den man damals beging, als man um des Fürsten Alexander von Bulgarien willen Deutschland in einen Krieg mit Rußland stürzen wollte. Dieser Vergleich — wir sind sonst nicht gern unhöflich — ist albern und perfide zugleich. Damals, als die Battenbergerei in Deutschland in Blüte stand, haben die Träger dieser Bewegung offen und nachdrücklich das bewaffnete Eingreifen^Deutschlands in die Händel der Balkanhalbinsel gefordert. Wo wird ein ähnliches Verlangen heute gestellt? Damals waren die Rufer im Streit die Freisinnigen, Demokraten und Klerikalen, und mit aller Schärfe der Ironie und der sachlichen Argumente und unter dem lauten Beifall der nationalen Parteien wies der große Kanzler dieses Treiben zurück. Heute stehen die nationale« Elemente in Deutschland in den Sympathien für die haribedrängten Buren voran, und selbst die Demokratie und das Zentrum teilt gleichgeartete Empfindungen. Nur die Offiziösen find anderer Meinung. Und fordert man denn in Wahrheit, daß der Weg nach Wölkenkuckucksheim angetreten, daß aktiv in die afrikanischen Wirren eingegriffen werde? Sicherlich nicht. Aber — und dies lesen wir mit Genugthuung sogar in einem freisinnigen Organ, in dem einstigen Organ desselben Bamberger, der uns um Samoa geschwatzt hat — aber es stünde uns schlecht an und würde dazu führen, daß man unsere politische Bedeutung in England sehr niedrig einzuschätzen begönne, wenn wir uns aus einer abwartenden Stellung herauslocken ließen, um für einige Douceurs zu Gunsten Englands gegen die Buren zu demonstrieren. „Vielleicht gelangen wir zu einem Arrangement in Samoa, vielleicht schenkt man uns die Walfischbai, vielleicht gestattet man uns, Liberia in die Tasche zu stecken, vielleicht bekommen wir einen Fetzen Land. Aber was bedeuten schließlich diese afrikanischen Geschenke, wenn wir auf solche Weise Einbuße an unserer moralische» Reputation erleiden, und wenn der Glaube in der Welt sich verbreitet, daß für einige Trinkgelder das mächtige Deutsche Reich sich als Freundschaftsstatist verwerten läßt, um die Stärke der internationalen Stellung Englands vor den zuschauenden Staaten zu erhärten!" Der dringende Argwohn, daß solche Trinkgelderpolitik nicht nur beabsichtigt, sondern in dem berühmten mysteriösen deutsch-englischen Vertrage schon festgelegt ist, ist die Ursache dafür, daß eine tiefe Verstimmung sich weiter Kreise be-- mächtigt hat. Es kommt wirklich nicht bloß darauf an, ob das uns zugedachte Linsengericht mit einigen Speckstückcheu garniert ist oder nicht. Es wird berichtet und klingt auch durchaus wahrscheinlich, daß Rußland und Frankreich die Errichtung eines großen englischen Reiches in Südafrika nicht dulden werden; eine Bedrohung der englischen Position in Indien oder am Roten Meere würde in der Thal Wunder wirken. Es heißt, daß England eine Flotte zusammenziehe, um nach der Levante zu gehe» und gegen eine etwa beabsichtigte Vereinigung des französischen und russischen Geschwaders zu demonstrieren. Wer kann es wissen, welche weittragenden, gar nicht zu berechnenden Ereignisse noch aus dem Schoße der Zukunft emporkeimen werden? Scheint es doch, als wenn der Spaziergang nach Prätoria, von dem die Engländer träumten, auf Hindernisse stoße» solle, wie sie einst die Franzosen auf ihrer Promenade nach Berlin fanden. Denn noch immer ist das Ergebnis der englischen „Siege" durchaus negativ. Und soll Deutschland wirklich all den kommenden Möglichkeiten und Entscheidungen mit vorzeitig gebundenen Händen gegenüberstehen? Soll es sich um der englischen Freund« schäft willen mit zahllosen Sympathien zugleich die freie Aktionsfähigkeit verscherzen? Es mag ja sein, daß das edle Herz der Queen „blutet" bei all dem Leid, das die Politik ihrer Berater über ihr Volk gebracht hat, aber diesem edlen Bekenntnis einer schönen Seele steht doch die unleugbare Thatsache zur Seite, daß überall in der Welt, so weit rHof. Petzbräu), Apfelmost. filh. Fischer. h6e” 7 Mm« ni4t '? deil Scrnkn 2 »isra JÄ «Wummert ijt, (n 6,„ bem m Wn, »ernt et bie em Wz»°« (einer * d» Eeftch < J* mb fie i° her bt. / ««M mit Spannung ,lcrtfn Gast entgegensetze. M. in LeMrch und Blenn- )tr Stück 35 und 40 Psg. t, Chliuder etc., sowie D. R. P. idig ausgeschlossen.-------- » Faber. ^Mö-Wlchlatz und heüm pverdeck Mk« 15.—» nit Randpolfterung und W estell Hk. 16 englisHe Men bet »MM le« < LtH» Fr,edb.AJ8fe>d* pent1' Sct>otte°’ end-" c' rtb,lb»b”' d*BleaLeleS8 Nr. 253 Erstes Blatt» Freitag den 27. October L8VI Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 2a Pfg < nronatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn. Alle Anzeigen-Bermittlungsstcllen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Annahme von Anzeigen zu dec nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Erscheint täglich mit Ausnahme deS MonlagS. Die Gießener Aamilienötätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelrgt. Amts- unb JlnjemcMatt für den Ttveis Giefzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Uolkskunde. Amtlich e^Geil. Bekanntmachung, betreffend Gelände-Enteignung zur Erweiterung der Haltestelle Langsdorf. Die Königliche Eisenbahndirektwn Frankfurt a. M. hat »amens des Großherzogtums — Landeseigentum — auf Grund des Preuß.-Heff. Staatsvertrags vom 23. Juni 1896, in Gemäßheit der Art. 22 ff. des Enteignungsgesetzes vom 26. Juli 1884 in Gemeinschaft mit dem Gemeindevorstand von Langsdorf Antrag auf Einleitung des Enteignungsver- sahrens bezüglich des folgenden in der Gemarkung Langsdorf belegenen, zur Erweiterung der dortigen Haltestelle erforderlichen Geländes gestellt: 1. Flur I, Nr. 87 !-/,<, qm. 6»/l0 Nr. 872 „ 13«/«, 2. Flur I, Nr. 874«/10 „ 44 Nr. 8775/i0 „ 114 3. Flur I, Nr. 875$/10 „ 123 4. aus Flur VII, Nr. 594 qm. 306 — 111 qm. 5. „ „ VII, Nr. 600 „ 181 = 67 „ 6. „ „ VII, Nr. 603 „ 417 = 227 „ 7. Flur VII, Nr. 607 qm. 49 8. aus Flur VIII Z7r. 10 qm. 300 — 20 qm. Nr. 37 „ 246 --- 83 „ Nr. 46 „ 177 = 33 „ Nr. 121 „ 121 = 87 „ 9. aus Flur VIII Nr. 978/j0 qm. 215 — 56 qm. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Situationsplan bezw. der Plan des Unternehmens nebst Meßbriefen und Grundbuchsauszügen über das zu enteignende Gelände, sowie die Eingaben der Königs. Preuß. Eisenbahndirektion, des Gemeindevorstandes von Langsdorf und das Verzeichnis der Grundeigentümer und des von denselben beanspruchten Geländes in der Zeit vom 1. November bis 15. November d. I eivschliestlich «uf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Langsdorf zu jedermanns Einsicht offen liegen. Zugleich wird zur Verhandlung über den Plan und die zu leistende Entschädigungen Tagsahrt vor der Lokal- kommission auf: Freitag de» 24 November 1899, Vormittags 9 Uhr auf das Gemeindehaus zu Langsdorf anberaumt. Die Eigentümer, Pächter, Mieter und sonstige an den abzutretenden Grundstücken persönlich Berechtigte sowie alle Hörigen an der beantragten Enteignung Beteiligten werden Aufgefordert: 1. Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschluffes und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung oder Beschränkung, 2. Erklärung auf die angebotene, aus dem der Eingabe des Betriebsamts beiliegenden Verzeichniffe ersichtliche Entschädigungssumme bei Meidung von Unterstellung der Annahme des Angebotes, 3. Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Mei- düng des Ausschlusses mit solchen, 4. Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, 5. Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen, welche für die benachbarten Grundstücke oder in öffentlichem Interesse zur Sicherung gegen Gefahren und Nachteile notwendig sind, 6. etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an die zu enteignenden Grundstücke dem oben erwähnten Termin vorzubringeu. Wenn dritte Personen als dinglich Berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung be- Seiligt sind, so muß sie der Eigentümer sofort nach Zustellung der Bekanntmachung uns bezeichnen, andernfalls »leibt er für diese Ansprüche verantwortlich. Die Eigentümer der abzutretenden Grundstücke müffen «on der Zustellung dieser Bekanntmachung an zu neuen Anlagen oder zu einer von der bisherigen, bezw. der gewöhnlichen abweichenden Art, der Bewirtschaftung die Genehmigung der König!. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. «inholen, widrigenfalls eine Entschädigung demnächst nur insoweit verlangt werden kann, als durch die Veränderung sruch für den öffentlichen Zweck, für welchen die Enteignung geschieht, der Wert »es Geländes erhöht worden ist. Räumt der Eigentümer einem andern von dem Zeit- A»nkte der Zustellung an ein dingliches Recht von dem zu enteignenden Grundstücke oder ein persönliches Recht auf deffen Benutzung ohne Genehmigung des Unternehmers ein, so steht jenem andern ein Anspruch auf eine besondere Entschädigung nicht zu. Die Eigentümer der zu enteignenden Grundstücke werden endlich aufgefordert, bis zum 4. November 1899 ein bei der Sache nicht beteiligtes Mitglied des Ortsvorstandes einer benachbarten Gemeinde uns zu bezeichnen, welches nach Art. 30 Ziffer 4 des Gesetzes vom 26. Juli 1884 der Kommission anzugehören hat. Dieses Mitglied haben die Eigentümer gemeinschaftlich durch Wahl oder das Los zu bestimmen. Kommen die Eigentümer dieser Aufforderung nicht nach, so wird das Kommissionsmitglied von dem Vorsitzenden der Kommission ernannt werden. Gießen, den 24. Oktober 1899. Großh. Kreisamt Gießen. ___________________v. Bechtold.__________________ Bekanntmachung. Wegen Ausbruchs des Gewölbes der Unterführung der Kreisstraste Giehen—Kleiu-Ltuden bei Klein-Linden wird die letztere an genannter Stelle am Donnerstag dem 2. nvd Freitag dem 3. November l. I für jeglichen Verkehr gesperrt. Als Verbindungsweg zwischen Gießen und Klein-Linden dient an genannten Tagen die Klinikstraße und der entlang der Bahn an der Margarethenhütte vorbeiführende sogen. Mittelweg. Gießen, den 24. Oktober 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. * Hrinkgetderpotitik? Gießen, 26. Oktober 1899. „Deutsche Soldatentreue wird die Freundschaft halten, die Ew. Majestät einst selbst gezeigt haben" — mit diesen ergreifenden Worten schließt das Telegramm, das die wackeren Männer deutschen Blutes, die für die Freiheit des Transvaal gegen „Englands räuberisches Vorgehen" die Waffen tragen, an den Träger der Hohenzollernkrone gerichtet haben. Bei Glencoe und vor Elandslaagte haben sie bewiesen, daß es ihnen Ernst ist mit ihrem Gelöbnis, und die Männer, die dem Oberst Schiel freiwillig in den Kampf folgten, haben im fremden Lande, unter einer anderen Sonne, dem deutschen Namen neue Ehren, neue» Glanz verliehen. Treue um Treue. Es ist ein wundersamer Wandel, den in leise andeutendem Wort die Huldigungsdepesche der Deutschen in Transvaal zum Ausdruck bringt. Es gab einst eine andere Depesche, kraftvoll, feurig und stark in Wesen und Ton, die aus der Reichshauptstadt hinübelflog nach dem fernen Krügersdorp, und der elektrische Funke, der sie forttrug über Tausende von Meilen, entzündete die Flamme der Begeisterung auch in allen deutschen Herzen. Mau darf nicht zweifeln, daß auch heute die innersten Sympathien des ritterlichen Monarchen dem freiheitskämpfenden Burenstamm gehören. Aber die leidige Politik, die ihn verhinderte, den Gruß der Stammesgenossen im Transvaal zu erwidern, zwingt ihm Zurückhaltung auf. Wer einen Blick hat für die Realitäten deS Daseins und nicht gewohnt ist, das Zweckmäßige gegen das Wünschenswerte zurückzuhalten, wer überdies den ungeheuren Umfang der Verantwortung ermißt, die auf den Schultern des Kaisers ruht, wird solches Verhalten verstehen und billigen. Aber ein anderes würde es sein, wenn dem „räuberischen England" diplomatisch sekundiert oder auch nur eine moralische Unterstützung geliehen würde. Und es scheint, als ob das auswärtige Amt thatsächlich im Begriff sei, sich in einer Weise zu engagieren, die sicherlich nicht als burenfreundlich aufgefaßt werden kann. In den offiziösen Organen wird in den bekannten Tönen überlegener Weisheit über die „hochherzigen Anwandlungen" des deutschen Volkes gespottet, wird an den „Schwabenstreich" erinnert, Dg'. Artikel im zweiten Blatt, der vor der oorstchevden Auslassung geschrieben »ar. D. Red. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. natürlich nicht die englische Zunge reicht, die Herzen bluten Lber den Opfern, die das „räuberische Vorgehen" der Briten dem ruhigen, ernsten und friedfertigen Volke der Buren auferlegt. Es klingt wie eine Vorbereitung zu der Reise des Kaisers nach England, wenn jetzt offiziös immer wieder versichert wird, daß der „antienglische Ton" einzelner Blätter in den höchsten Berliner Kreisen auf das Lebhafteste bedauert wird. Und es würde ja auch in der That «in liebliches Bild ergeben, wenn der Monarch der Gast der Königin von England wäre, während gleichzeitig die gesamte nicht-offiziöse deutsche Presse die englische Politik rücksichtslos und scharf angreift. Es liegt ja auch nur in der Konsequenz der Bülow'schen Politik, wenn, wiederum offiziös, gegen die „Schnapphahnpolitik", gegen den Gedanken Front gemacht wird, die englischen Verlegenheiten auszunützen, um den eigenen Vorteil geltend zu machen. Da sind wir Plötzlich höchst moralisch geworden, so moralisch, daß wir eines Heiterkeitserfolges in der ganzen Welt sicher sind. Wir sind ja auch in der That den Engländern zu tiefem Danke verpflichtet. Unaufhörlich haben sie während des spanisch-amerikanischen Krieges Hegen uns gehetzt, aus Samoa haben sie uns direkt brutalisiert und noch heute fehlt jede Genugthuung für die uns angethane Schmach!! Aber der Deutsche ist fromm geworden, gehorsam bietet er die rechte Wange, wenn die linke einen Backenstreich empfing; glücklich allein ist die Seele, die liebt. „Deutsche Soldatentreue wird die Freundschaft halten, die Ew. Majestät einst sebst gezeigt haben" — es liegt etwas Ergreifendes in diesem Rufe der deutschen Kämpfer, die dort unten für die Freiheit des Transvaal ihr Blut vergießen. Es giebt eben Imponderabilien in der Volksseele, die sich nicht ignorieren lassen und die eine Summe von Kraft in sich bergen, welche man in der Stunde der Gefahr vielleicht noch einmal dringend nötig hat. * Vom Kriegsschauplatz. „Rückwärts! Rückwärts!" ist jetzt die Losung der Engländer auf dem Südafrikanischen Kriegsschauplatz. Gestern wurde amtlich in London bekannt gegeben, General Aule habe sich von Glencoe in eine gesicherte Position zurückgezogen, heute erfährt man — gleichfalls amtlich — daß Glencoe sowohl, wie Dundee von den Engländern geräumt ist und daß diese sich bereits Ladysmith nähern, um sich dort mit den Truppen des Generals White zu vereinigen. Es müssen also, wie wir gestern schon vermuteten, bei Glencoe und Dundee Kämpfe stattgefunden haben, in welchen die Engländer geschlagen, zur Aufgabe ihrer Stellungen und zum Rückzüge gezwungen wurden. Das kann heute mit voller Sicherheit konstatiert werden. Ueber den Rückzug General Inle's wird berichtet: London, 24. Oktober. Das Kriegsamt erhielt ein Telegramm des Generals White, datiert Ladysmith, 24. d. M., abends 9 Uhr: „Eine gestern hier eingegangene Meldung ergab, daß die Buren in beträchtlicher Zahl in uneinnehmbarer Stellung westlich der Hauptstraße von Ladysmith nach Dundee sich festgesetzt hätten. Ich erhielt ebenso die Nachricht, daß unsere Truppen in Dundee, die früher von Symons, nunmehr von Aule befehligt sind, jetzt nach Ladysmith auf dem Wege über Beith und über die Thäler des Waschbank- und des Sonntag-Flusses zurückgehen und heute im Thale des Sonntag-Flusses eintreffen sollen. Ich zog mit starken Kolonnen aus, um die Bewegung des Generals Aule zu decken. Der Feind wurde etwa 7 Meilen von Ladysmith in einer von Natur ausnehmend starken Stellung westlich von der Straße entdeckt. Als der Feind die Vorbereitungen sah, eröffnete er das Feuer mit einem Geschütze von großer Präcision. Unsere Artillerie erwiderte das Feuer bald und brachte das Geschütz zum Schweigen. Unsere Truppen wurden sodann beordert, den Höhenzug parallel zu der Stellung des Feindes, aber nur an der Straße zu besetzen. Ich beschränkte mich darauf, den Feind genügend zu engagieren und somit zu verhindern, gegen Aule's Truppen etwas zu unternehmen. Gegen 2 Uhr war das Feuern im wesentlichen beendet." Loudon, 25. Oktober. „Daily Mail" berichtet aus Kapstadt unter dem 24. d. Mts.: Aule hat eine Vereinigung mit White etwas nördlich von Ladysmith bewirkt. Nach den letzten Meldungen aus London find es die Ladysmith bedrohenden Oranjeburen, welche mit White zusammengetroffen sind Die von Norden kommende Hauptmacht der Transvaalburen ist noch im Vormarsch auf Ladysmith begriffen. Hier wird sich für die nächste Zeit der Schauplatz des Krieges befinden, und der Enlschetdungs- kampf muß auf diesem Teil des Kriegstheaters erwartet werden. Ist Ladysmith den Buren in die Hände gefallen, so steht ihnen der Weg nach Pietermaritzburg und Durban offen, da die Engländer fast ihre gesamte, ihnen jetzt zur Verfügung stehende Streitmacht bei Ladysmith konzentriert haben. Erst in drei Wochen kann das von London abzusendende Armeekorps an Ort und Stelle sein. — Wie heute weiter aus London telegraphiert wird, besagt eine Drahtnachricht Milners an Chamberlain, die Bemühungen, die Basutos ruhig zu erhallen, seien durch das prahlerische Verhalten der Buren an der Grenze, die vor und nach Beginn der Feindseligkeiten offen gedroht hätten, Maseru und andere Stationen anzugreifen, erschwert. Sie hätten auch versucht, den Gehorsam der Basutos gegen En g- land zu erschüttern und die Bemühungen zu vereiteln, sie in Ruhe zu erhalten. Die Buren seien daher verantwortlich, daß sich die Sorge vor den Einfällen der Eingeborenen geltend mache. Aus Brüffel meldet dagegen ein Telegramm, die Behauptung, daß die Buren die Hilfe der Basutos angerufen hätten, werde von dem Gesandten der Transvaalrepublik Dr. Leyds, als eine Verleumdung der Buren bezeichnet. Anfangs hieß es in englischen Berichten, die Basutos begännen sich gegen die Buren zu erheben. Wenn die Eingeborenen jetzt gegen die Engländer schwierig werden und die Buren sie nicht daran hindern, so kann den letzteren daraus doch in keiner Weise ein Vorwurf gemacht werden. Selbst wenn sie die Basutos zum Kampfe gegen die Engländer aufstachelten, thäten sie nichts anderes, als was die letzteren in den früheren Kämpfen mit den Buren gethan haben. — Auf dem westlichen Kriegsschauplätze soll die Lage für die Engländler, besonders bei Mafeking, gut sein. So versichern englische Drahtnachrichten. In Wirklichkeit steht es doch etwas anderes wie aus folgender Meldung hervorgcht: London, 25. Oktober. „Daily Telegraph" berichtet aus De Aar vom 23. d. M.: General Cronje, obwohl zweimal aufMafeking zurückgeworfen, soll auf Kimberley marschieren und Mannschaften, Vorräte und Munition an britischem Gebiete requirieren. Er hat eine kleine Abteilung zur