Äs '*• »St- k"*A ** Nit btl h-rr° ' Samstag den 27, Mai 1800 !h?, 122 Erstes Blatt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Aczugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringcrlohn. - Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. I «rahme von Anzeige« zu der nachmittag- Ar den Uis-ben lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. k lch-int täglich i! Ausnahme deS MontagS. Alle Anzeigen-DermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Sießener Anzeiger entgegen. Dir Gießener ltienvtälter !«><■ dem Anzeiger i»:<«mNich viermal beigelegt. Anrts- und Zlnzeigeblntt für den Tkreis Gietzen. ffiftfcohion, Expedition und Druckerei: Zchulßrahe Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter sür hessische Uoltrskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. MlnOose» tfntfltrhar Die Eröffnungs-Feierlichkeit findet statt am er K Winuiinw kpvIL Donnerstag, dem 8. Juni, mittags 12 Uhr, am großen Ringe. Worms, Rh86------------ Die Ausstellung ist beschickt durch 340 Pferde, {Rrffttlttftttrtrfilttlft 1240 Rinder, 215 Schafe, 480 Schweine, 80 Ziegen, zahl- reiches Geflügel, Fische, alle landw. Erzeugniffe, namentlich dl Die BereinSmttglieder und Landwirte des Kreises Samen, Braugerste, Hopsen, Wein, Butter und Käse, Frisches llIvllRr ld) die nachstehende von der Deutschen Land- unb -Dauer-Obst. ferner Handelsdänge- und Handelssutter- 1 -Mi chasts-Gesellschasi ergangene Einladung zur Wander- mittel, Darstellung der Landeskultur des Großherzogiums »-rsiimmlnog und Wanderausstellung zu Frankfurt a. M. Reffen und des Reg,-Bez, Raffel und etwa 3000 Maschinen IIZ, m »■—13. Juni ds IS, aufmerksam und empfehle den and Geräte, namentlich auch neue Erfindungen. Im großen ®iU(” ,eser Ausstellung. Ring werden vormittags preisgekrönte Pferde und Rinder, * Willy £||| Gießen, den 23. Mai 1899. sowie Gestüts-, Soldaten- und Gebrauchs-Pferde, nachmittags g. unb 90 Psg Der Direktor des landw. Bezirksvereins. Gesamtausstellungen von Pferden und Rindern vorgeführt v. Bechtold. werden. ---------- Die Wanderversammlung der Gesellschaft besteht Mer Dmttcke Landwirttckatts-Kefemckatt. in Versammlungen, Abendunterhaltungen und Ausflügen, an V «UlWWirHWJUJW yejKUjiljcqi. welchen nur die Mitglieder der Gesellschaft teilzunehmen chirmherr: Seine Majestät der Kaiser. berechtigt sind. Die öffentlichen Versammlungen finden am Einladung Freitag, dem 9. und Samstag, den 10. Juni statt; von ofp Put? Pfii MWauderverfammluug uud Wanderausstellung Mittwoch, den 7. bis Samstag, den 10. Juni werden für 1 ul/1 UI Frankfurt a. M. vom 8. bis 13. Juni 1899. di- Mitglieder der Gesellfchaft abends Zufamm-nkllnfte ver- mehrfMh»W Unter dem Präsidium Sr. Königlichen Hoheit *"1 h I i us-pufe-p SÄÄÄi;« —1 b X«Datschen Landwirtschafts-Gesellschaft in den Tagen vom Die besonderen Einrichtungen derAusstellung, ist vollkommen onschiob:- L!i. bis 13. Juni in Frankfurt a. M. statt. Alle Mitglieder btc Tagesordnungen für die Versammlungen und die Reise- emals seine ror^jicheP- d I.Esellschaft, sämtliche deutschen Landwirte, sowie auch pläne für die Ausflüge sind in den „Mitteilungen" der Gutachten tod 3 dliik Ltiiidwirte der Deutschland benachbarten Länder werden Gesellschaft, dem täglich erscheinenden „Tageblatt', sowie in 'henukemivS/obB*.!'- Uitrjii freundlichst eingeladen. dem „Führer", den alle die Ausstellung besuchenden Mit- dw Der Ausstellungsplatz, an der Mainzer Land- Wieder im Empfangsraum kostenlos erhalten, veröffentlicht, n'l-ßcr gelegen, ist vom Hauptbahnhof mit Straßenbahn Das Schauverzeichnis über den gesamten Inhalt ILL to"h1 Fuß leicht zu erreichen, vom Innern der Stadt find derAusstellung, sowie für Nichtmitglieder auch der „Führer", Lierbindungen zum Platz. * ' welcher in diesem Jahre einige Fingerzeige über die zweck- iHWWlwil ÄinWohnungsnachweis befindet sich in den Händen mäßigste Zeiteinteilung für die Besichtigung der Ausstellung, 1 d Ä Herrn G. Lismann, Frankfurt am Main, Kaiser- ferner Beschreibungen und Karten der Stadt und ihrer Um- itira6e 110a, der auf dem Hauptbahnhof eine Auskunftsstelle gebung erhält, werden am Eingänge der Ausstellung verkauft. a eiiimGen wird; alle weiteren Auskünfte, auch die erforder- Die Eintritspreise für die Ausstellung sind folgende: , nberall n habti ■? jj Karten, Schriftstücke und Abzeichen, werden ausschließ- Dauerkarten: „ T nb lich im Empfangsraum am Eingang der Ausstellung, Mainzer für Nichtmitglieder 10 Mk. Hl.) LAÜftr-aße, ausgegeben. für Mitglieder 3 Mk. tzextratt. Uebersicht Über Wanderversammlung und Wanderausstellung zu Frankfurt a. M. 1899. ■ --------------s ■ 18519 Kussselr»ng Abend- Anterhaktuugcn laike.fi für die Ae* Versammlungen Ausflüge 5 Mlwoch, icn Ti, Juni Richten der Geräte-Neuhetten und der milchwirtschafllichm Ausstellung Vorprüfung der Pferde und Rinder 12 Uhr: Ordnerversammlung. Rachm. 