor dem unbekannten, das dem Sturz dieses Kabinetts folgen könnte, stärker ist, als der Haß gegen Waldeck-Rousseau. Paris, 27. Juni. Wie verlautet, vereinigen sich die Minister heute, um gewisse Maßregeln gegen die Preß- Freiheit anzuordnen. Waldeck-Rousseau ist entschlossen, trotz der kleinen Mehrheit, welche sein Kabinett bei der gestrigen Vertrauensfrage in der Kammer erhalten hat, eine äußerst strenge Politik gegen die Zeitungen einzuleiten. Er wird alle Blätter, welche gegen die Behörden Beschimpfungen richten, gerichtlich belangen lassen. Nizza, 27. Juni. Der italienische General Giletta, welcher in den Alpen als Spion arrettiert wurde, ist von dem Tribunal von Nizza zu fünf Jahren Gefängnis und 5000 Franks Geldstrafe verurteilt worden. Nizza, 27. Juni. General Giletta ist infolge des harten Urteils derart aufgeregt, daß die Aerzte den Ausbruch einer Nervenkrankheit befürchten. Krakau, 27. Juni. Polnische Blätter erfahren über Warschau, daß die Stellung Murawiews erschüttert sei. Als künftiger Minister des Aeußern wird Fürst Obolenski, gewesener Gouverneur von Warschau genannt. Konstantinopel, 27. Juni. Die serbische Regierung hat bei der Pforte gegen die unrichtige amtliche Darstellung der Grenz-Zwischenfälle Protest erhoben. Aus der Zeit für die Zeit. Vor 187 Jahren, am 28. Juni 1712, wurde zu Genf der Dichter Jean Jaques Rousseau geboren. Er bekämpfte die bestehenden Zustände durch Schilderung der Gegensätze und hat neben Voltaire am meisten zum Ausbruche der französischen Revolution beigetragen. Rousseau starb am 2. Juli 1778 zu Ermenoville. * lif. Verbandsschietzen. Zahlreichen Anfragen ent« spreckchf., welche Richtung her Festzug einnehmen wird, iönneror>it mitteilen, daß derselbe vom Aufstellungsplatze, M ttiiihcig erstraße, folgende Straßen passiert: Wallthor- straßga,:indenplatz, Kirchenplatz, Markt, Marktstraße, Bahn- hofstrjipj!, Westanlage, Seltersweg, Kreuzplatz, Mäusburg, Mar:!k 2chulstraße, Gartenstraße, Ludwigsplatz und Grün- bergimage. Eine andere Richtung und noch mehr Straßen zu b Mlkßichtigen, war wegen der Zeitvorschrift für die Dau M deS Zuges (1 Stunde) und wegen der an ver- schiedMm Straßenecken gefahrvollen Drehungen der Fest- Wägern nicht thunlich. " Ahleten Sport. Bei dem am 25. Ium tn Bocken- ’Ä heirafati:gefundenen Athleten-Verbands-Wett st reit de<> ^-Wrtcn-Verbandes Main-Taunus-Gau erhielt der hiesige AthlMnllub „Einigkeit" drei 1. und den 4. Preis. Unter dieseüu erhielt Ernst Valentin den Siegespreis mit gol- "9 *L' denen» Maille. > , , " Medigte Lehrerstellen. Erledigt sind: die mit einem evanl'iMiem Lehrer zu besetzende 3. Lehrerstelle an der GeinllEchule zu Sprendlingen. Mit der Stelle ist OrWchendienst verbunden. Dem Fürsten zu Jsenburg- Birs'M steht das Präsentationsrecht zu derselben zu; die mit ..mein evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an de i'ßmeindeschule zu Effolderbach. Mit der Stelle ist vIiMpstendicnst verbunden; die mit einem evangelischen Lehren zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule ;>i LOber Finkenbach. Dem Grafen zu Erbach-Fürstenau ju htlj^liS fpräsentationsrecht