1SO9 Samstag bett 23 December Zlints- und An;«igeblatt für den Tkrei» Grefzen. Kara» ÄEt 8nz«iGen«8er7ii .r!üNHlßeUnr keS In« and Kdtlstt«! vr^Mkn Sn|tt|tn für den Sießeuc? Anzeiger raCgegafc. Rtkattttt-, »^kitien unk Druckerei: Kch«kflr«te Ar. 7. tWM «fM deit ke« N*«L«r4. M« Gichenrr werbet: kon Sn^izer tzeihetozr. auch nicht jener Genius sein, der in allen Wirren der Zett und in allem Hader den rechten Weg erkennt und unbeirrt zum Ziele schreitet, so ist er doch der Mann des guten Willens gewesen und Gerechtigkeit und Ehrlichkeit haben ihm zur Seite gestanden. Graf Clary hat seine Laufbahn als Minister begonnen mit der Aufhebung der Sprachenverordnungen, er hat das schwere Unrecht, das einst Badem dem ältesten Kulturvolke Oesterreichs zugefügt hat, wieder gutzumachen versucht und er hat in den Deutschen wieder das Gefühl erweckt, daß sie im Kaiserstaate mcht die rechtlos Enterbten seien, sondern auch einen Anspruch machen dürfen auf Licht und Sonne. Und Graf Clary hat weiter die Herrschaft des Paragraph 14 durchbrochen, jener eigenartigen Verfassungsbestimmung, die eine rabulistische Rechtsauslegung hinzustellen gewußt hatte als die Stabilisierung des nackten Absolutismus. Das Rechtsgefühl gebot dem ehrlichen Mann diesen Schritt. Aber dte poltttsche Klugheit hätte doch vielleicht gefordert, daß er erst dann mit dieser Bestimmung aufräumte, wenn den dringendsten Forderungen der Staatsnotwendigkeit Genüge geschehen, wenn vor allem das Verhältnis zu Ungarn auf Jahre hm- Wttüta ans der Fabrik J. Ph. Wagner & Co. in Mainz. van Houtens Kakao. Biookers Kakao. Mineralwasser. I Backiuthaten. L ____ MÜ Sen***« ** fttr bei iÄ-eud«* Uf erf^daenken Hummer Ml »arm. 10 Uhr. GrstisbMsHem Gießener FeMienblätter, Der hessische Landwirts Mtter für hejUche Volkskunde. _____________ u'.erteljätzrlich 2 Mart 20 Pt«, monoüich 75 PfK mit BringerlotzA. Btt Poftdrju; 2 Mark 50 W virrtelfährlicki. M. 302 Erstes Matt. Gießener Anzeiger General-Anzeiger ^abet'bk reaktionären Elemente in Oesterreich, ob sie der Fahne Dipaulis und KathremS oder Btl'NsktS \ 0 ♦xv% M wo» pz> 0, Xw' H ' V- Abonnements - Einladung. I Zum Bezug des „Gletzener Anzeiger" für xxä 1. Vierteljahr 1900 laden wir hiermit ergeLenst eht. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer, den Thatsachen entsprechender I Weise zur'Kenntnis seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Bureaus sowie zahlreiche Mitteilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser I stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Orten Obcrhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeitig wie möglich zur Kenntnis seiner Leser zu bringen, desgleichen werden die Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im lokalen Teile des An,eigers erfahren. Den Interessen der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirtschaft wird der Anzeiger weiterhin durch eine landwirtschaftliche Beilage Rechnung tragen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratnr, Hauswirtschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Als weitere Beigabe erhalten die Leser die Blätter ■ für Hessische Volkskunde Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsten und heiteren Inhaltes den erwünschten llnterhaltungs- stoff bieten. Die „Gietzener Familienbläter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4mal (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt und den Blättern für Hessische Volkskunde beigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unter- haltuugsstofs aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswirtschaft bringen, und somit namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Ueuhiiimirktklide hi-sigr Jbonutnftn erhalten dobi Tagt der Dkßkülmg biß 31. Dezember btn An» itiger kostenfrei Mkstrllt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe-Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weiterscnden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben). sarstwerie. en bet txN Toiletteartikei .agen. rschwnck.______ folgen, haben ein leichtverständliches Interesse daran, jeden Kulturfaktor nach Kräften zu unteidrücken. Sie würden auch den Lichtträger Prometheus getrost wieder an seinen Felsen schmieden. Und so wird die beste That des Grafen Cla'y nicht zur vollen Reife gelangen. So wie hier, so wird auch sein anderes Thun den Stempel des Halbseitigen tragen. Wie viel Konferenzen haben stattgefunden seit seiner Berufung. In seinem Hotel wie in der Hofburg gab ein Abgeordneter, ein Vertrauensmann dem andern bie Thürklinke in die Hand, schlechte Musikanten spielten das alte Lied von der Versöhnung vom Turme der Stephans- kirche herab, und doch ist nicht einmal das Budgetprovi- sorium zu Stande gekommen, und wenn die Staatsverwaltung nicht in volles Stocken geraten soll, so muß Graf Clary gehen und an seine Stelle muß ein Mann mit weiterem Gewissen treten, der wieder zurückgreift auf den Paragraph 14 und mit seiner Hilfe dem Staate giebt, was er zum Leben gebraucht. Die czechische Obstruktion, die den Grafen Clary zu Falle bringt, hat einen besonders widerlichen Charakter getragen. Sie war nicht aus der echten nationalen Erregung geboren, wie einst die deutsche Obstruktion, sie entstammte nicht einer leidenschaftlichen Gemütserregung, sondern dem kühl restektierenden Verstände. Und sie war nicht osten und ehrlich, sondern schleichend und hinterlistig, sie war echt slavisch. Und sie fand ihre Stütze an der Partei der Herren Dipauli und Kathrein, auf daß doch auch der Jesuitismus zu seinem Recht gelange. — Auf die landeS- väterlichen Mahnungen des greisen Monarchen fand man wohl stets süße Worte, aber Worte sind kerne Thaten und von Honigseim kann man nicht leben. Ohne die heimliche Unterstützung der Klerikalen und Polen wäre dre czechrsche Obstruktion unmöglich gewesen, ohne diese Unterstützung würde der Sturz des Grafen Clary nicht herbeigesührb worden sein. Am Tage der Generalabrechnung werden sich das die Deutschen merken und sie werden eine Rechnung präsentieren, an der die Römlinge kaum eine Freude haben dürften. An die Stelle des Kabinetts Clary wird irgend ein Beamtenministerium treten, das für die nächsten Bedürfnisse mit Hilfe des § 14 sorgt. Da ist ja schließlich