3 Uhr: 1. Vorstandssitzung. , Rtchterversammlungen. EmpfangSabend tm Zoologischen Gartm MV-UVM" D!mn'Stag, verlange nur J« Um 8 Uhr früh: Befichttgung der Ausstellung. Richten. Um 12 Uhr: Eröffnungsfeier. Hieraus: Vorführung der Pferde. 7 Uhr: Vorführung der Pferde. Rach«. 4 Uhr: 1. GesamtauSfchuß- Sttzung. Gartenfest tm Palmmgarten. ' HMhainiang^ geholt > Jttitmg, ite Befichttgung der Ausstellung, Richten. 8Vi Uhr vorm.: Prüfung der Gebrauchspferde tm Wagen und unter dem Reiter. Vormittags von 10—1 Uhr unb nachmittags von 4—7 Uhr Vorführung der preisgekrönten Pferde und Rinder. Vorm. 8 Uhr: Ackerbau^Abtellung , 8 , Obst- und Weinbau- Abteilung. Mitt. 12 , Saatgut-Abteilung. Nm. 1 , LandeSkultur-Abtetlg. „ 4 , Fischereioersammlung ■ 4 , Gtflügelzüchterver- sammlung. Festvorstellung tm Opernhaus und Konzert tm Forsthaus, Ntederrad tm Frankfurter Walde. » Smmleud, m Besichtigung der Ausstellung. Vormittags von 10—1 Uhr und nachmittags von 4—7 Uhr Vorführung von Gesamtausstellungen und der preisgekrönten Pferde und Rinder, der Gestüte, MllttSr- pferde, Wagen- und Reitpferde. Vorm. 8 Uhr: Dünger-Abteilung. * 8 , Tierzucht-Abteilung. Nachm. 1 , Hauptversammlung. „ 5 „ Geräte-Abtetluug. Abendfest im Zoologischen Garten. Besuch der Versuchs« Ration Darmstadt am Samstag von 4—6 Uhr Sonntag , 8—6 , Montag , 8—6 „ sgws* L ÄlUlilg, i< Inn Ü J Ull Wie am 10. Juni. Rhetnheffen (Laubenheim, Nierstein, Oppenheim). Ried-Rhetnhefien, (Mönchhof, Weilerhof, Geinsheim, Nierstein. deviHIum Wie am 10. Juni. Vormtttags 9 Uhr: 2. Gesamtausschutz- Sitzung. Hierauf: 2. BorstandSfitzung. Rhetngau, Getfenheim, Niederwald, Darmstadt, Kraoi chstein MS' / 1 1 1 Nni .... SEIL Wie am 10. Juni. Abends Schluß der Ausstellung. Wetterau (Friedberg, Steinfurt, Nauheim). Kulturtechntscher Ausflug in die Wetterau. Alzey, Schnfftenberger Hof, Erbesbüdesheim. 'jSt W' BMivoech, >ewk,33uni Wiesbaden, Chemische Werke Biebrich. für die Damen und Angehörigen der Mitglieder und der Inhaber von Dauerkarten 3 Mk. Karte» zum einmaligen Hirttritt: erster Tag 3 Mk. zweiter und drstter Tag je 2 Mk. vierter, fünfter und sechster Tag je 1 Mk. Die nebenstehende Uebersicht gibt ein gedrängtes Bild der Reihenfolge der Veranstaltungen, vorbehaltlich kleiner Abänderungen. Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft. Aas Direktorium: von Arnim, Vorsitzender. Bekanntmachung. Die Provinzial Fohleuweide bei Merlau beginnt in diesem Jahr am 1. Juni. Die Fohlen müssen an diesem Tage zwischen 10 und 2 Uhr mittags daselbst mit gezeichneter Halfter und Kette, sowie mit Gesund Heils sch ein von Großh. Bürgermeisterei oder Veterinärarzt abgeliefert uud den 30. September d. I. um dieselbe Tageszeit abgeholt werden, wobei der Besitzer beim Einfangen behilflich sein muß. Die Fohlen erhalten, neben Behandlung und Weidefutter auf zirka 34 Hektaren, jeden Morgen vor Austrieb 4 Pfund Heu, abends 3 Pfund Hafer, sodann Grünfutter von Kleegras, Hafer oder Gerste mit Wicken abends auf die Raufe aus der Bereinskasie. Jeder Besitzer kann jedoch Haferzusatz in Natur oder durch Selbstzahlung geben lassen. Das Weidegeld für bezeichnete Zeit von 4 Monaten beträgt pro Fohlen 54 Mk. 90 Psg. oder pro Tag 45 Pfg. und muß die Hälfte beim Eintrieb und die andere Hälfte vor dem 1. August l. I. an die Verwaltung resp. Großh. Baurat Dr. Dieffenbach in Grünberg bezahlt werden. Allen- fallsige Kurkosten der Fohlen muß der Eigentümer bezahlen. Letzterer kann wegen begründeter Verhältniffe sein Fohlen zu jeder Zeit zurücknehmen und bezahlt dann nur die benutzte Weidezeit. Kranke und bösartige Tiere, sowie über l!/4 Jahre alte Hengste, welche die anderen Tiere stören, können ausgeschlossen werden. Sonstige Auskunft erteilt der genannte Großh. Baurat Dieffenbach. Die Tage des Ein- und Abtriebs werden bei der Zahlung mitgerechnet. Laub ach, den 20. Mai 1899. Der Präsident des landwirtschaftlichen Vereins von Oberheffen. Friedrich Graf zu Solms-Laubach. Bekanntmachung, betr.: Die nicht fabrikmäßige Herstellung und die Verwendung von Acetylengas. Die zahlreichen schweren Unglücksfälle, die sich in letzterer Zeit in verschiedenen Städten infolge der Explosion von Aeethleugas ereigneten, geben uns Veranlassung, die Vorschriften der nachstehend abgedruckten Verordnung in Erinnerung zu bringen und deren genaue Beachtung dringend anzuempfehlen. Gießen, den 19. Mai 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Verordnung, die nicht fabrikmäßige Herstellung und die Verwendung von Acetylen betreffend. Vom 22. Februar 1898. Aus Grund des Art. 290 des