’Wttt. a‘'*W iS** 'en«. wlt ""ki Siu Ä'Ä?*! 'Hen.ange^fige i 6o'sßfß= 1 b« eeeünläim ltia9i N SS s, i» ^et ®otft»nb: . ä’: Z-an ftirft. Zhmikitkv. straße 47. . dm 23, November: chM mner-Truppe. ds. "*Vk 815$ öäaääEamäim jeebnen Publikum von ©itfeen daß ich düs mir zum Eigentum shalle «■w rivgö vier von Lich. t\W Sorgt güragtn. kal iu versehen. THE itijmjbnmnt iilr- ugesicherl. blungsvoll user XIII. C Pflax is ; to M ««!*«<• K. IM> M ?b R-.-W°t«e^ ,bon 0 ■fi er 80. inerf^' Donnerstag den 23. November L8SS 5?r. 276 Zweites Blatt Gießener Anzeiger Heimat-Anzeiger Anrts- und Zlnzei^eblntt für den Utek Greben Amtlicher Teil. Alle Anzeigen-BermittlungSstellen be» In- und Ausland« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Arezngsprei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pf, monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Uanahme von Anzeigen zu der nachmittag- für bte felfcnbcn La, erscheinenden Nummer bi» norm. 10 Uhr. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Erscheint ttgkilk ent LuSnabme de» MontagS Di« Gießener y«*Uttel(4tfcr »erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal b«i,elr,t. Rebeftton, Lxpeditton und Druckerei: Fchmtstraße Ar. 7. Rede wert. Das richtigste sei, an den Beschlüssen der 2. Lesung festzuhalten. (frf $p) bekämpft den Antrag Hasse auf 3 Pfg. Der Staatssekretär selber habe gesagt, der Tarif beruhe auf gesunden Prinzipien Solche gesunde Prinzipien gebe man doch aber nicht auf aus kleinlichen fiskalischen Rücksichten, aus Pfennigsuchserei! Abg. Dasbach (Zentt ) zieht seinen Antrag zuruck. Damit schließt die Debatte, und unter Ablehnung aller Anträge werden die Beschlüsse der 2. Lesung aufrecht, erhalten. Artikel 2 wird debattelos angenommen. Bei Artikel 3 war in der 2. Lesung ein sozialdemokratischer Antrag angenommen worden, um die Verbreitung von Zeitungen an anderen Orten durch Zeitungsfilialen, Agenten, sicherzustellen gegen einen Einspruch der Post. Mit Zustimmung des Staatssekretärs wird auf Antrag Mar- cour eine diesen Zweck noch mehr klarstellende Fassung beschlossen. In der 2. Lesung war dagegen der fernere sozialdemokratische Antrag abgelehnt worden, welcher diese private Verbreitung von Zeitungen an einem Orte auch gegen polizeiliche Beeinträchtigungen auf Grund von Sonntagsheiligungsverordnungen schützen wollte. , v. . 3 Ein jetzt gestellter Antrag Albrecht (Soz.) nimmt dieses Verlangen wieder auf, indem er den Zusatz zum Absatz 3 vorschlägt: „auch an Sonn- und Feiertagen während der Stunden, in denen die kaiserliche Post bestellt. . Ueber diesen Antrag entspinnt sich eine längere Debatte, m der derselbe von den Abgg. Singer (Soz.) und Lieber (Zentr.) warm empfohlen wird. t „ Abg. Rettich (kons.) bekämpft den Antrag, dessen Annahme das ganze Gesetz der Gefahr des Scheiterns oussetze. Ministerialdirektor W o e d t k e rät, jedenfalls hier von einer solchen Bestimmung abzusehen und die Frage bei der demnächstigen Beratung der Gewerbenovelle zu erledigen, damit nicht etwa dieses Postgesetz scheitere. . Meckl. Bevollmächtigter v. Oertzen legt Verwahrung dagegen ein, daß das Haus hier einen Beschluß fasse, welcher sich gegen die einschlägige Verfügung der Mecklenburgischen Landesrigicrung richte Die Sozialdemokraten in Mecklenburg entwickelten eine besondere Fertigkeit darin, Unfug an Sonntagen anzustiften. Abg. Singer (Soz.) protestiert lebhaft gegen diese Aeußcrnng. Abg. Rickert (frs. Vg.) bemerkt, seine Freunde würden sich am allerwenigsten durch die Bemerkung des Herrn Rettich, daß der Bundesrat schon aus Gründen der Kollegialität gegenüber der mecklenburgischen Negierung ein Postgesetz mit solcher Bestimmung verwerfen werde, von der Zustimmung zu diesem Anträge abhalten lassen. Eine schöne Kollegialität das l . . Nunmehr wird der Antrag Albrecht (Soz.) mit sehr großer Mehrheit angenommen. Die Artikel 4 und 5 handeln von der Entschädigung der Privatpostbetriebe. _ Ein Antrag Schmidt -Warburg (Centr.) will dem Entschadi- gungsberechtigten die Wahl offen lassen zwischen ordentlichem Rechtswege und außergerichtlicher Einigung, dergestalt, daß nur in letzterem Falle die Vorschrift eines Entschädigungsmarimums bestehen bleiben soll. Ein Antrag Müller-Sagan (frs. Vp ) will 1. bei der Berechnung des Reingewinns auch das allerletzte Geschäftsjahr in Betracht ziehen und 2. den von der Post zu übernehmenden Privatangestellten ebenfalls eine Entschädigung sichern, falls ihr Beamtengehalt hinter ihren bisherigen Bezügen zurückbleibt. . , . Ein Antrag Hasse (natl) will bei Artikel o die Kommissionsbeschlüsse wieder Herstellen, also bä Differenzen zwischen Entschädigungsberechtigten und der Postvecwaltung ein Schiedsgericht aus Reichsgerichtsräten zuständig machen, statt des ordentlichen Rechtsweges, wie in 2. Lesung auf Antrag Rickert beschlossen wordctr war. Ein Antrag Marcour (Gentr.i zu Artikel 5 will, daß rm Rechtswege nicht auf eine gerin gere Entschädigung < rkannt werden darf, als die Verwaltung sie in ihrem Bescheide bewilligt hat. Nach kurzer Debatte bemerkt Staatssikretär v. Podbielski, für die Abzufindenden sei ein schnelles schiedsrichterliches Verfahren viel zweckmäßiger als ein langwieriger Prozeß. Dte Postverwaltung brauche einen solchen nicht zu scheuen. Die Abstimmung ergiebt bei A r t i k e l 4 A n n a h m e d e r B e Gratisdeilagen: Gießener Familiendlätter, Der hessische Landwirt, Dlätter für hessische Volkskunde._________________ An die Bürgermeistereien des Rentamtsbezirks Gieße«. fäV Wegen des am nächsten Gamstag dem 25. ds. stattfindenden Allerhöchsten Geburtsfestes Sr. König!. Hoheit des Großherzogs findet an diesem Tage bei dem unterzeichneten Rentamte kein Zahltag statt, und ersuchen wir die Großh. Bürgermeistereien, dies in geeigneter Weise zur Kenntnis der Interessenten zu bringen. Gießen, den 21. November 1899. Großh. Rentamt Gießen. H i e m e n z. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Deutscher Reichstag. 106. Sitzung vom 21. November. 