le. 1802 unseres lieben wc Achr geben, ib. rbliebenen: del. « 18$. 's 9 Uhr: Mui Ititti. : Hochavd. ein, i Uhr präfl* rert. ow. (Rudolphs N»' Breies Parkett^.- Schülerkarten indt. .pA** .,»'K !tl strenge * Dienstag den 28. Februar Zweites Blatt Nr. 50 1899 (Gießener Anzeiger Heneral-Anzelger Zlints- und ZInzeigeblntt für den Kreis Giefzcn 8« Postbezug 2 Mark 50 Whg. vierteljährlich Bezugspreis vierlkijährlich ■WHütlid» 75 t: 4 xi* ©ringevklir. Alle 9ln$figen.Pmnittlunq»RtDen deS In- »nd Ausland«! nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener S«milieuvkSi1er werden dem Anzeiger »Schentlich viermal beigelegt. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Dlätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hleien. Fernsprecher Nr. öl. Mebeftwn, Expedition und Druckerei: Schutstraße Ar. 7. Reue Kämpfe der deutschen Schutztruppe. Bon neuen Kämpfen der deutschen Schutztruppe am Viktoria Nyansa-See bringt die letzte Post aus Dar-es- Salaam folgende Meldung: Am Ostufer des Viktoria, unweit der englischen Grenze, herrschten seit Juli 1898 ziemlich umfangreiche Unruhen unter den dortigen Eingeborenen, den Wasweta, Wakenje und Warege. Hauptmann Schlobach war daher gezwungen, nach jenen Gebieten eine größere Strafexpedition zu unternehmen, welche trotz des von diesem Offiziere versuchten gütlichen Ausgleichs mit einem für die Wasweta sehr blutigen Kampfe und mit der Erstürmung von deren Boma (Festung) Kiboroswa endigte. Hauptmann Schlobach gründete nördlich des Maraflusses an der Mori-Bucht eine neue Station und stellte sie unter den Befehl des Leutnants Sand, dem neben dem deutschen Unteroffizier Begoihu 40 Askaris (Sudanesen) und eine Schnellladekanone überlassen wurden. Darauf begab sich Schlobach mit dem Rest seiner Leute zurück nach Muansa. Die Wakenje unter ihrem Sultan Kibore verhielten sich der neuen Station gegenüber sehr freundlich, und von den umliegenden Gebieten trafen täglich kleine Gesandtschaften ein, die ebenfalls ihre Friedfertigkeit bezeugten. Die gestraften Wasweta verhielten sich anfangs ebenfalls sehr ruhig und gaben gleiche Versicherungen ab. Im Stillen aber rüsteten sie von neuem und waren durch die von ihnen ausgehenden Drohungen den benachbarten Stämmen gegenüber vor deren Verrat gesichert. Leutnant Sand war eifrigst mit dem Ausbau seiner Station beschäftigt, so daß er sich nicht auf größere Streifzüge während dieser Zeit einlassen konnte. Endlich, Ausgangs Oktober kamen ihm doch beunruhigendere Gerüchte zu Ohren, die sich durch ausgesandte Kundschafter im vollen Umfange bestätigten. Die Wasweta hatten inzwischen südöstlich von Kiboroswa eine neue durch meterstarke Mauern und drei Meter hohe Dornenverhaue befestigte Boma angelegt, die in ihrer versteckten, aber von der Natur sonst begünstigten Lage ein vorzüglicher Stützpunkt ihrer räuberischen Unternehmungen war. Obgleich jene Boma acht Tagesmärsche von der Station Mori entfernt liegt, planten die Wasweta einen Ueberfall derselben, dem aber Leutnant Sand zuvorkam. Mit dem Geschütz und 30 Askaris nebst etwa 100 Wakenje zog er den Wasweta entgegen und traf sie unterwegs in der Landschaft Jrieni auf dem Vormarsch begriffen. Die drohende Haltung derselben ließ keinen gütlichen Ausgleich erwarten, weshalb sofort zum Angriff übergegangen wurde. Trotz der bedeutenden Ucbermacht wurden die Wasweta nach dreiviertelstüudigem Kampfe mit starken Verlusten geschlagen, während die Schutztruppe nur zwei Leichtver- verwundete zählte. Leutnant Sand setzte mit Hilfe der Wakenje sofort mit einer energischen Verfolgung ein und gelangte fast gleichzeitig mit den Flüchtigen vor der neuen Boma an. Am nächsten Tage, dem 12. November, beschoß er die etwa 400 Meter umfangreiche Boma und ging nach gelegter Bresche zum Sturme vor, der trotz der heftigen Gegenwehr der Wasweta mit deren Vertreibung endete. Hierbei und bei der Verfolgung der Fliehenden thaten die Wakenje vorzügliche Dienste und brachten gegen 50 Gefangene und etwa zehn Zentner Elfenbein als Beute ein. Zwei von den aufständigen Häuptlingen gerieten ebenfalls in ihre Hände und wurden standrechtlich erschossen. Die Boma wurde niedergerissen und nach fünf Tagen der Rückmarsch nach der Mori-Bucht angetreten. Bezeichnend ist in dieser Sache das Verhalten der Engländer, durch welche obige Meldung zur Küste gelangte. Sie behaupten, daß zu dem energischen Vorgehen Schlobachs und später Sands wenig Ursache gewesen sei, da die Wasweta früher