1899 Mittwoch de« 26. Juli ?,weites Blatt N». 173 Gießener Anzeiger Generat-N^eiger N«t»s-prei« viertkljihrlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pfßr mit Bringerloh«. Alle Anzeigen-Bermittlun,-stellen W In- mlb ÄullenHl Nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eetyt*. Bei Postbezug t Mark 50 Pfg. -vierteljährlich. tägNch mit AuSushm« bei Montags. Annahme ••« Anzeigen zu der nachmittag- für b« ^»igenden Lag erscheinenden Nummer bis vor«. 10 Nhr. Die Gießener Ma«4rte»»tt1ter »erben dem Anzeiger »dch-nUich viermal brigetegt. Anrts- und Anzeigeblutt föt den Tlveis Gieszen. Nedaktivv, efliebition und Druckerei: KchAtstratze Nr. 7. Gratisbeltagen: Gießener FamiUenblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische UslKsiMnde._________________ Adreffe für Depeschen: Anzeiger Gieß«. Fernsprecher Nr. 51. Das englische Dum-Durrr-Geschotz. Auf der Abrüstungskonferenz im Haag wurde allseitig das englische Dum-Dum-Geschoß verurteilt und seine Abschaffung auch im Kampf gegen wilde Völkerschaften dringend gewünscht. Es wird unsere Leser deshalb interessieren, die Dum-Dum-Geschosse in der Abbildung zu sehen. Ihren Namen haben die Geschosse von einem kleinen Orte in der Nähe von Calcutta; sie wurden zuerst gebraucht auf der Expedition nach Chitral, wo sie unter den Eingeborenen furchtbare Verwüstungen anrichteten. In unserer Abbildung zeigt Figur 1 ein Gewehr mit Dum-Dum-Geschossen wie es in dem genannten Zuge verwendet wurde. Figur 2 bis 8 zeigen die modernen Projektile und ihre Wirkungen. Alle diese Geschosse sind mit einen Stahl- bezw. Nickelmantel versehen und sie zersplittern dadurch die Knochen. Die Dum-Dum-Geschosse Figur 9—11 jedoch tragen über der eigenartig geformten Nickelspitze eine Bleikappe, durch die beim Eindringen in den Körper die umliegenden Fleischteile zerissen werden. Es wäre dringend notwendig, daß im modernen Kriege wenigstens alle grausamen Geschosse verbannt würden, denn es kann ja doch nicht darauf ankommen, möglichst viele Krüppel zu schießen, die zeiilebens an den erhaltenen Wunden dahinsiechen, sondern es ist das Hauptbestreben, möglichst viele Soldaten für den Augenblick kampfunfähig zu machen, und dies wird durch die heutigen Geschosse schon mehr als nötig erreicht. Eine« Rückblick auf die Friedeuskouferenz wirft die „K. Z." in folgendem: Die Thatsachen, die während der Arbeiten der Konferenz vorgefallen sind, stehen zu einem großen Teil in allzu grellem Widerspruch mit den angeblichen Absichten der Diplomaten, und gerade denjenigen Staaten, die am meisten in den Vordergrund treten und mit der ernsthaftesten Miene von der Welt sich für das Wohl der Völker ins Zeug | legen, könnte man ein inhaltsschweres Sündenregister entgegenhalten. Ursprünglich sprach man bekanntlich von einer „Abrüstungs-Konferenz", aber der Staat, der zuerst das Mitgefühl der gebildeten Welt für die unter der Last der Kriegsrüstungen zusammenbrechenden Völker beschworen hatte, eröffnete, als die Tinte des Murawiew'schen Rundschreibens kaum trocken war, Kredite von Millionen und Millionen für Vermehrung der Feld-Artillerie und Anschaffung neuer Kriegsschiffe. Datum für Datum läßt sich dieser sonderbare Kommentar zu den Abrüstungsbestrebungen in den russischen Blättern verfolgen, und als man sich endlich davon überzeugt hatte, daß es, um in Bloch'scher Sprache zu reden, eine Utopie sei, sämtliche Staaten der Welt in der Abrüstungsfrage unter einen Hut zu bringen, da ließ man nicht etwa, wie es der gesunde Menschenverstand gefordert hätte, diesen Punkt kurzweg fallen, sondern man denuncierte mit Hilfe der russischen und dann der englischen Presse mit heuchlerischem Bedauern Deutschland als den Sündenbock, der die Behandlung der Abrüstungsfrage überhaupt vereitelt habe. Dazu kam noch, daß mitten in die Arbeiten der Konferenz, während der russische erste Vertreter seine schönen, menschenbeglückenden Reden hielt, die rechtswidrige Behandlung Finnlands fiel, eine Behandlung, die von der gesamten gebildeten Welt noch schärfer verurteilt worden ist, als z. B. der Krieg, der Spanien sein Kolonialreich gekostet hat; Amerika konnte sich wenigstens auf die Forderung der Menschlichkeit berufen, aber Rußland hat sich des offenen Vertragsbruchs schuldig gemacht. Und doch ruft dieselbe Macht einen Kongreß zusammen, der bindende Verträge zwischen den Staaten schaffen soll. Und England? Neben Rußland hat dieses während der Konferenz die an Widersprüchen reichste Rolle gespielt. t Wenn man sah, wie Sir I. Pannefote mit dem Feuer der ! heiligsten und idealsten Begeisterung für das Zustandekommen eines obligatorischen Schiedshofes eingetreten ist, durch den man, wie die schöne Phrase lautete, dem Krieg am wirksamsten den Krieg erklären und ihn endlich besiegen könne, hat wohl mancher Friedens-Apostel in Gedanken den Hut vor solcher Hochherzigkeit gezogen, und auch der biedere Gevatter Schneider und Handschuhmacher hat einen dicken Strich durch das Schuldbuch gemacht, worin man zahlreiche Seiten von britischer Zweideutigkeit, Selbstsucht und Heuchelet erzählt. Aber dasselbe England hat sich schon tm Anfang der Konferenz geweigert, auf den Gebrauch von Dumdumgeschossen zu verzichten, und Herr Stead hat bet dieser Gelegenheit die Maske des Friedensapostels für einen Augenblick abgelegt und als englischer Agent die Anwendung