«t.121 Freitag den 26. Mai Zweites Blak 1899 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen IN. Ini e|et »en Anzeigen zu der nachmittags für de» Headen Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Aezogsprei» viertkljLhrlich 2 Mark 20 Pf^ mewitiidj 75 Pfg. mit Bringerlohm Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. «Dt Anzeigen-BermittlungSstellen H In. nb Auslandes nehmen Anzeigen für de» Gießener Anzeiger entgege», hHthd UßNch iü Ausnahme bei Montags. Die Gießener >- mN1e»ßr»tter irten dem Anzeiger Nch-ntlich viermal beigelegt. Sä* Femüeton. 198. »ürfniße duvn^K kein Fehler, wenn nur statt der früher üblichen Rabettien, Expedition unb Druckerei: -ch»lstrahe Ar. 7. il«f- Gratisbeüagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische DatKsKunde. und betonte, daß zur selben Zeit in der Hauptstadt des deutschen Reiches unter reger Anteilnahme des deutschen Kaiserpaares ein Kongreß von ärztlichen Autoritäten und aufrichtigen Menschenfreunden aus allen Teilen der Erde zusammentrete, bestimmt, auf Mittel und Wege zu sinnen, durch welche die verbreitetste Krankheit, welche «n dem Volk und der Arbeitskraft der Völker zehrt, geheilt werden kann. Diese beiden Ereignisse würden in der Zukunft denkwürdige Blätter der Kulturgeschichte bilden für die Beurteilung des Zeitgeistes. Hierauf stattete der Vorsitzende des Kongresses, der Herzog von Ratibor, dem Kaiserpaar sowie allen Erschienenen den Dank ab und begrüßte dieselben mit warmen Worten. Bürgermeister Kirschner hieß den Kongreß im Auftrage der städtischen Behörden und namens der Berliner Bevölkerung willkommen. Auch der Rektor der Berliner Universität Geheimrat Profesior Waldeyer entbot den Kongreß- Mitgliedern seinen Gruß. Hieran schloffen sich die Ansprachen der fremden Delegierten. Sodann begann die Diskussion über die Frage der Ausbreitung der Tuberkulose. Der Direktor des kaiserlichen Gesundheitsamtes, Dr. Köhler, gab in großen Zügen einen allgemeinen Ueberblick über die „Ausbreitung und Bedeutung der Tuberkulose als Volkskrankheit". Geheimer Medizinalrat Dr. Krieger aus Straßburg im Elsaß sprach über „Die Beziehungen zwischen den äußeren Lebens-Verhältniffen und der Ausbreitung der Tuberkulose". Berlin, 24. Mai. Den „Berliner Neuest. Nachr." zufolge ist an hiesiger amtlicher Stelle von der Londoner Blättermeldung, wonach bei Jtschau drei deutsche Offiziere von Chinesen getötet worden seien, nichts bekannt. Im Gegenteil seien in den letzten Tagen hier Nachrichten eingegangen, denen zufolge die Truppen-Abteilung von Jtschau abberufen ist, nachdem sich die Lage dort vollständig beruhigt hat. Berlin, 24. Mai. Der Gouverneur von Deutsch- Südwest-Afrika und Kommandeur der Schutztruppe, Major v. Leut wein, ist zum Oberstleutnant befördert worden. Saarbrücken, 24. Mai. Der zu Ungunsten der Arbeiter beendete Streik ist in Kleinrosseln, Spittel und Karlingen erneut ausgebrochen. In Spittel sind nur 51, in Klein- roffeln von 1900 Arbeitern nur 1580 angefahren. Die Stimmung ist viel erbitterter wie während des ersten Streiks. Adresse für Depeschen: Anjei§er Hietze». Fernsprecher Nr. 51. et ÄiW *ti !r * ton Mn, ftl cchechen Sorte tör M MrbliebW ts und Siöin r Teilnahme bei ba >' lieben Kinder ny Slumechenda w r n Dr. Namm liegen Dank. Dauernden ßta: immer mb gm, fache Handwerker, der seine Arbeit wirklich versteht, weit eher ein Künstler, als viele dieser Herren und Damen, die mit Malereien hier erschienen sind, über die so herzlich wenig Gutes zu sagen ist. Denn was wirklich Bedeutendes zur Ausstellung gebracht wurde, sind Werke, die längst bekannt und geschätzt sind. Aber die Ausstellungsleitung war gezwungen, die Gastfreundlichkeit ziemlich weit auszudehnen und selbst die Werke von toten Künstlern zu Kollektiv-Ausstellungen heranzuziehen, um nur einigermaßen die Haupträume des Ausstellungs- Palastes zu füllen. Haben sich doch eine nicht unbedeutende Anzahl der bedeutendsten Berliner Künstler von den anderen losgelöst und zu einer Sezession vereinigt, die demnächst im eigenen Gebäude ihre Ausstellung eröffnet. Die Folge ist denn auch, daß selten eine „Große Berliner Kunst-Ausstellung" so geringe Anregung, so wenig wirklich bedeutende neue Schöpfungen bot, wie das dieses Jahr der Fall ist. Das Hauptinteresse nehmen eine Anzahl Sonder-Ausstellungen in Anspruch, die man, frühere Vorbilder nachahmend, veranstaltet hat. Ohne diese Sonder-Ausstellungen wäre die diesjährige große Berliner Kunstschau überhaupt nicht möglich gewesen. So sieht man in den einzelnen Hauptsälen verteilt neben einer Reihe prächtiger Studien und Bleistiftzeichnungen von Menzel eine Gruppe Lenbach- scher Bildnisse, unter denen einige seiner bekanntesten, wie z. B. die Bismarckbilder, schon wiederholt in Berlin ausgestellt waren, aber immer von neuem den Beschauer fesseln. Am schönsten kommt die Knnst des Meisters in dem Bildnis der Frau v. Poschinger zum Ausdruck. Obgleich nur als Skizze gehalten, ist dieses Bild neben Menzels Studienkopf „Botenfrau" eines der besten Porträts in der Ausstellung. Auch von Max Koner sind sieben Bildniffe zu sehen, von denen das scharf im Prosil gehaltene des Baurats Kaiser, * Unterblieb« luttfaW l. "Hardt nnb Hauptversammlung des Hessischen Laudes-Lehrervereins in Steins Saalbau. Wir beginnen unseren heutigen Bericht mit einem Nachtrage von gestern abend. Unter der Reihe der Redner vergaßen wir den Vertreter der Stadt Gießen, Herrn Beigeordneten Wolff, aufzuführen, was wir hierdurch pflicht- schuldigst nachholen. Derselbe begrüßte alle Anwesenden, insbesondere die auswärtigen Gäste, gab seine Freude darüber kund, daß diesmal Gießen zum Sammelpunkt der hessischen Lehrer ausersehen sei und wünschte den Arbeiten der Versammlung guten Fortgang und Erfolg. In der heutigen Hauptversammlung nimmt zunächst das Wort der Obmann, Herr Oberlehrer Backes-Darmstadt, indem er sich der Zustimmung der Versammlung zur Absendung einer Depesche an den Landesfürsten