zu derselben zu; die mit einem •nun:igdüdien Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- mcir Wille zu Ober-Kainsbach. Dem Grafen zu Er- Zachti-Elbath steht das Präsentationsrecht zu derselben zu; )ie -ml eniem evangelichev Lehrer zu besetzende Lehrerstelle ui idoirÄr meinbeschule zu Stangenrod. Mit der Stelle ist ^Organisten- und Lektorendienst verbunden; sämtlich mit nt i Milchen, nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt. - ^ichsgerichts-EMscheidung. Wiederum hat das Reichs- 'uflisich mit der Frage zu befassen gehabt, ob der Jagd- ''cieschigtt fremde Hunde, die in dem Jagdrevier herum- Uufi|iKi, tollen dürfe oder nicht. Unterm 17. September 1898 hat i’lir L. Strafsenat in einem im Elsaß — einem Gebiet, n rochem, ebenso wie in Hessen, keine gesetzliche Vor- «chrvljl liMdrücklich das Töten solcher Hunde gestattet — or^ilmnienen Fall erkannt, daß der Gesichtspunkt der Not.Mhr des Jagdberechtigten gegenüber dem ihm durch den : Meßenden Hund drohenden Nachteil nicht von der Hanüd zn iiveisen sei und daß nach dem Bürgerlichen Gesetzbuchti demnächst eine solche Abwehr wohl als ein Akt der gese W statthaften Selbstverteidigung erscheine. Jedenfalls sei dbie ^crage zu erörtern, ob nicht der Jäger^ im guten Glaitmbrn an ein ihm zustehendes Recht Gingesandt. Gießen, 27. Juni 1899. Die Bewohner der Marburgerstraße hatten heute früh wiederum Gelegenheit, wahrnehmen zu müssen, welche Unannehmltchketten tonen die Sperre in der Steinstraße beim Auftrieb der Tiere zum Vteh- markt hterselbst verursacht. In der frühen Morgenstunde, gegen 4Vr Uhr, machten sich solche durch da« Gebrüll der Tiere und der eigenartigen Unterhaltung von Handelsleuten derart bemerkbar, daß nicht allein Kranke, sondern auch Gesunde auf daS unangenehmste belästigt wurden. Die Frage, ob solchen Mißständen nicht abgeholfen werden kann, hat gewiß-ine Berechtigung. Wenn die gehandhabte Sperre eine unbedingte Notwendigkeit ist, dann wäre eS angebracht, solche vor den ersten Häusern der Stadt — im freien Felde — zu handhaben. Die Belästigungen, die die bestehende Einrichtung für die Bewohner der Marburger- straße mit sich bringt, sind gar zu arg und bedürfen dringend der Abhilfe. Hoffentlich genügt diese Anregung, um solche herbehzusühren. imoiN w • zu ei-eaE- g >!#: bllti "J **•; Gießen, 27. Juni. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.90-1.00, Hühnereier per St. 0—0 H, 2 St. 11—13 H, Enteneier 2 St. 11—12 H, Ganse« eiet per St. 10—11 H, Käse 2 St. 5—6 H, Käsematte per St. 3 Erbsen per Liter 22 Linsen per Liter 32 H, Tauben per Paar X 0.80—0.90, Hühner per St. Jh, 1.10—1.30, Hahnen per Sluck 0.76—1.30, Enten per St. u* 1.80—2.00, Gänse per Pfund X 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 <4, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 H, Kalbfleisch per Pfd. 60—66 HammeMeisch per Pfd. 60—70 Kartoffeln per 100 Kilo 0.00 biS 6.00 v<, WÄkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. JL 8.50—0.00, Milch per Liter 16 Kirschen per Pfd. 30 bis 35 Pfg. I). ■ tu ■ '»Nh ■< z. Notiz, dass d. bekannten Kuren geg. Angst, NerVOSen Zwangsgedanken, Schlaflosigk., Asthma, Herz- erreg., Magen- u. Darmträgh., Schwächezust, def^Gich^etc^iucb in d. Jahre v. April bis Okt. in Auerbach, Hessen stattfinden. Prosp. üb. Eigenart u. Wirkung frei. 2535 Dr. Borcherdt. Vorschriften bei Lösung der Fe st karten zum Schützenfest. Familienkarten mit 3 Beikarteu zu Mk. 5.