ÜTL ü'tolUit«. Prinzip,nicht. einfachster, Mieter "Wem, (pro 30 Pfg.) Man verlange ausdrücklich Zu haben bei 8073 ilnger, Löwen-Drogerie. feit 31 bekannten Khriytklbev ;t«rh, Hais. 5= unb ft dn Kinder. ES ist das epfkert und braucht Prospekt. Stets echt unter 7984 EaßeöS. ttf* 66. ick- und vierte Stempel iller Arten. iSempelMwerter.^etschch »hämmer, Ltahki-ölaggempel Ler jum Auszeiidnen, nqU Aker- unb AclltrmLa ttfletnnmmtrn. e-Lchilder UurWrnngev. Mtarne-, W Mb meu-öchitbn. 8172 >raf, Giessen, aB 11, (Schioßgaffe). pret-listen $u Dienst«. ^erkauf N|t8. ' WlU eipel ' 8054 •« und -lacken ank s I reicht | Ibiirste e ind Armee n,h 8Ruber, unver- h Die in der Bürste be- L-S SLiZL 5,5-».— * 1 Sattelzeug etc- neib und braun CtZen Hannen- ideutschland: Ä*«s , -nk». ^r. 279 Erstes Blatt. Sonntag den 26. November AK«SS Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg, vierteljährlich. Bezugspreis - vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In« und Ausland«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« vorm. 10 Uhr. Erscheint täglich mu Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamiliknb lütter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Nrnts- Lind Zlnzergeblcßtt fiw den Kreis GZeszen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Witter für hessische Ualbsbunbe. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Die erledigte Stelle eines Kreisftrasteuwarts mit dem Titz in Gieße» ist demnächst wieder zu besetzen. Bewerber wollen ihre Meldungen unter Angabe von Alter und seitheriger Beschäftigung, sowie unter Beischluß von Zeugnissen hierüber bei dem Kreisstraßenmeister Rohrer dahier bis zum 7. Dezember lfd. Js. einreichen. Gießen, den 22. November 1899. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Gießen. v. Bechtold. ______________ Bekanntmachung. betreffend die Ausführung des Gesetzes vom 7. Juli 1896, die Entschädigung für an Milzbrand und Rauschbrand gefallene Tiere betr. Der Kreisausschuß hat gemäß Art. 7 des Gesetzes vom 7. Juli 1896 die nachverzeichneten Personen als Schätzer und Stellvertreter für die Zeit vom 1. September 1899 bis dahin 1902 ernannt. Gießen, den 23. November 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Boeckmann. Gemeinden Ullendorf an der Lahn Aüendorfa.d.Lda. Allertshausen Attm-Busrck Annerod BellerShet» Beltershain BerSrod Bettenhause« Beuern Birklar Burkhardsfelden Glimbach Daubringen Dsrf-Gill Eberstadt mit ArnSdurg Ettingshausen Garbruteich Geilshausen Gießen Göbelnrod Großen-Buseck Großcn-Liuden Grünberg Grüningen Hattenrod Hausen Heuchelheim Holzheim Himgell Inheiden Kefselbach Klein-Linden Langd Lang-GSnS SaogSdorf Namen der Schätzer Ludwig Schmidt IL Heinrich Binz II. Eberhard Lotz August Stroh Bürgermstr. Htllgärtner Heinrich Schäfer Friedrich Ring Wilhelm Becker X. Bürgermeister Horn Philipp Hamel VI. Georg Kaspar Kopf Heinrich Schweitzer Ludwig Lolh Heinrich Petri Bürgermeister Bächer Beigeordneter Stroh Heinrich Roth I. HanS Georg Knorr IL Bürgermeister Otto Hch. Ad. Ltndenftruthlll. Johannes Bender H tnrich Weisel III. Bürgermeister Hofmann Johannes Schepp I. Jost Stein Wilhelm Stein Bürgermeister Walter Karl Hämmerle Balthaser SameS III. Martin Glied Bürgermeister Görlach Heinrich Görlach H. Bürgermeister Görnert Johannes Keil I. Johannes Wallbott XII. Jakob Walther II. Wilhelm Weber Wilhelm Müller III. Stadtverordneter Flett „ Helfrich Johannes Schultheiß Hermann Velten Heinrich Meyer Christoph Wagner XIX. Beigeordneter Luh Ludwig Lang Georg Kerl Louis Stein I. G org Heinrich Bender Adam Marsteller Konrad Aldach V. Philipp Rock Philipp Müller IV. Georg Müller III. Lwdwtg Retdal II. Philipp Brpler I. Joy. Gg. Ohly V. Konrad Jung XIV. August Schäfer Wtlh. Hetnr Bender II. Heinrich Eichelmann Otto Rrttz Jako, Schomber II. Wilhelm Becker IV. Wilhelm Germer I Johannes Theiß III. Georg Korkkad Walther Georg Gustav Gerhardt Johannes Wagner IX. Johs. Konrad Wagner Bürgermeister Köhler Philipp Jung Stellvertreter Philipp Amendt III. Johanncs Binz II. Christoph Keil Heinrich Wolf JohS. Htllgärtner IV. Balthasar Nachtigall II. Heinrich Schreiner Kaspar Rabenau Heinrich Ps.ffer II. Ludwig Schäfer III. Friedrich Kopf II. Georg Bopp V. Max Münch Mar Becker Johs. Becker I. Friedrich Karl Döring Joh Georg Bommers- hetm VIII. Hrch. Wilhelm Rücke! Wilhelm Otto III. Philipp Schomber II. Otto Schnabel Kaspar Müller II. JohS. Horn II. JohS. Münch Heinrich Konrad Johannes Konrad Beigeordneter Albach Heinrich Walter Konrad Kuhl Adam Gorr Heinrich Ernst Brock Johannes Weil Johannes Sann II. Johannes Pfeifer IN. Heinrich Kss-l II. Jakob Wallvott XI. Konrad Luft Eberhard Kriep Christian Hsubach I. Heinrich Noll VII. Julius Kühn Heinrich Velten VI. Balthasar Wagner VIII. Kaspar Schmidt Ludwig Veiten V. Wilhelm Velten Christian Frank Hermann Kreuder I. Christian Ad. Engel Christian Ernst Engel Jakob Graulich August Petry Ludwig Schmandt Konrad Müller I. Johann Philipp Kröck Ludwig Hörr III. Wilhelm Gcieb HI. Adam Laux I. Karl Jakob Seibert Karl Schmidt V. Philipp Koch Otto Schneider I. Wilhelm Lmdenstruth Balthaser Schaf Anton Schäfer Ludwig Lenz VI. Peter Fritz Konrad Gerhardt VII. Wilhelm Anton Rompf Anton Johannes Ebel Heinrich Schiel IV. Philipp Roth VH. Gemeinden Lauter