■'ein ' Nestauratton Feidel V?dtthe^ Stadttheaters ' sky, aU8 Berlin. hi’1*»-. E* 10-/, bto“* St*«*'«?!?* Mr6*1“; M 'tensgraphie n. $ Unterrichtes entgegen Warf. mb DebattenschriDrses 7464 en 1.60,1.60,1.10,1.80, 2— per '|i Kilo. l WWI- it Schutzmarke bei ze'iQ01*8 ich seiner pracht- und dem wunder- 6916 ■ Vv*7^1*p' M. 251 Zweites Blatt Mittwoch den 25. October Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gietzen. Aer«srffrei- vicrtkljährlich 2 Mark 20 Pf«, monatlich 76 Pf^ Mit vringerloh«. Mnnt^nc »ee ln|tigen zu her nachmittag» fir ke fsigcata X«g erfchrinmkn Nummer M« Htm. 10 Uhr. IBt Anzrigrn-Vrrmittltwglftellm bt» In- und KutUaM orhmtu »njeigen für deo Gießener Anzeiger mtfege. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf«. oierteljLhrltch. Grßchewtttollch mit AurmchM« W Nontag». Wei Gießener y**Wt»*HUer tt^rdeu dem Anzeiger ^Schentlich viermal betgctegt Gratisbeilagen: Gießener FamilienblMer, Der hestifche Kan-wirt, Klätter für hessische UMskunde. AeßaMaa, Expedition und Druckerei: Achutßraße Ar. 7. ♦ Die freigesprochenen „Harmlosen. Gießen, den 24. Oktober 1899. DaS allgemeine Interesse wurde in den letzten Wochen stark in Anspruch genommen durch den Spielerprozeß, der vor dem Berliner Landgericht sich abwickelte. Der „olle ehrliche Seemann" hat Schule gemacht, und wer im Verlaufe des Prozesses die Friedrichstraße in Berlin entlang ging, der hörte alle paar Schritte rufen: „Die Harmlosen", oder: „Wo ist der alte ehrliche Dr. Kornblum? Der Prozeß an und für sich hätte wohl kaum Beachtung verdient, wenn er sich nicht, ebenso wie der Hannover'sche Spielerprozeß, gegen exklusive Gesellschaftskreise richtete und einen Einblick in das Treiben der jeuneaae dore6 gestattete. Die Zeugen setzten sich aus denselben Kreisen zusammen wie bei jenem Prozesse, nur auf der Anklagebank saßen diesmal ebenfalls Personen der Gesellschaft unter der schweren Beschuldigung des Falsch- und des gewerbsmäßigen Spiels. Die erstere Anklage wurde freilich während der Verhandlungen fallen gelasien, aber der Verdacht des gewerbsmäßigen Spiels blieb bestehen und wurde auch von der Staatsanwaltschaft vertreten. Wir wollen hier an dem freisprechenden Urteil keine Kritik üben, aber dem Laien wird es unverständlich bleiben, daß der Oberstaatsanwalt so fest von der Schuld der Angeklagten überzeugt und eine Freiheitsstrafe gegen dieselben beantragen konnte, während der Gerichtshof das freisprechende Urteil abgab. Einer der in Betracht kommenden Faktoren muß demnach in einem Irrtum befangen gewesen sein. Man darf doch wohl annehmen, daß Staatsanwalt und Richter in der Beurteilung des Falles gleich große Erfahrung haben. Aber noch nach einer anderen Richtung hin ist der Prozeß bemerkenswert. Man hat daraus ersehen, daß alle Verordnungen und Befehle, welche betreffs des Spiels an gewisse Kategorien ergangen sind, fruchtlos waren. ES geht damit wie mit dem Duellverbot, welches mit aller Strenge erlassen, aber doch nicht befolgt wird. Gewisse Kreise glauben eben, ein Recht darauf zu haben, nicht nur die auf das Duell bezüglichen Gesetzesparagraphen zu übertreten, sondern auch alle der Spielwut entgegentretenden Erlasse in den Wind zu schlagen. Daß dies nicht erziehlich auf die breiten Volksschichten wirken kann, brauchen wir nicht besonders hervorzuheben, und so wird denn auch der jüngste Spielerprozeß nicht ohne Wirkung bleiben, und der Mann des Volks wird sich sagen: „Wie kann mir eine Uebertretung des Gesetzes so hoch angerechnet werden, wenn in denjenigen Kreisen, die zu den edelsten der Nation gerechnet werden, die Sitten so lax sind und die Lebensgewohnheiten stark mit dem Strafgesetzbuche kollidieren." Fürwahr, der Prozeß gegen die „Harmlosen" hat wieder ein grelles Licht geworfen auf das Leben und Treiben so mancher den ersten Gesellschaftskreisen angehörigen Personen und Schäden aufgedeckt, die je eher desto besser zu heben wären. Man kann mit gutem Gewissen die ernsten Mahnungsworte, welche der Oberstaatsanwalt an den Angeklagten v. Kröcher richtete, auf die ganzen, in denselben Vorurteilen befangenen Kreise ausdehnen und erwarten, daß endlich eine Umkehr erfolgt. Das böse Beispiel der oberen Gesellschaftsklassen verdirbt die guten Sitten der unteren Kreise! Hoffentlich trägt der Prozeß gute Früchte, nachdem er die Gefahren aufgedeckt hat, die der „wahnsinnige Leichtsinn" — wie der Angeklagte v. Kröcher seine Handlungsweise selbst nannte — mit sich bringt.___________________________________________________ Altes und Neues. Friedlich unter und nebeneinander. Mannigfaltig und verschiedenartig, wie ehemals in den einzelnen deutschen Bundesstaaten die Zoll-, Steuer-, Militär-, Münz- usw. Verhältniffe, sind auch heute noch die Bestimmungen, welche seitens der deutschen Reichspostverwaltung zu beobachten sind, bei der Anstellung von Reichspost- und Telegraphenbeamten. So verschieden, daß gar viele Beamte sich nicht genügend klar sind, über diese Verhältnisse und der Nichtfachmann sich oft vergeblich bemüht, denselben das nötige Verständnis entgegen zu bringen. Wohl haben wir ein einig deutsches Reich, und, abgesehen von Bayern und Württemberg, eine kaiserlich deutsche Reichspost, aber im Dienste derselben nicht, wie man anzunehmen be- rechtigt ist, Beamte, die ausschließlich kaiserlich deutsche Reichsbeamte sind, sondern wir haben neben den kaiserlichen auch königliche und großherzogliche Beamte. Zunächst sind «treffe für Depeschen: *W|d«er $U|4«. Fernsprecher Nr. 61. ja alle Post- und Telegraphenbeamten, Reichsbeamte im Sinnt des Reichsbeamtengesetzes, sie werden aber im weiteren eingeteilt, in mittelbare und unmittelbare Reichsbeamte. Die unmittelbaren Reichsbeamten werden für Se. Majestät den deutschen Kaiser vereidigt, und im Namen des Kaisers ernannt und angestellt. Die mittelbaren Reichsbeamten dagegen werden, soweit für einzelne Gebiete nicht Abweichungen bestehen, von den Landesregierungen ernannt und werden nach Maßgabe der einzelnen Landesgesetzgebungen oder der bezüglichen Verträge vereidigt, wobei sie die Verpflichtung übernehmen, den Anordnungen Sr. Majestät des deutschen Kaisers Folge zu leisten. Zu den unmittelbaren gehören: a) Oberpostdirektoren, Oberposträte, Posträte, Bauräte, Inspektoren, Oberpostkassierer, Rendanten. b) alle Beamte, die in den Postdienst eintreten und beschäftigt werden, innerhalb des Großherzogtums Oldenburg, des Herzogtums Anhalt, des Herzogtums Sachsen-Altenburg, im Staatsgebiete der freien Hansestädte: Bremen, Hamburg, Lübeck und in den Reichslanden (Elsaß-Lothringen). Alle übrigen Beamten, (also das große Heer der eigentlichen Betriebsbeamten), soweit sie nicht in den unter b. genannten Staaten beschäftigt werden, sind mittelbare Reichsbeamte. Sie werden angestellt in