W W ISO» Freitag den 28. April Artikel 349. jh erstatten. v. Bechtold. Wfle enyigee.SmRtttlunflifkaee bet In- nnb lullantct nehmen Anzeige» ftr den tSiehener Anzeiger mtgegee. ernste Kleider- uoj 8 grösster Auswahl rmt bei Aufträgen tod NI WWe loüoswi ster KafliB-Iysi. el Wonni i n. Adresse für Depeschen: Anzeiger chl-tze«. Fernsprecher Nr. 51. -ietzen, den 24. Avril 1899. Großherzogliches Sretiamt Gießen, v. Bechtold. . .117! der Expedition, Schulstraße 7, itra Prima i uiv.tit Den Zweigstellen, jederzeit ent- lid. Elsäss. Wäschst , Araba-Sommeret geg pMommen. » Dollar-Carreau Q — • Alpaca Panama Neueste Einri s Frühjahr- a, Sh Amtlicher Geil. Bekanntmachung, auf den Keßenrr Anzeiger erdunuten KeheM jsrwuUate bei Sii^ iolg bei un4 Breehdirth SI.Hosplt&len wwi ind Mk. 1.90. ien und Dreierlei Aezugsprels vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. menatUdj 75 mit Vringerishu. vei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. »ierteljihrlich. Gießener Anzeiger - General-Anzeiger unb Anzeig-blatt für den NwNr Gi-sz-n. lteH?*nSff;F^J * -reM- Maßnahmen gegen ansteckende Krankheiten. Cheviotstoffe*7 (in letzter Zeit in verschiedenen Bezirken des Groß- ein vermehrtes Auftreten einzelner Ansteckung^ tramMrlten, insbesondere des Scharlach und anscheinend auch —— Mtötrie sich bemerkbar gemacht hat, sehen wir uns , . roMbfjt, die nachstehende Polizeiverordnung, betr. Maß- «NM r'gen ansteckende Krankheiten, den Aerzten und den y niitos Äinir*n überhaupt in Erinnerung zu bringen. Bekanntmachung. Ss wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß der Großh. Steuerassessor Platz durch Verfügung J $«i>inbung. ™ "W® (enL ’!'?««« erttit- Wfflrä httM, bei Seenbiqur •• < * u,lni* ui iliit Monate Mai und Juni werden von "NL 'llcu Pwstanstalten, den Zeitungsträgern untersagt. T o. Jeder Arzt, sowie das ärztliche Pflegepersonal ist verpflichtet, sich vor Verlassen der Krankenwohnung zu desinfizieren. Die Krankenzimmer, sowie sämtliche in denselben be- findlichen Gegenstände sind nach Ablauf der Krankheit zu desinfizieren-r ^^^^ktion von Personen und Wohnungen sind die desfalls ergangenen und noch ergehenden besonderen Bestimmungen genau zu beachttn. Uebertrctungen der Vorschrift-» unter 8 werden nach Maßgabe der nachstehend abgedruckten Art. 349, 350 und 352 des Polizeistrafgesetzes bestraft. § 10. Die Bekanntmachungen rubr. Betreffs vo« 14. Oktober 1891 und 24. August 1892 treten außer Kraft. Gieße», den 10. März 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. j-M Wer die von der Lokal-Polizeiverwaltungsbehörde wegen Vernichtung oder Reinigung von Kleidungen, Lemenzeug, Bettwerk oder anderen Gerätschaften, welche von Personen gebraucht worden sind, die an einer ansteckenden Krankheit darniedcrgelegen. erteilten giften m^t befolgt n>irb insofern die begangene Uebertretung nicht unter § des deutschen Strafgesetzbuchs fällt, mit einer Geldstrafe von 3 hi- 20 fl. oder Haft bis zu 8 Tagen bestraft; außerdem werden jene Gegenstände konfisziert. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt Dtättcr für hessische Dalkslumde. Großh. Ministeriums der Finanzen bis auf^>etteres mit der Vertretung des Großh. Distrikteinnehmers Nahrgaug zu Lich beauftragt worden ist. Gießen, den 25. April 1899. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Bechtold. ______________ Deutscher Reichstag. 72. Sitzung vom 26. April. 1 Uhr. A« Bundesratstische: Niemand. Tages-Ordnung: (Resolution) Lieber-Hitze auf Vorlegung eines Gesetzentwurfs zwecks Errichtung von Ärbeitskammern. Hierzu liegen 2 Zusatzanträge; der eine, von den Abgg. v. Heyl und Genoffen (natlib.), will besondere Abteilungen bei den Gewerbegerichten gebildet wissen, a) zur Einrichtung von Unterstützungskassen für den Fall der Arbeitslosigkeit, b) zur Erstattung von Gutachten zur Förderung der gewerblichen Interessen, c) um Wünsche und Anträge betr. gesundheitliche Verhält- nisie der Arbeiter und Fürsorge für Arbeiterwohnungen an die Behörde zu bringen. Endlich sollen diese Gewerbegerichtsabteilungen als EinigungSamter mit obligatorischem Ber- handlungszwang funktionieren. Der andere Nnterautrag, von den Abgg. Roesicke »nd Genosien (frf. Vg.), will 1) den Berufsvereinen RechtS- Gießen, den 25. April 1899. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen EN Vte Großh. Bürgermeistereien des «reifes. Auf die vorstehende Bekanntmachung weisen wir Sie hiermit besonders hin. v. Bechtold. " Gießen, den 26. April 1899?^ Betr.: Die im Ruhestand befindlichen Volksschullehrer. Die Großh. Kreis-Schulcommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreise«. Wir beauftragen Sie, uns umgehend, spätestens aber innerhalb 3 Tagen zu berichten, ob in Ihrer ®em™£= Ruhestand befindliche Lehrer vorhanden sind, die wahrend der Dauer eines Krieges bei einem mobilen °ber @rfa^ truppenteile Militärdienste geleistet haben bezw^ wirklich vor den Feind gekommen oder in dienstlicher Stellung den mobilen Truppen ins Feld gefolgt oder auf einen, i« Verwendung gegen den Feind bestimmten Schiffe oder Fahrzeuge der Marine eingeschifft gewesen find. Die Feldzüge sind im einzelnen anzugeben. Diejenigen pensionierten Lehrer, die vor dem Eintritt in den Schuldienst berufsmäßig ^JhhtaTbtenftc geleistet haben, sind besonders anzuführen. Fehlberichte sind auch Verkehr dienenden Räume des Hauses oder bei den au I Eholera erkrankten