I *u8en. Heerz 5g 7 er in Bd Kinder-Vii! legengenommen, bit!& icher u vahl. )itb rasch unb bM erdauungsstörunr isches Eisenpräparat, Liit, und des Fleischsaftes küm* Gramm fettfreiem Ifeiafe leitserscheinongen, nltj* - Herr Dr. Zacharias einen Herren Colltgti in, ■ ie roborantes Sell! irnv1 - seile nicht za tute rten Apotheke. heitre e. Wunbar; Ssi-Apo'1 le-tieschäll i-, Schii)W» ’oilettwM » asistsr Frankfurt a, 1 rten Katalog: Anlage: tt M geeigneten Steinw» iS-" Täder roßen, orbtnlli» I#11 ID, nfaifflJ'* ■» S«"" „ft»1 '.’S W >« , SS' ftr. 73 Viertes BlM-Sonntag den 26. März 1S99 Gießener Anzeiger Heneral-Anzeiger Ineelee «n-eigeu |u der vachmtNa-« für len !•» erfchNamdkn Nummer In» vor». 10 lltzr. glqMgsprrU vierteljährlich L Mart 20 Pfg. monatlich 75 Pftz. mit Brin-erlohn. Alle Lnzngeu.vermittlULgSftellra bei In» und NuSlande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. fettetet tügNch nit Ausnahme bei Montag». Die Gießener |«*iCUelfÄtUt Werden bem Anzeiger dichrnttich viermal deigelegl. Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Kebettten, Expedition und Druckerei: -4-lßrnt» Vr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hesiische Dolliskunde. Abreffe für Depeschen: Anzeiger $tejeu Fernsprecher Nr. 51. Deutsches Reich. Berlin, 24. März. Zu dem Entwurf einer Fern- sprnchgebühren-Ordnung schreibt die ministerielle ,Berl. Sorresp." u. a.: Um den kleineren Leuten in großen Städten die Benutzung des Telephons zu erleichtern, will )ie Verwaltung bereits in den nächsten Wochen mit der kinrichtung zahlreicher Fernsprechautomaten vorgehen, bei btnan jedermann gegen Einwurf eines Zehnpfennigstückes innerhalb der Stadt sprechen kann, mit wem er will. Ferner brabffchtige die Verwaltung den Uebergang zum Doppel« lritungssyftem, um eine Verbesserung der Sprechverständigung ju erzielen. Die genannte amtliche Korrespondenz bemerkt »fiter: Welche Kosten dies verursacht, kann man daraus filtnehmen, daß allein die Umwandlung der jetzt vorhandenen Anlagen in solche mit metallischer Rückleitung etwa zwanzig Millionen Mark kosten würde. Es handelt sich dabei nämlich um die Herstellung von rund 300 000 Kilometer neuer Leitung, ganz abgesehen von der nötigen Veränderung der Apparate u. s. w. Da alljährlich etwa 60000 Kilometer Aushlußleitungen neu angelegt werden, so wiederholt sich bei Einführung des Doppelleitungssystems die Mehrauf- »eudung von 20 Millionen Mark etwa alle fünf Jahre; lies macht jährlich rund 4 Millionen Mark Mehrkosten. Mit Rücksicht auf die hieraus erwachsenden Mehrkosten hält ts vie Verwaltung für unbedingt geboten, den bisherigen iuf etwa 4 Millionen Mark berechneten Ueberschuß auch Bnflig aufrecht zu erhalten. Fiskalische Rücksichten, d. h. die Absicht, aus dem Fernsprechwesen mehr herauszuschlagen «ls bisher, liegen dem Entwurf ganz fern. Berlin, 24. März. Der weimarische Staatsminister Sch v. Groß wird am 1. Juni in den Ruhestand treten. Äcr Vorsitz im Gesamtministerium und der damit ver- linbicne Titel „Staatsminister" geht somit zu dem ge- eannten Zeitpunkt auf den nächstältesten Departemenschef, Itn Geh. Staatsrat Rothe, der das Finanzdepartement ItittL über. Die Leitung des Departements des Innern wird der Landtagsabgeordnete v. Wurmb übernehmen. — Wie die „Weser-Zeitung" meldet, beantragt die Finanzdeputation von Bremen die Aufnahme einer Anleihe von 22 Millionen Mark durch Ausgabe 3i/,v.H. Ttaatsfchuldscheine, da unter anderem die Weserkorrektion, bic Erweiterung des Hafens und die Anlegung eines Trockendocks in Bremerhaven, sowie die Erweiterung des bremischen Freibezirks außerordentliche Aufwendungen erfordern. — Die wahre Gesinnung der englischen Nation gegen Deutschland, dessen vorzügliches Heer sie \ i gern für ihre Zwecke ins Feuer schicken möchte, zeigt fnth wieder einmal im hellsten Lichte. In einer Operette, tot allein in London über 500 Mal aufgeführt worden ist - sie heißt „French Maid" — kommt ein Singstück vor, l'p jedesmal rauschenden Beifall erntet, und in dem unser Hiser in nicht wiederzugebender Weise verhöhnt wird, öün weiß in England sehr gut, daß bei dem „befreundeten" wischen Volke Beleidigungen seines Kaisers durch Aus- länöer die tiefste Empörung erwecken, aber das ist kein Grund für John Bull, seine ungeschlachten Witze zu unter- Icheu. M P C. Hungersnot in Deutsch-Ostafrika. Zur Lande der Wasaramo in Deutsch-Ostafrika herrscht jjtüjje Hungersnot. Die Wasaramo wohnen