Dienstag den 25. Juli Erstes Blatt. Nr. 172 1899 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Aints» und Zlnzeigeblntt für den Urei» Giefzen. monatlich 75 Pf» mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf-, vierteljährlich. Ar^ugspret» ntertrljäbrliA InnaNee »•* Anzeigen zu der nachmittags für fr tu ftfgcntai tq erscheinenden Nummer biß vorm. 10 Uhr. Alle Anzelgen-BermurlungSstellen de« In> und Ausland«« nehmen Anzeigen für den Kietzener Anzeiger rntgetze» frHd*t tLßNch mit Ausnahme deS RontazS Die Gießener Ve*Hft<*MÄttcr »erden dem Anzeiger »dchenUich viermal deißete-t. tauchen. Das Auge mißt die Entfernung vom Schloß bis zu der Uferstelle, zu-weicher der König mit seinem Leibarzt gegangen war, und die Phantasie ergeht sich in allerlei Vermutungen über die letzten Augenblicke jener beiden, die ein ewiges Geheimnis deckt. An dem Platze, wo die Katastrophe sich ereignete, erhebt sich jetzt die bescheidene Ludwigs- Gedächtniskirche. Nur ein einfacher, prunkloser Bau paßt an diesen Ort. Die Jnnenräume von „Schloß Berg" werden nur von einer kleinen Schar Passanten besichtigt. Wer von den „Phantasieschlössern', in den Bergen kommt, findet daselbst nicht genug Anregung für die Augen. Zu den Sinnen spricht diese Einrichtung freilich nicht. Von der „Feenpracht" aus „Tausend und Eine Nacht" gewahren wir hier nichts, aber das historische Interesse wird rege, und das Bild des verstorbenen Bayernkönigs tritt uns entgegen in der Bedeutung, die es für die deutsche Geschichte hat. Die freundschaftlichen Briese Ludwig II. an Bismarck sind Dokumente, die lauter und vernehmlicher sprechen, als alle höhnischen Zweifel und Verdächtigungen, die ultramontaner Neid und Partikularismus nachträglich über die Gesinnung des toten Königs für den deutschen Reichsschmied in die Welt setzen wollten. Diese kläglichen Bemühungen haben anläßlich der Einweihung des „Bismarckturmes" am Starnberger See in der Festrede die verdiente scharfe Abfertigung erfahren. Und nun ragt dieser Turm hinaus ins Bayernland als ein sichtbares Denkmal des festen Bundes zwischen Nord und Süd, ein Wahrzeichen deutscher Größe und Einheit, an dem kein Lügengeist mäkeln und deuteln soll. „Uns aber soll der festliche Tag Sein Bild in die Seele prägen, Es komme dann, was kommen mag, Ein Wille wird uns bewegen: Der Du im Kampf mit Neid und Wahn Das Vaterland erhoben: „Dein Werk sie sollen lassen stah'n" — Das wollen wir fest geloben." Die Station „Loni", die nach einem Opernsänger so heißt, kommt. Sie ist das „Rüdesheim" der Bayern; hinter ihr erhebt sich die Rottmannshöhe, und hier steigt alles aus, was zum „Bismarckturm" pilgert. Weiter gehts nach „Poffenhofen" und dem lieblichen „Tutzing" zu, von wo aus sich dem Wanderer eine Fülle größerer und kleinerer Bergtouren eröffnen. „Ammerland" und „Bernried" tauchen auf, hübsche, idyllische Plätze, die sich auch öfters die verstorbene österreichische Kaiserin Elisabeth zur Erholung ausersehen. Wenn sich nicht Wolken und Nebelkulissen aufbauen, treten jetzt auch deutlich die Linien und Umrisse der fernen Bergzüge hervor. Bei „Seeshaupt" ist die Endstation erreicht, und nun entrollen sich bei der Rückfahrt die nämlichen Bilder, nur in umgekehrter Reihenfolge, die gestattet, das man jetzt „Starnberg", den Ausfahrtspunkt, mit seinen Villen, Landhäusern und Hotels, etwas näher ins Auge faßt. Em großer Teil der Maler- und Schriftstellerwelt Münchens hat hier sein ständiges Sommerquartier aufgeschlagen. M. euj. splatz 13. at reicht, u. a. Aßeinwein igl. Mt -ütis. Bei Abnahme 6353 lupke. sstörungen. räparat, die in ihren schsaftes enthaltend, reiem Muskelfleisch. ngen, welche durch ■ acharias schliesst i Collegen kann ich 3 Selle anratheo.“ - :u haben sein sollten, Jieke in Kosten, ibnrg: Rosen - Apotheke, leime» bütrbede, mit und und Jag-toage«, leaks stets voniühig. y leiste Landauer, ti stz. Lauterbacher (n billigen Preisen, öagmöauer. URTtM 4006 ■hti“ Hl. 32587 MungUM. «MA»*** iss«. 5«®«*» ff MenbüM- ——- vt"'Ä*** Rthahton, Expedition und Druckerei: Fch.kstr.tze Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandmirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Feil. Nr. 31 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 19. d. M., enthält: Nr. 2603. Bekanntmachung, betreffend Ausnahmen von dem Verbote der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe. Vom 15. Juli 1899. Nr. 2604. Bekanntmachung, betreffend die Gestattung des Feilbietens von Bier im Umherziehen. Vom 17. Juli 1899. Gießen, den 22. Juli 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Betr.: Maul« und Klauenseuche zu Leihgestern und Großen- Linden. Nachdem in je einem Gehöfte von Leihgestern und Großen-Linden der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, wird die Gehöftsperre über die verseuchten Gehöfte angeordnet. Gießen, den 24. Juli 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _____________________v. Bechtold.____________________ Gießen, den 21. Juli 1899. {Betreffend: Aussetzung des Unterrichts bei großer Hitze. Die Großh.Kreisschulkommisfion Gießen au die Schulvorstände des Kreises. Da über die Bestimmungen in rubrizierten Betreffs I Unklarheit zu herrschen scheint, geben wir Ihnen von nachstehender Verfügung der obersten Schulbehörde Kenntnis zur Nachachtung. v. Bechtold. Zu Nr. M. I. 17 697. Darmstadt, am 19. Juni 1893. Betreffend: Aussetzung des Unterrichts bei großer Hitze. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz, Abteilung für Schulangelegenheiten au die Großh. Direktionen der Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen, die Kuratorien der höhere» Mädchenschulen uud die Großh. Kreis- schulkommissiooeu. Im Anschluß an unsere Verfügung vom 6. Juni 1877 zu Nr. M. 9411 — Amtsblatt Nr. 4 von 1877 — bestimmen wir hierdurch, daß an allen Tagen, an denen das Feuilleton. Reaumürsche Thermometer morgens 10 Uhr 20 Grad oder mehr zeigt, nicht nur der Unterricht am Nachmittag ausfallen muß, sondern derselbe auch am Vormittag nicht mehr als 4 Stunden dauern darf. Bei überfüllten Klassen und engen Klassenzimmern kann auch bei geringerer Temperatur ein Ausfallen des Unterrichts erfolgen. v. Knorr. v. Beauclair. Bekanntmachung, betreffend: Die Abhaltung von Körterminen zwecks Aufnahme der Zuchttiere in das Provinzialherdbuch im 1. Körbezirk. Die Körkornrnission des 1. Körbezirkes (Vogelsberger Vieh) wird nachfolgende Körterrnine abhalten: 1. Montag den 24. Juli in Großen-Linden, 2. Donnerstag den 27. Juli in Ruttershausen und Allendorf a. d. Lahn, 3. Samstag den 29. Juli in Burkhardsfelden und Steinbach, 4. Freitag den 4. August in Saasen, Reiskirchen, Großen-Buseck, 5. Dienstag den 8. August in Lauter, Grünberg und Weickartshain. Die Züchter von Vogelsberger Vieh, welche ihre Tiere in das Herdbuch eintragen lassen wollen, werden ersucht, ihre betreffenden Tiere an einem von betr. Großh. Bürgermeisterei hierzu bezeichneten Orte aufzustellen, damit die Arbeiten der Kommission ohne Aufschub erledigt werden können. Anmeldungen zur Körung sind an den Vorsitzenden dieser Kommission, Herrn Oberamtmann Hoffmann in Hof-Gill, oder den Geschäftsführer, Herrn Oberverwalter Beil sie in in Laubach, zu machen. Laubach, den 19. Juli 1899. Der Präsident dss landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen: Friedrich Graf zu Solms-Laubach. Bekanntmachung, betr.: Die Hebung der Viehzucht. Nach dem Grundplan der Bestimmungen des hessischen Landwirtschaftsrats und den Beschlüssen des Ausschusses des landwirtschaftlichen Provinzialvereins Oberhessen hat in unserem Kreise in diesem Jahre eine Bullenschau für Vogelsberger und Simmenthaler Bullen stattzufinden, mit welcher eine Eberschau zu verbinden ist. Der geschäftsführende Ausschuß, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern des landw. Bezirksvereins, des Kreiszuchtvereins für Vogelsberger und desjenigen für Simmenthaler Rindvieh, hat gestern beschlossen, die Simmenthaler Bulleuschau am Montag, dem 28. August ds. Js., vormittags 9 Uhr, in Langsdorf auf dem dortigen Viehmarktsplatz und die Vogelsberger Bullenschau am Montag, dem 11. September ds. Js., vormittags 9 Uhr, in Grün berg auf dem Viehmarktplatz abzuhalten. Mit der Langsdorser Schau ist die Eberschau zu verbinden. Für jede Bullenschau sind 4 Preise im Betrage von 75 bis 150 Mk. und 10 Anerkennungen zu 10 Mk. ausgesetzt, für die Eberschau 6 Preise von 30 bis 60 Mk. und 6 Anerkennungen zu 5 Mk. Es nehmen am Wettbewerb teil Gemeindebullen oder andere Bullen reiner Rasse, die zu Zuchtzwecken in Gemeinden des Kreises aufgestellt sind; eingeführte Tiere nur dann, wenn sie mindestens 6 Monate im Besitz des Ausstellers sind. Die Anmeldung ist auf Anmeldebogen bei mir zu erstatten, welche von mir zu beziehen sind, und zwar bis spätestens 19. August ds. Js. für Langsdorf und bis spätestens 2. September für Grünberg. Der Begleiter muß eine amtliche Bescheinigung vorzeigen, daß die Herkunftsgemarkung des Tieres seit vier Wochen seuchenfrei ist; die Bullen müssen mit Nasenring versehen oder an beiden Vorderfüßen mit Fallseilen versehen fein. Die Preise werden zur Hälfte sofort, zur anderen Hälfte nach Jahresfrist auf Bescheinigung der Bürgermeisterei ausbezahlt, daß der Bulle noch zur Zucht verwendet wird. Bei gleicher Güte haben Herdbuch-Bullen vor anderen den Vorzug. Auf der Eberschau treten in Wettbewerb: reinrassige Eber der Yorkshirerasse; durch Kreuzung mit diesen verbesserte Landschweine und deutsche Landschweine, aber vorausgesetzt, daß sie von der Kreiskörkommission angekört sind. Ich ersuche die Herren Bürgermeister, ihre Gemeindebullen rechtzeitig formgerecht anzumelden. Gießen, den 20. Juli 1899. Der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschuffes. v. Bechtold. Bekanntmachung, betr.: Wie oben. Nach den Beschlüssen des Ausschusses des landw. Provinzialvereins werden in diesem Jahre im Kreise Gießen drei Ortsschauen abgehalten. Der geschäftsführende Ausschuß hat gestern beschlossen, die Ortsschau für das Sirnmer- thaler Rindvieh für die beiden Ortszuchtvereine Lich und Langsdorf in Langsdorf am 28. August in Verbindung mit der Bullenschau abzuhalten, ferner die eine Ortsschau für das Vogelsberger Vieh für die beiden Orts- zuchtvereine Lauter und Grünberg mit Umgegend in Grün« berg am 11. September mit der Bullenschau, die andere für dieOrtszuchtvereineGroßen-Linden und Allendorf a.d.Lahn in Großen-Linden im Hofe des Gemeindefaselstalles im Monat Oktober ds. Js. abzuhalten. Weiseöriefe für den „Hießener Anzeiger". (Nachdruck verboten.) VI. Am Starnberger See. Bei klarem Wetter gehört eine Fahrt auf diesem bayerischen See, der von München aus mit Schnellzug in einer halben Stunde zu erreichen ist, zu den freundlichsten und lieblichsten Naturgenüssen, die man sich verschaffen kann. Wohl hat der „Starnberger" nicht die grandiose Wasser- । fläche der oberitalischen Seen, noch die Abwechselung der Ufer wie „Vierwaldstädter" und „Thuner See" — aber gar traulich muten uns seine Gestade an, die eine lange Kette von „Sommerfrischen" und „Villenkolonien" bilden. Wir befinden uns an Bord des Salondampfers „Luitpold". Die ganze, etwa zwei Stunden währende Rundfahrt kann man auf dem zweiten Platz schon für 1 Mk. 30 Pfg. haben. Der Sitz und die Aussicht auf diesem unterscheidet sich sehr wenig von denen der ersten Plätze. In der kleinen Kajüte steht ein billiges Buffet, und offenes Bier wird aus- geschenkt. Ein großes Glas für 14 Pfg. Das giebts nur im gesegneten Vayernlande! Die erste Dampferstation, die ausgerufen wird, ist „Schloß Berg". Der Gedanke an das Königsdrama, das wir ja noch alle als Zeitgenossen miterlebt haben, muß unwillkürlich bei dieser Szenerie in unserem Gedächtnis auf- einer Meldung der Haager Korrespondenten der darüber sehr erbosten „Morning Post" auf den Wunsch Kaiser Wilhelms zurückzuführen sein, unter allen Umständen eine Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich zu bewirken. Deshalb sei nach dem Depeschenwechsel mit Loubet der deutsche Delegierte angewiesen worden, ostentativ für Artikel 27, dem einzigen von Frankreich ausgehenden, zu stimmen. Bei diesen Ortsschauen nehmen am Wettbewerb nur die zum Herdbuch angekörten oder anzukörenden Tiere der Mitglieder der betr. Ortszuchtverei..e, für welche die Schau veranstaltet wird, teil. Für jede Schau sind 440 Mk. ausgesetzt. Außerdem können noch Stallprämien verliehen werden. — Für die Anmeldung gilt das gleiche wie bei den Bullenschauen. Die Vorsitzenden der einzelnen Ortszuchtvereine ersuche ich, Vorstehendes ihren Mitgliedern bekannt zu geben. Gießen, den 20. Juli 1899. Der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses v. Bechtold. Gefunden: 1 Lupe, 1 Spazierstock, 1 Taschenmesser, 1 Luftpumpe, 1 Cigarren-Etui, 1 Zwicker, 1 Hutnadel, 1 Paar Lederhandschuhe, 1 Rechen. 