1 Uhr. Arn Bundesratstische: Staatssekretär Nieder ding, Staatsselretär v. Podbielski. Das Haus ist sehr schwach besetzt. Tagesordnung : Zunächst dritte Beratung des Gesetzentwurfes betr. die gemeinsamen Rechte der Besitzer von Schuldverschreibungen. Die definitive Annahme erfolgt ohne Debatte. Es folgt die dritte Lesung der Postvorlage. In der Spezialberatung liegt zum Artikel 1 Ziffer 3, Zeitungsgebühr, außer einem rein redaktionellen Anträge Dasbach ein Antrag Marcour-Dasbach vor, welcher für die Gebühr wieder eine Unterscheidung nach zwei Zonen (bis zu 75 Kilometer Entfernung vom Er- scheinungsvite, sowie darüber hinaus) einsühren will. Abg. Dasbach (Centr.) empfiehlt dießn Antrag zur Annahme. Staatssekretär v. Podbielski meint, würde dieser Antrag arrge« nommen, dann würde für die Postverwaltung eine enorme Summe von Mehrarbeit erwachsen, ebenso für den Rechnungshof. Und das lohne sich umso weniger, als die Zahl der Zeitungen, zu deren Ungunsten das Zonensystem beantragt werde, doch eine relativ kleine sei. Er bitte deshalb den Antrag Marcour-Dasbach abzul.hnen und außerdem empfehle er, auch die Grundgebühr wieder von 2 Pfg. pro Monat auf 3 Pfg. heraufzusetzen. Inzwischen ist noch ein Antrag Hasse (nl.) etngegangen, die Monatsgebühr wieder auf 3 Pfg. zu erhöhen und die Gewichtsabrundung auf Vs (statt ein volles) Kilo erfolgen zu lassen. Abg. Oertel-Sachsen (kons.) erklärt sich gegen die Anträge Dasbach und Marcour. Was den Antrag Hasse anlange, so habe seine Fraktion sich darüber noch nicht schlüssig machen können. Er persönlich fti gegen den Antrag Abg. Singer (Soz) bedauert, daß hier nochmals die Zonenfrage aufgerollt werde. Entschieden widersprechen müsse er der Wiedererhöhung der Monatsgebühr auf 3 Pfg EinGefamteinnahmeausfall von200,000 Mk, von dem der Staatssekretär gesprochen, sei doch überhaupt nicht der es aber vor, so liefe ich aus einer protestantischen Kirche so rasch davon, als aus einer katholischen. — Mir würde es bitter hart ankommen, aus der katholischen Kirche zu treten und doch muß ich so oft die Partei der Protestanten nehmen, ihre christlichen (nicht etwa politischen) Bestrebungen unterstützen, wie und wo ich nur kann. Das ist nun der Zwiespalt. Ich -märte immer darauf, daß die katholische Kirche sich von der Weltlichkeit, der Macht und Politik mehr abkehre und der Lehre Jesu sich zuwende. Einstweilen muß ich es mit meinem Gewi>sen vereinbar finden, als Katholik dem evangelischen Gottesdienste beizuwohnen, dort Trost und Kraft für das Leben zu holen. Manchmal ist mir in solchen Stunden, als ginge mir ein neues Leben auf. Und doch zittere ich. Denn wer kann wissen, wie weit die Gnade gehen wird? Wenn Not und Jammer kommt, ob die Zuversicht vorhalten wird? Wenn dauerndes Unheil Körper und Geist niederdrückt, ob die göttliche Stärke da sein wird? Und wenns zum Sterben kommt —1 Es ist wohl mein Gebet jeden Tag um Gnade, so zu denken und so zu sein, daß Christus, der Heiland, neben mir stehen bleiben kann. Ein Verdienst habe ich doch auch selbst, ein einziges: den guten Willen. Sonst habe ich nichts. — Im ganzen gehöre ich halt auch zu jenen Leuten, die gern besser und christlicher werden möchten, heißt das, wenn es — der Censur recht wäre. Welch ergreifendes Ringen einer Menschenseele nach unmittelbarem, von der Vermittelung des Priesters unabhängigen Verkehr mit Gott! Was einst in Luther vorging und als innerer Konflikt sich in den äußern Bruch mit Rom umsetzte, vollzieht sich fast mit photographischer Treue von Neuem in der Brust des großen steiermärkischen Dichters. Rosegger ist innerlich längst Protestant, sein Uebertritt kann nur noch eine Frage absehbarer Zeit sein. Ist er erfolgt, so darf man bei der großen Volkstümlichkeit des Dichters als sicher annehmen, daß Hunderte sich ihm anschließen werden. Rosegger in Glaubensnot. Der katholische Dichter Peter Rosegger hat sich abermals in klassischer Weise über Katholizismus und Protestantismus ausgesprochen. Wie erinnerlich, hatte er kürzlich einen Aufsatz über den evangelischen Christus verfaßt, dessen Abdruck im „Heimgarten- die österreichische Zensur nicht gestattete. Der für Oesterreich unterdrückte Aufsatz ging indes in deutsche Blätter über und wurde hier viel bemerkt und lebhaft besprochen. Nun kommt der Dichter auf diesen Artikel zurück, um sich u. a. folgendermaßen zu äußern: Oft habe ich es mündlich und auch schriftlich versucht, mit katholischen Geistlichen mich über das Evangelium auszusprechen, doch, wenn sie sich Überhaupt in ein Gespräch einließen, so kamen sie gleich auf die K'rchengebote. Die Leser meiner Schriften braucht man kaum zu erinnern, in welchem Verhältnisse ich zum katholischen Gottesdienste stehe. Allein auch Betrachtungen über das Evangelium mit Rede und Gegenrede hätten mich gefördert. So weit kam es mit Priestern nie; sie verwiesen mich auf die Predigt, bei der man kein Zwi gefpräch führen kann, aus die Beichte, bei der k in Einwand geduldet wird, im übrigen wichen sie stets aus, als ob sie selbst nicht Bescheid wüßten, oder als ob ein Laie nicht würdig wäre, über so hochstehende Sachen nut ihnen iu reden. Es hat Zeiten gegeben, da ich nach ihrem Zuspruch lechzte, doch Mißtrauen und nichts als Mißtrauen haben sie nur geschenkt. Einen Verirrten und Verlorenen haben sie stets an mir gesehen, aber Keiner kam, um mich liebreich zu suchen. — Hingegen habe ich Anregung und Erhebung gefunden im Gespräche mit evangelischen Geistlichen. Ohne zu protestantisieren haben sie sich gern finden lassen, mit einem Katholiken gemütlich und innig über unseren Heiland zu sprechen und über seine göttlichen Lehren, die immer tiefer und höher werden, je mehr und vielseitiger man sich mit ihnen befaßt. Zudem hat sich eine Bibliothek über den evangelischen Christus um mich aufgehäuft, Betrachtungen und Studien beschäftigen die dürstende Seele, und je mehr sie schöpft, desto unerschöpflicher ist der Gegenstand. Diese Wendung ist gekommen durch jene Beschlagnahme des belanglosen Jesu-Aufsatzes. Eine geringe Ursache