stets die friedlichsten Leute gewesen seien und nur durch deutsche Eingriffe in ihre Rechte zur Gegenwehr gezwungen worden seien. Dem gegenüber ist aber festgestellt worden, daß die Unruhen der Wasweta nur durch solche im benachbarten englischen Gebiete Ugaja und Kossouha hervorgerufen wurden, und daß in jenen Gebieten ansässige Araber die Wasweta durch Verkauf von Waffen unterstützt haben. Die Einrichtung des Offizierpostens in der Mori- Dilcht gilt deshalb auch in erster Linie als Beobachtungsposten für die unsichere Lage in den englischen Grenzgebieten. Die deutsche reichgesegnete Landschaft Schari mit tijrcn wohlhabenden Wakuafi-Kolonien und ebenso Ukiza haben seit Jahresfrist unter den räuberischen Einfällen der englischen Wagaja sehr zu leiden, ihnen ist durch die deutsche Station ein besserer Schutz geschaffen worden. Deutschlands Rechtfertigung im Kongreß Erfreulich ist es und recht ungewöhnlich, so schreibt man der „Köln. Ztg." aus Washington vom 4. Februar, daß ein durchaus amerikanisch fühlender Patriot ausdrücklich die Gelegenheit ergreift, im Plenum des Abgeordnetenhauses zum Schutze von Deutschlands Interessen machtvolle Worte zu reden und glücklicher, als die mehr stillschweigenden Sympathien der Bundesregierung es bisher vermocht, das alberne Gerede von Deutschlands Feindschaft gegen die Vereinigten Staaten zu stören. Es ist John I. Lentz aus Ohio, der sich dieses große Verdienst mit seiner glänzenden Rede vom 25. Januar erworben hat, in der er die Verstärkung des stehenden Heeres als eine undemokratische, imperialistische Maßregel bekämpfte. Es ist bekannt, daß gewisse Kreise die Hetze gegen Deutschland, besonders mit Rücksicht auf die vou der herrschenden Partei geforderten außerordentlichen Verstärkungen der Wehrkraft zu Wasfer und zu Lande bis in diese Tage hinein geschürt haben, damit sich ein mehr oder weniger deutlich anzuerkennendes Kampfmittel daraus ableiten ließe für die heftig bekämpften Vorlagen. Im Zusammenhang damit sagte der Abgeordnete von Ohio: Wir werden heutzutage überschüttet mit Krieg und Kriegsgerüchten. Seit dem Sommer bekommen wir viel zu hören und zu lesen von einem Freundschaftsbund mit Großbritannien. Den einen Tag sprechen die Zeitungen unter schreienden Ueberschriften von der Frechheit Deutschlands, den nächsten Tag nehmen sie in irgend einer Ecke des Blattes alles wieder zurück und erklären alles weg. Den einen Tag erzählt man uns, Admiral Diederichs habe dies und das gethan, den andern Tag hat ers wieder nicht gethan. Nun scheint mir, man muß dem deutschen Volk wohl eben so viel gesunden Menschenverstand zubilligen, wie irgend einem Volk der Erde. Warum sollte Deutschland mit uns Streit suchen oder gar Krieg? Warum sollte Deutschland mit seinen 50 Millionen Krieg wollen mit den 75 Millionen der amerikanischen Republik, von denen zwischen 15 und 20 Millionen seine Abkommen, seine Söhne und Enkel, seine Töchter und Enkelinnen sind? Telegramme der Associated Preß, in Hongkong fabriziert und über die Erde verbreitet, hatten uns fortwährend erregt unter dem Eindruck, daß Deutschland den Krieg wünsche. Und wenn man in den letzten Tagen die auf Samoa bezüglichen Ueberschriften las — was war der Eindruck? Man mußte denken, Deutschland suchte Krieg mit uns. Was würde es durch den Krieg gewinnen? Glauben Sie denn, Deutschland würde der paar elenden Inseln wegen den Krieg haben wollen? . . . Die einzige Reibung, die zwischen beiden Ländern vorhanden ist, hat sich auf dem Gebiet der Zollgesetzgebung gebildet. Auf der einen Seite haben wir eine Mauer hoher Schutzzölle errichtet. Die landbesitzenden Adeligen Deutschlands, als Agrarier bekannt, sehen darin eine Bedrohung und Schädigung ihrer Interessen, der vorzubeugen sie uns mit Gesetzen antworten wollen, die amerikanisches Schweinefleisch und Rindfleisch vom deutschen Markt ausschließen sollen. Wenn wir es für recht halten, deutsche Knöpfe und deutschen Zucker abzuwehren, so sollten wir anständig genug sein, zuzugeben, daß jene Nation ein Recht hat, an uns Vergeltung zu üben mit Gesetzen, die unser Getreide und unser Fleisch ausschließen. Deutschland sucht einen Markt für die Erzeugnisse seiner Werkstätten, Amerika sucht ihn für die seiner Landwirtschaft. Wenn wir hohe Schutzzölle beschließen, müssen wir auf ähnliche Maßnahmen von der anderen Seite gefaßt sein. Darüber hinaus gibt es keine Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Ländern. Herr White, unser