1 Peitsche und eine Achatdose. Gießen, den 22. Juli 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Males und Provinzielles. Gießen, den 24. Juli 1899. * * Ruhestands-Versetzungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 8. Juli den Haus- und Staals-Archivar Archivrat Dr. Arthur Wyß unter Anerkennung seiner treuen Dienste bis zur Wicder- I Herstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen. * * OrdenS-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der I Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 8. Juli dem Haus- und Staats-Archivar Archivrat Dr. Arthur Wyß das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. I ** Aus dem Gerichtsdieust. Durch Entschließung Großh. Ministeriums der Justiz ist der Großh. Gerichtsassessor Klietsch in Zwingenberg vom 27. l. M. an mit Wahr- I nehmung der Dienstverrichtungen eines dienstaufsichtführenden I Amtsrichters bei Großh. Amtsgericht Butzbach; der Großh. Gerichtsassessor Brehm in Mainz mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts bei dem Großh. I Amtsgericht Mainz beauftragt worden. * * Militärdienstnachrichteu. Bloem, Hauptmann beim Stabe des Feld-Artillerie-Regts. General-Feldzeugmeister I (2. Brandenburg.) Nr. 18, unter Beförderung zum Major, I vorläufig ohne Patent, als Abteilungs-Kommandeur in das I Feld-Art.-Regt. General-Feldzeugmeister (1. Brandenburg.) I Nr. 3. versetzt. Keil, Vizefeldw. im Landw.-Bezirk I. Berlin zum Lt. der Res. des 4. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Prinz Karl) Nr. 118; Kirsch bäum, Vizewachtm. im I Landw.-Bezirk Solingen, zum Lt. der Res. des Großh. I Hess. Train-Bats. Nr. 25; Baumgarten, Vizefeldw. im Landw.-Bezirk Cassel zum Lt. der Res. des 4. Großh. Hess- Jnf.-Regts. (Prinz Karl) N. 118; Eckstein Vize- I feldw. im Landw.-Bezirk Gießen, zum Lt. der Res. des Jnf.- Regts. .Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116; Kimmler, Vizefeldw. im Landw.-Bezirk Mainz, zum Lt. der Res. des 4. Bad. Jnf.-Regts. Prinz Wilhelm Nr. 112; Reuter, Vizefeldw. im Landw.-Bezirk Worms, zum Lt. der Res. des 4. Großh. Hess. Inf -Regts. (Prinz Karl) Nr. 118 — befördert. * * Aus dem Justizdienste. Der „Frkf. Ztg." wird aus Darmstadt geschrieben: Die Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches wirft auch für Hessen ihre Schatten voraus. Nachdem der Präsident des Oberlandesgerichts Knorr und ! Landgerichtspräsident Machenhauer die erbetene Pensionierung I erhalten haben, treten auch der älteste Rat am Oberlandesgericht Heß, Landgerichtspräsident v. Ricou und Landgerichtsdirektor Wiener in Gießen in Pension. Für den Posten des Oberlandesgerichtspräsidenten sind, wie verlautet, Ministerialrat P ü r k e 1 und Landgerichtspräsident L i p p o l d in Mainz in Aussicht genommen. * * Großherzogliche Universitätsbibliothek. Wie aus dem gleichzeitigen Inserat zu ersehen, bleibt die Großherzogliche Universitätsbibliothek vom 21. August ab wegen größerer baulicher Arbeiten etwa vierzehn Tage geschlossen. Auch sind alle von Nichtstudierenden entliehenen Bücher bis spätestens zum 10. August behufs Musterung einzuliefern. * * Erledigte Stellen im Bezirk des 18. Armeekorps. Bad Ems, Kuratorium der Realschule, Schuldiener, 450 bis 610 Mk. Gehalt, freie Wohnung und Feuerung, sowie 30 Mk. für Stellung des Arbeitsgeschirrs. Herborn, Magistrat, 3 Nachtwächter, je 500 Mk. Im Bezirk der Kaiser!. Ober-Postdirektion Darmstadt, 2 Landbriefträger und 1 Postschaffner, je 700 bezw. 900 Mk. Gehalt und der gesetzmäßige Wohnungsgeldzuschuß. Schierstein, Bürgermeisteramt, Nachtwächter, 450 Mk., Weilburg, Magistrat, Nachtwächter, 350 Mk. Wiesbaden, Magistrat, Diätar, 3 Mk. täglich. — Im Bezirk der Hess. (25.) Division. Provinzial-Arresthaus Darmstadt, Generalstaatsanwaltschaft Darmstadt, Gefangenwärter am Provinzial-Arresthaus, 1300 bis 1700 Mk. jährlich. * In Amerika verstorbene Heffen. Chicago, Jll., Frau Katharina Seidner,geb. Reckert, 68 Jahre alt, aus Ockenheim. New-Jork, Jakob Hofmann, 74 Jahre alt, aus Framersheim. Erie. Pa., Marie Gülcher, 70 Jahre alt, aus Mölsheim. W. Aus der Wetterau, 23. Juli. Das Schneiden des Roggens hat am 20. ds. Mts. allgemeim seinen Anfang genommen und ist mit diesem Termin um eine volle Woche gegen den Durchschnittstermin zurückgeblieben. Auf Margarethentag, 13. Juli, pflegt die Roggenernte in acht Fällen unter zehn zu beginnen. Der milde Winter 1898/99 bat uns keine frühe, sondern eine späte Ernte gebracht. D,e Proben, die ich in vier verschiedenen Lagen bei Roggen vornahm, ergaben einen mittelguten Kern bei mäßiger Dick- häutigkeit. — Die übrigen Getreidearten reifen schnell, an den Weizenäckern knistert und knattert es leise bei der gegenwärtigen tropischen Hitze, ein Zeichen dafür, daß das Reifen rasch fortschreitet. H. Aus dem Horloffthal, 23. Juli. Ihre Zeitung brachte zu Anfang des laufenden Monats einen Wunsch nach Regulierung der Wetter, der Beachtung verdient. Es dürfte die freundlichen Leser interessieren, zu erfahren, daß bei uns mit Regulierung der Horloff vorangegangen worden ist. Zu diesem Zwecke werden sorgfältige Wasserstands- messungen an den verschiedenen, zum Teil ganz neu hergerichteten Pegeln vorgenommen und erst dann, wenn zahlreiche Beobachtungen gemacht, und ein genaues Bild von den Wasserstandsverhältnissen gewonnen worden ist, kann Deutsches Reich. Berlin, 23. Juli. Gestern fand die Verhandlung in Sachen des Privatdozenten Dr. Arons vor der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität statt. Es hatten