Samstag den 24. Juni Zweites Blatt Zur Slffaire Dreyfus. !r - 1899. M 1 CO.b<:.FlLatCJF«ar UUtiW///, Alle Anzeigen-BermMlungSstellen bei In- und AuSlaab«» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgefW« annmlii »en Anzeigen zu der nachmittag- für den »«,enH-l«U erscheinenden Nummer di» vorm. 10 Uhr. 1 ReiyrftuHv Expedition und Druckerei: ß»ch»rstr«ße Ar. 7. frWNi I*|M mit > llilrul me de« 8 Wi'.'Qgl. »1hH-k!iener > «Müllt.* wrbermilm Anzeiger »tchenwiiLt -viermal Ikylegt »breffe für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. sammenhanq stehenden Forderungen ungebührlich zu verschleppen oder gar sie unter einer Hochflut von Kompensationsforderungen zu ersticken, so dürfte durch die morgige Kommissionsverhandlung einer solchen Absicht sehr energisch entaeaenqetreten werden. Die Regierung wird zweifellos durch eine Erklärung, welche an Deutlichkeit Nichts zu )htNeil 1899. oer: VI. Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblntt für den AreisGietzen flnßg. rfantmlnnS V Uhr, «f abgeealten g| hiflbUti llll< Big f»‘ 1898' Dividende. wünschen übrig läßt, alsbald einen dicken Strich durch Spekulationen dieser Art ziehen. Jeder Ersuch, lede Be- reitwilliakeit der Staatsregierung, etwaigen Benachteiligungen anderer Landesteile durch den Rhein-Elbc-Kanal vermittels zweckdienlicher Maßnahmen vorzubeugen, zu mißbrauchen, um das grämte Tableau aller möglichen und unmöglichen Wünsche auf dem Gebiete des Verkehrswesens aufzurollen, muß a limine zurückgewiesen werden. Darüber wird die morgige Kommissionsverhandlung, sofern noch Zweifel bestehen sollten, volle Klarheit schaffen. Berlin, 22. Juni. S t a t i st i k der S t r i k es. Seit dem 1. Januar d I. wird von den Ortspolizeibehorden durch Zählkarren eine fortlaufende Statistik der Ausstande und Aussperrungen im Deutschen Reiche ausgenommen. I neuesten reichsstatistischen Vierteljahrsheft sind dle Ergebnisse des ersten Vierteljahres zu lesen. Eme ausführlichere Statistik soll veröffentlicht werden, wewn die Ergebnffse eines ganzen Jahres einer eingehenden Prüfung und Bearbeitung unterzogen sein werden. Begonnen sind im ersten Quartal 1899 191 Ausstände, von denen 154 wieder beendet sind; außerdem sind noch 7 bereits vor 1. Januar 1899 begonnene Ausstände im ersten Vierteljahr d. I. beendet worden. Unter den preußischen Provinzen stand, abgesehen von Berlin, wo 36 Ausstände begonnen worden sind, das Rheinland mit 15 Ausständen obenan; dann folgen Brandenburg und Westfalen urtt ie 11, Sachsen mt 10$ Hannover und Hessen-Nassau mit je 9 Ausstandes Von den einzelnen Gewerben hatte die meisten Ausstande das Baugewerbe mit 36. Die Höchstzahl der gleichzeitig ausständigen Arbeiter betrug 8129; darunter waren zur sofortigen Arbeitsniederlegung berechtigt 4 <84, wahrend 3166, also 38,4 v. H. der Gesamtzahl, kontraktbrüchig waren. Marburg, 22. Juni. Gestern und vorgestern sind hier und in der Umgegend furchtbare Gewitter mit starkem Hagelfchlag niedergegangen. Die Feldfruchte wurden durch den Hagel 'vollständig vernichtet. Landwirt Mengel aus Hachborn wurde vom Blitz erschlagen. Köln, 22. Juni. Die „Köln. Ztg." meldet aus dem Haag: In den amtlichen Kreisen verlautet, daß die Regierung von Transvaal sich vorbereite, im Falle eines Krieges mit England hartnäckigen Widerstand zu leisten. Die Regierung der südafrikanischen Republik rüstet demnach in sehr ernsthafter Weise. Sic hat dieser Tage bei Krupp in Essen 25 Schncllseuergeschütze und mehrere große Festungs- 1 geschähe für die Befestigungs-Artillerie bestellt. ->n einigen Tagen wird Dreyfus den französischen Boden wieder betreten und sofort in das Milttärg-sangms tu Rennes überführt werden, wo das Militärgericht zu einer neuen Verhandlung zufammentritt. Unsere heutigen Bilder zeigen das Militärgefängnis und den Eingang zum Sitzungssaal des Kriegsgerichts. ii'trd’lin Hin, 12. Juni. Das Abgeordnetenhaus beriet fjeuhit ben Gesetzentwurf betreffend die Dienststellung des >rrei^WK gegenüber den Gesundheits-Kommissionen. Nach idnaiiettr Debatte wurde die Vorlage in zweiter Lesung zum qrötotlin 2 eile nach den Kommissionsbeschlüsfen angenommen. NäckWr Sitzung Samstag. Tages-Ordnung: Richter- PcnfLmerungen, Karfreitagsgesetz, Nachtragsetat und kleinere Sie bestieg den Genienwagen und trat die lange Reise an Unser Schmerz machte sich in lauten Klagen Luft; denn Wir waren tief betrübt, Wir waren glücklich ihren Befehlen zu gehorchen, wie die Menschen sich der Sonne freuen, die ihr Leben verlängert; aber nie wieder werden Wir ihr liebreiches Antlitz erblicken, und Wir sind untröstlich. Wir empfingen ihre letzten Befehle, daß nur 27 Tage Trauer getragen