Nr. 20 Erstes Blatt Siebener Anzeiger General-'Unzeiger Anrts- uitb Anzeigeblertt fiw bcn Ttveis Gieszen. Dienstag den 24. Januar Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. nionatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Annahme von Anzeigen zu der nachinittagS für den -folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener AlamilienKtätter «werden dein Anzeiger wöchentlich viermal brigclegt. Alle Anzeigen-Bermittlung -stellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. ih'-i. '-in:’, ih'uetition und Druckerei: Lchulstratze Ur. 7. Gratisbrilagen: Gießener FamilienblStter, Der hessische Aaildwirt, Matter für hessische Uatkskunde. MM"" Abonnements auf den Gießener Anzeiger für die Monate Februar und März werden von allen Postanstalten, den Zeitungsträgern und der Expedition, Schulstraße 7, jederzeit entgegengenommen und die bis zum 1. Februar erscheinenden Nummern den hiesigen Abonnenten gratis geliefert. Gießen, den 18. Januar 1899. Betr.den gesetzt. Umfang des Geschäftsbetriebes. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien des LaudbezirkS und der Grosth. Gendarmerie. Nach der durch das Reichsgcfetz vom 6. August 1896 betr- die Abänderung der Gewerbeordnung erfolgten Abänderung der Bestimmungen in § 44 Abs. 3 der Gewerbe ordnung darf das auf Grund der Legitimationskarte erfolgenden Aufsuchen von Bestellungen auf Waren mit Ausnahme von Druckschriften und ödbarten ohne vorgängige, ausdrückliche Aufforderung nur bei Kaufleuten in deren Geschäftsräumen oder bei solchen Personen geschehen, in deren Geschäftsbetrieb Waren der angebotenen Art Verwendung finden. Es ist Leobacktet worden, daß vielfach Handlungsreisende auswärtiger Firmen, insbesondere der Bekleidungsindustrie, w iche lediglich im Besitz einer Legitimationskacte sind, im hiesigen Bezirk trotzdem umherreisen und Bestellungen bei Privaten aufsuchen. Wir lenken Ihre Aufmerksamkeit hieraus und machen Ihnen zur Pflicht, Zuwiderhandelnde zur Anzeige zu bringen. Hand« lungsreisende dieser Art fallen in polizeilicher und gewerb steuerlicher Beziehung unter die Bestimmungen über den Gewerbebetrieb im Umherziehen. v. Bechtold. Deutscher Reichstag. 15. Sitzung vom 21. Januar. 1 Uhr. Am Regierungstische: Staatssekretär Graf Posa- dowsky. Eingegangen ist das Bankgesetz. Tagesordnung: Die zweite Etatsberatung wird mit der Spezialberatung des Reichsamts des Innern fortgesetzt. Abg. v. Czarlinski (Pole) erklärt die Darstellungen des Abg. Zubeil über die Lage der Ziegeleiarbeiter in Polen für begründet und führt Klage über die Handhabung der sozialpolitischen Gesetze in Posen, namentlich über die Rentenbemessung der bei Unfällen Verunglückten. Abg. Dr. Vielhaben (Reformpartei) findet die Abneigung der nationalliberalen Partei gegen die soziale Gesetzgebung ganz erklärlich, da diese Partei hauptsächlich aus Großunternehmern zusammengesetzt sei. Für die Fernsprech-, Post- und Telegraphen- Gehilfinnen wünscht Redner eine dienstliche Unterstützung bei Erkrankungen. Hierauf wendet er sich der Bäckereiverordnung zu, die er eingehend erörtert, dabei namentlich die hierüber geäußerte Meinung des „Professors" Hitze zitierend. (Der Präsident bittet den Redner, die bürgerliche Stellung der Abgeordneten nicht in der Debatte zu erwähnen, sondern sich auf die Bezeichnung als „Abgeordnete" zu beschränken). Abg. Dr. Sötern er (frs. Vp.) verbreitet sich über die in Aussicht stehenden Strafbestimmungen zum Schutze Arbeitswilliger ; wird aber vom Präsidenten unterbrochen mit der Bemerkung, daß die Ehrfurcht von Sr. Majestät gebiete, Allerhöchste Aeußerungen, die authentisch bekannt geworden seien, hier nicht zum Gegenstände der Kritik zu machen. Redner empfiehlt weiter die gesetzliche Anerkennung der Adresse für Depeschen: Anzeiger chießen. Fern'precher Nr. ." I. • Berufsvereine, hofft auf die Annahme des bezüglichen Antrages seiner Partei und bittet die Negierung, auch ihrerseits ihre Genehmigung nicht zu versagen. Zu empfehlen sei auch der Ausbau der Gewerbegerichte, eine weitere Ausdehnung der Gewerbe-Inspektorate und eine Förderung der Arbeiter- uusschüsse namentlich bei den Behörden. Nötig sei auch eine Regelung der Verhältnisse der ländlichen Arbeiter. Der freiheitliche Ausbau unseres Reiches lasse manches zu wünschen übrig. Die Rechtsgarantien würden sehr vermißt; sie seien nicht einmal vorhanden gewesen für einen Bundes« fürsten, dem nach Ueberzeugung weiter Volkskreise Unrecht geschehen sei. Aus diesem verletzten Nechtsgefühl entspringe Unzufriedenheit und Reichsverdrossenheit. (Beifall links.) Abg. Schrempf (kons.) giebt der Thätigkeit der Sozialdemokratie die Schuld, wenn die soziale Gesetzgebung ins Wanken geraten sei. Auf den kleinen Handwerker übe die Sozialreform einen höchst nachteiligen Einfluß; diese Leute seien heute schlechter daran, als Arbeiter. Der Schutz der Arbeitswilligen sei nötig; Streiks seien schon kleine Revolutionen. Abg. Roes icke (wildlib.) wendet sich gegen frühere Ausführungen des Abg. v. Stumm, dem gegenüber er die Ansicht vertritt, daß die Sistierung der sozialpolitischen Gesetzgebung und die Februarerlasse schon seit der Amtsdemission des Ministers v. Berlepsch datiere. Abg. Oertel (kons.) wendet sich gegen die Bäckereiverordnung. Dieselbe ruiniere den mittleren Bäckerbetrieb und rufe ein Spionier- und Denunzier-System hervor, das unerträglich wirken müsse. Uebrigens sei die Bäckereiarbeit nicht so übermäßig anstrengend. Abg. Prinz Schönaich-Carolath (wildlib.) fragt, welche Stellung die Regierung gegenüber den Haushaltungsund Kochschulen einnehme und bittet, den jungen Mädchen bequemer als bisher Gelegenheit zu geben, das Abiturientenexamen abzulegen und den heutigen Zustand zu ändern, welcher jedem Dozenten anheimgiebt, Frauen zu seinen Vorlesungen zuzulassen oder dies abzulehnen. Staatssekretär Graf Posadowsky führt aus, in der Postverwaltung würden 4600 Frauen beschäftigt. Charakteristische Berufskrankheiten seien nicht beobachtet worden. Das neue bürgerliche Wechl in Kessen. (Nachdruck verboten.) HI- Das Recht der Grundstücke. Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt. Mehr als auf anderen Rechtsgebieten, sind im Rechte der Grundstücke die Eigentümer auf gegenseitige Rücksichtnahme und ein friedliches nachbarliches Zusammenwohnen angewiesen. Um jeden Zwist möglichst zu verhüten, ist es wünschenswert, die Fragen des Nachbarrechtes gesetzlich zu regeln. Dem entsprechen auch die neueren Gesetzgebungen. So kann nach dem Bürgerlichen Gesetzbuche der Eigentümer eines Grundstückes verlangen, daß auf dem Nachbargrundstück keine schädigenden Anlagen gehalten werden. Da bezüglich der Bäume und Sträucher jedoch in den einzelnen Gegenden verschiedenartige Bedürfnisse bestehen, ist es der Landesgesetzgebung überlassen geblieben, einen Mindestabstand der Bäume und Sträucher von der Grenze festzusetzen. In Hessen, wo zur Zeit für die links- und rechts- rhetmschen Provinzen von einander abweichende Vorschriften gelten, dürfen in Zukunft Bäume und Sträucher, sofern sie mehr als zwei Meter hoch sind, nur in einem Abstand von zwet Metern, sofern sie niedriger als zwei Meter sind, nur in einem Abstand von i/2 Meter von der Grenze des Nachbargrundstückes gehalten werden. Zu den Sträuchern werden auch Hecken und Weinstöcke gerechnet. Mit Rücksicht auf die Verhältnisse in Rheinhessen und der Wetterau und besonders im Interesse des Weinbaues können durch Polizeioerordnungen andere Abstände bestimmt werden; ja, es kann sogar die Anpflanzung von über zwei Meter hohen Bäumen in einzelnen Gemarkungsteilen (Weinbergen, Frucht- -feldern) ganz untersagt werden. Der Nachbar kann die Entfernung aller Bäume, die näher als erlaubt an der Grenze stehen, verlangen. . Auf fest eingefriedigte Gärten findet diese Vorschrift Moch keine Anwendung, wenn die Pflanzen zu einer Zeit angepflanzt werden, wo der Garten nicht an Aecker, Wiesen -oder Weinberge grenzt. Ebenso dürfen Grundstücke, die 11 Januar 1900 der Forstwirtschaft dienen, sowie solche, ,*e !• Januar 1900 mit Bäumen und Sträuchern !a)vn bepflanzt sind, ihre alte Bepflanzung behalten. Eine Belästigung des Nachbarn bildet ferner das Ueberragen von Aesten und Wurzeln über die Grenze. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch darf daher der Eigentümer eines Grundstückes Wurzeln, die von dem Nachbargrundstücke eingedrungen sind, abschneiden und behalten. Das Gleiche gilt von herüberragenden Zweigen, nachdem dem Nachbar eine angemessene Frist zu ihrer Beseitigung fruchtlos gesetzt war. Für Hessen wird jedoch insofern eine Ausnahme bestehen, als man die Zweige von Obstbäumen, die am 1. Januar 1900 in Uebereinstimmung mit den bisherigen Gesetzen über die Grenze ragen, auch in Zukunft nicht abschneiden darf. Unter derselben Voraussetzung muß man auch die Aeste von Waldungen über seinem Grundstücke dulden, wenn sie sich mehr als 3,75 Meter über dem Boden befinden. Für Bäume und Sträucher auf und neben Straßen und Eisenbahnen gelten besondere Vorschriften. Eine noch schlimmere Belästigung bildet die Zuführung von Gerüchen, Rauch und Ruß, Geräusch, Gasen und Erschütterungen vom Nachbargrundstück. Wie schon im jetzigen Recht, braucht man auch nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch eine solche Belästigung nicht zu dulden, wenn hierdurch die Benützung des eigenen Grundstückes wesentlich beeinträchtigt wird, oder wenn die Belästigung durch eine Benützung des anderen Grundstückes herbeigeführt wird, die nach den örtlichen Verhältnissen bei Grundstücken dieser Lage ungewöhnlich ist; so braucht man sich namentlich nicht gefallen zu lassen, daß in einem ruhigen Stadtviertel eine Fabrik errichtet oder Fabriklärm erregt wird. Ist jedoch eine solche gewerbliche Anlage einmal obrigkeitlich genehmigt, so kann nicht mehr auf Einstellung des Betriebes, sondern nur noch auf Herstellung von Schutzvorrichtungen und Schadenersatz wegen der Belästigung geklagt werden; der Gesetzgeber geht hierbei von der Ansicht aus, daß in ruhigen Stadtteilen solche gewerblichen Anlagen überhaupt nicht genehmigt werden sollen; ein Grundsatz, der in Hessen mehr als bisher berücksichtigt werden sollte! Bei Eisenbahnen und Dampfschiffahrtsuuternehmungen besteht zur Zeit in Hessen keine Bestimmung, wonach hier nicht auf Einstellung des Betriebs geklagt werden könnte. Obwohl in der Rechtsprechung solche Klagen seither stets abgewiesen worden sind, hält die hessische Negierung eine ausdrückliche, derartige Vorschrift für erforderlich und bestimmt im Ausführungsgesetz, daß bei Belästigung durch öffentliche Verkehrsunternehmungen nur auf Herstellung von Schutzvorrichtungen und Schadenersatz geklagt werden kann. Oft kommt es vor, daß ein Gebäude nur unter Benutzung des Nachbarg rund st ückes ausgebessert werden kann. Wenn auch im allgemeinen niemand einen anderen auf seinem Grundstücke zu dulden braucht, so kann nach dem Ausführungsgesetz doch in diesem Falle der Eigentümer des Gebäudes verlangen, daß ihm der Nachbar gestattet, das Nachbargrundstück zu betreten, dort ein Baugerüst aufzuschlagen und Baumaterial niederzulegen. Vorausgesetzt wird hierbei, daß sich die Ausbesserung des Gebäudes nicht anders bewirken läßt, und daß die Belästigung für den Nachbar nicht unverhältnismäßig größer ist als die durch die Ausbesserungen erzielten Vorteile. Der Nachbar kann für etwaige Beschädigungen Schadenersatz fordern, für dessen Leistung auf sein Verlangen vor Beginn der Ausbesserung Sicherheit zu leisten ist. Ein beliebter Zankapfel unter Nachbarn ist die Grenzmauer. Der eine will die Mauer erhöhen, der andere widerspricht, und die Folge ist — ein Prozeß. Für die Zukunft wird diese Frage für das ganze Großherzogtum einheitlich geregelt sein: Der Eigentümer A. eines Grundstückes muß seinem Nachbar B. gestatten, die gemeinschaftliche Grenzmauer ihrer ganzen Dicke nach zu erhöhen, wenn ihm nachgewiesen wird, daß die Erhöhung keine Gefahr für die Mauer bringt. Doch darf A. den aufgebauten Teil der Mauer nicht eher benutzen, als bis er den B. die Hälfte oder einen entsprechenden Teil der Baukosten ersetzt hat. Wenn die Mauer zum Zwecke der Erhöhung verstärkt wird, so ist die Verstärkung auf dem Grundstück des B. anzu« bringen, dem jedoch auch hierfür später entsprechender Ersatz zuteil wird. Weitere, wichtige Bestimmungen betreffen die Veräußerung von Grundstücken. Es ist eine oft bestätigte Erfahrung, daß bei einer zu großen Zerlegung von Grund und Boden eine nutzbringende Bewirtschaftung unmöglich wird; bei der allzu starken Zwergwirtschaft kann ein gesunder Bauernstand auf die Dauer nicht bestehen. Dies hat man in Hessen schon seit Beginn des Jahrhunderts erkannt und auf gesetzlichem Wege der fortgesetzten Teilung Einhalt zu gebieten gesucht. Das Ausführungsgesetz faßt die verschiedenen, in Was die Zulassung der Frauen zum Studium der Medizin anlange, so sei die neue Studienordnung in der Vorbereitung begriffen, wodurch diese Frage geregelt werde. Ob die neue Seemannsordnung noch in dieser Tagung dem Reichstage zugehen werde, sei zweifelhaft. Betreffs der Bäckereiverordnung wolle er bemerken, daß es allerdings scheine, als ob das angestrebte Ziel besser durch eine Minimal- ruhezeit zu erreichen sei; doch habe die Sache den Bundesrat noch nicht beschäftigt. Die Regierung stehe nach wie vor auf dem Boden der kaiserlichen Erlasse. Die Reichsverdrossenheit rühre zum großen Teile daher, daß vom Staate mehr verlangt werde, als er zu leisten vermöge. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) bemerkt, der Abgang des Ministers v. Berlepsch bedeute gar keine Aenderung in dem Gange unserer sozialpolitischen Entwickelung; für diese seien nach wie vor die kaiserlichen Erlasse maßgebend. Abg. Roesicke (wildlib.) behauptet, daß die Entlassung des Ministers v. Berlepsch jedem Unbefangenen den eingetretenen Kurswechsel, der sich auch noch aus Privatkorrespondenzen beweisen ließe, bewiesen habe. Abg. Schrader (fr). Vg.) wünscht Zulassung der Frauen zu allen Vorlesungen. Staatssekretär Graf Posadowsky: Nach den bestehenden Absichten sollten Frauen, welche den gesetzlichen Anforderungen genügten, auch zum Physikum zugelassen werden. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. Tagesordnung: Interpellation wegen Einbringung eines Weingesetzes und Fortsetzung der heutigen Etatsberatung. Schluß 5V< Uhr. Deutsches Deich. Berlin, 22. Januar. Ein in Hannover verbreitetes Gerücht, der Kaiser werde am Dienstag mit dem Sohne des Herzogs von Cumberland zur Parade nach Hannover kommen, beruht auf Erfindung. Berlin, 22. Januar. Drei Generalmajore und Brigade- Kommandeure, ein Oberst und Kommandeur eines Infanterie-Regimentes und fünf Stabs-Offiziere sind unter dem gestrigen Tage zur Disposition gestellt, resp. haben ihren Abschied bewilligt erhalten. Berlin, 21. Januar. Militärische Hilfe bei Not stäuben. Eine der Obliegenheiten, welche das Heer mit dem bürgerlichen Leben in unmittelbare Berührung bringen, ist die militärische Hilfe bei öffentlichen Notständen, die in umfassendstem Maße bei den letzten Ueberschwemmungen in Wirksamkeit getreten ist. Soeben wird vom Kriegsministerium eine Kabinetsordre vom 6. Januar bekannt gegeben, welche zunächst nur für Preußen gilt, dann aber auch in anderen Bundesstaaten als Anhalt für die Generalkommandos zu dienen hat, soweit die militärischen Forderungen dabei in Betracht kommen, und über die Stellung militärischer Hilfskommandos im Fall der Not eingehende Bestimmungen trifft. Die Bestimmungen über die Kosten der Hilfeleistungen gehen dahin, daß lediglich die aus der Requisition der Militärverwaltung erwachsenden Mehrkosten an Verpflegung und Tagegeldern von den requirierenden Behörden, und Privatpersonen getragen werden müssen. Auch haben diese für Materialverluste aufzukommen, wobei indes lediglich der Wert der Stücke bei Beginn des Kommandos berücksichtigt wird. Den Civilbehörden liegt dann noch insbesondere ob, für die Unterbringung und Verpflegung der Hilfskommandos das Erforderliche möglichst schon vor deren Eintreffen zu besorgen; wo es nötig ist, sorgt der Truppenteil selbst für die Verpflegung. — Zum Verbot des Getreideterminhandels. Der Ständige Ausschuß des Deutschen Landwirtschaftsrats hat, wie jetzt mitgeteilt wird, in seiner letzten Sitzung über die Wirkung des Getreideterminhandels-Verbots folgende Erklärung beschlossen: Das Verbot des Getreideterminhandels hat für die deutsche Landwirtschaft bisher eine segensreiche Wirkung gehabt, indem die ausländschen Getreidepreise seit dem Bestehen des Verbotes eine größere Stetigkeit gezeigt haben und erheblich geringeren Schwankungen der Gesetzgebung zerstreuten Teilungsverbote einheitlich zusammen. Hiernach ist eine Teilung von Grundstücken nur so weit zulässig, als dadurch keine selbständigen Trennstücke unter 10 Ar Acker- oder 6 Ar Wiesengelände gebildet werden. Weinberge, Obstbaumstücke, Gartengelände und solche Grundstücke, die zu öffentlichen Zwecken oder Hofraiten abgetreten werden, sind hiervon ausgenommen. Bei Wäldern muß das Trennteil mindestens 50 Ar groß sein; außerdem ist zur Teilung von Wäldern die besondere Genehmigung des Finanzministeriums erforderlich. Hat in einer Gemarkung die Feldbereinigung stattgefunden, so muß bei der Teilung von Grundstücken jedes Trennstück den zu seiner Bewirtschaftung erforderlichen Zugang behalten. Auf volkswirtschaftlichen Erwägungen beruhen ferner die gesetzlichen Vorschriften, durch die man schon seit Anfang dieses Jahrhunderts die Ablösung einzelner, besonders drückender Belastungen eines Grundstückes (Zehnten, Frohnde) zu bewirken gesucht hat. Für die Zukunft wird nicht nur die Möglichkeit der Ablösung bestehender Lasten erhalten bleiben, sondern es wird auch die Neubegründung derartiger Lasten verboten, wie dies zur Zeit schon in Preußen, Bayern und anderen Staaten der Fall ist. Was die Form der Veräußerung von Grundstücken betrifft, so verlangt das Bürgerliche Gesetzbuch zur Uebertragung des Eigentums, daß Veräußerer und Erwerber bei gleichzeitiger Anwesenheit ihre Einigung erklären. Da dies jedoch bei freiwilligen Liegenschaflsversteigerungen oft mit großem Zeitverlust verbunden, wäre, so bedarf es auch ur Zukunft in Hessen der gleichzeitigen Anwesenheit beider Teile nicht, wenn das Grundstück durch das Gericht oder einen Notar versteigert wird und die Auflassung noch in dem Versteigerungstermine stattfindet. unterworfen gewesen sind, als die gleichzeitigen Getreidepreise in den Ländern mit entwickeltem Terminhandel in Getreide. Die günstige Wirkung des Verbotes auf die Preisbildung im Deutschen Reich würde noch größer sein, wenn die Länder, in denen der Getreideterminhandel noch besteht, dem Beispiel des Deutschen Reichs folgen und den Getreideterminhandel gleichfalls verbieten würden. Als eine besonders wertvolle Wirkung des Verbotes ist noch die Gründung der.Centralnotierungsstelle der preußischen Landwirtschaftskammern hervorzuheben, deren Preisnotierungen durch ihre Veröffentlichungen im „Reichsanzeiger" mit Recht ein amtlicher Charakter verliehen wird. — Man schreibt der „Tägl. Rundsch." aus Paris: Nachdem in der letzten Zeit verschiedene bedeutende Pariser Zeitungen Ansichten hervorragender Franzosen über die Möglichkeit einer Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland veröffentlicht haben, bringt jetzt die „Vie illußtree" unter dem Titel „Ist ein deutsch-französisches Einvernehmen möglich?" ein wertvolles Gegenstück dazu. Ihr Berichterstatter Henry Girard hat Deutschland bereist, um die Stimmen hervorragender deutscher Staatsmänner und Politiker über diese Frage zu sammeln, und faßt nun in einem langen Aufsatze die Ergebnisse seiner Sendung zusammen. Die Leser der „Vie illuetree" können mit der Art, wie er seine Aufgabe erfüllt hat, ebenso zufrieden sein, wie wir Deutsche. Er hat an den richtigen Quellen geschöpft, und giebt ein unverfälschtes Bild der Stimmung in Deutschland, und das war hier die Hauptsache. Wir hören keine weltverbrüdernden Sozialisten und keine Träumer vom ewigen Frieden, sondern Realpolitiker, die nicht von dem ausgehen, was sein könnte, sondern was ist. Befremden könnte es allerdings, daß sich unter den um ihre Meinung befragten Politikern soviel Freisinnige befinden. Es kam dem Franzosen wohl darauf an, den eigentlichen Staatsmännern eine Anzahl Leute aus dem entgegengesetzten Lager gegenüber zu stellen. Uebrigens haben wir uns in diesem Falle über die Haltung der Schrader, Barth u. A. kaum zu beklagen. Höchstens könnten wir an dem Ausdruck