1899 Sonntag den 25. Juni Un 147 ’X—'—■— Viertes Statt. Gießener Anzeiger Ni General-^Heiger Bei Postbejug R Mark 50 Pf, ^rrlkljährlich 3tt|*,s,reis virrtkltLhrlich 2 Mark 20 Pf, monatlich 75 Pf, mit vringrrlohn. Lllt Anzeigen'Brrmittlung-ftrllm M In- tmfc ÄuilanM aehmrn Anzcigen für den Gießener Anzeiger ent,«,« frf4*0l sm 1 lildrul m< de« I Hii agl. »ühntetieneT ß««4ML»k»1ter »erden« l« Lnzei,er »öchrmKSt nictmil H^»L i|it new Anzeigen zu der nachmittag» für de, Isteg erscheinenden Nummer Hl vor». 10 Uhr. Amts- und Anzeigeblatt für den Krcb Gieren. Tias Kabinett der Liquidation. Deutsches Keich 1. 3«« ' ' ' Ita ist also bis auf weiteres zu der Annahme berech- Ao» Pli ÄdHM, Us-editton und Druckerei: Kt4«kßr«te »r. 7. II 1899." batiiiioir-Sxibinett bürgt dafür, daß dieses ihnen nicht oder nur rfaeiit folgen wird, als die Wiederherstellung der Dis- zipli^M Autorität im Heere es durch militärische \ ege nü men die an der Affaire beteiligten Offiziere er- forötsr. General Galliffet ist durch seine öffentliche Er- flärriini, i!>aß es nun genug sei der Opfer, gebunden, und MillMM, dessen Ueberzeugung von der Unschuld Dreyfus' sich |«tü jfipät durchgerungen, wird ihm bei der praktischen Beth^icligumg der Politik des „Schwamm drüber" nicht im erhoben worden. Berlin, 23. Juni. Die Mitteilung von der Erhebung in den Grafenstand ging dem Staatssekretär v. Bülow in einer Depesche zu, welche ihm der Kaiser aus Kiel in Erwiderung auf die telegraphische Anzeige von der Annahme des Karolinen-Vertrages übersandte. Berlin, 23. Juni. Minister v. Miquel hat auf Samstag, dem 1. Juli, Einladungen zu einer parlamentarischen Abend Gesellschaft ergehen lassen. Berlin, 23. Juni. Der mexikanische Finanzminister Lim an tour, welcher seit einigen Tagen hier weilt,^wurde vom Reichskanzler Fürsten Hohenlohe und dem Staatssekretär v. Bülow empfangen. Berlin, 23. Juni. Der Arbeitgeberbuud für das Maurer- und Zimmer-Gewerbe Berlins und der Vororte hielt heute vormittag wiederum eine Versammlung ab, um über die Lage des Streikes Bericht zu erstatten. Es wurde mitgeteilt, daß gegenwärtig in Berlin und Umgegend noch 8000 Maurer ohne Beschäftigung sind. Die Versammlung, welche von etwa 300 Arbeitgebern besucht war, beschloß mit allen gegen zwei Stimmen, in einen Einigungs-Versuch mit stößt jedoch auf Klippen, wenn sie dem die Führung im Dreyfushandel behauptenden „Figaro" auch darin folgt, sowohl Dreyfus, dem unschuldig Verurteilten, wie Picquart, seinem Retter, in irgend einer Form eine moralische Entschädigung für ihre Leiden, eine Art nationaler Ehrenerklärung zuzuwenden. Es darf von einem Ministerium Waldeck Rousseau erwartet werden, daß es die richtige Form finden wird, um das nach dieser Richtung eine Genugthuung fordernde Volksgewissen zu befriedigen, und ob der böse Geist Frankreichs, der falsche Patriotismus der Deroulöde, Lemaitre, Drumont und Genossen es wagen wird, gegen diese Erfüllung einer Menschenpflicht nochmals sich aufzulehnen, wird davon abhängen, ob das neue Ministerium es bis dahin verstanden hat, jenem vielköpfigen, jede Autorität begeifernden Drachen seinen festen Fuß auf den Nacken zu setzen. Köln. Ztg. «dreffe für Drprschen: A«zel-er Fernsprecher Rr. 