Lam *®Mpeitbeti, "Wttet Dr. @ttill üben Schwestern ffir ’ei dem uns betroffenen lernens, fotoie für bie in und für bie vielen Hinterbliebenen. 6902 Hi unb tzm, geb. Soll. Fehl "“‘«bliebenen. _ »898 Mw. Mts., abends 9 Uhr, Tchütz, unfere diesjähn^e dammtimg benst einlaben. - TkÄÄ? >rer Emiß8ionspBP,ere 6878 Md WW teWMaM. 3. Wahl ranichlWi pro 1899/1900. Mdtwahl- 8. Verschiedenes. Der Vorstand. lelsschule >it a. Din. $U^88 merj große Sv'elpHe, Park, er io bis 16 Jahre. j. Daeni, 63. »er 99.26 9880 24.60 o-r gilben^ l-E h Dkl. , Menb. ue 'tiw- ff:»*-; ^Gegenseitig der id'PTeU8rtaHcdN ße- J. ^ Bektot^L- i°dt ,> * 100.20 uff 49 ioo.oo 00.00 Nr. 226 Zweites Blatt Dienstag den 26. September 189» Meßmer Anzeiger Heneral-Anzeiger Inn0nt Mn Anzeigen -u der nachmittag- für deu felgen leg erfcheinmden Nummer bi- norm. 10 Uhr. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Miugspret» vierieljäbrlich 2 Mark 20 Pfß monatlich 75 Pig mit Bringerlohm Alle Anzeigrn-Bermittlung-stellm bei In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eutgeg«». Di« Gießener werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Orschewt ttgkich mit Ausnahme des «antags. Anrts- und Anzeigeblntt für den Krek Gieren. »edakti-n, Expedition und Druckerei: Schntstrahe Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Kiehs«. Fernsprecher Nr. 51. Kaiser Nikolaus in Darmstadt. (Telephonmeldung des „Gießener Anzeiger.") Darmstadt, 25. September. Der Hofzug mit dem Kaiser und der Kaiserin von Rußland und den drei Großfürstinnen traf am Samstag nachmittag um l3® Uhr auf Station Egelsbach ein. Der Großherzog und die Großherzogin mit Prinzeß Elisabeth und Prinz Wilhelm von Hessen, dem Prinzen Ludwig von Battenberg und der Kronprinzessin von Rumänien hatten sich auf dem Bahnhof ' zum Empfang eingefunden. Außerdem waren anwesend Staatsminister Rothe, der russische Gesandte nebst Gemahlin, welche ein prachtvolles Bouquet überreichte, der russische Militär-Attache, außerdem Kammerherr Graf Lehndorf, Sekretär der Kaiserin, Hofdame Freiin von Rotsmann, Oberst von Krausnitz, Generaladjutant des Großherzogs, Oberstallmeister von Riedesel, die Adjutanten von Roeder und Krämer, Geheimrat Haas- Offenbach, Major von Knesebeck, der Bürgermeister und der Beigeordnete von Egelsbach. Die Herrschaften fuhren in 14 Hofwagen nach dem nahe gelegenen Schloß Wolfsgarten. In dem ersten vierspännigen Wagen saßen die Kaiserin von Rußland und die Großherzogin. In dem Gefolge fiel besonders die Amme der jüngsten Großfürstin in russischem Nationalkostüm auf. Die russischen Herrschaften erschienen in tiefer Trauer; der Hofzug mit dem Teil des Gefolges, der hier im alten Palais wohnt, fuhr nach Darmstadt. Anläßlich der Anwesenheit des Zarenpaares in Darmstadt, welche sich voraussichtlich bis Ende Oktober ausdehnen wird, dürfte der Großherzog wohl Gelegenheit nehmen, dem russischen Monarchen die Künstlerkolonie, welche ec unter der Aufbietung persönlicher Opfer zur Hebung des heimischen Kunstgewerbes geschaffen, vorzustellen. Sie besteht aus Pariser, Münchener, Mainzer, Hamburger und Wiener Künstlern, die frei und unabhängig wirken können und nach keiner Richtung hin gebunden sind. Die Herren beziehen ein Jahresgehalt aus der großherzoglichen Schatulle und werden auf der Pariser Ausstellung ihr erstes gemeinsames Werk, die völlige Ausstattung eines eleganten Zimmers, dem öffentlichen Urteil unterbreiten Von Darmstadt will sich die Kaiserin von Rußland auf kurze Zeit nach Balmoral begeben, wohin sie ihre Schwestern, Prinzessin Viktoria von Battenberg und Großfürstin Elisabeth, die Gattin des Großfürsten Sergius Alexandrowitsch, begleiten werden. Zum * Aas örogtnmm des Gießener Ztadttheaters für die Kpießeit 1899,1900. Die Thatsache läßt sich nicht widerlegen, daß zu keiner Zeit das Jntereffe am Theater so rege war, wie in unseren Tagen. Nicht in jener Blüteepoche des griechischen Dramas, wo sich die dichterische Kraft des glänzenden Dreigestirns Aischylos, Sophokles und Euripides in den Dienst der nationalen Sache stellte; nicht zur Zeit eines Lope und Calderon, wo der Katholizismus seinen Reichtum entfaltete; nicht in den Tagen Shakespeares, der Englands Weltherrschaft und seine