sschäd- Nr. 24 Erstes Blatt. Samstag den 28. Januar 1899 Meßmer Anzeiger Mneral-Anzeiger Nezugspreis Dierteljäbvlid) 2 Ma»k 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringkrlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Nnzeigen zu der nachmittags für den fvtgevden Tag erscheinenden Nummer bis »orm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-Bermittlungsstellen de» In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme drS Montags. Die Gießener AckmtlienvtLtter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. AimtZ- unb Anzeigebltttt für den Tkreis Giefzen. e Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulgraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwitt, Klätter für hessische Uslksknnde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. chl, «4UB mitiiin e 1899. mu »•"18,1 Verminderung der Effektivstärken und der bezüglichen Budgets reichen ließe. Sowohl Stillstand der Rüstungen als auch Verminderung der Effektivstärke der Land- und Seestreit- rächte lassen sich nur dann erreichen, wenn die Garantie ivrhanden ist, daß zu einem bestimmten Zeitpunkt sämtliche Mächte die entsprechenden Maßregeln ergreifen und wenn die Mächte einzeln der Ueberzeugung sind, stark genug zu !än, um jeden drohenden Angriff zurückweisen zu können. Nir wollen selbstverständlich das Beste hoffen und wünschen, daß die Konferenz auch auf diesem Gebiete praktische Re- fnüate zeitigt. Der russische Abrüstungsvorschlag. In unseren früheren Ausführungen über das sogen. Friedensmanifest des Zaren haben wir stets der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß dasselbe weniger praktische aber desto mehr moralische Erfolge haben werde. Auch wenn die vom Zaren in Anregung gebrachte Konferenz der Großmächte vollständig gelingen sollte, so werden sich darum doch nicht Kriege unbedingt vermeiden lassen. Insofern wird also der praktische Erfolg ausbleiben. Aber — und darin liegt mit der Hauptwert der russischen Kundgebung — jeder Staat, der vor einem Kriege steht, wird sich dreimal mehr als bisher besinnen, ob denn dieser Krieg nicht za vermeiden sei, ob er alle Verluste an Menschenleben und Nationaleigentum auch wirklich rechtfertige. Die Vorschläge Rußlands liegen jetzt vor und sind bereits von uns an anderer Stelle mitgeteilt worden. Die einzelnen Punkte des Programms verdienen eingehendste Würdigung und — wie wir gleich von vornherein betonen wollen — die Zustimmung der beteiligten Regierungen. Derjenige Teil des Programms, über welchen am schwierigsten eine Einigung erzielt werden dürfte, ist im ersten Absatz rathalten, nämlich die Bestimmung einer Frist, von wann ab die gegenwärtigen Effektivstärken der Land- und See- kräfte, sowie die entsprechenden Budgets nicht mehr erhöht werden dürfen. Der Zar ist sich der Hindernisse, die solchem Beginnen im Wege stehen, anscheinend nicht ganz bewußt, denn er schlägt im weiteren eine vorläufige Untersuchung der Wege vor, in welcher sich künftig sogar eine Die übrigen Vorschläge beschränken sich im großen and ganzen auf eine Erweiterung der Bestimmungen der Genfer Konvention, und im Interesse der Menschlichkeit »are es dringend wünschenswert, wenn allen Bestimmungen rückhaltlos stattgegeben würde. Bisher sind ja die Staaten bmmht, die mörderische Wirkung der Geschoffe mit allen Auteln zu erhöhen, ohne daß allzu viel Rücksicht auf die 60) 100) 90 100.!' 100k Sehr wichtig ist auch der letzte Vorschlag, welcher die zrurdsätzliche Annahme der Vermittelung und des fakultativen Schiedsgerichtsverfahrens zum Zwecke der Vermeidung des Sieges fordert. In dieser Beziehung gilt mit vollem hechte der alte Wahrspruch. Ein magerer Vergleich ist bkss er als ein fetter Prozeß, hier also als ein großer Krieg. Wchten künftig alle diejenigen, welche berufen sind, über oder Frieden zu entscheiden, die Richtigkeit dieser ^rmtenz unter allen Umständen beherzigen. (xx) aus den Gießener Anzeiger für die Monate Februar und Mär; werden von allen Postanstalten, den Zeitungsträgern und der Expedition, Schulstraße 7, jederzeit entgegengenommen und die bis zum 1. Februar erscheinenden Nummern den hiesigen Abonnenten gratis geliefert. , •<» gritl , 8|j "'1160 11 gg.0 Humanität gelegt wird. Wir leben in einem Zeitalter «k unk-b'^ iso) nicht nur der Erfindungen, sondern auch der Humanität; löft! ba§ ^llte von allen maßgebenden Kreisen nicht außer Acht fassen werden. kbSt-M - Sehr wichtig ist auch der letzte Vorschlag, welcher die 1U Deutscher Reichstag. 19. Sitzung vom 26. Januar. 1 Uhr. Die Beratung des Etats des Reichsamts des Innern wird fortgesetzt. Zur Debatte steht zunächst ein Antrag Prinz Carolath, den Reichskanzler um Einstellung von 50 000 Mk. in den Etat zu ersuchen als Beihilfe zu den Kosten eines Goethe-Denkmals in Straßburg i. E. Abg. Prinz Earolath (Hosp. d. Nationallib.) befürwortet mit Wärme seinen Antrag. Abg. Riff (Hosp. d. frs. Vg.) tritt ebenfalls für den Antrag ein. Abg. Schädler (Centr.) lehnt denselben ab, weil er glaubt, daß man die Sympathien für Elsaß-Lothringen durch andere und bessere Mittel zum Ausdruck bringen könne, als durch Annahme dieses Antrages. Fraglich sei es auch, ob gerade Straßburg der passende Ort sei, und ob Goethe dort gerade für die Studenten als Vorbild aufzustellen sei. Und ebenso frage man sich, ob Goethe gerade als Muster des Patriotismus hinzustellen sei. Das Reich brauche wahrhaftig nicht einzuspringen für ein von Straßburg für Straßburg gewolltes Denkmal. Straßburg möge doch die Sache selbst zu Ende führen. Zu fürchten seien auch die Konsequenzen des Antrages. Wer bürge dafür, daß nicht morgen