Polizeistrafgesetzes, sowie des § 2 der Verordnung vom 30. Oktober 1851, die Anlage und den Betrieb von Gasfabriken und die Anlage von Gasometern betreffend, wird Folgendes bestimmt: § 1. Wer außer im fabrikmäßigen Umfange Acetylen Herstellen oder verwenden will, hat dies spätestens bei der ersten Inbetriebsetzung der Gasentwicklungs-Apparate der Ortspolizeibehörde anzuzeigen. § 2. Die Entwickelung und Ausbewahrung von Acetylen darf nicht in oder unter bewohnten Räumen und nicht in Kellern erfolgen. Die Räume, in denen die Gasentwickelung stattfindet, müssen durch eine Brandmauer oder einen isolierenden Luftraum von Wohnräumen getrennt fein. Die Gasentwickler dürfen nur unter leichter Bedachung aufgestellt werden. § 3. Die Räume müssen hell, geräumig und gut gelüstet sein, dürfen nur durch Dampf- oder Wasserheizung (XX) erwärmt und nicht mit Licht betreten werden. Die Thüren müssen nach außen aufschlagen. ... Die Entlüftungsrohre der Räume und der Gasentwickler dürfen nicht in Schornsteine münden, die Entlüftunqsrohre der Gasentwickler sind bis über das Dach zu führen. § 4- Die Apparate zur Entwickelung und Aufbewah- «rung von Acetylengas müssen so eingerichtet sein, daß in ihnen kein höherer, als ein Ueberdruck von einer Atmosphäre sich bilden kann. r wider diese Aushebung ist ja bekanntlich schon viel geschrieben worden, und man muß zugestehen, daß in I *"eler Hinsicht beider Meinungen berechtigt sind. In den großen Städten sind die Privatanstalten mit ihrem billigen Porto für den Massenverkehr zu einem Bedürfnis geworden, I "iw sie werden schmerzlich vermißt werden. Dagegen lassen sich manche hervorgetretene Mißstände nicht wegleuqnen, die I bi" um so helleres Licht auf den korrekten und durchaus sicheren Dienstbetrieb der Reichspost werfen. * J?ic vLw Staatssekretär des Reichspostamts in Aussicht gestellten Ermäßigungen für den Ortsverkehr schlagen immerhin ms Gewicht. Man konnte es bisher nicht recht verstehen, weshalb Postkarten, Drucksachen und Warenproben 1 ore im Bezirke des Aufgabeamts verblieben, bei denen also von einer eigentlichen Beförderung nicht die Rede war, einem ebenso hohen Portosatze unterworfen waren, wie der- artige Sendungen, welche bis an die Grenzen des Reiches I . ^ch darüber hinaus, nach Oesterreich und Ungarn gingen. Hier wird hoffentlich recht bald Wandel geschaffen werden und, falls der Reichstag den Beschlüssen seiner Kommission zustimmt, so ist der im allgemeinen Verkehrsinteresse erzielte Erfolg ein derartiger, daß man mit ihm zufneden fern kann. Freilich bleiben ja Drucksachen im Ortsverkehr künftig immer noch erheblich theurer, als unter der Regie der Privatgesellschaften, und auch von Sonder- I abkommen bei Auflieferung von Sendungen in Masse wird I furderhm keine Rede mehr sein können, aber nehmen wir I das Zugeständnis der Postverwaltung erst mal als Ab- schlagszahlung an, und warten wir die Entwickelung des Ortsverkehrs ab, die voraussichtlich später noch weitere I Portoermaßigungen zulassen wird. . Der letzte große Saal ist ausschließlich der Ausstell £ des Verbandes deutscher Illustratoren gewidmet, die sich i*1 ^ühe gegeben haben, den großen Raum zu füllen: # diesem Grunde wurde jedenfalls auch die politische Karrikcrr zugelassen, die seinerzeit bei der Ausstellung des Verband in der Kunstakademie fernbleiben mußte. Viel neues ist auch hier nicht zu sehen; von besonderem Interesse sind 1 Zeichnungen Menzels. So, wie die „Große Berliner Kunst-Ausstellung 18- sich bei ihrer Eröffnung dem Beschauer präsentiert, bif': fie nur sehr, sehr wenig, das ihren Namen rechtfertig könnte, und es wäre am Ende besser gewesen, von ifyfl Veranstaltung abzusehen. Aber vielleicht wird der Gesa! eindruck ein besserer, wenn Mitte Juni die Wiener Kurgenossenschaft ihren Einzug gehalten hat, für deren Kolleg Ausstellung einige große Säle reserviert wurden. allerdings die Wiener imstande sind, Ersatz für den AuSp zu bieten, der durch das Fernbleiben der Berliner Sezessii^ und der mit ihr verbündeten Künstlergruppen entstanden erscheint zum mindesten sehr fraglich. Neben dem Triptychon von Speyer „Die apokalyptisch Retter sehen wir ein reizendes Genrebild von Dall'r« Bianca „Losgesprochene Seelen", zwei Mädchen, die lach' aus der Markuskirche kommen, wo sie soeben gebeiit c ^aben. Von den spanischen Malern haben Joft Beullm und Bilbao Gonzaga beachtenswerte Gemälde gesa'> Während aber der erstere in seinem „Landleben in Balcn-<- em Stück sonniger Natur schildert, giebt Gonzaga i ernstes, soziales Bild: „Im Vorzimmer des Pfandhaus sitzt ein junges Weib mit traurigem Blicke auf einer und betrachtet das auf der Erde liegende Bündel mit b § 5 An den Gasentwickelungs-Apparaten, Gasbehältern und Gasleitungen