versichert, worin er die Versicherung unwandelbarer Treue und Ergebenheit des Hessischen Volksschullehrerstandes zum Ausdruck bringt. Hiernach hebt er in der Begrüßungsrede hervor, wie wichtig der stete Ausbau unseres Wissens sei, um die hierdurch gewonnenen Resultate des zur Neige gehenden Jahrhunderts in das neue Jahrhundert mit hinüber zu nehmen und darin Stein auf Stein zum Wohle der Schule und des Standes aufsetzen zu können. „Halte Rückschau und Vorschau; schau über Dich, unter Dich, neben Dich, in Dich; suche durch vermehrte eigene Bildung Deine Schule immer höher zu heben." In diesem Sinne verweist er auf die neuerdings vom Vorstände herausgegebene Denkschrift, die der Regierung wie auch den Lehrern vorgelegt worden sei. Weiter ermahnt er die Kollegen zum Frieden, zur Freundschaft und zur Vermeidung von Uneinigkeit, zum Anschluß an Vereinigungen, nach dem Dichterwort: „Immer strebe zum ganzen." Außerdem betont er neben christlicher Bruderliebe den Ausschluß jeden Zelotentums und jeder Voreingenommenheit bezüglich des religiösen Bekenntniffes anderer. Lebhafter Beifall lohnte den Redner für seine überzeugungstreue Gesinnungsweise. Sodann hieß Herr Beigeordneter Wolff die Gäste in Gießens Mauern willkommen, indem er versicherte, daß Gießen den Ruf der Gastfreundlichkeit, den es genieße, wohl rechtfertigen werde. Unsere Vaterstadt stehe bezüglich ihrer Leistungen auf dem Gebiete des Schulwesens hinter Ne große Berliner KunstAnsstessung. Don Fritz Hansen (Berlin).' (Nachdruck verboten.) Die Malerei. One Metropole des Deutschen Reiches war lange Zeit hickldrch als Kunststadt nicht sonderlich geschätzt. Bon ein- zchlm ihochbedeutenden Männern abgesehen, hatte Berlin nur vemMmsmäßig sehr wenige große Meister aufzuweisen, und di'ßr iiiSländischen Künstler gingen mit ihren Werken bisher nami München, wo sie auf ein größeres, kunstverständigeres PiMrüm rechnen konnten. Das ist nun in den letzten JcMis etwas anders geworden, und obgleich die staatliche ^ii^chpege bisher keinen besonderen Einfluß auf das Ber- linMiunftleben ausgeübt hat, läßt sich doch nicht leugnen, daWerlin allmählich als Kunstmarkt Bedeutung gewinnt. ^er Berlin nicht nur zum gutbesuchten internationalen MZM uvurde, sondern auch als Kunststadt Ansehen und BeMmig erhielt, ist nur den Anstrengungen unserer zahl- reiiich Kunftsalons zu danken, keineswegs der alljährlich wi'MIechrenden großen Berliner Kunst-Ausstellung. üürser „Jahrmarkt für bemalte Leinwand" verliert forrlHiltzt an Sympathie bei der Künstlerwelt, und während mammh vor zwei oder drei Jahren ernsthaft die Frage erärnkrtes, wie es möglich wäre, der Maffenanhäufung von tfiLtm^rten in dieser offiziellen Ausstellung Einhalt zu thun, ist ÜM derartige Debatte in diesem Jahre überflüssig ge- wonrin. Die diesjährige große Kunst Ausstellung ist erheb- lidyi Heiner wie ihre Vorgängerinnen. Das wäre nun Deutsches Deich. Berlin, 24. Mai. Der Kaiser besichtigte heute morgen in Lindes-AusstellungSgebäude die Modelle zu einem Denk- .sal toe$ Großen Kurfürsten für die Stadt Minden und Ifrrßdi später bei dem Staatssekretär v. Bülow vor. Darauf nahm der Kaiser im Schloß den Vortrag des Chefs des Lvilliabinetts entgegen. Berlin, 24. Mai Der „Reichsanzeiger" schreibt an ibn Spitze des nichtamtlichen Teiles: Die Königin Viktoria W« England vollendet heute das 80. Lebensjahr. Der Bflifei vereinigt sich mit dem deutschen Volke in herzlichen Etgcr swünschen für die ehrwürdige Fürstin, in welcher die «glisthe Nation schon länger als zwei Menschenalter eine olle Trägerin ihres Königtums verehrt. Mögen der 2ilau<^ten Monarchin noch viele Jahre ihrer an Glück und * reichen Herrscher-Laufbahn beschieden sein. Berlin, 24. Mai. Wegen der Scharlach-Epidemie im Ncktlienhause zu Plön wird der Königliche Hof bis M 88. August nach Wi lhelmshöhe verlegt. Die Zliidten-Genoffen der Prinzen gehen mit. Die Beamten, - »ik Dienerschaft und der Marstall werden heute übersiedeln. Merlin, 24. Mai. Wie den „Berliner Neuest. Nachr." i»(geteilt wird, ist die Vertagung des Reichstages i w Miten Drittel des Juni zu erwarten, um das Arbeits- t nwltriixil, das nicht mehr bewältigt werden kann, zu erhalten. Berlin, 24. Mai. In dem Befinden des seit längerer ; Zn! Mwer kranken Ministerialdirektors im Kultusministerium 12i. 8 lthoff ist, wie die „Post" hört, eine Besserung ein» ei«ttrttan. Dr. Althoff empfängt bereits täglich seine Räte, dM ihm über die mannigfach schwebenden Fragen seines yfäforLS auf dem Laufenden halten. Sietlin, 24. Mai. Heute vormittag wurde im Reichs- t.LzsgMäude der internationale Kongreß zur Be- k Mpfsung der Tuberkulose eröffnet. Eine glänzende 2 Sammlung hatte sich zu der Feier eingefunden. Die h Wem Würdenträger des Reiches, Vertreter der Regierung mal brr ©tabt, sowie die offiziellen Delegierten der fremden CNMM und ein glänzender Damenflor waren erschienen. Ulm 11 Uhr betrat die Kaiserin die kaiserliche Loge. Als- s Ai, ergriff Staatssekretär Graf Posadowsky das Wort, u m im Namen der Reichs-Regierung den Kongreß zu er» o Mn. In seiner Ansprache wies der Staatssekretär auf di in gegenwärtig im Haag tagende Friedens-Konferenz hin M« p.W' 1825» ;bt sich au§ dm p Mckchuamhäufung von gemalten und gemeißelten «Segen» 1 stöEi6'ine Auswahl wirklich bedeutender Kunstwerke dem *ec. Teilnahme bei WhK sprechen ch ji ' v- - v - - . sowie das des Geheimerats Bleichröder die besten sind. Die W Defi"cheÄ geboten würden. Aber leider ist das nicht der übrigen Sonder-Ausstellungen haben in besonderen Räumen y FaW,M wenn Kunst von Können kommt, so ist der ein- | ihre Plätze erhalten. Sehr wirkungsvoll sind die schweren romantischen Landschaftsbilder von F. v. Schennis. An das sehr effektvoll ausgestattete Kabinett dieses Künstlers schließt sich ein Zimmer mit Studien und Gemälden von M. Rabes, die der Künstler als Ergebnisse seiner Palästinafahrt ausstellt. Von den Bildern dieser Kollektion ist „Der Einzug in Jerusalem" am