Belagerung Mafekings zurückgelassen. Die Freistaat-Buren marschieren westlich, um sich mit Cronje zum Angriff auf Kimberley zu vereinigen. Also genügt zur Einschließung Mafekings eine Handvoll Buren. Die Verteidigung muß unter Oberst Baden Powell eine recht schwache oder recht geschwächte sein. „Daily Mail" berichtet aus Kapstadt, die Regierung der Südafrikanischen Republik habe von Prätoria fünf schwere Geschütze nach Mafeking geschickt. Der Fall der Stadt dürfte demnach bald zu erwarten sein und dann auch Kimberley nicht mehr lange stand halten. — Mittlerweile beginnen schon internationale Schwierigkeiten aus dem Engagement Englands in Südafrika, oder wenigstens die Furcht davor sich bemerkbar zu machen. So berichtet man uns: London, 25. Oktober. „Daily Telegraph" schreibt, es könne kaum bezweifelt werden, daß die Admiralität beabsichtige, einen Teil der Reserveflotte mobil zu machen, man glaube aber, der Persische Meerbusen sei die Ursache der in Erwägung stehenden Maßnahmen, da Rußland dort einen Hafen wünsche. Rußland wäre auch thöricht, wenn es jetzt die Gelegenheit, mit England anzubinden, nicht ergriffe; so günstig kommt sie ihm schwerlich wieder. Deutsches Keich. Berlin, 25. Oktober. Am gestrigen Abend war Staatssekretär Tirpitz gleichzeitig mit dem Staatssekretär Grafen v. Bülow zum gemeinschaftlichen Vortrag beim Kaiser nach Potsdam befohlen worden. Staatssekretär Tirpitz hat sich heute früh nach Baden-Baden begeben, um dem dort weilenden Reichskanzler Fürsten Hohenlohe Vortrag zu erstatten. Heute vormittag hörte der Kaiser den Vortrag des Chefs des Civilkabinetts von Lucanus. — In der Samoa-Angelegenheit hatten, wie aus Wahsington telegraphiert wird, der deutsche Gesandte Mumm von Schwarzenstein und der Sekretär der britischen Botschaft Eliot, jeder einzeln, eine Konferenz mit dem Staatssekretär Hay. — Die nächste Sitzung des Reichstages findet bekanntlich am Dienstag, dem 14. November, nachmittags 2 Uhr statt. Auf die Tagesordnung sind vom Präsidenten Grafen v. Ballestrem gesetzt worden: 1. Berichte der Kommission für die Petitionen. 2. Berichte der Wahlprüfungskommission. 3. Zweite Beratung des Gesetzentwurfes, betr. einige Aenderungen der Bestimmungen über das Postwesen und 4. Zweite Beratung des Entwurfes einer Fernsprechgebührenordnung. — Wenn die Aussichten der Kanalvorlage für die nächste Session des preußischen Landtages jetzt vielfach als günstige bezeichnet werden, so heißt das, den Tag vor dem Abend loben. Die Zahl der Konservativen, welche besten Falls auf einen kanalfreundlichen Standpunkt herübergehen, dürfte keine große sein. Das Centrum aber wird seine Stellung zur Kanalvorlage wesentlich davon abhängig machen, ob die Konzessionen, welche seinem Wünschen und Hoffen in der Gemeindewahlrechtsfrage werden gemacht werden, so ausreichend sind, daß ein Teil der dem Kanal mehr oder weniger gleichgültig gegenüberstehenden Elemente der Partei zu gunsten desselben einzutreten sich bereitfinden läßt. Karlsruhe, 25. Oktober. Das russische Kaiserpaar wird in den nächsten Tagen zum Besuch am großherzoglichen Hofe in Baden Baden erwartet. Der Tag, an welchem das russische Kaiserpaar eintrifft, ist noch nicht bestimmt, wahrscheinlich am Freitag. Heute war der Großfürst Michael Nikolajewitsch beim Großhcrzoaspaar zur Tafel geladen. Der Großherzog von Sachsen-Weimar und der Großherzog von Oldenburg werden ebenfalls erwartet. — Die kirchlich-liberale Vereinigung Badens befaßte sich in ihrer heutigen Jahres-Versammlung mit der Stellung der evangelischen Kirche zur Feuerbestattung. In einer Resolution spricht die Vereinigung ihr Einverständnis mit allem aus, was schon geschehen ist und geschieht, um die Feuerbestattung von den ihr bisher noch anklebenden Vorurteilen zu befreien und zur Würde einer mit der Erdbestattung gleichberechtigten Bestattungsform zu erheben und erwartet, von den Kirchen Negierungen werde dieselbe bald als eine christlich und sittlich berechtigte Bestattung dadurch anerkannt werden, daß zu ihrer Vornahme die Mitwirkung der kirchlichen Organe ohne kleinliche Vorbehalte gestattet wird in vollem Vertrauen, daß der Geist des Herrn auch hier durch die Freiheit zur Wahrheit leiten werde. Ausland. Wien, 25. Oktober. Im Abgeordnetenhause erklärten im weiteren Verlaufe der Debatte Lupul namens der Rumänen, Baron Malfatti namens der Italiener und Dr. Kathrein namens der katholischen Volkspartei, sich mit dem Programm der Regierung einverstanden, und die Regierung unterstützen zu wollen. Paris, 25. Oktober. Der Kriegsminister hat die Generale Hervel und Giovanelli, welche Mitglieder des obersten Kriegsrats waren, ihres Amtes enthoben, mit der Begründung, daß diese Offiziere aus Gesundheitsrücksichten nicht mehr in der Lage seien, de» wichtigen Funktionen im Kriegsrate nachzukommen. Denselben ist das Großkreuz der Ehrenlegion verliehen worden. Paris, 25. Oktober. Der Kriegsminister hat die gerichtliche Verfolgung gegen den Red ak teur Go hier und gegen den Verwalter der „Aurore" eingeleitet, weil dieselben Soldaten zum Ungehorsam verleitet haben. Paris, 25. Oktober. In Sachen der Komplott- angelegenheit formulierte der Staatsanwalt Bernard die Anträge auf Grund des Ergebnisses der Untersuchung wie folgt: Des vollendeten Verbrechens gegen die Sicherheit des Staates sind schuldig: Döroulöde, Guörin, Barillier und Balliäre; der Beihilfe bei diesem Verbrechen: Godfroy^ Dubuc und Sabran de Pontöves. Außer den Genannte» sind Buffet, Frechencout, Chevilly, Bourmont, Brunnet, Caily, der Deputierte de Ramel und Guiseoupages der Verschwörung gegen den Staat und wie Guerin zudem der Rebellion und des Attentats gegen die Polizei. Gegen Monicourt, Gerard und Oberst Parsevas läßt der Staatsanwalt die Anklage fallen. Gegen die Geflüchteten beantragt der Staatsanwalt Vertagung der Verhandlung. Am Samstag beschließt die Kommission des Senats als Anklagekammer über die Anträge. Die öffentliche Verhandlung im Plenum kann schon am 6. November beginnen. London, 25. Oktober. „Daily Telegr." berichtet aus New Jork, die Frage der Mobilisierung der amerikanischen Flotte wird augenblicklich in New Jork erörtert. Das Blatt sagt, die Gerüchte von einer bevorstehenden Mobilisierung seien wahrscheinlich dadurch hervorgerufen, daß von einer Intervention der europäischen Mächte in dem südafrikanischen Kriege die Rede ist. Males Md Vrovinstelles. * Gießen, den 26. Oktober. ** Geschichtskalerrder. (Nachdruck verboten.) Vor 171 Jahren, am 27. Oktober 1728, wurde zu M«>r«n in England der großr W-ltumsegler James Cook gebaren. Er erforschte die ganze N u- Holland oder Nm-Süd-Wales genannte Ostkütte deS auftra^t'chen F-stlandes und besuchte in kühnen Führten die eisigen Polargegenden AmerckaS. Am 14. Februar 1779 endigte er aut den Sandwtch- Jnstln durch Meuchelmord d>r Eingeborenen. Von da an nahm die Erforschung des fernen Landes unausgesetzt ihren Fortgang. *• Empfang. Se. König!. Hoheit der Großherzog empfingen am 25. Oktober u. a. den Forstmeister i. P. Amendt; zum Vortrag den Staatsminister Rothe, de» Justizminister Dr. Dittmar, den Kabinettsrat Römheld, den Hoftheaterdirektor Werner. *♦ Aus dem Gerichtsdienst. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 25. Oktober den Oberamtsrichter Karl Kolb in Wald Michelbach zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Zwingenberg, de» Staatsanwalt Rudolf Wünzer in Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Wald-Michelbach, den Amtsrichter Richard S chu dt in Homberg zum Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Starkenburg, den Amtsrichter Heinrich Schul in H rbstein zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Seligenstadt, den Amtsrichter Paul Seibert iw Butzbach zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lorsch, den Amtsrichter Gustav Brüel in Lorsch zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach, den Gerichtsassessor Fritz Wachtel aus Seligenstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Butzbach, den Gerichtsassessor Friedrich Schnitzspa hu aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Homberg und den Gerichtsassessor Dr. Ludwig Heß aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lorsch zu ernennen. •* Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 10. Oktober dem Bürgermeister Johannes Seim in Heidelbach das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Philipps Ordens zu verleihen. ** Schuldienst-Nachrichten. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 19. Oktober 1899 wurden die Lehramtsaccefsisten Dr. Otto Glaser in Darmstadt, Wilhelm Vollhardt in Reichelsheim i. d. W., Wilhelm Müller in Laubach, Karl Görtz in Mainz und Robert Reinig in Butzbach zu LehramtS- assessoren ernannt. *.* Dr. Georg Kolb f. Unsere kürzlich gebrachte, noch unbestätigte Nachricht des tragischen Ablebens des Herr» Dr. med. Georg Kolb hat sich leider bestätigt. — Dr. Georg Kolb, der auch an unserer Universität einige Semester dem Studium oblag und durch seine Vorträge über seine eigenen Erlebnisse und Wahrnehmungen in Afrika gewiß noch in guter Erinnerung seiner Zuhörer lebt, hat sein Thaten- und Wissensdrang abermals nach dem dunklen Erdteil geführt, von dem er niemals zurückkehre» sollte; seiner harrenden Mutter ist in Wiesbaden die Trauerkunde geworden, daß der junge Forscher am 24. Sep- lräWfl'" „ tiitbW1" •*£ begnügte ' J «ikhad f»* ' seine L-P Vorträgen @eor Ärokindustri' rhe'nische" «W* ’ ZoMerzienrntcsol^ L-G bäh* L-Liel Me dem Wehrhafterhaltung des d der Arzt und Ruderer t verwartet entrissen A bin alten Ruhm der deutscher Arbeit zu bch tonnen wir mit stolzer' » Jubiläum. San daß Herr Karl Müll Friedel & Orion thiitig erfüllung zu Lotze, Kloft unter der jetzigen Fimr Aerufe obgelegen und it sowie der Kundschaft un tennung zu Teil werden ’♦ Altdeutscher Ver den AnzrMteü unser sammluntz der Orts, Verbandes einzeladen thuung feststellen könn Anregung nicht erst bi zu rufen. Der Plan Verwirklichung wurde weisen, daß kommen! in Mainz auf einer Ve in der Stadthalle fpn unserer &t(immeägenoj erster Quelle boit ei unfern bedrängten 3i beginnt in der Stabil " Polqeibnicht. ' Händlers verunglückt Absnllen von Aeysetwei hult den Druck nicht Mädchen von Fchttür verletzt wurde und in ® d-« ?d°», d,« 2( ,, * Wurzburg, 25. l -'n Alt Mnftler aus. Sie ve> ^efürdieUeberschw SNteu Zweck von den L'^eizung und S'-s «»äs*. Ssä» abzi ®Otbci den 26. * «eift b‘7'e »M sste^ llnens btrw "“««t »«tn, iirtM»3?'1’ ^achzukommen. Dr' **r die gt; J^ebatteur Gohier bet Auite en $um Uvgehvchm vn- der Komplott- r, Staatsanwalt Ternard Ne8 der Untersuchung . irechens gegen dir Sicht“ °atbde, ©neun, Barjüier MBerbrechen: Godsroy, 1 ^taßer den Genannte» lly, Bourmont, Brunnet, md GuiseoupageS der Ver- wie Gusrin zudem der Kn die Polizei. Gegen ?arsevas läßt der Staats- die Geflüchteten beantragt Verhandlung. 8m Sams, s Senats als Anklage« ^McheBrchaMvA m litt btgim. Alt) Telegr." berichtet aus sierung der amerikä- klich in New Jork erörtert, von einer bevorstehende» ich dadurch hervorgerufen, europäischen Mächte in dem ist. IroWielles. eßen, den 26. Ottobir. ■uäottWBormW«, vron in d'i'anb ba frtft Gr tdoTföle blt flame 91 u= lt OMne der auftiaA'chtn ctrndtrchrmWvMM« ^UU « «A w* oxrom. Dvv d° W VM btt Pen F°itflMfl. Hoheit der Großherzvg a. den Forstmeister i. P- Ataatsminister Rothe, d» >en KabinettsratRomheld, 'SeineKöniglicheHohMn ss?rr; »em Amtsrichter bn S-L-' SySS ®’ontDttota w * fM *Ä i tu s8”' >°«E ‘r 3"”trnn £)» -KU hat HL M'v" "LtM a» " Lch ;-.->s-7ü seiner t) ।» nach , j 'll«g ’ dbermoj» 'dra"S jemals $ dein, LLbaden^ E tember 1899, auf einer Reise zum Rudolfsee in Britisch Ostafrika von einem Nashorn getötet worden ist. — Der deutsche Rudersport hat einen seiner besten und that- kräftigslen Förderer verloren. Gleichzeitig Gelehrter und Sportsmann, eindringender Forscher, gewandter Redner und Schriftsteller, begnügte er sich nicht damit, seine Fachgenossen auf ein anziehendes Beobachtungsgebiet hinzuweisen, sondern er wandte sich immer wieder in Aufsätzen und Vorträgen an seine Sportsgenossen, belehrend, anfeuernd, unterrichtend. — Georg Kolb war der Sohn eines rheinischen Großindustriellen, des verstorbenen Geheimen Kommerzienrates Franz Kolb in Viersen. Durch vielseitige planmäßige Leibesübungen als Turner, Ruderer, Schwimmer, Radfahrer und Fechter bildete er sich zu einer wuchtigen germanischen Männergestalt aus. Als Student der Medizin saß er jahrelang in der siegreichen Kaisermannschaft des Berliner Ruder Klubs. Hochbegabt, fing er frühzeitig an, neben seinen Muskeln, seine