Donnerstag den 25. Mai fit. 120 Erstes Blatt. 1899 Weßener Anzeiger Heneral-Anzeiger Aints- und Anzeigeblutt für den 2treis Gieren. Bri Postbezug 2 MarS-50 Pfg. vierteljährlich. Aczugsprei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. menatlid) 75 Pfg. mit Bringcrlohn. N-n»hme een Anzeigen zu der nachmittags für den ttytntai lag erscheinenden Nummer biß vor». 10 Uhr. fr Meist täglich n LnSuahmc deS Montags. Alle Anzeigen-VermittlungSstellen deS In- und Auslandes nehmen Anzcigeir für den Gießener Anzeiger entgegen. Air Gießener I'vllienvrätler Mlea dem Anzeiger Atenttich viermal beigelegt. »s» lA. monlm Lid und Drogen- di gen erst«» L»., Mendes Awi„ kt, Sstey uni Mi 'not: ^ünitais x- imv bjn SSL 1.50 c tnren uh Ztimmre - KrrM 10 Acht. Ws« den rlack 'S be) , dauerhaft r, Löwen’ «,dE in g*»* .W *A Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchnkstraße Kr. 7. Gratisdeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hießen. Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Teil. Rr. 20 deS Reichs-Gesetzblattes, ausgegcben am 18. d. MS., enthält: Nr. 2374: Verordnung zur Ausführung des Patent- 'ßchhtÄ vom 7. April 1891. Bom 6. Mai 1899. Rr. 2575: Bekanntmachung, betreffend die dem inter- mtiovalen Uebereinkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr »«gefügte Liste. Boni 13. Mai 1899. Br. 2576: Bekanntmachung, betreffend den Schutz «sicher Warenbezeichnungen in Mexiko. Vom 16. Mai 1899. Gießen, den 23. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Bekanntmachung. Mr.: Die Abhaltung öffentlicher Faselschauen zu Gießen. Gelegentlich des am 7. Juni d. Js. stattfindeu- N'to Biehmarktes zu Oießen soll zum Zwecke der - Wrung eine öffentliche Faselschau durch die Körkommission mb zwar von vormittags 10 Uhr beginnend, abgehalten nxnbei. W werden nur sprungfähige Bullen Vogelsberger und Smu nthaler Rasse berücksichtigt; auch müssen dieselben bei > Miuig der Wegweisung sicher gefesselt sein. Hießen, am 20. Mai 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Programm über blit 2 chlustfeier des I. 1899er Kursus der laud- uuirtsthaftlicheu Haushaltuugsschule zu Liudheim Mittwoch deu 31. Mai 1899, nachm. 2 Uhr, in dem Anstaltsgebäude daselbst und Einladung hierzu. 1. Gesang der Schülerinnen. 2. Ansprache an die Schülerinnen. 3. vlebergabe der Zeugnisse. i. Ansprache einer der Schülerinnen an das Lehrpersonal. 5. Gesang der Schülerinnen. 6. Besichtigung der in dem Arbeitszimmer offen gelegten weiblichen Handarbeiten, schriftlichen Arbeiten und Molkereiprodukten. Büdingen und Lindheim, den 5. Mai 1899. Der Vorsitzende Der Aufsichtsrat: bcLÄmdw. Bezirksvereins Büdingen: (gez.) Westernacher. (gez.) Jrle. Frau Westernacher. Lipp, König, Buß. ZZrk Nachricht für die Teilnehmer, an der Feier: Wsozmverbindung: Stockheim 9,40 vorm. nach Lindheim, Lindheim 5,49 vorm. nach Stockheim. Stimmen von der Friedenskonferenz. )rn Haag scheint man es für nötig zu halten, die öffsiMche Meinung schon jetzt auf ein möglichst geringes ErbgMis der Konferenz vorzubereiten. Namentlich sieht es salßio aus, als wenn die Erörterung der Abrüstungsfrage, hielt koch so recht eigentlich der Konferenz den Hauptstempel amchdrücken bestimmt war, stark oder vielleicht überhaupt in i itii Hintergrund treten sollte. Ueber die Rede des PiZMenten v. Staal in der kurzen Samstag-Sitzung ver- laitiii lichon, der Redner habe das Hauptgewicht auf die Fr^-'i der Vermittelung und des Schiedsgerichts gelegt. Arb jueiter Stelle habe er die Frage der Kriegsgesetze be- ha M und ausgeführt, daß die bereits bestehenden Ab- matchngen über eine menschlichere Gestaltung der Krieg- fühchmgi erweitert werden sollen. Erst den dritten Punkt inlito diie Frage der Einschränkung der Rüstungen. Jetzt nu in warben durch Vermittlung des Reuterschen Bureaus vevWdoene Meinungsäußerungen von Delegierten in die WM gesandt, die jenen Eindruck nur zu verstärken ge- eigirntt simd. Giro Vertreter des „Reuterschen Bureaus" meldet, er sei 2 m dem Haupte der amerikanischen Abordnung, Bot- sch.üiA White, zur Veröffentlichung der folgenden Erklärung «mttyiiijt: „Die Lage ist gut. Die erste Arbeit, die Or- gaiNotiom, ist gut durchgeführt. Ich bin voll Hoffnung, dassijiS: möglich sein werde, ein praktisches, nützliches Ziel zu oantiken. Der Skeptizismus der ersten Tage muß ernsten Ho^mizen Platz machen, ohne daß man dabei etwas zu übertreiben braucht. Die Worte Sr. Majestät des deutschen Kaisers haben zur Besserung der Lage beigetragen. Ich glaube, wir werden zu einem gewiffen Ergebnis hinsichtlich der Vermittlung und Schiedsgerichte gelangen können. Zweifellos wird es nicht möglich sein, den Ergebniffen eine obligatorische Eigenschaft zu verleihen, mindestens aber doch eine fakultative. Ich glaube, daß die Mächte nach Schluß der Konferenz sehen werden, daß sie zur Regelung ihrer Streitigkeiten ein anderes Mittel als den Krieg haben. Dies bedeutet einen ungeheuren Fortschritt. Ebenso habe ich das Vertrauen, daß an den Kriegsgesetzen und Kriegsgebräuchen wichtige Verbesserungen zur Humanisierung des Krieges werden vorgenommen werden können. Bezüglich der Frage der Verminderung der Rüstungen, welche den Arbeiten der ersten Kommission Vorbehalten ist, kann ich nichts sagen. Wir können über alle Punkte nichts anderes als Hoffnungen haben, da die Arbeiten der