% Dienstag den 25. April 1S»O Erstes MaN. Wsg, rlints- und Anzsigeblatt für den Areis Giefzen c», itfc 1882 1876) 17. 1884 9. 1STI22. 7. 14. 10'5 — 8. 4. 18111:1 6. 3. 1885 in Gießen f. durch die in Angrain Berlin. Alle Anzeigen-DermUllung-stellell M In» und üu«ta«b«f nehmen Anzeigen fär den S»eßener Anzeiger rntgege». reweieBP. wird (ert and wie^t ■ Kaiser. I IMton, Srpfbition und Druckerei: ^chnkßraße Nr. 7. 15. 11. 2. 5. js Nachlol! fuT Herrenmoden. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. enlzündung f. Besitzergreifung von Kamerun deutsche Regierung. Hiffung der deutschen Flagge bohnern Don mein GeM Hiffung der deutschen Flagge auf einer Karolineninsel (Beginn der Karolinenftage). Begründung des Kongostaates. Italien ergreift Besitz von Massaua. China tritt Tonking an Frankreich ab. Josö Sanfelice ersteigt den 5950 Meter hohen Vulkan Licancauro. Stanley unternimmt seine Expedition zur Aufsuchung Emin Paschas. Stanley trifft bei Emin Pascha in Wadelai ein. Die erste Eisenbahn in China wird dem Verkehr übergeben. Sieg der Engländer im Sudan bei Suakim. Nansen reist ab, um seinen Plan, Grönland auf Schneeschuhen zu durchkreuzen, zur Durchführung zu bringen. Der Deutsche Reichstag bewilligt 2 Millionen Mark für Ostafrika. Erstürmung von Buschiris Lager. Eintreffen Stanleys und Emin Paschas in Bagamoyo. Hinrichtung Buschiris. Eroberung von Mlembula in Ostafrika durch die deutsche Schutztruppe. Emin Pascha tritt in deutsche Dienste. Emin Pascha tritt, in deutschen Diensten, von Bagamoyo ans den Marsch ins Innere ex. Adresse für Depeschen: Anzeiger H letze«. Fernsprecher Nr. 51. Iah 5 ■m Rühy Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stände. nn. Darmstadt, 22. April 1899. Die Sitzung wird um 9 Uhr eröffnet. Nach Der- itnUDiguny einer Anzahl neuer Einläufe und Berichtsanzeigen nic:lhi< Haus in die Beratung der Vorstellung der Vo illijk! diener des Kreises Erbach, ihreGehalts- ye,Mllnisse betr. Dem Ausschußantrag gemäß wird deui.A.fiich keine Folge gegeben. Das gleiche Geschick er- leiDiel bKE Vorstellung der Kreisdiener des Größte,"jogiums um Gehaltsaufbesserung und der »in Gehilfen bei der Landesstatistik Wahlig und nb: Eiei mar ihre widerrufliche Anstellung betreffend. Dti Antrag der Abg. Graf Oriola und Haas- Off'Mhach für die Hebung der Ziegenzucht mHessen stat::: 1500 jetzt 5000 Mk. ins Staatsbudget einzustellen, tat i drr Ausschuß für erledigt erklärt. Der Antragsteller tcb Mtiiüßert der Ziegenzucht für die Landwirtschaft hervor t.xto MW, daß man nicht auf halbem Wege stehen bleiben «öl h.r.-Regierungsrat Braun stellt fest, daß weitere Mittel i« vchwi Zweck aus dem Dispositionsfond nicht mehr t)or= faen'tbtn (feien. Auch die Finanzlage des jetzigen Budgets Hk st Mt - nicht, noch Gelder für diese Zwecke zu bewilligen. Bern njollgter Abstimmung wird der eingebrachte Antrag des Gr.i^ Oriola, noch für die jetzige Finanzperiode 1500 Mk. ins i kudcget einzustellen, gegen 4 Stimmen angenommen.Z Die Vorstellung der Molkereigenossenschaften < tt i höchst i. O. und Lauterbach, die Errichtung von M'b«I!cirei schul en daselbst betr., hat der Ausschuß für ^eg^äindslos erklärt, da sich bereits der Provinzalverem »om> Lbrirheffen für Lauterbach ausgesprochen hat und da -errlstoroinzialverein von Starkenburg, dem allein die Orts- besMimng überlassen ist, noch keinen bezüglichlichen Beschluß fefralt Hut. Der Antrag des Abg. Freiherr v. Köth und Genoffen I um Gewährung von Staatszuschüsseu für zu grün- 1 lende Winzergenossenschaften im Großherzogtum I wird dahin erledigt, daß im nächsten Staatsbudget geeignete I Mittel für diesen Zweck vorgesehen werden Men. Zu dem Gesuch der seminaristisch gebildeten Lehrer an den Schullehrerseminarien Alzey, Bensheim I und Friedberg die Neuregulierung ihrer GehaltSverhaltNiffe I wird beschlossen, den Gegenstand an den Ausschuß zur nochmaligen Prüfung zurückzuverweisen, nachdem sowohl von I Großb. Regierung als auch von den Mitgliedern des Hauses I anerkannt, daß den betreffenden Hessischen Lehrern bei I der Besoldungsregulierung ein thatsächliches Unrecht ge- I schehen sei. , Einer Anzahl Gesuche von Kauz lei dienern u m Bekleidungszulagen wird keine Folge gegeben, für die Verlegung der Liegestelle der Rhein-Dürkheimer Gierfähre werden die von der Negierung geforderten Mittel ohne Debatte bewilligt, ebenso r. ,. , die Vorlage der Regierung, die unentgeldliche Ueberlassung des Geländes des Mombacher Dammes, sowie die Auszahlung eines Betrags, zu Lasten der zur Erhöhung und Verstärkung der Landdämme zur Verfügung stehenden Mittel an die Stadt Mainz. Die Vorstellung der Bauaufseher-Aspiranten um Regulierung ihrer Anstellungsverhältniffe wird für erledigt erklärt^ und der Ruhegehalt des Salinenrentmeisters i. P. Süßbeck zu Theodorshalle nach der Regierungs-Borlage genehmigt. , . _ . . Eine Vorlage der Regierung, die Erweiterung der Oberförsterswohnung zu Eichelsdorf wird einstimmig genehmigt,dagegen werden die von der Regierung geforderten Mittel im Betrage von 5000 Mk. für die Beschaffung einer Dienstwohnung für drei Oberförster der Oberförsterei Babenhausen gegen 2 Stimmen abgelehnt, da die Kammer ein Bedürfnis für diese Vorlage nicht erblicken kann. Die Vorstellungen der Steuerkommissariatsgehilfen, Rentamtsgehilfen und Pfandmeister werden ohne Debatte für erledigt erklärt. Ein Antrag des Abg. Hirsch die Erbauung emes Dienstgebäudes für das Steuerkommlssariat in Osthofen wird nach kurzer Debatte genehmigt. Die Vorstellung der Gerichtsvollzieher die Anstellungs- und Gehaltsverhältnisse betr., ruft eine längere Debatte hervor. Die Petenten wünschen unwiderruflich Anstellung mit einem Mindesteinkommen das staatlich garantiert wird, Stellvertretung im Erkrankungsfalle auf Staatskosten, Festsetzung des pensionsfähigen Diensteincommens nach Dienstaltersklaffen, Anrechnung der Vordienstzeit bei früherer Verwendung und daß die Besetzung der Stelle eines zweiten Kaffenrevisors dem Gerichtsvollzieherstande Vorbehalten bleibt 12. 