Hart 1S99 Nr. 172 Zweites Blatt Dienstag den 25. Juli Gießener Anzeiger Hemmt-Anzeiger g8q*8»prti* vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pf, mit BringerlohL «*ne>ee «nzeigeu |u der nachmittag- für d« enden tq erscheinenden Nummer fcü vor«. 10 Uhr. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen des In- und Lu-laude- nehmen Anreizen für den Gießener Lnzeiger ent,«,«. Bei Postbezu, R Mark 50 Pf,, vierteljährlich -rscheint tt,Nch mit Ausnahme des Montags. Sk Gießener »erden dem Anzeiger »tchentlich viermal beigelegt. Anrts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. 545s» S’ments No. 6 r8 Herrn Schulz. ” »Bärenhäuter", zn_ 5‘. von Thomas. ““ Waher von Wald- ’eiQ Abend in Wien, irompeten von Mayr ‘Laybe. S.Seleotio. t n^e. ' 9 Orouer t Benutzung der vier Solo für Xylophon von tP°Qrn von Recklinp mann- (Mit Benutzung itrde 50 Pfg, iiolhL fab spätestens biß x olhel wegen größerer i :dibliothekar: iipt Nft püllMlh: nerfcff. ^er Vorstand. Schäfer, Luih'lstratze 15. nnflericbtet und fliojoilifl? Sjjeniion. hervomgend bommerfrifdie. Aeußerst 5a0£ ^Lertrirb eines be» V l Brunnens Allein-Vertretung Imaeflenb einem solventen - Ml L-Cfnt'" » ■» * »**' ”•& N. __ k" Schule! bau- Dir. Pet Wg ehe I-ehrro | im/ne torlo^W )SS. IbetttN» ,Ken» ^b. Obt ßbl •sStg rSS- 9990 10(1,00 25 40 100.15 61.40 100JO 99 80 101-6® 10Ü.W 101.6° 98.06 3(li grttf gj.iS 169.6° 4.16V,- ReUttbn, Lspeditton und Druckerei: F4«kßr«tze Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische DalKsKunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Gieße»« Fernsprecher Nr. 51. Hundstage. Wir sind in die sprichwörtlich heißeste Jahreszeit eingetreten, welche insbesondere für die Ausbrütung von Enten so sehr geeignet sich zeigt und fast in jedem Jahre mehr oder weniger positiv lautende Reichskanzler- und Ministerkrisengerüchte gezeitigt hat. Wenn das diesmal noch nicht der Fall gewesen ist, so hat das seinen Grund darin, daß vorläufig noch eine Reihe anderer politischer Ereignisse ausgebeutet werden kann, welche das allgemeine Jnteresie in Anspruch nehmen und weiten Spielraum zu den gewagtesten Kombinationen gewähren. Freilich ist damit nicht gesagt, daß im weiteren Verlauf der Hundstage auch Reichskanzler und Minister auf alle Fälle ihrem Schicksale entgehen. Die Absage des Kaisers, an der Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals teilzunehmen, steht noch immer im Vordergründe der Erörterungen, wenn der Gegenstand auch schon weidlich nach allen Seiten hin beleuchtet worden ist. Als die Nachricht von der Absage eintraf und offiziös ohne jede Begründung blieb, da lag vielleicht der Gedanke nahe, daß Rücksichten auf die innere Politik in Frage kamen, deren Erörterung als nicht geraten betrachtet wurde, und in diesem Sinne wurde dann auch von dem größten Teil der Presse die Sache beleuchtet und zu einer Staatsaktion ersten Ranges gestempelt. Mit welchem Recht, geht aus der Meldung hervor, welche jetzt verbreitet wird, daß nämlich der Kaiser mit der von den städtischen Behörden Dortmunds erbetenen Verschiebung der Einweihungsfeier sich einverstanden erklärt und seine Teilnahme für einen späteren, noch nicht festgesetzten Zeitpunkt zugesagt hat. Daß für die Absage des Kaisers ganz einfache persönliche Gründe Vorlagen, darauf sind nur wenige verfallen, die sich aber mit ihrer Ansicht gar nicht hervorwagen durften; denn es wäre gegen alles Herkommen gewesen, in den Hundstagen die Dinge mit nüchternen Augen ansehen zu dürfen. Vielleicht haben unsere sensationslüsternen Politiker geahnt, daß die Dortmunder Affaire im Sande verlaufen würde. Deshalb sorgten sie schnell für Ersatz und schmiedeten die Zusammenkunft des deutschen Kaisers mit dem Zaren zu Wiesbaden in der ersten Hälfte des Monats August. Es mußte dazu natürlich auch eine besondere Veranlassung geschaffen werden, und diese gab, da augenblicklich keinerlei Verstimmung zwischen der deutschen und der russischen Regierung zu beseitigen ist, die Friedenskonferenz im Haag. Das Resultat dieser Konferenz sollte noch einmal zwischen den beiden mächtigsten Herrschern besprochen und besiegelt werden, nachdem die Delegierten ihr Werk beendet hatten. Wir wollen es überhaupt dahingestellt sein lassen, ob wirklich eine Zusammenkunft des deutschen Kaisers mit dem Zaren in Aussicht steht, aber wir meinen, daß dazu gar keine politischen Gründe vorzuliegen brauchen. Der Zar besucht den verwandten Darmstädter Hof, und nichts ist natürlicher, als daß er während eines mehrwöchentlichen Verweilens in Deutschlands mit dem befreundeten deutschen Kaiser zusammentrifft und mit diesem Gruß und Handschlag tauscht. Daß eine solche Begegnung immerhin von politischer Bedeutung ist, wollen wir nicht verkennen, denn sie legt Zeugnis ab von den guten Beziehungen, welche zwischen beiden Reichen und Regierungen bestehen, aber schon vorher nach besonderen Veranlassungen zu derartigen Zusammenkünften zu suchen, erscheint gewagt und überflüssig.xx Deutsches Keich. Darmstadt, 22. Juli. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin werden, von Langenburg kommend, heute abend lO1^ Uhr auf Jagdschloß Wolfsgarten, wohin die Großherzogliche Hofhaltung nunmehr verlegt worden ist, eintreffen. In Begleitung für den Aufenthalt auf Wolfsgarten befinden sich Schlüsseldame Freiin v. Grancy und Major Frhr. v. Röder. Mainz, 22. Juli. Heute vormittag wurde dem Redakteur Franz Koepgen vom „Mainzer Journal" und dem Redakteur Malten von den „Neuesten Nachrichten" die Anklageschrift zugestellt. Die Anklage lautet auf Beamten- Beleidigung, begangen durch den bekannten Artikel vom 21. Mai. Bisher glaubte man, das Verfahren gegen die beiden Redakteure sei eingestellt. Berlin, 22. Juli. Der Kaiser wird sich beim Leichenbegängnis des Großfürsten-Thronfolgers durch den deutschen Botschafter am russischen Hofe, Fürsten Radolin vertreten lassen. Berlin, 22. Juli. Der bisher heißeste Tag dieses Jahres war der gestrige Freitag, der eine Temperatur aufwies, wie sie in der hiesigen Gegend seit fünf Jahren nicht mehr beobachtet worden ist. Die Registrier-Skalen der schreibenden Thermometer reichten nicht aus, um die enorme Hitze anzuzeigen. Dieselbe erreichte gegen 3% Ufjr nachmittags ihren Höhepunkt mit 29,4 Grad. Unter dieser enormen Hitze hatten Menschen nnd Tiere schwer zu leiden. Mehrere Personen wurden vom Hitzschlage betroffen. Sechs am Sonnenstich gefallene Pferde mußten der Abdeckerei überwiesen werden. Berlin, 22. Juli. Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht das Gesetz betreffend die Versetzung richterlicher Beamten in den Ruhestand, vom 13. Juli 1899. Berlin, 22. Juli. Wie der „Post" zufolge in Berchtesgaden verlautet, dürfte die Abreise der Kaiserin von Berchtesgaden erfolgen, sobald der Kaiser von seiner Nordlandreise wieder in Kiel eingetroffen ist. Dies wird voraussichtlich schon in den ernsten Tagen des nächsten Monats der Fall sein. — Zur Nordkanalfrage. Am 15. Juli tagte zu Heide der Provinzialausschuß des Bundes der Landwirte für Schleswig-Holstein usw., der folgende Resolution einstimmig annahm: Der heute versammelte Ausschuß des Bundes der Landwirte, Abteilung Schleswig-Holstein, bittet die Herren Abgeordneten der Provinz, die Vorlage betr. den Bau des Mittellandkanals abzulehnen. Gründe: 1) Vom verkehrstechnischen Standpunkt aus erscheint der Bau von Kanälen nicht zeitgemäß (zehnjährige Bauzeit u. a. m.) Vielmehr müssen Steigerungen durch Ausbau des Eisenbahnnetzes (Schleppkähnen u. dgl.) ausgenommen werden. Um so mehr als 2) in finanzpolitischer Beziehungen Eisenbahnen, die sich erfahrungsgemäß gut rentieren, den Kanälen, die sich erfahrungsgemäß nicht rentieren, vorzuziehen sind. Zu bedenken ist dieses umsomehr, als die preußische Finanzgebarung sich wesentlich auf den Eisenbahn-Einnahmen aufbaut, deren voraussichtlicher Ausfall durch Erhöhung der direkten Steuern gedeckt werden müßte. 3) Vom volkswirtschaftlichen Gesichtspunkt ist die Vorlage zu verwerfen, weil durch sie ein Güteraustausch wesentlich in der Richtung bewirkt wird, daß ein deutscher Erwerbszweig den anderen deutschen Erwerbszweig auf dem bisherigen Markt schädigt. (Rheinisch-westfälische Industrie contra sächsische und schlesische, östliche Landwirtschaft contra westliche, ruinöser Wettbewerb für beide.) Die Einfuhr der Rohstoffe des Auslandes im Wettbewerb mit den inländischen würde begünstigt werden. Feuilleton. Iranziskas Sommersreuden. Eine fröhliche Geschichte von Alwin Römer. (Nachdruck verboten.) (1. Fortsetzung.) „Das freut mich! Das freut mich!" äußerte er end- lich. „Der hat Dir Naseweiß tüchtig eins drauf gegeben. . . . Du hast's doch schon gelesen? Oder nicht? . . . Dicht hinter Deinem schnoddrigen Verse vom Freitag. Hör' zu: „2)u hast Tinte, Kaffee und Beefsteak quittiert Durch wunderbar ähnliche Verse, o Fränzchen! Doch daß Dick die barte Feder geniert!? Was nahmst Du nicht eine von Deinen, Du Gänschen?" „Aber das ist ja empörend!" rief die junge Dame, und fuhr dabei von ihrem Platze hoch. „So eine Unverschämtheit!" „Wie man in den Wald schreit, so hallts wieder," lachte der Alte. „Das kann Dir gar nichts schaden." Darauf blieb Franziska die Antwort schuldig. Sie hatte das ärgerliche Buch zur Hand genommen und studierte die