unmittelbar in Hinterlande unserer ostafrikanischen Hauptstadt Dar es Bülaiam, in der Landschaft Asaramo. Sie sind ein beson- s'lrs armes, schwer heimgesuchtes Völkchen! Bis vor kurzem, ch d>er deutsche Arm kräftig eingriff, zogen die Karawanen niitem durch dieses Land und plünderten rechts und links am Wege, was sie kriegen konnten, raubten auch Kinder mb mißhandelten die armen Eingeborenen. Diese flüchteten sich immer tiefer in ihre Büsche und Wildnisie hinein, um m Verborgenen ihre Aeckerchen zu bestellen, von denen sie Hrjtng lebten. Das ist nun wohl anders geworden, seitdem i lapieie deutsche Offiziere und Soldaten die Räuber und | Mnsschendiebe in Zucht und Schrecken halten. Die Leutchen ‘ j frb zurückgekehrt auf ihre alten Dorfstellen und können injig ihre Felder wieder bestellen. Auch hat die Deutsch- - Opaftikanische Mission in ihrer Mitte zwei blühende Mis- HiDotationen aufgerichtet, Kisserawe und Manaromango. 1 Gleim eine neue große Not drückte seit längerer Zeit das t mne Volk hart darnieder. Der Regen war dreimal in der । |«Jö3jnlid)ett Regenzeit ausgeblieben und dreimal die Aus- s^i vertrocknet. Mit dem ersten Weihnachtsfeiertag fiel '«Wcher Regen, mit dem 28. Dezember aber kamen auch 1 üitMecklichen Heuschrecken wieder. Viermal hintereinander haben die Wasaramo umsonst gesät. Die armen Leute drängen sich mit Macht zur Arbeit, um ein wenig Reis zu verdienen. Der Missionar hat Listen aufgestellt, wonach dieselben immer zehn Tage arbeiten dürfen, um anderen Hungernden Platz zu machen. M.P.C. Fürst Herbert Bismarck ist bereits Mitglied des Herrenhauses. Unsere gestrige Notiz bezüglich des Fürsten Herbert Bismarck beruhte auf einem Irrtum. Fürst Herbert Bismarck ist mit dem Augenblick, wo sein Vater starb, eo ipso Mitglied des Herrenhauses geworden. Er hat gestern auch bereits seine Jungfernrede in der ersten Kammer gehalten. — Die erbliche Mitgliedschaft der Fürsten von. Bismarck des preußischen Herrenhauses datiert vom 1. Juli 1876. Köln, 24. März. Die „Kölnische Ztg." meldet aus Petersburg. Wer die Einladungen zu der Friedens- Konferenz versenden soll, darüber sei recht lange verhandelt worden. Wenn es schon wiederholt heiße, Rußland stelle die Liste auf, und Holland versende die Einladungen, so sei es immer noch möglich, daß es schließlich noch anders komme. Von größerer Bedeutung sei die Frage, welche Staaten nicht einzuladen seien. Nur diejenigen Staaten sollen ihre Vertreter ernennen, welche eine eigene auswärtige Politik führen. Wie wir hören, so schließt das Blatt, hat die Türkei mit Entschiedenheit die Anteilnahme Bulgariens bekämpft und die Streichung desselben von der Liste erreicht. Stuttgart, 24. März. Der Oberbürgermeister von Stuttgart, Rümelin, ist nach langer Krankheit heute früh in Baden-Baden gestorben. ^Ausland. Oesterreich. Anläßlich der bekannten Auslaffungen reichsdeutscher Blätter über die Stellung der Tschechen und auch gewisser anderer Kreise Oesterreichs zum Dreibunde erklärt, wie man der „T. R." aus Prag schreibt, das Hauptorgan der Jungtschechen, die „Narodni Listy", daß es sich auch weiterhin die unbeschränkte Freiheit der Beurteilung der inneren und auswärtigen Politik wahren werde, und zwar von einem einzigen Standpunkte, von dem der Tschechen, ob dies im Radziwill.Palais in Berlin gefällt oder nicht. — Dasselbe Blatt kommt am Donnerstag in einem Leitaufsatze nochmals auf die Dreibundfrage zu sprechen und schreibt da u. a., daß Oesterreich Preußen ebenso gut mit Rußland drohen könne, wie dies Preußen Oesterreich mit Rußland gethan habe. (?) Weiter fragt das Blatt, warum eigentlich Oesterreich sich nicht schon längst an Rußland herangemacht habe, da es doch identische Interessen mit Rußland im Südosten Europas habe, während das Bündnis mit Preußen Oesterreich bisher nichts weiter gebracht habe, als die deutsche Obstruktion. (!) Schließlich versichert das Blatt, daß es alle Schritte und auch alle Gelage (!) des deutschen Botschafters in Wien Grafen Eulenburg beaufsichtigen werbe. — So sieht die Bündnistreue und Bündnisfreudigkeit der Tschechen, der Hauptstützen der heutigen Regierung in Oesterreich, aus! Paris, 24. März. Nach einer längeren Diskussion zwischen bem Berichterstatter und dem Generalstaatsanwalt zogen sich die drei vereinigten Kammern des Kassationshofes zurück, unb verwarfen nach zweistündiger Beratung das Gesuch der Madame Dreyfus auf Ausschließung der brei Kassationsräte