Uu biheiu urufen. '«ebenen. ißt« Mitglied )S 4 Uhr, statt» nftanb. 10. Lebentjahre itetbllebenen: rübte Nachricht, roßmutter Me. 5 4 Uhr, vom 5473 ander. tigS - * »™ e launge M- r* heben Gatten, oßvater eU S* N«h \ 2.- M *8 n. Adolf T w verehrlich,^ _____ 5470 fl p fl loren «*•***£ Znh-l' '° £ ■fV>b. «■ 5458 A Zu«'" >s 8*/i TiÄsT^ , *____ 1899 Rr. 171 Awettes Blatt Sonntag den 23. Juli Meßmer Anzeiger Keneral-Anzeiger Bei Postbezug R Mark 50 Pf,, vierteljährlich DezugApretZ vlerieljährlich 2 Mark 20 Pf, monatlich 75 Pf, mit Bringerloh«. Alle «nzeigen-BermittlungSstellen bet In- unb Äullentel nehmen Anzeigen für den Siebener Anzeiger eutfey*. UeO* eit Äu-aohme de« Montags. DK Gießener y**Wc*»CÄtUr »erden dem Anzeiger »Scheutlich viermal heigelegt. K»««ch»e »ee Anzeigen zu der nachmittag- für de» |eijcn>tn la, erscheinenden Nummer Hi vor». 10 Nh*. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren Prozent I. bis b. d. Js. die bis zum 31. August Steuerkommissariat Giesteu in den Landgemeinde» vom 3,00 19,7 9,8 3,71 69,7 15,1 96,62 20,00 30,8 83,3 81,5 45,3 36,7 20,00 15,4 61,2 0,48 27,1 16,7 29,93 51,9 2. zum 3. „ Redaktion, Expedition und Druckerei: Ach.tßratze Ar. 7. Von der Verpflichtung zur Einkommensteuererklärung sind nach Art. 21 des Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Fall besondere Aufforderung der Veranlagungs-Kommission ergeht, diejenigen Steuerpflichtigen entbunden, welche im unmittelbar vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Einkommensteuer I. Abteilung (Einkommen von 2600 Mk. und mehr) gezogen waren, auch inzwischen ihren Wohnsitz nicht gewechselt und keine Einkommensverbesserung erfahren haben, welche ihre Versetzung in eine höhere Klasse bedingt. Nach Art. 22 des Gesetzes haben die Einkommensteuererklärung abzugeben: 1. für minderjährige, vermißle oder unter Vormundschaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter; 2. für die Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien deren Vorstände in seitheriger Weise (ohne Benützung des für die übrigen Pflichtigen allgemein vorgeschriebenen Formulars); 3. in allen anderen Fällen der Pflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gesamten, ihm sowohl als seinen nicht selbständig zur Einkommensteuer gezogenen Angehörigen zustehenden Eikommens. Adreffe für Depeschen: Anzeiger frltlau Fernsprecher Nr. 51. der abzugebenden Steuererklärungen jederzeit bereitwillig Auskunft erteilen werden. Unter Bezugnahme auf die obigen Mitteilungen richten wir an die hiernach zur Einreichung von Einkommensteuer- erklärungen verpflichteten Bewohner unserer Bezirke (unseres Bezirks) hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unsehlbar bis zu den angegebenen Terminen an die betreffenden Bürgermeistereien oder direkt an uns gelangen zu lassen. Die bei den Bürgermeistereien einlaufenden Steuererklärungen werden, und zwar insoweit verschlossen, uneröffnet an die Vorsitzenden der betreffenden Veranlagungskommissionen abgegeben werden. Das Formular zu den Steuererklärungen, welchem em Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen. Nach Artikel 49 des Einkommensteuergesetzes sind auch die Steuerpflichtigen, deren Einkommen weniger als 2600 Mk. beträgt, zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, sobald eine besondere Aufforderung des Vorsitzenden der Veranlagungskommission an sie ergeht. Gießen, den 22. Juli 1899. Für die Großh. Steuercommissariate: Gießen: Bähr. Grünberg: Müller. Hungen: Seell. Nidda: Schmitt. 31. August d. I. in der Stadt Gießen vom 15. Oktober bis 30. November d. I., 1. zum a. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Uotkskunde.______________ ^Cran,isBoHen sich die Herrschaften nicht einzeichnen? Ich bringe gleich Feder und Tinte." „Weißt Du, wir werden einmal dichten," erklärte Franziska. „Wenn das so ginge!" Konrad Rösch Stettiner Chamottefabrik vormals Didier zu Stettin Süddeutsche Eisenbahngesellschaft Verein chemischer Fabriken zu Mannheim Verein für chemische Industrie zu Mainz Vereinigte Strohstofffabriken in Dresden Außerdem werden die Steuerpflichtigen benachrichtigt, daß die Steuerkommiffariate über etwaige Zweifel bezüglich 4. „ „ Nidda j v. ZS. — für die Städte Hungen, Laubach, Lich läuft die Frist bis zum 30. September d. I — ohne daß der Pflichtige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts oder auch direkt bei dem betreffenden Steuerkommissariat abzuliefern. Den außerhalb des Großherzogtums wohnenden Steuerpflichtigen werden die Formularien zu den Steuererklärungen durch die betreffenden Steuerkommiffariate zugesendet, an welche die abzugebenden Erklärungen innerhalb vier Wochen direkt einzusenden sind. „Du bist närrisch, Franziska! Wer hat es so gut wie Du? Niemand. Und doch bist Du nicht zufrieden. Wie gerne blieb ich zum Beispiel noch ein paar Wochen m dieser köstlichen Sommerfrische. Aber mich ruft die Pflicht. Du kannst bleiben." „Ich muß bleiben, weil Papa sich embüdet, sein Katarrh wäre hier besser geworden. Woran natürlich kein wahres Wort ist! Thüringen wäre entschieden günstiger gewesen. Nun gehst Du morgen auch fort. Was soll nun werden? Entweder gähne ich mich tot oder ich mache dumme Streiche! Wenn nur wenigstens besseres Wetter wäre! Aber sieh mal, was dahinten wiederaufzieht! Em wahres Glück, daß Papa zu Hause geblieben ist. ... Kellner, kommt denn unser Kaffee noch nicht?" „Gleich, meine Damen!" sagte der Schwalbenschwanz. „Na, hoffentlich ist er besser wie das Beefsteak." „War es hart?" „Und wie!" „Das thut mir aber leid!" „Mir auch!" . Auch der Kaffee erregte Franziskas tiefste Mißbilligung. „So eine Brühe!" sagte sie entrüstet. „Dafür bist Du in der Sommerfrische!" tröstete sie Politische Wochenschau. Trotz der sommerlichen Hitze hat das politische Leben wieder eine Ausfrischung erfahren. Die Absage des Kaiserbesuchs in Dortmund zur Feier der Einweihung des Dortmund-Ems-Kanals gab den Anlaß zu lebhaften Erörterungen, was insofern erklärlich ist, als ein Grund für die Abänderung des Kaiserlichen Vorhabens nicht angegeben wurde. Daß es schwerwiegende politische Gründe sind, darüber hegt eigentlich heute niemand mehr einen