wirkungsvollsten. Am entgegengesetzten Ende des Saales, in dem Raume, den im Vorjahre die Liebermann-Ausstellung einnahm, sind eine Anzahl Werke von Scheurenberg ausgestellt, unter denen die vorzüglichen Porträts am meisten auffallen. Auch Michetti, deffen Werke schon früher in der Kunstakademie viel bewundert wurden, hat hier ein besonderes Kabinett, in dem seine Landschaftsstudien zu sehen sind. Eine Sonder-Ausstellung, deren Werke, wenn sie auch gleichfalls als Lückenbüßer gedient haben, doch nicht so bekannt sind, als die hier erwähnten, ist die des jung verstorbenen Malers Tentwart Schmittson. Seine naturalistischen Tierbilder zeigen eine ungemein feine Charakteristik und prächtige Farbengebung. Als geschlossene Künstlergruppe treten die D üssel- borfer auf, deren Bilder zwei große Säle füllen. Allerdings sind es meist dieselben konventionellen Landschaftsbilder und Genrestückchen, die in unsere Zeit so schlecht hinein passen. Doch findet man vereinzelt einige hervorragende Leistungen. Da ist zunächst der Altmeister der Düsseldorfer Landschafter, Oswald Achenbach, mit einem prächtigen Alpenbilde, ferner Ferd. Brütt mit einer seiner bekannten Gerichtsszenen „Vor den Geschworenen". Die feine Charakteristik des Angeklagten, der Richter und der als Zeugin auftretenden Frau hebt dieses Werk über den Rahmen des Genrebildes hinaus. W. Peterson bietet ein paar vorzügliche Porträtstudien, von denen besonders das Bildnis Oswald Achenbachs Beifall verdient. Auch Bachmanns Genrebilder „Markttag" und „Am Fluß" sind anerkennenswerte Leistungen. Karl Gehrts ist durch eine kleine Sonder-Ausstellung vertreten. (Schluß folgt.) ...... 15 • ' ’ 1888 .. ■ SeMs"" , i hchstkSrack , ml jjtsWst st« , H r,Selfi--erE (NS tfdlfN1 sss- ?,fr !idi- keiner größeren Stadt zurück. Man sei hier willens und imstande, alles für die Hebung der Volksschule aufzubieten, wozu die Kraft der Stadt hinreiche. Es sei ihm sehr erwünscht, daß heute zwei Themata zur Verhandlung ständen, die bereits bei uns Eingang gefunden hätten und die z. Z. selbst in größeren Städten noch nicht so völlig zur Einführung gelangt sein dürften. Es sei wertvoll, darüber einmal die Meinung von Fachmännern zu hören. Unsere Hand- fertigkeits- und Kochschule hätten bislang guten Erfolg gezeitigt. Allseitiger Beifall folgte diesen Ausführungen. Demnächst erhielt das Wort Herr Lehrer Knauß. Derselbe bietet allen Gästen im Namen des Gießener Lehrervereins herzliches Willkommen. Freudig habe uns die Kunde berührt, daß Gießen zum diesmaligen Versammlungsort ausersehen sei. Man habe hier kein Mittel gescheut, um den Teilnehmern der Versammlung nach harter Arbeit auch erheiternde Genüsse zu bereiten, wie ja der gestrige Abend wohl gezeigt habe. Denn wem sei nach ernstem Schaffen ein heiterer Hintergrund dringender nötig als dem Lehrer? Im weiteren hebt der Redner die Wichtigkeit und Notwendigkeit der stetigen Vermehrung unseres Könnens und Wissens hervor, daß man sich wappnen müsse mit noch mehr Bildung, da das 20. Jahrhundert wohl noch höhere Forderungen stellen werde als das 19. es bereits gethan. Er schloß mit den schönen Worten Geibels: „Es muß doch Frühling werden", und mit den zu Herzen gehenden Worten Kaiser Wilhelm I., die auch auf den Lehrerstand ganz besondere Anwendung fänden: „Ich habe keine Zeit müde zu sein". Diese aus dem Herzen gesprochenen Worte fanden dankbare Anerkennung und beifällige Kundgebungen. Nachdem nun die Beschlüsse der gestrigen Delegiertenversammlung durch den Schriftführer, Herrn Schmeel, zur Verlesung gebracht worden waren, erhielt das Wort der erste Referent, Herr Zieprecht, zu dem Thema: „Das Leben und Wirken des Pädagogen Dinter". Er giebt hierüber ein erschöpfendes und klares Bild, indem er ihn von drei Gesichtspunkten aus auffaßt: Als Geistlicher, Seminarlehrer und Privatlehrer. Sein Hauptgrundsatz ist: Nicht zu viel Wissen für den Lehrer, aber hierin volle Klarheit, volles Verständnis. Die praktische Verwertung seines Wissens zeigt Dinter als tüchtigen Lehrer bei Ausbildung junger Leute und giebt seinem Schaffen hohen Wert. Unter seinen übrigen Schriften erscheint besonders seine Autobiographie höchst belehrend. Der Redner wurde durch allgemeinen Beifall ausgezeichnet. Das Thema: „Wie stellen wir uns zur Einführung des Handfertigkeitsunterrichts in den Schulplan der Knabenschulen?" behandelte Herr Lehrer Karl Schmidt. Redner schickt voraus, daß der geschäftsführende Ausschuß des allgemeinen deutschen Lehrervereins in Köln die Anregung gegeben habe, dieses Thema auf der heutigen Versammlung zur Behandlung zu bringen, damit den Lehrern Hessens Gelegenheit gegeben werde, Stellung hierzu zu nehmen. Er gibt zunächst eine geschichtliche Uebersicht über diesen Unterrichtszweig bei älteren namhaften Pädagogen, so bei Comenius, John Locke, A. H. Franke und anderen. Sodann führt er die Licht- und Schattenseiten dieses Gegenstandes vor, um zu Selbstschlüssen anzuregen. Kraft und Geschick der Hand, sicherer Blick, Liebe zur Arbeit sind Lichtseiten des Handfertigkeitsunkerrichts; Staub, schlechte Luft, leichte Nervenerschlaffung u. a. seine Nachteile. Seine Einführung in die Volksschule scheint z. Z. noch nicht wünschenswert, auch aus Mangel an Zeit und an geeigneten Lehrkräften nicht möglich, auch seien bei Selbstanschaffung des Materials und der erforderlichen Instrumente vorderhand die Ausgaben zu bedeutend. Er schlägt die Einführung dieser Disziplin in Präparandenschulen und Seminarien vor und gibt auch eine kleine Anleitung bezüglich der Einteilung. Sodann zählt er die Länder auf, in denen dieser Gegenstand teils obligatorischer, teils fakultativer Lehrgegenstand ist. In der Diskussion schlägt Herr Schulinspektor Scherer- Worms vor, die 4 Thesen des Referenten in eine einzige, deren Inhalt demjenigen der von Herrn Schmidt aufgestellten, entspreche, zusammenzufassen, was nach dessen Begründung mit Zustimmung des Referenten geschieht. Nach Herrn Scherers