jungfräuliche Königin nicht genug feiern konnte; nicht in Frankreich unter dem Szepter des Sonnenkönigs; nicht in Deutschland, wo unsere Litteratur an einem kleinen Fürstenhofe neu erstarkte und eine klassische Nach' Hüte erlebte. Zu keiner Zeit genoß das Theater einer solchen Popularität. Aber die Thatsache bleibt bestehen, daß trotz des zunehmenden materiellen Wohlstandes, trotzdem sich der Kreis dessen, was die Bühne darstellen darf, immer mehr erweitert, die künstlerische Ernte sehr gering ausfällt. Alle Schwesterkünste bringen durchschnittlich mehr Kunstwerke hervor, als das Drama, weil sie nicht in dem Maße an die Rücksicht auf das Publikum gebunden sind. Das Publikum ist Richter, und dieser Richter hat das letzte Wort zu sprechen. ES will vor allen Dingen amüsiert werden. Darum sind die Dramatiker zu einem schwächlichen Kompromiß zwischen Kunsthöhe oder Höhenkunst und Tages- geschmack gezwungen. Und immer mehr wird das Theater in eine Richtung gedrängt, die. mit der Spezialitätenbühne Fühlung zu gewinnen sucht. Dieses abwechselungsreichere Genre ist auf dem Wege, die Vorherrschaft an sich zu reißen, zumal in den Großstädten, wo eine während des Tages dumpf arbeitende Menge das Bedürfnis hat, sich am Abend auszuspannen, Erholung von den Lasten des Berufes zu suchen. Diese Bevölkerung ist nicht mehr imstande, ein ernstes Drama aufzunehmen, sie will zerstreut sein; und Besuch der Königin von England begiebt sich ebenfalls dahier die I österreichische Kronprinzessin Witwe Stefanie mit ihrer Tochter, ' der Erzherzogin Elisabeth, und mit Prinzessin Clementine, ihrer Schwester, in Begleitung des Königs von Belgien. Prinzessin Clementine, welche 27 Jahre zählt, ist bis jetzt unvermählt geblieben, seit der Wille ihrer Mutter sich vor sieben Jahren chrer ehelichen Verbindung mit ihrem Cousin, dem nunmehr verwitweten Fürsten Ferdinand von Bulgarien, entgegenstellte. * * * Während seines Aufenthalts in Kiel ist dem Zaren ein lustiger Zusammmenstoß passiert. Bei einem Spaziergang durch den Düsternbrook schlenderte der in Zivil befindliche Zar in Begleitung seines Adjutanten durch die Parkanlagen. Plötzlich prallte etwas gegen den Zaren: es war ein Matrose der deutschen Kriegsmarine, der einen dienstlichen Auftrag auszuführen hatte und in der Eile mit dem ihm wegen seiner Zivilkleidung unbekannten Zaren zusammengestoßen war. Ein „Pardon" von Seiten des weiterstürmenden Matrosen und ein höfliches „Bitte" aus dem Munde des Russenkaisers und der deutsch-russische Zusammenstoß war friedlich beigelegt. Der Kaiserzug, mit dem das russische Kaiserpaar nach Darmstadt reiste, besteht nach den „H. R." aus elf vierachsigen Wagen von dunkelblauer Farbe, die an den Seitenwänden mit goldenen Streifen eingefaßt ist. Jeder Wagen hat 8 bis 12 Fenster; der Zug ist etwa 200 Meter lang. Sämtliche zur Reinigung und Unterhaltung der Wagen dienenden Gerätschaften werden im Zuge mitgeführt. Zur Aufnahme der Anlagen für die elektrische Kraft dient ein besonderer Wagen. Ferner ist ein Küchen- und ein Speisewagen eingestellt. Von dem etwa 50 Mann starken Wagenpersonal sprechen nur wenige und zwar nur gebrochen deutsch. Die Beamten tragen blusenartige Röcke aus schwarzem Tuch mit schwarzlackirrtem, ledernem Gürtel um den Leib und weite, ebenfalls schwarze Beinkleider, die in langen Stiefeln stecken. Als Kopfbedeckung dienen runde, schwarze Pelzmützen. Der Zug wird, wenn der Zar sich darin befindet, immer nur in ein und derselben Richtung gefahren und muß deshalb stets nach Einlaufen in eine Kopfstation gedreht werden, um demnächst wieder in der vorgeschriebenen Richtung hinauszufahren. Selten reichen die Bahnhofsanlagen aus, um einen solchen Zug von 200 Meter Länge zu drehen, und wohl keine Station ist mit i Drehscheiben ausgerüstet, um die über 20 Meter langen wenn sie diese Befriedigung nicht im Theater findet, wendet sie sich dem Variete zu. In einer kleinen Stadt kann das Theater erziehlicher wirken. Es muß seine Aufgabe darin suchen, den Geschmack des Publikums zu heben und zu läutern. Das wird ihm leichter werden, wenn es, wie in Gießen, auf die Unterstützung leitender Kreise zählen darf. Freilich muß es den Wünschen aller Klassen soviel wie möglich