Konferenz noch nicht begonnen haben." Der Botschafter einer anderen Großmacht äußerte sich im wesentlichen: „Bezüglich unmittelbarer praktischer Ergebnisse, welche aus der Konferenz etwa hervorgehen können, müssen wir hoffen, daß wir nach Beendigung unserer Arbeiten in derLage sein werden, an unsere Regierungen praktische Vorschläge zugunsten des Friedens und der Humanisierung des Krieges zu richten." Ein Abordnungschef, welcher eine hohe Stellung in seinem Lande einnimmt und dessen Land infolge neuerer Ereigniffe an den Ergebnissen der Konferenz besonders interessiert ist, äußerte u. a.: „Das die Delegierten im Haag beherrschende Gefühl eindr ungeheuren Verantwortlichkeit gegenüber ihren Regierungen und der öffentlichen Meinung aller Länder scheint es unmöglich zu machen, daß die Konferenz auseinandergehe, ohne etwas gethan zu haben. Die Menschlichkeit, das Interesse der Völker und die öffentliche Meinung machen es uns zur gebieterischen Pflicht, im Sinne des Friedens zu arbeiten und so der sozialistischen Bewegung ein furchtbares Argument zu nehmen. Alle Delegierten denken einstimmig, daß viel geschehen kann, um den Krieg zu humanisieren und ihn durch Verallgemeinerung der Vermittelung seltener zu machen. Jedoch scheint es sehr schwer, einen praktischen Beschluß betreffend eine Herabsetzung der Rüstungen zu fassen, auch ist man allgemein der Ansicht, daß diese Frage weit hinter den beiden andern kommen wird, ohne daß der Kongreß zu derselben eine vorgefaßte Stellung nimmt; denn das wirkliche Ziel desselben ist, dahin zu arbeiten, daß man ein Mittel schafft zur Lösung internationaler Schwierigkeiten ohne Kriege." Ein vierter Delegierter äußerte sich in gleichem Sinne; er sagte u. a.: „Die Abrüstung kann nicht direkt durch einen Areopag europäischer Delegierter geregelt werden. Die allmähliche Abrüstung muß von selbst kommen als das natürliche Ergebnis der gebefferten allgemeinen Lage, der Seltenermachung der Kriege, der Herstellung brauchbarer friedlicher Mittel zur Lösung aller Schwierigkeiten zwischen den Nationen. So kann also der Kongreß nur indirekt durch die Befferung der allgemeinen Lage dazu dienen, die Sache der allmählichen Verminderung der Rüstungen zu fördern." Der Korrespondent des genannten Bureaus bemerkt schließlich, die meisten Delegierten seien überzeugt, daß sie bei den Arbeiten in den Kommissionen zahlreichen Schwierigkeiten im Einzelnen begegnen werden, und daß die Konferenz lange dauern werde. Diese Anschauung verstärkte sich in dem Maße, als man sich dem Augenblicke näherte, wo die Fragen in Angriff genommen werden. Deutsches Keich. Berlin, 23. Mai. Den neuesten Bestimmungen gemäß wird der Kaiser am 30. Mai zum Stapellauf in Kiel eintreffen und auf der Dacht „Hohenzollern" Wohnung nehmen. Das Panzergeschwader wird am 31. ds. aus Lissabon in Kiel eintreffen. Berlin, 23. Mai. Der morgige 8 0. G eburtstag der Königin Viktoria von England wird bei Hofe abends 7 Uhr durch eine Festtafel beim Kaiserpaar gefeiert, wozu der englische Botschafter und das Botschafts-Personal geladen ist. Berlin, 23. Mai. Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht die Abberufung des bisherigen Gesandten in Marokko, Freiherrn Sch en ck zu Schweinsberg von diesem Posten und die Verleihung des Sterns zum Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub an denselben. Berlin, 23. Mai. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe wird den gesamten Kongreß zur Bekämpfung der Tuberkulose am Donnerstag abend empfangen. — Militärische Personalnachrichten. Dem Vernehmen nach ist General-Leutnant Frhr. v. Meer- scheidt-Hüllessem, Kommandeur der 11. Division, mit der Führung des 15. Armeekorps beauftragt. — Eisenbahnbau in Kleinasien. Die Verständigung zwischen der deutschen und der französischen Gruppe, die über die Anatolische und Smyrna-Kassala- Eiseubahn verfügen, geht, dem „Daily Tel." zufolge, dahin, daß je zwei Direktoren der einen Gesellschaft in den leitenden Rat der anderen übertreten, womit gleichzeitig die bisherige Konkurrenz aufhört. Jede der beiden Gruppen hatte bisher alle Versuche der anderen, eine Erweiterung ihres Einflusses und ihres Bahnnetzes zu erlangen, bekämpft, jetzt aber sind sie sich darin einig, eine jede Verlängerung ihrer Linien in der Weise zu „teilen", daß die Deutschen 40 v. H. und die Franzosen 60 v. H. des Gewinns erhalten. In dem genannten Distrikte bleibt nun die Aidin- Eisenbahn als alleiniger Konkurrent bestehen und wird große Schwierigkeit haben, der neuen Kombination Widerstand zu leisten, sodaß das wahrscheinliche Ergebnis sein wird, daß die deutschen und französischen Gruppen in den Besitz des ganzen Eisenbahnsystems in Kleinasien gelangen werden, das sich schließlich bis zum Persischen Golfe ausdehnen muß. — Deutschland und Transvaal. Der Vorfall zwischen dem deutschen Konsul in Pretoria und dem Staatssekretär Reitz findet jetzt eine neue Darstellung anscheinend aus der Feder eines Beamten in der Umgebung des Gesandten der Südafrikanischen Republik Dr. Leyds. Der Verfasser des im „N. Rotterd. Kour." abgedruckten Briefes weist darauf hin, daß der erste Bericht aus Kapstadt, der Brutstätte der Jingos, herrührt. Es ist, wie schon früher erwähnt, durchaus unwahr, daß der deutsche Konsul eine Klage beim Staatssekretär des Transvaal eingereicht