180» Freitag den 23. Juni Samoa im Reichstage ssch bringt/ tonn im allgemeinen doch zugegeben werden. ' ' D , . ■ t - ause genommen haben, und wenn Graf v. Capri $ | 9 ix.., k««« k;»a ift in unter anderm auch eme fote hätte er für das von ihm zuerst gebrauchte Wort rcvrr, yunv w i STtoitrSno npfimhen. ®ÄnögntT®i^^ gflnöwirt, Dlätter für hessische Uolkslmnoe. Ult. VIUVVHV VV" — ---------- . r.. £• Wasserstraßen beweisen, denen Europa wenigstens vorläufig nichts Gleichbedeutendes an die Seite stellen kann. Eine der Hauptursachen des unaufhaltsamen Verfalles, der sich seit einem Säkulum bemerkbar macht, tritt zu -tage, wenn man der bekannten Weisung folgt: Cherchez la femme. Früher war dem allerdings nicht so. In den goldenen Seiten der Mandschudynastie, die nunmehr schon seit länger als 250 Jahren den Thron behauptet waren die dieser Familie entstammten Herrscher gewaltige Kriegshelden, welche aber auch von den riesigen Hilfsmtttetti lhr^ Reiches in Friedenszeiten einen sehr energischen Gebrauch Das Szepter über diesen in geometrischen Progressionen wachsenden Harem schwingt die Kaiserin-Witwe, die einflußreichste Person im ganzen Lande, welcher sich der regierende Kaiser stets fügt, und welche, wie die Ereignisse am chinesischen Hofe im vorigen Jahre gezeigt haben, unter Umständen nicht davor zurückschreckt, dem regierenden Kaiser die Hügel der Gewalt zu entwinden. Der jetzige Kaiser Kwang-Szü mußte seine Reformfreundlichkeit, welche der reaktionären Kaiserin-Witwe Tsu-Hszi verhaßt war, damit büßen, daß er von dieser durch eine Palastrevolution, die sechs seiner Ratgeber das Leben kostete, beiseite geschoben wurde, und daß er dabei nicht selber um seinen Kopf kam, verdankt er jedenfalls nur dem Umstande, das er sich willig ins unvermeidliche fand. . Die Kaiserin-Witwe ist nun keineswegs immer die Mutter des regierenden Kaisers; denn dieser braucht durchaus nicht der Sohn der Frau ersten Ranges, oder wenn von dieser kein Sohn vorhanden ist, einer Frau des nachst- höchsten Ranges zu sein, sondern stammt häufig von einer Frau der vierten oder fünften Rangstufe. Infolge dessen ist sie häufig mit dem Kaiser garmcht verwandt. Ihr Einfluß am Hofe aber ist trotzdem em unbegrenzter; denn sie entscheidet darüber, ob und welche Mädchen aus dem Mandschustamme der Kaiser ehelichen darf; die Frauen des kaiserlichen Harems können m höhere Klassen befördert, aber auch wegen der verschiedensten Vergehen wieder degradiert werden; auch darüber verfugt di Kaiserin-Witwe. Origineller Weise werden diese Der schiebungen im Pekinger Staatsanzeiger ebenso, als ob es sich um Veränderungen im Beamtenstatus Sie entstammten einem tungusischen, also eigentlich sibirischen, an Anstrengungen und Entbehrungen gewohnten Volksstamme, und bewahrten mit der Einfachheit ihrer Sitten auch die innere Kraft noch durch einige Generationen. Allmählich aber legte sich auch um sie der höfische Zwang, und die erschlaffende Haremswirtschaft erstickte die besten ^Der letzte thatkräftige Kaiser Khian-lung starb im Jahre 1799, also vor genau 100 Jahren, nachdem er schon drei Jahre zuvor dem Throne entsagt hatte, und nun begann mit dem Regiment seines Sohnes und Nachfolgers Kia-king eine Zeit derFrauenintriguen und Palastrevolutionen, wie wir sie nur im alten cäsarischen Rom oder allenfalls unter der Herrschaft des Regenten von Frankreich im vorigen Jahrhundert wiederfinden. Dazu bot die eigen tümliche Zusammensetzung des kaiserlichen Hofes allerdings Veranlassung genug. Kein Monarch der Erde ist durch die Vorschriften des Zeremoniells so eingeengt, wie der Kaiser von China. Dieses Zeremoniell, welches seine Tageseinteilung von früh bis abends beherrscht, schreibt ihm auf das strengste vor, daß er außer einer Frau ersten Ranges 9 Frauen des zweiten Ranges, dann 27 Frauen des dritten es ihm ernst war mit der —-----•- . feine Rechte auf Samoa behaupten, ohne sich von dem Rechtsboden verdrängen zu taffen. Die Verletzung deutschen Rechtsgefühls wird eine moralische und materielle Genugthuung zur Folge haben, des dürfen wir sicher I°m. Wir können der Energie unserer Regierung vertrauen, daß letztere kraftvoll die deutschen Interessen wahrmmmt und unsere Landsleute gegen fremdei Uebergriffe schützt . o" dieser lleberzeugiing kann uns die Darlegung $>m v. Bülow wiederum nur bestärken. (xxj ändert, diese von jener also gelähmt wird. I । Besonders russisch waren die Ausführungen über die , I Verproviantierungen der riesenhaften modernen Heere. Ge- linqt es auch, meinte der Redner, die notigen Lebensmittel „ -- ' r .. .. e,__ii, Xr.4» tiipf nahinnncn DC1 war mit der Versicherung, Deutschland werde | jungen auä der SU^Schmllftuergesechte mst Hilft des ......... „h„e ft* von dem werden -onne,^ie heutigen Kustenbesch.eßungen mit den Pfeil- und Bogenkämpfen und den Landungen S,... -1- »«* -»> alter-8 geführten Kriege zum Vergleichungspunkt genommen hätte V hätte er seine Schlußfolgerungen sehr bedeutend ändern müssen. Wer erinnert sich nicht der bangen Tage nack dem Ausbruch des deutsch-französischen Krieges im Jahre 1870? Wurde da nicht überall bangenden Herzens hie Thattacfoe festgestellt, daß man vor einer ganz neuen, die tintigen unOsurchtbar-r Schrecklichkeit weit hinter sich ö s-nd-n Phase der Kriegführung stehe? Welche Schreck- I Xnfte knüpften sich an die furchtbare Wirkung der Chasiepots und der Mitralleusen, von denen man IM Geist schon ganze Bataillone niedergeschmettert W Tr"nkreich ' in «irtfchaftlichcr und.sinanz.eller Hmsich durch den Beratung des regenden Wein zu gießen. Herr v. Bloch liebt es, ' schreiendsten Gegensätze nebeneinander zu ftellen, und wenn ' er z. B. ausführt, daß in früheren Zeiten nur die Stadt, I bu^ch v «9 • _«. ornfpn Iinb 'Zörftr I ÄÄ ft w^^damii'doch nicht viel gewonnen, da > Ä M ! SS I dafür hat, M Proviant *15* füllung ^aXgaXn^innen, wie zum Beispiel I Ranges und enMch^ g°r^S1 Frauen E'Lah?