von ben Verhanblungen bes Kassations- Hoses in ber Dreyfus-Affaire. Nachbem bie Sitzung wieder für öffentlich erklärt worden war, wurde dieser Beschluß verlesen, und damit begründet, daß die drei in Frage stehenden Kassationshofräte deshalb nicht auszuschließen feien, weil sie nicht über das wirkliche Verfahren ihre Meinung ausgedrückt hätten, sondern nur über das Revisionsgesuch. Im übrigen erlaube auch das kürzlich in der Kammer Dotierte Gesetz nicht, Mitglieder auszuschließen. Die Kosten des Verfahrens im Betrage von 100 Frs. wurden Madame Dreyfus auferlegt. Frankreich. Für den neuen Präsidenten der Republik wirb Stimmung gemacht. Seine Volkstümlichkeit sei, so hebt der „Matin" besonbers hervor, im Wachsen begriffen. „Loubet", so schreibt das genannte Blatt, „ist der allgemeinen Kritik ebenso wenig entgangen, wie sein Vorgänger. Doch wissen wir, daß er die Unannehmlichkeiten der Präsidentschaft mit der Ruhe des Philosophen unb mit gutem Humor übernommen hat. Er hat sich so einfach unb so „bon-homme“ gezeigt, seit er der erste Beamte ber Republik ist, daß seine Gegner von selber abgernstet haben, und alle Welt hat seit seinem Einzuge ins Elysee mit Vergnügen einige Züge seines Charakters bemerkt. Zunächst seine Ankunft im Präsidentschaftspalast ohne Trommelwirbel und Trompetengeschmetter und etwas verspätet infolge vorherigen kleinen Spazierganges durch das sonnbeglänzle Paris. In diesem einweihenden „sans fa$on“ hat man sofort eine glückliche und verständige Gleichgiltigkeit dem „Protokoll" (dem Zeremoniell) gegenüber erkannt und die braven Bürger Frankreichs waren entzückt hiervon. Ebenso lachte man herzlich, als man erfuhr, wie der Präsident mit seinem Sohne, dank einem versteckten Pförtchen, ungesehen aus dem Parke des Elysee entwischte und flotten Schrittes die Straßen der Hauptstadt durchstreifte, während bie besorgte Polizei in allen Himmelsrichtungen hinausrabelte, um seine verlorene Spur zu finben. Ein Staatshaupt, bas nicht bewacht sein will unb nicht auf seine persönliche Freiheit verzichtet! C’est träs fran^ais! Von bet Begnabigung der Manifestanten wollen wir gar nicht reden, die mit allgemeinem Beifall ausgenommen wurde, und nur noch erwähnen, daß die jetzt schwerkranke Journalistin Frau Söverine den Präsidenten vor einiger Zeit um Gnade für einen vom Kriegsgericht verurteilten Soldaten bat und daß ihr Loubet, um ihre Genesung zu beschleunigen, diese Bitte gewährt hat. Das ist zartfühlend, gütig und macht einen vortrefflichen Eindruck." — So der „Matin", deffen rosige Auffassung allerdings erst das Verstreichen eines größeren Zeitraumes vollgiltig wird bestätigen können. England. In derselben Zeit, in der Cecil Rhodes die Welt mit seinen kühnen Eisenbahnplänen erfüllt, ist er in London selbst noch einmal in sehr empfindlicher Weise an eine seiner zweifelhaftesten Thaten, an den Jameson- Einfall in Transvaal erinnert worden. Dort hatte ein Teilnehmer an jenem Zuge, Namens Narrow, eine Klage gegen Rhodes und Jameson angestrengt, um Schadenersatz für die im Verlaufe des Einfalls erlittenen Verwundungen zu erhalten. Die Verklagten waren durch einen Anwalt vertreten, der ohne weiteres die Rechtswidrigkeit des Jameson- Zuges zugab, dem Kläger aber das Recht auf Schadenersatz bestritt, da er sich durch feint „Teilnahme an einer gesetzwidrigen Handlung" selbst zum Mitschuldigen gemacht habe. Der Anwalt kam aber mit diesem Einwand schlecht an. Die Richter gaben ihre Entscheidung dahin ab, daß der Kläger durch Rhodes und Jameson über die Rechtswidrigkeit des Zuges irregeführt und durch falsche Vorspiegelungen zur Teilnahme veranlaßt sei; sie hatten ihn glauben gemacht, daß der Zug zum Schutze englischer Frauen und Kinder unternommen werde, während er ein völkerrechtswidriger Einfall in das Gebiet einer befreundeten Macht gewesen sei. Außerdem sei es aber Unrecht von den Angeklagten, de« Kläger seiner Rechte berauben zu wollen unter Berufung auf ihre eigene Gesetzwidrigkeit. So wurden die beide» Angeklagten zur Ersatzpflicht verurteilt, die Höhe des Schadenersatzes aber noch einer späteren Entscheidung Vorbehalten. Rußland. Als feststehend gilt nunmehr, daß die Mächte bei der Abrüstungskonferenz im Haag durch Sonderdelegierte von hohem Range vertreten sein werden, wodurch die Versammlung den Charakter eines Kongresses erhalten wird. Von Herrn von Staal als Vertreter Rußlands abgesehen, scheint aber noch von keiner