hat. Herr Dr. Leyds hatte von der Ankunft der Herren Konsuln keine Ahnung, da ihre Visitenkarten Herrn Reitz persönlich eingehändigt worden waren, und dieser sie im Eifer des mit Herrn Dr. Leyds geführten Gespräches nicht genau gelesen hatte. Die Herren Konsuln haben den Vorfall denn auch nicht übel genommen und sich mit der durch Herrn Reitz angebotenen Erklärung zufrieden gestellt. Gewisse Kreise halten den Vorfall für eine schöne Gelegenheit, um Dr. Leyds bei den Haaren heranzuziehen, und ihn in den Augen der Deutschen zu verdächtigen. — Koloniales. Zur Einrichtung deutscher Schulen in Deutsch-Ostafrika ist der Rektor Rzesnitzel in Bogutschütz (Oberschl.) auf ein Jahr beurlaubt worden. Sprottau, 23. Mai. Unter den auf der Jägerndorfer Bezirksstraße beschäftigten Arbeitern ist der Flecken- Typhus epidemisch aufgetreten. Bisher sind 80 Erkrankungen vorgekommen. Die Arbeiter stammen meistens aus Galizien. Hanau, 23. Mai. Der heutige mittelrheinische Aerztetag war von etwa hundert Teilnehmern besucht. Es wurden zehn Vorträge gehalten. Der nächste Versammlungsort ist Homburg. Anstand. Wien, 23. Mai. Die Ausgleichs-Verhandlungen zwischen den österreichischen und ungarischen Ministern haben Vormittag begonnen und sollen, wie verlautet, noch heute beendet werden. Wien, 23. Mai. Die „Neue freie Presse" läßt sich aus dem Haag telegraphieren: Allgemein wird der große Eindruck konstatiert, welche die Rede Kaiser Wilhelms in Wiesbaden auf die Konferenz-Mitglieder hervorgerufen hat. Manches Mißtrauen sei durch die Rede beseitigt worden. Wien, 23. Mai. Der russische Staatsrat Bloch dementiert im „Neuen Wiener Tageblatt", daß er bei der Konferenz mit einem Auftrage der russischen Regierung betraut sei. Seine Anwesenheit im Haag bezwecke nichts weiter, als den Konferenz-Mitgliedern eventuelle Aufklärung über das von ihm herausgegebene Werk „Der Zukunftskrieg und der bewaffnete Friede in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Wirkung" zu geben. Moisburg, 23. Mai. Ein sich hier produzierender Seilkünstler stürzte bei der Vorstellung, in der er mit einem Manne auf seinen Schultern über das Seil ging, ab. Beide sind lebensgefährlich verletzt. M Budapest, 23. Mai. Der bekannte Graf Nikolaus Bethlen ist gestern hier in größter Armut gestorben. Paris, 23. Mai. Nach einer Journal-Meldung hatte Ballot-Beaupre, bevor er dem Präsidenten des Kassa- tlonshofes das Referat über die Dreyfus-Sache übergab, Ansicht in ein die Echtheit des Rohrpostbriefes bestätiqendes Schreiben,des Obersten Schwartzkoppen. I H. H. Statistik über Hessische Erfinder. (Milgeteilt vom Patentbureau Hantke von Harrtaus, Berlin N., Linien- I ftraße 149.) Auch das Großherzogtum Hessen hat für I seinen Teil an der Entwickelung unserer deutschen Industrie I durch erfinderische Thätigkeit wacker mitgewirkt, wie der nachfolgende, auf Grund der patentamtlichen Veröffentlichungen I zusammengestellte Ueberblick zeigt. Hiernach entfallen von I den bis einschließlich 1898 in Deutschland erteilten 101 760 I Patenten, 118 791 Gebrauchsmusteranmeldungen und 35103 I eingetragenen Warenzeichen allein auf das Großherzogtum Hessen 1307 Patente, cirka 2000 Gebrauchsmuster und 712 Warenzeichen. Bon den im Jahre 1898 insgesamt erteilten 5570 Patenten, 23199 Gebrauchsmusteranmeldungen und 6716 Warenzeichen-Eintragungen ist das Großherzogtum Hessen mit 78 Patenten (9 mehr als im Vorjahr), 319 Gebrauchsmustern (107 mehr als im Vorjahr), und 104 Waren- ! pichen (80 weniger als im Vorjahr) beteiligt. Besonders an den Gebrauchsmustern zeigt sich neben den Patenten die i erfreulich ansteigende Schaffenskraft der Hessischen Erfinder. Im allgemeinen kommt durchschnittlich auf 740 Reichsangehörige ein Patent, auf 460 ein Gebrauchsmuster und auf 1700 ein Warenzeichen. Hessen steht trotz seiner zahlreichen, an Erfindungen nur schwach beteiligten Landbevöl- I rerung diesem Durchschnitt nur wenig nach, in Bezug auf I Warenzeichen übertrifft es ihn sogar noch wesentlich. In I Hoffen entfällt auf 760 Bewohner ein Patent, auf 490 ein I Gebrauchsmuster und auf nur 1390 ein Warenzeichen. — I Interessant ist auch die Verteilung dieser Schutztitel auf die I Landesausdehnung. Während nämlich im deutschen Reich durchschnittlich 8 Quadratkilometer zu einem Patent, fünf I Quadratkilometer zu einem Gebrauchsmuster und achtzehn Quadratkilometer zu einem Warenzeichen gehören, sind im I Großherzogtum Heffen die Erfindungen entschieden dichter I gesäet. Hier ist bereits ein Patent auf etwas über 53/, Quadratkilometer, ein Gebrauchsmuster auf wenig über I ?7<, Quadratkilometer und ein Warenzeichen auf cirka lO»/^ Quadratkilometer zu finden. Das Hebreai 1899/1900 liec jur Einficht eines mken zur öffeM Regifier enthalte«! der Ossmlegungsft Kreisamt Erachte Beschwer ließen, d I der Passagier, der einen Gegenstand im Wagenabteile vergessen hat und diesen später von einer Station aus reklamiert, nicht mehr die Kosten für die behufs der Ermittelung notwendigen Telegramme zu zahlen hat. Von der Zahlung bleibt er auch befreit, wenn mehrere Telegramme zwischen zwei Stationen notwendig find, um das vergessene Gepäck zurückzuerlangen. ** Der Gesamtbedarf der Großh. Brandverficherungskaffe aus dem Jahre 1898 berechnet sich auf 852378 Mk. 12 Pfg. Gemäß Verfügung Großh. Ministeriums des Innern vom 1. Mai 1899 soll dieser Betrag durch einen Ausschlag von 6 Pfg. auf je 100 Mk. Umlagekapital, das zum Ausschlage für das Jahr 1898 in der Provinz Starkenburg 605521740 Mk., Oberhessen 371502 730 Mk. und Rheinhessen 529 085 480 Mk., demnach im Ganzen 1507109950 Mk. beträgt, gedeckt werden und die Erhebung dieses Beitrags m den ersten 25 Tagen des Monats Juli l. I. in einem Ziele erfolgen. Males und Ursvmfieües. Gießen, 24. Mai 1899. Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Y erzog haben Allergnädigst geruht, am 4. Mai dem früheren Glöckner und Kirchendiener Ludwig Kreh zu «chaafhelm das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. zu cc* ^"8. dem Verwaltungsdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern ist der Groß- herzogliche Regierungsaffessor Dr. Otto Michel zu Offenbach mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Kreisamtmannes bei dem Großherzoglichen Kreisamt Offenbach und zugleich mit der Versetzung der Stelle des Polizei- rommlsiärs (Polizeiinspektors) für den Landbezirk des Kreises Offenbach beauftragt worden. ** Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 2b- Februar hat der Rechtsanwalt Martin Emmerling m Darmstadt die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg aufgegeben. •* Ernannt wurde am 18. Mai I. Js. der Steuer- aufseher bei dem Hauptsteueramt Darmstadt, Karl Jacobi, zum Pfandmeister bei dem Rentamt Groß-Umstadt. — Versetzt wurde am 18. Mai I. I. der Pfandmeister bei dem Rentamt Groß-Umstadt, Johann Wähler, in gleicher Dlensteigenschaft an das Rentamt Darmstadt und zwar in den Beltrerbungsbezirk Offenbach II. •* Das 18. Armeekorps wird seine diesjährigen Herbst- ^b°ber nach dem „Franks. Journ." in der Gegend I Aschen Fnedberg und Wetzlar abhalten, während die Division in der Umgegend von Wetzlai I s den. Die durch die Presse gegangene Meldung, daß I die Korpsmanover bet Fulda abgehalten werden, ist eine I irrige gewesen. ' I * Briefmarkeu Ausstelluug in Regensburg. Anläßlich de- ■ Jubiläums des Hauses Thurn und Taxis fand in Re« gensburg eine Briefmarken-Ausstellung statt, und zwar in erster Linie eine Ausstellung von Thurn und Taxis-Marken. Sie währte 6 Tage, und war außerordentlich stark besucht. Als Preisrichter fungierten drei bewährte Kenner von Postwertzeichen. Verteilt wurden 10 goldene und 10 silberne Medaillen und 15 Ehrendiplome. Prämiiert wurden unter andern mit goldener Medaille Glasewald-Haßnitz für die beste Thurn und Taxis-Sammlung, Hartmann-Regensburg, Chelius-München für altdeutsche Spezialsammlungen, Brum> mer-München, Kohl-Chemnitz für philatelistische Werke (Ze>' tungen und Albums), Lindau-Heidelberg für ungestempelte altdeutsche Marken. Prämiiert mit silberner Medaille: Landgerichtsrat Dr. Berchelmann-Darmstadt für Thurn und Taxis-Marken auf Briefen rc., Freudenstein-Frankfurt für ungestempelte Thurn- und Taxis-, Bayern- und Württemberg-Marken, Paulus-Markneukirch für eine Generalsammlung (Wert 140 000 Mk.) und Spitz-Wiesbaden für Sammlung altdeutscher ungestempelter Marken. * Eine überaus wichtige, von der Berufungsinstanz bestätigte Gewerbegerichtsentscheidung wird durch eine ausführliche Darlegung in den „Mitteilungen des Verbandes deutscher Gewerbegerichte" näher bekannt. Es handelt sich um die Zurückforderung von Lohnabzügen eine» Arbeiter gegenüber, dem die ihn beschäftigende Fahrradsavn Darmstadt, 24. Mai. Der „Darmst. Tägl. Anz." widmet dem verstorbenen Lehrer Karl S ch a f f n i t folgenden Nachruf: Nach längerem schweren Krankenlager verstarb am Pfingstsonntag Herr Karl Schaffnit, Lehrer an der Knabenmittelschule Hierselbst. Die Trauerbotschaft wird in den weitesten Kreisen nicht nur unserer Stadt und des I Großherzogtums Hessen, sondern überall in der Welt, wo geborene Darmstädter weilen, die sich ihre Anhänglichkeit an die Vaterstadt bewahrt haben, schmerzlichen Widerhall finden. Hat Karl Schaffnit es doch meisterhaft verstanden, m feinen Dichtungen in Darmstädter Mundart dem heimischen Wesen, Denken und Fühlen treffenden, tiefinnigften Ausdruck zu geben, und insbesondere den Darmstädter Humor in so kräftiger, gelungener Weise zu zeichnen, daß seine Dichtungen, zumal wenn solche von ihm" selbst rezitiert wurden, stets den Glanzpunkt geselliger Unterhaltungen und fröhlicher Kreise bildeten. 'Und nun ist er dem ewigen Schlafe verfallen, der Verfasser von „Allerhand Spaß'", und die Feder, der so viele sinnige, Gemüt und Herz ergreifende Klänge, so manche zur stürmischsten Heiterkeit anregende Dichtung entflossen, ist ihm für immer entsunken! Seinen zahlreichen Freunden ist der treue Freund, der liebenswürdige Gesellschafter entrissen, und vielen hiesigen Vereinen der Mann, der ihre Feste mit seinem unerschöpflichen Humor zu verherrlichen, und der so oft seine Muse in den Dienst der Wohlthätigkeit zu stellen wußte. Wie er , feinen Hörern so manche Thräne der Freude entlockte, so i rnirb manche Zähre der Trauer um seinen ach, viel zu frühen Hingang fließen. Wir persönlich fühlen durch seinen Tod doppelt schmerzlich den Verlust eines teuern Freundes und eines treuen Mitarbeiters, dessen letzter poetischer Gruß vom Krankenlager noch vor kurzem uns einen so unglück- uchen Ausgang seines Leidens nicht ahnen ließ. Sein Andenken aber wird allezeit in Ehren gehalten werden. Möge ihm die Erde leicht