Unterschrift. In schönen, kräftigen Zügen stand unter der fatalen Strophe: „Roderich Weinhold" . . . In dem Briefe, den sie am Abend dieses trotz aller Sonne düsteren Tages an ihre Freundin Helene schrieb, konnte sie es nicht über sich gewinnen, die abscheuliche Entgegnungsstrophe dieses Unholds zu erwähnen; wohl aber berichtete sie ziemlich leidenschaftlich von einem Zwecke, der fortan alle Langeweile aus ihrem Leben bannen würde. Das sei der Haß! Unauslöschlicher, weißglühender Haß gegen einen Menschen namens Roderich Weinhold. Auf ihre Anfrage, wer das sei, erhielt Helene auf einer Postkarte die Nachricht, daß Franziska das leider selber noch nicht wisse, hoffentlich aber noch in Erfahrung bringe. „Seltsamer Haß," dachte die junge Lehrerin, und korrigierte ihre Aufsatzhefte weiter . . . In Fichtenstein hatte die Kurkommission zur Belebung des gesellschaftlichen Verkehrs der Sommerfremden einen Ball arrangiert. Franziska war eine leidenschaftliche Tänzerin, hatte aber unter der Schar der Kurgäste jo herzlich wenig Bekanntschaft, daß sie nur selten dazu aufgefordert wurde, ihren Walzer- und Rheinländer-Enthusiasmus bethätigen zu können. Gott sei Dank tanzten die meisten der Herren so schauderhaft schlecht, daß sie garnicht böse darüber war. Nur einer war ihr aufgefallen, der ein Meister zu sein schien in dieser Kunst: ein großer, schlanker Mann von etwa dreißig Jahren mit einem sonnengebräunten, prächtig geschnittenen Kopf, dem die ironischen Falten an den Augen etwas Ueberlegenes gaben, das sie an anderen Männern noch nicht bemerkt zu haben glaubte. Und eine unwillkürliche Freude überflutete sie, als sie sah, wie er bei einem eben beginnenden Walzer endlich auch zu ihr trat, um sie zum Tanze aufzufordern. Es mußte eine Lust sein, mit diesem eleganten Tänzer durch den Saal zu schweben. „Gnädiges Fräulein gestatten, daß ich mich vorstelle," sagte er, und strich ein wenig verlegen über seinen Schnurrbart. „Heiße Weinhold!" „Weinhold?" murmelte sie, und sank zurück auf ihren Stuhl. „Roderich Weinhold?" „Ganz richtig!" erklärte er befremdet. „Darf ich bitten?" „Ich bedauere!" sagte sie schneidend. „Denn ich tanze nicht bester, als ich Verse mache. Und da Ihnen meine Verse nicht genügt haben, so . . ." „Ich verstehe nicht, gnädiges Fräulein!" stotterte er. „So denken Sie an das Fremdenbuch auf der Adlerhöhe. Ich bin Franziska Wolfram!" „O weh," stammelte er, „Sie sind —" Aber sie ließ ihn nicht dazu kommen, auszureden oder sich zu entschuldigen. Mit dem ganzen Stolze ihrer gekränkten Mädchenwürde rauschte sie davon, in das Zimmer hinüber, wo Papa sich zum Skat niedergelassen hatte. Glücklicherweise hatte auch der nicht mehr Lust, zu bleiben. Eine Viertelstunde später waren sie schon unterwegs nach ihrem Sommerquartier. Natürlich verhehlte sie dabei ihrem Vater nicht, an wem sie Rache genommen. Leider wollte der jedoch das Niederschmetternde der Situation für Herrn Roderich Weinhold nicht einsehen. „Er wird jetzt um so tiefer überzeugt sein, daß er recht hatte," urteilte der Major. Aber was verstand schließlich ein alter Mann von spitzfindigen Geschichten? Roderich Weinhold hatte, ehe er zu der ihm so verhängnisvoll gewordenen Vorstellung gekommen war, schon lange seine Freude an dem frischen, feinen Gesicht Franziskas gehabt. Alle Vergleiche, die er angestellt hatte, waren zu ihren Gunsten ausgefallen. Diese großen, dunklen Augen waren so tief wie der Waldsee drüben im Kaisergrunde, und das volle, blonde Haar konnte die Elfenkönigin nicht prächtiger haben. Auch der ein wenig mokante kleine Mund hatte ihn gereizt. Ganz sicher war das ein interessantes, lebhaftes Geschöpfchen, wie er sie für sein Leben gern hatte! Und er freute sich schon auf das lustige Geplauder, das er mit ihr anspinnen wollte. Da mußte ihm diese Fatalität begegnen! Es war um wild zu werden vor Aerger, und er verfluchte innerlich seine Thorheit, die ihn verleitet hatte, das Fräulein dem Adlerwirt zu Gefallen abzuführen, gegenüber dem Verse, der die „Adlerwirtschaft" einer so schnöden Kritik unterzogen. Jedenfalls war ihm das Vergnügen an diesem Balle, zu dem ihn die Kurkommission aus der Oberförsterei Riesbeck herübergebeten hatte, gründlich verleidet, und so kam es, daß er sich schon vor Mitternacht — sehr zum Bedauern der tanzlustigen Damen — auf den Heimweg machte. Das Bild seiner schönen Feindin verließ ihn unterwegs keinen Augenblick. Es schlich sich auch mit in seine Träume. Und als er am anderen Morgen an Stelle des verreisten Oberförsters in den Wald schritt, um die Forstarbeiten zu inspizieren, hörte er zwischen dem Flüstern und Weben des Laubes und dem tiefen Gurren der wilden Tauben immer noch eine trotz aller Schärfe bezaubernd liebliche Stimme sprechen: „Ich bin Franziska Wolfram." (Fortsetzung folgt.) 