°uoch be- )ie Riesenwerke des Kaiser kanals und anderer kuns lcher | eh 4 h Frauen fünften Ranges nehmen, bei deren Wahl tmAnorftrnßpn hptupifpH. denen Europa wenigstens vorläufig ttevig r> I______ • nnFnmmt hip aber ^Klluenregiment und Walasiintriguen am chinesischen Kofe. B°n H-riber, °°n Vlll-r-Nernberg. ----- , Huna, das Reich der Mitte, dessen Bevölkerung von . ■ II meWM 400 Millionen Seelen die des gesamten Europa Pj W"1 I10SK ein bedeutendes übertrifft, steht seit Jahr und Tag flfiP 5 IWW j„ iitilpunfte der lebhaftesten Diskussion. Em R«ch, > welW isich Jahrtausende hindurch von allen fremdländischen einW« abzusperren wußte, und, m si°^°r S°lbstgenug- ' samill!! Wne eigenartige Kultur aufbauend, eine Welt für ffir W' . sichMitte, geht - das kann kein Einsichtiger mehr leugnen -*-■— - i^iiigslos und unaufhaltsam m krummer. Erstaunt fraMückh der nachdenkende Verstand, welches bte inneren GrM): sind, aus denen ein sonst so intelligentes Volk, welsilü- obendrein den Hochmut auf seine nationalen Elgen- tWNten bis ins Krankhafte treibt, und uns Europäer alsii 3jt:baren und weiße Teufel betrachtet, thatenlos zu- .fieflÄm eben diese verhaßten Westbewohner an ihm lang- aÄI Werk der nationalen Entmannung vollziehen und ni^juimmal einen Versuch macht, das drohende Joch der ich«»" Mp*. i frennta Eindringlinge zu zerbrechen. eM Sann hat in dickleibigen Buchern viel von der Ver- JXv knShtziiMg der chinesischen Zivilisation und von dem stag- . '' „ ti uiEi-m inneren Wesen des Chinesen ge prochen d,e an, Äittstltl qeE« eiine politische Wiedergeburt unmöglich machen. Daß , bienata nur allgemeine Redensarten sind beweist uns d.e * 'eX in allerdings nur wenig bekannte Geschichte des „iRiHnotiches, der zufolge der Staat der Zopstrager noch SiH** vomtmtigen Jahrhunderten, ja, eigentlich bis gegen Ende »rl«”' „ dfl des!t.:,ii°gen Jahrhunderts ein blühendes Gemeinwesen war voiWlmiigerifcher Tüchtigkeit nach außen und ernster Er- $i( Erklärung des Staatssekretärs von Bülow war MM dtll klar,:,.IwtpP und bestimmt. ™ A-chl im deutschen Reichstage wie im preußischen Juli 1899 itu,elstoMlti:nhaufe hat sich zum Sesstonsschluß eine große * ***;... üllel itoffanteu Akbeitsstoffes zusammengedrangt. Wenn " Nlltajt nud- ^o-Strikevorlage das Hauptinteresse in Anspruch nimmt, 60IH11I bm ta* d«ch weite Kreise gewichtige Grunde, auch dem Ham ' delspAMarium mit England Aufmerksamkeit ruzuwendex R. Mrniito. leber-uftin dürfte es eigentlich nicht, daß bei der Beratung o.cfe™:Mage, die große Politik unsere gefamten Be- -ehuiMp ljU Großbritannien, berührt wurden. Wir haben 1 von • 3Bi|er Stelle ja schon ost Gelegenheit genommen, das Verh Muis Deutschlands zu England einer Besprechung zu untern*!.. Beide Reiche verbindet eine Jahrhunderte , , Itc Ä'ttonelle Freundschaft, die eigentlich niemals derart 1 • abend, diJHn.r rben ist, daß die Entscheidung von Zwistigke ten ' • • » 1 . cklstit Waffen in Frage gekommen wäre. Im Gegentett, > 4. Wagenklah as i mische und das englische Volk stand in schweren ^agen , au, welchen di- > timr Waffenbrüderschaft zusammen: der Tag von hllich find. WatecÄoo -wird dies niemals vergessen lassen. Emfanag.^ rie ^Differenzen, welche zwischen uns und England ^Ulp'UttgS. Q ,den datieren erst aus neuerer Zeit, seitdem i* . «n <. .....__11 S. a(Sfammi’dilCtl ni1 PT1 es uich. gerich.et, deun dies ist ja unter anderm auch eine ®mpfang5-l e t Yin”*/ ” at’S: eli? er ft aus neuerer Zeit»noblen I ?^Q^.en^ur^ ^nen^ Verlesungen operierte v" Bloch auch I LMNÄLxTLMsZ » Hornberger cuWi1||) au dem Weltmarkt mit den Starnrnesgenossen Wie tn allen seinen Vorlesungen opene ^at) Bernatben, und wenn man einen Bolkswwt vor Me tuatg 's-Schich MwerL SäSäÄ ’S iWWMW ZMES-i-xWMZMM . :tGr^ zur Folge ha^'was" freilich "An HftdeA ""^Daß ein Krieg bereits^b°i feinem Ausbruch ^noch dessenJahrhundeNendan'fe^nem^Leibe^spürt, heut! ein Ding HM und dm Ahjldeitl!, uns bei passender Gelegenheit ein Bein zu stellen. I ehe die Waffen Zander ge reuz ha Katastrophen I der Unmöglichkeit ist. Auch mit der im zweiten eter j veMMl«Dasi » zuletzt auf Samoa der Fall. Die dortigen Vor- Verwirrung unganjen mit «t i«™ ei„c Not- Vorlesung durch Lichtbilder verdeutlichten furchtbaren Wirkung i**‘‘ aws k rssr« «»* «MnLäs * ^iebiiomamn von Sonnenberg die Samoaftage anschnttt und n Ah. hie Miorung zu einer Erwiederung herausforderte. »«.. ____ s-.a hnn Rüloi Zweites Blatt Gießener Anzeiger »»chen-tzk« vlrrmal \ # /A _ P i A-V A A* A AV* Alle Anzeigen-BermutlungSstellen bef In- und äu«IobM V)CHCI(11 E nehmen Anzeigen für den Ren« Anzeiger -ntgeg«. Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Gieizen. das streitende Heer auch wirklich erreicht; denn die Nahrungs mittel können verschimmeln, während das Heer vor Hunger umkommt, weil die Verbindung zwischen dem Heere und dem Stapelplatz unterbrochen ist. Herr v. Bloch hat hier sicher an den russisch-türkischen Krieg im Jahre 1878 gedacht; er hätte außer der Unfähigkeit der russischen Intendantur auch die weiten, auf Kosten der hungernden Soldaten gefüllten Taschen der höheren und nieder» Beamten anführen können; man darf aber fragen, ob es zulässig ist, auf solche keineswegs bei allen Staaten vorkommenden Verhältnisse Schlußfolgerungen aufzubauen. Für den Russen und den Amerikaner ist diese Beweisführung verständlich, für den Vertreter eines andern Volkes aber nicht. Interessant war der Schluß des Vortrags, der uns das russische Reich in ganz neuer Beleuchtung vorführte. Er setzte nämlich den Fall, daß Rußland einen Verteidigungskrieg zu führen gezwungen wäre, denn, beteuerte er ausdrücklich, an einen Angriffskrieg denke es gar nicht — eine Behauptung, die die türkischen und chinesischen Friedensvertreter natürlich mit freudiger Genugthuung entgegengenommen haben werden. Nun, in einem solchen Verteidigungskrieg ist Rußland mit seinen 130 Millionen Einwohnern in viel günstigerer Lage als alle andern Staaten, weil die Grundlagen seines wirtschaftlichen Systems viel einfacher, weniger leicht zu erschöpfen und unabhängiger sind als diejenigen anderer Reiche. Und nun, verkündete er, steht die Welt der Thatsache gegenüber, daß der Alleinherrscher eines so ausgedehnten Reiches, der Herrscher, der gar keine Erweiterung seines Grundgebietes wünscht, einen Vorschlag macht, der die andern Staaten vor all dem Jammer bewahren will, der für sie unendlich schwerere Folgen haben würde als für Rußland selbst. „Und dennoch", fügte er hinzu, „gibt es Menschen, die die edlen Absichten des Kaisers einer scharfen Kritik