Seite eine enbgiltige Ernennung erfolgt zu fein, was sich schon daraus erklärt, daß den Kabinetten die förmlichen Einladungen noch nicht zugegangen sind. Als Delegierter Deutschlands wurde zwar bisher der Botschafter in Konstantinopel, Herr v. Marschall, genannt, doch sprechen neuere Berichte auch von dem Botschafter v. Bülow und von dem Fürsten Herbert Bismarck. Uebrigens wird die Angabe, daß Italien gegen die Unterstützung der italienischen Politik in China der Vertretung des Vatikans auf der Abrüstungskonferenz zustimme, neuerdings auch von vatikanischer Seite entschieden bestritte». Die Beteiligung des Vatikans stehe überhaupt nicht mehr auf der Tagesordnung. Fokales und UrovinsieUes. Gießen, den 25. März 1899. •• Militärdieustuachricht. Wemher, Generalleutnant und Generaladjutant Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs zum General der Kavallerie befördert. •e MUitarpersonaluachrichten. Kadetten-Verteilung 1899. Infanterieregiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116: Portepeeunteroffizier v. Kutzleben als Leutnant, 3. Großh. Infanterieregiment (Leibregiment- Nr. 117: Kadett Arndt als charakt. Fähnrich, 4. Großh. Infanterieregiment (Prinz Karl) Nr. 118: Portepee- Unteroffizier Gabriel als Leutnant, 5. Großh. Infanterieregiment Nr. 168: Kadett v. Meien als charakt. Fähnrich, Großh. Feldartillerie-Regiment Nr. 25 (Großh. Artillerie- ksrps): Portepeeunteroffizier Wagner als Leutnant. ** Die Bahnsteigsperre auf den hessischen Strecken des Direktionsbezirks Mainz wird nicht am 1. Mai, sondern «m 1. Oktober d. I. eingeführt. ** Theater. Die Theatersaison hat mit der gestrigen Benefizvorstellung für Herrn Franz Merker, der sich zu seinem Ehrenabend das Ludwig Fuldasche Lustspiel „Jugendfreunde" ausgewählt hatte, ihren Abschluß gefunden. Wir gehen wohl nicht fehl, wenn wir die verflossene Spielzeit als eine sowohl für das Publikum, für die rührige Direktion und das seinem Berufe sich freudig hingebende Personal höchst befriedigende und vielverheißend für die künftige Gestaltung unserer Theaterverhältnisse bezeichnen. Dem Wollen, daß die Direktion, der seine Aufgaben richtig erfassende Theaterverein und in gewohnter opferwilliger Weise der Stadtvorstand betätigten, entsprach das Können: eine stattliche Anzahl guter und bester Bühnendichtungen zu bieten. Die Darbietungen ergötzte das Publikum, das seinen Dank für das Gebotene in den durchschnittlich gut besuchten Vorstellungen durch Beifallskundgebungen abstattete. — Die gestrige Vorstellung war sehr gut besucht; die mannigfachen Ehrungen, die dem Benefizianten zuteil wurden, bewiesen, daß Herr ■ Merker sich während der verflossenen Spielzeit die Gunst des Publikums erworben. Die Besetzung der Rollen war (mit Ausnahme der Amalie Siebert, welche diesmal Frl. Antonie Rux an Stelle von Frl. Schloß übernommen) dieselbe wie bei der Theatervereinsvorstellung. ** Gießener Braunstein-Bergwerk. Mit dem 1. April 1899 geht das Gießener Braunsteinbergwerk wieder in den Besitz einer Gewerkschaft über, nachdem bereits seit 1. Ja- I Muar d. I. der Betrieb auf Rechnung derselben erfolgt. I Nachdem der Eigentümer Herr Fernie, in dessen Besitz I schließlich alle gewerkschaftlichen Anteile der früheren Ge- I werkschaft vereinigt waren, sich entschloffen hatte, einer Ver- I gesellschaftung zuzustimmen, wurde von einer Gruppe rhei- I nischer Industrieller zunächst die Form der Aktiengesellschaft I gewählt, nach deren Bildung indessen alsbald drei namhafte I Montanbesitzer des Rheinlandes, die Herren Dr. Heinrich I Pfahl in Bonn, Generaldirektor Roetzelin Engelskirchen I und Lorenz Wiebels in Düsseldorf mit der Absicht vor« I traten, in die Rechte und Pflichten der Aktiengesellschaft ein- I zutreten und in der dem Bergwesen kongenialeren Form der I Gewerkschaft die Gruben unter Beteiligung einiger Mit- I glieder der Aktiengesellschaft, zu übernehmen. Die bezüg- I lichen Umwandlungsakte haben nunmehr stattgefunden und I die neue Gewerkschaft „Gießener Braunsteinbergwerke vor- I «als Fernie in Gießen" wird in Kürze mit ihren Obligationen und Kuxen hervortreten. Die Finanzierung hat hinsichtlich der erstgenannten Werte das Bankhaus Salomon Oppenheim jun. u. Cie. in Köln übernommen, welches noch I bekannt geben wird, welches Bankhaus am hiesigen Platze mit Zahlung der Koupons und ausgelosten Stücke betraut «erden wird, das im Grubenvorstande durch Herrn Bergrat I Othberg in