Personen die Verbringung derselben in die zur Aufnahme solcher Krauten bestimmten Kranken I hänser anordnen. Die Benutzung öffentlicher für diesen Zweck nicht besonders bestimmter Fuhrwerke zum Transport Persoue , I welche an einer der in § 1 und 2 genannten Krankheiten erkrankt sind, ist untersagt. § 6. . Aus Familien, in welchen jemand an^^Eholera, Dg)h- I therie oder Scharlach leidet oder Sterbfälle infolge dieser I Krankheiten vorgckommen sind, ist der Besuch der Schulen I und ähnlichen Anstalten sämtlichen Kindern msolange unter- । sagt, als dies Verbot nicht durch em ärztliches Zeugnis tra einzelnen Falle wieder aufgehoben wird. Die Leichen von Personen, welche an einer der: m § 1 und 2 genannten Krankheiten gestorben sind, dürfen nicht in der Wohnung verbleiben, sondern müssen, und zwar die an Cholera gestorbenen Personen binnen 6 Stunden und die an den übrigen genannten ansteckenden Krankheiten geworbenen Personen längstens binnen 12 Stunden nach er, folgtem Tode in ein Leichenhaus, wenn ein solches vorhanden ist, verbracht werden. An Orten, wo kein Leichenhausvorhanden ist, muß für thunlichste Isolierung und baldmoglichste I Beerdigung Sorge getragen werden. Bei der Beerdigung der an der Cholera gestorbenen I Personen ist die Begleitung der Leiche durch Nichtangehorige gar nicht unb bei ber Seerbigung von an ben anderen g^ nannten auftedenben Krankheiten gestorbenen Personen burch I Nichtangehorige nur von ber Straße aus aeftattet. I Die öeffnung bes Sarges bet btefer Gelegenheit ist «le* § j Die Familien, unb Haushaltungsvorstänbe, wie auch tue .änenoirte unb beten Stellvertreter smb verpflichtet: ll.Jiniaftenfi binnen drei Stunden schriftlich oder I löblich ber Polizeibehörde Anzeige zu erstatten, jobvilb sie an einer Erkrankung an Cholera oder 1 et choleraartigen Erscheinungen m ihrer Familie I tber in ihrem Hause Kenntnis erhalten haben; it.üImiqstenS binnen Ä4 Stunden gleiche Anzeige zu I hatten, sobald sie von einer Erkrankung an einer I lyvhn-artigen Krankheit (Unterleibstyphus Rück- B^typhus, Flecktyphus), an Scharlach, Diphtberre, I tz uouv Puerperalfieber (Wochenbettsieber), | rMdemischer Genickstarre in ihrer Familie oder i!- ihrem Hause Kenntnis erhalten haben. § 2. , I tie Aerzte sind verpflichtet, von jeder in ihrer Praxis -oM!vin enden Erkrankung: l.an Eholera unverzüglich, jedenfalls aber dMueu 6 Stunde» dem Großherzogliche« Kreis- leesundheitsamte unter Angabe des Namens, Atters | KID der Wohnung des Erkrantten schriftliche Anzeige s I« machen. einer typhusarttgeu Krankheit, Scharlach, Diph- tz,!rie, Erouv, Puerperalsieber, epidemischer Genickstarre binnen 24 Stunden gleiche Anzeige Großherzog- Ilchem KreisgesundheitSamte zu erstatten. § 3. llnüerlaffung der nach § 1 und 2 vorgeschriebenen AnüikM werden mit Geldstrafe bis zu 30 Mark geahndet, der Familien- und Haushaltungsvorstände, der SxWmrte und deren Vertreter tritt dann nicht ent, wenn jE^zjkige von anderer Seite innerhalb der vorgeschriebenen Fr^j hattet worden ist. $ tn. Fällen, in denen' die Isolierung der an den ge- toMM. Krankheiten leidenden Personen in ihrer eigenen öNnug absolut unthunlich ist, und infolge des tm Hause allgemeinen Verkehrs, Nachteile für dl^ öffeut- licGVc.chl zu erwarten sind, kann das KreiSamt auf Antrag h 9 rneisgesundheitsamts Sperre ber dem öffentlichen Bekanntmachung, betreffenb: Sichcrh-itsvorschriften für eie,trifte Hochspannungs-Anlagen. Anschluss- an bie „SichethettSvvrschttften ftkt elektrisch- Starkstromanlagen" (sieh-nns-ieB-kanntmach^nz vorn 28. Oktober 1898, Rreisblatt Nrt Sbb) ha d r Ber banb beutscher Elektrotechmker auch „SicherhettsvorschnsteK süt elektrische Hochspannungs-Anlagen" (©tartftromanlageK Lit Spannungen von minbeften« ..E Volt) ausgearbeitet Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, « nach Anweisung Großh. Ministertums d-s Innern künftig bet Genehmigung ber Errichtung ober Erweiteriing vo Anlagen, in bie berartige Hochspannungsstrome e ng s h werben sollen, bie Bebingung zu stellen tft, bafi btefe «m fithrung unter Beachtung ber erwähnten StchcrheUsvor- Mtif,®ief8elbe3n"Än^on bem Verleget b-rselben, Julins Springer in Berlin N., Monbijou-Platz ^. entw-bet in Broschütenform ober in Reichsformat zu ben greifen bezogen weiben, wie solche in unserer vorgenannten Bekannt I machnng vom 28. Oktober 1898 aufgeführt finb. Gießen, am 25. April 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ö. Bechtold. :milf ,r Ersatz to» enwart in 1, Berlin, 20 Goldenen ■’ 1 rmgebnM . Polizei-Verordnung, —— ie tM,ni„epflicht unb sonstigen Maßnahmen bei ansteckenben Krankheiten betreffend. iardt’8 littrr Zustimmung des KveiSausschusses und mit Ge- itW« Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und imfl nrnil der Alftii vom 14. September 1892 und vom o. Marz 1898 . lldillL Ul ,|jr Den Areis Gießen nachstehende Polizei-Verordnung Wer bie von bet Polizeiverwaltnngsbehorbe gegen ben brobenben Einbruch ansteckenber Krankheiten unter Menschen angeorbneten Sperr- unb Sicherungsanstalten verletzt wirb insosetn bie begangene Uebertretung nicht unter § 327 bes beutschen Strafgesetzbuch« fällt, mit einet Gelbbuße von 3 bis 20 ft. ober Gefängnis bis zu 8 Tagen bestraft. Artikel 350. Wer die beim wirklichen Ausbruch einer ansteckenden Srantbeit unter Menschen von ber Polizeiverwaltung zur Abwenbuiig ber Gefahren unb gegen Verbreitung bet Krank- beü angeorbneten Sperr- unb Sichetungsanstalten verletzt wirb, insofern bie begangene Uebertretung nicht unter §327 be« beutschen Strasgesetzbnchs fallt, mit einer Gelbstrafe von 5 30 fi. ober Haft von 3 bis 14 Tagen bestraft. Artikel 352. V. - : toitb btjoN.' 