Darlegung ist die Sache heute noch nicht spruchreif. Herr Prof. Kumpa-Darmstadt ist für alsbaldige obligatorische Einführung und begründet dies durch die von ihm gemachten Erfahrungen. Auch ein Stundenausfall zum Nachteil der übrigen Lehrgegenstände könne vermieden werden, wenn man diesen Gegenstand in praktischer Form mit der Raumlehre und Physik zu verbinden wisse. Wegen vorgeschrittener Zeit mußten hier die Verhandlungen abgebrochen und ein noch auf der Tagesordnung stehendes Thema (Herr Oberlehrer Fuhr war Referent) für die nächste Versammlung zu Ostern zurückgestellt werden. Zum Mittagessen hatten sich zirka 200 Teilnehmer angemeldet, und wurde alsdann ein Ausflug nach Textors Hardt verabredet. Die Lehrmittelausstellung in der Turnhalle der Realschule war von vielen Fabrikanten, auch hiesigen, reichlich beschickt und zeigte ein instruktives Bild der neuesten auf dem Gebiete der Schultechnik erschienenen und den Unterricht wesentlich fördernden Hilfsmittel. Nachschrift. An dieser Stelle sehen wir uns zu der folgenden Erklärung veranlaßt: Herr Referent Schmidt hat uns einen Einblick in sein Manuskript verstattet, und konstatieren wir daher aus demselben, daß er im Laufe seines Vortrags noch auf die Einführung dieses Unterrichtszweigs am hiesigen Platze seit ca. 7 Jahren, auf das opferwillige Entgegenkommen seitens des Stadtvorstandes bei Bewilligung der erforderlichen Mittel und endlich auf die starke Frequenz der Kurse hat Hinweisen wollen, der vorgerückten Zeit halber indessen davon absehen mußte. Wir fügen dem noch bei, daß auf eine diesbezügliche Anfrage aus der Mitte der Versammlung heraus Herr Schmidt bereits mündliche Erklärungen in diesem Sinne abgegeben hat und daß wir früher schon Gelegenheit genommen haben, auf diesen Umstand besonders aufmerksam zu machen. Vermischtes. * Zu einer Erinnerung au deu Krieg 1870/71 gab in der Petitionskommission des Reichstags vor dem Feste eine Petition des Viehhändlers Feilger in Mülheim am Rhein Veranlassung. Der Betreffende verkaufte 10,000 Hämmel, die er 1870 vertragsmäßig an die Intendantur des Gardekorps zu liefern hatte, die aber von dieser nicht abgenommen worden war, weil nicht die gleichzeitig bestellten 550 Rinder geliefert werden konnten, an die vereinigten Armeelieferanten Lachmann, Cohn und Friedmann zum Preise von 28 y2 Mk. pro 100 Pfund lebend Gewicht, während diese Lieferanten sie kurz darauf an die deutsche Armee zum Preise von 60 Mk. für 100 Pfund lebend Gewicht verkauften. Die „Deutsche Tagesztg.", welche bedauert, daß dieser Angabe nicht an den Grund gegangen sei, wünscht, daß die in Rede stehende Angelegenheit genauer nachgeprüft werde. Die Rinder waren dem Viehhändler Feilger in Folge mangelnder Desinfektion der Eisenbahnwagen an Rinderpest erkrankt. Er verlangt nun heute noch in einer Petition Schadenersatz von 41,250 Mk. nebst 5 Prozent Zinsen. Der Reichstag hatte schon vor Jahren die Petition der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen; die Regierung aber hatte das Ersuchen unberücksichtigt gelassen, weil sie eine rechtliche Verpflichtung zur Sache nicht anzuerkennen vermochte. Nunmehr hat die Petitionskommission ihren Antrag, das Gesuch dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, erneuert. * Ein abgesetzter Himmelsbote. Am 6. März 1853 ereignete sich zu Dur um a in Ostafrika ein merkwürdiger Vorfall. Unter Donner und Blitz fiel ein Gegenstand vom Himmel, der sich nachher als ein großer Stein erwies. Junge Hirten, die ihre Herden hüteten, nahmen ihn auf. Die Eingeborenen des Bezirks, wo er niedergefallen, sahen darin einen Boten aus den Himmelsräumen und eilten herbei, um ihm die gebührenden Ehren zu erweisen. Unter großen Feierlichkeiten wurde der Stein mit Oel gesalbt, in kostbare Stoffe gehüllt, mit Perlen behängt und in einen dafür errichteten Tempel ausgestellt. Er galt nunmehr als Palladium des Stammes, dos, wie die Priester sagten, ihm vom Himmel verliehen worden sei. Vergebens machten europäische Missionare die verlockendsten Gebote auf den Stein, er war dem Stamm um keinen Preis feil. Drei Jahre später machten die Massai einen kriegerischen Einfall, und ein großer Teil des Stammes, dem das Palladium zuteil geworden, wurde bei dieser Gelegenheit niedergemetzelt. Den Ueberlebenden gingen jetzt die Augen auf über die Ohnmacht ihres Götzen, sie glaubten an dessen Göttlichkeit nicht mehr und verkauften ihn gegen bare Zahlung an Händler. Es erging diesem Himmelsboten eben nicht anders als den Göttern und Götzen aller Länder und Zeiten, die auch von ihren Anbetern verlassen werden, sobald diesen über deren Ohnmacht die Augen aufgehen. Teile des Steins befinden sich heute in München und Wien. * Ein Radfahrer der fahrlässigen Tötung angeklagt. Eine für Radfahrer besonders interessante Gerichtsverhandlung fand vor der Siegener Strafkammer statt. Ein Bergmann Heinrich Krebs fuhr kurz vor Anbruch der Dämmerung per Rad die Koblenzer Straße herunter. Von der entgegengesetzten Seite kam ein Fuhrwerk, und als der Radfahrer in die Nähe desselben kam, betrat die Frau Wwe. Prinz die Koblenzer Straße. Es gelang ihr, vor dem Fuhrwerk herzukommen, sie wurde dann aber von dem Rade des Krebs angerannt und unter den Wagen resp. die Pferde geworfen, und so schwer verletzt, daß sie nach einigen Tagen starb. Ueber den Fall hat eine eingehende Untersuchung stattgefunden, und alsbald wurde als erwiesen angenommen, daß den Lenker des Fuhrwerks keine Schuld treffen könne, sondern nur den Krebs. In der Verhandlung erklärte sich derselbe für unschuldig; er habe rechtzeitig geschellt, sei auch nicht zu schnell, sondern in üblicher Weise gefahren und habe geglaubt, an der Frau noch vorbei kommen zu können, und zwar so, daß er zwischen dieser und dem Fuhrwerk durchfuhr. Auf sein nochmaliges Schellen kurz vor der Frau sei diese stutzig geworden und ihm gerade vors Rad gesprungen. Die Zeugenaussagen bestätigen im wesentlichen die sachlichen Angaben des Angeklagten, und einige heben auch hervor, daß die Frau offenbar das frühere Schellen nicht gehört habe, da sie schwerhörig gewesen sei. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten für schuldig; derselbe habe unvorsichtig gehandelt; auch habe er entschieden zu schnell gefahren, wenn er, wie aus den Zeugenaussagen hervorgehe und von dem Angeklagten selbst zugegeben werde, so gefahren habe, wie es bei Radfahrern üblich fei. Tagtäglich könne man die Beobachtung machen, daß die Radfahrer Zusammenstöße mit Passanten nur um Haaresbreite vermeiden ; es müsse entschieden verlangt werden, daß ein Radfahrer in belebter Straße wirklich langsam fahre. Der Passant müsse geschützt werden; mit rechtzeitigem Klingeln sei die Pflicht des Radfahrers nicht erschöpft. Dieser müsse vielmehr so fahren, daß er jederzeit vom Rade absteigen und ausweichen könne. Der Antrag des Staatsanwalts lautete auf drei Monate Gefängnis. Der Verteidiger plai- dierte auf Freisprechung, da nicht erwiesen sei, daß der Angeklagte seine Pflicht als Radfahrer verletzt habe. Man könne doch auch vom Publikum verlangen, daß es nicht ganz jede Aufmerksamkeit außer acht lasse. In diesem Falle grenze die ganze Sache an ein Unglück. Nach etwa einviertelftündiger Beratung verkündete der Vorsitzende das Urteil, welches auf Freisprechung lautete. Es sei die Fahrlässigkeit nicht mit der erforderlichen Stimmewali genommen worden. Man könne dem Angeklagten al l wenn er angenommen habe, die Möglichkeit habevorc»!- ax der Frau vorbeizukommen. Außerdem sei es abe kein Verschulden des Radfahrers, wenn sein War - zeichen eine der beabsichtigten entgegengesetzte Wirkun ' geübt habe. Aus diesen Gründen sei das Gericht freisprechenden Urteil gelangt. * 296 medizinische Zeitschriften erscheinen geqe^- allein in der Stadt Paris, wenn sich nicht die dem Januar schon wieder um einige Dutzend vermehr Die „Allg. mediz. Zentralztg." weist auf die ganz aufs^ und durchaus ungesunde Zunahme der heilkundigen £ schriften-Literatur in der französischen Hauptstadt Hix ' weiß auch etwas von deren Entwicklungsgeschichte J4 zählen. Eine eigene, angeblich wissenschaftliche herauszugeben, ist nämlich in Paris jetzt die modernste k der Reklame für die Händler mit medizinischen und hyaiei^ Artikeln. Apotheker, Drogisten, chemische Fabriken,JU? torien für Untersuchungen aller Art, Jnftrumen^mE- Badeanstalten, Krankenwärter-Innungen, Milche,? -. Verleger medizinischer Arbeiten usw. gründen um „medizinische Zeitschriften", die auf der ersten Sen< harmlosen Sitzungsberichten oder ärztlichen Anekdoten gefüllt werden, dann auf den folgenden Blättern £tn-' aufsätze mit mehr oder weniger versteckten Empfehlt-, und schließlich die direkte Reklame für die von dem He: - geber vertriebenen Artikel oder angebotenen Dienste C lassen. Zahlende Abonnenten haben diese Zeitschriften n? lich nicht, sie werden umsonst sämtlichen Aerzten in ä oft auch denen im übrigen Frankreich zugesandt. ®tijn Umfang diese eigenartige Form der Reklame in letzter? in Paris erreicht hat, geht aus der Angabe hervor, < sich die Zahl der dort erscheinenden ärztlichen Journale ii einem Jahr (vom Januar 1898 bis zum Januar 1$ von 186 auf 296 vermehrt hat. Hoffentlich finde, H neue Mode ihren Weg nicht über Paris hinaus. j * Interessante Sammlungen. Es gibt keine Gm,e den Unternehmungsgeist des Sammlers, und es ist los, daß sein Eifer und seine Begeisterung für-eben Tn um so größer ist, je seltener die Objekte sind, bit u v. sammeln und zu registrieren bemüht ist. Viele Fürsten.r reiche Privatleute haben ein Vermögen in ihren Sin hingen angelegt, um ihren Schatz zu einer internatic^ Berühmtheit emporzuheben. Vielleicht die fonberto Sammlung der Welt befindet sich im Besitze des Dr k G. Wilder von der Cornell-Universität, besten Steäev^ es ist — Gehirne zu sammeln. Sein Museum, roty jährlich nicht unbedeutend wächst, besteht aus einem flrac Bataillon Flaschen, deren jede in Spiritus das W eines bedeutenden Mannes enthält. —.' ? Dr. Wilder flute Gewicht, Form und Windungen der Gehirne intetligia Männer und zur späteren Vervollständigung seiner M Sammlung hat er etwa 50 seiner noch lebenden Frm! veranlaßt, ihm ihre Gehirne zu verschreiben. Es mup , angenehm für diese Freunde des Gelehrten fein, ■ wieder diesem braven Manne zu begegnen. Lady Rch , in London hat eine merkwürdige Leidenschaft für S > größter Sorgfalt geordnet und registriert. Die Äfef von England besitzt drei Sammlungen, deren jede ei«£p ihrer Art ist. Die eine besteht aus einer Bibliothek gebundener Bände, gefüllt mit Photographien von » Berühmtheit ihrer Zeit, von Wellington bis Rosebery e von Louis Philipp bis zu ihrem jüngsten Urenkel-^ zweite Sammlung bilden Karikaturen der letzten 60 und die dritte ist ihre unschätzbare Sammlung von stöcken. Der Prinz von Wales besitzt eine der ko sm«» Autographensammlungen der Welt in dem „Wägebucy ' Landringham. Seit langen Jahren ist es die Gewov des Prinzen, jeden Gast, ehe derselbe Landringham aufzusordern, sich wägen zu lassen und fein GewiH q feine Unterschrift in das Wägebuch einzutragen. dale besitzt, wie es einem so eifrigen Sportsmanne jur® eine sehr vollständige Sammlung von Peitschen aller alter und jeder Art, von denen er viele mehrfach xn* J aufwiegen mußte. Lord Ashburnham rühmt sich seine: g ; liothek von Meßbüchern und Bibeln in den kostbarste! J bänden, die in der That von unschätzbarem Wert sind Sammeln hat einen eigenen unbeschreiblichen fenigen, welche über den rastlosen Eifer der , spötteln, wissen nicht, wie viel die Wiffenschaft und di» . den Sammlern alter und neuer Zeit zu verdanken * Wie alt ist das Wort „Influenza" ? [ „Influenza" erfreut sich eines viel höheren AtteD man allgemein annimmt. Im vorigen Jahrhunoe .'M w ftht au! ®e’!e. fron jünwitW W «4 leite aus «atanhe in war Jtn« - 1588 «W » c>ahre hM 1 tininto”11?,, w M * tut * wU” Mitt twM w». d-;H" Theilchen bet V nung für mm Q tmiigen, daß ste