5. Markham dringt bis 83« 20' nördl. Breite vor. (Der höchste Punkt bis 1882.) 1877 22. 8. Stanley trifft nach seiner Durchquerung Afrikas von Ost nach West in Loanda ein. 1878 (bis 1879) Nordenskjöld findet die Nordostdurchfahrt. 1879 Oktober Die internationale Polarkommission tagt in Hamburg. 1880 — — Oskar Lenz erreicht Timbuktu. 1881 12. 6. Untergang der „Jeanette- (Nordpolexpedition Gordon Bennetts in New-York). (bis 1883) Wißmanns erste Durchquerung Aftikas (anfangs mit Dr. Pogge) von West AezngspretS ütertfliäbrhd» 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Psg. mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf* vierteljährlich. auf den Kießener Anzeiger , ü'äblt Monate Mai und Juni werden von Ulla Postanstalten, den Zeitungsträgern ml der Expedition, Schulstraße 7, o« den Zweigstellen, jederzeit ent- ieMiMnommen. __________ 83® 24' nördlicher Breite. 3. Dr. Paul Pogge in Loanda an Lungen- Mchener Anzeiger Heneral-Anzeiger Deutsches Mich. Berlin, 23. April. Wie aus Shangai gemeldet wird, hat die Prinzessin Heinrich von Preußen gestern an Bord des Postdampfers Prinz Heinrich die Heimreise nach Deutschland angetreten. Berlin, 23. April. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Rom: Gestern früh wurde in Livorno an Bord de- Handels-Schooners „Spekulant" in seiner Kajüte auf dem Bett liegend mit unter dem Rücken gebundenen Händen der dritte Schiffs-Offizier, ein gewisser Hermann Schritze aus Wolgast erdrosselt aufgefunden. Infolge einer Anzeige des deutschen Konsuls, welcher sich sofort an Bord begab, verhaftete die Gerichtsbehörde die ganze Schiffsmannschaft, ausgenommen den Kapitän und den zweiten Schiffs-Offizier, welche während der Nacht abwesend waren. Berlin, 23. April. Aus der Postkommission des Reichstages. Die Kommission traf am Samstag wenigstens über den Fortbestand der Privatpostanstalten Entscheidung, indem sie sich grundsätzlich gegen jede Möglichkeit, derartige Konkurrenzanstalten wieder zu schaffen, mit großer Mehrheit aussprach. Abg. Singer sprach nochmals den Wunsch aus, die Privatpostanstalten völlig zu beseitigen, dafür aber die Posttarife so viel wie möglich zu ermäßigen. Staatssekretär bis zur Westküste. Die deutsche Expedition unter Güßfeldt, Peschnel-Lösche und Falkenstein erforscht die Loangoküste. Rückkehr der österreich. Nordpol-Expedition unter Weyprecht und Payer. Der Engländer Young umfährt zum ersten Male zu Schiff den Njaffasee. Abreise der Bremischen Expedition zur Erforschung Westsibiriens. Stanley entdeckt den Albert - Eduard- Njansasee. Ausgrabungen Schliemanns auf der Akrs- poliS von Mykenä. Pequena. Eröffnung der Kongo-Konferenz George Kennan (16. 2. 1845 •) tritt feine berühmte Reife nach Sibirien an. 6. 6. Robert v. Schlagintweit, berühmter Reifender, nach Ost. 1882 (bis 1883) Güßfeldt ersteigt den höchsten Berg Amerikas, den Aconcagua, bis zu 6400 Meter. Der Amerikaner Leutnant Lockwood erreicht den bis dahin höchsten nördlichen Punkt Feuilleton. Das 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herauSgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck oder Auszug verboten.) Chronologische Ueberficht IV. Lander- und Völkerkunde (Kolonialpolitik). (Schluß.) 18'IUI L 5. Livingstone an dem von ihm entdeckten Bangweolosee f. 18. 10. Der berühmte Nordpolfahrer Mac Elure in Portsmouth t- biM 1875) Cameron durchwandert Afrika von der Ost- unb dieser nur aus demselben entnommen werde. — Die Abqq. Fr-nay unb Graf Oriola treten in warmer Weise für di- staatliche Anstellung der Gerichtsvollzieher ein. Sie halten die jetzig- Thätig,eit derselben für (o der- schiedenartig in Bezug auf ihre Gebühren, daß es notwendig sei, hier Wandel zu schaffen zumal mit dem Eiittreten der neuen Zivilprozeßordnung noch eine weitere Schmälerung ihrer Gebühren erfolgen werde. — Justizminlster Dittmar erwidert, daß di- Frag- der unwiderruflichen «nstellunz durch einen den Ständen bereits zugegangenen Gesetzentwurf di- Ruhegehalt- unb bk Fürsorge für die Hinterbliebene» der Staatsbeamten betr. ihre Erledigung finden und daß auch di- anderen Wünsche kaum berechtigt seien, gegen- über den anderen Beamten des Justizdienstes. Abg. Ulrich ist ein Gegner des Gebührenwesens und wünscht deren Beseitigung. Auch bezüglich der Festlegung . der Dienstfunktionen der Gerichtsvollzieher dürfe an eine । Reform zu denken sein. — Abg. Metz-Gießen unb ! Weidner sind gegen eine staatliche Anstellung der Ge- I richtsvollzieher, weil sie aus dem Bezug von Gebühren eine milde Handhabung des Gerlchtsvollzieherdienstes erwarten. — Der Ausschuß beantragt, nach den Erklärungen der Regierung die Vorstellung für erledigt zu erklären und be- schließt die Kammer in diesem Smne. — Emern Gesuch der Notariatsgehilfen um Uebernahme m den Staatsdienst wird keine Folge gegeben. Nächste Sitzung Dienstag vormittag 10 Uhr mit der Tagesordnung die Neformstenergesetze. geMtzt. Nimroi-I Hochw^d (N , igeschotz !