dürfen keine aus Kupfer bestehenden Teile angebracht sein. § 6. Calciumcarbid und andere Carbide dürfen in Mengen von mehr als 10 Kgr. nur in wasserdicht verschlossenen Gefäßen und in trockenen, Hellen, gut gelüfteten Räumen aufbewahrt werden. Die Lagerung in Kellern ist Gefäße müssen die Aufschrift tragen: „Carbid, gefährlich, wenn nicht trocken gehalten." § 7- Die zur Aufnahme flüssigen Acetylens bestimmten Haschen müssen durch einen weißen Anstrich und die Aufschrift : „Flüssiges Acetylen, Feuergefährlich" gekennzeichnet, mit Angabe der Tara und des Fassungsraumes in Litern versehen und auf 250 Atmosphären geprüft sein. § 8- Bei der Füllung der Flaschen darf das Verhältnis von 1 Kgr. auf 3 Liter Rauminhalt nicht überschritten I werden. § 9. Die Flaschen für verdichtetes Acetylengas müssen durch die Aufschrift: „Acetylengas, Feuergefährlich" gekennzeichnet und mit der Angabe des höchsten zulässigen Druckes versehen sein. Sie müssen mit dem doppelten des zulässiaen Druckes geprüft sein. b I § 10- Die mit flüssigem oder verdichtetem Acetylen gefüllten Flaschen sind gegen die Einwirkung von Sonnen- I strahlen und Ofenwärme zu schützen. §11. Flüssiges und verdichtetes Acetylen darf nur! in Gefäße gefüllt werden, an denen kein Teil aus Kupfer I oder Kupferlegierungen besteht. l , . § 12- Die Bestimmungen in den §§ 1, 2 und 3 finden keine Anwendung auf tragbare und solche Acetylengaslampen, | bei denen der Brenner mit dem Entwickelungsapparat un- I mittelbar und fest verbunden ist. -x Denjenigen, welche beim Erscheinen dieser Verordnung I mit Genehmigung oder mit Vorwissen der Ortspolizeibehörde | Acetylenentwickelungs-Apparate bereits glieder einer Friedenskonferenz nicht schicken tiM, K I r^nen tocT der gesalzenen Hotelpreise einen Stnü e I ' §cn* .Die niederländische Residenzstadt, die sonstK großen Fremdenverkehr aufzuweisen hat, besitzt nuur? Kobels, die Nicht einmal durch ihre Größe glänm. b w?Un 1 ?°n Ctni9e? ^unbert Personen ruft gleich eine Ur: ^°\unb bT* natürlich die Verdreifachung. Presse. Die hier versammelten Diplomaten sind b.lblch am ersten Tage zur Wahrnehmung gelangt, dai ihnen zur Verfügung gestellte Kredit für ihre Bedück lange nicht ausreichen wird. Das meiste Geld hat v. Staal mttgebracht, nämlich 150000 Rubel, die ihm in Regierung bewilligte. Er wird bis zum Schlüsse ' ulindestens das Doppelte ausgeben müssen, u I nongen Abgesandten beziehen 300-500 Franken M und dabei ist bei dem teuren Leben noch Sparsamkeit^' wendig! Recht knauserig hat sich das niederländische Je lament benommen, indem es für die gesamten Kosten-: die Summe von 75000 Gulden bewilligte, währem:: ©tabtöertretung von Haag überhaupt jeden Kredit ableim i^^^b.brländer sind nämlich einigermaßen erbittert Ä öie Nichtemladung der beiden stammverwandten südafrikanD Republiken und haben ihrem Mißmut dadurch AuÄlii geliehen, daß sie nur eine bescheidene EmpsangSsumme:r willigten. M.P.C. Berlin, 25. Mai. Aus Petersburg »irl un« geschrieben : Im hiesigen auswärtigen Am, glaubt trat bcftimmt£ Anzeichen dafür zu haben, daß mgi*Srti ??? aufgeboten wird, um die Konferenz im Saag in er., diplomatische Niederlage Rußlands auslaufen zu lafrx okm ZeeLen °dakd?7b"^' W b, mberrü^mten Komponisten bei der Arbeit durck Unb LEiette Mendelssohn sind >urch gute Portrats vertreten. Ein prächtiges Stillleben Hummern und Austern, hat A. Vollon gemalt. Von sebr guter Wirkung ist auch Karl Saltzmanns „Im Treibeis" kemi^k Segelschiff l'k Eise fest, während -in Schlepper l * 'st' -s «--der flott zu machen. Derselbe Künstler ist noch durch zwei weitere Bilder vertreten • Sommer- ibenb ,n ben Sofoten" und „Abend auf Maplin Sand" die ebenso wie das erstgenannte vorzüglich gemalt sind. Em besonders heftiger Kamps ist um den Postzeitunqs- taris entbrannt. Die Kommission hat die Regierungsvorlage mit cmigen geringen Abänderungen angenommen, dagegen dem Verlangen, die Beförderung von Zeitungen durch cr- prcsse Boten erheblich einzuschränken, nicht staltgcgebcm $ g. -,Se sch°-- °b°n gesagt, ist es noch fraglich, ob die Postvorlagen noch im Laufe der Sommertaqung im Plenum durchberaten werden, und Gesetzeskraft erhalten können flu wünschen wäre es dringend, da doch so manche Erlcichte^ rungen in Frage stehen, deren Einführung je ftüher desto besser erfolgt. Hoffen wir, daß der Reichstag noch recht hÄ 1h”« k6" ®ünl*cn °us schnelle Erledigung des den Verkehr fördernden Gesetzes Rechnung trägt FeuMeUm. Die große AerNner KunstAusstessung. Von Fritz Hansen (Berlin)." (Nachdruck derboten.) Die Malerei. (Schluß.) Recht interessante Werke enthält die Kollektiv-Ausstellung der Münchener Künstlergenossenschaft. Bon packender Wirkung ist da z. B. ein großes Bild von Curvn