Leihgestern Lich mit Hof Albach, Coln- hauienu.Mühl- sachsen Ltndenstruth Lollar Londorf Lumda Mainzlar Münster Muschenheim mit Hof-Güll Nieder-Bessingen Nonnenroth Obbornhofen Ober-Bessingen Ober-Hörgern Odenbausen mit Appenborn Oppenrod Queckborn Rabertshausen m. Rtngelshausen RetnhardShatn Reiskirchen Rodheim mit Hof Graß Rödgen RothgeS RüddtngShausen Ruttershausen m. K'rchberg Saasen m.Bolln- bad), Bülsberg und Wnberg Stangenrod Staufenberg mit Fiiedelhausen Steinbach Steinheim Stockhausen Traiß-Horloff TretS a. d. Lda. Trohe Utphe Villingen Watzenborn mit Steinberg Weickartshain Weitershain Wieseck Namen der Schätzer Ludwig Schmidt Christian P tz Johannes S^ipp XIII. Johannes Arnold V. Phtlipp Christian Heller Philipp Zimmermann Stellvertreter Peter Aff II Johannes Röder II. Karl Schmidt Georg Dern VI. Heinrich Vogt III. Karl Ludw. Vogt IV. Bürgermeister Scheld Johannes Menz Phtlipp Schmitt V. Ludwig Geißler III. Ludwig Dauber Matthäus Lich Bür>ermftr. Schultheis Peter Rau VI. Johannes Schäfer II. Bü germ-tster Koch Konrad Momberger Georg Gontrum I. Bürgermefft r Rolh Konrad Reif Heinrich Roth II. Heinrich Walther I. Peter Hoppe Heinrich Metzger II. Heinrich Karl Walter Philipp Holler Bürgermeister Kühn Johannes Heß Bürgermeister Alles Beigeordneter Müller Bürgermeister Lang Kaspar Lang IV. H tnrich Brück II. Konrad Dörmg Bürgermeister Schmidt Ba thasar Linkmann I. Büigerm. Wtddershetm Karl Meyer Peter Wick Heinrich Dörr Heinrich Schomber Johannes Peter V. Wtth. K nr. Niklas Wilhelm Wacker II. Heinrich Jndertbal II. Christian Schwalb II. Bürgermeister Metzger Hrimick Meckel IV. Johs. Loth III. Leonhard Peter Ludwig Klwkel IV. Georg Erdman« II. Heinrich Krug II. Max Stark Johannes Gerth I. Hetnr-ch Fatum IX. Friedrich Bierau Ludwig FuchS Heinrich Peter Fabel Heinrich Lich VII. Wilhelm Theiß Heinrich Mautz III. Heinrich Decker Johannes Grölz Heinrich Hetz Anton Müller Heinrich B cker V. Adam Müller Johannes Wirth II. Wilhelm Lang II. Johannes Rtrker H tnrich Koch I. Georg Tag Hermann Glockengießer Betgeordnet^r Walter Joh. @4. Schieferstetn E «erhard Holmes Gilbert Gondrum Johannes Müller III. Jods. Schomber HI.. Johannes KlooS II. Johannes Klmgelhöfer Christian Roder I. Hyronimus Herzberger Gg. K. Retchardt Konrad Hofmann Georg W.tsensee Johannes Schmidt Johannes Peter IV. Philipp Stumpf IV. Georg Momberger Heinrich Kröll VI. Jakob St'tn II. Wilhelm Seipp I. August Emrtch Heinrich Stephan Heinrich Dietz VII. Johannes Becker Ludwig Becker V. Johannes Geißler V. Heinrich Sck pp V. Peter Aff III. Adam Becker Johs. N-unobel Ludwtg Schön Johs. Schlapp Bürgermeffter Krämer Ludwig K'ämer I. Wt heim Fr tz JobS. Hoffmann VII. Bürgerm rster Faust Konrad Bräuntng II. Wilhelm Beltzer Phtlipp Hofmann Bürgermeister Benner Georg Kebr IV. Heinrich Schmidt I. Konrad Volk Johs. Karl Bormann Hewr. Konr. Schneider Bürgermeister Koch Konrad Koch IV. Konr. H>rz zu Steinberg Jakob Maid zu Watzen- born Hlinrich Becker II. Johs. Binzmann II. Morttz Sann Adam Dietz Ludwig Müller II. Phil. Rodenhausen IV. Heinrich Karl Echler Johannes Will Ludwtg Vogel VIII. Dietr. Hetbershauien II. Karl Nikolaus II. He nrtch Ludw. Horn L Konard Herrnbrod Konrad Dietz III, Kaspar Kauß IL Peter Well Ernst Ludwig Koch Georg Feuerbach Phtlipp Amend IU. Konrad Michel Johannes Schwarz Johannes Krämer Johs. Hrch. Schneider I. Konrad Beltzer II. Kam ad Hau Johs. Karl Döll Balthaser Hirz VI. zu Watz-nborn Balthaser Hirz V. zu Steinberg Johannes Traum II. Johannes Rahn Heinrich Theiß XVII. Ludwtg Theiß VI. Heinrich Weller VI. Eberhard Balser Gießen, 23. November 1899. UBetr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Auf die vorstehende Bekanntmachung weisen wir Sie zu Ihrem Bemessen hin, mit dem Auftrag, die Namen der für Ihre Gemeinden ernannten Schätzer und Stellvertreter ortsüblich bekannt machen zu lasten. Die Beeidigung hat, sofern nicht schon geschehen, entweder gelegentlich oder vor ihrer ersten Dienstleistung von uns zu geschehen. I. V.: Boeckmann. Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Daubringen. In der Zeit vom 25. November bis einschließlich 8. Dezember d. I. liegen auf dem Amtszimmer der Groß- herzoglichen Bürgermeisterei Daubringen die Arbeiten des 1. Abschnittes vom I. Felde rubrizierter Feldbereinigung, nämlich: 1. der allgemeine Meliorationsplan, 2. Erläuterungsbericht und Prüfungsprotokoll zu demselben, zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Samstag, 9. Dezember 1899, vorm. 11—12 Uhr im Gemeindehaus zu Daubringen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens Bogen) einzureichen. Friedberg, den 21. November 1899. Der Großherzogliche Bereinigungskommissär. Süffert. Gefunden: 3 Portemonnaies mit Inhalt, 1 silberner Ring, 1 Uhrkette mit Kompaß, 1 Brosche, 1 Damengürtel, 1 Kind-rcapes, 1 Tischdecke, 2 Regenschirme, 1 paar Pferdezügel, 1 Spazierstock, 1 Handschuh, 1 Rosenscheere und 1 Klingel Garn. Zugeflogen: 1 Kanarienvogel. Gießen, den 25. November 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Kolmles und Provinzielles. Gießen, 25. November 1899. ** GeschichtSkalender. (Nachdruckverboten.) Vor 4 Jahren, am 27. November 1895, starb zu Parts der französische Romanschriftsteller Alexander Dumas (Sohn), der gleich seinem Vater