Zweifel, aber damit ist kein Licht geschaffen, und alle Welt tappt im Dunklen. Die große Kanalsrage steht augenscheinlich im unmittelbaren Zusammenhänge nut der Absage; die Frage ist nur die, ob die Freunde der Vorlage den Entschluß des Kaisers in günstigem oder ungünstigem Sinne deuten sollen. Die Dortmunder städtischen Behörden haben bekanntlich beschlossen, mit der Eröffnungsfeier zu warten, bis dem Kaiser die Teilnahme möglich sein wird; unseres Erachtens wird aber dieser Ausweg zwecklos sein, nachdem der Kaiser bereits einen Vertreter ernannt hatte. Wir wollen wünschen, daß recht bald eine amtliche Darlegung der Ab- fagegründe gegeben wird. Im weiteren setzt der Ausfall der bayerischen Allgemeine Elsässische Bankgesellschaft Bank für Handel und Industrie zu Darmstadt Bergbau und Schifffahrts-Aktiengesellschaft vormals Gebrüder Kannegießer Bonner Bergwerks- uud Hüttenverein zu Oberkassel Chemische Werke zu Amöneburg Dampfschifffahrtsgesellschast sür den Nieder- und Mittelrhein zu Düsseldorf Eisenwerk Hirzenhain mit Sitz in Lollar Fabrik feuer- und säurefester Produkte zu Bad-Nauheim Frankfurt-Offenbacher Trambahngesellschaft Gesellschaft für Handel und Schifffahrt H. A. Disch Jmmobiliengesellschaft, die Süddeutsche Mannheimer Portlandcementfabrik Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft Nürnberg Pfälzische Bank Preußisch Rheinische Dampsschifffahrtsgesellschaft zu Köln Bierbrauerei Schöfferhof-Dreikönigshof vormals ^Indern tänzelte der Kellner, um seine Anwartschaft auf ein Trinkgeld zu vergrößern, mit dem Fremdenbuche „Wird schon gehen! Für diese traurige Verpflegung wollen wir uns in Versen bedanken. So hat der Wirt doch auch was davon." Und energisch stippte sie die eben erhaltene Feder in das dick von Tinte überlaufene Schreibzeug, und fing an, auf dem Löschblatt herumzumalen, vermutlich, um auf diesem Wege in die erforderliche Stimmung zu kommen. „Scheußliche Tinte," sagte sie dabei. „Und die Feder erst! ... Ha, jetzt hab ich's. Tinte und Feder kommen auch mit 'rein! So, das wird famos, Helene! Ganz Hurtig sing sie an zu schreiben. Ein paarmal stockte sie wohl, aber nach wenigen Minuten war sie fertig und gab nun triumphierend ihre Dichtung zum besten: „Schlechte Tinte, harte Federn, Kaffee matt und Beefsteak ledern, Aussicht--auf ein Nebelmeer: Wozu kraxelt man hierher?" Ihre Freundin schien nicht ganz einverstanden mit ihrer Leistung. „Das ist beleidigend," sagte sie. „Hm . . . Das Beefsteak war auch keme Schmeichelei! „Ja, aber —" , . . < „Ach was, aber! Es steht nun einmal drin und damit Punktum. Du brauchst es ja nicht zu unterschreiben, Musterkind! Mein Name steht drunter. Wir furchten Un8 Damit klappte sie das Buch zu und rief den Kellner zum Bezahlen. . Ein paar Tage waren seitdem ins Land gegangen. Da trieb sie das herrliche Wetter wieder einmal hinauf aus dem schönen, aber stillen Fichienstein nach der Adlerhohe. Amtlicher Teil. Bekanntmachung, betr.: Die Abgabe der Einkommensteuer-Erklärungen behufs Veranlagung für das Steuerjahr 1900/1901. Nach Art. 20 des Gesetzes, die allgemeine Einkommensteuer betr., vom 25. Juni 1895 erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder Steuerpflichtige, welcher ein steuerbares Jahreseinkommen von 2600 Mk. oder mehr besitzt, über die Jahresbeträge seiner Einkommensbezüge, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Veranlagungskommission schriftlich abgegeben hat. Zu diesen Erklärungen ist das von Großh. Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je nach der Wahl der Steuerpflichtigen offen oder verschlossen in den Gemeinden des Kreises Gießen, soweit sie gehören: Feuilleton. Iranziskas Sommerfreuden. Eine fröhliche Geschichte von Alwin Römer. (Nachdruck verboten.) Franziska Wolfram saß auf einer jener primitiven Holzbänke, die der Wirt der „Adlerhöhe" vor seiner Bergschänke nebst obligatem Aussichtsturm im Pfahlbaustile zurechtgezimmert hatte, und gähnte, trotzdem sie nicht allein war, sondern eine hübsche Dame gleichen Alters, die an einer kleinen Decke häkelte, ab und zu eine Frage an sie richtete. „Langweilst Du Dich, Franziska?" erkundigte sich jetzt die Emsige, und ließ die Hände einen Augenblick im Schooße ruhen. „Von Herzen!" war die seufzerschwere Antwort. „Früher, als wir noch deutsche Aufsätze machen mußteu, hatte ich immer einen Haß auf den Mann, der die Arbeit erfunden hat. Aber der Kerl, von dem die Langeweile stammt, ist ein viel schlimmeres Ungeheuer!" „So sticke oder häkele, wie ich!" „Die alte Knüttelei mag ich auch nicht. Papa sagt, man wird krumm davon wie ein Flitzbogen." „Das kommt sehr darauf an!" „Außerdem habe ich dabei nicht weniger Langeweile!" „Ja, was möchtest Du denn eigentlich, Franziska?" „O Gott, was ich möchte!" sagte das reizende Geschöpf, und verschränkte dabei die Arme im Nacken, sodaß ihre schöne, jugendlich schlanke Figur prächtig zur Geltung kam. „Nichts und alles! Eine Unterbrechung dieses ewigen Einerlei, ein Abenteuer . . ." Steuerkommissariat Grüuberg | „ Hungen Y Nidda Diejenigen Steuerpflichtigen, welche Einkommen aus Aktien solcher Gesellschaften zu beziehen haben, welche als solche zur Hessischen Einkommensteuer gezogen sind, wird bekannt gegeben, daß die Einkommenbezüge aus Aktien der nachverzeichneten Gesellschasten nicht mit dem vollen Betrag, mit welchem sie als Einkommen unter I. Ord.-Nr. 9 der abzugebenden Steuererklärung zu verzeichn en sind, sondern nur mit den nach den nachverzeichneten Prozentsätzen zu berechnenden Beträgen unter II Ord.