Preußen, Sachsen, Baden, Mecklenburg, Braunschweig durch die einzelnen Landesregierungen bezw. mit Genehmigung derselben. In Heffen, Waldeck, Reuß, Lippe, Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen- Meiningen und Sachsen-Coburg Gotha im Namen des König- von Preußen durch die kaiserlich deutsche Reichsbehördeu, Reichspostamt bezw. Oberpostdirektion. So hat man infolgedessen in Hessen kaiserlich deutschen Posträte und königlichpreußische Postmeister rc., in Mecklenburg Großherzogliche Postmeister und Kaiserliche Posträte und gar in Sachsen, wo die Postbeamten von der Kgl. Sächs. Regierung, die Telegraphenbeamten aber auf Grund eines SondervertragS von Preußen angestellt werden: Kaiserlich deutsche, Kgl. sächsische und Kgl. preußische Post- und Telegraphenbeamte im Dienste ein und derselben Verwaltung, der Kaiserlich deutschen Reichspost- und Telegraphenverwaltung. Unwillkürlich fragt sich doch da jeder: ja aber wie ist denn so etwas unter heutigen Verhältnissen noch möglich, leben wir Feuilleton. Irankfurler Aries. Originalbntcht für den „Gießener Anzeiger". (Nachdruck derboten.) Die dritte Haus Thoma-Serie. — „Iris." Mascagni als Oblate. Dr. M. Vieles im geistigen und künstlerischen Leben Frankfurts mag mit größerem Geräusch und mächtigerem Effekt vor sich gehen, aber zurzeit kann sich an Bedeutung in allen sonstigen Veranstaltungen nichts mit den Thoma- Ausstellungen bei Schneider messen, die in solcher Vollzähligkeit ein Unikum sind, und daher auch einen Genuß verschaffen, der sich sobald nicht wiederholen dürfte. Die dritte und letzte Serie umfaßt die Schaffensperiode von 1890 bis 1899. Für diesen Abschnitt kann man thalsächlich das Schiller Wort brauchen: „Alle Stürme, alle Kämpfe schweigen in des Sieges hoher Sicherheit." Mit atemlosem Staunen steht man vor diesen Offenbarungen eines begnadeten Genius, der nichts im raschen, tollkühnen Ansturm genommen und gewonnen, sondern sich's in langem, stillen Schauen und unermüdlichem Weiterarbeiten errungen hat: sein Ideal, das nur ihm allein gehört, und somit auch den Beifall der Zeitgenossen, die aus dem kleinen Kreis der „Gemeinde" sich allgemach zum großen „Publikum" erweitern. Auch diese dritte Serie zeigt uns die ganze umfaffende Nottvwelt des Thoma'schen Blickes. Vom stillen Schwarz- tvalddorf und Gehöft bis hinauf in die heiligen Gefilde biblischer Szenen — findet sich alles vertreten, was den Sinn des Malers locken und ein Echo in der Seele des Beschauers wecken konnte. Die „Versuchung Christi" ist das Bild, welches, an der Mittelwand hängend, sofort den Blick des Eintretenden auf sich zieht. Wie oft ist dieses Thema gemalt worden! So aber wohl noch nie! Thoma aiebt hier, was die Schrift zwischen den Worten durch- blicken läßt: das fleischliche Messiasbild seiner Zeit, das sich den Heiland in Krone und Purpurmantel vorstellte, tritt ihm in dieser Versuchung entgegen. In den Wiederholungen des neuesten Mascagni zeigt sich das Publikum noch immer in starker Zahl. Nichtsdestoweniger wird der „Iris" keine bleibende Stätte im Opernspielplan beschieden sein. Mascagni, der einmal einen recht glücklichen Wurf gethan, ist in der Tonsprache bei weitem nicht das, was der französische Massenet — und wie wenig kommt dieses zur Geltung — trotzdem er im „Werther" und in der „Manon" eine duftige Ausdrucksweise hat, die den Kenner entzücken muß. Mascagni hat indes das Glück, mit einem schneidigen Impresario zu arbeiten, der sich auf alle Mittel der Reklame versteht. Die „Iris" hat musikalische Vorzüge — das soll nicht bestritten werden — wennschon diese mehr in orchestralen Kombinationen, als in ursprünglichen Melodienerfindungen oder gar in einer der deutschen Instrumentalmusik ähnelnden Tiefe zu suchen sind. Der Text ist naiv-symbolisch: Iris, die Tochter eines schlichten, blinden Japaners, war von einem Wollüstling — Osaka — der sich eines geriebenen Helfershelfers, Kyoto, bedient, in ein Freudenhaus gelockt. Ein Marionetten- Theater, auf welchem eine Liebesszene dargestellt ist mit ganz idealem Anstrich, muß den Raub unterstützen. Der blinde Vater, welcher wähnt, seine Tochter sei mit Wollen und Wiffen auf die Pfade des Lasters geraten, flucht ihr und bewirft sie mit Kot, worauf Iris sich in einen Abgrund stürzt. „So ist das Leben", meint der Textdichter Luigi Jllica, der überall seine subjectiven poetischen Meditationen, die oft an den Stil Gabriele d'Aununzios erinnern, den Dialogen und Monologen beimischt. Für und Deutsche, die durch die tiefe Schule von Bach-Beethoven und Wagner gewandert, sind solche Kommentare eigentlich überflüssig. Die „Sonne" (Chorgesang) nimmt ihr armes mißhandeltes Kind (Iris) am Ende zu sich auf, hinauf an ihr Flammenherz! Der letzte Akt ist nichts weiter als eine Apotheose, in welcher die Sonnenstrahlen und die Blumenkelche ihren Glanz und Duft dem Orchester mitzuteilen suchen. Die einaktige „Cavalleria" hat, trotz ihrer skizzenhaften Natur, Menschen geliefert, — die Iris bringt es in ihren drei Akten nur zu Schemen, die nicht um viele- lebendiger sind als die Figuren des Marionettentheater-, dem sie lauschen. Das japanische Kolorit führt natürlich eine . Reihe dekorativer Wirkungen mit sich, aber die Gestalten des einstigen Schäferspiels und der italienischen Konzertoper ältesten Stils waren um nichts erkünstelter und konstruierter. Fast scheint es, als wollte Mascagni den Naturalisten jetzt mit dem Stilisten, dem Präraffaeliten vertauschen. Etwa- von der Manieriertheit des Präraffaelttismus steckt in seiner „Iris", die übrigens in der Frankfurter Einstudierung alle ihre guten Eigenschaften zur Geltung bringen kann. Frl. Schacko giebt die „Iris" mit der ihr eigenen Anmut, den zügellosen japanischen Don Juan „Osaka" singt Herr v. Bandrowsky mit dem ganzen Aufgebot seiner glänzenden Stimmmittel, und Herr Mantler als „Kyoto" sorgt in Stimme und Spiel für den Ausdruck des Mephistophelischen. Herr Kapellmeister Wolfram dirigierte das Ganze. Pietro Mascagni kommt in diesen Tagen nach Frankfurt, um sich im Saalbau mit einem Teil des Scala- Orchesters als Konzertdirigent sehen und hören zu lasten. Als Operndirigent lernten ihn die Frankfurter ja schon vor einigen Jahren kennen. Dem Textbuch „Iris", das von Max Kalb eck (Wien) ins Deutsche übertragen wurde, ist zum Schluß ein Bogen gummierter Mascagni MiniaturportraitS beigegeben. Gerade 16 Mal können wir den noch immer jungen italienischen Maestro als Oblate oder Briefvignette benutzen — immerhin ein Ersatz für die recht teueren Textbücher. Noch in beu siebziger Jahren kaufte man sich seinen Operntext aus der Mode'schen Biblothek (Berlin) für 25 Pfg. und erhielt nebst den Textworten in dem kleinen roten Büchlein noch kurzen biographischen Abriß sowie allgemeine Einführung in die Oper. Unsere modernen