2l(§ Ausnahme ist der Küstenkanal zu befürworten, weil er 1) geeiget ist, den Wettbewerb der englischen Kohle auszuschließen, 2) die deutschen Küstenstädte im Gegensatz zu den holländischen Häfen wirtschaftlich zu fördern, 3) die Küstenverteidigung zu vervollkommnen. — Weinproben. Bei der Sachverftändigen-Be- ratung, welche im Februar im Neichsgesundheitsamt über die Abänderungsbedürftigkeit des Weingesetzes stattgefunden hat, ist von mehreren Seiten zur Sprache gebracht worden, daß von Gemeindebehörden, Bürgermeistern und Handelskammern über die Herkunft und Reinheit der Weine zuweilen Bescheinigungen ausgestellt werden, welche die wünschenswerte Zuverlässigkeit vermissen lassen. Das bayerische Ministerium des Innern hat in dieser Richtung Erhebungen angestellt, aber in Bayern besondere Mißstände der gedachten Art bis jetzt nicht gefunden. Hieran anknüpfend rst in einer Entschließung des bayerischen Ministeriums bemerkt: „Sowohl im Interesse des ehrlichen Weinhandels, als auch im Interesse der Konsumenten, ferner zur Wahrung des eigenen Ansehens der betreffenden Behörden und Organe wird stets darauf zu achten sein, daß dieselben in der Ausstellung fraglicher Zeugnisse nicht über ihre Zuständigkeit hinausgehen und im übrigen mit größter Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit verfahren. Andernfalls besteht die Gefahr, daß durch solche Atteste unlauteren Geschäftsgepflogenheiten im Weinhandel Vorschub geleistet wird. Die Aussteller der Zeugnisse werden deshalb vor jeder Bestätigung eine genaue Prüfung des Sachverhalts vorzunehmen haben, und nur dann die nachgesuchten Bescheinigungen ausstellen dürfen, wenn sie die Gewißheit haben, daß damit kein Mißbrauch getrieben werden kann, und wenn sie für die Richtigkeit der bezeugten Thatsachen unbedingt eintreten können. Vorsicht erscheint um so mehr geboten, als die Feststellung der Identität und Unverfälschtheit des Weines bekanntlich mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist." ~ Ju Hamburg ist wegen Lohnstreitigkeiten von den Steinarbeitern über einige Grabsteingeschäfte die Sperre verhängt worden. Darauf ist, wie die „Sächs. Arbeiterzeitung" behauptet, gegen den Vertrauensmann der Steinarbeiter folgender Strafbefehl erlassen worden: Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird gegen Sie wegen der Beschuldigung, hier in unverjährter Zeit die Steinmetzmeister Witte, Frohnhöffer und Lutzemann durch Verrufserklärung zu bestimmen versucht zu haben, Verabredungen zum Behufe der Erlangung günstigerer Lohnbedingungen Folge zu leisten (Vergehen gegen § 153 der Gewerbe Ordnung) eine Gefängnisstrafe von einem Monat festgesetzt." — Die Verhängung einer Sperre wurde bisher nicht als Vergehen gegen § 153 der Gewerbe-Ordnung aufgefaßt. Die Sperre vertritt denselben Zweck wie das Strikepostenstehen. Sie rst eine Mitteilung durch die Presse, wie dieses eine Mitteilung von Mund zu Mund ist. Wenn es nun mit Gefängnis bestraft werden kann, daß Arbeiter in Strikefällen ihre Kameraden auffordern, keine Arbeit in dem Betrieb zu verrichten, mit denen die Ausständigen im Streit liegen, wozu, muß man immer wieder fragen, brauchen wir noch eine Zuchthausvorlage? Geestemünde, 22. Juli. Die französischen Marine- Offiziere besichtigten heute den Lloyddampfer „Kaiser Wilhelm der Große". Die deutschen Marine-Unteroffiziere veranstalten heute für ihre französischen Kameraden einen Bierabend. Osnabrück, 22. Juli. Auf der Georg-Marien-Hütte fanden in zwei Hochöfen Explosionen statt. Mehrere Arbeiter wurden verwundet. Leipzig, 23. Juli. In Löbtau sind weitere 50 Erkrankungen an Typhus vorgekommen, die Zahl der überhaupt Erkrankten beträgt bereits über 100. Von der Krankheit werden zumeist Personen im Alter von 15 bis 30 Jahren befallen. Die Aufregung unter der Bevölkerung ist im Steigen. — König Alberts Fünzigjahrfeier. Freitag Mittag empfing König Albert im Schloß Pillnitz eine zu । feiner Jubelfeier als Ritter des preußischen Ordens „Pour le mente“ vom Kaiser entsandte Glückwunschabordnung, bestehend aus dem General-Feldmarschall Prinzen Albrecht von Preußen, Regenten von Braunschweig, dem kommandierenden General des 16. Armeekorps General der Kavallerie Grafen von Haeseler, dem kommandierenden General des 3. Armeekorps, General der Infanterie von Lignitz und dem Generalmajor Frhrn. v. Schele. Die Abordnung überreichte im Auftrage des Kaisers dem Könige die goldene Krone zu dem genannten Orden. Dabei richtete Prinz