zu einer für mich bedeutsamen Entwickelung. Und doch ist ein schwerer Konflikt in mir. Ein Konflikt, den mir gewiß nicht alle nachempfinden können, der manchen ganz überflüssig und thöricht erscheinen wird, weil eben mancher keine Ahnung hat von der Macht der Gottessehnsucht. Ich bin von meinen Vorfahren der Katholik. Ich bekenne und ehre so vieles der katholischen Kirche, sie ist meinen Kindeserinnerungen, meiner Mystik- Neigung und meiner Sinnenfreude eine Heimat. Und doch zieht es mich hinüber zu den Evangelischen, weil dort nach meiner Erfahrung und Ueberzeugung die Lehre Christi reiner verkündet wird, als gemeiniglich in den katholischen Kirchen. Besonders in unseren Tagen ist eine evangelische Predigt eine wahre Labnis. Es kommt selten vor, daß man dort schimpft, poltert, hetzt, andere Bekenntnisse verflucht und deren Seelen verdammt. Karne Feuilleton. Stimmungsbild aus dem Reichstage. (Nachdruck verboten.) nh. Berlin, 21. November 1899. Etwas Konfl ktsstimmung lagerte heule noch über dem Hause alS Nachwirkung der gestrigen Kstaftrophe, und einige Male kam eS auch zu kleinen Entladungen, obwohl die Tagesordnung wenig dazu angethan war. Zunächst wu de der Gesetzentwurf betr. die gemeinsamen Rechte der Besitzer von Schuldverschreibungen, bei dessen zweiter Beratung am Samstag Abg. v. Strombeck (Etr.) eine Reihe von Ausstellungen aemacht hatte, in dritter Lesung devattelos angenommen. Sodann begann die dritte Beratung der Postnov He, die einige Aenderungen gegenüber der in zweiter Lesung angenommenen Faffung brach«r 8a>ar schlugen die Versuche der Abgeordneten Marcour und Dasbach (Etr.) aus Einsührw g des Zonentarifs bei der Beiö derung von Zeitungen, sowie der des Dr. Haffe auf Wiederherstellung der in der Regierungsvorlage vorgesehenen Zritungsgrundgebühr von 3 Pfg. monatlich, die auf Antra der Sorialdemokratrn auf 2 Pfg. herabgesetzt worden war, fehl. Für den Zonentarif, gegen den sich Staatssekretär v. Podbielski wiede, um entschieden aussprach, stimmen nur einige Mitglieder des Centrums, und auch dem Abg. Haffe, dem der Staatssekretär natürlich lebhaft zustimmte, folgte nur rin Teil seiner Parteifreunde sowie die Mehrheit der konservativen Parteien, wählend eine Minderheit dieser letzteren, unter Führung des Abg. Oertel, mit der Mehrheit des Hauses für die in der zweiten Lesung befchloffene Herabsetzung eintrat. Dagegen haben die Sozialdemokraten, die selten so vom Glück bedach! worden sind, wie in diesen Tagen, schon wieder einen gesitz geberischen Erfolg erzielt. Dte Leser werden sich erinnern, bat, bei der zweiten Lesung der Postnov.lle ein sozialdewokra ischer Antrag abgelehnr worden war, der mit Bezug auf die private Zeitungsbestellung die einzelstaatlichen SonutagSgesetze und -Verordnungen aufheben wollte, ein Antrag, der dadurch hervorgerufen worden war, daß die Polizei in Mecklenburg das Austraqen der sozialdemokratischen Zeitungen nicht erlaubt hatte. Dte Redner des CentrumS und der Nationalliberalen hatten sich aber nicht prinzipiell ablehnend ausgesprochen, sondern im wesentlichen an der zu weit gehenden Form Anstoß genommen. Das halten sich die Sozialdemokraten nicht zweimal sagen lassen und hatten nun heute zur dritten Lesung einen neuen Antrag gestellt, der dte private ZeitunaSbestellung gestattet, „auch an Sonn- und Feiertagen während der Stunden, in dmen.dte kaiserliche Post bestellt." Gegen diesen Antrag wurden vom Bundesratstische aus die gewaltigsten Anstrengungen gemacht. Staatssekretär v. Poddielsky erklärte sich entschieden dagegen, da er einen nicht zu rechtf-rttgenden Eingriff in dte Land^sgesetzgebung darstelle. Und Ministerialdirektor v. Woedke bat das Haus, wenigstens den Sintiag bis zur Gewerbe- O'dnuvgsnovelle zu verschieben, in die er ja viel eher hineinpaffe, als ins Postgesetz. Aber was die beiden Herren eventuell hätten erreichen können, das verdarb gründlich der mecklenburgische G. sandte o. Oertzm. der gegen die äußerste Lmke einen so verletzenden Ton anschlug, daß er dem Abg. Singer Gelegenheit gab, sich in Grobbeiten gegen ihn gerad.zu zu erschöpfen, ohne daß der Präsident G legenheit nehmen konnte, dagegen einzuschreiten. Ausschlaggebend für den Antrag war bann Singers Hinweis aas das nicht eingelöste Kanzlerversprechen, betreffend die Aufhebung deS VerbinbuvgsverboteS für die Vereine, da« jetzt nach der gestrigen Abi hnuna der Zuchthausoorlage nach der Erklärung des Grafen Posadowtky Überhaupt nicht mehr werde eing löst werden. Das ronfie. Dr. Liebtr (-) ) und Rickert (fr. Vg.) erklärten, daß sie infolge 1 mr Ersah ung für den so.ialdemokratilchen Antrag stimmen würden, obwohl er besser in die Gewerbeordnungsnovelle hineingehören wurde; denn das Zustandekommen der letzteren sei doch sehr zweifelhaft, während die Regierung die Postnomlle an dieser Best.mmung sicherlich nicht scheitern lassen werde. N-mentl ch Abg. Rickert, der seinerzeit wesentlich dazu betgetragen hatte, infolge des Kanzlerversprcchcns die Aufnahme des obiaen Vere-nkprragraphen in das Bürgerliche Gesetzbuch zu unterlaßen, erklärte heute fast feierlich, sodaß es wie eine Selbstanklage klang, daß er nun auch zu den B-kehrten gehöre, die auf solche Mtnistervesprechungen nichts mehr geben. Und am Schluß kündigte er an, daß er beantragen werde, den nationeb liberalen Antrag auf blanke Aufhebung detz Dcibindungsverbotes an die eiste Stelle der Jntiatioanträge zu setzen. Aus dem Hause sprachen gegen den iozialdemokrat scheu Antr-g nur die Abgeordneten Rettich (k.) und Büsing (nl.). Ersterer erklärte ihn für einen eklatanten Eingriff in die mecklenburgische Landesgesetzgebung, letzterer hatte formale Bedenken. Bei der Abstimmung verlretzen Herrn Büsing aber alle seine Parteifreunde, und so stimmte nur er m t der Rechten gegen den Antrag, der ionach angenommen wurde. Eine längere Di kussion entspann sich dann noch über den bei Festsetzung der E tschädtgung für die Privatposten einzu- schlagenden Weg. Auf Antrag Dr. Haffe (nl.) wurde das schiedsgerichtliche