eine zahllose Menge litterartscher Produkte zu Tage förderte. Die Zustände des Pariser LebenS und der Pariser Gesellschaft bildeten die breite Unterlage seiner Romane und Dramen, von denen wir besonders den in ein Bühnenstück umgewandelten Roman „Die Kameliendame" erwähnen. D. wurde am 28. Juli 1824 in Paris geboren *♦ Zur Totenfeier. Totenfest nennt man den letzten Sonntag nach Trinitatis in der Kirche. Doch das ist nicht der richtige Name. Das Wort Fest hat immer einen freudigen Sinn; Totenfest wäre aber entweder ein Fest der Toten, oder ein Fest für die Toten. Der letzte Sonntag im Kirchenjahr soll nur eine Feier sein zum Gedächtnis der Verstorbenen, zumGedanken an den eigenen Tod, zum Ansporn für die Lebenden. Die wehmütige Stimmung, in die schon die scheinbar dem Tode verfallende Natur, das matte Tageslicht, das ehemals so frisch grüne, nunmehr am Boden liegende, verwesende Laub der Bäume uns versetzt, wird noch verstärkt durch die Erinnerung an all die Lieben, die mit uns gelebt, mit uns gewirkt, mit uns sich gefraut haben, nunmehr aber von uns geschieden sind. All der Schmerz, den ihr Abschied von uns einst in uns geweckt, wird wieder neu empfunden, und manche stille Thräne fällt auf das Grab, das liebende Hand zur Totenfeier schmückt. Nur eins tröstet uns: Sie ruhen, enthoben allem irdischen Gram, aller irdischen Arbeit und Sorge, sie ruhen in ihres Herren Hand. Und wir wollen auch ihre Ruhe nicht stören, nicht gedenken ihrer Fehler und Schwächen, die sie gleich uns an sich getragen, allein gedenken der Liebe, die sie uns erwiesen. Verklärt steht ihr Bild vor uns. Aber es mahnt uns auch nicht zu vergessen, wie bald auch an uns das Wort wahr werden kann: „Heute rot und morgen tot, unser Leben eilt auf Flügeln", aber nicht, um einer müßigen Trauer nachzuhängen, nein, um die uns noch vergönnte Frist des Lebens anzuwenden zum Wirken und Schaffen im Dienste der Gottheit und der Menschheit; besonders im Sinne des Wortes: „O lieb, so lang du lieben kannst; o lieb, so lang du lieben magst". Und darin sollen unsere lieben Heimgegangenen uns kräftige Vorbilder sein, und das um so mehr, je treuer sie in ihrem Beruf, ob hoch oder niedrig, gewesen sind. Besonders die großen Männer unseres Vaterlandes, der eiserne Kanzler, der treueste Diener seines alten Herrn, und der alte gottbegnadete, gottesfürch- I tige Kaiser Wilhelm I, selbst, nicht weniger sein in Leiden bewährter Sohn, Kaiser Friedrich, sie sollen an dem Tage, da wir das Gedächtnis der Toten feiern, wieder so recht lebhaft vor unser geistiges Auge treten — eine Mahnung: »Solcher Ende schauet an und folget ihnen nach!" So wird die Totenfeier ein Segen für die Lebenden werden. * ♦ * * Ordens-Verleihungen « s. w. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Oberregisseur Emil Valdek das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Sänger Aloys Burgstaller den Titel „Kammersänger", dem Architekten Rudolf Opfermann in Mainz die Goldene Verdienstmedaille für Wissenschaft, Kunst, Industrie und Landwirtschaft zu verleihen. ** Aus dem höheren Lehramt. Seine König!. Hoheit der GroßHerzog haben Allergnädigst geruht, am 22. November den Lehramtsasiessor Ferdinand Boden st ein aus Darmstadt zum Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim und den Lehramtsassessor und Dirigenten an der höheren Bürgerschule zu Babenhausen Franz Bock zum Leiter dieser Anstalt mit dem Amtstitel „Rektor", beide mit Wirkung vom 16. November 1899 an, zu ernennen. •* Stadttheater. Morgen Sonntag Abend kommt, der Bedeutung des Tages entsprechend, ein ernstes Volksstück: „Marianne, ein Weib aus dem Volke", zur Aufführung. Das Stück ist schon sehr alt, konnte aber noch nicht durch die neuere Litteratur vom Theater verdrängt werden, ein Beweis dafür, daß alte Volksstücke mit biederem Inhalt noch stets ein dankbares Publikum finden. . Die Titelrolle liegt in den Händen unserer vortrefflichen Heroine Fräulein Margarete Haussig. — Nächsten Dienstag beginnt das Gastspiel von Emil Richard. ** Das Anziehen des Zinsfußes nach oben nötigt nun auch die Sparkassen, nachdem die Staaten wie die Städte hiermit bereits vorgegangen sind, den Zinsfuß zu erhöhen. So wird aus Offenbach gemeldet: „Der Vorstand der Sparkasse hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, den Zinsfuß bei der Sparkasse für Einlagen auf 3*/2 und für Darlehen auf 4V2 Prozent vom 1. April 1900 ab zu erhöhen. Die Stadtverordneten werden am nächsten Donnerstag über diese Erhöhung zu entscheiden haben." Auch die übrigen Sparkassen werden diesem Beispiel bald folgen müssen. ** Das Schwurgericht, welches am Montag, dem 4. Dezember, vormittags 91/2 Uhr beginnt, dauert dieses Mal nur einige Tage, da wie man hört, höchstens 3 Fälle zur Verhandlung kommen werden. ** Neue Frachtbriefe. Für Geschäftsleute, welche uoch einen Vorrat von Frachtbriefen haben, ist das Zugeständnis von Bedeutung, daß trotz der mit 1. Januar 1900 in Kraft tretenden neuen Eisenbahn Ordnung mit abgeänderten Frachtbriefformularen die alten Formulare noch bis 31. Dezember 1900 Giltigkeit haben. ** Das Vermögen des Verbandes der Deutschen Buch, drucker mit einer Gesamtzahl von 26 714 steuernden Mitgliedern ist von 2 254633.85 Mk. am 30. Januar auf 2346074.37 Mk. am 1. Oktober