1899 Sonntag den 23. April Amts- unb Anzeigebltttt für den Tkreis <5iefeeit> «e V 1848 1861. Juni 2 2'. 1863 9. 184#2 1 1864 März 6. 1F4AH10«. des 7. 1. den 1865 3. 10. von vango, auf der Reise in Afrika f. 1. 1. Llle Anzeigen<-LermiNlungSstellen bei In- und ÄullanW nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger rrngegen 10. 10. Februar beginnt seine Reisen zur Erforschung westlichen oberen Nilgebietes. Der Afrikareisende von der Decken von Somalis ermordet. wäre ungewöhnlich, wenn es nicht auch wieder zu groben Ausschreitungen käme. ■bdottiNR, Expedition und Druckern: Zch.tar.ß- Nr. 7. Neiüt !e 3Ö< au siE jaxfiffilw J. verleg!. Ter I Adrrffe für Depeschen: Anzeiger Htetze». Fernsprecher Nr. 51. (Schluß.) James Roß entdeckt Süd-Viktorialand. Derselbe entdeckt die Vulkane Erebus und Terror im südlichen Eismeere. Derselbe überschreitet den 78° südlicher Breite, den südlichsten, jemals erreichten Punkt. Der Nordpolfahrer Julius Payer in Schönau bei Teplitz *. Karl Hagenbeck, der berühmte Tierhändler, in Hamburg *. Cameron, Afrikareisender, ". Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Dotkslmnde._______________ Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stände. nn. Darmstadt, 21. April 1899. Die Beratungen überdas Dien st einkommen und die Pensionierung der B ür g erme i ster wird heute fortgesetzt. - Abg. Osann tritt für die geäußerten Wünsche der Bürgermeister, welche er in allen Teilen für gerechtfertigt hält, in warmer Weise ein. Es komme aber nur noch darauf an, in welcher Weise der richtige Weg gefunden werde. Er stellt den Antrag, die Kammer möge die Großh. Negierung ersuchen, den Ständen thunlichst noch auf diesem Landtag eine Gesetzesvorlage zugehen zu lassen, daß die Bureaukosten den Großh. Bürgermeistern der Landgemeinden nach Kopfzahl und Stcuerkraft der Gemeinden gesetzlich festgelegt wird und für die staatliche Thätigkeit eine Entschädigung aus der Staatskasse zu gewähren. — Abg. Frenay hält den Antrag des Abg. Osann für geeignet, allen Wünschen entgegenzukommen, wünscht aber, daß sich der Ausschuß nochmals mit der Sache befasse. Er beantragt daher Zurückverweisung an den Ausschuß. Nach längerer Debatte wird dieser Antrag mit großer Majorität angenommen. Ein Gesuch von Beamten der Oberhessischen Eisenbahnen um Abänderung des Art. 21 des Gesetz entwurfs die Besoldungen der Staatsbeamten vom 11. September 1897 betreffend, ist vom Ausschuß für erledigt erklärt worden. — Abg. Metz ist mit der Stellungnahme des Ausschusses nicht einverstanden, und wünscht, daß die Großh. Regierung nochmals versuchen sollte, daß bezüglich dieser acht Beamten, um die es sich hier handelt, noch etwas geschehen möge, und beantragt daher, die Vorstellung mehrerer Beamten der Oberhessischen Eisenbahn der Großh. Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Der Antrag des Ausschusses wird abgelehnt und der Antrag Metz mit großer Majorität angenommen. Zu der Vorstellung einer Anzahl Gemeinden Oberhessens um Erbauung einer Nebenbahn von Ranstadt nach Friedberg durch den Staat, hat sich । die Großh. Regierung dahin geäußert, daß den Gesuch- I I stellern anheimzustelleu sei, einen leistungsfähigen Privatunternehmer zu veranlassen, sich die Konzession für den Bau und Betrieb dieser Bahn zu erwerben, und um die Gewährung einer staatlichen Beihilfe nachzusuchen; ein Bau dieser Bahn auf Staatskosten sei nicht angezeigt. Der Ausschuß ist derselben Ansicht und beantragt, die Vorstellung für erledigt zu erklären. Der Ausschußantrag