•, W i-SleherW" -HK n tat ü*!ini 4' nördlicher Breite mit Johansen, drei Schlitten, 2 Kajaks und 28 Hunden, und drmgt innerhalb der nächsten Monate auf dem Eise bis zum 86» 14' nördlicher Sreite vor, dem höchsten bisher erreichten Breitengrad. 30. 12. Jamesons Einfall in der südafrikanischen Republik. — — Krieg Italiens gegen Abessynien. 1896 13. 8. Nansen und Johansen treffen in Bardö wieder ein. 1897 — — Der schwedische Ingenieur Andrse unter, nimmt seine Luftballonfahrt nach dem Nordpol. 1898 6. 3. Vertrag wegen Erwerbung von Kiautschou. 23. 3. Zugeständnisse Chinas an Rußland. vom Kaiser auf Vorschlag des Bundesrates folgende Herren ernannt worden: Reichsgerichtsrat Maßmann zum Senatspräsidenten; Reichsanwalt Schumann, Landgerichtspräsident Dr. v. Schwarze- Freiberg, Oberlandesgerichtsrat Dr. Tändler-Dresden, Oberlandesgerichtsrat Hofmann-Nürnberg, OberlaudesgerichtsratDr. Hagens- Hamburg, Oberlandesgerichtsrat Schneider-Bamberg und Miltner, Rat im Ministerium der Justiz in München, zu Reichsgerichtsräten; Hilfsarbeiter beim Reichsgericht Dr. Nagel zum Reichsanwalt, und Oberlandesgerichtsrat Treutlein-Mördes zum Hilfsarbeiter bei der Reichsanwallschaft. Welchen Senaten die neuernanuten Reichsgerichtsräte zugeordnet werden, ist noch nicht bestimmt. — Aus dem Berichte des Gouverneurs von Kamerun, I. v. Puttkamer, über seine Reise von Stanley Pool nach dem Sanga, ist zu entnehmen, daß die größten Schwierigkeiten in dem Transporte flußaufwärts liegen. So viele Dampfer schon auf dem oberen Kongo verkehren, so war doch keiner für die deutsche Expedition zu haben, und nur durch die Gefälligkeit der Kongoregierung wurde dem Gouverneur für seine Weiterfahrt ein solcher zur Verfügung gestellt. Darauf kann man aber nicht immer rechnen. Die Süd-Kamerun-Gesellschaft hat nun schon zwei kleine Dampfer aus deutschen Werften für ihren Verkehr im Kongobecken bestellt, doch wird sich wohl auch die Notwendigkeit ergeben, von Reichswegen einen solchen Dampfer dahin zu bringen, damit er die amtlichen Transporte besorge und dem Bezirkschef zur Verfügung steht. Schon die äußerst kurzen Beobachtungen des Gouverneurs lassen erkennen, daß das Sangagebiet noch ein von Europäern wenig berührtes und reiches Land ist.__________________________ Ausland. Wien, 23. April. Im Prater hat sich gestern nachmittag der Baron Josef von Sluga aus unbekannten Gründen erschossen. Wien, 23. April. Nach Blättermeldungen hat ein unbekannter Schwindler, welcher sich als naher Verwandter eines ungarischen Ministers ausgab, dem Erzbischof von Wien, Dr. Grüsch, einen Check auf 36000 Gulden herausgelockt und den Betrag bei einer Pester Bank einkassiert. Wien, 23. April. Die von dem katholischen Pfarrer Dekert herausgegebene Broschüre „Der Sebstmord Luthers wurde von der Staatsanwaltschaft konfisziert und die vorhandenen Exemplare beschlagnahmt. Wien, 23. April. Die Sozialdemokraten haben für den21. Mai einen Parteitag der Sozialdemokraten Oesterreichs nach Brünn einberufen. Prag, 23. April. Die hiesigen Barbiergehilfen fordern unter Androhung des allgemeinen Strikes volle Sonntagsruhe. Budapest, 23. April. Die Gerüchte, daß Graf Golu- chowsky mit Koloman Szell auch wegen Erhöhung des Marine-Budgets bis zu 100 Millionen verhandle, werden von kompetenter Seite für unbegründet bezeichnet. Großbritannien. Bei den verschiedensten Gelegenheiten macht sich das auf die Rüstungen der Flotte und des Heeres gestützte britische Sebstbewußtsein vor der Oeffentlichkeit breit. Zur Feier des Todestages Lord Beaconsfields (Benjamin Disraelis) veranstaltete die Primelnliga, wie herkömmlich, eine große unionistische Kundgebung in der Alberthalle zu London. Die riesige, 10000 Personen fassende Halle war in allen ihren Räumen vollgepfropft. Der Erste Lord des Schatzamtes, Balfour, schlug in seiner Festrede unter anderem folgende Töne an: Das Reich selber stehe felsenfest auf zwei Grundpfeilern — hinlänglichen Wehrmitteln und gesunden Finanzen. Es werde allerseits eingeräumt, daß die Flotte unter der Leitung Gaschens, die Armee unter der Führung Lord Lansdownes und die allgemeine Reichswehr, außerhalb der Flotte und )es Heeres, in der Gestalt von Befestigungen, Werften, Arsenalen, Kohlenstationen und Handelshäfen niemals in der Geschichte des Landes in so vorgeschrittenem, ausgezeichnetem Zustande gewesen ist wie jetzt, und daß England niemals so gut vorbereitet gewesen, um jeder Möglichkeit, )ie entstehen dürste, zu begegnen. „Während wir", so sagte der Lord, „vorbereitet sind, öffentlich zu verkündigen, nicht nur, daß unser großes nationales Interesse Frieden sei, und daß wir wünschen, jeden vernünftigen Versuch, die Bürden nationaler Rüstungen zu erleichtern, zu unterstützen, find wir doch in diesem Augenblick bereit, nationaler Gefahr, wenn sie entstehen sollte, die Stirne zu bieten, und in unserer Flotte und Armee besitzen wir vielleicht eine so große Bürgschaft für unsere Sicherheit und für den Weltfrieden, wie te nur denkbar möglich ist." Daß das britische Weltreich auch seine Achillesfersen besitzt, mag der Stolz der Briten allerdings zeitweilig im Hinblick auf das riesige Anwachsen einer Flottenmacht vergessen. Denn dieses ist in der That gewaltig. Die Neubauten, die in den Jahren 1899 und 1900 vollendet, weitergebaut ober begonnen werden sollen, betragen nämlich im ganzen 100 Schiffe und Fahrzeuge, und zwar 18 Schlachtschiffe, 14 Panzerkreuzer, 4 Kreuzer 1. Klasse, 4 Kreuzer 2. Klasse, 9 Kreuzer 3. Klasse (die Kreuzer sind sämtlich geschützt), 8 Slups und 4 Kanonen- >oote 1. Klasse, 1 königliche Aacht, 36 Torpedobootzerstörer und 2 Torpedoboote. Das sind allerdings Ziffern, denen keine einzige andere Macht derzeit etwas auch nur annähernd Gleichwertiges entgegenzusetzen vermag. Indessen sollten unsere „Vettern" auf der anderen Seite des Kanals nicht übersehen, daß es auch Gruppierungen von Seemächten geben könnte, denen gegenüber selbst die britische Riesenflotte einen schweren Stand hätte. Lokales und Provinzielles. Gießen, 24. April 1899. • • Empfang. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am 22. April tu a. Den Oberstleutnant Cull- ■A r in k to s- ** Aus dem Verwaltungsdienst. Durch Großherzoglichen Ministeriums des Innern ist der w'i Legationssekretär Dr. Freiherr v. Leonhardi in siadt bis auf weiteres mit Wahrnehmung der Dirn Verrichtungen eines Kreisamtmannes bei Großh. fr™ • Darmstadt beauftragt worden. ** Postpersonalnachrichten. Versetzt sind: der Postdirektions-Sekretär Wiehle von Trier nachMaiu; ? c Telegraphenamts-Kassierer, der Postsekretär Schule - Hamburg nach Darmstadt als c. Oberpostdirektionsie! der Ober-Postsekretär G o m b e l von Oberhausen land) nach Worms, der Postsekretär Ochs von Dam-> nach Mülhausen (Elsaß) als c. Oberpostsekretär, der sekretär Däsch von Friedberg (Hessen) nach Bad ferner der Oberpostafsistent Ernst Heß von Grvßae-. nach Hirschhorn (Neckar), der Postassistent Feick von Dan stadt nach Erbach (Odenwald), sowie der Telegraphen^ Lu tz von Bingen (Rhein) nach Ortenberg (Hessen, fämthd unter Ernennung zu Postverwaltern; der Posivca-.ailr.- P r e ß e r von Ortenberg nach Kostheim, die ßhrwtaffi stenten Belz von Mainz nach Creseld, Laud^ Düsseldorf-Derendorf nach Mainz, Seipel von tow nach Darmstadt, Schupp von Düren (Rheinland' nai Darmstadt, Wolff von Cöln (Rhein) nach Kastel i der Ober-Telegraphenassistent Iah. Müller von 8inga (Rhein) nach Friedberg (Hessen), der Bureauassiftem Bau. von Darmstadt nach Worms unter Ernennung zum Olmpo, assistenten. DiePostassistenten Bald u s von Mainz nachdäedr lahnstein, Bu n g e r von Niederlahnstein nach Mainz, Srel, von Bingen (Rhein) nach Darmstadt, Wilhelm L a u b a ch r-- Bingen (Rhein) nach Butzbach, Fr i tz ges von Cöln (Ahn? nach Butzbach, Bernius von Berlin nach Mainz. Iaä Ditter von Worms nach Oppenheim, der Telegrapha assistent Roth von Butzbach nach Darmstadt. Uebertraget sind: dem Postsekretär Colin in Darmstadt eine Stelle für Ober-Postdirektionssekretäre, dem Postsekretär Quenz lein in Gießen eine Stelle für Ober-TelegraptMelmal* Ernannt sind: zu Ober-Postassistenten: die Postafsistenw Aßmus und Dörmer in Friedberg (Hessen), Appel Pabst und Petri in Gießen, Kramer in Mach Reinhardt in Bad Nauheim, Wilhelm in -Ml (Rhein), Lein und Schönberger in Darmstadt,Streu ) erger in Offenbach (Main), Hartmann in LautertuL (Hessen) und der Telegraphenassistent Simon in Maiij ; um Ober Telegrapheuassistenten : der TelegraphenaM' Germann in Darmstadt, zum Telegraphenassistentei Postassistcut Frank in Mainz. Angestellt sind al« assistenten: die Postanwärter Bausch, Schmitt, Trau'.' mann, Eichelmann und Lehr in Mainz, QÜutb i:b | Hechler in Worms, Hauck und Reinheimer « Offenbach (Main), Nagel und Her th in Gießen, De-r in Darmstadt, Grill in Bingen (Rhein), ©fr au* \i Friedberg (Hessen). Angenommen sind : zum Postarwui u der Fußgendarm Eidenmüler in Großgerau; zu Pon > agenten: der Gastwirt Karl Gundrum in Reiskirchen der Landwirt Brücher III. in Heubach (Hessen den Küfermeister Konrad Huber VI. in Steinfurth, her £'.inb wirt Karl Schmie gel in Niederflorstadt, der Posthllsttellen! Inhaber Kraft in Queck (Oberheffen), her Weichennarten a. D. Johannes Engert in Bischofsheim chessen. ve« Landwirt Peter Heinrich August Beith in ^denstavt. Freiwillig ausgeschieden sind: die Postagenten Brücher m in Heubach (Hessen), Eichelmann in Steinfurth, Sch> ing in Niederflorstadt, Bang in Bischofsheim Gestorben sind: die Postagenten Christoph Gundrum 11 Reiskirchen, Peter Beith sen. von Ilbenstadt. • • Gießener Volksbad. Wir erhalten die M'tteüuu« >aß nach Beschluß des Vorstandes es nunmehr gestattet ms >ei dem Jahresabonnement für die Schwtm halle den Betrag von 20 Mk. in 2 Teilen, und zwn 14 Mk. gleich, den Rest nach V8 Jahr, zu bezahlen. Ferner dürfte es vielleicht noch nicht allgemein bekannt i taß Jahresabonnements zu jeder Zeit gelost wer önnen, und vom Lösungstage ab ein volles Jahr Gn «g ;aben; auch möge aufmerksam gemacht werden aus Neueinführung von 25er Karten für 7 Mk., bie ein J ang gültig und übertragbar sind. • * Radfahrfest. Eingeleitet durch eine Delegierten, owie durch darauf folgendes Frühfchoppenkonzert un meinsames Mittagessen in Steins Garten, verlief der g t tattgefunbene Frühjahrs-Gautag des Gau < D. R.-B. in jeder Weise zufriedenstellend und gWtv Der sich gegen 4 Uhr in Bewegung setzende war recht zahlreich besucht und wurde im aug durchweg sehr gut gefahren. Es erhielten m der • teilung (mehr als 20 Fahrer) den 1. Preis Stadl Gießen) der Bicycleklub Offenbach mit 12 08 Pun» - 2. Preis Radsahrcr-Verein Gießen mit 10,78 Pun» • f nt- , B 5 ’ ü»; 'M ."