medizinische Erkenntnis in den Dienst des Rudersports zu stellen und unzweifelhaft hatte Georg Korb einen wesentlichen Anteil daran, daß deutsche Ruderer das langerstrebte Ziel erreichten, die lange Zeit als unbesiegbar gehaltenen Engländer im Jahre 1894 auf der Hamburger Regatta hinter sich zu lassen. — Viel hätte dem deutschen Rudersport und damit der Wehrhafterhaltung des deutschen Volkes ein so hervoragen- der Arzt und Ruderer noch nützen können, der uns nun, unerwartet entrissen ist. Dr. Georg Kolb hat es verstanden, den alten Ruhm der Gründlichkeit und Selbständigkeit deutscher Arbeit zu bestätigen. Trauernd um seinen Verlust können wir mit stolzer Genugthuung saaen: Er war unser! I. K. ♦* Jubiläum. Samstag, den 28. er. sind es 25 Jahre, daß Herr Karl Müller als Reisender in der Brauerei Friedel & Asprion thätig ist. Derselbe hat in treuer Pflichterfüllung zu Lotze, Klostermanns und Friedels Zeiten, sowie unter der jetzigen Firma jederzeit seinem mitunter schweren Berufe obgelegen und wird ihm von Seiten des Geschäftes sowie der Kundschaft und feiner Freunde ehrenvolle Anerkennung zu Teil werden. ** Alldeutscher Verband. Wir verweisen hiermit auf den Anzeigenteil unseres Blattes, in dem zu einer Versammlung der Ortsgruppe Gießen des Alldeutschen Verbandes eingeladen wird. Es hat, wie wir mit Genugthuung feststellen können, der in unserem Blatte gegebenen Anregung nicht erst bedurft, um eine Ortsgruppe ins Leben zu rufen. Der Plan lag schon länger vor, der jetzt zur Verwirklichung wurde. Wir wollen gleichzeitig darauf Hinweisen, daß kommenden Sonntag der Oesterreicher Wolf in Mainz auf einer Versammlung des Alldeutschen Verbandes in der Stadthalle sprechen wird, und jeder, dem das Wohl unserer Stammesgenossen am Herzen liegt, kann sich aus erster Quelle dort ein Bild von der jammervollen Lage unserer bedrängten Brüder machen. Die Versammlung beginnt in der Stadthalle um 3 Uhr nachmittags. ** Polizeibericht. Die Tochter eines hiesigen Bier- Händlers verunglückte gestern abend im Keller beim Abfüllen von Aepfelwein mittelst Kohlensäure. Das Faß hielt den Druck nicht aus und zerplatzte, wodurch das Mädchen von Faßtrümmern an Kopf und Beinen schwer verletzt wurde und in die Klinik gebracht werden mußte. Vermischtes. * Würzburg, 25. Oktober. Das Unglück ber lieber« schwemmten in Altbayern beuten gegenwärtig reisende Künstler ans. Sie versprechen, den Reinertrag ihrer Konzerte für die Ueberschwemmteu abzuliefern, erhalten zu dem guten Zweck von den Stadtmagistraten freie Lokale nebst Gratis Beheizung und Beleuchtung, haben auch einen starken Besuch ihrer Konzerte und liefern dann nichts ober fast nichts von ben Einnahmen ab. In Kitz in gen gab vorige Woche ber ungarische Violinvirtuose Bela Kiraly ein solches Wohlthätigkeitskonzert; er nahm ca. 200 Mk. ein, für bie Ueberschwemmteu gab er aber nur 2.60 Mk. ab. Das gleiche wirb jetzt ans Bamberg gemelbet, wo bie Konzertsängerin Theresa Tofti mit ihrem Gatten, bem Klaviervirtuosen Rudolf Panzer, ein Konzert veranstaltet hatte, für das ihr das Stadttheater zur Verfügung gestellt worden war. Das Künstlerpaar hatte 257 Mk. Einnahme und ist abgereist, ohne einen Pfennig abzuliefern. (Sollte Frau Tosti vielleicht den Reinertrag direkt an bas Münchener Zentralkomite gesandt haben? Red) Die angekündigten Konzerte Tosti- Panzer in Kitzingen und Würzburg wurden abgesagt. Franks. Ztg. * Nürnberg, 24. Oktober. Heute morgen wurde ein Rechtspraktikant auf einen von München eingelaufenen Haftbefehl verhaftet. Er wird der Anstiftung zum Verbrechen wieder das keimende Leben beschuldigt. * Karlsruhe, 24. Oktober. Wie die „Bad. Neckarztg " meldet, ist am Samstag nachmittag zwischen Unterschefflenz und Auerbach an der O'/zjährigen Tochter des Früchtehändlers Hüttler von Unterschefflenz ein Sittlichkeitsverbrechen verübt worden. Ein Stromer namens Link von Lauda vergewaltigte das Kind, so daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Der Verbrecher, welcher schon zweimal wegen Sittlichkeitsverbrechen vorbestraft ist, wurde am gleichen Abend verhaftet. * Aus Sachsen, 24. Oktober. Die Frau des Bauerngutsbesitzers Winter in Schmiedefeld wurde heute in ihrem Bett erwürgt vorgefunden, auf dem Heuboden fand man ihre zwei Kinder getötet und neben ihnen hatte sich der Vater an einem Balken erhängt. Oberlahnstein, 24. Oktober. Der hiesige Viktoria- brunnen hat der niederländischen Abteilung des Roten Kreuzes 200 Kisten seines Wassers zum besten der Verwundeten und Kranken im Transvaalkrieg zur Verfügung gestellt. * Berlin,24. Oktober. Bankier Arendt und Albert Levy wurden auf Antrag des Untersuchungsrichters ohne Kaution aus der H a f t entlassen. Gegen den Denunzianten ist eine Strafanzeige wegen wissentlich falscher Anzeige erstattet. Gingesandt. Gießen, 26. Oktober 1899. Die in der gestrigen Nummer dieses Blattes gegebene Anregung zur Gründung einer Ortsgruppe des „Alldeutschen Verbandes" ist auf das freudigste zu begrüßen. Gewiß gibt es in unserer Stadt Männer, denen seither wenig Gelegenheit geboten war, hier ihre deutsch-nationale Gesinnung offen zu bethätigen. Um aber die deutsch-nationale Sache in hiesiger Stadt zu fördern, dürfte ein Zusammengehen aller deutschnational gesinnter Vereine zu empfehlen sein. Dabei möge man aber nicht die akademische Jugend, namentlich den „Verein deutscher Studenten", vergeffen. Ein Zusammenschluß aller dieser Gruppen unter dem Raimn „Vereinigung der deutsch-national gesinnten Vereine Gießen" wäre sehr wünschenswert. Könnte nicht in der nächsten Zeit von dieser in Rede stehenden Vereinigung eine Versammlung einberufen werden, zu wel.ber ein so hervorragender Vorkämpfer der deutsch-nationalen Sache wie K. H. Wolf in Wien als Redner gewonnen werden könnte? ___________________________________________Ein Deutscher. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 26. Oktober, abends 8 Uhr: Bibelstunde im oberen Saale des neuen Konfirmandenhauses in der Kirchstraße. Auslegung des zweiten Brief Pauli an die Korinther. Pfarrer Schlosser. Gottesdienst 'm der Synagoge. Samstag den 28. Oktober 1899. Vorabend 5 Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr Schrifierklärung, Sabbathausgang 6 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgeseüschast. Sabbathfeier am 28. Oktober 1899. Freitag abend 4« Uhr, Samstag vormittag 8” Uhr, nachmittag 3 Uhr, Sabbathausgang 506 Uhr. Nachmittag 2«o Uhr SchriflerklLrung in der Synagoge. Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 430 Uhr. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 26. Oktober. Wie der „Vorwärts" mitteiit, ist der Redakteur Müller auf telegraphische Anordnung des Magdeburger Landgerichts-Direktors aus der Strafanstalt in Gommern entlassen worden. Der zu dreijährigem Gefängnis verurteilte frühere Reichstags Abgeordnete Albert Schmidt hat dagegen die Aufforderung erhalten, am 30. Oktober in Gommern seine Strafe anzutreten. Wien, 26. Oktober. Es werden augenblicklich zwischen verschiedenen europäischen Kabinetten Unterhandlungen gepflogen, um die englische Regierung zu veranlassen, die unterseeischen Kabel als international und dauernd neutral zu erklären. Wien, 26. Oktober. Einer der hervorragendsten österreichisch-ungarischen Großindustriellen, Freiherr Friedrich von Leit en berg er ist in der letzten nacht in Juliusthal gestorben. Rom, 26. Oktober. Die „Jtalie" meldet von einem Diebstahl hochwichtiger Dokumente des General- stabes. Mehrere hohe Offiziere seien verhaftet worden. Neapel, 26. Oktober. Auf höheren Befehl wurde eine Anzahl junger Leute, welche sich nach Transvaal ein schiffen wollten, um mit den Buren gegen die Engländer zu kämpfen, verhaftet, weil dies gegen die England gegenüber zu beachtende Neutralität ve> stoße. Paris, 26. Oktober. König Menelik hat offiziell mitgeteilt, daß er im nächsten Jahre zur Weltausstellung nach hier kommen werde. Derselbe beabsichtigt sodann dem Zaren in Petersburg einen Besuch abzustatten. Holleschau, 26. Oktober. Hier wiederholen sich fortgesetzt die Ausschreitungen gegen die Juden. Die deutsche Schule mußte gestern geschlossen werden, weil in dieselbe Militär einquartiert wurde. Die Arrestlvkale sind überfüllt. Die Juden werden vom Militär vor Mißhandlungen geschützt. Zwei am letzten Sonntag verwundete Personen sind gestorben. Beim Begräbnis derselben kam es zu neuen Ausschreitungen. Das Militär mußte mit gefälltem Bayonnett die Menge auseinander treiben. Vom Kriegsschauplatz. London, 26. Oktober. Die vorgestrige Schlacht bei Rietfontein, bei der die Engländer 12 Tote und 59 Verwundete hatten, war überaus erbittert, da die Buren sehr stark und in fester Stellung waren. Eine ganze Schwadron der 18. Husaren mit 7 Offizieren und dem kommandierenden Obersten Moller wurden gefangen genommen. Nach einem Telegramm aus Ladysmith, welches vom Sonntag datiert ist, werden aus Glencoe noch bedeutend heißere Kämpfe gemeldet. Das sei nur ein weiterer Beweis, daß General Aule eine schwere Niederlage erlitten hat. — lieber die Kämpfe um Kimberley wird gemeldet, daß, trotzdem die Engländer Ende der vorigen Woche wiederum gesiegt haben, die Stadt von allen Seiten eingeschlossen und von jeder Bahnverbindung abgeschnitten ist. — Nach einem Telegramm aus Kapstadt ist die Kugel ans der Wunde des Generals Symons herausgezogen worden. Der General befindet sich wohl. — Verschiedene englische Blätter behaupten, daß die Zahl der Burentruppen in Natal 30000 Mann betrage. Das ist offenbar übertrieben, um die englischen Schlappen als unvermeidlich hinzustellen. — In Portsmouth traf eine Ordre ein, mit Ueberzeit an der Fertigstellung der Neserveschiffe zu arbeiten. Die Arbeiten werden Tag und Nacht fortgesetzt. London, 26. Oktober. Die Meldungen über die Kriegs-Operationen in Natal liegen nur äußerst spärlich vor. Das Gefecht, welches in Rietfontein zwischen dem General White und den Oranjeburen stattgefunden hat, scheint ziemlich ernst gewesen zu sein. Man berichtet von 19 Toten und 98 Verwundeten auf Seiten der Engländer. Darunter soll sich auch ein Oberst befinden. Man nimmt an, daß die Generale White und Aule ihre Streitkräfte vereinigt hatten. Die „World" bringt hierzu ein Telegramm, daß bei diesem Gefechte der Oberst des Regiments Gloucester gefallen ist und außerdem 20 Offiziere getötet ober verwundet worden seien. Sonbon. 26. Oktober. Aus Kapstadt wird gemeldet, daß der Resident der Stadt Mazeru abgereist ist, um mit den Führern der Basutos zu beraten. Die Proklamation des Präsidenten des Oranje Freistaates Stein cirhiliert auf geheime Weise unter den Basuto Häuptlingen. Die Buren stellen darin die letzten Gefechte bei Glencoe und Elandslaaqte als Siege ihrer Truppen dar. London, 26. Oktober. Die Blätter drücken ihre Verwunderung darüber aus, daß das Kriegs Departement jetzt erst die Gefangennahme einer Abteilung der 18. Husaren durch die Buren bestätigt. Bekanntmachung. Der Nachtrag des Umlage-Registers 1899/1900 belr ffenb Standgeld und Aufrufegeld für die nicht in die Gemeinde einge,ogenen Mitglieder liegt zur Einsicht der Beteiligten von heute an acht Tage auf dem Bureau des unterzeichneten ersten Vorstehers offen. Gießen, den 25. Oktober 1899. Der Vorstand der israelitischen Religions-Gemeinde Gießen. S. Heichelheim. 7609 Bekanntmachung. Dünger-Versteigerung im Schlachthaus. Samstag, den 28. Oktober, vormittags 11 Uhr soll in de« hiesigen Schlachthof der Dünger aus beiden Gruben öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 26. Oktober 1899. 7619 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Brauer- Schule za Worms a.Rh. Kursusbeglnn am I. Mal und I. November jeden Jahres. Nähere Auskunft unentgeltlich. 7052 Die Direktion: Lehmann-Helbig. Jergeöung von Arainagearöeiien, Aöhrenanfnhr und Mastllieferung. Montag den 30. Oktober d. Js., nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem Ratbause ;u Ulph. die in den Fluren III, IV und V der Gemarkung Feldheim bei Hungen im Herbst d. J-. auszn- führenden Drainagearbeiten und Lieferungen veranschlagt zu 1. Graben« und Röhrenverlegungs« arbeiten ca. 35000 lfd. m 6300 JL 2. Anfuhr des RSHrenmateriols, ca. 3200 Centner, von Bahnstation Hungen 640 Jt 3. Die Pfahllieferung 20 JL unter den vorher bekannt zu gebenden Bedingungen andieWenigstnshmendrn vergeben werden und sind Lusttragende hierzu eingeladen. Friedberg, am 23. Oktober 1899. V. Greb, 7610 __________Wiesenboumlister._________ Krkanntmachung. Am l. Juni 1899 ist die Witwe b?8 Heinrich Damm II. von Beuern, Anna Marta, oeb. Brück, oerftoiben mit Hinterlossung eines m Gemeinschaft mit ihrem Ehemann errichteten Testaments, inhaltlich dessen sie die eifteheuchen Kinder ihres Mannes als E ben eingesetzt hat. Das Testament ist noch nicht anerkannt von Johauu Philipp Wehrnm u. Ludwig Wehrum von Albach, den m t unbekanntem Aufenthaltsorte abw-fendm Söhnen ihrer verstorbenen Schwester Christin . Ehefrau des Heinrich Wchrum III. oa elbfi. Dieselben werden hiermit nifgefoibert, bis spätestens 1. Dezember 1899 die Anfechtung dieses Testaments nachzuue.fen, widrigenfalls dasselbe vollste ckt werden wird. Gießen, den 24. Oktober 1899. Großh. Amtsgericht. __________Renenhagen. 