wird angenommen. tftte.95 Zweites Blatt WV mb UwgP-l richer MgM ' Mgm Radschi" selbst N#"'' Adolf v. Schlaginweit in Bengalen ermordet. Aufstand in Ostindien. Speke entdeckt den Viktoria Njansasee. Leutnant Hobson findet auf King-Williams- land die das Schicksal Franklins und seiner Gefährten aufklärenden Urkunden. Alexander v. Humboldt f. Livingstone entdeckt den Njassasee. Karl Ritter, bekannter Geograph, in Berlin f Abgang der deutschen Expedition nach Japan. Robert Burke in Australien f (auf dem Rückmärsche von seiner großen Forschungsreise). Frithjof Nansen bei Christiania *. Afrikareisender Beurmann ermordet (geb. 28. Juli 1835 in Potsdam). Burton und Speke lösen zum größten Teil das Rätsel der Nilquellen. Baker entdeckt den Albert-Njansasee. Der deutsche Botaniker Georg Schweinfurth 18481111. 181. — — Erste erfolgreiche Ausgrabungen in Ninive durch Layard. 1846 (bis 1847) John Rae dringt bis zum Boothia-Golf vor und vollendet damit die Entdeckung der amerikanischen Polarküste. 1847 11. 6. Tod John Franklins im hohen Norden. (bis 1850) Die deutschen Missionare Krapf, Rebmann und Ehrhardt gelangen von Mombas bis Nezug-pretO vierteliährlich 2 Mart 20 Psg monatlich 75 Pf-. mit Bringerlohu Bri Postbezug 2 Mark 50 Pfg vierteljährlich Dolitische Wochenschau. Dic Samoafrage ist nunmehr in ruhigeres Fahr- luaff'c eimgelaufen und scheint zu ernsteren Konflikten vor- läufst z leimen Anlaß mehr geben zu wollen. Hoffentlich mack»die. von den drei Mächten entsandte Kommission „reinen Tifo|g* utb strebt geregelte Zustände auf den Inseln an. DemWamd wird hierzu sicher gern die Hand bieten. Zn unserer inneren Politik nehmen natürlich die Par- amrsl-m rhandlungen das Hauptinteresse in Anspruch. Die .10W Sc n al Vorlage hat in erster Lesung das Plenum >cS! pkufsischen Abgeordnetenhauses passiert; ihr sehr un- uchom- Schicksal ruht nun in der Kommission. Im Reichs- tage, Mrbe die Gewerbenovelle in erster Beratung erledigt; da Int für viele Verhältnisse einschneidend wirkt, so war das ttlt!t:itssk für die Verhandlungen recht lebhaft — wenigstens i u Inltpalb des hohen Hauses. 8int deutsche Fürstentochter hat sich der Sohn >.-s t Fürs en der Schwarzen Berge zur Gemahlin erkoren. Dies Sympathien Deutschlands waren von jeher mit dem pflentn Volke und dürften nun noch immer inniger werden. Zli'iifchen Engländern und Chinesen ist es an- läßW brr Besitznahme des erweiterten Gebiets von Kaulung ,ii einem regelrechten Gefecht gekommen. Dies gibt England iuie eiine schöne Gelegenheit, mit Satisfaktionsforderungen ui in chinesische Regierung heranzutreten. )n Spanien haben die Corteswahlen stattgefunden und - wie wir bereits früher vorhergesagt haben — einen voMWibiZen Sieg der jetzigen konservativen Negierung er- tebrn. Nirgends wird so leicht aus schwarz weiß gemacht inbl umgekehrt wie in Spanien. Neuerdings hegt man wiedt tt ernstere Besorgnisse wegen der Karlisten und trifft umffafienk Maßnahmen. Die Sorge wäre vielleicht gerecht- ferteilter, wenn der Präsident energischer aufträte, aber bei sein M jetzigen Verhalten ist die Gefahr wohl nicht groß. flus den Philippinen sind in Washington wieder >ehch lcun ruhigende Nachrichten eingclaufen. Es war voraus- ,useGii, Daß die Philippinos, welche so lange Jahre für die WslhMtelung des spanischen Joches gekämpft haben, mit ein ein riiufachen Wechsel der Herren nicht einverstanden sein romtrlin. Man kann cs den Spaniern wirklich gönnen, daß sic iLlllh «einmal die erfreuten Dritten sind. Die Anwesenheit