51. Westfalen auf Erteilung der Konzession der Kanalisierung vorbehaltlich der näheren Bedingungen zu entsprechen. Die Regierung habe keine Veranlassung, auf die übrigen Kompensations-Forderungen einzugehen. Berlin, 23. Juni. Zur Kanal frage. Die Gegnerschaft der Konservativen gegen den Mittellandkanal bcthätigt sich u. a. auch namentlich in dem Bemühen, der schlesischen Opposition den Nacken zu steifen. So schreibt die „Kons. Korr.": „Die neulich in Beuthen seitens des Herrn Oberpräsidenten von Schlesien zu Gunsten der Kanalvorlage gehaltene Rede hat in den Kreisen der schlesischen Abgeordneten Befremden und Bedauern erregt. Es ist nicht Aufgabe des ersten Beamten der Provinz, für eine wirtschaftliche Vorlage, welche von der Majorität der Provinz abgelehnt wird, agitatorisch einzutreten. Dieser hohe Beamte soll der Vertrauensmann der Provinz fein, und das I Vertrauen wird durch ein solches, durch seine hohe Stellung nicht gebotenes Vorgehen nicht gefördert. Sehr unangenehm hat die angedeutete Drohung berührt, daß für den Fall der Ablehnung der Kanalvorlage anderweite Wünsche der Provinz auf wirtschaftlichem Gebiet unberührt bleiben könnten. Eine fürsorgliche Staatsregierung kann unmöglich eine Provinz dadurch für die Haltung ihrer Abgeordneten strafen wollen, daß sie ihre wirtschaftliche Förderung hinter I der anderer Landesteile zurückstellt. Jedenfalls hat die Rede des Herrn Oberpräsidenten nicht den beabsichtigten Erfolg gehabt, Gegner der Kanalvorlage in Freunde zu verwandeln." — Seewesen. Der erste der beiden für den Norddeutschen Lloyd bei dem Vulkan in Stettin im Bau befind- I lichen neuen Reichs-Po st dampfer, welcher feit etwa 14 Tagen beplattet ist, wird am Samstag, den 24., vom Stapel laufen. Der Ablauf des Schiffes findet in Gegenwart des Königs von Sachsen statt, dessen Name „Kömg Albert" es bestimmt ist, unter der weißen Flagge mit dem blauen Anker, Schlüssel und Kranz über die Meere zu tragen. Der Dampfer ist 152,4 Meter lang, 13,3 Meter breit und 11,6 Meter tief, der Raumgehalt des Schiffes beträgt etwa 10 000 Brutto-Register-Tonnen. Das Schiff zeigt in seinen äußeren Formen die Bauart der Barbarossa-, I Dampfer, mit zwei Promenadendecks übereinander, in gleicher I Höhe mit dem unteren Promenadendeck liegen die Back und die Poop mit her zweiten Kajüte. Als Personendampfer erster Klaffe gebaut erhält er Einrichtungen für 300 Fahrgäste erster, 100 zweiter und bis 2000 dritter Klaffe. Der I Dampfer ist ein Doppelfchraubendampser, mit allen modernen Einrichtungen und Verbefferungen versehen; ferner erhält das Schiff Schlingerkiele. Bekanntlich soll der neue Dampfer „König Albert" im Oktober d. I. feine erste Fahrt nach Ostasien antreten und damit die neue vierzehntägige Verbindung nach Ostasien aufnehmen. M.P.C. Aus dem Abgeordnetenhaufe schreibt man uns: Es scheint sich bewahrheiten zu sollen, was in konservativen Kreisen in letzter Zeit als sicher betrachtet wurde, daß die Kanalvorlage in dieser Session oder wenigstens in dem Teil derselben, welcher im Juli zu Ende gehen dürfte, nicht zustande kommt. Voraussichtlich wird dann im Winter dem Haufe der Abgeordneten eine neue Vorlage gemacht werden. Wenn die Ansichten in dieser