fein. aufprägen sollten. laut ca. 350 „Hei mms-, Gesellech cü.lMMDw ist, durch Ordnung bürfnifie Meter Reisender entgeg -eist durch eva täglich Hausando überhaupt Spiel ebenso wie alles Herbergen sind h sein Nachtlager 11 vielen Verbergen arbeit $ftätttnu per : Verpflegung Mch I Pftnnige werben fie, l! Mbe gestoßen. Aos der Zett für die Zett. Vor 96 Jahren, am 25. Mai 1803, wurde in London bet berühmte englische Schriftsteller und Staatsmann Eduard ■ ^rt,CrL9eb.DrEn- bcr "'Hi nur in England, sondern auch in Deutschland viel gelesen wird. Sein bedeutendes Geschick, die einzelnen Szenen seiner sozialen Romane zusammenzufügen, die treffende Zeichnung der Personen und Charaktere, seine Betrachtungen über litterarische und kulturelle Verhältnisse werden ihm stets einen geachteten Platz in der Lltteratur sichern. Bulwer starb am 18. Januar 1873 zu Torquay. 0 3 0er g-b« S Hf «iilhrt ® • Ä ; Winbtr war Mttiler feiner. p(r Rechte Eleni nehmng war n' eine aus herzliche sächlichen N°t e gegangene Liebes wesens ging es Städte sahen erst Herberge erftetjt' traten Michern Dingen BodeW den „Gesamtplan hevölkerung". @ williger un amt! flörperföflftfi di losen Wirt fieren helfen und Eine auferstandeue Fontaue iu Rom. Papst Paul 5. au« bem Borghese, der die nach ihm benanm Wasserleitung unter Benutzung einer antiken des Kaiser; Trajan Herstellen ließ, hat nicht nur die große SchausoMM aus dem Monte Gianiculo, sondern nach Ueberführuna da Leitung über den Tiber auch am Ende der Via Giubc oeim Aufgang zum Ponte Sisto eine große SrunnenanLu; erbauen lassen. Der Architekt Giovanni Fontana führt! den Auftrag im Jahre 1633 aus. Diese einfache eleqau- Fontane mit fünf Wasseröffnungen bildete bis 1879 eine hervorragenden Schmuck jener Straße; im genannten Jahn aber mußte sie den Tiberregelungs-Arbeiten weichen, wur)e abgebrochen und mit der Absicht einer künftigen Wiede- ausrichtung einstweilen vergraben. Man brachte nämlid die Werkstücke sparsamkeitshalber auf einen öden Bauplan na9ebei an Via Giulia und bedeckte sie zum Schutz mit Erde. Das hinderte allerdings nicht, daß die behauene, Travertinblöcke Fontanas während 20 Jahren her Vet- gessenheit zum Teil stark beschädigt, zum Teil weggeffltppi J’.ur^e?; Nachdem sich endlich Staat und Gemeinde über öie Höhe der Entschädigung für Abbruch und Weraufßau geeinigt und die Gemeinde Rom 100000 Lire dafür eingesteckt hatte, beschlossen die Stadtväter endlich, den Brunne» am andern Ausgang des Ponte Sisto in Trastevere wieder aufzurichten. Allerdings mußten zunächst die verschleppte» Bausteine wieder zusammengesucht werden, an fünf verschiedenen Stellen der Stadt und sogar in der Campagna- eine Stunde vom Thor entfernt beim Fort Bravetta Dann mußten die trotz allen emsigen Suchens fehlendem und die beschädigten Stücke ergänzt werden, wofür es zu« Glück an Vorbildern in alten Abbildungen der Fontäne nicht fehlte, und endlich konnte am 1. März 1898 bfc Wiederaufbau beginnen. Nach einjähriger Arbeit ist bet: Sau nunmehr vollendet, der neuerstandene Brunnenbau mitt Anlagen umgeben, und am 10. Mai 1899 rauschte zum erstenrnale wieder die Acqua Paola durch die seit 20 Jahrein durstenden Löwen- und Drachenmäuler des Fontanone bii Ponte Sisto. o ** .Aesangswettstreit in Kreuznach. Bei dem am 2. und ö. Psingstfeiertag m Kreuznach stattgehabten Gesangswettstreit, an d-m sich auch der hiesige Bauer'sche Gesangverein leider infolge widriger Umstände ohne Glück, beteiligte, er- ^-l -n folgende Vereine Preise: Klasse A Abt. I. 1 Preis Fracht Oberrad. 2. Preis Grub'schcr M.-G.-V. Oberstein .^te™ ®-'®- Sangerlust Fechenheim. 4. Preis Sänger- ‘ZL T™ »*• 11 Preis Franenlob ™in3*. Preis Hilda Wiesbaden. 3.' Preis Edelweiß Oberstem. 4. Preis M.-G.-V. Langenschwalbach. Klasse B «•; L ™ Sängerlust Langendiebach. 2. Preis F racht Meisenheim. 3. Preis M.-G.-V. Rehborn. 4. Preis Mannerchor des Turnvereins Eckenheim. 5. Preis Gesana- Partenheim Klaffe B Abt. Ha. 1. Preis c.^dnbieber. 2. Preis M.-G.-V. Rambach. 3. Preis Heyer scher G.-V. Eckenheim. 4. Preis Concordia Bockenau. 5. Preis M.-G.-V. Gaualgesheim. 6. Preis Liederkranz Bretzenheim. Klaffe B Abt. Ilb. 1. Preis Preis G.-V. Frohsinn Londorf. "• Pr^s M.-G.-V. Elsheim. 4. Preis G.-V. Rosenbeim 5. Preis M.-G.-V. Niederhilbershausen. 6. Preis M.-G V Rosenheim. Bei dem Wettstreit der Ehrenklassen wurden Sieger: In Klasse A Abt. ! Frauenlob Mainz. Klasse B j 1, Sangerlust Langendiebach. Klaffe A Abt. I, Ein- §^rrad Klasse B Abt. Ha, M.-G.-V. Rambach. Klasse B Abt. Ilb. G.-V. Partenheim. "Haffia". Nach Erfüllung der satzungsmaßigen Pflichten sind in den Landesverband der Knegerkameradschaft i,Hassia" ausgenommen worden: 1) Kriegerverem Zahmen mit 24 Mitgliedern, Bezirk Herbstein; 2) Knegerverein Hartershausen mit 22 Mit- I Bezirk Lauterbach; 3) Soldatenverein Fürfeld I « -Mitgliedern, Bezirk Alzey; 4) Soldatenverein Gau- Bischossheim mit 28 Mitgliedern, Bezirk Nieder-Olrn: A4und Soldatenverein Groß-Winternheim mit 54 Mitgliedern, Bezirk Ober-Jngelheirn. . *• Radsport. Zu den am kommenden Sonntaa auf I fcnICtCI^n Sportplätze stattfindenden Radwettfahrten haben 50 Rennfahrer mit 120 Nennungen gemeldet. 