in. " Prätl,, r. Mk-S.W, Inta BverbiBd«ig nack «g. ln9' daß ich ig Gartenbefitzn, Beschueideo ng reeller Ab if Fraukjmter. durg. Wkiii Ach. b SW.O in „ 0 55 L Blatt, 0.« dM berechnet - devplatz 11 ifl rückgebracht. ooooe* russ. j t 01761 80. ostnmes. ( 900001 ve on ° bestens Mischung ewäh riet jen Aul; schmal, ro Kilo. K- Nr. 23 Erstes Blatt.Freitag den 27. Januar 1809 Gießener Anzeiger Henerat-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-VermittlungSstellen des In- und AuSlande- nehmen Anzeigen für den Gietzener Anzeiger entgegen. Erscheint hifjiefi mu Au-iiabme de- Montags. Die Gietzener KamisicuOtätker werden dem Anzeiger wöchentlich viermal dcigelcgt. R-jugspeeis öitttfiiäliri'ii! 2 Mark 20 Pjg. monatlich 75 Pfg. mit Briugcrlohn. Amts- und Zlnzeigeblatt fßr den Areis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hestische Landwirt, Zbtc|yc f„c ®[peW1u: #„|de«r »1,6«. Sch-lftr^- Nr. 7. Mütter für hessische UolltSlrunde. F-r-spr-ch-r Nr. SI. WP Kaisers Geburtstag. nser^.Kaiser vollendet heute sein vierzigstes Lebensjahr. Er tritt in das fünfte Jahrzehnt seines Lebens ein, begleitet von den innigsten Gebeten und wärmsten Segenswünschen aller treugesinnten Deutschen nah und fern. Seit etwas über einem Jahrzehnt trägt er Preußens und des deutschen Reiches Krone. Und von Jahr zu Jahr hat sich das persönliche Band zwischen ihm und dem Volke, dem Gott ihn zum Herrscher gesetzt hat, enger geknüpft. Denn über alle Verschiedenheiten der politischen Meinung hinweg, Die Deutschland leider in unnützem Parteihader so viel wertvolle Kraft verbrauchen lassen, hat überall in den Gemütern die Erkenntnis Wurzel gefaßt, daß es unserem Kaiser jnit seiner Regentenaufgabe ein heiliger Ernst ist, und daß er alle Kräfte seiner hochbegabten Persönlichkeit für sein Amt und für sein Volk einzusetzen gewillt ist. Das fühlt ein Volk bald heraus und das gewinnt dem Herrscher die Herzen des Volkes. Dem Aufrichtigen läßt es Gott gelingen. Wir können an des Kaisers Geburtstag Gott, dem König aller Könige, nicht genng danken für das Gelingen, das er bisher dem Kaiser in seinem Herrscherberuf gegeben hat. Es ist durch Gottes Gnade dem Kaiser vergönnt gewesen, unserem Vaterlande den Frieden zu erhalten außen und innen. Von der gewaltigen Machtstellung, die das deutsche Reich unter dem Szepter Wilhelms I. errungen hatte, ist nicht nur nichts verloren gegangen; nein, es ist Wilhelm II. gelungen, das Ansehen Deutschlands in der Welt noch zu mehren, im fernen Ostasien friedliche, hoffnungsreiche Eroberungen zu machen mit deutschem Fleiß und deuscher Tüchtigkeit neue Wege zu gesegneter Thätigkeit zu bahnen. Vor allem aber hat erst im vergangenen Jahre die Jerusalemsreise des Kaisers gezeigt, daß er sich bewußt ist, wo die starken Wurzeln der Kraft unseres Volkes liegen. Sein freudiges und lautes Bekenntnis zum Evangelium hat unser aller Herzen wohlgethan und uns aufs neue gewiß gemacht, daß im Hohenzollernhause das Wort Gottes und die Sache Christi allezeit aufrichtige Bekenner und tapfere Streiter finden wird. Keine größere Wohtthat für ein Volk als ein Herrschergeschlecht, das mit ihm denselben frommen und freien Glauben teilt und aus der Quelle des ewigen Lebens immer frische Kraft schöpft zum Wirken für das gesunde und kraftvolle Leben des ganzen Volkes. Darum stimmen wir heute froh und dankbar mit dem ganzen Deutschland in den Rus ein: Gott segne, schütze und erhalte unfern geliebten Kaiser und König und sein ganzes Haus! Deutschland und der neue Bundesgenosse im Wettbewerb. Die englische Politik bietet gerade jetzt wieder alles (uif, um das Deutsche Reich in das englische Fahrwasser zu krängen. Da ist es doppelt angebracht, auf alles hinzu- iveisen, was uns vor England warnen muß. Was die Ge- itzichte uns lehrt, haben wir erst unlängst hervorgehoben. Diesmal sei ein anderes Moment betont. Täuschen wir uns doch nicht! Nächst Rußland sind Wit’ es, die England am meisten im Wege stehen. Rußland ledroht Indien, dessen Besitz England erst zur Weltmacht cmporgehoben hat; Deutschland aber ist der englischen Industrie, trotz aller Kapitalinteressen noch die Wurzel der englischen Größe, gefährlich geworden. Nicht ohne Grund sicht England unsere Fortschritte im Handel, in der Industrie, Schiffahrt und Kolonisation auf jede Weise zu klemmen. Die Seele des modernen Englands ist seine Industrie. Dieses Land ist sozusagen eine große Fabrik, und das Monopol für seine Industrie bildet das Landesinteresse, dem alles dient: Volksvertretung, Aristokratie, Krone und Diplomatie. Seitdem die englische Industrie ihre Märkte in der ganzen Welt sucht, haben die englischen Staatsmänner den Schutz dieser Industrie in die auswärtige Politik verlegt, denn sie sehen voraus, daß Die Uebermacht, die Englands Industrie und Handel nur gewinnen konnte, weil die Entwickelung des Festlandes während zwei Jahrhunderten immer wieder von Krieg und Umwälzungen unterbrochen wurde, bei ungestörter Fortentwickelung des Festlandes verloren gehen muß. Darum das Brandstiften schon seit Jahren! Neuestens möchte England den Gegensatz zu Frankreich, den es mutwillig verschärft hat, nach dieser Richtung ansbeuten. Englische Blätter von bekannter Bedeutung sind <3, welche die innere Lage der Republik als sehr gefährdet IMF* Abonnements "MG auf den Gießener Anzeiger für die Monate Februar und März werden von allen Postanstalten, den Zeitungsträgern und der Expedition, Schulstraße 7, jederzeit entgegengenommen und die bis zum 1. Februar erscheinenden Nummern den hiesigen Abonnenten gratis geliefert. „ansehen" und von der Möglichkeit einer Umwälzung sprechen. Sie erblicken in einem solchen Ereignis eine schwere Bedrohung des europäischen Friedens, weil die Herstellung der Monarchie in Frankreich nach aller Wahrscheinlichkeit zu einem Kriege hintreiben werde. Diese Prophezeiungen erinnern daran, wie lange man seiner Zeit in London gewisse Dinge in Armenien, Kreta, Mazedonien usw. „vorhergesehen" hat, und sie sind ebenso verdächtig wie der Umstand, daß englische Bankiers den Bonapartes eine Anleihe von vielen Millionen gewährt haben. Man dürfte nicht fehlgehen in der Annahme, daß englische Umtriebe auf die Herstellung der Monarchie in Frankreich geradezu hinarbeiten, in der wohlbegründeten Voraussetzung, daß die neue Monarchie zum Kriege gegen Deutschland