Rechnung tragen, und diese Wünsche mögen ost recht weit auseinandergehen. Aber daraus kann man einer ernstlich strebenden Bühne keinen Vorwurf machen, das ist in unseren sozialen Zuständen begründet. Keine Zeit hat so viele Gattungen, Arten und Abarten des Dramas gepflegt, wie die unsrige. Es hat jahrhundertelanger Entwickelung bedurft, um zwischen die beiden Endstationen der Tragödie und der Komödie Bindeglieder zu schieben. Wo immer ein Stück des Lebens gebannt ist, da fragen wir nicht viel nach der Gattung. Die Summe aller dieser Stilarten ist doch nur ein Bruchstück vom farbigen Abglanz des Lebens. Wir verlangen von dem Dichter nur, daß er einen wahrheitsgetreuen Ausschnitt unseres Daseins liefere, und daß er das willkürliche Nebeneinander einer höheren Idee unterordne. Wenn ihm das in einem Schwank gelingt, soll es uns recht sein; denn gleich Friedrich Hebbel ist uns allen eine gute Posse lieber, als ein schlechtes Trauerspiel. Soweit eine Vorankündigung Schlüsse zuläßt, war die Direktion des Gießener Stadttheaters eiftig bemüht, einen möglichst mannigfaltigen Spielplan zu entwerfen. Keine Richtung scheint übergebührlich bevorzugt, keine stiefmütterlich behandelt. „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen": so empfiehlt es schon der Direktor im Vorspiel zum „Faust". Einen Teil dieser Werke zur Aufführung zu bringen, erfordert schon, wenn man die Zahl von ungefähr hundert Vorstellungen ins Auge faßt, die angestrengte Arbeit der Schauspieler, die sich in neue Rollen doch erst einleben müffen. Ueber die hauptsächlichsten Novi Wagen einzeln zu wenden. Deshalb müssen die Züge gewöhnlich eine Rundfahrt über viele Stationen antreten, wodurch die erforderliche Drehung erreicht wird. Zu diesem Zwecke fuhr der Kaiserzug am Mittwoch von Kiel über Neumünster nach Ascheberg und von dort nach Kiel zurück, wobei er eine Leerfahrt von 83 Kilometer zurücklegte. Nebenbei sei noch bemerkt, daß beim Uebergang von Rußland nach Deutschland die Entfernung her Näder jeder Achse verringert werden muß, da die deutschen Bahnen geringere Spurweite als die russischen haben. Ksksies und MovinMrs. Gießen, 24. September 1899. •* Königsurlaub. Während des nunmehr eingetretenen sogenannten Königsurlaubs d. h. der Zeit zwischen Reserve- Entlassung und Rekruten-Einstellung, tritt bei den einzelnen Truppenteilen keineswegs eine dienstliche Ruhepause ein. Vielmehr wird in erster Linie die durch das ungünstige Wetter der letzten Manövertage stark beschädigte Bekleidung und Ausrüstung wieder in stand gesetzt, dann erfolgt die Zusammenstellung der für die Rekrutenausbildung bestimmten Chargen in eigene Trupps zu einer sie auf jene Thätigkeit vorbereitenden Unterweisung. Auch einzelne Hebungen des Beurlaubtenstands finden demnächst noch statt, so beispielsweise beim Train. Im übrigen bildet diese an und für sich kurze Zeit noch Gelegenheit zu umfangreicheren Beurlaubungen von Offizieren und Kapitulanten, an welchen das übrige militärische Dienstjahr mit seinen mannigfachen und zahlreichen Anforderungen ohnehin nicht reich ist. ** Offene Lehrerstelleu. Erledigt sind: eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg, ntit der Stelle können die Funktionen eines Oberlehrers, dem eventuell eine Vergütung von 300 Mk. und mehr gewährt werden kann, verbunden werden; die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Höllerbach, dem Herrn Fürsten zu Löwenstein-WertheimNosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentationsrecht zu derselben zu; die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mittel-Gründau, mit der Stelle ist Organistendienst verbunden, dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdiügen steht das Präsentationsrecht zu derselben zu; die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle yan der täten sei hier ein kurzes Wort der Orientierung gesagt: Sudermann und Wildenbruch haben mit ihren letzten Werken keine Treffer gezogen. Des ersteren Märchendichtung „Die drei Reiherfedern" ist überall nur einer lauen Aufnahme begegnet, und Wildenbruchs „Gewitternacht" mußte sich sogar eine empfindliche Ablehnung gefallen lassen. Die Direktion konnte also billigerwrise auf diese beiden Werke