Verfahren durch die eigenartige Konstellation, Rechte- Nationalliberale Sozialdemokraten, wieder hergestellt. Zum Schluß wurde noch die Fernsprechgebühren Ordnung ohne wesentliche Debatte in dritter Lesung erledigt. schlaffe »weiter Lesung mtt der Nenderung betr. das .Diensteinkommen übernommener Angestellter von Privatanstalten. Be» Artikel 5 wird der Antrag Hasse angenommen. Der Rest gelangt unverändert zur Annahme. D,e Annahme der Fernsprechgebührenordnung m 3. Lesung erfolgt mit einer redaktionellen Aenderung in der Fassung der 2. Lesung. Donnerstag 1 Uhr: Gesamtabstimmung über das Postgesetz, dann Gewerbenovelle. Schluß nach 5 Uhr. * Vom Kriegsschauplatz. Der Chronist, der die Ereignisse auf dem südafrikanischen Kriegsschauplätze täglich zu verfolgen hat, muß sich versucht fühlen, die Feder unwillig und ermüdet aus der Hand zu legen. Was berichtet wird, stammt fast aus- nahmslos aus englischer, d. h. in höchstem Maße verdächtiger Quelle; man weiß nie, ist es ein Ereignis vom selben Tage, vom Tage vorher, oder bezieht es sich auf eine mindestens acht Tage alte Etappe, und ab und zu versiegt das armselig durch den Sand rieselnde Bächlein der Berichterstattung so gut wie ganz. So können wir heute nur folgende Nachrichten zusammenstellen: London, 2l. November. „Reuter's Bureau" meldet auS Kapstadt vom 16. d. Mt?.: Der Panzerzug aus Estcourt, der gestern vom Feinde a»s dem Gl-tse geworfen wurde, konnte wieder aus die Schienen gestellt und glücklich zurückgebracht werde». — Gestern wurde ColeSberg von 1300 Buren besetzt. — Das Transportschiff „Mobawk" ist hier etngetroffen. a . London, 21. November. „Daily News" milden aus Kimberley vom 18. d. DL: Eine kleine Kavallerie-Abteilung wurde heute auf einem Rekognoszierungsrilt von den Buren angegriffen. Der Feind wurde geschlagen und verlor 12 Mann. Die britischen Truppen halten 2 Verwundete. Ein zw.it. s Gefecht wurde heute etwas später bei Carter's Farm geliefert. Die Briten verloren 2 Ma n und zogen sich dann zurück. Die Beschießung der Stadt dauerte mit kurzen Zwischenräumen den ganzen Tag fort. Ein Eingeborener mürbe getötet. London. 21. November. Das Kriegsamt veröffentlicht heute da« Deizetchnis von sieben weiteren Transportschiffen, die zwischen dem 24. November und dem 3. Dezember nach dem Kap abgeben sollen. Auf ihnen sollen sieben Infanterie-Regimenter und v-rschtedene ande'e zu der fünften Division g-hörige Abteilungen, sowie ein gemischtes Regiment aus der Garde Kavallerie der Königin befördert werden. Loudon, 21. November. Eine Meldung aus Kapstadt besagt, daß die Buren bei Kuruman von den britischen Truppen geschlagen wurden. Der Einfall der Buren in die Kap-Kolonie nimmt immer größeren Umfang an. Die Besetzung von Jamestown wird erwartet. Der Aufruf an die Afrikander, sich den Buren anzuschließen, sei bisher ergebnislos geblieben. — Ueber die Gefechte bei Kimberley wird telegraphiert, daß eine Kavallerie-Abteilung von den Buren am 18. d. Mts. angegriffen wurde. Letztere wurden zurückgeschlagen, wobei sie zwölf Tote hatten. Ein zweites Gefecht fand sodann bei Carters Farm statt. Nach Verlust von zwei Mann zogen sich die Engländer zurück. Die Beschießung Kimberleys dauert fast ununterbrochen den ganzen Tag über fort. — Einem Telegramm aus Estcourt zufolge ist General Joubert am 20. November mit seiner ganzen Streitmacht nach Estcourt zu vorgerückt. Es ist wahrscheinlich, daß Ladysmith nicht mehr belagert wird. Der „Morning Leader" veröffentlicht einen Brief eines Reservisten, der sich auf der Fahrt nach Südafrika an Bord eines Truppentransportschiffes befindet. Der Empfänger des Briefes ist der Bruder des Reservisten, und dieser bemerkte bei Uebersendung des Briefes an die Redaktion, daß, als sein Bruder sich einschiffte, die glühenden Zeitungsartikel über den Krieg so auf ihn selbst eingewirkt hätten, daß er die Empfindung bekam, er wünsche, er könne sich mit nach Südafrika einschiffen. In dem folgenden Briefe stellen sich nun die ersten wirklichen Erlebnisse schon ganz anders dar, als in schwungvollen Zeitungsartikeln : „Lieber Bruder! Eben nur ein paar Zeilen, um Dir mitzuteilen, daß wir in St. Vincent auf den kanarischen Inseln angekommen sind. Wir hatten keine glückliche Fahrt in der Bai von Biscaya. Einer der schottischen Füsiliere fiel über Bord und ertrank, und in derselben Nacht starb einer unserer Hetzer. Ich muß mit Bedauern sagen, daß es hier eine Misöre ist. Wir haben bisher jede Nacht auf den bloßen Brettern angekleidet gelegen, und das Essen ist furchtbar schlecht. Einer von meinen Kameraden in meiner eigenen Messe wurde verrückt und versuchte, sich über Bord zu werfen. Er ist j-tzt in Eisen gelegt. Wir beten alle, daß alles vorüber sein möge. Wenn wir gelandet sind, haben wir 350 Meilen in den Oranje-Freistaat zu marschieren. P. 8. Die Reservisten verfluchen Joe Chamberlain." * ♦ * Telegramme. London, 22. November. Nach einem Telegramm aus Estcourt von Samstagnacht sollen die englischen Truppen ihre Aufmerksamkeit darauf konzentrieren, daß die Buren keine Versuche machen, die Eisenbahn südlich von Estcourt zu zerstören. Neue Truppen kommen täglich an und der Vormarsch muß bald erfolgen. Um Ladysmith haben neue, anscheinend belanglose Gefechte stattgefunden. Loudon, 22. November. Die Meldungen aus Südafrika liegen nur sehr spärlich vor. Die meisten heutigen Blätter erörtern den mutmaßlichen Feldzugsplan der beiden Armeen und stimmen darin überein, daß die Ersatztruppen, welche nachLadysmith vorrücken, ein heftiges Gefe cht mit denBuren haben werden, da diese in der Umgegend von Estcourt zahlreiche Truppen zusammenziehen. Hier wird allgemein angenommen, daß es bei Estcourt zn einem Entscheidungskampf kommen werde. London, 22. November. „Daily Mail" berichtet aus Pietermaritzburg: Unser Korrespondent ist von denBuren gefangen genommen worden. Derselbe war der Ueberbringer eines Telegrammes an den Präsidenten Stein, worin dagegen protestiert wurde, daß die Buren nach der Besetzung einer englischen Stadt