1899 Samstag den 24 Juni Zlnrts- und Zlnzeigeblutt für den Tireis Giefzen ein- zum Vttlag des Gießener Au?eigers aer, Giess )ie grobe Ausmhl' jstattuugs-Gesz gnmiOilst von Anzeigen zu der nachmittag- für den ^vlgevMiLng erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-DermittlungSstellen deS In- und Auslande« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. mWtitm, Expedition und Druckerei: 5 chutstraße Ar. 7. Er^tckägNch Blit ?L!iiIhme des ilrtngS. DkKövßener A«m«'.O,ßrLtter tofrbeumki» Anzeiger wöcheünr^ viermal kjebegt. Tit ßen, am 21. Juni 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Frhr. Schenck. Deutscher Reichstag. 99. Sitzung vom 22. Juni. 11 Uhr. Zunächst wird die Vertagungsvorlage debattelos (Beifall links). . Staatssekretär Nieder ding bestreitet, daß es sich hier um ein Ausnahmegesetz handle, denn das Gesetz treffe Unternehmer und Arbeiter unter bestimmten Voraussetzungen ohne Unterschied der Partei. Auf das Urteil hinsichtlich der Entscheidungen des sächsischen Oberlandesgerichts wolle er nicht eingehen, weil das authentische Material noch nicht vorliege. t Sächs. Ministerialdirektor Fischer meint, der Abg. Heine habe sich als miserabler Kenner der sächsischen Verhältnisse erwiesen. Die betr. Artikel des „Dresdener Journals" rührten, so viel er wisse, nicht von einem Redakteur dieses Blattes her, sie seien vielleicht in manchen Behauptungen anfechtbar, enthielten aber auch manche Wahrheiten: sie seien drastisch, aber nicht unverschämt. Ministerialdirektor v. Woedtke sucht die Derfaffer der Denkschrift gegen die ihnen gemachten Vorwürfe in Schutz zu nehmen. , , . . Abg. Jacobskoetter (kons.) bestreitet dem Abg. Bebel, daß das ganze Unternehmertum die Vorlage mit Jubel begrüßt habe. Mit Bedauern habe er angehört, welche Stellung Abg. Bassermann namens der Nationalliberalen zu der Vorlage genommen habe. Nichts sei ein schlimmerer Terrorismus, als der von den Sozialdemokraten ausgeübte Koalitionszwang gegenüber monarchisch und Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. von ffi» An dem Resultate konnte niemand mehr zweifeln, nachdem Centrum und Nationalliberale ihre Erklärungen abgegeben hatten. Wir haben heute nur einige wenige Gegenstände aus den Verhandlungen der Reichstagssession herausgegriffen und werden noch auf den Gegenstand zurückkommen, um die Arbeiten unserer Volksvertretung richtig würdigen zu können. fortgesetzt _ , . I Abg. Heine (Soz.) betont, trotzdem seiner Fraktion ganze Stöße von Material zu dieser Vorlage zugegangen, wolle er sich doch kurz fassen. Die Weltanschauungen der konservativen Redner erinnerten ihn unwillkürlich an den I edlen Ritter Don Quixote und dessen etwas dickeren Knappen Sancho Pansa (Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie meinen doch nicht etwa die Parteien hier im I Hause, sonst müßte ich den Vergleich als unzulässig be- I zeichnenGroße Heiterkeit). Nun, die Parteien im allgemeinen (Große Heiterkeit). Die Vorlage sei hauptsächlich der Hetzerei gewisser Großindustriellen zu verdanken, die ja auch bei dem von allen beklagten Attentat auf die Kaiserin Elisabeth ein Telegramm an den Kaiser richteten, das auf ein Anreißertum widerwärtigster Art hinauslief. Was Herr Roesicke gestern bezüglich des Urteils des Berliner I Landgerichts I, welches sich gegen die „Klassenjustiz" des sächsischen Oberlandesgerichts richte, gesagt, sei vollständig richtig zitiert. Er, Redner, könne das bestätigen, denn er | fei in dieser Sache der Verteidiger gewesen. Den sächsischen Vertreter, Herrn Fischer, wolle er bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam machen, welche Angriffe, welche geradezu unverschämten Beleidigungen das königlich sächsische Dresdner Journal neuerdings wieder gegen den Reichstag gerichtet habe. Wie denke denn die sächsische Regierung hierüber? (Zwischenruf vom Bundesratstische). Redner verbreitet sich dann über die Denkschrift. Das Spaßhafteste an derselben sei die Bezugnahme auf eine Inschrift an der Thüre eines gewissen Oertchens (Heiterkeit). Ja, an solchen Thüren I werde Graf Posadowsky wohl auch noch andere Schreibereien sinden (Heiterkeit), namentlich auch wohl antisemitische. Deshalb habe man aber doch noch kein Ausnahmegesetz I gegen Antisemiten eingebracht (Heiterkeit). Die Denkschrift I sei in ihrem Thatsachenmaterial bis zur Unwahrhaftigkeit einseitig. Redner geht weiter auf verschiedene Streiks ein, auf den jetzigen Konflikt im Berliner Baugewerbe, auf den Streik im Saarrevier 1891 und auf den Hamburger Hafenarbeiterstreik. Große Teile des Bürgertums hätten da auf Seiten der Arbeiter gestanden. Die Annahme dieser Vorlage würde der Anfang einer Revolution sein, aber einer Revolution von oben, einer Abschlachtung von Gegnern zu politischen Zwecken. Wer das deutsche Volk liebe, müsse I ohne weiteres diese Vorlage und jede ähnliche ablehnen. Gratisbeilagen: Gießener Familienbtätter, Der hessische Landwirt Mütter für hessische Volkskunde. Zzczugsprcis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. 