8u hTshSf'6 Konkurrenzen eingelaufen. Das m Aussicht stehende Rennen wird in mehr wie einer Be- I ztehung das interessanteste werden, welches bisher auf ^""bahn stattgefunden. Im übrigen weisen wir darauf hm, daß der Billet - Vorverkauf heute begonnen hat. I 3** Hundeausstellung in Gieße». Der Verein zur X*‘h7reinerHundcrasscn veranstaltet auch dieses °me, große zweitägige Ausstellung. Dic- 176 unfb 16- Juli auf dem Festplatzc des "dsschießens statt und wird nach den bis jetzt »»b RMta der ersten Kynologen b,e ?°ri°hnge Ausstellung weit übertreffen Reiche Ehren- und Spezialpreis- sind bereits gestiftet b-! liebte und kompetente Richter gewonnen sodaü cs an abt- reichen Ausstellern nicht fehlen wird. 'Meldeschluß ist am ** Kostenfreie Telegramme. Eine in Anbetra-bt her F>e- Reisezeit besonders dankenswerte V-rsügunq hat der Minister der öffentlichen Arbeiten für die preußsichen Ä* t*nen ' k®iefeIbe b-irifft die telegraphffche Nachforschung nach in den Abteilen zurückgelasien-n Handgepäckstücken. Bisher konnte nach solchen Geaen- I ständen durch die Vermittelung des Stationsvorstehers unter Benutzung des Bahntelegraphen eine telegraphische Ansraae gehalten werden, wofür aber der Passagier eine Gebühr zu erlegen hatte. Jetzt ist nun angeordnet worden, daß fortan Sonnfug । St J Ä; 1 . 2 d« 2 3 ä*«* 4 3 d-r SBo 6. 1 6. S?« bei 7. JftW btt Kreis/"'« husche' Vermischtes. .* Soll man Kinder zwingen, alles zu eyen? Das ist gewiß eine Frage, die schon mancher Mutter das Herz I schwer gemacht und manchen Vater in unnötiae 9r„k Der Unfug, Jemand zu« KL wird bei uns namentlich Gästen und Kindern aeo/.'l getrieben insbesondere find es di- l-tz.er-n, di- oh m: S". Gesundheit dem unsinnigen Vorurteil der Eltern > K,nd muffe essen, was auf den Tisch kommt, zum Erbringen muffen; cs wäre das noch viel häufiaer her - w-nn Nicht der kindliche Magen in den meisten Fällen " gegen dieses Naturgesetz gesündigt wird, revoltierte und''" I Unzweckmäßige wieder heraus beförderte. Den <£„ gegenüber sollte folgende Praxis -ingehalt-n werden soll sie nie zwingen, mit einer Speise, die ihnen * ftiüpn tU aen' beziehungsweise ihren Hun^. I lh»eik: ^hl aber soll man jedesmal den Versuch nL(? | das Kind an die Nahrung zu gewöhnen. Diesn : I ^longt Nicht das Essen größerer Quantitäten betÄ I es genügt hierzu vollständig das bloßes^ DerSatz:dasKindsoll essen, was auf den Tisch deshalb dahm abzuandern, „das Kind soll von allem L I auf den Tisch kommt, aber seinen Hunger nut mit L Men, was ihm schmeckt." Manche Hausfrau wir werfen, es fei, namentlich in einer größeren Familie, dem individuellen Geschmack jedes eLdv Tischgenoffen Rechnung zu tragen, man könne nicht, besonders kochen. Der Einwand ist aber nicht stichh!^ ®enn es macht einer Hausfrau gewiß keine besondere MU. wenn sie bei jedem Mittagsmahle neben den befindm 9 Äen Reifen noch Brod, Butter, Obst, Ei und Mi'- aiifstellt oder wenigstens bereu hält. Das find Spe si' welche die meisten Kinder sehr gern essen. In f^r vie r |aHen, in denen man Kinder, besonders die größeren m ^ffen noch besonders zwingen muß, ist gewöhnlich dad!- gesundigt worden, daß man bas zweite Frühstück zu reichlii gewahrte oder womöglich gar unmittelbar vor dem Mitlür essen noch einmal „aufschüttete". Wer feine Kinder vl fru^ auf m allem, so auch in der Nahrungsaufnahme, m Ordnung gewohnte, vor allem nur zu ganz beftimmiet! I feiten ihnen Kost reichte, der wird selten in bie Lo.n fommen, auf feine Kinder einen Zwang ausüben zu mMm menn es zum Essen geht: die geleerten Teller und fagen dann der glückstrahlend dreinschauenden Mutter, dm ^Es^ppelrt ihrer Lieblinge vorzüglich ist, daß es ihnegeschmeckt hat, daß sie alles essen, was ihnen vor ihr» kleinen „Schnabel" kommt. * ffff btn . bit tv s p in ben Mn C b,9t witb "StoeilejN Lütz :*Ä' A« Zrtz.- ’Ien ®'Wmtfir. * *< 11,6 'f «bet tit SMißkemL ’®* «eben J Cbft, fc «Wt. Sa'- r gm effen. > b°!°»ders fei ®«6, ist 94 «Sitatejt»/ unmittettat »'- =““■ Wer fr n der Nahrunzl- :m nur zu T wird selten n Zwang ansä! geleerten Tckr dreinschanendni : vorzüglich ist, ki essen, was ihnu me in Rom. der die nach ch: g einer anti'fen te} )t nur bie große Lindern nach llederfch i am Silbe der 8m >■ o eine große flronnr. Sioüanni ftniana I. is. einfafy eh tu bilbttt bis 18(9 e ratze; im ynmUi^i Mitzrilen totityn, t einer MWi t itn. Man tzrchc • t auf einen ötat ।ebedte fie za kt nicht, daß die' end 20 Jadw igt, zm M- Staat und t Abbruch u:' n 100000 ibtDäter eic ' t Sisto in ‘-1 ten zunächst u ' ,ucht werk o ' mb sM tjernt bt® F i emsigen 6^-^ MI W* * ,, ®W ” inte *!■» I kuerstandene^ • enmavler der d >EjA " Mt *1* 5Ä< Ä? ®,a(Ät ÄS ^phWl^ pfM ipt! Räder zum Selbstkostenpreise überlassen hatte. Der Weiter gab zu den Abzügen seine Zustimmung und zahlte mi diese Weise 285 Mk. ab. Dann verließ er die Stellung irl llagte nun vor dem Gewerbegericht auf Rückgabe dieser Emme, da nach § 115 der Gewerbeordnung dem Arbeiter verboten sei, dem Arbeiter Waren auf Kredit zu ver- luiisen. Das Gewerbegericht erkannte nach dem Anträge lvüMägers, und die Zivilkammer des Landgerichts bestätigte btfei Erkenntnis. Es ist nach dem „B. T." in hohem öiabe fraglich, ob eine Verurteilung möglich gewesen wäre, hwn der Arbeitgeber dem Arbeiter nicht das Rad kreditiert, jjinbern ihm zur Anschaffung desselben ein bares Darlehen {Tüfort und mit ihm eine Ratenrückzahlung in der Höhe c uvrgenommenen Lohnabzüge verabredet hätte. * Am 21. Mai waren eö 45 Jahre, daß die erste