Albrecht an König Albert eine Ansprache, die etwa folgendermaßen lautete: „Ich habe von Sr. Majestät dem Kaiser den ehrenvollen Auftrag erhalten, Allerhöchst Seinen herzlichsten und aufrichtigsten Glückwunsch zum heutigen I Tage darzubringen, zu dem Tage, an welchem fünfzig Jahre vergangen sind, daß Ew. Majestät der Orden „Pour Io mente“ verliehen wurde. Zugleich habe ich auch den ehrenvollen Auftrag, ein Allerhöchstes Handschreiben zu überreichen, welches eine Dekoration des Ordens „Pour le I mente begleitet, die einzig in ihrer Art und mit der köniq- uchen Krone geschmückt ist." König Albert nahm hierauf das Ordensetul entgegen und erwiderte etwa folgendes- „Es freut mich außerordentlich, daß Se. Majestät der Kaiser diesen Tag t« Gedächtnis behalten haben, und werde I ich meinen Dank hierfür noch besonders aussprechen Es ist, nun das dritte Mal, daß mit der Orden „Pour le mente“ verliehen wird Das erste mal vom Onkel, das zweite mal das Eichenlaub von Kaiser Wilhelm und das Nial heute. Ich werde diese Auszeichnung in stetem Gedächtnis behalten wahrend meines wohl nur noch kurzen Lebens. Denn wenn man 71 Jahre alt ist, kann man jederzeit abberufen werden." Bei der nach dem Empfange der Abordnung stattgehabten Prunktafel von 40 Gedecken I brachte König Albert folgenden Trinkspruch aus: „ Hoch erfreut und gerührt von dem neuen Beweise der Teilnahme I Sr. Majestät des Kaisers, die mir heute wiederum zu Teil geworden ist, fordere ich mit dankerfülltem Herzen die Anwesenden auf, die Gläser zu erheben und zu leeren auf das Wohl Sr. Majestät des deutschen Kaisers. Sr. Majestät der Kaiser lebe hoch!" Nach dem Trinkspruche brachte Prinzregent Albrecht einen Trinkspruch auf König Albert aus. Der Prinzregent feierte in längerer Rede die ruhmreichen Thaten, das erfolgreiche Wirken des Königs und schloß etwa mit folgenden Worten: „Se. Majestät der Kaiser wünscht und hofft,' daß Ew. Majestät die heute empfangene Dekoration, die einzig in ihrer Art ist, lange tragen mögen in Erinnerung der glorreichen Siege Ew. Majestät, des mühevoll errungenen Ruhmes, sowie des Bewußtseins treuer Pflichterfüllung zunächst auf militärischem Gebiete in Krieg und Frieden. Se. Majestät der Kaiser wünscht und hofft ferner, daß Ew. Majestät Schalten und Walten auch fernerhin zum Segen und Heil Ihres Landes gedeihen möge, wie bisher. Im Allerhöchsten Auftrage erhebe ich das Glas auf das Wohl Euerer Majestät. Se. Majestät der Allergnädigste König und Herr lebe hoch!" — Die Leiche des russischen Großfürsten- Thronfolgers trifit Montag in Petersburg ein und wird am selben Tage nach der Peter-Pauls-Kathedrale übergeführt. — Unfall der Kaiserin. Die örtlichen Schwellungen haben abgenommen und gestatteten Freitag die Anlegung eines feststellenden Verbandes an dem verletzten Unterschenkel. Der Verband wird gut ertragen und beseitigt die noch vorhandenen Beschwerden völlig. Als Verbandmittel haben die Aerzte, wie man uns aus Berchtesgaden mitteckt, statt des Gipses Wafferglas gewählt, das dieselben Dienste thut wie Gips, allerdings etwas schwerer fest wird, dafür aber verhältnismäßig leicht ist, so daß die Kaiserin in den nächsten Tagen das Bett verlassen und auf dem Sofa ruhen wird, ja erforderlichenfalls ein wenig wird umhergehen können. Bisher sind noch keine Entscheidungen darüber getroffen, ob die Kaiserin bis zu ihrer vollständigen Genesung in Berchtesgaden verbleiben oder nach Wilhelms- Höhe übersiedeln wird. Dies hängt von den jeweiligen Umständen, den Anordnungen der Aerzte und dem gemeinsamen Wunsche des Kaiserpaares ab. Im übrigen trägt die Kaiserin ihr Geschick mit größter Geduld und sieht jetzt, da sie fieberfrei ist, des öfteren ihre Kinder an ihrem Krankenlager. M.P.C. Das im Reichsschatzamt ausgearbeitete Zoll- tarifschema unterliegt zur Zeit der Begutachtung seitens der Emzelregierungen. Auf Grund der demnächst einlaufenden Gutachten der Regierungen wird im Herbst eine nochmalige Durchprüfung des Schemas stattfinden und das letztere dann dem wirtschaftlichen Ausschuß zur Vorberatung handelspolitischer Maßnahmen unterbreitet werden. Wie । bald der Bundesrat sowie der Reichstag mit der Angelegenheit werden befaßt werden können, läßt sich vor der Hand noch nicht sagen. M.P.C. Es ist sehr angenehm aufgefallen, daß die ersten Nachrichten über den Unfall der Kaiserin vom Oberhofmeister derselben Freiherrn von Mirbach direkt an die Zeitungen gegeben wurden. Dadurch ist dem Entstehen von falschen Gerüchten von vornherein vorgebeugt worden. Diesem leistet sehr oft gerade die offizielle Berichterstattung dadurch Vorschub, daß sie zu spät einsetzt und daß