9t* 146 Erstes Blatt. stimmig genehmigt. Alsdann wird die Beratung des Entwurfes Schutze des gewerblichen Arbeitsverhältnisses Deutsches Reich. — Staatssekretär von Podbielski ist seit etwa acht Tagen erkrankt. Zu heftigen, rheumatischen Schmerzen, der Folge einer Erkältung, trat einseitige Gesichtsrose, so daß der Patient gezwungen ist, das Bett zu hüten. Indes gibt der Zustand zu keinerlei Besorgnissen Anlaß. Herr von P. hofft, sich in acht Tagen nach seinem Gute begeben zu können und dort völlig zu gesunden. — Die Deutsche Kolonialgesellschaft hat an den Reichskanzler verschiedene Eingaben und zwar mit Bezug auf die deutsch-ostafrikanische Zentralbahn, die Regulierung des Hoang-ho, den Ausbau der deutschen Flotte, die Erhaltung unserer vertragsmäßigen Rechte in Samoa, bie Entsendung einer Expedition in das Hinterland von Kamerun und den Schutz der deutschen Interessen in Tripolis ab- gesandt. — Nach Beendigung der Herbstmanover tritt cm Wechsel im Oberkommando des heimischen Panzergeschwaders ein. Der bisherige Chef Vize-Admiral Thomsen übernimmt ein Landkommando und geht nach Berlin. — Die Ramu-Expedition ist, nachdem deren bisheriger Führer Tappenbeck nach Deutschland zurückgekehrt ist, dem Leutnant Rod atz anvertraut. Dieser ist bereits ins Innere des Bismarck- und Albert Viktoria-Gebirges aufgebrochen. — Die Kommission der drei Schutzmächte auf Samoa hat Nachrichten aus London zufolge einen Bericht abgefaßt, der die Abschaffung des Königtums empfiehlt, dafür aber die Einsetzung eines Gouverneurs mit einem aus drei Ernannten der Mächte bestehenden gesetzgebenden Rate vor- ! schlägt, dem ein Repräsentantenhaus der Eingeborenen zur Seite steht. Der Gouverneur soll ein Vetorecht gegen die allgemeinen und die Munizipalgefetze haben. Die Ernannten der Mächte sollen Departementschefs fein, und die konsularischen, diplomatischen und richterlichen Funktionen sollen abgeschafft werden. Was die Besteuerung betrifft, soll eine Erhöhung der Zollabgaben und eine Herabsetzung der Kopfsteuer eintreten. Die Zuständigkeit des Obersten Gerichts soll vermehrt und die Munizipalität unter Leitung eines Bürgermeisters und eines Gemeinderates erweitert werden. Das Postamt soll dem Gouverneur unterstehen, liebet die I augenblickliche Lage auf Samoa wird weiter berichtet: Nachdem auch Tanu entwaffnet ist und 3200 Gewehre in die Hände der Kommission abgeliefert hat, ist der Friede wiederhergestellt. Die Kommission hat die formale Zuständigkeit des Oberrichters in der Königsfrage anerkannt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger christlich gesinnten Arbeitern. Diese Tyrannei sei unerträglich. .... „ . . Abg. v. Hödenberg (Welfe) erklärt namens feiner Partei, dieselbe halte dies Gesetz für unnötig, für rechtlich und moralisch höchst anfechtbar und politisch für einen großen Fehler. Sie sei daher gegen die Vorlage. Abg. Pichler (Centr.) verwahrt seine bayerischen Freunde gegen die Verdächtigungen, welche die bayerischen Sozialdemokraten gegen sie in Bezug auf ihre Stellungnahme zur Vorlage gerichtet hätten. Weiter wendet sich Redner lebhaft gegen den Minister Brefeld. Das beste würde sein, wenn man die Vorlage zurückziehe, dadurch wirke man am besten den bevorstehenden Agitationen entgegen. , . . , Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird nunmehr angenommen. , , ,r . _ Der Antrag v. Levetz o w auf Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission wird abgelehnt. Dafür stimmten Konservative, Reichspartei und 12 Nationalliberale. Damit ist dieser Gegenstand erledigt. Die zweite Lesung findet nach der Vertagung im Plenum statt. Es folgt die dritte Lesung der Karolinenvorlage. Abg. Fürst Bismarck (b. k. F.) sucht in längeren Ausführungen die Bismarck'sche Samoapolitik zu recht- I fertigen. . Die Vorlage, sowie das Handelsabkommen mit Spanien I werden definitiv genehmigt. Präsident Graf Ballestrem erbittet hierauf die Ermächtigung, Tag und Tagesordnung für die nächste Sitzung I festzustellen, die ja erst nach Ablauf eines längeren Zeitraums I stattfinden werde. Staatssekretär Graf Posadowsky verliest die kaiserliche Botschaft, wonach der Reichstag bis zum 14. November I vertagt wird. Mit einem Hoch auf den Kaiser schließt die Sitzung. Schluß 4^4 Uhr. Die Vertagung des Reichstags. Miene Einmütigkeit herrschte unter den Mitgliedern wichen Reichstags, als es galt, bie Vertagung des Hauch Kid zum 14. November zu beschließen. Man hat bekcomtlich von einem förmlichen Schluß Abstand genommen, ' für die Aechtheil ;im;1 ersten Lesungen der noch in der Schwebe befiiid- Ä ,ck>i k? Äafebentwürfe sowie die Kommiffionsberatungen zu ilettG-CreSlH'l rl*. Sefanntlid) Mt die definitive Beschlußfassung INUFViv !;bettms Anzahl von Vorlagen noch aus, deren bisherige 1 verlange nur vergeblich gewesen wäre, wenn man nicht den Aus- ü 1 >ec.ni)ii Vertagung gewählt hätte. J LillOn** jjiicfen wir zurück auf den bisherigen ated der Session, ? Nachahmungen] c0 Semiten wir, daß dieselbe verhältnismäßig reich an e ndwa____. ,y- -t. -rr.... thrinnf hnr affem in« Auae Amtlicher Heil. Bekanntmachung. flach dem die Maul- und Klauenseuche zu Erbenhausen, : tfretidHfelb, erloschen ist, ist die angeordnete Gehöftesperre 4 wieiMi aufgehoben worden. K IKUil'to• Hl“1 erfahrungsgemäß beim Quar-1 9» teK* XU talwechsel eintretende Störungen *** s-*/ im Bezug zu vermeiden, ersuchen WM Misere verehrt. Abonnenten, schon setzsidii' Erneuerung ihres Abonnements bei den betressendenPostanstalten,Zweig- I stetllen mnd Zeitungsträgern bewirken zu tue*. Neuhinzutreteude hiesige Abon- .i einten erhalte« vom Tage der Bestellung viÄ M). Juni den Anzeiger kostenfrei nacchrn es schon aus der vorigen Session als „alter Be- ;■ ftaüirKIcerübergenommen worden war. Dank der Energie - >es'l iiäifibenten ist die Durchberatung gelungen, und heute ‘ "'e-i®'- stich sicherlich auch diejenigen des Erfolgs, welche ^^Z7,j>jl'seitKcer Erledigung des Gesetzes widerstrebt hatten. Fall*,/ Jia hohe Politik ist im Laufe der Tagung rnehr- * J| saäWltreift worden: gelegentlich der Vorfälle auf Samoa 1 'qaW'-wüatssekretär v. Bülow Erklärungen ab, die er vor Jroeiatu Tagen bei der Beratung des Handelsprovi- 1 tsdX1 loiniiircs mit England noch vervollständigte. Das . letz M -var auch Veranlassung, daß man sich iw Reichs- Wink*ho1;Lj^o^mge über die Zollpolitik unterhielt und damit einen ^"^^^BoM^mack gab von den Verhandlungen, die bei der unserer großen Handelsverträge im Jahre D 190Miolilqen werden. Auch die Erwerbung der Karo. UUr ® ' lin.u unb Mariannen seitens des Deutschen Reichs Iss^MfükM bien Staatssekretär des Aeußern mehrfach in die im welcher er stets Sieger blieb. 