Botschafter, hat nicht nur in seiner Dresdener Rede vom 4. Juli, sondern auch neuerdings wieder betont, daß man uns in Deutschland durchaus freundlich gesinnt ist. Ja, ich wage zu behaupten, daß niemand hier im Hause irgend etwas aus dem Auswärtigen, Kriegs- oder Marine-Amt beibringen kann außer Beweisen gewissenhaftester Neutralität Deutschlands während unseres Krieges mit Spanien. Ich wünsche, auf den Lehren von Thomas Jfferson zu verharren: Friede, Handel, ehrliche Freundschaft mit allen Völkern, verpflichtende Bündnisse mit keinem. Ich wünsche die Freundschaft Englands, aber ich wünsche die Freundschaft Englands nicht mehr, als die irgend eines andern Landes, mit dem wir Berührungspunkte haben, Englands nicht mehr als Deutschlands, Rußlands oder Frankreichs. Schließlich ist das ganze doch nur eine Frage des eigenen Vorteils. Wenn England während des Krieges uns auch nur irgend einen einzigen Gefallen qethan hätte, würde es sich an Spanien vergangen haben, da es vor aller Welt seine strengste Neutralität verkündigt hatte. Hätte Deutschland im Kriege gegen Spanien uns nur einen einzigen Gefallen gethan, würde es sich ebenso des Bruches der Neutralität schuldig gemacht haben. Deutsches Reich. Berlin, 25. Februar. Beim Kaiserpaar fand heute mittag zu Ehren des Geburtstages des Königs von Württemberg eine Frühstückstafel statt, zu welcher n. a. der Erb- prinz zu Wied, der württembergische Gesandte, Fürst Hohenlohe und Staatssekretär v. Bülow geladen waren. Berlin, 25. Februar. In der Reichstags-Kommission für die Novelle zum Bankgesetz wurde heute auch der Artikel 3 der Vorlage in der Negierungsfassung mit großer Mehrheit angenommen. Berlin, 25. Februar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte heute bei Beratung des Etats des Finanz Ministeriums die Positionen zum Neubau der Kaiser Wilhelm- Bibliothek und des Provinzial-Museums in Posen einschließlich der inneren Einrichtungen in Höhe von 752400 Mk. Alsdann begann die Beratung des Berg-, Hütten- und Salinen-Etats, die jedoch heute noch nicht beendet wurde. Montag Fortsetzung der Debatte. Berlin, 25. Februar. Paul Lindau hat seine Entlassung als Intendant des herzoglichen Hoftheaters in Meiningen erbeten, die ihm auch vom Herzog bewilligt wurde. Berlin, 25. Februar. Sicherem Vernehmen der „Nordd. Allgem. Ztg." nach wird der in der Landtags-Thronrede angekündigte Gesetzentwurf betreffend die Revision d er preußischen Medizinal-Berfassung in der nächsten Zeit dem Landtage zugehen. Berlin, 25. Februar. Der Gesetzentwurf zur B e fteuerung der Warenhäuser ist vom Minister des Innern den Handelskammern mitgeteilt worden. Die Gutachten werden bis zu Anfang März gefordert. — Arbeitskammern. Beim Zusammentritt des Reichstages hatten die Zentrumsabgeordneten Dr. Lieber und Dr. Hitze folgenden Antrag über die Einrichtung von Arbeitskammern eingebracht: „Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, thunlichst bald dem Reichstage einen Gesetzentwurf zum Zwecke der Errichtung von Arbeitskammern vorzulegen, um so den Arbeitern den freien und friedlichen Ausdruck ihrer Wünsche und Beschwerden zu ermöglichen, und den Staatsbehörden Gelegenheit zu geben, sich über die Verhältnisse der Arbeiter fortlaufend zu unterrichten und mit den letzteren Fühlung zu nehmen (Kaiserliche Februarerlasse vom 4. Februar 1890)." — In der Samoafrage hat ein soeben von Apia zurückgekehrter Chicagoer, W. Pickard, in der „Chicago Evening Post" vom 19. Januar den Oberrichter Chambers als moralisch verantwortlich für das Blutvergießen auf Samoa bezeichnet. Chambers habe eine höchst übertriebene Meinung von der Wichtigkeit seines Amtes, und seine Unwissenheit betreffs der Verhältnisse und Gewohnheiten der Einwohner sei unverzeihlich. — Die „Tägl. Rundsch." schreibt: Bekanntlich hat Herr von Vollmar auf dem letzten Parteitage der Sozialdemokratie erklärt: „Es könnte der deutschen Sozialdemokratie garnichts Unglückseligeres passieren, als daß wir jetzt genötigt wären, diepo litische Machtzuübernehmen". — Einen interessanten Grund hierfür giebt Herr Emil Zimmermann an, der in der Monatsschrift „Der Thürmer" unter dem Titel „Schein und Sein im demokratischen „Sozialismus" Betrachtungen und Erfahrungen mitteilt, die er früher, u. a. als Redakteur des „Chemnitzer Beobachters", gemacht hat. Anknüpfend an das im Eingang wiedergegebene Wort von Vollmars schreibt Zimmermann: Es würde eine Vetternwirtschaft geben, wie sie toller gar