solcher Kugeln gegen „wilde" Völkerschaften für zulässig erklärt. , r .... _ Und was hat man erst dieser Tage erleben müssen? Ein Sturm der Entrüstung tobte durch die ganze Presse, als bekannt wurde, daß die nach Afrika gehenden und in einem etwaigen Kriege gegen die Buren zu verwendenden englischen Truppen Patronen mit der Bezeichnung „Nr. IV." mit sich führen, die den Dumdumgeschossen an verheerender Wirkung im menschlichen Körper beinahe gleichstehen. . , Der niederländische Generalmajor Sünders hat m einer Zuschrift an den „Nieuwe Rotterdam'sche Courant" an der Hand der von Professor Dr. v. Bruns herausgegebenen Schrift „Wirkung der neuesten englischen Armeehohlspitzgeschosse" diese barbarische Absicht der englischen Regierung an den Pranger gestellt, und in einer anderen Zuschrift an dasselbe Blatt wird der Vorschlag gemacht, Zeichnungen über die Wirkungen dieses Geschosses Nr. 4 in Europa zu verbreiten, und zwar mit der Inschrift: „Die Kugeln, deren sich das gebildete England bedient." „Ist etwa Fasching zu Byzanz?" ruft man der mit der Erweiterung der Genfer und Brüsseler Vereinbarungen betrauten Kommission der Friedenskonferenz zu, und ist die Fortsetzung ihrer Arbeit nicht eine öffentliche Verhöhnung der ganzen Menschheit? Kann man es der öffentlichen Meinung noch verübeln, wenn sie in der Konferenz nur die Illustration der sich bedeutungsvoll zulächelnden römischen Augurn sieht? Wo die Thaten den Worten in solcher Weise ins Gesicht schlagen, kann das verdammende Urteil nicht scharf genug lauten. Um das Maß des öffentlichen Mißtrauens voll zu machen, hat die Kommission in ihrer Sitzung vom Montag, 17. Juli, den van Karnebeekischen Vorschlag, das Herabwerfen von Geschossen aus Luftballons, sowie den Gebrauch von Stickgase verbreitenden Bomben und von Sprenggeschossen zu verbieten, nicht angenommen, sondern beschlossen, diese Frage zum Gegenstand eines besonderen Abkommens zu machen, d. h. aä ealsnäaZ Araoeas zu verschieben. Mit der Schieds Hofs frage hat England entschiedenes Fiasko gemacht. Bekanntlich hatte man damit ein, wie man glaubte, sehr einträgliches Geschäft machen wollen, indem hier ein günstiger Punkt war, wo man den Hebel gegen Deutschland einsetzen konnte. Der amerikanische Vermittlungsvorschlag hat diesen Treibereien aber bald den Garaus gemacht, die deutsche Regierung hat soweit nachgegeben, wie sie unbeschadet der Vorteile ihrer günstigeren Verhältnisse nachgeben konnte, und wenn man ihr englischer- Feuilleton. Iranziskas Sommerfteuden. Eine fröhliche Geschichte von Alwin Römer. (Nachdruck verboten.) (2. Fortsetzung.) Der holde Gegenstand seiner Träume „mopste" sich währenddessen wieder einmal „ganz scheußlich". Papa hatte zu schreiben und daher keine Zeit zum Waldbummeln. Andere Gesellschaft behagte ihr nicht. Was blieb ihr übrig, als schließlich allein hinauf zu wandern in den schönen Tannenwald, der sich hinter Fichtenstein aufthat. Mit ihrer Hängematte und einem Band „Rabe" versehen, pilgerte sie los, fand alsbald auch eine Stelle, die ihr zur Befestigung ihrer Netzschaukel passend däuchte, band diese fest, legte sich hinein und fing an zu lesen. Aber wie alles in der Welt sein Ende findet, so kam sie auch in „Pfisters Mühle" endlich auf die letzte Seite. Nun hing sie noch eine Weile ihren Träumen nach, ärgerte sich dann, da sie nicht noch ein zweites Buch als Reserve mitgenommen — und sprang zuletzt unwirsch aus der Hängematte. Der Gedanke kam ihr, einmal zu sehen, was hinter diesem Berge sei, auf dem die famosen alten Fichten standen. Sie band die Hängematte wieder los und wählte einen Weg, der von Fichtenstein weg nach dem jenseitigen Thale führte. Unterwegs traf sie einen Jungen. „Wohin kommt man hier?" fragte sie ihn. „Nach dem Riefbecker Teich." der „Ist der groß?" „Ziemlich." „Sind Fische drin?" „Eine Masse!" „Komm, bring mich einmal hin." Willig trottete der Junge vor ihr her. Nicht lange dauerte es, so blitzte der Wasserspiegel geheimnisvoll durch die Föhrenstämme und ein wollüstiger Schauder rieselte ihr dabei über den Rücken. Am liebsten hätte sie baden mögen darin. Bald stand sie hart an dem sich leise zum Wasser senkenden Ufer, und blickte voll Interesse in die Tiefe, um von dem Fischreichtum etwas wahrzunehmen. Als sie vom Reste ihres Frühstücks etliche Krumen ins Wasser warf, kamen die Karpfen und Schleien alsbald von allen Seiten herangeschwommen. „Hast Du schon einmal welche gefangen?" fragte sie den Jungen. Der blinzelte sie schlau an und bejahte dann. „Manchmal schon fünfe," fügte er hinzu. „Hält' ich nur eine Angel hier," meinte sie darauf. Plötzlich fiel ihr Blick auf die Hängematte, die sie am Fuße einer Riesentanne zurückgelassen hatte. „Du," sagte sie, entzückt über ihren Einfall, „das geht," wickelte das Netzgestrick aus und schickte sich an, es ins Master hinabzulassen. Natürlich leistete ihr der Bube freudige Hilfe. , Ohne Zweifel fiel bei diesem Raubzuge auch für ihn etwas ab. Behutsam schob er mit einem schnell geknickten Aste das improvisierte Netz auf dem Boden des Teiches zu Fichtenstein!" „Warum stellen Sie denn keine Warnungstafel hm?" „Da fragen Sie nur den Herrn Oberförster oder den Herrn Forstassessor, der jetzt seine Stelle vertritt. Mich geht das nichts an." Damit bemächtigte er sich der Hängematte und machte eine Handbewegung, die deutlich einlud, ihm zu