d. I. gestiegen, wozu noch 56 786.03 Mk. kommen, welche als Vorschuß bei 17 Gauverwaltungen gebucht sind. 2661 Mitglieder waren 64691 Tage arbeitslos am Orte und 3101 Mitgleder waren 83326 Tage krank im letzten Quartal. ** General Joubert und die Mission. Bei dem allge- gemeinen Interesse, das dem tapferen Burengeneral Joubert entgegengebracht wird, ist es wohl nicht unangemessen, auf eine Rede hinzuweisen, die er bei Gelegenheit der Einweihung einer neuen Kirche in Bethania unweit des eben vielgenannten Ladysmith 1892 gehalten hat. Wir entnehmen dieselbe, wie auch den Bericht über die begleitenden Umstände dem Hermannsburger Missionsblatt: Mittwoch, den 18. Mai 1892 fand die Kirchweihe in Bethania statt. Auch der General Piet Joubert, der höchste Beamte über die Eingeborenen in Transvaal, war erschienen. Von letzteren waren soviele zusammengeströmt, daß man ihre Zahl auf über 3000 geschätzt hat. Der König der Baluana (Sekuana?) Jakobus Mora hatte vier große fette Ochsen zum Fest schlachten lasten, damit die große Menge sich auch leiblich stärken könne. Am Festzuge von der alten nach der neuen Kirche beteiligte sich Groß und Klein, an der Spitze König Jakobus nnd General Joubert. Vor dem Hauptportal wurde Halt gemacht. Hier hielt der General folgende Ansprache an das Volk (aus dem Holländischen übersetzt): „Ich bin aufgefordert, zu reden, weiß aber vor Verwunderung kaum, was ich sagen soll. Ich bin eingeladen zu euerer Kirchweihe, aber ich hatte es mir nicht so vorgestellt, wie ich es hier finde. Eine solch große und schöne Kirche, eine so große Gemeinde und soviel Volk, das willig ist, Gottes Wort zu hören, das geht ganz über meine Vorstellung Etwa vor 40 Jahren war ich als junger Mensch einmal in dieser Gegend auf der Jagd; damals war hier eine Wüstenei, und die wenigen Menschen, die hier wohnten, waren noch schr wild. Wenn mir damals jemand gesagt hätte: noch 40 Jahren wirst du hier eine große Christengemeinde finden und eine große, schöne Kirche einweihen helfen — dann hätte ich geantwortet: Geh' mit deiner Prophezeihung, das ist ja gar keine Möglichkeit. Und siehe, das Unmögliche hat Gott möglich gemacht, 0 ein wunderbarer Gott! Hier stehe I ich nun vor dieser schönen Kirche und vor einem großen Volk, welches Gottes Wort hört und glaubt, und freue mich sehr, und ich preise Gott über das alles. Und wahrlich, euer alter Lehrer und Prediger (Missionar Behrens sen ), den Gott so reichlich gesegnet hat, und der es nun noch erleben darf, daß er in dieser Kirche predigen kann, hat alle Ursache, dem HErin mit Freuden zu danken. Bedenket aber auch ihr es, ihr Glieder dieser Gemeinde, die ihr vor kurzem noch wild und dumm wäret, was der HErr an euch gethan hat. Er hat euch aus der Finsternis des Heidentums errettet, ihr habt nun das Licht des Wortes Gottes, könnt es hören jinb lesen, könnt euch schöne Häuser bauen und könnt euch schön und anständig kleiden. Das hat der HErr gethan, seid Ihm darum dankbar und gehorsam und habt Ihn lieb und gehorchet auch eueren Lehrern und folget ihnen! Gott zu Ehren habt ihr einen Tempel gebaut. Laßt euer Herz den rechten Tempel sein, daß der HErr bei euch und in euch wohnen könne, damit ihr möget selig werden/ Auch der König hielt dann eine kurze Ansprache. Das ganze Fest verlief aufs Schönste, die Kollekte betrug 424 Mk. Nach der Feier wurde General Joubert von dem König nach seinem Hause geholt, und hat dort noch einmal eine Ansprache an das Volk gehalten. Ec sprach seine Freude aus über die Ordnung und Zucht und über das Haus des Königs und fragte, nachdem er einen Blick über die gegenüberliegenden Häuser geworfen, was für weiße Leute in den schönen Häusern wohnten, und als er hörte, daß das die Wohnungen der Schwarzen seien, ist er aufs höchste erstaunt gewesen. Da die Rede vor nun 7 Jahren den ganzen Mann charakterisiert, der heute in aller Munde ist, war es wohl nicht überflüssig, auch hier daran zu erinnern, zumal sie uns die Quelle zeigt, aus der er und seine tapferen Buren Kraft und Mut schöpfen. E-a. •* In Amerika verstorbene Heffe«. Louisville, Ky., Anton Wiegand, 32 Jahre alt, aus Leibolz Heffen- Naffau. Daselbst. Wittwe Louise Kleber, 69 Jahre alt, aus Landau Kurheffen. Woolwich, Canada, Conrad Stroh, 88 Jahre alt, aus Lehrbach. Liberty Township, Peter Preis, 66 Jahre alt, aus Hessen Darmstadt. Dysart, Ja., Andreas Schreiber, 70 Jahre alt, aus Bischhausen Kurhessen. Philadelphia, Pa., Georg P. Nied enth al, Eckartshausen. Buffalo, N. A., B alt h asar Euler, 68 Jahre alt, aus Münzenberg. Giard, Ja., Daniel Bickel, 82 Jahre alt, aus Nausis Kurhessen. § Ruppertenrod, 24. November. Das anderseits beobachtete Meteor wurde auch hier bemerkt, wie wir nachträglich erfahren konnten. In der Mittagsstunde sah ein Beobachter, während die Sonne schien, einen gelblichen Feuerschein in der Richtung von Osten nach Westen, fast im Scheitelpunkt, fliegen. Dem leuchtenden Kern folgte ein meterlanger Feuerschweif. Ein dumpfes, lang anhaltendes Donnerrollen begleitete die Himmelserscheinung. Arbeiter im Walde hatten gleichfalls das gewitterartige Donnern vernommen, das ihnen durch die lange Dauer aufgefallen, ohne aber das Meteor zu sehen. Da die eigenartige Erscheinung am letzten Dienstag stattgefunden, so scheint das Meteor