nicht zu denken wäre und ein unausstehliches Jagen nach Aemtern und Stellen. Schon heute ist es in der Sozialdemokratie leider eine nicht seltene Erscheinung, daß die tüchtigsten und opfermutigsten Leute öffentlich angegriffen, heruittergeriffen und nach allen Regeln der Kunst in den Versammlungen abgeschlachtet werden; weshalb? Lediglich deshalb weil sie irgend einen Posten in der Partei bekleiden, und weil sehr viel andere da sind, die ihn glauben ebenso gut oder noch besser ausfüllen zu können. Gewerbsmäßige Nörgler giebt es in jedem sozialdemokratischen Verein und Bereinchen, die jeweiligen Vereinsleiter wissen schon die Mittel, den Kläffer still zu machen! wir wollen ihn zum stellvertretenden Revisor machen! heißt es. Seine Wahl wird dann wirklich durch- gesetzt, und der Kläffer ist still, er hat ja das ersehnte Amt. Diese Aemterjäger sind die schrecklichsten Diskussionsredner Mit breitem Behagen kauen sie nach, was die anderen schon gesagt haben, oder sie machen Opposition; fast stets aber sprechen sie nicht der Sache wegen, zu der meist nichts mehr zu sagen ist, sondern nur, weil sie ihre Person bei den Parteigenossen wieder in entsprechende Erinnerung bringen wollen, damit sie bei einer Wahl nicht vergesien werden. Zimmermann kommt dann auf das bei den Sozialdemokraten „ungeheuer große" Mißtrauen zu sprechen, das er auf die Zeit des Sozialistengesetzes zurückführt; er schreibt in-dieser Beziehung wörtlich: Das Mißtrauen der Arbeiter gegen Freierdenkende gehe so weit, daß sie nun ihrerseits einen förmlichen Bewachungsdienst einrichten, daß sie Personen, von welchen sie meinen, sie seien nicht ganz sicher, aufs peinlichste beobachten lassen, und Vertrauensleute und Untervertrauensleute, deren es eine große Anzahl giebt, haben die Pflicht, das Treiben der ihnen unterstellten Genossen zu beobachten. Leider ist das nicht der Weg, auf dem man zu einer freieren Auffassung der Verhältnisse erzieht, und zuletzt artet dieses Treiben in eine wahre Vereinsspielerei und Spitzelschnüffelei aus, die jedem Vernünftigen zuwider sein muß. Wie würde das erst im berühmten „Zukunftsstaate werden!" — Ueber den ersten Kriminalfall in Tsintau berichtet die „Deutsch Asiatische Warte" : Im neuen Gerichtssaal in der Lagerstraße gelangte am vorigen Mittwoch die erste Strafsache zur Verhandlung. Als Angeklagter stand vor dem Gericht der japanische Matrose B. Kakuta unter der Beschuldigung, am 20. Dezember vorigen Jahres an Bord des vor Tsintau liegenden japanischen Kohlendampfers „Tyo Warn" einen Chinesen vorsätzlich körperlich mißhandelt zu haben, so daß der Tod erfolgte. Das Gericht sprach den Angeklagten frei mit Rücksicht auf den unaufgeklärten Gegensatz in den Aussagen der chinesischen und der japanischen Zeugen. Die Kosten des Verfahrens fallen der Staatskasse zur Last. Da der Staatsanwalt auf die Einlegung weiterer Rechtsmittel verzichtete, erklärte der Vorsitzende das Urteil für rechtskräftig. Der Angeklagte wurde sofort aus der Haft entlassen. — Die Verhandlung war nicht so sehr der Sache wegen bemerkenswert, als wegen des bunten Sprachengemisches, das sich bei ihr entfaltete. Es wurden insgesamt vier Sprachen geredet: deutsch, chinesisch, japanisch und englisch. Die Verständigung zwischen den chinesischen Zeugen und dem Gericht vermittelte Dolmetscher Mootz. Um eine Verständigung mit dem japanischen Angeklagten zu ermöglichen, war die Frau des Gastwirts Berger, eine Japanerin, zur Verhandlung zugezogen. Da diese aber außer ihrer Muttersprache nur das Englische beherrscht und nicht das Deutsche, so wurde zur Uebertragung aus dem Englischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Englische Bank- vorstcher Homann bestellt. Trotz aller Schwierigkeiten ging die Verhandlung glatt von statten. Kiel, 25. Februar. Die Segel Yacht der Kaiserin, „Iduna", wird in kurzer Zeit ihr Winterlager auf der hiesigen Schiffswerft von Howaldt verlassen, damit die Vorbereitungen für die Indienststellung beginnen können. „Iduna" wurde im vorigen Frühjahre von dem amerikanischen Millionär Palmer in New-Aork durch den Kaiser für seine Gemahlin angekauft, die während des Sommers mit ihren Söhnen ausgedehnte Fahrten längs der schleswig- holsteinischen Ostseeküste unternahm. Nunmehr sollen die inneren Einrichtungen der stattlichen Kaiseryacht verändert werden. Insbesondere ist auf Verbesserung der Wohnräume Bedacht genommen. Ausland. Wien, 25. Februar. Koloman Szell wurde heute vormittag