werden soll; aber Wir können Uns damit nicht begnügen, und werden daher, da es sich aeriemt, das Sohneskleid für 100 Tage anlegen, und 27 Tage derselben sollen in tiefer Trauer vergehen. Was ihre Ermahnungen betrifft, daß Wir, da Wir fast 70 ^ahre alt sind. Uns nicht tiefen Kummer hmgeben sollten, so können Wir nicht wagen, sie zu mißachten, und muffen Uns deshalb zwingen, Unseren Gefühlen Schweigen auf- zuerleqen. Tägliche Libationen in dem Palaste der Zufriedenheit sind ihr geweiht worden. Wir selber werden im Palaste bleiben, wo ihre Bahre steht, um ihren Manen o^)f? war der Einfluß der Kaiserin-Witwe ein segensreicher und das Verhältnis zu dem regierenden Kaiser em wahrhaft herzliches; häufiger aber war es durch den um die Macht ringenden weiblichen Ehrgeiz getrübt. Schon bei Tao-kuangs' Tode, der durch eine von den Anhängern der verstorbenen Kaiserin-Witwe im Palast gelegten Feuersbrunst beschleunigt wurde, bestätigte sich dies. Nicht der Sohn der nunmehrigen Kaiserm-Witwe, sondern der vierte Sohn des verstorbenen Kaisers von emer Nebenfrau ward Kaiser unter dem Namen Hien-fong, und hatte zeitlebens mit den von der Partei der Kaiserin-Witwe angezettelten Kabalen zu kämpfen. Seine erste Frau war kinderlos; da- her wurde -m- Frau der zweiten Rangstufe von welcher der Kaiser einen Sohn hatte, in den ersten Rang erhoben mit dem Titel einer „Kaiserin des westlichen Zimmers . Diese zweite rechtmäßige Kaiserin ist die jetzt so viel von sich reden machende Tsu-Hszi, „der liebevolle Wand- chirm", wie ihr Name verdeutscht lautet, eine jedenfalls ehr kluge, aber auch sehr gewaltsame Dame, welche obendrein eine Erzreaktionärm ist. Schon Ö lungen Jahren fand sie Gelegenheit, ihre Energie zu betätigen; denn ihr Gemahl Hien-fong starb nach kurzer Regierung Beide Kaiserinnen-Witwen teilten sich nunmehr mit dem Prinzen Kong in die Regierung, welche sie durch lange Jahre als Vormünderinnen für den minderjährigen Sohn und Nachfolger des Verstorbenen, namens Tung Tshi, führten, als dieser im Jahre 1873 großjährig wurde und heiratete, traten sie von den Staatsgeschaften ab; indes die Regie- rungszeit war nur von kurzer Dauer, da der junge Kaiser schon im Januar 1875 nach kaum zweijähriger Regierung an den schwarzen Blattern starb. Von Rechts wegen hatte nun seine erste Gemahlin Al-lu-ts Kaiserm-Witwe werden sollen; das paßte aber den beiden anderen nicht, und so fanden sich denn willige Hände, welche die arme Frau mit Gift beseitigten. . , ,. L Jetzt war die Bahn für den Ehrgeiz der bisherigen Kaiserinnen-Witwen frei, welche sofort wieder die Zugel der liebaewordenen Gewalt ergriffen, um sie so spat wie niöglich'freizugeben. Als neuen Kaiser suchten sie sich emen möglichst jugendlichen Prinzen aus, da sie wahrend beffen Minderjährigkeit noch die Regierung führen konnten, ^hre Wahl fiel auf ein zweijähriges Kmd, einen Sohn des Prinzen Chun, der seinerseits ein Enkel des oben genannten Kaisers Tao-kuang ist, und den sie als Adoptivsohn des eben verstorbenen Kaisers ausgaben. Dieses Kind, Tsai-tten, welches damals zur Nachtstunde aus den Betten geholt und in aller Eile vor den huldigenden Hofstaaten zum Kaiser proklamiert wurde, ist der jetzige Kaiser Zweifel an seiner Rechtmäßigkeit wurden schon bald danach laut; aber nachdem ig Ende 1897 ustruktiov, zu Bandsäge, faeii aschine,sür N': wird im Betritt a labet zum & d Dietze N. .nz Him, 22. Juni. In der Kanalfrage spitzt sich >ic '»dlion scharf zu. Der Abgeordnete Lieber ist an StelM eives andern Mitgliedes seiner Fraktion m die Kanal- KonMissiom eingetreten. Wie die „National-Zeitung ' meldet ist r nnmdhr von autoritativer Seite erklärt worden, daß die ÄblcMmV der Kanal-Vorlage die Auflösung des Abgeord- ncte:aW$ zur Folge haben würde. Mitt, 22. Juni. Zur Kanalvorlage wirt> °fstr'°s qcfitviem: Wenn an irgend einer Stelle dte Abs chl °b- ivalhi stillte, die Verhandlungen über dte Kanalvorlage $ $|. urcflte Aufstellung einer Menge von damit nicht >m Zu- tilua» "Ä ' »Ai«!' (4; Uft 5 Äfc ——^t lltti.it lötag drn A, ni ist in 's» Bahnhosslix. großer Teil dieser^Huldigungen ist ebenfalls durch pS Ausdrück°?