doch ein Nachzügler der erwarteten, aber ausgebliebenen Leoniden gewesen zu sein. Zu verwundern bleibt hierbei, daß die Erscheinung keine weitere Meldungen gefunden. Nur aus Wetterfeld liegt eine solche vor. A Aus dem Ohmthal, 24. November. Wenn unsere Zugvögel uns verlassen und fernhin nach des Südens Wärme gezogen sind, dann stellt sich alljährlich um diese Zeit eine andere Art von Zugvögeln ein, deren man nicht so froh bewegt entgegensieht, wie den anderen bei ihrer Rückkehr im Frühjahre; wir meinen die Zigeuner. Es ist eine eigentümliche Erscheinung, daß alljährlich um diese Zeil starke Zigeunerbanden die Orte unseres Thales durchziehen. So geschieht es auch Heuer wieder. In kleinen Abteilungen oder auch in größeren bis zu sechs Wagen mit zahlreicher Mannschaft kommen sie angerückt, übernachten und wandern am anderen Morgen wieder weiter. Wo Gendarmerie in einem Orte stationiert ist, da wird die Bettelei der Zigeuner eingeschränkt, wo aber solche nicht vorhanden, da belästigen sie die Leute durch ihre ungenügsame, mitunter freche Bettelei. Bei dieser Wanderschaft der Zigeuner ist es auffallend, daß oft ganz fremde Trupps rasteten, die man früher noch nicht bemerkt hatte. Unser Vogelsberg scheint übrigens den Zigeunern ein gern gesehenes Land zu sein. □ Laubach, 24. November. Die Frage der Gründung eines Alumnates für Zöglinge des hiesigen Gymnasiums wird jetzt wieder lebhafter hier erörtert. In der Sparkasse liegt für diesen Zweck ein Kapital von 13000 Mk., gesammelt durch Schenkungen, besonders des Herrn Professor Rieger in Darmstadt und durch Beiträge vieler Geistlichen Hessens. Da hauptsächlich Geistliche beigesteuert haben, so beabsichtigt man, in erster Linie in dies Alumnat Pfarrerssöhne aufzunehmen. Es fragt sich nun, wer über dieses Kapital zu verfügen hat. Es dürfte wohl ein Komitee ins Leben treten, in welchem der hessische Pfarrstand vertreten ist. 0 Laubach, 24. November. Der Präsident des landwirtschaftlichen Vereins für Oberhessen, Graf Friedrich zu Solms'Laubach, hat die Geschäfte des Vereins zum großen Teile an den zweiten Präsidenten, Herrn Schlencke auf dem Hardthof, übergeben. Seine an. gegriffene Gesundheit hat den Grafen auch genötigt, andere von seinen vielen Aemtcrn vorläufig abzugeben. Die drei ersten Monate des nächsten Jahres wird er in Italien sich aufhalten. Hoffentlich findet der arbeitsfrohe und verdienstvolle Herr dort neue Kräftigung seiner Gesundheit; ge- chieht dies, so hofft er alle Arbeiten wieder zu übernehmen, auch das Vizepräsidium und die Thätigkeit im Finanzausschuß der ersten Kammer. — Laubach, 24. November. Die Vorfeier des Geburtsfeftes des Großherzoglichen Paares im fiesigen Gymnasium fand am 24. d. Mts. abends %6 Uhr tatt. Als Festsaal diente der geräumige Zeichensaal, der aufs schönste geschmückt war. Zuerst trugen zwei Schülerchöre unter Leitung des Herrn Dr. Schmidt, der den Ge- angsunterricht erteilt, aus dem „Elias" von Mendelssohn „Wirf dein Anliegen auf den Herrn" und aus dem „Messias" von Händel „Würdig ist das Lamm" vor. Sodann folgte der Klaviervortrag, die Ouvertüre zu „Egmont" von Beethoven, ausgeführt in bekannter Vorzüglichkeit von den Herren Lehramtsassessoren Dr. Schmidt und Müller. Darauf folgten sechs altniederländische Volkslieder für vierstimmigen Männerchor, melodramatisch arrangiert von Herrn Dr. Schmidt, vorgetragen von zwei Obersekundanern und vier Primanern. Die Festrede des neuen Direktors Herrn Professor Balser, behandelte ein literar-historisches Thema, )ie Beteiligung hessischer Fürstern an der „deutschen fruchtbringenden Gesellschaft." Mit einem allgemeinem Gesang „Heil unscrm Fürstenpaar", das vier Strophen hat mit dem Schluß „Herr Gott, zu dem wir flehen, Laß deine Huld sie sehen. Täglich aufs neu", schloß die schöne Feier. Offenbach, 23. November. 1100 Mark verloren hat vorgestern mittag hier ein junges Mädchen von auswärts. Der Betrag bestand aus mehreren Wertpapieren, die zu einem kleinen Packetchen zusammen gebunden waren. Offenbach, 24. November. Ein schreckliches Unglück hat sich gestern mittag in dem Hause Austraße 4 ereignet. Im zweiten Stock des genannten Hauses wohnt der Gerber Bücking mit seiner aus Frau und drei Kindern bestehenden Familie. Als Frau Bücking am Mittag wie gewöhnlich das Essen nach der Arbeitsstätte des Mannes brachte, schloß sie die beiden 5 und 2 Jahre alten Kinder ein. Um 12 Uhr bemerkte das ans der Schule heimkommende älteste Kind der Bücking'schen Eheleute, daß Rauch aus der verschlossenen Wohnung drang. Es rief Hilfe herbei, ei« Nachbar brach die Thüre auf und nun bot sich dem Ein- tretenden ein fürchterlicher Anblick dar. In einer Ecke deS Flurs kauerte die vollständig verkohlte Leiche des fünfjährigen Mädchens; in den verkohlten Händchen hielt eS die ausgebrannte Pelroleumkanne, während die Wand, gege» die es sich gekauert hatte, leicht angebrannt war. DaS andere, zweijährige Kind wurde unverletzt und weinend i« der Stube gefunden. Wie sich herausstellte, war das verbrannte Kind auf einen Stuhl geklettert, um die auf einem Brett stehende Petroleumkanne herabzuholen; es war damit zum Feuer gegangen, hatte Petroleum in dieses gegoffen und damit eine Explosion verursacht, die sofort auch daS ganze Kind ergriff. Brennend muß es dann, die