7613 Verdingung von Schreinerarbeiten. Die Anfertigung zweier L ch r ä u k e mit 20 berw. 24 einzelnen, verschließbaren Ab- t-ilungen für die Gesellenstube im städtischen Schlachthofe, soll Dienstag, 31. d. Wts., vormittags IV/2 Uhr, öffentlich mrbungen werden. Plan, Arbritsbeschrerbung u- d Bedingungln liegen während der Dienststunden auf Zimmer Rr. 6 bei uns offen. Ang> bote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen. Gießen, 25. Oktob-r 1899. Das Stadtbauamt. Schmandt. 7620 4® Dio Beerdigung findet Freitag den 27. Oktober, vormittags 11 Uhr, in Wieseck statt. Blumenspenden dankend verbeten. 7614 7616 5= Friscurgeschäst freundliche Tchillerstratze 18. 7573 flefudit Gkünberaerstraße 10a. sucht. Ludwigsplatz 3, Mimisch Verein und Oris-toerieverein Hiessen eben eingetroffen bei 6511 emrfi hlt 7606 Die Vorstände 7608 Alldeutscher Uervand 7612 herzlich willkommen. Verantwortlicher Redakteur: H. Koegter. — Druck und Verlag der Brühl'schcn UniversitätS-Buch- und Steindruckcrei (Pietsch Erben) in Gießen. MpWilMMi Stellen-Gesuchk 5it uerkaufen Vermietungen Wem* Stellen Uerslhiedenes 7605] Ladeneinrichlung für Kolonialwaren billig ZU verkaufen. Kliniktiraße 22, Ecke Frankfurterstraße. A. & G. Wallenfels Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. Karten für Nichtmitglieder ä Mk. 1.— sind zu haben bei den Herren E. Challier, Neuenweg, H. Noll, Mäusburg, und C. Orbig, Bahnhofstrasse, sowie abends an der Kasse; für Mitglieder (gratis) und deren Angehörige (ä 50 Pfg.) bei Herrn C. Orbig bezw. dem Gewerbevereinsdiener. Die Beerdigung findet statt: Freitag den 27. Oktober, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Grünbergerstrasse 14, aus. «ach wie vor weiterführe, und bitte nm Uuterftützuug. 03900] Ein Notizbuch verloren. Es wird gebeten, dasselbe gegen Belohnung abzugeben Grünbergerftraße 20. Frühstücks- u. Abendkarte in warmen und kalten Speisen. Ungesalzener Malossol-Caviar. Täglich frische Ostender Austern Schellfische Kabeljau in la. feinster, bluiftischer Ware so- Reichhaltiges Lager in Rhein-, Mosel-, Saar-, Bordeaux- und Südweinen, Champagner, Cognacs, hochfeinen Liqueurs von Lucas Bois Erven u. A. Durch direkten Einkauf meiner Weine ■ Tüchtigen Schreiner sucht 03898 __£.JRtnn, Heuchelheim. Suche 40 bis 50 Taglöhner, 2 Schmiede, 1 Stellmacher auf dem Braunsteinbergwerk bei Gießen. 7602 Unternehmer Buschung. 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Oktober er., abends 87r Uhr präzis, in Steins Saalbau: Grosser Experimental-Vortrag über die neuesten Errungenschaften auf dem Gebiete der Fernwirkung der Elektrizität und Telegraphie ohne Draht (Experimente mit Röntgenstrahlen und Teslaströmen) ^gehalten von Herren£Physiker Clausen und von Bronk aus Berlin. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Dr» Pitz, Realgymnasiallehrer. Giessen, den 25. Oktober 1899. 7618 Glasweißer Ausschank von weissen und roten Tischweinen in vorzüglicher Qualität. Reichhaltige 7615 Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott gefallen hat, unser liebes Töchterchen, Schwesterchen und Enkelchen Paula heute nachmittag 3 Uhr im Alter von 6 Jahren nach kurzem Krankenlager zu sich zu rufen. ErMi'lliT an dem Brückenbau bei Klein-Linden werden vom Samstag, dem 28. Oktober ab angenommen. 7622 Anmeldung auf der Baustelle. Mitt. MiMMW. Freibank. 7572 Heute uud morgen: SchmiorSeisch 50 Pfg. 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Bl 03905] Lauffrau oder Mädchen gesucht ____________Gtephanstratze 30, 11. 7617] Reinliches Laufmädchen für 2 bis 3 Stunden vormittags gesucht. ____Goethestratze 33, II. 03903] Ein Mädchen zu Kindern ge° .MW Ortsgruppe Gießen. W Wontag den 30. Mtober f. I., abends Mhr: Versammlung -w in der Westauration Weidig (oberer Saat). T ages-Ordnung: 1. Bericht über den Verlauf des NhetN'MaiN'Gautages zu Mainz am 29. Oktober I. I. 2. Die Stellung dec Ortsgruppe zum Rhein-Main-Gauverband. 3. Verschiedenes. Diejenigen Mitglieder des Alldeutschen Verbandes, die der Ortsgruppe noch nicht angehvre«, find 03894] Kl. Wohnung nebst Zub. f. einz Frau zu verm. Gr. Mühlgaffe 21. 7604] Llebigstr. 64 ist der 3. Stock, vier Zimmer mit Zubehör, zu vermieten. ___________Joh. Häuser, Klein-Linden. 03899] Schön möbliertes Wohn- und Schwimmer zu verm. Ludw'gspl. 14,1 U3904] Drei möblierte Ztmmer nut Kabinett zu vermieten. ___________Grünbergerstratze 48. 03897] Laden zu vermieten. Bahnhofstratze 43. 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Proben 1.« in der Weinstube. v'n4. / ff""' 6fi M, W** M I vrkO ** W .1 l -säS- 2lin •MM«1*”? * Ter Sai M 122 Jahren, - «stine Freiheit Englanl der Große an den th sophen d'Alembert: „S' Benehmen der Engländei gesamte Publikum davor fie nämlich gegen bn indem sie den mit de brachen,' daß sie u Regeln der Klughe einem Gliede ihres S voraus ihnen selb MrigenS muß ich Ihne dn dichte Schleier, der verhüllt. Wollte ich ab vmstände anzudenten s< wagen, daß sich hie nr werden." Die Aehnlichkeit keitSkampses mit dem nicht zu verkennen; do Zu der Aehnlichkeit be: der Auffassung bei be und dem jetzigen Träge; England gegenüber. A nuferer feften Hebezeug Hebens von ben Snglc sein auch von der Geschi hm; nur trägt er Bed ®ut, er mdtzrn MW rlver das wissen wir England, und M bauerte sie nur einen 'ont,ern in der ganzen otr Stellung des Saisi Erde; die englische 1 ff J1 Gebote stehende starken wissen, .. 66 ist ja fattfam « st'« R«che N« un Macht « ™ Berufe beult, ec ff*1"'™' Ti°i ™”«9 d°ch i« begei ** iumMrui “ der P« f,n unbilliger A Nritami ^tische.^ c>w a bem 8 groß? WantuT Die ^nhen, »hren y und n ihk die o;nk 11 ^eine lSuders ift^nuch. an9en Lücke 5' zier legen bte Soff S-i-V, tob m!?** £,**&**