vom Kaiser in Audienz empfangen, in welcher er Bericht über das günstige Ergebnis der Kompromißverhandlungen erstattete und gleichzeitig die neue Ministerliste zur Genehmigung vorlegte. Die Enthebung des Kabinetts Banffy und die Ernennung des Kabinetts Szell soll noch heute erfolgen und am Montag im ungarischen Amtsblatte publiziert werden. Krakau, 25. Februar. Die gerichtliche Obduktion der Leiche des in Nymanow verstorbenen Forstbeamten Lassoz hat eine natürliche Todesursache ergeben. Paris, 25. Februar. Die republikanische Linke des Senats beschloß in einer gestern stattgehabten Versammlung, den nächsten Donnerstag für die Wahl des Senatspräsidenten zu bestimmen vorher aber eine Versammlung der vier republikanischen Gruppen des Senats anzuberaumen und über die Wahl des Präsidenten zu beraten. Ferner wurde beschlossen, einen Tag vor der endgiltigen Wahl eine geheime Abstimmung vorzunehmen, durch welche festgestellt werden soll, auf welche Kandidatur sich die meisten Stimmen vereinigen. Konstantinopel, 25. Februar. Nach hier eingelaufenen Negierungsdepeschen sandte der Emir von Darfur dem Kalifen em Hilfscorps von 5000 Mann, welche bereits in Kordofah eingetroffen ist. Unter den kalifenfreundlichen Stämmen findet eine große Geldsammlung für den Kalifen statt. Hessischer Zandtag. nn. Darmstadt, 26. Februar 1899. Unter dem Vorsitz des Fürsten zu Ysenburg-Büdingen trat am Samstag Vormittag um 10 Uhr die Erste Kam mer zu einer kurzen Tagung zusammen, um einige spruchreife Gegenstände zu erledigen. Vor Eintritt in die Tagesordnung fand zunächst die Einführung des von Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog zum lebenslänglichen Mitglied ernannten Staatsminister Finger statt und erhebt sich das Haus zu Ehren des verstorbenen Mitgliedes der Ersten Kammer, Geh. Kommerzienrat Merk, von den Sitzen. Zum Mitglied des zweiten Ausschuffes wird sodann per Akklamation Staatsminister Finger gewählt. Hierauf giebt Staatsminister Rothe die Erklärung ab, daß er heute zum erstenmal als neuernannter Staatsminister im hohen Hause erscheine, und er gab der Versicherung Ausdruck, daß es sein eifrigstes Bestreben sein werde, das Vertrauen der Kammer zu erwerben. — An Regierungs-Vorlagen werden sodann bewilligt: für einen provisorischen Kanzleidirektor der Zweiten Kammer 3000 Mk. und für zwei Hilfsarbeiter im Ministerium des Innern 12 000 Mk. — Den Beschlüssen der Zweiten Kammer über die Mehrkosten für sachliche und persönliche Ausgaben für Technische Hochschule und Landesuniversität trat die Kammer ohne Debatte bei, und genehmigte 2000 Mk. für einen Assistenten für die Professoren des bürgerlichen Rechts an der Landesuniversität und den Ankauf eines Grundstücks für das Haftlokal zu Höchst i. O. — Nunmehr gelangt der Gesetzentwurf, die Einführung der Notariate in Hessen betr., zur Beratung. Graf Solms-Laubach, der seither ein Gegner des Gesetzentwurfs war, kann sich heute nach den Erklärungen der Regierung in der Zweiten Kammer für Annahme des Gesetzes aussprechen, wenn seine Bedenken auch noch nicht ganz geschwunden seien. Justizminister Dittmar erklärt, daß ein Zwang zur Einführung der Notariate durch das Bürgerliche Gesetzbuch nicht bestehe, trotzdem könne sich aber die Negierung der Einführung derselben doch nicht entziehen. Was die Kosten anlange, so habe die Regierung Vorsorge getroffen, daß die ärmeren Klassen nicht hoch getroffen werden. In vielen Staaten Deutschlands habe man sich mit dem Institut ganz gut abgefunden. Durch Verbindung der Notariate mit der Rechtsanwaltschaft verliere dasselbe seinen amtlichen Charakter und sei daher wohl geeignet, kostspielige Prozesse zu verhindern. — Geheimer Staatsrat Hallwachs wünscht die eidliche Verpflichtung der Notariatsgehilfen im Jntereffe der rechtsuchenden Bevölkerung. Justizminister Dittmar hält dies nicht für angängig, weil hierdurch den Gehilfen eine Beamtenqualität gegeben werde, die denselben nicht zustehe. Der Gesetzentwurf wird hierauf nach den Beschlüssen zweiter Kammer genehmigt. Ebenso der Gesetzentwurf, die Anlegung eines Grundbuchs betreffend. — Ein Gesuch der Kreisstraßenmeister um Regelung ihrer Anstellungs- und Gehalts-Verhältnisse wird der Regierung zur wohlwollenden Erwägung überwiesen. — Damit wird die Sitzung geschlossen. Kukates und Provinzielles. N. Nidda, 26. Februar. Sie haben bereits in Ihrer Zeitung die Nachricht gebracht, daß die Jagd im Harbwald auf 3 360 Mark gekommen ist. Als