unterwerfen und von Hintergedanken sprechen. . . . Aber die Geschichte wird es nicht vergessen, daß Nikolaus II. den schönsten Gebrauch von seiner unbegrenzten Macht gemacht hat, denn er will großmütig sein, wie es der Starke und Mächtige stets sein kann." Und da die Konferenz eben in Nöten mit dem Schiedshof liegt, „so muß das Recht und die Gerechtigkeit auf ein solches Schiedsgericht gegründet werden, dem sich alles freiwillig, ohne sich zu erniedrigen, unterwerfen muß". Recht schöne Worte in der That! Wie heißt doch das holländische Sprichwort? Als de vos de passie preekt, boeren, wacht uw ganzenl (Wenn der Fuchs Buße predigt, Bauer, bringe dann deine Gänse in Sicherheit.) Jedenfalls ist Herr v. Bloch ein Wanderprediger, der seinesgleichen sucht. Deutsches Reich. Berlin, 21. Juni. Bei der Kaiserin fand heute mittag im Neuen Palais eine Familientafel statt, zu welcher u. a. geladen waren: Erzherzog und Erzherzogin Karl Stephan von Oesterreich, Erbprinz und Erbprinzessin von Hohenzollern und Prinz und Prinzessin Karl von Hohen- zollern. Berlin, 21. Juni. Die kaiserlichen Prinzen August Wilhelm, Oskar und Joachim sowie die Prinzessin Viktoria Louise sind heute vormittag in München eingetroffen und am Bahnhofe von den Söhnen und Töchtern des Herzogs Karl Theodor empfangen worden. Nachdem im Fürstenzimmer das Frühstück eingenommen worden war, erfolgte um 8% Uhr die Weiterfahrt nach Berchtesgaden. Berlin, 21. Juni. Morgen früh beabsichtigt die Kaiserin nach Homburg abzufahren und sich nach mehrstündigem Aufenthalt von dort nach Kiel zu begeben. M.P.C. Fürst Hohenlohe hat manchen, der ihm gern möglichst bald einen Nachfolger geben möchte, in der letzten Zeit durch sein frisches, arbeitsfreudiges Auftreten im preußischen Abgeordnetenhause wie im deutschen Reichstage außerordentlich überrascht. In parlamentarischen Kreisen ist man deshalb auch geneigt, mit einer noch langen Dauer der Aktivität des jetzigen Reichskanzlers zu rechnen. handelt. Um ein Pröbchen dieser chinesischen Staatsweisheit den Lesern vorzulegen, möge folgende Bekanntmachung des genannten Journals vom Oktober 1895 in der von Gerhard ten Boer mitgeteilten Uebersetzung hier Platz finden: „Ich, der Kaiser, habe folgende, von mir getroffene Verfügung der allergnädigsten Kaiserin-Exregentin mitgeteilt: Unser Hof hat seine Familientraditionen und Vorschriften, welche streng und vernünftig sind. Dem Hofharem gebührt es nicht, sich in Sachen der Staatsverwaltung einzumischen; die Frauen zweiten Ranges Tse-shen und Zfin haben ihre bisherige Bescheidenheit aufgegeben. Sie haben sich dem Prunk ergeben und wenden sich wiederholt an Seine Majestät mit Bitten und Anliegen, ihm viel Sorge verursachend. Das darf nicht wieder vorkommen; denn wenn man sie nicht warnt, so steht zu befürchten, daß die Frauen des Kaisers von allen Seiten mit Bitten und Jntriguen bestürmt werden, obgleich diese Jntriguen nur eine Leiter zum Betrüge sind. Deshalb sind die Frauen Zfin und Tse-shen zu degradieren und solches zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Jetzt wird Ruhe und Stille im Innern des Palastes einkehren. So geschehe es." Ist schon durch die Vermittelung der kaiserlichen Frauen der Einfluß der Kaiserin-Witwe ein ungeheurer, so wird er noch größer dadurch, daß der Kaiser den Thron meistens jener verdankt. Als Kaiser Kia-king im Jahre 1820 starb, suchte seine erste Gemahlin, die durch seinen Tod in den Rang der Kaiserin-Wüwe rückte, keinen ihrer eigenen beiden Söhne zum Throne aus, sondern Mian.ning, den Sohn emer Frau der fünften Rcwgklasse. Natürlich vergaß dieser me die Dienste, die ihm die Kaiserin-Witwe geleistet hatte er adoptierte sie als Mutter und erwies ihr alle erdenklichen Ehren und Huldigungen. (Schluß folgt.) Ausland. Wien, 21. Juni. Das Befinden des Kaisers ist ein derart günstiges, daß derselbe am 27. d. Mts. der Ceremonie der Barett-Aufsetzung des Kardinals Missia beiwohnen wird. In den nächsten Wochen begiebt sich der Kaiser nach Ischl, von wo aus er der deutschen Kaiserin in Bad Reichenhall einen Besuch abstatten dürfte. Brünn, 21. Juni. Anläßlich der Wiederaufnahme der Arbeit in mehreren Fabriken fand gestern ein Zusammenstoß zwischen Streikenden und Arbeitswilligen statt. Die Polizei mußte energisch einschreiten und viele Verhaftungen vornehmen. Da weitere Ruhestörungen für heute befürchtet werden, sind umfassende Polizeimaßregeln getroffen. Haag, 21. Juni. Die Delegierten der katholischen Staaten beabsichtigen den Papst als Präsidenten des internationalen Schiedsgerichts vorzuschlagen. M.P.C. Frankreich. Die Zeitung Le Dacht bringt in einem Leitartikel die Behauptung, daß keine menschliche Macht imstande wäre, eine von Brest, Cherbourg, Dunkirk und Havre auslaufende Flotille von unterseeischen Booten aufzuhalten, welche die Panzerschiffe der Gegner, auf welche letztere so großes Vertrauen setzen, zum Sinken bringen werden. Spithead soll der Mittelpunkt dieses dramatischen Seestücks werden, in dem dann nach Vernichtung aller Schiffe die Franzosen in England landen, um dann mit dem perfiden Albion aufzuräumen. Le Jacht verlangt zunächst die Bewilligung von 50 submarinen Booten und dann weitere 50, wenn die ersten sich bewährt haben. M.P.C. England. Einer amerikanischen Nachricht zufolge haben sich von den 1500 britischen Soldaten der Garnison Halifax 150 geweigert, sich das Haar nach dem neusten diesbezüglichen Befehl schneiden zu lassen und sind infolgedessen mit Kasernenarrest bestraft worden. Nach der neuen Vorschrift soll das Haar vorn nicht länger als ein Zoll sein, und die Lieblingslocke des britischen Soldaten muß demnach geopfert werden. Trotz des verhängten Ausgehverbots versuchte ein Teil der „Sinkenden" das Kasernen- thor mit Gewalt zu passieren, wurden aber von den Posten mit aufgepflanztem Bajonett hieran verhindert. Es fanden mehrere Verwundungen statt. M.P.C. Rußland. Das stetige Wachsen der russischen Armee erfordert naturgemäß einen entsprechenden Bedarf an Offizieren. Um diesem Bedürfnis abzuhelfen, werden jetzt in Warschau und Odessa Kadettenkorps gegründet, die jedes bis zu 500 Zöglingen aufnehmen sollen. Konstantinopel, 21. Juni. Der hiesige russische Botschafter hatte eine lange