Librettisten lasten auf Büttenpapier drucken, wählen großes Format, kokettieren mit allerlei Ornamentik auf dem Titelblatt — man zahlt dafür 1 Mk. und kommt nach Ablauf eines Jahres selten mehr in die Lage, sich des Buches zu bedienen! denn im einigen deutschen Reich oder im längst vergessenen deutschen Bund. Woher kommen solch verwickelte Anstellungsverhältnisse überhaupt? Nun, so verwickelt die Sache aussieht, so einfach erklärt sich dieselbe. Mit der Gründung des deutschen Kaiserreiches wurde durch Artikel 4 der Verfassung das Post- und Telegraphenwesen der Beaufsichtigung und Gesetzgebung des deutschen Reiches unterstellt und den einzelnen Landesregierungen nur gewisse Vorbehalte bezüglich Anstellung der Beamten eingeräumt; Preußen erwarb demgemäß als Nachfolger der Fürsten von Thurn und Taxis die Berechtigung zur Anstellung der Postbeamten im ehemals Taxis'schen Postgebiet, welches umfaßte: Hessen, Sachsen Weimar, Sachsen-Meiningen, Sachsen-Coburg, Schwarzburg, Reuß und Lippe. In Waldeck und Birkenfeld stellt Preußen an auf Grund besonderer Verträge. In Anhalt, Oldenburg (ausschließlich Birkenfeld) Sachsen- Altenburg, den Hansastädten auf Grund besonderer Verträge der deutsche Kaiser, desgleichen in den Reichslanden. In den übrigen Staaten dagegen erfolgt die Anstellung durch bezw. mit Genehmigung der Landesregierung. In allen Staaten dagegen werden im Namen des Kaisers angestellt die Verwaltungsbeamten: Oberpostdirektoren, Räte und Inspektoren. Diese Zugeständnisse an die einzelnen Staaten waren, bei Licht betrachtet, nur ein Akt der Höflichkeit, aber sie haben zur Folge gehabt: die eigenartigen Anstellungsverhältnisse, die wir heute im Bereich der Reichs- post- und Telegraphenverwaltung vorsinden. C. H. Males und Vroviryielles. Gießen, 24. Oktober 1899. ** PosteiulieferuugSbiicher sollen nach einer Anordnung des Reichspostamts auch an Korrespondenten mit geringerem Postverkehr ausgehändigt werden. Die Oberpostdirektionen sind aufgefordert worden, auf thunlichste Verwendung der Einlieferungsbücher durch solche Korrespondenten hinzuwirken. Zugleich ist bestimmt worden, daß außer den bisherigen Einlieferungsbüchern zu 5, 10 und 25 Bogen künftig solche in einer Stärke von 2 Bogen ausgegeben werden. Ein Buch zu 2 Bogen bietet für 90 Eintragungen Platz. ** Das XIII. deutsche Bundesschießeu, das im Jahre 1900 in Dresden stattfinden sollte, ist ernstlich in Frage gestellt. Der Festausschuß-Vorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Lehmann, erläßt soeben ein Rundschreiben an die übrigen Mitglieder des Festausschusses, in welchem er ernstlich zu erwägen gibt, ob man die Abhaltung des Festes gegenwärtig noch wagen soll. Selbst nach den günstigsten Berechnungen, die der Vorsitzende anstellt, ist ein Fehlbetrag von über 200 000 Mark nach seiner Ansicht unvermeidlich. Wrinzesstnnen Liebe. Wird die Kronprinzessin Stefanie den Erwählten ihres Herzens, den ungarischen Grafen Lonyay, heiraten? Wird Oesterreichs greiser Herrscher seine Genehmigung dazu erteilen, daß die Witwe seines Sohnes ein neues, glücklicheres Leben an der Seite eines einfachen Edelmannes beginne? — Das ist die Frage, welche augenblicklich an allen Höfen Europas mit Leidenschaft besprochen und erörtert wird. Im Studium der Etikette alt und grau gewordene, würdige Oberhosmeisterinnen schütteln bedenklich das Haupt und sprechen von dem bösen, demokratischen Zuge unserer fin de sieele-Zeit, aber so manche blondhaarige und blauäugige kleine Prinzessin, die sich schon oft heimlich aus dem steifen Zwange des Fürstenschlosses herauSsehnte an die freie Luft, unter fröhliche Menschen, weiht im Stillen ihre herzlichste Sympathie der schönen Cousine am Donaustrande, die den harten Kampf der Liebe gegen die Staatsraison, die Vorschriften höfischer Sitte unternommen hat. Die Staatsraison — sie ist von jeher die unerbittliche Feindin der jungen Fürstentöchter gewesen. Nicht eigene Neigung, nicht die Stimme des Herzens ist es, die meist über ihr Lebenslos entscheidet, sondern die kalt prüfende und berechnende Ueber- legung der Diplomaten. Der erste, vielleicht nur leise geahnte Traum der jungen aufkeimenden Liebe wird selten zur Wirklichkeit. Gehorsam reicht die von klein auf in der Erkenntnis der Pflichten ihres Standes sorgsam unterrichtete Prinzessin demjenigen die Hand zum Ehebunde, den die Eltern, auf den Rat bewährter Staatsmänner, ihr bestimmen. Zahlreich sind die Beispiele, daß Fürstinnen, deren erste, auf solche Art geschlossene Heirat frühzeitig durch den Tod beendet wurde, gern auf den bis zum Grunde durchkosteten Prunk, der sie von der Wiege an umgab, verzichteten, um an der Seite eines nicht ihrem Stande angehörenden Mannes das einfache Leben einer geliebten Frau zu führen. Und das stolze Haus Habsburg, das in seiner Gesamtheit dem Heiratsprojekte der Kronprinzessin wenig wohlwollend gegenübersteht, hat in seiner eigenen Geschichte zwei derartige Fälle zu verzeichnen. Leopoldine, Erzherzogin von Oesterreich-Modena, deren Vater, Ferdinand, das vierzehnte der sechzehn Kinder der großen Kaiserin Maria Theresia war, am 15. Februar 1795, kaum achtzehnjährig, dem siebzigjährigen Kurfürsten Karl Theodor von Bayern und der Pfalz vermählt. Der erhoffte Kindersegen blieb aus, und als Karl Theodor 1799 starb, die Linie Pfalz-Sulzbach mit ,hm erloschen und der noch jetzt den bayerischen Thron inuehabende Zweibrücken'sche Zweig des Wittelsbach'schen Hauses zur Negierung gelangt war, schloß Leopoldine bald eine zweite Ehe mit ihrem bisherigen Oberhofmeister, dem Grafen Ludwig Arco, und fast noch ein halbes Jahrhundert lang, bis zu ihrem 1848 erfolgten Tode, lebte sie mit ihm in vollendeter Harmonie, von blühenden Kindern und Enkeln umgeben. Bekannter ist daS Schicksal ihrer Kousine Marie Luise, der Tochter Kaiser Franz I., die, ebenfalls aus Gründen der Staatsklugheit, gewissermaßen als ein Pfand des eben Als die Dresdner Schützengilde im Mai 1897 den Antrag nach Nürnberg einbrachte, das XIII. Bundesschießen nach Dresden zu legen, erschienen zahlreiche Umstände in weit günstigerem Lichte als jetzt, sodaß die jetzige Finanzlage schwer vorauszusehen war. Bemerkenswert ist, daß das sächsische Kriegsministerium die Anfrage wegen Stellung von Mannschaften zu Zieler- und Warnerdiensten im ablehnenden Sinne beschied. Die neueren politischen Verhältnisse, insbesondere die im Reichstage gelegentlich der Heeresvorlage erfolgten Aussprachen, haben die Militärverwaltung auf den Standpunkt gedrängt, grundsätzlich aktive Mannschaften nicht mehr zu außerdienstlichen Leistungen heranziehen zu lassen. n. Stockheim, 23. Oktober. Unser neues stattliches Schulhaus wurde gestern unter regster Anteilnahme seitens sämtlicher Einwohner eingeweiht. An dem Zug, der sich vom alten