sofort alle Einwohner nötigten, die Waffen gegen England zu ergreifen. Loudon, 22. November. Vom westlichen Kriegsschauplätze wird berichtet, daß die Buren-Truppen sich in der Gegend von Naunport konzentrieren und daß noch für heute ein entscheidendes Gefecht zu erwarten sei. Kapstadt, 22. November. De» letzten Meld»ngen aus Kimberley zufolge befinden sich in dieser Stadt mindestens 500 Personen, welche Verwandte in der Belagerungs-Armee der Buren haben. Paris, 22. November. In der Umgebung des Dr. Leyds wird der von den Buren genommenen und entsprechend befestigten Position Weenen nordöstlich von Estcourt große Bedeutung für den unmittelbar bevorstehenden Entscheidungskampf um den Besitz von Estcourt leigemessen. _________________ Males und MovinfieUes. Gießen, den 22. November. ** Geschichtskalender, (Nachdruck verboten.) Vor 73 Jahren, am 23. November 1826, starb zuBe ltn der vorzüglichste astronomische Schriftsteller des 18. Jahrhunderts Johann Eblert Bode, einer der ersten Gelehrten, welche ihre Wissenschaft dem gebildeten Publikum zugänglich gemacht haben. Unter seinen zahlreichen A> beiten ist besonders sein großer Himmelsatlas, der in 20 Tafeln 17,240 Sterne nachweist und da'stellt, bemerkenswert. ** Ordensverleihung. Se. König!. Hoheit der Groß- h erzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 18. November dem DivifionSpfarrer Noack, beauftragt mit )er Wahrnehmung der Geschäfte des Militär-Oberpfarrers 11. Armeekorps, seither bei der Großh. (25.) Division, das Ritterkreuz 1. Klasse und dem Lazarett-Inspektor Bätz, seither Bezirksfeldwebel beim Landwehrbezirk Mainz, sowie dem Bürgermeister Andreas Kliem zu Kloppenheim das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen geruht. •• Das Großherzogliche Gymnasium beabsichtigt, der diesmaligen Feier des Geburtsfestes unsres Groß- herzoglichen Paares dadurch einen festlicheren und öffentlicheren Charakter zu geben, daß auch die Familien der Schüler und sonstige Freunde der Anstalt hierdurch eingeladen werden, dem Festaktus beizuwohnen. Er wird Samstag den 25. November, punkt 10 Uhr beginnen, und das Programm soll, außer der Festrede des Direktors Schädel, acht von diesem eingeübte Gedichte (Schüler der Tertia bis Prima), drei Chorgesänge und einen Satz aus der Militärsymphonie von Haydn umfassen. Mehr als eine Stunde wird aber die Ausführung dieses Programms nicht beanspruchen. ♦* Stadttheater. Die Novität „Das Opferlamm" gelangt, wie wir bereits gestern bemerkten, am Freitag dem 24. d. Mts. zur erstmaligen Aufführung, und zwar im Abonnement bei gewöhnlichen Preisen. Das neue Lustspiel von Walther und Stein ist an den meisten besseren Bühnen aufgeführt worden und hatte sich überall eines durchschlagenden Heiterkeitserfolges zu erfreuen. — Es sei daran erinnert, daß vor einigen Jahren hier ein Werk desselben Verfassers, „Fräulein Doktor", mit außerordentlichem Erfolge in Szene ging. Der neuen Arbeit der beiden Autoren darf für hier wohl ein eben so günstiges Prognostikon gestellt werden. — In der nächsten Woche gastiert der hier bestaccreditierte Kgl. Württembergische Hofschauspieler Emil Richard in mehreren seiner Glanzrollen, zunächst als „Bräsig". ** Evangelischer Arbeiterverein. Unseren Mitgliedern diene zur Kenntnis, daß der Versuch gemacht werden soll, Zusammenkünfte zum Zweck persönlichen Austausches auch an denjenigen Sonntagabenden in unserem Vereinslokal zn veranstalten, an welchen kein Vortrag stattfindet. So soll am nächsten und übernächsten Sonntag (26. November und 3. Dezember) von 7 Uhr abends das Vereinslokal geheizt sein, die Bibliothek steht zur Verfügung und werden die Mitglieder freundlichst zum Besuch eingeladen. — Mit Rücksicht auf den sehr starken Besuch des letzten Vortrags und in Erwartung, daß der am 10. Dezember in Aussicht stehende Vortrag des Herrn Prof. Dr. Sievers über die Buren und Transvaal ganz besonders zahlreich besucht werden wird, sodaß der Raum des Vereinslokals sich als zu klein erweisen würde, sei jetzt schon darauf hingewiesen, daß der genannte Vortrag im Saale des Lenz'schen Felsenkellers stattfinden wird. — Die auf den 2. Weihnachtsfeiertag im Programm vorgesehene Weihnachtsfeier in Steins Garten kann leider in dem dortigen Etablissement nicht abgehalten werden, denn trotz der uns bereits zu Anfang des Jahres fest gegebenen Zusage, hat der Inhaber von Steins Garten den großen Saal einem andren hiesigen Verein für den genannten Tag überlassen, und glaubt sich nicht dazu verstehen zu können, das uns früher zugestandene Recht anzuerkennen. Es sei diese Sachlage unseren Mitgliedern ausdrücklich auf diesem Weg bekannt gegeben. Die Verhandlungen darüber, ob die Feier unter diesen Umständen überhaupt zu halten ist, und in welchem, der Größe des Vereins einigermaßen entsprechenden Saal, sind noch nicht zum Abschluß gekommen. **EH. Sonntag den 19. ds. Mts. fand im E. A. V. dahier der zweite Vortrag dieses Winters statt. Herr Prof. Dr. Sauer sprach im gedrängt vollen Saale über hessische Baudenkmäler. Ausgehend von dem ältesten erhaltenen Denkmal, der Einhards Basilika im Odenwald, führte er uns durch die Jahrhunderte, die einzelnen Baustiele, romanisch, gothisch, deutsche Renaissance, an Bauten aus Gießens weiterer und näherer Umgebung und der Stadt selbst besprechend. So wurden aus der Umgegend u. a. kurz erläutert Ruine Münzenberg, Schiffenberg, Gleiberg, Wetzlarer Dom, Marburger Elisabethen-Kirche, Kloster Arnsburg, die Kirche in Großen Linden, aus Gießen die alte Kanzlei am Kanzleiberg, das alte Schloß am Brandplatz, das ehemalige Zeughaus, das alte Rathaus, die Apotheke am Markt und der Turm der Stadtkirche. Von der Stadtkirche selbst wurde gesagt, daß sie eine eigentümliche Erscheinung darstelle, indem sie auf griechische Vorbilder zurückgehe, was man allerdings aus Mangel an Mitteln nicht habe ganz ausführen können; doch sei bei der Erneuerung einiges nachgeholt worden, soweit das mit dem Charakter einer Kirche vereinbarlich sei. Dagegen bilde die Johanneskirche