und'Gründen b es bei der Ur seinerzeit bem « Influenza thatsi Scharfsinn Weik kommen ließ, j zu erfahren, >vl Influenza Mflrl (Symptom, der wege in Macht unb oft in ergötz „Heiserkeit rühre, Lflen ausschmitzen Den Aderlaß „z, nur in schlimmen „schnelle und fid mittel, dünne ve kühlendes Gelran durch feine „an! Die Brust fall Später aber, „ gebrochen ist", 1 verordnet. „M Oel an die Nasi Praktiker aus se Nr. 12, Pillen Ä des Buches) ufro. leicht bturti/tileti ivie unnlty vermögt Gatorrfä gwefen unter Nr. 2, 12 u fache nach deien n verordneten Pulvis man uns: Die 9 im ersten Band bi Hortenkerl und I Wisch-Chirurgisch und in der von l Universität Mtorf Das Hebre, 1899/1900 lii lur Einsicht eine, ^ken zur ösfent! Dister enthalte, Krn^egungss «rogh. Kreisamt gebrachte Beschwn ließen, d E im TOj itl 2g -L fr Hofarzt der Kaiserin Katharina II., M. A. Weikard, ^nsstsch kaiserlicher Etatsrat", ein „Medizinisch-praktisches Hjjwilmllerl und Dr. F. X. Mezler herausgegebenen „Medizi Mih-Wrurgischen Zeitung" von 1790, Nr. 10, pag. 163, UM) in der von G. A. Will herausgegcbenen Geschichte der U bibtrjütdt Altors, in welchem Werke die Influenza als im M auf Seite 152 und 153 folgendes zu lesen: „Ich habe Wn anderwärts zu zeigen gesuchet, wie Catarrh auch durch Obi irtung scharfer Theilchen aus der Luft entstehen kann. $ leite aus dieser Quelle vorzüglich jene allgemeinen lob anderen beschrieben worden. Am berüchtigsten ist jener Hl i 782, welcher unter dem Titel Influenza ausgezeichnet tub von vielen Aerzten auf mancherlei Weise beschrieben mirbr. Ich trug einstens die Lehre vor, daß nicht unter« Srüdtoe Ausdünstung die Ursache der sogenannten Verkitt- Hingen, des Hustens rc. wäre, sondern daß gewisse schädliche Milchen der Luft sie verursacheten. Ich hielt diese Mei- Mg für mein Eigenthum, finde aber nun mit größtem Der- . giilgem, daß sie schon Jakob Keil vorgetragen, mit Versuchen mib Gründen bestätigt hat." — Wenn man bedenkt, daß Ä bm der Unvollkommenheit der technischen Hilfsmittel 1 fiwitqieit dem Berfasier unmöglich war, den Erreger der 'Muünza thatsächlich zu entdecken, so wird man über den 1 Zchnrffsinn Weikards staunen, der ihn der Wahrheit so nahe llbmtan ließ. Manchen Leser dürfte es auch interessieren, ^prrsillhren, wie die Aerzte des vorigen Jahrhunderts die ^^flncnza behandelten Nachdem der Autor die „Zufälle" , ZM'tome) der Influenza, soweit die Influenza der Luft- t atge an Betracht kommt, genau und zutreffend beschrieben, LMd o-t in ergötzlicher Weise zu erklären gesucht hat (z. B. ^eiittfeit rühret aus Verhaltung des aus den Luftröhren- ausschwitzenden Dunstes") gibt er die „Heilart" an. ; bin ßlderlaß „zu geschwinder Erleichterung" wendet er . :.m in schlimmen Fällen an. In allen anderen bringt er .'.schnell und sichere Hülfe" durch ein „salziges Purgier- r intltl, dünne vegetabilische Nahrung, kühle Temperatur, k!Wm!«es Getränke". „Ein Brechmittel wird eben auch d!lich 'seine „antiphlogistische" Wirkungsart heilsam sein." SDit Mrust soll man vor „reizender Wärme" bewahren. i5)ile: aber, „wenn einmal die Heftigkeit der Krankheit gerochen ist", werden „eingeschnaufte, warme Dämpfe" usw. v:atrorbmct. „Man kann warm baden, Opium gebrauchen, £Dd au die Nase bringen" u. A. m. Nachdem der erfahrene i W!ecr aus feinem Arzneischatz noch „Pulver Nr. 2 oder Pillen Nr. 22" (die Rezepte finden sich am Schluß d N Mches) usw. empfohlen hat, sagt er: „Man wird nun Iiliiit beurtheilen können, wie vervielfältiget und verwirret, nt za l)WM. Itbiy ÄWfii; :ti Huchs. Schädel so eins« 'Swegs schrecklich sn Dame nicht zu sein nlung deS Herzog erlichen Silbemi!- *Ä>“ ■ m. Vielleicht dik 'det sich im Besitze te 'll-Universität, dessen 5 ammeln. Sein Mich wächst, besteht ouS eii jede in Spiritus kl enthält. -!! Dr. M düngen der Sehirne iii LkMDd/M fein. U ;|j( ^ütz verzögernd und nachtheilig bisher die Heilart des »0 fraittnod) kDtiwai Purpes gewesen ist." Interessant ist auch, daß sich die -{ju wrfflmücn. w m; ^r. 2, 12 und 22 angegebenen Mittel der Haupt- lde deS Mchen ch ncach decken mit dem noch heute häufig gegen Influenza t)66:toibneten Pulvis Doweri. — Von anderer Seite schreibt nriMitns: Die Bezeichnung „Influenza" findet sich auch innl erstern Band der in Salzburg erschienenen, von vr. I. I. ilmcrhe her, welche ganz Teutschland, oder ganz Europa, «gewissen Jahren durchwandert haben. Von solcher Art •it (jener von Joh. Bokel beschriebene, welcher im Jahre 21588 ganz Teutschland durchstürmete: dann jener vom 'M« 1733, welchen Hahn beschrieb und ganz Europa Einern lernete. Fast ähnliche sind von Gorter, von ©mieten ■iS; folgenben ®äht ’f1®' für bit 6„ ,„,r .^gebotenen t- ■n. ^ben diese HA "st sämtlichen Aerx> vrankrelch zuges^ der Reklame - £ Qu8 da Angabe fesft*** bis znm jt Mat. HosfenA 9( über Paris hin^ W». Es gibt kein 5 Sammlers, und t inc Begeisterung füi euer die Objekte fit M bemüht ist. Vieli ein Vermögen in v 1 Schatz zu einer fc ’n bnV Ml l buch" verfaßt, worin schon das Wort „Influenza" in künde« s. $r Sinne vorkommt, wie wir es heute gebrauchen. In gt. fr ^veiten Auflage des genannten Werkes (vom Jahre 1792) Jahre 1782 erschienen erwähnt wird. Wir bemühten uns, das Wort noch weiter zurück zu verfolgen, und fanden, daß wir die Bezeichnung „Influenza" schon für das Jahr 1743 nachweifen können. Der berühmte, im Jahre 1768 in Plymouth verstorbene Arzt John Huxham spricht in seinem im vortrefflichsten Latein geschriebenen Werke „Obseryationes de aere et morbis epidemicis“, das im Jahre 1752 vollendet wurde, ausdrücklich von der in den Jahren 1742 bis 1743 herrschenden Influenza, die in Rom 8000 Menschen dahingerafft haben soll und auch in England viele Opfer forderte. Auch bei seinem Zeitgenoffen Pringle findet 'sich um die gleiche Zeit das Wort „Influenza". Es läßt sich daraus schließen, daß die genannte Bezeichnung noch älteren Ursprungs ist, zumal die Krankheit sich mit Sicherheit bis in das Jahr 1387 zurückverfolgen