schreiten werde, was die deutsche Regierung vollends in die Arme Englands treiben müßte, namentlich wenn Rußland auf die Seite Frankreichs treten würde. Dann müßte das Deutsche Reich den Krieg Englands gegen Frankreich und Rußland zu Lande führen, und England könnte sich begnügen, seine Seemacht geltend zu machen. Gerade in Deutschland hätte man alle Ursache, diesen Umtrieben ein wachsames Auge zuzuwenden. Durch einen solchen Krieg würde Deutschland, auch wenn es siegreich bliebe, ungemein leiden und auf viele Jahrzehnte in seiner Entwickelung zurückgeworfen werden. Das ist aber Englands schlau verhehlter Wunsch Aeußer- lich triefend von Humanität und Friedfertigkeit, hat es stets in den Kriegen der Festlandstaaten, die es teils herbeiführte, teils schürte, einen Segen für sich selbst gesehen, unterdessen die besten Geschäfte gemacht und beim Friedensschluß als der ungeschwächte Teil den Löwenanteil davongetragen. Unter der Maske des Bundesgenossen bleibt England der schlimmste Feind Deutschlands, denn der ihm gefährlichen Konkurrenz Deutschlands auf dem Weltmarkt will es sich mit allen Mitteln entledigen. Ein Krieg, wie England ihn herbeiführen möchte, könnte für Deutschland Folgen haben wie der dreißigjährige, der dem Reiche nicht nur die Niederlande, die Schweiz, Pommern, Lothringen und das Elsaß, sondern auch die militärische, politische und wirtschaftliche Vormachtstellung in Europa kostete. Handelspolitisch betrachtet, war der dreißigjährige Krieg für die konkurrierenden Völker eine ungeheuere Konjunktur. Das deutsche Volk, welches schon damals in Gewerbefleiß und Handel voranstand, trat auf einmal notgedrungen vom Mitbewerb zurück. Man braucht, um zu ermessen, was das bedeutete, nur zu erwägen, welcher Gewinn heute den mit England konkurrierenden Nationen zufiele, wenn England in einem Weltkriege zu Grunde ginge. Damals, als der 30jährige Krieg Mitteleuropa zerrüttete und entvölkerte, konnten die Gewerbe und der Handel Hollands und Englands alle Preise erhöhen und sich gewaltig ausdehnen. Auswanderer aus Deutschland (im weitesten Sinne) brachten dem Auslande einen riesigen Zuwachs an geschulten Männern, Verbindungen und Kapitalien, kurz, an produktiven Kräften. Das Jahrhundert dieses furchtbaren Krieges sah Hollands; größte Blüte, und von England sagt Hume zu derselben Zeit: „In keiner Periode der englischen Geschichte war ein fühlbareres Wachstum aller jener Vorteile bemerklich, welche ein blühendes Volk kennzeichnen." • * Seitdem ist England stets darauf bedacht gewesen, das Wiederaufblühen Deutschlands zu hemmen und zu hinderm. Die englische Politik hat seit 1815 alles aufgeboten, die nationale Wiedergeburt Deutschlands zu Hintertreiben, denn sie witterte in einem politisch starken Deutschen Reiche den gefährlichen Mitbewerber auf dem Weltmarkt. Die natürlichen Vorbedingungen für Deutschlands Beteiligung am Welthandel sind vollauf gegeben. Liegt zwar Deutschland für den Handel unserer Zeit geographisch nicht so günstig wie England, so liegt es doch inmitten von zahlreichen Staaten, die an seinen Thüren vorüber müssen, hat eine ausgedehnte Küste (ein Drittel seiner gesamten Grenzen) und besitzt Häfen, welche verhältnismäßig selten zufrieren. Seine natürliche Beschaffenheit läßt wenig zu wünschen. Je leichter zugänglich ein Land ist, nm so lebhafter ist auch und um so leichter bethätigt sich der Drang seiner Bevölkerung, in Verkehr zu der übrigen Welt zu treten. Das gilt für Deutschland ganz besonders, und seine zahlreichen Seehäfen sind um so wertvoller, als sie zugleich Mündungen schiffbarer Ströme sind, welche den Binnenhandel zu den Pforten des Welthandels führen. Die deutschen Küsten sind so fischreich, daß es häufig nötig ist, englische Raubfischer zu verscheuchen, und die Fischerbevölkerung liefert der Handelsflotte wie der Kriegsflotte eine vorzügliche Mannschaft. Der deutsche Nationalcharakter ist dem englischen wohl ebenbürtig. Auch die Deutschen sind zäh und fleißig, auch sie besitzen Ausdauer, Mut und vielleicht auch leidlich so viel Realismus, wie zu einer nüchternen Anschauung der Dinge erforderlich ist. Wäre die deutsche Bevölkerung den Gefahren des Weltmeeres nicht gewachsen, so gäbe es nicht so zahllose deutsche Matrosen ans den englischen Schiffen, so zögen nicht die Londoner Rheder die deutsche Bemannung oft der englischen vor. Während die französische Industrie in erster Linie eine Industrie der Luxusartikel ist, hat sich die deutsche Industrie gleich der englischen auf die Herstellung der Massenartikel, der Gebrauchsgegenstände geworfen und arbeitet für die breitesten Volksschichten. Ost ist sie unmittelbar für die Ansfuhr solcher Artikel auch nach halbwilden Ländern zugeschnitten. Dabei geht durch die deutsche Industrie wie durch die englische ein frischer Zug des Erfindungsgeistes. Infolge aller dieser Thatsachen ist Deutschland für England unbequem und wird dies gewiß noch in erhöhtem Maße werden. Das englische Volk glaubt, daß „Old England" in erster Linie durch das Aufblühen des Deutschen Reiches gefährdet sei. „Made in Gennany“ wurde anfänglich mitleidig belächelt, erregte dann Unwillen, weil cs so häufig vorkam, und sollte schließlich an Allem schuld sein. Welcher Deutschenhaß seitdem in England groß geworden ist, zeigt dort das ganze öffentliche Leben. Während die Engländer es selbstverständlich finden, daß sie ihre Waren nach Deutschland einführen, finden sie es unglaublich, daß die Deutschen auch nach England kommen und dort fast ebensoviel (!) Waren absetzeu, wie die Engländer in Deutschland. Das soll nur aus Betrug zu erklären sein und die Engländer um Verdienst und Brot bringen. Deutscher Reichstag. , 18. Sitzung vom 25. Januar. 