immer der Ausweg, den man in Oesterreich suchte. Aber ein Beamtenministerium kann schon seiner Natur nach nur ein Provisorium bilden. Und wenn es selbst den besten Willen hat, so wird es nicht imstande sein, sich vor dem tiefen Mißtrauen der Deutschen zu schützen, und es wird andererseits die Feindschaft der Czechen tragen, wenn es sich nicht entschließt, von neuem die Sprachenverordnungen zu dekretieren. Und dann? Mit dem Grafen Clary verschwindet em ernster und ehrlicher Patriot — wird dereinst seine Stelle wieder | ein Mann einnehmen aus dem Geschlechte der Badem und Thun? Wer kann es wissen. O, Du mein Oesterreich'. Berlin, 21. Dezember. Der Kaiser empfing geftem mittag den Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich, der in Potsdam zum Besuche seiner Schwester, der Herzogin Albrecht von Württemberg eingetroffen ist. Heute vormittag hörte der Kaiser die Vorträge des Kriegsministers und des Chefs des Militärkabinetts v. Hahnke. — Der Kaiser ist infolge von Erkaltung unpäßlich, und hat ans diesem Grunde bestimmt, daß die Einweihung des neuen Offizierkasinos des Garde-Fußartillerie Regiments in Spandau, die morgen Freitag stattfinden sollte, bis nach Neujahr zu verschieben sei. , __ Wie ein Berichterstatter meldet, ist dem Reichs- bankpräsidenten vr. Koch vom Kaiser die Verleihung des Adels gleichzeitig mit vr. Siemens angetragen worden, vr. Koch habe jedoch gebeten, auf diese Auszeichnung verzichten zu dürfm. _ Die Bestätigung des Bürgermeisters Kirschner als Oberbürgermeister von Berlin steht, wie aus Regierungskreisen versichert wird, in naher Aussicht. Dieselbe ist bereits offiziell erfolgt, oder wird wenigstens demnächst erfolgen. Vielleicht dürfte oas .^eihnachtsfest die endgiltige Lösung dieser Frage bringen. Die .,Nat. Ztg. , welche diese Mit-eilung eines Berichterstatters wredergiebt, hält dieselbe für zutreffend. । 9 __ Der „Rat. Zig." wird bestätigt, daß der ehemalige j Staatssekretär des Reichsschatzamtes, Frhr. v. Maltzan- Gültz zum Oberpräsidenten von Pommern ernannt ist. — In der in Königsberg abgehaltenen Jahresversammlung des Bundes der Landwirte für aus geregelt war. Allerdings hat Graf Clary, wenn man nach dem Aeußerlichen urteilt, die parlamentarische Maschine wieder in Bewegung gesetzt; und es ist ihm gelungen, was seinem Vorgänger versagt blieb, die Wahlen in die Delegationen I zu stände zu bringen. Aber eine Maschine, deren Rädep sich nur drehen, ohne daß die Transmission m Bewegung; gesetzt wird, verfehlt ihren Zweck, und wenn Parlamente und Delegationen nur tagen, um die endlos hinausgespon- I nenen, sinnlosen Redereien von Tschechen und Slovaken zu vernehmen, so tritt Verödung ein. Mit dem guten Willen I allein ist es nicht gethan. m . Selbst die einzige und wahrhaft bedeutende Reform, I die unter all den Wirren das Ministerium Clary versucht I hat, ist nicht zur Vollendung gediehen: die Aufhebung des Zeitungsstempels. Der Reichsrat hat dieser Reform einhellig zugestimmt, aber im Herrenhause sitzen gar eigentümliche Leute, deren dringendster Wunsch es ist, alles, was oer I Aufklärung dient, fern zu halten von ihren Bergen und Thälern, Leute, denen jede Kritik der öffentlichen Zustande als ein tätliches Gift erscheint. Sie drehen den Ausspruch des großen Friedrich in sein Gegenteil: „Gazetten müssen I I nach Kräften geniret werden". Kein anderes Land kennt | das objektive Verfahren, das die ganze Presse unter dir Willkür des Staatsanwalts stellt, kein anderes Land, auch Rußland nicht, kennt die Einrichtung, daß ein ganz besonderes geschäftliches Unternehmen, wie es doch eine Zeitung I darstellt, einer ganz besonderen, drückenden Steuer unter- l morsen wird. Der Zwang, jede Zeiturlgsnummer mit einer I Kreuzermarke zu versehen, legt einem kleinen Blatt, das etwa 6000 Abonnenten zählt, eine jährliche Extraausgabe von etwa 30000 Mk. auf, und wenn dieses Blatt gar Die Todsünde begeht, gegen die Sprachenverordnungen oder die Willkürherrschaft des § 14 zu opponieren, wenn al\o das I Gespenst der Konfiskation in seinen Räumen heimisch wird, I so steigt diese Summe noch um Hunderte und Tausende. I Die nationalen deutschen Blätter wissen ein Siebtem davon I zu singen. Denn eine neu veranstaltete Auflage muß neu I gestempelt werden, und wenn eine Konfiskation zwei- oder dreimal aufeinander folgt, so ist es ein Wunder, wenn das I erstrebte Ziel nicht immer erreicht, die Gesinnungstreue durch I den materiellen Zwang zu Boden gedrückt wird. Der rieitungsstempel bildet die Ursache der auffallend niedrigen 6ahl der österreichischen Blätter. In einer Statistik der I „Täql. R." wurde neulich festgestellt, daß in den beiden I Reußischen Fürstentümern doppelt so viel Tageszeitungen I erscheinen, als in dem zwanzig Mal so großen Herzogtum I Steiermark mit seiner sechsfachen Vevölkerungszahl, daß in Hamburg allein genau so viel Blätter erscheinen, als tm I ganzen Königreich Böhmen, daß es im Deutschen Reiche rund I 1220, in ganz Oesterreich-Ungarn aber nur 138 Zeitungen I giebt, also nicht einmal soviel, wie in Sachsen und WÜrttem- I berg zusammen, oder gar in Bayern, das Über 204 Blatter , verfügt. Die drei Hansastädte weisen mehr Zeitungen auf, ; I als Böhmen, Mähren, Steiermark und Kärnthen zusammen. : Und während die deutsche Presse ihre Mittel aufw^den l kann, um sich gute Verbindungen zu sichern » 'An Sl°ff i zu bereichern, muß die österreichische Presse ihr G«-ld h>tr_ , I geben, um die Finanzen des Staates zu starken. Ist ein Wunder, daß es nur wenige, wirklich bedeutende Blatter Unger Telephon 78. eiiegener L lederwaren Portefeuille*611 iund Munition Gewichts 50 bis 60 pCt. echte0)11 patent^ erzeugt611 * Des Grafen Clary Glück und Ende. Gießen, den 22. Dezember 1899. Wieder einmal läutet in Oesterreich das Sterbeglöcklein. Äs kündet das Ende des Ministeriums Clary an, das nach harter mühevoller Arbeit an der Möglichkeit des Erfolges verzweifelt und sich anschickt, sein Mandat in die Hande des Kaisers zurückzulegen. Badem und Thun waren der deutschen Opposition zum Opfer gefallen. Herr v. Gautsch verendete an seiner eigenen Unfähigkeit, Graf ®Iartji M rufanunen unter dem Druck der tschechischen Obstruktion, die in der Haltung der Polen ihre starke Stütze