Sie im vorigen Sommer die Mitteilung brachten, daß diese Jagd auf 3000 Mark kommen würde, hat mancher den Kopf dazu geschüttelt. Nun . kostet sie sogar noch 12 Prozent mehr, als sie im vorigen Jahre geschätzt worden war. Ihre Mitteilung von damals war mithin durchaus zuverlässig und sachgemäß. F. Von der Feldkrücker Höhe, 26. Februar. Unsere Waldungen liegen mit auf den höchsten Bodenerhebungen des ganzen Landes, aber ihre Erzeugnisse gehören trotzdem zu den besten und darum erzielten sie auch dieses Jahr wieder hohe Preise. Bei der kürzlich abgehaltenen Versteigerung von Fichten-Stammholz, Nutzscheiter und Nutzknüppel, ergab es sich, daß rund 75 pCt. mehr erzielt wurden, als der durchschnittliche Tarifpreis beträgt. A Mainz, 26. Februar. Heute vormittag fand hier eine sehr zahlreich besuchte Versammlung der Centrumspartei aus dem Wahlkreise Mainz-Oppenheim statt. Referenten waren die Reichstagsabgeordneten Dr. Schmitt und Landtagsabgeordneter Dr. Frenay. Beide Redner erkannten an, daß die von der Negierung vorgelegten Entwürfe zur Steuerreform manches Gute in sich birgen, so insbesondere die Beseitigung der Grundsteuer, die vielfach als eine sehr drückende Last empfunden worden sei. Weit aufgehoben würden indeß die wenigen Lichtseiten der geplanten Reform von der Absicht der Regierung, einen Steuerausfall von etwa Mk 500000 durch die Wiedereinführung einer nach jeder Richtung hin drückenden und lästigen Weinsteuer zu decken. Besonders eingehend behandelte der Reichstagsabgeordnete Dr Schmitt diesen Teil der Steuervsrlage, indem er darauf hinwies, daß die beabsichtigte Steuer nicht nur eine bedeutende Schädigung eines großen Teiles der rheinhessischen Landwirte und eines blühenden Handelszweiges mit sich bringe, sondern auch dadurch eine sehr große Ungerechtigkeit Hervorrufe, weil sie nur das weinbautreibende Rheinhessen treffe, während Oberhessen und Starkenburg leer dabei ausgingen. A Mainz, 26. Februar. Heute ist hier ein H e s s i s ch e r Handelskammertag zusammengetreten. Anwejend sind Vertreter der Handelskammern von Darmstadt, Mainz, Offenbach, Gießen, Bingen, Friedberg und Worms. Die Verhandlungen sind noch im Gange, weshalb sich erst morgen darüber berichten läßt. — Bezüglich der im Jahre 1900 hier stattfindenden 500jährigen Geburtstagsfeier Gutenbergs sind die Vorarbeiten jetzt soweit vorangeschritten, daß die vor mehreren Monaten bestellten engeren Kommissionen und Ausschüsse schon nächster Tage zur Zusammenstellung des bis auf die kleinsten Details fertiggestellten Programms zusammentreten werden. Daß man außerhalb Mainz der Feier große Beachtung schenkt, geht daraus hervor, daß jetzt schon ganze Berge von Anmeldungen und Anfragen hierher gelangen. — Die zwischen dem Kriegsministerium in Berlin und der städtischen Verwaltung wegen Kasernen- und Geländeaustausch hier schwebenden Verhandlungen sind zwar noch nicht, wie verschiedene Blätter wissen wollen, abgeschlossen, haben aber nach und nach einen diskutablen Charakter angenommen, sodaß in Kürze wohl ein Abschluß zu erwarten ist. Während der Verhandlungen hat sich gezeigt, daß die Stadt Mainz, damit die Schloßkaserne beseitigt wird, große Opfer bringen muß. - Vorsicht beim Waschen ist für die G-sundhetts- < und Schönheitspflege der Haut daS erste ©rforbetnü* Werden scharfe, die Haut und ihren so feinen Organismus angreifende Seifen benutzt, so entstehe» daraus sowohl für die G sundhest, wie Schönheit oft die unangenehmsten Folgen. Deshalb nehme mar» zum täglichen Gebrauch die ei probte und ärztlich so warm empfohlene Patent-Myrrholin-Seife, bei welcher man keine Gefahr läuft, der Haut zu schade»- Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich. Vermischtes. * Ein Preisausschreiben für Ansichtspostkarten, welcher die Tintenfabrik Max Fränkel & Runge, Berlin N„ Große Hamburgerstraße 17, erläßt, dürfte bald die Federn und die Zeichenstifte zahlreicher Schreiber und Schreiberinnen in Bewegung setzen. Das Preisausschreiben bezweckt, künstlerisch wertvollere Originalzeichnungen und geistvolleren Text auf den Ansichtspostkarten zu erzielen, als sie bisher meist üblich sind — beziehen doch leider gar viele Postkartcn- schreiber ihre Scherze und Reime aus gedruckt vorliegenden, ad hoc zusammengestellten Büchlein. Die genannte Firma setzt einen Preis von 300 Mk. auf diejenige Karte aus, die den schönsten und originellsten Inhalt, verbunden mit einer bildlichen Darstellung enthält. Ein zweiter