Petroleumkanne krampfhaft festhaltend, auf den Flur gelaufen sein, wo eS denn hülflos starb. Das Schreien des Kindes konnte nicht gehört werden, da das Stockwerk unter der Bücking'schen Wohnung augenblicklich leer steht. Den bedauernswerten Eltern bringt man allseitige Teilnahme entgegen, zumal dieselben bereits 4 Kinder durch Tod verloren haben. (O.Z.) Bensheim a. d. B., 24. November. Heute Nacht kurz nach 2 Uhr brach in der Scheuer des Landwirts JohS. Bender Großfeuer aus, das fünf gefüllte Scheuern mit Stroh und Futtervorräten nebst Stallgcbäuden sowie vier Wohnhäuser vollständig in Asche legte. Durch die hiesige und benachbarte Feuerwehr wurde der Brand gegen Morgen auf seinen Herd beschränkt. DaS Vieh wurde gerettet, auch das Inventar aus den Wohnhäusern. Die Eigentümer sind teilweise versichert. Es wird Brandstiftung vermutet. Mainz, 23. November. Gegen den Schutzmann Raab wurde bekanntlich eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, weil er eine russische Dame aus Wiesbaden vollständig ungerechtfertigt nach dem Polizeibezirk verbrachte. Das Polizeiamt erläßt jetzt an sämtliche Polizeibezirke ein Rundschreiben, die Schutzmannschaft derart zu instruieren, daß solche Vorfälle, die das Ansehen der Polizei nur herabwürdigen können, nicht mehr vorkommen. Jede unbegründete Festnahme durch Schutzleute würde, falls Voraussetzunge« des § 341 des Strafgesetzbuchs vorlägen, straf gerichtlich, andernfalls aber disziplinarisch streng geahndet werden. In dem Schreiben wird weiter bemerkt, daß sich der Schutzmann Raab demnächst wegen seines Vorgehens, das anscheinend den Selbstmord der Dame veranlaßt hat, zu verantworten haben werde. Mainz, 24. November. Perronsperre. Die Einrichtungen der Perronsperre im Zentral-Bahnhofe dürften binnen kurzem eine allgemeine Veränderung erfahren. Sie erfordert im Bahnhofgebäude selbst einen zu großen Beamtenapparat und an eine Erwärmung der Wartesäle ist gar nicht zu denken, weil der Ausgang zu den Zügen durch diese geschieht und die Thüren dadurch immer offenstehen. Man will nun doch die beiden Gänge, die vom Vestibül aus nach den Wartesälen führen, absperren. Dadurch werden die Wartesäle der freien Benutzung entzogen. Oppenheim, 23. November. Angeblich, um für sein Geschäft Reklame zu machen und einen Beweis seiner künstlerischen Leistungsfähigkeit zu geben, hat der Spengler Peter Schleicher von Hillesheim einen Auftrag derart auS- geführt, daß er ihn ein gutes Stück Geld kostet. Schleicher erhielt von dem Bürgermeister den Auftrag, ein Warnungsschild an einen Gemeindebrunnen anzufertigen. Der Spengler kam dem Auftrag auch nach, benützte aber die Gelegenheit, um dem Polizeidiener, mit dem er nicht gut stand, eins anznhängen. Er brachte nämlich auf dem anzufertigenden Schild über der Schrift das Brustbild eines Polizeidieners mit einem großen roten Bart, wie ihn der Polizist trug, an. Das angeschlagene Schild erregte selbstverständlich bei der Einwohnerschaft Heiterkeit und Aufsehen und wurde nach einigen Stunden von dem Unfertiger wieder abgenommen. Als der Bürgermeister am nächsten Tage das Schild zu sehen verlangte, war von der Figur der Kopf abgeschlagen. Auf den auf Weisung Großh. Kreisamts erfolgten Strafantrag wurde heute der Angeklagte wegen Beamtenbeleidigung zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt und, weil er sich noch einer weiteren Beleidigung desselben Beamten schuldig gemacht hatte, in eine zweite Geldstrafe von 10 Mark genommen. Wiesbaden, 24. November. Heute mittag versuchte der Schneidergeselle Fix seine Geliebte zu erschießen und brachte sich dann selbst einen Schuß in den Kopf bei. An dem Aufkommen des Mannes wird gezweifelt. Die That scheint in beiderseitigem Einverständnis ausgeführt z« sein. Felix, der verheiratet ist, hatte seine Geliebte am Bußtag von Frankfurt herübergebracht. Hofgeismar, 23. November. Oberst von Braun, der frühere Kommandeur des hiesigen Dagoner-Regiments, ist in Prätoria in Transvaal angekommen, um in den Reihen der Buren gegen die Engländer zu kämpfen. Gerichtssaal. Berlin, 24. November. Graf Günther von Königsmarck, dessen Namen aus Anlaß seiner Vernehmung im Harmlosen-Prozcß genannt wurde, spielte in einem Prozeß die Hauptrolle, der das Schöffengericht am Amtsgericht II beschäftigte. Graf K. hatte lange Zeit hindurch mit einem Fräulein Löwe ein Verhältnis unterhalten und diese Dame, wie die Verhandlung ergab, in die Kreise, in denen er zu verkehren liebte, als seine Frau eingesührt. Der Lump hatte von de» Fräulein deren Brillanten entlehnt und versetzt. Nachdem fie lange vergeblich die Rückgabe verlangt hatte, erhielt die L. endlich — die verfallenen Pfandscheine. Er be-chwichtigte das Fräulein dadurch, daß er ihr einen Ehrenschein gab, laut welchem er ihr 90000 Mark zusicherte, falls er sie nicht heirate. Im Mai dieses Jahres reiste « nach Dresden und versprach in acht Tagen zurück zu sein. Er kam auch zur festgesetzten Zeit und erklärte dem Fräulein L. ganz unvermittelt, sie müsse innerhalb zwei Stunden seine Villa verlaffen, denn er habe sich in Dresden mit einer Schauspielerla verheiratet — was thatsäch- lich der Fall gewesen ist — und seine nunmehrige Gattin werde alsbalv cintreffen. Fräulein Löwe verließ die in Groß Lichterfelde gelegene Bill» KB «■ eniiienidiaften m 1 ® benjenigen ; trat a«t al« 1«“ -inaesandte Werkt. _ fehlte je SiSÄ-“'.?' «Ä», n’u Wn,bieJfunI) Beleidig" mato (L.int aus Stet Krankf z - 0 Hi & Co, b-kunnten und b, ^brauuteu QuM l Leina-Mischung u k- Manilla- 1' | Java- '/Ninbifö/' j- Donrboid L. Mocca " II KlO’HteiL «SÄ'1’» ar, rvM den, fünf, «* di?L" b'. ■*.»