■K| sne "" ; x 2. ’ ■rfW” । Germania Ktach SrlediM ein zwanglc mann, Gendarmerie-Distrikts-Kommandeur in H r w *au'"7 m Leutnants Coulmann und v. KutzlebenWani*'*•' o ibtcW fanterie Regiment Kaiser Wilhelm (2. @t06h : Nr. 116, den Gymnasiallehrer Dr. ffiitt.»- Büdingen, den Amtsrichter Dr. Friedrich von ml? £h' 1 den Professor Dr. Strack vom Realgymnasium *’■' ** Ordensverleihuug. Seine Königliche I Großherzog haben mittelst Allerhöchster ffnti* £ vom 22. April ds IS. dem Hauptmann und Baw^ v. Hahn im Großherzogl. Feld-Artillerie-Reoiment (Großh. Artilleriekorps) und dem Oberstabsar« > ! Dr. Boeckh im Großh. Jnfanterie-(Leibqarde " Nr. 115, das Ritterkreuz 1. Klasse des r3erbien^Il ' Philipps des Großmütigen zu verleihen, geruht. ** Ernennung. Seine Königl. Hoheit der ffl, • Herzog haben Allergnädigst geruht, am 22 ghnf Kreisamtmann Franz Merck zu Friedberg zum L./ Mitgliede des Oberkonsistoriums mit dem Titel und * eines Oberkonsistorialassessors, mit Wirkung vom ], V ’ l. I. an, zu ernennen. w iw Lieblich d>° ® «nitin« sowie die>e na< Frankfurt a ' .tte Konzen niu w Übidilufe 9d^n' L , „ tiefer »° .rui(i btmltlbtn ’.m et gui hei UI »^neck-tSMi-lhek - |. Mrz 1899 in fiu LandeSsta “ivoUtnbtft Müntz w>k\\ r fbal )ahr 1886 i liefen wurden, ha , als verdoppelt, d । vtrhrcisacht. Im l U1 331 Sendunx • U4 einheimischer i befanden sich 136 f und aO Universiti . semsie. 1898/99 ■ fieren 36% wn : say ju btn bie Uni f iea (teilen bie Uaffift . Xeipbilotogen unb während von den M rtzch ate Entleiher r kMivthrt zu Darr '1611 Pönde, von ' ! Archiven 31 o Büch' t durch WennitUluni i verliehen. Der ges r im ,]d6re 1898/9! i 1752 gelaust, 23! tCzempIare, 464 i ! Siatur« und Hrilku et rein, 230 vom p 'der Uniuerfi 1 der Rest 1 »rriitüS und Ss 1 ^üchses erforderte t Ä-im Vergleich m - leihe von 22511 ' Ewiger gleichartig ' »an Ickten, ivorü i Mtt Honiglify -358 Sande, üniv ^niverAts'SkM :'*IJMef Greis'sm Darmstadt in 189 Lj? ’n Schön- J^btl sind, sxh, unb J Jjyn ist die Schk Mu ° .unb Ml -chmidt, ,Dn,cl diefe- % . ^lni mir £ S, ** bar am Freitagmittag 12 Uhr zum Besuche des Großherzoglichen Hofes aus Wiesbaden hier ein. den den an- be-uni. Mai wieder der Sommer-Kursus der kauf- m mimischen Fachschule. Die Herren Prinzipale und EltSlM, iivelche darauf rechnen, ihre Lehrlinge, bezw. Söhne jm i!birSler-Semester die Schule besuchen zu lassen, werden ^ie-rrxi darauf aufmerksam gemacht, daß es für solche, welvchm Schön- und Rechtschreiben noch nicht gut vor- gcb'Ml sind, sehr notwendig ist, an dem Sommer-Kursus teil weil dieselben sonst in manchen Fächern, wie -orM'Mndenz und Buchführung, nicht mitkommen können, unb) bsoclgcdefsen die Nachzügler einer Klasse bilden. " Sinen recht schonen gemeinschaftlichen Ausstng »ach betm klaIfeuberg unternahmen gestern die Gabelsberger- schin Stenographen - Vereine Wetzlar (Damen- undr hrrren-Berein), Grünberg, Lich, Hungen und die i -ttenographen - Gesellschaft Gabelsberger <&itajtni Die Beteiligung war, besonders seitens der Data!, dank des günstigen Wetters, eine überaus gute. HerMR!oll, Vorsitzender des festgebenden Vereins Wetzlar, begmiiiek die Erschienenen, und gab der Hoffnung Ausdruck «up irttüte Zusammenkünfte der nachbarlichen Vereine. Herr Fe illibaacher-Grünberg toastete auf das Wohl der an- Aus der Zeit für die Zeit. Vor 95 Jahren, am 25. April 1804, wurde zu Eisenach der hervorragende Meister der historischen Landschaftsmalerei Friedrich Preller geboren. Ein gütiges Geschick fügte es, daß Göthe für ihn eine dauernd sich bethätigende künstlerische Teilnahme gewann und auch den Großherzog von Weimar zu interessieren wußte. Durch seine landschaftlichen Bilder aus der Odyssee erwarb sich Preller eine bedeutende Stellung auf künstlerischem Gebiete. Er starb am 23. April 1878 in Weimar. Kampf entspann sich sodann zwischen den Räubern und herbeigeeilten Bauern. Sechs Bauern wurden von Räubern erschossen, worauf dieselben mit ihrer Beute, geblich 200,000 Rubel, entkamen. G. Darmstadt, 24. April. Der Kaiser trifft Verkehr, Zand- uu- Volkswirtschaft. 22 ÄrtL Fruchtpreise Wei^ui JL 16,00—00,00, ftnrn 5? 00 Gerste n 14,44-17.00. Hafers 14,”.0-15,00, (Krtfen vN. 19,74—20,00, 00^0-^0,00, gtto X 00,00, «ortofielo -* 5,74—6,00, Samen JL 00,00—00/». Universitäts Nachrichten. — Innsbruck. Der außerordentliche Profefior der phtlo sophtschen Vorberetiungs-Wtfienschaften an der theologischen Fakultät, Dr Michael Hofmann, wurde zum ordeutltch.u Profefior deS Kirchenrecht« an dieser Fakultät ernannt. , _ Hamburg. Da« Institut international de Sociologie hat Profefior Ferdinand Tönuteö zum Vizepräsidenten für das laufende ^ahr gewählt. — Graz. Der ordentliche Profefior an der hiesigen Universität, Dr. Ernst Freiherr o. Schwind, ein N:-e Moritz von SchwtndS, wurde zum ordentlich« Profefior deS deutschen Rechtes an der Universität in Wien al« Nachfolger Tomafchek« ernannt. Schiffsnachrichten — Der Dampfer „Aragonia* der „Äeb St« Linie* in Antwerpen ist laut Telegramm am 21. April wohlbehalten in Philadelphia angekommen. -verbringen. ,, .. , | * Rachseudung von Telegrammen. Die Vorschrift, nach I der Telegramme, deren Empfänger ihren Wohnort ver» I ändert haben, an den neuen Aufenthaltsort nachtelegraphiert I werden, auch wenn dies nicht ausdrücklich verlangt wurde, I hat zu Weiterungen geführt, namentlich dann, wenn der I Empfänger kein Interesse an