J™'1“' Em- junge Frau ist mit ihrem Kinde auf den Alpenhöhcn erschöpft medcrgesunken und eingeschneit Aber die zur Rettung ausgesandten Bernhardinerhunde haben die Verunglückten aufgesunden und rufen durch ihr Bellen Hilfe ^°°u Zwe, vorzüglich- Bilder hat F. Triebsch ausgestellt, ein Madchenportrat und ein Historienbild: „Leonardo ^,It8c Abendmahl". Der Künstler zeigt hier den Malersürsten vor einer Gruppe von Dominikanermönchen, denen er sein im Hintergrund sichtbares halb Stotiern r^hma be Von den bekannteren Münchener mri J* b uur wenige vertreten, -s scheint fast, als ob kür ^hr,nwenan Aufgabe gesetzt haben, das beste isbrn* 8r eaun9 iUc 6c^lten- Julius Exter, der all- erreat^ stellt b?er" «^^"phantastischen Bildern Aufsehen Eva"'aus h6H ann=l®eTnälbe "Adam und Nicht wett davon finden wir eine sebr oute Portratskizze des Erzherzogs Joseph August von R Schulte und em reizendes Genrebild von R. von Berger Das Resslem , auf dem die Figuren der beiden Bauernkinder in »»SÄXStS nac^ dem Glück", das schon einmal im Pariser" Künstlet hause zu sehen uvar und hier jedenfalls nur ausgestellt I Postgesetz em, welches die Allgemeinheit im höchsten Grade j interessiert, und deshalb wert wäre, noch im Laufe dieser Session erledigt zu werden, wozu freilich die Aussichten I .künftige sind. Die Reichstagskommission hat das Gesetz in zwei Lesungen durchberaten. Aus den Ver- handlungen sind besonders zwei Ergebnisse hervorzuheben: die beschlossene völlige Beseitigung der Privatpoftanstalten I und die Zusage des Staatssekretärs v. Podbielski, eine Reche von Portoermäßigungen herbeizuführen, welche den billigen Portosätzen der Privatposten sich nähern. Ursprünglich hatte die Regierung für die Festsetzung der einfachen Gewichtsgrenze für Briese auf 20 Gramm, für die Ausdehnung des Ortstarifs auf Nachbarorte usw die Erweiterung des Postzwangs für verschlossene Briefe auf den Ortsverkehr verlangt. Den Privatpostanstalten wäre damit die Beförderung verschlossener Briefe entzogen !?or$en- Da die Privatgesellschaften hierin aber den Ruin i lyres Geschäftsbetriebs erblickten, so ging die Reichstaqs- kommission über den Regierungsantrag hinaus und beschloß - unter Zubilligung einer angemessenen Entschädigung an alle Betroffenen — die gänzliche Aushebung der Privatanstalten. SBien 25. Thun unb Sz haben Besprech! zwischen Thun scheinen durch । «obi,25.3 geordnete einget Mehrheit. Pe Zanardellis bea China wird um M.Pa 31 giebt bttaitt bi jährigen großen forps (Eutin un Äreuj wirb zu bi Sriegs-Lazarette i starkes Personal Haag, 25. M- aus München iw sriebenssreu Kongresses üben Paris, 25. ^AssaS" mit der angekommen. London, 21 tagrs der i Blätter schwunc drücken, daß die bleiben mögt. M.P.C. tag Jltnman fuß eine Sanone erfunbe. Sbmitalitat itjm 11 geboten habe, die t Die ÄbmiraM h größeres Mvbeü; scheu Kanone ist c hnigen beschütze.' _ Warschau, 2k Stabt Baranor einem fnrchtba Das Feuer war Haus stürzte ein Das Elend ist er Alexandria,! «lle besser Situie Handel und Wan £ *nt. All. 6o,b nuer zehnt I i Cm y Mi ■ mit b,„‘Qn,|tt i ■ ««b WhU* ' °°4 totn A « ■6 ^eils in ;r Diens t r hem j IITWS* 6 1,6 btt @! (bit P 1 “M“« »it folg Deutsches Keich. , B-rliu, 25. Mai. Der Kaiser Körte beut. bts Kriegsministers v. Gvßier unb b/N I des Militar-Kabmetts v. Hahnke. B-rliu, 2b. Mai. Das Kaiserpaar ist mtttag von Station Wildpark aus kurz na<5 10 1M Kassel abgereist. 1 4,1 d Berlm, 25. Mai. Das Staatsministerin I |eute nachmittag 3 Uhr unter dem Vorsitz des - 1 Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berlin 25. Mai. Der V-rbandStaq beiii. ?nd Tclegraphen-Unterbeamun 3. Juni hier m Berlin zusammen. Man hofft ber Postverwaltung mit demAs^ Verbände sich auch Wege finden werden, die Span ? beseitigen, die zwischen der Postverwaltung und dem N beamten-Verbande besteht. ..B"li», 25 Mai. Aus Anlaß der heutigen L?f^r"9rboeä Uoli-Nisch-N P-rlame-^ ber „Nattonal-Zettung" aus Rom telegraphier, w? u°us°bilb°t° Kabinett, welches sich heute dem $ J ber Kammer eine unfreundlich- @timw2 äu6erfte Linke sowie die Anhänger ZanardG. ® ^nd bereit, sofort -ine Parlamentschlacht Rudinis Haltung gilt noch als unsicher. Die b« Kammerpräsibent-n Zanarbelli wird als Pr°„» , @nFli^dtftUn9 «“r ,üngft.cn Krisis angesehen und sqs? Kabinett tn Verlegenheit. wurde, weil es eine ganze Wand füllt. - Di- phantastische Sm01•CmCi! ^°^c.n 5c[fen' an dem die Menschln in wüstem Durcheinander, einer den anderen rücksicht^os MtoeBernbTMnie^P0 " baS aIS Phantom dahin- schwebende Glück zu erreichen. Das Bild ist in seinen wenen d"eNs se?r .gut durchgeführt und verdient nicht nur wegen der sensationellen Darstellung allgemeines Interesse. ?rnfiC/n^rai*^-CrK 2Banb ^sselben Saales sehen wir das 6sb Kossack „Gardes du Corps bei Zorndorf das sich im Besitze des Kaisers befindet. P wahren, prächtigen Bttder ^ert^or^ö^eber6^^ar^öruL^atllUnh I ^^achtet das auf der Erde" liegende Bündel mit ®r Dresdener und Kleidern - ihr letztes, das sie jetzt, wenn i den Berlinern: Skarbina, Dittmann Voael und hnr hIYph I an.