«« «'M '»äfitllte, „> i* tert, öln Sl.Qr oas Der, • >«&„.« ba«it : '°I°n«chL" ”“b “in, bie «,7rn?M S-n,! !t ata? "‘'«»tane ."A ’erloren l!'* bitl T?nCUleNtS Sanbivirti (?'?' ®^euern mit ' fl.böubeit fotBie eiet LM bie E)ieftge Ä?"ttt(t' au|b ■Sie Eijtntiimet fmb Lüftung vermutet. n„tnJ5*nnSlaab 1 Wiesbaden vollständig Wtf verbrachte. Das "olizeibezirke ein Rund- " zu instruieren, daß er Polizei nur herab- ten- Jede unbegründete falls Voraussetzung» lägen, xx\^ ftteug geahndet »eiter bmtrlt, daß sich kgen seines Vorgehens, der Dame veranlaßt ronsperre. Die Nn- entral-Bahnhofe dürsten inderung erfahren. Sie inen zu großen Beamtender Wartefüle ist gar iU den Zügen durch diese mrner ostenstehen. Man vom Seftibul aut nach Dadurch werden int >gen. gedüch, um sirr sein mb einen BeroeiS seiner zeden, hat der Spengler icn Austrag derart auS° d Geld kostet. Schleicher Auftrag, ein Warnungs- rnfertigen. Der Spengler ite aber die Gelegenheit, r nicht gut stand, eins iuf dem anzusertigendeu bild eines PolizeidienerS ihn der MM Mg, au. selbstverständlich bei der Hetzen und wurde W ger wieder abgenomnem en Tage das Schrld zu der Kops aE isamts erfolgten Straf. “»SSia i6«lbi9 8" “a? «on 10 W°'- V> »ralht- Araun, Oberst Meainient^ ^^^5=====* s,"^ä4 ^‘wtM leidende unentbehrlicb, 8269 f. Ceara-Mischung Bahnhofstraße 33 Bahnhofstraße 33 n Postfach 35. 04238 NicktpassendeL wird sofort retourgenommen r- haben zu und V« K lo-Paketen. ai®K Einpfkllltnlgcn (Offenc Stellen n n M M II II II tf // n n n H MMgrsklle fof. jjff. Ludwig Tchnorr, Lützellinden. = 10,000 „ = 5,000 — 2,000 „ - 1,000 „ „ = 1,000 „ „ — 1,500 „ = 1,000 „ „ — 1,000 ,, ,, — 1.000 ,. „ = 4.000 „ =20,000 ., .. =25,000 „ von 27,500 „ in V2, x/4 825V Back- Zuthaten in bekannter Güte empfiehlt die Löwen-Drogerie W. Kilbioger. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. MatlbSuSgemeinde. Den 18. November. Heinrich Stein, Schneider zu Gießen, und Lina Sckw-Ib, Tochter des verstorhenen Schreiners Johannes Schwalb in Schotten. vollständig abgeht. Dagegen möchten wir alle Wahlberechtigten auf den Stadtverordneten Kerrn ^,1/LWtv- u. 5Cnaf)CH-eKoH-f€'^t'io**- Anfertigung nach Mass in eigener Werksttitte. i 2 5 5 10 20 200 2000 5000 758 Wetterbericht. Hebet der Nordhälfte des Erdteils ist das Barometer sehr stark gesunken- Em sehr tiefes Minimum liegt an der mittleren norwegischen Küste. Von ihm aus breitet sich niederer Druck, namentlich in südöstlicher Richtung über die Ostsee aus und erstreckt sich 1.40 1.60 1.70 1.80 2.— Arbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht. 8214 Alexander Mayer. Giessen Drehenplete U, gegenüber der StadMrehe. Giu Mandler Zunge für leichte Hausarbeit gesucht. 7937 Steins Garten. aus den Ktandesamtsreglstern -er Stadt Gieße«. Aufgebote. November: 18. Wilhelm Stein, Postbote zu Gießen, mit Meria Tberesia Fiust xu Winkel. 20. ftarl Belfer, Telegr.pben-Mechaniker zu Bonn, mit Anna Maria Schmidt daselbst. 20. Kart He, mann Höhn. Gerber zu Offmbach a. M., mit Marie K>ick daielbst. 22. Christoph Burk Waaner zu Climbach, mit Auguste Kimmel hierfelbst. 22. F hdrich W'lhelw Ufer, Hilfsbremser zu Klein-Linden, mit Marte Neurath h-e f lbst. 23. Philipp Leib, Landwirt zu Krofdorf, mit Anna Elisabeth C^ooS zu Wilsbach. Shefchlietzuugeu. November: 18. Heinrich Stein, Schneider zu Gießen, mit Lin- Schwalb hierfelbst. 18 Heinrich Bernd. Lokomotivheizer zu Gedern, mit Marie Horn hierselbn. 18. Karl Richard Wendrtch, Kaufmann zu Frankfurt a. M, mit Anna Katharina Henriette Käß hierfelbst. 21. Carl Schnettler, Oekonomte-Verwalter zu Schiffenberg, mit Katharine Schäfer zu Harbach. Geboreue. November: 13. Dem Kutscher Konrad Balfer II. eine Tochter. 16. Dem Sergeant Friedrich Reitz eine Tochter, Anna Elise Lina Paula. 17. Dem Kauf nann Carl Gerbode eine Tochter. 18. Dem Tapezier Paul Hennta eine Tochter. 19. Dem Maurer Georg Schupp ein Sohn, August Louis. 20. Dem Fabrikarbeiter Wilhelm Ude eine Tochter. 21. Dem Schlachihof-Direktor Arthur Liede ein Sohn, Johannes Arthur Eduard Just Friedrich. Gestorbene. November: 18 Johann Baptist Singer, 79 Jahre alt, Lazarett- Inspektor a. D. dahier. 18. MarcuS Kaan, 51 Jahre alt, Kaufmann dahier. 18. Heinrich Schäfer, 40 Jahre eit, Ta lödner dabier. 20. Frieda Kübn, 5 Jahre alt, Tochter von Schießbudenbesiher ftarl Kühn zu Geiß-Nidda. 21. Karl Schmidt, 44 Jahre alt, Fuhr knecht dabier. 22. Car- Christian Hoffmann, 78 Jahre alt, HofgerichtSrat t. P., d-bter. 22. Paul Heim s, 9 Monate alt, Sohn des Schuhmachers Jacob Heimes dahier. Jagdgeräte, Waffen und Munition. 