189» M. 148 Drittes Blatt Alnts- und Anzeigeblatt für den "Kreis viicfzcn. II ter 14 Zchr» :er 14 Zahm ittitt frei, e große Auir- Befähigung. (Schluß folgt). herc FMilbet. Lllk Anzeigen-Berrnittlung-stellen M In- und ÄullonNl vkhmen Anzeigen für den Gießmer Anzeiger enlgrg«. ÄillmHee Anzeigen zu der nachmittag- für de» Lag erscheinenden Nummer di- vor«. 10 Uhr. Dienstag den 27. Juni toettten, Expedition und Druckerei: -ch.tßr-t« Ar. 7. v. Napolski bereits vorfanden. Hier mußte ein Boot für den Sambesi gemietet, die Zollangelegenheiten mit den Portugiesen geregelt und alle unsere Lasten sondiert werden. Dies geschah in der Woche vom 28. März bis zum 3. April, d. Js. Am Nachmittag des 3. April, Ostermontag, hatte ich die große Genugthunung, an Bord des Dampfers „King" von der Flotilla-Kompagnie durch den Chin- defluß gegen den geheimnisvollen Westen abdampfen zu können... Die ganze europäische Kolonie von Chinde gab uns das Lebewohl vom Strande, als der „King" in weitem Bogen aus dem Hafen in den eigentlichen Chindefluß hineindampfte.... Die Flußschifffahrt auf dem Sambesi bis Tete ist etwa sieben-Monate offen, von Anfang Dezember bis Ende Juni. In den übrigen fünf Monaten ist sie durch den Mangel an einer schiffbaren Wasserrinne unterbrochen und ist nur bis zum Schire und Nyassa hin möglich. Bei einer gehörigen Regulierung des Flußbettes würde sicherlich der ganze Unterlauf des Stromes das ganze Jahr hindurch bis Tete hinaus schiffbar sein, da Wasser reichlich im Fluß ist zu allen Jahreszeiten. Eine solche Regulierung aber wird wohl erst vollzogen werden, wenn mehr wirtschaftliche Interessen an den Ufern des Flusses entwickelt sind. Bis dahin wird die Schifffahrt wegen der vielen Untiefen wohl auch auf den Tag beschränkt bleiben. Jetzt gehen wir abends regelmäßig vor Anker, bis die Dämmerung am morgen die Weiterfahrt gestattet... Der Charakter des Stromes bleibt am folgenden Tage ziemlich unverändert: immerfort ausgedehnte marschige Steppe. Gegen nachmittag treten die südlichen Ufer etwas höher und fester empor, und wir gehen etwa um 2 Uhr bei der portugiesischen Zollstation Lacedonia vor Anker, um unsere Zollangelegenheiten zu regulieren. Ich maschiere dann mit Kapitän Silver und Mr. Puzey landeinwärts, um unsere Büchsen einzuschießen und mache darauf mit Mr. Puzey, der Land und Leute kennt, einen Spaziergang zu einem Eingeborenendorf in der Nähe, wo wir uns einen Trunk Negerbier schmecken lassen. Seltsam ist die Begrüßungsweise der Eingeborenen hier. Die Männer machen drei reguläre Kratzfüße, abwechselnd mit dem rechten und linken Fuß, die Mädchen kreuzen die Hände über den Busen und machen einen Knix nach der Schule Ludwigs XI V. Das haben sie von den Portugiesen gelernt, welche hier seit etwa 400 Jahren herrschen .. Geologisch betrachtet, glaube ich, daß das ganze Gebiet des unteren Sambesi, östlich von der Lupataschlucht, früher eine große See-Mulde bildete, welche in den Jahrtausenden vom Sambesi und dem Shire allmählig mit Alluvium ausgefülll worden ist. An diese Senkung grenzt im Süden das Hügelland von Gorongoza und nordwestlich daran das sternformatig sich vorschiebende Plateau Vergegenwärtigen wir uns die Frage, welche Berufszweige wählt das gebildete, nach Selbständigkeit verlangende Weib, so lautet die Antwort folgendermaßen: Alles, was von weiblicher Kraft arbeiten, aber dabei die äußere Lebensstellung wahren, die gesellschaftliche Position nicht opfern will, muß entweder studieren, künstlerisch thätig sein, oder wenigstens Lehrerin, Erzieherin, Pensions- oder