Anstoß nehmen, daß sich an dem Tage, wo Frankreich die Aufrichtigkeit der Gefühle Deutschlands verstände und loyal erwiderte, bei uns „ein ungeheurer Jubel" erheben würde. Dazu sind wir denn doch ein wenig zu stolz. Im allgemeinen läßt sich das Ergebnis, das Girard gefunden hat, dahin zusammenfassen : Man glaubt in Deutschland vorderhand nicht an die Möglichkeit eines Bündnisses mit Frankreich. Aber man glaubt an die Möglichkeit einer wesentlichen Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die zu einem Einvernehmen, ja schließlich vielleicht zu noch mehr führen könnte. Grundbedingung dafür aber ist die Unantastbarkeit des Frankfurter Vertrages. „Wir geben Elsaß-Lothringen unter keinen Umständen wieder heraus", tönt es von allen Seiten ohne Ausnahme zurück. Von einem Austausch gegen Tonkin oder Madagaskar oder ähnlichen Hirngespinsten ist also nicht mehr die Rede. „Diese Ansicht über die Unantastbarkeit des Frankfurter Vertrages", sagt Girard, „habe ich überall wiedergefunden in der politischen Welt, während aller Gespräche in den Wandelgängen des Reichstags, bei Universitätslehrern und bis hinauf zu den höchsten Vertretern der diplomatischen und kaiserlichen Kreise." Und an einer- andern Stelle setzt er hinzu: „Das ist nicht nur die Meinung des offiziellen Deutschlands, sondern auch die des Volkes. Von Nord nach Süd, von West nach Ost wird das Reichsland als der Stein betrachtet, der die Teile des Reiches aneinanderkettet. An diesem Stein rütteln, hieße es nicht die Festigkeit und die Dauer des ganzen Gebäudes in Frage stellen?" Manche Hoffnungen und manche Einbildungen seiner Landsleute werden hierdurch zerstört werden, meint Girard. Besonders werden sie enttäuscht sein, wenn sie hier durch einen Staatsmann, der nicht genannt, aber ziemlich deutlich bezeichnet ist, die Fabel, daß Kaiser Friedrich Elsaß- Lothringen hat zurückgeben wollen, noch einmal gründlich widerlegt finden. Deutschland verlangt von Frankreich nicht, daß es den Frankfurter Vertrag noch einmal förmlich unterzeichnet, es verlangt auch nicht, daß es alle seine Hoffnungen aufgiebt, aber es verlangt, daß das Rachegeschrei aufhört, daß man in Frankreich die Wiedererringung der Reichslande nicht als das Ziel aller Politik hinstellt. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, meint Girard, ist ein Einvernehmen möglich. „In ganz Deutschland bin ich keiner offenen Feindseligkeit gegen Frankreich begegnet. Unser Vaterland ist für Deutschland eine Gefahr, aber nicht der Feind." In einem der letzten Abschnitte spricht Girard von den Mitteln zur Annäherung. Der frühere Abgeordnete Barth sieht natürlich im - Freihandel das beste Mittel. Im Uebrigen laufen die Ansichten darauf hinaus, Frankreich solle versuchen, Deutschland besser kennen zu lernen, es solle unsere geistigen Bewegungen verfolgen, unsere Sprache erlernen und besonders uns im eigenen Lande studieren. Das ist ganz gut und schön. Leider aber haben wir erlebt, daß junge Franzosen sich an unseren Herden erwärmt haben, sich unsere Weine und Biere haben schmecken lassen und hinterher ihre Wirte mit Schmutz beworfen haben — aus Feigheit, ihren Landsleuten die Wahrheit zu sagen, die diese noch nicht hören mögen. Darum würde es auch nicht viel helfen, wenn, wie Barth vorschlägt, alle größeren Zeitungen ernsthafte Berichterstatter nach Deutschland entsendeten, die nicht nur über Hofklatsch, Duelle und Soldatenmißhandlungen schreiben. Die Hauptsache ist Mut, Mut bei den Privatleuten und Mut vor allem bei den Regierenden. „Sie müßten in Paris endlich eine Regierung haben," drückt sich der früher erwähnte Staatsmann aus, „die stark und mutig genug wäre, sich kategorisch über die Zweideutigkeit zu äußern, die seit fast einem Vierteljahrhundert aus das ganze System Ihrer auswärtigen Politik drückt. In amtlichen, notwendigerweise dunklen Reden ergießt man sich in friedlichen Erklärungen: diese werden dann gewöhnlich in einem wahren Berge von Denkschriften ausgezeichnet, und trotzdem werden Sie keinen Menschen in Frankreich, auch unter den Gebildeten nicht, glauben machen, daß das russische Bündnis irgend einen Nutzen haben kann, wenn es nicht ausdrücklich vorsieht, daß der Zar seine Kosaken in Bewegung setzt, um in Berlin die Schlüssel von Metz und Straßburg zu holen." Koburg, 22. Januar. Einem hiesigen Blatte zufolge soll der Erbprinz Alfred fchwer erkrankt sein. Meran, 22. Januar. Der Elfenbeinwaren-Fabrikant Ludwig Geiger aus Württemberg feuerte gestern in einem Cafe drei Revolverschüsse auf eine Meraner Dame ab und tödtete sich dann selbst. Das Motiv ist Lebens- Ueberdruß. Ausland. Wien, 22. Januar. Angeblich in Sachen der ungarischen Parlamentskrisis wird der hier eingetroffene ungarische Geheimrat KolomanSzell vom Kaiser empfangen werden. Derselbe soll zum Nachfolger Banffys ausersehen sein. Prag, 21. Januar. Die Polizei gestattete für morgen eine allgemeine Studentcn-Versammlung (deutsche), in welcher die Affaire zwischen einem deutschen und einem tschechischen Studenten besprochen werden soll. Lemberg, 21. Januar. Der Ansturm auf die Spar- kaffe dauert fort. Zur Aufrechterhaltung der Ruhe seitens der massenhaft angesammelten Menge, welche die Auszahlung der Spareinlagen verlangt, mußte die Sicherheitswache requiriert werden. Budapest, 21. Januar. Im Abgeordnetenhaus«: wurde heute die Obstruktion fortgesetzt. Rom, 22. Januar. Kaiser Franz Josef bemerkte in dem Handschreiben, welches die Ueberfenduug des goldenen Vließes an den Herzog von Aosta begleitete, besonders, daß die Beziehungen zwischen Oesterreich und Italien die herzlichsten seien. Gleichzeitig lud er den Herzog zur Teilnahme an den Frühjahrs-Manövern ein. Der Herzog wird der Einladung Folge leisten. Paris, 22. Januar. Dem „Kourier" zufolge hat der Kassationshof wichtige Entdeckungen gemacht, wonach der Abschluß der Dreyfus Angelegenheit nicht vor April zu erwarten ist. Es soll sich nämlich herausgestellt haben, daß in den Jahren 1893/94 eine unglaubliche Menge von wichtigen Dokumenten verschwunden sei, was zur Folge gehabt habe, daß alle französischen Mobilisierungspläne umgeändert werden mußten. Paris, 22. Januar Einem hier verbreiteten Gerücht zufolge soll Kaiser Wilhelm beabsichtigen, den Zaren in Antibes zu besuchen. Paris, 22. Januar. Auf Corsica ist eine Panik ausgebrochen wegen des Gerüchtes, daß das englische Malta-Geschwader einen Angriff auf die Insel vorbereite. Paris, 22. Januar. Clemenceau veröffentlicht unter dem Titel: Eine frevelhafte Ungerechtigkeit eine Broschüre über die Dreyfus-Angelegcnheit. Clemenceau kündigt gleichzeitig an, daß demnächst eine weitere Broschüre von ihm erscheinen werde, unter dem Titel: Der Weg zur Sühne. Paris, 22. Januar. Unter dem Namen: „Die kleinen Steuerzahler" ist hier eine neue Liga gegründet worden, welche das Gegenstück zu der von Jules