°uach'ih«m Msiudm 'zV erkundigen. .Jwm weiß zwar, daß der Niedriggestellte dem Höheren Ehrenbezeugungen erweist, wtC sie in Europa selbf - UT . j(it der mittelalterlichen Hörigkeit Nie üblich waren. Da Hüar der chinesische Kaiser bei seinem Kommen und GeML-ie alte Dame mit dem Kau-tau zr-begrüßen hat -Tt die Hände zu den Ohren °rh° 'e sich/u dte Kni-e 1 «•» . nieitai-rft und den Boden dreimal Mit dem Kopfe berührt, - dirft nur wenig bekannt fein. A-Hnltch demütigenden ' »*** Z-Ä-m hat sich der Kaiser auf den Festen zu unter, wert welche die Kaiserin-Wttwe tn regelmäßigen Zwischen- täuüM veranstaltet, und bei denen er diese unter oftmaliger 4 8° , Wi^Älijiolung des Kau tau zu bedienen hat. ' itüirbt die Kaiserin-Witwe, so erlaßt der Kaiser die ! Dorcumi selbst verfaßte Trauerkundgebung, die naturlich von 4 dern.Mmsten Ausdrücken strotzt und uns höchst lächerlich Mianning, der sich als Kaiser Tao-kung nannte, ' Mtt* Lrl tetn Tod von der Kaiserm-Witwe befreit wurde btfl' rt7 ftchM tur unter anberm in bem schon genannten Peklnge GratisbeiläqeiuGießener Zamilienbtätter, Zer hessische Kandwirt Zlätter für hessische Vrükslmn-e. Feuilleton. :Mitlenregimen1 und ^dfdftititrifluen dm chinestschen Kose. V°n Heribert von 6^lers^bbe/u9(i verboten.) Deutsches Keich. I »MHl, 22. Juni. Der Kaiser ist, burch ben Kaiser Wilsslgck-.'wnal kommenb, heute früh 8 Uhr an Borb der I ,,Hol>,aMrn" in Kiel eingetroffen und vom gesamten im ^ase'ifm lieitenden Geschwader und den Schulschiffen durch SalM un'lo Hurrarufen der Besatzungen begrüßt worden. I Der i.tila, der sich gegen 10 Uhr zur B-grußung der . ...tu Atuzefsin Heinrich ms Schloß begeben hatte, kehrte i nach | ling-rcm Aufenthalte an Bord der „Hohcnzollern zurü' d - Die Kaiserin ist Donnerstag mittag am Damm- lhorbochhi.f in Hamburg eingetroffen und wurde vom prcnMli Gesandten Grasen Wolff-Metternich, dem eqa jtunSmt Frhrn. v. Heintze und dem Chef des Geueral- ,'dbdä öc8 9. Armeekorps Oberst v. Falkenhayn nebst Ge- mahbÄiii emofangen. Nach Begrüßung der Genannten fuhr Ihre, fcftät unter lebhaften Hochrufen des Publikums ach d bcn Vereinshospital des Vaterländischen Frauen- HilfiMacinls. , T. . ?»lm, 22. Juni. Wie der „Reichs-Anzeiger" meldet, )t d m Gutsbesitzer Moritz Villeroy zu Wallerfangen im 5Saarlouis der Adel verliehen worden. wittß 1h In ?nlm, 22. Juni. Wie das „Berliner Tageblatt tttluB tu ijätqQit, H der bisherige kaiserliche Richter tm Bismarck- unbeschraukter y. rchtchrl, Haas, zum Landeshauptmannd ei 8« r°s ,c,„ ieqc .in em uidSersehen. Er wird nach Beendigung semes Urlaubs, wer 1399. ben -t Deutschland verbringt, seinen neuen Posten Pisih > Aufgenowmm Kapitalien Mitglieder-Guth: , Resnvesondr . Betriebrrücklagk 1SOO y(l*8*yreU vierteljährlich 2 Mart 20 Pf,, monatlich 75 Pfz. mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfz vierteljährlich. Me1 j I Brandplatz nach der Ostanlage gestattet, sowie die ehemalige Stallmeisterwohnung am Brandplatz käuflich überlassen I werben soll, wird beschlossen, als geschlossene Bauweise hin- I sichtlich der am Brandplatz zu errichtendenHäuser im Sinne des I Vertrags auch Lücken von nicht über 4 Meter Breite gelten I lassen, wenn solche durch Thore geschlossen werden. Die I Gesuchsteller haben ferner 5jährige Garantie für den gebrauchsfähigen Zustand der Straßensiele und der Schoor- I grabenüberbrückung zu leisten, und wird ihnen gestattet, I Breits vom 1. Juli ab mit der Straßenauffüllung wie mit der Schoorgrabenüberbrückung zu beginnen. Die Kosten I Kauf- bezw. Kaufvertrags sind gemeinschaftlich von I Stadt und Gesuchstellern zu tragen. I _ Die Errichtung eines Fabrikgebäudes der Firma I H- M y l i u s am Schiffenbergerweg macht den Austausch I öon Geläude an gen. Weg nötig. Ein diesbezüglicher Ver- I trag zwischen der Stadt und gen. Firma wird genehmigt. I Der Tauschvertrag zwischen der Stadt und Karl I Huh ns Eh eleuten über bei der Verbreiterung der Ritter- I gaffe in Betracht kommendes Gelände wird gutgeheißen. Herrn Karl Pröscher wird das zur Aufstellung eines | Bienenstandes nötige, zwischen der Grünbergerstraße und dem Schiffenbergerweg gelegene städtische Gelände pachtweise überlassen, desgl. unter den seitherigen Bedingungen Herrn | Dr- I- Cäsar mehrere Räume im alten Schloß zum Trocknen von Arzneikräutern. Zur Vergebung der Lieferung der beim Ausbau der I Jo Hann es st raße verwendeten Bordsteine im Kostenbetrag I öon 1819 Mk. 25 Pfg. wird nachträglich Genehmigung I erteilt, und ferner das Angebot des Herrn Ph. Pfeffer m Annerod zur Lieferung von Decksteinen für 1899/1900 angenommen. Der Baugenossenschaft des evang. Arbeitervereins soll für die Auffüllung der Crednerstraße der Be- I trag von 100 Mk. erstattet werden. Für die Verlegung der Freitreppen an dem v. Ritgen- I scheu Hause und dem „Russischen Hof" anläßlich der Trottoirerhöhung daselbst werden 500 Mk. bewilligt. Die neueröffnete Parallelstraße zur Grünbergerstraße I zwischen Moltkestraße und Steinweg soll „Großer Stein- I weg" benannt werden. Vermischtes. I * Berlin, 22. Juni. In dem oberrheinischen Stäbchen Erpel ist der vor kurzem dorthin verzogene frühere Bei lmer Einwohner Johann Röhrig überführt