läßt. (Vergl. Gluge Gottlieb: Die Influenza oder Grippe, Preisschrift, Darmstadt 1837.) * Bezüglich der Haftung bei fahrlässiger Auskunftserteilung hat das Reichsgericht jüngst eine beachtenswerte Entscheidung gefällt. Ein Fabrikant hatte einem Kaufmann Waren auf Lager gegeben und einen Teil derselben zwar ohne Mitwirkung desselben, aber infolge seiner Auskunst über den Käufer verkauft. Er erhielt nicht Zahlung von dem Käufer und nahm nun den Kaufmann wegen seiner Auskunft in Anspruch. Das Reichsgericht, das in letzter Instanz über die Klage verhandelte, wies sie ab. Im allgemeinen, so heißt es, nach der „92. Berl. Storr.", in dem Erkenntnis, könne bei Erteilung von Auskünften über die Vermögensund Kreditverhältniffe dritter Personen nur für Arglist gehaftet werden. Eine weitergehende Haftung auch für Fahrlässigkeit setze ein zu besonderer Sorgfalt verpflichtendes Vertragsverhältnis voraus zwischen dem, der die Auskunft erbittet und dem, der sie erteilt. • Der Trafimenische See, an dessen Ufer Hannibal im Jahre 217 v. Ehr. bad römische Heer unter Flaminius umzingelte und vernichtete, bildet eine etwa 13000 Hektar große, unregelmäßige und im allgemeinen nicht über 3s/< Meter tiefe Wasserfläche von etwas über 16V2 Kilometer Länge, 9>/z Kilometer Breite und 64 Kilometer Umfang. Er liegt anmutig in einem Keffelthal, umgeben von malerischen Hügeln, alten Herrensitzen und Olivenhainen. Leider war er bisher als ein Fieberherd verrufen, da er keinen natürlichen Abfluß hat und der bis zum Jahre 1898 bestehende einzige künstliche Abfluß, ein gewundener, halb verschütteter Graben aus unbestimmter Bauzeit, durchaus unzulänglich war, um die Wasser eines Niederschlagsgebietes von mehr als 26000 Hektar aufzunehmen. Infolge dessen stieg die Seefläche bisweilen um nahezu drei Meter, und fruchtbare Felder längs der Ufer wurden in ungesunde Sümpfe verwandelt. Jahrhunderte lang rafften sich weder die Behörden noch die Bewohner der Gegend auf, dem Uebel zu steuern. Die italienische Negierung war einmal daran, eine Konzession zur völligen Trockenlegung des schönen Sees zu geben, doch fehlte den Unternehmern zu guterletzt Kapital.' Endlich gab eine besonders starke Ucber- schwemmung im Jahre 1875 den Anstoß, die Sache ernsthaft in die Hand zu nehmen. Im September 1877 trat, wie Professor Paul Chaix auf Grund italienischer Quellen im „Geographica! Journal" mitteilt, ein Ausschuß zum Bau eines genügenden Abzugskanales zusammen, der die überflüssigen Wassermassen zum Tiber leiten sollte. Die zwei folgenden Jahre beanspruchten die Messungen des Geländes, dann mußte man Jahre lang den Widerstand in den verschiedenen Vertretungskörpern bekämpfen, sodaß man erst 1891 den cnbgiltigen Plan, besten vorn Ausschuste zu tragenben Ausführungskosten auf 1733000 Lire geschätzt würben, ber Regierung einreichen konnte. Diese erteilte ihre Genehmigung erst Mitte Juli 1895. Die sofort begonnenen Arbeiten würben lebhaft betrieben unb im vorigen Jahre mit einem Kostenaufwande von 658 565 Lire beenbet. Der neue Ausfluß ist bei seinem Austritt aus bem See zuerst ein kurzer, runb 9 Meter breiter, offener Kanal und geht rasch in einen 3 Meter hohen und 31/, Meter breiten Tunnel von elliptischem Querschnitte über. Darin fließen die Master nahezu 1000 Meter unter dem Hügel und Dorfe San Savino bei Lago. Wieber zu Tage gelangt, werden sie in einem etwa 270 Meter langen, gemauerten Aquädukte in ein über 4,8 Kilometer langes Gerinne geleitet, das sie der Caina, einem Nebenflüßchen des Tiber, zuführt. Der neue Ausflußkanal vermag in der Sekunde bis zu 12 Kubikmeter Wasser abzuführen und soll dem See im ganzen 205 Millionen Kubikmeter Wasser entziehen. Dadurch werden runb 1OOO Hektar Ackerlanb gegen Ucberschwcmmung geschützt unb ebensoviel neu gewonnen. UniversMs Nachrichten. — Wien. Sn Stelle Karl v. Lützows ist der ordentliche Pcosesior der Kunstgeschichte an der deutschen Universität in Prag Dr. Joseph Neuwirth zum Prosestor an der hiesigen Technischen Hochschule berufen. v — Ein Lehrstuhl für Politik soll an der Princeton-Universität in den Vereinigten Staaten gegründet werden, nachdem ein ungenannter Freund der Hochschule für diesen Zweck eine Summe von 400,000 Mk. überwiesen bat. ES verlautet, daß der Lehrstuhl dem Erprästdenten Cleoeland angeboten werden wird, und befc wahrscheinlich auf feine Person schon seitens deS Gründer« in erster Linie Rücksicht genommen wurde. Mteratur, Wissenschaft und Kunst. — Die soeben erschienene Lieferung 29 deS kulturgeschichtlichen Werkes: ,DaS neunzehnte Jahrhundert in Bildnissen*, her- auSpegeben von Karl Werkmeister, Berlin Photographische Gesellschaft, enthält wiederum eine Reihe schöner Porträts mit begleitenden Bio- graphicrn. Friedrich Christoph PertheS, in den Tagen napoleonischer Fremdherrschaft einer der sittlichen Vertreter deutschen BürgertumS, zugleich einer der besten deutschen Geschäftsmänner, schließt sich an seine erfolgreichen Kollegen Cotta und BrockbauS an. (Bild von Gröcker, Biographie von Georg Stamper). Au« dem Gebiete der biologischen Wissenschaft finden wir daS große Dreigesttrn Schleidm, Schwann und Mohl, deren Namen mit der Lehre von der Zelle unb der Entdeckung dtS Protoplasma« für immer verknüpft find. Den Bildnisten von Schleiden und Sä wann find die fchönm Litho- graphieen von Hoffmann zugrunde gelegt, das Bild von Mohl stammt au« der Tübinger Universität. Wilhelm Bölfche zeichnet al« Ver- faffer der ausgezeichneten biographischen Charakteristiken dieser drei- Von großen Namen der Litteratur finden wir zunächst Otto Ludwig, den großen Vorläufer unserer modernen deutschen Dramatiker, mit zwei Bildnissen vertreten, sodann ein äußerst merkwürdige« Bildni« von Jean Paul (zum erstenmale veröffenUicht) nach dem Gemälde von Friedrich Meyer in Münchner Privatbesttz. lieber Otto Ludwig schreibt Hart, über Jean Paul H. A. Lier. Die Lieferung wird geschloffen durch von ben Enkeln ber Dargestellten ermöglichte