der Nachsendung des Telegramms hatte. Zukünftig werden daher Telegramme nur I noch dann nachgesandt, wenn der Absender oder der Em- I pfänger dies beantragen. Darmstadt, 22. April. An Stelle des verstorbenen Herrn Dekans Römheld hat Herr Pfarrer Ernst Widmann nunmehr die Redaktion des „Hessischen Ev an- I i gelischen Sonntagsblatts" (Verlag von C. F. Winter) übernommen. , . , A Mainz, 23. April. In Anwesenheit verschiedener auswärtiger Vertreter der Wissenschaft fanden in der letzten Seit verschiedentlich Besprechungen über die Art der im nächsten Jahre hier zur Veranstaltung kommenden 500jährigen Geburtstagsfeier Gutenbergs statt. Es dreht sich hierbei hauptsächlich um die Festschrift und | die beabsichtigte akademische Feier, und wurde man sich I darüber einstweilen einig, daß letztere Feier einen ernsten, würdigen Charakter tragen und sich genau in dem Rahmen I bewegen soll, der durch die von den Stadtverordneten bewilligten Geldmittel gestattet ist. Zu der Festschrift liegen Beitrage I von hervorragenden Gelehrten vor. A Mainz 22. April. Die heutige Generalversammlung der Aktiengesellschaft ..M a in kett e", der als Regierungsvertreter Regierungsrat Göttelmann anwohnte, beschloß, gemäß dem Vorschlag des Aufsichtsrats, den vorjährigen I Reingewinn folgendermaßen zu verteilen: 5 Prozent für I 2000 Aktien der Serie A. I und A. II a Mr. 25 — I Mk. 50,000, Tantieme an Aufsichtsrat und Beamte Mk 4723,76. Für verstorbene und ausgeschiedene Mitglieder wurden in den Aufsichtsrat neugewühlt: Generaldirektor Kannegießer-Mühlheim, Rechtsanwalt Mankiewicz- Frankfurt und Alfred Mavon-Dresden. — Wie verlautet, I soll alsbald nach der Generalversammlung der seitherige Vorsitzende des Verwaltungsrats, Kommerzienrat Metten- I heimer-Mainz, seinen Austritt aus dem Verwaltungsrat I erklärt haben. . △ Mainz, 23. April. Zwischen dem Militarfiskus I und der städtischen Verwaltung hier schweben schon seit I Jahr und Tag Verhandlungen wegen Austausch I größerer militärfiskalischer Gebäude gegen städtisches Ge- I lände, auf welchem Kasernenbauten errichtet werden sollen. I Diese Verhandlungen, wegen deren der hiesige Ober- I bürgermeister schon verschiedene Mal in Berlin war, glaubte I man jeden Augenblick ihrem Abschluß nahe, während jetzt eine Nachricht aus Berlin hier eingetroffen ist, die das I ganze Tauschprojekt zwischen dem Militärfiskus und der I städtischen Verwaltung wahrscheinlich zum Scheitern bringen I lassen wird. Diese neueste Mitteilung aus dem Kriegs- I Ministerium verlangt nämlich außer der früher bereits ge- I stellten Forderung noch ein weiteres beträchtliches finanzielles Opfer von der Stadt, welches einmal in einem Betrag von Mk. 400,000 für den als Exerzierplatz in Benutzung haben- I den Schloßplatz besteht und zum zweiten einen nicht uner- I heblichen Beitrag zu den Fundamentierungsarbeiten der neuen Kasernenbauten aufweist. In Anbetracht dieser er- I neuerten hohen Anforderungen der Militärbehörde ist man I in der hiesigen Bevölkerung allseits der Ansicht, dem Militär- I fiskus seine abgängigen Kasernen ruhig zu belasten und die I ganzen Verhandlungen abzubrechen, was die städtische Ver- I waltung wahrscheinlich auch thun wird.___________________ > L.v. !io ** Ni * Hannes bei G- tB- Versetzt fr Oberpoftp "bei von (U ltsekretär Ochs' * Oberpostseltz *9 (Men) noi; 1 Ernst He^ r Postassistevt F, >), sowie der U nach Ortenberg' Verwaltern; bc lach Zostheini, \ nach Creseld,. Mainz, Seipel von Düren sln (Rhein) ' knt Joh. Müll:: en), der Burus.'- unter Ernenne:: p iBaldusvM? ederlahnstein usZ: rmstadt, »-L; ich, Fritzg^::-. von Berlii«.. > ) Oppens x' h nach te' Hin iuitoiW täte, bn Wv t für Ldn-W^ stassiMn: öitj i FnMrg (Htssu ’ ließen, ' rgennDümjlak Hartmann inL ssistent Simon n en: bet mTeletztayhemssl"! v wMü’1 sa^ch.SchmN! Lehr in Mckl- unb Rein! und Hrrth in&. Wztn « ommen pd: zW t inler in 1Tl ®unbio " III. in VI. Rieberflos-":. (Ober* ■ . in ■ August 5;,-.. • ab: bieF-.,'.. .■ elmann ( , Radfahrer.Klub Butzbach mit 10,74 Punkten. I« i i öct ILdteilung (unter 20 Fahrer) wurden ausgezeichnet I 1 Verein Radsport Frankfurt a. M. mit 10,38 I i iinK 2. Preis Radfahrer-Verein Aschaffenburg mit 10,04 Pun^i 3. Preis Verein Vorwärts Frankfurt a. M. mit 9,904 Punkten, 4. Preis Radfahrer-Derem Marburg mit 9 7^ Punkten, 5. Preis Radfahrer-Verern Biedenkopf mit I 923 jkakten, 6. Preis Radfahrer-Verem Germania Bornheim- rat 9,16 Punkten. In der 1. Abteilung konkurrierten oicr- m der 2. Abteilung acht Vereine. Beim Konkur- I ieu«'ck>8.enfahren erhielten den 1. Preis Bicycle-Klub I DaWt mit 14,3 Punkten. 2. Preis d.e Wanderer Giechr-r Radfahr-Gesellschaft mü 13,5 Punkten, 3. Preis B:c.razl!-Klub Bad Nauheim mit 12,6 Punkten, 4. Preis Ramdfi-verein Gießen mit 12,4 Punkten. Im Kon- I luri-c Gruppenfahren, an welchem sich nur zwei Ver- eiiu< beteiligten, erhielten den 1. Preis Radfahrer-Verein I Saia tu nuit 11,8 Punkten und den 2. Preis Radfahrer-Derem ^ckli.ch'iüurg mit 10,5 Punkten. Außerdem erhielt Herr OltpZchn als »unstfahrer aus dem Hochrad einen Preis, I deSMMin auch die jugendlichen Sunstfahrer Hermann öeÄl (8 Jahre) von den Offenbacher „Wanderer" und Heirnnch Pleines (12 Jahre) vom Nadfahrer-Verem .Gloria Höchst a. M.", die in Bezug auf ihr Alter recht .sinnliches leisteten und wohlverdienten Beifall fanden. 