folgen. „Geben Sie mir mal meine Hängematte," sagte sie entrüstet. „Das ist ein Fischnetz," behauptete er. „Wenn der Forstassessor sic Ihnen wiedergeben will, ist das seine Sache. Und nun bitte, kommen Sie!" zurecht, und voller Spannung schauten sie dann beide hinab, einen günstigen Augenblick erwartend, um einen Zug zu wagen. „Jetzt!" schrie Franziska voller Eifer. Da raschelten Schritte oben im Gestrüpp und der alte Waldwart wurde sichtbar. „Jawohl," sagte er grinsend, „jetzt!" Wie der Wind war der Junge davongesaust, als er die verdächtigen Laute gehört, während Franziska höchst gleichmütig den Alten näherkommen ließ. „Wie kommen Sie dazu, hier zu fischen?" schnauzte Isegrim. „Ist denn das verboten?" fragte sie schnippisch. „Gewiß ist das verboten!" „Eine schöne Sommerfrische!" höhnte sie, worauf der Alte polterte: „Ach was, Sommerfrische. Die geht uns garnichts an. Der Teich gehört zur Oberförsterei und nicht seits daraus einen Vorwurf machen will, so braucht man nur an die auf jedem Blatt der Weltgeschichte zu lesende Thatsache zu erinnern, daß, wenn es sich um seine Interessen gehandelt hat, England sich niemals durch geschriebene oder ungeschriebene Verträge für gebunden gehalten hat, und daß während der Konferenz ein englischer Admiral ganz offen erklärte, daß ihn hundert Verträge nicht hindern würden, im gegebenen Falle so zu handeln, wie er es im britischen Interesse für nötig halte. Und dann darf man doch auch fragen, wie es kommt, daß England die schöne Gelegenheit Vorbeigehen läßt, um seinen hochtrabenden Worten eine ehrliche That folgen zu lassen, und seine Mißhelligkeiten mit der südafrikanischen Republik nicht der Entscheidung eines Schiedshofs anheimstellt? In dem „Nieuwe Arnheimsche Courant" erschien gestern ein offener Brief an den Minister des Aeußeren, de Beaufort, worin dieser aufgefordert wird, der englischen Regierung die Vermittlung der niederländischen zur Beilegung der Streitpunkte anzubieten, da der moralische Eindruck eines solchen Schrittes, auch wenn er erfolglos bleibe, doch gewaltig sein müßte. Dies ist unbestreitbar wahr, aber England müßte nicht England sein, wenn es einen solchen Vermittlungsversuch nicht ebenso abweisen würde, wie es schon einmal die Annahme eines vom Präsidenten Krüger vorgeschlagenen Schiedsgerichts verweigert hat. Amerika hat das von Spanien wegen der Vernichtung eines amerikanischen Kriegsschiffes, der „Maine", im Hafen von Havannah vorgeschlagene internationale Schiedsgericht in barscher Weise abgelehnt, und dasselbe Amerika hat der österreichisch-ungarischen Monarchie denselben Bescheid erteilt, als letztere zur Festsetzung der Entschädigung der Hinterbliebenen der am 10. September 1897 in Hazleton auf Befehl des Sheriffs niedergeschossenen wehrlosen Arbeiter österreichischer Nationalität ein internationales Schiedsgericht verlangt hatte. Wer kann es nach diesem Vorbilde anderen Staaten in Zukunft übel nehmen, wenn sie von zivilrechtlichen Sprüchen einheimischer Gerichte, auch wenn sie sich auf internationales Gebiet erstrecken, die Möglichkeit schiedsrichterlicher Prüfung grundsätzlich abwehren? Die wissenschaftliche Thätigkeit der deutschen Marine. Die Arbeit, die von der Kriegsmarine zur Förderung der Seeschifffahrt überhaupt und zur Bereicherung der Wissenschaften in Friedenszeiten geleistet wird, wird allgemein viel zu gering angeschlagen, weil sie im allgemeinen noch zu wenig bekannt ist; es erscheint daher angebracht, nachstehend einen kurzen zusammenfassenden Ueberblick über diese Arbeit der Kriegsmarine zu geben. Zur Sicherung der Seefahrer werden die deutschen Küsten von den Vermessungsfahrzeugen der Marine jährlich an besonders wichtigen, gefährlichen oder veränderlichen Fahrwasserstellen neu vermeffen, die Aenderungen veröffentlicht und in Karten eingetragen. Auch die Aufsicht über die Betonnung und die Befeuerung an den deutschen Küsten hat die Marine auszuüben, wodurch die einheitliche Behandlung dieses wichtigen Dienstes gewährleistet wird. Die Vermessungen der heimischen Küsten und der Küsten unserer Kolonien, die ebenfalls die Marine selbst ausführt, werden in der Nautischen Abteilung des Reichs - Marineamts verarbeitet und als Seekarten für die gesamte Schifffahrt veröffentlicht, ebenso die für diese Gebiete bestimmten Küstenbeschreibungen und Segelhandbücher, die der gesamten Handelsschifffahrt zu Gute kommen. In gleicher Weise arbeitet für die allgemeinen Interessen der Schifffahrt, also zugleich für Handels- und Kriegsflotte die deutsche Seewarte in Hamburg, die ja ebenfalls ein Institut der Kriegsmarine ist (und nicht etwa eine Hamburgische Behörde, wie zuweilen noch angenommen wird.) Unmittelbar dem täglichen Leben kommt der Sturm- warnungs- und Witterungsdienst der Seewarte zugute; er hat schon unzähliche Seefischer und Seeleute vor Sturmes- gefahr bewahrt. Diese Wetterkarten, die ebenfalls aus der Marine stammen, kommen aber auch unserer Landwirtschaft und dem gesamten öffentlichen Leben zu statten. Auch die Entwickelung der nautischen Instrumente, besonders die des Kompasses, des Chronometers und des „Wohin?" fragte sie. „In die Oberförsterei." „Wozu?" „Wozu? Wegen Fischdiebstahl!" lachte er grimmig. „Ich will Ihnen einen Thaler geben," versuchte Franziska ihn zu bestechen. Aber das prallte von dem Alten ab wie eine Billardkugel von den