nach dem neuen Schulhaus hinbewegte, nahmen außer der Schuljugend, dem Gemeinde-, Schul- und Kirchenvorstand sämtliche Vereine teil. An dem schön geschmückten Neubau wurde unter den üblichen Formalitäten der Schlüssel überreicht und die Thüre durch den Vorsitzenden des Schulvorstandes, Herrn Pfarrer Köhler in Rohrbach, mit entsprechender Ansprache geöffnet. Nach der Besichtigung der Räume vereinigte man sich im Weitzel'schen Saal. Hier eröffnete Herr Amtmann Sandmann von Büdingen als Vertreter des Kreisamts und der Kreis- schulkommifsion die Reihe der Toaste mit einem Hoch auf Se. König!. Hoheit den Großherzog und seinen hohen Verbündeten, den Deutschen Kaiser. Die Feier, bei der noch eine große Reihe von Trinksprüchen ausgebracht wurde, nahm einen sehr animierten Verlauf. A Ober-Ohmen, 23. Oktober. Gelegentlich einer vorgestrigen, in einem hiesigen Waldbezirk abgehaltenen Treibjagd, trug sich ein Jagdstückchen zu, das zwar stark nach Jägerlatein klingt, das aber den Vorzug voller Wahrheit hat. In einem Treiben des Walddistriktes befanden sich drei Rehe. In die Enge getrieben, wußten die so scheuen Tiere nicht wohinaus. Dem Jagdpächter der Jagd kam eins der Rehe in nächste Nähe. Er legt an, ein Satz des Tieres — und es sitzt dem Schützen auf den Läufen seiner Jagdflinte. Dabei entläd sich ein Schuß, und das Reh stürzt vor Schrecken zu Boden. Ehe aber der Jäger recht zur Besinnung kommen konnte, um einen zweiten Schuß aus sicherer Nähe abzufeuern, springt das Reh auf und davon. Zur Strecke wurde es aber dennoch gebracht. Der Fall erinnert an einen ähnlichen, der sich im vorigen Jahre auf einer Treibjagd in der Umgegend von Flenfnugen ereignete. Hier sprang ein Reh einem Schützen gleichfalls geschlossenen Friedens, auch erst achtzehn Jahre alt, dem Kaiser Napoleon angetraut wurde. Mit erstaunlicher Schnelligkeit fand die kaum den Kinderschuhen Entwachsene sich in die ihr zu Teil gewordenen neuen Lebensbedingungen. Noch erstaunlicher aber erscheint die Schnelligkeit, mit der sie, als Napoleon vom Thron gestürzt war, die Zeit, welche sie an der Seite des großen Corsen verbracht hatte, völlig vergessen konnte. Während Napoleon auf St. Helena das elende Dasein des von der ganzen Welt in Acht und Bann gelhanenen Besiegten führte, hatte Marie Luise längst im Herzogtum Parma, das ihr der Wiener Kongreß schenkte, einen Trost in der Gestalt ihres Hofkavaliers, des Grafen Adam Neipperg gefunden, der sie 1822 als Gattin heim- sührte und durch sie der Stammvater der österreichischen Fürsten Montenuovo (Monte nuovo — Neuberg, Neipperg) wurde. Und als Neipperg, den Viktorien Sardou in „Madame Sans-Gone" auf die Bühne gebracht hat, gestorben war, Marie Luise sich zum zweiten Male Witwe sah, schritt sie mit dessen Nachfolger, ihrem neuen Oberhofmeister, dem Grafen Bombellcs — zum dritten Male — zum Altar. Napoleon hat ihrer bis zu feinem Tode nur mit Nachsicht und Milde gedacht: er hatte ihren schwachen, von den jeweiligen äußeren Umständen abhängigen Charakter längst erkannt. Auch Napoleons Lieblingsschwester Caroline Murat, die Exkönigin von Neapel, die nach dem tragischen Ende ihres tapferen Gatten in Triest als Gräfin Lipona (ein Anagramm von Napoli) abseits von der großen Welt in der Zurückgezogenheit lebte, soll, wie die Zeitgenossen versichern, dem Vorstände ihrer Hofhaltung, General Mac- donald, die Hand zur Ehe gereicht haben. Caroline Murats älteste Tochter wurde die Gattin des Marchese Pepoli, und der aus dieser Verbindung hervorgegangene Sohn, der Marquis Joachim Napoleon Pepoli führte am 5. Dezember 1844 die Prinzessin Friederike von Hohenzollern-Sigma- ringen, eine Vatersschwester des derzeitigen Fürsten, heim. In den fürstlichen Linien des Hohenzollernhauses gehören derartige Verbindungen nicht zu den Seltenheiten. So vermählte sich der Prinzessin Friederike Schwester Prinzessin Caroline, nachdem ihre erste Ehe mit dem Prinzen Friedrich von Hohenzollern Hechingen durch den Tod gelöst war, mit dem österreichischen Oberstleutnant Stäger von Waldburg, und eine andere sigmaringensche Fürstentochter, die Prinzessin Marie Crescentia, wurde die Gattin des Hauslehrers ihres Bruders, Franz Xaver Fischlers, den diese Ehe zum Grasen Fischler von Treuberg erhob. Im preußischen Königshause ist kein derartiger Fall der nicht standesgemäßen Vermählung einer Prinzessin zu verzeichnen. Die Tugenden häuslichen Gehorsams und die Pflichttreue sind von Alters her in unserem Herrschergeschlechte hochgehalten worden, und noch vor hundert Jahren konnte ein Baron von der Trenck in jahrelanger Festungshaft darüber nachsinnen, wie wenig es dem einfachen Sterblichen ansteht, die Augen zu der Schwester seines Königs zu erheben. Man ist allmählich in dieser Hinsicht toleranter geworden, und die Welt findet nichts dabei, daß eine Schwester des in die Flinte, riß diese aus den Händen des wie vom Donner gerührten Jägers und setzte damit fort. Aus der Flucht sprang der Kolben von den Läufen, und der Jäger konnte sein Jagdgewehr nur in Stücken in einiger Entfernung auflesen. § Aus dem Ohmthale, 23. Oktober. Ueber den in diesem Herbste frühen Rück strich der Kraniche konnte man dieser Tage in den Zeitungen lesen. Dabei wurde die baldige Ankunft des Winters in Aussicht gestellt. Daß dieser Rückstrich aber keinesfalls ein ungewöhnlich früher ist, das beweisen die starken Geschwader von Kranichen, die wir im Laufe der vorigen Woche und insonderheit am vorgestrigen Samstage nach dem Süden ziehen sahen. Als normale Zeit des Rückstriches der Kraniche sieht man den 18. Oktober an. Hiernach muß also der diesjährige Rückstrich als der normalen Zeit voll entsprechend angesehen werden. Auffällig sind nicht nur die starken, sondern auch die zahlreichen Kranichzüge. Die Schwalben haben uns seit 14 Tagen verlassen. Die Lerchen, die sehr zahlreich im Felde anzutreffen sind, haben noch nicht den Wegzug ange- treten. Sehr wenig konnte man in diesem Herbste die Wachtel int Felde bemerken. Zu verwundern ist das ja eigentlich bei dem planmäßigen Vogelmord in den südlichen Ländern nicht. ** Verschiedenes. Nach der „W. Ztg." erklärte der Finanzminister Küchler einem Kollekteur, daß die Lose für die hessische Landeslotterie bestimmt Mitte Dezember zur Ausgabe gelangen. —In Griedel schlossen sich nach einem voraufgegangenen Vortrage des Herrn Grauer-Butz- bach 22 Handwerker dem Butzbacher Gewerbeberein an. — Dieser Tage wurde früh Morgens der Taglöhner Konrad Scholl in Botten dorf in der Nähe seiner Wohnung tot aufgefunden. Derselbe hat sich wahrscheinlich infolge des übermäßigen Genusses geistiger Getränke ermüdet niedergesetzt, ist eingeschlafen und bei der herrschenden Kälte erstarrt. — Ein fremder Radfahrer unternahm eine Tour von Frankfurt nach Aschaffenburg. Gegen