einen würdige» Abschluß dieser Bauten in Gießen, da auch sie iw deutscher Renaiffance gehalten sei. — In der kurzen sich anschließenden Diskussion berichtete der Herr Vortragende noch, wie ein Eisenwarenhändler zu der Ehre gekommen sei, als Erbauer der Stadtkirche zu gelten. Auch über die Krachenburg wurde Auskunft gegeben. — Nach Schluß gelangten noch einige Vereinsangelegenheiten zur Besprechung. — Der nächste Vortrag findet am 10. Dezember statt, und zwar im Saale des Lenz'schen Felsenkellers. Herr Prof. Dr. Sievers wird sprechen über die Buren und Transvaal. *• Uuglücksfall. Gestern abend gegen 6 Uhr wurde der Fuhrmann Karl Schmidt von hier derartig von seinem Fuhrwerk überfahren, daß er kurz darauf starb. Schmidt hatte Sand abgeladen und wollte von einem Hofe zum anderen fahren, auf der Straße gingen die Pferde durch und Schmidt, welcher neben dem Fuhrwerk ging, versuchte ein Pferd zu faffen, kam aber zu Fall, und der 26 Zentner schwere Wagen ging ihm über den Kopf. ** Die Ersatzwahl für den verstorbenen Abg. Glaser (natl.) im 9. Starkenburger Landtagswahlbezirk ist aus den. 24. November angeordnet. *♦ Als eine bemerkenswerte Thatsache ist es, wie die „N. H. V." bemerken, zu verzeichnen, daß bei den soeben stattgefundenen Landtagswahlen konfessionelle Gegensätze zwischen Protestanten und Katholiken, welche bei früheren Wahlen oft eine recht bedeutende Rolle spielten, diesmal ganz in den Hintergrund traten. So stimmten in den rheinhessischen Wahlkreise» die Wahlmänner protestantischer Gemeinden für die Kandidaten des Zentrums und in den oberhessischen Bezirken die Wahlmänner aus katholischen Gemeinden für die Nationalliberalen. § Aus dem Ohmthale, 14. November. Die Feldarbeit ist nun als vollständig beendigt zu betrachten. Das schöne Spätherbstwetter hat es auch den Nachzüglern möglich gemacht, die Feldbestellung ganz zu bewältigen. Alle Stoppelfelder sind umgepflügt worden. Die Kornsaat, die um Wochen verspätet, entwickelt sich jetzt zusehends. Hier und da klagt man über Schneckenfraß; allgemein aber tritt er nicht im Uebermaße auf. Die seitherige warme Witterung begünstigte den Schneckenschaden, die jetzige kältere Temperatur dürfte ihm Einhalt thun. In den Wiesen tritt der Maulwurf wieder sehr häufig auf. So oft auch sei« Nutzen gepredigt, seine große Freundschaft für die Landwirtschaft nachgewiesen wird, sobald sich die Maulwurfshügel in den Wiesen zeigen, offenbart es sich, daß der Landwirt von diesem „verkannten Freund" nichts wissen will. Er fängt ihn oder läßt ihn fangen und bekommt dafür in vielen Gemeinden eine „Fangprämie". Es sieht allerdings recht wüste aus, wenn eine Wiese mit Maulwurfshügeln übersäet ist, wie die Wigwams einer Jndianer- ansiedlung, aber daß der Wiesrnboden gerade hierdurch gelüftet, gelockert und befeuchtet wird, übersieht man, obschon später ein besserer Graswuchs hiervon Zeugnis giebt. Rimborn, 20. November. Die 16 jährige Tochter des Landwirts Knirim hier geriet beim Futterkochen mit den Kleidern in die Nähe des Kesselfeuers. Die Kleider fingen Feuer, und binnen wenigen Sekunden stand das Mädchen in Hellen Flammen. Die Brandverletzungen waren so schwer, daß die Unglückliche nach dreitägigem schweren Leiden ihren Wunden erlag. (D. Z.) Mainz, 21. November. In dem Tietz'schen Waren» Hause stürzte gestern abend eine Ladnerin in den offenen Schacht des Aufzuges; sie verletzte sich lebensgefährlich. — Am 1. Dezember verläßt der Verwalter des Justizgebäudes Jonas Becker, der 23 Jahre diesen Posten inne hatte, seinen Dienst. Er wurde ohne Pension entlassen, weil er sich verschiedenes zu Schulden kommen ließ. So hielt er seine dritte Hochzeit im — Schöffengerichtssaal ab. Mendorf (Kreis Kirchhain), 20. November. Am gestrigen Sonntage wurde Herr Pfarrer Gruß dahier vom Herrn Dechant Kräh aus Amöneburg seinen Parochiane» als Pfarrer vorgestellt. Die kirchliche Feier verlief auf das glänzendste; die Pfarrkinder hatten an ihrem Gotteshause einen herrlichen Schmuck angelegt. Am Abend fand unter begeisterter Teilnahme der ganzen großen Pfarrgemeinde ein Fackelzug statt. (Fuld. Z) Kassel, 21. November. Ein schwererUnglücksfall. ereignete sich am gestrigen Mittag gegen 12 Uhr in dem Gelände des hiesigen Hauptbahnhofs. Als der gegen 12 Uhr fällige Uebergabegüterzug den Viadukt bis Rothenditmold passierte, stieß der Zug infolge Versagens der Bremse gegew einen Prellbock auf. Durch die unerwartete Erschütterung stürzte der Hilfsbremser Schuhmacher von hier von seinem Sitze herab und geriet unter die Räder eines Wagens, welche dem Unglücklichen über beide Beine gingen. Der Schwerverletzte, welcher verheiratet ist, wurde nach dem Landkrankenhaus geschafft. Gonterskirchen, 20. November. Welche wunderbare Aufschriften auf Wegtafeln u. dergl. heutzutage oft entstehen, zeigt die zwischen der hiesigen und Laubacher Gemarkung an der Hauptstraße errichtete Tafel: „Hier ist Maul- und Kl aus eg." Wie recht hatte jener oberhessische Biedermann mit seiner Meinung: „DaS Unangenehme haben die neumodischen Krankheiten noch, daß ihre Namen schwer zu schreiben sind!" Vermischtes. ♦ Hamburg, 21. November. Die von hier entsandte Abteilung der Feuerwehr ist zurückberufen worden, nachdem die Nachricht eingetroffen war, daß die „Patriu" von den Hamburger Dampfern „Hansa" und „Simson" ins Tau genommen worden ist, um sie nach Dover zu bringen. In der Nähe von Deal ist das Schiff in seichtem Wasser gesunken. Bei Ebbe liegt ein großer Teil M lFür Form und übernimm BiS wann fc diekjührigm Hund wäre erwünscht. Auf Grund 1881, die öligem ordnung vorn 1. srdnung betr., ro Eer Zllstiumun Ministeriums des A dm Bezirk b. - ßtitttbn Qtprelfan^ntttn erwandert, während bti Miße Merr zu notbörtilim vorweg M dn Luftdruck g wrstlichrMo^lmurn e £ die Aurführu! Bei Ausfjj! iumten Neubau! tm 15. 