Weise weit übereinstimmen, so ist doch zu berücksichtigen, daß die als entscheidend zu betrachtende Sitzung der Kanalkommission erst am Freitag stattfindet. Es muß noch erwähnt werden, daß vielfach, nachdem der Reichstag am 22. vertagt worden ist, die Parlamentsmüdigkeit in der Zunahme begriffen ist. Auch soll für das Zentrum, wenn es weiter bei feiner dilatorischen Politik verharrt, in's Gewicht fallen, daß vor- aussichtlich im Herrenhaufe der Kanalvorlage erst recht viel Gegner erstehen dürsten. M.P.C. Wie alle Jahre zum Beginn der ruhigeren Qeit, jo scheinen auch heuer Nachrichten über erschütterte Ministerstellung en eine Weile einen bevorzugten Platz auf dem Menu der Zeitungslefer einnehmen zu sollen. Wir möchten demgegenüber auf zweierlei verweisen. Einmal daraus, daß bei uns parlamentarische Niederlagen keinen Grund für Minister abgeben, a.i ihren Rücktritt zu denken, sofern sie sich im Besitz des Vertrauens der Krone zu fühlen Anlaß haben. Und dann daraus, daß etwa vorhandene RücktrittSwünsche am wenigsten in den Wochen vor i den Monarchen gebracht zu werden pflegen, wenn dieser sich j anschickt, feine Nordlandsreife anzutreten. U. a. wird auch der Rücktritt des Kriegsministers von Goßler in nahe Aussicht gestellt. Von ihm war schon vor einigen Monaten die Rede. Wie weit die damals verbreitete Meinung, der Minister werde feinen Posten erst nach einiger Zeit verlassen, | begründet war, wird sich nunmehr bald zeigen müssen. den Gesellen einzutreten. Berlin, 23. Juni. Die Kanab Kommission des Abgeordnetenhauses hat heute vormittag ihre Verhandlungen wieder ausgenommen. Es sind verschiedene Anträge aus Gewährung von Kompensationen aus Oberschlesien, Niederschlesien, Ost- und West-Preußen der Kommission zu- aegangen. Minister Thielen gab unter ausdrücklicher Billigung des Kaisers und namens der Staatsregierung eine längere Erklärung ab, wonach dieselbe an der Auffassung festhält, daß grundsätzlich der Bau neuer Verkehrsstraßen an sich diejenigen Landesteile, welche von demselben keine Vorteile erwarten, nicht berechtigen, einen Anspruch auf Kompensationen zu erheben. Wenn der vorliegende Gesetzentwurf die Genehmigung erhalte, werde die Staatsregierung die Wasserstraße zwischen Oberschlefien und Berlin zu einer leistungsfähigen ausbilden. In Betreff der Lippe sei die Regierung bereit, einem etwaigen Antrag der Provinz einzelnen Dachten. ___ w , — Die Kaiserin besichtigte am 22. d. M. in Hamburg außer dem Vereinshospital, in welchem sie im Schwestern- saal den Thee nahm, das Schröderstist, in dem Bürgermeister Dr. Mönckeberg und Baron Schröder die Führung übernahmen. Bei der Besichtigung des allgemeinen Krankenhauses in Eppendorf wurde die Kaiserin von den Senatoren Lappenberg und Roose, sowie dem Professor Rumpf empfangen. Das in dem Krankenhause durchgeführte Pavillonsystem erregte das besondere Interesse der Kaiserin. Um 43/, Uhr trat Ihre Majestät die Weiterreise nach Kiel an, wo sie um 7 Uhr ankam. Berlin, 23. Juni. Der Staatssekretär des Auswärtigen, v. Bülow, ist vom Kaiser in den Grafenstand Darmstadt, 23. Juni. Nach dem heutigen Bulletin kann der Großherzog bereits einen großen Teil des Tages außer Bett zubringen. Der Blättern-Ausschlag