'N Nr. 49 Drittes Blatt. Sonntag den 26. Februar 1899 für die Gesamtstärke maßgebend, daß vom 14. 15. Armeekorps sich 40 Bataillone auf dem hohen Etat befinden, sämtliche Batterien dieser beiden und % der de- 13. Korps mittleren oder hohen Etat haben und sogar bei der Kavallerie, die diesmal 32 Eskadrons mehr als im Vorjahre zählt, 40 Eskadrons hohen Etats sind. Es wird daher wieder eine ganz imposante Truppenmacht an bat Kaisermanövern teilnehmen. Zu bemerken ist endlich noch, daß die Feldartillerie sich noch in der alten Einteilung befinden wird; doch ist anzunehmen, daß sie durchweg den Divisionen zugeteilt sein und keine Korpsartillerie mehr gebildet werden wird. ______________________ Ausland. Prag, 24. Februar. Hier traten heute die deutsch- böhmischen Abgeordneten zusammen, um die Forderung der Deutschen festzustellen. Die Formulierung dieser Forderungen soll aber keineswegs als Grundlage irgend welcher Verhandlungen mit der Regierung dienen, sondern ausschließlich für die deutsche Opposition ein Programm und eine Richtschnur bilden. Pans, 24. Februar. In der heutigen Kammersitzung herrschte große Aufregung. Präsident Dechanel verlas einen Bericht des Generalanwalts Bertram, welcher verlangt, Döroulöde wegen der ihm zur Last gelegten Strafthaten z» verfolgen. Er weist darauf hin, daß Deroulöde unter den Artikel 25 des Gesetzes von 1893 über die Presse falle. Die Verlesung des Berichtes wurde mit großer Aufmerksamkeit vom Hause angehört. Der Nationalist Castelin beantragte die vorläufige Freilassung Deroulödes, welcher Antrag mit ironischem Gelächter ausgenommen wurde. Schließlich wurde auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Dupuy ein Ausschuß von 11 Mitgliedern gewählt, um den Antrag betreffs der Verfolgung Doroulödes zu beraten. Die 11 Mitglieder sind sämtlich für eine Verfolgung. Der Ausschuß trat sofort zusammen und wird wahrscheinlich heute noch seinen Bericht erstatten, damit sofort die Kammer sich über eine Verfolgung oder Nichtverfolgung Döroulödes schlüssig machen kann. Millevoye, welcher inzwischen wieder frei gelassen worden ist, erschien in der Kammer und wurde von seinen Freunden lebhaft begrüßt. In den Wandelgängen der Kammer erklärte er, er beabsichtige die Regierung sofort über den Vorfall zu interpelliren. Paris, 24. Februar. Döroulöde besteht darauf, daß in dem Untersuchungsprotokoll gegen ihn hervorgehoben wird, er habe beabsichtigt, nach dem Elysee zu ziehen, um die Regierung zu ändern. In seiner Vertheidigung wird er erklären, daß er eine Abänderung des Wahlsystems herbei- führen will und zwar die Wahl eines Präsidenten durch ein Volksreferendum. ________________________ Males und Provinzielles. Gießen, den 25. Februar 1899. • * Vom höheren Lehramt. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 22. Februar den von Seiner Durchlaucht dem Fürsten Bruno zu Isenburg und Büdingen präsentierten Lehramtsaffessor an der höheren Bürgerschule zu^Hungen, Dr. Heinr. Wittekind, zum Lehrer am Gymnasium zu Büdingen, mit Wirkung vom 1. April l. I. an, zu ernennen. • • Vielfachen Anfragen gegenüber können wir mitteilen, daß auch die Gießener Studentenschaft der von Bonn angeregten Frage einer gemeinsamen „Bismarck-Ehrung" mit lebhaftem Jntereffe folgt. Der Ausschuß der Gießener Studentenschaft hat in der Sitzung vom 23. ds. Mts. aus seiner Mitte ein Komitee gewählt, welches die Bewegung in der genannten Angelegenheit während der Osterferien im Auge behalten, mit den Studentenausschüssen anderer Universitäten in Gedankenaustausch treten, und zu Beginn des Sommersemesters dem Ausschuß, bezw. der Studentenschaft, bestimmte Anträge vorlegen soll. Bis dahin werden die Konkurrenzarbeiten deutscher Künstler eingereicht sein, und man wird dann für die eine oder die andere Form sich entscheiden können, die den hiesigen Verhältniffen am besten entspricht. ♦ * Kunstverein. In der Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand hat im Laufe dieser Woche ein Wechsel ber Gemälde stattgefunden. Unter den über hundert ausgestellten Gemälden befindet sich auch, wie wir bereite kurz erwähnten, eine Kollektion von R. Scholz-München. Die vor kurzem der Ausstellung überwiesenen Portraits, ausgeführt von demselben Künstler, verbleiben nur noch IH »Sen ttndhos ' Mag. 5. W, «dtuds. 5'Mtikrlng. ü-, Nutz' untz Qih 'fachen ujw. Jr nil Vogelzucht. “hättet, 'Ser N*. bei günstigem WM« ImMudn, 12 Z°hren 15 ff,. 1 Milchen der 4 vm NeMdtmi: ah) stündlich mittii •m tyM). "decke, mit M Jagdwagev xU W Wt twbflufr iog. Lautnlmcher billigen Pnizu. lgmßauer. will eie en erialienhanrluug Lad. iltf aller -Art, ft [Störungen. foar&t, die k ita« ihsaltee enttaltoi eiem MoskeM* igen, wddfc ®RJ acharias scW i Collegen kann m ä Selle anritben. - m haben sw * theke in le**11 i Nacbl) 1 r Art. he. md franko. -ihanstali Mehener Anzeiger Heneral-Anzeiger Aezugspreis vikrtrljährlich 2 Mark 20 Pjg. «ouaUich 75 Pf-, ■it vringertohn. Bei Poftbezag 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. Ute Aazeigea-BermiMlmzSjkLea btS Ja- und LuSlaudes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eMgegen. Grscheiut täglich arh Ausnahme der Montags. Die Gießener AamtkieuölLtter »erden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Annahme Den Anzeigen zu der nachmittag» Mr bei felgenden Tag erscheinenden Nummer bis vsrm. K) >hr. Amts- und Anzeigeblutt für den 'Kreis Gieren. »Kdaktton, Lxpeditton und Druckerei: Schnkstraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Dietzen. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Gesunde» r 1 Portemonnaie ohne Inhalt, 1 silberner Ring, 1 Taschenmesser, 1 Monogramm, 1 Halstuch, ein Schlüsselbund, 1 Chemisette, 1 Kragen, 1 Milchkanne und Haarbürste. Auf der Eisbahn gefunden im Laufe des Winters: 13 einzelne Handschuhe, 1 Arbeitsbeutel u. 10 Taschentücher. Zugeflogen: 1 Schwan. Gießen, den 25. Februar 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Deutscher Reichstag. 41. Sitzung vom 24. Februar. 1 Uhr. Die Sitzung wird eröffnet durch den Vizepräsidenten Schmidt, und zwar in Anwesenheit des Präsidenten Grafen Hallestrem. Vizepräsident Schmidt kommt auf die gestrige Aeuße- rung des Geueralstaatsanwalts Rüger zurück, daß der Herr Heine die vom „Vorwärts" gebrachten Lügen in die Luft habe flattern lassen. Er, der Vizepräsident, nehme an, daß der Bundesratsbevollmächtigte nicht habe sagen wollen, daß der Abgeordnete wiffentlich und absichtlich die Verbreitung riuer Lüge geduldet habe. Andernfalls müsse er dem Bevollmächtigten bemerken, daß eine solche Aeußerung nicht parlamentarisch sei, und der Ordnung dieses Hauses nicht entspreche. Hieraus übernimmt den Vorsitz Präsident Graf Balle- ftrem. Derselbe bittet, bei den übrigen Titeln nicht auf die Generaldebatte zurückzugreifen. Der Etat müsse am 1. April fertiggestellt sein, und bei der diesjährigen Lage des Osterfestes bedeute der 1. April den 22. März. (Heiterkeit). Nunmehr wird die Beratung des Etats des Reichsjustizamts fortgesetzt beim Titel „Reichsgericht". Der Etat wirft Neuausgaben aus für Errichtung eines neuen siebenten Civilsenats. Abg. Stadthagen (Soz.) beantragt Streichung dieser Mehrforderung. Staatssekretär Nieberding bittet um Bewilligung des siebenten Civilsenats im Hinblick auf die Ucberlaftung des Reichsgerichts. Der Titel wird unverkürzt bewilligt, der Rest des Etats des Reichsjustizamts genehmigt, desgleichen der Etat für den Reichstag. Es folgt der Etat des Reichseisenbahnamts. Abg. Münch-Ferber (natl.) beschwert sich über langsame Güterbeförderung auf gewissen sächsischen Ver- khrsrouten. Direktor im Reichseisenbahnamt Schultz sagt Untersuchung zu. Abg. Pachnicke (frs. Vg.) plaidiert für Reformen im Personentarifwesen, insbesondere im Sinne von Tarifherabsetzungen. Weiter wünscht er Vergünstigungen für Radfahrer und Auskunft über die gegen Häufung von Unfällen getroffenen Maßnahmen. Direktor Schulz entgegnet, in Bezug auf den letzteren Punkt habe der Bundesrat Anordnungen getroffen, welche am 1. Oktober vor. Jrs. in Kraft getreten feien. Die Zahl der Unfälle sei durchaus nicht so groß. Die deutschen Bahnen seien in dieser Beziehung besser, als viele andere »ußerdeutsche Bahnen. Die in Preußen bezüglich des Transports von Radfahrern mit ihren Rädern getroffenen Bestimmungen könnten vorläufig nicht abgeändert werden. Auskunft über den Stand der Tarifreformfrage könne er, Redner, nur mit großer Beschränkung erteilen. Es hätten in dieser Angelegenheit verschiedene Konferenzen stattgefunden, über deren Ergebnisse er jedoch keine Mitteilungen machen könne, da die Sache als streng vertraulich behandelt werden müsse. Jedoch könne er versichern, daß auf allen Seiten -as Bestreben bestehe, zu einer Einigung zu gelangen. Abg. Braesicke (frs. Vp.) Plaidiert für Staffeltarife. Direktor Schulz erwidert, die Frage der Staffeltarife fei eine äußerst bestrittene; der eine nenne sie rationell und nützlich, der andere irrationell und schädlich. Man könne 8 iefe Frage Tagelang diskutieren, ohne daß die differenzierenden Meinungen ausgeglichen würden. Er glaube aber nicht, daß das Haus eine solche Erörterung wünsche. Abg. Stolle (Soz.) verbreitet sich ausführlich über MS Ausbleiben jeder Tarifreform. Namentlich durch die Schuld der preußischen Staatsbahnverwaltung komme man nicht vom Fleck. Die zahlreichen Unglücksfälle auf den Eisenbahnen würden verschuldet durch die Ueberbürbung der Fahrbeamten, durch deren zu lange Arbeitszeit. Geh. Rat v. Misany erwidert, der Abg. Stolle verwechsele Arbeitszeit und Dienstzeit. Wenn erst die neueren Vorschriften durchweg durchgeführt seien, werde von Ueberbürdung keinesfalls mehr die Rede sein können. Abg. Ganip (Rp.) nimmt die preußische Verwaltung gegen die Vorwürfe betr. zu lange Dienstzeit und Verschleppung von Tarifreformen in Schutz. Abg. Möller (nl.) wünscht eine bessere Verkehrsverbindung in der Richtung von Sachsen nach England. Eine Personentarifreform sei nötig; der Tarif müsse möglichst einfach gestaltet werden, unter völliger Aushebung aller Retour- und Rundreisebillets. Abg. Graf Stolberg (kons.) plaidiert für eine Hcrochsetzung der Tarife im Güterverkehr. Abg. Schrader (frs. Vg.) ist überzeugt, daß eine weitere Ermäßigung der Personentarife einen großen Einfluß auch auf die Entwickelung unseres Güterverkehrs haben würde. Eine Ermäßigung der Gütertarife auf große Entfernungen, also Wiedereinführung der Staffeltarife, sei gleichfalls zu empfehlen. Es müsse an dem Gedanken fest- gehalten werden, daß es Sache des Reiches sei, dafür zu sorgen, daß im Eisenbahnwesen im ganzen Reiche möglichst alles gleichmäßig und gut geregelt werde. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) äußert sich lebhaft gegen die Staffeltarife. Abg. Graf Kanitz (kons.) erklärt sich für allgemeine Staffeltarife; diese würde er für ein Glück halten gegenüber dem jetzigen Chaos. Abg. Stolle (Soz.) bezeichnet die Zustände in Sachsen im Polizeiwesen, in der Rechtsprechung und auch die Art, wie die Eisenbahnbeamten dort ausgenutzt werden, als eine Schande für Sachsen. Präsident Graf Ballestrem ruft den Abg. Stolle wegen dieser Bemerkung zur Ordnung. Der Etat des Reichseisenbahnamts wird genehmigt. Morgen 1 Uhr. Fortsetzung der Etats-Beratung. (Schluß 5>/4 Uhr.)___________________ Deutsches Reich. Berlin, 24. Februar, lieber die diesjährigen Kaisermanöver ist die „Tägl. Rundschau" auf Grund zuverlässigster Informationen in der Lage, folgende Mitteilungen zu machen, durch die die Angaben eines süddeutschen Blattes in wesentlichen Punkten richtig gestellt und ergänzt werden. Die Manöver finden nicht in der zweiten, sondern in der ersten Hälfte des September statt und werden voraussichtlich fünf Tage, vom 5. bis 9. September, dauern, lieber ba^ Manövergelände läßt sich etwas Genaueres noch nicht angeben. Im Interesse der möglichst großen Kriegsmäßigkeit werden die Bestimmungen hierüber bis in die letzte Seit hinein geheim gehalten, und alle Vermutungen sind deshalb wertlos. Wie noch wenig bekannt sein durste, wird das 14. Armeekorps am 1. April eine dritte Division stellen die 39. in Kolmar, die in den beiden Brigaden Nr. 82 und 84 die Infanterie-Regimenter Nr. 169 und 170 und die Jäger-Bataillone Nr. 4, 8, 10 und 14 ver- einiat Das Armeekorps wird also beim Kaisermanöver außer der Kavallerie-Division B drei Infanterie-Divisionen Aäblen Auch das 15. Armeekorps vermag für die Mandver- ?eit eine dritte Division aufzustellen, sodaß im ganzen 8 Infanterie- und 2 Kavallerie-Divisionen gegeneinander manöDerieren werden. Wie diese weiterhin gegliedert sein werden, bleibt abzuwarten, lieber die Truppenstärke lassen sich jedoch schon folgende Angaben machen. Das 13. (kgl. Württemberg.) Armeekorps umfaßt 25 Bataillone Infanterie, 20 Eskadrons und 23 fahrende Batterien; das 14. Armee- korvs (Baden) 28 Bataillone Infanterie, 4 Bataillone ">äaer 21 Eskadrons, 21 fahrende und 2 reitende Batterien und die Unteroffizierschule Ettlingen mit 2 Kompagnien; b^ 15 Armeekorps (Elsaß) 34 Bataillone Infanterie, 21 Eskadrons, 18 fahrende und 4 reitende Batterien, hierzu treten von außerhalb 30 Eskadrons und 2 reitende Batterien Danach ergeben sich im ganzen 9P/a Bataillone Infanterie und Jäger, 92 Eskadrons (einschließlich zwei reitende ‘Vager), 70 Batterien (einschließlich 8 reitende) und 4 Pionier-Bataillone, Nr. 13, 14, 15 und 19. liebertrifft bie Qabl der Bataillone und Batterien auch die des Vorjahres (89 Bataillone, 69 Batterien) nur unerheblich, so ist Aus der Zeit fitr die Zeit. Vor 28 Jahren, am 26. Februar 1871, wurde der Präliminarfriede zwischen dem Fürsten Bismarck und Jules Favre mit Zustimmung der französischen Kommiffarien und der süddeutschen Minister, die zu diesem Behufe nach Versailles beschieden waren, abgeschlossen. Frankreich verpflichtete sich zur Abtretung von Elsaß-Lothringen mit Straße bürg und Metz und zur Zahlung von 5 Milliarden Franks Kriegsentschädigung. So endigte der gewaltige Krieg zwischen Frankreich und Deutschland, ein Krieg, wie die Weltgeschichte fast keinen erlebt hat. Vor 120 Jahren, am 27. Februar 1779, starb zu Berlin der Aesthetiker Johann Georg Sulzer. Was die Schweizer Dichter, seine Landsleute, praktisch übten, faßte er theoretisch zusammen, indem er in seiner berühmte« Theorie der schönen Künste die Erweckung sittlicher Gefühle als Endzweck hinstellte und folglich die Klopstocksche Poesie, welche Moral mit Schönheit anstrebte, als die einzig wahre pries, wenn er schon andererseits der französischen Verstandes- Poesie ebenfalls ihr Recht einräumte. Er wurde am 5. Oktober 1720 zu Winterthur geboren. einige Tage in der Ausstellung, worauf wir nochmals ganz besonders aufmerksam machen wollen. ** 17. Derbandsschießen des Badischen Laudesschützeu- Vereins, des Pfälzischen und Mittelrheinischen Schnheubnndes auch hier reichen Beifall fand. Die Darstellung war eine gute. Herr Rollet war in der Titelrolle, abgesehen von einigen Dialektfehlern, vortrefflich. Besonders gut gelang ihm der schwierige letzte Akt. Gegen seine Leistung fiel die des Frl. Lilia als Hanne merklich ab, doch war auch ihre Leistung eine im großen Ganzen gute. Die übrigen Nollen geben zu besonderem