Eschweileraue vertreten ist. Im übrigen ge- I hören dem Grubenvorstande an die Herren Dr. Heinrich I Pfahl in Bonn a. Nh. und Rechtsanwalt W. Grünewald I in Gießen. Der Betrieb, die Stellung der Beamten, ins- I besondere des leitenden Direktors Herrn Pascoe, die Ver- I hältnisse der Belegschaft und das Kassenwesen bleiben auch I unter der neuen Eigentümerin bestehen; Neuerungen hin- I sichtlich der Art und des Umfangs der Förderung sollen I nur allmählich eingeführt werden. Im wesentlichen werden voraussichtlich neue Betriebe nach Klein Linden zu und Auf- I schlüsse im Leihgesterner Gemeindewalde stattfinden. Für »nsere Gegend ist es von Interesse, daß dieser weltbekannte, I wertvolle Besitz nunmehr in deutsche Hände übergegangen ist. Wünschen wir dem Werke gutes Gedeihen! •• lieber Benoit Ahlers Affentheater, das demnächst auch I hier eine Reihe von Vorstellungen geben wird, berichtet ein Kasseler Blatt, wie folgt: Benoit Ahlers Affen- I theater eröffnete gestern im „Königstädter Theater" hier einen kurzen Cyklus von Vorstellungen mit zwei sehr gut I besetzten Eröffnungsvorstellungen, die einen großen Beifall errangen. Das gebotene Programm enthielt wirklich ganz brillante Nummern, die auch im einzelnen, wie im Ensemble I sich einen durchschlagenden Erfolg sicherten. „Das afrikanische Gastmahl" von 6 Affen; der schwarze Riesen-Drillaffe „Nelson" als Seilkünstler; der Seidenaffe „Jesko" als I Trapezkünstler und Parterre-Akrobat; die Promenade der Madame „Pompadour"; die verunglückte -Ausfahrt des Fräulein „Catalani" und des Herrn Schulze (4 Affen und 2 Hunde); „Ein Abendessen mit Hindernissen" oder „Katze, I Hund und Affe"; die „Ponny-Stute Bella" mit den beiden Naffe-Jagdhunden „Lady und Diana"; „Mimi", das reizende Chili-Apportierpferdchen; die großartige Hunde-Meute; die I -Hetzjagd" u. s. w., das alles waren Nummern, die ganz I vorzüglich wirkten. Ferner sei noch der auf der Bühne hierbei herrschenden peinlichen Akurateffe und der prompten Exaktheit gedacht, welches beides viel dazu beitrug, dem I Ganzen einen höchst gediegenen Anstrich zu verleihen. Der Besuch des Affentheaters kann deshalb nur empfohlen «erden. Bieberthalbahu. Mit dem 1. April tritt der I Sommerfahrplan der Bieberthalbahn in Kraft. Wir werden denselben in einer der nächsten Nummern ver- I öffentlichen. Vorläufig teilen wir mit, daß für Schüler und Schülerinnen Zeitfahrkarten mit einmonatlicher Giltigkeit für die 3. Wagenklaffe, ferner wie bisher Arbeiter- I Wochenkarten, Kilometerhefte für 100, 500 und 1000 Kilometer mit bedeutender Fahrpreis-Ermäßigung, sowie zwischen ben Endstationen Gießen und Bieber Sonntagsfahrkarten ansgegeben werden. *• Der starke Kälterückfall der letzte» Tage kommt, nachdem man den diesjährigen milden Winter schon gänzlich ab- gelhau glaubte, ganz überraschend. Die Temperatur, die I Aus Ser Zeit für die Zett. Vor 156 Jahren, am 26. März 1743, wurde zu Ober Sontheim in Schwaben der Dichter Christian Friede. Daniel Schubart geboren. Seinen Tyrannenhaß büßte er mit zehnjähriger Haft auf dem Hohenasperg. In einfachen und ergreifenden Worten schildert er sein traurig Los in dem Lied „Der Gefangene". Die glühendste Freiheitsliebe aber atmet sein Gedicht „Die Fürstengruft". Schubart machte seinerzeit durch seine Gedichte, wie durch sein Schicksal bei mächtigsten Eindruck auf das jugendliche Gemüt Schillers. Er starb am 10. Oktober 1791 in Stuttgart. Vor 97 Jahren, am 27. März 1802, entschloß sich das englische Kabinett zu dem ungünstigen Frieden vonAmiens nachdem sich die Engländer überzeugt hatten, daß die bntiify Armee nicht imstande war, die kriegskundigen Franzosen im Nillande zu überwinden. In diesem Frieden verspräche» die Engländer, die den Franzosen entrissene Insel Mall« zurückzugeben, und willigten ein, daß Egypten und die Republik der ionischen Inseln wieder unter die Oberhen- schäft der Pforte zurückkehrte. [ oft schon ganz ftühlingsmäßig «ar, sinkt infolge der durch I die Schneedecke begünstigten Ausstrahlung auf einen für I diese Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Punkt hinab. Man I ist rasch bei der Hand, dergleichen absonderliche Witterungs- I Verhältnisse als noch nie dagewesen hinzustellen, doch be- I merken wir, daß solche Kälterückfälle und starken Schneefälle, I wie sie in diesen Tagen eingetreten find, in der zweiten I Hälfte des März nicht gerade zu den Seltenheiten gehören. I Im Jahre 1891 hatten wir