Roche ins Leben gerufenen Liga der Steuerpflichtigen bildet. Die neue Liga steht unter dem Vorsitz Pelletans, des Berichterstatters über den Staatshaushalts-Etat in der Deputiertenkammer. Paris, 22. Januar. Wie aus Rom telegraphiert wird, hielt bei dem Festessen, welches dort aus Anlaß des 28. Jahrestages der Schlacht bei Dijon stattfand, Ricotti Garibaldi eine Rede, in welcher er eine englisch-französische Allianz, der später Italien beitreten müßte, als unumgänglich notwendig bezeichnete, um die germanische Rasse zu verhindern, im Mittelmeer die Ueberhand zu gewinnen. Es liege im Interesse Frankreichs und Italiens, zu verhindern, daß das Mittelmeer seinen romanischen Charakter verliere, wie es Englands Interessen erforderten, seinen großen Handelsweg nach dem äußersten Osten zu behalten. Madrid, 21. Januar. Der Senator Admiral H e r r e r a kündigt an, er werde in den Kortes die mangelhafte spanische Kriegsvorbereitung besprechen. London, 21. Januar. Gegen Mitternacht herrschte in London und Umgebung ein furchtbarer Sturm, verbunden mit Hagelfchlag und Regen. Derselbe dauerte eine ganze Stunde und hat großen Schaden angerichtct. London, 21. Januar. „Daily Mail" meldet aus Washington: Gestern habe ein Kabinettsrat stattgefunden, in welchem beschlossen worden sei, eine neue Konferenz einzuberufen, in welcher die Bestimmungen des Berliner Vertrages bezüglich der Insel Samoa abgeändert werden sollen. London, 21. Januar. Der bekannte Journalist St ead, welcher eine Rundreise unternommen hatte, um die Meinung der verschiedenen Herrscher Europas über die Abrüstnngs- frage zu erfahren, hielt gestern in Birmingham einen Vortrag, in welchem er sagte: Der Zar sei über die Art und Weise, wie sein Vorschlag von den Mächten ausgenommen worden sei, sehr enttäuscht gewesen. Zu seinen Ratgebern soll er gesagt haben: Da sehen Sie den Erfolg meines Vorschlages. Deutschland rüstet weiter, Frankreich und England treffen Vorkehrungen, sich zu bekriegen. Die Antwort auf meinen Friedens-Vorschlag ist fieberhafte Rüstung und Vorbereitung auf den Krieg. Stead beschwört die Geistlichkeit, mit Energie für den Frieden zu kämpfen. Konstantinopel, 22. Januar. Wie hier verlautet, hat die russische Marine-Verwaltung 9 Kreuzer, 3 Torpedo und 2 Schulschiffe zu dem Zweck ausgerüstet, dieselbe im nächste« Frühjahr nach dem Schwarzen Meere zu entsenden, weil zu dieser Zeit mazedonischeUnruhen erwartet werden. Ä als . *9tt He am MiiM' Gufm Frc sind jetzt n SuchhalM Dramas a' Es roitb Schachirl lesen. H' darsteiler er mehrere Heaters i besten Roll gastiert hat •e- abend vor in Szene, von i So für sich auc fiint itifoti gut zu unter von stallen, für die trcssl den Darstck helmi als mein und dann die ' Pauli als TanAnstle Die Regln Spiel ihr strtigung: Mich straße 46, *» S- ier '!Srv 18. Mufl irealschule - i« preuhis fache la, tommt, ha l. > abc rauchet j ftänbc »um nehmen m Mrlsam, ui Listen in Mger M blatt stch hiermit du bezügliche e* De Steins Sa ^reinsvoy wirb die dem 24. . Seopoll)" Slwemenh statt. Ma »Die Quil Hermann baden spielt "Mit m der M Aa/lgenen «Renverei H und B ARendei ^tzeiunrii Momme,, ft- 18Ä" ’Ä Wir machen iani bl. E die Einwohner unserer Stadt nochmals auf das Unternehmen unseres hiesigen Kunstmalers Otto Fritz aufmerksam, und bitten, durch zahlreiche Beteiligung und Unterschriften in der zirkulierenden Liste, der das Originalbild beigegegeben ist, dasselbe zu unterstützen, und die baldige Anfertigung zu ermöglichen. Auch wird von genanntem Künstler schriftliche Bestellung eines oder mehrerer Exemplare Goethe- straße 46, Atelierhaus, entgegengenommen. Unser langjähriger Mitbürger Otto Fritz gedenkt mit diesem Kunstblatt sich einen bleibenden Ruf zu erwerben, und legt hiermit durch uns allen Kunstliebhabern und Gönnern diesbezügliche thatkräftige Unterstützung nahe. ** Der Schühenverein feierte am Samstag abend in Steins Saalbau sein Winterfest. Den an verschiedene Vereinsvorstände, besonders auch an die zahlreichen Mitglieder des Komitees für das diesjährige Verbandsschützenfest ergangenen Einladungen war in reichem Maße, und im Hinblick auf die Beliebtheit, die die Festlichkeiten des Schützenvereins allseitig genießen, entsprochen worden. Das Programm bestand aus Konzert der Regimentsmusik, Fahnenweihe und Ball. Die von den Frauen und Jungfrauen gestiftete Fahne nebst Schärpen wurde von zwei jungen Damen (Fräulein Wigand und Noll) dem Verein unter formvollendeten Ansprachen überreicht, und von Herrn Schützenmeister Brück mit Ausdrücken des Dankes entgegengenommen. Herr Metzgermeister Pirr überreichte hierauf dem Verein eine vom hiesigen Turnverein gestiftete Fahnenschleife, eine weitere Fahnenschleife überreichte Herr Architekt Seuling im Auftrage des Gießener Radfahrvereins 1885, und eine dritte Schleife Herr Konditor Hett ler im Auftrage der „Wanderer", Gießener Radfahrgesellschaft; Herr Ingenieur Fvrtsch überreichte im Namen des Technischen Vereins einen Fahnennagel, Herr Ehr. Reiber einen von der Gießener Rudergesellschaft, und Herr Petri einen vom Veteranenverein gestifteten. — Herr Helm be- ... glückwünschte den Verein namens des Festausschusses für ?» 3 150,8 künftige Bundesschießen, worauf Herr Schützenmeister Brück namens des Schützenvereins für die dargebrachlen Spenden und Freundschaftsbeweise dankte. Der darauf folgende Ball schloß gegen morgen das in allen Teilen sihön verlaufene Winterfest. — Die neue Fahne des Schützen- Vereins ist im Erker der Firma I. H. Fuhr (Sonnen- ?^aße) neben der von derselben Firma für den hiesigen Männergesangverein angefertigten Fahne ausgestellt. ** Der Geflügelzuchtverein hatte gestern abend im oberen --vaale des Cafs Ebel einen Familienabend veranstaltet. Lokales und PrornnMes. Gieße», den 22. Januar 1899. • • Bom höheren Schulamt. Seine Königliche Hoheit der 'Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 18. Januar den Lehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Mainz, Professor Dr. Bernhard Schädel, jum Lehrer an dem Gymnasium zu Büdingen, mit Wirrung vom 1. April 1899 an, zu ernennen. „ • • Eine wesentliche Ermäßigung des Gütertarifs auf den preußischen Staatseisenbahnen, die in der Hauptsache landwirtschaftlichen Erzeugnissen zugute kommt, hat Minister Thielen angeordnet. Vom 1. April l Js. ab werden Butter, sämtliche Gartenfrüchte und geräucherte Heringe ebenfalls wie leicht verderbliche Gegenstände zum Frachtgütertarif angenommen und als Eilgut befördert. pp, r, • * Theaterverein. Von Hermann Leffler, welcher am Mittwoch im Theaterverein den Grafen Waldemar in Gustav Frcytags gleichnamigem Schauspiele geben wird, find jetzt mehrere Bilder im Schaufenster der Frees'schen Buchhandlung ausgestellt, die auch Separatdrucke des Dramas aus Freytags gesammelten Werken vorrätig hält. Es wird mancher den Wunsch haben, dieses interessante