Abend hielt er in Stockftadt Rast und setzte dann nach angebrochener Dunkelheit die Reise fort, fuhr aber irrtümlicherweise anstatt nach Aschaffenburg nach Frankfurt zurück. Als er sich oberhalb der Stadt seines Irrtums bewußt wurde, schleuderte er in seiner Erbitterung sein ganz unschuldiges Rad mit solcher Wucht zu Boden, daß die Maschine in Trümmer ging. — Darmstadt, 21. Oktober. In Ergänzung unseres, der „Frkf. Ztg." entnommenen Berichtes über die Disziplinär- Verhandlung gegen den Landgerichtsdirektor a. D. Küchler mögen noch diejenigen Bezichtigungen, die durch die Presse und auch sonst öffentlich erhoben, auch in Königs von Dänemark erst einen einfachen Obersten von Lasperg, dann einen Grafen Hohenthal, der feine Herkunft auf das Leipziger Kaufmannshaus Homann zurückführte, mit ihrer Hand beglückte, daß die Schwester der Königin, die Prinzessin Auguste von Hessen-Kassel, einen dänischen Landedelmann, dem Baron von Blizen-Fineke, zum Altar folgte. Auch als vor einem Jahre eine andere hessische Prinzessin, die jüngste Schwester des Landgrafen Alexander, Sibylle, nach langen Kämpfen es durchsetzte, die Gattin eines simplen preußischen Leutnants, des Freiherrn v.Vincke, werden zu dürfen, waren die Sympathien des großen Publikums durchaus auf ihrer Seite. Und in Bayern erregte es nicht den mindesten Anstoß, als vor sechs Jahren die Tochter des Prinzen Leopold, eine Enkelin des Kaisers von Oesterreich, aus Liebe zu dem Baron Seefried das Haus der Eltern verließ, um auf diese Art deren Einwilligung zu erzwingen. Hat doch eine Cousine der tapferen kleinen Prinzessin ebenfalls keine standesgemäße Heirat geschlossen, indem sie die Gemahlin des österreichischen Grafen Wrbna wurde, und ist doch erst vor einem Jahre eine Tochter des Herzogs Karl Theodor, die Herzogin Sophie, die Gattin des Grafen Toerring, der ebenfalls keinem regierenden Hause entstammt, geworden. Vielleicht schwebte dem bayerischen Hofe hierbei das Beispiel des englischen vor, der den Begriff des „Mesalliance" Überhaupt nicht kennt. Dort konnte eine Tochter der Königin, die Priuzession Luise, der Werbung des Marquis of Lome ruhig Gehör schenken und, wenn dieser auch einst als Herzog von Arzyll der vornehmste Pair Schottlands werden wird, doch zugleich mit einem Dutzend gut bürgerlicher Familien durch diesen Schritt in nahe Verwandtschaft treten. Die Königin von England war eS auch, welche bei der Heirat der hannoverschen Prinzessin Marie mit dem Baron von Pawel-Rammingen die Vermittlerin spielte und die Vorurteile der übrigen fürstlichen Angehörigen besiegte. Auch eine Vatersschwester unserer Kaiserin, dir holsteinische Prinzessin Henriette, hat einen Nicht-Fürsten, den berühmten Chirurgen von Esmarch, eine Schwester des Großherzogs von Oldenburg einen bayerischen Edelmann englischer Abstammung, den Baron Washington, eine Prinzessin von Sondershausen einen einfachen schweizerischen Landmann, den dann zum Baron erhobenen Bauernsohn Jud, eine Schwester des Königs von Sachsen, die verwitwete Herzogin von Genua, Mutter der Königin vo« Italien, den Marchese Nazolla, zum Gatten gewählt, wie schon die Lieblingstochter Kaiser Nikolaus I., die schöne Großfürstin Marie, nach dem Tode ihres ersten Gatten, des Herzogs von Leuchtenberg, sich mit ihrem Hofmarschall Grafen Stroganow vermählte. Der „Fall" der Kronprinzessin Stefanie, die, in der Blüte des Lebens stehend, noch einen kleinen Teil irdischen Glückes erobern möchte, ist demnach kein neuer, vereinzelt dastehender. Er ist so alt, wie die Liebe selbst und wiederholt sich jedesmal dort, wo die Liebe sich stark genug erweist, den Kampf mit menschlichen Gesetzen und Vorurteilen aufzunehmen. B. L. A. SÄ*«*? gemacht',' ^flU^fegen D S ’ b4f « an änrli n W ®‘ä'nb 3. * “1 fein« zu seiner oder sei Seife W«. 11,8 Privatzwecken angeeigne Mdizinalrat Dr. Nh Schuldner ein unwürdig aller dieser. Anschuldtgt Mender Awrjse oder Darmstadt, Jt leidiger des Redakteur Giesen, Rechtsanw gegen das Urteil 13. r>, Ms. in der beli das Rechtsmittel der R Darmstadt, 23. O Hofrat Prof. Dr.Scha seiner Vorlesungen an verflossenen Freitag e Mich überraschende l Semester langen hrrvv an unserer Technisch' frühere Hörer sür e Lehrer, den ausgezeiä gefchichte und weit ül bekannten Gelehrten, Blumen Arrangements geisterte Ansprache n bewegt richtete der nc bilar warmempfunden, zahlreich erschienenen -erckchen, hon Segeiftt Nähre getragenen Rede und ihr stürmischen Bei Mainz, 23. Okto ftotentm rassisch, santerir Regimentern t Schweinefleisch schlecht *ut gefrorenem §amir tonnte von frische Demnächst werden Pi und Kuhfleisch unten er den Erwerb der b«iui>e hat die Gene Mden. Er wird nur Dr endgiltigen ( 23. Okto vi'chtlgung ber « Landwirts in C Hause verschw steten Brief teilte ^«Welen Sj; "«Ufa B„efnOn“*rSPad ** % sK? ■ »den 2: 8flr den B ^rtsgetz Schutzmarke. & 7491 Cf Bezugsquellen find aufgelegt. Ohiipfehluimcii n Ergänzung unseres, da es überdieDiSziplinar. Landgerichtsdirektor Wenigen Bezichtigungen, die öffentlich erhoben, auch « Die neuesten technischen und Fachblätter, sowie die neueren Muster- Äorlageu auf bautechnischen und Handwerksgebteten mit Angabe der 7569 Der Vorstand. umher. Heute morgen bietet die Brandstätte einen rauchenden Trümmerhaufen. Der Schlauchsaal, das Gaswerk und die beiben an der Straße gelegenen Häuser sind unversehrt, die anderen Gebäude mehr oder weniger beschädigt. Der Brand- chaden ist ein großer, jedoch durch Versicherung gedeckt. — Die Verwaltung der Vereinigten Berlin-Frankfurter Gummi« waren-Fabriken erklärt, daß durch den Brand die Effek- tuierung der Ordres keinerlei Storung erleidet, da die Schwesterfabriken Berlin und Grottau durch ihre letzthin stattgefundenen Vergrößerungen den weitgehendsten Anforderungen genügen können. Koblenz, 23. Oktober. In den hiesigen Rheinanlagen erschoß sich gestern nachmittag ein Kaufmann aus Ems. gehen werde, weil ihre Eltern nicht die Einwilligung zu ihrer Verheiratung geben wollten. Das Mädchen, welches Kleidermacherin war, hat nun thatsächlich den Tod im Rhein gesucht. Bevor sie den Sprung in das Wasser unternahm, verband sich die Bedauernswerte die Augen mit einem weißen Tuche. Gestern wurde die Leiche am holländischen Bock gelandet; die Augen waren noch mit dem Tuch verbunden. Die Schwester kam gestern hierher, und hat auch auf dem Friedhof bei der Besichtigung die Leiche anerkannt. — Zur Herbstbesichtigung der hiesigen Festung ist heute vormittag der Inspekteur der Reichs Festungsinspektion, Oberst Ev erth, aus Köln hier eingetroffen und im „Holländischen Hof" abgestiegen. In Begleitung von Jngenieuroffizieren, Offizieren des Artilleriedepots und Fortisikationsbeamten besichtigt derselbe heute nachmittag den Schirrhof in der mittleren Bleiche, Dienstwohnungen und