4 ja den negativen Ergebnissen der Reichstagssession W. gehsiiind^r Gesetzentwurf zum Schutze Arbeits- ImgJwi llligijtr. Die Verhandlungen liegen noch unmittelbar sodaß wir daraus nicht näher einzugehen brauchen. rnwnn. ri U Oie K.llllUUlvuuugv, "■7- ' Cl WüMent der Regierung erledigt worden ist, aber die letztere 1 XlUU*11 t atidoch mit dem Erreichten zufrieden geben können m (V ' H ber« n»Wartung, daß der Reichstag später weiteres Ent- Katerillltvüre" oeW«!sMmen zeigt. Hervorzuheben ist ferner die Novelle Junten WzuwZi Invalid itäts-Ber sich erungSgesetz, welche .dgelte für W* ' oielidiMnsche befriedigt hat und hoffentlich weiteren Kreffen ttacksaröev' , . zuuWSagen gereichen wird. Noch vor wenigen Wochen * /fr f/tttl.-W on M man es für fraglich halten, ob das Gesetz noch vor 1.61(111) >:r : Tagung des Reichstags verabschiedet werden wurde, ö ui- .0 rx.« ...o HnvtAoti (Stoffinn al« ..alter Re- Jedoch soll auch Tanu nicht König werden, vielmehr ist die gänzliche Beseitigung der Königswürde beschlossen worden. Der Oberrichter und die Munizipalbeamten üben bis au weiteres ihre bisherigen Funktionen aus. Dr. Sols hat den Posten des Munizipalpräsidenten übernommen. Das englische Kriegsschiff „Porpoise" ist am 8. Juni in der Richtung nach den Fidschi-Inseln abgegangen. Die Stadt und das Land nehmen wieder ein normales Aussehen an. — Zu diesem Ergebnis der Verhandlungen betnerkt ein Artikel der „Times": Wenn dahin gewirkt werden kann, daß die neuen Vereinbarungen auf Samoa eine Zeit lang, da ihre Ausführung in den Händen eines neuen Personals liegt, schonend durchgeführt werden, wird die Thätigkeit der Kommission keineswegs unwirksam gewesen sein, und sie kann durch nachfolgende direkte Verhandlungen zwischen den drei Mächten eine Fortsetzung und Ergänzung auf breiterer Grundlage erfahren. — Das Jesuitengesetz und die Schutzgebiete. Die Erklärung des Staatssekretärs von Bülow, das Jesuitengesetz gelte für die deutschen Schutzgebiete nicht, beruht auf der Thatsache, daß die deutschen Schutzgebiete zwar völkerrechtlich einen Teil des Deutschen Reiches bilden, nicht aber staatsrechtlich. Denn Artikel 1 der Reichsver- faffung, der vom „Bundesgebiet" handelt, zählt eben nur die 25 deutschen Staaten auf, die das Deutsche Reich bilden. Staatsrechtlich gehört außer ihnen noch Elsaß-Lothringen und Helgoland zum Bundesgebiet; die Reichslande wurden durch das Reichsgesetz vom 9. Juni 1871, Helgoland wurde durch das Reichsgesetz vom 15. Dezember 1890 mit dem Reiche vereinigt. Die Schutzgebiete aber gelten nur ausnahmsweise, soweit es durch Gesetz ausdrücklich bestimmt wird, als Bundesgebiet. Eine solche ausdrückliche Bestimmung giebt es in Bezug auf das Jesuitengesetz nicht. Da nun letzteres in seinem § 1 wörtlich lautet: „Die Orden der Gesellschaft Jesu und die ihm verwandten Orden und ordensähnlichen Kongregationen sind vom Gebiete des Deutschen Reiches ausgeschlossen" — gilt das Jesuitengesetz für die deutschen Schutzgebiete nicht. — Die VereinfachungdesSchreibwerks treibt, wie die „K. Z." bemerkt, eine Reihe von Behörden jetzt schon soweit, daß sie es nicht der Mühe wert halten, ihre Verfügungen und Mitteilungen handschriftlich zu unterzeichnen, sondern den faksimilierten Namen unter das Schriftstück setzen, gleichviel ob es an vorgesetzte, gleichstehende oder untergeordnete Amtsstellen gerichtet ist. Abgesehen von einer gewissen Unhöflichkeit, die mit dieser Form des Vollzuges verbunden ist, hat die Sache doch auch ihre rechtlichen Bedenken. Ein amtliches Schreiben, das nicht von dem zuständigen Beamten eigenhändig vollzogen ist, hat keine Rechtsverbindlichkeit, denn der Name des Beamten kann von jedem Bureaudiener unter eine Sache gestempelt werden. Im Streitverfahren könnte dieser Ersatz der eigenhändigen Unterschrift leicht zu Weiterungen führen. Einen Vorteil hat die Sache allerdings für den Empfänger, indem die faksimilierten Unterschriften leserlich sind, was man von den eigenhändigen nicht immer sagen kann. ArkÄmS. Wien, 22. Juni. Die österreichischen Zeitungen klagen über die überhandnehmende Unkenntnis der deutschen Armeesprache. Alljährlich sei es kläglicher mit den zu den Aufnahmeprüfungen der Kadettenschulen und Militärrealschule erscheinenden bestellt und namentlich die Unfertigkeit im Gebrauch, ja die völlige Unkenntnis der deutschen Armeesprache biete bei diesen Prüfungen fast unübersteigliche Schwierigkeiten. Deshalb seien vor einiger Zeit sogenannte Vorbereitungsklassen für solche Kadettenschulaspiranten beschlossen worden, die noch nicht den Anforderungen (namentlich in sprachlicher Hinsicht) genügen. Auch die Errichtung von Vorbereitungsklassen für die Militärrealschulen erscheine notwendig. — Ueber tschechische Erfolge im deutschen Sprachgebiet berichtet. die tschechische „Politik": In der Ortsgemeinde Vierhöf mit 2000 Einwohnern, die unmittelbar an Budweis grenzt, fanden eben die Gemeindewahlen statt. Nach hartem Kampfe gelang es den Tschechen, den ersten Wahlkörper zu gewinnen und in den zwei anderen Wahlkörpern solche Minderheiten zu erzielen, daß der Ausgang der nächsten Wahlen zu Gunsten einer tschechischen Mehrheit schon heute zweifellos erscheint. Die Budweiser deutsche Sprachinsel, von der noch Dr. Herbst in seiner bekannten Schrift über die nationale Abgrenzung so viel Aufhebens machte, schmilzt immer mehr zusammen, denn auch andere deutsche Gemeinden im Budweiser Gebiete weisen bereits, wie Budweis selbst, eine tschechische Bevölkerungsmehrheit auf, die schließlich auch politisch und repräsentativ zur Geltung kommen wird. — Eine in Wien erschienene Schrift, die