sie sich des äußersten Lakonismus befleißigt. In welchem Maße begründet die schon lange bestehenden Wünsche sind, es möchte in der gesamten Hofberichterstattung eine Reform sich vollziehen, geht u. a. daraus hervor, daß über die Gründe der Aenderung der Reisedispositionen des Kaisers für den Anfang August zwei bis drei Tage an sonst unterrichteten Stellen in Berlin vollständige Unklarheit herrschte. Ausland. Wien, 23. Juli. Wie verlautet, ist der Petersburger Botschafter Aehrenthal mit der Vertretung des Kaisers beim Leichenbegängnis des Großfürsten-Thron- folgers betraut. Prag, 23. Juli. Meldungen tschechischer Blätter zufolge beabsichtigt die Regierung ein tschechisches Pädagogium in Troppau zu errichten. Auffee, 23. Juli. Wie es jetzt heißt, wird Graf Goluchowsky bestimmt mit dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe nach dem 9. August eine Zusammenkunft haben. Budapest, 23. Juli. Dem „Pester Lloyd" wird aus Belgrad gemeldet, daß der Oberst Nicolics eingestanden habe, Knesevic zur Ermordung Milans gedungen zu haben. Ebenso wurden der frühere Minister Tauschanovic und der Kreis-Präfekt Angjelic der Urheberschaft an dem Attentat überführt. Triest, 23. Juli. Das Bankett, welches der amerikanische Gesandte Harris dem Admiral Dewey und den Offizieren der Olympia gab, gestaltete sich zu einer enthusiastischen Kundgebung der Amerikaner. Nom, 22. Juli. Blättermeldungen zufolge erhielt der Gesandte in Belgrad Befehl, der serbischen Regierung Mäßigung gegenüber den Radikalen anzuempfehlen. 0 Paris, 22 Juli. Auf Requisition der russischen Gesandtschaft wurde der Nihilist Goweloff verhaftet. Paris, 22. Juli. Eine Zeitungsmeldung will wissen, der Zar habe an den Prinzen Louis Napoleon, der bekanntlich Oberst eines russischen Regiments ist, zu seinem Geburtstage folgendes Telegramm gerichtet: „Mit meinen herzlichsten Wünschen, daß jedes Jahr, das sich auf Ihrem Haupte häuft. Sie immer mehr dem Hochpunkt Ihres Da- selns nähern, wo Sie die Hoffnungen Ihrer Freunde ver- wirkUchen können, die in Frankreich eben so zahlreich sind, wie m Rußland." — Die Pariser republikanischen Blätter sprechen ihr Erstaunen über diese Glückwunsch-Depesche aus | I und erklären, sie müßten die Echtheit derselben bezweifeln. Der bonapartistische „Petit Caporal" dagegen mißt der Depesche große Bedeutung bei. Jedenfalls bedarf die I Meldung noch näherer Aufklärung. Bordeaux? 22. Juli. Der Marquis Ceralbo, der I Vertreter Don Carlos', stellt in Abrede, daß die französische I Regierung ihn ausgewiesen habe und ihm empfohlen habe, sich nach Nordfrankreich zu begeben, unter der Androhung, I sonst des Landes verwiesen zu werden. London, 22. Juli. Infolge Feuers in der Schiffswerft I ZU Cowes verbrannten sieben Dachten. Washington, 23. Juli. An Stelle Algers ist zum I Staatssekretär des Krieges Elihu Rove ernannt worden. I Newyork, 22. Juli. Einer Chicagoer Meldung zufolge I fanbte die demokratische Partei Vertreter nach Europa, um I kcmJ'PnitraI Dewey die demokratische Präsidentschafts- I Kandidatur anzubieten. — Von einem Aufrollen der koreanischen Frage I roirb in Petersburg gesprochen. Dort weilt gegenwärtig der Präsident des japanischen Herrenhauses, Prinz Konete, welcher Europa bereist, um das Schulwesen zu studieren. Aus einer Unterredung, welche Prinz Konete mit einem Redakteur der „Nowoje Wremja" hatte, geht hervor, daß der japanische Prinz in der russischen Hauptstadt auch einen geheimen politischen Auftrag zu erfüllen habe. Der Prinz sprach nämlich von den in Korea herrschenden unhaltbaren Zuständen, denen nur das vollste Einvernehmen zwischen | Rußland und Japan ein Ende machen könnte. In einem andern Aufsatz der „Nowoje Wremja" wird auch von ernsten Unruhen erzählt, die in Korea jüngst ausgebrochen wären. Lokales uni) DravuiMes. X Grünberg, 23. Juli. Auf unserem gestrigen Wochen markte wurden die ersten diesjährigen Kartoffeln zum Verkaufe ausgeboten. Während bis jetzt von den Händlern das Pfund zu 10 und 12 Pfg. verkauft wurde, kostete dieselben gestern nur 4% Pfg. Wetterauer Händler bieten neue Kartoffeln zu 3,75 Mk. prv Centner an. Auch mit alten Kartoffeln war der Markt gestern noch gut befahren, und fanden dieselben ebenfalls guten Absatz. — Vorgestern nacht brannte ein auf der „Warte" sitzender, dem Pächter des Warthofs Herrn Waldecke gehöriger Strohhaufen vollständig nieder. Glücklicherweise war derselbe versichert, sodaß der Schaden des Besitzers nicht erheblich sein dürfte. — Bekanntlich waren hier viele Landwirte durch das am 21. Juni in hiesiger Gegend nieder- gegangene Hagelwetter sehr geschädigt worden. Die meisten derselben