ernste Unterredung mit dem Sultan wegen der fortdauernden Massacres in Armenien. Der Sultan sagte strenge Untersuchung zu. M.P.C. Vereinigte Staaten. Zwei der bedeutendsten Ko hl en st ati o n en für die Marine an der atlantischen Küste werden demnächst so weit vollendet sein, daß die Schiffe bei jedem Wetter und jedem Wasserstande Kohlen einnehmen können. In Dry Tortugas, welches man bisher als Hafen ganz außer Acht gelassen hatte, sind ganz außergewöhnliche Anstrengungen gemacht worden. Es ist von der äußeren Rhede ein Kanal nach dem inneren Hafen ausgebaggert, sichere Ankerplätze sind geschaffen und ungeheuere Kohlenschuppen gebaut worden, welche bis zu 40000 Tonnen fassen. Es sind außerdem Brücken gebaut, welche es ermöglichen, daß die Schiffe ihre Kohlen direkt aus den Schuppen an Bord nehmen können. Für den Ausbau der Station sind bisher 500000 Dollars verausgabt und für eine ebenso große Summe sollen Kohlen beschafft werden. Dry Tortugas wird dem Kommandanten von Rey West mit unterstellt. Im Norden wird New London als Kohlenstation eingerichtet, da dieser Hafen als Kriegshafen aufgegeben ist. New London soll als Depot für die nach New Iork beorderten Kriegsschiffe dienen. Die Fertigstellung der neuen Einrichtungen wird bis zum Herbst dieses Jahres erfolgen. Lokales und Provinzielles. □ Albach, 21. Juni. Sonntag den 25. und Montag den 26. feiert der hiesige, feit etwa 6 Jahren bestehende Gesangverein das Fest seiner Fahnenweihe. Eine größere Anzahl benachbarter Vereine haben ihr Erscheinen zugesagt. Auf dem Festplatz wird rüstig gearbeitet; die Brauereien Friedel-Gießen und Jhering-Lich sorgen durch geräumige Hallen für Raum für etwa 2000 Personen. Hoffentlich sorgen sie auch für einen guten Stoff! — Bis jetzt haben die Weißbinder von dem Fest den größten Nutzen im voraus, da eine Anzahl der Einwohner es sich was kosten läßt, dem Dörfchen ein freundliches Aussehen zu geben. O Grünberg, 21. Juni. Wie bereits früher berichtet wurde, haben hier in den letzten Jahren viele Güterverkäufe stattgefunden, weil viele Besitzer die Oekonomie wegen Mangels an Arbeitskräften aufgaben. Da die Preise der Grundstücke verhältnismäßig gering sind, behielt man vielfach die Wiesen, um dann alljährlich das Gras zu verkaufen. In diesem Jahre nun machen die Wiesenbesitzer sehr schlechte Geschäfte. Trotzdem die Heuernte als eine nur mittelmäßige bezeichnet werden muß, werden nämlich für das Heugras so niedrige Beträge erzielt, wie dies kaum jemals der Fall gewesen ist. Zu wahren Schleuderpreisen werden die Wiesen abgegeben, wenn anders die Besitzer sich nicht dazu verstehen wollen, das Gras selbst dürr zu machen. Die meisten Landwirte haben noch beträchtliche Vorräte an Dürrfutter und Stroh aus dem vor. Jahre, so daß es jetzt auch vielfach an Platz mangelt. — Für eine ausgezeichnete Getreideernte sind die Aussichten sehr gut. Winter- und Sommerfrucht stehen vorzüglich. Auch die Kartoffeln entwickeln sich nach den verschiedenen Gewitterregen der letzten Tage sehr gut; das Aussetzen der Pflanzen konnte ebenfalls vorgenommen werden. maßen Rechnung getragen wird, wird dieser beabi* Wandel wenig Freude erregen. Wie sich der Cfo f f hFi hör hnrt nhon ottion j . **■ Ws klub, der dort oben einen Aussichtsturm errichten will ' stellen wird, bleibt abzuwarten. ladung n# J ShrevD" göltet, ö Str*5 Oberbulger^' schient». De" i guten Krlau>- i MeN j auf » ®“ j auf bt» i Mllensltstn - Jacobs : stud. iwr. P □ Darmstadt, 29. Juni. Von der Berastrake , die Nachricht, daß das auf dem vielbesuchtenSek stehende HotelHaberkorn um die Summe von lOOffii an einen Frankfurter Arzt verkauft sei. Allem nach handelt es sich um die Errichtung eines @7 toriums, und bei den Touristen, die meinen da?« solche Anlagen noch recht viele andere Plätze im p gebe, wo dem Heil- und dem touristischen Interesse c'? mnfipM Sftprfinnnn nptrnnpn tntrh tnirS . .T J- 5 Dieser rühm« i und beklagte i müssen. Aui ! Behrens aur c erwiderte der i Er wandte \w f. sprach von dk i deuten und rii i richtiger Wim i das Merwer i machte interess £ w Verhältnis i i em Wches' ! Studenten nn ' Freiheit also i und daß das ehrlichkeit kei - Reizen des 5 i wie auch dm der Palatia : singen einze! i Corps Saxon . äußerst anger i den neuen lai * Manntje : einem Sonfortiv : um W Summe i W K Mde I Terrain ein a > in Hamburg i werden. Da ; In den nai i werden praä : räumen an ! errichtet. T i verwendet. • 50-60 Kon i thatsachlich i i abgeholfen i i sowie auf d i stehende Fab I den Bureaus Stadt behus besitzen. Ti Hansa-Hause der Hauptvei Mittelpunkt ■ Nenjaffabt ' Ws verbünd, 1 und eine reich .. ’ 3um ! tlt noch zur l das Ao (hl M ®tlfg Wliw üJh ab"1- 311 b“Mr|a| Anheim 13 K* n« •ÄS I 60 iWtenX ,°" d-m &tja K H-mburi i» -> ”*bel d-r anf >r llltb tt{ §§ Herchenhain, 20. Juni. Der heutioe N . war mit Rindvieh sehr schwach befahren ff« '11* etwa 2d Stück da, meistens Kühe, wovon nur bi?“1'1 Qualität verkauft wurde und zwar das Stück il9? 300 Mark. Rinder kosteten 140 bis 200 wurde verkauft der Zentner Schlachtgewicht zu 60 Ä In Schweinen war ber Markt beff« besah«» i ’ ° waren ca. 800 bis 1000 Stuck, meistens legeschweine. Der Handel in besseren Einleqilchm"^' sehr flau; das Paar kostete 70 bis 80 Mark der Handel in geringeren Einlegeschweinen ein iS?’1 Paar kostete 48 bis 70 Mark. Einige Ferkel ? r 1 getrieben welche ebenfalls verkauft wurden das 30 bis 40 Mark. Q8 i KM. 1 «•Ä'S -, 9000.'N de" \ «welk für *T Ausstellung der Darmstädter Tapetenfabrik üon» Hochstätter vom 25. Juni bis 23. Juli 1899 ln Sitzungssaale der Großh. Zentralstelle für die ®fn Geöffnet täglich von 9—11 und 3—5 Uhr, außer Sn- nachmittag. Sonntags von 11 — 1 Uhr. Eintw ' Die Ausstellung enthält: Echte Muster nach Antiqrr- und in allen Stilarten, des Mittelalters, der deutsch^ italienischen Renaissance, des Barock und Rococo, des fru und Louis XVI., sowie alle auf dem Gebiete der D industrie erschienenen Neuheiten unter Berücksichtig naturalistischen Richtung der neueren Zeit, ferner der der Fabrik eigentümlichen und durch Gebwuch- - geschützten Seideimitationen und LichteffektlaM. . sucher der Ausstellung machen wir zugleich aus den Zöv des Gewerbemuseums aufmerksam. *T Der Landesverband hessischer BeMsyiulchn t am 10. d. M. zu Frankfurt a. M. unter dem Utf. des Herrn Oberamtsrichters Mickel von Grünberg. ; Versammlung, deren Hauptgegenstand ein in Aussicht steK^ Sparkassegesetz bildete, wohnten auch namens der ßv Regieruug die Herren Ministerialrat Dr. Treiber; ; Regierungsrat Dr. Linß bei. Nach einem einlc ? Referat des Herrn Kammerdirektor Korell von verbreitete sich Herr Dr. Breidert in längerer Rede die in Aussicht genommenen Grundsätze für ein neue« kassegesetz, und versicherte, daß Großh. Regierung der mehreren Jahrzehnten so segensreich wirkenden Kasien r wollend gegenüberstehe, und sprach die Zuversicht aus. man sich für eine Gesetzesfassung werde verständigen!