Billardbanden. „Sie müssen mit!" erklärte er. „Wir haben schon lange gelauert, mal einen zu fassen!" „Na, dann zu!" sagte sie, sich fügend. „Oder werde ich erst in Ketten gelegt?" In der Amtsstube der Oberförsterei stand ein schlanker Mann im Jägeranzug am Schreibpult, der den Eintretenden den Rücken zukehrte. „Guten Tag, Herr Asseffor!" sagte der Waldwärter, und schob seine Gefangene vor sich her. „Guten Tag, Hohmann!" entgegnete der andere, ohne aufzusehen. „Na, was bringen Sie denn Gutes?" „Habe jemand beim Fischen in unserem Teiche erwischt," meloete Hohmann. „So? ... Na, das ist brav . . . Wer ist denn der Racker, he?" „Dies Fräulein hier!" sagte Hohmann, und zeigte auf Franziska, die beim Klange der Stimme des Forstassessors von einer entsetzlichen Ahnung beschlichen worden war, und nun gespannt den Moment erwartete, wo der Hüne sich umdrehen würde. (Fortsetzung folgt.) Sextanten, dankt den wissenschaftlichen Instituten der Kriegsmarine rege und ununterbrochene Förderung. Man braucht nur einmal zu vergleichen, wie die deutschen Kompasse jetzt allen anderen Kompassen überlegen sind, während es zur Zeit des Flottengründungsplanes 1873 überhaupt keine brauchbaren Kompasse gab; damals wurden alle nautischen Instrumente noch aus England bezogen. Dasselbe gilt auch für die Entwickelung der Deviations-Theorie, die besonders auf der Seewarte praktisch und theoretisch auf einen höheren Standpunkt gebracht worden ist als irgendwo im Auslande. Um die deutschen Seefahrer von ausländischen Veröffentlichungen über fremde Seehäfen und fremde Küften- gewässer mehr und mehr unabhängig zu machen, sind von der Nautischen Abteilung des Reichsmarineamts die Segelhandbücher für die Ostsee und die Nordsee, von der deutschen Seewarte bisher die großen Segelhandbücher für den Atlantischen, Indischen und Stillen Ozean (nebst je einem großen Atlas, in dem die hydrographischen und maritim-meteorologischen Verhältniffe, sowie die Seglerwege graphisch dargestellt sind), ferner auch die Seglerhandbücher für den englischen Kanal, für den Bristolkanal, für den Irischen Kanal und für die französische Westküste herausgegeben worden. Um Originalmaterial über alle Seehäfen der Erde verarbeiten zu können, erhält die Seewarte von den deutschen Konsularämtern in fremden Seeplätzen jährlich ausführliche Berichte über alle Neuerungen und Veränderungen in den Hafenanlagen, Wassertiefen, nautischen Einrichtungen und sonstigen für Seefahrer wichtigen Nachrichten. Diese Berichte werden teils in den „Annalen der Hydrographie" veröffentlicht, teils zu den ausführlichen Segel-Anweisungen verwendet. Erwähnenswert sind ferner die Handbücher der Navigation und der nautischen Instrumente, die von der Nautischen Abteilung des Reichs-Marine-Amts herausgegeben sind, sowie das Kompaßbuch der Seewarte. Wer den reichhaltigen Inhalt der „Marine-Rundschau", sowie der „Annalen der Hydrographie und der maritimen Meteorologie", der wöchentlich erscheinenden „Nachrichten für Seefahrer", der zahlreichen „Segelanweisungen", der periodisch erscheinenden „Verzeichnisse der Leuchtfeuer aller Meere", sowie der jährlich erscheinenden wissenschaftlichen Abhandlungen „Aus dem Archiv der Seewarte" und der „Gezeitentafeln" durchsieht, kann ein noch plastischeres Bild von der mannigfaltigen wissenschaftlichen Thätigkeit der Kriegsflotte gewinnen. Auch eine Reihe von wissenschaftlichen Forschungsreisen, so die bekannte „Gazelle-Expedition", die hauptsächlich zur Tiefsee-Forschung bestimmt war, sind von der Marine ausgerüstet und ausgeführt worden; „Gazelle" und auch andere Kriegsschiffe haben mit ihren ozeanographischen Forschungen auch geographische ethnologische, zoologische und botanische, sowie astronomische Forschungen verknüpft, wie überhaupt in kleinerem Maßstabe selbst die kleinen Auslandskreuzer der Wissenschaft Jahr aus Jahr ein durch die an Bord befindlichen Aerzte oder Offiziere neues Beobachtungsmaterial verschiedenster Art zuführen. Bekanntlich wird die deutsche Hochseefischerei jährlich von einem Kreuzer überwacht; dieser Kreuzer dient zugleich als Fischereischule, ferner als „Sanitätswache" für die Fischer, er hilft den Fischerfahrzeugen, die bei schwerem Wetter in Seenot wrack geworden sind, u. a. m. Unentgeltlich kann schließlich jeder Seemann jederzeit Rat in nautischen Dingen von den Marineinstituten erhalten, ja die Seewarte arbeitet auf Wunsch einzelner ganze Segelrouten aus, um auch im einzelnen die Seefahrt zu fördern. Genug der Beispiele — die Kriegesmarine erfüllt eben, was gezeigt werden sollte, auch im Frieden sehr wichtige Kulturaufgaben, fördert die deutsche Handelsflotte und Hochseefischerei und )ient nach besten Kräften allen Zweigen der deutschen Wissenschaft._______________________________________I. Z. Deutsches Reich. Berlin, 24. Juli. Auf dem hiesigen Hauptfernsprechamte stürzte heute vormittag eine Telephonistin bei Herstellung einer Verbindung mit Hamburg infolge eines Blitzschlages in die Leitung zu Boden. Ein sofort requirierter Arzt stellte eine schwere Nervenlähmung fest. Berlin, 24. Jnli. Aus zahlreichen Ortschaften der Provinz Hannover liegen Meldungen über großen Schaden vor, welchen gestern niedergegangene Gewitter in Verbindung mit Sturm und Hagel angerichtet haben. Berlin, 24. Juli. Die „Kreuzzeitung" meldet aus Belgrad, die serbische Regierung habe bei