Hibenge zur Heimat (in Bonn) eingerichtet wurde. Der Icgsiinder war der treue Volksfreund und einsichtsvolle 3turheiler seiner Zeit und ihrer Bedürfnisse, der Professor bk Rechte Clemens Theodor Perthes. Seine Unter- : Nmi ng war nichts Erdachtes oder Gemachtes, sondern Mt o us herzlicher christlicher Liebe einerseits und der that- 1 s'WHen Not der wandernden Brüder andererseits hervor- ! gegangene Liebesthat. Mit dem Wachstum des Herbergs- 'Msms ging es zuerst sehr langsam, viele, selbst große Slilbte sahen erst im vorigen oder gar jetzigen Jahrzehnt eine Hrrbkrge erstehen. Als bedeutende Förderer der Sache i tuten Wichern und das rauhe Haus, später vor allen Ring (in Bodelschwingh auf. Letzterer hatte zum erstenmal l »tu.Gesamtplan einer christlichen Fürsorge für die Wander- I tolfcrung". Er strebte ein Zusammenwirken von frei* 1 »iEißflr und amtlicher Thätigkeit an, sodaß die kommunalen Körperschaften die Mittel zur Versorgung der mittel» 11 »fei Wanderer geben, die Staatsbehörden organi- j itm helfen und die Herbergen vor böswilligen Elementen s chtzen, die Kirche und Innere Mission endlich den S Qirber gen den Stempel selbständiger christlicher Anstalten c mfpraggen sollten. — Gegenwärtig haben wir in Deutsch- l 3nb ca. 350 „Herbergen zur Heimat" (abgesehen von See- nms-, Gesellenheimen rc.), die allein im Jahre 1897 von ».1330000 Durchreisenden aufgesucht wurden. Ihr Zweck i iß,durch Ordnung,Sauberkeit und billige Verpflegung demBe- dtUsuisse gesitteter Handwerksgesellen und anderer einfacher 9 Rentner entgegenzukommen. Sie werden in christlichem Stift ldurch evangelische Hauseltern verwaltet; es sinden t Mich Hausandachten statt. Branntwein, Kartenspiel und UÜkrhMpt Spiel um Geld ist strengstens ausgeschlossen, c äuisy wie alles sittlich Verführerische und Anstößige. Die £ jfltrbciogen sind keine Wohlthätigkeitsanstalten. Jeder bezahlt s« !m Nachtlager und seine Zehrung. Wohl aber sind mit v iiileu Herbergen „Verpflegungsstationen" und „Wander- a akilGätten" verbunden, wo mittellose Wanderer sich ihre T i'ttyfliigung ehrlich erarbeiten können, denn durch dieBettel- p.TtnnigK werden sie, wie Bodelschwingh sagt, in die Mörder- gWidk Mestoßen. * Ueber die Schiestresnltate der amerikanischen Flotte im Philippinenkriege berichtet Leutnant Ellicot im Washingtoner „Intelligence Departement". Aus diesem Berichte über die Ergebnisse des Geschützfeuers vor Manila geht hervor, daß die Amerikaner dort ausfallend schlecht geschaffen haben, besonders mit leichteren Geschützen. Die Resultate mit schwereren waren etwas besser, aber auch nichts weniger als glänzend. Bei achtzölligen Geschützen kamen auf 157 Schüsse 13 (oder 8,3 Prozent) Treffer, bei fünfzölligen nur 22 auf 622 Schüsse (3,5 Prozent) Treffer, bei Sechs- pfündern trafen von 2124 Schüssen nur 31 oder 1,5 Prozent. Aus demselben Berichte sei ferner hervorgehoben, daß nach den im Philippinenkriege gemachten Erfahrungen die Geschützschilde praktisch keinerlei Schutz für die Mannschaften bedeuten, vielmehr im Gegenteil ein jeder Schuß, der den Schild trifft, mit Sicherheit auch die gesamte dahinter beschäftigte Bedienungsmannschaft tötet. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen. 20. Woche. Born 14. M-i bis 20. Mai 1899. (Einwohnerzahl: angenommen ju 24 600 (tncl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSztffer: 16,88, nach Abzug der Ortsfremden 10,61 o/oo. Kind er Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ES starben an: Zusammm: Erwachfme: im Lebensjahr: 2. vom -lö.Jahr: l.L LebenSschwäche 2 — 2 — Diarrhöe 1 — 1 — Lungenödem 1 (1) 1 (1) — — KrebS 1 CD 1 (1) — — Nierenentzündung 1 (1) 1 (1) — —— Gehirntuberkulose 1 — 1 Bronchitis 1 — — 1 Summa: 8 (3) 3 (3) 3 2 Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 24. Mai, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags: Master 13®, Luft 19°. Rübfamen'fche Badeanstalt. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 24. Mai. Der Kaiser wird sich morgen vormittag zum Gesangswettstreit nach Kassel begeben und bis Samstag abend daselbst verweilen. Berlin, 24. Mai. Dem „Berliner Tageblatt" zufolge wurde im Hause der Baronesse Fava in Turin eine elegante Spielhölle aufgefunden und die Baronesse verhaftet. — Die Neapeler Polizei verhaftete den in die bekannteBe- trugsaffaire verwickelten Fürsten von Pressicen. In Sardinien ergab die Säuberung gute Resultate. Es haben sich zahlreiche Banditen freiwillig gestellt, andere wurden erschossen. Wien, 24. Mai. Kaiser Franz Josef verlieh dem preußischen Generaloberst Freiherrn von Los die höchste österreichisch-ungarische Ordens-AuSzeichnung, nämlich die Brillanten-Dekoration zum Großkreuz des Stefans-Ordens das Freiherr von Los schon 1893 erhalten hat, als er dem Erzherzog Albrecht den preußischen Marschallstab überbrachte. Diese Ordens-Dekoration besitzen gegenwärtig nur noch der frühere deutsche Botschafter in Wien, Prinz Reuß, der frühere russische Minister im Kaiserhause Graf Woronzow- Daschkow und der Sultan Abdul Hamid. Wien, 24. Mai. Graf Josef Hoyos, ein Freund des Kronprinzen Rudolf, ist plötzlich am Herzschlage gestorben. Graf Hoyos weilte in der Unglücksnacht von 1889 in Meyerling und überbrachte die Nachricht vom Ableben des Kronprinzen in die Hofburg. Haag, 24. Mai. Die Königin Wilhelmine ist mit ihrer