sich etwa 40 Mitglieder derselben zu der Sitzung eingefunden. Den Vorsitz führte der Dekan Prof. Schwarz, als Referent wirkte Prof. Schmoller. Geheimrat Elster aus dem Kultusministerium begründete die Anklage. Der Verteidiger, Abgeordneter Heine, erblickte in dem Vorgehen gegen Arons nur einen Teil eines großen systematischen Vorgehens gegen die Unabhängigkeit der Universitäten überhaupt. Die Verhandlung dauerte von 10 bis 2 Uhr. Dann beriet die Fakultät über 2'/2 Stunden und erst kurz vor 5 Uhr verkündete Prof. Schwarz das Urteil dahin, daß die Fakultät dem Anträge des Staatsanwalts auf Aberkennung des Charakters eines Privatdozenten nicht beitreten könne, weil sie die Zugehörigkeit eines Privatdozenten zur sozialdemokratischen Partei nicht als Grund zu seiner Enthebung ansehe und weil Arons in der Art seines Auftretens für die Sozialdemokratie die erlaubten Grenzen nicht überschritten habe. Der Regierungsvertreter, Geheimrat Elster, erklärte, sofort Berufung einlegen zu wollen. Berlin, 23. Juli. Aus zuverlässiger Petersburger Quelle wird dem „Lokal-Anzeiger" mitgeteilt: Als der seines Postens plötzlich erhobene serbische Gesandte General Gacis dem Zaren sein Abberufungsschreiben überreichte, war der Monarch in sehr ernster Stimmung und sagte dem Gesandten u. a.: „Teilen Sie Ihrer Regierung mit, daß ich eine andere Persönlichkeit als Vertreter Serbiens, wie Sie, nicht wünsche, und seien Sie überzeugt, daß man Ihnen in Belgrad kein Haar krümmen wird." Ausland. Niederlande. Von der Friedenskonferenz, und zwar zur Schiedsgerichtsfrage, weiß ein englisches Provinzialblatt, der „Manchester Guardian", aus dem Haag von Freitag das folgende zu berichten: Die gestrigen Verhandlungen der Friedenskonferenz werden in ganz Europa Aussehen erregen. Zum ersten Male seit dem Zusammentritt der Konferenz sind Deutschland und Frankreich zusammengestanden und haben für die Sache des Friedens und der Schiedsgerichte gesprochen. Es handelte sich um den Artikel 27, welcher den Signatarmächten die Pflicht auferlegt, streitende Parteien zu veranlassen, das Schiedsgericht anzunehmen. Beldiman (Rumänien) und Velkovitsch (Serbien) sprachen dagegen und führten dabei aus, daß dadurch ein Zwang für die kleinen Staaten hineingebracht werde, obgleich die eigentlichen Zwangsbestimmungen gestrichen seien. Sobald der serbische Vertreter sich gesetzt hatte, erhob sich Professor Zorn. Derselbe elektrisierte die Versammlung durch den Ernst, die Kraft und die Feierlichkeit, mit der er folgende Erklärung abgab: Das Zwangs-Schiedsgericht habe Deutschland verworfen, weil nach Deutschlands Meinung die Menschheit noch nicht dazu reif sei, daß man eine Verpflichtung zum Schiedsgericht formell in das Völkerrecht aufnehme. Es könnte sogar der Sache der Schiedsgerichte schaden, wenn man zu schnell in dieser Richtung mit einer strengen Gesetzgebung vorgehe. Dann fügt Professor Zorn mit einer ihm ungewöhnlichen Wärme hinzu: „Obwohl wir gegen das Zwangs-Schiedsgericht in der vorgeschlagenen Form waren, steht Deutschland doch hinter keiner Macht zurück in seiner Hingebung für die Sache des Friedens und in seinem Entschluß, das Mögliche zu thun, um den Triumph der Schiedsgerichte zu sichern. Die Interessen des Friedens sind Deutschland so teuer, wie irgend einer anderen Macht. Es ist wahr, als die Konferenz begann, fühlte Deutschland seinen Boden nicht sicher und hielt cs für nötig, mit großer Vorsicht vorzugehen. Als aber die Konferenz fortschritt und die Erörterungen im Prüfungsausschuß ihren Verlauf nahmen, machte Deutschland die willkommene Entdeckung, daß seitens aller beteiligten Mächte kein anderer Beweggrund herrsche, als der ernste Wunsch, den Frieden zu sichern." So habe Deutschland sich herzlich an das große Friedenswerk der Konferenz angeschlossen und da Artikel 27 förmlich ausspreche, daß die Slgnatarmächte die äußerste Anstrengung machen müßten, um das Schiedsgericht zu sichern und einen Krieg zu vermeiden, so erkläre er: Deutschland nehme den Artikel an. — Die zweite Sensation des Tages war dann eine großartige Rede des französischen Vertreters Bourgeois zu Gunsten desselben Paragraphen. Nach der Beendigung dieser Rede wollte der Beifall gar nicht aufhören. Ein Delegierter nach dem anderen drückte Bourgeois warm die Hand. Der Artikel 27, so fügt das Blatt hinzu, sei dann durch Zuruf angenommen worden. — Jene deutsche Befürwortung des Artikels 27 der Schiedsgerichtsplanes soll nach weiter vorangegangen werden. Flußregulierungen sind iw der Thal schwere und zeitraubende Arbeiten, die nicht im Handumwenden geleistet werden können. — Seit etwa zehn Tagen ist bei uns eine fast unerträgliche Schnackenplage eingetreten, wie sie am Rhein nicht häßlicher und empfindlicher sein kann. Merkwürdigerweise tritt das Geschmeiß erst seit einigen Jahren bei uns auf; selbst in dem Sommer 1893, der bekanntlich eine afrikanische Hitze im Gefolge hatte, spürte man fast nichts von Schnacken. t* AuS dem Lehrerheim Vogelsberg wird dem D. T. A. geschrieben: Die jetzt im ganzen Lande bestehenden Ferien,, sowie das mit diesen zum Glück verbundene prächtige Sommerwetter haben auf die Besuchsziffer unseres Luftkurortes einen ganz beträchtlichen Einfluß ausgeübt. Während die Fremdenliste noch vor wenigen Wochen nur eine ganz geringe Anzahl von Personen aufweisen konnte (wahrscheinlich doch auch infolge der damals herrschenden regnerischen Witterung), so ist die Zahl der Besucher erfreulicherweise zur Zeit eine recht hohe. Nicht nur aus unserm Hessenland, sondern auch aus dessen Nachbarprovinzen sind es namentlich Lehrer mit ihren Familien, die hier in unserm trauten Lehrerheim Stärkung und Erholung suchen von den Sorgen und Mühen des grauen Alltagslebens. Ist doch auch gerade die Lage des Lehrerheims Vogelsberg vorzüglich dazu geeignet, eine Reinigung der schulstaubschwangeren Lehrerlungen zu bewirken und zu deren Kräftigung für den schweren Beruf beizutragen. Herrlich gelegen auf den Vorhöhen des Vogelsberges, fernab von allem nervenzerrüttenden Weltgetriebe, umgeben von mächtigen Eichen- und Buchenwäldern, die in ihrer natürlichen