deutschen Waffen- und Munitions-Fabriken zur Neubewaffnung der serbischen Infanterie 90 000 Nepetiergewehre und 50 Millionen scharfe Patronen sowie Säbel für die Kavallerie bestellt. — Der Kaiser reist doch nach Dortmund. Nach einem Samstag nachmittag beim Dortmunder Magistrat eingetroffenen Telegramm wird der Kaiser doch an der Hafeneinweihung teilnehmen. Vermutlich wird sich an diese Anwesenheit in Dortmund auch ein Besuch bei Geheimrat Krupp anschließen. Das Telegramm lautet wörtlich: «Se. Majestät der Kaiser haben Sich mit der erbetenen Verschiebung der Feierlichkeiten zur Einweihung des Dortmunder Hafens einverstanden zu erklären geruht und Ihre Anwesenheit zugesagt. Ein bestimmter Zeitpunkt kann noch nicht angegeben werden." Die Nachricht ist in dem ganzen Ruhrbezirke sehr freudig ausgenommen worden. Wie verlautet, ist die Mitteilung des Kaisers vornehmlich den persönlichen Vorstellungen des Geheimrats Krupp zu verdanken. — Ein beseitigter Gesetzentwurf. In der letzten Thronrede zur Eröffnung des Reichstages wurde eine Vorlage betr. die Patentanwälte wie folgt angekündigt: „Eine besondere Vorlage schlägt Ihnen vor, die Zulassung von Beauftragten zur Vertretung der Parteien im patentamtlichen Verfahren gesetzlich zu regeln." Nun ist vor kurzem der Bundesrat in die Ferien gegangen, ohne den ihm bereits im Februar dieses Jahres zugegangenen Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Patentanwälte, erledigt zu haben. Die Vorlage ist, nach der „Rhein.-Wests. Ztg.", in den Ausschüssen, an die sie zur Vorberatung verwiesen war, stillschweigend begraben worden. Es sollen sich schon bei den Vorverhandlungen darüber tiefgehende Meinungsverschiedenheiten ergeben haben. — König Albert von Sachsen hat den Generalfeldmarschall Prinzen Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig, zum Chef des 2. königl. sächsischen Ulanen- Regiments ernannt. Ausland. Rom, 24. Juli. Trotz der offiziösen Dementis erhält sich das Gerücht, daß die chinesische Regierung alle italienischen Vorschläge betreffend die Sanmun-Bai schroff abgelehnt habe. Der italienische Gesandte in Peking soll deshalb beordert worden sein, die sofortige militärische Besetzung der Sanmun-Bai anzudrohen. Das italienische Eskadre soll verstärkt werden. Paris, 24. Juli. Präsident Loubet tritt am 28. Juli einen mehrwöchentlichen Sommer-Ausenthalt in Rembouillet an. — Marchand verläßt nächste Woche Paris. — Die Blättermeldung, Döroulede halte in Rennes während des Dreyfus-Prozesses Vorträge, ist unbegründet. Rennes, 24. Juli. Madame Dreyfus und der Anwalt Hild besuchten gestern Dreyfus. Daselbst traf auch der Advokat Labori mit seiner Familie ein. Das Datum des Prozeßbeginns bleibt auf den 11. August festgesetzt. Die Zahl der von dem Staatsanwalt vorgeladenen Zeugen beträgt 70, darunter 20 ehemalige Minister. Le Mans, 24. Juli. Der frühere Kriegsminister Cavaignac wurde gestern in der Angelegenheit Dupaty de Clam vom Untersuchungsrichter verhört. Petersburg, 24. Juli. Der Minister für Volksaufklärung bringt im Auftrage des Kaisers zur Kenntnis, daß allen Studenten, welche an den diesjährigen Unruhen Teil genommen haben, mit Ausnahme derjenigen wenigen, welche von allen höheren Lehranstalten überhaupt ausgeschlossen worden, Verzeihung zu Teil werden soll. Die Wiederaufnahme eines Teiles der ausgeschlossenen Studenten kann, soweit freie Plätze vorhanden, bereits im August erfolgen. Ein anderer Teil, zu welchem auch diejenigen Studenten gehören, die ohne Berechtigung zum Wiedereintritt in irgend eine Lehranstalt ausgeschlossen wurden, kann im August 1900 wieder eintreten. Bei der Wiederaufnahme wird den Studenten bekannt gemacht werden, daß sie bei abermaliger Beteiligung an Unruhen ohne Berechtigung zum Wiedereintritt in irgend eine höhere Lehranstalt ausgeschlossen werden. — Das ist also das Ergebnis der Ministerberatungen, auf die unser Petersburger Berichterstatter bereits hinwies. Die Amnestie der Kommilitonen war die Hauptforderung der Studenten, die von der Regierung aber beharrlich abgelehnt wurde. Nun hat sie doch keinen andern Ausweg gesunden und es blieb auch in der That keiner mehr übrig, wenn sie an die Wiedereröffnung der Hochschulen denken wollte. Trotzdem ist der Schritt überaus gefährlich. Es steht außer jeder Frage, daß die Studenten, sobald die Ruhestörer wieder unter ihnen weilen, auch sofort ihre alten Forderungen erheben werden, derenwegen sie die Krawalle begonnen haben. Und da die Regierung ihre Nachgiebigkeit unmöglich so weit ausdehnen kann, daß sie den Studenten Rechte gewährt, die sonst kein russischer Staatsbürger hat, so wird sie bei Beginn des neuen Studienjahres genau in derselben Lage sein, wie beim Schluß des alten. Die studentischen Flugblätter werden sehr bald erkennen lassen, wie die Herren über die Schwäche der Regierung denken. Vermischtes. * Wiesbaden, 22. Juli. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung bewilligten die Stadtverordneten für das 24. Mittelrheinische Turnfest einen Zuschuß aus städtischen Mitteln von 4000 Mk. Der Magistrat hat 2400 Mk. genehmigt. * Die Zentral-Direktion des Kaiser!. Archäologischen Instituts in Berlin hat u. a. Herrn Dr. Karl Watzinger aus Darmstadt zum Stipendiaten des Instituts in der Abteilung für klassische Archäologie ernannt. * Dieser Tage sand in Brüssel die öffentliche Versteigerung des gesamten lebenden Inventars und der Requisiten des einst so stolzen Cirkus Renz statt. Hundert in der hohen Schule und in Freiheit dressierte, zumeist edle und wertvolle Pferde, reiche Kostüme und Livreen aller Art, sowie ganze Berge von Material zu den großen Ausstattungsstücken, die man bei Renz in den letzten Jahren zu sehen bekommen hat, befanden sich darunter. Das luxuriöse Material wurde zu niedrigen Preisen augekauft. Ob der Erlös zur Tilgung von Schulden, die der letzte Direktor, der jugendliche Ernst Renz, im Verlaufe seiner zweijährigen Direktionsführung kontrahiert hat, reichen wird, ist fraglich. Der junge, unerfahrene Direktor war das Opfer von Geldgebern geworden, die ihn systematisch auszubcuten verstanden, allerdings gebrach es ihm auch völlig an der Sachkenntnis und Energie, welche die Führung eines so großen Institutes fordert. Er verliert sein Erbteil von l’/2 Mill. Mark und ist außerdem unter Kuratel gestellt worden. Sein Onkel, Kommissionsrat Franz Renz, der vor zwei Jahren müde des Konkurrenzkampfes mit einem rücksichtslosen Gegner und der Zwistigkeiten unter den Renz'schen Erben, die Direktion niedergelegt, hatte keine Lust, von neuem an die Spitze des Instituts zu treten, und so ist denn der ruhmreiche Cirkus vom Schauplatze verschwunden. • Ein Sturz vom Seil. In der mecklenburgischen Stadt Teterow gibt eine Artistengesellschaft seit einiger Zeit )Qn9tn, 0()n . U9e9^gennften »toi!9,, «otung te*. ÜÄ15 ®ementiä erhält ,'$Ql schroff ab.. • ln. Peking ivll e Be- tntt am 28. Juli E J Rembouillet P°ns. - Die Rennes während gründet. rehsus und der S- Daselbst traf jamihe ein. Das :n August seft- iwalt vorgeladenen ge Minister. !re Knegsminister lelegenheit Dupaty er für $olfSauf, ur Kenntnis, daß ihrigen Unruhen rjenigen wenigen, überhaupt auSge- tverden soll. Die offenen Studenteu its im August er- lch diejenigen Stu- zum Wiedereintritt wurden, kann im it Wiederaufnahme rden, daß fit bei e Bnechtigung zum Lehranstalt ausge- Ergebnis der Mi- •gtr Aen'chterstatter militoncn war die >er Regierung aber doch keinen andern n der Thal keiner cöffnung der Kocher Schritt überaus daß die Studenten, i weilen, auch sofort , derenwegen sie die Die Regierung ihre jnen kann, daß fit onst kein russischer inn des neuen Siu- l( wie beim Schluß r werden sehr bald t Schwäche der Re- Bor stellungen. Die Lorbeeren nun, welche sich der Seiltänzer allabendlich erwarb, ließen einen jungen Schneidergesellen nicht ruhen. Er verlangte am Montagabend von dem Künstler, ihn über das Seil zu tragen, und achtete nicht der Warnungen seiner Freunde, seines Meisters und auch des Direktors der Truppe. Schließlich gab der Künstler dem ungestümen Drängen des mutigen Schneidergesellen nach, nahm den jungen Mann auf den Rücken und trat mit ihm den Spaziergang über das Seil an. Wenige Schritte waren aber erst zurückgelegt, als der Geselle vom Schwindel befallen wurde. Er begann zu zittern, stürzte ab und riß auch den Seiltänzer mit sich. Dieser konnte noch im letzten Augenblick mit einer Hand sich an dem Seil halten und sich dann an einem herniederhängenden Tau zur Erde herniederlassen. Der waghalsige Geselle aber schlug so stark im Sturze mit dem Kopf auf den Boden, daß er eine Gehirnerschütterung und starke Schulterverletzung erlitt und sofort ins Krankenhaus getragen werden mußte. ♦ Ein amerikanischer Offizier als Einjähriger in der preußischen Armee. Dieser etwas eigenartiger Fall liegt nach Mitteilung der „Parole" gegenwärtig vor. An dem spanisch-amerikanischen Kriege nahm als Freiwilliger in der amerikanischen Armee auch ein junger Deutscher Teil, der Sohn des Mühlenbesitzers Sommerfeld aus Bockenfeld bei Schneidemühl. Infolge seiner bewiesenen Tapferkeit wurde derselbe zum Offizier befördert. Vor kurzem kehrte der amerikanische Leutnant Sommerfeld in seine Heimat zurück, um hier — seiner Militärpflicht zu genügen. Der junge Mann ist nun letzthin als Einjährig-Freiwilliger in die 6. Komp, des Jnf. Regts. Nr. 129 in Bromberg eingestellt worden. * Die Baudenkmäler von Oberlahusteiu. Die alten Städtchen am Mittelrhein stehen immer mehr in Gefahr, ihren historischen Charakter einzubüßen und damit ihre Hauptanziehungskraft zu verlieren. Diesen kleinen Orten — vor allem St. Goar, Oberwesel, Bacharach, — geht es wie Rothenburg a. d. Tauber, wie Wimpfen, wie Wertheim und so vielen süddeutschen Perlen: ihre einzige Zugkraft liegt in ihrem altertümlichen Bilde; wenn nicht der Schmuck der Mauern und Türme, der Kirchen und Burgen hier solch «in unvergleichliches Architekturbild geschaffen hätte, würde die Menge der Rheinwanderer unbekümmert an ihnen vorbeiziehen. Neuerdings ist wieder eine der reizvollsten Rheinstädte, Oberlahn st ein, bedroht. Die Stadt bietet heute noch, in der Silhouette ein wunderbares Bild, wie unmittelbar aus Merians Städtebuch ausgeschnitten. Die Pfarrkirche St. Martin mit ihren beiden spätromanischen Türmen bildet durch die naive Mischung früher und später Elemente, durch das an die Kirche in Steeg erinnernde vorgekragte, geschieferte oberste Turmgeschoß eine höchst malerische Gruppe ; die Erweiterung, die eben durch den Barmer Architekten Fischer durchgeführt wird, ordnet sich glücklich dieser Gruppe unter. Das ehemalige kurfürstlich Mainzische Schloß, die Martinsburg, unmittelbar am Rhein gelegen, ist heute noch eine