eine vom 20. März bis I 5. April dauernde Periode kalten, schnecreichen Wetters, I und im Jahre 1888 sank das Thermometer am 16. Mürz I noch bis —12,4 Grad, und die Schneedecke erreichte in den I Tagen vom 20. bis 22 März die Höhe von 25 Centi- I meter. Im scharfen Gegensatz hierzu stand der März 1896, I wo in der Zeit vom 19. bis 26. das Thermometer mittags I fast stets auf 19 bis 20 Grad stieg, so daß die Temperatur I oft 13 bis 14 Grad über der normalen lag. Es sei be- j merkt, daß Falb, auf den so viele schwören, für die Zeit I vom 19. bis 23. März steigende Temperatur mit zu- I nehmendem Regen, der bann in ausgebreitete Schneefälle I übergeht, vvrausgesagt hat, während darauf die Temperatur I sehr stark steigen soll. •* Zur Weiusteuer. Man schreibt uns: Eine Reihe I von Zeitungen, darunter auch der „Gießener Anzeiger" haben in den letzten Tagen einen gleichlautenden Artikel mit der Ueberschrift „Neue Apfel- und Beerenweinsteuer in Heffen" gebracht, in dem darauf hingewiesen wird, im Finanzausschuß der 2. Kammer sei der Antrag gestellt worden, daß auch der Apfel- und Beerenwein derselben Steuer unterliegen solle, wie der Wein. Im Anschluß hieran wird bereits der Schaden berechnet, den eine derartige Steuer unserer obstbautreibenden Landwirtschaft und ! den vielen ärmeren Familien, die sich mit der Zucht und Ernte von Erd-, Stachel-, Johannes- und Heidelbeeren abgeben, zufügen müffe. Vollständig verschwiegen aber wird in d em ganzen Artikel, daß sich die Regierung im Ausschuß von vornherein gegen jede Besteuerung von Apfel- und Beerenwein ausgesprochen hat. Warum man diesen zur Beurteilung der ganzen Angelegenheit doch recht wichtigen Um- I stand in dem sonst recht ausführlichen Aufsatz nicht mit I einem Worte erwähnt hat, wollen wir nicht näher unter- I suchen; es genügt uns, die Thatsache festgestellt und damit I zur Vervollständigung jenes Artikels beigetragen zu haben. I ** Wetterbericht. Die Luftdruckverteilung ist sehr un- I regelmäßig. Der Westen des Erdteils ist von hohem Druck I bedeckt, während über der größeren Osthälfte niederer I Barometerstand herrscht. Daselbst sind drei Depressions- I Zentren vorhanden. Ein ziemlich tiefes liegt über dem I Mittelmeerbecken, ein zweites gleich tiefes an der unteren I Donau, endlich lagert ein drittes über der Ostsee. Auch I sonst sind zahlreiche Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Bei I dieser Luftdruckverteilung wird die Wetterlage zunächst noch I keinen beständigen Charakter annehmen. — Voraussicht- I liche Witterung: Wechselnde Bewölkung mit stellen- I weisen Niederschlägen. Allgemein kühl. ** Drucksehler-Berichtigung. In dem gestrigen Bericht I über die Stadtverordneten-Versammlung ist zu berichtigen, I daß für einen Ehrenpreis zu dem hier stattfindenden Gautag I des Gaues 9 des Deutschen Radfahrerbundes fünfzig Mark I und nicht 250 Mk. bewilligt wurden. §§ Kaulstoß (Kreis Schotten), 22. März. Ein be- I bäuerliches Unglück ereignete sich hier gestern nachmittag. I Der Landwirt und Gastwirt (auch Beigeordneter) Johann I Hergert fuhr in den Walddistrikt Mühlberg zwischen I Breungeshain und Sichenhausen, um Holz zu holen. Auf I dem Heimweg wollte derselbe den Wagen verlassen, um zu I bremsen, wobei er wahrscheinlich in den Zügeln oder sonst I etwas hängen blieb, und deshalb nicht zum Bremsen kam; I die Pferde gingen durch und schleiften den Mann eine I lange Strecke mit. Er wurde mit gebrochenen Armen auf- I gefunden, das linke Ohr und Kinnbacken waren durch das Schleifen fast abgerissen. Der schwer Verletzte steht am I Ende der 40er Jahre und ist Familienvater. Die Pferde I wurden in unserem Orte aufgegriffen, der Wagen war I vollständig zerbrochen. §§ Vom oberen Vogelsberg, 23. März. Zur weiteren Förderung der Gründung einer Molkerei-Genossen- I schäft für die Orte Grebenhain, Crainfeld, Bermuthshain, I Altenschlirf, Nieder-Moos, Ober-Moos, Gunzenau, Schlechten- I wegen, Steinfurt, Bürgermeisterei Zahmen, Bannerod und I Metzlos sind von dem Verbandsdirektor der hessischen land- I wirtschaftlichen Genossenschaften, Herrn Kreisrat Haas zu Offenbach am Main auf Wunsch einiger Bürgermeister in I jedem der genannten Orte Listen aufgelegt worden, worin I diejenigen Landwirte sich einzeichnen sollen, welche die Gründung wünschen und der Genossenschaft als Mitglieder I beizutreten gedenken. Weiter ist beabsichtigt, die Landwirte, I welche in dieser Form vorläufig