9ta it Erledigung des sehr reichhaltigen Programms ver- I .n ei n zwangloser Kommers die Anwesenden noch bis zu frübre Morgenstunde. Nicht unerwähnt wollen wir fchlWii die Vorträge deS hiesigen Bauer'schen Gesang- rerrebl Howie diejenigen der Herren Ehrhardt und Schopp auSSr Zrcunkfurt a. M. lasten, die wesentlich zum Gelingen bceiiTonnen mit beitrugen und dem Feste einen würdigen Ab c un gaben. Dem festgebenden Verein aber danken wir un i .'irsei'Stelle nochmals für den genußreichen Tag und « dciiselben em kräftiges „All Heil" zu. «» Aus der über die Benutzung und Vermehrung der U Bibliothek zu Giehen vom 1. April 1898 bis ! 1 Mq 1899 in den „Mitteilungen der Großh. Central- ftetM-e füi Landesstatistik" veröffentlichten Statistik sei hier Tio Hmbtti mitgeteilt. Jm Geschäftsjahre 1898/99 wurden 511 (11897/98 rund 19000) Bände verliehen. Gegen da :*la br 1 886/87, in dem rund 107 00 Bände ver- : ,-iein n urben, hat sich die Gesamtausleihe demnach mehr ebi' veri'vppelt, die Ausleihe nach auswärts dagegen sich verrLreisacht. Jm Geschäftsjahr 1898/99 wurden 1524 Bände in । 337 Sendungen nach auswärts verschickt. Unter den il keiiffieimischen Benutzern des Wintersemesters 1898/99 beftanbtu sich 136 nicht der Universität angehörende Personen ,ln'.«ö0 Mniversitätslehrer. Die die Bibliothek tm Winter- feinander 1898/99 benutzenden 258 Studierenden repräsen- ttcr-ei 3ti% von deren Gesamtzahl. Den höchsten Prozent- savi iii Dsn die Universitäts-Bibliothek benutzenden Studieren- idem, Meri die klassischen Philologen, Theologen, Mathemattker, Nildiogen und Historiker (100, 85, 71, 68, 62°/o), wä Mnd von den Medizinern und von den Juristen je 25% ficM als Entleiher einstellten. Von der Großherzogl. Hof- B'lclich'k zu Darmstadt wurden im abgelaufenen Jahre 61 Vömde, von sonstigen auswärtigen Bibliotheken und Ar.Wen 375 Bücher und 207 Handschriften und Archivalien L rmittelung der Universitäts-Bibliothek an Hiesige vcrMfiv Der gesamte Zuwachs der Universitäts-Bibliothek im i Zahne 1898/99 umfaßte 7758 Schriften, von welchen 17:'*? .irfauft, 2395 als Tausch-, Geschenk- und Pflicht- iplaire, 464 von der Oberhessischen Gesellschaft für !>iaä:ii. innb Heilkunde, 204 vom Oberhessischen Geschichts- 6er »eil 2"30 vom philologischen Seminar, deren Bibliotheken müi bei Universitäts Bibliothek vereinigt sind, geliefert tvirttn; der Rest von 2713 Schriften bestand aus Uni- pcrWs unb Schulschriften. Die Aufstellung bieses Zu- n.i.chs crforberte einen Raum von 121 laufenden Metern, gleich mü der angeführten Ziffer der Gesamtaus- tcil-nit vom 22511 Bänden seien die entsprechenden Ziffern ern Lii« gleichartigen Bibliotheken aus dem Jahre 1897/98, dewmlctziien, worüber Rechenschaftsberichte vorliegen, ange- fuhuw: .königliche und Universitäts-Bibliothek Königsberg: L3:.WV>ände, Universitäts-Bibliothek Marburg: 19795Bände, tt ni M:sltläts'Bibliothek Kiel: 15 704 Bände, Universitäts- BibMe-k Greifswald: 22382 Bände, Hof-Bibliothek zu ra:ni!i6t in 1897: 14143 Bände. Von größeren der Uni Mtats-Bibliothek in jüngster Zeit gemachten Zuwen- y.mm hft die Schenkung einer außerordentlich wertvollen Saztclung von Musikalien (Werke I. S. Bachs, R. Schu- D »vite raub Händels) seitens des Herrn Prof. Dr. Strahl 'untUncr größeren Zayl älterer medizinischer Werke seitens Schmidt, Kreisarzts-Witwe dahier, hervorzuheben. * Kaufmännische Fachschule. Wie aus der betreffenden T.ntmi:« dieses Blattes ersichtlich, beginnt mit Montag Neueste Meldungen. Depescden deS Bureau „Herold'. Berlin, 24. April. Aus Rom wird dem „Berliner Tageblatt" telegraphiert: An dem Grabe Garribaldis trat gestern Garribaldis Tochter Teresita, die Gattin des Garri- baldianer Generals Canzio, aus den König zu mit den Worten: Majestät, bei dem Grabe meines Vaters bitte ich Sie, amnestieren Sie die politischen Verurteilten. Der überraschte König erwiderte, ein solcher Akt der Milde läge ihm nicht fern. Er werde ihn bei passender Gelegenheit ausführen. ~ . Berlin, 24. April. DaS „Kleine Journal" meldet aus Paris- Ballot Beaupro dementiert die Gerüchte über seinen Rücktritt. Trotz Rogets Widerstand ist seine Konfrontierung mit Picquart wahrscheinlich. Freistätters Vernehmung ist wegen seiner Hochzeit verschoben worden. Die Konfrontierung von Roget, Picquart und Bertulus soll heute stattfinden. Der „Temps" fordert entschieden die Revision des Dreyfiis-Prozesses und warnt den Kaffattons- Hof vor einer Verwerfung desselben, welche eine Herausforderung der öffentlichen Meinung bedeuten würde. Berlin, 24. April. Das „Kleine Journal" bestätigt, daß der Kaiser den wegen Herausforderung zum Zweikampf zu drei Monaten Festung verurteilten Dr. Esser zu 24 Stunden Stuben-Arrest begnadigt hat. Budapest, -24. April. Die französische Negierung ersuchte die hiesige Polizei, den Anarchisten Biermann zu verhaften, weil dieser einen Brief an Loubet und Dupuy gerichtet, in welchem er diese mit dem Tode bedroht, falls sie nicht in 14 Tagen der Dreyfus-Asfaire ein Ende bereiten würden. Die Polizei hat bereits den betreffenden Briefschreiber verhaftet und konstatierte, daß derselbe Häuser- Agent und anscheinend geistesgestört sei. Budapest, 24. April. Die sozialistischen Arbeiter beschlossen für den 1. Mai vollständige Arbeitsruhe i und einen demonstrativen Umzug durch die Stadt. Rom, 24. April. Heber das Verbrechen an Bord des | deutschen Schiffes „Livorno" liegen noch keine näheren I Nachrichten vor. Daß es sich um einen