1.7 mit Ällirxkme M )Bnr »Ute««. "9 ««(b™ ’S -X» Utraer lt D»MtiüI»«l«ttee j » fame« 9ebition und Druckerei: ----. . "" Ci«* 1 organisierte die Opposikon der Klerikalen Wien, 26. ansehnliche Panzerschiffe besitzen. fähigkeit geben und sie 2) berechtigen, mit einander in Verbindung zu treten. Zur Beratung wird gleichzeitig ein Antrag (Resolution) P a ch n i ck e gestellt betr. Errichtung eines Reichsarbeitsamts. Abg. H i tz e (Centr.), seinen Antrag empfehlend, erinnert en die kaiserlichen Februar-Erlasse, deren Ziel sein Antrag verfolge. Die Erlaffe seien noch nicht erfüllt. In erster Linie seien Arbeitskammern eine geeignete Einrichtung, um Arbeiter und Arbeitgeber zu gemeinsamen friedlichen Verhandlungen zu bestimmen. Die Arbeitskammer dürfe aber nicht verwechselt werden mit den Arbeiterkammern, denn in jenen sollten Arbeiter und Arbeitgeber gemeinsam vertreten sein. (Inzwischen ist am Bundesratstische Geh. Rat Wilhelmy erschienen). Es müsse möglich sein, daß Arbeiter und Arbeitgeber sich verständigten. Kämen letztere jenen mit Vertrauen entgegen, dann werde das Vertrauen auch von der anderen Seite nicht fehlen. Redner empfiehlt dann eine Gliederung in lokale Arbeitskammern und Bezirksarbeitskammern und schließt, unsere ganze bisherige soziale Gesetzgebung sei geschaffen ohne jede Fühlung mit den Arbeitern. Abg. P ach nicke (frs. Vg.) empfiehlt seinen Antrag. Er bemerkt, er wolle in dem Reichsarbeitsamt ein Observatorium der Arbeit errichtet wissen. Nötig sei ein auf alle einschlägigen Fragen der Ausstände sein Augenmerk richtendes Arbeitsamt, durch welches man auch über die Bestrafungen infolge von Ausschreitungen einen Ueberblick gewinnen und sehen könne, wie auch schon ohne ein Zuchthausgesetz solche Ausschreitungen ausgiebige Bestrafung fänden. Die gegenwärtig bestehende Reichskommission für Arbeiterstatistik sei kein ausreichender Ersatz für ein Reichsarbeitsamt. Abg. von Stumm (Rp.) führt aus, die Anträge bedeuteten einen Triumph für die Sozialdemokratie, größer als die zwei Millionen Stimmen, welche diese Partei bei den letzten Wahlen erzielt habe. Er, Redner, würde bereit sein, wenn sich eine Majorität hier im Hause dafür finde und auch die Negierung dem zustimme, Berufsgenossenschaften zu acceptieren etwa auf der Grundlage der Knappschaftsvereine, und ihnen alsdann auch erweiterte Befugnisse zuzugestehen. Aber es müsse dann auch gleich die von ihm stets geforderte Witwen- und Waisenversicherung damit verbunden werden. Redner verweist in seinen weiteren Aus- I führungen auf die Arbeiterausschüsse, die allerdings nicht I obligatorisch, sondern nur fakultativ seien. Eine ganze Anzahl I Aufgaben, die Abg. Hitze im Auge habe, würde gelöst werden I können, wenn man sich einfach auf den Boden der Knapp- I schaftsvereine stelle. Der Antrag Heyl nähere sich am meisten I dem sozialdemokratischen Standpunkte, denn gerade die Ge I Werbegerichte seien schon jetzt von den Sozialdemokraten I usurpiert. Es gebe nichts, was der Sozialdemokratie förder- I kicher sein könne, als das Gewerbegericht als Einigungsamt I mit Zwangsbefugnissen, wie der Antrag Heyl Vorschläge. I Schließlich erhebt Redner auch Einwände gegen den Antrag I Pachnicke. Abg. Heyl v. Herrnsheim (nl.) stellt zunächst fest, I daß nach ausdrücklicher Versicherung des früherenMinisters I v. Berlepsch die kaiserlichen Erlasse mit den Gewerbegerichten I und Arbeiterausschüssen noch nicht erfüllt seien. Dies würde I vielmehr erst der Fall sein, wenn sein (des Redners) gegen- I wärtiger Antrag durchgeführt sei. Abg. Rösicke (wildlib.) entgegnet dem Abg. v. Stumm: I Wir sind kaiserlicher als Herr v. Stumm, denn wir wollen I die Erlasse Kaiser Wilhelms II. gleich nach Antritt der Re- I gierung, derenthalben Fürst Bismarck sogar den Abschied I nehmen zu müssen glaubte, völlig durchführen helfen. Redner I tritt dann für Arbeitskammern und für Reichsarbeitsamt I ein. Bestreiten müsse er, daß die nationalliberale Partei I sich mit diesen Anträgen verleugne. Mit dem bloßen Ar- I beitgeberabsolutismus gehe es eben nicht mehr. Abg. Bassermann (nl.) verweist auf Aeußerungen I des österreichischen Handelsministers zu gunsten der Arbeiter- I Organisation und fragt, ob Herr v. Stumm etwa auch jenen I hohen Beamten dieserhalb als Sozialdemokraten ansehen I wolle. Hierauf folgt Vertagung. Morgen 1 Uhr: Bankgesetz. Schluß 6 Uhr. I Mittel zur Verbesserung von Arbeiterwohnuugen. Hiermit I wurde die Denkschrift über die Ausführung der früheren, den gleichen Zweck verfolgenden Gesetze berate». Vorlage I «nd Denkfchrift wurden an die Budget-KommiSsion zur Vor- I beratung überwiefen. Hierauf wurde der Antrag v. Kardorff I (freikonf.), die Regierung wolle beim Bundesrat dahin wirken, I daß die Mittel zur Gewährung von Beihilfen von 120 Mk. I an alle als berechtigt anerkannte Veteranen bereit gestellt werden, einstimmig angenommen. Schließlich wurden noch I Petitionen erledigt. Nächste Sitzung 1. Mai. Tages- | ordnung: Kommisfionsbericht über den Antrag Gamp, be- I treffend die Leutenot auf dem Lande. z Berlin, 26. April. Wie aus Hongkong gemeldet I wird, ist die Prinzessin