verzichten. Auch Max Halbe, der Dichter der „Jugend", war in der verflossenen Spielzeit nicht vom Glücke begünstigt. Seine Renaissancetragödie „Der Eroberer" wurde bei der ersten Aufführung unter Hohnlachen begraben, und sein modernes Drama „Die Heimatlosen" vermochte die erlittene Scharte nicht recht auszuwetzen; immerhin hat es seine Bühnenwirksamkeit bewiesen. Dem geschmeidigen Ludwig Fulda bleiben so trübe Erfahrungen erspart, er kennt den Geschmack seines Publikums. Seine Tragödie „Herostrat" könnte auch mit den beschränkteren Mitteln einer kleinen Bühne zur Darstellung kommen, den Schauspielern sind durchweg dankbare Rolle geboten. Viel bedenklicher will mir dagegen eine Aufführung des „Cyrano von Bergerac" erscheinen, weil sie sehr große Anforderungen an die Jnszenierungskunst stellt, ganz abgesehen von der Fülle der darin auftretenden Personen. Hier hat sich Fulda auf der bewährten Höhe seines UebersetzungStalents gezeigt. Von den drei Einaktern, die zu einem „Fulda-Abend" vereinigt werden sollen, sind „Die Zeche" und „Ein Ehrenhandel" neu, anspruchslose Opuscula, die überall des Erfolges sicher sein können. Vollblütiger, saftiger ist im Vergleich hiermit Max Drey er's „Unter blonden Bestien". Dieser junge Dichter, der sich sehr rasch einen Platz in der allerersten Reihe erobert, verdankt ihn seinem letzten Schauspiel „Hans". Seine Hauptvorzüge offenbaren sich hier in einer teilweise wundervollen Zeichnung der Gestalten und in eitlem sprühenden Dialog, der von getüftelter Geistreichelei ebensoweit entfernt ist, wie von platter Nüchternheit; der Hauptfehler des Stückes Gemeindeschule zu Mittel-Gründau; die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Falken-Gesäß, dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu derselben zu; die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Weiten-Gesäß; eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Geiß-Nidda, sämtlich mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt. * • Die Verdeutschung von Fremdwörtern in der Armee wird weiter fortgesetzt. Nach der „Märk. Volksztg." ersetzt eine neue Vorschrift Menage durch Mannschaftsküche, Kantine durch Marketenderei, Oekonom durch Wirtschafter, Garderobe durch Kleiderablage. * * Mit Umhängetaschen werden auf Veranlassung des Reichs-Postamts bei einigen Postanstalten die Ortsbriefträger an Stelle der jetzt gebräuchlichen, zum Umschnallen um den Leib eingerichteten Briefträgertaschen versehen werden, um zu erproben, ob diese Trageweise für die Handhabung des Bestelldienstes und insbesondere auch vom gesundheitlichen Standpunkte etwa den Vorzug verdient. * * Die Einführung einer ermäßigten Portolaxe für sogenannte Geschäftspapiere, das sind Prozeßakten, Rechnungen, Quittungen, Manuskripte für den Druck, Ladescheine und dergleichen im Jnlandsverkehr soll seitens der Reichspost geplant sein. Die meisten auswärtigen Staaten lassen schon heute „Geschäftspapiere" als Drucksachen zu, so daß diese Ermäßigung bisher nur für Postsachen galt, die von Deutschland aus ins Ausland, nicht aber für solche, die in Deutschland selbst verschickt wurden. Nach der „Nordd. Allg. Ztg." ist es im Neichspostamt noch nicht bis zu dem erwähnten Plan gediehen, sondern es finden nur Erwägungen in der angedeuteten Richtung statt, deren Ergebnis sich zurzeit noch nicht übersehen lasse. Mainz, 24. September. Der heute hier stattqe- habte 6. hessische Katholikentag war außerordentlich zahlreich besucht. Die weiten Räume der „Stadthalle" waren samt ihren Galerieen bis auf den hintersten Winkel besetzt und dürften mindestens 6000 Personen anwesend gewesen sein. Zahlreich waren die umliegenden katholischen Orte vertreten. Von Parlamentariern hatten sich eingefunden die Reichstagsabgeordneten Lieber Camberg, Carl Trimborn-Köln, Dr. Schmitt-Mainz, die Landtagsabgeordneten Dr. Dael-Bensheim, Dr. Brentano-Offenbach, Dr. Frenag- Mainz, Pennlich-Bingen und Moltan-Mainz. Ferner war Bischof Haffner erschienen, der eine Ansprache an die Versammlung richtete. Nachdem Dr. Schmitt unter riesigem Beifall die Versammlung eröffnet hatte, sprach zunächst Christl. Rat Dr. Werthmann-Freiburg über die Pflichten der Katholiken auf dem Gebiete der Wohlthätigkeit