— gültig für alle Festlichkeiten. Die Beikarteu werden auf die Namen der Inhaber ausgestellt und nicht durchweg auf den Namen des Familienoberhaupts. Diese Betkarten werden an alle Mitglieder ein und desselben Hausstandes auSgegeben. Ausgeschloffen find Söhne und männlicher Besuch über 18 Jahre. Zu diesen 3 Beikarten können noch weitere Beikarten zu Mk. 1,25 gelöst werden. Besitzer von Beikarten wollen sich von dem richtigen Eintrag ihres Namens vergewiffer«, damit sie bei der Kontrolle auf dem Festplatz keine unangenehme Auseinandersetzung finden. Als Kinder unter 14 Jahren werden sämtliche schulpflichtigen Kinder verstanden* Alle «arten find fichtbar zu tragen. Kirlffcher sind bei uns reis geworden, bei < Wßeu und kleinen Kindern beliebte Frühobst ist in den Han'Ml glommen. Die Früchte sind schön und saftig, das PfuiMivmd mit 20 Pfg. bezahlt; aber die Erträge sind gar ai|sgtning. Die Gemeinde Himbach, deren Kirschen- iiilalojm weithin bekannt sind, und die für gute Ernten Jiiicipli tflilfenb Mark erzielt, hat den diesjährigen Ertrag zu i HM. abgegeben. Etwas besser sieht es in Roden- b a ckhg -uS„ wo etwa V8=@rnte vorhanden sein wird. Die Kirs Wlilme hatten schön geblüht, es fand jedoch keine fruckihMg statt, die Blüten fielen taub ab, wie bei dem andv-M Steinobst auch, und Mißernte ist die Folge. (ft) Aus dem Wetterthale, 26. Juni. „Mit des schick t Mächten ist kein ew'ger Bund zu flechten, und das Ung'D schreitet schnell", das hat man in diesem Jahre in fast MA Oberhessen und so auch im Wetterthal aufs bittew arfahren müssen. Am Abend sind die Schnitter froh WM zur Arbeit "dusgezogen und haben mit kräftigem Arm^iuiriv gutem Hiebe einen Schwaden neben den andern gelecU. hoiben sich dann nach eingebrochener Dunkelheit, im BewvnMn, die teure Zeit nach bestem Können ausgekauft ;u zur Ruhe begeben, um in der Frühe des nächsten MorÜUn d^as begonnene Werk zu Ende zn führen, und was für 'M Bild zeigte ihnen der Wies en gründ beim Tages- gtajiiM? „das Wiesenthal begrub ein See". Das gut gcre-’iji- Gras, unter der Schärfe der Sense oder des Mäbhiujchinenmessers gefallen, war fortgeführt durch die Flutt „Wolkensegens", hier zu einer ungeplanten Güter- gemeMaft zusammengeschwemmt, dort zu einem Damm autaiiinnt, der den Abfluß der Gewässer hemmte; war es nochl^ lidit gemäht, so hatte es die eingebrungene Masse von Mom Tode bti verleihen gern^ haft fit dilltui m Sitzung V' >er„«berratM >it von Unter!1' Pügelzeichnu"-'^ aon) tarnen^ us dem d deshalb ibachtetenp. i sind Teiles । die nornia-1' gttl °E d b* x,. Finnen • — Land und Leute in Deuffch-Neu-Guinea behandelt Hosrat Dr. Hagen nach eigenen Retfeerfahrungen in der foeben erschienenen Nummer 26 der Wochenschrift ,3)U Umschau" (Frankfurt a. M.). Nach des Autors Ansicht ist uns Deukschen nicht bloS der