dem Abgeordneten Rutowski zugeschrieben wird, rät dem Polenklub, mit den Deutschen zusammenzugehen. Man stutzt einen Augenblick und dann wirft man die Schrift bei Seite. Prag, 22. Juni. Kardinal Schönb orn ist an Lungenentzündung erkrankt. Paris, 22. Juni. Der bisherige Direktor der Marine- Artillerie, General Cuverville, richtete infolge seiner von Lockroy verfügten Versetzung in den Ruhestand ein Schreiben an Loubet, in welchem er gegen diese Versetzung energisch protestiert. Als Antwort verfügte Lockroy die sofortige Versetzung des Generals, welcher in Zellenhaft genommen wurde. Paris, 22. Juni. Das Ministerium Waldeck- Rousseau ist nunmehr endgültig gebildet. Waldeck- Rousseau übernimmt das Präsidium und Innere, Delcassö Aeußeres, General Galtet Krieg, Monis Justiz, Millerand Handel, Baudin Oeffentliche Arbeiten, Decrais Kolonieen, L!aneffan Marine, Leygues Unterricht, Jean Dupuy Landwirtschaft, Cmllet Finanzen. Die neuen Minister begaben sich um 6 Uhr ms Elysee und stellten sich dem Präsidenten Loubet vor. London,22. Juni. Graf Hatzfeld hatte eine längere Unterredung mit Salisbury über die englisch-deutsche Handelsvertrags-Angelegenheit sowie über Samoa. London, 22. Juni. Die „Times" melden aus Apia: Die Kommission würde demnächst Schritte ergreifen, um den Rücktritt des Oberrichters Chambers und des amerikanischen Konsuls herbeizuführen. Die Kommission hofft, ihre Arbeiten bis Ende Juni zu beendigen. Petersburg, 22. Juni. Die Großmächte beraten wegen eines Kollektivschrittes in Konstantinopel, damit die Pforte durch die Schaffung von Kontrol-Organen eine gründliche Durchführung der Sicherheitsmaßregeln in den türkischen Provinzen eintreten lassen könne, und jede weitere Grenzverletzung und Bedrohung des allgemeinen Friedens beseitigt werde. Petersburg, 21. Juni. Aus St. Petersburg wird der T. R. geschrieben: Am 12. Juni ist das Studienjahr der russischen Universitäten geschlossen, das neue beginnt am 1. September. Die Regierung hat demnach ein paar Monate Zeit, sich zu überlegen, was sie im Winter mit ihren Hochschulen anfangen will. Aber wenn ihr zu dieser Ueberlegung ebenso viele Jahre zur Verfügung ständen, so würde sie doch zu keinem Entschluß kommen, da in dieser Frage die vollendetste Ratlosigkeit herrscht. Man will sämtliche Universitäten wieder eröffnen und weiß doch ganz genau, daß nach vier Wochen der Skandal wieder losgeht. Eine ganze Reihe zum Theil höchst sonderbarer Pläne zur Vermeidung der Unruhen ist aufgetaucht. Die einen sehen die Hilfe lediglich in der verschärften Ueberwachung in der Universität selbst und im Verkehr der Studenten. Sie wünschen eine Vermehrung der Inspektoren — die nebenbei das gleiche Gehalt wie der Rektor beziehen — und eine förmliche Polizeiwache in oder unmittelbar bei dem Universitätsgebäude. Ferner soll die Wohnungsfrage der Studenten so geregelt werden, daß die polizeiliche Aufsicht leichter wird, als bisher. Ebenso ist die Erschwerung der Immatrikulation notwendig. In Dorpat muß schon jetzt jeder Student bei seiner Immatrikulation schriftlich auf Ehrenwort erklären, daß er sich nicht an studentischen Unruhen beteiligen wird, zudem hat er drei Photographien mit eigener Unterschrift einzureichen, von denen eine sofort auf die Polizei wandert. Für die großstädtischen Hochschulen hält man noch ein halbes Dutzend solcher anmutigen Maßregeln bereit, die den Studenten einfach zum Polizeigefangenen machen. Andere Leute wollen nur immer eine Fakultät in einer Stadt haben, um dadurch die Anhäufung der Studenten zu verhindern, wieder andere fordern die Verlegung der Hochschulen von Petersburg, Moskau und Odessa nach Kleinstädten mit starker Garnison. Es gibt aber in den maßgebenden Kreisen auch verständige Männer, die gern für eine freiheitlichere Entwicklung des Universitätslebens eintreten würden, wenn sie sich nur den geringsten Erfolg davon versprächen. Aber sie sagen mit Recht, daß die Studenten sich längst nicht mehr mit studentischen Forderungen begnügen, die man in Erwägung ziehen könnte, sondern politische Rechte beanspruchen, die in einer absoluten Monarchie für keinen Menschen denkbar sind. In dieser Richtung hat das Eindringen der Sozialdemokratie in die Reihen der Studenten — etwa seit 1895 — viel verheerender gewirkt, als seiner Zeit der Nihilismus. Es fehlt den Studenten jede Fähigkeit, soziale Fragen ernsthaft zu beurteilen und ist in den Köpfen ein heilloser Wirrwarr entstanden. Da die Leute selbst nicht wissen, was sie wollen, wird das der Regierung sehr schwer gemacht, erfüllbaren Wünschen entgegenzukommen. Wie es heißt, sollen die Hochschulen und die verwandten Institute, auf denen es ebenso schlimm zugeht, sofort für das ganze Semester geschlossen werden, sobald die geringsten Unruhen ausbrechen. Ebenso werden die Skandalmacher auch ferner sofort unter Verlust ihrer Vergünstigungen unter das Militär gesteckt. Man wendet solche Eisenbart-Kuren an, weil man um andere thatsächlich in Verlegenheit ist. Nach neueren Nachrichten hat der Minister für Volksaufklärung, Geheimrat Bogoljepow, sämtliche Rektoren der russischen Universitäten nach Petersburg berufen, um über die wichtigsten Fragen des Universitätslebens zu beraten. — Der „Evening Post" wird aus Washington gemeldet, man spreche dort an hoher Stelle davon, daß russische Agenten mit amerikanischen Geschützfabriken über chleunige Lieferung von 100 Batterien schnellfeuernder Feldgeschütze, im Ganzen 600, verhandeln. Die Kosten ollen 600 Millionen Dollars betragen. — Und die Abrüstungskonferenz?