Schulvorsteherin werden, ohne skrupulöse Rücksicht auf Natur- anlage und individuelle Begabung. Ein Mann pflegt unter normalen Verhältnissen jederzeit zu wählen, wozu ihn Neigung und innerer Beruf treiben, und ein einsichtiger, Vorurteils« freier Vater läßt seinen Söhnen nach Möglichkeit freie, unbeeinflußte Wahl. Mag der Sohn als Kaufmann, Landwirt oder Gewerbetreibender u. s. w. sein erstrebtes Ziel finden, sobald er durch das Freiwilligen'Zeugnis usancemäßig „geaicht und abgestempelt" ist, und dazu ein tüchtiger Fachmann und Bürger, wird es seiner gesellschaftlichen Stellung nichts schaden. Findet er auch meist, dem eigenen Geschmack entsprechend den intimeren Umgangskreis innerhalb der eigenen Berufsgenossen, so ist ihm doch nach außen hin seine gesellschaftliche Stellung gewahrt geblieben. Anders, ganz anders bei der Frau! Das Gewerbe, zu dem die Frau, durch angeborene Sorgfalt für das Kleine, und durch besondere, oft überraschende Anstelligkeit und Geschicklichkeit vorzugsweise prädestiniert erscheint, stellt dieselbe erfahrungsmäßig jederzeit gesellschaftlich eine Stufe tiefer. Das werden alle diejenigen schon mit Schmerzen empfunden haben, denen innere und äußere Verhältnisse solchen Platz angewiesen haben. Modistinnen und Putzmacherinnen, Stickerinnen und Blumenmacherinnen, wenn sie eben nur ausführen und nicht selbst erfinden, und vor allem keine Gelegenheit besitzen, ihre „Erfindungen" durch ein großes Journal als geniale „Neu- !ei 14 Zahm hr. Aube! . Henzerlis) !r,3of.te ;er machen t V an dern on den betr da wir nost amen laatn schöpfung" zu verwerten, und damit einen Ministerposten bei Ihrer Majestät Mode einnehmen, werden von der weiblichen Aristokratie des Geistes für wenig mehr als eine gebildete Kammerjungfer angesehen. Und doch verlangen die meisten Gewerbe heute eine nicht geringe Bildung. In vielen Zweigen des Gewerbes ist die Industrie buchstäblich zur Kunstindustrie geworden! Toilette und häusliche Einrichtung müffen, um wirkungsvoll zu sein, ihren eigenen, den speziellen Bedürfnissen entsprechenden Charakter, den „Styl" tragen, den eben nur höhere Erkenntnis, echte Bildung und ein in Fleisch und Blut übergegangener Kunstgeschmack erkennen, und den verschiedenartigsten Forderungen desselben Rechnung tragen können. Anders im skandinavischen Norden! Nicht umsonst haben Ibsen in seinen Dramen, und andere nordische Seher ihren Landsleuten den Blick für die Menschennatur, und allerlei daraus entspringende soziale Schäden geöffnet und geschärft, und sie gleichzeitig in nutzbringender Arbeit das allgemeine Heilmittel erblicken lassen! Man hat in erster Linie das Prinzip der Gerechtigkeit gewahrt, indem man den überzähligen Frauen außerhalb des Hauses ein Arbeitsfeld eröffnete. Aber auch die Gesamtheit zieht Nutzen aus dem Aufgeben des früheren gezwungenen Drohnenlebens der Frau. Es ist anerkannt, daß sich die Frauen im allgemeinen, auch in öffentlicher Thätigkeit, pflichttreu und zuverlässig erweisen. Am meisten freilich kommt die Erwerbsfähigkeit der Frau der Familie selbst zu statten. Der Mann erkennt, welches Kapital von Arbeitskraft er in den ©einigen besitzt. Nach seinem Tode ist die Frau nicht mehr verlassen oder der Fürsorge unerprobter ftzeunde anheim gegeben, und die Töchter suchen sich ihren Weg, gleich den Söhnen — nach angeborener Beanlagung und «treffe für Depeschen: Anzeiger chietze». Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Matter für hessische Volkskunde. ter 14 Zahm ter 14 Zahm von Shicamba und Tambara, die Flußgebiete des Pompus und des Muira.....Wie ein Traum liegt der breite Strom vor uns da, spiegelglatt, und seelenvoll schlägt er seine Augen zum Himmel empor. Ein Kranz von grünen Inseln durchzieht ihn; an den Ufern sehen wir hier und da die vornehme Gestalt einer Palme. Auf der Flut tummeln sich ganze „Schulen" von Flußpferden, von denen es mir gelingt, zwei zu erlegen. Dann flammt der Abendhimmel über Lupata und Tampara empor, einer Schönheit, wie ich sie niemals übertroffen gefunden habe. Dürfen wir dieses Flammenzeichen als gutes Omen für die vor uns liegenden Aufgaben nehmen? Ach, die Zeiten der Omina und Zeichen sind für mich vorüber! Ich habe mich daran gewöhnen müssen, nur mit der brutalen Realität von Ursache und Wirkung zu rechnen. Als der flimmernde Sternenhimmel der Tropenwelt sich von neuem über die schlummernde Welt spannte, konnte ich wehmütige Betrachtungen über das Einst und Heute anstellen. Am 11. April ging unsere Bootfahrt zu Ende. Wir dampften auf Tambara zu, wo ich dem portugiesischen Kommandanten einen kurzen Besuch abstattete, und dann nach weiterer einstündiger Fahrt landete ich meine Expedition unfern der östlichen Einfahrt in den Lupataschlund, von wo aus ich meinen Marsch in's Innere antreten will." • „Zum Metzger bist du doch zu dumm." Aus dem Leben des Kardinals Krernentz wird folgende Episode erzählt: Philipp sollte nach dem Wunsche seines Vaters, der Metzger in Koblenz war, als ältester Sohn auch Metzger werden; der Vater ließ sich hiervon auch nicht durch Bitten der Mutter und der Lehrer abbringen, die das Talent des Knaben richtiger würdigten. Als er aber, aus der Schule entlassen, einmal ein Kalb jenseits der Mosel holen sollte, blieb er so lange aus, daß ihm sein Vater entgegengehen mußte. Er traf ihn an der Brücke, wo er sein Kälbchen vor sich herschob, lieber diese Ungeschicklichkeit des Sohnes war der Vater so erbost, daß er ihm das Kalb abnahm, ihm eine Ohrfeige gab und sagte: „Meinetwegen kannst du studieren, zum Metzger bist du doch zu dumm!" Schiffsnachrichten. Norddeuffcher Lloyd, in Gießen vertreten durch bk Äfltnten fcerl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 23. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnellpostdampser Trave, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 4 Uhr morgentz wohlbehalten in Newyork-ngetommen. Bremen, 23. Juni. (Per transatlantffchen Telegraph.) Der Postdampfer Bonn, CapitSn F. v. Trümbach. vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. ?r, und bie selben dm 8*. taten zu G aoteud, . " Siltige k >d zwar: jeiet tattiwgs-^' 10. JSfjuflSjrri» vierteljährlich 2 Mark 20 l«f| monatlich 75 Pf- mit Bringerlohn. Bei Postbezug R Mark 50 Pf^ >äerfrljährlich 0 U 'j ) Vermischtes. * Frankfurt a. M., 22. Juni. Ein bekannter hiesiger Ar'.,,! bchandelte mehrere Monate lang eine Dame, welche schtimr ' eibenb war und verschiedentlich Bäder und Heil- ftirktiitii nur Wiederherstellung ihrer Gesundheit aufsuchen mt tujif. Der Arzt genoß das Zutrauen seiner Patientin in i hohem Grade, bock vermochte er sie nicht mehr zu retmn, vielmehr ist die Dame vor kurzem verstorben. Bei de, 57 Testamentseröffnung zeigte es sich, daß der Arzt mit finib.ffl üsgat von einer halben Million bedacht worden xvo:?.l Die Verwandten erhielten den Rest. ♦ ( ine merkwürdige Auktion. Eine hübsche Scene spii«l!e sich kürzlich in einem Hause der Wallensteinstraße in ■ 8icn ab. Dort sollten die bei einer armen Frau gepochndÄen Möbel — nach österreichischem Brauch in der W'ivhiuin-g