-Nr. 1 der gesetzlichen Abzüge in Absatz zu kommen haben: Landtagswahlen die politische Welt in Bewegung. Das Kartell zwischen Centrum und Sozialdemokratie wird viel gemißbilligt, aber darüber scheinen sich beide Parteien nicht groß aufzuregen, nachdem sie den Gewinn in Gestalt mehrerer Mandate in der Tasche haben. Das Centrum wird nun künftig im bayerischen Abgeordnetenhause sou- verain sein. Auch im Auslande ist die Sauregurkenzeit noch nicht angebrochen. Der drohende Zwiespalt zwischen England und Transvaal scheint nunmehr durch den Beschluß des Parlaments der kleinen südafrikanischen Republik, den Ausländern, welche sieben Jahre in Transvaal wohnen, das volle Wahlrecht zu gewähren, vorläufig aus der Welt geschafft zu sein. Damit ist freilich nicht gesagt, daß Mr. Chamberlain lange Frieden hält und nicht nächstens wiederum einen Differenzpunkt ausklügelt, denn die Transvaal-Maid hat es ihnen bekanntlich ernstlich angethan. Wie schwere Folgen allzugroße Begehrlichkeit nach sich ziehen kann, das haben die Amerikaner gründlich erfahren. Die von den Philippinen eingehenden Nachrichten lauten wenig tröstlich, da die Inseln dem Liebeswerben ihrer „Befreier" noch immer heftigen Widerstand entgegensetzen. Viel Freude hat Amerika von den Erfolgen des letzten Krieges mit Spanien nicht gehabt, viel Freude hatte auch der Kriegssekretär Alger nicht, welcher endlich das Kriegsportefeuille in die Hände Mac Kinleys zurückgelegt hat, nachdem er schon lange alle Sympathieen seiner Landsleute eingebüßt hatte. — Mit Dynamit arbeiten die streikenden Straßenbahnangestellten in Brooklyn und versuchen die Gebilde von Menschenhand, die Bahndämme, zu zerstören, um den Betrieb unter allen Umständen unmöglich zu machen. Es sind doch praktische Leute, diese Amerikaner, welche auf solche Weise die Verhinderung Arbeitswilliger vermeiden wollen. In Frankreich macht eine neue Veröffentlichung Esterhazys von sich reden. Er legt die Herkunft des Bordereau dar, begegnet jedoch vielen Zweifeln an seiner Glaubwürdigkeit. Uebrigens sind die Verhandlungen vor dem Kriegsgericht in Rennes auf den 11. August anberaumt worden; hoffentlich erhält dann Frankreich und Europa vor der Dreyfusaffaire endlich die ersehnte Ruhe. (xx) Rückblick auf den 30. Landtag. Der „Darmstädter Tägliche Anzeiger" schreibt dazu folgendes: Am Dienstag abend gegen 10 Uhr gingen die Verhandlungen des 30. Landtags zu Ende. Gestern war der feierliche Landtagsschluß und die Vereinigung der Herren des Landtags an der Großh. Hoftafel bildete den wahren Schluß. Die Ausführungsgesetze zum Bürgerlichen Gesetzbuch und den damit zusammenhängenden anderen Reichsgesetzen bilden ein wesentliches, wertvolles Stück der Thätigkeit dieses Landtags. Daneben die Steuerreformgesetze. Während erstere zu großen Verhandlungen Anlaß nicht boten, war dies bei den Steuergesetzen um so mehr veranlaßt. Uebrigens, nachdem die Stürme ausgetobt hatten, ist noch niemals ein Gesetzgebungswerk, und namentlich ein so bedeutsames, so ruhig und glücklich in den Hafen eingelaufen, wie die Steuerreform. Dieselbe schien in großer Gefahr, als die Staatsregierung bezüglich der Weinsteuer in allen Tonarten den Fall der ganzen Reform von der Weinsteuer abhängig zu machen erklärt hatte. Es schien nicht minder der Fall, als die Staatsregierung jedes Hinausgehen über ihre Progressionsskala für unmöglich mit derselben Schärfe erklärte. Dieselbe hat beide Mal eingelenkt; sie hätte an ihrer Autorität nichts eingebüßt, wenn sie nicht so schroffe Stellung eingenommen hätte. „Niemals" und „Unannehmbar" giebt es überhaupt in Zweckmäßigkeitsfragen, wozu die Steuerfragen gehören, doch nicht. Die Staatsregierung hätte sich, wäre sie weniger schroff aufgetreten, und auch anderen manches sparen können und die ganze Angelegenheit wäre ruhiger verlaufen. Die Zweite Kammer hat, mit geringer Ausnahme, einstimmig die mit Zustimmung der Staatsregierung gemachten Abänderungsvorschläge der Ersten Kammer angenommen. Alle gesetzgeberischen Faktoren haben dabei Opfer gebracht. Es mag manchem wohl schwer geworden sein, und wer weiß, ob ihm nicht das eine oder andere Opfer schlecht ausgelegt wird. Aber die Abgeordneten sind berufen, das ganze im Auge zu behalten und Diesmal mit dem Vater, einem strammen, alten Major, vor dem ihr krauses Köpfchen ganz allein noch Respekt hatte. Er ließ sie zwar gewähren, wenn sie in ihrem Uebermut irgend einem lustigen Einfall nachgab. Aber das ging nur bis zu einer gewissen Grenze, die sie nicht überschreiten durfte, und die kannte sie ganz genau. Deshalb war es ihr auch nicht sehr angenehm, als der allzu dienstbereite Ganymedes sofort wieder mit dem Fremdenbuche anrückte, nachdem sie Platz genommen. Sie fürchtete, Papa würde ihre poetische Leistung nicht allzu beifällig kritisieren. Leider gelang es ihr nicht, die ungeschickt große Autographensammlung unberühmter Zeitgenossen ohne Aufsehen auf die Seite zu bringen. Papa griff nach dem Buche, just als sie es nach einem der Nebentische hinüberbugsieren wollte. „Willst Du die Albernheiten lesen, Papa?" „Wenigstens mal hineinsehen." „Ich glaube, das wird Dir wenig Freude machen." „So? ... Hm . . . höre mal!" sagte er. „Die Sache ist verdächtig!" Und dann schlug er auf. Nach ein paar Minuten fing er an zu knurren, worüber Franziska einiges Herzklopfen bekam. Gleich darauf jedoch lachte er so vergnügt auf, wie das sonst nur bei gepfefferten Witzen seine Art war. (Fortsetzung folgt.) das Wohl des Staates und der Bevölkerung zu fördern, ohne alle Rücksichten. Deshalb ist ihre Pflicht, abzuwägen, ob Bestimmungen, an denen sie mit ihrer Ueberzeugung hängen, oder welchen sie mit ihrer Ueberzeugung entgegentreten, von der Bedeutung sind, daß sie das Gesamtwohl durch Festhalten mehr fördern, oder durch Abgehen. Und diese Abwägung mußte zur Annahme des ganzen der Steuerreform, auch mit manchen nicht annehmbar erscheinenden Einzelbestimmungen, führen. Wenn die Bethätigung dieses Standpunktes der Abgeordneten wohl der Anerkennung wert ist, so darf auf der anderen Seite auch der Staatsregierung, welche in ihr wesentlich erscheinenden Dingen nachgegeben hat, die Anerkennung nicht versagt werden. Man wird sehen, wie der Staat Hessen, der nun im Sattel der Steuerreform sitzt, reitet. Dem Herrn Finanzminister, welcher unter den für ihn denkbar schwierigsten Verhältnissen sein Werk durchgeführt und durchgeführt sieht, ist die Genugtuung daran wohl zu gönnen. Wenn wir noch des wesentlichen Gesetzgebungswerkes über die Beamtenbesoldungen erwähnen, so geschieht es, weil auch dieses, wenn auch nicht in den Verhandlungen der Kammer, aber doch in dem Ausschuß zu sehr ausführlichen, zeitraubenden Arbeiten geführt hat. Solche Werke sind, wie alles Gesetzgeberische, nicht vollendet. Auch in anderen Ländern hat sich dies gezeigt. Die