ihre Zustimmung erklärt I haben, zu einer Versammlung einzuladen, um nach Be- I sprechung über das geplante Unternehmen zur Gründung I einer Molkereigenoffenschaft, Beratung und Festsetzung der I Statuten zu schreiten. §§ Grebenhain, 23. März, lieber den kürzlich in den I Zeitungen mitgeteilten Einbruchsdiebstahl-Versuch in dem I Bureau der Postagentur zu Freiensteinau ist folgendes I nachzutragen: die von der hiesigen Gendarmerie als der I That dringend verdächtig bei Crainfeld verhaftete Persönlich- I feit ist aus Ilbeshausen gebürtig und seither als Schneider I in Frankfurt a. M. thätig gewesen. Der Verhaftete soll I vor einigen Jahren an dem Einbruch im Bahnhof zu Gedern und an einem Uhrendiebstahl in Schotten beteiligt I gewesen sein und infolgedessen eine Zuchthausstrafe von I etwa 5 Jahren verbüßt haben. Friedberg, 23. März. Das hiesige Schullehrer- I Seminar war im verflossenen Schuljahre von 96 Zög« I lingen besucht, wovon 90 der evangelischen und 6 der | Vermischtes. • Die dem Reichstage zugegangene Novelle M Gewerbeordnung enthält auch verschiedene Bestimmungen üb« die Handlungsgehilfen und -Lehrlinge. In keinem andere» Berufszweige findet man allerdings noch so erhebliche Uebeb stände, als bei den angestellten Kaufleuten. Die oftmal» übermäßig lange Arbeitszeit muß die Gesundheit schädigen, die so notwendige Fortbildung der jungen Kaufleute wir» nicht selten unmöglich gemacht, und von einem Familie»' leben kann in vielen Fällen nicht die Rede sein, weil ba» Familienhaupt abends nach 10 Uhr erst aus dem Gesches kommt. Die größten Mißstände herrschen jedoch im faul' männischen Lehrlingswesen. Die Anforderungen an de jungen Kaufmann werden immer größer, und trotzde widmen sich jährlich eine große Anzahl junger Leute nn ungenügender Vorbildung dem kaufmännischen Beruf. Ujw wird zuweilen auch kaufmännischer Ausbildung im GeMN nicht die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet. Welche V ' fahr liegt aber bei dem harten Konkurrenzkampf besonder- I katholischen Konfession angehörten. Darunter waren Svk» I von Landwirten 43, von Lehrern 16, von Handel- und G I «erbetreibenden 33, von Beamten 4; aus Städten mit üb' I 10,000 Einwohner 8, aus Städten mit 2000—10,000 K? wohnern 18, aus Orten mit weniger als 2000 Einwohner | 70; vorbereitet in Präparanden Anstalten 68, von Lehrern 5 I in Realschulen 19, in Gymnasien 2, in anderen Sebra»' I stalten 2. Aus der Provinz Oberhessen sind 77, Starke,' I bürg 12, Rheinhessen 2, dem Königreich Preußen 5- Anfang des Schuljahres standen int 16. Lebensjahre 4 j» I 17. 27, im 18. 35, im 19. 20, im 20. 6, über 20 I alt 4. Die Aufnahmeprüfung beginnt Montag, 27. Mn ** Die Mainkanalifiernug. Die „Franks. Ztg." kah( I gemeldet, daß der Fortsetzung der Mainkanalisierunz I von Preußen Schwierigkeiten bereitet toürbtn Preußischerseits wolle man die Einrichtung versagen, die ci ermöglichen würde, daß Schiffe von gleicher äußerster Größt mainaufwärts gelangen, wie sie auf der bereits kanalisierten Mainstrecke von Mainz bis Frankfurt verkehren. Cb a sich um eine ernstliche Weigerung oder um ein bloße Maß regel zur Erreichung größerer bayerischer ZugrsAdE handle, bleibe abzuwarten. Auf jeden Fall bedeute b. Haltung Preußens eine erhebliche Verzögerung für btt I<. ordnung der Projektierungsarbeiten. Dieser Meldung tritt I die amtliche „Berl. Korr." entgegen. „Diese Nachricht i* nach jeder Richtung hin unzutreffend. Preußen hat sich aui bundesfreundlichen Rücksichten grundsätzlich bereit erklär!, die Fortsetzung der Mainkanalisierung nach Bayern z» fördern. Auf den Gedanken, die Maße der auf der Strebe Offenbach-Aschaffenburg anzulegenden Schleusen kleiner zi greifen als die der bereits vorhandenen Schleusen, ist nie mand eingefallen. Es erhellt dies am besten daraus, datz in den allgemeinen Vorarbeiten, die preußischerseits für d>? Strecke Offenbach-Hanau bereits ausgeführt sind, für die Schleusen die gleichen Dimensionen zu Grunde gelegt Word» sind, wie für die fünf Schleusen auf der Strecke von ber Rheinmündung bis Frankfurt a. M." L. Mainz, 24. März. Richard Wagners „Tristau und Isolde" ging gestern nach längerer Pause über unsere Bühne. Als Tristan gastierte Herr Kammersänger Heinrich Gudehus vom Dresdener Hoftheater, der durch schone Erscheinung und künstlerisches Spiel ersetzte, was er mit der Zeit an Stimme verloren hat. Die Isolde fang Frl Heb feig Materna und bewältigte diese