Mutter hierher zurückgekehrt. Der Empfang trug einen einfachen Charakter. — Der Zar hat der Königin den Katharinen-Orden in Brillanten verliehen. — Die Friedens- Konferenz hat in ihrer gestrigen Sitzung die Wahl der Präsidenten und der Bureaus formell angenommen. Die drei Kommissionen sind ebenfalls gestern zusammengetreten. Die nächste Sitzung findet Freitag statt. Haag, 24. Mai. Der Vorstand der Friedens- Konferenz erhielt heute von dem National-Verein in Warschau ein längeres Memorandum, worin gegen die Bedrückung der Polen energisch Einspruch erhoben wird. Ferner ist eine Denkschrift des ottomanischen liberalen Ausschusses eingegangen, in welcher für die Opfer der Tyrannei des Sultans u. a. für Murad V. Gerechtigkeit gefordert wird. In der Denkschrift wird Murad als der größte Märtyrer des Jahrhunderts bezeichnet. Derselbe schmachte seit 22 Jahren im Kerker. Die Konferenz wird alle diese Denkschriften unberücksichtigt lassen. Haag, 24. Mai. Heute findet keine Kongreß-Sitzung statt, da die Kongreß-Mitglieder der Königin und der Königin-Mutter vorgestellt werden. Abends findet eine Gala- Soiree bei Hofe statt. Paris, 24. Mai. Heute hat der Berichterstatter Ballot- Beaupre in der Kammer des Kassationshofes feinen für die Revision günstigen Bericht eingebracht. Der General- Staatsanwalt Man and und der Advokat der Familie Dreyfus, Anwalt Mornard haben davon Kenntnis genommen. Paris, 24. Mai. Alle polizeilichen Maßregeln zur Verhütung jeder Kundgebung anläßlich der Verlesung des Berichtes Beaupres, des Berichterstatters der vereinigten Kammern, sind getroffen worden. Im Saale werden sich fast ebensoviele Polizei-Agenten als Zuschauer befinden. Wien, 24. Mai. Die in Elberfeld von Ern st Scherenberg herausgegebenen Schriften gegen Rom sind hier verboten worden. London, 24. Mai. „Daily Telegraph" meldet aus Tientsin, daß am 20. Mai drei deutsche Offiziere in Jchau getötet worden sind. Die StadtJchau befand sich bereits mehreremale in Aufruhr. Bekanntmachung. Das Hebregister über die Umlagen der Stadt Gießen pro 111899/1900 liegt acht Tage lang auf unserem Büreau, Zimmer Nr. 16, zum Einsicht eines jeden Beteiligten offen. Es wird dies mit dem Be- mteilm zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Beschwerden gegen die im RWer enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf deLOssMlegungsftist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bet GWh. Kreisamt Gießen vorgebracht werben müffeu und daß später vor- geKchle Beschwerden keine Berücksichtigung finden können. Gießen, den 24. Mai 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolfs. 4142 -iMW jur fjaufitetrlammluiig des Jeröandes der HroA Würgermeister nach Frankfurt a. M. um Sonntag dem 28. Wai 1899, vormittags 11 Ahr. (Lokal, siehe „Darmst. Ztg." nächster Tage.) Mfgefordert vom Vorsitzenden des Verbandes, dem Herrn Bürger- mechitt Becker zu Groß-Gerau, erlaube ich mir, den Herren Kollegen von der« Sr/4, 2«/. Psd. netto Inhalt zu 2.85, 3.50, 3.70 Mk. A. & 6. Wallenfels, Marktplatz 21. Telephon 46. Lebende Krebse empfiehlt 3903 I. M. Schulhof. Vermietungen Kleines Familienlogis zu vermieten. 4151 Wilh. Schmall III«, Eichgärten 3. 4152] Ein kleines Familienlogis per 15. Juni zu vermieten. ____Rfterweg 6^ 4134] Unmöbliertes Zimmer im Hinterhause sofort zu vermieten. ________________Westanlage 27. 4141] Schön möbl. Parterrezimmer fo« fort zu vermieten. Näh. Nordanlage 5. 01924] Möbl. Zimmer zu vermieten. SellerSweg 30. (Offene Stellen 4118] Ein durchaus tüchtiger, solider Reisender, welcher in der Kolonialwaren- oder Seifenbranche längere Zeit Heffen-Naffau und Oberhessen mit nachweislichem Erfolg bereist, wird per 1. Juli, eventuell früher, gesucht von R. Tteruberg, Seifenfabrik, ________Weilburg a. Lahn.______ Mr Schneider. 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Mai Aei Kochzeiten etc. empfiehlt sich eine perfekte, best empfohlene Köchin. 01854 Frau Lippold, Brandgaffe 8. Adendeourser OOO OO > Oesterr. Sredit-Actien Die studentische Reformverbindung Adelphia. I. A. d. C. Preuß. LonsolS Gr. Hessische Obl. Stadt Darmstadt v. 1891 Stadt WormS unk. b. 1901 mit seinem 4jährigen schwarzen Töchterchen. Eröffnung am 26. Sfflai, vormittags S Uhr. Dann täglich von 8—12 und 2—7% Uhr geöffnet. Sorsteffnngen um 9, 10, 11, L, 4%, 6 und 7 Ahr. Eintrittsbedingungen für den Zoologischen Garten wie gewöhnlich. Besonderes Eintrittsgeld zur Schaustellung 20 Pfg. Reservierte Sitzplätze 20 Pfg. extra. IDrud und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Air heutige Mmmer umfaßt 10 fetten. Donnerstag eintreffend: Sendung lebtudftischer Schellßsche, per W. 13 M Kölner Konsum - Anstalt «* Brief 16.23 20.40 4.21 Preis der immer verwendbaren Spezialflaeche 3 Mk. 50 Pfg. Zu haben bei: Otto Schaaf. 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Junger Hausbmsche $U$OI‘ 3985__________Georg Keil, Neustadt 6. 3930] Ein Hausbursche, sowie ein Lehrling gesucht. _______ Bäcker Hör«, Steinstraße. 4017] Jüngerer, gewandter Fauftmsche gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 4147] Ein Hausbursche gesucht. __________________Marktplatz 13. 01853] Junge kann in die Lehre treten bei Bäcker Kronenberg, Löwengaffe 23. 3823] Ein ordentlicher Junge kann bei mir, bei wöchentlicher Vergütung, die Glaserei erlernen.B. Bierau.