Pracht und Schönheit alle künstlichen Parkanlagen übertreffen, die zu kürzeren. Spaziergängen sowohl als auch zu weiteren Ausflügen reichlich Gelegenheit bietende Umgebung: alles das macht das Lehrerheim zu einem Sommeraufenthalt wie geschaffen». Ht not least spendet eine mit großen Opfern geschaffene Wasserleitung vorzügliches Quellwasser, und praktische Bade^ einrichtungen gestatten die während der heißen Sommerzeit so überaus große Wohlthat eines erfrischenden Bades. Wer das Lehrerheim, dessen Lage, Einrichtung und Umgebung aus eigener Anschauung kennt, wird fernerhin keinen Zweifel mehr darüber hegen, daß es seinen Zweck, ein Aufenthaltsort für Erholungsbedürftige zu sein, voll und ganz erfüllt. Möge darum das junge Unternehmen immer weiter blühen, und gedeihen! möge es in immer weiteren Kreisen die Anerkennung und Würdigung finden, die ihm gebührt! X. Von der Bergstraße, 23. Juli. Im baumbeschatteten, von Rebenhügeln überragten Auerbach frischte man heute eine Scheffel-Erinnerung auf, indem man zum Andenken an die fünfzigste Jährung der Zeit, da der junge Viktor v. Scheffel, den Wirren der badischen Revolutionsbewegung von 1849 entflohen, einige Wochen im „Hotel zur Krone" hier weilte und literarisch thätig war, eine marmorne Gedenktafel daselbst mit entsprechender Feierlichkeit anbrachte. Dies ist um so mehr anzuerkennen, als die Initiative zu dem Werk aus der Gemeinde hervorging, und dasselbe von ihr durchgeführt wurde, wie die Inschrift auch besagt: „In diesem Hause weilte Josef Viktor v. Scheffel, aus seiner Heimat vertrieben, mehrere Wochen im Mai und Juni 1849. Dem ehrenden Gedächtnis Scheffels gewidmet im Jahre 1899 von den Bewohnern Auerbachs." — Nach einer Feier vor dem Hause, wobei der Bürgermeister dem Hotelbesitzer der „Krone", Diefenbach, die Tafel zum Schutz und zur Erhaltung übergab, begab man sich auf den lauschig gelegenen „Scheffelplatz", den schon vor sieben Jahren der Verschönerungsverein mit entsprechender Erinnerungstafel an Scheffels Aufenthalt versehen ließ. Hier hielt Herr Hauptmann Zernin von Darmstadt, der mit Scheffel persönlich bekannt war, die Festansprache, wobei er an die vor sieben Jahren stattgehabte Feier erinnerte, die Bedeutung Scheffels als Dichters und echten Patrioten, deffen „Trompeter von Säkkingen", „Gaudeamus“ und „Ekkehard" tief in das Volk gedrungen, in das rechte Licht setzte und dann näher auf Scheffels Aufenthalt in Auerbach vor 50 Jahren ein- gwg; der damals 23 jährige genoß damals den Umgang von Gervmus, Häusser u. a. — Damals befand sich in Auerbach eine badische Kolonie von über 70 Köpfen — und ihr ist es zu danken, daß Auerbach ein Scheffelort geworden ist. Eine Ovation auf Scheffels Andenken schloß die Ansprache ab. Die trotz der großen Hitze recht animierte, zahlreichst besuchte Feier endete mit einem Volksfest im Walde. L. Mainz, 23. Juli. Der Verlauf der 14. Mainzer Regatta ist kurz folgender: Junior-Vierer: 1. Frankfurter Ruderverein 7,31. 2. Wetzlarer Ruderklub 7,46. Amicitia (Mannheim) Ruder gebrochen. — Großherzogs- Vierer. 1. Mainzer Ruderverein 7,6^. 2. Ludwigshafener Ruderverein 7,m/6. 3. Wetzlarer Ruderklub 7,18. — Zweiter Achter. 1. Frankfurter Ruderverein 6,42. 2. Mannheimer Rudergesellschaft 6,48. — Zweiter Einer. 1. Mainzer Ruderverein (Gangloff) 7,45. 2. Mainzer Ruderverein (Bernhards) 7,453/6. 3. Bonner Ruderverein (Dieckerhoff) abgestoppt. — Vierer ohne Steuermann. Mainz geht in 7,31 allein über die Bahn. — Junior Achter. 1. Frankfurter Ruderverein 6,55. 2. Mannheimer Rudergesellschaft 6,59. — Junior-Einer. 1. Mainzer Ruderverein (Gangloff) 8,2. 2. Bonner Ruderverein (Dieckerhoff) 8.23. — Gast-Vierer. 1. Mannheimer Ruderverein Amicitia 7,7,/6. 2. Ludwigshafener Ruderverein 7,11. 3. Wetzlarer Ruderklub Ruder gebrochen. — Dritter Vierer. 1. Offenbacher Rudergesellschaft Undine 7,172/5. 2. Amicitia Mannheim 7,22. 3. Wetzlarer Ruderklub 7,45. — Einer (Rheinpokal). 1. Wormser Rudergesellschaft (Rocker) 7,55. 2. Ludwigshafener Ruderverein (Felle) 8,10. — Junior-Vierer. 1. Mannheimer Rudergesellschaft 7,35. 2. Frankfurter Ruderverein 7,43. 3. Mainzer Ruderverein 7,58. — Großer Achter. 1. Mainzer Ruderverein 6,341/5. 2. Mannheimer Amicitia 6,34%. — Auf der hiesigen Regatta hat der Mainzer Ruderer Georg Wenzky seinen 102. Sieg errungen, was ihm wohl so schnell keiner nachmachen wird. «4u. ' Bliebet nn^plage w Äwi «lin deS^ib >e Hitze ^ttet laden, m ®cMge D.7 A unseres ßuju!?5 r,?* T unjerm 1 !> SG b'«t in unferm Don ben gebens. <\ff knx pogelsberg vorzüglich ^Aubschivangeren .Tilgung für ben !tlc9cn auf den Tor- 5 "ervenzerrütten- JJ« Eichen- und ’M und Schvn- !"en.' die zu kürzeren Weiteren Ausflügen 3- alles das macht ithült wie geschaffen. 1 Opfern geschaffene und praktische Badeheißen Sommerzeit lenden Bades. Wer iug nnd Umgebung "hin keinen Zweifel - ein Aufenthaltsort und ganz erfüllt, mmer weiter blühen ren Kreisen die An- hm gebührt! im baumbeschatteten, frischte man heute ibem man zum Anteil, da der junge adifchen Revolutions- Wochen im „Hotel ch thätig war, eine brechender Feierlich- mjuerfennen, als die nde hervorging, und )ie die Jnfchrift auch f Mvr v. Scheffel, Wochen im Mai und ä Scheffels gewidmet Auerbachs." - Nach x Bürgermeister dem die Tafel zum Schutz n sich auf den lauschig or sieben Jahren der der Erinnerungstafel ». hier hielt Herr mit Scheffel perfön- Dobei et an die vor ielte, die Bedeutung len, dessen „Trompeter Ekkehard" tief m das etzte und dann naher w 50 J-Hm tl”= baW« bin W"9 5 befanb M •»«««' iO Söffen— "«d r beffelort geworben ift- --Vierer - - er Ruderklub <3 _ GroßherM^ 2, Ludwigshafeg SbeÄ 2.1®«»"- «"T’l lerücteiu w <. (lt ®. M°m L>. tim« «, n W : N«» - (Di^Sia 7,1'lr e^*‘ 3. E.d-ch« ierer. >■ . «^tW* -.iiti«™* i 7,55'. „ 1. K"«' . tat w.,. «6» A Mainz, 23. Juli. Von sozialdemokratischer Seite I veranstaltet, fand am heutigen Vormittag in der Stadthalle hier eine nicht sehr stark besuchte Arbeiterversammlung 1 statt, in welcher die Arbeiteraussperrungen in Dänemark einer Kritik unterzogen wurden. Redner waren der dänische Reichstagsabgeordnete M. Olsen und