worden, an 26. Mai in Berlin seine Ehefrau ermordet, und bü Leiche an einem Strick in der Wohnung ausgehängt p ^abe^, damit die Behörde annehme, die Frau habe sich selb i das Leben genommen. I * Berlin, 22. Juni. Gestern abend stürzte an bet Charits ein Gerüst zusammen, wodurch ein Polier un drei Zimmerleute lebensgefährlich verletzt wurden. * München, 21. Juni. Die Auktion von „Jugend1 Originalzeichnungen im Helbing'schen Kunstauktiond Haus (Theatinerstraße 15) nahm bisher unter reger Kam lüft eines zahlreichen Liebhaberpublikums einen sehr lei haften Verlauf. Für die einzelnen Blätter wurden Pre« bis zu 200 Mk. und darüber erzielt, aber auch die zali reichen kleineren Arbeiten wurden sehr lebhaft verlang Der letzte Tag der Auktion fand heute (vormittags 9'^ nachmittags 3 Uhr) statt; es kamen Arbeiten von Panka Br. Paul, Püttner, Raders f, Reznicek, Riemerschmid, mann, Schmidhammer, Sascha Schneider, Otto, und Nu» Seitz, Slevogt, Steinlen, Strathmann, Stuck, Boltz, Weir hold, Wild, Wilke, Wislicenus, Witzel, Zumbusch u. v. zur Versteigerung. * Versteigerung von Manuskripten. Man schreibt b« „Franks. Ztg.": Unter den am 5. Juni und die folgend r Tage in London bei Sotheby Wilkinson u. Hodge zm Verkauf gekommenen Manuskripten der Sammlung des ner storbenen Sir Thomas Philipps, der nach einem Aufsatz ' der Quaterly Review über hunderttausend Pfund für seil Sammlung von Manuskripten und Büchern ausgegcb'e hatte, befanden sich von griechischen und lateinischen Maim skripten klassischer Autoren ein Aristoteles aus dem 12. Iah: hundert, eine Pharsalia Lucanus aus dem 13. und er prachtvoller Lucrez mit in Gold und farbig gemalten I» tialen, ferner ein Lucrez aus dem 15. Jahrhundert, er Quintus Curtius aus dem 15. Jahrhundert, ein Macrobm „In domnium Scipionis“ aus dem 11. Jahrhundert, e*- Ovid „Epistolae“ und „Ibis“. Die erzielten Preist D ca. 20 bis 150 Lstr. sind nicht als hohe für gute Manuskripte zu bezeichnen. Die Mehrzahl der übrigen Manv- skripte waren kirchliche, und zur englischen Geschichte $- | Das Gesuch der evangelischen Kirchengemeinde um Erlaß des Straßenkostenbeitrags (519 Mk.) für den Straßen- I teil längs des im Bau begriffenen Konfirmanden- I Hauses an der Kirchstraße wird abgelehnt, da die Billigkeits- I gründe, welche bei Anlage der Straße s. Z. einen Erlaß I oes Kostenbeitrags rechtfertigten, nicht mehr vorliegen. Zu dem Gesuch der Theaterdirektoren Kruse und Helm um Bewilligung einer weiteren Subvention wird beschlossen, eine solche bis zu 600 Mk., und zwar zur Anschaffung einer Saaldekoration zu bewilligen, sofern die Theaterdirektion die Anschaffung von Bühnenmöbeln nachweist. Herr vr.Fuhr wünscht sorgfältigere Auswahl der Stücke zu den Volksvorstellungen, Werke von Sudermann usw. eigneten sich nicht I Zu Volksvorstellungen. Herr Oberbürgermeister Gnauth I erwidert, daß man bei Auswahl der Stücke geglaubt habe, I allen Wünschen Rechnung tragen zu müssen. I Herr Beigeordneter Wolff berichtete hierauf eingehend über die Arbeiten zur Anlage eines neuen Viehmarktes, I I zu dem seitens des Stadtbauamtes Detailpläne vorgelegt wurden. Zur Herstellung des Viehmarktes behufs provisorischer Benutzung sind bisher ca. 11000 Mk. aufgewandt worden; die Voranschläge einiger Arbeiten mußten unter Drang der Verhältnisse überschritten werden. Mit Rücksicht auf eine Anzahl noch zu lösender Fragen und Ausführung anderer Arbeiten hat die Spezialkommission I beantragt, vorläufig von der Anlage eines großen Viehhofes I | abzusehen und sich mit der provisorischen Anlage zu begnügen, I den dafür vorgesehenen Kredit um 3113 Mk. auf 11000 Mk. |u, erhöhen, und die westliche Viehhalle in Abteilungen behufs Verpachtung als Wirtschaftsräume zu zerlegen. Die I Versammlung beschloß demgemäß. Die Anfrage des Herrn Hanau über den Stand der Pferdemarktfrage beantwortete I Herr Beigeordneter Wolff dahin, daß hierüber Beschluß nicht gefaßt werden konnte, so lange die Viehmarktfrage nicht gelöst worden. \ Das Gesuch des Herrn Jacob Schmidt um Erlaubnis zur Aufstellung einer Wasserbude auf dem Vieh- I marktplatze wurde nicht genehmigt, Gesuchsteller soll aber aus die demnachstige Verpachtung eines Wirtschaftsabteils m einer der Hallen aufmerksam gemacht werden. Das Gesuch des Herrn Ludwig Jochem um Erlaubnis zur Herstellung einer Brücke über den Lohmühlsbach zur Vermittelung des Verkehrs zwischen dem Schlachthaus und der Pulvermühle wird abgelehnt. w Don den vorliegenden Gesuchen um Erlaubnis zum Ausschank bezw. Verkauf von Branntwein werden durch I Bejahung der Bedürfnisfrage befürwortet diejenigen von I H- Schäfer (für die Seng'sche Wirtschaft am Seltersweg), Heinrich