Preis von 200 Mk. wird derjenigen Karte zuerkannt, die den originellsten Text oder die beste Illustration aufweist. Hierzu tritt noch ein dritter Preis, welcher gewiß eine hübsche Sammlung postalischer Kuriositäten zusammcnbringen wird. Auf den Preis von 100 Mk. hat nämlich der Absender derjenigen Postkarte Anspruch, die den weitesten Weg zurückgelegt hat. Als Bedingung ist für den ersten und zweiten Preis nur gestellt, daß die zu prämiierenden Ansichtspostkarten mit Runges Tinten geschrieben sind. * Das neue Observatorium auf dem Montblanc. Nachdem I. Val lot, der Leiter der Wetterstation auf dem Montblanc, eine Zeitlang versucht hatte, durch eine alljährliche gründliche Aufräumung gegen die beständig wachsende Ein- schneiung des alten Observatoriums anzukämpfen, hat er sich jetzt laut „Frkf. Zig." entschlossen, diesen Bau nach einer anderen Stelle zu verlegen. Er hat als Baugrund einen in der Nähe gelegenen Felsen gewählt. Die Konstruktion ist mit Hilfe von Eisendrähten, die sie in den Stand setzen, dem Wind zu widerstehen, in den Felsen eingelassen. Sie hat, wie die alte, doppelte Wandung und ist vollständig mit Kupferplatten bedeckt. Das neue Observatorium mißt 10 Meter Länge, 6 Meter Breite und 5 Meter Höhe. Rings herum läuft eine Galerie von 1 Meter Breite; auf jeder Seite befindet sich ein Erdaufwurf, um die Beobachtungen in freier Lust zu ermöglichen. Die Instandsetzung des neuen Observatoriums erfordert die Beförderung einer verhältnismäßig geringen Menge von Baumaterial: 115 Lasten, enthaltend 1310 Kilogramm Holz und 1219 Kilogramm Kupferplatten, die von 46 Trägern hinaufzutragen sind. Kitteratur, Wissenschaft und Kunst. — Ueber die astronomischen Kenntnisie der Neger giebt die Wochenschltft »Die Umschau* (Fiankiurt a. M.) nach Berichten deS Engländer Freemann einige tateuffeDte Mllleitungen. Die Forscher der Goldküste kennen die F xsterne und die mit bloßem Auge sichtbaren Planeten und gruppieren die ersteren zu Sternbildern, die unseren Zusammenfassungen ähnlich sind. Bemerkenswert ist die Auffassung der Reuenzett. Zwei Monate vor Eintritt derselben wird an schwarzen Ketten eine große Elzptanne, in der sich zwölf menschengletche Wesen befinden, pom Himmel in die See gelassen. Ist die Pfanne endlich gefüllt, so wird sie $«0010^0001 und dann re0net e8. In derselben Nummer der „Umschau" spiicht Dr. B. D.ssau über die Natur der Kathoden- und Röntgenstrahlen — Professor Werner beschließt seine kritische Rcvue her Lyrik und Eplk im vergangenen Jahre. Daran schließen sich die Berichte über die Fortschritte in der Geographie von Dr. F. Lampe, in Medizin von Dr. Mehler, Physik von Dr. B. Dessau. Universttüts Nachrichten. — Berlin. DaS 25jährige Profefforjubtläum feiert heute Dr. Salkowskt, Vorsteher des chemischen Ladoratoriums im pathologischen Institut von Rudolf Virchow. - Göttingen. Der außerordentliche Profeffor Dr. Arthur Schoenflies ist zum ordentlichen Profeffor in der philosophische» Fakultät der Universität zu Königsberg i. Pr. ernennt worden. r. - Heidelberg. An der hiesigen Universität habilitierte n« Dr. Hugo Glück in der naturwissenschaftlich mathematische» Fakultät für daS Fach der Botanik. . ,77 2ena. An der hiesigen Universität wird eine neue außer« ordentliche Professur für Mathematik errichtet, um Ersatz für Prof, ©djaeffer ju schaffen, der wegen vorgerückten Alters einen Teil seiner Lehrthätigkeit aufgiebt. Für die neue Professur ist Privat- bozent Gutzmer in Halle in Aussicht genommen. — SNrnsi s>urg. In dec medizinischen Fakultät unterer Unb oerft öt hat sich Dr. med. Heinrich Ehret als Privaldozent für innere Medizin habilitiert. „ . — Königsberg. Die philosophische Fakultät der hiesire» Universität h»t den Stadtrat und Medizinalasfiffor Herrn Otto ©eltn in Danzig wegen feiner Verdienste um die Untersuchung des Bernsteins und die prähistorischen Bronzefunde zum Dr. honoris causa ernennt. Sd?Mfsnad^id>ietu — Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star State* io L r' ?fn tft Iaut Telegramm am 25. Februar wohlbehalten i» Philadelphia angekommen. Verkehr, Land- und Volkswirtschaft. — Pommersche Hypotheken-Aktten-Bank. Wie aus de« Inseratenteile unserer heurigen Zeitung ersichtlich, werden die a» }•, Ap t l er. fälligen Pfandbrief - Koupons bereits ao« 15. Mär, er. ab kostenlos einaelöst. o, — Pommersche Hypotheken-Aktien-Bemt. In der sm öS. adgehaltenen ordentlichen General Versammlung wurde der Abschluß pro 1898 genehmigt, der Direktion und d.m Kuratorium Decharge erteilt und die sofort zahlbare Dividende auf 7 Prozent festgesetzt. Die Bilanz befindet sich im Inseratenteile unterer heutig» 3fitun0. Die nach dem TurnuS ausscheidenden Mitglieder des Kuratoriums, die Herren Bankier Albert Schappach und Baafi direktor Schmidt wurden wiedergewählt. Für ha drei Zimm Famili Der 6 MalOla f Gieße Tl 1733 ®it b' Herold»'^ mit 0*» betrog unti beSselvi besten. Der i Die W drgege» dies-' Für £ Zimm"«' für ein ® IH’iiii Me Für die K iphchalmlogif AM für tmftowroiy 1. DieLü Hütten! 