und dann Trimborn-Köln Uber die Bedeutung des katholischen Vereinslebens. Dritter Redner war der Reichstagsabgeordnete Lieber, der über die allgemeine politische Lage im Reiche sprach und dabei die veränderte Situation und die veränderte Stellung des Centrums beleuchtete, dabei betonend, daß das Centrum nie einiger sei als im gegenwärtigen Augenblick. Als den gefährlichsten Feind bezeichnet Dr. Lieber die Sozialdemokraten, mit denen das Eentrum nie paktieren könne. Nach Lieber sprach noch Reichstagsabgeordneter Dr. Schmitt-Mainz, der sich über hessische Verhältnisse verbreitete und über die Imparität gegen die Katholiken bei Staatsanstellungen klagte. Die kommenden Landtagswahlen berührend, betont Dr. Schmitt ähnlich wie Lieber, daß man bei der Entscheidung immer die Sozialdemokratie als den größten Feind betrachten müsse. □ Mainz, 24. September. In Anwesenheit von ca. 150 Mitgliedern tagte heute und gestern hier unter dem Vorsitz des Abgeordneten Haußmann-Stuttgart der 20. liegt darin, daß sich in einem eng bemessenen Zeitraum zu viele bedeutsame Seelenkrisen zusammendrängen. „Hans" ist die Tochter eines Professors der Biologie, eine Figur von erquickender Frische. Daß derselbe Dreyer einen Junggesellenschwank „Großmama" geschrieben hat, stellt seiner Vielseitigkeit und seinem rastlosen Schaffensdrang das beste Zeugnis aus. Ein weicherer Poet ist der Wiener Arthur Schnitzler, dessen stimmungsvolle „Liebelei" berühmt geworden ist. Auch er hat die weitverbreitete Einaktermode mitgemacht und drei Merkchen verbunden, durch die sich das Grundmotiv von Schein und Sein zieht. „Der grüne Kakadu", nach einer verrufenen Spelunke genannt, führt auf den Hintergründe der französischen Revolution in einem an grotesken Zügen überreichen Rahmen eine schaurige Episode vor. Mit wenig Strichen hat hier der Dichter ein geniales Bild gezeichnet. „Die Gefährtin", ein düsteres Nachspiel zu einer unglücklichen Ehe, ist Insofern ein echter Schnitzler, als hier sein LieblingsthemavomVerhältnis,wcnnauchinneuerSchattierung, behandelt wird. „Paracelsus" endlich, der desselben Autors „Frage an das Schicksal" ins 16. Jahrhundert zurückverlegt, ist ein leichtes Vorspiel, dem etwas weniger Politur, mehr Hans Sächsische Derbheit zu wünschen wäre. Auch das Nesthäkchen auf dem Parnaß, Georg Hirschfeld, dessen erstes Drama „Die Mütter" bislang sein bestes geblieben ist, fehlt nicht mit der Dienstmädchenkomödie „Pauline", der der unverfälschte Berlinische Jargon, so trefflicher ausgenutzt wird, doch außerhalb der Rcichöhauptstadt nicht förderlich sein dürfte. Ein Dienstmädchen als Heldin einer Komödie ist sicher originell. Im Roman haben die Goncourts und andere daS schon vorher erprobt. Hirschfeld giebt vier Akte ohne die winzigste Handlung, aber voll ausgezeichneter Beobachtungen, nur daß Beobachtungen noch keine Handlung ausmachen und selbst ausgezeichnete Beobachtungen noch lange kein gutes Stück ergeben. In die erste Reihe gehört ferner noch das Märchen „Königskinder" von der Münchnerin Ernst RoSmer. Ich möchte meine Bedenken gegen eine Parteitag der deutschen Volkspartei. Von bekannten Personen waren anwesend: Leopold Sonnemann- Frankfurt, die Neichstagsabgeordneten Konrad und Friedrich Haußmann, Abgeordneter Eckart, die Reichstagsabgeordneten Köhl - Würzburg und Muser - Mosbach, die Professoren Dr. Heimburger - Karlsruhe und Dr. Hoffmann - Stuttgart. Außerdem waren als Gäste anwesend die der freisinnigen Volkspartei angehörigen Reichstagsabgeordneten Bräsicke- Tilsit und Wintermeyer-WieSbaden. Während die gestrigen Beratungen sich nur auf Rechnungsablage und Erstattung von Reichs- und Landtagsberichten durch die Landtags- abgeordneten Saenger und Reichstagsabgeordneten Augst beschränkten, kam in der heutigen Sitzung die wichtige Frage der Arbeitslosen-Versicherung zur Verhandlung, welche auf verschiedenen Parteitagen der Volkspartei bereits Gegenstand eingehender Erörterung war und bisher immer lebhaften Widerstand bei den Parteimitgliedern aus Württemberg gefunden hatte. Referent war Leopold Sonnemann-Frankfurt, der in sehr eingehender Weise die ganze Materie behandelte und das Fehlen einer Arbeitslosen- Versicherung als eine große Lücke in unsrer Sozialgesetzgebung bezeichnete. Von mehreren Parteimitgliedern aus Württemberg wurden zwar einzelne Bedenken gegen eine solche Versicherung gemacht, doch nahm der Parteitag folgende von Sonnemann vorgelegte und dem engeren und weiteren Ausschuß sanktionierte Resolution einstimmig an: 1. Gemäß dem Programm der Deutschen Volkspartei ist eine Versicherung gegen die wirtschaftlichen Folgen unverschuldeter Arbeitslosigkeit eine der nächsten und dringendsten Aufgaben der deutschen Sozialpolitik. 