der interessantesten, gotischen Stadtburgen, die wohl den Vergleich mit dem kurfürstlichen Schloß zu Koblenz aushalten kann, voll von malerischen Winkeln, nach außen zum Teil noch ganz wehrhaft mit Pechnasen und Wehrgang ausgestattet. Die Stadtmauern mit ihren Türmen geben dazu ein so reiches, anmutiges Bild, wie es nur noch wenige der alten Rheinstädte bieten können. In der alten Hauptstraße birgt die Stadt noch ein Monument von ganz besonderem Reiz: das alte Rathaus, einen allen Architekten und Kunsthistorikern wohlbekannten, merkwürdigen spätgotischen Holzbau, einen der frühesten Holzbauten, die wir überhaupt noch in Westdeutschland haben und darum für die Geschichte der Holzarchitektur von ganz besonderer Bedeutung. Der Bau zeigt im Erdgeschoß die charakteristische offene Laube, mach der Straße zu mit spitzbogigen Arkaden, die durch enggestellte Holzpfosten gebildet werden — ein höchst wirkungsvolles Motiv. Die Detaillierung ist sehr bemerkensa wert: dünne Kopfbänder und reichprofilierte Brüstungsriegel, rarüber ein reicher Fachwerkaufbau. Das alte städtische Wahrzeichen, mit dem Oberlahnstein gewachsen ist, mit dem der beste und stolzeste Teil seiner Geschichte verknüpft ist, ist verlassen, seit die Stadt sich ein neues Rathaus gebaut hat — durch die Wiederherstellung des merkwürdigen Baues würde die Stadt sich einen neuen Anziehungspunkt schaffen. Wie verlautet, hat der Kultusminister für das historisch wie archäologisch gleichwichtige Denkmal aus seinen beschränkten Fonds Mittel zur Verfügung gestellt. Andere Monumente der Stadt werden dafür wohl fallen müssen: ein Stück der Stadtbefestigung wird dem Erweiterungsbau des Güterbahnhofs zum Opfer gebracht werden müssen, und auch die Wenzelkapelle, in der 1400 die Absetzung von König Wenzel beschlossen wurde, wird niedergelegt werden müssen. Die Stadt kann diesen Rücksichten des Verkehrs nicht widerstehen, so schmerzlich auch der Verlust ist. Vielleicht aber hilft der Fiskus als Besitzer der Martinsburg, indem er zum Ausgleich den einen Turm des Schlosses wieder mit dem fehlenden Dach versieht. Und um so eifersüchtiger nur müßte die Stadt um jeden Zipfel ihres alten Gewandes kämpfen, um nicht ihre historische Physiognomie und damit die Hauptanziehungskraft ganz einzubüßen. ♦ Das Einkommen der Verbrecher. Ein englischer Statistiker hat sich kürzlich die Arbeit gemacht, das durchschnittliche Einkommen eines Verbrechers zu berechnen. Er berücksichtigte hauptsächlich die Londoner Verbrecher und kam zu dem Resultat, daß deren durchschnittlicher „Erwerb" ein so überaus geringer sei, daß man schon deshalb jedem abraten könne, diese auch aus so vielen anderen Gründen wenig empfehlenswerte Karriere einzuschlagen. Man sollte eigentlich meinen, daß schwerer Diebstahl etwas einbrächte. Der Engländer aber beweist, daß das garnicht der Fall ist. Es kommen in London im Jahre etwa fünfhundert schwerere Diebstähle vor; der Wert der gestohlenen Gegenstände beläuft sich dabei auf gegen 80 000 Mk. Im Durchschnitt kommen also auf jeden einzelnen Fall 160 Mk. Zieht man nun aber in Betracht, daß die Hehler den Dieben für ihren Raub gewöhnlich nur ein Drittel, oft aber auch nur ein Viertel des Wertes bezahlen, so wird man finden, daß dies nur eine sehr geringe Summe ist in Betracht des großen Risikos und der oft beträchtlichen Vorbereitungen, Mühen und Aufregungen, die diese Art des Erwerbs nun einmal mit sich bringt. Ein wenig einträglicher sind Einbrüche. Es werden jährlich in der englischen Hauptstadt ungefähr 1500 — meist nächtliche — Einbrüche verübt, und dabei für 280000 Mk. Gegenstände erbeutet; durchschnittlich bringt also jedes einzelne Unternehmen etwas über den dritten ober vierten Teil — je nachdem der Hehler zahlt — von 186 Mk. ein. Man kann nun annehmen, daß London etwa 1500 Leute beherbergt, die Diebstähle und Einbrüche zu ihrer einzigen Beschäftigung gemacht haben; selbst wenn das gestohlene Gut verhältnismäßig vorteilhaft verkauft wird, kommen doch auf jeden einzelnen im Durchschnitt nicht mehr als 80 Mk. pro Jahr. Das ist eine wahrhaft lächerliche Summe, besonders für einen Einbrecher, der doch für seine Karriere ein oft langes und schwieriges Studium durchmachen und meist auch beträchtliche Spesen für die notwendigen Instrumente, Waffen usw. aufwenden muß. — Am lukrativsten ist noch der Taschendiebstahl, doch wird auch dieser Erwerbszweig im Durchschnitt nicht mehr einbringen, als ein Arbeiter oder Handwerker durch seine ehrliche Arbeit zu verdienen vermag. Indessen giebt es gerade auf diesem Gebiete Koryphäen, die ganz außerordentliche Erfolge aufzuweisen haben. So erzählt man von einem hervorragenden „pick pocket“, daß er im Verlaufe von 20 Jahren für 160000 Mk. Wertsachen erbeutete, jährlich also für 8000 Mk. Da seine Beute meistens aus barem Geld ober leicht und vorteilhaft abzusetzenden Gold- und Schmucksachen bestand, wird sein wöchentlicher Verdienst sich wohl auf 100 Mk. belaufen haben. So weit bringen es indessen nur wenige, die ganz Hervorragendes zu leisten vermögen. Im übrigen kosten wohl alle Vertreter dieser dunklen Berufszweige dem Staat zu den Zeiten, wo man sie in der Ausübung ihrer Thättgkeit verhindert, an Unterhaltungskosten viel mehr, als sie in ihrer freien Zeit zu- sammenzustehlen vermögen.