der sozialistische Landtagsabgeordnete Haas von hier. — Auf dem Gonsen- heimer Exerzierplatz wurde am Freitag abend Oberleutnant Gold mann schwer verletzt aufgefunden. Derselbe war von seinem scheugewordenen Pferde abgeworfen worden und erlitt eine schwere Verletzung am Kopf. Oberleutnant Goldmann fand Aufnahme im hiesigen Lazarett. A Mainz, 23. Juli. Der Dirigent der Mainzer Liedertafel und des Damengesangvereins Herr Kapellmeister Fritz Volbach wurde von der Universität in Bonn nach abgelegtem Examen zum Dr. philos. promoviert. A Aus Rheinhessen, 23. Juni. Die Kornernte ist überall im vollen Gang. Im allgemeinen ist man mit der Quantität wie mit der Qualität zufrieden. Bei den Erntearbeiten werden viele auswärtige Schnitter verwendet, und doch mangelt es an Arbeitskräften, und sind bereits von der Militärbehörde in Worms Soldaten zu Erntearbeiten beurlaub^___________________________ Aus der Zeit für die Zeit. Vor 109 Jahren, am 25. Juli 1790, starb zu Magdeburg der freisinnig-theologische Schriftsteller und große Philantrop Johann Bernhard Basedow. Sein „Elementarwerk" fand den Beifall eines Kant, Mendelsohn und Lavater. Wenn Basedow infolge seines ungestümen Charakters auch oft hinter seinen menschenfreundlichen Zwecken zurückblieb, so verdankt ihm doch die Lehrerwelt lebhafte Anregungen, welche noch heute zum Segen der Jugend nachwirken. Er wurde am 11. September 1723 zu Hamburg geboren._____________________________________________________' Vermischtes. * Goelhefeier. Zum bevorstehenden 150. Geburtstag Geothes lädt die „Frankfurter Zeitung" die deutschen Dichter ein, an einer Preisbewerbung um einen poetischen Festgruß zum 28. August 1899 teilzunehmen. Das Gedicht soll den Umfang von 120 Verszeilen nicht überschreiten. Alles Einzelne in Bezug auf Idee und Form bleibt dem freien Ermessen der Dichter überlassen. Als Preis für die beste Arbeit sind dreihundert Mark ausgesetzt. Die Einsendungen sind bis spätestens Sonntag, den 13. August, an die Feuilleton-Redaktion der „Frankfurter Zeitung" zu adressieren. Als Preisrichter wird die Redaktion der „Frankfurter Zeitung" fungieren. * Völkerschlacht-Gräber. Auf dem Platz der Train- Kaserne der Möckernschen Flur bei Leipzig sind acht auffallend große Skelette ausgegraben worden. Es ist das die Stelle, wo am 16. Oktober 1813 während der Schlacht bei Möckern die erste Division des französischen Generals Compans im Feuer gegen die Preußen stand. Bekleidungsund Bewaffnungsgegenstände wurden nicht vorgefunden, wohl aber glatte Uniformknöpfe. Hiernach müssen die hier bestatteten Krieger Preußen gewesen sein, nur diese trugen glatte Knöpfe, während die der französischen Uniform geprägt waren. Die zu Tage geförderten Gebeine sind auf dem Kasernen-Gelände der 107er wieder beigesetzt worden. Es wird beabsichtigt, über der Gruft einen schlichten Denkstein zu errichten. — Das vor einiger Zeit auf dem Nordfriedhof angelegte Massengrab, in welches 27 Fuder ausgegrabene Gebeine gefallener Krieger eingebettet wurden, ist jetzt durch zwei mächtige Granitblöcke kenntlich gemacht. Es sind Sammlungen im Gang, um auch diese Ruhestätte braver Krieger verschiedener Nationalität durch ein würdiges Denkmal zu schmücken. ♦ Die Schwindsucht im Lichte der Statistik und Sozialpolitik, mit besonderer Berücksichtigung der staatlichen und privaten Versicherung. Von Dr. Wilhelm Kley. Mit drei graphischen Tafeln. Leipzig, Verlag von Duncker u. Humblot. Geh. Preis 2,40 Mk. — Der Verfasser befürwortet u. a., daß neben den bestehenden staatlichen und kommunalen Einrichtungen vornehmlich die Krankenkassen und die Lebensversicherungsanstalten, und zwar in ihrem eigenen Interesse, bei Errichtung von Volksheilanstalten herangezogen würden. Seine Behandlung des Schwindsuchtthemas unter ausschließlich statistisch - sozialpolischen, bezw. praktischen Gesichtspunkten bietet auch für weitere Kreise Interesse, wird aber namentlich denen willkommen sein, die sich mit Fragen der staatlichen und privaten Versicherung wie der sozialen Praxis überhaupt beschäftigten. Eine der beigegebenen drei graphischen Tafeln bringt die Tuberkulose-Mortalität von 55 einzelnen Berufsklassen in der Schweiz in den Jahren 1881 bis 1890 zu anschaulicher Darstellung. Danach starben an Schwindsucht von den Steinhauern 85 °/0, von den Schlossern und Klempnern 70%, von den Anstreichern 69 °/0. von den Buchdruckern und Lithographen 65°/0, von den Böttchern 64 °/0, von den Personen des Handelsgewerbes 60 °/0, von den Mechanikern und Uhrmachern 59 °/0, von den Personen des Schank- und Gastwirtschaftsgewerbes 58%, von den Schornsteinfegern, Buchbindern, Bildhauern und Malern 52 °/0 u. s. f., von den Landleuten und Förstern hingegen nur 18°/0.| ♦ Blaublühende Rosen will ein russischer Gärtner dem Handel übergeben. Diese Nachricht hat überall Aufsehen und zugleich Zweifel erregt. Dazu schreibt nun Handelsgärtner A. Chwoika in Esseg (Slavonien) der „Jllustr. Flora" folgendes: Da ich und der hiesige Handelsgärtner Friedrich Bitz solche Rosen schon durch zwei Jahre züchten, bin ich in der Lage, nachstehendes mitzuteilen: Von befreundeter Seite ging uns seinerzeit aus Serbien die Nachricht zu, daß dort blaublühende Rosen wildwachsend sich vorfänden, und zur Bekräftigung dessen wurde uns eine Blume übersandt, die die Angaben vollauf bestätigte. Die Blüte zeigte ein prachtvolles Veilchenblau, war halbgefüllt, jedoch vom Transport leider arg mitgenommen, so daß auch die Knospen, welche die blaue Farbe schon zeigten, abgestoßen wurden. Wir haben uns danach — vor zwei Jahren — diese Rose bringen lassen und in Kultur genommen und wollen nun abwarten, ob selbe nur im Moorboden ihres Auffindungsortes oder auch in unserem blau blüht und beständig bleibt. Sollte letzteres der Fall sein, gedenken wir die erwähnte Rose im Jahre 1901 in den Handel zu bringen. Die Rose ist sehr hart, kräftig gebaut, saftig ounkelgrün belaubt, und das festgebaute Blatt zeigt auf der Sonnenseite einen bläulichen Schimmer. Das junge Holz ist mit kleinen roten Stacheln besetzt, die sich später verlieren; daher ist die Rose dornenlos. Unterhaltungen in Bad-Nauheim vom 25. Juli bis 30. Juli. Dienstag den 25. Juli, nachmittags von 41,'» bis 61/« und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Saale: Konzert der Sian. Teresa Tosti unter Mitwirkung deS Herrn Rudolf Panzer. Mittwoch den 26. Juli, nachmittags von 4Vi bis 61/» und abends von 8 biS 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Abends Operetten-Konzert. Nachmittags 4 Uhr: Theater (Kindervorstellung). Dornröschen. Donnerstag den 27. Juli, nachmittags von 4'/, bis 7 Udr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Abends von 8 bis 10 Uhr im Saale: Tanz. Freitag den 28. Juli, nachmittags von 4‘/i bis 6% und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Abends philharmonisches Konzert. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung. Die bezähmte Wtderspänstige. SamStag den 29. Juli, nachmittags von 4*/i bis 6% und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung. Die Anna-Ltfe. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 30. Juli, nachmittags von 4>/, bis 7 und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Doppel-Konzert des 120 Mann starken Kölner Lieder kranz und der Kurkapelle. Mterntur, Wissenschaft und Kunst. Katechismus der Warenkunde von Dr. M. Pietsch. Sechste, vollständig neu bearbeitete Auflage. In Orginalleinenband 3 Mark 50 Pf., Verlag von I I. Weber in Leipzig. Trotz des wiederum bedeutend angewachsenen Materials dürfte der Leser des von Dr. M. Pietsch, Oberlehrer an der öffentlichen Handelslehranstalt zu Leipzig, in der vorliegenden 6 Auflage vollständig neu bearbeiteten Buches kaum je in die Lage kommen, wirklich Wesentliches zu vermissen. Der eng zugemeffene Raum verbot zwar jede Weitschweifigkeit, zwang aber durch die Anwendung eines oft knappen Stils zu möglichster Klarheit. Das Hauptgewicht ist auf den technologischen Teil der Warenkunde gelegt worden, dem ja selbstverständlich die größte Bedeutung zukommt. Bei der chemischen Nomenklatur sind die dem Standpunkte der heutigen Chemie entsprechenden deutschen und wissenschaftlichen Bezeichnungen zur Anwendung gelangt Das unter besonderer Mühewalung angelegte vollständige Register gestattet, den Katechismus wie ein lexikalisches Nachschlagewerk auszunutzen. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 23. Juli, zwischen 11 u. 12 Uhr mittag«: Wasser 19°, Lust 17». Rü.bsamen'sche Badeanstalt. Schiffsnachrichten Der Postdampser „Hragonia" der „Red Star fitne* in Antwerpen ist taut Telegramm am 22. Juli wohlbehalten in New- Uork an gekommen. Verkehr, Kand und Volkswirtschaft. GrNuderg, 2g Juli. Fruchtpreise. Wetzen16,00-0 ,00, Korn X 15,12—15,50, Gerste00,00-00,00, Hafers 14,90-15 25, Erbsen X 00,00-00,00, Linsen .* 00,00-00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 7,22-0/ 0, Same» 20,44-00,00. Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold*. Berlin, 24. Juli. Eine schwere Katastrophe ereignete sich gestern nachmittag auf einer Nadfahrbahn in Charlottenburg. Dort veranstaltete ein polnischer Arbeiter- Turnverein ein Turnfest. Etwa 40 Personen hatten sich an einem Drahtzaun aufgestellt, in welchen der Blitz einschlug. Sämtliche in der Nähe des Drahtzaunes befindliche Personen wurden teils schwer, teils leichter betäubt. Zwei von ihnen, ein Herr und eine Dame, verstürben auf dem Wege zum Charlottenburger Krankenhause, vier andere schwer verletzte Personen wurden nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Die übrigen verletzten Personen konnten nach Hause entlassen werden. Berlin, 24. Juli. Die Steinmetzen haben in einer gestern stattgehabten Versammlung beschlossen, heute auf allen Plätzen Berlins die Arbeit einzust eilen, wenn ihre Forderungen, achtstündige Arbeitszeit und 75 Pfennig Stundenlohn nicht bewilligt werden. Es kommen 600 Arbeiter in Betracht. Berlin, 24. Juli. Der Rechtsanwalt Dr. Barth, der vor einigen Wochen in einem hiesigen Hotel wegen bedeutender Schwindeleien, die er in Konstantinopel ausgeführt hatte, auf Antrag des Konsulargerichts in Konstantinopel verhaftet worden war, wird nun doch nach Konstantinopel zurückgebracht, da er jede Schuld bestreitet. Brüffel, 24. Juli. „Petit Bleu" bestätigt die Meldung von einer bevorstehenden Ministerkrise. Vandenpeere- boom tritt zurück, und ein Anhänger des proportionalen Wahlsystems soll Ministerpräsident werden. Vandenpeere- boom dürfte als Eisenbahnminister in das neue Kabinett eintreten. Paris, 24. Juli. Der Dreyfus-Prozeß wird bestimmt am 7. August stattfinden und sehr lange dauern, da wegen der großen Hitze nur eine Sitzung täglich und zwar von morgens 6i/, Uhr bis mittags abgehalten werden kann. Paris, 24. Juli. Der in Bellezone gestern verhaftete Schullehrer ist in Wirklichkeit ein für Deutschland arbeitender Spion. Eine geheime Untersuchung über ihn und seine geheimen Mitschuldigen ist eingeleitet. Paris, 24. Juli. General Porter, welcher die Nachfolgerschaft Algers als Kriegsminister in Washington ablehnte, begründete seine Ablehnung mit der Bemerkung, er wolle nicht die Kastanien für andere aus dem Feuer holen. Paris, 24. Juli. Das Kabinett Waldeck-Rousseau hat bereits eine ganze Liste von Militär- und Zivilpersonen ausgearbeitet, gegen welche scharfe Maßregeln verhängt werden sollen, für den Fall, daß Dreyfus vom Militärgericht für unschuldig erklärt wird. Rennes, 24. Juli. Die Bevölkerung verhält sich andauernd ruhig. Angeblich soll Dvrouläde hier eine Wohnung gemietet haben und beabsichtigen, während der Dauer des Prozesses Versammlungen abzuhalten. Das gestrige Erscheinen Beaurepaires gab zu keinen Zwischenfällen Anlaß. Petersburg, 24. Juli. Der Minister des Innern hat das Gesuch, hier oder in Moskau einen Schriftsteller- Kongreß abzuhalten, abgelehnt. Brodprerse vom 23. Juli bis 6. August 1899. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod . . 28 P,g 1 -rg. (2 Pfd.) Schwarzbrod . 24 Psg 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod . . 56 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod . 48 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weihbrod . . 