________________________________ Lokales und Provinzielles. Gießen, den 23. Juni 1899. •* Die Besserung in dem Befinden Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs hat auch in den letzten Tagen wieder erfreuliche Fortschritte gemacht. Die Kräfte haben bereits o zugenommen, daß Seine Königliche Hoheit seit mehreren Tagen das Bett auf längere Zeit verlassen können. •* Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 18. Juni dem Hauptmann a. D. v. Gordon, seither Kompagniechef im 5. Großh. Infanterie-Regiment Nr. 168, das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen geruht. •* Kirchliche Dieustnachrichten. Seine König!. Hoheit der Großherzog hat dem Pfarrverwalter Karl H a n st e i n zu Horrweiler die evangelische Pfarrstelle daselbst, dem Pfarrer Gustav Naumann zu Heidelbach, derzeit Pfarrverwalter zu Gelnhaar, die evangel. Pfarrstelle zu Gelnhaar übertragen; dem Rechner des evangel. Zentralkirchenfonds und Hauptrechner der allgemeinen geistlichen Witwenkasse, Steuerassessor Adam Fuchs zu Darmstadt den Titel „Rentamtmann" verliehen. — Ernannt wurden: Pfarrvikar Krauß zu Düdelsheim zum Verwalter der Pfarrstelle zu Schöllenbach - Bullau; Pfarrverwalter Schultheiß zu Heuchelheim zum Pfarrvikar in Düdelsheim- ™ . 233 ex geI zu Vilbel zum Verwalter der Psarrü'ps? Bockenheim und Wonsheim. Planstellen zm ** Reue 50 Markscheine. Der öffentlich eine Bekanntmachung, R-ichskassenscheiue zu fünf.”9f ™ werden. 189 ousfe " Ab°-n-«-utS.K°iizert. Das qeftrigt •< ,, ments-Konzert unserer Regimeutrküd.ii der ungünstigen Witterung halber nicht in gtls2 sondern im Saale stattfand, war recht Qut 1 sanden die trefflichen Leistungen d-r Kapcll? verd haltenden Beifall. " Kunstverein. In der Gemälde-Aus»^ im Turmhaus am Brand hat diese ffin*. größerer Wechsel der Gemälde ftatlqtfunbm , diesmal befinden sich unter den neu QutaMt'\ ■ wieder eine große Anzahl hochinteressanter Stiirf ' Teil derselben verbleibt nur bis Ende nächster Ausstellung. Das große Gemälde „Die §tum^ Serails" von P. Bouchard, Paris, 'wird v nur noch kurze Zeit ausgestellt bleiben. *♦ Schützeusest.Postkarlen. Es ist selbstverständl. - bei einem Feste, welches monatelang die Gemüter 1 alle Hände beschäftigt und so groß angelegt ist yJ" Schützenfest, auch die illustrierten Postkart fehlen dürfen. Uns liegt eine solche Postkarte vor' -' die Firma Ernst Balser hier, den Festbesuchern ru gedenkt. Auf der Karte kommt bildlich so »emL zum Ausdrucke, was sich auf das Fest bezieht- tV" brüderung Badens, Bayerns und Hessens ist durch H prächtige Wappen angedeutet, während das Wappen v-. - über dem Bilde der Stadt selbst angebracht ist. Den ' punkt der Karte nimmt das farbige Schützenwapvi' Die untere linke Ecke bewacht ein Schütze in akt'- i Tracht. Ferner enthält die Karte niedliche, aC:- detailliert ausgeführte Abbildungen des PorW i? Grünberger Straße und des Gabentempels. wird die Karte noch dadurch wertvoll, daß bit '■‘ gedruckt ist. Wie wir vernehmen, werden dir Marken'! • des Postamts auf dem Festplatz auch mit tinim VS r Stempel versehen. * Einheitliche Dekoration des SelterswA Aus»- des Schützenfestes wird unsere HauptgeschästSstrax, Selters weg, einheitlich durch die Gärtner Beck i. Georg gemeinsam für Rechnung der Anwohner gesyr werden. Von einem kleinen Kreis der Geschäfts!^ geregt, fand die Idee, gemeinsam diesen Straßen^- . schmücken, allgemeinen Anklang. Nach dem vorli^ Kostenanschlag wird die Umwandlung der Straße in 11 Laubengang ca. 700 Mk. kosten, welcher Betrag m : Hausbesitzern und Miethern bis auf einen unbede i:: - Rest bereits gedeckt ist. ** 17. Verbandsschießen. Mißverständnissen bei L. von Familienkarten vorzubeugen, bemerken ivi- i die zur Familienkarte bestimmten Beikarten nur st Mitglieder eines und desselben Hausstandes^ geschlossen Söhne über 18 Jahre) ausgestellt werden ** SchönschreibKursus. Wir erlauben uns. noir.i auch an dieser Stelle auf die täglich wachsenden &f des Spezialisten Herrn Germeshausen, wohndt- „Sächsischen Hof", aufmerksam zu machen. Herr Gehäusen unterrichtet durch seine eigenartige Mchsc ii wie Jung mit gleich gutem Erfolge, und können wir Schreibkurse des Herrn Germeshausen nur emMen. ** Zum Perkeo. Am ersten Juli wird Herr Peter im früher Weißbäcker'schen, jetzt Blödner'schen Hauser in demselben neu uno stylgerecht eingerichtete Rest«! eröffnen. Die dem Gambrinus geweihte Stätte roit Namen „Zum Perkeo" erhalten. Clemens Perkeo, da i Tirol gebürtiger Zwerg, war Anfang des 18. Jahrh^ Hofnarr des Kurfürsten Karl Philipp zu Heidelbm 1 machte sich durch seinen übergroßen Durst bekannt, tvfr- ihn Victor von Scheffel im Gaudeamus besungei - Seine in Holz geschnitzte Figur befindet sich gegcniibc » berühmten großen Faß im Schloßkeller zu ^eibelbr ■ welcher Stadt übrigens ihm zu Ehren ebenfalls eint Quelle seinen Namen trägt und dadurch auf O Mufensöhne, aber auch auf die Philister eine ftai£ ■ ziehungskraft ausübt. ** Wirtschafts-Uebergabe. Wie wir hören, ist he^- altbekannte Gasthof „zum Löwen" an Herrn H- Ar-!! langjähriger Oberkellner im alten Cafö Kasino und » A Bahnhof Frankfurt a. M., auf mehrere Jahre verfiel worden. Die Uebernahme soll schon am nächsten T-A erfolgen. * Als erster Gruß vom Schützenfeste liegt uns •- eine wirklich künstlerisch ausgeführte Fest-Po st kar» Die nach einem Original-Aquarell prachtvoll nachgr- Karte stellt ein kleines Kunstwerk dar; nur die gro j-> läge ermöglicht es, dieselbe zu dem billigen Pr^r 10 Pfg. zu verkaufen. Im Vordergründe ein schütze, welcher der Stadt mit den Burgen vom aus seinen Gruß sendet. Die große Festhalle, umrnki einer Eiche, in deren Aesten das Gießener Stadv-. und das Schützenwappen malerisch angebracht stw, - entiert sich prachtvoll, und wird jedem Festbesucttl iebe Erinnerung sein. Durch das frühe Erscheiner sich die Karte auch als Einladungskarte für das W Die Karte, im Verlage hiesiger Papierhändler eiu (siehe Inserat), ist in fast allen Papier- und Buchhatt -- zu haben. O @riin6etg, 22. Juni. H-Ule wurde hier k-' ährige Johannimarkt abgehalten. morgens wieder zu regnen begann, hatten sich n‘ viele Marktbesucher eingefunden. Schweine waren m> großer Anzahl aufgetrieben; der Handel mit oenfe , Hi j fe . w»«’ I «*-5 al । U‘1 i ! Ä« im f! Urans W . 