Giese (für di- Wirtschaft „zum Reiseonkel an der Frankfurter Straße) und Gebrüder Noll (für das Haus Bahnhofstraße 6); verneint wird die Bedürfnissraac hinsichtlich der Gesuche von Martin Steinmener Micherstraße 1, ehemals Kalbfleisch sches Haus) und Peter Herr (Seltersweg 31, ehemals Weißbäcker'schcs Haus) gtbrü»1"” ja bi-»V" fürl?'S wiebew« «“ graphlN'^ statt. Dck ist, wird schor uneigenniW Jnstitul in T Uebersch ub herein angeh Blattes, meld Systenis fn ihre ddresie (System Ga. verein ÄoM * Der 1 Prinzen H Lloyd" folge wurde, daß $ besichtigen rot lommanbiert,, reüchn aus i mgenvMen nicht zu der Jürgens für wurden mit manbierenbt der Festunge Herr Jürge ordnungen i fonderem von den Ge zugleich Herzu viele Soli nun §. M § unter den Fest M und lich frcu schlafen gehe bei Zeiten z möglich, bas Wohnung b ist. Um 8 Heinrich m General Ln das Geweh Rationalhy, feuert. De wo kurz do den noch hj betr.: Nach! lrcherungsakch oder Moua ^.stäudig, Mzen fltb 22 1 Mi 18 erstreckt sch ■ Wenn m lebet bet 'Olibarich ] erheben, we , Diez J?« eine mutelung i] . Die 8efüfitten g l”a,6«tabl M Inder, 5,8?"ffro 6,i u> «dir de Kokales und Provinzielles. . , O Grüuberg, 22. Juni. Die Bewohner unserer Stadt stehen heute noch unter dem Eindrücke des gräßlichen Unwetters, welches gestern gegen abend in hiesiger Gegend wütete, und unübersehbaren Schaden anrichtete. Es donnerte und blitzte unaufhörlich; über zwei Stunden wütete das Wetter. Wolkenbruchartiger Regen, abwechselnd mit starkem Hagelschlag, schlug das Getreide zu Boden, sodaß es sich schwerlich wieder erheben dürfte. Die Kartoffeln sind vollständig zerschlagen, die Blätter und Früchte der Obstbaume und der Beerensträucher bedecken den Boden, Mamz, 22. Juni. Kommenden Samstag kommt ic dem hiesigen Schöffengericht ein Preßprozeß m ''«• Handlung, in welchem eine Anzahl Musikverstänbigcr Zeugen erscheinen, um ihr Urteil darüber abzugebcn, ä o^...^sang^des zu Beginn dieses Jahres hier gastieret russischen „^.enorfopranisten" Charles Gordon ein kmf lerischer genannt werden könne. Nach dem hiesigen fe treten des genannten Sängers haben die „Mainzer Naci nchttn" nämlich eine sehr abfällige Kritik gebracht, dur«l welche sich Gordon beleidigt fühlte und Klage gegen dagenannte Blatt erhoben hat. Da einige der zitierten Zeuge - illustre Persönlichkeiten sind, dürfte der Prozeß em großen l Interesse gewinnen. Anwesend die Herren Oberbürgermeister Gnauth, Beigeordneten G eorgi, G r ün e b e rg und W ol ff, von feiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmelius Euler, Faber, Flett, Dr. Fuhr, Dr. Gaffky,' G^"<-ewal,d, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helf- ^^^ligenstaedt Huhn, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Petri, Dr. Sdjafer, Scheel und Wallenfels. — Entschuldigt die Herren Dr. Gutfleisch, Schiele und Schmall. ,, Oberbürgermeister Gnauth bringt eine ^u- ^"ft des Gießener Lehrervereins zur Kenntnis der Ver- Inn i2M°nn Danke des Vereins für die Zuwendung ^u. ben Kosten der Generalversammlung des Landeslehrervererns Ausdruck gegeben wird. Das Gesuch des Herrn Conrad Rübsamen um 5ur Erbauung eines Arbeiterhäuschens am Weg nach Wismar wird, dem § 5 des Ortsbaustatuts entsprechend, ausnahmsweise befürwortet. ®' Bichl-r beabsichtigt feinen Branereibetrieb °^ch Anlage eines Malzkellers mit Gerstenboden und dar. über befindlicher Halle zu erweitern. Das Gesuch wird befürwortet, desgl. ' d-r Firma Heyligenstaedt L Co. um ® 1 s r^eJ9ro6crung ihres Verwaltungsgebäudes nach der Liebigstraße hin. B Nach dem mit Herrn H. Kockerbeck abgeschlossenen Vertrage, betr. Neubau eines Hauses an der Ecke der Sonnen- und Schulstraße (ehemals Kattreiu'sche Haus), wurde dem Genannten u. a. die Verpflichtung auftrlegt, die Reinigung des Stadtgrabens innerhalb der Hofraite zu gestatten. Gesuchsteller bittet um Strich dieser Bedingung mit Hinweis darauf, daß die Reinigung an der Dreihäuser- gaffe vorgenommen werden könne. Die Versammlung be- schloß indes nach Anhörung der Baudeputation, an den gestellten Bedingungen festzuhalten. Die Dispensation von der Anlage einer Durchfahrt durch den m der Wagengasse von Herrn I. Pfeffer zu errichtenden Neubau wird nicht befürwortet d . . H^ H- C- Werner beabsichtigt auf dem Flügelbau seines Hauses in der Kaplansgaffe einen Aufbau zu er- nchten. Die Versammlung sprach sich für Gestattung unter I ^s?