äsen et Zucktt, Tonnagen u(i ahl. "Verkäufer. 3n «» Hausfrau st & Co.’s ulileto en Süssstoff / d Zuck I nigf arnis). Kaffee, Thee, W - Glülmio, ^srmb i v. ,ts lene (liehen Handlungen. Ito ladiW M if Wien 1 ZoafjiT etften W rSvt a r Fr*ekfort tretet: iesjB , Dl> OD" Stift# md H‘!' oiletteartckel «■ 1809 )ir. 70 Erstes Blatt. Donnerstag dm 2Z. März Gießener Anzeiger General-Anzeiger Anrts- und Anzeigeblntt fiw den Tiveis Gieszen gtejMflsprrt* viertkljährlich 2 Mark 20 Pf^ monatlich 75 Pf^ mit Bringrrloh». Alle Anzeigen.BermittlmlgSstellen btl In- unb Äu»1 anbei nehmen Anzeigen für den Lietzener Anzeiger tntgegau Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. scheint ttgNch ,tl Ausnahme bei Montagi. Die Lietzener ,e*tti<*iC6Uer brtben bem Anzeiger Sdchenttich viermal beigelegt. Ivnatzme bau Anzeigen zu ber nachmittag» für ben filgtebat Lag ericheinenben Nummer bi» vorm. 10 Uhr. I »ebaktion, Lxpebiiion unb Druckerei-. Schmlstratze Ar. 7. ———■ । ■ ■■ ■ - -l-MU -----' Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Ldrefle für Depeschen: Anzeiger -letze». Fernsprecher Nr. 51. 62533 Mk. Berlin, 21. März. Die Morgenblätter melden auS Koburg: Gestern erfolgte mit stiller kirchlicher Feier die Ueberführung desSarges des Herzo gs Ernst II. aus der Kapelle des Mausoleums in die Gruft. Berlin,21. März. Das Herrenhaus erledigte heute zunächst den Bericht der Verwaltung der Berg-, Hütte»- und Salinen-Werke durch Kenntnisnahme. Bei der Petltro« des Vorsitzenden des Chemnitzer Vereins der Textil-Jndustrre um billigere Frachtbestimmungen in den mitteldeutsche» der Süd- im Monat Mk. (gegen Deutsches Keich. Darmstadt, 21. März. Die Einnahmen deutschen Eisenbahn-Gesellschaft Februar betrugen: Personenverkehr 212165 160 866 Mk. im Monat Februar 1898); Güterverkehr 63967 Mk. (gegen 50020 Mk.); Nebeneinnahmen 2498 Mk. (gegen 1211 Mk.), mithin Gesamteinnahmen 278630 Mk. (gegen 216097 Mk.) oder mehr gegen das Vorjahr Präsident Graf Bal le st rem bemerkt, er nehme an,, es seien nur objettive Verdächtigungen gemeint gewesen. (Unruhe bei den Soz.). Damit schließt diese Debatte. Beim Etat der Marine weist Staatssekretär Tirpitz hin auf die seit der zweiten Lesung vom Kaiser angeordnete Aenderung in der Organisation des Oberkommandos. Das Motiv sei zu suchen in den Verhältnisse» der Marine im Kriege. Der Einfluß der OrgamsattonS- änderungen auf den Etat werde in einem Nachtragsetat zum Ausdruck kommen. Abg. Richter (frs. Vp.) hält es in Bezug auf die etatsrechtliche Frage nicht für richtig, den vorliegenden Etat zu bewilligen, denn das Haus sei doch nicht ganz unbefangen, nachdem die Organisationsänderung durch Kabinettsordre bereits vollzogen sei. m , Abg. v. Kardorff (Rp.) hält dieses Bedenken für hinfällig und das budgetaire Recht des Reichstags gewahrt, nachdem vom Staatssekretär erklärt sei, daß bis zu erfolgter Bewilligung des Nachtragsetats die Regierung kein Geld für die geänderte Organisation auszugeben gedenke. Der Marineetat wird genehmigt. Beim Etat des Reichsschatzamts entsteht eine kurze Debatte Uber die namentlich von der Postverwaltung erhobene Einrede der Verjährung gegen sonst berechtigte Gehaltsansprüche. . Beim Etat der Zölle und Verbrauchssteuern werde» auf Antrag der Grafen Schwerin-Löwitz die von ihm bezw. den Abg. P a a s ch e und R o e s i ck e beantragten beiden Resolutionen, betr. Zollvergütungen auf Mehl, sowie