8erIuiW l Nm in du hi'sf' wittn i | stand M 1 gehende He" ■ Niederschläge ! legencn Teile i NiederWge i eine lebmgeld . Wiesengrände ' sich follgerisse 1 wertig gemacl : eigen Preise 1 nicht zu; b : 2.30 Mk. bl. 1 immerhin non '—■5 Vor 104 1 berg Ernsts i Wog und An ' WWM' 2M W' gmemühitzr 26. Janm 1 i ' Kassel und Mass jährigen Bei * Gin g Lawson, bi und sich bami Msicher/. D- miitspodtr Rei GrsWen die mau tint abgeMn „■ gedruckt vor. New sI)ort ai wie „Vortres letzten Klasse Mr. Depew größte Koms nis und ihre son besitzt ei * Tie! richtet: Die Monat srühi ist. Nachdei fallen war, um diese Jak zeigte das ' 33 Grad 2 Zelfius. An der Stabt, wurden. Die ^gen, und yunden Dom Werttaufen engen B in M nachts Mten sich von 11 llhr Mänfa j Kühlung ans KlW i? I* Artel von Mai l. für den fan bändige »offen. 9 Neßen, be; Groß l ersten Juli wird Hv , war Ansang IZViebelkuchen 4711 Alleinverkauf bei 4877 Wiesbaden. Ernst Balser, Mäiisburg. Einpfelilungen Muster und Preisliste gegen Einsendung von 50 Pfg. in Briefmarken. Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold". l. Js., vormittags 9Va Uhr, im „Römischen Kaiser" in Wetzlar. — Schutzbezirk Stoppelberg, Distrikt 85 III und 90 XIV. Eiche: Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 22. Juni, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags: Wasser 15°, Luft 13°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Sonnen- und Regenschirme. Reparaturen und lltbtrpr^n billigst. 4868 I. Zufall, Krelij 4. Aus der Zeit für die Zeit. Zvr'104 Jahren, am 24. Juni 1795, wurde zu Witten- ber -zSr:ist Heinrich Weber geboren, der sich als Phy- fiolltoj uiä) Anatom in Leipzig um die liefere Erfassung der M-Jürgen und Vorgänge des tierischen und menschlichen ßebinni s'vochverdient machte. Er hat sich außerdem durch geirmmtztzige Thätigkeit ausgezeichnet und starb am 26.1 gaitnar 1878 zu Leipzig. Vermischtes. ' giaffel, 21. Juni. Der Verein deutscher Gas- un^ld Wassersachmänner wählte Mainz zum nächst- HmknlMdkn nach Maß oder Muster werden unter Garantie des guten Passens in kürzester Zeit geliefert. Reiche Auswahl in . 4882 Stoffen und Ginsähen. Geschw. Heer z Neuenweg 7. Schützen -Wappen, -Sprüche und Lampions in großer Auswahl empfiehlt 4880 Carl Bourgeois, Marktplatz 1. Fliegenhüte (gesetzlich geschützt), bester Fliegenfänger, 15 Pfg. stam'st ruhig daneben. . -i Aus dem Wetterthale, 22. Ium. Die zu Ende gehÄM jHeuernte ist durch die sich stark emstellenden 9iiciIÄ äqe unterbrochen worden, namentlich im hoher ge= leqciM Teile unseres Thales haben fast wolkenbruchartige äge stattgefunden. Die sonst so klare Wetter hat eingelbe Farbe, ist über die Ufer getreten, hat die ^i<4nqriinbe überschwemmt, das bereits gemähte Gras mit sich - Meissen und das noch ungemähte als Futter mmder- wer^i'stz gamacht. Die von anderwärts gemeldeten zu med- riquinMe für vorjähriges Dürrfutter treffen für hier ni'di-ii tu: denn bis nahe zur Ernte wurde dasselbe für 2.3-AW bis 2.50 Mk. pro Centner verkauft, was man inmMhiv noch als Mittelwert bezeichnen muß. Medaillen zum 17. Verbandsschiessen Giessen fabriziert Beyenbachs Metallwarenfabrik, Gravier- und Münzanstalt, Hudson und des East River fahren. Die städtischen Einrichtungen für das Volk, wie Bäder und die segensreichen Frischluft-Piers, reichen bei weitem Nicht aus. Ein großer Uebelstand ist es auch, daß das Leitungswasser m den Häusern schon Anfang Juni fast lauwarm wird, so daß es kein erfrischendes Hausbad mehr abgibt. ML WMMS. Freibank. 4847 Heute und morgen: Ztierstkisch gekocht 30 psg. Kchmmestkisch 50 Mg. SuWsch 54 psg. 'Glicht ein : die Karte H Abbildungen bes, des Gabentew^ mch wertvoll, d: nehmen, werden festplatz auch mit totioit des Lelttt'k , unsere hauplg-l ich durch die Gr Rechnung der k einen Kreis der 6. gemeinsam dieser Anklang. Nach: Umwandlung btt! k. kosten, welcher! jern bis auf eir Heu. Mißverstand: i vorzubeugen, ber bestimmten Beikair be, t LtntemäBig guten Preisen recht flott I- nach der I * «ong Island J-sey, -taten anderen QuaM kostete das Paar Ferkel 26 bis 40 und 4o bis | Platzen an oer reusie oes /, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur Sonn?ag'd?n^25^Juni. 5. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 6 fon$ lesrpt ein stattliches Bankkonto. , ersten Juli wird He: 'Tie Hitze in New-York. Aus New-York wird beben jetzt Blödner'se nchstdl: Die Sonnenhitze ist m diesem Jahre um einen stnlaerccht eingerii Mcdm früher eingetreten, als es sonst gewöhnlich der Fall ! n s aeweW ift. r. Nachdem seit dem 11. Mai fern Tropfen Regen ge- ' cu Sn«; tat!lärmt, stieg die Hitze mit Beginn des Juni zu einem e4aIte"’.t.? ^1- nmi li-je Jahreszeit noch nicht erlebten Grade Am 6. Ium ' »v-rL ,h ■.eicidii büiid Thermometer schon um 10 Uhr vormittags I Karl M» !> I ;3^iaib nelfiuS und unt 3 Uhr nachmittags 36 Grad üieigroitn IMF ■ .. am Nachmittag dieses Tages gab es Stellen in itl '« berti Stabt, w° 45 Grad Zelsins, ja sogar 46 registriert lt$igw -MI - wu3l4l Die gleiche Hitze herrschte an den beiden solgenden im $1061* " und es erlagen ihr 25 Personen, wahrend an * vom Sonnenstich betroffen wurden. Für die trägt und E ^ulMiiausende, welche in den Tenementhäusern und m , auf die M dem, «am Vierteln der unteren Stadt wohnen , ist der .... So'^ii in New-York eine wahre Holle. Die Leute raabe. lieobr riachts fast nackend vor den Thuren. sausende im Löwen" lw u flü'Wa sich in die kleinen städtischen Parks, wo es ihnen im altcnEa^^.i vorml Uhr nachts bis 4 Uhr morgens erlaubt wird, auf m niif nrtterebenin.Wen sitzend zu schlafen. Die Wohlhabenden suchen soll P KüW^i auf den vielen Dampfern und Fahrbooten, die 610 rm Loh'Reiser. 