2. Insoweit nicht die Gewerkschaften und Gewcrkvereine die obligatorische Versicherung zu übernehmen in Der Lage sind, ist eine Versicherung auf kommunaler Grundlage mit ortsstatutarisch einzuführendem Versicherungszwang zur Zeit der gangbarste Weg, um diese Aufgabe zu lösen. 3. Der erste Schritt, diese Versicherung zu fördern, wie es das Parteiprogramm verlangt, wäre ein Reichsgesetz, das den Gemeinden die heute fehlende Berechtigung gäbe, eine Versicherung auf solcher Grundlage bei sich einzuführen und das zugleich gewisse Normativbestimmungen aufstellte. 4. Die Gemeinden müßten vollständige Freiheit behalten, die Versicherung einzuführen oder nicht; diejenigen Gemeinden, welche davon nicht Gebrauch machen wollen, würden von dem Gesetz ganz unberührt bleiben. 5. In dem von der Kommission ausgearbeiteten Gesetzentwurf sieht der Parteitag die geeignete Grundlage für ein solches Gesetz. Bingen, 23. September. Hinter dem Technikum hier wurde heute ein steinerner Sarg mit einem Gerippe aufgefunden. Die Länge der Leiche muß mindestens 1,95 Meter gewesen sein, da das Gerippe gekrümmt im Sarge liegt. Bemerkenswert ist, daß der Steinsarg aus 2 Stücken besteht, während die Römersärge aus einem Stücke gearbeitet waren. — Das Wasser ist seit einigen Tagen wieder langsam fallend. Es dürfte dies nicht lange dauern, da neuerdings große Regenmassen gefallen sind, die ein Steigen des Wassers bringen müssen. Worms, 23. September. Der ledige Kaufmann U. in der Goethestraße hat sich gestern auf dem Speicher des Hintergebäudes seiner Behausung mittels Revolvers entleibt. Langwieriges Leiden soll die Veranlassung zu dem Selbstmord gewesen sein. Vermischtes. * M.Gladbach, 23. September. Auf dem Festmahl anläßlich der Enthüllung des Bismarck-Denkmals wurde ein Briefwechsel vorgelesen, der beweist, daß Professor Falb seinen guten Humor noch nicht verloren hat. Eine Stammtischrunde hatte nämlich vor einigen Tagen an „Herrn Falb, Wetteragent in Köln" eine Postkarte gesandt, in der er gebeten wurde, zur Enthüllung des Denkmals Aufführung nicht unterdrücken, wenn man der Handlung nicht die für sie bestimmte Humperdinck'sche Musik mitgiebt. Das Melodram ist gewiß ein Zwitter, aber es wäre ein unberechtigter Eingriff, wollte man den Goldreif, den der Komponist geschmiedet, weglassen. Damit wäre die Zahl der hervorragenden Werke erschöpft. In gemessenem Abstand mögen noch folgen: „Eine Liebesheirat" von Frau A. Baum berg (es ist merkwürdig, daß die meisten Vorkämpferinnen der Frauenemancipation mit dem männlichen Pseudonym kokettieren) und des Fürsten Wrede „Das Recht auf sich selbst". Ein übles Vorstadtmachwerk, wiewohl es von Paris bezogen wird, ist„Zaza". Leider enthält diese in jeder Phase verlogene französische Importware eine Paraderolle, für die eitle Schauspielerinnen nur zu dankbar sind. Zum schlimmsten Import gehört auch der „Schlafwagenkontrolleur". Eine Niete von der betriebsamen Schwankfirma Blumenthal und Kadelburg „Mathias Gollinger". Aber schon wiehert verheißungsvoll des „Weißen Rößl's" zweiter Teil: „Als ich wiederkam". Vermutlich werden alle deutschen Theater mit dieser Fortsetzung ein Zugpferd bekommen, das ihrem Thepiskarren über alle Fährmsse hinweghilft. Natürlich wird die Direktion neue Werke, die in Berlin, München oder Wien ihre Feuerprobe bestanden haben, möglichst schnell erwerben. Schon jetzt läßt sich Voraussagen, daß die beginnende Saison eine Hochflut von Novitäten bringen wird. Unsere Dichter arbeiten eben mit einer Fixigkeit, als ob sie Lope de Vega um seine Fruchtbarkeit beneideten. Sie gönnen ihren Werken nicht genug Zeit zum Ausreisen, weil sie glauben, bei den raschlebigen Zeitgenossen in Vergessenheit zu geraten, wenn sie