Schauspiel, sei es vor oder nach der Aufführung, auch zu lesen. Hermann Leffler ist seit einiger Zeit als Heldendarsteller am Hoftheater zu Wiesbaden thütig, vorher war er mehrere Jahre ein hervorragendes Mitglied des Deutschen Theaters in Berlin. Der Graf Waldemar ist eine seiner besten Rollen, in welcher er mehrfach an großen Bühnen gastiert hat. -e- Stadttheater. Eine Posse sondergleichen ging gestern abend vor zahlreich erschienenem, beifallslustigen Publikum in Szene. „Der Jongleur" von Emil Pohl mit Musik von A. Conradi wurde gegeben. Ist dieses Stück an und für sich auch ziemlich gehaltlos, so vermag es doch durch seine teilweise recht drastische Komik für einen Abend ganz gut zu unterhalten. Die Aufführung ging durchweg flott von statten, und ist hier besonders Herrn Direktor Helm für die treffliche Regieführung Anerkennung zu zollen. Von den Darstellenden selbst gefiel uns am besten Herr Wil- helmi als Thomas Meck, Herr Helm als Rentier Kleemeier und Herr Merker als Student Carl Freihold; dann die Damen Frl. Sitar di als Dörthe und Frl. Pauli als Kleemeiers Tochter Laura. Als recht geschulter Tanzkünstler stellte sich Herr C a st e r r a dem Publikum vor. Die Regimentsmusik trug wie gewöhnlich durch vorzügliches Spiel ihr gut Teil zum Gelingen der Aufführung bei. •• Stadttheater. Vielfachen Wünschen entsprechend, wird die Leitung unseres Stadttheaters am Dienstag dem 24. dss. Mts. das Volksstück mit Gesang „Mein Leopold" als Volksvorstellung geben. Die nächste Abonnementsvorstellung findet Donnerstag den 26. ds. statt. Alsdann gelangt Wildenbruchs berühmtes Schauspiel „Die Quitzows" zur Aufführung. Herr Hofschauspieler Hermann Leffler vom königlichen Hoftheater in Wiesbaden spielt darin den „Dietrich von Quitzow". *♦ Mittwochs-Vorträge des Herrn Professors Philippi Weinig 11 ausdrücklich un9 setzt, uni ;r9 zu holen.» s *• reu-Fabritant tern in einem auerDame ist Lebens- iu der Aula des Gymnasiums. Der nächste Vortrag am 25. Januar, 5 Uhr, wird „Das Kunstgebiet der europäischen Völker als Einheit" zum Gegenstände haben. *• Farbeudruckbild von Gießen betreffend. chen der un- getroffene unser ernysMM 'uussys aus- üe für morgen ug (deutsche), ien und einem f die Sparer Ruhe seitens die Auszahlung ncherheitsmache '»etenhause oses bemerkte Ursendung des begleitete, be- >sterreich und ) er den Herzog in. Der Herzog zufolge hat der emacht, wonach ht vor April zu sgestellt haben, iche Menge von S zur Folge ge- ungspläne um« ceilelen Gerücht en, den Zaren ist eine Panik iß das englische Insel vorbereitc. iu veröffentlicht jtigteit eine 9ro- imenceau Broschüre von Weg zur Sühne. >n'. ..Die kleinen ■ ünbet worden, les Roche ins aen bildet. Du ins, des Bericht' n der Deputierten- tu« «M M ittjaub, Ri-°U> eine englM» „ermrfr* h°«d zu 9*”® et0 30Ut” fi«"“’5 itte. <■* ■ di- # ' di-14 sar s^Mchten den ™ sein-» gew« Erf°>S 5? ,, Sturm, v rselbe dauerte ernt Ä» »-■ , Inferenz 'N abgeänbert In die für das Gehör der überaus zahlreich erschienenen Mitglieder nebst deren Damen und der Gäste bestimmten unterhaltenden Darbietungen teilten sich ein Streichscxtett der Regimentsmusik und eine Anzahl Mitglieder des Bauer- schen Gesangvereins. Konzertstücke wie Lieder fanden den wohlverdienten Beifall. Eine Vcrloosung von Hühnern, Enten, Kanarienvögeln, Goldfischen, sowie einer Anzahl Gebrauchs- und Luxusgegenstände und Genußmittel sämtlich von Mitgliedern und Gönnern des Vereins gestiftet — bereitete außerdem den ca. 50 glücklichen Gewinnern eine besondere Freude. A Aus dem Großherzogtum Heffen, 22. Januar. Der gelegentlich der Durchführung der in Hessen geplanten Steuerreform jüngst vorgelegte Gesetzentwurf inbetreff der Besteuerung des Weines hat nichts weniger als eine sympathische Aufnahme gefunden, und ist man besonders in Rheinhessen von dem Gesetzentwurf auf das empfindlichste berührt, indem sowohl der Weinhandel, wie auch der Produzent unter dem geplanten Gesetz stark zu leiden haben würden. Es ist weniger die Höhe der beabsichtigten Steuer ells die mit deren Erhebung verbundene Vexationen, die Handel wie Produktion unter eine fortgesetzte lästige staatliche Kontrolle stellen. Wie^seiner Zeit die vom Reiche geplante Weinsteuer gefallen war, schallte in ganz Rheinhessen heller Jubel, und ist man darum jetzt um so enttäuschter, durch die Landesgesetzgebnng ein Gesetz zu bekommen, das man selbst im Reich als schädlich und undurchführbar hielt. Jedenfalls wird der Entwurf in der Kammer viele Gegner finden, zumal jetzt schon lebhafte Agitation gegen das geplante Gesetz in das Leben gerufen wird. Wieseck, 22. Januar. Der gestrige Familien - abend des Gesangvereins „Sängerkranz" hatte sich eines recht zahlreichen Besuches zu erfreuen. Die von der hiesigen Kapelle unter Leitung des Herrn Heinrich Becker ausgeführte Musik verdient besondere Anerkennung. Die von Mitgliedern des Vereins gestellten lebenden Bilder, sowie die komischen Vorträge ernteten gleichfalls reichen Beifall. Dem Verein, der es versteht, seine Mitglieder zu ernstem und heiterem Thun gleicherweife zu sammeln, ist ferneres Gedeihen zu wünschen. L. Alsfeld, 21. Januar. Der Ausschuß des landwirtschaftlichen Provinzialvereins hat in der Sitzung vom 17. Oktober v. Js. beschloffen, den Mitgliederbeitrag von 5,20 Mark auf 3 Mark herunterzusetzen. Man ging hierbei von der Ansicht au», daß, wenn die landwirtschaftlichen Provinzialvereine im Grobherzogtum Heffen die Aufgaben der LandwirtschaftSkammern, wie sie in den preußischen Provinzen errichtet worden find, erfüllen sollen, möglichst alle Landwirte, zum mindesten aber der größere Teil zu den Arbeiten und Bestrebungen der fraglichen Vereine herangezogen werden müßte. Bei Errichtung der preußischen Landwirtschaftskammern handelt es fich nicht nur um die Beschaffung der nötigen Geldmittel und eine von der Regierung anerkannte Vertretung der Landwirtschaft, sondern auch um möglichste Heranziehung aller Landwirte. In Heffen werden die Provinzial- vereine in Gemeinschaft mit dem Landwirtschaftsrat diese Aufgaben erfüllen können, zumal die Regierung die landwirtschaftlichen Vereine mit reichlicheren Geldunterstützungen versehen hat, wenn es gelingt, das Gros der Landwirte an die Vereine heranzuziehen. Rach den seitherigen Erfahrungen in Oberhessen scheint Ausficht vorhanden zu sein, daß dies gelingen wird. Seit Herabsetzung der Mitgliederbeiträge find in zwei Sitzungen 160 neue Mitglieder ausgenommen worden und weitere 130 find zur Aufnahme angemeldet. Der Mft- gliederzuwachs beträgt also in einem Vierteljahr rund 300.