1 Uhr. Am Regierungstische: Niemand. Tagesordnung: Antrag Hompesch und Genossen (Centr.) auf Aufhebung des Jesuitengesetzes. Hierzu liegen vor die beiden ihrem Inhalte nach übereinstimmenden Anträge Rickert (frs. Vg.) und Graf Lim- burg-Stirum (kons.), welche nur die Aufhebung des §2 des Jesuitengesetzes verlangen, wonach Jesuiten und Angehörige ähnlicher Orden oder ordensähnlicher Kongregationen, wenn sie Ausländer sind, ausgewiesen, wenn sie Inländer sind, ihnen der Aufenthalt in bestimmten Bezirken und Orten versagt oder angewiesen werden können. Abg. Graf Hompesch (Centr.) begründet seinen Antrag und erklärt, im Prinzip halte das Centrum an diesem Anträge fest, werde aber auch den beiden anderen Anträgen zustimmen und das darnach Gewährte als Abschlagszahlung annehmen. Die Abgg. Rickert (frs. Vg.) und Graf Limburg- S t iru m (kons.) befürworten ihre Anträge. Letzterer betont ausdrücklich, daß er von der Annahme des Centrumsantrages eine Störung des religiösen Friedens fürchte. (Widerspruch). Abg. Fürst Radziwill (Pole) empfiehlt dringend den Antrag Hompesch, während Abg. Dr. Hieber (nl.) sich gegen denselben wendet, weil die Thätigkeit der Jesuiten alle bürgerliche Freiheit vernichte und das sittliche Bewußtsein vergifte. (Unruhe, Widerspruch im Centrum.) Der Bundesrat möge doch endlich einmal diesen Anträgen ein entschiedenes „Niemals" entgegensetzen. Abg. Dr. Stockmann (Rp.) lehnt sämtliche Anträge ab. Abg. Delsor (Els.) erklärt sich für den Antrag Hompesch. In den Neichslanden sei das Verhalten des Bundesrates in dieser Frage ein Grund der öffentlichen Unzufriedenheit. Abg. v. Roon (kons.) erklärt, daß ein Teil seiner Freunde gegen jede Aenderung des Gesetzes stimmen werde. Abg. B los.(Soz.) hält die Anträge für berechtigt und stimmt deshalb für (dieselben. W M Damit schließt j die Debatte. Als SchlußreÄner ergreift noch Abg. Dr. Lieber (Centr.) das Wort. I Er bezeichnet den vom Abg. Hieber vorgebrachten Hinwais auf die Schweiz als einen Mißgriff; denn in einem Lanbke, wo Königs- und Frauenmörder frei herumreisten, könne ses nicht darauf ankommen, ob es die Jesuiten dulde obcjc nicht dulde. (Beifall im Centrum). Redner weist die Hegen die Jesuiten gerichteten Angriffe zurück und bemerkt schließlich, die Forderung des Centrumsantrages sei surr' das Centrum eine Frage des Rechts und der Gerechtigkeit. Kein Wort sei hart genug, um das Verhalten d,^< Bundesrats — er wendet sich gegen den leeren Tisch, ^es Bundesrats — richtig zu bezeichnen. Es sei das einet Rücksichtslosigkeit, die ihresgleichen suche. (Beifall und ^Widerspruch. Ruf: Zur Ordnung!) Damit ist die erste Lesung beendet. Es findet sofort die zweite Lesung statt. Die drei Paragraphen des Antrages Hompesch stehen zugleich zur Debatte. Bei der nach kurzer Beratung stattfindenden Abstimmung wird der Antrag Hompesch und der Antrag Graf Limburg-Rickert angenommen. Hierauf wird die Beratung des Antrages Agster und Genossen betreffend die Errichtung obligatorischer Gewerbegerichte fortgesetzt. Abg. Jacobskötter (kons.) giebt zu, daß die Gewerbe- gerichte sehr gut wirkten. Ihm scheine es aber, als ob der Antrag der Sozialdemokraten seine Spitze gegen die Jnnungs- schiedsgerichte wende und deshalb lehne er den Antrag ab. Dagegen stimme er der Kommissionsberatung der die gleiche Materie behandelnden Anträge Hitze und Bass ermann zu. Abg. Fischbeck (frs. Vp.) bemerkt, seine Freunde könnten sich für die Verleihung des Wahlrechts an weibliche Arbeiterinnen und für die Herabsetzung des Alters für die Wählbarkeit auf das 20. Lebensjahr nicht erwärmen. Seine Freunde beantragen Vorberatung des Antrages durch eine besondere Kommission. Abg. Bassermann (nl.) verteidigt die Ansicht, daß auch auf Anrufung nur eines Teiles die Gewerbegerichte als Schiedsgerichte in Funktion treten könnten; bei drohenden Streiks halte er die Gerichte für befugt, auch ohne Anrufung von einer Seite ihre Vermittelung anzubieten. Er beantrage, den von ihm in derselben Angelegenheit gestellten Antrag auf Einführung kaufmännischer Schiedsgerichte ohne Kommissionsberatung anzunehmen. Abg. Werner (Antis.) empfiehlt eine weitere Ausdehnung der Gewerbegerichte. Abg. Zubeil (Soz.) wünscht Annahme des sozialdemokratischen Antrages. Abg. Jacobsen (Hosp. d. frs. Vp.) plaidiert für die weitere Ausdehnung der Gewerbegerichte und empfiehlt den Antrag Bassermann zur Annahme. Abg. Roesicke (wildlib.) hat gegen die Annahme des die kaufmännischen Schiedsgerichte betreffenden Absatzes des Antrages Bassermann ohne vorherige Kommissionsberatung nichts einzuwenden. Damit schließt die Debatte. In seinem Schlußwort empsiehlt Abg. Sing er (Soz.) den sozialdemokratischen Antrag zur Annahme, während Abg. Hitze (Centr.) den von seiner Partei als Unterantrag zu dem Anträge Agster gestellten Antrag befürwortet. Hieraus wird der Antrag Bassermann, soweit er die kaufmännischen Schiedsgerichte betrifft, angenommen, ebenso der Antrag Hitze-Trimborn, soweit er denselben Gegenstand verlangt, der Rest der Anträge betr. die Erweiterung der Kompetenz der Schiedsgerichte gehj an eine 14 er Kommission. Morgen 1 Uhr. Fortsetzung der zweiten Etats, beratung. Schluß 5*/4 Uhr. Deutsches Reich. Darmstadt, 25. Januar. Seine König!. Hoheit der Großherzog reisen morgen vormittag zusammen mit Seiner König!. Hoheit dem Herzog von Sachsen- Koburg und Gotha nach Berlin zur Anteilnahme an den Geburtstagsfeierlichkeiten für Seine Majestät den Kaiser. Seine Exzellenz Generalleutnant Wernher, welcher sich heute von hier nach Gotha begiebt, und Ordonnanzoffizier Leutnant v. Klipstein werden sich im Gefolge Seiner Königl. Hoheit befinden. Berlin, 25. Januar. Der Kaiser traf Dienstag abend nach 9 Uhr aus Hannover wieder in Berlin ein und begab sich gestern morgen nach Potsdam. Dort traf er bald nach 9 Uhr am Langen Stall ein. Hier waren anwesend der kommandierende General des Garde-Korps von Bock und Polach, die Generale des kaiserlichen Hauptquartiers sowie das gesamte Ofsizierkorps des 1. Garde-Regiments und ferner die sremdherrlichen Offiziere. Nach einer Besichtigung der Rekruten der Leib-Kompagnie und der 7. Kompagnie des 1. Garde-Regiments z. F. fand zweimaliger Vorbeimarsch statt. Dann begab sich der Kaiser mit den Generalen und Offizieren nach dem Kasino des 1. Garde-Regiments, wo gefrühstückt wurde. Um 1 Uhr fuhr der Kaiser nach Berlin zurück. Berlin, 25. Januar. Aus sicherer Quelle erfährt die „D. W.": Bis jetzt ist der Kreuzer „Cormorau" thatsächlich noch nicht nach Samoa beordert. Dus wird erst dann ge* scbehen, wenn.der neu erbaute „Iltis" zur Ablösung des „Cormoran" in den ostasiatischen Gewäffern eingetroffen fein wird. Wahrscheinlich wird s. Z. der „Cormoran" den gegenwärtig vor Samoa befindlichen „Falke" ablösen und also als einziges deutsches Schiff vor Samoa verbleiben. Demnach ist eine Flottendemonstration zur Zeit keineswegs in Aussicht genommen. Berlin, 25. Januar. Die Ortsgruppe Bochum des „Alldeutschen Verbandes" hat