6w Abnahmefcheines dw Frist von w Wfcwn mindest, L die Hälfte her ^»etne Verkch "ach Lage oder Ba ^Menbeden, **«■ vniMuntz bes Wu kein Anstoni -ix. äußer Wben ist. -W UH L^e" überlaff-i * 77 ctohtt Äit, durch eÄ Der Am- Ehrverlust verurteil^ Berlin, des verstorbenen Gru bank nunmehr als verhaftet nu^en war Rheinischen Stahl' ur jetzt einen Wert von, Reichsbank, als die. erhob Ansprüche aus l gurbe, erhob sie lklag> unter Semeis stellte, d schenlt rootben säen ui Durchblicken lasten, das mehreren vvrhergegam abermals Termin vor hatte das Ergebnis, daß die streiligen die Effekten nunmeb jjÄft •■"-sä ®ieh,b, 8209 2 e*1 L-s>» ® jM ° , zir 6' 1' «iW „r ««L7 «.X* Sv« ie 9'hn. Ä®«'nf«, en. __ »/?* über hie ^heilen m ge- ^JhnteUeJ^ 1 *"''” ».»2 ».'S, «.•RS» Ebenen Abg. Wte ift wie bie eW11 fr foebe* । " ^onfcfftonelle ‘QJt? »nd Laihv- ^nete^btbeutenbt ,n den Hintergrund hessischen Wahlkreisk, Smemden für die Sanbü ^hessischen Bezirken die uenlden sür die National- November. Die Feld- ^digt zu bettachten. Da- 1 den Nachzüglern möglich zu bewältigen. Ne den. Die Kornsaat, die ch letzt zusehends, hier ratz; allgemein aber tritt seitherige warme Witte- Haden, die jetzige kältere hun. In den Wiesen Kitt usig ans. So oft auch sei« e Freundschaft sür die >, sobald sich die Maul« , offenbart eS sich, daß der en Freund" nichts wissen ihn fangen und bekommt .Fangprämie".. Es sieht i eine Wiese mit Maul- Wigwams einer ^nbioncr.' oben gerade hierdurch ge- :b, übersieht man, obschon rvon Zeugnis tziedt. Die ^Mge Tochter eiet beim Futterlochen mit lesielfeuers. Die Kleider ligen Sekunden stand das je Brandverletzungen waren nach dreitägigem schweren stimmten Neubauten ist, wenn deren Rohbau zwischen dem 15. März und dem 15. September sertiggestellt wird, von der Erteilung des Rohbau- Abnahmescheines bis mm Beginn der inneren Verputzarbeiteu eine Frist von mindestens sechs Wochen, in allen anderen Fällen eine solche von mindestens zwölf Wochen einzuhalten. Diese Fristen können bis auf'die Hälfte herabgesetzt werden, wenn an sich die Bestimmung des Gebäude» eine Verkürzung der Frist unbedenklich erscheinen läßt, oder wenn nach Lage oder Bauart desselben, wie insbesondere nach der Konstruktion der Zwischendecken, ein rascheres Austrocknen des Neubaues anzunehmen ist. Der Rohbau-Abnahmeschein kann auf den Tag der Anzeige der Fertigstellung des Rohbaue» zurückdatiert werden, wenn sich bei der Abnahme kein Anstand ergab. $ $ Der äußere Verputz solcher Neubauten (§ 1) darf in der Regel nicht in demselben Jahr hergestellt werden, in welchem der Rohbau vollendet worden ist. Wohngebäude dürfen frühestens drei Monate nach Beginn dec inneren Verputzarbeiten, keinesfalls aber früher als sechs Wochen nach Fertigstellung dieser Arbeiten, bezogen werden. In besonderen Fallen kann ausnahmsweise diese Frist bis auf die Hälfte herabgesetzt werden, wenn nachgew.esen wird, daß der Neubau gehörig trocken und dec Gesundheit nicht schädlich ist. § 4. Vom Beqinn der inneren und äußeren Verputzarbeiten an den im e 1 genannten Neubauten, sowie von der Fertigstellung de« inneren Ver- putze« von Wobngebäudrn ist dem Stadtbauamt j-weilr schrisiliche Au- »eig« zu erstatten, wozu Formulare - mit auf Verlangen zu erteilender SmpsMgrbestätigung — unentgeltlich abgegeben werden. § 5. Verfehlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen unterliegen den Rechtsfolgen der Art 79 und 80 dec allgemeinen Bauordnung. Jagdgeräte, Waffen und Munition. 8207 Aug. Kilbinger. einem Sextaner NaMfestuudkU? Offerten unter Nr. 04214 an die Ex- 1 pebition dieses Blattes erbeten. (Brust-Caramellen) von E. Übermann, Dresden, sind das einzig beste diät et. Genussmittel bei Husten und Heiserkeit. 8190 Zu haben bei: Gebr. Adami, Mäusburg. Emma Seuling Wetzsteinstratze 45. Große Auswahl in Ledertuch - Markttaschen, von 40 Pfg. an, Henkelkörbe (1 und 2 Deckel) enorm billig. Wäsche-Leinen 10 Mir. v. 18 Pfg. an. Wäsche-Klammern. 8208 Wachstuche in allen Farben. Die so sehr beliebten echten 8191 Werg. Lebkuchen empfehlen zu den billigsten Preisen Gebr. Adami. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.) Bis wann kommen die Preise (Medaillen und Diplome) der diesjährigen Hunde-Ausstellung zur Vert-rlung? Eme Antwort wäre erwünscht. ®i° Aussteller. — Wetterbericht. Von den beiden gestern vorhandenen DepresstonS-Zentren tit jene im Mtttelmeergedtete etwas südwärts gewandert, wahrend dasjenige, welches über Finnland lag, gegen das Weiße Meer zu abz-eht. Ein neues Minimum ist vor der vordöitlich-n norwegtsch-n Küste erschienen. In Zentral Europa zeigt der Luftdruck gar eine erhebliche Zunahme, indem das nordwestliche Maximum einen raschen Vorstotz gegm den Kontinent herein Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 23.November, abends 8Uhr, Bibelstunde im Konfirmandensaale in der Kirchstraße. 2. Brief Pauli an die Korinther. Kap 3.__________________ Pfarrer Schlosser. Für die verwundeten Bureu gingen bei uns ein (bis 22. November): G. K. Gießen 3 Mk., Hofgerichtsrai Hoffmann, Gießen 6 Mk., vom Stammtisch der Gastwirtschaft Henkel, Gießen 10 Mk., Prof. Dr. H. Steinbrügge, Gießen 20 Mk., Geschwister T„ Gießen 2 Mk, Lindenborn, Odenhausen 5 Mk., l)r. H. B., Gießen 5 Mk., H. W. Gießen 1 Mk, Stadtrat Löber 10 Mk., W. Kitz, Gießen 5 Mk-, V. K., Gießen 15 Mk., W. P., Gießen 2 Mk-, N. N., Gießen 2 Mk., Pfarrer Hammann 3 Mk., Summa 228 Mk. , , Weitere Gaben nimmt die Expedition dieses Blatte» gern entgegen. Die Expedition. Für die Bureu fiud solgende Beträge bei der uuterzeichueteu Ortsgruppe eiugegangeu: Von Dr. S. 1 Mk., A. R. S. 3 Mk., Meliorationsbaurat Wiß- mann 5 Mk., Dr. M. 1 Mk., cand. med. Wagner 1.50 Mk., stud. med Scholz 1 Mk., cand. ohem. Koch 1 Mk.. L. G. H. 1 Mk., von der Schriftleitung des Gießener Anzeiger 150 Mk. überwiesen, Reinhard Buderus, Lollar 40 Mk Zusammen 194.50 Mk. Vorgenannte Beträge empfangen zu haben bescheinigt mit herzlichem Dank die Ortsgruppe Gietzen des Alldeutschen Verbandes. Weitere Spenden werden gerne entgegengenommen von Gerichtsaccesftst Prosch, Schillerstratze 14. 