Ordnung der Beamtenbesoldungsreform in Baden bedurfte der Arbeiten dreier Landtage. Auch bei unserer hessischen Besoldungsreform haben sich,schon Mängel ergeben. Dem kommenden Landtag wird hier die bessernde Hand anzulegen vergönnt sein. Viel ist auf dem Landtag noch außerdem gearbeitet worden, noch viel mehr verhältnismäßig gesprochen worden. Damit kommen wir auf ein Kapitel, das wohl der Erwähnung wert ist. Der Landtag ist mehr und mehr zu einem Sprechsaal geworden, in welchem jeder, was ihm gerade am Herzen liegt, und wie er es aus seinem heimatlichen Gesichtswinkel betrachtet, seinen Gedanken und Gefühlen freie Aussprache gewährt. Wer möchte an sich die Redefreiheit beschränken? Allein in der Beschränkung zeigt sich der Meister — dieses Dichterwort kann im allgemeinen auf den vergangenen Landtag nicht angewendet werden. Wo soll es noch hinkommen, wenn über denselben Gegenstand nicht alle, aber doch ein großer Teil der Abgeordneten stets sprechen, wenn dieselben sich nicht scheuen, drei-, viermal über denselben Gegenstand zu sprechen. Es sind Fälle vorgekommen, in denen derselbe Redner 5 bis 6 mal das Wort ergriffen hat. Denkt derselbe nicht, daß dasselbe von jedem anderen auch gethan werden kann, und steht ihm dann nicht diese Ausdehnung des Redefreiheit als Monstrum vor Augen! Schlußanträge, obgleich die Sachen genügend erörtert, ja öfters überbreitgetreten sind, gelten als der Redefreiheit widersprechend. Der Ton der Verhandlung ist oft weit unter den Strich des Anständigen gefallen. Gegenseitige Verhöhnungen und schroffe Anrempelungen widerten manchmal geradezu an. Die Bemerkungen und Zurechtweisungen des Präsidenten wurden oft übertrumpft. Die Würde der Versammlung und Verhandlung leidet entschieden darunter. Selbstverständlich auch das Ansehen und die Bedeutung derselben. Das Publikum hat sich gewöhnt, Kammerverhandlungen als ein amüsantes Schauspiel zu betrachten. Der Wert des Parlamentarismus muß sinken, wenn die Würde und Bedeutung des gesetzgebenden Körpers sinkt. Das ist eine starke Verkümmerung der Staatsordnung, in welcher wir leben. Die Sozialdemokratie muß ihre Freude daran haben, kann es ihr doch nur darauf ankommen, auch den der jetzigen Gesellschaftsordnung angehörigen Parlamentarismus zu zerstören. Dem Abg. David ist übrigens die Anerkennung nicht zu versagen, daß er, wenn er auch von seinem Parteistandpunkt die Sache betrachtet, doch sachlich, wenn auch scharf, zu reden versteht, während sein Fraktions- genosse Ulrich sich in leidenschaftlicher Erregung gestattet, in Spott und Hohn das Aeußerste zu wagen. Die anderen sozialdemokratischen Abgeordneten haben nur selten das Wort ergriffen, was ihnen gewiß nicht zum Vorwurf gemacht werden soll. Wenn der nächste Landtag nicht dem parlamentarischen Leben besser Rechnung trägt, kann es recht schlimm werden. Die Schiller'sche Angelegenheit bildete den Schluß der landständischen Verhandlung. Von 6 bis 10 Uhr dauerte dieselbe, in die Nacht hinein, ein seltener Fall. Der Staatsregierung schien es angenehm zu sein, sich darüber auszusprechen, dem Abg. David nicht minder. Nach dem im letzten Montag-Abendblatt der „Franks. Zig." erschienenen, von Schiller mit Namen unterzeichneten Artikel mußte es auch allgemein als wünschenswert anerkannt werden. Vom Negierungstisch sprachen Herr Staatsminister Rothe, Ministerialrat Braun, Ministerialrat Eisenhuth und Geh. Oberschulrat Nodnagel, jeder nach seiner Art. Letzterer zum erstenmale, allgemein wegen seiner ruhigen, vornehmen, sachlichen Auseinandersetzung mit großem Beifall. Die verschiedenen Redner, Schmeel, Bär, Jöckel, Osann, Schmidt, verurteilten die Art des Vorgehens von Schiller in den Artikeln der „Franks. Ztg." wegen der darin liegenden Verletzung des Dienstgeheimnisses und der durch die Sache, namentlich auch durch seine Verteidigung gar nicht gebotenen Verdächtigung und Beleidigung von Beamten, überhaupt wegen des nicht veranlaßten Hinüberschiebens auf das persönliche Gebiet. Nur der Abg. David, früherer Schüler von Schiller und feuriger Verehrer von Schiller und seinen Leistungen, focht für denselben und wollte nicht gelten lassen, daß das Vorgehen Schillers mit Ruhestandsversetzung hätte gesühnt werden müffen. Auf der anderen Seite erkannte man darin die selbstverständliche Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung der Disziplin und Staatsordnung, ja die Zulässigkeit schärferen Vorgehens wurde von verschiedenen Seiten betont. Aus den Mitteilungen der Staatsregierung erfuhr man, daß bei einer Konferenz, welche Schiller mit dem Staatsminister unter Assistenz der Ministerialräte Braun und Eisenhuth hatte, Schiller den genannten Herren erklärte, daß er die Artikel unter allen Umständen veröffentlichen werde, möge er auch diszipliniert oder pensioniert werden, und daß ihm aus der Unterredung klar sein mußte, daß die Staatsregierung dies nicht gutheißen könne. Auch erfuhr man, daß noch nicht entschieden sei, ob Disziplinaruntersuchung gegen ihn eingeleitet werde. Es war dies namentlich nach dem erwähnten Artikel vom Montag in der „Franks. Ztg." um so mehr befremdend, als in der Ruhestandsversetzunz eine scharfe Eile beobachtet worden war. Auch war die Aufklärung über die weitere Thätigkeit Schillers an der Universität nicht uninteressant, weil nämlich nur der Abschluß der begonnenen Vorlesungen im Interesse der studie- renden Jugend zugegeben worden sei. Höchst bezeichnend war der Anruf des Abg. Schmitt an die Staatsregierung, ihre Autorität geltend zu machen und mit Energie zu deren Wahrung vorzugehen. Er schloß mit den Worten: „Landgraf, werde hat!" und erklärte, daß die ganze Kammer, mit Ausnahme der Sozialdemokraten, der Regierung zur Seite stehen werde, wenn dieselbe mit festem Rückgrat die Autorität des Staates aufrechterhalte. Man kann über dieses Auftreten des Zentrumsführers nur erfreut sein, auch bei künftigen Fällen darauf zurückkommen. Der Abg. David hat mit seiner Interpellation den von ihm gewünschten Erfolg nicht gehabt. Noch niemals ist die Kammer in der Verurteilung einmütiger gewesen. Von sozialdemokratischer Seite war nur noch Abg. Cramer anwesend, welcher durch Schweigen das