^ngung aus daß der Aufbau in gefälliger Holz- konstruktwn ausgefuhrt wird. v . , H^r Oberbürgermeister Gnauth teilte hierauf mit daß der Entwurf für die neue Fassade des alten Rathauses vorliege, die Kosten würden etwa 3500 Mk. betragen sich für baldige Ausführung der Arbeit aus Auf die Anfrage des Herrn Löber betr des Umbaues des Alten Schlosses erklärte Herr Oberbürqer- meister Gnauth, daß auch hierüber demnächst detaillierte Vorschläge gemacht werden würden. .Das Gesuch von Frau Dr. JettWwe. um Erlaubnis zur Errichtung eines Fachwerksaufbaues auf ihrem Hause I an der Grunberger Straße wird abgelehnt, im Hinblick auf l l Zeltend gemachten ästhetischen und technischen Bedenken. I ’F j. jut k ’n, Stapitan W eine « • m Dlspensatlonsgesuch des Herrn Heinr. Winn m Betreff der Abort-Anlage seines Hauses in der Hofmann- ^aße wird befürwortet, ein weiteres Gesuch um Erlaß der 'Anlage einer Einfahrt in dasselbe Haus abgelehnt. ^n Ergänzung der Bedingungen, unter welchen den H^ren Stern & Meyer die Anlage einer Straße vom einige unruhige Köpfe ihre vorlauten Bedenken mit der gewaltsamen Trennung vom Körper hatten bezahlen müssen, und me Zensoren eine glänzende Rechtfertigungsschrift seiner Legitimität angefertigt hatten, war die Herrschaft der Kaiserinnen Witwen auf 16 Jahre hindurch befestigt. "^er liebevolle Wandschirm", den feit 1881 großiahng-n Kaiser der als solcher den Namen Kwang.szu fuhrt und von ihr selbst auf den Thron gehoben wurde auf unberechenbar lange Zeit wieder verdrängt hat Lm° di- R-formfr-undlichk-it des Monarchen und die Herrschsucht der Kaiserin Witwe Schuld ©«Ptember 1898 vollzog sich hinter den Mauern der kaiserlichen Stadt die Palastrevolution. Zum Segen a're- [tC m^ Stichen. Denn niemand kann dort das Eindringen des westlichen Geistes aufhalten, und der Chinese, der eine große Abneigung gegen das Frauen- regiment hat, wird schließlich selber mithelfen, in den Wall eine Bresche zu legen, durch den die ehrgeizige, selbst schon hochbejahrte Frau das Althergebrachte zu erhalten suchr kurz: Gärten und Felder bieten ein lr„„ • wustung. Die Hoffnungen unsererbei Getreide- und Obsternte sind erbebli* Mf tilTI ganz vernichtet. Zwei hiesige Bewohner lce,,n zuruckkehrten, wurden infolge eines in'*' 6oin Blitzstrahles betäubt und erholten sich ,ed°ch bald wieder ?oben 9el" + Oueckboru, 22. Juni. (3PftPrM . m°hr-r- starke Gewitter über di- dST9 welche von wolkenbruchartigem Regen beq eitet be'd-n Pf-rde eines Holzfuhrmannes aus scheuten infolge des Blitzens und gingen dunb U rieten sie m den angeschwollenen Bach unb Mn,b" °sn° Pferd auf daS andere zn N-gen 7g dasj eme gerettet werden konnte, mußte Ls and". jL" Oberst D'enwe?l« if?Lm^rLk7^ | geschlossen. Ob ein eigener Gerichtshof zur dieser Angelegenheit ernannt wird, toie es ? wurde, dürfte noch nicht entschieden sein 9 ur £: Mainz, 22. Juni. Infolge beiderseitigen kommens ist die Lohnbewegung unter den ® au rar tyter, gestern ohne einen allgemeinen Ausstand vonif^ gegongen. Die Lohnforderungen wurden von den Ernten unb Bauunternehmern mit kleinen Kürzungen lm 4* und ganzen bewilligt, ebenso wurde den GesM zuge^^ daß für die Folge bei Privatbauten feint ?ie^, stattfinden sollen. Ferner verständigte mau \\< drüber, daß ,edes Jahr gegen Weihnachten ein AM-j a der Lohnkommission *m:’ treten foH, um Mißstände im Baugewerbe abzustcllen i) über Lohn- und Arbeitsbedingungen zu beraten. Tnrc allgemeinen Maurerversammlung, der das Abkommen unk r oreitet wurde, wollten von 388 Erschienenen ca. 100 Forderungen aufrecht erhalten wissen und in einen cC- gemeinen Ausstand treten. c 1- aaio wieder. Hessen Regen ergoß sich in unseren Swaben m Strömen, in der Neustadt drang es inÄÜ bae sogar m die Häuser. Die „Shi" 9cin der Stadt hinziehendes Wiesentbal ®übcr,i auf d-n Wiesen liegende H-n würde s°Äi^ h'E^u Bewohner riß das Wasser Einige Met»"Ü und ein an einem Abhang befind ches 9IerfPr* 1 st-ib-ich weggeschwemmt. 9 be? ' waren Hos, Stallungen usw. überschwemmt - h ber große Hofhund in der „Dickelsmühle^owk kamen im Wasser um. Wie hoch sich wetter verursachte Schaden beläuft läßt fit hd-; nicht feststellen. T / W bis jetzt ■, Ausland. « - ^uni' Der Papst hielt am Donnerstag in sewrlicher Weise ein öffentliches Konsistorium ab, in welchem öte Hutaufsetzung an den in dem Konsistorium am 19 ds. Mts. ernannten neuen Kardinälen mit Ausnahme des Nuntius in Madrid und des Erzbischofs von Görz vollzogen wurde. Der Feierlichkeit wohnten die Mitglieder des diplomatischen Korps sowie zahlreiche Bischöfe aus allen Teilen des Landes bei. Trotz der langen Dauer der Zeremonie erteilte der Papst, dessen Aussehen zufriedenstellend war, am Schlüsse der Feier mit lauter Stimme den Segen. Beim Betreten wie beim Verlassen des Saales brachten die Anwesenden langandauernde Hochrufe auf den au8,r ~ Herauf fand ein geheimes Konsistorium ™ ln.c!