hat sich rasch zurückgebildet, ohne Narben zu hinterlassen. Berlin, 23. Juni. Wie aus Kiel gemeldet wird, bestieg der Kaiser heute vormittag 9t/3 Uhr seine Renn-Yacht „Meteor", welche unter vollen Segeln an den Start fuhr, wo die großen Yachten kreuzten, um einen günstigen Moment zum Passieren der Start-Linie abzuwarten. Um 10 Uhr begann die Regatta, an welcher 77 Yachten teilnahmen. Der „Meteor" ging als erste Yacht durch den Start, dann ' ; *.....t. Die Kaiserin, die sich auf dem Aviso „Grille" befand, beobachtete an der Fahrt-Linie das Starten der tigU hfc das Ministerium Waldeck-Rousseau der Gerechtigkeit ihren Lauf lassen, sich aber angelegen fein lasten i wird^ui soweit zu lenken, daß er sich mehr nach der Seite tiji'lb r,;ber °Mcht und des Verzeihens, als nach der des Haffes Ml^'^i'^richvA r Selbst diese versöhnliche und versöhnende Politik Gratisbeilagen: Gießemr Zamilienblätter, Der hessische Kan-wirt, Dlätter für hessische Volkskunde.______________ »Wetting Mich hat Frankreich wieder eine Regierung, Herr "aub'toi ein Ministerium. Es ist das 40. Kabinett, das sich »äliT- lc I vM -Republik seit dem 4. September 1870 gegeben hffS t. . Semi es noch des Beweises bedürfte, daß feit jener | fchinnabsturz Zeit loflm je ein Augenblick so gefahrvoll war, wie der W Sd^ieuri-ogi io erbringt ihn die eigenartige, unter den vielge- a11iitim Kombinationen und Permutationen, die sich die PM-M schon geleistet hat, noch nie dagewesene Zusammen- i" beP neuen Ministeriums. Ihm gibt das Kleeblatt $an5 auf bem jt(tewml. Um sich diese politische Signatur zu verdeutlichen, rdtag, den 6. mai sich vorstellen, daß in Preußen eines Tages em Beginn des Cchikß«NiniiDmm vor das Land träte, in dem Männer wie etwa Frühfchoppmivnzm Zenm'igskn, Bebel und der Graf Kanitz nebeneinander säßen. Wadi so unmöglich wie bie Bereinigung fold)er ©egeir : m -preußischen Regierungstisch hielt man bislang Beginn des Schief" die nunmehr zur Thatfache gewordene Zu- Sonjert auf bem ^ammmslellung jener drei Namen im Kabinett Walbeck- ßxi t ~ ioumlitatu. vchlußbes schieß«! m Die Nachricht austauchte, Waldeck-Rousseau beab= ^u,n erstenmal seit dem Bestehen der Republik den einigtenRufiklMn^ozvvE^' Sitz und Stimme im Kabinett zu geben, erklärte ad -„Jourrnal des Dubais", dies Gerücht könne nur em tag, den 7. Ziiichle.Mr Witz fein. Das Blatt, das einst die französische Beginn bcs Schic^öeis ^t^lNokratie vertrat, neuerdings aber mit demselben Frühschoppenlonzma,nfeÄgkli Fanatismus wie die radikalen und sozialistischen Schluß des Schieße--^^z ^nempolitiker die Klassenherrschaft Mölines und feines Ncr Qm,@abtnticjnl)cpiCj6 heu Schild zu heben versucht und das während NW" -W'elung to Dr-ysuSh°nb°l- ein« m.hr -l» ,»«.. , fo, $omet toyri „uftaiSeuti gfMIe geipielt, hat befunbet mit bi fern Urteil, daß ' Malle almM. 8 dlni, Fühlung mit den Ereignissen gänzlich verloren hat Schluß des Schießen-nb » iieZeichen her Zeit nicht zu deuten versteht. Denn I Becher am Gaben«« b Dllü0IL bafc Präsident Loubet den Charakter des Großes Brill^,..