betr. Bier-Surrogate-Verbot einer besonderen Kommission über- i wiesen. Beim Postetat gibt Staatssekretär von PodbielSkr der Hoffnung Ausdruck, die Personalreform mit dem nächste» Etatsjahr in die Wege leiten zu können. Abg. Singer (Soz.) sucht an Beispielen festzunageln, daß in der Postverwaltung „fortgewurstelt" werde in der Maßregelung von Beamten. Der Herr Staatssekretär sei ein Despot. Vizepräsident v. Fr ege bezeichnet diesen Ausdruck als unparlamentarisch (Abg. Singer ruft: Aber wahr ist er!) Staatssekretär v. Podbielski bemerkt, er wurstle nicht, sondern er handele (Heiterk.), und zwar nach einem festen Prinzip. Sein Bestreben sei volle Gerechtigkeit gegenüber den Beamten. Abg. Singer (Soz.) bezeichnet das Verfahren des Staatssekretärs als Terrorismus. Vicepräsident v. Fr ege erklärt, diesen Ausdruck nicht I zulassen zu können. Abg. Singer fortfahrend: Der Staatssekretär gestatte ja nicht einmal, daß seine Beamten gegen einen ent* I lassenen Kollegen wohlthätig seien. Nach einer kurzen Erwiderung des Staatssekretärs v. Podbielski wird der Rest des Etats genehmigt, deS- I gleichen das Elatsgesetz. , . Bon den noch vorliegenden Resolutionen wird btejentgt des Prinzen Carolath betr. das Göthedenkmal bis nach I Ostern zurückgestellt, die des Abg. Müller-Sagan wegen Maßregelung der Postbeamten wird abgelehnt, die Basser- mann'sche, gegen die Einrede der Verjährung gerichtet, wird- I angenommen. I Nächste Sitzung: 11. April, 2 Uhr. Tagesordnung: Flaggenrechtsgesetz, Wahlprüfungen, Petitionen. Schluß 51/, Uhr. Gießen, den 20. März 1899. Netr.: Das Behüten der Wiesen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen ts Nie «rosth. Bürgermeister eie« des Streift*. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß das Behüten der Wiesen nach der Wiesenpolizeiordnung für den Kreis Gichen vom 1. April an untersagt ist. Sie wollen die Schäfer hierauf aufmerksam machen und die Feldschutzen firciqftenS anweisen, etwaige Uebertretungen zur Anzeige zu bringen. Die Gendarmerie ist gleichfalls angewiesen, bei iük'iderhandlungen gegen dieses Gebot Anzeige zu erheben. I. V.: vr. Wagner. Gang anderweiter Verhandlungen. Unsere Hoheitsrechte und | nnsere Interessen seien in jeder Richtung gewahrt. Die I transafrikanische Gesellschaft erhalte durch das Abkommen I die Erlaubnis, die Linie auf ihre Kosten durch deutsches I Gebiet zu legen. Der Bau müsse spätestens in 5 Jahren I beendet sein. Die Gesellschaft sei verpflichtet, einen weiteren Draht zwischen beiden der deutschen Grenze am nächsten I gelegenen Stationen von Rhodesia einerseits und Britisch- I Ostafrika andererseits auf ihre Kosten anzichringen, welcher Draht für den Telegraphenverkehr mit Deutsch-Ostafrika I bestimmt sei und Eigentum Deutschlands werde. Die Unter- I Haltungskosten für diesen Draht übernehme die deutsche Regierung, auch sei dieselbe befugt, zu gleichem Zwecke noch I weitere Drähte auf ihre Kosten anzubringen. Im übrigen erfolge die Unterhaltung seitens Deutschlands auf Kosten der Gesellschaft. Deutschland behalte sich vor, als ausschließliches Recht, Telegraphenstationen zu errichten und zu betreiben. Nach 40 Jahren könne Deutschland die Linie unentgeltlich übernehmen, lieber die Durchführung der geplanten transafrikanischen Südnordbahn durch unser Terri- I torium hätten nur vertrauliche Vorbesprechungen stattgefunden, die noch zu keiner Entscheidung und Entschließung geführt