Hervortreten keinen Anlaß, doch thateu sämtliche Mitwirkende ihr Bestes zum Gelingen der Auf. führung. Gestern fand zum Benefiz für den ersten Kapellmeister Emil Steinbach eine vortreffliche Aufführung von Richard Wagners „Siegfried" statt. Besonders Herr Costa als Siegfried bot eine großartige Leistung, doch auch der Mime des Herrn Nowack verdient das Prädikat vortrefflich. Die übrigen Rollen waren mit den Damen von Dierkes, Hesse und Wenger, sowie den Herren Rünger, Seim und Jslaus gut besetzt. Herr Oberregisseur Aglitzky hatte das Werk glanzvoll inszeniert. — Die nächste Woche bringt als Benefiz für Frl. Hesse „Lohengrin" und als Benefiz für Herrn Krämer „Zirkusleute" sowie Samstag das erste Gastspiel der Soubrette Emma Frühling in „Der jüngste Leutnant". •* Kinderfest. Zur Ergänzung unseres gestrigen Referates gestatten wir uns, heute noch zuzufügen, daß die I junge Dame, welche durch ihr schönes Biolinspiel berechtigtes Aufsehen erregte, eine Schülerin des Herrn Franz I Bauer ist. •• Polizeibericht. Ein an der Dampfbaggerei von I Weimer beschäftigter Arbeiter stellte sich gestern nachmittag I auf den letzten Wagen eines von der Lahn aus die Böschung hinaufgehenden Kieszuges. Plötzlich lösten sich mehrere Wagen vom Zuge los, rollten rückwärts, und stürzten, mit denselben auch der Arbeiter, in die Lahn. Der Arbeiter ertrank. Die Leiche wurde heute morgen geländet. ** Patente- und Gebrauchsmuster-Eintragungen von im Großherzogtum Hessen lebenden Erfindern. Patent-Anmeldungen. Filter aus geriefelten Metallscheiben, Jakob Krug, Worms, 9. 6. 98. Bogenlampe mit winklig gestellten I Kohlenpaaren, Alexander Stuttmann, Rüsselsheim, 18. 5. 98. Formverfahren, Heinrich Fischer, Glashütten bei Gedern, 28.9.98. — Patent-Erteilungen. Schutzvorrichtung für Straßenbahnwagen, H. Kraft, Darmstadt, Rheinstraße 28, 25. 6. 98. Leitende Schienenverbindung für elektrischen Bahnbetrieb, A. Reger, Darmstadt, Pallaswiesenstraße, 3. 12. 97. Flaschenspülmaschine, E. Kirschner, Darmstadt, Mühlstraße 42, 22. 6. 97. Schleifscheibe mit selbstthätiger Staubbeseitigung, Zus. z. Pat. 90107, F. Schmaltz, Offenbach a. M., 8. 12. 96. — Gebrauchsmuster-Ein- tragungen. Acetylen -Entwickler mit mehreren nebeneinander angeordneten Carbidkammern, welche einzeln durch Herausziehen eines Verschlußstiftes für die Klappen entleert werden, Rudolf Welkoborsky, Gießen, 31. 10. 98. Antriebsvorrichtung für Acetylengaserzeuger mit rotierenden Vorratskammern aus einem Sperrgetriebe und doppelt regulier- । barem Kontregewicht, F. Hartmann, Stockheim, 1. 11. 98. Porte-Tresor in Verbindung mit wechselseitig von oben oder unten zu öffnenden Taschen, D. Heymann, Offenbach a. M., 10. 11. 98. Porte-Tresor aus einem Stück in Verbindung mit einem kastenartigen Behälter, Derselbe, 14. 10. 98. Wechselseitig zu öffnendes Porte-Tresor, wobei durch das I Oeffnen einer Seite gleichzeitig der andere Teil geschlossen I wird, Derselbe, 14. 10. 98. Geldtasche mit derartig gebrochenem Boden, daß solcher eine verbogene Banknoten-, I Karten- oder dergl. Tasche enthält und in geöffnetem Zu- stände gleichzeitig zur Vergrößerung des Geldbehälters dient, I Derselbe, 30. 9. 98. Geldtasche, deren Ueberschlag derartig ansgeführt ist, daß seine rückseitige Verlängerung als Ueber- I schlag einer unsichtbar angebrachten Extra-Tasche dient, Der- I selbe, 30. 9. 98. — Umschreibungen. Notierender I Brennofen für Erd- und Mineralfarben, Cement, Gips rc., I Christoph Hendorf, Mainz. — Verlängerung der I Schutzfrist. Farbwerk für Schnellpressen rc.. Schnell- I pressensabrik Worms Ehrenhardt u. Gramm, Worms, 3. I 12. 95, 23. 11. 98. •• Ju der heutigen Sitzung des Kreiöausschuffes wurde I dem von dem Stadtverordneten Krumm erhobenen Ein- I wände dagegen, daß bei der letzten Stadtverordnetenwahl I 117 Stimmen zu Unrecht als nicht auf ihn gefallen be- I zeichnet worden, stattgegeben. Sonach ist Herr Krumm I auf 6 Jahre, Herr Architekt Huhn auf 3 Jahre als I Stadtverordneter gewählt. G. Darmstadt, 25. Februar, 12 Uhr 30 Min. (Telephon- I Meldung.) Die Erste Kammer der Stände, welche I heute morgen zu einer kurzen Sitzung zusammentrat, nahm den Gesetzentwurf, betreffend die Einführung des | Notariats in Hessen, debattenlos an, ebenso den! Gesetzentwurf, betreffend die Anlegung des Grund- I buch es, und bewilligte die Mittel zur Ausstattung für I die physikalischen Institute an der Landes- I Universität. Hierauf vertagte sich die Kammer auf un- I bestimmte Zeit. — Die Zweite Kammer wird am I 13. März dss. Js. zu einer längeren Tagung zusammen- I treten. Mainz, 24. Februar. Mainzer Theaterbrief. Gerhart Hauptmanns „Fuhrmann Henschel" wurde ver- I stoffenen Sonntag hier zum ersten Male aufgeführt. Da das Stück in diesem Blatte bereits eingehend besprochen I wurde, bleibt mir nichts übrig als zu bestätigen, daß cs I । mann Henschel, nachdem ihm sein redliches Weib gestorben ist, das Unglück kommt, die Unehre und die Zerrüttung, in Gestalt einer liederlichen Magd, die er sich neu zum Weibe setzt, und an der er zu Grunde geht. Mit