üeIc^em bie Zeremonie der „Mundschließung" und ^irU-n£rD'5nun9Mc an.ben ueuen Kardinälen vollzogen wurde. Schließlich wurde die Präkonisierung von Bischöfen, welche m dem Konsistorium am 19. ds. Mts. begonnen hatte, i fortgesetzt. 3 Sitzung der Stadtverordneten. am 22. Juni 1899. Eine Anzahl Briefe Leibnizens wurden mit 39 Lstr. Fertige Fahnen Telephon 46. Marktplatz 21. in la. echt Pilsener und Münchener Bier. 4816 (itmpffhlinuu'u Gefrorenes verschiedenen Sorten nutz anerkannter GSte. Auöschank von 3912 Fahnenstoffe Fahnenstangen und Quasten etc. empfiehlt in grosser Auswahl billigst Ernst Bloedner, 4839 Seltersweg. SSießen, den 15. Juni 1899. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Margarine beste Marke, 60 Pfg. pr. .Pfd-, Schweizerkäs bekannter Qualität, Konditorei und 1. Wiener (’aie H. Bettler empfiehlt stets vorrätig: Kaffee- und Thee- Gebäck Kuchen und Horten etc. Starke, pikierte Selleriepftanzen empfiehlt 4860 Karl Berger, Kirchenplah 9 und Grünbergerstraße. feinster Maikäs, Limburger u. Rahmkäs feinste Qualitäten, empfiehlt billigst 4706 Chr. Wallenfels, 17 Marktplatz 17. ■r * ülb.'- ?"b 8«i4c nle' »te:; ®'< «IV lft "•"Wi Weben fei "folge beita. 'Egung unir allgemeinen h ln9en Wutbtn; kleinen Züizi wurde den Ei ivatbanten Itu Ferner uetfc legen Weihnaji der Lohnkoirr' im Baugevni ngungen zu k: lung, der büfe 388 Erschi^ lten wissen m nmenben fc. t ein Pretzin e Anzahl fe t Urteil bfltfr dieses Jahre- ! 11 Charles fe önne. Nachisi ,ers haben iii... abfällige NL |t fühlte ntit Da einige bet r dürfte ber$i!; und mindestens ebenso bequem, wie die des Kaffees ist, schenkt man in Gastwirtskreisen der Beliebtheit des KakaoS nicht die gebührende Beachtung und zwar zum Schaden der Restaurateure selbst. Denn auch für diese gilt das Sprichwort: „Wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen." Daß viele Gäste eine Tasse Kakao als eine willkommene Abwechslung ansehen würden, das beweist schon die oben angegebene ungewöhnliche Zunahme des Kakaoverbrauches. Ohne Frage würde manches Restaurant mehr besucht werden, wenn man dem Ausschank von Kakao ein besseres Augem merk schenken würde. Empfehlen würde sich vielleicht auch die Errichtung von besonderen Kakao Ausschank-Stuben, womit in Holland und England gute Erfolge erzielt wurden. Alle diese Vorschläge würden jedoch nur dann dauernden Nutzen bringen, wenn man ..... „ 1. einen guten, reinen, möglichst wenig fetthaltigen Kakao verwendet. (Was den Fettgehalt des Kakaos der bekanntesten Firmen betrifft, so hat der Stollwerck sche Kakao 30,82 Prozent, der von Hartwig & Bogel 28,30 Prozent, der van Houten'sche 27,85,15,27 Prozent der Reichardt'sche.) 2. wenn man sich entschließt, die Taffe Kakao zu 15 bis 20 Pfg. zu verabreichen und I 3. mit der bisher vielfach gebräuchlichen Sitte, den Kakao mit einem Zusatz von Kartoffelmehl herzustellen. M. n dem obeck" lorthin ner^ Röhrig iibtlck fhefm ernei' der N» • nehme, dieFck Jestern oM t nen, wodurch fl < hrlich Wtlefl**. )ie8ufti^S im ahm bisherok- itiäflntn piirh« W fit» WO. »*„W", in einem Kranze von Rubinen. Daß Herr BelchiÄ aiuf das kaiserliche Geschenk und die dadurch aus- qebiriitc Anerkennung seines thatkräftigen Eingreifens stolz ist, ■ iroutbt nicht erwähnt zu werden. Uebrigens wird er benrnnifl noch ein wertvolles Geschenk, ein Marmeglas, für iiine Sb cm englischen, seinerzeit bei Helgoland gestrandeten Sckich.Falls °s Foyers" geleistete Hilf- erhalten. - Statistik über Stenographie. Am 1. Juli l. I. findet tuic*m eine Neu Aufstellung der Statistik aller Steno- qraintckn, welche des Gabelsberger'schen Systems kundig sind, ftatni Diese Arbeit, welche sehr schwierig und zeitraubend ist eirb schon jahrelang unter Mitwirkung der Vereine m uneüükimützigster Weise durch das Königliche Stenographische Ml/m Dresden ausgeführt. Um nun aber auch eme iieöic# über diejenigen Systemgenossen, welche keinem Verein amgehören, zu erhalten, bitten wir alle Leser dieses Bl« livelche Anhänger des Gabelsberger schen Ti sirmiS sind und keinem Stenographenvereln angeboren, ibr o Äbi-effe dem Vorort des Main-Rheingau-Verbandes S'M GabelSberger) dem Gabelsberger ©tenogra^ben^ "i'Mii L orms gefälligst angeben zu wollen. ♦ 3 fr nervöse General. Aus der Yangtsereise des Pinzeni Heinrich von Preußen erzählt der „Ostas. eie* folgende Episode: Als es in Kiangym bekannt wiS'indj baß Prinz Heinrich von Preußen die Festungen hier wollte, geriet der General, der die Festungen . -- ^nn Schottland mit 29 I in nicht geringe Ausregung Der G-n-rast I ^aus erst Fran-re.ch^^^^nn^°a^^ anberen nn*n mkn^st"7st^E-ch7'nd « ««L9« Staaten, Spanien Ä Irinin H°inrich macht°, B°°blk»ung E^ch°idung°^ sehr f^™^b£n Staat jahrl.ch SÄ CS WftSAfi öWSÄ SöftTÄsrj feya* s 1 »octkn Geschützen entfernt werden dürften und ersuchte d ppe^ten Summe dann mjt 1600 wt, zn«M Herrn Jurgens dafür Sorge zu tragen daß nicht pro d"°us >> .. @ s mit 2400 TOt. D» an Land große Unruhe. Der kommand.erende gegenwar. 