in der Samoafrage folgende dem Reichskanzler zu übermitielnde Resolution angenommen: „Euer Durchlaucht beehrt sich der Alldeutsche Verband, Orts« gruppe Bochum, zu der anscheinend günstigen Wendung der Samoa-Angelegenheit seiner Freude Ausdruck zu verleihen; zugleich bitten wir Euer Durchlaucht, der begeisterten Zustimmung der unserem Verbände zugehörigen und nahestehen- den Kreise versichert zu fein, falls das Vorgehen des Oberrichters in Samoa und die Haltung der amerikanischen Regierung die Reichsbehörde zu einer schärferen Tonart nötigen sollte, um in der samoanischen Angelegenheit mit fester Hand den Vorteil des Deutschen Reiches zu wahren." — Deutschland und das Ausland. Anläßlich )er parlamentarischen Behandlung der schleswig'schen Ausweisungen macht die „Natl. Korr." folgende Bemerkung, die der Zustimmung eines jeden um die nationale Würde Besorgten sicher sein dürften: „In Rücksicht auf die Rückwirkung aller dieser Fragen auf das Reich ist auch ihre Behandlung aus dem Forum des deutschen Volkes gegeben. Sie muß in derselben Weise erfolgen, wie Fürst Bismarck und in seiner Tradition die gegenwärtige Leitung der auswärtigen Politik unausgesetzt die Behandlung der auswärtigen Angelegenheiten gepredigt, die ja auch durch ireußische Minister für das Reich geführt wird. Nämlich: )aß von vornherein in solchen Fragen jeder Deutsche, der die Sache des Reiches führen will, an die Seite der Re- gierung gehört, so lange nicht durch begründetes einwandfreies Beweismaterial der Widerspruch geboten ist; daß aber auch selbst in solchem Falle zu sorgen bleibt, daß der Reichsgedanke und das eigene nationale Interesse nicht zu kurz kommen. Die Schwierigkeiten, die allgemein- und wirtschaftspolitisch die kommende Zeit der Wahrung der Reichsinteressen, zumal auf dem Gebiete der auswärtigen Politik bringen wird, sind viel zu groß, als daß zugelasseu werden könnte, daß ein bleichsüchtiger Kosmopolitismus aus dem Fundament der nationalen Zusammengehörigkeit, dessen eine kräftige Führung der auswärtigen Politik nicht entraten kann, mit einer falschen Behandlung jener anscheinend rein preußischen Fragen leichtfertig einen Eckstein heraushobelt. Bon diesem Gesichtspunkte aus sehen wir dem genaueren Material entgegen, das die preußische Regierung behufs Rechtfertigung ihrer Politik in Nordschleswig dem Landtag in Aussicht gestellt hat. — Der „Hamburger Korresp." schreibt heute: „In der Berliner Mitteilung über Samoa ist die thatsächliche Lage einigermaßen durch eine Verwechselung des englischen Konsuls mit dem Oberrichter von Samoa, Mr. Chambers, der gleichfalls Engländer (?) ist, verschoben. Der Oberrichter, nicht der englische Konsul, hat die Wahl Mataafas beanstandet und das Obergericht geschlossen, was um so rätselhafter erscheinen muß, als er sich damit in Gegensatz auch zu dem englischen Konsul setzte, der ebenso wenig wie der amerikanische Konsul gegen die Wahl Mataafas Einspruch erhoben hatte. Für dieses Verhalten des Oberrichters fehlt bisher jede Erklärung." Damit ist die eine von uns besprochene Dunkelheit aus der Welt geschafft. Wahrscheinlich beruht auch die zweite Angabe, daß der Oberrichter selbst das Obergericht geschlossen haben soll, auf Verwechselung. Dies kann wohl der ganzen Sachlage nach nur der Munizipalpräsident gethan haben. Da die Berliner Meldung des Hamburger Blattes augenscheinlich auf offiziöser Information beruht, so wäre es erwünscht, wenn auch dieser Punkt klargestellt würde. Eine weitere Berichtigung ist ohnehin in dem Punkte notwendig, daß Chambers nicht Engländer, sondern Amerikaner ist. — Samoa betreffend, bringt die „Deutsche Warte" folgende verbürgte Nachrichten: Entsprechend den den Samoanern ausdrücklich gemachten Zugeständnissen hat fich der deutsche Konsul in Apia, der Hauptstadt von Upolu, der Hauptinsel >er Samoaner, sider Einwirkung auf die durch die Majorität der Samoaner erfolgte Wahl des Gegenkönigs enihalten. Nach der erfolgten Wahl des Gegenkönig- Mataafa haben )te Konsuln der drei interessierten Mächte, der deutsche, der en.ilische und der amerikanische Konsul diese Wahl anerkannt. Ob die drei Mächte den bisherigen Zustand fortdauern taffen wollen, oder ob man eine Auftellung der Samoa-Inseln eitens der drei Mächte beabsichtigt, darüber verlautet zur Zet noch nichts, da man betreffs der j tzt herrschenden Zu- tände auf den samoanischen Inseln noch nicht genügend orientiert ist; auch ist die Ursache und die Act der Differenzen zwischen dem obersten Richter, dem Amerikaner Ch-mber-, und dem Vorsitzenden des Gemeinderates, dem Deutschen Dr. Raffel, noch nicht geklärt. Die Erledigung der samoanischen Frage ist dadurch ichwierig, daß es sich um drei interessierte Mächte handelt, und baß von drei Punkten aus, von Berlin, London und Washington, die Verhandlungen geführt werden MÜffkN. ______________________________ Ausland. Wien, 25. Januar. Der Zweisprachigkeit der Verhand. ungen bet den Gerichten in Deutschböhmm dürfte nunmehr auch die Zweisprachigkeit der Aufschriften bei ben Gerichtsgebäuden DeMschböhmens folgen. Wie der „T.R." von dort mitgeteilt wird, ist soeben seitens des Oberlandes- gerechte» in Prag an die Bezirksgerichte in Deutschböhmen !)ie Aufforderung ergangen, innerhalb 48 Stunden (!) bekannt ; u geben, in welcher Sprache die Aufschriften bei den Bezirksgerichten abgefaßt sind. Dieselbe Aufforderung soll auch an )ie Kceisgerrchte ergangen sein. Zum Präsidenten des Ober* landeSgerichts in Prag wurde vor wenigen Tagen Pally, ein entschiedener Tscheche, ernannt; seine erste That nun dürste die Einführung der zweisprachigen Aufschriften bei den k. k Behörden in Deutschböhmen fein. So wird Stein auf Stein gesetzt zum Aufbau des Sankt Wenzelsstaates! Paris, 25. Januar. Ganz ohne Grund scheint der Feldzug BeaurepaireS gegen den Kassationshof doch nicht gewesen zu sein. Die dem Generalstabe nahestehenden Blätter behaupten wenigstens, die Regierung wäre infolge res Ermittelungsverfahrens über die von Beaurkpaire gegen Loew und Bard erhobenen Beschuldigungen thatlächlich ent» schlossen, der Kriminalkammer die Wtederaufnahme de» Prozesses DreyfuS zu entziehen. Andererseits erklärte der Justizminister einem Berichterstatter, die Ermittelung sei noch nicht beendet. Lokales und ProvilyieUes. Gießen, den 26. Januar 1899. • • Vorfeiern von Kaisers Geburtstag wurden, wie herkömmlich, heute in den hiesigen Schulen abgehalten. Im Großherzoglichen Realgymnasium und der Realschule nach olgendem Programm: 1. „Die Ehre Gottes aus der Natur", Motette für gemischten Chor von Beethovcir. 