^^^,^iner freien Wahl hervorgegangenen Ministeriums, SMaatt'' nn Mlamieittarifchen Brauche getreu, dem Winke angepaßt Konzert und Tanz cr.at, t k-n iihm die Mehrheitsbildung in der Kammer vom „ 2. ,>i gegeben, spiegeln sich in der Thatfache, daß em lstag, den 8. ^aticueuiiifocrakr Politiker — um an dem Vergleich mit ; Beginn des Schießt entflicht! Verhältnissen festzuhalten — wie Waldeck-Rousseau I FBfchappmlonzenich -^Sozialdemokraten Millerand und den Konservativen Schluß des SchikM z, ^Ei ,u Mitarbeitern erkürt, lediglich die Zeichen der ÄfSiu öiefe aber weisen gebieterisch und unabweisbar $5l"4Ära.iuil|im, bie affaire zu liquidieren und die Republik von Konzert auf dem.?)Cn c mhitionäreu Abwegen erst wieder in die Bahn zu o.üiull . , jenfertn. in der eine Entwickelung oder überhaupt nur ein Augthdspültortill-Mbtn allein möglich ist. am Gaben!« • bie Zusammensetzung des Kabinets Waldeck-Rousseau holung des FW-'aber e M einen ziemlich untrüglichen Fingerzeig für die Tanz auf dem ^'RichivUng, in der es versuchen wird, diese Aufgabe zu n V-crfül». Sie ist auf drei Arten zu lösen, jedoch schließt lvtag, oen • * ,^Emensetzung des Kabinetts das Verfahren der- . FrüMppE jenigm-, b'ie die Wahrheit, nachdem sie eben erst wieder auf- rchlußbanktN. trag l)|Qt von neuem erdrosseln und Dreyfus nochmals Ä " auf Nichil verurteilen lasten möchten, von vornherein aus. Ltilung d» Es l-tebem also nur zwei Wege übrig, und zwar rücksichts- aufsämMc? l01-e Nngiiltungsmaßregeln gegen diejenigen, bie bie Ver- konzen in ber 6^' antttuciuing dafür tragen, daß der Dreyfushandel das rem F-sM . .-z gericchchie Gebiet verlassen und sich zur „Affaire" aus. wachM lilmnte, oder die neuerdings vom „Figaro" üer= * trete ® Lösung, mit dem Schwamm der Nachsicht und ■’n« NN-' ChrüGlmbe über das Kerbholz zu fahren, auf dem annoch f* r bic £ fccin Mercier, Boisdeffre, Gonse, du Paty und andere yerziviLiÄi stehen. •ffli ersteren Weg möchten die Sozialisten vom Schlage Um*** JaE und bie revisionistischen Anhänger Clemenceaus .Lorfci'l^M eiuscOgein, aber bie Mitgliebschaft Gallifets in bem Ltqui- | jUf |j'' ' -imi.Cl___xx t-'A___ L kioCefl ifitien ntrfit nhpr !fix" ■uni | ä Vermischtes Wegen Aufgabe Orchestrion- bin ich vollkommen zufrieden. 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Aus Peterburg wird uns geschrieben: Je langer^ man in hiesigen denkenden Kreisen das Wirken des r^f?teQk Dcr^oI9t- um so mehr kommt man zu dem Schlüsse, daß derselbe von dem Moment an, wo er sich als begeisterter Anhänger der Friedenskonferenzidee des Kaisers Nikolaus ausgab, keinen anderen Plan verfolgte, als den, den Zaren und die von diesem geleitete russische Politik in den Dienst ganz bestimmter englischer Absichten zu spannen. Auch bei Kaiser Nikolaus I. wurde dieser Versuch s. Z. nicht umsonst gemacht. Von den verschiedenen Leidenschaften des Mr Stead ist nach hiesiger und entwickeltsten Auffassung am ausgeprägtesten seine Feindschaft gegen Deutschland. Das Heugras nehrerer Wiesen ist zu verkaufen, auck ind solche auf mehrere Jahre zu verpackten, eventuell zu verkaufen. 4660 Näheres durch C. G. Sprud, Wall- thorstraße 71. ”fba,nen 1 - T»rud und fcer «rübl'schen Univerfitits.vuch. ist eine Partie gut erhaltener FkHeriedllUÄkh, altes Bauholz gegen Barzahlnngabzugeben. 