Rrpro- butttonen ber beiden wundervollen Bildnisse von Achim und Bettina von Arnim; jener mit feinem schönen Romantikerkopfe, gemalt von H. E. Ströhling, diese in ber Darstellung eines Mebaillonbilbe« in Pastell gemalt von A. von Arnim, Baerwalbe. Der bekannte Geschichtsschreiber ber romantischen Dichterschule, Reinholb Steig, hat die schönen litterarischen Lebensbilder beigegeben, die ihrerseit« bereits auf die nächste Lieferung des verdienstvollen Werkes überleiten, welche sich ausschließlich mit Goethe und seinen Bildnisten beschäftigen wirb. 4142 den 26. Mai d. I., mieten. Ludwigstr. LV. Steinstraße 42, pari. llnllcinrrmiiuii krmictnngcn vormittag« 11 Uhr, wsttifiin ibem Stalle des Herrn I. Sieck ' "" - Hammstraße 7 — eine in onen bis zum e jen Modellen br Großherzogliche Büraermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Bekanntmachung. Da« Hebregister über die Umlage« der Stadt Gieße« pro 1? W/1900 liegt acht Tage lang auf unserem Büreau, Zimmer Nr. 15, zugakirlficht eine« jeden Beteiligten offen. Es wird dies mit dem 89e# m-nestln zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Beschwerden gegen die im RWcr' enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf de tl'^ffsmlegungsftist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei Kreisamt Gießen vorgebracht werden müffen und daß später vor» gchtAhlit Beschwerden keine Berücksichtigung finden können. Nießen, den 24. Mai 1899. 1 El-] Mittlerer Stock, 6 Zimmer .E>ehör, Bodenraum, Bleichplatz-, ilfjuili, auch früher, zu vermieten. «V Logis, zweiter Stock, 3 Zimmer mit Zubehör, zu vermieten bei 3252 _______L« Hellmold, Steinstraße 31. 3493] Eine Mansardenwohnung zu vermieten. Bleichftratze 33. Zu erfragen Bruchstraße 4.___________ 3676] Marktstratze 29 Mansardenwohnung, 3 Zimmer, Küche mit Zubehör und Wafferlettung, per 1. Juni zu vermieten. Zu erfragen Westanlage 38, l Treppe hock. 8685] Der 3. Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, Bleickstraße 16 a, mit Master-, Gas- und Klosetteinrichtung ist vom !♦ Juli ab zu vermieten. 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Amerie. 4.21 4.17 Darmst. Bk.-Actien Redaktion i. V.: Hermann Elle. — Truck und Verlag der Brühl'schen UniverMtö-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Ätzmittel 3n uerkiuifcn verschiedenes 100.76 92.06 98.60 000.00 100.80 f Ll 8 87, 4 4 8 3 4 8 6 4 Ri ui B 4 ◄ Personenbillet . . Kassenpreis . . . Brief 16.23 Mlti-n, 0SC91 vom 24. Mai 1899. Proeent Deutsche S Schnnchnr: Nur ächt mit Schutzmarke: Roter Streifen mit Globus. Rohmaterial aus eigenen Bergwerken mit Dampfschlämmerei. Procent 37, Deutsche ReickSanl. . . ä Mk. 2.20 . . LMk. 0,50 Mr Schneider. Perfekte Rock- «ud Westeu- macher auf Werkstätte oder Heim« arbeit für dauernde Beschäftigung Ein Kellverlkhrliug und ein Hausburscke gesucht. Montag den 29. Mai 1899, nachmittags von 4% Mr an Konzert etc. auf Tenors Terme. Der AbouuemeutSpreiS für 6 Konzerte beträat Familienbillet bis zu 4 Personen ä 3RL 7.— 8 ' Familienbillet bis zu 3 Personm L Mk. 6.— Mwi l&trt Doms naj Tages-Ordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes. 2. Feststellung des Etats pro 1899/1900. 3. Rechnungsablage pro 1898/99. 4. Geschäftsbericht pro 1898/99. 5. Bauprojekte. Der Vorsitzende: von Bechtold. in i Rittwoch, in 3mi zur Waudew il8«tnV Unter den des Großher die diesjährige: der Deutschen Ä 8. bis 13. Juni der Gesellschaft, die Landwirte di hierzu fuMß DttSlitSjte fctit gelegen E zu Fuß leicht jutt Minbunyr EinDvhuu drS hercn G. S Me 10a, der c einrichten wird; l'chen Sorten, Sä im Empfangt Landstraße, ausg Heber Die Lerei mche ich auf virtschafts-Gese versamwlaog vorn 8.—" 3. Ji Lesuch die^r Äi Gießen, l Der Di VVendeourfer 000.00. s Oesterr. Eredit-Actien chesell'igkeitsverein Hleiöerg. LiMmg tut ®titral=8ttfammlimg am Samstag dem 27. Mai d. I., nachmittags 4 Uhr, auf der Murg Hleiöerg. Pfeiffer & Diller’s «Kaffee - In Dosen. (Qriginalmarke). Feinster Kaffee-Zusatz. Fabrik ■ Horcbhetm bei Worms a. to. 6»uiitnb btt ' M- 3»i ^onr na von brr i Ri, M Seid 16.19 Franz. 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Nur die $take„PfeiW 18|0 Man verlange nur Pfeilring- »Pfeilring“ Unolin-Creatn und weise Nachahmungen zurück. Abonnements- Konzert e. Die Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wllhelm« (9 tu Heff.) Nr. 116 erlaubt sich zu einem Cyklus von Abonnent! Kouzerteu einzuladen. nnctl Die Konzerte finden in GteirrS Garten statt. Db,'. werden mit Militärmusik ausgeführt, wozu ein mufik- und Publikum eingeladen wird. Tücht. Hausburfche für dauernde Stellung gesucht von [4057 A.L S. Wgllknskls, Marktplatz 21. Kolonialwaren und Delikatesten. 3494] Lehrling gesuckt von Arievrich Georg- Kunst- und Handelsgärtner, Seltersw. 41. Hambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1905 Preuß. Hyp. A. Bk unk. b. 1900 Pomm.Hvp.A.Bk.unk.b.l90l tzrkfLdw Cred^k.unk.b.1900 h Georg Leib & Sohn. 4017] Jüngerer, gewandter Laufbursche gesucht. Näheres in der Exped. d.Bl. 4147] Ein Hausbursche gesucht. 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Durch seine bisher unerreichte desinflcierende Wirkung schützt es die yZähne vor Hohlwerden, kräftigt das Zahnfleisch und erfrischt durch überaus angenehmen Wohlgeschmack den gesammten Organismus des Mundes. „KOSMIN“ muss daher als eine epochemachende Neuheit auf dem Gebiete der Mund- und Zahnpflege angesehen werden und ist infolge des billigen Preises — Flacon Mark 1.50, reicht mehrere Monate aus — jedermann in der Lage, sich durch einen Versuch zu überzeugen, dass das von der Chemischen Fabrik „Rothes Kreuz11, Berlin SW., hergestellte, in allen besseren Drogerien, Parfümerien, Apotheken käufliche Kosmin-Mundwasser mit Recht einstimmig bezeichnet wird als das Beste für Mund und Zähne. Sonntag dm 28. Mai 1899, nachmittags 3% Mr: W Große Nad- und Motor-Nennen 00.00 4 Eisenb. Rentenb. 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