Selbstmord handelt, ! ist ausgeschlossen, da die Hände des Toten auf dem Rücken gebunden waren. Das Schiff ist voß der Gendarmerie beschlagnahmt worden. Madrid, 24. April. Ein Spanier, welcher längere Zeit Gefangener der Philippiner gewesen ist und der vor einigen Tagen in Freiheit gesetzt wurde, erzählt, daß sich die Aufständischen in guten Stellungen befinden. Ihre Lage sei eine vorzügliche. Sie verfügten über zahlreiche Munition und über mehr als 200 moderne Kanonen sowie über mehrere Schnellfeuer-Kanonen. Sie seien im Besitz einer großen Menge Patronen und mehrerer Pulver-Fabriken. London, 24. April. Der „Standard" meldet aus Newyork: Jm Kriegs-Departement zu Washington herrscht große Unruhe über die letzten Meldungen eines Kampfes, der bei Guingia stattgefuiiden hat. Obgleich die offiziellen Telegramme nur von zwei getöteten Offizieren und einigen verwundeten Soldaten sprechen, befürchtet man doch, daß der Kampf in Wirklichkeit eine Niederlage für die amerikanischen Waffen gewesen sei. Odeffa, 24. April. Eine aus 14 Personen bestehende I Räuberbande überfiel bei Kischinew einen Ebelhof, brang I in bie Wohnung bes reichen Gutsbesitzers ein unb ermorbeten I ihn, feine Frau, vier Kinber unb zwei Diener. Ein heftiger Sang «. jentw $2^ -- 30 M "L:«*=■ lart-'J «r iAm«*1' ') DtIL U f11 i r. Si-p meftnben Tarnen, Herr Bickel.Gießen gedachte ehren» de« sich der Schule Gabelsberger selbstlos hingebenden Bundes- oorsitzenden, Herrn Gymnasial-Oberlehrer 0r, Clemens- Wolfenbüttel. Ein Tanzkränzchen bilbete ben Schluß bes gemütlichen Beisammenseins. , r- Jubiläum. Am 1. Mai b. I finb 2o Jahre ver- stoffen, daß die Herren Gelhar, Hupseld und M°°g als L okomotiv-Beamt en von der Lönigl. dreußischcn Staatseisenbahn-Verwaltung angestellt sind. Anläßlich dieser Feier hat der hiesige Lokomotiv-Beamten Verein em größere Fest zu Ehren der Herren Jnbilare auf den 29. April im großen Saale des CafL Leib anberaumt; ebenso sind es am 1. Mai 25 Jahre, daß der allverehrte Herr Vereins- Präsident Dotzenrodt zum Königl. Lokomotivführer ernannt wurde, ein gewiß seltener Fall bei dem schweren, verantwortungsvollen Posten des Lokomotivpersonals; möge es ben Herren Jubilaren vergönnt sein, noch viele Jahre | im Kreise ihrer Familien unb Kollegen in Gesunbheit zu Sjrizlpüm der vnemi-tr« ^nrnkfarftr Stidttheläer. Qpertthau». Dteuvtag dcn 25.Dlärj: Stumme »on Vorttci. Mittwoch den 26. April. Mariba. DomierStag den 27. April. Matteo Fjalcone. Hieraus: Phantalten tm Bremer State teilet. Freitag ben 28. April: Boccaccio. SamStag den 29 Avril: Der Prophet, ©onnteg den 30. April, nachmittags 31/» Ubr: Der Trompeter von Säktingen. Abends 7 Uhr: Rlgoletto. Hieraus: Phanrasten tm Bremer Ratskeller. Montag »en 1. Mat geschlossen. Schauspielhaus. Dienstag den 25. April: NZihan bet Weise. Mittwoch ben 26 April: Donna Diana. Donnerstag ben 27 April: Fuhrmann Henschel. Freitag den 28. April: Nora. Samstag den 29. April: Glück tm Winkel. Sonntag den 30. April, nachmittags 31/« Uhr: Rora. Abenbs 7 Uhr: Der Veilchenfresser. Moniaa ben 1. Mai: Der Ungebetene. Hieraus: Bauernehre. Zum Schluß: Der SchetbungSschmau«. „HkilllkbelS-Äidk" — nur echt, wenn birect ab meinen Fabriken bezogen — schwarz, weiß unb farbig, von 75 Pfg. bis Mk. 18,65 ver Meter — in ben modernsten Geweben, Farben unb Delfins. An Jedermann fra°eo und verzollt ins Haus. Muster umgehend. ,7°* G. Henneberg s Seiden-Fabriken (k.» k. hoa.), Zurich. Todes. Anzeige. Heute vormittag 6% Uhr verschied nach langem, fernerem Leiden unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Km Christian Arnold im Alter von 80 Jahren, was wir Bekannten und Verwandten schmerzerfüllt mitteilln. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 23. April 1899. 3486 Die Beerdigung findet Dienstag den 25. April, vormittags 10 Uhr, vom Sterbchause, Eichgärten 27, aus statt. Kaufmännische Fachschule, Gießen. Das Sommer-Semester unserer Fachschule beginnt Montag den 1. Mai, abends 8 Uhr, und erstreckt sich der Unterricht auf folgende Fächer: 1. Schönschreiben, 2. Orthographie (Korrespondenz und Terminologie), 3. Stenographie für Anfänger (Gabelsberger). Das Schulgeld beträgt: 1. Für Schönschreiben und Orthographie 5 Mk. 2. ,, St-nographie 5 ,, Anmeldungen können am 27. und 28. er., mittags von 12 bis 2 Uhr, sowie em 29. April, abends von 8 bis IO Uhr, in der Schule, Nordanlage, erfolgen. NB. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß diejenigen jungen Leute, welche in Schön, und Rechtschreiben noch schwach find, im Winter-Semester in einzelnen Lehrfächern nur schwer oder garnicht dem Unterrichte folgen können, weshalb der Besuch dieses Kursus sehr zu empfehlen ist. 3478 Ast Zchulkonimiffisu her kaufmännischen Fachschule. 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Elzevier, Genrebild mit Gesang in 1 Akt von Wilken Das Dilettanten-Orchester steht unter Leitung des Herrn Kapellmeister P»int. PiUß&n in der Musikalienhandlung Ernst Cballier (Rudolphi Ni DlllvlD und abends an der Kasse: Loge Mk. 2.25, Parkett I Mk*' Parkett II Mk. 1.25, Studentenkarten Mk. 1.—, Gallone 4U Pfg Der Verkauf der Billets für beide Vorstellungen beginnt ae Modern 24. April. ------ Mr eiiic uorncl)» gediegene, event. auch eine zweite Vertretung der NährmiUelbronch^ v< Firmen ersten Ranges, ist eine Plotzvertretung zu vergeben. 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