hätten. Selbstverständlich aber würde Deutschland I auch da nur solchen Vorschlägen zustimmen, bei denen seine Rechte gewahrt seien und seine Jnteresien nicht zu kurz kämen. (Bravos.) Zu dem Etat der Schutzgebiete liegt der Antrag Lieber betr. Gewährung einer Entschädigung der Gebrüder Denhardt für deren Verluste in Witu vor. Abg. Lieber (Centr.) begründet seinen Antrag. Direktor der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts von Buchka bemerkt, wenn auch keine Rechtsansprüche, so sprächen doch für die Herren Denhardt erhebliche Billigkeitsrücksichten. Er, Redner, werde alles thun; aber er sei außerstande, ein Resultat von heute auf morgen herbeizu- | führen. Die Herren, welche für die Gebrüder Denhardt ' eintreten, sollten darauf hinwirken, daß sie ihre Ansprüche nicht zu hoch spannten; ein allzu straff gespannter Bogen reiße leicht. Abg. Graf Oriola (nl.) meint, das deutsche Reich habe eine moralische Verpflichtung, den Gebrüdern Denhardt ! gegenüber. Die Bereitwilligkeit des Kolonialdirektors sei ein schwacher Trost. Mindestens sollten den Herren Den- Hardt zunächst Vorschüsse gegeben werden. Nach weiterer kurzer Debatte wird der Antrag Lieber einsttmmig angenommen. ML Auf eine diesbezügliche Anfrage giebt Direktor von B uchk a die Erklärung ab, daß die Neu-Guineagesellschaft dem Vertrage mit dem Reich in der Fassung, wie ihn der Reichstag bei der zweiten Lesung beschlossen habe, also mit der Abänderung bei § 7, zugestimmt habe. Zum Et^at des Reichsamts des Innern liegt ein Antrag Graf Bern stör ff-Uelzen vor, betr. Einstellung einer geeigneten forstlichen Kraft in das Statistische Amt behufs Ausdehnung der forstlichen Statistik und Durchführung des Programms vom 9. August 1874. Derselbe I wird nach kurzer Debatte angenommen. Beim Militär-Etat kommt Abg. Bebel (Soz.) auf den Fall des Reservisten Briese zurück, der bestraft | wurde weil er vor Gericht bekannte, daß er „in Civil Sozialdemokrat" sei. Weiter berührt Redner noch das Spielen von Ofsizieren in den Klubs und macht Andeut- unaen über Beteiligung hochgestellter Personen, eine aus dem Hofhalt des Kaisers, ferner ein Mitglied des Herrenhauses, das früher Landrat war. Minister v. Goßler entgegnet, wenn der Vorredner die nötigen Unterlagen für seine Beschuldigungen beibringe, wolle er den Kaiser bitten, eine Untersuchung einzuleiten. Betreff des Briese habe er die zuständige Stelle um eine weitere Nachricht ersucht, aber dieselbe noch nicht erhalten. Abg Baron de Schmidt (Els.) bringt lokale Be- I schwerden aus dem Elsaß vor. . Abg Bebel (Soz.) bemerkt dem Minister tn der Svielaffaire, das Berliner Tageblatt habe ja zuerst bezüg- I jjche Mitteilungen gebracht. Weshalb sei da nicht gleich vom Minister eingeschritten worden? . . I Minister v. Goßler entgegnet, im Tageblatt fei fein Name genannt gewesen. Außerdem schwebe ja in dieser Sache eine Untersuchung. Der Vorredner habe keine That- sachen vorgebracht, und auf bloße Verdächtigungen könne I px nichts geben. , Abg Bebel (Soz.) verwahrt sich gegen den Ausdruck Verdächtigung. Wenn er dem Minister Namen nennen wollte, würde er geradezu erstaunen. Tm erfahrungsgemäß beim Quar- XB talwechsel eintretende Störungen im Bezug zu vermeiden, ersuchen wir unsere verehrt. Abonnenten, schon jetzt die Erneuerung ihres Abonnements bei den betreffenden Postanstalten, Zweigstellen und Zeitungsträgern bewirken zu wollen. Verlag des Gießener Anzeigers. Amtlicher Heil. Gießen, den 20. März 1899. betreffend: Die Beitreibung der Gemeindeeinkünfte. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen tu di« Grohh. Bürgermeisterei«» drr Land- gemeinden des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 1, Februar 1899 (Gießener Anzeiger Nr. 31) noch nicht intsiprochen haben, werden an deren Erledigung binnen drei lagen erinnert. I. D.: Dr. Wagner.__ " Gießen, 20. März 1899. Setr - Biblische Geschichten für die Unterstufen in den evangel. Schulen des Großherzogtums. Die Sroßh. Kreis-Schulcommission Gießen att die Schulvorstände des Kreises. Auf Grund des von Seiten evangelischer Religions- >er, namentlich an städtischen Schulen, geäußerten Lüsches, daß die für die Unterstufe bestimmten Erzählungen h der allgemein eingeführten biblischen Geschichte für die wMgelischen Schulen des Großherzogtums besonders ab- zkdruckt und so den Kindern der unteren Altersklassen tn sie Hand gegeben werden möchten, hat Großherzogl. Ober- birfsistorium die Herausgabe einer derartigen kleinen biblischen Hesichichte veranlaßt. Dieselbe ist im Verlage von Buch- süiudler Waitz in Darmstadt erschienen und beträgt ihr Lrsis (gebunden) 45 Pfg. . Wir empfehlen Ihnen die Anschaffung dieses Buchlems. I. V.: Dr. Wagner._______________ ' Deutscher Reichstag. 61. Sitzung vom 21. März. 11 Uhr. Präsident Graf Ballestrem erbittet und erhält die Mdbtiaunq, dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe zu der Vollendung des 80. Lebensjahres am 31. März die Glück- »Lmsche des Hauses darzubringen. Tages-Ordnung: Dritte Lesung des Etats. Beim Etat des Auswärtigen Amtes bestätigt auf eine Mage des Abg. Richter (frs. vp.) Staatssekretär von Nilow, daß über die Legung eines Telegraphen durch iW deutsch-ostafrikanische Gebiet von Süden nach Norden ra Anschluß an die südafrikanische Linie mit Herrn Cec,l Phoodes ein Abkommen getroffen worden sei. Inkrafttreten iM Veröffentlichung desselben hänge ab von dem ferneren Jndustriebezirken wird beschlossen, die GeschLstsordnungS- Kommission zu beauftragen, die Frage zu entscheiden, ob und in welcher Weise Petitionen von Nichtpreußen im Herreuhause zu behandeln seien. Ein Antrag Below-Saleke betreffend Beaufsichtigung der schulentlassenen Jugend bis zu 18 Jahren, mit einem Zusatz Graf Hausdorf, werden nach kurzer Debatte an eine Kommission von 15 Mitgliedern verwiesen. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Berlin, 21. März. Zur letzten Krisis. In der Presse werden der König von Sachsen, der Regent von Bayern und der Herzog von Meiningen als diejenigen deutschen Fürsten namhaft gemacht, die beim Kaiser gegen eine Auflösung des Reichstags wegen der Militärvorlage vorstellig geworden waren. Aus der Fassung dieser Nachricht, wie aus den Betrachtungen der Presse über die Zweckmäßigkeit einer Reichstagsauflösüng kann der unkundige Leser den Eindruck gewinnen, als ob der Kaiser die Auflösung des Reichstages zu verfügen hätte. Es erscheint daher der Hiuweis auf den einschlägigen Artikel der Reichsverfassung, welcher durch das Gesetz vom 19. März 1888 über die Verlängerung der Legislaturperiode modifiziert ist, am Platze. Artikel 24 besagt danach: „Die Legislaturperiode des Reichstages dauert 5 Jahre. Zur Auflösung des Reichstages während derselben ist ein Beschluß des Bundesrats unter Zustimmung des Kaisers erforderlich." — Aus dem Vorstehenden ergiebt