3-^-- In weiten Schichten der Bevölkerung, G./»I Lie schickte semen AdMan.en zu Herrn Jurgens sich in den letzten । ।nTUIt mir’^iVaen I Jah^^n ^Bezug auf den Genuß warmer Getränke eine schMism gehen", erhielt er zur Ailiwort, »damit wir morgen 3°^ ^ Veränderung vollzogen indem man den Kaffee Ä’U»Ä nun Knd-nV,stL di- vLchdurch den Satao Ä « b-trug die Einfuhr Wchmg bis Herrn I, Jürgens besonders bewacht worden ,n das deutsche Zollgebiet irn Sp-z,alhand°l iggg WchD- Mm «BSS: °h7h°r"g°l°g°n°n Batttrien, die auch kurz b-sichtigl I Obwohl di- Zub-r-itung des Kakaog-tränkes di- -msachst- Kognak in Vt Flaschen der Firma Erßk Tauuns-Kognak-Kreauerel Fritz Scheller Söhne, Kgmbürg, anerkannt feinste Marke, preisgekrönt, ärztlich empfohlen, in allen Preislagen von Mk. 1,80 an pro Flasche. Niederlage bei: 2780 W. Kilblnger, Löwen-Drogerie, Seltersweg 52. gründlich aufräumt. Verwendet man Kakaos aus deutschen Fabriken, die den viel teuerem ausländischen Fabrikaten mindestens ebenbürtig sind, so läßt sich eine Tasse guten Kakaos zu 4 Psg^ Herstellen, wie folgende Aufstellung jeigt. Es gehören nämlich zu einer Tasse Kakao mit Wasser zubereitet: 10 Gr. Kakaopulver ä Kilo 3.00 Mk. = 3,0 Psg. 10 „ Zucker 0.50 „ = O.o „ Milch (soviel wie zu einer Tasse Kaffee)-7 0.& „ Der Kakao wird nur in kochendem Wasser ausgebruht und Zucker sowie Milch extra dazugegeben, wie cs beim Kaffee üblich ist. ES würde also selbst bei einem Verkaufspreis von nur 15 Psg. immer noch ein guter Nutzen übrig bleiben, besonders da eine Konkurrenz auf diesem Gebiete bisher fast völlig fehlt. ____ - xMeratur^Wcknschaft und Kmrst. - Durch wenige Worte vieles, und dieses in anheimelnder Weise sagen zu können, ist ein Vorrecht her Poesie. Da nun die Poeterei nicht jedermanns Sache ist, passende Verschen aber vor allem gerne auf Postkarten angewendet werden, so bat unter dem Titel: »All Heil! 100 OriginalHilsSverse zur Abfassung gereimter । Ansichts-Postkarten bei den verschiedensten Gelegenheiten fürRadler I und Radlerinnen" die Schwabacher'sche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart bekanntlich die Schöpferin der P°fikart-wLttter°tur nunmehr auch eine von Walter Ranze verfaßte reichhallige, alle Gelten- beiten des Radsports in Betracht ziehende Sammlung von Post- kartenarüßen speziell sür Radler herausgegeben und damit ein Hilfs- mittel^geschafien. das sich vollends bei seinem billigen Preise von I 40 Psg? gewiß bald allgemeiner Beliebtheit erfreuen und den Sport- I genossen willkommen sein dürfte.________ — Die kürzlich von der Schwabacher'fchen Verlagsbuchhandlung I in Stuttgart auSgegebene interessante Neuheit: ^Jedermann sein eigener Ansichtskartenzeichner!" erfreut stch allgemeiner Beltebt- I bett sodaß stch die Verlagshar>dlung bereits zur Herausgabe einer zweiten Reihe veranlaßt gesehen hat. Diese enthält wie die erste Reihe 10 verschiedene, meist humorvoll gehaltene, ln BlEiftmanier I »art vorpunktterte Ansichtskarten, die zusammen 60 Pfg. kosten. $Der Vordruck soll vom Absender mit Blelsttft oder Feder nach- gezogen (übermalt) werden, wodurch er verschwindet und dafür in wenig Augenblicken eine tadellos ausgeführte künstlerische Illustration entsteht, die den Anschein einer selbstgeferttgten Zeichnung de« Absenders erweckt und sowohl diesem als dem Empfänger befondett Freude machen dürfte, obwohl eS natürlich dem letzteren ^Ueßlich nicht entgehen wird noch verborgen bleiben soll, daß es mit der Zeichnenkunst des Absenders feine eigene Bewandtnis bat, und daß ä sich bei der selbstgesertigten Illustration eben nur um einen artiaen Scher» handelt. Man merkt eS den Karten an, daß sie von tüchtigen Künstlern entworfen fink $n W4 fMw für nur 60 Pfg. käuflich dürftm sie auch als kleines Gelegenheits. geschenk sehr zu empfehlen fein. Sehr angenehm ist ein zarter, weißer, rosiger Teint, sowie ein Gesicht ohne Sommersproffen und Hautunreinigkeiten, daher gebrauche man: 2664 ßertzMlm'g Iihtnmil^Seift Ö. Bergmann & Co. in Kadebellt'vreoLktt L Stück 50 Pfg. bei: P. F. Möbs. Unrettbar verloren Biud Wanzen und deren Brut bei Gebrauch von Afrikanischem Wanzentod von Gust. Schreck, Baden-Baden. Fl. 75 Ffg. Zu haben in Giessen bei August Noll. Bahnhofstrasse 51. 4723 Fliegenleim Jnsektenpulver,Thurmelin,Fliegen« Papier rc. empfiehlt 02222 Gustav Walter, Miillsburg 13. 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