fand. Graf Clary hat ein besseres Schicksal verdient. Denn mag er auch nicht jener Schicksalsmann von Stahl und Eisen sein, nach dem ganz Oesterreich sich sehnt, mag er I nun ia»W»oIe, «en Acher ”iu , o 8Ö4O L&Co, Nkceffe für Depeschen: Jkajdg« KkH«» Fernsprecher Nr. 61. .......... mi.i.Bi ■■■■!.nirm-W iische Keuidm i, Serviteurs ui, cks WM 8,2» teipel Markt 16. Ostpreußen machte der Reichstagsabgeordnete Dr. Dertd die Mitteilung, daß auch an die Oberförster die Aufforderung ergangen sei, wegen der kanalfeindlichen Haltung des Bundes aus demselben auszutreten. — Die „Volksztg." ist in der Lage, Einzelheiten über die Thal des Prinzen v. Arenberg, der Distriktschef auf einer Station hinter Windhoek und wegen dieser Thal vor ein Kriegsgericht gestellt war, dessen Urteil dem Kaiser zur Bestätigung vorliegt, bringen zu können. Darnach handelte es sich um den Eingeborenen Willy Cain, der in Diensten des Prinzen stand. Nach einem Gespräch zwischen Herrn und Diener entfernte sich letzterer, ohne sich des geringsten Vergehens bewußt zu sein. Der Prinz forderte den Posten auf, auf Ca'in zu schießen; der Soldat schoß in die Luft, und auf eine weitere Aufforderung schoß er dem Eingeborenen ins Bein. Nun trat der Prinz hinzu und schoß Cain in den Leib und gleich darauf in den Kopf trotz der flehentlichsten Bitten des Eingeborenen. Der Prinz nahm nun seinen Gewehrstock, bohrte ihn in die Wunde und rührte das Gehirn solange um, bis Ca'in verstarb. — Auch der auf heute angesetzten Enthüllung eilter neuen Denkmalsgruppe in der Siegesallee konnte der Kaiser wegen des leichten Unwohlseins nicht beiwohnen. Die Feier soll deshalb morgen stattfinden. — Zur Feier der Jahrhundertwende wird der evangelische Oberkirchenrat Bestimmungen erlassen, nach welchen überall da, wo die Verhältnisse es gestatten, mit Beginn des neuen Jahrhunderts, bezw. in der Morgenfrühe des 1. Januar, Choräle von den Türmern geblasen werden sollen. Auch ist seitens der Geistlichen auf thunlichst feierliche Ausgestaltung der JahreSschluß-Andacht Bedacht zu nehmen. — In Arbeiterkeisen zirkulieren Gerüchte von einer Massenaussperrung der Bauarbeiter. Die Leiter der größeren Baufirmen sollen in einer dieser Tage stattgehabten Besprechung sich dahin geeinigt haben, den stetig wachsenden Forderungen der im Baugewerbe thätigen Arbeiter durch eine Generalaussperrung zu begegnen. Die Aussperrung soll nach Weihnachten bei passender Gelegenheit in Berlin beginnen und später über das ganze deutsche Reich ausgebreitet werden. Kiel, 21. Dezember. Auch in der Marine soll der Beginndes neuenJahrhundertsiN feierlicher Weise begangen werden. — Wie in Kieler Marinekreisen verlautet, gedenkt der Kaiser um die Mitte des Monats März 1900 in Wilhelmshaven einzutreffen, um der Vereidigung der im nächsten Monat bei der Marine zur Einstellung gelangenden Rekruten beizuwohnen. Bei dieser Gelegenheit wird der Kaiser auch das neue Linienschiff „Kaiser Wilhelm II." eingehend besichtigen. — Nach den hier eingegangenen Berichten der Kommandeure der Schulschiffe „Stosch" und „Moltke" sind die Beschwerden der Deutschen in Puerto Cabello über ungenügenden Schutz seitens des „Stosch" gelegentlich der Beschießung der Stadt durch die venezuelanischen Truppen und Kriegsschiffe unbegründet. Der durch die Presse gegangene Bericht aus Puerto Cabello, dessen Wortlaut mit einer von den Deutschen an den Kaiser gerichteten Immediateingabe übereinstimmt, bewegt sich, der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge, in Uebertreibungen und enthält eine Reihe unzutreffender Darstellungen. Der Kommandant des „Stosch" handelte nach Lage der Verhältnisse durchaus korrekt. Er hatte den Schutz der Deutschen von dem Schiffe „Nixe" übernommen und denselben nach bestem Können weitergeführt. Bei der. Beschießung wurde ein deutsches Gebäude beschädigt; der durch die ganze kriegerische Aktion unseren Landsleuten zugefügte Materialschaden belief sich nach ihrer Angabe auf 1000 Fr cs. und wurde von den Beteiligten nicht einmal auf dem Konsularwege reklamiert. Weder ging deutsches Eigentum verloren, noch ist einem unserer Staatsangehörigen ein Haar gekrümmt worden. — Die Londoner „Daily Mail" läßt sich von ihrem Berliner Korrespondenten melden, die Gesandtschaft der Südafrikanischen Republik in Brüssel habe in Berlin an maßgebe'.oer Stelle sondieren lassen, ob Friedensanträge des Präsidenten Krüger aktive Unterstützung seitens der deutschen Regierung erfahren würden, falls sie auf die Wiederherstellung des Status quo vor dem Kriege hinzielen sollten. Wie die „Post" demgegenüber erfährt, ist an hiesiger maßgebender Stelle von einem Schritte der Brüsseler Gesandtschaft Transvaals nichts bekannt. Man habe es vielmehr lediglich mit einer Kombination zu thun. Ausland. Wien, 21. Dezember. Der Kaiser empfing heute Vormittag das Kabinett Clary in Abschiedsaudienz und verlieh alsdann dem Grafen Clary das Großkreuz des Leopold-Ordens. Später wurde der neue Ministerpräsident Wittek vom Kaiser empfangen, welcher dem Monarchen nachstehende Ministerliste unterbreitete: Wittek Vorsitz und Eisenbahnen, Welfersheimb Landesverteidigung, Stummer Inneres, Schrott Justiz, Stribal Handel, Jorkasch Koch Finanzen, Blumenfeld Ackerbau, Berndt Unterricht, Chlen« dowski Minister für Galizien. Wien, Tr. Dezember. Das Herrenhaus nahm die Aufhebung des Zeitungsstempels an. London, 21. Dezember. Der Korrespondent der „Daily Mail" in Berlin will in Erfahrung gebracht haben, daß die Publikation der englisch-d eutschen Konvention beschlossene Sache sei; der Termin der Veröffentlichung hänge nur von der englischen Regierung ab. Konstantinopel, 21. Dezember. Unterrichtete Kreise behaupten, der Sultan sei im Besitze von Beweisen, daß Mahmud sich an die Spitze der jungtürkischen Partei habe stellen wollen. Um dessen weitere Jntriguen lahmzulegen, werde der Sultan mit genügenden Geldmitteln ausgestattet und Vertrauensmänner nach Paris, London und Genf senden, um mit den dort lebenden Jungtürken Verständigungsverhandlungen einzuleiten. * Vom Kriegsschauplatz ist heute nur wenig zu berichten. Von Interesse ist nur, daß das „Reuter'sche Bureau" jetzt zugiebt, daß die Buren feste Stellungen unmittelbar am Modderflusse selbst, zwischen