-' die den Interessen der Bezirkssparkassen sowohl, al-n Publikums im allgemeinen, gerecht zu werden geeigiu An der sich hieran schließenden Besprechung beteiligtei: die Herren Kammerdirektor Korell-Büdingen, Direktor ü-t Ortenberg, Landtagsabgeordneter Erk-Nidda, Rendant Groß-Umstadt, Direktor Sachs-Erbach und Pfarrer Ft Arheilgen. Es wurde beschlossen, daß durch eine famnifi eine Denkschrift auszuarbeiten sei, über das in Huencb'-t nommene Gesetz, ob überhaupt ein solches geboten Die Kommission wurde gleich gewählt, unb k folgenden Herren: Korell Büdingen, LachGrotz-üm:^ Racke-Bingen, Sachs-Erbach und Weber-Ortenberg. wurde anstelle des verstorbenen Vorstandsmitglieds- Schotten, nahezu mit allen Stimmen, Lautz-Grchünr,. in den Vorstand gewählt, und endlich zwei Herren I P und Lautz) als Vertreter der Verbandsiuteressen in Presse gewählt. Nach Erledigung einiger weiterer schloß der Vorsitzende Herr Mickel die Bnhandlv worauf ihm der Dank der Versammlung für die Gcsirt leitung ausgedrückt wurde. Am 17. d. M. hat die wähnte Kommission gleichfalls zu Frankfurt a. M. ' • Ausführung des ihr gewordenen Auftrags ihre ersteht abgehalten. *f Die 7. General-Versammlung der freien von Krankenkasien im Großherzogtum Hessen fand in Nierstein statt. Es waren 38 Ortskrankeu 1 Gemeindekrankenkasse (Offenbach), 2 Betriebs- Jnnungskrankenkassen vertreten. Als Vorsitzender fi Münch-Worms. Ostermayer-Worms erstattete den -■■■• des geschäftsführenden Ausschusses, dem zu entnehm daß der Vereinigung 46 Orts-, 24 Betriebs-, 4 3t:r; und 1 Gemeindekrankenkasse angehören. Eine läng«c-,' batte veranlaßte ein von Göbel-Mainz und Abel-D« gestellter Antrag, bei der Regierung dahin zu pettti:« daß die Gründung von Jnnungs- und Betriebskranke:u. weil diese die Ortskrankenkassen schwer schädigten, n • Sonderinteressen dienten, so lange untersagt wurde,» nicht am Orte das gleiche leisteten wie die Orts - kaffen. Petry-Mainz, Kahl und Ostermayer-Worms energisch gegen diesen Antrag. Er wurde aber mit Mehrheit angenommen. Es wurde eine Kommission - welche sich mit der bevorstehenden Novelle zum n Versicherungsgesetz zu beschäftigen hat. Ihr geh " für Rheinhessen: Göbel-Mainz und Krieghos-Ka.^i Starkenburg: Abel>Darmstadt und Mansfeld- für Oberhessen: Fourier-Gießen und Damm-Fried . ein Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses. - der Beschlüsse des deutschen Aerztetages in Dreso», gesetzliche Festlegung des Aerztehonorars uiih Der Aerztewahl betreffend wurde einstimmig eine jtt} ' faßt, welche sich energisch gegen derartige llesetzH rangen aussprach. AIS Ott ber nächsten Generalvtt- lung wurde Vilbel gewählt. Darmst. . In 30 zehntägigen Lieferungen Bisher 5 Lieferungen ausgegrten. 1 (1) 1 (1) 1 2 1 1 2 1 1 (1) 2 (1) 2 (1) 1 (1) Dr. Franz Oppenheimer hervor. Naturfreunde und Liebhaber des Bergsports weiden ihre aufrichtige Freude «n dem letztgenannten Aufsatz haben, in dem neben einer prächtigen N«lurschtlderung em köstlicher Humor zu Worte kommt. Ernstere Ziele verfolgt oer Aufsatz „Die Photographie der Sterne" von Dr. Herrn. I. Klein. Gerade tn den letzten Jahren hat die Himmels Phoiographte große Fortschritte gemacht, sie ist für den Forscher von unermeßlichem Werte, denn sie ermöglicht ihm, nicht nur die genauesten Sternkarten herzustellen, sondern auch Berechnungen zu machen, die vorher undenkbar schienen. Wenn auch der Late dem Gebiete ziemlich fern steht, so hat es für ihn doch einen unendlichen Reiz, von einem berühmten Astronomen tn dte Wunder des Weltalls etngesührt lU werden, zumal w nn dieser Führer so k ar und verständlich zu schreiben versteht wie Dr. Klein. Dah gerade eine F auen-Zeitung derartige Themata behandelt, halten wir für ein sehr erfreuliches Zeichen. von ii-i i Echte Mch- 'es Mittels- des Barock W alle auf bem& uheiten unter der neueren & glichen und bmi en und Lichtes lachen wir zügln ifmerksam. l°d heffischer $i nkfurt o. M.l >ters Mickel 6o: Ptgegenstand ebn wohnten auch i: Ministerialrat r ß bei. Nach ä lwerdirektor r. Breidert in Iti inen Grundsätze jüi le, daß Großh. 3 segensreich roitlr und sprach die Zr :sfafsung werde tr Bezirlssparkassen >en, gerecht zu w eßenden Bespreche torZorell-BiidingL eordneter Erk-Ml Lebensschwäche Diarrhöe Atrophie Lungenschwindsucht Lungenentzündung Neubildung Herzfchler __ — Summa: 10 (4) 5(3) 4 1(1) Anm. Dte tn Klammern gesetzten Ziffern gebm an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gtetzen gebrachte Kranke kommen. manchen auch nach ihren dienstlichen Verhältnissen. Unter den Leuten befand sich auch ein Veteran von 1848, von dem sich der Kaiser über seine Teilnahme an dem Gefecht I bei Eckernförde und der Vertreibung der Dänen von den friesischen Inseln erzählen ließ. Nach fast einstündtger Anwesenheit auf der „Potosi" verabschiedete sich der Kaiser, indem er dem Führer, Kapitän Hilgendorf, von den Amerikanern wegen der Schnelligkeit der „Potosi", der „fliegende I Dutchman" genannt, sein Bild mit der eigenhändigen Widmung „An Bord der „Potosi". 