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August, abends 8 Uhr, Be- I grußung der im Laufe des Tages angekommenen Festteilnehmer I Straßburger Civilkasino; Sonnabend, 5. August, früh I ' 9l™inJöme nach Worth zur Besichtigung des Schlachtfeldes. Abends von 8 Uhr ab zwanglos- kamerad- >ch"ltliche Vereinigung in verschiedenen Lokalen in Straß- but?- S°"ntag, den 6. August früh 7« gemeinsame Fahrt imd) Morsbronn zur eigentlichen Weihe des Denkmals I yr Rückfahrt nach Straßburg, woselbst abends 6 Uhr das Festmahl stattfindet. Die sämtlichen Festteilnehmer speisen gemeinsam in dem großen Festsaal des Straßburger Orangerie-Parks, woselbst am Montag, dem August vormittags 11 Uhr, „och ein Frühschoppen vorgesehen ist. Ferner enthalt die Festordnung die Bestimmungen über die Benutzung der für die ehemaligen Angehörigen des Regiments bewilligten Militärfahrkarten, Angaben der Fahrpreise sur -in- Anzahl besonders in Frage kommender Städte, Ratschlage,^welche Schnell-Züge von diesen Städten I er C ^ra^bm‘9 ain zweckmäßigsten zu benutzen <^lnrtC fur t bie Besichtigung des Schlachtfeldes nebst Orientierungskarte des letzteren, Ratschläge zu Ausflügen in die Vogesen sowie für den Besuch des National- denkmals auf dem Niederwald. Besonders hervorzuheben ist der Teil der Festordnung, welcher über den Quartier- nachweis m Straßburg sich ausspricht. Da von den 500 Fest- tellnehmern kaum i/3 Teil in Wörth und Morsbronn hätte untergebracht weiden können und ein gemeinsames Festmahl dort ganz unmöglich war, so sah sich das 32. Regt, genötigt, Unterkunft und Festmahl nach Straßburg zu verlegen. Da bort die Unterkunft so vieler Menschen* in meist | { Das Dr ?us Grün! ] 56 btt (g ! vm 2 Atelrhri • das । k 11 Die buP9 toäljrtnb ! Äet'^el • alt sV* : Fahre ■ J* «b a i äy* - 1 s» te ■ Vjubti» । er Tani r-ti,% Di r? s-hti n«$g drei schwere belgische zugfeste Aröeitspserda (zwei mit Geschirr), sowie drei guL erhaltene Zweispänner-Wagen Näheres bei H. Neuenweg 32._____ Ecke Sonnen- nnhSWIh* — Die Bären-Jnsel. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: „Die Nachricht, daß Deutschland die Bären Insel annektiert habe, ist falsch. Wir haben bereits vor kurzem festgestellt, daß eine von dem deutschen Seefischereiverein veranlaßte Expedition lediglich zu Fischereizwecken nach jener Insel abgegangen ist. Findet dieselbe den Platz für jene Zwecke geeignet, so wird es ihr natürlich frei stehen, auf dem herrenlosen Eiland die ihr etwa zweckmäßig scheinenden Anlagen herzustellen und in Betrieb zu nehmen. Einen Auftrag oder eine Ermächtigung, namens des Reiches auf der Bären-Jnsel die deutsche Flagge zu hissen, hat weder jene Expedition noch sonst jemand erhalten, auch nicht Herr Lerner, der in einem in hiesigen Zeitungen veröffentlichten Telegramm angibt, die Bären-Jnsel erreicht und ein Stück Land daselbst in Besitz genommen zu haben, mit dessen Unternehmen aber die deutsche Regierung nichts zu thun hat." । — Aus Samoa. Eine amtliche Depesche des amerikanischen Kommissars Tipp aus Samoa bestätigt die gestrige Depesche des „R. B." aus Apia. Das Staatsdepartement Ul ist zufrieden mit dem Programm, sieht es jedoch noch nicht als endgiltig an, sondern ist der Ansicht, I Ausland. 