sich, daß der Kaiser allein den Reichstag nicht auflösen kann, sondern der Zustimmung des Bundesrats zu diesem Schritte bedarf. Ob gegenwärtig ein solcher Beschluß des Bundesrats ohne allzu schroffe Majorisierung hätte herbeigeführt werden können, erscheint trotz aller Nachgiebigkeit, die der Bundesrat in dem lippischen Handel bewiesen hat, nicht als absolut feststehend. — Herzog Ernst Günth er zur Kanalfrage. Die Mitteilung, der Herzog Ernst Günther zu Schleswig- Holstein habe sich gegen den Mittellandkanal in einer Sitzung der Schlesischen Landwirtschaftskammer ausgesprochen, soll nach der „Post" nur teilweise richtig sein. Der Herzog verlangte Kompensationen für Schlesien wegen der zu Ungunsten der schlesischen Industrie zu erwartenden Verschiebungen, bewies jedoch auf Grund statistischen Materials, daß die sonstigen Gefahren von schlesischer Seite vielfach überschätzt würden. — Zur Kritik der Kanalvorlage bringt die amtliche „Berl. Korr." einen längeren Artikel, der sich bemüht, die Einwürfe zu widerlegen, die von verschiedenen Jnteressentengruppen gegen den geplanten Kanalbau geltend gemacht werden. Es heißt da z. B.: Manche aus lokalen Wünschen und Befürchtungen hervorgegangene Einwände können indessen schon jetzt als zu weitgehend bezeichnet werden. So z. B. ist die Besorgnis der Hamburger Handelskammer, daß die außerdeutschen Rheinhäfen, also etwa Rotterdam, durch den Kanal von Dortmund nach dem Rhein besonders große Vorteile gegenüber den deutschen Elbhäfen genießen würden, wenig gerechtfertigt. Denn für die außerdeutschen Rheinhäfen steht der Rhein schon jetzt zur Verfügung; zum Zwecke der Verhinderung einer Bevorzugung derselben durch den Dortmund-Rheinkanal soll aber auf diesem die doppelte Kanalfracht erhoben werden. Umgekehrt hat Hamburg durch den Mittellandkanal erhebliche Vorteile zu erwarten, da die Elbe, für deren Schiffahrtsinteressen schon viel geschehen ist, das natürliche Bindeglied zwischen dem Kanal und Hamburg bildet. Auch die Befürchtungen der Oppelner Handelskammer, daß die schlesische Holzindustrie und Forstwirtschaft durch den Mittellandkanal schwer geschädigt werden würden, sind mindestens stark übertrieben, da gerade diese schlesischen Erwerbszweige durch den neuen Wasserweg in Verbindung mit der Oder auch sehr wesentliche Vorteile genießen würden, indem insbesondere Grubenhölzer aus Schlesien direkt zu Wasser bis ins Ruhrkohlenrevier geliefert werden könnten. Indem sodann die eingehende Erörterung der Beschwerden einzelner Jnteressentengruppen noch Vorbehalten wird, werden einige Fragen allgemeiner Natur einer Betrachtung unterzogen, so z. B. die Höhe der Baukosten. Die Gegner der Vorlage meinen u. a., man solle statt der 261Millionen für denKanalbau lieber 20—30Millionen für Ermäßigung der Eisenbahntarife aufwenden. Darauf wird u. a. erwidert: Die Baukosten des Kanals verteilen sich auf zehn Jahre, betragen also für diesen Zeitraum 26,1 Millionen jährlich, kommen mithin in ihrer Ziffer einer jährlichen Aufwendung von 20 bis 30 Millionen für Tarifermäßigung ungefähr gleich. Die Kosten der Tarifermäßigung sind aber gleichwohl schon deshalb die ungleich höheren, weil sie doch auf absehbare Zeit weiter zu tragen sind, während die Baukosten des Kanals im Betrage von durchschnittlich 26,1 Millionen jährlich nur für einen Zeitraum von zehn Jahren in Frage kommen. Ueberhaupt aber ist die Anschauung unhaltbar, daß