18. Juni 1899. Wilhelm I. R." überreichte. * Deutsche und französische Kriegsschiffe im Hafen von Kopenhagen. In diesen Tagen ankerten zwei deutsche und zwei französische Kriegsschiffe auf der Kopenhagener Rhede. Montag trafen von Helsingör kommend, das französische I Kadettenschiff „Iphigenie" und ein Aviso ein und am Dienstag liefen in direkter Fahrt von Kiel die beiden deutschen Panzerschiffe „Frithjof" und „Odin" m den Hafen von Kopenhagen ein. Das französische Schiff ist ein । aus dem Jahre 1881 stammendes, mit voller Segeltakelage versehenes Fahrzeug, welches außer 15 Offizieren und 78 Aspiranten eine Besatzung von.340 Mann an Bord hat, | während die beiden deutschen Schiffe ganz aus Stahl erbaut und vollständig moderne Küstenverteidigungsfahrzeuge sind; an Besatzung führt jedes derselben 276 Mann. Das^Zusammentreffen der deutschen und französischen Kriegsschiffe gibt natürlich in der dänischen Hauptstadt Veranlassung zu mancherlei Kombinationen. Daß die Kopenhagener Presse I dem Eintreffen der französischen Fahrzeuge große titel I widmet, kann bei der Sympathie Dänemarks für französisches Wesen weiter nicht wunder nehmen. In amtlichen Kreisen spielt sich der Flottenbesuch für beide Parteien gleichmäßig ab. Am Dienstag gab der französische Gesandte Margene I den französischen Offizieren ein Essen, an welchem auch der Marineminister Ravn mit höheren dänischen Seeoffizieren teilnahm, und Mittwoch gab der deutsche Gesandte den deutschen Offizieren ein Essen, zu dem ebenfalls der dänische Marme- minister erschien. Auf Donnerstag waren die deutschen und I die französischen Seeoffiziere gemeinsam vom.MarinemlMster eingeladen worden. Die französischen Schiffe werden nach I Stockholm weitergehen, von den beiden deutschen Schiffen kehrt „Odin" nach Kiel, „Frithjof" nach Wilhelmshaven Sachs-Erbach «! geschlossen, daß dri! rbeiten sei, über I: rhaupt ein solches e gleich gewählt, rell Büdingen, & rbad) und Webers ebenen Borstan^ illen Stimmen, * lt, und endlich F ;ter der LerbaM Erledigung einigt HM Mi-k-l ll' 6er $et[M*r id-. m1,1 '*■' ichs« i« 8t0* norbentti Stuftraj* - :G Ktz- ."«K ! ar.btV; bcD1 1 roirb, miib < 'M U £ 'arten. vjum bis 23j' V äenlrchL' U unb 3-öfc' — Die moderne Chemie. Eine Schilderung der chemischen Großindustrie. Don Dr. Wilhelm Bersch. Mit über 400 Abbildungen, herunter zahlreiche Vollbilder. In 30 zehntägigen Lieferung, n (zusammen 60 Bogen) L 50 Psg. Bisher 5 Lieferungen auSgegei en (A. Hartlebens Verlag in Wien.) Kaum ein Jahrhundert M ver- nrichen, seit die Chemie vollen Anspruch erheben kann, eine Wstsin- schasl genannt zu werden. Dies wer «der erst der Fall, seit an Stelle alchemistischer Lehrer die exakte Forschung trat. Damit begann die Chemie aber auch ihren Siegeslauf, uns ihr verdanken wir zahlreiche ebenso wichtige wie wertvolle Entdeckungen. Dereinst jagte die Alchemie fast ausschließlich dem einen, unerreichbaren Z.-le nach, unedle Metalle in edle zu verwandeln, heute st sie nicht vur bestrebt, die Natur der Elemente und ihrer Verbindungen> zu er forschen, sondern auch ihre Errungenschaften der Prax s nutzbar zu machen. Dadurch aber steht die moderne Chemie im innigsten Zusammenhänge m't der Großindustrie, und die meisten der ralstre'chen Körper und Stoffe, deren wir uns im täglichen Leben bedienen, werden unter Benützung chemischer Prozesse hergesteÜt. Angesichts der großen Bedeutung, die nun heute die Chemie auf fast allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens erlangt Hat, ist eS eine Notwendig- keit, daß auch der Late über gewisse chemische Kenntnisse verfügt. Leiier fehlte ihm bisher aber vollständig die Gelegenheit, sich solche Kenntnisse anzueignen; denn die chemischen und' »-misch-technologischen Fachwerke sind einzig und allein für den Fachmann bestimmt. M t um so größerer Freude ist daher das Erscheinen des Werkes „Die , moderne Chemie" zu begrüßen, welches in anziehender Sprache und feffelnder Darstellung, und ohne bei dem Leser irgendwelche chemische Kenntnisse vorauszusetzen, diesem mit den Sroßen chemischen Industrien vertraut macht. Das reich illustrierte Werk, welche» neben Hunderten von erläuternden Textillustrationen auch> Jnlerteuraufnahmen chemischer Etablissements enthält, sollte daher tn keiner Bücherei fehlen; denn heute gehört ein gewisses Matz chemischer Kenntnisse ebenfalls zur allgemeinen Bildung. dieflsi'iiNlasse ist 78 P.) . ' Der Kaiser auf der „Potosi". Gelegentlich seiner jümam Anwesenheit in Hamburg wurde der Kaiser voi bejahrten Schiffsrheder F. LaeA von dort gefragt, ob ii mcht auch einmal das größte Segelschiff der Welt, die Limburger Fünfmastbark „Potosi" besichtigen wolle. Hin-ms erwiderte der Kaiser, dem alten Herrn vergnügt aufü iit Schulter klopfend, in Hamburger Mundart: „Be- ruk'dm Se sick man, mien gode Laeisz, morgen kumm ick ooki! L Bord von de „Potosi"!" Wie wir bereits mtt- teiidtfc, Hbat denn auch der Kaiser in Begleitung seines Ge- fol W düem großen Segler bald darauf einen Besuch ab- qefMit. Hierbei richtete der Monarch an jeden einzelnen bet: miH bem Vorberbeck aufgestellten Mannschaft ewige Mi iiind erkunbigte sich nach ihrer Herkunft und bei Vermischtes. ’=Mn, 18. Juni, lieber die Feier zu Ehren des 2000: Anbeuten wirb der „Köln. Ztg." noch gefchrieben: Von iiÜsii Erwartungen, die man sich hier, namentlich mder Silld!«mich°fl, über Festlichkeiten zu Ehren des 2000. Bonnnu Studenten gemacht hatte, ist bisher nichts m Er- fülluiMi Mangen. Nur die Corps, denen der Zufall den 2000 ü Den Schoß geworfen, hatten gestern zu diesem 'ImeccSi^ sich einen solennen Kommers begangen, der trotz entaeM'geiietzter ursprünglicher Absicht den Charakter emes Fam^'istes behalten hatte. Die andern Corporativnen, an in Einladungen ergangen waren, waren m der uM zu rmversenden Meinung, daß zu Ehren des 2000. em allae «ineir Kommers stattzufinden habe, zumeist der Em- ladu mmcht gefolgt, und auch die Zahl der erschienenen Ehren^itt war nur gering. Außer dem Rektor, Geheimrat Köstern iimb dem stellvertretenden Kurator der Universität, I Amt'Michtsrat Riefenstahl, waren nur ein paar Professoren, Obe Ä'Mrmeister Spiritus und Beigeordneter Heuser er- schie m Dennoch nahm der Kommers den zu erwartenden nute Mr! auf. Dem reichgeschmückten Festraum, dem „Sret i «uifiieafial"1 * des Kölner Hofes verlieh ein reicher Damenflor auf kn IGalerieen höchste Zier. Den ersten Trmkspruch auf Kaiser brachte der Vorsitzende stud. oliem. Leopold JJhiliWen aus Bonn (Saxomae) aus, Bergreferendar Jacl-^ (Saxoniae) stimmte einen Hymnus auf den 2UUU. Jn.li iur Paul Veith aus Breslau (Guestphaliae) an. Dies:'!i rüttmte in seinen Dankesworten das Land am Rhein und i Mlante es, ihm bald wieder den Rücken kehren zu müsfi ün. »Auf die