9tom, 23. Juni. Die italienische Negierung hat der Obstruktion der Linken in der Deputiertenkam mer dadurch ein einstweiliges Ende gemacht, daß sie zu allgemeiner Ueberraschuug die Kammer vertagt hat. Da diese Vertagung nur auf kurze Zeit — bis zum 28. d. M. ausgesprochen ist, kann man vermuten, daß noch weitere Maßnahmen gegen die halsstarrigen Deputierten geplant sind- viele erwarten einen Erlaß, durch den die politischen Vorlagen für den 1. Juli in Kraft gesetzt werden, so daß die Kammer am 28. Juni nur zur Bestätigung dieses Erlasses berufen werden würde. " Paris, 23. Juni. In parlamentarischen Kreisen ver- der neue Knegsminister, General Gallifet, habe die Absicht, den Militär-Gouverneur von Paris, Zurlinden durch den General Bruyere zu ersetzen. Die Generale Voisdeffre und Gonse sollen pensioniert, Pellieux zur Disposition gestellt und Roget aus Paris entfernt werden. Die | nationalistischen Blätter behaupren, Deroulede und Jude! sollten beim ersten besten Anlaß verhaftet werden. Der „Figaro" will wissen, die Polizei-Präfektur von Paris werde Leplne übertragen, der im Staatsrat durch den jetzigen Präfekten Blanc ersetzt werden würde. Wie weiter aus Paris gemeldet wird, beabsichtigt General Mercier, vor dem Kriegsgericht in Rennes die geheimen Geschichten von 1894 I z? erzählen und vor der Verhandlung in Rennes intime bereiten"^" *“ veranstalten, um so die Stimmung vorzu- Großbritannien. Während England auf der Friedenskonferenz nicht genug Mittel zur Vermeidung der Kriege | London, 23. Juni. „Daily Mail" erklärt es für eine desinttiv beschlossene Thatsache, daß der Herzog von Albany, Sohn des verstorbenen Herzogs von Albany, dem Herzog Alfred auf dem Koburger Throne folgt. Der junge Prinz reist mit seiner Mutter, welche bekanntlich eine Prinzessin von Waldeck ist, nach Deutschland, um nach deutschen Verhältnissen erzogen zu werden. M.P.C. Rußland. Es ist kürzlich eine Vorschrift erschienen, welche den Geschäftsbetrieb der Offizier- Warenhäuser regelt. Das erste Offizier-Warenhaus wurde vor ca. 8 Jahren für das Gardekorps gegründet und «ÄW» unterliegt.“'®i£ I LsUWZ ^arfung ber »o„,gärourbe mtrb ohne Zweifel bie Zu- solchen Anklang gefunben, baß in b-n verichiebensten mbeT ?,6erhmara C crl,Qlten'. b,e ®eto'66eif militärifdjen Zentren Warenhäuser unb Fil men haben, daß der Gouverneur in einer Art gewählt wird, 1 " luien bie Sicherheit gibt für die Unparteilichkeit gegenüber den Bewohnern. Mehmk Fchmrdhilustt ODf Abdruck 1« verkaufen. Näheres auf dem Bureau des I Architkkten Guftav Hawauu, Bergstraße 11. 4867 Ein noch wenig gebrauchter Bügelofen ist billig zu verkaufen. 4775 Zu erfragen in der Exped, d. Bl. Neuer Ktkliuiibor-KahjlrkNllkr (mit Garantie), weil keine Verwendung hierfür, billigst zu verkaufen. Offerten unter Nr. 4829 an die Gr. pedmon dieses Blattes. , . . Unterkunft, Teilnahme o X Schlüsse der Festordnung bittet das Regiment h"14 ' allen Wünschen Rechnung zu tragen und ' und ungetrübten Verlauf des ganzen Festes n die vorerwähnte Postkarte ausgefüllt bis spättst^! d. ^s. entweder durch die Ortskomitees ' direkt einzeln an den Präses der Deukmalskomiw!?'"