Brücke und Furth errichtet haben. Hiernach erscheint es doch ausgeschlossen, daß, wie dasselbe Bureau vor einigen Tagen meldet, Lord Methuen Modderriverstation, ebenfall am nördlichen Ufer des Flusses, nicht weit von der Eisenbahnbrücke in ein befestigtes Lager umgewandelt habe, und dort auf Verstärkungen warte. Entweder sitzt er noch zwischen den beiden Flüssen Modder und Riet fest oder er hat sich auf das Südufer des Riet zurückgezogen. Wie dem auch sei, er ist nach allen Seiten abgeschnitten und überall von festen Positionen der Buren umgeben. Wie die Times unterm 16. aus Modder River erfahren haben wollen, soll es bis dahin zu weiteren Feindseligkeiten nicht gekommen sein, wogegen beide Parteien Mitteilungen über die Gefangenen und Verwundeten ausgetauscht hatten. Dem widerspricht unsere Meldung vom 19. Dezember, nach welcher Methuen in der Nacht vom 14. zum 15. versucht hat, nach Süden durchzubrechen, aber zurückgeschlagen worden ist. Englische Blätter brachten dieselbe Meldung; sie wird also dem Beschwichtigungstelegramm der „Times" gegenüber aufrecht erhalten werden müssen. — lieber die neuen Aushebungen wird weiter berichtet: London, 20. Dezember. In der heute unter dem Vorsitze des Lordmayors abgehaltenen Sitzung der City Korporation wurde mitge- teilt, daß für die Ausrüstung eines Freiwilligenkorps der City von 1 0 0 0 Mann, das in Südafrka Dienst thun soll, durch Subskription 25 000 Pfd. Sterling aufgebracht worden seien, daß Lord Rothschild 5000 Pfund gezeichnet und General Wolseley das Anerbieten der Korporation angenommen habe. London, 20. Dezember. Der Herzog von Marlborough, die Parlamentsmitglieder Lord Valentin und Sir Elliott Lees, sowie der Romanschriftsteller Conan Doyle meldeten sich für den F r e i w i l l i g e n d i e n st i n Südafrika. Ottawa, 20. Dezember. (Reuters Bureau). Das zweite kanadische Kontingent wird aus drei Feldbatterieen und drei Schwadronen Jäger zu Pferde, im Ganzen aus 10 5 0 Mann bestehen. London, 21. Dezember. Unter dem 16. Dezember wird aus Modderriver berichtet, daß die Buren mit großem Eifer ihre Befestigungswerke vergrößern; auch die Briten verschanzen sich, so gut sie es vermögen. Nach Mitteilungen gefangener Buren soll der Feind einen neuen Angriff planen; seine Starke wird auf 15 000 Mann geschätzt. Die Division des Generals Warren wird sich demnächst in de Aar konzentriert haben, um Methuens Verbindungen zu schützen. Vorher wird Lord Methuen nicht gegen Kimberley vorrücken. — Es berührt hier unangenehm, daß man be- reits Mannschaften der v-Reserve einberufen hat, da letztere nur dann hinzugezogen werden, wenn der Rest der übrigen Reserve erschöpft ist. Die Gesamtstärke der Reserven beziffert sich auf 82 005 Mann. Von diesen gehören 6694 Mann zur Kavallerie, 10 918 zur Artillerie und der Rest zur Infanterie. * * ♦ Telegramme des „Gietzeuer Anzeiger". London, 22. Dezember. Große Schwierigkeiten macht der Regierung der Transport der berittenen Freiwilligen. Sie garantiert jedem Freiwilligen die Kosten des Pferdes und die der Ausrüstung und übernimmt auch den Transport. Da aber der beschleunigte Transport die fünffache Taxe des gewöhnlichen Transportes ausmacht, fordert die Regierung offiziös reiche Leute auf, die Kosten des Leute-Transportes zu tragen und verspricht ihnen, die Kosten des normalen Transportes zu ersetzen. Der Mehrbetrag würde als ein Geschenk an das Vaterland betrachtet werden. — Aus Prätoria wird gemeldet, die Transvaal- Regierung habe bei der amerikanischen Regierung Protest eingelegt wegen der Lieferung von Kriegs- Munition an England. Die Regierung der Vereinigten Staaten antwortete, das Verfahren verstoße nicht gegen die internationalen Kriegsgesetze. Transvaal könne auch davon Gebrauch machen und Kriegsmunition in Amerika bestellen. — Die Patronen-Fabrik in Kinoch fertigt augenblicklich eine Million Patronen für Südafrika an. Der Leiter dieser Fabrik ist ein Schwager Chamberlains. Die Fabrik stellt auch 17000 Kanonen-Geschosse her. — Zwei weitere Transportschiffe mit Verstärkungen sind aus Southampton abgefahren. — Aus Gibraltar wird gemeldet, daß eine Abteilung Artillerie Befehl erhalten habe, sich unverzüglich von Gibraltar nach Südafrika einzuschiffen. — „Daily Mail" berichtet, daß die englischen Offiziere sich befriedigend (!!) über die Schlacht am Tugelaflussc geäußert hätten, da hierdurch wenigstens die Stellung der Buren bekannt geworden sei. — „Daily Mail" berichtet aus Ladysmith, daß die Lage daselbst sich nicht geändert habe und daß der Vorrat an Lebensmitteln ausreiche, um eine längere Belagerung auszuhallen. Brüssel, 22. Dezember. In hiesigen Transvaalkreisen erwartet man von der Absendung der Generale Roberts und Kitchener nach Südafrika keinerlei Aenderung der dortigen Lage. General Buller selbst fordert 100000 Mann zur Behauptung Natals gegen das Vordringen der Buren. Die gleiche Armee fei erforderlich, um das nördliche Kapland gegen die Oranje-Buren zu schützen, so daß das englische Heer in Südafrika auf mindestens 200000 Mann gebracht werden müsse, wozu Monate erforderlich seien. Man glaubt hier daher, daß der Krieg, falls England nicht einlenkt, noch Jahre lang dauern wird. Lokales und Vrooinsielles. Gießen, 22. Dezember 1899. ** Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Voi 302 Jabren, am 23. Dezember 1597, wurde zu Buvzlau am Bober der Stifter der ersten schlesischen Dtckterschule, Martin Opitz v. Boberfeld, geboren. Er wirkte mit E fer für H bung der deutschen Poesie, gab ihr Gelehrsamkeit, Sittlichkeit urb Patriotismus zur Urterlage, sah auf Retnhetl der Sprache und führte Stlbenm.ssung statt Zählung ein. Hierdurch charaklerisieren sich auch seine mannigfaltigen Schriften. *♦ In der Weihnachtszeit haben alle Bräuche ihre nachweisbare historische Bedeutung. Christentum und heidnisches Volkstum erscheinen in wundersamer Vereinigung im Weihnachtsbaum und in allem, „was drum und dran hängt". Von der grünenden Tanne spricht Jehova zum Propheten Hos ea, wie überhaupt die jüdisch-alttestamentarische Sitte das Weihnachtsfest stark beeinflußt. Der Weihnachtsbaum wird vielfach der deutsche Baum genannt. Dieser deutsche Tannenbaum, den alten Germanen ein Symbol für das unaufhörliche Walten der Gottheit