einer oder der andere der hochverehrten Herren irgend einen anderen Dichterheros oder einen anderen großen Mann für so bedeutend halte und mit einem gleichen Anträge komme. Er bitte um Ablehnung des Antrages. Der Antrag gelangt hierauf zur Annahme. Beim Titel „Kommission für die Arbeitest ati st ik" befürwortet Abg. Heine (Soz.) eine Eingabe von Bureauangestellten bei Rechtsanwälten rc. über zu lange Arbeitszeit, Beschäftigung von Personen in noch zu jugendlichem Alter. Abg. Bebel (Soz.) bemängelt, daß die Kommission so selten tage, und unterzieht sodann die Bäckereiverordnung einer längeren Besprechung. Staatssekretär Graf Posadowsky führt aus, in Bezug auf das Gastwirtsgewerbe würden die Protokolle der Vernehmungen vor der Kommission in den nächsten Tagen fertiggestellt sein. Die gesetzgeberischen Vorbereitungen zur Abhilfe der Uebelstände, welche von der Kommission festgestellt worden seien, würden dann sofort erfolgen. Beschwerden über unzulängliche Ausführung der bundesrät- lichen Bestimmungen im Bäckereigewerbe sollten an die einzelstaatlichen Behörden gerichtet und in den Landtagen vorgebracht werden. Weitere Verordnungen für Glasfabriken, Thomasschlacke-, Bleizink-Fabriken rc. würden im Reichsamte des Innern erwogen. Abg. Oertel (Bd. d. Landw.) meint, im Bäckereigewerbe genüge die Festsetzung einer Minimalruhezeit. Abg. Bebel (Soz.) hält dem Vorredner vor, der Bund der Landwirte arbeite auf den Ruin des Mittelstandes hin durch Fleischerei-, Bäckerei-, Milchverkaufs-Genossenschaften rc. Abg. Schwarz-München (wildlib.) bemerkt, daß in München die Durchführung der Bäckereiverordnung für eine große Anzahl Betriebe einfach unmöglich sei. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) bezeichnet das Bäckerei- Gewerbe als das gesündeste Gewerbe. Abg. Molkeubuhr (Soz.) tritt für die Bäckereiverordnung ein und wendet sich schließlich gegen die Oertel- schen Auslassungen. Abg. Hitze (Centr.) bemerkt, die Bäckerei-Verordnung sei jedenfalls eine Thatsache, und nachdem sie einmal erlassen sei, müsse sie zweifellos durchgeführt werden, ohne Rücksicht auf die Klagen über Denunziationen. Wolle man einmal in solchen sozialen Dingen etwas thun, so dürfe man auch vor den Konsequenzen nicht zurückschrecken, wenn sie auch einige schmerzten. Der Titel wird bewilligt. Beim Kapitel „Statistisches Amt" erörtert Abg. Dr. Rösicke (wildlib.) die früher laut gewordenen Lobsprüche über die Hebung der deutschen Ausfuhr und meint, daß diese Behauptung übertrieben sei. _ Bei den in den amtlichen Publikationen angegebenen Ziffern habe sich ein Druckfehler von 100 Millionen eingeschlichen; stelle man denselben richtig, so ergebe sich nicht ein Aufschwung, sondern ein Rückgang unserer Ausfuhr. Unter solchen Umständen sei es auffällig, daß in der Thronrede bei Eröffnung des Landtages von einer Hebung des Wohlstandes unter dem Volke die Rede war. Abg. Böckel (Antis.) wünscht einen Nachweis über die Werte, welche bei den Zwangsversteigerungen verloren gehen. Staatssekretär Graf Posadowsky hält die Rösicke'- schen Ausführungen, die dieser an die statistischen Ziffern geknüpft hatte, für unrichtig und die Forderung einer Zahlungsbilanz für undurchführbar. Nach weiterer kurzer Debatte wird die Position bewilligt. Der Titel 2 betr. die Bnreaubeamten des statistischen Amtes wird der Budgetkommission zur Beschlußfassung über dazu vorliegende Petitionen überwiesen; der analoge Beschluß wird bezüglich der Bureaubeamten der Normalaichungs- kommission gefaßt, im übrigen die Etats beider Aemter genehmigt. Nächste Sitzung Sonnabend 1 Uhr. Tages-Ordnung: Fortsetzung der heutigen Beratung, ferner Marine- und Post-Etat. Schluß 61/4 Uhr. Deutsches Reich. Berlin, 26.Januar, lieber das neue Feldartillerie-' Material waren im Februar 1898 die ersten dienstlichen Veröffentlichungen erfolgt. Sie betrafen das Exerzier Reglement und die Schießvorfchrift, insoweit Veränderungen durch das Material bedingt wurden. G genwärtig ist man angesichts des Abschluffes der Bewaffnung des stehenden Heere» eine« Schritt weiter gegangen und hat private Veröffentlichungen einzelner Offiziere zugelassen, indes nur soweit es sich um den Unterricht der Kanoniere und Einjährig-Freiwilligen der Feldartillerie handelt. Damit ist aber durchaus nicht die volle Freigabe der Einrichtung erfolgt, und werden namentlich die Maßtabellen ebenso wie die Schußtafeln noch der Geheimhaltung unterworfen bleiben. Es ist dies wichtig in Hinblick auf diejenigen Großmächte, die mit der Fertigstellung ihres Modells noch nicht zum Abschluß gelangt find; wenn dies auch bei Frankreich als sicher angenommen wird, so steht es doch z. B. bet Rußland noch in weitem Felde, auch dürfte hier, bei der gegenwärtigen Schwerfälligkeit des französischen Geldmarktes, die Beschaffung der Geldmittel noch eine Rolle spielen. Umsomehr ist es für uns anaezeigt, die Ergebnisse unserer langwierigen und kostspieligen Versuche nicht so ohne weiteres preiszugeben. Berlin, 26. Januar. Die Londoner „Morning Post" meldet aus New York: Dem Staatsdepartement wurde die Versicherung abgegeben, daß Deutschland nicht beabsichtige, seine Streiikräfte vor Samoa zu vermehren. Der Korrespondent der „Morning Post" fügt hinzu, er glaube, die amerikanische Regierung habe Deutschland gegenüber eine ent- sprechendeVersicherung abgegeben. Der MunizipalitätS-Präfident von Apia, vr. Raffel, hat seinen Abschied verlangt und erhalten. Das hat aber mit den letzten Vorfällen nichts zu thun, da der Entschluß schon älteren Datum» ist, und sein Nachfolger, der Richter Dr. Solf aus Ostafrika, sich damals schon auf der Reite