außerordentlicher Knappheit und Schlagkraft und mit einer wunderbaren Fülle scharf und tief erschauter Menschen hat Gerhart । Hauptmann dieses sein neues Dichtwerk gebaut. Den Erfolg, den er gefunden, hat er verdient. Von der Darstellung aber sei mit lauter Stimme gesagt, daß sie geradezu über jedes Lob erhaben war. Sie war nicht blos in den Hauptrollen, sie war bis in die kleinste Nebenrolle sorgfältig ausgeschliffen, und über dem ganzen ruhte Leben atmend und einheitlich jener starke und würzige Geisteshauch, den nur die Gegenwart und Mitarbeit des Dichters erzeugt. •* Stadttheater. Am Montag abend geht als 15. Volksvorstellung das vieraktige Volksstück von Karlweis „Das grobe Hemd" über die Bühne. " Ortsgewerbevereiu. Für die dem Bezirksverband Gießen angehörenden Gewerbevereine findet Sonntag den 26. Februar, nachmittags 4 Uhr, in den oberen Räumen der Restauration Fcidel ein Vortrag des Herrn Oberrechnungsprobators Engelbach statt, in welchem derselbe nähere Erläuterungen und Auskünfte über die für Mitglieder des Landesgewerbevereins ins Leben getretene Sterbekasse geben wird. Bei dem großen Interesse, welches dieser Sterbekaffe in Handwerkerkreisen entgegengebracht wird (dieselbe zählt bereits nahezu.1000 Mitglieder), dürfte auch dieser Vortrag mit großem Interesse ausgenommen werden, und wollten wir nicht verfehlen, auch an dieser Stelle alle Interessenten auf denselben aufmerksam zu machen. Ht. vom 2. bis 9. Juli zu Gießen. Unter dem Vorsitze des Herrn Oberbürgermeisters Gnauth tagte am 20. d. Mts. in Steins Garten der Festausschuß gemeinschaftlich mit dem Geschäftsführenden Ausschüsse zur endgültigen Feststellung des Haushaltungsplanes für das Fest. Der Voranschlag war nach genauen Berechnungen seitens der Einzelausschüsse von dem Geschäftsführenden Ausschüsse aufgestellt, und gleicht in Einnahme und Ausgabe mit einer Summe von 99719 Mk. aus. Auf Ersuchen des Herrn Vorsitzenden erläuterte Herr Fr. Helm, Vorsitzender des Geschäftsführenden Ausschusses, die einzelnen Positionen des Voranschlags, und war aus diesen Ausführungen zu entnehmen, daß man einenteils die Einnahmen möglichst niedrig veranschlagt, andernteils aber die Ausgaben in reichlicher Höhe vorgesehen, so daß die Bilanzierung auf durchaus vorsichtiger, gewissenhafter Grundlage beruht. Der Voranschlag fand darum auch einstimmige Genehmigung, und werden die Ergebnisse des Festes sicherlich demselben entsprechen, wenn irgend der Himmel kein allzu ungünstiges Gesicht macht. — Im Anschlüsse an diese Versammlung des Fest- und Geschäftsführenden Ausschusses fand sich am Freitag, dem 24. dss. Mts., abends im Hotel Einhorn der Gesamt- । ausschuß des Festes zu einer Sitzung zusammen. Dieselbe war sehr zahlreich besucht, und nahm auch hier Herr Fr. Helm als Vorsitzender Veranlassung den Voranschlag eingehend zu erötern. Seine Ausführungen hierüber fanden allseitigen Beifall. Herr Helm berichtete weiter, daß in Kürze mit den Bauausführungen auf dem Festplatze begonnen wird. Die Herstellung des Schießplatzes ist bereits in Angriff genommen. Der Bau-Ausschuß hatte auch an diesem Abend seine Pläne zur Ausstellung gebracht; die Schönheit und Zweckmäßigkeit derselben fand lobende Zustimmung, I und dankbare Anerkennung. Im ferneren Verlaufe des I Abends wurde das Festprogramm in seinen allgemeinen Zügen I erörtert, und dazu manche dankenswerte Anregungen aus der Versammlung gegeben, die bei der demnächstigen end- I gültigen Feststellung in gute Berücksichtigung gezogen werden I sollen. Die Abhaltung dieser Gesamtausschuß-Sitzungen I sollen dazu dienen, jedes Mitglied eines Ausschusses auf I dem Laufenden in den Festangelegenheiten zu erhalten und I demselben Gelegenheit zu geben, seine Ansichten und Vor- I schlage der Gesamtleitung zur Nutzbarmachung vorbringen zu können. _m. P. Stadttheater. Unser Theater war gestern wieder I einmal nahezu ausverkauft, und diese erfreuliche Thatsache ist jedenfalls dem Charakterdarsteller und Regisseur, Herrn Liebscher, zu verdanken, der sein Benefiz feierte. Schon im vorigen Jahre hat sich dieser fleißige und äußerst ver- I wendbare Künstler die Gunst der Theaterfreunde erworben I und sich in derselben durch so manche treffliche Leistung in diesem Winter noch befestigt. Herr Liebscher wählte sich für seinen Ehrentag ein Schauspiel von Ganghofer und Brociner I aus. „Die Hochzeit von Valeni" betitelt und setzte dasselbe selbst in geschicktester Weise in Scene. Das interessante Stück erweckt die Vermutung, daß es nach einem Roman gearbeitet sei; "es ist reich, ja überreich an Begeben- I heiten und erhält den Zuschauer in beständiger Spannung. I Die im ersten Akt gebotene Exposition ist vorzüglich, die I Lösung im vierten Akte dagegen etwas verworren, weil sich die Dichter offenbar nicht recht aus der Masse des Stoffes herauszuwinden wußten. Auch die soziale Frage wird gestreift, doch ist es hierfür gut, daß die Handlung in Rumänien spielt, denn so lassen sich einzelne Unwahrscheinlichkeiten I leichter in Kauf nehmen. Leider ist bei einigen Hauptpersonen die