26 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod . 72 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weihbrod . . 52 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Psuno) Wr-tzbrod bet: L. Schmidt, Gr.-Linden... 24 Pfg. W. Weitzel von Lang-GönS . 24 , W. Fabel von Wtefcck ... 24 . C. Post von Wiefeck .... 26 „ L. Stetnmüller, Gr.-Ltnden . 24 Pfg. 2 Kilogramm (4 Pfund) Weihbrod bei: Job- Kd. Velte v. Kirck-Göns . 44 Pfg. Wtlh. Fabel von Wiefeck . . 48 Pfg L. Schmidt (Grohen-Linden) . 48 , W. Weitzel von Lang-Göns . 48 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden . 48 „ C. Post von Wiefeck .... 52 , 1 Kilogramm (2 Pfun^) Schwarrbrod bet: L. Schmidt, Grohen-Linden . 22 Pfg L. Stetnmüller Gr.-Linden. . 22 Pfg W. Steinmüller, Lang-GönS . 22 „ W. Weitzel von Lang-GönS . 22 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrod bei : Joh. Kd. Velte v. Ktrchgöns . 40 Pfg. L. Strinmüller, Gr.-Ltnden . 44 „ W. Stetnmüller in LanggönS. 44 „ W. Weitzel v. Lang GönS . . 44 „ L. Schmidt Gr.-Linden ... 44 „ C. Post von Wiefeck .... 44 „ G. Jacoby v. Alten-Bufeck . . 44 „ 3 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrod bei: WLb. Fabel von Wiefeck . . 66 Pfg. G. Jacoby v. Alten-Bufeck. . 66 Pfg. C. Post von Wiefeck.... 66 „ Ernst Christ von Wiefeck . . 70 „ Der Brodverkäufer. Bei den hiefigen Brodverkäufern bestehen dtefelben Pretfe wie bei den hiefigen Bäckern. Gießen, den 22. Juli 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. WMWWWA Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Johannes Vogler von Ettingshausen »st zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Em- roenbungen gegen das Schlußoerzelch- nis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderunaen und zur B fchlußfasiung der Gläubiger übet di' nicht verwertbaren Vermögensstücke der Schlußtermin ouf Dienstag den 15. August 1899, vormittags 10 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgerichte hier- selbst bestimmt. Laubach, den 21. Juli 1899. Keil, 5500 GerlchtSschreiber des Kroßherzoglichen Amtsgericht». 02534] Mädchen empfiehlt sich zum Bügeln in und außer dem Hause. Ltebigstratze 67. Iagdverpachümg. | Die am 1. September 1899 pachtfrei werdende Jagd der Gewemde Lohra soll auf weitere 9 Jahre verpachtet werden. Der V^rpachtungS- termin findet am Samstag dem 5. August, vormittags 11 Uhr, in der Wohnung des Bürgermeisters statt. Lohra, den 21. Juli 1899. Der Bürgermeister. Rau. 5502 LS" Heute Dienstag sind in der Markthalle Nr. 2 prima Einmach-Gurken zu haben bei Frau Ferber.[02590 Tinoxa bestes Mittel gegen Motten Pack 20 Pfg. empfiehlt die 5522 Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Otto Schaaf. Im Laden des Herrn Metzger- meister Dörner, Neustadt, verkaufe von Dienstag vormittag 8 Uhr an 02596 Schweinefleisch, ladenrein, per Pfd. 54 Pfg. Ernst Fleck. hat sich feit Jahren vorzüglich bewährt, Flasche 50 Pfg., empfiehlt 5521 Adler-Drogerie, SellttSM, 39. Otto Schaat.______ Neue eingeiuchte Gurken neue tuarinierle Heringe empfiehlt 5504 I. M. Schulhof. KailttMtk« Angenehmster Aufenthalt Gießens Gießen, den 24. Juli 1899. 5516 4 Gießen, den 23. Juli 1899. 5515 Als Verlobte empfehlen sich Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. Keizer 'X Arbeiter 5508 für sofort gesucht. 5517 5509 5520 Der Vorstand 5510 O Siegmund Schmidt und Frau 02584 Marburgerstratze 44 Giessen, den 24. Juli 1899. 5511 bei Dir. Pet Krug. Programme kostenlos. reun blichst eingeladen. 02592 Procenl 100 10 auf der Wutvermühfe 5512 1887 gesucht. Armen amt Gieße«. dro. unk. b. 1907 101.40 Deutsche Grdsch. B. unk. b. 1904 101.50 5513 Kmsergarten T-onnfL Bk.-Actien 000.00- Vermietungen (Mene stellen Kapitalien WWWK 4 4 Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 97.35 000.00 101.50 100.20 99 SO Josephine Heidt Fritz Leitzow 101.60 100.50 101.50 98.95 99 90 100.00 25 40 100.15 51.45 3 3 t 4 «rief 00.00 20.44 4.20 Krankenhausenam! Baugewerk- ' Ticfbau- Eisenbalinbau- Polier- 3 Portugiesen 6 Mexicaner 4 Monopol-Griechen von ItUM We Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an «brnbeourfer 000.00 l Oesterr. 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Vir find i getreten, welche so sehr geeigne oder weniger pi krisengerüchte g< der Fall gewese vorläufig noch t geblutet Werber, Aspruch nehme, Kombinationen g daß im weiteren und Minister au Die Absac Dvrtmnd-Ems^ Sottayunbe bi schon weiblich t Als die Nachric jede Begründe daß Rücksichten deren Erörtern in diesem Sin: der Presse die ersten Ranges der Meldung he lich der Kaiser munds erbetene einverstanden tri noch nicht sestges Absage des Kais lagen, daraus sr ihrer lasch gar gegen M her Dinge mit nüch Vielleicht geahnt, daß di würde. Deshal die Zusammenk, zu Wiesbaden Es mußte dazu geschossen werde Abend 8 Uhr in Schwalheim Wirt Wagner stattfindenden Versammlung Zahnarzt Th. Frutig und Frau, Elsbeth, geb. Dressier. 37» Frankftr. Hyp. Bk unk. b. 1906 96 80 87, Frkf. Hyp. Lred.B. unk. b. 1906 »6 fco Proeen: 37, Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. LonsolS 37, Gr. Hessische Obl. Danksagung. 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Ouvertüre „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien* von Suppe. 6. „Der Schwalben Abschied“, Solo für zwei Trompeten von Mayr. (Herren Müller und Däumichen.) 7. „Aubade printaniere“ von Lacombe. 8. Selectioa aus der japanischen Operette „The Geisha“ von Jones. III. Teil. 9 Grosser Triumphmarsch aus der Oper „Aida“ von Verdi. (Mit Benutzung der vier ägyptischen Posaunen.) 10. „Die beiden kleinen Finken“, Solo für Xylophon von Kling. (Herr Schwass.) 11. „Eine Konzertreise“, Potpourri von Reckling.. 12. „Erbgrossherzog Friedrich-Fanfaren-Marsch“ von Friedemann. (Mit Benutzung von acht Heroldtrompeten.) Kytfhäusei* Schule Oesterr. StaatSbabn v. 1885 86.901 4 Eisend. Rentenb. Obl. Jtal. staatSgar. Ersenb. 58.751 4 Buderus Obl. Dampf'chremerer (g. H. Müller. Handlanger "HWU sucht H. Carl^, Dackdeckermeister, Blerchnraße 11. Kin junger Kund (Bernhardiner) weiß mit roten Flecken entlaufen. 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