nach Samoa befand. Solf war bis zum März 1898 in der Kolonialabteilung des auswärtigen Amtes beschäftigt. Berlin, 26. Januar. In Sachen der Pariser Weltausstellung schreibt der „Reichsanzeiger": Ein Erkenntnis des Appellationsgerichtshofes zu Paris vom 20. Mat v. I., welch s einem in der Schweiz ansässigen Gewerbetreibenden dm Schutz für seine in Frankreich eingetragenen Muster versagt, hat unter deutschen Interessenten, namentlich aber in den Kreisen derer, welche sich für die Beschickung der bevorstehenden Weltausstellung in Parts entschieden haben, Besorgnisse hervorgerufen. Auf eine aus diesem Anlaß in Part- gestellte Anfrage hat die französische Regierung erklären lassen, daß sie demnächst beim Parlament einen Gesetzentwurf einbringen werde, der im Hinblick auf die Weltausstellung den bestehenden gesetzlichen Schutz des gewerblichen Eigentum- weiter aurgestalten und insbesondere den im Auslande ansässigen Gewerbetreibenden jede Sicherheit gewähren solle. Hiernach dürfte für die deutschen Aussteller ein Grund zur Beunruhigung nicht mehr vorliegen. Berlin, 26. Januar. Ein militärischer Fachmann, der in der „Edinburgh Review" die Armeezustände der Vereinigten Staaten einer näheren Betrachtung würdigt, faßt sein Urteil über die Wertlosigkeit des Milizsystems in folgende scharfe Bemerkungen zusammen: Den lehrreichsten Charakterzug des (Cuba-) Feldzuges bildet der Nachweis dec ungeheueren Ueberlegenheit regulärer Truppen über ungedrillte Freiwillige. Die amerikanischen Freiwilligen-Regimenter leisteten, was sich von rohem, unausgebildetem, schlecht geführtem und mit einem minderwertigen Gewehr bewaffneten Leutematerial erwarten ließ. Aber selbst bei günstigster Beschaffenheit des Roh- <- ES ist wohl das letztemal, daß ich die Ehre haben werde, mit JQnen, hochverehrte Festgenossen, den Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers in diesen schönen Räumen zu begehen. ar„n, ^" unterdrückter Freude, gleichsam einem nassen, einem heiteren deutsche Volc diesseitS und jenseits der Meere, im Rückblick auf das oerfloffene Ledensjahr Er. M-jestät, den Aller- hÄnSUrt6ta^ J?a8 ^uge ist auf die allen Deutschen heilige Stätte im Sachsenwalde gerichtet, wo Fürst Otto von Bis- 2Ä «err drei Paladine weiland Sr. Majestät Kaiser ?b"delms I.,ur ewigen Ruhe eingegangen. Das deutsche Volk, an der Kaiser, hat in ehrenden Kundgebungen i aller Art seinem gerechten Gefühl des Schmerzes und der Trauer 1 um den treuen deutschen Diener Kaiser Wilhelm« I. Ausdruck ae= geben — selbst die meisten politischen Gegner deS eisernen Kanzlers beugten sich vor der Allmacht deS Todes und erkannten rückhaltlos die unsterblichen Verdienste dieses hervorragenden GetsteS an. rutschenHochschulen traten zusammen, und ihrem einmütigen Beschluß ist es zu danken, wenn die auS den in kurzer Zeit zu errichtenden Bisinarckfäulen berauslodernden Feuer aller Welt verkünden werden, wie Alldeutschland seinen größten Sohn ehrt, wie es seinen Geburtstag zu feiern gedenkt. Aber all diese Zeichen der Verehrung für den Entschlafenen ^.vergänglich, nur das eine bleibt unvergänglich - die Geschichte, bie Geschichte des deutschen Volkes und mit ihr der in dieselbe mit ehernem Griffel verzeichnete Name .Fürst Bismarck", der Schöpfer und Begründer deS deutschen Reiches, der Einiger aller deutschen Stämme. 81 ud) auf ihn, den Gewaltigen im Kampf, paffen so recht die Worte Tveodor Körners, welche ich mir bereits einmal erlaubte an anderer Stelle anzuführen: Die Stimme des Jahrhunderts wird verhallen Und das Geschlecht versinken, was Dich kennt. Die Enkel werden zu der Stätte wallen Wo dankbar Dich dann jede Lippe nennt. Wer so wie Du für deutsche Art gestritten, Der baut sich selbst ein ewig Monument Im treuen Herzen seiner Landesbrüder. Und dies Gebäude reißt kein Sturmwind nieder. So ruhe nun aus, Du der Deutschen Deutschester, von Deinem an Kampf und Siegen Überaus reichen, mühevollen, durch Gott sichtlich gesegneten L-ben. Ob Deine entseelte Hülle noch im einsamen Sterbezimmer im Sachsenwalde ruht, ob dieselbe demnächst im Mausoleum daselbst zur letzten Ruhe beigesetzt wird, Dein Name m !JrOrl ln aIIm deutschen Herzen als heiligstes Vermächtnis, von Geschlecht zu Geschlecht forterbend — es kann die Spur von Deinen Erdetagen nicht in Aeonen untergehn. Und nun, meine Herren, welch' farbenreiches herrliches Bild stellt dem anderen — dem heileren Auge sich dar. Da sehen wir, um- f geben von einem glänzenden Gefolge, von Prälaten, Kirchcnfürsten, rl^^orragenden Geistlichen und Theologen, inmitten der mubarnedani- I [eben Bevölkerung, Se Majestät den Kaiser an der Seite Nllerhöchst- dessen erlauchter Gemahlin Einzug halten in die heilige Stätte, wo I unter Heiland gelebt, gewirkt und gelitten. Wir sehen Se. Majestät in Demut bie Kniee beugen am Altar in der Erlöserkirche zu Jeru« | jalem, und vor Gott dem Allmächtigen und vor Aller Welt laut I siinen protestantischen Glauben bekennen. 