Charakteristik nicht ohne Widersprüche; dadurch wird den Schauspielern ihre Aufgabe erschwert. Um so mehr müssen die tüchtigen Leistungen unserer Künstler anerkannt werden. Die schwierigste Rolle, der Staatsanwalt Tschuku, wurde von Herrn Liebscher gegeben. Verzehrende Leidenschaftlichkeit, weltmännische Klugheit und skrupelloser Egoismus wurden als Grundzüge der Figur von dem Dar- I Mer überall festgehalten. Wenn dabei die Grenzlinien des Schönen in Sprache und Bewegungen nicht immer beobachtet wurden, so ist dies bei diesem Stiefsohn der Natur, der I sich selbst mit Richard III vergleicht, leicht entschuldbar. : Die tragische Heldin, um derentwillen man das Stück auch als Trauerspiel bezeichnen könnte, wurde von Frl. Würdig gut gegeben. Die Darstellerin legte mehr Gewicht auf die I : .Aiten des Charakters wie auf das zigeunerhaft Verführerische. Den Idealisten Ionel, der uns eher deutsch I wie rumänisch anmutet, gab Herr Dietz sch durchaus einwandfrei, seine Braut Pia wurde von Frl. Schloß mit gutem Verständnis dargestellt. Aus dem alten Zigeunermusikanten Barbu (Herr Wilhelmi) läßt sich wohl noch etwas mehr machen; in den kleineren Nollen sind namentlich $Ir\.$irehor Helm zu loben. Das Publikum ließ sich durch die nicht unerheblichen Vorzüge des Dramas fesseln und kargte den Schauspielern gegenüber Nicht nut seinem Beifall, dessen Löwenanteil wohl der auch m müderer Weise ausgezeichnete Benefiziant für sich in Anspruch nehmen dürfte. ’* Stadttheater. Für Sonntag steht das beliebte L Arronge schc Volksstück „Hasemanns Töchter" auf dem Spielplan der hiesigen Bühne. In Vorbereitung ist Fuhrmann Henschel" von Gerhart Hauptmann. Ueber den durchschlagenden Erfolg dieser Novitük in Berlin berichtet die „Vossische Zeitung": Gerhart Hauptmanns langerwarteter „Fuhrmann Henschel" errang bei seiner Erstaufführung im Deutschen Theater einen gewaltigen, durchschlagenden Erfolg. Der Märchenpoet der „Versunkenen Glocke" hat sich wieder ins Volk begeben, wo die starken Wurzeln seiner Kraft liegen, und führt in fünf mächtigen, wie aus des Lebens Urkraft herausgepellten Bildern eine erschütternde Tragödie an uns vorüber: wie über den Fuhr- Vermischtes. * Philipp Galen. Wie bereits gemeldet, ist der unter dem Anagramm seines Namens: „Galen" bekannt gewordene Oberstabsarzt Dr. med. Karl Lange in Potsdam gestorben. Er lebte, wie das „Kleine Journal" mitteilt, in I den letzten Jahren sehr zurückgezogen. Bis zu seinem letzte« Augenblick bewahrte er sich eine bewunderungswürdige geistige Frische. Philipp Galen gehörte zu den fruchtbarster) Romanschriftstellern. Die ältere Generation verschlang seine phantasiereichen und spannenden Geschichten und Erzählungen^ Seine bekanntesten Romane sind: „Der Irre von St. James", „Der Jnselkönig", „Fritz Stilling", „Walter Lund", „Andreas Burns und seine Familie", „Der Sohn des Gärtners", „Die Insulaner", „Der Leuchtturm auf Kap Wrath", „Der grüne Pelz" usw. Spannende Handlung, ausgeprägte Charaktere, blühende Phantasie und Erzählungskunst, welche es versteht, den Leser fortdauernd zu fesseln, zeichnen fast alle seine Schriften aus. Karl Lange wurde zü Potsdam am 21. Dezember 1813 geboren. Er studierte Medizin und trat dann als Chirurg ins preußische Heer ein. Als Leiter eines Feldlazaretts machte er nach seiner Ernennung zum Stabsarzt 1849 den Krieg gegen Schleswig mit und ließ sich 1857 nach Potsdam versetzen, wo er im Jahre 1878 als Oberstabsarzt seinen Abschied nahm. * Auf den Pariser Boulevards erzählte man sich beim Leichenzuge Faures folgenden Scherz: Wie heißt der größte Herr der deutschen Abordnung? Plüskow car d ost „plus qu’haut!“ Auszug aus den Stmrdesamtsregistern der Stadt Gießen. Aufgebote. Februar: 3. Wilhelm Christian Jacob LSffert, Schlosser dahm, mit Barbara Klepper Hierselbst. 20. Johann Karl Gustav Röche. Bergmann zu Senftenberg, mit Auguste Kobm daselbst. 21. Johann Alexander Leonhard Hermann Kubl, Friseur zuGtktzn, mit Lina Dommershausen zu Wieseck. 22. Friedrich Carl Christian Marx, Lackierer dahier, mit Katharine Hainer hterselbst. 23. Christian olUn» < hierselbst, mit Anna Emilie Balser dabi-r. nar .- h wurde qüV.- meldet, ist der untc i" bekannt genm-.l \t in Potsdam t. joutnol" mitteilt, n Bis zu seinem lepci cwunderuWwü^^ zu brnfru^Mfiti t/MM/'chlang seine nunb e vonSt.^Es" „WMr Lunt" „Der Sohn bei >ud)tturm aus M mnenbe Handlum isre und dauernd zu ftjftln Karl N w,rhf boren. ins preuM achte er nach '.emec icg gegen SchleSmic versetzen, wo er ii hlte man M Sie heißt der größt üskoiv car ü 681 !S äS® l&V «•* • ggit& Ältst. gzhr« al' Dö Hi!- raff® 8 Monate alt. Tochter von Realgymnastallebrer Rudolf Block dahier. 21. Frieda Margaretha Maria Moser, 10 Monate alt, Tochter von Gärtner Wilhelm Moser dahter. 21. Johann Rudolf Mandler, 2 Jabre alt, Sodn von Landwirt Johannes Mandler au Kinzenbach. 22. Wilhelmine Sturm, geb. Sänger, Pfründnertn, 75 Jahre alt, Wtttwe von Schneider Wilhelm Sturm hterselbst. 23. Jacob Mühlig, 68 Jahre alt, Maurer dahter. 23. Katharine Brück, 33 Jahre alt, von Dornholzhausen. 