es sich bei den Kosten des Kanals um eine etwa aus der Steuerkraft des Volkes zu machende Aufwendung Handels. Der Kanal wird ein werbendes Verwögen darstellen, dessen angemessene Verzinsung nach sorgfältig aufgestellten Berechnungen außer Zweifel steht. Die Aufwendungen für Tarifermäßigungen hingegen werden aller Wahrscheinlichkeit nach in einem, durch steuerliche Mehrleistung oder durch Verringerung der Staatsausgaben auszugleichenden Ausfall der Staatseinnahmen zum Ausdruck kommen. Bei den Tarifermäßigungen würde es sich also um eine wirkliche Belastung der Staatsfinanzen, bei dem Kanalbau lediglich um eine Kapitalaufwendung mit angemessener Verzinsung handeln. Noch schlagender wird der Vorschlag einer Eisenbahntarif-Ermäßigung in folgendem Hinweise als unzweckmäßig gekennzeichnet: In der Begründung der Kanalvorlage ist als wesentlicher Zweck' des Kanalbaues die Entlastung der Eisenbahnen angeführt, die den Bedürfnissen des rasch wachsenden Güterverkehrs zu genügen auf die Dauer nicht imstande sein würden. Wie kann angesichts dieser Zweckbestimmung des Kanals von einem Ersatz des Kanalbaues durch Ermäßigung der Eisen- bahutarife gesprochen werden? Durch Gewährung von Tarifermäßigungen würde doch der Verkehr notwendig eine weitere Steigerung erfahren. Dadurch würden die Eisenbahnen ebenso notwendig, noch früher als jetzt vorausgesehen werden kann, am Ende ihrer Leistungsfähigkeit anlangen. — Der von sozialdemokratischer Seite einberufene Bauarbeiterschutz-Kongreß ist unter Beteiligung von 320 Delegierten in Berlin zusammengetreten. Staatssekretär Graf Posadowsky hatte das Ersuchen um Entsendung von Regierungsvertretern zu den Verhandlungen abgelehnt, da die Dienstgeschäfte seines Resiorts diese Entsendung nicht zuließen. In der Versammlung wurde eine staatliche Prüfung und Kontrollierung aller Bauprojekte, allmähliche Abschaffung des Submissionswesens, Förderung der Fachschulen und Organisation der Bauarbeiter verlangt; die Einführung des obligatorischen Befähigungsnachweises für die Bauausführenden wurde dagegen als vollständig zwecklos bekämpft. Ausland. Wien, 21. März. Durch die neuerdings verbreiteten Meldungen, wonach das Kabinett Thun ins Schwanken geraten fei, ist den österreichischen Klerikalen doch etwas bange geworden. Daher läßt sich ihr Grazer „Volksblatt" jetzt „von wohlunterrichteter" konservativer Seite schreiben: „Das Ministerium denkt nicht daran, mit dem Cesky klub zu brechen, und dächte es daran, so würde ein Höherer es wieder daran verhindern. Graf Thun hat den Führer der Rechten gelegentlich der Vertagung des Reichsrates zugesagt, daß die Ferien ihnen keine unangenehme Ueberraschung bringen würden. Graf Thun und sein Ministerium lassen sich ebensowenig in eine antitschechische als in antideutsche (?) Politik drängen, denn sie wissen ganz gut, daß in Oesterreich nur eine Politik des nationalen Juste milieu (!) möglich ist. — Der weiteren Entwicklung der Dinge darf man mit um so größerem Interesse entgegensehen, als den Tschechen unerwartet aus Ungarn Hilfe zugesagt worden ist. Graf Stefan Tisza, der Führer der Tisza-Gruppe der Regierungspartei, hat im Abgeordnetenhause eine Rede gehalten, in der er verlangte, daß Ungarn auch mit einem föderalistisch organisierten Oesterreich sich befreunden solle. „Wie sich", so sagte er, „die einzelnen Völkerschaften und Länder des anderen Staates unter einander einrichten, das