der Gepfändeten — verauktioniert werden. Dazu iniimitn ffich etwa dreißig Kauflustige in der Wohnung der GEHicketen ein, welche Mutter von sieben unmündigen rtitnbein ist. Als der Gerichtsvollzieher mit der Berste lligming begann, wurde jedoch gar kein Angebot auf die Ei Mlchtimgsstücke gemacht, und es wanderte ein Stück nach der ai anderen zurück. Nach einiger Zeit rief einer der An- weMm: „Meine Herren, es ist schon 1/i 12 Uhr, da stclHui sieben Kinder, und dort steht ein kalter Herd, geben wieder Frau eine Kleinigkeit, damit sie den Kindern was kocHni kann, und gehen wir." Die „Lizitanten" ver- anffWi-rt darauf unter einander eine Kollekte, händigten der an Ei trag der Frau ein und entfernten sich. ' Heues von Karl Peters. „Sambesi aufwärts" bet jiOarl Peters seinen neuesten Reisebericht, den er unterm 11.1 tyriil an Bord des „King" an die Londoner „Finanz- Ch"km!^ gerichtet hat. Wir entnehmen der umfang- rendtyn, Häschen und farbigen Darstellung die folgenden Stellen: IM wird mir nicht vorwerfen können, daß ich irgendwie ZeWbei der Vorbereitung meiner Expedition verloren hätte. Antn 2!.. Januar hatte ich London verlassen, am 9. Februar 1rach ich in Kapstadt ein, welches ich bereits am 12. Februar fiiri Hminesburg verließ. Hier langte ich am 14. Februar an mb machte die 3000 Meilen durch Betschuana-, Matabele- unUoittojschonalanb nach Beira, mit kurzen Unterbrechungen in iWuiivayo, Salisbury und Umtali, wo ich Geschäfte hatE mn Sonntag abend, den 19. Februar, bis Mittwoch mitüStz iben 15. März. In Beira zog ich meine Expedition zus MMku und begab mich, nachdem alle Geschäfte mit den porntkgiesfischen Behörden in zufriedenstellender Weise erledigt wa'Mi, nm Montag, dem 27. März, mit den Herren Silver, PwjiM Gramann und Sachs nach Chinde, wo wir Herrn ter M Zahiea e. . . . . ter 14 Zahm L! v ' W Uffi« «inlulnahme de- »»nla,-. fr Gießener wermk hem Anzeiger viermal beijriegt. Feuiürton. Die Irau im Heweröe. Zrjm iviternationalen Frauenkongreß in London (26. Juni). Bon Zo« von Reuß. (Nachdruck verboten.) Feminismus" heißt das Stichwort der Gegen- toa'iirt Die Emanzipation der Frau vollzieht sich leise, allMhIlch — aber unaufhaltsam! Die Kugel ist im Rollen untü'W ihr Ziel: die vollkommene Unabhängigkeit beS SBeäöte idurch sich selbst, die aus eigener Kraft errungene Leb^llung! Das frühere Drohnenleben der „fünf- tnititmyig Prozent Sitzengebliebenen" ist glücklicherweise ein : ürivunbener Stanbpunkt; sie bürfen schon heute teil’ neh Mi .am „Kampf umS Dasein" unb sich bafiir ihren fenWl Menschenglück auf ihre Weise suchen. tait ist abu auch ber Augenblick gekommen, wo für dasdt Achen, gleich wie bei bem Knaben, eine grünbliche PrMpz. seiner allgemeinen Befähigung, seiner speziellen BnMM unb Neigungen burchaus notwenbig erscheint. Das RecH jelllbstänbiger Arbeit ist erworben, es hat sich babei flbete tim verhängnisvoller Irrtum herausgebilbet, ein beff^mätoerter Uebelftanb entwickelt, ber bringenb Abhilfe verklangt unb erforbert. Jluir biejenige Fran, bie geistige Arbeit veM lichitet, ist im engeren Sinne gesellschaftsfähig ageblieben! Dagegen stehen sämtliche Frauen, bie iihnibercr — praktischer — Thätigkeit an ihren speMn, Neigungen, Fähigkeiten unb Bebürfniffen ent* fpwchntMs. gleich achtungswertes Ziel gefunben haben, qeseMGlich eine Stufe tiefer. Es hat sich also — ganz sichttA— eine weibliche Aristokratie bes Geistes unb Wissens WZ 1»' 5 anz»Aus ••••» Gießener Anzeiger General-Anzeiger .K.0*1 Ällia • es.' US Bekanntmachung, betr.: Jnvaliditäts- und