hatten ihre Feldfrüchte versichert. Dieser Tage nun wurden die Schäden abgeschätzt, und sind die Versicherungsnehmer mit den ihnen zuerkannten Beträgen durchweg zufrieden. + Freienseeu, 22. Juli. Der Landwirt Johannes Frank VII. von Laubach wurde, auf einem beladenen Heuwagen sitzend, von einem Hitzschlag betroffen, stürzte vorn Wagen und starb infolge der erhaltenen Verletzungen. Vermischtes. * Ein neues Freskobild von Arnold Böckliu, das bisher ganz unbekannt war, wurde jüngst in der Nähe des Glaspalastes in München beim Abbruch eines alten Hauses freigelegt. Man erblickte eine echt Böcklinsche Landschaft die ihrer räumlichen Größe nach einzig dastehen dürfte Durch drei von rötlichen Porphyrsäulen getragene Bogen schaut man in einen italienischen Park, in das Dämmern eines Lorbeer- und Zypreffenhaines. Ein Ausschnitt Über jedem Bogen läßt den unvergleichlichen Böcklinschen Himmel mit seinem weißlichen Gewölk am tiefdunklen Blau hindurchschimmern, und blühendes Gesträuch nickt dazwischen herein Die Mauer, die dieses Bild trägt, bildete die Rückwand emes Atelierraumes, der dem Altmeister Böcklin während seines Münchener Aufenthaltes in den Jahren 1871-1876 als Werkstatt diente. Eigenartig berühren diese nun dem Untergänge verfallenen Bilder, als habe der Meister in itjuen seine Sehnsucht nach dem Süden ausdrücken wollen Rach Mitteilungen seiner alten Freunde hat Böcklin die Bilder in Tempera auf die getünchte Wand gemalt. Dies der Grund, weshalb sie schon in den wenigen Tagen, in denen sie den Unbilden der Witterung ausgesetzt waren leider stark gelitten haben. Ein Versuch, sie durch eine polygraphische Aufnahme für die Nachwelt zu retten, hatte nur unvollkommenen Erfolg. Gewiß würde unter den zahlreichen Verehrern des Künstlers sich einer gefunden haben, der es auf sich genommen hätte, rechtzeitig die Wandbilder an einen geschützten Ort zu überführen und sie auf diese Weise vor dem Untergange zu bewahren. So aber ist uns ein wertvolles Gemälde des großen Böcklin verloren gegangen. * Die Gemeingefährlichkeit der Kurpfuscherei. lieber die Ergebnisse einer Preisausschreibung berichten in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift" die Herren Geheimräte Prof. vr. Eulenburg Berlin, Pros. Dr. Guttstadt-Berlin und Dr. Liersch Kottbus: An alle Aerzte Deutschlands hatte die von der Aerztekammer für die Provinz Brandenburg und den Stadtkreis Berlin eingesetzte Kommission zur Bekämpfung der Kurpfuscherei den Aufruf gerichtet, sich an der Preisbewerbung für eine Schrift zu beteiligen, welche dle Eindämmung des Kurpfuschertums durch Aufklärung des Volkes bezweckt. Die Schrift soll in allen Schichten der Bevölkerung zur Verbreitung gelangen. Die Bedeutung der wissenschaftlichen Medizin für den Einzelnen wie für das Gesamtwohl und andererseits die Haltlosigkeit, die Schwindel- haftigkeit und Gemeingefährlichkeit der Kurpfuscherei war in populärer, leicht faßlicher Weise darzulegen. Besonderes Gewicht ist auf die Verwertung von Thatsachen zu legen, sowohl in Bezug auf den Nutzen der wissenschaftlichen Heilkunde, als auch in Bezug auf die bekannten und ins- Äte' >. A eWM^llsche Mer Ä h°b, ^"brohung, achten ^^rft ■e Algirs 'be ernannt iUD1 oer Meldunn^n. 'r nach Enron" fe um ’ ^«ldentsch^- Sä; S’S= ,8 ,• ein,, J’ W hervor, w Wlitabt quA einen ®Mtin Werten un^itbaten j»i,che. toi“k"nte; S" einem to,t® auch von ernsten ■ fi?nJe.rem gestrigen 'Ihrigen Kartoffeln „b's jetzt von den “9- verkauft wurde, Wetterauer Händler 3 Gentner an. K^ch Astern noch gut be- 8 guten Absatz. - -Warte" sitzender, Waldecke gehöriger Mcklicherweise war des Besitzers nicht iren hier viele Land- stger Gegend nieder- ^ädigt worden. Die ste versichert. Dieser eschätzt, und sind die zuerkannten Beträgen Landwirt Johannes iuf einem beladenen ag betroffen, ftiiqte Itentn Verletzungen. d Bockliu, das bisher der Nähe des Glas- ) eines alten Hauses Minsche Landschaft, lizig dastehen dürfte, [en getragene Bogen ff, in das Dämmern Ein Ausschnitt über i Wünschen Himmel Mn Blau hindurch- ickt dazwischen herein, bildete die Rückwand ter Böcklin während Jahren 1871— ühren diese nun dem h^e der «ter « en ausdrücken wollen. :nbe hat Böcklin die Wand gemalt. Dies ! wenigen Tagen, m ig ausgesetzt mam, M f“ weit au retten, hatte iirhe unter den ner 9^n& eilig bie Sßanbjfff n und si- cr,n So aber 'N flöcklin verloren yfuscherei. Ueber die S'ä? ;ysS» »eiw'fi » ruf 9in* L * »durch °^Mn der n ustktt ® utung der n, für das nzelne" >..|riorü. 4 Ifoibtotft. Goihaer unkb. 87, Westdeutsche Bodencredit 97.30 95.20 Ber. Königs- u. Laura . . . 260.60 263.50 DtutlOft. 100.10 4 do.Staatsrte. 