geht Ungarn staatsrechtlich nichts an, so lange die Gleichberechtigung zwischen Ungarn und diesem Konglomerat besteht. Darein darf sich Ungarn nicht mengen." Das föderalistische, das ist das slavisierte Oesterreich. Bei den Tschechen hat diese Rede natürlich große Freude erregt; es fragt sich indes, ob die in ihr enthaltene Politik auch diejenige der ungarischen Regierung ist." — Was die auswärtige Politik Oesterreich- Ungarns betrifft, so weisen verschiedene Umstände darauf hin, daß die französisch-tschechische Agitation gegen den Dreibund planmäßig betrieben wird, ohne daß man bisher in der regierungsfreundlichen Presse Cisleithaniens eine entschiedene Abwehr für notwendig gehalten hätte. Und andererseits verraten gewisse reichsdeutsche Preßstimmen ganz augenfällig, wie man an maßgebenden Berliner Stellen sehr wohl Kenntnis besitzt, daß ernst zu nehmende Kreise in Oesterreich den Dreibund nicht mehr als „politische Aktualität", sondern als „historische Rarität" betrachten wollen. T. R. Paris, 21. März. Zu den Kammerverhandlungen über den Haushalt der französischen Marine und zu der republikanischen Günstlingswirtschaft schreibt man der „T. R." von hier: Die radikale und sozialdemokratische Presse geht mit Schweigen hinweg über die selbst von leitenden republikanischen Blättern, so vom „Journal des Döbats" als „bittere Wahrheiten" anerkannten Ausführungen des Admirals Rieunier gegen den Marineminister Lockroy. Der Admiral wandte sich zunächst gegen die Rede des Ministers und wies nach, wie wenig Sachkenntnis darin enthalten sei. Dann geißelte er die erstaunliche Günstlingswirtschaft, die in den Bureaus des Marineministeriums herrsche. Zwei Advokaten ohne Beschäftigung, die ei re Zeit lang Unterkunft als Privatsekretäre bei radikalen Politikern gefunden, sind jetzt in leitenden Stellungen im Marineministerium und erteilen Befehle an Männer, die im Dienste ergraut sind. Blätter, die Jahre hindurch die Marineverwaltung in derselben Weise angegriffen haben, wie seinerzeit.der Abgeordnete Lockroy, sind aus der Kasse des Marineministeriums unterstützt worden. Der Redakteur eines seither eingegangenen radikalen Blättchens, das die Lockerung der militärischen Mannszucht predigte, wurde anstelle eines verdienten Mannes zum Bibliothekar im Marineministerium ernannt. Lockroy konnte weder diese Anklagen noch die fachmännischen Darlegungen des Admirals widerlegen. Daß die Zeitungen darüber schwiegen, kommt vielleicht daher, daß der franzö- sische Marineminister in Wirklichkeit Simon heißt. Ursprünglich Schauspieler und „Dichter", erlangte er einen gewissen Ruf nur, weil er der zweite Mann der Schwiegertochter Viktor Hugos wurde, und als solcher zu den radikalen Politikern von der Richtung des Herrn Clernenceau ging. Wie er Marineminister geworden, das ist ein Geheimnis. Denn der Umstand, daß Lockroy in der Kammer gerne Kritik an der Marine übte, kann unmöglich entscheidend für die Wahl gewesen sein. Hier haben andere Verhältnisse mitgewirkt. Jedenfalls werden die Engländer sich keinen besseren französischen Marineminister wünschen. London, 21. März. Um den in der Faschoda-Angelegen- heit besonders rege gewordenen Verdruß der Franzosen über die zweifellose Überlegenheit Englands zur See etwas zu mildern, hatte bekanntlich jüngst der Marineminister Lockroy in der Pariser Kammer eine große Reklame für das französische Unterseeboot gemacht