1 n, ?urd) Gottes Gnade sichtlich bewahrt und behütet sind Se. Ma- I ÄaifeT und Ihre Majestät die Kaiserin wohlbehalten von I d"'rr Wallfahrt zum heiligen Grabe in unser deutsches Vaterland | zurückgekehrt, wie manch' bange Stunde hatte bis dahin unsere I Herzen bewegt. Welch' große politische Erfolge die Reise Sr. Majestät nach I Li?rJ?en ?ird, ist zur Zeit noch nicht zu Übersehen, aber das eine I nebt schon heut fest — der deutsche Name ist in all den Gegenden, I in denen Se. Majestät geweilt, noch nie so hoch und angegeben ge- 1 meten mie jetzt und mit Stolz fühlen sich die deutschen Brüder als 1 Rutsche, da sie deS mächtigen Schutzes Sr. Majestät gewiß find. I | Welch' neue Absatzgebiete dem deutschen Handel, der Industrie I infolge der Fahrt Sr. Majestät noch gefchrffen werden, sie zeugen I £Ui °?n ber nle rastenden Sorge Sr. Muj^stät für die friedliche I Entwickelung unseres schönen, treuen, durch Ströme Öiutefl geeinigten deutschen Vaterlandes. vollster Gesundheit begeht Se. Majestät der Kaiser Aller- hüchstseinen Geburtstag, bie trüben Schalten beim Beginn dieses I Wahres find durch Gottes Gnade geschwunden und in gewohnter i'che und Kratt, in angestammter, seit Jahrhunderten v rerb'.er ^ohenzollern-Pflichttreue waltet der hohe Herr seines schweren, verantwortlichen AmteS. , _ So schütze Gott der Allmächtige auch im neuen L.'benSjahre Se Majestät den Kaiser und erhalle ihn in vollster Gesundheit und nicht versagender Kraft. Nicht Ross', nicht Reisige, sichern die steile Höh', wo Fürsten steh n. Die Liebe, Treue, Hingebung deS deutschen Volkes zu seinem Kaiser, das sind die Grundpfeiler und Stützen deS ThroneS, so gestutzt steht er wie ein rocher de bronce in den Brandungen deS Mee' es. Diese Treue, L ebe, Hingebung gegen das erlauchte Oder- Haupt deS deutschen Reiches zu pflegen und jeder von uns in seinem Wirkungskreise zu fördern, daS sei heut unser Gelöbnis — die Parole: Mit Gott für Kaiser und Reich. Sr. Majestät der Kaiser Hurrah! Hurrah! Hurrah! Ein Festmahl im Kasino vereinigte die Offiziere des Regiments; für die Unteroffiziere und Mannschaften desselben waren Festtafeln in den Kasernen hergerichtet. Der Abend wird die Angehörigen des Regiments zu den üblichen Festlichkeiten in den größeren Lokalen der Stadt und deren nächsten Umgebung vereinigen. — Die öffentlichen, sowie viele Privatgebäude waren beflaggt. I "* Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- I Herzog haben Allergnädigst geruht, am 22. Januar 1899 I «E" Reallehrer a. D. Fritz Noack zum Lehrer an der Realschule zu Gernsheim, den provisorischen Reallehrer n Hermann Büttner zum Lehrer an der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß-Umstadt zu erneunen. •* Kirchliche Dienstnachrichten. Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogtums Hessen Nr. 16, ausgegeben am 31. 3)e* äember 1898, enthält: 1. Bekanntmachung vom 22. Dezember 1898: Mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, und vorbehältlich der Zustimmung der Landessynode, bilden fortan die Evangelischen zu Klein- Steinheim, welche seither nach Groß-Steinheim ein- gepfarrt waren, eine selbständige Kirchengemeinde, die im Ftltalverhältnis zu Groß-Steinheim steht. 2. Bekanntmachung vom 22 Dezember 1898, die kirchliche Statistik für das •va9r 1897 betreffend. — Ernannt wurden: Pfarrverwalter Breunlin zu Wolf zum Psarrassistenten zu Lampertheim, Dekanat Zwingenberg; Pfarrverwalter Göbel Ober-Mockstadt zum Pfarrverwalter in Wolf, Dekanat Budmgeu; Pfarrer Naumann zu Heidelbach zum Pfarrverwalter in Gelnhaar, Dekanat Büdingen (unter Beibehaltung seiner Rechte als definitiv angestellter Pfarrer); Pfarrverwalter Schuldt zu Gelnhaar zum Pfarrverwalter in Heidelbach, Dekanat Alsfeld; Pfarramtskandidat Körbel zu Ege sbach zum Pfarrassistenten in Offenbach a. M., Dekanat Offenbach; Pfarramtskandidat Hotz zu Laubach zum Pfarrverwalter in Heppenheim a. d. W., Dekanat Worms. material-, bester Ausbildung und höchstem Kostenaufwand ist es eine physische Unmöglichkeit, vor Ablauf einer gewissen Zeitdauer brauchbare Soldaten zu erziehen. Und, da moderne Kriege nur von kurzer Dauer sind, spricht leider jede Erwägung zu ungunsten des Ntch'berufsfoldaten. Es kann nicht dem leisesten Zweifel unterliegen, daß, wenn die amerikanischen Truppenteile, welche zur Exp-ditton nach Portoriko komman- diert waren, aus Freiwilligen bestanden hätten, das unver. weibliche Resultat eine Katastrophe gewesen sein würde. «merkenswert ist die Berechnung eine» nordamerikanifchen Major« Beck in der „Jllinois-Staatszeitung". Dort werden bisherigen Budget«Ausgaben die Kosten der auf 100000 Mann Friedensstärke gebrachten nordamerikanischen Armee auf 600 Millionen Mark berechnet. Dies würde mit dem Pensionsfond» von 480 Millionen die nette Totalsumme vou 1800 Millionen Mark jährlichen Kriegsbudgets ergeben. Ausland. Wien, 26. Januar. Nachdem die Tschechen sich jeder Verständigungsaktion mit den Deutschen e n e r g'i s ch w i d e r-' xlr ^ben, dürfte das Abgeordnetenhaus bereits in der nächsten Woche geschlossen werden. Es wird alsdann die Aera des § 14 auf längere Zeit beginnen. Meran, 26. Januar. Der Erbprinz Albrecht von Sachsen-Koburg-Gotha, der erkrankt ist, trifft heute hier ein und begiebt sich in das Sanatorium des Dr. Kaan. Budapest, 26. Januar. Koloman Szell hat, nachdem er heute Vormittag mit Banffy konferierte, die Verhandlungen mit den Vertrauensmännern der Opposition auf - j «Cri°m m C n' Wie verlautet, ist die National- und die Volks-Partei gesonnen, auf alle Bedingungen einzugehen. Nur die Unabhängigkeitspartei beharrt auf ihrem Stand- baß erst Banffy gehen muß, bevor der Regierung sie Indemnität zugestanden werden kann. Rom, 26. Januar. Der „Don Chisciotte" widerspricht der Erklärung des Ministers von der Recke, wonach das I Domben-Attentat gegen Kaiser Wilhelm eine sehr ernfte Sache gewesen sei. Das Blatt behauptet, das Attentat habe niemals existiert. Die Bomben seien von einem I Polizei-Spitzel m das Cass des Mitangeklagten Parrini qe- I schleppt und dortselbst von der Polizei beschlagnahmt worden. I «ußer dem Parrini sei aber auch der Spitzel verhaftet I worden. Die Voruntersuchung habe ergeben, daß Parrini und seine Genossen Anarchisten waren, daß sie aber niemals I »omben angefertigt ober