96.60 96.60 4 Heff. Ludwigs- 1903 .... 100.50 100.50 in Cöln . . risklld.-rrtir». 81/2 D. Reichs-Ant. 100.20 47, do.E.B.Gold bahn v. 68/69 — - —.- 4 Grundschbk. 101.50 100.- 96.50 101.— 4 Ung. Lds.-Ctr. 95.50 95.— Oest. Staatsb. do. Südbahn Gotthardbahn. Jura-Simplon Princ Henry . 147.60 146 90 8 81/2 8 8'/, 81/2 do...... Preuß ConfolS do...... Badische v. 86 Bayr.St.-Obl. 90.20 99.95 90.25 97.50 89.90 100.— 90.— 97*25 5 47, 5 4 v. 89 . . . . Arg. mn. Anl. do. äuß. v. 88 ChinestscheAnl. Caypt. unific.. 101.95 91.60 77.70 98.40 106.70 102.— 89.60 77.50 98.40 106.50 4 4 4 4 do. v. 75/78 . Allg.dt.Kleinb. Elisab.-B.strfr. Kaschau-Oder- 100*80 100.40 100.80 100.35 4 37, 4 Ser. V—VI do. i-n do. unk. 1906 Frist. Hypbk. XIV..... 101.50 100.— 96.70 101.— 4 4 47, Aioerst. Buderus . . . Eisenb. Rtbk. . Hirzh.u. Lollar 98.80 100.20 99.30 100.20 33.10 143.30 103.— 110.70 33.30 144.40 103.— 110.60 4 a.Heff.Sl^Obl. —.— —.— 6 Mexico v. 90 . 100.20 100.15 berger v. 91 —.— — -- 87, bo.xn-xin 95.80 95.80 kank.ArUe». Mf SV, do. ..... 97.30 97.10 5 do. Eisenb. . 100.— 100.— 4 Lombarden. . 96.10 — .— 87, do. XV. . . 96.80 96.80 153.50 154.80 in Procenten. 8 do...... 86.75 86.85 3 do. Silber. . 28.35 28.55 3 do...... — _ ■ ■ —- 4 Frist. Hyp.- Dtsch.Reichsbk. 4 Bad. Th. 100 . 142.50 143 — 8‘/ Württemberg. 98 40 97.80 -iadtr-Sb!. Darmstädter . do...... Gießener (alte) do. v. 96 . . Mainzer . . . do...... Offenbacher. . Wormser . . . do...... Lissaboner . . Rom II—vm Buenos - Aires St«de,hrl.^il. S.-Brauns.. . do...... do. Lich. . . Usnbg.-Vierst. 4 Oest. Staatsb. 100.70 100.80 Creditverein 99.40 99.50 Berliner Hand. 170.30 171.70 4 Bayer. Th. 100 167.30 167.40- 5 4 5 8 4 41/5 41/, 8 6 4 SV, 4 4 5 1 1 Griech.E.B.v. 1890 .... Griech.Monop. Italiener Rte. do...... Oest. Goldrte.. Oest.Silberrte. Portug. Staat do...... Rum. am. Rte. Ruffen v. 80 . Schweden» 80 Serben v. 95 . Spanier . . . Türk.Zoll-Obl. 5o. cotroJLit.C. do. Lit.D. 42.60 51.60 94.25 101.10 100.05 38.95 25.70 100.35 100.— 99.— 62.— 59.50 26.75 22.75 51.45 93.90 101.— 99.90 38.80 25.40 100.— 100.10 99.20 61.65 61.20 22.80 4 37, 87. 37, 4 87. 4 4 87. 4 4 47. 4 87. 37 37 102.40 101.50 95 — 71.15 l 96.20 81.— — i : 82.30 94.60 101.— 101.50 96.10 94.40 r»- 3 8 8 3 3 3 4 3 3 i 4 4 4 4 5 3 do. i-vin . do. v. 85 . . do. Erg.-Netz Prag-Dux 96 . Raab-Oedenb. (alte) . . . do. v. 97 . . Rudolf Gold . Jtal. gar.E.B. Livorneser . . Sicil. v. 91 . Toscanier . . Ruff. Südost . do. Südwest Rjäsan-Urals! Wladikawkas . Anatolier. . . Salon.-Mon. . 90.70 87*40 80.65 78.— 75.60 100.30 59.15 61.55 97.70 99.70 100.— 100.20 99.80 59.30 90.90 86.90 87.50 80.20 77.80 75.60 100.20 58.75 61.25 97.15 99.50 —,— 99.70 59.30 4 87, 87, 4 4 37, 3V, 4 37, 4 4 4 37, 37, do. Ser. 27 . do. Ser. 28, 30, 33 . . . do. Ser. 29 . Ldw.Cred.-Bi. Hambg. Hypbk. Ser.141-250 do. 46—190 Meining. Hyp. do. neue . . do. unk. 1907 Pomm. Hypbk. Preuß. Hypbk. VIII—XII do. neue. . . do. 1905 Rhein. Hypbi. unk. 1904 . 101.— 95.40 96.50 98.95 100.— 95.50 95.20 100.20 96.30 100.50 100 — 102.— 96.70 94.10 101.— 95.40 96.50 98.95 100.— 95.50 95.20 100.20 96.80 100.50 100 — 102.— 96.70 | 94.30 Darmstüdt.Bk. Deutsche Bk. . Dt. Genoffbk.. Dtsct.-Comm. Dresdener . . Mitteldt. . . . Nationalbk. . . Oest. Cred.-Act. ?aL»ßrie-)rünl Kley er Fahrrad Henninger Brauerei. . Farbw. Höchst. Nordd. Lloyd . Bochumer Guß Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. 150.30 207.80 117.70 196.50 163 70 117.10 145 95 236 90 238.— 143.50 403.— 120.— 263.75 206.50 201.50 151.10 208.30 117.40 196.90 164.85 117.70 145 90 239.70 239.— 144 — 402.— 120.50 270.20 207.— 201.45 5 37, 3 4 5 ' 3 27, 3 Donau-Regul. Cöln-Minden. Madrider. . . Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Grazer . Türk. frs. 400 per Stück In Mk. Ansbacher fl. 7 Augsburg, fl.7 Brschw.Thlr20 Freiburg.fs.10 Mailänd.ss.10 Meininger fl. 7 Pappenh. fl. 7 | Venediger L. 30 130.10 137.10 41.20 136.10 146.80 131.30 93.40 129.60 39.50 26.— 13.40 24.50 25.70 l 23.35 138*— 135 80 146 70 131 60 104 — 129.— 25.45 126 80 26.90 24 10 25.75 23 90 ,,ys« bcilM t et* Äl Ul für dieM werden w trögern und strnße 7, son entgegenM Nachdem Erlenbach, hat, ist die Ss Das Durchtrei i die Gemarkung sagt, die Aussi | Zwecke sofortig | der Großh. Äii schriften M §: | Viehseuchengesetz Gießen, bet Wegen bei Holzhausen, Gi Maul- und Kla vorhandenen S d- IS. vorgesel Gießen, Gr Orlgin Es ist tt »oh seiner au von Ems und besucht wird Q ettt Landgerich, ~~ bas Leben anderswo, nur vielleicht seines V Weilburgs M hier alles ■ Erfühlt ?^loß bei, d spiegelt, l von ^rgangenhe.t; lräuwc kt fof j" dlffg L Kein' 1011