schwierige Partie in bewunderungswürdiger Weise. Ihr kraftvolles Organ hielt bis zum letzten Augenblicke stand. Schöne Leistungen boten weiter Frl. Hesse (Brangäne), Herr Rünger (Kurnewalll Klaub (König Marke), Seim (Melot). Das Orchester spielte unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Pfeiffer vortrefflich. Herr Direktor Simons als Regisseur, Herr Kapellmeister Pfeiffer, sowie die Solisten mußten wiederholt erscheinen, nnb auch an Lorbeerkränzen fehlte es nicht. — Für nach Ostern, ist wie im vergangenen Jahre, eine Aufführung des Nibelungen rings mit nur hiesigen Kräften in Aussicht genommen. Worms, 24. März. Eine Erfindung' von btttutea- der Tragweite hat Herr Adam Hoch dahier gemacht. Der selbe ist in der Lage, einen Lack in allen Farben her zustellen, der auf Holz, Eisen, Steine, Ziegel, Leder u. s. w aufgetragen werden kann. Selbiger trocknet in jeder Temperatur äußerst rasch, und wurde dem Lack von erste» Fachleuten der Welt eine große Zukunft vorausgesagt, da der Lack weder bet der größten Kälte oder Hitze bricht, noch reißt. Ein jeder Gegenstand, damit angestrichen, wird selbst von kochender Säure nicht angegriffen, und wird damit be« strichenes Holz so hart wie Erz und kann niemals foulen. klei«" u«d Sy*; » Jbj Nest» An die Ast M W fel fr ja ei» g«in vaS zu i Siegreich LÄ-b-r». K'd-g«, fchiedene Wieder »«• Und wie Am bei Hat er Has sei Aus der Thallos Dnb bi( k-englei Manche Doch d< Unb ju Pilger, An ben erlitt e Cer, so l Wit ihr! AüSM W btl MSrz: 18. ltaS, ■H Segln* Deuster h ult Inna Tmille Sei |u llmborf a. d. Ld lagust Riabe, Rauhr terlmann ,n Gieß« M-lMeihc Weber -io »U Äeliatlnt j, Mff ju SUfftnbtrg lu diltbtlfafa. N 6°n5j ■a-F.irZ Ns» W 18. Dl ' tzlae Friederike W ! S ^iannej W, , » Karl 3Rai tlppmm Mn tlbft. IS.rheM J iiÄ ? w J bt Ritbirlnt ßipi Jflfflbet Leoohnd fiert trimaerlbaufm zu M »iS isSS". Mehl Abfahrt von Bieber: An Soun- und Feiertagen. XljdLAl * 4- IJoroillO erhalten billige ■ vl vlllv Drucksachen, fr Mitgliedskarten, Eintrittskarten, ♦K (♦ Zwischen den beiden Endstationen Gießen und Bieber werden an Eonn« Feiertagen, sowie für Extrazüge und Gesellschaftsfahrten Fahrkarten für Hin- Rückfahrt zu ermäßigten Dreisen abgegeben. 4 fr brnen Taglöhner» Adam DlammerShausen zu Wt«,eck. Markukgemeiobe. Den 18. März. Johanne» Pih, Schreiner zu Gießen, und Christine Pruhl, Tochter de» verstorbenen Schäfer» Johanne» Pfuhl zu Niederwalgern. Den 23. März. Heinrich Edmund Xotfd, Privatsekretär zu Gießm, und Katharine L'ppert, Tochter de» Wagner» Georg Lippert zu Raimrod. LukaSgemeinbe. Den 18. März. Dr. Heinrich Jakob Walther, Profesior zu Gießen, und Helene Müller, Tochter de» Hauptmann» Friedrich Müller zu Gießen. Denselben. Karl Mox Tippmann, Gärtner zu Gießen, unb Johanna Diehl, Tochter des Kalkbrenner» Jakob Dtehl zu Gießen Getauft«. MattbäuSgemeivde. Dm 19. März. Dem Fabrik«, beiter Innozenz Krack ein Sohn, Wilhelm Ludwig Franz, geboten den 25 Januar. Markußgemerndr. Den 17. März. Dem Kutscher Gottfried Peter Schmitt ein Soho, Heinrich Wilhelm, geboren bcn 1. März. Den 19. März. Dach längerer Paust 1 HerrKammersüngr Hoftheater, der L !Spiel ersetzte,Ws it. Die Isolde s^< te diese schtvich b . Ihr krastvckl^' ; taub. Schönes it), Herr tei'ta (Melot). Ww lellmeistersftsilM' Regiffeur jm W ußten tvitÄhvlr tWt : es nicht.-KE n in Huifät F ßrfinbung M Hoch dahier A h aUrrr Farffi Stme, Kegel, W1 Selbiger trotfnü ii ib wurde dem Äck v: -oße ßufunfi vorautz^ 'n Salti oder Hiße 6rii damit angestrichen, wn: gegriffen, mbmbt: yfr kann it ftr WN en Tyr-mE "ngenbli*®*-' ”91 in @“lllQd’ te. *5^ > versch'^^M^ 'LehrlE^ ' i”« sten * 6£o Sonn. 600 Bonn. 780 e 600 e 9" , 8io , 1230 Nach«. 105» Nach». 300 125 400 ’ 400 620 6» , 9*0 Mskrankenkafle Girßen. Unsere Geschäfts- uud Kassen-Lokale befinden sich Dienstag den 4. April d. 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Mrz 1894 » iringtn. 8 7>chchend dir VW Ixbtittm Aus Grund btt eat der Sunbeftrit Besiimmunge und fjgenblli In Ziegeleien, bältttlmm und jug zur Gewinn, einlchließl V Die »>'« ft i»oa fi" 34ib'ri9‘ fit ttn 0rti6 6i itin-HtUtn (Ä beschäf 8uf Grund des der Ärt. 3 lebtet wlljtjllit StauW barefseud, wird unter ^rnebmiguna Gtohhei Zvsth Dom 7. Wrz 1 verordnet wie folgt: . 8 l. Jeder Bef MZiegele!, einerlei .K'oder nicht, wel, ist verpflichtet, d Anfot dienen, Müll getrieben btidjl tlnt !&•*». bl.Sn Ä «rdeckt fein; F 38 letzteres nich Ä“" Mr, I W