^ Major Giersberg in Meiningen, einzusenden 1 a"f Wunsch Festordnungen zu beziehen sind"' ' * Von einer Rettuugsthat auf hoher See' durck s Aschen dem Tode entrissen wurden, wird 22 Ium, berichtet: Heute morgen kam die (L Schaluppe „Texenna", die eine Ladung Koke^ , e na« Ystad überbringen sollte, in Warnemünde t vJ. e'L ?npttän des Schiffes, namens M ^Nilsff. richtete, dag er gestern abend in nordwestlicher L etwa 6 Seemeilen von Warnemünde entfernt ein M gestrichenes Boot mit zwei Leuten, die weiße Len auf der See treibend angetroffen habe. Er hab bi bet sich aufnehmen wollen und ihnen zuqerusen hu ? urch Stubern fernem Schiff- nähern USt* ine« nicht au^-suhrt. Wahrscheinlich seien £ 1 1 enthaftet gewesen. Di- Annahme b-S Sapitäns Ä ber bei zunehmenb-r Dunkelheit bas «oot au« L I ®Erlor- f°®,e sich als richtig erweisen. Der Tour-nbampf-r .Friedrich Fischer", Kapitän W traf spater auf fcner Reise zwischen Rostock und jeueb «oot an, «fc barg bie beibeu Insassen u,b |td), baß eb zwei völlig er,chopfte Malergesellen ui L I i." O,isee bei Ribnitz gelegenen Orte toufirow » „ ®ie £euie befanben sich schon feil 26 Stunden ota(S Nahrung anp See. Kapitän Meyer nahm bie retteten bis nach Holtenau mit, wo er sie ans * Ein schlimmes Abenteuer erlebten dieiu u-' o- n auf er Wagenfahrt die Herren Li )ih JelÖfeUer, Ober-Jnaemeur Rolan aus Berlin und w ' Smreker aus Mannheim. Sie durchfuhren bie itiMud , ryoift, als der Wagen plötzlich in einen Sumpj nerittb webet vorwärts noch rückwärts konnte, ©tabtbnurdtfi feuer rettete sich durch einen gewaltigen Sprung, nad)* • er sich der Beinkleider erledigt hatte, in's Trockne und. gelang ihm, die Pferde loszuschirren. Unterdessen sun!: j öer Wagen mit den beiden Ingenieuren immer tiefer r> daß bie Herren die höchsten Punkte des Wogens er,tu i mußten. In dieser Lage verblieben sie länger uie i - Stunden, jeden Augenblick gewärtig, im Sunijsc dem Wagen vollends zu verschwinden. Inzwischen ! ber Versuch gemacht, mit einem dritten, von dem 2:r ! rat herbeigeholten Pferd, das Gefährt herauszuzic Das mißlang gänzlich und hatte nur den Erfolg, dai Tier vollständig in den Morast einsank und nur noch m öem Kopfe aus dem Schlamm heraussah. Trotzdem nrb. | tete es sich, wie der „Voss. Ztg." geschrieben wirb, nuck längerer Zeit heraus. Es war die höchste Zeü, ruoiti. aus der Stadt geholtes Militär eintraf, um den veisunkeuci Wagen unter großen Anstrengungen samt de» Insasse! zu retten. erhalten billig V Vereine t Mitgliedskarten, Eintrittskarko. w Loosenummern, Progno®6 p vorzuschlageu weiß rüstet -s eifrig weiter. Zur Au- I kl-iuereu Gasthofeu mit a-wiiken sa, ■ . tegunq von B-rteibiguugswerkeu, zum Umbau uub Neubau ist, so hat bas Kaifirlicke qfeitcn M 25 000° t i(fÜC ^*9 bes Heeres um große kaseruenarüge'^^GZäuke^Tu“ 2o 000 Mann), zu Schießplätzen usw. ist ein Plan aus- dem Regiment zur Verfüaunv ^Urbl^r’ SOW-rfÖer UhCr W? ^*aionen Mark Kosten erfordert. Iteilne^mer oo^i 3.6i<^um 8 al - Fahrräder, l^51 _________Hammstraße 14. ~ rrSerffoSen. »e8 Piano- Ausstellung. ©röBte Auswahl, fonwahrend Neuheiten, fackmänn. Bedienung in Musik Meckanck, Elektrotechnik: Zahlungs^Er- leichterung. Berkaus von Elektromotoren, sowie Accumulatoren mit meiner u. Nr, U5()74 gesetzlick geschützten 3ellenschaltung. 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