2. 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Februar 1899. 1671 Mulch, Vollziehungsbeamter. Versteigerung. Wegen Aufgabe meines Geschäfts beabsichtige ich, nächsten Donners- tag, den 2. März d. Js., morgens 10 Uhr ansangend, meine noch in gutem Zustande befindlichen Oekonomiegerätschaften zu Versteigern, als: 3 zweispännige Wagen mit sämtlichem Zubehör, 8 komplette Pflüge, 2 Kartoffelpfluge, 4 Eggen, 2 Walzen, 1 eiserne, 1 hölzerne, 1 Säemasch ne, 1,5 m breit, 1 Häckselmaschine, 1 Fruchtfegmühle, 1 Dezimalwage, 2 Ketttnwagen, 8 vollständige Pferdegeschirre, 4 Kuhgeschirre, 150 Malter Kartoffeln, 200 Zentner Heu und Kleeheu, 100 Zentner Grummet, 1000 Zentner Stroh, 1721 sowie, noch eine 'größere Partie kleinerer O.konomiegerätschaften. Bellersheim, den 24. Febr. 1899. Kned. Wilh. Kahn. Mobiliar-NklstkigerNllß. Die zum Nachlaß bt8 ©erworbenen Arztes Herrn Hermann Seipp zu Lich gehörenden Mobckiarftuck< als Möbel vollständige Betten, Haus- und Küchengeräte, Kleider, Pferde- geschirr, ein wenig gebrauchtes Coupes, ein Schlitten unb viele andere Ge^ brauchsgegenstände sollen Freitag den 3. März, von vormittags 9 Uhr an, im „Holländischen Hof" zu Ltch öffentlich, gegen Barzahlung, meistbietend versteigert werden. Der Vormund. Roth. 1746 Holzversteigerung. Donnerstag den 2. März 1899, von vormittags 9 Uhr au, soll im Anneröder Gemetnde- wald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau- und Werkholz. 156 Fichtenstämme, 15 bis 85 cm Durchm sser, 9 bis 20 m lang, = 49,94 fm, 77 Fichten Derbstangen — 5,74 fm. B. Brennholz. 27 rm Nadel-Scheitholz, 212 „ Nadel Knüppel, 550 Buchen-Wellen, 4980 Nadel Wellen, 79 rm Nadel Stockholz. Bemerkt wird, daß das Werkholz von 11 Uhr ob zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße am Hochbehälter. Annerod, den 24. Februar 1899. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 1726 Hohversteigerung. Donnerstag den 2. März 1899, von vormittags 9 Uhr au, soll im Lang-Gonser Gemeinde wald Wehrholz nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 43 Eichenstämme von 25 bis 35 cm Durchmesser und 5 bis 10 m Länge — 25 fm; 85 Nabelstämme von 15 bis 32 cm Durchmesser und 10 bis 15 m Länge — 24 fm; 360 Nadel-Derbstangen — 22 fm; 25 rm Eichen-Lknüppel; 4600 We llen Buchen- und Nadelreisig; 126 rm Buchen-, Elchen- und N1- del-Stöcke. Die Zusammenkunft ist im Hochel- hcimerweg bei der Schwarzsteinkaute. Bemerkt wird, daß das Stamm- und Stangenholz von nachmittags 1 Uhr an zur Versteigerung kommt. Lang-Göns, den 24. Febr. 1899 Großh. Bürgermeisterei Lang-Göns. Brückel. 1754 Aachener Badeofen D. R.-P. Utbtr 50 000 Oefen im Gebrauch. In 6 Minuten ein warmes Bad I flviwiTinl _ — __ Höubsn’s Gasöfen *nTSte* J 6. Honben Sohn Carl Aachen. * XrXrenB 206 Adolf Arnold, Zita*, Nutzholz- Versteigerung. Donnerstag den 2. März l. I., vormittags 9'/.^ Uhr anfangeno w rden in hiesigen G^meindewaldungev versteigert: 42Elchnstämme mit 38.27 fm 27 Nadecholzstämme „ 14,17 „ 8 Nadelholzstangen I Kl. rt 0,72 „ 16 „ 2. „ „ 0,96 „ 50 „ 3. „ „ 1,50 „ 10 rm Eichenschichtnutzholz; 20 n Nadelschichtnutzholz. Zusammenkunft im Launsckeid oberhalb der Schmitte bei Nr. 475 Rodheim a.d.Bieber, 23.Febr. 1899 Der Bürgermeister Schlierbach 1725 Holz-Verkauf. Die Gemeinde Daubringcn bc» abfichtigt, ihr Bau- unb Nutzholz, beft hend in 110 Kichenstämmen mit 50,69 Jestmeier, 117 Nichtenstämmen mit 50,09 Jestmeter, im Wege schr filichen Angebots zu verkaufen. N fl krnnten wollen ihre Angebote, und zwar getrennt auf Eichen und F'chtcn, bis zum Freitag den 3. März I. Js. be*. unterzeichneter Bürgerm-ister-t einreichen. — Genehm gung bleibt acht Tage vorbehalten. Auf Verlangen wird Forstwart Hilberg dahier das Ho!z vorzeigen. Daubringen, am 21. Febr. 1899. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 1674 MM MW Gssthausykutschku Hof. 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