8207 Äug. Kilbinger. Eduard Krumm aufmerksam machen, der sicher bestrebt sein würde und geeignet ist, alle HandelStntercflen energisch zu vertreten. Mehrere Wahlberechtigte. f. Manilla- „ f. Java- „ f. Westindisch-,, f. Menado- H f. Bourbon- „ fst. Mocca „ find stete frisch sein Einfluß wert in den Kontinent herein. In den deutschen Küstengebieten treten heftig. Wchwmde auf. Neber Central-Europa unb bem ©üben hat sich bie Zone hohen Druckes erhalten und treten baselbst stellenweise Morgennebel auf. 3m a^anbe herrscht ”orimegenb heiteres Wetter. Voraussichtliche Wittetun g. 2"^ Norden trübes Wetter mit stellen weisen Niederschlägeu; tm Süden zunächst noch heiler, bann gleichfalls zunehmenbe Trübung. SetottfU« Mattbäusgemeiuba. Den IS. November. Dem Fuhrmann Martin Helferich ed» Tochter, 8nni Elisabethe, geboren den 13. Juli. Denselben. Dem Fabrikant Adalbert Bindewald ein Sohn, Hilmar Abalb,rt Otto, geboren den 1. September. Drn 23. November. D m Schneider Ludwig Simon ein Sohn, Ludwig Philipp, geboren den 13. Mai. Lukatzgemetnde. Den 19. November. Dem Gastwirt Heinrich Kniese eine Tochter, Anna Elisabeth, geboren den 31. Oktober. JohanneSgemeinbe. Den 19. November. Dem Goldarbeiter Eduard Völker ein Sohn, R chard Ludwig Paul, geboren den 8. Juni. Denselben. Dem Htlssbremfer Michael Synowzik ein Sohn, Gottlieb Carl Ernst, geboren den 28. September. Beerdigte. Mattdüusgemeinde. Den 24. November. Karl Christian Hoffmann, HofgerichtSrat L P., ein Witwer, 78 Jahre alt, starb den 22. November. MarkuSgemetnde. Den 18. November. Valentin Herdt, Glasermeister, verheiratet, 67 Jahre alt, starb den 16 November. Den 21. November. Hemrick Schäfer XIII., Taglohner, verheiratet, 40 Jahre alt, starb den 18 November. Johannesgemetnde. Den 23. November. Carl Schmidt, Fuhrmann, 44 Jahre alt, starb den 21. November. — Krieskasten. Anonymus, hier. Dem Herrn Einsender der Notiz über die Aula-Angelegenheit zur Nachricht, daß wir — wie schon hundert und mehr mal bemerkt - anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, nicht aufnehmen. Sonst steht der Veröffentlichung mchtS im Ansichtspostkarten mit Los in schönster Ausführung versendet das Stück ffir Mk ielwaren in den Souterrain-Räumen unseres Kaufhauses. In den Abteilungen für Mannfaktur-, Leinen-, Wäsche-, konfeklions Putz- und Galanterie-Waren haben wir ganz besonders preiswerte Gelegenheitskäufe für r Weihnachts-Geschenke ausgestellt. Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer und Vereine. Watzenborn, den 25. November 1899. 8277 Danksagung. Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme bei dem unerwarteten Hinscheiden und bei der Beerdigung unserer geliebten Hedwig sprechen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank au». Pfarrer Sommerlad und Familie. Danksagung Die trauernden Hinterbliebenen: Giessen, den 25. November 1899. 8267 Expedition dieses BlatteS. ----------7_______________yHtyi-yuwwtmt »y'uu viuucr, ^euTeieiunflurrajen 40. «etpeuu Berantwortlrcher Redakteur: H. Kocgler. — Druck und Verlag der Brühl'schcn UniversitätS-Buch- und Steindruckcrei (Pietsch Erben) in Gießen. A. Hoffmann. ML. Schlappgeb. Hoffmann. H. Hoffmann, Apotheker. Für die herzliche Teilnahme an unserem schweren Verluste sprechen wir den innigsten Dank aus. welches auch etwas kochen kann, für eine hiesige, bürgerliche Familie per Weihnachten bei hohem Lohn und guter Behandlung gesucht. Näheres bei 8203 Frau Müller, Teufelsluftgärlcken 26. Geübte LMpeusortitteriaiM für dauernde Beschäftigung gesucht. 8i36 Hermann Heß. Lehrling gesucht, bei Kost und LogiS. [7793 _______ H. Tichy, Friseur. Errang. Gottesdienste der Method. Kirche Neuenweg Nr. 8, Hinterhaus 1. Stock, Eingang Erlengaffe Gonntag den 26. November, nachmittags 2 Uhr-. Sonntagsschule, nachmittags 4 Uyr: Predigt. Mittwoch abend 8 Uhrr Bibelstunde. Herr Prediger Urech Jedermann freundlichst willkommen. 04227] Junge zum AuStragen von Backwerk sofort gesucht. Bäcker Kronenberg, Löwengasie 23. Haushälterin, welche gut bürgerlich kochen, nähen und bügeln kann, etwaS Erfahrung in Hausgärlnerei besitzt, für kleine Familie gesucht. Offerten erbeten unter Angabe von Alter, seitheriger Thätigkeit und GehaltS- ansprüchen unter W. Z. 8188 an die Simerts mit firme liefert villiM Ein kräftiger Junge kann gegen sofortige Vergütung ein gutes Handwerk lernen. 6836 Wo? sagt die Expedition d. Bl. Gewandtes Mengmiidcheu Are Heutige Wummer umfaßt 18 Seiten. mtttt Gie ES ist ein eignes lange er in Kraft un gehl, kommt ev ihm fft, und mit der M wird, da zu fein, weil der Verlust irgend eine dabei sein, wem die und ins Grab gebettet bauten sich vertraut mi bevorsteht. Auch von übrig sein als der kalte sindrn wird. So geht M dem c ab. Während wir : schaffen, sinken die o Jahrzehnten das war> wachsen zwischen uni zehnten unfern Platz hörliches Kommen un Kommen und Gehen Kummer und Thräne weggenommen werden wie wenig Freude ai Ende bei benen, bie b. Das finb nieberb nie stärker ausdrängen wir die ungezählten in frischer Trauer oder pflegen. Wir iammtr die Menschheit trägt ja daS sie auszuheben n Totenfeste wissen, woh daß wir den Erlöset genommen und das L feiern die Erinnerung d-r chnWchm @mti fier ttine bleibende ( ®,r- Wenn wir wie gehen und d Aussen, so gehören w •Mot kann uns nid emvfangei ' Lbe8 di *». fo #i ’Wnbijhrt m @| M * Hefe .* n' i'bl «ruft r M in bei 8 ,6Ne Schätz, 6| 25. N° »Ws®1 Nicht an Horden 6 da- jitiv E b e' rrs nun Walter seine, m'e wieder < bem „Do» 2? dw * Slitckiich ^1-tet Q ^'tarbeite S" einmfr ^e,n ht Asien "Aeihnach,^^ 0, "^nnkle ' "Wilde "Opfert N", vnv °Ce Utber?^n S, ** tzs