8211 Die Beerdigung findet Freitag den 24. November, vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Schillerstrasse 5, aus statt. Di© trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 22. November 1899. Todes-Anzeige. Heute nacht l'/r Uhr ist unser inniggeliebter, guter Vater, Bruder und Grossvater Karl Hoffmann Grossherzoglicher Hofgerichtsrat i. P. nach kurzem, schwerem Leiden sanft verschieden. Um stille Teilnahme bitten Karl Schmidt HI plötzlich zu sich zu rufen. 8212 Die trauernden Hinterbliebenen Der Borstand Giessen, den 22. November 1899. 8199 Sonnenstratze 6 7597 Die trauernden Hinterbliebenen. 8008 Lollar, den 21. November 1899. 8198 Damen- und Kinderwäsche 8192 aus Markt 16. Friedrich Teipel Markt 16. A. Kilbtnger. Verantwortlicher Redakteur: H. Koegter. — Druck und Verlag der Brühl'schcn UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Vi-rnüctniuu-n (Offene Stellen verWedeiles Zu uerknufen in und außer dem Hause. Hockacktend 164 an Haasenstein & Vogler, A.-G«, in Frankfurt o. M. 8196 5. Erhöhung der Mitgliederbeiträge. 6. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Naci, beendigtem Kursus im Friseur- Institut zu Frankfurt a. M. empfehle ich mich den verehrten Damen als Math. Gröninger Steinstraße 59, Kopfwäschen wird bclligst berechnet. wie Hemden, Hosen, Nachtjacken, Unterröcke Kaus-, Mandel- und Kittelschürzen in reichster Auswahl und jeder Preislage empfiehlt Detaillisten-Verein. General Versammln« g heute, Donnerstag den 23. Wovemöer, abends 8% im Taale des Hotel Einhorn. Tages Ordnung: r- Bericht dcs Vorsitzenden über die geschäftliche Tätigkeit des Verei sowie die Konferenz in Frankfurt a. M. 2. Rechnungsablage. 3 Handelskammerwahl. 4. Vorstandswahl. Mit einer Kapitalanlage (non 6- bis 8000 Mark) ist einem strebsamen, fleißigen Geschäftsmann Gelegen- beit geboten, ein sehr gut rentierendes, konkurrenzloses Unternehmen zu erwerben. Branchekenntnis nickt erforderlich, da leicht zu erlernen. Offerten unter C. V. Todes - Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben Vater, Bruder, Schwager und Onkel DWejieiMWil Kommis 20 Jahre alt, 3 Jahre in einem Großgeschäft geleint, als Einjähriger gedieni, sucht Stelle. Reflektanten werden gebeten, Adresse niederzulegen unter W. G. 8200 in der Expedition d. Bl 8195] Ein in der Oberstadt in Wetzlar gelegenes Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 23. November, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Neuenweg 42, aus. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die überaus zahlreichen Blumenspendm beim Heimgange unseres Heben Va'ers, Schwiegervaters und Großvaters Christoph Deibel II. sagen i- nigsten Dank Badische Pferde-Versicherungsanstalt Gegründet 1879. zu Karlsruhe. Reorganisiert 1884. Versicherung von Pferden gegen Todesfall, Unfall, Unbrauchbarkeit in Folge unheilbarer Krankheiten, Huf- und Beinleiden rc. Entschädigung r 80 pCt. des versicherten Wertes bei Todesfall und 60 pCt. bei gänzlicher Unbrauchbarkeit ohne weitere Abzüge. Höchster Entschädigungssatz, welcher überhaupt von Versicherungsgesellschaften bezahlt wird. Auszahlung innerhalb 14 Tagen. Prämie 4—6 PCt«, je nach der Gebrauchsart. VerstcherungSbestand in 1898: 9624 Mitglieder, 16523 Pferde, i> 593181 Mark Lersicherungskapital. Ausbezahlte Entschädigungen für 6825 Pferde 2758769 Mark. Auskünfte bereilwilligst durch die Haupt-Agentur Kietzen Jean Wessely Muerallvaffer- und Kohlensaure-tzaudlllug, Kulscher-Berem Metzen. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Mitglieder davon in Kenntnis zu setzen, daß unser langjähriges Mitglied Herr Hari Sehmidt gestern abend plötzlich verschieden ist. Die Beerdigung findet Donnerstag den 23. November, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause, Neuenweg 42, aus statt. Die Mitglieder werden gebeten, sich recht zahlreich zu beteiligen. Zusammenkunft um 3b/4 Uhr bei Flamme. 8210 Der Vorstand. Geschäftshaus mit großem Hof und Lagerraum ist freier Hand zu verkaufen. Näheres in der Erved. d. Bl. 8206] Ein gut erhaltenes, leichtes Coupe billigst zu verkaufen. 04212] Löwengasse 15 und 17 je ein kleines Logis zu vermieten._____________ 8189] Freundl. möbl. Zimmer zu vermieten,_____Bruchpratze 5, II. 04216] Möbl. Zimmer, mit oder ohne Kost, zu vermieten Bleichstr. 16a, III. Hebender für Nassau und Hessen von «olonial- warengrotzhandlung gesucht. Offerten mit Gehallsansprüchen unter Nr. 8204 befördert die Expedition d. Bl. Hausbursche gesucht. Näheres Wallthorstratze 71. 7964 Hiesige Cigarrenfabrik sucht zum ersten Januar Lehrling aus guter Familie und mit guter Schulbildung. — Selbstgeschriebene Offerten unter F. 04209 an die Expedition dieses Blattes. Korsetts. Größte Auswahl iu Korsetts für Domen. Mädchen s. Kindrr iu allen möglichen Kanons und Preislagen. 8i9S MS?* Garantie für tadellosen Titz. "eui Patent-Korsetts. Heui Friedrich Teipel Markt 16. Markt 16. Haushälterin, welche gut bürgerlich kochen, nähen uno bügeln kann, etwas Erfahrung in Hausgärtnerei besitzt, für kleine Faiwlie gesucht. Offerten erbeten unter Angabe von Alter, seitheriger Thätigkeit und Gehaltsansprüchen unter W. Z. 8188 an die Expedition dieses Blattes. __________ GkNMdtes Dikuflmädchku welches auch etwas kochen kann, für eine hiesige, bürgerliche Familie per Weihnachten bei hohem Lohn und guter Behandlung gesucht. Näheres bei 8203 Frau Müller, Teufelslustgärtchen 26. 8205] Laufmädchen oder Frau gesucht. ________________GelterSweg 86. 04215] Laufmädchen gesucht. Ostanlage 9, IV. Tie erhöhte H« gmm« * M)«i, * W!‘t mich- unö h Mensch ein mit diesen gestattetes Tier nur hei mrden viele mit dem . fjuubt sich für immer i Mehr noch als in nach ans den Dörfern, i für Hunde von 10 Mar I gewöhntes, sondern dem die Zahl der Hunde t werden. Ebenso dürfte ht qu8 der staatlichen wehr alt ein linimum Beides barj man stehende Hundevertilgr humanitäre, wohltätig Betrachten wir LoS unserer Hun den Vorwurf zu gn laden, daß es in sei neidenSwerteS, ft wertes genannt zu werd ja geradezu unwürdig 3W unb WadrfiM springt solche Behandle immer noch unter Beruft Satz: Man M das T gleichen. Ätzet als