in der toten Natur und der Hoffnung des Frühlings inmitten des starren Winters, predigt uns Christen auch von dem Frühling, den Christus in die Welt des Winters und des Todes gebracht hat. Anderwärts hat man die Krippe als Symbol. In der Krippe mußte auch ein Kindlein liegen. Zu Bethlehem ließ die Kaiserin Helena aus Gold und Marmor eine Krippe erbauen, darin das Christkindlein lag. Solche Krippen schenkten die deutschen Mütter ihren Kindern. Das ist der Ursprung der Puppen. Die Reformation beseitigte für viele Landstriche die Krippen, aber die Puppen blieben übrig. Das Weihnachtsgebäck und die Weihnachtsspeisen haben ebenfalls ihren historischen Ursprung. Die Weihnachtsstollen sollen das Christkind in Windeln darstellen. Der Ursprung des Christstollens gehört in jene Zeit, in welcher man bet heiligen Opferfesten die Bilder der Götter und heiligen Tiere aus Teig formte und backte. Das Schweinchen von Zucker oder Marzipan ist die moderne Variante des alten Julebers. Am alten Weihnachts- und Johannisbaum hing man in ältester Zeit die Früchte des Landes als Opfergabe auf; die Vergoldung ist gleichfalls heidnische Opferzier. Die christliche Lehre deutet sie als Gaben der drei Könige aus dem Morgenlande, als Gold, Weihrauch und Myrrhen. Von all den Früchten hat sich vor allem der Apfel erhalten. An die Stelle von Weihrauch sind Nüsse getreten, die Myrrhen ersetzt der Pfefferkuchen, der, wie alles Gewürz, exotischer Natur war. Die Kerzen am Baume werden als die Sterne der heiligen Nacht gedeutet, sie ersetzen aber in Wahrheit das Sonnenlicht und das alte Julfeuer. Es läßt sich noch viel am Weihnachtsbaume deuten und auslegen. Der Hahn, der Hase, das Ei, der Fisch 2C. sind alte Sinnbilder von Fruchtbarkeit und Gottesgaben. Die Erklärungen sind freilich nicht so leicht, wie man glaubt. Es hat den alten Kirchenvätern, den Chronisten, unseren Sagenforschern und neueren Gelehrten, wie den Gebrüdern Grimm, Schleiermacher, Mannhardt, Weinhold, Weber u. a. viel Mühe gekostet, nachzuweisen, wie allmählich unsere Weihnachtsgebräuche entstanden sind. Wie mancher, der sie für selbstverständlich hält, und die Feste feiert, wie sie fallen, weiß doch so manches yicht zu erklären. Leider hat unser Geschlecht kaum Zeit, darüber nachzudenken, obwohl doch die Symbolik immer etwas Anziehendes hat, nicht nur in der bildlichen Darstellung, sondern auch in den Sitten und Gebräuchen. * * ♦ •• Erlaubnis zum Tragen fremder Orden. Dem Oberste leutnant v. Görne, Kommandeur des 1. Großh. Dragoner- Negts. (Garde-Dragoner-Rgts.) Nr. 23 und dem Oberleutnant von der Groeben, Adjutant der 25. Kavallerie- Brigade (Großh. Hessische) wurde von Sr. Majestät dem Kaiser die Erlaubnis zur Anlegung der ihnen verliehenen Orden: des Ehrenkreuzes des Ordens der König!, württern- bergischen Krone, bezw. des Ritterkreuzes 1. Klasse des württembergischen Friedrichsordens erteilt. 0. Kammermufik-Abeude. Herr Universitätsmusikdirektor G. Traut mann, der seit Uebernahme seines Amtes sich schon vielfach um das musikalische Leben Gießens verdient gemacht hat, beabsichtigt durch die Einführung der Kammermusik-Abende einen neuen Faktor ins Leben zu rufen, der geschmackbildend auf das Publikum einwirken soll. Es ist nicht zu bestreiten, daß sich für diesen vornehmen Zweig der musikalischen Litteratur im allgemeinen eine kleinere Gemeinde zusammenfindet, das ist nicht schmeichelhaft für unser Publikum und dessen Geschmack. Der großen Masse ist es ja zu verzeihen, wenn ihnen der Tamtam und das Tschinderatata angenehmer ist, aber wer auf guten Geschmack hält, muß sich unbedingt er« habeneren Genüssen zuwenden. Dahin zu wirken und aus der bisherigen kleinen Schar von Anhängern eine große Nachfolge zu machen, ist der ZweckTrautmann's und dieser ganz der Mann dazu, sein Ziel zu erreichen. Nur erprobte Künstler hat sich Trautmann zu Genossen gewählt, nur hervorragend musikalische Werke werden zur Ausführung gelangen. Mit langsamen, aber festen, sicheren Schritten wird vormarschiert werden, und sicher ist es, daß kein gewonnener Paulus jemals wieder zum Saul'us werden kann. Meldungen zur Teilnahme nimmt Herr Challier entgegen. Stadttheater. Wie schon bekannt, findet das einmalige Gastspiel der französischen Gesellschaft „La Rou- lotte" morgen Samstag statt. Der Tag ist allerdings ein sehr ungünstiger; die Gesellschaft, welche gegenwärtig alle größeren Städte Deutschlands bereist, hat jedoch nur diesen einen Tag noch zur Verfügung. Man laffe sich also die Gelegenheit nicht entgehen, diese interessante, eigenartige Truppe, welche überall mit enthusiastischem Beifall begrüßt mürbe, K abon««®'” ' xpr-ch 21 ®‘$fr W in L-teins „ KL Alt bringen Jo * & K di- f"r 6 Die HM# “’S Md, wie teit 20 4 £ttm UW*418 Lehrer Görlach, et " DutBergttr ben Dünsberg t der Turm und die t sind an folgenden < erhältlich: In G" Vereine, Herren Za baurat Sch-nandt außerdem auf den Sieberthalbahn. D wt aud) str Schutz ** Vakanzen W Lürgemeisteramt, Dienstkleidung. - Lerwaltung, Dien Ober-Postdirektion- Gehalt und der Ober-Postdirektion! träger, je 700 ist zuschuß. " Die fortgej meistern wegen Zu und Schabefleisch 1 Nilin M. 19. ei Mittel auszusetzen, farb^alttnben @ige, befsrn angeblich \ besitzt. DasMsri SyeMrztrn, Eh< gesetzt sein. Nch Zeitung. •* In Ofjcnb nierung des £h Aufsehen. Der, «Dieser Herr hat die Namen Brink-l die mehrfach zu bt Anlaß gab, und wurde. Da aber 30. Mai sich des glaubte niemand a Es scheint bemnad bach allgemein gesehen hat, daß Vorgesetzten eine nicht mehr entwicke TUN zu vers w Verhaltens ^uben wir Öffentlichkeit bas W denn der H ■UW schienen i Formation zu b ■ SS***» Fyfr® zu einer R ben- Er wird i o Die alte o Fellhändler Gc Gaul duL ä ne,ne beten b 'M to L m i 6nbt Pkttd d j der aboehtV1^ ' Sch. (Q#8 3$^ i89s Opitz v. »5 Mt ÄÄ ib!r ,etne «ttinlg: ^nflent^ Unh L'7 «*U IMn» aiUm*tO. X '®?1?" d-ollch. e,tt Symbol für dar dm ig* SchG 8 ®*"1, In dn - eine Stippt L. S°>ch. Stippen «M. D°s ist der Mtion beseitigte für ™ Puppen blieben Die Weihnachtsspeisen "Iprung. Die Weih- ' Windeln darstellen. ?