den Jngenieurbelagerungstrain, morgen aus dem linken Rheinufer, die Rheinkehle, die Hauptumwallung auf dem rechten Flügel, mit „Cavalier Pritzelwitz" beginnend und einschließlich des Rheinforts, die Forts Hartmühle und Hartenberg und weiter bis zum Neuthor. Dann die Forts in der ersten Linie vom linken Flügel bis zum Fort Gonsenheim. Am Mittwoch folgt, wie der „M. A." meldet, die Besichtigung des Vorgeländes auf dem linken Rheinuser und am Donnerstag die des rechten Rheinufers. Frankfurt a. M., 23. Oktober. Der erste vom Ausschuß für Volks-Unterhaltung veranstaltete Unterhaltungs- Abend fand gestern abend 'm großen Saale des Saalbaues statt. Welch große Anziehungskraft diese vortrefflichen Veranstaltungen ausüben, beweist der Umstand, daß schon drei Tage vorher kein Billet mehr zu haben war und der Saal bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung von einer in lautloser Stille verharrenden Menge besetzt war. Die Darbietungen, sowohl gesanglicher als auch musikalischer Art waren vortreffliche und wurden von dem Publikum nach Gebühr gewürdigt. Ein großer Teil der Teilnehmer des zur Zeit in Wiesbaden tagenden ethischen Kongresses hatte sich zu der Veranstaltung eingefunden. Gelnhausen, 23. Oktober. Ein großes Brand- Unglück hat am Freitagabend unsere Stadt betroffen: Die Gummifabrik ist abgebrannt, und damit haben ungefähr 250 Arbeiter, welche hier und in der Umgegend wohnen, vorläufig ihre Arbeitsstelle verloren — vor Anbruch des Winters ein harter Schlag für die Familien und für unsere Stadt. Das Feuer ist in dem über der Mischkammer gelegenen Giebel ausgebrochen. Einige Herren, welche zufällig vorbeigingen, bemerkten eine Flamme am Dache und meldeten dies nach der Portierstube. Sofort wurde das FeuersiAstal in Betrieb gesetzt. Aber mit einer ungeheuren Schnelligkeit breitete sich das Feuer, von dem Ostwinde getrieben, durch den Dachstock des ganzen Querbaues nach dem Kesselhause hin. Die Fabrikfeuerwehr wie die freiwillige Feuerwehr waren alsbald zur Stelle und suchten zunächst das Weiterumsichgreifen des Feuers nach dem Kesselhause zu verhindern. Es trafen bald die Feuerwehren von Haitz, Altenhaßlau, Hailer, Höchst, Roth, Meerholz und Rothenbergen ein. Immer weiter umfaßte das Feuer das Kesselhaus und schien besonders von der Rückseite in dasselbe und das Maschinenhaus durchbrechen zu wollen. Die Dampf- und Gaskessel wurden abgelassen. Die Dächer brachen ein, im oberen Stockwerke wütete ein Flammenmeer, es war von dem Mittelbau nichts mehr zu retten. Mit unheimlichem Krachen und Poltern stürzten die Maschinen hinab in den unteren Saal, wo die großen Misch- Maschinen stehen. Die hinter dem Mittelbau stehenden Gebäulichkeiten wurden ein Raub der Flammen. Der große Preßbau bot einen schrecklichen Anblick bei dem Einstürzen der einzelnen Teile und dem Durchbrechen der schweren Pressen. Von Zeit zu Zeit, wenn durch Einsturz einer Wand dem Luftzug ein neuer Zutritt wurde, stieg eine lohende Flamme in die Luft und spie eine Unmenge Funken Kein Hausschwamm bei Anwendung von Dr. H. Z e v e n e r’s Antimerulion D R. G. M. 18777. Gustav Schallehn, cnem. Fabrik, Magdeburg. Gegr. 1848 Niederlage: Gustav Walter. THEE-MESSMEB Berühmte Mischungen Mk. 2,80 und 3,50 per Pfund. Probepackete 60 und 80 Pfg. Zu haben bei den Niederlagen von Messmers Thee. Sbfehpulve^ gibt blendend weisse ; v Wäsche. i Unübertreffliches PWasch- und-1 Bleichmittel., K Allein eoht mit Namen I L Dr. Thompson L ||l u. Schutzmarke SCHWAN.II in Vorsicht fh vq? Nachahmungen! 1 1/ Odberall käuflich» 1 [ Alleiniger Fabrikant! 1 ! Ernst Steglln, Düsseldorf. die Voruntersuchung einbezogen, vom Hauptverfahren aber ausgeschieden wurden, ausführlich benannt werden. Es waren folgende: 1. daß er während seiner richterlichen Thätigkeit in Offenbach Privatgeschäfte ungehöriger Art gemacht, insbesondere sich Sicherungen durch sogenannte Offenbacher Haussegen verschafft und sich bei Errichtung von Inventaren Gegenstände zu Schätzungspreisen habe übertragen lasten; 2. daß er einen ungehörigen Brief unterm 12. Mai 1896 an Karl Albert in Vallendar gerichtet habe; 3. daß er in der Gegend von Groß-Gerau und Büttelborn in unpaffend und seiner Stellung unwürdiger Weise sich in die Rechtsangelegenheiten der Landbewohner eingemischt habe; 4. daß er bei Verkauf des Milchhofs zu Offenbach an die Seifenfabrik Liebmann und Haldy daselbst ein ungehöriges Verhalten bewiesen habe; 5. daß er gegenüber dem Oberstaatsanwalt Dr. Güngerich, dem Amtsrichter Dr. Schwarz, dem Rechtsanwalt Metz III., sowie der Armenrechtssache Jacobi ein auf unstatthafte Beeinflussung der genannten Personen und unbefugte Einmischung gerichtetes Verhalten beobachtet habe; 6. daß er den Bauunternehmer Schmenger und den Heuhändler Wartensleben in unpassender Weise zu seiner oder seiner Mündel öffentlicher Gras- oder Heuversteigerung eingeladen habe; 7. daß er sich unbefugter Weise Papier, insbesondere aus gerichtlichen Akten, zu Privatzwecken angeeignet habe; 8. daß er gegenüber dem Medizinalrat Dr. Küchler dahier und einem unbekannten Schuldner ein unwürdiges Verhalten bewiesen habe. Wegen aller dieser Anschuldigungen wurde Küchler mangels genügender Bestiesse oder mangelnder Strafbarkeit außer Verfolgung gesetzt. c m Darmstadt, 23. Oktober. Der eine der beiden Verteidiger des Redakteurs der „Franks. Ztg." Alexander Giesen, Rechtsanwalt Grünewald (Gießen), hat gegen das Urteil der Ersten Strafkammer vom 13. d. Mis. in der bekannten Strafsache beim Reichsgericht das Rechtsmittel der Revision eingelegt. Darmstadt, 23. Oktober. (Ehrung.) Herrn Geh. Hofrat Prof. Dr. Schaefer wurde bei der Wiederaufnahme seiner Vorlesungen an der Technischen Hochschule am verflossenen Freitag eine ebenso wohlverdiente, als ihn sichtlich überraschende Ehrung zuteil. Eingedenk seiner 60 Semester langen hervorragenden und hingebenden Thätigkeit an unserer Technischen Hochschule hielten es jetzige und frühere Hörer für eine Ehrenpflicht, ihren hochverehrten Lehrer, den ausgezeichneten Vertreter der allgemeinen Kunstgeschichte und weit über die Grenzen unseres Vaterlandes bekannten Gelehrten, unter Ueberreichung eines prachtvollen Blumen Arrangements in echt studentischer Weise durch begeisterte Ansprache und kräftigen Tusch zu feiern. Tiefbewegt richtete der noch heute erstaunlich jugendfrische Jubilar warmempfundene Worte des Dankes an die überaus zahlreich erschienenen Studierenden und Verehrer, die der herrlichen, von Begeisterung für das Ideale, Schöne und Wahre getragenen Rede in weihevoller Stimmung lauschten und ihr stürmischen Beifall zollten. („T. A.") Mainz, 23. Oktober. Die Versuche mit gefrorenem russischem Fleisch bei den hiesigen Infanterie-Regimentern werden fortgesetzt, obgleich sie mit Schweinefleisch