Heinrich von Preußen an I Bord des Dampfers „Prinz Heinrich von Preußen" nach I Europa in See gegangen. Berlin, 26. April. In der heutigen Vormittagsziehung I der preußischen Klassen-Lotterie fiel ein Gewinn von 200000 Mark auf die Nr. 69062. Berlin, 26. April. Die „Nordd. Allgem. Ztg." stellt gegenüber einer Meldung der „Franks. Ztg." in einer I offiziösen Note fest, daß der Ausbau des Disziplinar- I verfahrens gegen Professor Delbrück dem Staats- I Ministerium keinen Anlaß zu irgendwelchen besonderen I Erwägungen geboten hätte, daß der bisherige Unterstaats- I Sekretär Meinecke als Präsident des Disziplinarhofes für I nichtrichterliche Beamte nicht zurückgetreten ift und daß alle I Vermutungen über Neubefetzung des Präsidiums des I Disziplinarhofes für nichtrichterliche Beamte völlig haltlos I sind. Berlin,20.April. Bericht des Korvettenkapitäns I Schönfelder. Heber angebliche Konflikte zwilchen dem I amerikanischen Admiral Kautz und dem Kommandanten S. I M. S. „Falke" in Apia sind wiederholt und noch neuer- , I dings aufregende Nachrichten in Umlauf gefetzt worden, i Jetzt liegen nun die bis zum 23. v. M. reichenden Schrift- I lichen Berichte des Kommandanten des „Falke" vor, welche I sich über das wahre Verhältnis zwifchen dem deutschen und den fremden Marinevertretern äußern. Korvettenkapitän Schönfelder berichtet nach Mitteilung der „N. A. Z." u. A.: „Ueber die Verhältnisse von Offizierkorps und Befatzung S. M. S. „Falke" zu den Engländern und Amerikanern sind die wüstesten Gerüchte verbreitet worden, und gerade einige Landsleute werden nicht müde, durch Schüren solcher Gerüchte eine Verhetzung zwifchen Offizieren und Mannschaften herbeizuführen. In Wirklichkeit ist das Verhältnis I zwischen Kommandanten und Offizieren ein durchaus höfliches I und entgegenkommendes. Trotz des angestrengten Wacht- I dienstes beteiligte sich Kapitän Sturdee beim Begräbnis des I Obermatrosen Vichl mit einer Deputation von 1 Offizier I und 16 Mann. Admiral Kautz hißte Flagge und Gösch I Halbstocks. Streitigkeiten zwifchen meiner Mannschaft und I den Engländern und Amerikanern sind nicht vorgefallen. I Bei gelegentlichem Zusammentreffen waren die militärischen I Angehörigen der drei Nationen über die herrschenden Ge- I rüchte empört. Auch bei gelegentlichem Zufammentreffen I von Kommandant und Offizieren S. M. S. „Falke" mit I den englifchen und amerikanischen Offizieren und Konfuln I werden die gesellschaftlichen Formen durchaus gewahrt. Am I 15. d. M., mittags 1 Uhr, begannen „Philadelphia", I „Porpoife" und „Roaylist" die Befchießung der Mataafa- I Leute in ihren Stellungen rings um Apia. Eine der erften I Granaten der „Philadelphia" nach den Mataafa-Leuten, auf I Apia-Berg gerichtet, explodierte zu früh, und ein Spreng- I stück schlug in das deutsche Konsulat, welches ohne Benach- I richtigung geblieben und noch bewohnt war. Ich sandte sofort einen Offizier zum Admiral Kautz mit der Mitteilung, daß das deutsche Konsulat nicht geräumt wäre, daß I Seine Gefchofse dort eingefchlagen wären, und bat ihn, das I Feuer über Apia weg einzustellen, bis die Deutschen in I Sicherheit wären. Admiral Kautz Sagte dem betreffenden I Offizier, daß er auf meine Angabe hin nicht mehr über I Apia weg Schießen werde. Am nächsten Tage Sandte er den I Flaggleutnant zu mir und drückte fein Bedauern über den I Vorfall aus. Am 16. d. M. hat Admiral Kautz Anord- I nungen getroffen, daß Offiziere und Mannschaften in Uniform I stets ungehindert pafsieren können. Die amerikanischen I Posten verhalten sich durchaus entgegenkommend." Cleve, 26. April. Hier fand eine heftige Gas- I Explosion statt. Fünf Personen wurden lebensgefährlich I verletzt. Das Gebäude erlitt starke Beschädigungen. Deutsches Reich. Berlin, 26. April. Eine Spende von 20000 Mark hat der Kaiser als weiteren Beitrag zu den Bauarbeiten aus der Saalburg in Aussicht gestellt. Berlin, 26. April. In der Reichstags-Kom- miSfion für die lex Heinze wurden heute die §§ 180 unb 181 in der Fassung der ersten Lesung angenommen, desgleichen der § 181 a (Zuhälter-Paragraph) unter Ablehnung mehrerer sozialistischer Anträge. Berlin, 26. April. In der Reichstags-Kom- miSSion für das Gefetz über die FleifchbeSchau mürbe heute § 1 angenommen mit der Einfügung, daß Hunde unter die der Fleifchbefchau unterliegenden Tiere zu rechnen feien. Berlin, 26. April. In der Reichstags-Korn- miffion fnr die Post-Novelle wurde heute die Beratung d-s Artikels 4 b fortgesetzt, der di-Eu^chädiguug stir die Bediensteten der Privat-Postanstalten bestimmt Hierzu hegen verschiedene Abänderungsanträge vor Bei der Abstimmung wird ein Vorschlag des Abgeordneten Kahensly (Centrum) betreffend die zu zahlende EntSchädi- $eratung9CnOmmCn' steht der Zeitungstarif zur Berlin, 26. April. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute zunächft einige kleinere Vorlagen in dritter Sefung, darunter diejenige betreffend die Aufhebung jagd- polizeilicher Bestimmungen in den Bezirken Köln, Hamm und Frankfurt a. M. Es folgte fodann die erste Lefung des Gesetzentwurfes betreffend die Bewilligung weiterer ß. ' Mm öie pW. Wung von «Mon vergebe w iüi buje L !