°rt in jene Zeit, in |ten die Bilder der s« unb backte. \\\ bit mbme ilten Weihnacht-- und : Zeit die Früchte des egoldung ist gleichfalls i Lehre deutet sie als irgenlande, als Gold, den Früchten hat sich die Stelle von Weih- hen ersetzt der Ueffer- icher Natur war. Die erne der heiligen Nacht :it das Sonnenlicht und h viel am Weihnachts- Hahn, der Hase, das Don ftiutybarttit und freilich nicht so leicht, ten FirchenMern, brn e und neueren Gelehrten, iermacher, Mannhardt, gekostet, nachzuweisen, läuche entstanden find, stündlich hält, und die ch so manches yicht zu ht kaum Zeit, darüber iolit immer etwas 8fn-- lichen Darstellung, son- iuchen. » mCtfa. DmOdrch r 23 unb dm M m ®t. ME dm i» d-r ihm »«*'" erkreuzeS 1- s-mes Amtes fc «*•»’*£ d» i««®“ eratur > M enfindet/ A^schmack- n unb befien W rzeihen, ®cnn L aber »‘“1 «W", mu6 M , (tn unb n“® )-hi' i«S3«t« * t dn äff? „ et# («« 3ltl ° gg#» It°»®° 2- *le* fW In*“?««» ich« iett # : „jebet iu® in- Kchm- gen jßr .fi, ^Is Christ- Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. In der JohanneSkirche. vor der Strafkammer in Wetzlar beantragte der Staatsanwalt 1 Jahr Gefängnis. Der Gerichtshof hielt 8 Monate Gefängnis für ausreichend. Der Verurteilte wurde wegen Fluchtverdacht sofort in Haft genommen. — Vom Vogelsberg, 21. Dezember. Erst jetzt im Winter läßt sich erkennen, wie bedeutend der Wildbestand besonders Rehe — im Vogelsberge ist. Obgleich bei den diesjährigen Jagden viele der schönen Tiere zur Strecke kamen, so findet man sie jetzt doch noch sehr zahlreich. Reizend ist es, diese Tiere an einem Nachmittag beobachten zu können. Der Hunger hat sie ans dem schützenden Dunkel des Waldes hervorgetrieben. Sie suchen auf einer Heide nach Futter. Eifrig scharren sie mit den zierlichen Hufen den Schnee weg und fressen nun hier das dürftige Gras. Haben sie jedoch den Beobachter gewittert, so wenden sie sich in rascher Flucht dem nahen Walde zu. Ein Beobachter zählte jüngst an einem Hügel 15 äsende Rehe. Kostheim, 21. Dezember. Der hiesige einarmige W., ein schon alter Mann, wurde gestern wegen Verbrechens gegen den § 176 Abs. 3 verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis Gach Mainz verbracht. Wiesbaden, 21. Dezember. Unlängst wurde, nach dem hiesigen „Generalanzeiger", die Verhaftung eines Soldaten gemeldet wegen sozialdemokratischerUm- triebe in der Kaserne. Es ist der Füsilier Drescher von der 8. Kompagnie des Füsilier Regiments Nr. 80. Er wird dem Vernehmen nach in Ehren breitstem eine längere Haftstrafe zu verbüßen haben. Fritzlar, 18. Dezember. Von einem herben Schicksalsschlag wurde die ZeitungS-Austrägerin Lägora von hier vor einigen Tagen heimgesucht. Dieselbe hatte sich auf kurze Zeit aus ihrer Wohnstube entfernt, um auf dem Hof etwas Holz zu zerkleinern. Ihr kleines zweijähriges Mädchen hatte sie im Zimmer, wo sie am Ofen Kinderwäsche und Decken zum Trocknen aufgehängt hatte, im Bettchen liegend, zurückgelassen. Als sie in die Stube zurückkehrte, sah sie dieselbe raucherfüllt. Eine wollene Decke war angebrannt. Nach ihrem Kinde sehend, fand die bestürzte Frau dasselbe im Bett erstickt vor. Katholische Gemeinde. Samstag den 23. Dezember. NackmUtaaS um 4Vs Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zu? heil. Beichte. Sonntag den 24. Dezember. 4. Adventssonntag. Vormittags von 6Vs Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. r um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe; vor und in derselben Austeilung der heil. Eommunion; „ um h Uhr: Die zweite heil. Meße; um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt. Die Nachmittags-Andacht fällt auS. Nachmittags um 4>/s Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Samstagnachmittag um 4V8 und abends um 8 Uhr, sowie Sonnlagvormittag um 6Vs und nachmittag um 4'/i Uhr wird ein fremder Priester Beicht hören. wurde, kennen zu lernen. Die Vorstellung findet außer i Abonnement, aber zu gewöhnlichen Preisen statt. Der Sprechverkehr zwischen Gießen einerseits und I Köln a. Rh. sowie Mülheim a. Nh. andererseits wird am 27 Dezember eröffnet werden. ** Der hiesige Männer Turn Verein wird seine dies- I jährige Weihnachtsfeier am 26. d. Mts., abends 8 Uhr, I in Steins Saalbau dahier abhalten. Für die Teilnehmer I wird ein recht genußreicher Abend umsomehr in Aussicht I stehen, als ein reichhaltiges Programm vorgesehen ist; insbesondere wird u. a. ein recht amüsantes Theaterstück auf- I geführt werden. Nach einer kleinen „Weihnachtskomödie" I wird sodann die Verlosung der von dem Verein gespendeten I Gewinne erfolgen. ** Die bevorstehenden Festtage werden auch in den Gotteshäusern außer den feierlichen Hauptgottesdiensten eine Reihe festlicher Veranstaltungen für Jung und Alt bringen, so die auch von den Erwachsenen so gern be- I suchten Weihnachtsfeiern der Kinderkirchen, von | denen die für die Johannesgemeinde Samstagnachmittag I i/22 Uhr, die für die Lukasgemeinde Sonntagnachmittag 3 V2 Uhr, die für die Matthäus- und Markusgemeinde am Sonntagnachmiltag um 3*/4 Uhr gehalten werden wird. I Die liturgische Andacht am 2. Feiertag abend um 5 Uhr | wird, wie seit 20 Jahren üblich, durch die Mitwirkung des Kirchengesangvereins unter Leitung seines Dirigenten, des Herrn Universitäts-Musikdirektors Trautmann, und der I Knabenchorschule unter Leitung ihres Dirigenten, des Herrn I Lehrer Görlach, einen besonders reichen Schmuck erhalten. I " Dimsbergturm. Denjenigen, welche in nächster Zeit den Dünsberg besteigen wollen, diene zur Kenntnis, daß der Turm und die Schutzhütte verschlossen sind. Die Schlüssel I sind an folgenden Stellen gegen Hinterlegung von 2 Mk. I erhältlich: In Gießen bei den Vorsitzenden der touristischen Vereine, Herren Zahnarzt Iaeger, Otto Roth und Stadt- I baurat Schmandt, sowie bei H. Kühn, Papierhandlung, I außerdem aus den Stationen Rodheim und Bieber der I Bieberthalbahn. Der Eintritt beträgt für Turm sowohl | wie auch für Schutzhütte je 10 Pfg. *' Vakanzen im Bezirk des 18. Armeekorps. Fechenheim, Bürgermeisteramt, Pollzeidiener, 1200 Mark und freie Dienstkleidung. — Homburg v. d. H., städt. Kur- und Bade- Derwaltung, Diener für die Lesezimmer, 1080 Mark. — Ober-Postdirektionsbezirk Darmstadt, Briefträger, 900 Mk. Gehalt und der gesetzmäßige Wohnungsgeldzuschuß. — | Ober-Postdirektionsbezirk Frankfurt (Main), 4 Landbrief- I träger, je 700 Mark und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. Die