nicht jede Saison mindestens einmal ihre Aufwartung machen. Daher die geringe litterarische Auslese während der letzten Jahre. Dieser bedenkliche Hang zum Handwerksmäßigen schlägt der dramatischen Kunst niemals zum Heil an. Ueber die älteren Werke, die zur Ausführung vorgesehen gutes Wetter zu bestellen; auf seine freundliche Mitwirkun werde fest gerechnet. Diese Karte hat nun über Köln un Wien Professor Falb in Berlin, wo er jetzt seinen Wohnor hat, richtig erreicht, und Falb antwortete folgendes: „Sehr geehrte Herren! Ohne Sturm ist bei dem „Alten im Schlapphut" nun einmal nichts abgelaufen. Also: die Hüte festhallen, dann wirds schon gehen. Hochachtend Rudolf Falb/' Falb hatte es diesmal richtig getroffen. • Wiesbaden, 23. September. In der vergangenen Nacht hat sich ein hier weilendes Fräulein Brun aus Petersburg in einem Anfall geistiger Störung aus dem Fenster gestürzt. Infolge der erlittenen Verletzungen, trat der Tod bald darauf ein. * Jena, 23. September. O alte Burschenherrlichkeit! In dem nur durch die Saalebrücke von Jena getrennten Nachbarorte Wenigenjena wird jetzt mit dem Abbruch des weitbekannten Gasthofes zur grünen Tanne zum Zweck eines Neubaues begonnen. Mit dem alten Hause sind mancherlei geschichtliche interessante Erinnerungen verknüpft. Goethe, der dort 1818 wohnte, dichtete daselbst den „Erlkönig". Am 12. Juni 1815 erfolgte in der „Tanne" die Gründung der deutschen Burschenschaft. • Hamburg, 23. September. Einen Tausendmal: schein als Geschenk für seine Ehrlichkeit hat ein Pferdeknecht hierselbst erhalten. Ein Pferdehändler am „Grünen Jäger" hatte sein Taschenbuch mit etwa 56 000 Mk. Inhalt in Reichskassenscheinen verloren. Als ein Pferdeknecht ein Pferd ins Freie führen wollte, fand er die Brieftasche auf einem Dunghaufen. Da der Knecht den Namen des Verlierers in dem Taschenbuch vorfand, eilte er schleunigst ins Hotel und überbrachte dem Pferdehändler sein verlorenes Eigentum. In der Freude über den wiedergesundenen Schatz und gerührt durch die Ehrlichkeit des Pferdeknechtes gab der Händler diesem einen „Tausender" zum Geschenk. * Prag, 22. September. Das Geständnis des Hilsner erregt in Kuttenberg großes Aufsehen, obwohl angenommen wird, daß Hilsners Angaben vollständig erlogen sind. Hilsner hatte nach seiner Verurteilung eine gemeinsame Zelle mit einem wegen Todschlags in Untersuchung befindlichen Schuhmacher, der aber nicht wegen dieses Verbrechens, sondern blos wegen eines Vergehens zu drei Monaten Arrest verurteilt wurde. Als Hilsner mit diesem vorgestern abend aus dem Fenster in den Gefängnishof schaute, wurde gerade eine Telephonleitung installiert. Der Zellengenosse machte Hilsner gegenüber die Bemerkung, es werde der Galgen für ihn errichtet, im Hofe stehe bereits der Scharfrichter. Hierdurch wurde Hilsner derart erschreckt, daß er ein Geständnis abzulegen sich bereit erklärte. Er erzählte nun, daß er mit zwei Glaubensgenossen die Agnes Hruza ermordet habe, und fügte hinzu, daß feine Komplizen das Blut des Mädchens aufgefangen und weggetragen hätten. Das Geständnis wiederholte er vor dem Untersuchungsrichter. Diesem nannte er auch die angeblichen Komplizen, die nun steckbrieflich verfolgt werden. Man nimmt an, Hilsner habe den Versuch gemacht, durch dieses Geständnis wenigstens einen Aufschub der vermeintlich bevorstehenden Hinrichtung zu bewirken. Belgrad, 22. September. Der Präsident der Belgrader Börse, ein mehrfacher Millionär, DimitrijeStamen- kovic, hat sich wegen schwerer Krankheit durch einen Schuß in den Unterleib getötet. * Hammerfest, 23. September. Wie sich nunmehr herauSstellt, hat die Andree 'sch e Boje einen furchtbaren Stoß erhalten, welcher eine derartige Veränderung der Gestalt des Körpers herbeiführte, daß man in das Innere des Cylinders nicht hineinsehen kann und dieser wahrscheinlich von der Seite geöffnet werden muß, damit die Untersuchung des Inhaltes des Cylinders erfolgen könne. Die Boje wurde am 12. September bei einer Bärenjagd auf der Nordostseite des König Karl-Landes gesunden. sind, bedarf es keiner langen Erörterung. Die Klassiker können nicht genug herangezogen werden. Nur hüte man sich vor Werken, die ein allzu großes Aufgebot von Personen verlangen, weil