Vorgehen semes Fraktionsgenossen David ehrte. Wir können nur wünschen, daß die Großh. Staatsregierung aus dieser Kammerschlußverhandlung die naheliegende Lehre entnehmen möge. Deutsches Reich- Berlin, 21. Juli. Nordlandreise des Kaisers. Kaiser Wilhelm, der vor einigen Tagen den Hjörundfjord, einen der stolzesten und interessantesten Fjorde der ganzen Westküste Norwegens, besuchte, war bei seiner Ankunft in Oeri, das am Hjörundfjord liegt, von der großartigen Natur so begeistert, daß er sofort äußerte, er werde im nächsten Jahre wiederkommen. Auch das Norangsdal, das der Kaiser zum erstenmale besuchte, gefiel ihm so gut, daß er hier Halt machen ließ, um eine Photographie dieses Punktes zu bekommen. Gestern besuchte der Kaiser in Molde den amerikanischen Millionär Gould an Bord seiner Dacht. Der Besuch hatte über eine Stunde gedauert. Kurz nach der Abreise der „Hohenzollern" lichtete auch Goulds Dacht die Anker. Bei der Vorbeifahrt der „Hohenzollern" an der Dacht grüßte der Kaiser, und am Vordermast wurde die amerikanische Flagge gehißt. — Während der Anwesenheit der „Hohenzollern" und „Iphigenie" auf der Bergener Rhede ankerte dort auch die Dacht „Thistle" mit der früheren Kaiserin Eugenie und einigen Gästen an Bord. Die Kaiserin machte keinen Versuch, sich Kaiser Wilhelm zu nähern. Berlin, 21. Juli. Dem „Lokal-Anzeiger" zufolge dürfte die vollständige Wiederherstellung der Kaiserin voraussichtlich noch etwa vier Wochen in Anspruch nehmen. Berlin, 21. Juli. Der „Rheinische Kurier" erfährt, der Kaiser werde am 6. August in Wiesbaden eine Zusammenkunft mit dem Kaiser von Rußland haben. Kaiser Nikolaus II., der sich zu jener Zeit in Darmstadt aufhalten wird, treffe an dem genannten Tage in Wiesbaden ein. Wenn dies richtig ist, so könnte man auch damit das Unterbleiben der Reise des Kaisers nach Dortmund erklären. Berlin, 21. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung des vortragenden Rates im Ministerium des Innern v. Philippsborn zum Regierungspräsidenten in Hildesheim. Berlin, 21. Juli. Ueber das Befinden der Kaiserin wird heute aus Berchtesgaden gemeldet: Der gestrige Tag, verlief für die Kaiserin im allgemeinen zufriedenstellende Die aus der Verletzung entstandenen Störungen mildern sich in einer dem Zeitraum entsprechenden Weise und veranlassen keine wesentlichen Beschwerden. — König Albert von Sachsen begeht heute das fünfzigjährige Jubiläum als Ritter des Ordens pour le merite. Die zur Beglückwünschung des Königs vom Kaiser gesandte Abordnung wird heute mittag durch den König in der Sommerresidenz Pillnitz empfangen. Die Abordnung besteht aus dem Regenten des Herzogtums Braunschweig, Prinzen Albrecht, Gen. d. Kav. v. Haeseler, Kommandeur des 16. Armeekorps, Gen. d. Inf. v. Lignitz, Kommandeur des 3 Armeekorps, und dem früheren Gouverneur von Deutsch-Ostasrika Gen.-Maj. v. Schele. Dem Empfange wohnen die Prinzen des Königshauses und verschiedene sächsische Generale bei. Nach den Ordensstatuten erhält der Ritter, der den Orden pour le merite 50 Jahre getragen hat, eine goldene Krone. Das Eichenlaub zum Orden besitzt König Albert schon seit 1870. Damals ward es ihm nach dem letzten von der preußischen Garde zurückgewiesenen, Ausfälle der Franzosen bei Le Bourget kurz vorm Christfest verliehen. Geestemünde, 21. Juli. Die Offiziere des französischen Avisos „Ibis" besichtigten heute vormittag unter Führung, des französischen Konsuls den Fischereihafen. — Das Offizier-Korps der dritten Matrosen-Artillerie,Abteilung in. Lehe hat zu heute abend die Offiziere der „Ibis" nach dem Offizier-Kasino eingeladen und folgt morgen einer Einladung an Bord des französischen Kriegsschiffes. Der Kommandant der „Ibis" und Korvetten-Kapitän Merten tauschten Besuche aus. Kiel, 21. Juli. Am 13. August wird hier eine aus drei Schulschiffen bestehende schwedische Kriegsflotte dreitägigen Aufenthalt nehmen. Von der Marine-Station, werden für die Gäste mehrere Festlichkeiten geplant. nehmen muß. mangelt. — Unter den neuen Bezirks- und Landeshauptleuten auf den Karolinen, welche am 25.Juli von Genua mit dem Dampfer „Preußen" nach Herberts- Höhe (Bismarck-Archipel) abfahren, um sich dort bet ihrem Vorgesetzten, dem Gouverneur von Bennigsen, zu melden und dessen weitere Befehle entgegenzunehmen, befindet sich, wie die „Deutsche Kol.-Ztg." schreibt, kein einziger Preuße. Albert Hahl, der Vize-Gouverneur und Landeshauptmann, welcher auf Ponape seinen Amtssitz aufschlagen wird, ist Bayer und stammt aus Traustadt bei Gerolshofen in Unterfranken. Er hat im Bismarck-Archipel bereits sehr Beachtenswertes geleistet, und höchst ungern sahen ihn die Pflanzer und Kaufleute auf Ralum, Matunga und an anderen Orten von der Inselgruppe scheiden; denn es herrschte nur eine Stimme der Anerkennung darüber, daß I der Landeshauptmann A. Hahl für die Verbesserung der ' Wege wie der Verkehrsbedingungen überhaupt sehr viel gethan habe. Daß Herr Hahl mit der Mission ausgestattet worden ist, auf dem Bismarck-Archipel eine für die Karolinen bestimmte Schutztruppe anzuwerben und dieselbe nach Ponape mit hinüber zu nehmen, betrachten wir als einen sehr glücklichen Gedanken der Regierung. Der auf die zweitwichtigste Stellung als Bezirksamtmann in Pap berufene Beamte ist Arno Senf ft. Er ist em Thüringer und seif made man. Zuerst als Super- numerar in der Verwaltung und der Justiz beschäftigt, hatte er im Jahre 1891 Gelegenheit, einen bei der Neu- Guinea-Kompagnie freigewordenen Verwalterposten in Her- bertshöhe anzutreten. Im Jahre 1895 übernahm er hier die Vertretung des Landeshauptmanns Jrmer, die er bis 1897 ausübte. Die Hinreise nach Jaluit hatte Herr Senfft über Manila, Yap, Guam und Ponape gemacht, so daß ihm die Karolinen, welche er jetzt betritt, nicht mehr ganz unbekannt sind. Für die Verwaltung der Marianen ist der Assessor Fritze bestimmt worden, der früher in Argen- I tinien längere Jahre thätig war und infolge dessen Persekt spanisch spricht. Er ist in Alzey in Hessen geboren. Ihm liegen Aufgaben vorwiegend wirtschaftlicher Natur ob. Handelt es' sich doch in seinem Verwaltungsgebiet darum, den deutschen Händlern, welche sich unter dem Druck der