des Königs Humbert in Sardinien bat t jn 'Sympathiekundgebungen zwischen Italienern und FrLMSsem Anlaß gegeben. Wir haben schon darauf hin- gcniaüitn, daß man sich darob nicht allzu sehr aufzuregen br (Limit, insbesondere da die Kundgebungen nicht weit über oas» bi solchen Gelegenheiten gewohnte Maß hinausge- gan iW sind. Zn Belgien herrscht fortgesetzt Gewitterschwüle; der HuSösfiuid der Arbeiter nimmt große Dimensionen an. Es Einem Gesuch der Heizer, Wagenwärter, Schaffner, Kanzlei-, Kassen- und Stations- diener der Main-Neckarbahn wegen ihrer Gehaltsverhältnisse, wird keine Folge gegeben, ebenso einer Eingabe verschiedener Wittwen um Erhöhung ihrer Wittwengehälter. Der Antrag des Abg. Schmitt auf Einführung einjähriger eventuell zweijähriger Budgctperioden wird einstimmig angenommen. Die Vorlage der Regierung, den Gesetz-Entwurf die Haftpflicht der Gemeinden in Bezug auf nicht bezahlte Arzneirechnungen betr. wird ohne Debatte genehmigt. Die Abgg. Osann und Genossen haben beantragt, eine A e n d e r u n g des I a g d g e s e tz e s vom 19. Juli 1858 herbeizuführen, daß insbesondere den Pächtern von Gemeindejagden gestaltet sei, qualifizierten Personen Jagderlaubms- schcine zu erteilen, wodurch diese berechtigt werden, auch ohne Anwesenheit der betreffenden Jagdpächter die Jagd auf dem betreffenden Gemeindejagdgelände auszuüben. Der Ausschuß und auch die Großh. Regierung kann dem Wunsch des Abg. Osann nur zustimmen. — Ministerialrat Emmer- ling erklärt, daß wenn die Kammer keine weitgehenden Wünsche stelle, an eine redaktionelle Aenderung des Gesetzes herangetreten werden könne. — Dem Abg. Ulrich genügt diese Antwort des Regierungs-Vertreters in keiner Weise. Er hätte gewünscht, daß derselbe in ganz bestimmter Weise die Gesichtspunkte dargelegt hätte, unter welchen eine gründliche Revision des ganzen hessischen Jagdgesetzes stattzufinden habe. Nach den Darlegungen des Antragstellers sei es seiner Ansicht nach unbedingt notwendig, daß eine Revision stattfindet. — Die Abg. Erk und Pitt Han treten ebenfalls für eine Revision des Gesetzes ein. — Staatsminister Rothe bemerkt, die Regierung habe ihre Bereitwilligkeit zu einer Revision zu erkennen gegeben, und sie werde dabei alle Wünsche und Anträge des Hauses in Rücksicht ziehen. Zu dem Antrag sprechen noch die Abgg. Christ, Weidner, Köhler und Schmalbach, welche sich sämtlich für eine Revision des hessischen Jagdgesetzes aussprachen. Derselbe wird hierauf einstimmig angenommen. Nach einer kurzen Pause beantwortet Staatsminister Rothe eine Anfrage des Abg. Köhler-Darmstadt die Einführung des Han d f e r t i g k e i 1 s Unterrichts in den Volksschulen betr. dahin, daß es nicht möglich sei, zur Zeit an die Einführung des Handfertigkeitsunter- | richts in den Volksschulen heranzutreten, da zunächst hierfür 1 die nötigen Mittel und die ausgebildeten und geeigneten Lehrkräfte fehlen. Auch bei einfacher Gestaltung des Unterrichts würden eine ganze Reihe von Neueinrichtungen nötig werden, um diesen Unterricht mit Erfolg einführen zu können. Auch bezüglich der Methoden sind die Meinungen noch stvrk verschieden, und hierüber sei mit größter Vorsicht an die Sache heranzutreten. Die Darmstädter und die Leipziger Methoden hätten so viel Für und Wider, daß man zu einer (bis 1867) Nohlfs Durchquerung Nordwest-Afrikas den Syrien bis zum Golf von Guinea. 1867 5. 7. Karl Johann Andersson, schwedischer Afrikareisender (geb. 1827), Entdecker des Oka- Hiehener Anzeiger Heneral-Anzeiger I84)4(bia 1846) Reise der französischen Missionäre Hue und Gäbet nach Tibet. 