2. „Du Hirte Israels", Motette für gemischten Chor von Bortniansky. 3. Serenade für Streichorchester von Haydn. 4. Halleluja. Gemischter Chor mit Orchesterbegleitung aus dem Oratorium „Der Messias" von Händel. 5. Rene de l’homme de CourbiAre von Nordeck (vorgetragen von einem Unterprimaner). 6. Ansprache (Dr. Collin). 7. „Gesang der Deutschen", Lied für vierstimmigen Männerchor von Thiele. • * Von der Universität. Herr Professor Dr. Wiener hat einen Ruf nach Leipzig als Nachfolger des Herrn Professors Wiedemann erhalten. Wie verlautet, wird Herr Professor Wiener dem Rufe Folge leisten. * *cf Theaterverein. Als fünfte Vorstellung des Theatervereins ging gestern Gustav Freytags Graf Waldemar über die Bühne. Das Stück bewies auch diesmal wieder seine Zugkraft, die es seit über fünfzig Jahren auf dem Repertoire hält. Freytag zeigt sich uns darin in einer uns fremdartig berührenden Rolle, in der eines Dramatikers, der die Stoffe des französischen Sittenstücks aufgreift. Der Held trägt deutlich das Gepräge seiner Zeit, und in feiner Blasiertheit ist ein Element Byronschen Weltüberdrusses wie in der eines Mueset'schen oder einer andern französischen Roman- oder Schauspielfigur jener Zeit. Neu ist nur bei Freytag, wie er seinen Helden zu bessern unternimmt. Die Gestalten der Hauptpersonen muteten uns sehr vertraut an; wir müßten uns sehr täuschen, wenn die Marwood der Sara Sampson und ihre Drohung, sich an Mellefont dadurch zu rächen, daß sie an ihrer beider Kinde zur Medca werden wolle, nicht die Gestalt der Georgine in unserm Stück inspiriert hätte. Mellefont ist, wie auch der Graf Waldemar des ersten Aktes, ein verblaßter Lovelace, an den wir nicht umsonst erinnert werden. Freilich ist unser Waldemar ein Lovelace, der Werther und Faust und Childe Harold gelesen, die Eitelkeit jedes Genusses, jeder Thätigkeit eingesehen, und nun sein Leben kümmerlich damit ausfüllt, daß er sich bei leidenschaftlichen Weibern, wilden Pferden und ähnlichem Sport die eine und andere aufregende Sensation verschafft. Hebbel, der in seiner Julia einen Grafen Waldemar in einem späteren Stadium darstellt, scheint uns konsequenter als unser Dichter, wenn er eine Rettung seines Helden nicht für möglich hält. Auch der Rezensent will gestehen, daß hier die Umkehr des Grafen nicht überzeugend schien. Eine in der Leidenschaft begangene Verirrung zeugt weniger gegen den sittlichen Kern eines Menschen, und mag darum eher gesühnt werden, während' die von Genußsucht und Skeptizismus angefressene Seele eines frivolen Lebemannes, eine völlige Gesundung kaum zuläßt. Zum mindesten müßte ein solcher Mann durch das Läuterungsfeuer schwell Schicksalsschläge und tiefer Seelenpein hindurchgehen, nicht aber die ganze Umkehr auf ein bischen gebemütigte Eigen' liebe, ein bischen moralischen Katzenjammer unb ein bische* Liebe begrünbet fein. Freytag schreibt in biefer Gattunz von Stücken von unfern Dramatikern vielleicht ben geistreichst^ _ h N ft wrmftabtfa «den Reichs^ Reichstag er °«B°"kgesetzao' Waden an ij M in bieg Elchen bie H^zuges ü’ ^rden; 3) Bankgesetz! galten bet ' wä«. *£S bei Gertt' ßi latent. Don m haben gro L U« Gertrud ver nd MS frapper )«ste «id) °°" “ J faaen W-° sind noch nicht o Über aristokrathc Mi än unWW «ab vech teu es oMM bas durch sei romantischen § him« Miller r Inneres t geworben ift, 1 Keichil einer hohen Herrn z Pdliknm Schon phrnng war e Mr geschäßterk M des Grasen sichilnd natürlich bei dem unter d Energie und G immer der gleich Personen, ben Züchen MM -schieden gab. 1 beiden Künstlers Schloß) uud ■yxänlein Diu weniger srcher mal gutes g Spiel und i eine konventi xommene % jeugte Don geglitynefriftii Dich sch), btSfc Mau Stufe) Die Nebenrollen 'bie Regie jeu Zwischenakte li ien Zwischenak h., , d-r hi, Dominierte 4 mit w Don «5 Z Seit in Bayern in strenger Weise mit besten Scheuer. Freytags Bemerkungen über Zwischenakte ließen uns an G3 892 Marktftraße 4 Telephon 119. 362 treffen heute ein bei Vermietungen Nereine unb scheint bet ifiatlonsbof doch bt naWtnben ng wäre infolge eM^üre gegen thatlächlich ent» eraufnahme bei eitü erklärte bc cklelung fei noi A. fit G. Wallenfels. Markt 21. — Fernsprech-Nr. 46. □OOOOOOOOOOOD unterschiede, und damit auch ein von Norden nach Süden gerichtetes Lustdruckgefälle entstanden, welches für unsere südlichen Gebietsteile zu beträchtlichen Schneefällen Veran- lassung gab. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch trübes Wetter mit Schneefällen, namentlich im Süden. die Unhaltbarkeit und Unmöglichkeit der von beiden konstruierten Staatengebilde eingehender nach. Für ersteres System hat die gescheiterte Hertzka'sche Expedition nach Jnner- Asrika dies auch schon praktisch erwiesen. Jm Hertzka'schen Staat mit seinen für Alle freien Produktionsmitteln fällt alle Selbstbestimmung weg, man würde auch zu einer maßlosen Spekulation aller Kreise kommen. Das Bellamy'sche System hat sogar nicht einmal die sozialdemokratische Billigung erfahren; durch den Zwang in allen Teilen des Wirtschaftslebens muß alles und jedes Interesse der Einzelnen erlahmen; nur mit „idealen" Menschen, wie sie eben nicht existieren, würde dies vereinbar sein. Alles in allem ist die soziale Frage auch heute noch nicht ein bloßes Verteilungsproblem, und würde mit dieser Verteilung Elend und Not nicht aus der Welt verschwinden; nur ein rastloses Weiterarbeiten an der Verbefferung der Menschennatur, wobei aber die Fortschritte mit bescheidenem Maße zu meffen sind, kann für die Zukunft verheißend sein. (Lebhafter Beifall). X Darmstadt, 25. Januar. Die Beamten-Bau- genossenschaft dürfte mit ihrem schon erwähnten Bauprojekte von Villen zum Alleinbewohnen am Südende der Stadt Erfolg haben, was man daraus schließt, daß das s. Zt. von der Stadtvertretung abgelehnte Bauprojekt Bormet in dortiger Gegend infolge angerufenen Entscheides des Ministeriums jetzt realisiert wird; an der Villa wird bereits gearbeitet. r—7 Gamstag, 28. Sanuat 1899, DZ abends 8 Uhr im Safe Ebel: ±__S freier des Geburtstage- Er. Maj. des Kaisers. btt Serlwnbi 'örfte nwMatbr WAr bet be6 OberlaM Drutschböhim "den (!) betannt bei den Bezirkt, g soll auch an M bei Ober« Ng. ein Hat nun büche en bet ben k. L Stein auf Stein Grüne Häringe (feinster Backfisch) per Pfund 15 Pfennig empfiehlt J. M. Schulhof — Die feinsten Produkte der 1898er Thre-Ernte hat die bekannte Firma Meßmer im Verkauf. Wirklich feinster Souchong mit Blüien, und nicht nur dem Namen nach: „Kaiserthee" in 100 gr. Packfl. ä Mk. 1.