Verhältnisse von dieser Gruppe zurückziehen und I die Ausnutzung der Erträge der zahlreichen Kokoskulturen I ihren japanischen Konkurrenten überlassen mußten, hier wieder das Feld zu bereiten. Versuche mit Zuckerrohr- I anpflanzungen auf den südlichen Inseln, die Pflege der Viehzucht auf Tinian und die Erforschung der nördlichen Inseln, welche wegen ihrer vulkanischen Natur schwer zugänglich und bisher selten von eines Europäers Fuß betreten sind, sind die weiteren wichtigen Fragen, deren Lösung der Verwalter des Bezirkes Saipan in die Hand Verwaltungen von Bozen und Teplitz-Schönau waren in den Wind gesprochen. Was gemischte Gegenden betrifft, bietet Pilsen ein lehrreiches Beispiel: dem Pilsener Kreisgericht gehören über 130000 Deutsche an, von den 39 Gerichtsbeamten ist ein einziger noch ein Deutscher. Skotschau in Oesterreichisch Schlesien hat sich noch deutsche Stadtverwaltung und Schule bewahrt, aber alle Gerichtsbeamten sind schon Polen bis auf einen, und diesem ist jetzt auch das Versetzungsdekret zugestellt worden. Natürlich sorgen die slavischen Beamten bald für eine slavische Stadtverwaltung und Schule, die Deutschen müssen sich eine Minderheitsschule gründen, und wenn der Allgemeine Deutsche Schulverein nicht hilft, geht unserem Volk die Gegend verloren. Brüssel, 21. Juli. Heute nachmittag nach 2 Uhr entstand am Südbahnhof eine heftige Panik. Der Blitz zu g Amsterdam-Brüssel lief in den Perron ein, ohne daß die Bremsen funktionierten. Der Zug zertrümmerte den Prellbock. Glücklicherweise verhinderten die hinter dem Prellbock liegenden Steine die Räder der Lokomotive, weiter zu laufen, । sodaß weiteres Unglück vermieden wurde. Die Passagiere kamen mit leichten Verletzungen und dem Schrecken davon. Paris, 21. Juli. Man versichert, der sozialistische Handelsminister Millerand sei entschlossen, sein Portefeuille aufzugeben in dem Fall, wenn der sozialistische Parteitag, welcher von den Radikalen einberufen ist, sich dahin ausspricht, daß fein Sozialdemokrat einem bürgerlichen Kabinett angehören könne. Die Regierung soll diese Mög- I lichkeit bereits erwogen haben. Paris, 21. Juli. Das Herannahen der Verhandlungen des Kriegsgerichts in Rennes regt die Revisions- Gegner von Neuem an. Schon erhebt die der Regierung feindliche Preffe einen wütenden Lärm über die gestrige offiziöse Note. Die Nationalisten und Melinisten wollen darin den Beweis sehen, daß die Regierung die Affaire ersticken und die Freisprechung Dreyfus erzwingen wollen. Paris, 21. Juli. Der Ministerrat beschloß grundsätzlich die Vorlegung eines neuen Preßgesetzes, in welchem dem Schutz des Staats-Oberhauptes bester Rechnung getragen werden soll als bisher. Das geplante Gesetz verleiht der Regierung das Recht der Konfiskation und entzieht dem I Schwurgericht zum Theil die Zuständigkeit in Preßsachen. Paris, 21. Juli. In ihrem Palais im Faubourg Saint Honore starb an einem Schlaganfall die 74jährige Baronin Nathanel Rothschild, Schwester des Pariser Firma-Chefs und die Großmutter des Arztes Dr. Henry I Rothschild. . Washington, 21. Juli. In dem Briefe des Kriegs- I Ministers Alger, worin dieser dem Präsidenten Mac Kinley seine Demission mitteilt, drückt er den Wunsch aus, sein I Rücktritt möge die Angriffe gegen die Kriegs-Verwaltung I zum Schweigen bringen. Er wünsche, daß es Mac Kinley und Nachfolger gelingen möge, die Ruhe wieder herzustellen. Pratoria, 21. Juli. Präsident Krüger ist infolge der letzten Debatten im Volksraad sehr ermüdet und bedarf dringend der Ruhe. Der Eindruck unter dem Volke ist seit den Debatten bedeutend günstiger. Man glaubt, die Krise I sei überwunden. Newyork, 21. Juli. Das Staatsdepartement empfing I die Meldung vom Ausbruch einer Revolution in der Republik Salvador. Die dortige Regierung verkündigte beu Belagerungszustand. — Das amerikanische Mitglied der Samoa-Kommission, Tripp, verließ Apia am 19. Juli und trat die Heimreise an. die „Tägl. Rundschau": „Warum gab es in Erfurt Auf- I laufe, warum hat es in der ganzen Weltgeschichte schon Aufläufe gegeben? Allemal natürlich, weil es keine Zuchthausvorlage gegeben hat! Paßt denn aber nur ein einziger Paragraph der Zuchthausvorlage, die von Störungen des gewerblichen Lebens handelt, auf diesen Aufruhr einer ganz unbeteiligten Menge? Das genannte Münchener Blatt schreibt noch, um das Bild von dem Wesen vollends deutlich zu machen: „Die Uebelthäter sind zum großen Teil junge Burschen von 14 bis 17 Jahren, die in jener Stadtgegend besonders häufig zu finden sind und sich auch in ruhigen Zeiten durch ihr rohes Gebühren u. s. w. oft genug bemerkbar machen. Es ist die Annahme nicht von der Hand zu weisen, daß den Tumulten ein gewisser Plan zu Grunde liegt, was sich schon aus ihrer Wiederholung er- giebt." Auch am Donnerstag abend drohten die Unruhen von neuem auszubrechen, Polizei und Reiterei machten aber jedem Versuche ein schnelles Ende. Es wurden an diesem Abend wieder 18 Personen verhaftet, denen wohl bald klar gemacht werden wird, daß es in Deutschland nicht an Gesetzen für solche Auflehnung gegen Recht und Frieden — Die Augsburger Unruhen. Bei den Angs- I 1 bnrqer Unruhen wiederholt sich dasselbe Spiel, wie bei den 1 Unruhen von Herne. Wir lesen in verschiedenen Blattern, baß auch hier das vorsichtige Zurückstellen der juristisch so 1 verunglückten Zuchthausvorlage auf den Herbst schuld sei. I Der nicht näher unterrichtete Leser kann sich dabei nichts I anderes denken, als daß in Augsburg streikende Maurer I arbeitende Kollegen in gewaltsamer Weise am Weiterarbeiten gehindert, oder daß sie mit dem Postenstehen irgend einen ungeheuerlichen Unfug getrieben haben, oder daß sich sonst eine Gewaltsamkeit Streikender zugetragen habe, die durch die vorhandenen Gesetze keine Sühne finden kann. Nichts von alledem! Zwar haben in der letzten Zett streikende Maurer wiederholt ankommende italienische Maurer am Uebernehmen von Arbeit durch Drohungen zu hindern gesucht. _ Mit solchem Mißbrauch des Koalitionsrechts, der bei unnachsichtlicher Strenge der Behörden gebührend bestraft werden kann, haben aber die eigentlichen Unruhen I nichts gemein. Diese ereigneten sich allerdings an der