ein Attentat auf den deutschen Kaiser geplant haben. Von all diesen Dingen sei der I italienische Minister des Auswärtigen informiert worden. I $arJ8' 20- Januar. Im heutigen Ministerrat wurde I errlart, daß die morgen im Prozeß Henry-Reinach als Zeugen erscheinenden Offiziere nicht von ihrem Dienst- I gehelmnis entbunden werden, weil es sich um einen Privatprozeß handelt. •* Kunstvereiu. In der Gemälde-Ausstellung aUVm-.?Janb diese Woche wieder ein Wechsel der Gemälde stattgefunden. Gleichzeitig sei noch darauf hingewiesen, daß ein Teil derselben nur kurze 3«it in der Ausstellung verbleiben und dann an deren Stelle ""der neue Bilder zur Ausstellung gelangen. wert. Präsident Mac Kinley glaubt noch immer, daß er mit den Filipinos zu einem Abkommen gelangen kann Es verlautet jedoch aus Manila, daß der Mut der Filipinos durch kräftige Hilfe aus Japan und durch die vorteilhaften Stellungen ihrer Truppen sehr gehoben werde. Males und Provinzielles. Gießen, den 27. Januar 1899. ** Die Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers wurde, wie üblich, gestern abend durch einen vom Musikkorps und sämtlichen Spielleuten des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm ausgeführten Zapfenstreich eingeleitet. Heute früh folgte die Tagreveille. Um i/e10 Uhr I fand in der evangelischen Stadtkirche und in der katholischen Kirche Militäroottesdienst statt, dem um lli/9 Uhr auf dem Hofe der neuen Kaserne die Parade folgte. Vor I Abnahme derselben hielt der Kommandeur des Regiments Herr Oberst v. Madai, folgende Ansprache: I » ic Äaswaben.’ Mit Stolz und innerster Befriedigung blickt das auf bie Erfolge des letzten Jahres zurück. Hat uns I @r- SRaieflat bes Kaisers, unseres AllergÄbigsten I Ktx 8' Hö^deffen Geburtstag wir heute jubelnb mit allen beutidjen I Stämmen beg hen, so viele Ehrungm unb Auszeichnungen zu Teil werben lassen wie solche bas Regiment bis jetzt n7ch nicht erhalten | Unseren Dank für diese Allerhöchsten Gnabeobeweise konnten I keierttcherm Ausdruck geben, a:8 baß wir Sr. Majestät , I ?„Aten, durch treueste Pflichterfüllung, burch vorzügliche Mannes I JJjJf ?nd Pflege aller Solbatentngenden uns ber Allerhöchsten Gnade Ä, n’Ött? 0/4u aaeurben: Pfarr. nrassistenten zu ettoalter Gödel i Wvls, Dekanat bach zum Pfarr- gen (unter Bn stellter Pfarrers i Pfarrverwalter andidatSörb.cl yjtnbafy a. M, ju Staubt W.. wegen erwarten konnte und in Anbetracht der sorgfältigen Einstudierung wohl für unsere Direktion gewünscht hätte. ** Diplom Erteilung. Das Technikum Str e litz, höhere Anstalt für Maschinenbau und Elektrotechnik erteilte dem Ludwig Fischbach, Gießen, das Diplom als Elektroingenieur mit der Note „gut". ** Fahrrad Beförderung. Die am 1. September v. I. in Preußen in Kraft getretene Verordnung über die Beförderung von Fahrrädern auf der Eisenbahn war als ein Versuch gedacht. Es sind denn auch bereits vom 1. Januar d. I. ab einige Aenderungen daran getroffen. So ist die Beförderung unverpackter einsitziger Zweiräder als Expreßgut wieder zugelassen, es ist gestattet, daß der Radfahrer selbst im Schnellzuge fährt, und sein Rad in einem vorausgehenden oder nachfolgenden Personenzuge befördern läßt. Es schweben weiter noch Ermittelungen, ob die Anzahl der Schnellzüge, auf denen Räder befördert werden dürfen, vermehrt, und ein gleichmäßigeres Verfahren beim Ausschluß der Schnellzüge durchgeführt werden kann. Die Versuche der preußischen Staatsbahnen, einige Gepäckwagen so einzurichten, daß die Fahrräder besser und sicherer verladen werden können, sind nach der „Z. d. V. D. E. V." abgeschlossen. Es soll zunächst eine Anzahl von Gepäckwagen für die Verladung von Fahrrädern eingerichtet und probeweise in einzelne Züge eingestellt werden. Ebenso ist der Bau von Personenwagen sowohl in Preußen als in den Reichslanden in Vorbereitung, in die der Radfahrer sein Rad mitnehmen kann. •• Wetterbericht. Der Kern des barometrischen Maximums hat seine Lage beibehalten, doch dabei noch weiter an Intensität gewonnen, sodaß in seinem Bereiche der Luftdruck bereits einen Stand von 780 Mm. übersteigt. Das flache Depressivnsgebiet im Süden ist zwar noch vorhanden, doch ist daselbst das Barometer etwas gestiegen, und haben sich daher die Unterschiede im Alpengebiete ausgeglichen. Die Schneefälle, welche gestern in großem Umfange und in ungiebiger Menge gefallen sind, haben dagegen zumeist aufgehört. — Voraussichtliche Witterung: Bei leichtem Frost noch aufklarend. Im Süden wolkiges Wetter. 4- Dauernheim, 26. Januar. Unser im Anfang der 40er Jahre stehende Mitbürger Hrch. Carl wird von seinen Angehörigen 'seit gestern vermißt. Die eingeleiteten Nachforschungen dürften in Bälde ergeben, ob dem Genannten etwa ein Unfall zugestoßen ist. — Unsere Kreisverwaltungs- behörde bringt die Befolgung der Vorschriften über Lagerung von Mineralölen nachdrücklichst in Erinnerung, da bei Aufbewahrung von Petroleum in letzter Zeit vielfach die nötigen Vorsichtsmaßregeln von den betr. Gewerbetreibenden außer acht gelassen worden seien. ule. Dir Fein jtdt des Kaiserr rnis des Kaiser- rogramm ftaft: L 2. GediÄ - sehr sinnig' : (WüMe m x drei Mr Entlassung x. - Die M torm und dürste >erz sder Jugend in der Ansprache Wiesen, die wir und die W mntert, treu i[ .bösen Buben en d-- *», 6« ? „Men«" iie -- f" unb i Mtfci 6unb«len0„ °^kt iS» Äbln«® & ' •** ühÄ -triÄ’ k » «VU4.VU im i uiiu ^ujiu puuuini jcpi uuuj uic 4ül X tilgend vertreten, nur Herrn Merker war eine Auf- I gleiche Liebe und Sorgfalt fänden. §7 rugefaven, für d,e er durchaus nicht paßte. Die ' ' ' oamnrvllen sind von dem Dichter nur kurz skizziert, die 2 ^oßnen erfuhren durch die Damen Würdig, Schloß " lr eine verständige Wiedergabe. — Das Theater n,(W so gut besucht, wie man es der Feier des Tages de zu „ bd der tnn ui ** Konzertvereiu. Wie schon früher mitgeteilt, wurde in der zu Ende des vorigen Jahres abgehaltenen Generalversammlung des Konzertvereins beschlossen, aus der evangelischen Gemeinde heraus eine nochmalige Eingabe an den Kirchenvorstand um künftige Überlassung der Kirche zu geistlichen Musikaufführungen zu richten. Diese Eingabe ist inzwischen bereits in verschiedenen Kreisen der evangelischen Gemeinde zirkuliert und hat zahlreiche Unterschriften gefunden. Es wäre wünschenswert, wenn alle evangelische Gemeindemitglieder, denen, sei es aus musikalischen, sei es aus kirchlichen Gründen daran liegt, daß auch künftighin bei uns Oratorien aufgeführt werden können, ihre Unterschrift unter jene Eingabe setzten. In der Frees'schen und Ricker'schen Buchhandlung sowie der Challier'schen Musikalienhandlung liegen Exemplare der Eingabe auf, sodaß jedem, der es bis jetzt versäumt hat, die Gelegenheit zum Unterzeichnen geboten ist. •• Theaterverein. Die nächste Vorstellung findet ausnahmsweise nicht an einem Mittwoch, auch nicht am Donnerstag, wie auf dem Theaterzettel angekündigt war, statt. Sie ist nunmehr auf Freitag den i 0. Februar festgesetzt, nachdem Herr Bauer, der den Bartel Turaser in Langmanns berühmtem Drama spielen wird, für diesen Tag fest zugesagt hat. •" Oberhesfischer Geschichtsverein. Seit durch die Arbeiten der Limeskommission von Tag zu Tag neues an Inschriften, Kastellen und dergleichen ans Licht gefördert wird, ändert sich das Bild, welches wir uns von dem römischen Germanien gemacht haben, zusehends. Die Aus- zrabuvgen in dem uns zunächst liegenden Teile des römischen Germaniens, der Wetterau, dürfen im großen und ganzen als abgeschlossen gelten. Es kommen hier neben größeren und kleineren Kastellen, darunter die Saalburg, die jetzt durch die Hochherzigkeit Sr. Majestät des Kaisers eine Wiederherstellung erfährt, noch die größeren römischen Niederlassungen zu Friedberg, Heddernheim usw. in Frage. Hier hat in den ersten Jahren unserer Zeitrechnung reges Kulturleben geblüht, dessen einzelne Zweige und Äußerungen durch die neueren Forschungen in ein helleres Licht getreten sind. Der Oberhessische Geschichtsverein hat diesem Forschungsgebiete von jeher ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet, wir erinnern nur an die auf seine Kosten erfolgte Ausgrabung des Kastells Altenburg bei Arnsburg, deren Fundstücke einen hervorragenden Teil seiner Sammlungen bilden. Um die Mitglieder und Freunde des Vereins über die neuesten Ergebnisse auf diesem Gebiete auf dem laufenden zu erhalten, hat der Verein den Vertreter für alte Geschichte an unserer Landesuniversität, Herrn Privatdozent Dr. Kornemann, zu einem Vortrag über das römische Germanien gewonnen, auf den wir die Leser unseres Blattes unter Verweis auf die Anzeige in der heutigen Nummer gebührend aufmerksam machen. „ „ " Am Mittwoch bem 25 d. Mts abends I Vor 173 Jahren, am 28. Januar 1726, wurde zu Anne, »m. g Uhr an, hielt Herr Kealgymnahallehrer Koob IM I bürg einer unserer beliebtesten und fruchtbarsten Dichter und Saufnuinmsch-n Veremshause vor einer zahlreichen Zuhörer- Schriftsteller Christian Felix Weiße geboren. Er weihte !$“eirr ®ortra8 "der ,,das Wesen jede Mußestunde der Litleratur und versorgte die Leipziger der Planeten, besonders des Mars". Herr Koob erläuterte und andere Bühnen mit einer Menge gern gesehener Lust. u"n‘,cfem «nil vielen Beobachtungen auf und Trauerspiele, in denen er zum Teil Shakesspeare nach, ft ®*ltf Z°ugms ablegcnden Vortrag durch etwa ahmt. Zuletzt widmet- er sich btt Jugendlitteratur, auf Ä* T « ■? d^°leu'n^lühl'cht s-hr zu welchem Gebiet- -r den aurgebreitetsten und dauerndsten Ruhm statten kam, in so klarer Weise, daß alle Zuhörer sehr be- erwarb. Weiße starb am 16. Dezember 1804 zu Leip,in fiiebigt waren, und reicher Applaus denselben belohnte. I " -« ■ ° — P. Stadttheater. Auch unser Theater hat das ©einige Vermischtes. Setyin, um das Wiegenfest des Kaisers, das heute in Stadt * G. Reustadl (Reg.-Bez. Kassel), 27. Januar. Ein junaer llb 9«feKrt tt)irö, festlich zu begehen, indem es am Mann von hier wollte ein Kalb auf den Wagen heben- do^End '.Die Qnitzows" von Ernst von Wildenbruch bei dieser ziemlich großen Anstrengung geriet er ins Fallen Schauspiel gehört in die und stemmte sich dabei so auf feine Hand, daß der Daumen Reche der Hohenzollern - Dramen, die der vaterländische nach hinten gedrückt wurde. Er mußte ärztliche Hilfe in Pit* mit bfnmt "Zonalen Aufschwung unserer großen Anspruch nehmen, doch erklärte der Arzt, daß er den Pro- 7 AeSj!eit mit geschaffen hat. Es schildert die I fessor hinzuziehen müsse, da er eine innere Verletzung davon- L’rnf c?_iph^la"ben^r.? ln dem Augenblick, da der getragen habe. Am anderen Tage, bevor der Professor ein* J-JLn schd^incherg als der erste seines zu traf, war der junge Mann feiner Verletzung, einer Blut- wßen Tha en berufenen Geschlechtes den märkischen Sand- Vergiftung, erlegen 9 aus dem Lande zu • KLnstlerpostkarten. Die bekannte Thee- Firma tiiier'batten erbarmMnnfifn^n^Ot ""b Elend Meßmer hat neuerdings wieder einige prächtig ausgestattete ! . I^^ungslosen^Zeit zu lindern. Die sonst Ansichtspostkarten: Abend am Rhein („Niederwalddenkmal") si als den Holt ,llf,nh1iiY{npn ra^ht«. ....., I «vcnv Ulli Jiijcui (.