— bezw. Mk. 1.25 find feiner al8 feit vielen Jahren und Kennern empfohlen. M-ßmerS Thee ist in den feinsten Kreisen etngeführt und wird an vielen deutschen Höfen getrunken. Verkaufstellen durch Plakate kenntlich. § Aus dem Ohmthal, 25. Januar. Nun kommt der Winter doch noch. Schon glaubte man, nach den überaus gelinden Tagen des Januar das Frühjahr sei im Anzuge. Thatsächlich hoben die Schneeglöckchen schon ihre weißen Köpfchen, und an Rosenstöcken konnte man das Treiben der Blattknospen bemerken; ja, in den Gärten ertönte der Gesang unserer Wintervögel. Seit verflossener Nacht hat sich aber das Blatt gewendet, ein eisiger Nordwind bläst, die Temperatur ist unter Null gesunken, und in der Luft wirbelt leichter Flockentanz. Recht so, sonst wäre ja vielleicht der diesjährige Winter — verfault. § Öber-Ohmen, 25. Januar. Am gestrigen Nachmittag kam aus der Richtung von Ulrichstein eine Zigeuner- bande in der Stärke von sechs Wagen und einem Dutzend Pferden hier an. Die Horde spannte aus, suchte die Pferde unterzubringen, und beabsichtigte hier zu übernachten. Wagen, Pferden und Geschirr nach waren es keine aus der ärmsten Klasse ihres Stammes, sondern standen sich als Pferdehändler und tüchtige Musiker besser. Jedenfalls glaubten sie deshalb, sich auch weniger bescheiden benehmen zu dürfen, als man es sonst von ihnen, ungeachtet der bekannten Zudringlichkeit, gewohnt ist. Genug, es wurden bald Klagen im Orte laut über die Frechheit der braunen Zugvögel. In gewohnter Weise, nur noch zudringlicher, bettelte das Weibsvolk die Häuser ab, und die Herren Zigeuner machten bald Streit wegen den Stallungen, bei dem sie einen hiesigen geringen Spieler, der zurzeit gerade anwesend, sonst aber auswärts seinen Unterhalt zu verdienen sucht, bedrängten. Die Gendarmerie zu Ruppertenrod hatte Wind von der Anwesenheit der Zigeunerbande bekommen; sie war bald hier. Auf die eingelaufenen Klagen hin verlangte sie den sofortigen Weiterzug der Zigeuner. Diese weigerten sich aber, in der Nacht aufzubrechen. Da wurde die hiesige Feuerwehr alarmiert. Kaum ertönte das Signal zum Sammeln, wie der Blitz räumte es aber jetzt von Zigeunern. In aller Eile holten sie ihre Pferde, spannten ein und vorwärts ging es. Sicherlich müssen die braunen Gesellen irgendwo schon einmal mit der Feuerspritze — diesem probaten Beförderungsmittel — Bekanntschaft gemacht haben. Die Gendarmerie erkannte in der Bande dieselben Zigeuner, die vor einiger Zeit in Elpenrod den damals berichteten Pferdehandel abschlossen. Die fliehende Horde nahm ihren Weg durch Ruppertenrod, und übernachtete in Lehnheim. Auch hier machten sie sich sehr eigenmächtig und holten Futter für ihre Pferde aus der ersten Dialog, nicht glücklich scheint er uns jedoch, wo er zarten oder tiefgehenden und gewaltigen Gefühlen Worte leihen will. Hier bleibt er fast immer nüchtern und steif, seine Affektsprache ermangelt der Kraft, der Innigkeit und Wärme. Das stört bei Waldemar, wenn bei ihm das Gemüt sprechen soll, bei Gertrud, bei Georgine und bei dem alten Hiller. Gertrud besonders bezeichnet eine Schranke von Freytag's Talent. Von der Marianne in Goethe's Geschwistern an haben große und kleine Dichter immer wieder sich an der Darstellung von Mädchen aus der gleichen Sphäre wie Gertrud versucht. Man weiß mit welchem Glück, und man braucht nicht besonders zu sagen, wie weit Freytag unter den meisten bleijtt. Dennoch gefällt sein Stück. Hauptsächlich verdankt es dies dem Umstand, daß es einen weltmännisch gewandten und fesselnden Dialog und nicht geringe szenische Vorzüge besitzt. „II faut phitöt frapper fort que frapper juste“, hatte einst Voltaire gesagt, und das gilt auch von den ziemlich unvermittelt herbeigeführten wirksamen Szenen unseres Stückes. Und diese groben Effekte sind noch nicht alles. Bürgerliche Bravheit, die nicht blos über aristokratische Verderbtheit triumphiert, sondern diese bessert; eine Sünderin und ein Sünder, die Buße thun; ein unnatürlicher Vater und eine unnatürliche Mutter, die ihr Kind verstoßen haben und von wildfremden Menschen, die es ausgenommen, beschämt werden; ein hübsches Bübchen, das durch sein bloßes Dasein, abgesehen von seinem romantischen Schicksal, an die weicheren Gefühle des Publikums appelliert; eine Magdalene, die uns einen Blick in ihr Inneres thun läßt und uns offenbart, wie sie das geworden ist, was sie ist; ein bestrafter Bösewicht; die Weisheit einer Gärtnerstochter, vor der der Witz eines hohen Herrn zu schänden wird: was kann ein deutsches Publikum Schöneres und Besseres verlangen? — Die Aufführung war eine der besten, die wir hier gesehen haben. Unser geschätzterGast, Herr Leffler aus Wiesbaden hat in der Rolle des Grafen Waldemar in vornehmer Haltung, sehr glücklich und natürlich den blasierten, müden Weltmann dargestellt, bei dem unter der Asche hie und da einige Funken von Energie und Gefühl aufsprühen. Der Charakter blieb immer der gleiche, wenn er sich auch den verschiedenen Personen, den beiden Frauen wie den Cavalieren, dem Fürsten Udaschkin wie dem Bedienten gegenüber immer verschieden gab. Der Darsteller wurde sehr wirksam von den beiden Künstlerinnen unterstützt, die Gertrud Hiller (Frl. Schloß) und Georgine (Fräulein Würdig) verkörperten. Fräulein Würdig, die die Knust der Abstufung früher weniger sicher übte, hat gerade nach dieser Seite hin diesmal gutes geboten. Herr Liebscher gab den Fürsten in Spiel und Maske trefflich. Der Diener Box — beiläufig eine konventionelle, aus dem älteren Lustspiel herübergenommene Figur — von Herrn Wilhelmi dargestellt, zeugte von Eifer und Hingabe, war jedoch keine ganz ausgeglichene Leistung. Die Darsteller des Grafen Hugo (Herr Dietz sch), des Gärtners Hiller (HerrW alter), der Frau Box (Frau Kruse) verdienen noch hervorgehoben zu werden. Die Nebenrollen wurden alle angemessen, einige gut gespielt. Die Regie zeugte von sehr viel Sorgfalt. Die langen Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 28. Januar 1899. Vorabend 5« Uhr, Morgens 9 Uhr: Geburtstagsfeier Sr. Majestät des deutschen Kaisers. Nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 6 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 28. Januar 1899. Freitag Abend 4*' Uhr, Samstag Vormittag 8« Ubr: Feier des allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät des deutschen Kaisers. Nachmittag 3 Ubr, Sabbathausgang 6 Uhr. Nachmittag 2«° Uhr Schrifterklärung in der Synagoge. Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 5 Uhr. (iiiififchluiuuii Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 26. Januar. Im weißen Saale des Königlichen Schlosses fand gestern Abend beim Kaiserpaare ein großer Ball statt, zu welchem an etwa 1800Personen Einladungen ergangen waren. Berlin, 26. Januar. Der „Vossischen Zeitung" wird aus Kairo unterm 18. geschrieben, daß die wegen des angeblichen Bomben-Attentats auf Kaiser Wilhelm verhaftet gewesenen Italiener mittlerweile ausnahmslos entlassen worden seien, da sich jeder Verdacht als unbegründet erwiesen hat. Die Leute scheinen nicht einmal Anarchisten zu sein. Rom, 26. Januar. Der Papst hat eine allgemeine Jubiläumsfeier für 1900 festgesetzt. Dieselbe dauert von Weihnachten 1899 bis Weihnachten 1900. Rom, 26. Januar. Das Haupt der Familie Bonaparte, Carlo Bonaparte liegt im Sterben. Paris, 26. Januar. Die meisten Blätter konstatieren, daß wiederum ein weiterer Schritt zu einer deutsch-französischen Allianz oder doch zu einer deutsch-französischen Verständigung gemacht worden sei. Man glaubt, daß diese Stimmung bis 1900 genügende Fortschritte gemacht haben wird, damit ein Besuch Kaiser Wilhelms zur Pariser Weltausstellung stattfinden kann. Paris, 26. Januar. Das „Journal" will wissen, ein Mitglied der Kriminalkammer des Kassationshofes habe erklärt: Wir sind gezwungen, die Schriftstücke, die sich im geheimen Dossier befinden, in Erwägung zu ziehen, denn man kann nicht bestreiten, daß sich in demselben wichtige Schriftstücke befinden, von denen man genaue Kenntnis haben muß. Paris, 26. Januar. Das Verhör Esterhazys mußte gestern mehrfach unterbrochen werden, weil seine Aussage die nochmalige Vernehmung der fünf früheren Kriegsminister erforderlich macht. London, 26. Januar. „Daily Mail" meldet aus Petersburg, von unterrichteter Seite werde versichert, daß trotz aller Dementis ein geheimer Vertrag zwischen Rußland und Afghanistan abgeschlossen worden sei. deu Zigeunern verfahren wird, scheinen dieselben unseren Vogelsberg zu ihrem Lieblingsaufenthaltsort gemacht zu haben. Mainz, 25. Januar. Die neue Kanzel in der hiesigen Garnisonkirche ist ein Prachtstück, das dem hiesigen Kunstgewerbe zur höchsten Ehre gereicht. Die Kanzel ist ganz in Schnitzarbeit (u. a. die vier Evangelisten in Reliefarbeit in künstlicher Ausführung) in romanischem Stil gehalten und in dunkelrotbraunem gebeiztem Eichenholz von dem Schreinermeister Herrn Rud. Schwarzmann hier nach den Entwürfen des Herrn Baurat Reinmann angefertigt. Darmstadt, 25. Januar. Ordensverleihung. Seine Majestät der Kaiser haben S. D. dem Oberleutnant Reinhard Prinzen zu Solms-Hohensolms-L ich vom Regiment der Gardes du Korps die Erlaubnis zur Anlegung des Großkreuzes des Großherzoglichen Verdienstordens Philipps des Großmütigen aller- gnädigst zu erteilen geruht. Darmstadt, 25. Januar. Gestern starb im 88. Lebensjahre Se. Exzellenz der Großh. Hessische Generalleutnant ä la suite Josef Frhr. Gedult v. Jungenfeld. — Finanzminister Küchler soll sich im Städtischen Krankenhause zu Charlottenburg am 21. ds. Mts. einer schweren Halsoperation unterzogen haben. Der Erfolg sei ein günstiger gewesen, und der Minister befinde sich verhältnismäßig wohl. Hoffentlich bestätigt sich letzteres. L. Darmstadt, 25. Januar. In per Fortsetzung der Technischen Hochfchul-Vorträge, die unausgesetzt starken Besuch von Damen und Herren der besten Kreise finden, ließ sich heute der Dozent für Nationalökonomie, Herr Professor Dr. Berghoff-Jsing über „moderne Schilderungen des goldenen Zeitalters" vernehmen. Er kam dabei hauptsächlich auf Hertzkas „Freilaud" und die kommunistische Schule von Boston (Bellamy mit seinem bekannten „Rückblick aus dem Jahr 2000" und seinem neuerdings erschienenen Werke „Gleichheit") näher zu sprechen, und wies 6b?, ***** y enifonen r e hflen s’*3«ühi ”*l(t». tr ^errnzn, Ch.inb?tt, 1 MtaDr. et samoanischtn brei interessierte M, von Berlin, öesührt werben Den Zwischenaktsvorhang in seinen Erinnerungen denken. —tz. •* Zum Reichsbankgesetz. Die Handelskammer in Darmstadt hat in ihrer Sitzung am Montag beschlossen, ax den Reichstag sofort eine Petition zu senden, in welcher der Reichstag ersucht wird: 1) den Artikel des Entwurfes der Bankgesetznovelle, betreffend die Bindung der Privatnotenbanken an den Diskontosatz der Reichsbank, zu streichen; 2) oder in die Novelle einen Paragraphen einzufügen, durch welchen die Privatnotenbanken in Fällen der Gefahr eines Goldabzuges an den Diskontosatz der Reichsbank gebunden werden; 3) daß in der Novelle eine Abänderung des § 19 des Bankgesetzes ausgenommen werde, wonach alle Zweig- Lnstalten der Reichsbank die Noten der Privatnotenbanken in Zahlung nehmen sollen. * Zirkus Drexler. Wie wir in Erfahrung gebracht, wird der hier noch in guter Erinnerung stehende, bestrenommierte Zirk ns W. Drexler, Europas größter Zelt- Zirkus, mit seinem großen und vorzüglichen Künstler- und I Pferde-Material Anfang Mai hier eintreffen, um einen Eyklus von Vorstellungen zu geben. Näheres darüber bringen zurzeit Annoncen und Affichen. '* Wetterbericht. Das barometrische Maximum im Nordwesten hat sowohl an Umfang, wie an Intensität noch beträchtlich gewonnen, und lagert mit einem umfangreichen Kerne über der Nordsee. Gleichzeitig hat sich aber das zestern bereits über dem Golfe von Genua erkennbare Minimum weiter ausgebildet, sodaß heute ein ziemlich aus- gebreitetes, wenn auch flaches Depressionsgebiet von den Alpen über ganz Italien und die Adria sich hinzieht. Da- vurch sind aber, zumal über Süddeutschland, ziemliche Druck- to. nuar 1899. ourben, wie hn abgehalten. Zr ■ KeaMe not W aus ba ori Seet^xm ÜM Chor Boi jtet von Haydn. Begleitung ans inbd. 5. N ^getragen m (Dr. Colliii immigtn Mm sor Dr. Wü-ol folger bes p clautet, wirb ellungdesThM .af Waldem' ih diesmal wiek fahren ans d- bann in * eines te auiyeifl- ; seit, Md i«J* ,dm Neu 'ft n%. unternimmt- U-S 019 <4 btt®’ >ie auch er Lovela ' x, M K her ThaÄ' sses, W r eil" . "Lin»« >' '«'"'S * * JU i4 ’Ä”« n Schellfische, Kabliau, Zander, Schollen, Fluß- Hechte, lebende Karpfen, Schleie rc. einaetroffen. 