Senkelbach-Spinnerei, in der italienische Arbeiter mit Bauarbeiten beschäftigt sind; aber haben etwa die Streikenden die Unruhen verübt? Ein Bericht der „Münchner Neuesten Nachr." lautet: Hat man am gestrigen Tage diese Unruhen auf das Konto der streikenden Maurer gefetzt und dieselben als Maurerkrawalle bezeichnet, so hat man den Streikenden insofern Unrecht gethan, als dieselben wohl der indirekte Anlaß, direkt aber absolut nicht an diesen Unruhen beteiligt waren, und während heute der Mob die Kastanien für die Streikenden aus dem Feuer holte, faßen die letzteren fidel und guter Dinge in ihrem Stammlokal zum Wittels- I badjer Hof. Die Demonstranten, welche die Zahl von vielen Tausenden erreicht hatten, setzten sich ans Fabrikarbeitern — halbwüchsigen Burschen —, in der Hauptsache aber aus Fabrikarbeiterinnen, Weibern und Kindern zusammen. Leider war auch viel besseres Publikum, junge I Kaufleute und dergleichen als müssige Gaffer anwesend und erschwerte der Schutzmannschaft die Arbeit ganz bedeutend. Gegen V29 Uhr begann die Schutzmannschaft mit gezogener Waffe schärfer vorzugehen, was das Signal zu dem eigentlichen Angriff gab. Gegen den anstürmenden Pöbel erwies sich die Schutzmannschaft, die 60 bis 80 Mann stark zur Stelle war, zu schwach, und jetzt erst schritt man dazu, das m Bereitschaft stehende Militär zu holen. Zwei Kompagnien Infanterie unter Führung eines Majors mit einem Haupt- | mann und fünf Leutnants rückten int Laufschritt an, während eine Eskadron Chevauxlegers im gestreckten Galopp anritt; wodurch in der Stadt große Aufregung entstand, auf der gefährdeten Stelle der Tumult aber feine höchste Hohe erreichte. Rufe wie „Schlagt die Hunde tot", „Augsburger Gemeinheit", „Nieder mit den Kerls" wurden laut. Das Militär bezog zunächst Bereitschaftsstellung und überließ es der Schutzrnannschaft, in erster Linie den Platz zu säubern. Die lange, breite Wertachstraße hallte wider von den dumpfen Schlägen der blank auf die Menge einhauenden Schutzmannschaft. Johlen, Schreien und Pfeifen begleiteten deren Vorgehen. Aber auch hierbei erwies sich die Schutzmannschaft gegenüber der aufgeregten Volksmenge zu schwach, und nun griff das Militär ein. Die Chevauxlegers säuberten rasch, in gestrecktem Galopp vorgehend, die Wertachstraße, alles überreitend, was nicht auswich. Die Infanterie räumte die umliegenden Anlagen, sämtliche in der Nähe gediegenen Wirtschaften wurden durch dieselbe geräumt und besetzt. Unterdessen füllte sich das in der Spinnerei improvisierte Haftlokal mehr und mehr. Die Zahl der Verhafteten beträgt über hundert, von denen über vierzig in Haft zurückbehalten wurden. Trotz starker Bewachung der Inhaftierten durch Schutzrnannschaft und Infanterie mit aufgepflanztem Seitengewehr begannen dieselben zu revoltieren und drangen zum Teil mit gezogenem Messer auf die sie bewachenden Schutzleute ein. Gegen 10 Uhr rückte die freiwillige Sanitätskolonne unter ihren rührigen Führern Sen- uing und Ammon mit drei Krankentransportwagen und Verbandsmaterial an und fand Gelegenheit zu reger Tätigkeit. Drei Schutzleute und zahlreiche Demonstranten waren schwer verletzt und mußten durch die Kolonne nach Anlegung von Notverbänden nach den verschiedenen Krankenhäusern transportiert werden. Die einzelnen Transporte gingen unter militärischer Bedeckung vor sich. Die Zahl der Leichtverwundeten ist überhaupt nicht festzustellen, aber zweifellos sehr groß; zahlreiche Blutlachen, zerbrochene Schirme, Stöcke, Hüte, Fetzen von Kleidern u. dgl. bezeichnen den Weg, den die fortschreitende Säuberung der Straßen genommen. Das Militär, sowie Schutzrnannschaft und Saiiitätskolonne blieben die ganze Nacht über in Tätigkeit. Der enorme Umfang, den die Unruhen in der vergangenen Nacht angenommen haben, läßt die strengsten Maßnahmen der Behörden für die nächsten Tage voraussehen, umsomehr, als für die folgenden Abende weitere Unruhen an den Baustellen des städtischen Schlacht- und Viehhofes, sowie der Kahn und Arnold'schen Weberei zu erwarten sind. Die streikenden Maurer haben für morgen abend zwei öffentliche Volksversammlungen einberufen, in welchen sie von ihrem Standpunkt als Steuerzahler der Stadt Augsburg gegen den Stadtmagistrat Augsburg insofern zu demonstrieren beabsichtigen, als derselbe an städtischen Bauten (Schlacht- und Viehhof) italienische Arbeiter beschäftigt; doch werden dieselben bei der großen Aufregung, die sich der hiesigen unteren Volksschichten bemächtigt hat, voraussichtlich polizeilich verboten werden. Mit Bedauern haben unsere Bürger und die besseren arbeitenden Klassen ans diesen Unruhen der letzten Tage konstatiert, in weich' verrohtem Zustand sich unsere Heranwachsende Jugend befindet, und welche Früchte das hier bislang so glimpflich behandelte Dirnen- und Zuhältertnm gezeitigt hat. Abends noch suchte sich die aufgeregte Menge durch Ankauf von feststehenden Meffern zu bewaffnen; Brandstiftungen wurden angedroht. Die Zeitungen, die nun behaupten, die Anläufe seien die Antwort auf das Zurückstellen der Zuchthausvorlage, fragt Vermischtes. Laubach, 20. Juli. Unser Städtchen mit feiner an Naturschönheiten reichen Umgebung erfreut sich eines mit jedem Jahre sich steigernden Zuspruches seitens auswärtiger Gäste, die durch den Aufenthalt in unseren herrlichen Laubwaldungen Erholung suchen und finden. Auch in diesem Sommer hat sich wieder eine stattliche Zahl von Sommerfrischlern eingefunden, und teils in Gasthöfen, teils bei Privaten Wohnung genommen. Im Gasthause „Zur Traube" ist eine aus 31 Mädchen bestehende Ferienkolonie aus Frankfurt a. M. untergebracht. Die Hebung des Fremdenverkehrs in unserer Stadt ist in erster Linie der Thätigkeit der hiesigen Sektion des Vogelsberger Höhenklubs zu danken. Darmstadt, 21. Juli. Zufolge Allerhöchster Ent- schließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs ist der im Kreise Büdingen gelegene Ort Salzhausen künftig „Bad Salzhausen" amtlich zu benennen. Mainz, 21. Juli. Wegen Beamtenbeleidigung sind seitens der Staatsanwaltschaft die Redakteure des „Mainzer Journal" und der „Mainzer Neuesten Nachrichten" in Anklagestand versetzt worden. Die Beleidigung soll durch Abdruck