&• J ® ben 5 von 3 b . .Irrten s^b 11 11 T:en Bureau “m 2< Nhlt April. Einer der unheilvollsten Staatsmänner Oefterreichs, Graf Karl Hohenwart, ift heute gestorben. Nur neun Monate lang, von Anfang Februar bis Ende Oktober 1871, hat er als Ministerpräsident in Oesterreich gewaltet, aber noch heute krankt der Staat an ben Wunden, die ihm damals gefchlagen und, noch nicht ganz verheilt, von 1879 an durch die Taaffe, Badeni und Thun wieder aufgeriffen worden sind. Als er zur Macht berufen wurde, verfluchte er in einem wichtigen Ansturm den Verfaffungs- und Einheitsstaat zu zertrümmern und auf Seinen Ruinen ein föderalistisches Staatsgebilde aufzurichten; insbesondere galt fein Bemühen der Schaffung eines tfchechi- Schen Staates, beffen Magna Charta die berüchtigten Funbamentalartikel hüben Sollten, bie zutreffend als der TotenSchein des österreichischen Einheitsstaates bezeichnet worden sind. An dem leidenschaftlich aufflammenden Wider- Stande der Deutschen, bereit nationales Bewußtsein burch bie glorreichen Siege ber beutSchen Heere auf den französischen Schlachtfeldern und die Aufrichtung des Deutfchen Reiches mächtig entfacht worden war, und dem Einfpruch der ungarifchen Staatsmänner Scheiterte Hohenwarts ver- Odeffa, 26. April. Im Instruktions-Saale einer h, ■ Kaferne, wo eine halbe Kompagnie Soldaten zum ü-.^ verfammelt war, ereignete sich eine furchtbare» Explosion. Ein Offizier, drei Unter-, Rekruten wurden getötet. Sechs Rekruten erlitt,, I Verletzungen. Rußland. Für eine Abkühlung der ruffii* -. zösischen Freundschaft haben Schon mandL\ Zechen vorgelegen. In Paris hatte man mehr vv von ber Newa mehr wirtschaftliche Unterftühunq vo. . Gegenseite erwartet, als thatfächlich geleistet tvaib t I man an der leitenben finanziellen Stelle in Petnr«, benkt, dafür liegt nun aber auch eine fehr bewerfe-/- ruSsiSche Urkunde vor. Die Londoner ..Times" vervß- I licht nämlich einen geheimen Bericht des russische i I minifters Witte an das Ministerkomitee über bit enqh"* I russischen Handelsbeziehungen. Der Bericht betagt i I wesentlichen : England |ei der einzige Markt, aus I land einen Ausgleich für die gegenwärtige hoanct * Seiner Landwirtschaft finden könne. Zudem fommtL'L I ebenfo fehr als Markt für bie Unterbringung tuft'V »v leihen in Betracht. Solch ein Markt fei England wt I Wirren an der afghanischen Grenze in der Thal aut p wesen; diese Unruhen hätten aber Rußland gezwungen.,!? Anleihen in Berlin unterzubringen und Später, unter Vi I Drucke der politischen Verwicklungen, in Frankreich. I züglich diefes letzten Punktes glaubt ber FinanWH I nicht, daß man große Hoffnungen für die Zukunft ta I könne. Frankreich finde, nachdem es Geld in rchp I Werten angelegt habe, es überflüssig, weiter zu c& I Frankreich verschließe im Gegenteil die Thüren feiner feft vor Rußland durch Schutzzölle, während es beftrt l feine Waren nach Rußland auszuführen. Diefe Eim ungen hätten ihn (Witte) veranlaßt, der Lage des engliiti Marktes besondere Anfmerkfamkeit zuzuwenden. Diefe De legung Wittes wird nicht verfehlen, namentlich in Fran! .r: großes Auffehen zu erregen. Was übrigens den 611*1. I des rufsifches Finanzministers auf die Politik feines Lait" überhaupt betrifft, so darf man nicht überfehen, daß Be zu einem Teile feiner Ministerkollegen in einem gern"? Gegensätze steht. Dies äußerte sich erst jüngst barin, fr bie Petersburger „Börsenzeitung", die stets mit gwjrr Eifer die Ansichten des Finanzministers verfocht, jüngft j zwei Monate verboten worden ist, und auch nach erscheinen unter vorherige Zensur gestellt wird, ein ilijapa daß der Minister des Innern seinen Finanzkollegeninsiu zu bekämpfen gewillt ist. T. S. Stockholm, 26. April. Die mit großer Spann w ertoartetete Abstimmung über den Voranschlag des M a r i n e m i n i st e r i u m s hat stattgefunden und jwr un c Verhältnissen, wie sie in der Geschichte des schiv^u'^r Reichstages ohne Beispiel sind. In beiden Kammrin die von der Regierung geforderten 3 500 000 Äroncn xr Bau eines neuen Panzerschiffes und vier neuer lorpebobd sowie die 5 000 000 Kronen für den Umbau der fr älteren Panzerschiffe „Göta", „Spea" und „Thule" nehmigt, ohne daß auch nur ein einziger Redner öagr* gesprochen hätte. In der Ersten Kammer währte bie fr ratung des gesamten Voranschlages 10 Minuten, in -**' Zweiten, wo noch einige technische Einzelheiten btfproä:: wurden, kaum eine halbe Stunde. Noch ungewohnu rr aber ist es, daß sogar noch mehr bewilligt wurde, als e»M2 daß dies auf Wunsch der Regierung gefchehen ist, die bereits vor Weihnachten aufgestellten Voranschlag heutigen veränderten Verhältniffen gegenüber nicht mehr genügend hält, die Sicherheit des Landes zu gewährtlei^ Die norwegischen geheimen Rüstungen, bad rufsifche • dringen und die beunruhigenden Zeitungsartikel aus Lng haben also vollauf ihre Wirkung gcthan. — BoraussiG wird also der schwedische Marineminister gut und «w» 11 Millionen Kronen für nächstes Jahr zur BersilK 1 haben und die Flotte Schwebens im Jahre IW- t । Lokales und Provinzielles. Gießen, 27. April 1899. Aus de» Großh. Ministerin«. Seine Koniss.« Hoheit der Großherzog haben Allergnäbigst geruy. 22. April 1899 den Ministerial-Registrator bei de« vto ministerium Jakob Röttger, auf sein Nachfucheu, r. Anerkennung seiner langjährigen, mit Eifer und xre . Ausland. Wien, 26. April. Prinz Franz Auersperg verlobte sich mit ber Tochter des New-Aorker Millionärs Hazard. . /rfltnntii- I iu fliiitOtN8 «zäiiHnt w ' lkerpSroßarZt » fgrp-5 ernannt. . .» Seltene ö«’ , nhyfiologifchtn : ^ot bei meW1 । «roftffot Vr. E. . 