es sonst nicht ohne Verstümmelungen hergeht. „Götz" und „Wallenstein" erfordern in dieser Hinsicht einen beträchtlichen Aufwand. An Heinrich von Kleist sollte man nicht vorübergehen; „der Prinz von Homburg" ist auch auf einer kleinen Bühne zu bewältigen, und „der zerbrochene Krug" lohnt stets die Mühe einer Neueinstudierung. Auch Grillparzer dürfte getrost etwas mehr berücksichtigt werden. „Weh dem, der lügt" ist eine der wenigen Perlen unserer Lustspiellitteratur. Neben „Mcdea" und „Sappho" sollte man es einmal mit dem Esther-Fragment und der „Jüdin von Toledo" versuchen. Endlich sollte Anzengruber nicht vergessen werden. Nur „der Pfarrer von Kirchfeld" ist auch in Deutschland ein populäres Volksstück geworden. Die herbe Tragik des „Vierten Gebots" stößt gelegentlich auf Widerspruch. Niemand vermag sich jedoch dem Zauber der Komödien des österreichischen Dichters zu entziehen. „Doppelselbstmord" und „der G'wissenswurm" verfehlen niemals ihre Wirkung auf ein unbefangenes Publikum. In einer Scene Anzengruber steckt doch mehr Humor als in Oscar Blumenthals sämtlichen Schwänken. Hier soll sich die Bühne auf ihre Pflicht als Dienerin der Litteratnr besinnen. Fühlung zwischen Bühne und Publikum bleibt ein erstrebenswertes Ziel, und sicher ist die Direktion, die am Beginn einer Winterkampagne steht, dem Publikum gegenüber von dem Wunsch beseelt, den Anzengruber in schlichten Versen so ausspricht: „Drum lasset uns in Freundschaft Einander recht verstehn Die kurze Strecke Weges, Die wir zusammengehn!" Xy. 3818 Horn. 6863 Georg Simon, Grabenstr. 6849 TW. Albeitkl Vormbßum^ 6282 6766 empfiehlt 6669 bietend oersteiqert. 6855 empfehlen 6591 Trauerkleider 6651 Darmstädter I» la. Gas.GlühkSrper, I hohe Leuchtkraft und Haltbarkeit, I per Stück 40 Pfg. 6 Stück nur 2 Mk. xr WMillerWeil, $1i1h‘ji4iH*indir (große Quantität Aepfel, Birn n versteigert werden. Zusammenkunf vormittags 10 Uhr bei der Kirche. Annerod, den 23. Sept. 1899. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Blusen und Röcke stets grosser Vorrat bei: Aug. Montanus Nachfl., Inh. R. & M. Imheuser, Giessen, Marktplatz 9—10. Der Bürgermeister. Rau. Brüder Schmidt Seltersweg 83. Wstversteigerung. 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Durch einen Rücken hohen Druckes, der sich von Westfrankreich über Süddeutschland ostwärts erstreckt, sind zwei Maximalgebiete, eins mit dem Kerne vor dem Kanal, das andere über der unteren Donau vorhanden. Ueber dem Mittelmeergebiete hat der Luftdruck wieder abgenommen. Ein sekundäres Minimum liegt über dem Golfe von Genua und über der Po-Ebme. Bei dieser Wetterlage ist im Alpengebiete das Wetter trüb und regnerisch. In den höheren Lagen ist Schnee gefallen. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst unbeständiges Wetter und stellenweise Niederschläge. und Krimmer. MMWWW Preutztsche Pfandbrief-Bank, Berlin. Nach der im Inseratenteil unserer Zeitung veröffentlichten Bekanntmachung werden die am 1 Oktober cr. fälligen Zinsscheine der Hypotheken-Pfandbriefe, Kommunal-Oblrgationen und Kleinbahn-Obligationen bereits vom 15. September ab an der Kaffe der Bank in Berlin, und auswärts bei sämtlichen Verkaufsstellen kostenlos eingelöst. 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W ibend aus dem Fenster in gerade eine Telephonleitung ichte Hilsner gegenüber die i für ihn errichtet, im Hofe Hierdurch wurde Hilsner ändnis abzulegen sich bereit ß er mit zwei Glaubens- rdet habe, und fügte hinzu, des Mädchens aufgefangen Geständnis wiederholte er Diesem nannte er auch die eckörieftich verfolgt werden, en versuch gemacht, durch n Aufschub der vermeint- a bewirten. x Mdent btt Belgrader at.DimftiseStamen- Aranlheit durch einen Schuß *. Wil sich m»-hr chk B°jl -Mil furchtbaren berartiqe Sßeränberung bet te, dH mn in bas I« fann unb biefer nM» rbtn wß. bannt btt M«; inbetä erfolgen ® et hei einer Särenjagb auf :(,£a»beä gefunben. H W W1IH1W i :roft etroa«perlen «. ffiarr« * ab ti« »0fulaßM8" M bis - WrrreiM für Herren finden Sie in grösster Auswahl und bestbewährten Qualitäten bei: Aug. Montanus Nachfl., Inh. R. &, M. Imheuser, 6649 Giessen, Marktplatz 9—10. 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