184S519.-. 5. John Franklin und Crozier treten ihre so unglücklich verlaufende Nordpolfahrt an stS 1847) Heinrich Barth (geb. 1821 in Hamburg) beginnt aus eigenen Mitteln die Erforschung der afrikanischen und asiatischen Küstenländer des Mittelmeeres. Feuilleton. Das 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herauSgegeben von Friedrick Thieme. (Nackdruck oder Auszug verboten.) Chronologische Uebersicht IV. Länder- und Völkerkunde (Kolonialpolitik). zum Kilimandscharo. Der Australienforscher Ludw. Leichhardt (auf seiner letzten Reise) verschollen. (Mehrere Expeditionen zur Aufklärung seines Schicksals blieben erfolglos.) Die englische Regierung setzt 20,000 Pfd. Sterling und Lady Franklin 3000 Pfd. für Rettung der Ucberlebenden der Franklin- Expedition aus. Entdeckung der lange gesuchten nordwestlichen Durchfahrt durch Robert John Mac Clure. Du Chaillu beginnt seine mehrmals wieder holten Reisen in das Innere von Afrika. Barth erreicht Timbuktu. Der deutsche Afrikareisende Eduard Vogel in Wadai auf Befehl des Sultans ermordet. John Roß, berühmter englischer Nordpolfahrer, f. Dr. Karl Peters, deutscher Afrikaforscher, *. fnWt-xi täfln« mir iLlrohmr btt Üintagl. li '------------ S t« iBt ebener ^eem IHe*ir*tUr n>«ba« t-D Anzeiger wächWUch viermal iflykflt 1861). inen n @abelM ngen unter» z. an unsere erbeten. F »uM# ab!, 40 W J ‘•5s ,N fae*. Giftet Äntmiiri von Anzeigen ju der nachmittag- für dm teigem tag erfcheinenben Nummer bi- vor«. 10 Uhr. oird driugevb Der V« nha 13. April: W' t»»* IÄ * *><»* rt gen Regnr Eottt#/ Wt!stz,G schäft mit*^ erg, Ick W tatiftM j Ufr 13 jßniM lotntntn. Der Vor*- 1857 26. 8. — — 1858 August 1859. 6. 5. 6. 5. 16. 9. 28. 9. 11. 12. 1850 — — 26. 10. 1851 — — 1853 1856 Februar 21. 8. 27. 9. WttagtRt 1870 (bis 1882) 1871 3. 11. 1872 31. 5. 12. 7. 21. 8. Entscheidung bis jetzt noch nicht gelangen konnte. Falls in einzelnen Volksschulen und insbesondere in den oberen Klassen ein Bedürfnis für die Einführung von Handfertig- keitsunterricht vorhanden sei, habe die Großh. Regierung nichts dagegen einzuwenden. — Abg. Köhler-Darmstadt ist mit dem Zweck der Interpellation zufrieden, nachdem sich die Großherzogliche Regierung im allgemeinen für Einführung des Handfertigkeits-Unterrichts ausgesprochen habe. Er wünscht aber, daß auch die Großh. Regierung die Angelegenheit durch Gewährung von Mitteln unterstützen möge, denn es sei sonst unverständlich, daß für die Ausbildung von Lehrkräften Staatsmittel Verwendung finden, ohne daß den Lehrern Gelegenheit geboten sei, ihr Wissen auch zu bethätigen. — Herr Oberschulrat Eis en Hut begründet nochmals eingehend den Standpunkt der Großh. Regierung in dieser Frage und weist auf die Schwierigkeiten hin, diesen Unterricht so kurzer Hand in die Volksschulen einzuführen. Erst wenn die Systemsfragen endgiltig entschieden sei, könne sich die Regierung zu einem Zuschuß entschließen. — Die Abg. Backes und Ulrich treten ebenfalls für die Einführung des Handfertigkeits-Unterrichts in die Volksschulen ein und wünschen, daß die Regierung diese Bestrebungen finanziell stützen soll. Die Frage der Lehrkräfte und Lehrmittel werde sich auch realisieren lassen, wenn man der Unterstützung der Regierung sicher sei. — Damit ist die Interpellation erledigt. Hierauf erledigt die Kammer die Regierungs-Vorlagen Berlin, 21. April. Das Abgeordnetenhaus beriet heute in erster Lesung den Gesetzentwurf betreffend die Kreisärzte und die