Altersversicherung; insbesondere die An- und Abmeldung der sogenannten Lauffrauen. Nach Anordnung des Vorstandes der Jnvaliditäts' und AlterSver ficherunasanstalt Gr Hessen zu Darmstadt find die sogenannten Laus- oder Mouatsfraueu und Lausmädcheu nicht al» unständige, sondern als ständige Arbeiterinnen zu betrachten, weil sie in einem regelmäßigen Ärbeitsverhällnis zu einem oder mehreren Arbeitgebern stehen. Die Meldepflicht auf Grund des § 112 des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 und der Gr. Heff. Verordnung vom 30. September 1890 erstreckt sich somit auch auf die vorbezeichneten Versicherten. Wenn eine Person von mehreren Arbeitgebern beschäftigt wird, so ist jeder derselben zur Anmeldung verpflichtet; sür die Beiträge sind sie solidarisch haftbar. Die Beiträge laffen wir bei demjenigen Arbeitgeber erheben, welcher den höchsten Lohn zahlt. Die Arbeitgeber haben dann die Beitragsleisiung unter sich zu regeln; kommt eine Einigung hierbei nicht zu Stande, so ist zunächst unsere Vermittelung in Anspruch zu nehmen. Die An- und Abmeldung hat binnen 3 Tagen nach Beginn oder Beendigung des Arbeit« Verhältnisses schriftlich auf dem hierfür ein- geführten Formular dnrch den Arbeitgeber zu erfolge«. Versicherungspflicht liegt nur dann vor, wenn der Lohn einschließlich etwa verabreichter Kost welche anzuschlagen ist, ein Drittel des ortsüblichen Tagelohns (110 Mk. jährlich) erreicht, oder wenn neben diesem Laufdienst noch andere Lohnarbeit verrichtet wird. Es werden hiernach alle Diejenigen, welche ein Lausmädchen oder eine Lauffrau beschäftigen, aufgefordert, dieselben bei Meldung von Strafe sofort bei uns anzumelden, wobei wir noch ausdrücklich bemerken, daß die Verwendung der Beitragsmarken für diese Versicherten von jetzt ab nur noch durch uns erfolgen kann und daß Marken, welche von dem Arbeitgeber oder dem Versicherten selbst verwendet werden, keine Giltigkeit haben. Gießen, den 15. Juni 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 4816 Arbeits - Versteigerung. Nächsten Mittwoch, den 28. Juni, nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem Rathause zu Henchel- heim nachstehende Arbeiten und Lieferungen versteigert werden: veranschlagt zu 1. Erd-u. Chaussierung«, arbeiten 418,10^ 2. Liefern von Grundbausteinen 88,— n 3. Liefern vonDeckäeinen 186,— „ 4. Liefern von Pflastersteinen 501,— „ 5. Beifuhr dieser Steine 431,90 „ 6. Pflasterarbeiten(Hand- arbeit) 169,80 „ 7. Sandlieferung 140,— M 8. Steinsetzen 46,45 „ 9. Liefern und Legen von Zementröhren 369,60 „ 10. Maurerarbeiten 119,21 ,, Gießen, 23. Juni 1899. I. A.: Rohrer, 4892 Kreisstraßenmeister. Ilerlskigrrmlgen, Dienstag den 4. Ni I. nachmittags 2 Uhr, versteigere ick gegen Barzahlung: 1. Ludwigstraße 4 dahier: 10 Lagerfäffer, alsdann 2. Neustadt 55: 1 Kukuksuhr, 6 Regulateure, 3 Fahrräder, eine Partie Schuhwaren, 30 Eichenstämme, 1 Patent- sesiel, 1 Sofa, 1 Waschkommode, 1 Spiegel, mehrere Stühle und andere Sachen. Versteigerung zu 1 findet bestimmt statt. 4905 Born, Gerichtsvollzieher. HiMudlJiwrtf H. Kettler empfiehlt stets vorrätig: Kaffee- und Thee-Gebäck Kuchen und Torten etc. Gefrorenes in verschiedenen Lorten nnd anerkannter Gnte. Ausschank von 3912 la. echt Pilsener und Münchener Bier. Zarte, weisse Kaut jugendfrischen Teint erhält man sicher, © Sommersprossen • verschwinden unbedingt beim täglichen Gebrauch von 2664 Bergmann’s Lilienmilch-Seife von Bergmann & Co. in Dresden. ä Stück 50 Pfg. in der Engel-Apotheke. 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