1 unferer . seltenen Feier vor ■ Lüge Schuler b zu gratuliere : W ihre» greift' tr irbe dem Jubili : «bracht - Den 1 w 6b«n des Ge •• tit SB«' I Hchüler eine? 09 । 1 uiib 'JRontat vt I gnfang nehmen. • firb unter Rachivei ■ stulichrn Verhalten* •bei Hnvatzentznis i Hrv^rrzvK.Wni । enzürtzenheiten, t ' Mln st ; Seren. Nächstn 1 «ittags 3 Uhr, ! Friedens-Ir seine diesjährige I Vierkeller al 1 Mitglieder aus 2 । Gelegenheiten dai in Jntereffe btt ' IWümmlung von ‘ fhliMwitrn " 9u btr I. 1 fijtn international« I fli^e an der Ha 1 DtÜ)ti schon im x der Arnnbahn ins ' fahren hirrfelbft g vung das Untern« aus aller Herren f Hoffnung, unter! Ehrern heranzubi 1 kichentlichen llebi 1 bei Schlüsse kam njmmtn wird. E i fvwihl, als auch achten, der mit Jj« dieFvrlfchri >oer bie Siege, Wegener Versuch. Leider war seine poliM. "'ch* -urg-sp,°lt, ihr wichtigerer und ge ährlub!'° I-tzt erst beginnen Er trat an die Spitz? fc ' Lng«’«t organisierte bie Opposition ber Klerikalen flavischen Föberalisten gegen bas liberale^ Adalf Auersperg. Nach deflen Sturz und d°„ E,?'" ' Tschechen in ben Reichsrat war er bet öarkm Generalstabschef bes Ministeriums Taaffe und r !2,t des Konzessionenschachers auf Kosten bet Staat^”'13 des Deutschtums, den nach Taaffe Graf Bade,,. .7 h Thun gelehrig fortgeführt haben. Erst in ben Jahren hatte Hohenwart sich zurückgezogen feine Mitwirkung auch nicht mehr not, denn K * derbenssaat, die er ausgestreut unb qe^fleat km." 1 '"Zwischen nur allzu kräftig in die Halme qefdioii, ( Budapest, 26. April. Die Interpellation ben^„ Erwerbung eines Gebietes in China ber Ministerpräsibent Szell dahin, daß Solche Abi^, bestehen. Falls Kaufleute überSeeifche Handelsmed^L errichteten, würde die Regierung biefelben untere verteidigen. Schellfische treffen heute ein bei Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. Flur Flur Flur Flur Samstag den 6. Wai, nachmittags 2V, Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben des Ludwig Lauz von Wißmar gehörigen, in der Gemarkung Rennen erringt, verhetzens Trainierschule ist auch von materiellem Vorteil für unsere Stadt, denn ganz abgesehen )üDon, daß durch dieselbe der Name Gießens und seiner Rennbahn in den Streifen der Sportwelt des In- und Auslandes immer mehr bekannt wird, so ist auch nicht zu unterschätzen, daß die Trainierschüler während der Dauer ihres Aufenthalts ihre Bedürfnisse hier decken. — Wir hören übrigens, daß am Sonntag mit den hier bekannten italienischen Herrensahrern Derossi und Fornaseri auch der Herrenfahrer Stratn aus Venedig hier eintrifft, und der Franzose Bouquillion während der Rennsaison hier wohnen wird, um von hier aus die deutschen Rennen zu besuc^n. ♦* Die Wirtschaft im Kloster Arnsburg geht in nächster Zeit ein. Diese Mitteilung wird bei allen Gießener Vereinen lebhaftes Bedauern Hervorrufen, welche Kloster Arnsburg als Ausflugsort jedes Jahr in das Sommer- Programm aufnehmen. Wir erfahren, daß der junge Graf Laubach den Sommer über seinen Wohnsitz dort nehmen will, und vermuten, daß aus dieser Veranlassung der Wirtschaftsbetrieb dort eingestellt wird. Es wäre zu wünschen, daß die Gießener Vereins-Vorstände bei dem gräflichen Hause vorstellig würden, damit die Stätte der Erholung den Gießenern erhalten bliebe. *• Befitzwechsel. Die Hofraite des Bildhauers Kalbfleisch, Licherftraße 1, ging durch Kauf für 48,000 Mk. an Herrn Steinmeier aus Gambach über. Herr K al b - fleisch kaufte das Besitztum des Herrn Realgymnasiallehrer Dr Pitz, Grünbergerstraße 14, für 37,000 Mk. Friedberg, 26. April. Am 22. d. Mts. fand im Festsaale des Predigerseminars die feierliche Aufnahme der fünf Kandidaten, Götter!, Herrmann, Roos, Schuster und Vogt statt (möglicherweise treten demnächst noch zwei wettere Herren hinzu). Direktor D. Weiffenbach behandelte bei dieser Gelegenheit auf Grund von Luk. 9, 61 62, das Thema: „Nur der geistliche Berufsarbeiter, der, ohne zurückzuschauen, die Hand an den Pflug legt, ist geschickt zum Reiche Gottes", indem er nachwies, daß nur cm solcher imstand ist: 1. auf Behagen und Lust der Erde zu verzichten, 2. seiner heil. Berusspflicht alle anderen Rücksichten zu opfern, 3. allezeit Äug' und Herz unverwandt auf das köstliche Kleinod der himmlischen Berufung gerichtet zu halten. Im Predigerfeminar befinden sich nunmehr zusammen acht Kandidaten.(Oderhesf. Anz.) Neueste Mtldungen. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 27. April. Zum Falle AronS bezeichnet die „Nationalzeitung" die Blättermeldung als unrichtig, daß die Behörde sich eines Kriminal-Kommissars bedient habe, um festzustellen, ob ein Anschlag Dr. Arons sich am schwarzen Brett der Universität befinde. Berlin, 27. April. Die im Prozeß Egloffstem verurteilten Graf Egloffstein und Stallmeister Dietel haben Revision eingelegt. .. Berlin, 27. April. Der Berliner Magistrat gedenkt einen zweiten Entwurf zum Friedhofthor für die Märzge- fallenen nach dem von der Regierung angedeuteten Vorschläge einzureichen und glaubt dazu die Zustimmung der Stadtverordneten nicht einholen zu brauchen. Berlin, 27. April. Wie dem „Kleinen Journal" aus angeblich gut unterrichteter Münchener Quelle berichtet wird, soll der bayrische Senat beim Reichs-Milttär Gerichts- Hofe im April 1900 errichtet werden Berlin, 27. April. Die Kanal-Kommission des Abgeordnetenhauses wird Anfang nächster Woche mit den Vertretern der Regierung eine Informationsreise nach Dortmund antreten und von dort