Gesundheits-Kommission. Die Vorlage wurde an die um sieben Mitglieder zu verstärkende Kommission, welche die Vorlage betreffend die ärztlichen ' Ehrengerichte vorzuberaten hat, verwiesen. Nächste Sitzung Montag. Tagesordnung: Ausführungsgesetze zum Handelsgesetzbuch und zur Grundbuch-Ordnung und ferner das Gesetz betreffend die Gerichtsordnung für Berlin. Berlin, 21. April. Der wegen Landesverrat verhaftete Feldwebel Albrecht vom 129. Infanterie-Regiment, der von Bromberg nach Spandau überführt werden sollte, ist in der vorigen Nacht auf dem Bahn-Transport entwichen und bisher nicht wieder ergriffen worden. Berlin, 21. April. Der Erbprinz Danilo von Montenegro ist in Neu-Strelitz zum Besuche seiner Braut, der Herzogin Jutta, angekommen. Berlin, 21. April. Heute vormittag sind der Herzog von Koburg und der Herzog von Connaught zum Besuche des Kaisers auf der Wartburg eingetroffen. Berlin, 21. April. Zu den Plänen von Cecil Rhodes schreibt man der „T. R.": Trotz aller Widerlegungen dauern die Mitteilungen aus England über die Unterstützung der Rhodes-Eisenbahn durch Deutschland fort. Neuerdings weiß ein Londoner Börsenblatt noch zu melden, es fänden nun Unterhandlungen in Berlin zwischen den an der Rhodesbahn interessierten Finanzgruppen und der Kolonial-Abteilung des Auswärtigen Amtes statt. Auch diese Mitteilung ist nicht besser begründet, als die früheren: Die Kolonial-Abteilung hat bisher mit dem Plane der transkontinentalen Eisenbahn noch nichts zu thun gehabt und wird wohl auch nicht eher damit befaßt werden, als bis Cecil Rhodes sich mit den , betreffenden deutschen Bankhäusern verständigt hat. Die , Verhandlungen sind aber ins Stocken geraten, da sich Cecil i Rhodes nicht zu der verlangten Garantiesumme verstanden ' . Es hängt ganz von Rhodes selbst ab, ob und wann die Beratungen von neuem ausgenommen werden sollen. 6 . Erstattung des 6 2Ersatzwahl aursc Schluffe bei K k Mlchaffung mü Bilanz erteilende' i 4 Btiüilung der ■ I 5. Einschluß von f 1 6 Anhörung de» j bei der G< v../« Geschäft Wwn, und mt ' M'monteilt btt M en Haben. Netzen, ben Sie verehrliä Grim eingettagei tscrben hierdurch ji im Saale tyräMtn U nta I$dr ergebest ringe Wett. ' Li- W obiger S rtnfen mit 626 Mk. i «Mische Famlir c .1 Mi L Ws u Men.bm A M sUiMen .Mrno der dMvk Bewerber w belohn« bis M gießen, der Sr Vermischtes. * Postämter auf Rädern. Eine eigenartige, gänzlich neue Posteinrichtung ist kurz nach Ostern in Wcstminn im nordamerikanischen Staate Maryland feierlichst c,n5trofä worden und sofort in Funktion getreten. Es handel! b um einen von Ort zu Ort fahrenden Wagen in Form et geräumigen Omnibus, dessen eine Breitseite einem regelrccy Postschalter gleicht, hinter dem der sogenannte „Pottmai genau dieselben Pflichten zu erfüllen hat, wie feine nt seßhaften Kollegen in den „stehenden" Postämtern. Er kauft Marken, nimmt Packete, Geldsendungen und ei z schreibende Briefe zur Beförderung an, teilt Journale, -o und Packete aus und läßt durch seinen Gehilfen a e Wege liegenden Postkasten leeren. Während jeder ) täglichen Fahrten, die früh 7 Uhr beginnen und 9 91 5 Uhr Nachmittags ihr Ende erreichen, legt das reu Postbureau einige 30 englische Meilen der W^eiten. . die abgelegensten Ortschaften führende Landwege zr Das Projekt rührt von einem Einwohner Westminsters o der von der Regierung auch gleich als erster fay Postmaster angestellt wurde. JK. Ä'iswl'« L r R- . 