- Der Prooinzialverein selbst dürfte durch diese Einnahmen eine wesentliche Erhöhung seiner Mittel wohl kaum erzielen, da er den Vereinsmilgliedern die Zeitschrift unentgeltlich liefert und i/3 der Beiträge den landwirtschaftlichen Bezirksvereinen zu- fließt. Erfreulich ist es aber immerhin, daß eine größere Anzahl von Landwirten an den gemeinsamen Berufs-Bestrebungen der landwirtschaftlichen Vereine Anteil nimmt. A Mainz, 22. Januar. Der von dem Militärfiskus geplante Umbau der im Jahre 1842 als bombenfestes Militärkrankenhaus errichteten großen Schloßkaserne hier bildet eben den Gegenstand lebhafter Diskussion, die tagtäglich in längere Abhandlungen in der hiesigen Presse Widerhall findet. Es sind zwei Gründe, weshalb man gegen den beabsichtigten Umbau ist und zwar einmal, weil durch den riesigen Kasernenbau das in unmittelbarer Nähe stehende kurfürstliche Schloß, eines der schönsten Baudenkmäler von Mainz, ganz erdrückt würde und zweitens, weil der Bau in der geplanten Form ein nie mehr zu beseitigender Grenzwall zwischen der Alt- und Neustadt bilden und die in dortiger Gegend erbauten palastähnlichen Villen verunzieren und den ganzen angrenzenden Grundbesitz beträchtlich entwerten würde. Da der Militärfiskus zum Umbau einen Teil städtischen Geländes notwendig hat, liegt es noch in der Macht der städtischen Verwaltung, den Plan zu vereiteln, weshalb allgemein an die Stadtväter appelliert wurde, den Verkauf des betreffenden städtischen Geländes nicht zu gestatten. — Wie ein hiesiges Blatt mitteilt, ist die Verhaftung des Bankiers Daniel in Berlin um deswillen erfolgt, weil er einem längere Zeit hier wohnenden Schwindler, der sich als Ingenieur Dr. Walker ausgab, behilflich war, die Dresdener Bank um Mk. 120,000 zu beschwindeln. Ans der Zeit für die Zeit. Vor 101 Jahren, am 24. Januar 1798, wurde in Breslau Karl von Holtet geboren, scherzhaft der „Breslauer Bote" genannt. Seine „schlesischen Gedichte" voll inniger Heimatliebe, in Mundart echt und recht, haben ihm eine ungeheuere Popularität verliehen. Holteis tiefe» Gemüt offenbaren auch seine Dramen, „ßeonore“, „Lorbeer und Bettelstab", die eine Zeit lang die Bühne beherrschten und seine Romane, von >enen die „Vagabunden" und „Christian Lammfell ' zu nennen ind. Der Dichter starb am 12. Februar 1880 in seiner Vaterstadt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag den 23. Januar, abendS 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Apostelgeschichte 4, 28 ff. Pfarrer Euler. Brodpreise vom 22. Januar bi» 5. Februar 1899. I. Kumpf . 1 Kg. (2 Pfd.' 28 Psg 27 „ 56 , 54 , 26 , 62 , 24 , 48 . 3» „ 72 , hiestzzcu Bäcker. I. Kumpf . Weißbrod Weißbrod Schwarzbrod. Der 1 Kg. (2 Pfd.) Tnfelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod W. Fabel von Wieseck E. Post von Wieseck 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei L. Schmidt (Großen-Lindev) L. Stetnmüller, Gr^Linden W. Weitzel von Lang-Göns Wilb. Fabel von Wieseck C. Post von Wieseck 1 Ka. (2 Pfd.) Schwarzbrod bei W. Steinmüller, Lang-Göns L. Stetnmüller Gr.-Ltnden L. Schmidt, Großm-Ltnden W. Weitzel von Lang-GönS 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei W. Steinmüller in Langgöns L. Schmidt Gr.-Ltnden W. Weitzel v. Lang-GönS L. Steinmüller, Gr.-Linden C. Poft von Wieseck G. Jacoby v. Allen-Buseck 8 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Wllh. Fabel von Wieseck G. Jacoby v. Alten-Buseck C. Post von Wieseck Ernst Christ von Wieseck 2 Kg. (4 Pfd.^ 1 Kg. (2 Pfd. 2 Kg. (4 Pfd.! 26 , 48 „ 48 , 48 , 48 . 52 , 22 „ 22 , 22 , 22 , 44 , 44 „ 44 „ 44 „ 46 , 46 , 66 „ 69 „ 69 , 70 „ Schwarzbrod..... 2 “ (4 , ) „ in der Köln. Consum-Anstalt 3 Kg. (6 Pft>.) Schwarzbrod...... Der auswärtigen Bäcker. t _ rvic 1 Ka. (2 Pfd.) Weißbrod bei L. Stetnmüller, Gr.-Linden 24 Pfg. L. Schmidt, Gr.-Linden 24 „ W. Weitzel von Lang-GönS 24 , 24 „ Der Brodvrrkcktrfer. . , . Bei den hiesigen Brodverkäufern bestehen dieselben Preise wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 21. Januar 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Verkehr, Zand- und Volkswirtschaft. BrLnverg, 2l Jan. Fruchtpretse. Weizens. 16,50—17,00, Korn JS. 13,00-14,40, Gerste JL 16,00-17,00, Hafers. 13,60-14.00, Erbsen JL 00,00-00,00, Linser- JL 00,00—00,00, Wtckrn JL 00,00, Lein JU 00,00, Kartoffeln JL 0,00—0,00, Samen JL 00,00—00,00- Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 23. Januar. Der Setzerstrike int „Lokal- Anzeiger" beschäftigte eine gestern nachmittag abgehaltene, von über 2000 Personen besuchte öffentliche Volksversammlung. Das Verhalten des Verlegers betreffend die Entlassung von 24 Setzern, welche dem Verbände angehörten, wurde scharf kritisiert und verurteilt. Es gelangte eine Resolution zur Annahme, in welcher u. a. alle Gewerkschaften und Arbeitervereine Deutschlands ersucht wurden, nicht eher den Kampf aufzugeben, bis die volle gesetzliche Freiheit der Arbeiter vom „Lokal-Anzeiger" anerkannt und den Ausständigen Genugthuung gegeben ist. Berlin, 23. Januar. Dem „Kleinen Journal" wird au» Paris telegraphiert. Der Kassationshof stellte die Fälschung einer ganzen Reihe von Depeschen Panizzardis und Tornielli» an ihre Regierungen sowie der betreffenden Rückantworten fest. Die Verneinung „Nicht", durch welche DreyfuS Unschuld klar bewiesen worden wäre, ist in jedem der Telegramme entfernt worden. Die Fälscher find im Generalstabe zu suchen, da es erwiesen ist, daß da» Ministerium des Auswärtigen den Fälschungen vollkommen fern steht. Man nennt offen die Namen mehreren Generale, welche an den Fälschungen beteiligt fein sollen. — Esterhazy wurde vom Kriegsminister vom Amtsgeheimnis entbunden. Ausgenommen sind Geheimnisse, welche die Landesverteidigung betreffen. Berlin, 23. Januar. Ein verheerendes Feuer wütete gestern Nachmittag in der Reichenberger Straße. Dasselbe entstand in einer Kistenfabrik und breitete sich mit rasender Schnelligkeit aus. Das anstoßende Luisentheater, in welchem gerade die Nachmittagsvorstellung begonnen hatte, war in Gefahr, und mußte die Vorstellung deshalb unterbrochen werden. Im übrigen gelang es der Feuerwehr, den Brand zu lokalisieren. Berlin, 23. Januar. Aus Petersburg meldet das „Kleine Journal": Beim Empfang Montebellos betonte der Zar die Festigkeit der französisch-russischen Allianz. Washington, 23. Januar. Am Samstag überreichte der deutsche Botschafter von Holleben dem Staatssekretär Hay zwei wichtige Berliner Depeschen, die eine ausführliche Darstellung der Vorgänge aus Samoa enthalten. Mondamin-Wintergerichte. Mondamin schätzt man meist nur als Sommerspeise; jedoch besitzt es ausgezeichnete Eigenschaften gerade zum Bereiten warmer Speisen. Monoamin erwärmt und kräftigt den Körper, e8 ist ein willkommenes Nahrungsmittel in kalten Tagen. 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Durchmesser, Kiefern-Bauholz bis zu A b endeonrser 154.90 l Oesterr. Credit-Actien Mlll-N, 6 Licherstraße, 11. Schneise, beim Forsthaus Hochwart. Gießen, den 23. Januar 1899. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Aotzversteigerung. Donnerstag den 26. und Freitag den 27. d. Mts. soll im Grüninger Markwald folgendes Holz versteigert werden: Mtisuppe im Löwen. rc., auf 1. April zu 723 R. Scheel. Holzverkauf in 6tr König!. Gbersörstttti Krostors 0262] Tückt. Frau suckt Besckäft. im Waschen und Putzen, auch nehme zum Ausb. u. Flicken an. Näh. Sandgasse 26. 0258] Ein gebrauchter Rollwagen, der sich in gutem Zustande befindet, Einspänner, zu kaufen gesuckl. Offerten unter Nr. 0258 an die Ex- pedition dieses Blattes.__ 0263] Zwei Damen suchen bis Mitte April scköne Wohnung von 5—6Zimmern nebst Zubehör. Offerten mit Preisangabe an Frau Julie Bogt, Wiesenstrabe 1. Zusammenkunft im Lausköppel Holz Nr. 21. Holz-Versteigerung tat Gießener Stadtwald. Montag, bett 30. Januar 1899, vormittags 9l/3 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Distrikt Forst- garteu und Aue, versteigert werden: 31 Eichenstämme mit 8,84 fm, 3 Eschenstämme mit 0,57 fm, 1 Ulmenstamm mit 1,37 fm, Kittorgut Haus Vorst bei Leichlingen, Rhld. Hohversteigerung. Donnerstag den 26. Januar l. I., vormittags 9 Uhr anfangend, werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf an der Lumda, Distrckt Kaulsköppel, Lausköppel und Langebruch versteigert: General-Agentur der Bersicherungs- Geseüschaft Thnringia Frankfurt a. M., Roßmarkt Bemerkt wird, daß das Stammholz gleichzeitig mit dem Brennholz zur Versteigerung kommt. Das Holz im Distrikt Kaulsköppel wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt. Allendorf a.d.Lda., am21.Jan.1899 Gr. BürgermeistereiAllendorf a. d. Lda. Bekanntmachung, betreffend: Die Heichelheim'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung sind am 27. April d. I. die halbjährigen Zinsen m t 525 Mark an eine in G eßen wohnhafte würdige christ iche Familie od r Person zu vergeben. Anmeldungen werden von heute an bis 10. Februar d. I. im Bürgermeister^igebäude, Zimmer Nr. 2, entgegen genommen. Gießen, den 17. Januar 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 182 rm Kiefern-Nutzscheiter u.Knüppel von 3 und 31/, Meier Länge. Die Zusammenkunft ist jedesmal morgens 9 Uhr, am ersten Tage am Fußpfad von Grüningen nach Garbenteich und am zweiten Tage an der Kreisstraße Dorfgill-Garbenteich. Bemerkt wird, daß die Buchen- und Eichenstämme am zweiten Tag zur Versteigerung kommen. Grüningen, den 21. Januar 1899. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Der heutigen Gesamt-Auflage liegt ein Prospekt W bekannten Spezialiste i Theod. Kouetzky, Vilü Cbriffina bei Säckinaen, Baden, bei 8^ Leonhardts Kugelspitzfedern gleiten mit unbeschreiblicher Leichtigkeit über jedes Papier Vorrätig in sämtlichen Schreibwaren-Handlungen. 809 Der Königliche Oberförster. Bus old. 824 Settersweg 87 ist der erste Stock, 7 große Zimmer mit Balkon, Veranda, Gasleitung g: Ostern! Berufswahl! 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Februar 1899, Vormittags 10 Uhr, in unserem schäftszimmer verdungen. 813 Garnisonverwaltung in Gießen. Gelbsortenr Geld 16.15 Franz. Banknoten Gärtner zum baldigen Eintritt gesucht. Sehr gute Zeugniffe erforderlich 815 Frankfurterstratze 49. Abkochen von Wasser bei der Bereitung von Kognak aus MellinghoffS Kognak-Essenz ist un- zweckmäsilg. Man nehme 1 Liter Weingeist, 17« Liter kaltes Wasser und füge für 75 Pfg. MellinghoffS Kognak- Effenz hinzu. Der so erhaltene Kognak ist dem echten der Zusammensetzung nach gleich. In Gießen zu haben bei Emil Fisch- Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenstraste 2. Angebot der Arbeitnehmer: 2 Bäcker, 1 Krankenwärter 1 Glaser, 7 Schneider, 1 Bausckreiner, 12 Taglöhner, 2 Taglohner für leichtere Arbeit, 4 Hausburschen, 4 Fuhrknechte, 1 Kellner, 1 Haushälterin, 1 Hausmädchen für Bad-Nauheim, 1 Büglerin, 1 Büreaugehilfe. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Bäcker, 1 Drechsler, 2 tücht. Bauschloffer, 2 Schuhmacher, 3 tücht. Bauschreiner, 1 Sattler, 6 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 1 Hausmädchen, 2 Lauffrauen, eine Anzahl Lumpensortiererinnen, 6 bis 8 Ausripperinnen, 3 Flickfrauen. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Barbier, 1 Buchbinder, 2 Glaser, 2 Lackierer, 1 Mechaniker, 1 Sattler, 1 Schmied, 1 Schneider, 2 Schreiner, 4 Schuhmacher, 1 Spengler, 2 Schriftsetzer, 1 Wagner. 87, Frankftr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99.00 87, Frkf. Hyp. Cred. B. unk. b. 1906 98.00 ,, Nadel- „ Wellen Buchen-Reisig, 37, Hambrgr. Hyp Bk. unk. b. 1908 4 Preuß. Hyp. A.Bkunk.b. 1900 87i Pomm. Hyp.A.Bk. unk. b.1906 4 Frkf.Ldw.Cred.Bk.unk.b.1900 819 Der Vorstand. „it rlitn-h" Kolilag- Ke W UtrKn del» r -iitiitlid) 6' ’ btigtltg Eichenstämme mit 22,76 fm, Buchenstamm H 1,25 „ Nadelstämme „ 40,17 „ Nadel-Derbstangen mit 7,16fm, Nadel-NeiSstangen mit 8,30fm, rm Buchen-Scheitholz, // Eichen- z/ Eichen Knüppel, „ Nadel- „ Wellen E-chen-Reisholz, n Radel- „ rm Buchen-Stockholz, „ Eichen- „ Aaufmänmfcher Herein. Mittwoch den 25. ds. Mts., abends 8-/, Uhr pünktlich im Vereinshause: Vortrag des Kern RealgyMasiallkhm Koob. Themar Are ZLeivohnöarKeit der Maneten, insbesondere des Mars, erläutert durch zahlreiche Lichtbilder. Redaction: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'scheu UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Are Heutige Hlrnnrner nnrsaßt 10 Seiten. Russisches Mssard, fast neu, billig zu verkaufen. 0260 Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Tüchtiger Tapeziergehülfe auf dauernd sofort gesucht. 825 Adolf Noll. Grünbergerstr. 3. Gelt - 81.01 - 169.« - 4.187 T>f< he9tn'6re N Willig tL u työOn &fo Vermietungen Mn, müag btn n. Schlir Witirfabii btt faiftr ,btn Goavei Liebert, z Sttlin, von jetzt an hergestellt w die flwibu Strliti,. $nif Me tmddjtm bit '1 haben, in der Berlin, . dtWn heute Ibkteiiitztrn jii Ktichter, Gras innb Abgeordr 'sortgesetzt. 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Febr., vormittags 10 Uhr, kommen in der F r e u n d'schen Wirtschaft zu Krofdorf zum Verkauf: Schutzbezirk Waldhaus Distrikt 46 (Sauerhege), 51 und 53 a und b (Junger Lichten- verg): Eiche«: 5 rm Scheite und Knüppel, 107 rm Reiser- Buche«: 481 rm Scheite und Knüppel, 1759 rm Reiser 2. und 3. Klaffe, und 1 rm Nadel-Knüppelholz Die Schläge liegen unmittelbar an der Krofdorf—Schmelzer - Chiuffee und der Straße vom Waldhaus nach j Kirchvers. Dienstag abend: Z Bei ungünstiger Witterung wird die Versteigerung in einer Wirtschaft abgehalten. Kaufliebhaber wollen sich das Holz deshalb vorher ansehen. Ehringshausen, den 21. Jan. 1899. Der Bürgermeister Hoemann. 807 Bäckergehittfe auf sogleich gesucht. 810 ______Hermann Vogt, Seltersweg. Für unsere Ginöruchs-Dieöstahk- Jersicherung sucken wir bei sehr lohnenden Bezügen allerorts respektable und angesehene Herren H liefert schnell eu MIMgen Preisen die anfeouverts »rührsehe Univ.-Druckerei (Fletsch. 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