310 Prompter Versandt nach auswärts. ®Tr- I. M. Schulhof, Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Vierter Vertrag Freitag deu 3. Februar, 8 Uhr, in der großen Aula der Universität. 884 Herr Professor Dr. Wilhelm WeH (Hießen): Ceeil Rhodes und der englische Imperialismus. Karten zu Mk. 1.50 für Nichtmitglieder, zu 50 Pfg. für Studenten und Scküler sind in der Krebs'schm und Ricker'schen Buchbandluna m haben. Prima Mastgesiügel VL billigen Tagespreisen empfiehlt 544 A. Steinreich, Mengasse 2, Ecke Marktlaubeir. 893] Grünbergerstraße 3 ist der 2. Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, zu ver- mielen. Näberes daselbst.__ 0289] Ein schön möbliertes Zimmer zu vermieten_______Schulftraße 10, III. 0291] Schön möbl. Zimmer zu ver, mieten Ludwigftratze 14, pari. ÄL Schlachtham. 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Januar 1899. 898 Kiefernstämme von 20 bi* ä 28 cm Durchmesser und 10 J bi« 16 m Länge, mit 18,30 fm Fichtenstämme von 13 bis!M 29 cm Durchmesser und 10 £ bis20 m Länge, mit 186,0 lfm ä Fichten-Derbstangcn van 8 bis 13 cm Durchmess r, mit J 137,83 fm. M IkllkWUMk, I». griklhiH, Fensterleder, beste bcig.Cuai. A. Welz, Stlltrsweg 2. ht N te •“ ci hast bitz - mvorschrislsM^ 1 m Strafen mv Geschäft zu besä- G)it btt Revi Watztu vorhe machen zugleit! 8» obigem 1 wöchentlich an ^geschehen tun. Ferner rot Snidenroagen hrwf jingetoitfi Januar aui '»i Äihml 7*11» -chw ™er einem der gehört. ließen, hi Groß Versteigert werden: 1 Montag den SO. l. MtS., vormittags 10V4 Uhr, aus den Domanial- walddistrikten Hatloh (Seekopf) und Hupp der Forstwartet Langd: Stämme: 79 Eicken von 13—38 cm Durckm., 5—18 m Länge — 25,67 fm, 13 Escken von 11—24 cm Durckm., 8—16 m Länae — 3,13 fm, 27 Nadelholz von 8—17 cm Durchm., 9—16 m Länge — 10,82 km, 4 Bucken mit 3,05 fm und 1 Birke mit 0,25 fm; Berlin SW. yaueiroeiiraye i <, lenvet aut zduhicd '-pTuueotitjc n anderen ©prad’e kostenlos zur Ansicki. Bei Benutzung der obigem Prospekt v gefügten Bestell karte bitten wir, den Titel unserer- Zeitung anzngeben.___ . Palästina. Zum ersten Mal ausgestellt. Sy' Neu! Nack der Natur auf- ___genommene Stätten, welcke bei Wilh. Rudolph, ^tzt von den Kaiser!. Majestäten besucht Wohnung: In den Eichgärten 19. s wurden. Herrliche Prachtserie! Kölner Konsum-Anstalt C. F. 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Und gerade de praktische Hiusfrau, die mit R cht großen I Wert darauf l-schont werde, kommt mehr und mehr zu der Erkenntnis, daß es W in jeder Hinsicht die größten Vorteile in sich birgt, in einer DampfwaschanstUt wasch-n zu lassen. Die von mir verwendeten Maschinen find allerneucsten Systems und was denselben einen ganz besonderen Vorzug verleiht, ist der Umstand, daß durch dieselben vermöge ihrer vollendetste» Kon« struktion die Wäsche in geradezu auffallender Weise geschont wird. Da ich mir zum ersten Grundsätze gemacht habe, in meiner Anstalt ausschließlich Soda und I reine Kernseife zu benutzen, so soll die Art und Weise der Behandlung der Wäsche in meinem Betriebe W für niemand n ein Geheimnis sein, vielmehr lade ich zur jsderzeitigen B-sichtigung meiner Anlage Q während der Arbeitsstunden ein. Jeder wird mit Leichti.zk it sich davon überzeugen, daß die von mir ä angestr-btcn Re ultate: Absolute Schonung der Wäsche neben unübertrefflicher Weiße und Reinheit derselben in frappierender Weise erzielt werden. Oberhemden. Kragen, Manschetten rc. roerb?n nach Aielefekder Methode aufs feinste geplättet. Ferner mache ich darauf au'Merksam, daß das Bleichen der Wäsche auf meiner a-Sgedehnten d Raseubleiche erfolgt. ,, . , ., • S.e um geneigte Zuwendung Ihres Wohlwollens bittend, bemerk' ich noch, datz Die Ao- holung und Ablieferung der Wäsche in prompter, zuverlässiger Weise geschieht und zeichne ä 75 Pfg an, Kaffee stets frisck gebrannt u. gutschmeckend v. 80 Pfg. an D 9 Thee (Pecco) in schöner Ware v 2 Mk an Malzkaffee (Eosa^ per Pfund 0 Pfennig. Bruch-Schokolade per Pfund 95 Pfennig bei 3 Pfund 90 Pfennig. Friedrichsdorfer Zwieback pr. Paket 15Pfg. Pflaumen pr Pfd. 18 Pfg bei5Psd. 16Pfg. Beigen pr. Pfd. 18 Ptg. bei 5 Pfd. 15 Pfg. I reiselbeeren (mit Zucker eingek.) pr. Pfd. 42 Pfg., bei 5 Pfd. 38 Pfg. Delikaießfchinken 4 bis 6 Pfd. schwer, pr. Pfd. 65 Pfg. Rollschinken 4 bis 6 Pfd. schwer, pr. Pfd. 85 Pfg. Speck la. fett pr. Pfd. 65 Pfg., bei 5 Pfd. | 62 Pfg. Speck, mager pr. Pfd. 70 Pfg. bei 5 Pfd. I 65 Pfg. Solperfleisch ohne Knochen pr. Pfd. 65 Pfg. I bei 5 Pfd. 62 Pfg. Braunschweiger Solperfleisch mit Knochen I pr. Pfd. 50 Pfg, bei 5 Pfd. 48 Pfg. Sckweinesckmalz gar. rein pr. Pfd. 46 Pfg. bei 5 Pfd 44 Pfg. Frankfurter Würstchen pr. Paar 25 Pfg. Limburger Käse pr. Pfd. 45 Pfg. Mainzer Kaschen pr. Stück 5 Pfg. Holländer Käse pr Pfd. 78 Pfg. Edamer Käse pr. Pfd. 85 Pfg. Schweizerkäse vollsastig pr. Pfd. 95 Pfg, bei 5 Pfd. 90 Pfg Brühstückskäse pr. Stück 10 Pfg. ckloßküse pr. Stück 22 Pfg Grünkern ganz, per Pfd. 32 Pfg., bet I 5 Pfd. 30 Pfg. Grünkern gemahlen, per Pfd. 35 Pfg., bei 5 Pfd. 32 Pfg. . mr Linsen mittel, per Pfd. 20 Pfg-, bei 5 Pfd. I 18 Pfg. Linsen große, per Pfd. 28 Pfg-, bei 5 Pfd I 26 Pfg. Bohnen mittel, per Pfd. 14 Pfg., bei 5 Pfd- 12V, Pfg. Bohnen lange, per Pfd. 16 Pfg., bei 5 Pfd. 14 Pfg. Riesenerbsen ungeschält, per Pfd. 14 Pfg., bei 5 Pfd. 18 Pfg. Sago (Perl), per Pfd. 22 Pfg., bei 5 Pfd. 20 Pfg. 1 Sago (Tapioca), pr. Pfd.26 Pfg., bei 5Pfd. 24 Pfg. Mehl 0. 0 per Pfd. 16 Pfg., bei lOIfd. HV. Pfg. Brot 4 Pfd. schwer 39 Pfg. Gutes und billiges Kaufhaus für Lebensrnittel. Bei größerer Abnahme Extra-Prers- ennäßigung.__ 2^ ,r' Ziehung die Nummerliste, welche gratis und franko ausgegeben wird. Die Zusammenkunft ist beim Menges- häuserteich. Lich, den 26. Januar 1899. Dr. Dieffenbach. [897 Garten • cm Nahrungsberg zu verpackten. Näheres Seltersweg 36. Em allzrhendkr Kellner • sofort gesucht 0287 I Ä| .4T-g Kllchbmdttgkhilft gksuchi ^Gefl^schrtflliEe^ Offerten unter. A. G. Näb. in der Exp. d. Bl. 878 0292 an die Exved. dieses Blattes erbeten. 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