2 t »«SmCtfen 1 tlltt1 । tes«« Gl. [ ÄNHc ■ VSs der Lokales und Provinzielles. Gießen, den 22. Aprils _ , " ?n Amerika verstorbene Hessen. In San Franc- . Cal., Wilhelm Gimbel, 41 Jahre alt, aus Lano.tz->. ~ In South Bedn, Jnd., Henry Speth, 53 ) " alt, aus Darmstadt. — In Chillicothe, O Anna Marg. Krick, 79 Jahre alt, aus fiampertbeim “ In Springfield, O., Georg Krämer, 69 aus Reichelsheim. — In Buffalo, N.-Y. Walter, 79Jahre alt, aus Daubringen. — In Ynbim polis Jnd., H. I. Barth, 78 Jahre alt, aus fr Brombach. — In Marietta, O., Heinrich Schm- 75 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. — In Masrnui: Jll., Frau Altvater, geb. Dillenmuth, 84 Jabrc ' aus Hainchen. - In New York Witwe Hinslage, geb. Haupt, 77 Jahre alt, aus Plarna ' Ju Hanover, York Co., Pa., Frau Katharina Foimc geb. Schneider, 68 Jahre alt, aus Flonheim. + Vom Lande, 21. April. Nicht bloß in der wirtschaft wird über den sich immer mehr fühlbar mfyr.br Mangel an den nötigen Arbeitern gella§t, L.l die verschiedenen industriellen Unternehmungen und 8ttru auf dem Lande könnten durchweg weit mehr Leute btifyi tigen, als dies jetzt der Fall ist. Sowohl von der ihr waltung der Brauneisenstein-Bergwerk-Gewerkschaft „MV- Zu Nieder-Ohmen, als auch von derjenigen der Bauxidwer' in den nördlich von Glünberg gelegenen Gemarkurz werden fortwährend Arbeiter gegen hohen Lohn gefufy Auch in den wenigen auf dem Lande befindlichen Fabnii- herrscht fast immer Mangel an Arbeitskräften. O Grimberg, 21. April. Zum besten der Kassel hiesigen „Verkehrsvereins", welcher sich die Berschönerui. der Stadt und ihrer Umgebung zur Aufgabe macht, fink nächsten Sonntag ein vom Musikverein ausgefuhm; Konzert in der Turnhalle statt. Abends wird em tyeatcc fiück aufgeführt und ein Tanzvergnügen bildet den Beschluß der Veranstaltung, welche voraussichtlich sehr zahlreich besuch' werden dürfte. Hungen, 21. April. Zur Warnung diene Kontroll pflichtigen folgender Vorfall: Bei der Versammlung' am 19. d. M dahier hat sich der Maurer I. Diehl dc: Villingen in ungebührlicher Weise dem Hauptmanne gegtr über benommen, war auch in betrunkenem Zustande v.: Versammlung erschienen. Der Hauptmann ließ Diehl i: fort in Haft führen, und eine empfindliche militärische fc steht demselben bevor. Diehl war Gefreiter und noch nt bestraft, sodaß dieser Fall um so bedauerlicher ist. „Landpost" Darmstadt. 21. April. Finanzminister Küchlet n: gestern hierher zurückgekehrt und nimmt seine bitni*. Funktionen wieder auf. Karl Riesels Reisebureau in Berlin. Unter ben l'inhejt - veranstaltet anfang Mai eine hochinteressante billig EM fahrt nach Italien mit Besuch von Rom und Neapel Außerdem sind projektiert zu Pfingsten kleinere Reifen nach Ober-Italien, am 8. Juni eine 32 tägige Nord land ja kn nach dem Nordkap, sowie billige 14 tägige Extrafahrten nach Norwegen und Schweden in den Sommermonaten Ium. Juli und August. Genanntes Bureau verpflegt auf allen seinen Reisen, was sonst im allgemeinen nicht üblich t|L auch während der Eisenbahnfahrt, und jeder Teilnehmer erhält ein besonderes Zimmer. Programm gratis un franko. ' wirb b'ri^tet, ein Führer der Ultramontanen habe tu ein Bündnis mit den Karlisten ausgesprochen I? „Conde Venadito" hat Bilbao verlaffen, um an ben Küsten zu kreuzen und die Landung von Waffen bindern. Der Minister des Innern erklärte de^^ ' fahre fort, Vorsichtsmaßregeln zu treffen, um verhäng' Ueberraschungen zu vermeiden. Englische r": veröffentlichen Depeschen aus Havanna, nach karlistische General Mirabed in Begleitung Onn ? jungen Leuten, die von Don Carlos zu Offizieren ' worden