4871 Der Königliche Höerförster. Acue Italien* Kartoffelu 50 Kilo ab Frankfurt a. M. 8 Mk., neue egyptW Zwiebkln 50 Kilo 6,50 Mk. ab Frankfurt a. M. versendet unter Nachnahme Jacob Stern Simon. Friedberg bei Frankfurt a. M. ■ ; ffiiairia) von Xm« de« lV.-: ListM jetzt in Gießen wohnhaft, L WIlir" • unho friine Verlobte Satyavina ki mit SC »Ml von Butzbach haben unterm ° ^aroßeE'i: 10.1 Mi l. I. vereinbart, daß sie fürit ia Fall ihrer Eheschließung rn ^,nilb üoüÄtiger Gütertrennung leben ’cn k wirb W K wo M ' Nijem, den 8. Juni 1899. täte. Berlin, 23. Juni. Dcr „Lokalanzeiger" meldet aus Petersburg: Die „Nowoje Wremja" schreibt: Da das franco-russische Bündnis in letzter Zeit eine merkbare Abkühlung erlitten hat, so agitiert eine bedeutende Gruppe Franzosen für eine Annäherung an Deutsch!and. Ueberaö gebe es Anhänger für ein franco-deutsches Bündnis, sogar im Volke beginne diese Idee Wurzel zu fassen. Es wäre Zeit, so äußerte man im Ministerium des Aeußeren, daß man sich in den Verlust von Elsaß Lothringen füge. EL gebe eine zahlreiche Partei, welche für einen Handelsvertrag mit Deutschland stimme. Sollte Kaiser Wilhelm die Weltausstellung 1900 besuchen, so würden ihn die Franzosen mit offenen Armen empfangen. Von vielen Seiten werde sogar sein Besuch gewünscht. Freilich wagt man nicht, so offen seine Meinung auszusprechen Berlin, 23. Juni. Zu der morgen stattfindenden zweiten Lesung der Karfreitags-Vorlage im Abgeordnetenhause liegt von Seiten der Nationalliberalen ein Antrag vor, der das ganze Gesetz in folgenden einzigen Paragraphen fassen will: Der Karfreitag hat für den ganzen Umfang des Staatsgebietes die Geltung eines allgemeinen Feiertages. Haag, 23. Juni. In Delegiertenkreisen wird versichert, daß der Vermittelungs-Vorschlag, die Lösung von völkerrechtlichen Streitfragen durch feststehende Grundsätze auf schiedsgerichtlichem Wege zu versuchen, alle Aussicht hat, einstimmig angenommen zu werden. Brüffel, 23. Juni. Am 4. Juli beginnen in der belgischen Repräsentantenkammer die Debatten über die Regierungs-Vorlage betreffend die Wahlreform. Die Liberalen, Sozialisten und Demokraten werden während dieser Zeit Massen-Kundgebungen in den Straßen veranstalten, um die Regierung zu zwingen, die Vorlage zurückzuziehen. In Voraussicht wahrscheinlicher Straßen-Kravalle sind alle Miliztruppen von Brüssel für den 3. Juli einberufen worden, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Paris, 23. Juni. Zu dem neuen Kabinett schreibt I Clemenceau in der „Aurore": Ich habe die neuen Minister nicht gesehen, sie haben sich vorgestellt, als d,e Republik um Hilfe rief. Ich werde ihnen ein guter Soldat fein. Wenn sie unterliegen, werde ich mit unterliegen, wenn I sie triumphieren, so brauche ich nicht offiziell unter die I Sieger gestellt zu werden. Frankreich wird frei und gerecht sein. Siöcle sagt bei Besprechung des neuen Ministeriums, dasselbe habe drei Tage vor sich, in denen es handeln müsse. I Wenn es sich dann dem Parlament vorstellen werde, müsse Z iri s es volle Thatsachen vor sich haben. Es brauche keine AllSUla aus den Dtanaesannsreglfleru gro$e Reden zu halten, um sich eine Majorität zu sichern. Wiofprlt I »Radikal» schreibt: Wenn Männer wie M,ll°r°nd nnd Laneffan bereit sind, Kollegen des Generals Gallifet zu fem, so muß man ihnen danken, daß sie sich eine große Pflicht der Regierung gegenüber gestellt haben. Der Antisemit Lasies meint im „Petit Caporale", das ist keine Concen- tration mehr, das ist eine Prostitution. . , . Paris, 23. Juni. Madame Dreyfus wird heute „Führer für Bettler durch New-York" sauber Geborene. abenb nach Rennes abreisen. Es sind darin die reichen Einwohner von Mai: 12. SDemiä«lÄreilin?i m. 0.00 4 l/, Frankftt. Hup. Bk unk. b. 1906 96.80 7, Frkf.Hyp.Ered.V.unk.b.1906 96 60 unk. b. 1907 101.40 dlo. Deutsche Grdsch.B. unk. b. 1904 101.50 4 gesucht. 4869 dto. 20.86 Oesterr. Americ. 4.17 Vermietungen Mietgesuche ?iii verknufen Derslistedenes 9 2 Per 15. September, eveutl. 1. Oktober, wird eine geräumige Parterrewohnung in schöner Lage zu mieten 113821.28 166731.21 walten sollte durch die An 99.40 89.60 97.00 000.00 000.00 Brief 16.24 20.40 4.21 313224J5 166 Germeshausen, Spezialist für Kalligraphie rc. Mehrere Fachwerkhäuser aus Abbruch ;u verbauseu. Näheres auf dem Bureau des Architekten Gustav Hamann, Der Koutrolleun Amend. Tüchtiger Fteiuhauer für dauernde Beschäftigung sofort (Offene Stellen 4 8 3 8\ 81, 4 4 Passiva. 1. Aufgenommene Kapitalien 2. Mitglieder-Guthaben 3. Reservefonds 4. Betrtebsrücklage Bohnen-, Riebele-, Gerstensuppe rc. stets vorrätig bei 4356 Ludwig Lotb. Wallthorstratzc. 3531614 1440'- 386«. 1781.0 errichtet haben. Durch Verabreichung von nur prima Ware bei zuvorkommender Bedienung werden wir uns Vertrauen unserer geehrten Kundschaft zu erwerben und zu erhalten suchen. 1. Abhör der Rechnung für 1898. 2. Festsetzung der Dividende. Treis a Lda., den 20. Juni 1899. Der Vorsitzende des Auffichtsrats. G. Kehr IV. Stadtbauamt Gießen. 02253] Einen Spenglergesellen sucht Aug. Schneider, Ederstraße 6. gtltliicn, W H’11 Eine auswärtige Brauerei sucht per sofort einen tüchtigen, in Acquisition leistungsfähigen Reisenden von angenehmem Aeußern, ledig und mit gediegener Bildung. Auf dem Kontor derselben Brauerei kann junger Mann aus guter Familie mit besserer Schulbildung (mindestens einjähr.