^le ^mmt, dem Pfandleiher übergiebt, um ber Liebermann, unseren Berliner Ausstellungen w Anseben nnh I Zwingen Geldbetrag zu erhalten. Das Bild ist Bebeutung verhalfen. An ihrer Stelle hat ma/die Kostüm- w?eder^ * U"b 9icbt die Gesamtstimml'i 1 L ......-- - — -— gezogen. Befinden sich darunter nun auch ganz'hervor- so können diese doch niemals den durch ba.8r. 8crl,bleiben ber in ber Sezession vereinigten Künstler Ausfall ersetzen. Gleichwohl settn hier noch erwähn? m bC" H°"h'lälen ausgestellten Gemälbe t.§ 1r3'. Zuwiberhanblungen gegen bi-se Verorbnung werben, sofern baburch nicht nach b-n bestehenben Gesetzen eine schwerere Strafe verwirkt ist, nach Art. 290 des Polizeistrafgesetzes bestraft. * S ., Borstehende Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft. Darmstadt, den 22. F-bruar 1898. Großherzogliches Ministerium des Innern. Finger. Dr. Kratz. Die Postgesetznovelle nach der Kommisfious- Lesung. Einen breiten Raum in den Ausgaben, welch- dem Reichstag- zur Lösung gestellt sind, nimmt bekanntlich das M.P.C. Von hervorragenden Roman«, Novellen-, fr (innen» und Luftspieldichtern waren zu den Sachver- ftndigen-Beratungen im Reichsjustizamt wegen Abänderung Urheberrechts u. a. eingeladen: Osterrieth, Wilden- lnich, Sudermann (der aber wegen seines Gesundheits- pstamdeS der Einladung keine Folge geben konnte), E. Wichert nb Wolfgang Kirchbach. M.P.C. Von konservativer Seite wird, wie man hört, kraus hingearbeitet> die Hypothekenbanken-Ord« vor der Vertagung des Reichstags nicht mehr zu klari'de kommen zu lassen. bescheidene SmpsM toi. Aus $ et etil i auswärtigen Ar u Haden, daß w Die Konferenz in Wands auslc trden hier die Bc i vor, ohne daß diesem ein zur Beihilfe zugeteilt ist. Eine Assistentin | Zeit bis 30. Juni 89 Revisionen aus, welche dem dortigen Bezirk zugerechnet wurden. I Jl" Jahre 1897 wurden von der damaligen Fabrik- inspektron Mainz aus in Oberhessen 282 gewerbliche Anlagen revidiert. I . Die Zahl der inspizierten gewerblichen Anlagen beträgt I tm Betriebsjahr 318, und zwar wurden 276 Anlagen ein« I mal, 33 Anlagen zweimal und 9 Anlagen drei« oder mehrmal besucht. Im ganzen sind zur Zeit 940 (1897 nur 565) gewerbliche Anlagen, außerdem 18 Bergbetriebe (1897:17), I diesseitigen Bezirk bekannt, welche der Revision zu unter« I ziehen sind, sodaß von diesen 940 Betrieben 1898 in Summe etwa 34 Prozent revidiert wurden. Bei diesen ausgeführten Revisionen wurden angetroffen: 599 jugendlich männliche Arbeiter, 342 jugendlich weibliche Arbeiter, 5761 erwachsene männliche Arbeiter und 2243 erwachsene Arbeiterinnen; in Summe erstreckte sich daher der Arbeiterschutz auf 8945 Personen. Die Thatsache, daß im Berichtsjahr nur zirka der dritte Teil der Anlagen besucht wurde, hat seinen Grund nun einmal darin, daß im ersten halben Jahre Oberhessen von Mainz aus wenig besucht werden konnte und ferner in der zu erledigenden großen Schreibarbeit. Sodann sind durch den Gewerbeinspektor sowohl, als auch durch eingehendere Erhebungen so viel Betriebe mehr bekannt geworden, daß vbr Prozentsatz bis auf 34 herabgedrückt erscheint. That- sächlich sind im Berichtsjahre immerhin schon 92 Revisionen mehr ausgeführt als im Vorjahre. Aus dem eben Gesagten geht hervor, daß die Bildung der Gewerbeinspektion Gießen sehr notwendig war und Oberhessen viel mehr Industrie besitzt, als mehrfach angenommen wurde. Die Erhebung der den Gewerbeinspektionen unterstellten Betriebe wurde im Berichtsjahre von Großherzoglichem Ministerium des Innern in derselben Weise verfügt, als । im Vorjahre. Der Gewerbeinspektor hat die Betriebe ihrer Größe und Art nach eingöteilt in: A. Fabrikbetriebe mit 20 und mehr Arbeitern. L. Fabrikbetriebe oder diesen gleichstehende Anlagen mit weniger als 20 Arbeitern. C. Werkstätten und Betriebe mit motorischer Kraft. D. Werkstätten und Betriebe ohne motorische Kraft, welche durch Bundesratbekanntmachungen, Polizeiverordnungen, oder allein ihrer Ausdehnung wegen der Revision zu unterwerfen sind. Nicht mitgerechnet aber sind unter D einfache Acetylen- I gaöanlagen, zur Beleuchtung von Warenlagern, öffentlichen I Gebäuden, Restaurants oder Privathäusern. Diese Anlagen unterliegen einer besonderen Polizeiverordnung. Eingegangen ist im Berichtsjahre an größeren Be- I trieften 1 Hochofenwerk in Gießen, welches am 1. Dezember I 1897 noch 94 erwachsene männliche Arbeiter und 2 junge I Burschen