„ifiieuerroaiuoenunar*) erhalten bleiben' J Berlin vertreten, beugen sich und „Der Rhein bei Schaffhausen" herausgegeben, welche L«ufffljrnnfl« ÄcnbeP schlokaesessene«^Ad?l “"Ä ^auft üon Sammlern sehr gesucht werden dürften. Die Karten «Kalte», l'st siil >, A I i«ffene Adel, in Dietrich von Quitzow sind von einem hervorragenden Künstler entworfen und ^ranftalten wii % J durch Waffengewalt bezwungen werden, werden nicht verkauft, sondern stehen den Käufern von f Xr dB-- dichterischer Freiheit dies Ritter- Meßrner-Thee gratis zur Verfügung. »weck pafie* «nieten Brüder Diet^i^'V^K ma^t beiben verschieden * Nachgrabungen in den Trümmern deutscher Burgen. jLjufi Ju Gehör » Unb ^oniab Hanpthelden seiner Das „Centralblatt der Bauverwaltung" veröffentlicht folgende W ck-nch Kurfürst erst irn Anregung: Umfassende Nachgrabungen in"den Trümmern tdattLeisMi" Ieift Den älteren SFtolh deus. ex machma’ ^u- eines befestigten Schlosses in dem Dorfe Heschies bei ^flfiumi« ylstpielrolle £ 9 r® e,ncr feiten Tnrbise (Belgien), welches im Jahre 1320 von der Familie ^nln.°Lw htien Dur* «ne ft«««!1/® cä0” Hoftheater m Wies- Berlaunent erbaut war und seit 1571 der Familie des Grafen rr ‘ ' ."nche Erscheinung und em ausgiebiges Egmont gehörte, werden demnächst auf Ersuchen des belgischen Mta? Ä w bie k-°stv°«°, »Ub°- Kunstmiuist-r- durch bi- Archäologisch-Gesellschaft inÄns rirrittpra mit Jim dieses vaterlandslosen Steg- I auf Staatskosten angestellt. Die Nachgrabungen sollen den iö' - ü, sich Unb TT. durch Umfang uub b-u Plau b-s, nach b-u -rhaltcu-n Bau,°il-u L/ ... ® Ostkne Leistung wiederholt lebhaften und den aus der Erde hervorragenden Trümmern zu ur- »Jy ' Pi„- Bruder Konrad wurde durch Herrn teilen, bedeutenden Schlosses und seiner Sefeftigungen Har= Äaerecknet a^t daroe°K ^I.^^gung und Deklatyation stellen. Man hofft auf wichtige Aufschlüsse Über die mili- d-brirf, r L-LwSaaFi. ’ H^ Diktzsch löste als tärische Baukunst des Mittelalters und auf archäologische tränt aber in »USlf?«6'^e^enb' blc F-gur ver- Funde. Wie viele Burgen haben wir in Deuschland, die »i? esprron q ^uftreten und Sprache noch mehr Wucht, in gleichem Zustand sich befinden und bei denen Nach- tanben sich mit grabungen und Forschungen am Platze wären! Da wäre 0in?rfirÄMfCn ^tucklikh ab. Herr Walter ist nur mit wohl zu wünschen, daß neben der lebhaften Förderung der «NN? an^n^ m *• lem Jammern nicht natürlich Erforschung und Wiederherstellung bürgerlicher, kirchlicher biki«dim'^b"Py^!P,, Herrenrollen waren im ganzen | und Schloßbauten jetzt auch die Burgbauten in Deutschland en pr re 0» ” 7' ‘ . Zwar sind schon an vielen Orten Private und Vereine mit solchen Arbeiten be- ist die Meinung verbreitet, daß Burgreste künstlerische Ausbeute überhaupt nicht oder nur in geringem Maße böten. Brächte diese falsche Ansicht dadurch beseitigt werden, daß gerade die Fachgenoffen sich durch den Anschein mehr davon überzeugen, daß außer den bekannten Bauten von Gelnhausen, Münzenberg, Wimpfen, Wartburg usw. noch eine große Zahl schöner und bedeutender Burganlagen, wenn auch nur in Trümmern, in deutschen Landen erhalten ist. Wendet erst ein großer Kreis der deutschen Architekten ihnen ähnliche Aufmerksamkeit zu, wie die Belgier jener Burg in Heschies, bann wird gewiß auch bei uns auf Hilfe der Staatsregierungen zu eingehenden Vermessungen, Aufnahmen und Grabungen zu rechnen sein. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 29. Januar. Septuagesimae. Gottesdienst. In der Stadttirche. Vormittags 9*/, Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer vr. Grein. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heil Abendmahl für die Matthüusgemeinde. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. In der JohanneSkirche. Vormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: KmdergotteSdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Montag den 30. Januar, abends 8 Uhr: Bidelstunve im Konfirmandensaal der JohanneSkirche. Colofferbrief Kap. 3, von Vers 12 an. Christliche Liebe untereinander, Festhalten am Worte Christi. Pfarrer Dr. Naumann. Im Konfirmandensaal, Neustadt 61t Donnerstag den 2. Februar, abends 8 Uhr: Bivelstnnde. Pfarrer Dr. Grein. Nächsten Sonntag den 5. Februar findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde im Abendgottes« dienst statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Dienstag den 31. Januar muß die Konfirmandenvereinigung der Markusgemeinde ausfallen. Nächste Zusammenkunft Donnerstag den 9. Februar, abends 6 Uhr, im Schwesternhaus. Dr. Grein. Katholische Gemeinde. Samstag den 28. Januar. Nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag den 29. Januar. Septuagefima. Vormittags von 6Vi Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Communion; „ um 8 Uhr: die zweite heil Meffe; , um 9Vi Uhr: Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 6Ve Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Donnerstag den 2. Februar findet vor der heil. Mesie um 7*/i Uhr die Wachsweihe statt. Freitag den 3. Februar wird um 7 /,, 8 und 11 Uhr vormittags und 5 Uhr nachmittags der St. Blasiussegen erteilt. SchiffsnGchpichte«. Der Postdampfer „Southwark" der „Sieb St« ßin<* in Antwerpen ist laut Telegramm am 25. Januar wohlbehalten in New- Bork angekomme». Neueste Meldungen. Depeschtn des Bureau „Herold". Berlin, 27. Januar. Beim Kaiserpaar fand im königlichen Schlöffe gestern abend Familientafel statt. Berlin, 27. Januar. In den höheren militärischen Kommandostellen der Armee werden heute am Geburtstage des Kaisers eine große Anzahl Veränderungen erfolgen. Meistens dürfte es sich um Beförderungen handeln. Berlin, 27. Januar. König Albert von Sachsen empfing gestern den Staatssekretär v. Bülow in längerer Audienz. d Berlin, 27. Januar. Wie