-freiw. Berechtigung) als kaufmännischer Lehrling sofort eintreten. Offerten unter A B. 02250 an die Expedition dieses Blattes erbeten. Redacti,»: E. Burkhardt. — *ru4 ** Bota| kr Brühl'scheu Uni»ersität».Buch. u«d Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. L-ikL Die heutige Wummer umfaßt 10 Sei» Hochachtungsvoll Jean und. Karl Noll NC*"1*1 Der Mgkl-Kmsus beginnt Donnerstag ben 29. )m Kikueußchtervereiu für ^it^iTiiirjliDgegl V ersammlung Souutag den 25. Juni, nachmittags präzis 3V mr im Gasthause zur Wilhelmshöhe in Steinbergs " Tages-Ordnung ist durch Nr. 6 der „Biene" bekannt. Abfahrt von Gießen 2 Uhr 5 Minuten. ___________________________________________Der Vorstand VM" Inventur-Ausverkauf, ü Eine Partie zurückgesetzter Buckskin und Buckskin-Rester w zum Selbstkostenpreise. Louis Treff 4* Co., Junger Amerikaner sucht zur Nachhilfe im Lateinischen einen der englischen Sprache mächtigen Philologen. Unterrichtsdauer 5 bis 6 Wochen von Anfang Juli ab. Hohes Honorar. 02247 Näheres Nordanlage 18, II. Einladung. Die diesjährige General-Berfammluug soll Souutag । w 2. Juli 1899, nachmittags 4 Uhr, auf dem Gemeinde^ dahier mit folgender Tages Ordnung abgehalten werden, wozu bie glieder des Spar- und Vorschuß-Vereins hierdurch etngeladen werden. '„Hohenzollern' -.Hafen liegen »iSalut und £ '(-Der Kaiser, ?fFrau Prinzessi eunach längerem .zurück. — D« uhorbahnhof i preußischen 6 Legationsrat F ! :\W des 9. $ t .-Hin em^ani ' M MM . nach dem i Hilfsvereins. Berlin, 2 : ist dem M : im Kreise So Berlin, : erfahrt, ist i i Archipel, Hü! linen auser, ! den er zurzeit ■ antreten. SBerlin, 12 i Ijfutt ben Ges > Kreisarztes gegi i laWrer Dedav : großen W i Nächste Srtzr f Pensionierung S Vorlagen. Berlin, i i die Situation : Stelle eines ? Kommission e : ist nunmehr I Ablehnung bi i netenhauses -t Berlin,: i geschrieben: Kursbericht m J. Kmz & Co., chießen, ' ■ Frankfurter Börse vom 22. Juni 1899. Hur IQ iis 12 Siuah sind nötig, um sich eine stets schön bleibende Schrift durch meine Spezial- Methode anzueignen. Versäume darum niemand, die nur noch kurze Zeit hier am Platze von mir im Sächsischen Hof, von 6 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr abends, gebotene Gelegenheit zu benutzen. Damenkursus separat. Preis pro Kursus nur 10 Mk. Auf Wunsck unterrichte auch im Hause der pp. Inter- effenten. Bille Schristprobeauslagen meiner Schüler Markt 1 und bei Herrn Hoos, Bahnhosstr., gefl. zu beachten. Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1897 Während 1898 gingen zu Fest-Postkarte zum 17. Verbands-Schützenfest in Gießen im Werlage von 4875 Julius Hoos. "Willi. Klee. H. Kühn. H. Voll. C. Steinhäuser. Kür Wiederverkäufe,: entsprechender Wabatt. des Spar- uvd DorschchDereius ?u Treis o. Kz eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht am 3L Dezember 1898. Bibliotheken und einzelne gute Bücher werden stets zu guten Preisen angekauft. 1543 J. Ricker’sche Buchhdlg., Südanlage 5. für Tischler u. Aellmtz Von Samstag den 24. bis MonL, den 26. Juni ist in Gießen im SebJ Solmser Hof, Bahnhofstraße, eine Tischlerei-Maschine neuester Konstruktion, ganz leicht bestehend aus Bandsäge, Kreissäge, ?,rQ|); Stemmbohr-Maschine, für HandbeM/^ Wt ausgestellt und wird im Betriebe gezeigt. Reflektanten ladet zum Besuch ngebenst? __Bruno Dietze Nacht, tyg Pro renk 31/, Deutsche ReichSanl. S Preuß. TonsolS 87, Gr. Hessische Obl. 4 Stadt Darmstadt v. 1891 20 Franken-St. Enal. Sovereigns Dollars in Gold Monatsmädcheu oder Frau per sofort gesucht. 02252 __L. Held, Bahnhofstraße 27. 02248] Ein braves Mädchen, welches bürgerlich kochen kann, und ein Mädchen von 14 bis 15 Jahren werden für einen kl. Bahnh.in d.Nähe Gießens ges. Näh, bei Frau Hültenberger, Seltersw. 67, Geld 16.20 Franz. Banknoten Kolonialwaren-Geschäst unter der Firma Gebrüder Noll Daher Stand Ende 1898 Treis a. Lda., den 20. Juni 1899. Der Direktor: Der Rechner: W. Becker I. I. Becker VI. 8r“L* i 113 Gin Qtnfi Mer spätest ^Wartung; k»ütn •üeDeunann n» W" kn ä? Qbet d 2t bie a' „ bit Zeremonien \ itiftf S®c" »erm v Stirbt i ?11)1,1 toi •ä* SS W sind ebenso nahrhaft als wohl- Dfn schmeckend und in wenigen rT9- Minuten nur mit Wasser her- v stellbar. Fertig in 50 verschie- oas Tafelchen denenSorten,wieErbs-,Julienne-, 25326.07 14240.26 13574.50 294.97 373224.82 '^5 ISS* u // ab Expedition dieses Blattes unter Nr. 4785.__________ 4876] Zu mieten gesucht wird per '3uh cin möbliertes Zimmer. Gefl. Offerten an Heinrich Neu, Neuenweg 9, erbeten. Aktiva. 1. Ausgeliehene Kapitalien a) gegen gerichtliche Obligationen b) gegen Schuldscheine c) gegen Wertpapiere (Kurs) d) gegen Güterkaufschilling 2. Kaffenvorrat a) Bar b) Ausstände 3. Mobilien 4870] Frankfurlerstraße 21 im Hinterhause freundliche Wohnung von vier Zimmern mit Zub. an ruh. Mieter abzug. 4888] Parterrewohnung, 4 Zimmer, Wasserleitung, Gartenanteil und allem Zubehör, 15. September oder 1. Oktober zu vermieten. Grünbergerstratze 33. Ci« einstöckiges Wohnhaus mit Stallung, gutem Brunnen und großem Garten, an frequenter Straße angrenzend (zwei Bauplätze), preiswert zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. 4887 02249] Alle Sorten Gemüsepflanzen zu verkaufen. Schottstraße 11, part. 4881] Reinliche, jüngere Burschen zum Ftaschenschweuken gesucht Wilhelm Wallenfels Sohn. Kin Laufmädchen Geschäfts-Eröffnung. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum, sowie der verehrten Nachbarschaft zur gefälligen Nachricht, daß wir unterm Heutigen im Hause Procenr gj 41/. Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold-Rente 3 Portugiesen , J 6 Mexicaner . 4 Monopol Triechen von | Eisenb. Rentenb. D6I. Jtäl. staatSgar. Eisenb. 59.45 4 Buderus Obl. 4 Preuß.bnp A.Munk b. »°« [J Frkf.Ldw.Cred.Bk.unkch.1900 Krikgerumiils llohliciin n. h. K. empfehle meine schön gelegenen Wirtschastslokalitäten. Gute Speisen und Getränke. Bei ungünstiger Witterung unter Dach. Jestpkatz in der Wäße des Wahnhofs. 4879 Letzter Zug nach Gießen 9 Uhr 47 Minuten. Der Festwirt: Karl Stork. ein