beschäftigte. (Fortsetzung folgt.) Lokales und UrsvinMes. Gießen, den 26. Mai 1899. *• Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogtums Hessen Nr. 7, ansgegeben am 17. Mai, enthält: Ausschreiben des Großherzoglichen Oberkonsistoriums I an die evangelischen Dekanate und Pfarrämter (Nr. 11) vom 25. April 1899: „Wie Sie aus der Anlage („Blätter für hessische Volkskunde" Nr. 1») ersehen, hat sich mit dem Sitze in Gießen eine Vereinigung gebildet, die es sich zur Aufgabe macht, die noch vorhandenen ursprünglichen Aeußerungen des heimatlichen Volkslebens in Rede und Sitte festzustellen und zu sammeln, um sie gleichsam aus dem Strome der Zeit für die Nachwelt zu retten und zugleich durch die liebevolle Beschäftigung mit des Volkes Art und Weise die Liebe zur Heimat und die vaterländische Gesinnung zu stärken. Wissenschaftliches und vaterländisches Interesse reichen sich also hier die Hand. Man hat sich der Erkenntnis nicht verschlossen, daß man ohne die Mithilfe der Geistlichen jenen Zweck kaum erreichen werde. Denn der Geistliche, namentlich auf dem Lande, erlangt 1 meistens eine ziemlich genaue Kenntnis des Volkslebens, besitzt aber auch zu derartigen Forschungen die nötige Bildung, wie sich denn von jeher zahlreiche Geistliche dadurch ausgezeichnet haben, daß sie das Volk in seiner Sprache und Sitte zu erfassen verstanden. Wichtige Dienste haben sie dadurch der Wissenschaft und dem Vaterlande geleistet und den thatsächlichen Beweis für die innigen Beziehungen, welche zwischen Kirche und Volksleben bestehen, geliefert. Gerade in unserer Zeit, wo feindliche Kräfte dieses Band zu lösen bemüht sind, sollte die Kirche im Volksleben nur um so fester Fuß fassen. Da sich nun die „Vereinigung für hessische Volkskunde" um Ihre Mithilfe bemüht, so empfehlen wir Ihnen die thunlichste Förderung des Unter- I nehmens, wozu der anliegende „Fragebogen zur hessischen Volkskunde" in Nr. 1 des Vereinsblattes hinreichende Anweisung bietet. Gewiß wird mancher von Ihnen in der Erforschung der Volkssitten und Volksvorstellungen an der Hand dieser Anleitung eine anregende und befriedigende Nebenbeschäftigung finden. Auch kann Ihnen gewiß gar manches, was Ihnen bei solchen Nachforschungen aufstoßen wird, für das Amt wertvolle Fingerzeige und Winke geben. Die Ergebnisse Ihrer Ermittelungen aber werden Sie gerne der gedachten Vereinigung (zu Händen des Vorsitzenden, Herrn Geh. Hofrats Profeffor Dr. O. Behaghel in Gießen) zur Verfügung stellen, damit sie an der Sammelstelle ver- I arbeitet und in den übrigen Stoff eingefügt als Beiträge I zu einer hessischen, weiterhin auch einer deutschen Volks- I künde dienen. Den Dekanen empfehlen wir, zur Förderung I der Sache den Gegenstand auf die Tagesordnung der Pfarr- I konferenzen zu setzen und sich die Sammlung und Weiter« I *) Gratis-Beiblitt zum Gießener Anzeiger. Dem Jahresbericht IW Großh. Hessischen Gewerbe-Inspektors der Gewerbe-Inspektion Gießen (die Provinz Oberhessen umfassend) für 1898 cntiNoictt wir folgendes: I. Allgemeines. Bä Leben m M N Wil« ' ,n Anreise einen r 7 Residenzstadt, die: ^weisen hat, besitzt durch ihre Größe gfc rt Personen ruft M : natürlich die Lecke- nmelten Diplomaten' - Wahrnehmung gM- lellte Kredit für ihn- ud. Das meiste k rtschland als diejenige Macht „anzugeben", die es darauf loschen habe, Rußland hineinfallen zu lassen. Von der Kit, chen Regierung hier abgegebene Erklärungen lauten ganz nixrs, die Zuverlässigkeit der deutschen Politik steht aber ßi unsere Staatsmänner in den Kaiser Nikolaus so sehr üer allen Zweifel erhaben, daß diese neuen Versuche, öetn g. frutffchland zu verdächtigen, es sei mit bösen Hinter- zusannn,d ' sanken nach dem Haag gegangen, von vornherein verfehlt Der «scheinen. Umschau, 25. Mai. Die 1800 Einwohner zählende SZ^I Baranow im Gouvernement Lublin wurde von ei«M jsurchtbaren Brande vollständig eingeäschert. DilÄ Fimer war an allen Ecken angelegt. Ein brennendes stürzte ein und begrub 15 Personen in den Flammen. DimlTbend ist entsetzlich. «loxandria, 25. Mai. Hier herrscht große Panik. AM,bessser Situierten flüchten wegen der zunehmenden Pest. HcMl und Wandel stocken. Der größte Teil der Geschäfte ist II Dorrt. Alle hier einlaufenden Schiffe werden in Port ©cM einer zehntägigen Quarantäne unterzogen. vas $Qi( Das S». !u§ Anlaß her k. 