der „Vorwärts" aus Magdeburg meldet, erschienen am letzten Sonntag und Mittwoch in dem Versammlungslokal der Anarchisten eine große Anzahl von Polizeibeamten unter Führung von Kommissaren, warteten das Ende der Versammlungen ab, und notierten alsdann die Personalien aller zu den Versammlungen erschienenen Personen. Wien, 27. Januar. Die Protest-Versammlung der Deutsch-Nationalen gegen die Tschechen nahm einen ungestörten Verlauf, da ein starkes Polizei-Aufgebot das Eindringen von fremden Elementen unmöglich machte. Budapest, 27. Januar. In einer Ortschaft in der Nähe von Sonbor meldeten 1200 Personen ihren Austritt ans der römisch-katholischen Kirche an. Budapest, 27. Januar. Das Sozialistenblatt „Peuple" erläßt wiederum einen Aufruf an das Volk, worin es die ganze Arbeiterschaft auffordert, sich wie ein Mann zu erheben, um ihren Willen durchzusetzen. Männer, Frauen und Kinder werden aufgefordert, zum gemeinsamen Wohle der Sozialdemokraten zu arbeiten, indem die Männer sich zu Arbeiter-Syndikaten gruppieren, die Frauen Mitglieder der Körperschaften und Gesellschaften werden. Paris, 27. Januar. Viel bemerkt wird ein Artikel des Admirals Reveilline über die deutsch-französischen Beziehungen. Der Admiral ist Anhänger des jetzigen status quo betreffend Elsaß-Lothringen mit" dem Vorbehalt, daß die Reichslande neutral bleiben, d. h., daß sie keinen militärischen Zweck zu erfüllen haben. Deutschland würde in Elsaß-Lothringen die Festungen besetzt halten. Die große Mehrheit der vernünftigen Personen wäre bereit, sich mit einer solchen Kombination abzufinden und so das deutsch- ftanzösische Bündniß zu ermöglichen. Vergebung von Gauarbeitcn. I an die Expedition d. Bl. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen i Giessen, den 27. Januar 1899. 922 Frisch eingetroffen: 921 0 0 7/ertobung berühmte Leder Lagerraum zu vermieten. 913 Der Vorstand. Offene Stellen Stellen-OMche EmpfehluHen MW ' Zn verkaufen "Verloren VerWedenes Vereine Vermietungen Ein gut möbliertes Zimmer von einem He Letr.: Wu Herfen Irankfutterstraße 10 ist das NebenhauS mit trockenem, großem Sterbehause, Gr. Mühlgasse 21. Blumenspenden dankend verbeten. Wollen Sie reich werden so nehmen Sie zu Ihrer Wäsche keine andere als Illammer's Ideal-Seife. Sie sparen Geld, Zeit und Muke und erzielen ungeahnten Erfolg. Erhältlich in besseren Geschäften. Fabrikanten Kraemer & Flammer in Heilbronn. g> beteiligen. Offerten unter V. N. 907 an die Expedition d. Bl.________________ Aufang abends präzis 8 Uhr. Der Vorstand. am Donnerstag den 2. Februar, abends 8 Uhr (pünktlich, im oberen Saale des Cafs Ebel. Ml Die Beerdigung des Bahnwärters Herrn Johann Philipp Wiegel findet Samstag, 28. Januar, vormittags 11 Uhr, statt. 923 einladet Der Borstand. verbunden mit der Geburtstagsfeier Sr. Majestät des deutschen Kaisers auf dem Lenz'schen Felsenkeller statt, MimAlltzliigeli . Wietgeluche' M! | Oberhesfischer Geschichtsverein V ersammlung Kleines Vereins lokal! mit Pianino abzugeben. Restauration Pfälzer Hof, Schamenstraße. 9101916 904] Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. Bahnhofstraße 27, III. links. Am Stal .-röffelbach 'Naus- und Kia zchertt wordr Sieben, G für 18 Liter vorzüglicher Suppe. 266 Gnst. Walter, Mäusburg 13. 'ßrühl’scfie Unit).-'Buch- u. SfteindrueAerei ®c/r.: Die V fähiger M M «m die Red K Es ist bto AnM dun W\, dnrn Tediauchs ti ^ujreckterhal die Einziehm vrdnung btä bei $nen ein. btfinbtnben M Wer btjeid/neten bet Großh. M'studtu. Unter । bri Gießener Ruder-EeseUschast General-Versammlung Dienstag, den 31. Januar 1899, abends 9ZUHr, im Kaiserhof. Sleboctien: ®. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'scheu UniverfitSN.Buch« und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Air heutige Murnrer umfaßt 10 Seite» Folgende Arbeiten für den Neubau des physikalisch-chemischen JnsNluls zu Gießen sollen unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 offenn A. Terrainanlagen, ca. 2200 ebm I Dienstknecht, Erdbewegung, ca. 6u0 qm Chaussierung, l der mit Pferden umzugehen versteht, für ca. 350 qm Pflaster, ca. 1200 qm Kies- l gemischtes Geschäft und Landwirtschaft auf Mobiliar-Nerstkigerung ni Kad-Ulluheim. Dienstag, den 31. Januar und Mittwoch, den 1. Februar b. I., jedesmal um 10 Uhr vormittags anfangend lasse ich in meiner Villa Mathilde, Frankfurterstrabe 35, wegen Aufgabe der Fremdest«' penfion, das Mobiliar von 14 Zimmern öffentlich gegen Barzahlung ver« leigern. Nähere Auskunft erteilt 029fr Der Besitzer: WUh. Hapke. Mn Pnkkl NruckslllstkN verloren gegangen. Abzugeben bei Buchhändler Krebs, Schulstratze 10. Gsldtnn Ring mit eingelegter Platte wurde verloren. Vor Ankauf wird gewarnt. Gegen Belohnung abzugeben 0299 Wallthorstratze 29. Mönt junge Mulchen zu verkaufen. s0303] Marktplatz 18. ö'Wtl 14 " Tagru üi nnd^Är"cEenE I Routmikltkr Kaufmanu boten ist die weit- sucht sich mit vorläufig 20 ooo Mark an _ | nachweislich rentablem Geschäft thätig zu RanlhKlub Kornsßa. § 0 Die durstigen Brüder Q 0297 zur Lahnlust. q :i Sh fcS* Die Beerdigung findet statt: Sonntag, den 29. d. Mts., nachmittags 3’/j Uhr, vom li«ri mt iusnob-ne 8»ontog5’ Vm” ”«i Wt;« A Sängerkranz. Sonntag, den 29. Januar er.: Abend-Unterhaltung in Sirius S'üülbiiR. Nächsten Sonntag den 29. Januar, von nachmittags 4 Uhr ab, findet unser _ Dit Sießcnc' ;,riro »•»ä”: W{d)tntt«h Uigelegt. K c? w ab M Tüchtigen, soliden Vertreter sucht eine der ältesten u. leistungsfähigsten Nordhäuser Korn - Brennereien bei koulanten Bedingungen. Angebote unter L. M. 391 befördern G. L. 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