aus sich durch eigenen Augenschein über den Dortmund - Ems - Kanal unterrichten, um sich über die wirtschaftlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Rheinisch westfälischen Industriegebiets ein Urteil zu bilden. _ .. . . . Brussel, 27. April. Die hiesige Opposition des Abgeordnetenhauses ist noch unschlüssig über die Mittel und Wege, welche sie ergreifen soll, um die Regierungs-Vorlage bezüglich des Wahlgesetzes zum Scheitern zu bringen Eharleroi, 27. April. Van der Velde hielt vor mehreren tausend Ausständigen eine Ansprache. Er forderte die Arbeiter auf, unter keiner Bedingung die Ruhe zu stören. ... . . Mons, 27. April. Wenn bis Montag mcht eme wesentliche Aenderung in der Ausstandbewegung eingetreten ist, so müssen mehrere Eisenwerke und zwei Glasfabriken, welche zusammen 1500 Arbeiter beschäftigen, den Betrieb einstellen. „ c Triest, 27. April. Das österreichische Handelsschiff „Europa", von Kreta kommend, ist bei Santa Rina gesunken. Die Mannschaft konnte sich nur mit Mühe retten. . Paris, 27. April. Dupaty de Elam schrieb an Freycinet einen energischen Brief, um gegen die Anklagen Rogets und Cuignets verteidigt zu werden und die Ermächtigung zur Vernehmung durch den Kaffationshof zu erhalten. Dupaty de Elam soll entschlossen fein, sensationelle Enthüllungen besonders hinsichtlich Henrys zu machen. London, 27. April. Nach einem noch der Bestätigung bedürfenden Telegramm des Bureau Dalziel aus Shangai, ist ein chinesisches Truppen-KorpS von 3000 Mann bei Jtschaufu eingetroffen. Die deutschen Streitkräfte sollen sich nach Thingtao zurückgezogen haben, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. den Läusertsröderweg, 3 Nr. 136 — 1950 qm Acker daselbst, 5 Nr. 355 — 1475 qm Acker aus Schellfische, »aMiatt, Zander, Schollen, Fluß, hechte, lebende Karpfen, Schleie, Forelle« eingeiroffen. 310 Prompter Versandt nach auswärts. I. U. Schulhof, “ Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft. den Haddergraben, 5 Nr. 460 — 1869 qm Acker am Krofdorferweg, Flur 44 Nr. 232 — 2050 qm Acker in Aus der Zeit für die Zest. Vor 46 Jahren, am 28. April 1853, starb zu Berlin der Dichter, Kritiker und Vorleser Ludwig Tieck. Seine früheren Schöpfungen verbinden eine Fülle glänzender Phantasie und glücklicher Naivetät mit übersprudelndem Witz und Humor und schwärmerischer Mystik; feine späteren sind nüchterner, aber klarer, voll von Geist und feiner Ironie. Tieck lebte ohne Bcrufsstellung nur der fiitteratur und wurde am 31. Mai 1773 in Berlin geboren. Vermischtes. * Frankfurt a M., 26. April. In der „Concordia" sand gestern nachmittag eine Versammlung der Wirte statt, auf deren Tagesordnung die Schädigung der Wirte durch den Brauerstreik stand. Wirt Steidtng berichtete über die Schritte, die der in der vorigen Versammlung gewählte Ausschuß bei dem Brauereiverband zur Beilegung des Streiks gethan hat. Inzwischen haben private Verhandlungen zwischen dem Vorstand des Gastwirteverbandes in Darmstadt, dem Vorsitzenden Bauer vom Verband der Brauereiarbeiter und dem Arbeitersekretär Gräf und den Mitgliedern des hiesigen Brauereiverbandes stattgefunden. Die Brauereien erklärten sich dabei zu weiteren Zugeständniffen bereit: Bewilligung eines Mindestlohnes von 26.50 Mk. ab 25. Mai, LSistMi Dienste, mit Wirkung vom 1. Mai 1899 in den NiihtzchaS zu versetzen und demselben den Eharakter als „Rebü' igsrat" zu verleihen; an demselben Tage den Miidiitticil-Registrator bei den Ministerien des Innern und der ’’jrta Philipp Spamer zum Ministerinl-Registrator bei Stu Staatsministerium, mit Wirkung vom 1. Mal 1WJ9 Empfehle meinen Bürgerlichen Mittagstisch zu 60 Mg., 80 Mg. und 1 Mk. 0152« Hessischer Hof. Gießen gelegenen Grundstücke: 3 Nr. 135 — 2956 qm Acker auf «n, ernennen. . . " Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Grlash erzog haben Allergnädigst geruht, am 2b. April b-ns-Mamtmann des Rentamts Lindenfels Franz Hi em e nz in iM Rentamt Gießen zu versetzen, den Obereinnehmerel. Assi'MitN bei der Obereinnehmerei Mainz Adolf Adrie zunni sentamtmann des Rentamts Lindenfels und den 3iiwn4«piranten Wilhelm Herberg aus Groß-Gerau zum H cueramtSassistenten bei dem Hauptsteueramt Offenbach zu iunmnen. . • Militärdienstnachricht. R e ck, Oberroßarzt vom Hus.- ^ccqpttn: König Humbert von Italien (1. Hess.) Nr. 13, zurre: kwSroßarzt beim Generalkommando deS 18. Armee- forjört ernannt. . '• Seltene Feier. Im blumengefchmückten Auditorium des- hhysi.ologifchen Instituts begann heute vormittag der her medizinischen Fakultät, Herr Geh. Medizinalrat Pre^ffoi Dr. E. Eckhard, sein 100. Semester als Dozent au i m|etotr Hochschule. Obgleich kaum etwas von der gewiß iclt Beim Feier vorher bekannt war, erschienen doch viele ehe. ilize Schüler des Jubilars in der ersten Vorlesung, um ihmu sll gratulieren, und wieder einmal dem klassischen Dor- ir i gtil)rc8 greisen Meisters zu folgen. Nach der Vorlesung wu u!r t)cm Jubilar von der Regimentskapelle ein Ständchen gcbmch. — Dem Vernehmen nach wird die Studentenschaft zu i'fttei des Gefeierten einen Kommers veranstalten. " wie Gymnasial Reifeprüfung für solche, welche nicht S-'Mr «eines Gymnasiums sind, wird in diesem Jähre am Gr Mko.oglichen Gymnasium zu Gießen abgehalten werden uiitooMc ntag den 24 Juli, vormittags 8 Uhr, ihren An ffwg nehmen. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung sinva«, Mtcrr Nachweisung des seitherigen Bildungsganges und stiiil ckn Verhaltens, sowie unter Vorlage der letzten Schul- »dcnPrwatzeugniffe, bis spätestens zum 24. Juni bei dem v,i njhmogl. Ministerium des Innern, Abteilung für ©$ub au« ydttjeiiljeiten, einzureichen. " Militär Kriegs und Friedens Invaliden- und Anwärter- Nächsten Sonntag den 30. ds. Mts., nach- «tiitllqt 5 Uhr, hält der hiesige Militär-Kriegs- und Fr > irdennS - Invaliden- und -Anwärter-Verein sei, diesjährige Generalversammlung auf Lonys Bit nkelller ab, und werden hierzu einige Vorstands. »üt-qzlltdM aus Darmstadt kommen, um in verschiedenen An- iel Ägmhmten daS Wort zu ergreifen. Es dürfte sich daher , n n ^let effe der guten Sache sehr empfehlen, wenn die -■ei^imillung von allen hier und in der Umgegend wohnenden MiÄliÜr Llnwärtern und -Invaliden recht gut besucht würde. " Mon der Tramierschule. Ein eigenartiges, man kann , i in iinsernationaleS Leben hat sich auf unserem Sport- plarV »u der Hardt entwickelt. Franz Verheyen, lucl chk schon im vergangenen Jahre die vom Kuratorium ver • siknubahn ins Leben gerufene Trainierschulc für Rennfd) M Ii.erselbst geleitet, hat dieses Mal für eigene Rech- nurtiiig ball Unternehmen übernommen, und 35 junge Leute auSti’dki Herren Länder haben sich eingefunden, m der HoWiinc.. unter Verheyens Leitung sich zu tüchtigen Renn- ,.-h irrrii'^eranzubilden. Wenn man die Resultate der drei wocchiilichen Hebungen verfolgt hat, so muß man wohl zu den«. Musse kommen, daß cs bei den Hebungen ernst ge- nownutn wird. Es ist eine Freude, den Eifer der Schüler foroM nls auch den ihres jugendlichen Lehrers zu beob« acht«k, beer mit ganzer Seele bei der Sache ist, und sich t je M die Fortschritte feiner Schüler kaum weniger freut, als übe mlie Siege, welche er allfonntäglich bei den großen der Lichtenau, Flur 44 Nr. 233 — 4837 qm Acker daselbst freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 26. Avril 1899. Großh. Ortsgerrcht Gießen. I. A : Bogt. 3571 n M LS»>> Wb; 1l9 in bÄM i-ll babin 'w ■*"' Einführung einer Arbeitsordnung, Festlegung der Abmachungen' auf drei Jahre und Wiedercinstellung der Ausständigen, soweit die Plätze noch frei sind und nach Wahl. Heute nachmittag soll eine weitere Besprechung stattfinden. Der treitige Punkt dürfte die Unterbringung der ausständigen Arbeiter sein. Gottridirusi m der Synagoge. V.amStag den 29. April 1899. Vorabend 7U Uhr, morgens 8’J Uhr Predigt, nachmittagS 4 Uhr, 'Sabbathausgang 8* Uhr. >”« wt drn I, ■ ! »btüMun9 btt u; batte g;.. ' ,Al°chiq ItnanjicDen Wt auch eine sck D'e Londoner,> men Bericht des: Ministerkoniitee >?gen. Der i ei der einzige Mar ‘r die gegenwärtig den könne. Zudir füt die UnterbrinzL ich ein Mark« sei i chen Grenze in k itten aber Ruß!^: rzubringen uni Verwicklungen, ie (b bunstes glunif kr Hoffnungen für ie, nachdem dftj'r es Überfluß ?■. i Gegenteil bitljcai Schutzzölle, ifteJ - llanb auSjiv.: ; i üeranlafi kM' erksamkeil Dmde verfehl«, wil"/' gen. W itajjü öfters auf bit plißr- :f man nify übr#- iiniftMgtn in er: ’ jtrtt fuWN. jtitung“, bit fielt n lanpniniflttS verfocht^ ien ist, und auch n: ensur geM wird, ern siMn Tmnzleü Verdingung. Die sämtlichen Arbeiten einschließlich Materiallieferung zur Erweiterung von zwei Bahnwärter-Wohnhäusern und Herstellung je eines Stallgebäudes auf den Posten 1 (bei Gießen) und 14 (unweit Lich) sollen im ganzen oder geteilt nach den zwei Posten öffentlich verdungen werden. Die Zeichnungen und Verdingungsunterlagen ließen im Bureau der unterzeichneten Betrrebsinspektion zur Einsicht auS und find letztere daselbst gegen 50 Pfg. erhältlich. Die Angebote find bis zum Eröffnungstermin, Montag den 8. Mac, vormittags 11 Uhr, hierher einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, 21. April 1899. 3554 Großh. Eisenbahn - Betriebsinspektion 2. Submission. F tztÄe psychiatrische Klinik soll d'o iöijeiimg von Bett, Leib« und TiscWlche auf dem Wege öffentliche: 6uKMoon vergeben werden. Stofir diese Lieferung gültigen allg'fswiwm Bedingungen (Erlaß der GrcM Ninisterien vom 16. Juni 18993! umb die speziellen Bedingungen lieg -yi an den Wochentagen nach wtitnäD von 3 bis 5 Uhr auf dem PerÄi^Umgsbureau offen. £öOirtin sind versiegelt und mit entschphrnder Aufschrift versehen bi» i p 24 Mai 1899, vor- minWzsS 11 Uhr auf dem er- wäß*i! Bureau abzugeben. 3 U: Zuschlag erfolgt bis 1. Juni 13SM 8 Bien, am 26. April 1899. GriEilMgl. Verwaltungs-Direktion to: psychiatrischen Klinik. Sommer. 3559 Manntmachung. 5 KsiLndige Gelder aus dem SaWtt 18898 zur Fürstlichen Rentei- -affÄ^iuen noch bis zum 10. Mai L t^'ie Kosten bezahlt werden. 5 Ifc, ütim 26. Mai 1899. Kreiling. 3561 V Dir mit jroj« KttaSMW- i w (tattjiM™“ in bei [ftib. StW 3* Mund m°°-' honen füt @öia", ßV* h nur em <- der Ersten Voranschlags, > qe technisches ilbe ®tun^->. roch mehr b^< )ie erste ' .,- chissen, iber doch „ Mieru"g Se .. 66*^ V' Bnss’sche U&iversal - Schleuder - Maschine. Jatent. peutschland und Hcsterreich. mg prämiiert 1898 i«Limöurg, Hhreudipkom. K® Salzburg, Hekerr., stlb. Staatsmedaille. Reinlichste Honiggewinnung. Entdeckelung in der Maschine. Kein Schleuderkessel. Kein Ueberspritzen. I \ \ Emaillierte Sammelrinne. / / " \ \ Jir Kandbetriei von 20—26 Mk. per Slück / /yri j ' \ I«r Kntzöetrteö „ 33—38 „ „ „ • I I | \ \ empfiehlt 3546 C. Buss, Wetzlar, Sophienflraßk 14. StflM. 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