schönste, malerischste, sondern höchst wahrscheinlich auch der relativ fruchtbarste Teil von ganz Neu-Guinea zugefallen. Abgesehen vom Klima, dessen Ueberwindung nur eine Frage der Zett ist, fordert das Land selbst geradezu zur Kultur heraus. Und von allen Gegenden Kaiser WilhelmSlands ist wiederum die Aftrolabebai der schönste, malerischste und zugleich kulturell viel versprechendste Punkt; hier liegen auch die besten und größten Ansiedelungen der Neu-Guinea-Kompagnie. Der Aufsatz ist durch Ortginalphotographten des Verfassers sehr interessant illustriert. — Von allgemeinem Jntereffe ist auch der Aufsatz von dem bekannten Nervenarzt Dr. P. I. MöbiuS über einige Unterschiede der Geschlechter, den wir in derselben Nummer der Umschau finden. Nach seiner Ansicht ist da« weibliche Geschlecht nicht daS schöne, sondern geradezu daS häßliche schlechtweg. Nummer 26 der Umschau enthält ferner Berichte über die neuesten Fortschritte in Astronomie und Theoretische Medizin, Zur Geschichte der Konserven, Mineralreichtum der Provinz Sch-ntung und eine Reihe intereffanter Betrachtungen und kleiner Mitteilungen. Temperatur der Lahn unb Luft I.F. Schaaf, < Wetzstein*^ Strasse.^« gesucht. Götheftratze 46. Erk. Mill Bei 10 Flaschen und bei Faßbezug 4013 Markt 21. Telephon 46. Horn. 4947 Born, Gerichtsvollzieher. 4946 In Uniform. Das Kommando. Präzisionsarbeit I. Ranges. 4466 Rebattien: E. vurkhartzt. — Dr»«t trab Verlag der «rühl'schen UmverfirälS-vuch. und 6teinbrudetet (Pietsch «eben) i* Gieße». Gardcner Kraacher Aettinger chppenheimer Niersteiner Atat. Aotwein Warca Italia den Akkord gegeben Maurerarbeiten Dachdcckerarbeiten Spenglerarbetten Schreinerarbeiten Schlosserarbetten Weißbinderarbeiten v4L H n // H n empfehle: Mosel . . . werden: veranschlagt zu Arbeitsvergebung. Samstag den 1. Juli, nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Alteu-Vuseck nachbenannte Arbeiten öffentlich in 108,18 40,- 11,10 63,20 25,50 53,40 In Grünberg, 10 Minuten von der Stadt entfernt, ist ein Wohnhaus, eventuell mit Stallung, Scheune und Garten, zu vermieten. Dasselbe ist am Wasser gelegen und würde sich gut zu einer Gärtnerei eignen, und ist sofort beziehbar. Offerten unter V. 4943 an die Expedition dieses Blattes. I. Wagner und Stan. Gießen, den 26. Juni 1899. noo.B ""98 TlKTit Genehmigung Großh. Kreisamts Büdingen vom 20. Juni l. I. ist der auf den 4. September l. I. festgesetzte Vieh- und Krämermarkt mit Verlosung auf den 11. September l. I verlegt worden, was wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis bringen. Nidda, den 24. Juni 1899. Großherzogltche Bürgermeisterei Nidda. Ium Schützenfeste. Im Binden von Guirlanden und Kränzen empfiehlt sich 02293 _____________Georg Noll, Gärtner. Zwei Einjährige ueben zwei bis drei möblierte Zimmer. Offerten unter Nr. 02291 an die Er- jebition dieses Blattes erbeten. Mineralwasser in stets frischer Füllung empfehlen billigst mit eingedrucktem Wertzeichen sind erschienen. Nraunevcrger,, Laubenheimer Mein 4952 H. E. Jugbardt. Frankfurter Transport-, Malt- und ßliHnlWniiii! 4698 Versicherung gegen Auskunft und Polizen durchs! KnöruchsdiMahl pr. Fl. o. Gl . 