Begrüßungsrede des stud. iur. Georg Bk!) ..ms Neuhaldensleben (Rhenamae) an die Ga te erwi: jMe! der Rektor, GeiErat Köster in launiger Weise. Er iwnbt:: sich vorzugsweise auch seinerseits an den 2000., spraivch vsvi der immer wachsenden Zahl der Bonner Stu> -.ent»! ui® rühmte es an der Stadtverwaltung, daß sie m lchWm kLürdigung des Hauptbedürfnisses der Studenten -iMssnrwerk angekauft habe. Oberbürgermeister Spiritus mickM iweressante statistische Mitteilungen mit Bezug auf bas LMltnis zwischen Bürgerschaft und Studenten. Dar- .lls . «aut sich, daß auf jeden der 2000 Studenten mindestens - n i Wyes Mädchen in Bonn komme, daß für je luu ©tÄnteii nur ein Nachtwächter da sei, die akademische Fre chil:llso auch zur Nachtzeit möglichst gewahrt werde, und ( laß 6öa§ angekauste Wasserwerk der studentischen Bier- ehrl iWl keinen Abbruch thun werde. Zu den besonderen Rei W bös Abends gehörte auch, daß sowohl der Rektor wie i and) das Stadtoberhaupt, das übrigens als alter Herr der r ftlaiia auch deren Band angethan hatte, beim Av- liiiqisv eMzelner Lieder eine Charge des präsidierenden Cor Srixoniae übernahmen. Die Stimmung war eine äußW Mgeregte und hielt die Festteilnehmer bis wett m den i ituen Tag hinein zusammen. - Mannheim, 20. Juni. Bor einigen Tagen ist von ememkousortium das Renner'sche Haus an den Planken um ukSumme von 410 000 Mk. angekauft worden. Das- selb-Leioll uiedergerissen und auf dem dadurch freiwerdenden Ter'« tein großartiges Hansa-Haus ähnlich dem Dovenhof in Jhmfairg und dem Mincing-Lane m London erbaut roerrttoi Das Unternehmen ist in großem Stile gedacht. In i kn nach den Planken zu gelegenen Parterreraumen wer^n prachtvolle Ladenlokalitäten erstellt, ,n den Parterre- räu innm ian der Seidenstraße dagegen ein Amencun bar errijoiiet. Die übrigen vier Stockwerke werden zu Bureaus ücn^M. Im ganzen dürften diese vier Stockwerke zu 50-1-80 Uontors Raum bieten. Es soll dadurch emem tharill« in Mannheim bestehenden dringenden Bedürfnis abqWcn werden. Viele in den industriellen Vororten, sowM auf dem im Bau begriffenen Jndnstriehafen rc. be- tebMk.Fabriken haben das dringende Verlangen, neben den k', öurcraus in den Fabrikgebäuden m dem Innern der StoÄi!! bcrhufs Vereinfachung der Geschäfte em Kontor zu besiM Diesem Wunsche wird nun durch Errichtung des Ha-Wchauses endlich Rechnung getragen Die Lage an der .'i hoWtverkehrsader der Stadt, gewissermaßen m dem Miwmnkt der letzteren, ist eine ganz vorzügliche. Dtt AujlfMilsade des Hansa-Hauses, dessen vier Etagen durch viftiärerbunben werden, soll prachtvoll ausgefuhrt werden unbs me reiche Ausschmückung erhalten. Sum Mittelrheinischen sangerbundesfest ch ^oden ist "ut zur Vervollständigung des gestrigen Berichts nach- 'zuttMi,' daß der „Männergesangverein"-Bmgen m der KlaiWO (Kunstgesang) ebenfalls einen ersten Preis errungen hat:1. Zlvenso fei hier die Punktzahl mitgeteilt, welche die bat O KO KO 16 Dt»' , f-. KM '"’S,?«“: ß niiirk IM iriiie^f - Im Reiche der Cyklopen. Eine populäre Darst^^llung der Stahl- und Effentechnik. Von Amand Freiherr v. Scbweiker- Lerchenfeld. Mit ca. 400 Abbildungen. In 30 Lieferungen ä 50 Psg. Die Ausgabe erfolgt in zehntägigen Zwischenräumen. Ausgegeben sind bisher Lieferungen 1 bi» 24. Auch in zwei Abteilungen L 7,50 Mk. zu beziehen; die erste davon ist ausgegeben. (A- Hari- lebens Verlag in Wien.) Die weiteren Abschnitte dieses ebmso retch- haltigen als gediegenen Werkes behandeln in den Lieferungen (19 biS 24) die ausführliche Geschichte der modernen KrregSmarine feit Einführung des PanzerfchtffbaueS, welch letzterem ein besonderes durch da« beste und neueste Jllustrattonsmaterial unterstütztes Kapttel gewidmet ist. Hieran schließt ein ebenso ausführlicher, mit einer Fülle von Abbildungen geschmückter Abschnitt über die fubmarinen Kampfmittel (Minen, Torpedo, Unterseeboote). DaS nächste Hauptstück deS Werkes ist den Kriegsmitteln zu Land gewidmet, von welchen das Geschützwesen im allgemeinen und die Schnellfeuergeschühe tm besonderen in ebenso übersichtlicher als erschöpfender Weise an der Hand reicher Anschauungsmittel die vorliegenden Hefte fuUen. trs aiebt fein zweites Werk — geschweige ein pipaläres — das w w erschöpfender Weise, allerdings in knapp-ster Form, daS weitläuff^e Gebiet der artilleristischen Kampfmittel behandelt als die eS. Dabei ist der Vortrag durchaus letchtfaß'.tch, dem Verständnisse eines großen Leserkreises angepaßt. Indes wird auch der Fachmann insofern au« dem schönen Buche Schweiger-Lerchenfelds vielfachen Nutzen ziehen, als in d-msilben ein ungemein vielgestaltiges Material mit *ubm,ns- werter Sachkenntnis zusammengetragen tst-^Sehr instrukttv st. b die vielen schönen Vollbilder, welche moderne Schlachtschiffe, Gr Lvtz- monstra, Panzertürme und Einschlägiges zur Anschauung bringen. Die Fülle be8 Gebotenen ist erstaunlich, und man fragt sich unwillkürlich, wie es dem Verfasser möglich war, deS riesigen Stost-s Herr zu werden. Die Thatfach^, baß die demselben erwachsene Aufgabe glatt bewältigt wurde, zeigt von dem redaktionellen Geschicke des Verfassers und von dem Nutzen, den da« Werk allen Jnteresimten । bieten wird. Mit Spannung darf man den letzten sechs Lieferungen I entgegensetzen, welche die Schlußabteilungen desselben; die Hanv- feuerwaffm und die Verkehrsmittel zu Lande enthalten werden. — Lexikon der Metall-Technik. Handbuch für alle Gewerbetreibenden und Künstler auf metallurgischem Gebiete. Enthaltend die Schilderung der Eigenschaften unb der Verwertung aller gewerblich wichtigen Metalle, deren Legierungen und Verbindungen. Unter Mitwirkung von Fachmännern redigiert von vr. Josef Bersch. Das Werk erscheint in 20 Lieferungen zu tO Pfq. Die Ausgabe erfolgt I in zehntägigen Zwischenräumen; bisher 5 Lieferungen erschienen. (A. Hartlebens Verlag in Wien.) Die bis nun vorliegenden fünf Lieferungen dieses Werkes - die Artikel Abbrand bis Glockengut enthaltend — liefern nach dem einstimmigen Urteile der Fachmänner den Beweis dafür, daß durch dasselbe der Metall Technik ein Handbuch geboten wird, wie dasselbe bisher für keinen anderen Gewerbezweig vorliegt. ES giebt keinen Gegenstand, welcher auf Me alle und die Verarbeitung derselben Bezug nimmt, der in bem