___________________ UniverMs Nachrichten. — Heidelberg. Die juristische Fakultät der hiesigen Universität hat den in den Ruhestand tretrnden Oberlandesgerichts- PrSstdenten Schneider in Karlsruhe zum Doctor jaris honoris causa ernannt. — Straßburg. An der hiesigen Universität ist vor kurzem eine neue Stiftung begründet woiden, welche di« Förderung von Studierenden der Geographie zum Zwecke hat. Eme Straßburger Familie, zu der die auf dem Sustenpatz verunglückten jungen Geographen Dr. Ehlert und Dr. MönnichS in nahen Beziehungen standen, hat zu deren Gedächtnis der Universität einen namhaften Betrag für die Begründung einer „Mönnichs-Ehlert-Stiftung" zur Verfügung gestellt. Die Zinsen der Stiftung werden nach dem Vorschläge des jeweiligen Professors der Geographie, dem dabei keinerlei besondere Beschränkungen auferlegt sind, an solche Studierende verliehen, die als Mitglieder des geographischen Seminar- sich speziell mit geographischer' Studien bifosfin. Meratur, Wissenschaft und Kunst. — Das neueste Heft des „Illustrierten Konversations- Lexikons der Frau" (Doppel Lieferung 7 und 8) zeigt in abwechslungsreicher Fülle eine Reichhaltigkeit, Vielseitigkeit und praktische Brauchbarkeit, die geradezu erstaunlich sind. Namentlich wird die Frau und Mutter aus den darin enthaltenen medizinischen Artikeln reiche Belehrung schöpfen können, umsomehr, als sie vermöge ihrer wissenschaftlichen Behandlung auch der strengsten Kritik gegenüber Stand zu halten vermögen. Auch die beigegebenen Tafeln find außerordentlich interessant, namentlich diejm'ge, welche den Querschnitt des Bauches durch die sog. Taillengegend aufweist; man sieht hier deutlich, welch hervorragend wichtige Oigane gerade in der Gegend der Schnürwirkung liegen, und die K nntnis dieser ist für unsere Frauen ohne Frage von ganz besonderer Wichtigkeit. — Dieses interessante buchhändlerische Unternehmen verdient in der Thal die vollste Anerkennung und auch die Unterstützung seitens der gesamten Frauenwelt. — Ueber Deutschlands jüngsten Kolonialzuwachs in der Südsee bringt das soeben erschienene 28. Heft der allgemein beliebten FamUienzeitschrift „Für Alle Welt" (Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57. — Preis des VierzehntagSheftes 40 Pfg.) einen sehr reich illustrierten, fesselnden längeren Aufsatz. Auch sonst ist der Inhalt der Nummer interessant und mannigfaltig. Die beiden großen Romane finden darin ihren Abschluß. Eine hübsche Humoreske, die einen gerade für die Reisesaison aktuellen Stoff behandelt, hat Wilhelm Herbert mit dem „Glück im Winkel" beige- steuert. Prächtig ist in der Nummer wieder der Bilderschmuck, und auch der technische Teil, eine Ueberstcht über die neuesten Erfindungen in den verschiedenen Ländern, Winke für Haus und Hof, die Spielecke u. s. w. verdienen wegen der Gediegenheit ihrer Behandlung uneingeschränktes Lob. Mit dem vorliegenden Heft, dem auch daS Inhaltsverzeichnis für den Jahrgang beigefügl ist, schließt dieser- Ein Rückblick auf daS in dem abgelaufenen Zeitraum in den einzelnen Heften Gebotene kann nur in hohem Grade günstig für Redaktion und Verlag auSfallen. — »Die Heilbarkeit der Trunksucht" lautet der Titel einer höchst beachtenswerten Abhandlung, welche die „Gartenlaube" veröffentlicht. Der Verfasser derselben, Dr. med. Hugo Hoppe, stellt darin fest, daß die Trunksucht im allgemeinen keine döse Gewohnheit, kein Laster ist, sondern eine K>ankheit, die meistens auf angeborener Anlage, oft auch auf organischen Leiden beruht, und giebt den einzigen Weg an, auf dem Heilung zu erzielen ist. K. v. Arx, bietet unter der Rubrik „Deutsche Städtebilder" eine Beschreibung der schönen alten Bodenseestadt Konstanz dar, der wohlgelungene Abbildungen beigefügt find, und I. Braun plau ert sehr anregend über das Thema „Stillostgkeiten". Zu einem der zahlreichen Bilder, „Runen" von A. o. N-ogrady, hat Fritz Döring sinnige Verse gedichtet. Und endlich enthält die „Gartenlaube" auch eine Schilderung der neuin Kinderkrüppel Erztehungs- und Bildungsanstalt in Cracau bei Magdeburg, sowie noch viele andere interessante Beiträge in Wort und Bild. Neben dem spannenden Roman „Nur ein Mensch", mit dem Ida Boy-Ed nach wie vor die Leser fistelt, beginnt eine neue Erzählung E. WernerS, „Der Lebmsquell", die von den vielen Freunde« der beliebten Erzählerin gewiß mit Freuden begrüßt werden wird. Zu dem Bilderschmuck, der ein hervorragend schöner ist, kommt diesmal wieder eine in Fm ben ausgeführte Kunstbeilage nach dem Dahl- 'ichen Bilde „Um die W.tte", die jedermann mit Wohlgefallen betrachten wird. geftrigen ©«Mw (torbntü« fit « aus städtische» Sn*** daS bPl handln, ÄS? ÄS fot InNM?“ M »'"9" Anstituls m der nUt- , "S‘ »2 der letz'e. Stadt (iinpfeljliimien Wiktickichkll Montag, Mittwoch und Freitag von Ä Uhr ab. 4743 Friede. Noll, Kosbäcker. Neue Kartoffeln und neueVollheringe empfiehlt 5438 Wilhelm Haas, Bleichstratze 18. Neues Grunkorn «tagetroffen. 6486 _________I. M. Schulhof. Schotts Weinstube Bahnhofstrasse Ecke Wolkengasse Täglich 6407 frische Erdbeerbowle. prima Frühkartoffeln (Frührosa) empfiehlt 02552 9M>t, Rodheimerstr fl.nebenBurksMühle. Bei Abnahme von 50 Pfd. frei ins Haus. v"eis40 PL fesj)r. Stück Auch kurzweg genannt: ◄ Eulen-Seife. ► * Das Beate und Erfolgreichste was Damen zur Pflege der Haut und was Mütter zum Waschen der Kinder verwenden können. 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