seien, sich von Havanna nach Frankreich ein^'5- habe. Mirabed fei, so fügen die Depeschen hinzu T V sitze von Geldmitteln, die von kubanischen Karlisten Saloniki, 21. April. Die Albanesen-Chefs schlossen, in Ipek ein starkes Waffen-Depol , ' richten und die Reservisten dieses Bezirks auf ihr, » auszurüsten. wegen Kreditübertragungen aus vorderen Finanzperioden in diejenige für 1897/1900, Abtretung einer Teilparzelle in der Gemarkung Gießen, Erbauung eines Kreisamtsgebäudes zu Bingen und die Erbauung einer Brücke über die Nidda bei Groß-Karben nach den Anträgen des Ausschusses. — Ebenso wird der Antrag des Abg. Schönfeld die Fachprüfungen für Kreisamtsgehilfen und die Salarierung des kreisamtlichen Personals, der Antrag des Abg. Weith die Gemeindesteuern der Pfarrbesoldungsgüter, sowie des I hat. Abg. S ch rneel und Genoffen Aufhebung des Art. 266 I L'_ _________o... ......... cru Afrikas. I Behörde ein der zweiten Landessprache kundiger Beamter 11 8< Die Afrikareisende Alexandrine Zinne wird angestellt werden. In dem vorwiegend deutschen Gürtel von ihren Begleitern ermordet (17. Oktober I soll grundsätzlich in deutscher Sprache verhandelt werden, -o s I doch wird von einer größeren Anzahl von Beamten die ULorbenskjold entdeckt die drei größten be- Kenntnis der tschechischen Sprache gefordert werden. In kannten Meteoriten (500, 200 und dem gemischtsprachigen Gürtel soll es zulässig sein, in jeder w Gentner schwer) an der Südseite der der beiden Landessprachen zu verhandeln. Unter diese r c ' ~Klasse würde auch die Landeshauptstadt Prag fallen. — ; grabungeu Schliemanns in Ilion. I Widerstand wird die Vorlage sicher bei den beiden nationalen (ötaniety langt in Udschidschi an, wo er I Parteien finden, und zwar bei ben Tschechen weil, bei den i °nC -l I Deutschen obgleich sie bie Aufhebung ber berüchtigten Gerstacker, ber berühmte Reisende und I Sprachenverordnungen vorsieht. Linz, 21. April. Das hiesige Volksblatt meldet aus be5 osterrelchlichen Nordpol- Rom, daß auf dem nächsten Konsistorium ein österreichi- Expedition unter Pacher und Weyprecht. scher Erzbischof zum Kardinal ernannt werden soll. c? c Weyprecht entdecken Kaiser- I Madrid, 20. April. Verschiedene Meldungen scheinen Franz-Josephslanb. | fortgesetzt zu bestätigen, daß karlistische Putsche nicht ((£>0)1116 folgt.) | außerhalb des Bereiches der Möglichkeit liegen. Aus Sevilla | SMischer Arbeitsnachweis Gießen übernimmt in die Buchbinderei von 3889 und solche, bei denen die Nutzniessung dritten Personen zusteht. 8442 15 rabmonumente-Geschäft Das F. 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Die verehelichen Mitglieder der Gewerbebank $u Gießen eingetragene Genosienschaft mit unbeschränkter Haftpflicht werden hierdurch zu der Montag den 24. April 1899, abends 81/, Uhr, im Saale des Hotel Einhorn dahier abzpWlel.den 46. ordeitllilhk« ^rnttaletifammlung iM/i.ergelbenst eingeladen. TageS-Ordunug: 1 c Beftattiunei des Geschäftsberichtes pro 1898. 2. igM-vahl ausfcheidender Mitglieder des Aufsichtsrats. (Siehe am Schluffe des der Nummer 89 d. Bl. beigelegenen Geschäftsberichtes). 3 ; Mbußfaffuna über die Genehmigung der 1898er Jahres-Rechnung :mit Bilanz, sowie über die dem Vorstande und Aufsichtsrat zu «erteilende Decharge. 4. ! ßdtillung des Reingewinnes aus 1898. 5. ; Wschluß von Mitgliedern. 