schlechte Resultate ergaben. Ein Versuch mit gefrorenem Hammelfleisch war erfolgreich, das Fleisch konnte von frischem Fleisch kaum unterschieden werden. Demnächst werden Proben mit gefrorenem Kalb-, Ochsen- und Kuhfleisch unternommen. — Der Vertrags-Entwur über den Erwerb der sechs militärfiskalischen Gebäude hat die Genehmigung des Kriegsministeriums gefunden. Er wird nunmehr der Stadtverordneten-Versamm- lung zur endgiltigen Genehmigung vorgelegt. Mainz, 23. Oktober. Leichenländung. Herbst, besichtigung der Festung. Die 24jährige Tochter eines Landwirts in Spiesheim war seit dem 10. Oktober von zu Hause verschwunden. In einem an ihre Schwester gerichteten Brief teilte sie dieser mit, daß sie in den Tod » Brumataleim Pergamentpapierstreifen und Bindfade« hierzu empfiehlt 7467 Otto Schaaf. Aus dem Geschäststcben. — Prämiierung. Wie im März b. I. auf der „Ausstellung für Nahrungsmittel" zu Berlin errang sich die Dr. Theinhardts Nährmittel-Gesellschaft zu Cannstatt durch die Vorzüge ihrer bekannten Präparate: Hygiania unb Dr. Theinhard ts Kindernahrung auch im Oktober 1899 die goldene Medaille auf der Ausstellung vom blauen Kreuz in Wien. — Es ist eine Thatsache, daß die erfolgreichen Erfindungen immer einem allgemeinen Bedürfnis entgegenkommen. Die Verkehrserfindungen und diejenigen, die der Bequemlichkeit der Menschheit dienen, entspringen alle den einfachsten Gedanken, — es ist nur leider am schwersten, auf einen einfachen Gedanken fzu kommen. Wieviel Jahrtausende hat die Menschheit ohne Streichhölzer und Auerlicht auskommen müssen! Den bedeutendsten Erfindungen unseres Jahrhunderts reiht sich nun eine neue an, die auf einem verblüffend naheliegenden Gebiet gemacht ist. Jeder Mensch, auch noch der, der nicht einmal eine Talgkerze sein eigen nennt, pflegt seine Füße in Stiefel zu stecken, die er dann aus Schönheitsbedürfnis mit einer schwarzen Wichse überzieht, die das Leder über kurz oder lang brüchig macht, und wie sie der Ausdünstung hinderlich ist, nebenbei die wenig angenehme Eigenschaft hat, abzufärben und Herrenbeinkleider und Damenkleider schmutzig zu machen. Wird so ein Stiefel erst naß, so ist er gar erst unpraktisch, weil er die Feuchtigkeit durchläßt. Allen diesen Uebelständen, unter denen die ganze Kulturwelt leidet, hilft nun in vollendeter Weise die neue Schnell-Glani'Patent- bürste ab, die nach einem neuen System erdacht ist. Anstatt der schmierigen Wichse hat der Erfinder einen harten, trocknen, nicht abfärbenden Wichsstoff verwendet, der mit einer harten Bürste in ganz dünner Verteilung auf das Leder gebracht und dann mit einer weichen Bürste leise überfahren das Leder geschmeidig und undurchlässig macht. Die trockne Wichstafel besteht zum größten Teil aus komprimierten Fetten, die sich nach kurzer Zeit dem Leder in seiner ganzen Dicke mitteilen, und es somit in ungefähr den Zustand einer lebendigen Haut versetzen. Nasse Füße sind vollkommen ausgeschlossen für die Zukunft! Da diese Schnell Glanz-Patentbürste (welche in schwarz, hellgelb, gelb und braun geliefert wird) außerdem fabelhaft sparsam ist und bei einem Preis von 3 bezw. 2 Mark in elegantem Etui sehr billig zu stehen kommt, ist ihr ein kolossaler Erfolg zu prophezeien. Geradzu phänomenal ist es zu nennen, daß man im stände ist, mit der Bürste „hellgelb Aquarelle, Baupläne u. s. w. absolut wasserdicht zu bearbeiten, ohne » daß die Farben die geringste Veränderung erleiden oder gar verwischen! Das ist doch das höchste, was eine Stief.lbürste für die Kunst zu leisten vermag. Leder-Stühle, Koffer, Ledertapeten und Eichenmöbel mit unserer Bürste in der entsprechenden Farbe bearbeitet, werden wie neu! Die „Militärbürste" eignet sich auch vorzüglich für Hausdiener in Haushaltungen, für Riemen und Sattelzeug rc Die Schnell«Glanz«Patentt bürste für Haus, Reise, Sport und Armee, patentiert oder zum Patent angemeldet in allen Kulturstaaten, ist soben im Handel erschienen mit der Schutzmarke: Wichse blttzblank'wasserdicht. Guter Privat-Mittagstisch 6703 Goethestratze 46, 1 Tr. Milch- Zucker garantiert chemisch rein, empfiehlt die 7518 Löwen-Drogerie von W. Kilbinger- la. Frankftr. Würstchen, per Paar 24 Pfennig, neue Linsen, Hrtsgewerbeverein Kietze» Dienstag abend im Kaiserhof, 2. Stock: per Pfund 24 Pfennig empfiehlt W. Ullrich, Schloßgaffe 5. Gustav-Adolf-Frauenverein. Von nächster Woche an werden die Jahresbeiträge für vnferu Verein, wie alljährlich, erhoben werden. Eme größere Anzahl von Sammlerinnen hat sich freundlichst bereit erklärt, die Erhebung der Gaben für 1899 zu übernehmen. Im Jahre 1898 wurden für die Zwecke des Vereins, zur Linderung mannigfacher Rot bei armen Glaubensgenoffen, in unserer Gemeinde 1200 Mk. durch unsere fleißigen Sammlerinnen und das Wohlwollen der Gebenden zusammengebracht und durch Vermittelung des Verwaltung«, rate« in Darmstadt an 26 hilfsbedürftige Gemeinden und Anstalten verteilt Indem wir allen Gebern und Geberinnen auf diesem Wege nochmals unserem herzlichsten Dank aussprechen, bitten wir auch in diesem Jahre unsere Sammlerinnen freundlich annehmen und durch Spendung reichlicher Gaben die gute Sache unserer evangelischen Kirche fördern zu wollen. Gießen, den 21. Oktober 1899. Für den Vorstand des Gustav-Adolf-Frauenvereins: Die Vorsitzende: Der Schriftführer: 7539 Luise Wortmau«. Dr. Nauman«, Pfarrer. Silben hM u.- Läufen, Unk\ N bet ia"": « Wt tut, ft?.6" te in ® w 414 (Kn man den bie L"? falten au Gießen, Kahihifftrap 63. Frankfurter Börse vom 23. Oktober 1899. s1/. Deutsche ReickSanl. 8 Preuß. TonsotS 81/, Gr. Hessische DbL 4 Stadt Darmstadt v. 1891 4 Stadt Wonn« unL b. 1901 7, Frantttr. Hyp. Bk unk. b. 1906 96.60 4 7t Frkf.Hyp.Errd.v.unk.b.1906 95 20 4 bto. unk. b. 1907 101.00 4 DeutscheSrdsch.B.unk.b.1904 101.00 4 Geld ' Brief Geld 16.16 Franz. Banknoten 80 95 20.89 Detzerr. bto. 169.35 4.16 Americ. 4.177, Neuester vervollständigter Placat- Fahrplan enthaltend die Fahrzeiten der auf den Stationen Giessen, Frankfurt a. M., Cassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, Fulda, Alsfeld, Gelnhausen, Nidda, Stockheim, Gedern, Schotten, Laubach und Londorf ankommenden und abgehenden Eisenbahnzuge, sowie die Fahrzeiten der Bieberthalbahn, zum Preise von 20 Pfg. in der Expedition des Giessener Anzeigers vorräthig. — Der Fahrplan kann auch durch die Austräger des Giessener Anzeigers bezogen werden. XXXXXXXXXXXXXIOOOCXXXXXXXXXXXXXXI Asra Asra Asra 7547 Hochachtungsvoll Wilh. Fischer. 