24 Paul Jobn Dofse, S Jahre alt, Sohn von Kaufmann John Earl Heinrich Dosse. Drucksachen, Rechnungen, Aactnren, tzircutare, Wrieföogen, Zlmschläge mit Iirmendruck fertigt bMig Whl'sche Uuiv.-Kuch- o. Attiudruckerei, Schnlftratze 7. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute« JobanneSgemeinde. Den 23. Februar. Georg Schmitt, Schutzmann zu WorwS, und Anna Elisabeth Stühler, Tochter des Fuhrmanns Heinrich Stühler zu Gießen. Getaufte. Matth äusgemeinde. Den 19. Februar. Dem Bahnarbeiter WUHelm Deibel «ine Tochter, Smmp, geboren dm 27. Dezember. Denselben. Dem Schlosser Heinrich Dürr ein Sohn, Wilhelm, geboren den 24. Januar. Denselben. Dem HtlssgerichtSschreiber Karl Plock eine Tochter, Auguste Marie Helene, geboren den 23. Dezember. Denselben. Dem Zugführer Konrad Reusch eine Tochter, Marte Elise Henriette Christine, geboren den 3u. Dezember. MarkuSgemetode. Dm 19. Februar. Dem Kaufmann Karl Koch ein Sohn, Han- Paul, geboren den 18. Dezember. LukaSgemetnde. Den 19. Februar. Dem Schlaffer Bernhard Weidmhaus ein Sohn, Heinrich Bernhard, geboren den 10. Dezember. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Ludwig Weber ein Sohn, Ludwig Jakob Gustav, geboren den 2. Januar. Denselben. Dem Fabrikarbeiter Ludwig Gräf eine Tochter, ®n,m9 Elisabeth Marie, geboren den 31. Dezember. JohanneSgemeinde. _ Dm 19. Februar. Dem Schreinermeister LoutS Beil eine Tochter, Wilhelmine Auguste Karoltne, geboren den 21. November. Beerdigte, MatthäuSgemeinde. 20- Februar. Anna Lenz, geb. Nickel, Wittwe des Tag- ISHnerS Georg Lmz, 68 Jahre alt, starb den 18. Februar. _. _ Denselben. Wilhelm Munzel, Privatmann, ein Witwer, 74 Jahre alt, starb den 18. Februar. _ ..Den 21. Februar. Henriette Bauer, geb. Schmalz, Witwe des BarblerS Alexander Bauer, 74 Jahre alt, starb dm 18. Februar. „ «T™ Februar. Julie Auguste Schmidtborn, Erzieherin, 73 Jahre alt, starb den 20. Februar. MarkuSgemetnde. 21. Februar. Heinrich Krug, Uhrmacher, verheiratet, 76 Jahre alt, starb dm 19. Februar. JohanneSgemeinde. . Den 21. Februar. Heinrich Leib, Gastwirt, 54 Jahre alt, starb dm 18 Februar. Denselben. Anna Weiner, geb. Lippert, Witwe des Schneidermeisters Martin Weiner, 56 Jahre alt, starb den 19. Februar. Denselben. Katharine Wagner, Hospitalitin, 68 Jahre alt, siarb den 19. Februar. Den 24. Februar. Wilhelmine Sturm, aeb. Sänger, Hospitalitin, Witwe des Schneiders Wilhelm Sturm, 75 Jahre alt, starb den 22. Februar. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 25. Februar. Der für heute in der Disciplinar- Angelegenheit gegen Professor Hans Delbrück anberaumte Verhandlungstermin vor dem Disciplinarhofe ist aufgehoben worden. Der neue Termin ist noch nicht bekannt. Berlin, 25. Februar. Dem Berliner Tageblatt zufolge publiziert die in Kopenhagen erscheinende Zeitung „Politiken" heute auf der Grundlage von russischen Informationen einen Aufsehen erregenden Artikel, in welchem das Gerücht verzeichnet wird, daß der russische Kaiser seit Monaten nicht an der Regierung teilnehme, dagegen thatsächlich der Großfürst Michael an der Spitze der Regierung stehe. Dieses hochwichtige Ereignis soll schon nach der Publikation der ersten Abrüstungsnote eingetreten sein. Als Grund werden zwei Versionen angegeben, erstens Gesundheitszwecke des Kaisers und zweitens Schritte, die von gewissen Kreisen aus der Umgebung der Kaisers ausgehen. (?) Wien, 25. Februar. Gestern wurde der Mitarbeiter der „Neuen Fr. Presse" für den kommunalen Teil vom Besuch der Gemeinderatssitzungen ausgeschlossen. Die „N. F. Presse" bemerkt hierzu, sie werde sich durch diese Maßregel nicht beirren lassen, soweit es in ihren Kräften stehe, auch ferner in dem Bestreben fortzufahren, das Vertrauen aller rechtschaffenen und aller wahrheitsliebenden Leute gegenüber dem Hasse anderer zu gewinnen. Krakau, 25. Februar. Großes Aufsehen erregt hier die in Rymanow auf Anordnung des Gerichts erfolgte Ausgrabung der Leiche des Försters Laszcz wegen des Verdachts, daß derselbe eines unnatürlichen Todes gestorben sei. Es soll dies derselbe Forstbeamte sein, von welchem seiner Zeit gemeldet wurde, daß er mit dem Grafen Potocki ein Duell gehabt habe. Rom, 25. Februar. Blättermeldungen zufolge soll Kardinal Rampolla anläßlich des Requiems für den Präsidenten Faure bei Erteilung des Segens vor den Vertretern des Königs und den italienischen Staatswürdenträgern den rituellen Gruß unterlassen haben. Ein Minister habe hierauf Rampolla zurechtgewiesen und durch die Vermittelung des französischen Botschafters sei der Zwischenfall gütlich beigelegt worden. Brüffel, 25. Februar. Der Herzog yon Orleans hat Brüssel wieder verlassen und sich nach Turin begeben. Die Behauptung, die Abreise sei infolge von Vorstellungen der belgischen Regierung erfolgt, ist unrichtig. Brüffel, 25. Februar. Mehrere Blätter glauben be- )aupten zu dürfen, daß die französische Regierung bei der belgischen Einspruch erheben wird gegen das Entgegenkommen, welches dem Prätendenten Herzog von Orleans gegenüber von der hiesigen Negierung an den Tag gelegt wird. Brüffel, 25. Februar. Viel erörtert wird hier die Thatsache, daß bei der zum Andenken Faures abgehaltenen Trauerfeier kein Mitglied der königlichen Familie zugegen war. Die Entschuldigung, daß die Hof-Etikette dies nicht zulasse, wird durch die Haltung des deutschen flerscb, gefallen, per Pfd. 90 A, Kalbfleisch per Pfd. 64-66 Hammelfleisch per Pfd. 60—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 5.60 bis 6 50 .X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per 6tr. X 8.00—9.00, Müch per Liter 16 4fr. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten S Stunden der Marktzeit darf im Umherz,ehen nicht feilgeboten werden. Seitfensfoffe WWW vrilKgc Muster mit Angabe d. Gewünschten. "" von Elten & Keussen, JH?n734] Zwei Zimmer im Parteri e, Mead w- Kontor und Lagerraum, zu vermieten. ______Bahnhofstraße 41. 0615] Möbl. Zimmer mit Pension zu vermieten. ________Lindenplatz 7. 0624] Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. Ebelftraße 13, part. 0608] Laden zu vermieten. ______________Bahnhofftratze 43. Offene Stellen 0613] Tücht. Schreinergefelle auf dauernde Arbeit, sowie braver Jnnge in die Lehre qesucht. C. Pfell, Sckreinermstr., Löwengaffe S. 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BERLIN, Mohrensfr. 21 ■225AV "Einzige ohne Farbband anbei tende'Tnaschine mil sichtbarer §chrift u.^utomaHscher^bsFandhersleltung. §chrabmasctvine. die HauplVorzüge sämtlicher §>ysbeme vereinigend. Allein-Vertrieb für das Grossherzogtum Hessen: Brühl’sche Univ.-Buch- und Steindruckerei, Giessen. Brauerei Röhrte. - Restaurant. Guter Mittagtisch von 60 an Pfennig und höher. 1775 Reichhaltige Abendkarte, 60 Pfennig. Gedeckte Halle zum Erlerne» des Radfahrens für Jedermann frei. Eine Arbeiterin auf Taglohn gesucht. 0620 _________________Wiesenftraße 1. 0610] Ein älteres, braves Dienstmädchen gegen guten Lohn zum 15. März gesucht. ______________Seltersweg 83, II. 1742] Junges Mädchen für leichte Arbeit tagöüber sofort gesucht. ___________Ludwigstraße 44, part. 1752] Gesucht werden Mädchen für bürgerliche und Beamtenfamilien auf 1. März und 1. April. 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Peine (Klavier), Magdeburg. Trio, Beethoven, Es-dur. Gade, F-dur, Cello-Soli. Godard, Berceuse. Popper, Papillon, Klavier-Soli. Chopin, Impromtu. d’Albert, Walzer, Violin-Soli. Vieuxtemps, Ballade et Polonaise. Ries, Adagio. Rill Atc l— (Sperrsitz Mk. 2.—) sind in der Musikalien-Handleeg we. Dillvu) Ernst Challier (Rudolphs Nacbf.) und abends an der Kasse zu habe». Oswalds Garten. Morgen, Touutag nachmittag von 3 Uhr ab: W. Kirschs Kunstausstellung der Zeit- und Weltereignisse. Das Neueste und Jntereffantefte auf dem Gebiete der Zeit- und Weltereigniffe. Unter anderem: Die Ermordung derKaiserin Kstsaöeth von Hesterreich. Aürst Msmarck auf dem Uaradeöett. Das furchtbare Schiffsunglück des englischen Dampfer- Mohegan re. re. Ferner wird fich eine Tauchertruppe in ihren Original-Apparaten unter Waffer produzieren. 0628 Ergebenst ladet ein__________________________Der Besitzer. Kunstverein. Die Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand ist von heute au wieder geöffnet.___17bS Ortsgewerbevercin. Sonntag den 26. Februar, nachmittags 4 Uhr, im Restaurant Feidel, findet der in Aussicht gestellte Vortrag* des Herrn Oberrechnungsprobator Engelbach auS Darmstadt über die für Mitglieder des Landes Gewerbevereins gegründete Sterbekaffe statt, wozu alle Mitglieder und Jntereffenten freundlichst eiu- geladen werden. 1753 __________________________________Der Borstand Hessischer Waisenschuh. Sonntag den 26. Februar, abends 8 Uhr: 1774 Evang. Gottesdienste der Method. Kirche Neuenweg Nr. 9, Hinterhaus 1. Stock, Eingang Erlengaffe. Sonntag den 26. Februar, abendS 8 Uhrr Predigt. Jeden Mittwoch abend 8'/« Uhrr Bibelstunde. Pred. Barnicket. tW" Jedermann sreundl. willkommen. H Aeue Kroße Karnevat-Kesellschast. Sonntag den 26. Februar 1899, auf LonyS Bierkellerr Große närrische Schlußsitzung 2JWF“ mit Ordensfest. 0606 Anfang 8 Uhr ll Minuten. Das Ministerium, Iamilien-Aöend Cafe Ebel. 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Burkhardt. — Druck und Verla, der vrühl'schen Uni»erfitit»^uch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen jiontflß3- $ie gütlich i’|trn1 hagelt lun°d»u°°nr felgend n'6 A A ih’rbafriön, Scholßr Hs Unser inn Zeit auf die Bl friftngerütye fit Mge Zweifler in schönster Ord )aß Lucanus un auch noch so He $ot vierzehn T Fürst Hohenlohe Der Vorgang iji habe längere > die Ohren und u Unsere Reich reich in würdigs gramm des §aisi im Reichstag, die unb dir vä 'm dn Men eine root Schlage Dßrou Der Prä schnell ftattgeft Ihionprätenden fihiung zu brr glücklich der G hälwifie entror hoffentlich auch »Nieder mit bi das Kabinett 2 das Land nut z hob neuem bie In Unga Mi ung entgege tagen bei Best daß Koloman S »achen mürbe. sein. Wie sich Beziehungen zu 3n Ungarn veri jKlaqe auch in hbt tommen s "°ch »eiter heSWa^iften,, nehmen. D Mt sind, u» M'njutreten, , ft i« ein, W «°ch dch» «Mufgeffäi *««« an ilr