'Zischen rus darla« -lcheS sich c »•■fite >ch °ng-seheu £ ... Ausland. Ißien, 25. Mai. Der Kaiser hat heute vormittag Shilin und Szell in längerer Audienz empfangen. Sodann Iper Besprechungen zwischen Szell und Goluchowsky und Wischen Thun und Szell stattgefunden. Die Gegensätze feinem durch das Eingreifen des Kaisers gemildert zu sein. Aom, 25. Mai. Zur Kammersitzung sind 400 Ab« mrdiiete eingetroffen. Die Regierung rechnet auf 80 Stimmen Aehcheit. Pelloux wird die Ablehnung der Demission . Auiaii dellis beantragen. — Das italienische Geschwader vor ' Hna wird um drei Schiffe vermindert. M.P.C. Italien. Die „L’Italia militare e marina6 • ßiifit bekannt, daß das italienische Rote Kreuz an dem dies- z „ihrig! n großen Manöver zwischen dem 1. und 2. Armee- >!ckps, Turin und Alexandria) teilnehmen wird. Das Rote z»iioz!wird zu diesem Zweck zwei vollständig ausgerüstete ' miegs Lazarette aufstellen, für deren Bedienung ein kriegs- I 'Kkes Personal aufgeboten wird. Haag, 25. Mai. Heut? wird Frau Professor S e l e n k a Ä'ünchen im Namen von 400 Frauen-Vereinen eine WffdienSfreundliche Petition an den Vorstand des klkMisffes überreichen. Pnris, 25. Mai. Gestern abend ist der Dampfer mit der Expedition Marchand in Port Said a aigefoynmen. I in den einzelnen Pfarreien gewonnenen I ts,toifc6 angelegen sein zu lassen." Der hiesige Gesangverein I A'jnn 7 ^Elcher sich an dem zu Kreuznach anläßlich I Jubelfeier des dortigen Gesangvereins „Lpra veranstalteten Sängerwettstreit beteiligte, hat wie- L BC,TTh ^sch°n Erfolg zu v-rz-ichmn. In demselben der zweite Preis zuerkannt. Jrc’S besteht m einem silbernen Pokale im Werte von 0 und einer Geldprämie von 30 Mark. Geleqent« ®°5 cttoa swei Jahren zu Bockenheim stattgehabten greife 9 be |^' . rmrch die auf Grund der Verordnung vorn 15. Juni Pfandleiher ilbty^, 1894Vn-fsolgte Neueinteilung der Gewerbeaufsichtsbezirke ist ,u erhalten- die ' „Serverbeinspektion Gießen" mit Wirkung vorn 1. Juli (bt vorB^- ISMAdLrch Abtrennung vorn früheren Aufsichtsbezirk II lMWvhesffen und Oberheffen) gebildet worden. Sie umfaßt ^-stauSsM^'5 ’!» Provinz Oberheffen. Zur Zeit steht derselben . HermSewerbeinspektor Engeln vor, ohne daß diesem ein “5r das Heer 1 k-tt die Thatsaä den Soldaten ftc 1 j Wei mtMtn M, ft «*«; He b M öS . 4146] jüngeres Mädchen für mittags per sofort gesucht. _________Marktplatz 21, L_ 4149] Ein anständiges, solides Mädchen, welches etwas von der Kücke versteht, wird zu zwei Damen gesucht. Eintritt 1. Juni. Näheres durch Frau Hüttenberger, Seltersweg 67. ,4140] Ich suche Mädchen, welche selb- ständig kochen können, sowie auch Hausmädchen bei einzelne Herren und einzelne Damen auf bald. Auskunft erteilt Frau Müller, Teufelslustgärtchen 26, 2 big 3 Frhnnöbchkn unter sehr günstigen Bedingungen gesucht. Konfektion Hermes, 01939 Hildebrandstraße 1. bei eintretendem Bedarf sich die schöne und reichhaltige Kollektion In Strohhüten für Herren und Knaben Uhtf neu wwd c ratrg in Paketen zu 40Pfg. bei 18„ 1 Benner & Krumm. Ikeischverdingung. Am 2. Juni 1899, vormittags 10 Uhr, Wird im diess. Geschäftslokale — Licher- straße 23 — der Bedarf an Fleisch und Wnrstwaren für die Garnison Gießen auf die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 1899 verdungen. Die Lieferungsbedingungen liegen im Geschäftslokale auf, dieselben können auch gegen Zahlung der Selbstkosten bezogen werden. Schriftliche und versiegelte Angebote sind im Geschäftslokale vor Beginn des Termins mit der Aufschrift: »Angebot auf Liefer-! ung von Fleisch und Wurstwaren" versehen, abzugeben. 4114 Großh. Garnisonverwaltung. Die Lieferung von 907 Stück Sahn« grcnzstetnerr für die Neubauftrecke Lauterbach—Grebenhain soll verdungen werden, wozu Termin auf Montag den S. Juni 1899, vormittags ll’/4 Uhr, im Büreau der Bauabteilung zu Lauter-1 bach angesetzt ist. Bedingungen können! daselbst eingesehen, auch gegen kostenfreie! Einsendung von 70 Pfg. (nicht in Briefmarken) von uns bezogen werden. Zu-1 scklagsfrist 4 Wochen. 4061! Lauterbach (Heffen), den 8. Mai 1899.1 Sroßh. Hessische Eisenbahnbauabteilung. I ^5^41 1143 Man S A erlange A 11 P anü na. V 8^* Qualitätsmarke. Maschi»k»fabrik Grihner Akt.-Ges., gurlndj. „ Begründet 1872. ca. 2200 Arbeiter Alleinverkauf der Gritzner-Fahrräder: Fr. Krogmann, Giessen, | Fahrrad - Handlung und Reparaturwerkstätte. Laden mit Wohnung per 1. Juli zu vermieten. 4116 ____________ G* »anheimer. 4169] Anständige Arbeiter können Kost und Logis erhalten Kanzleiberg 5, 4162] Pferdestall zu vermieten. ' ___________Südanlage S. 4029] Große, Helle Werkstatt mit Lager und Bodenraum (evtl, geteilt) zu ver- M'eten. ________ Neustadt 15. ilfsfrRäder her und dehneIL Sodor Sodorfabrik Zürich. ÄrzHitkempfoMeri v!^ciiPiTis5Srcnt; ee Ärztlich empfohlen. Preise stehen auf den Etiketten. Spinat wird billig abgegeben. 4179 Joh. Lenz, Frankfurterstraße 123. 01935] 3-Zimmerwohnung Bersetzungs I halber zu vermieten. Gteinstratze 29. 1814] Wegen Uebersiedelung des Herrn Direktors Steineke ist auf Juli die ' Belletage mit großem Balkon Ost anlage 29 zu vermieten. 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