eines Artikels der „Frankfurter Zeitung" geschehen sein in welchem der „Fall Küchler" behandelt und weswegen auch gegen den Redakteur Giese des letztgenannten Blattes Anklage erhoben ist. Wie verlautet, werden alle drei Anklagen verbunden und vor der hiesigen Strafkammer verhandelt werden. — Durch die Wormser Gensdarmerie wurde gestern von dorten eine Witwe in das hiesige Gefängnis eingeliefert, die in Bensheim das Geschäft der „Engel- macherei" betrieb. Während die Witwe von Bensheim abwesend war, fiel Personen der übele Geruch, der der Wohnung derselben entströmte, auf, und veranlaßte man Die amtliche Oeffnung der Räume, in denen man alsdann die stark m . Verwesung übergegangene Leiche eines der Witwe in Pflege qeaebenen Kindes sand. - Durch °°n auswärts gekommenes Vieh verursacht, ist in dem hiesigen Schlacht- und Viehhof die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. - Wegen Nichtbewilligung einer verlangten Lohnerhöhung von 25 Prozent, haben die Arbeiter der Baggerfirma Menz hier und in Kastel die Arbeit niedergelegt. «««»« . ."Frank. QtQ7 Nt die B,Det8 an da nut der Ab- M der studie. I- bezeichne^ war ‘‘togitrung, jh» ■®r9le iu bereit e SW Keiner, « Wttung zur Rückgrat die ■Wan kann übet Erfreut jein, auch :rHation den non °ch niemals ist die let gewesen. Van l W Cramer an« 1 Vorgehen seines )ie Großh. Staats- Handlung die nahe- Ausland. Wien, 21. Juli. Der Herausgeber der Arbeiterzeitung, ! Dr Adler, wurde wegen des Verbrechens des Auflaufes zu 'einem Monat strengen Arrest verurteilt, verbunden mit zwei Fastentagen. Wien, 21. Juli. Die österreichisch ungarischen Delegierten bei derFriedenskonferenz werden bereits am Sonntag hier eintreffen. Dieselben begeben sich dann an das Hoflager nach Ischl, um dem Kaiser über den Verlauf und die Ergebnisse der Konferenz Bericht zu erstatten. Wien, 21. Juli. Nach Meldungen tschechischer Blätter wird der derzeitige Bischof von Brünn zum Erzbischof von Prag und der Prinz Max von Sachsen zum Bischof coabjutor Crnanäöicn,Cr2in Juli. Denjenigen Reichsdeutschen, denen sich die Augen über die allmähliche Slavischmachung Oesterreichs noch immer nicht geöffnet haben, sei folgenbe JRit* teilung aus dortiger wohlunterrichteter Quelle zur Beachtung empfohlen: Was'gegenwärtig in Oesterreich still, aber planvoll und nachdrücklich durchgeführt wird, ist die Slavisierung (und Polonisierung) des Beamtenstan des auch in Den rein deutschen Gegenden. Vor kurzer Zett berief ein Erlaß des tschechischen Finanzministers Kaizl nut einem einzigen Schlage 500 slavische Beamte in die Wiener Bureaus, ^m Bozener Bezirk sind fast alle Gerichtsbeamten schon Italiener und um noch mehr italienische Beamte zu erzielen, sind kürzlich 10 Regierungsstipendien zu je 300 §1..für italienifäc Juristen in Innsbruck gegründet worden; dabei wirkt in । ganz Wälschtirol kein deutscher Richter. In Reichenberg sind 40 v. H. der Beamten Tschechen, und andere deutsche Städte Böhmens, wie Aussig, Friedland, Gablonz, Teschen- Bodenbach, Trautenau, werden mit solchen geradezu über- | Mltet/ namentlich im Postwesen. Die Proteste der Stadt- ’e des Kaisers, den Hjörundfjord, Fjorde der ganzen . seiner Ankunft in großartigen Natur werde im nächsten M, das der Kaiser zut, daß er hier Halt ieses Punktes zu be- i Molde den amerika- Pacht. Der Besuch rz nach der Abreise M Pacht die Anker, an der Pacht grüßte ;e die amerikanische senheit der „Hohen- ener Hede anterle rührten Kaiserin )id. Die Kaiserin Itlm zu nähern, zeiget- zufolge dürste Kaiserin voraus- pruch nehmen. che Kurier- erfährt, Wiesbaden eine Zuland haben. Mer Darmstadt aushalten , in Wiesbaden em. uch damit das Unter- irtmunb erklären, geiget" vetoffenllicht iegiemMdMi« sindrn der -v Dn g'pg- M inen Störungen „bin »->!- Bl,b es9^öni9 in । burl Abordnung e'ti" *er/ Lmanbeur le. ^ verschiedet ibttiW fegte ÄS? 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Bei ungünstiger Witterung von 5 Uhr an bei Mitglied Steuernagel (Stadt Lich). 5471 Turnverein. . Sonntag den 23. Juli d. I.: Waldpartie an den Ludwigsörunnen. Daselbst: Jugendspiele. Abmarsch um 2*/2 Uhr von Ludwigsplatz aus. Bei ungünstiger Witterung: Konzert und Ganz in Steins Saatbau. nfang 4 Uhr. [5441] Der Vorstand. GEGR: 1846 ag den 23. und Montag den 24. Juli Kirchweihfest z» GroßenLinden wozu ergebens! einladen Wirte Schaum und Weigand. 3621] Freundliches Logis, Ecke der Bleich- und Lonystr. 20, 6 ger. Zimmer nebst Zubehör, zu vermieten. Näh. 8onystr. 20, im Mansardenstock. 5u53] Schöne Wohnung, 4 bis 5 Zinn mit allem Zubehör, alSbald zu vermieten. ______________Bismarckstratze 17. 4209] Steinstraße 19 ist der dritte Stock mit 5 Zimmern, allem Zubehör und Gartenanteil per 1. August I. I., eventl. früher, zu vermieten. Andr. 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Selection aus der japanischen Operette „The Geisha® von Jones. III. Teil. 9 Grosser Triumphmarsch aus der Oper „Aida“ von Verdi. (Mit Benutzung der vier ägyptischen Posaunen.) 10. „Die beiden kleinen Finken“, Solo für Xylophon von Kling. (Herr Schwass.) 11. „Eine Konzertreise®, Potpourri von Reckling.. 12. „Erbgrossherzog Friedrich-Fanfaren-Marsch“ von Friedemann. (Mit Benutzung von acht Heroldtrompeten.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. Krofdorf. H Sonntag dm 23. Zuti er.: Hroßes Karten-Konzert. 02550 Freund.. Trohe. Sonntag den 23. und Wontag den 24. Juli: KilchmiW im MHeUer. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt und ladet höflichst eiw 02529 Ludwig Schwarz Wwe. i Ich ärgere mich $ J* immer, wenn meine Schuhe nicht schön glänzen, aber seitdem J* ich Krebs-Wichse verwende, haben meine Stiefel immer einen tadellosen Glanz. 3200 J* Lose ä, 1 Mk., 11 Lose 10 Mk- (Porto unb Liste 25 Pfg.), durch D. F. 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Bk unk. b. 1900 100AU 4 Pomm. Hyp.A.Bk. unk. b. 1904 101.50 4 Frkf.Ldw.Ered.Bk.unkch.1900 98.95 20 Franken-St. dngl. Sovereigns Dollars in Gold »eldforteur Brief •clb 81.15 Brief 00.00 ®elb 16.22 Franz. Banknoten 20.43 4.20 20.40 4.16 Oesterr. dto. Americ. 169 55 4.167, Darmst. Bk.-Lctien n devdeourfer 000.00 l Oesterr. Lredit-Actien 238.80- Ät*efn