6 4 Mörung des Berichts des Verbands-Revisors über die am 1. Mai 1898 bei der Gewerbebank zu Gießen, e. G. m. u. H., vollzogene Revision. Den Geschäftsbericht für das Jahr 1898 hat der Nummer 89 d. Bl. beiageLae», und muß es heißen, was darin nicht ausgedrückt ist, daß die GesMsunteile der Mitglieder am 31. Dezember 1897 Mk. 272,085 be- trag;« haben. Hießen, den 15. April 1899. Einen tnOgen Gesellen sucht für dauernde Beschäftigung bei gutem Lohn Philipp Kreiling, Schmied, 01444 Heuchelheim^ Wagnergeselle« und einen Lehrling sucht *164 H. Mühlich, Tammstraße. Tüchtige Weißdiuder n. Handlanger gegen hohen Lohn gesucht. 3427 ve.Wa,..r, fertige Soppen berzneteUeo; - 50 .erechiedene Sorten, wie: Erbe, Knie, Gereten, T.piok.-, Jnlienne-, r'i«, * — DlePBe«teal — zö h«beo ■" DeUk.te.e- und Kolonialware.-Oeeohäften.__________________________________________________ ___ Junge Leute gesucht. 01402 A. Habenicht, Wiesenstr. 4. Braves Hausvürschchen gegen guten Lohn gesucht. 3229 Bahnhofstraße Ecke, Wolkengasie 27. Braver Junge sofort gesucht. 8280 MH. Corpshans Tenlonia. 3420] Ein Lehrling oder Handlanger sofort gesucht. Sl. Wagner, Marburgerstraße 22. 01349] Einen Lehrlingsucht Ed. Trant- mann, Kupferschmied, Ttefenweg 16. Ein Lehrling gesucht. Z B. Wolf, Glasermeister, Babnhofstr. 32 Gin braver Junge als Lehrling gesucht. 1867 Schmitt, Glaser, Kanzleiberg. 2003] Spengler» und JnstallationS» lehrling unter günstigen Bedingungen ge- sucht. R. Rödiger, Wallthorstraße 43 Garteuftrabe 2. . Arbeitnehmer: 2 Buchbinder, 1 Kutscher, 1 Magazin« artral."f‘u' r^t 1 öa^älterin. . SaftMtau. 1 Sontonft, 1 Schreib. ' « Äfende"»« nrbritgrbrr r 2—3 Stfenbteber, 2 tüdbt. Rufer, 2 Tope- x---- \8i?3Äe. nnh ÄnfÄ'e Tffiaaner2 eÄÄ’ 10 fflau. auch Testamente, Hypotheken und dergleichen Dokumente, sowieI sofort gesucht. " A. -äbenicht, 62l$audL?C^rgÄ97r®dr^rU\ X.enfUnd^en -----Vormund3Chafts.. Pflegschafts- und gesperrte De^ " und solche, hei denen die Nutzniessung dritten Personen zust^t I kontrolliert die "V 5 ’ , , •„ nrlarlijyt fArnAr nach AulTSlhtigrr Sdjrtintrgtftllt „. zugsrechte, Einzahlungen u. dergl, sie erledigt fenier nach Auftragi -sucht, 2982 aut ständigen Ueberwachung de« Freibades stll der i.ahn I al|e mit ((er Verwaltung verbundenen Geschäfte, wie An- und I Wilh. W-ig-l, Löberftraß- s. Uiftbibib bet kommenden Badezeit wird ein de» Schwimmen« kundiger, I Verkauf und Beleihung von Wertpapieren etc. etc., so dass der tinhaliicnhlAV zuoeallßiger Wächter gesucht. k , , „n(nr„xlcJ Deponent alle Vorteile einer regelmässigen Bankverbindung gg IHODclUbLlliei, auerbet wollen ihre Meldungen mit Angabe de» beanspruchten mihrrr. Bildhauer u. Polterer ZaMlohtu bl« rum 1. k. MIS. bei der unterzeichneten Stelle einreichen. » Checkhefte und Reise-Kreditbriefe stehen den Deponenten zur füt d-ll-r- MSbelarbelten eau- Si«ßen, den 22. April 1899. Verfügung. . , , p t über. 35 bis 45 Ptg. 3*10 WW*S*< 3«, k ”■ ’ “6 Ziegenhorn & Jucker, ' Das Reglement wird kostenfrei verabfolgt. 3448 Erfurt. Lenz'scher Aetsenkelker. des ' kr» Anfang ll^Uhr nachmittags. Reste! Infolge des Ausverkauf# haben sich eine Menge xcePsior 3388 1977 In Vflasteraröeiten empfiehlt sich 01454 01439 Ehr. Saubach I öocococqoo iitt >it Red Starline AlMotlje AJ Stern Linie urt a. M. 3258 ■ Ung. Sold-Rente Antwerpen^ 1887 nach (012 ’ooja (Graupe) isgtä** I l*4ße f11 b Neu, die Knr,rr. ic erbeten. Offerten unter Frankstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99 oo Frkf. Hyp Cred.L. unk. b. 1906 97.80 unk. b. 1907 101.80 dto. Deutsche Srdsch. B. unk. b. 1904 101.50 Geldsorterrr »rief 2J3.W Dannst. Bk.-Lctien Rebahion: L. 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