7431 Achtungsvoll A. Springmann 7522 Omen großen Dosten Winlerhandschuhe enorm billigen Preisen zu 7284 J. Kaan „ am Strümpfe u. Socken Unterkleider empfiehlt von unter Mitwirkung von Lola Mcrzellii Arrm ersten Wate hier: ° stui zwei G. Mercelli Hessischer Hof. Empfehle meinen bürgerlichen Mittagstisch zu 70 Pfg. u. höher, ff. Frankfurter und Cnlmbacher Bier (Petzbräu), reiue Weine, sowie Pa. Apfelwein und Apfelmost. Pfeiffer & Diller’s in Dosen. (Originalmarke). Feinster Kaffee-Zusatz. Fabrik; Horchhelm bei Worms a. Rh. Duchet, so werdet Ihr finden. W Dieb "W eften nnb doch biHigenKchuhwatti! trrffrn M Markt am 25. Oktober hier ein, und bietet daher dem geehrten Publikum die große Gelegenheit, sich zu überzeugen. — Ein großer Posten Damen'Schuhe aller Sorten, kleine Nummern, werden zu sehr billigen Preisen verkauft. Damen-Zugstiefel von Mk. 2.50 an. Ein großer Posten Herren', Damen- und Kinderschuhe mit kleinen Fehlern von 50 Pfg. an. — Ein Posten Landschuhe für Herren, Damen und Kinder zu ledern annehmbaren Preis. — Auch ein Posten Hemden, Hofen, Korsett-, Jacken, warme Weste« zu sehr herabgesetzten Preisen. W* Mein Stand vefindet sich wie bekannt am Oswalds Garten. Q _____ AlleS Nähere durch die Tageszettel. Während den Raufen: Konzert. y Kaffenöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. S rv cn . Sperrst- 1 MS., 2. ^tatz 50 A»fg- 7532 O Im Vorverkauf m den C'garrenhandlungen von Netter, Lindenplatz, und Z AnSek, SelterSweg, sowie in Steins Saatvau. An der Abendkaffe: Sperrsitz 1.20 Mk., 2. Platz 60 Pfg., Gallerte 40 Pfg. q Mittwoch nschmittsg 5 Nhr: SLtrs-Schüteroorstktluug. ooDrocöoooQooaoaoooooooooooaooaooaDr a a Q O KteKtrische Kantaste- und Kaleidoskop-Tänzerin. O Ferner: Die lebenden und singenden Delgemülde. Theater unter Waffer. O Der freischwebende Fakir. Alle Uhren der Herrschaften gehen auf Befehl falsch. | Steins Saalbau Mittwoch den SS. Oktober 1899: Nutz- und Brennholz-Vcrkauf. Bei dem allgemeinen Submiffionstermin am Montag den 6. November I. I., mittags 1 Uhr, im Lenz'schen Felsenkeller zu Gießen kommen seitens der unterfertigten Stelle folgende Holzquantitäten -um Ausgebot: Berwaltungs- Bezirk. D. — Dberförsterei R. — Revier. Siche« Auchen. Nichte«. Ate fer«. ia E § g L Lärche Bahnstation. Bauholz c E o. wC S E E E d Z Brennholz Bauholz Grubenholz •« *Q -a c ”= c Bauholz Grubenholz Bauholz * G ■X ’S •6 (S Reisknüppel (Kohlholz) fm fm rm fm rm fm | fm — — 6001 1000 250 — 190 50 — — — rm — — — — 280 900» — 250 220 — — 800 — — — 925 fm 1140 425 320 — 180 160 — — — 130« 745» 695 200 160 — — — — — — 56 — 800 1203 4 16796 2186° — — — — 500' 200 539 — — —— — _ — 120 — — 26 — 800 60 — 607 40 Schlüchtern, Steinau, Lauter- rc. merkungeu. 1 Scheit und Prügel, 2 Schickthaufen mit doppelter Stirnfläche, zu Eellulofeholz geeignet, III. und IV. Klaffe, 6 IV. Klaffe, 6 IV. und V. Klaffe 7 60 fm schwaches Erlen-Stammyolz (das auf 9 Bemerkungen. Näheres Wallthorstratze 4. 7014 empfiehlt bald gesucht. 7567 18 7287 Ein Kji-hkliMchkn für die neuen Kliniken auf als. bach rc. Lauterbach, Salzschlirf rc. Lauterbach rc. Desgleichen. Lauterbach und Alsfeld rc. Lauterbach, Schotten, Mücke Mücke, Niederohmen rc. Untat ijiutö NM Kurz- und Modewaren N. Naxburg R. Schönberg D. Effenbach O. Ziegenberg O. Caffen R. Dberwald R Dberohmen III. Klaffe, 4 III. und IV. Klaffe, 6 IV. Klaffe, 6 IV. und V. Klaffe 7 60 fm schwaches Erlen-Stammyolz (das auf Verlangen auch in 2 m langen Röllern geliefert wird). Unter den Fichten und Kiefern befinden sich Stämme, die sich zur Anfertigung von Telegraphenstangen eignen. Die Gebote sind nach Klaffen der reichsländisck-badischen Holztaxe (Heilbronner Sortierung) abzugeben. Die Stärke meffung erfolgt mit der Rinde Minimalmaße für Nadelstammholz: I Klaffe bei 18 m 30 cm, II. Klaffe bei 18 m 22 cm, III. Klaffe bei 16 m 17 cm, IV. Klaffe bei 8 m 14 cm, V. Klaffe alles schwächere Stammholz. Areiherrlich Medesel'sche Aentkammer in Lauterbach. Kessen Euleseld. Baby-Seife die mildeste Kletukinderseife der Welt, Stück 30 Pfg., empfiehlt 7356 Otto Schaaf. Wollene Damen- und Kinder-Strümpfe, Kerren-Socken in allen Preislagen. Auch kurzweg genannt: 4 Eulen-Seife. ► Das Beste und Erfolg- roichete was Damen zur Pflege der Haut und was Mütter zum Waschen der Kinder verwenden können. Erhältlich überall zu 40 Pfg. Die Gebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Holzverkauf iu Gießen" bis zum Samstag den 4. November, abends, an das Fürstlich Stolberg'sche Rentamt zu Ortenberg (Oberhessen) einzureichen. Nähere Auskunft erteilt die 03831] Em tüchiger Schreiner findet dauernde Beschäftigung bei Philipp Hofmann, Heuchelheim. 03807] Ein zuverlässiger Bäckergehilfe findet dauernde Beschäftigung. L. Gchaveck, Bäckerei u. Wirtschaft, Lollar. Zimmergesellen Arbeiter in mein Dampfsägewerk gesucht. 7401 Georg Tchnbecker, Bismarckstraße 22. 7548] Einen tücht. Wagnergeseven sucht sofort dauernd bei hohem Lohn Konrad Stephan, Großen-Buseck. Ein Bursche Wilhelm Löber, Bäckermeister. 7163] Ein möbliertes Zimmer zu ver- mieten. GrÜnbergerstratze 3, II. 03792] Ebelstratze 2 zwei freundliche Zimmer zu vermieten.____________ 7102] Geräumige Mansardenwohnung per Anfang November zu vermieten. Wilh. Reiber, Bahnhofstraße 63. 7321] Der zweite Stock in unserem Hause, neu hergerichtet, bestehend aus 7 Zimmern mit allem ZubehSr und Anteil am großen, hübschen Garten, ist alsbald zu vermieten. _________E. Friedberger Söhne. 7858] Mansardenwohnung, 3 freundliche Zimmer, Kücke, Wasserleitung nebst allem Zubehör, für 1. November, auch später, zu vermieten. Rordanlage Iß. 7429] Eine 6 Zim.-Wohnung und eine 3—4 Zim.-Wohnung mit allem Zubehör sofort zu verm. Grünbergerstratze 13. 6827] Schöne geräumige 5-Zmimer- wohnung (1. Stock) mit allem Zubehör sofort zu vermieten. Ehr. Zimmer, Bahnhofstraße 12. 03786] Im 2. Stock Nordanlage 1 ist eine 3-Zimmerwohn. nebst all. Zub. per sof. od. später zu verm. Näh. Nordanlage 1,1. 6766] In meinem Hause Grünbergerstraße 24 ist der erste Stock zu vermieten. _______________M. Gteinmeyer. 6365] 6-Zimmerwohnung mit Zubehör per sofort zu vermieten. Zu erfragen Bahnhofstratze 37. Der 3. Stock im Haufe Grunbergerstr. 12, best. aus 6 Zimmern n. Zubeh. sof. z verm. 7428] Schön möblierte, mit allem Komfort der Neuzeit eingerichtete Zimmer zu vermieten mit oder ohne ganze Pension. ___________________Moltkestratze «♦ 03780] Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. Bleichstratze 13, III. 7529] Braves Mädchen, welches gut bürgerlich kochen kann und auch etwas Hausarbeit übernimmt, gegen guten Lohn für sofort oder 1. November gesucht. Solche mit guten Zeugnissen wollen sich melden bei Frau Anna Schirmer, _______________Marburgerstraße 4. Reinliches Laufmädchen tagsüber gesucht. 03828 __________Ludwigstratze 27, pari. 03834] Laufmädchen oder Frau gesucht. __Lahnstratze 11. Laufmädchen zum 1. November gesucht. Grünberger- straße 10, 1 Treppe hoch (Neubau). 03813 7487] Ein Laufmädcken gesucht. Bahnhofstratze 61. 7348 7498] Möbl. Zimmer zu vermieten, «sterweg 26, II Vermietungen (Mene stellen Ukrschitdents