50 Pfg. - 70 „ - 90 „ . 100 „ . 60 , . 75 „ . 100 „ - 60 „ . 90 „ V ersammlung bei Peter König (Zur Stadt Kassel). Besprechung über den Festzug und die Wachen. Besprechung über das Feuerwehrfest in Mainz. Alleiniger Verlag: Ernst Balser, Mäusburg 11. 17 Verbands-Schieße« vom 2. bis 9. Juli 1899 in Hießen. Diejenigen schulpflichtige« Kinder, welche mit btt ihrer Eltern am Samstag dem 8. Juli, nachmittag» an dem geplanten Kinder-Festzug durch die Stadt nach demFM^s an den Jugeudfpieleu auf dem Festplatz sich betheiligen wollt«, gebeten, ihre Anmeldungen mit Angabe ihres Alters spätestens bid zum Donnerstag dem 29. d. Mts., abends, bei nächstem Herren zu machen: L. Althoff, F. E. Winter Nachf, WM:, kraße; Karl Eichmann, Ederftraße; A. Reinig, ©eltereweg; Ctte Scheel, Bahnhofstraße, und C. Steinhäuser, Neuenbäue. 49M Gießener Freiwillige Feuerwehr. Donnerstag den 29. Juni 1899, abends 9 Uhr: Gefunden eine goldene Damenuhr. Abzuholen 02286 Frarrksurterstraße 413. Klavier: Herr Musikdirektor Jenner. Violine: Herr Ernst Groll Flöte: Herr Diener aus Cassel. 4950] Zum Versand geeignete Kisten zu kaufen gesucht. Egly & Bindewald, _______Zigarr eofabrik. Versteigerung. Donnerstag den 29. d. M., vormittags 10 Uhr, versteigere ich im „Weißen Rotz" dahier (Neuenweg 33): ein Pferd gegen Barzahlung. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Garteuftraste 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Buchbinder, 1 Schmied, 1 Fuhrknecht, 2 Taglöhner für leichtere Arbeit, 1 Lauffrau. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Drechsler, 2 Glaser, einige Bauschloffer, mehrere Maschinenschlosser, 1 Schmiede, 2 Wagner, 2 Schuhmacher, 1 Bauschreiner, 2 Hausburschen, 2 landwirtschaftliche Arbeiter, eine größere Anzahl Taglöhner, 3 Dienstmädchen, 1 Lauffrau. Danksagung. Für di- vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem w» lichen Verlust unserer lieben Kinder °em Albrecht sagen innigsten Dank Preisermäßigung. Louis Lind. Weinhandlung, Kirchenplatz 10. Transatlantische Fem-NerMmp-Mir« in Hamburg. Hrund-Kapitat ML. 6 000 000.-. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß wir an SM >es Herrn Karl Bender unsere Vertretung für Gießen Umgegend nunmehr dem Herrn Georg Unverzagt in Hießen, Knplnns-allk Pt. 5 w1 ibertragen haben und dieser zur Aufnahme von Bersicherung-'Anträxn owie Erteilung jeder gewünschten Auskunft jederzeit gern bereit tst Offenbach a. M., im Juni 1899. Are Keneral-Agentur . der Transatlantischen Neuerverstcherungs-Mnengeseuiw Franz Schwind. Unter Bezugnahme auf vorstehende Annonce empfehle ich m mit zur Entgegennahme von Versicherungs-Anträgen. Antrags ^ und Prospekte stehen auf Wunsch gern kostenfrei zur Verfügung- Gießen, im Juni 1899. - . « Ctg. Unverzagt, —- Stabt. Fchlchthans. Freibank. 4931 Ochsettfleislh 50 Psg. Slhtvetukflkislh 50 Pfg. Während des Markttages befindet sich die Verkaufsstelle am Eingang der Großoieh-Schlachthalle. Bautechniker, abs Baugewerbeschule, in allen Bureauarb. sowie Baustellen durchaus erfahren, sucht sofort Stellung. 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