fortgesetzten schweren Verurteilungen von Fleischer । meistern wegen Zusatzes von Präfervesalzen zu Hack- und Schabefleisch veranlaßt die „Allgemeine Fleischer-Ztg.", Berlin SW. 19. einen Preis von 3000 Mark für ein Mittel auszusetzen, das die gleichen konservierenden und farbehaltenden Eigenschaften wie schwefligsaures Salz ohne dessen angeblich die Gesundheit schädigende Eigenschaften besitzt. Das Preisrichter-Kollegium wird aus hervorragenden Spezialärzten, Chemikern und Fleischermeistern zusammengesetzt sein. Nähere Auskunft erteilt die genannte Fach- Zeitung. ** In Offenbach erregt die unerwartete Pensto- nierung des Oberamtsrichters Baur beträchtliches Aufsehen. Der „Franks. Ztg." wird darüber geschrieben: „Dieser Herr hat in den „Offenbacher Wirren", die sich an die Namen Brink-Kost-Wolff knüpfen, eine Rolle gespielt, die mehrfach zu den Erörterungen in öffentlichen Blättern Anlaß gab, und auch in der Zweiten Kammer besprochen wurde. Da aber der Herr Justizminister Dittmar noch am 30 Mai sich des Herrn Baur in wärmster Weise annahm, glaubte niemand an ein alsbaldiges Ausscheiden des Herrn. Es scheint demnach — und diese Ansicht hegt man in Offenbach allgemein —, daß Herr Baur inzwischen doch em- gesehen hat, daß er trotz des Wohlwollens seines höchsten Vorgesetzten eine ersprießliche Wirksamkeit in seinem Amt nicht mehr entwickeln könne und am besten thue, vom Kriegs- schauplatz zu verschwinden. Daß damit die Erörterung seines Verhaltens in der Sache Kost-Wolff abgeschnitten wird, glauben wir aus guten Gründen nicht, zumal bie Oeffentlichkeit das allergrößte Interesse hat, zu erfahren, wie sich denn der Herr Justizminister nunmehr zu den Offenbacher Vorkommnissen stellt. Seine Ausführungen vom 30. Mai schienen schon damals auf nicht ganz objektiver Information zu beruhen, und die inzwischen eingetretenen neuen Momente könnten vielleicht auch den Herrn Justizminister zu einer Revision seiner Anschauunsweise veranlaßt haben. Er wird in der Kammer Gelegenheit erhalten, sich darüber zu äußern. r ** Die alte Kracke. Am 21. September d. I. war der Samstag den 23. Dezember, nachmittags 3Vs Uhr: bescherungsfeier für die Kinder aus dem Klndergottesdienst der Johannesgemeinde, wozu die Gemeinde herzlich eingeladen wird. Pfarrer Dr. Naumann. Sonntag den 24. Dezember. 4. Advent. Gottesdienst. In der Gtadtkirche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Nachmittags 3V< Uhr: Weihnachtsfeier für die Kmderkirche der Matthäus- und Markusgemeinde. In der JohanneSkirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel. Nachmittags 3Vs Uhr: Weihnachtsfeier für bie Kinderkirche der Lukasgemeinde, wozu die Gemeinde herzlich eingeladen wird. Pfarrer Euler. 1. Weihnachtsfeierlag, 25. Dezember. In der Stadtkirche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Schlosser- v o Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. _ Nachmittags 5 Uhr: Pfarrassistent Dr. Heußel. In der JohanneSkirche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler. Kollekte für die Kleinkinder-Bewahranstalt. 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember. In der Stadtkirche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dr ©rein. Nachmittags 5 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Schlosser. In der JohanneSkirche. Vormittags 9V, Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. .. , Abends 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Kollekte für die Armen. Am 2. Feiertag, abends 6Vs Uhr, im Schwesternhaus' (Jo- hannesstraße): Weihnachtsfeier der Konfirmandenvereimgung der Lukasgemeinde. , ,,, „ _ . , . Am 2. Feiertag, abends 6Vs Uhr. un Konfirmandensaal (Kirchstraße 9): Weihnachtsfeier der Konsilmandenvereinigung der Am 3. Feiertag, abends 8 Uhr, ebendaselbst: Weihnachtsfeier ! der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthüusgemeinde. Am Donnerstag, dem 28. Dezember, abends 8 Uhr, eben daselbst: Weihnachtsfeier der Vereinigung der konfirmierten männ- lichen Jugend der MatihüusgemeinVe, zu welchen beiten die Gemeinde herzlich eingeladen wird. “"ei toiti) wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirchlichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und wird dringend gebeten, es rechtzeitig — spätestens eine Woche vor dec Trauung — bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen. Lumpenhändler Gg. W. aus Großenlinden mit seinem Fuhrwerk von Groß-Rechtenbach nach Lützellinden gefahren. Es war im Manöver und die längs der Straße lagernden Soldaten neckten den W. mit seiner „alten Kracke" derart, daß er beschloß, ihnen zu zeigen, was sein verspotteter alter Gaul noch leisten könne. Obwohl die ganze Straße durch Civilpublikum und Militär sehr belebt war, schlug W. also mit solcher Wucht auf sein Pferd los, daß der arme Gaul durchging. Unglücklicherweise rannte er mit dem Gefährt in eine Gruppe von Offizieren des 118. Regi. ment« hinein, welche soeben von der Kritik zurückgekehrt waren. Bei dem hierdurch herbeigeführten Zusammenstöße wurde der Hauptmann von O. von seinem Pferde herab- geworfen und erlitt eine Muskelquetschung an der Schulter, deren Folgen zur Zeit noch in einer Wiesbadener Heilanstalt kuriert werden. Die Heilung wird voraussichtlich mit Ende dieses Jahres beendet sein. Außerdem wurde das Pferd des Hauptmanns schwer verletzt, indem ihm ein Splitter der abgebrochenen Deichsel in den Leib eindrang. Das Tier bl kam infolge dieser Verwundung später den Starrkrampf und mußte in Worms getötet werden. Bei der Verhandlung Montag den 25. Dezember. WeihnachiSfest. Vormittags von 5 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. „ um 5 Uhr: Christmette. „ um 6 Uhr: Die erste heil. Meffe. „ um 7 Uhr: Die zweite heil. Meffe. . „ um 8 Uhr: Die dritte heil. Meffe; Militärgottesdienst mit Predigt. . In der Christmette und in jeder heil. Meffe wird die heil. Kommunion ausgeteilt. „ Vormiitags um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5 Ubr: Festandacht mit Segen. „ um 4Vs Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Dienstag den 26. Dezember. Fest des heil. SlephauuS. Vormittags von 61/? Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe; vor und in derselben Austeilung der heil. Eommunion. „ um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe. Militärgottesdienst „ um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt Nachmittags um 5 Uhr: Festandacht. Vom 27. Dezember bis zum 6. Januar ist an den Werktagen die erste heil. Meffe um 7Vs, die zweite um 8 Uhr. Mittwoch, am Feste des heil. Apostels Johannes, findet vor der heil. Messe um 8 Uhr die Segnung des Weines statt. Gottesdienst der israelitischen KrligiovsgrsrSschnst. Sabbathfeier am 23. Dezember 1899. Freitag abend 4 Uhr, SamStag vormittag 8»» Uhr, nachmittag 8 Uhr, Sabbathausgang 5" Ubr. Nachmittag 2üo Uhr Schrifterklärnng. Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 4 Uhr. Handel und Urrliehr. Volkswirtschaft. Frankfurter Börse vom 20. Dezember. Wechsel auf New-York zu 4.20Vs-21 Ve» Prämien auf Kredit per ult. Dezember 1.100/0, do. per ult. Januar 3.150/», Diskonto Kommandit per ult. Dez. O.75°/o, do. per. ult. Jan. 2.80, Lombarden per ult Dez O.4Or/o, 00. per ult. Jan. 0,90%. Notierungen: Kreditaktien 231-231.50, Diskonto - Kommandit 190.10-50, Staatsbahn 135.50-70, Gotthard 141.80, Lombarden 30-30 20, Ungar. Goldrente 96 90, Italiener 92 80, Sproz. Mexikaner 24.40, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.18% Privat-Diskont 6%%, G. li/4 bis 2% Uhr: Kredit 231.60-232.80, Diskonto-Kommandit 190.90, Staatsbahn 185.70-136.20, Lombarden 30.20. Spiritus. Mannheim, 21. Dezember. Spiritus hat an der B-rliner Börse seinen P-etsstand bei kleinen Umsätzen so ziemlich behauptet und schloß gestern für Loco Rohipiittus Mk. 47.60. wurden die Preise vergangener Woche um zirka 50 Pfg- erhöht. Durch die in den letzten Tagen herausgekommenen statistischen Angaben für November 1899 hat der Konsum gegen den gleich.nMona' 1898 um Hekto 31452, für steuerfrei angegebenen um Hek'o 1112b ob; genommen. Dagegen der Bestand um 24458 zugenommcn. Die kommenden Monate bringen eine wesentlich starke Produktion. Der Vorrat wird derartig anschwrllrn, daß die Preise sich schwer, ch halten können, wenn auch von Seiten deS Ringt s noch so große Anst-engungen gemacht werden. Wie schon oft, können wir heute um so bestimmter raten, recht vorsichtig im Einkauf zu sein. Wurste Meldunge«. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 22. Dezember. Die Unpäßlichkeit des Kaisers besteht in einer Erkältung, die sich der Monarch bei der Jagd in Göhrde zugezogen hat. Infolge eines heftigen Schnupfens blieb gestern der Kaiser einen Tag zu Bett. Er befindet sich aber jetzt schon wieder auf dem Wege der Besserung. Berlin, 22. Dezember. Der Kronprinz und seine beiden jüngeren Brüder sind gestern abend aus Plön im Neuen Palais in Potsdam eingetroffen. Berlin, 22. Dezember. In griechischen Blättern wird gemeldet, Kaiser Wilhelm würde im Frühjahr in Athen erwartet. Im Palais treffe man schon Vorbereitungen. Wahrscheinlich hat man es mit einerhalllosen Kombination zu thun. Wien, 22. Dezember. Gestern abend verlautete aus parlamentarischen Kreisen, daß der Reichsrat nicht vor dem Frühjahr zusammentreten wird. Vom Ministerium Wittek glaubt man, es werde nur sehr kurze Dauer haben, vielleicht nur drei Wochen, aber lange Zeit genug, um ein neues Beamtenministerium zu bilden, das die Verständigung mit dem Parlament anbahnen soll. Antwerpen, 22, Dezember. Der englische Dampfer „Maggie Macnair", von La Plata nach Antwerpen bestimmt, kollidierte während dichten Nebels mit dem KoSmos- Dampfer „Luciana", von Hamburg nach Antwerpen und Chili unterwegs. Der erstere Dampfer ist schwer beschädigt und auf Grund gesetzt. Zurich, 22. Dezember. In verschiedenen Gegenden der Schweiz sind neuerdings englische Werber aufgetaucht, die frühere Soldaten angeblich als Melker nach ferneren Kolonieen engagieren wollen. Es gelang bisher nicht, einen der Werber zu fassen. Paris, 22. Dezember. Eine Anzahl Studenten veranstalteten gestern -in der Rennschule eine Kundgebung gegen die Mitglieder des Senats. Es fand ein Zusammenstoß mit der Polizei statt, wobei einige Verhaftungen vorgenommen wurden. London, 22. Dezember. „Daily Telegraph" meldet aus Kapstadt, daß der Kapitän des gescheiterten Dampfers „Jsmore" von dem Seegerichtshof als schuldig für den Verlust des Schiffes betrachtet wurde. Der zweite Offizier erhielt einen Verweis. Dor Weihnachten werden die gesamten Vorräte 5t in Herren-Anzügen, Ueberziehcrn, Joppen, Hosen, Westen, Kinder-Anzügen, Herren-Wäsche Obcr- a . Hemden, Vorhemden, Kragen, Manschetten, Unter: JtiWb .At. kleidcrn, Kravalken. sowie alle Arten Manusaklur- waren, Bettwäsche, Kolter, Tischtücher, Servietten, Schürzen, Taschentücher, Damen Wäsche, Unter« rocke mit ganz bedeutender PreiSermätzigung verkauft. — Anfertigung von eleganter Herrcn-Äarderobc nach Mah in eigener Wcrkstätte unter Garantie fnr tadcllofcn Sitz Das schönste Geschenk ist ein 8856 PPolpyppliMiT ipparal Cameras mit allem Zrröehör von Mk. 1.25 an bis zu den elegantesten. Stativ-M Saud Cameras. Katalog gratis. 7 MÄsPlirg 7. II. -Voll. Nr. 115 "Mk 04566 hat den Cyristbaumgarteugewonnen 04570] Die B-leiVtguug gegen Dienftmann Eisenbach nehme ich zurück.____________Heinrich Ruhl. 04568] Ein Kind Wird in gute Pflege gegeben. Kaplausgasse 12, pari. Wer liefert 100 Gentner gutes Heu? 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Pauli 111, Mmgen, XXXXX2QQ Hugo Wolf. 8846 25 Eulefeld. 8839 Wegen Aufgabe des Artikels billigste, prima Ware Die Gesellschaft sowie sonstige Gegenstände zu veik-uftN 04664 Geschäfte in den Handel. 8352 8080 Bitte auf meine Schaufenster zu achten Gewöhnliche Preise. Berantwortlichcr Redakteur: H. Koegler. — Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Vuch- und Tteindruckerei (Pietsch Erben- in Gießen. if-mpMihiimni MAGGI MAGGI MAGGI □ o a □ o □ □ die nach seinem Erfinder benannte Suppen- und Speisen-Würze. nachtsgeschenke erfreut werde«. Den freundlichen Gebern sagen mir h-nl nhotihdt « Uhr- Kaupt-Kollekteur der Grotzh. Hessischen Landes-Lotterie empfiehlt sich zum Bezüge von Losen zur ersten Klasse. Ziehung am 9. April 1900. Z»reis eines Ganzen Kakven Aünftet Zehntel Loses Mk. 33.— 16.50 6.60 3.30. Unter-Kollekteure (Wiedrrve'käufer) gesucht und gewähre denselben sehr günstige Bedingungen. 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