Lexikon für Metall-Technik nicht in ausführlicher Weise besprochen wäre. Die Kritik schließt sich daher vollinhaltlich dem an, was schon beim I Erscheinen der ersten Lieferung dieses Buches gesagt wurde: „Die ganze Anlage des Werkes und die Durchführung der einzelnen Artikel — nirgends zu wenig, nirgends zu viel — beweist eine um- fassende Sachkenntnis uad btwunderungswerten Fleiß von Seiten der Mitarbeiter und der Redaktion. Dieses Werk verspricht in der That für fein Spezialgebiet das zu werden, wa« ein KonversattonS- I Lexikon auf dem Gebiete des allgemeinen Wissens ist: ein Buck, 'n welchem man über jede in das Fachgebiet gehörende Anfrage sicheren Aufschluß erhält — und welches daher auch verdient, warm empfohlen I zu werden. — Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen. 24. Woche. Dom 11. Juni bis 17. Juni 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500 lincl 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 21,22, nach Abzug der OrtSfremdm 12 73°/o». Kinder E, st-rb-n «n: Suf.mmen: erw.tftnt: & Es waren * e (OßenbA'^ yu^.e_1|V y........ - ... « ...p v einjipri Vereine, die einen ersten Preis errungen, erreicht i)ah;kc In der Abteilung C (Kunstgesang) haben erhalten die i.vertäfel"-Weisenau 79 P., „Lieberkranz"-Bockenhelm 76 1 <, „Brüberlichkeif'-Neuenhain 74 P., „Harmonie"- K°d. 73 P., ,Säng°rrund°»-MLinz 71 P usw (Die bochiifa 3iii erreichende Punktzahl tn dieser Klaffe sind 84 P.) In: :n Abteilung B (Lieb im Volkston) erhielten bas „MLer-Qaurtett"-Hechtsheim 69 P. unb „Concordia^- Ho'MM 60 P. (Die höchste zu erreichenbe Punktzahl m zurück. . I * Die Statur der Monarchen. Dte Fürsten Europas I weisen hinsichtlich der Körpergröße ihren Vorfahren gegenüber einen ziemlichen Rückschritt auf. Christian L, König von Dänemark, soll 7 Fuß hoch gewesen sein, Christian IX der jetzige dänische Herrscher, mißt nur 5 Fuß 2 Zoll, und sein Sohn, König Georg von Griechenland, ist noch um I 4 Qoö kleiner. Peter der Große von Rußland war em Riese von 6 Fuß 10 Zoll, Zar Nikolaus, der Friedensfürst, ist nur 5 Fuß 6 Zoll groß. Kaiser Wilhelm I. maß 6 Fuß, sein Enkel, Wilhelm II., hat 5 Fuß 8 Zoll. Von den jetzt lebenden Monarchen Europas ist der größte der Kvmg der Belgier mit 6 Fuß 4 Zoll; Königin Viktoria von Großbritannien ist mit 4 Fuß 10 Zoll die kleinste europäische Fürstlichkeit. , t * Die Temperatur des kochenden Waffers ist bekanntlich I nicht überall die gleiche. Sie ist abhängig vom Luftdruck und ist demnach je nach der Höhe der einzelnen Gegenden verschieden. In London kocht z. B. bas Wasser bei 212 Grad Fahrenheit, in München schon bei 2091/2 Grad und in der Stadt Mexiko bei 200 Grad. Im Himalaya, bei einer Höhe von 18 000 Fuß, beträgt die Temperatur gar nur 180 Grad Fahrenheit. Wenn also dort ein Londoner Eier kochen will, muß er sie noch eine ganze Weile länger I im Wasser liegen lassen, als er das zu Hause gewöhnt war. * Siebenhundert Briefe, die persönlich an ihn adressiert sind, empfängt der Präsident der französischen Republik I an jedem Tage. Darunter befinden sich: 250 Bettelbriefe, 150 Gesuche, die politische Angelegenheiten betreffen, 100 Gnadengesuche, 100 Klagen über die verschiedensten Beamten, 80 anonyme Briefe beleidigenden Inhalts und 20 Briefe, die das Staatsoberhaupt mit Ermordung bedrohen. Wollte der Präsident auf jeden dieser Briefe auch nur eme Minute verwenden, so würde er schon allein dadurch täglich beinahe zwölf Stunden verlieren. x , • Die Bestandteile der Erdrinde. Welche Elemente sich im Innern der Erde vorfinden mögen, wissen wir Nicht; der Mantel jedoch, der Erdboden, das Wasser und die Atmosphäre sind der Hauptsache nach aus folgenden Stoffen | zusammengesetzt: Sauerstoff, Silicium, Aluminium, Eisen, - Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Wasserstoff, 4-itan, Kohle, Chlor, Brom, Phosphor, Mangan, Schwefel, Barium, Stickstoff, Chrom. Dies letzte Element macht nur em hundertstel Prozent der Erdrinde aus. Es giebt noch eme aanze Menge anderer Stoffe, darunter namentlich die Edelmetalle, Gold, Silber usw., — diese sind aber nur m wenigen tausendstel Prozent vertreten. Sauerstoff fft das am meisten - mit 50 Prozent - vorhandene Element; barauf folgt Silicium (Kiesel) mit 25 und dann Alummmm mit 7V4 Prozent. ' Meratur, Wissenschaft und Kunst. — Mev sieat?" betitelt sich eine Novelle von Viktor Blüthgen, I die in dem neuesten (12.) Hefte der „ 111 u st r i er t e nF r a u e n- Zeitung" (Verlag von Franz Lipperbetde tn Berlin) veröffentlicht tft Der beliebte Nov'llist Viktor Blüthgen war in der letzten Zeit g-°°-d.n. um 1° «fnultoer Ist.s, wkber einer I seiner fein abgefttmmten Novellen zu begegnen. In wird ein interessantes Problem behandelt, das nicht allzuJeltenJm Lebe» vorzukommen pflegt: Eine junge Frau widersetzt sich dagegen, I mit ihrer Schwiegermutter zusammen zu wohnen, der Verfasser hat I die Fäden so geschickt geschürzt, daß man auf die Fortsetzungen der I Novelle gespannt sein darf. — Wie feinsinnig Blüthgen ist, l>avon giebt auch ein im selben Hefte veröffmtlichteS Gedicht „Hand in I 8-nnnts' wir stehen nicht an, es als eines der besten Gedichte I Blüthgens zu bezeichnen. AuS dem weiteren Inhalt des Heftes heben eine HumoreSke" „Brennende Liebe" von Alwin Romer und eine | sehr lebendige Plauderei „Die Presanella, eine EiStour von BerslcherungSstand c Schutzmarke. Nur die Marke,,Pfeiti gibt Gewähr für die Aechtheit des Lanolin-ToHette-Cream-W UmW-Wichse 340 von zu vermieten. Neuenweg 2. SW® Vermieten. Bahnhofstraße 2 vermieten. Westanlage 11. vermieten. Neustadt 45. 1060 Fahrräder, zu verkaufen. Hammstratze 14. 4351 Äe^tHon: t. Burkhardt. — Druck und Verlag der Brühl'scken UniverfitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gieße». Vermietungen Wietgel'uche 'e. 1 3n verkaufen 4176] Mansardenwohnung, 3 Zimmer, Kücke, abgesckl. Korridor, mit Wasserleitung, per 15. August an ruhige Leute zu wer die beste wichse haben will, der kaufe nur die preisgekrönte 4758] 1—2 gut möblierte Zimmer, möglichst in der Nähe des Sellersthores oder der Kreuzung der Liebig- und Frankfurter Straße, per 1. Juli gesucht. Schriftliche Offerten bittet man unter Z. 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