und dabei gesagt: Wir sind Heuer die ersten, die über eine neue Kriegsmaschine verfügen, die, wenn sie auch noch nicht vollkommen ist, uns für die Landesvertheidigung eine neue Kraft, unermeßliche und einzige Vorteile und ein bis jetzt unbekanntes Mittel giebt, besser als irgendwo ander« die Eigenschaften unfern kühnen und heldenmütigen Seeleute zu verwenden. . . . Wi haben ein bewundernswertes Personal. Wenn dieses P«- sonal merkt, daß an feiner Spitze Männer stehen, die Fon schritte erleichtern, so entstehen jeden Tag solche Fortschritt so machen die Verbesserungen sich so zu scgen selbst. Biel' fach und fast täglich werden Entdeckungen gemacht, so es auch mit dem Unterseeboot gegangen. Was ergiebt stH aus diesen Entdeckungen? Vielleicht eine Umwälzung t» Flottenmaterial, im Seekriege. Die Zukunft wird es um sagen. Inzwischen aber besitzt Frankreich eine wertvolle und furchtbare Waffe." Diese Reklame war schon in ba französischen Kammer nicht ohne fachmännischen Widerspruch geblieben. Kühl erwidern nun auch die „Times", England werde nicht zögern, das französische Unterseeboot nachzu- ahmeu, falls sich die Vorzüge desselben bewahrheiten, und bemerkt, Frankreich könne ja doch nicht daran denken, mit England zur See zu wetteifern. Spitzig fügt ferner das Cityblatt fein Bedauern hinzu, daß der französische Marine Minister in der Kammer nicht angedeutet habe, ob der Marinc- haushalt Frankreichs bei gewissen Möglichkeiten eine Herabsetzung erfahren solle, während Goschen doch im Lonbvmr Unterhause eine Verminderung des britischen Marinehou?- halts für den Fall angekündigt habe, daß die Abrüstungskonferenz im Haag ein Ergebnis zeitige. — Dieser Ausfall gegen den Verbündeten Rußlands ist um so boshafter, alt die Note Murawiews unter denjenigen Kriegsmitteln, bit womöglich durch gemeinsame Uebereinfunft zu verbieten wären, gerade auch den Stolz des französischen $701:01 fr Ministers — die Unterseebote —> genannt hatte. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 22. März 1899. -e- Stadttheater. Ein zahlreiches und überaus beifallslustiges Publikum war gestern zum Ehrenabend der Herren Wilhelmi nnd Walter int Theater erschienen. Dic Beliebtheit, deren sich die beiden Benefizianten zu erfreuen haben, war daraus recht ersichtlich, und äußerte sich außerdew durch zahlreiche Kranzspenden, sowie durch Ueberreichung üon Austern und Sekt, einer riesigen Tabakspfeife und — last not least — eines Fasses Bier. Gegeben wurde die Treptow'sche Gesangsposse „Unsere Don Juans" mit Musik von Franz Roth. Dieses tolle Stück mit seinem lustigen Wirrwarr, seinen gut plazierten Witzen und ansprechenden Kouplets gab sowohl Herrn Wil heim i als Hans Timpe, als auch Herrn Walter als Wenzel Navratii reichlich Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Beide Herren boten ja im Laufe der Saison manche gute Leistung, aber wir glauben nicht, daß die urwüchsige Komik Herrn Wil helmis häufig so zwerchfellerschütternd wirkte, wie gestern abend. Herr Walter charakterisierte den böhmischen Granatenhändler ganz vortrefflich. Vorzüglich bei Stimme, flott im Spiel und von wirklich reizender Erscheinung war Frl. Schuhmann als Navratils Tochter Kathinka, der sich Frl. Sitar di als Lene Schimmer würdig anschloß. Herr Direktor Helm brachte den ältlichen Don Juan Hugo Schwalbe mit ausgezeichnetem Humor zur Darstellung; ebenso muß die Regieführung dieses Herrn als muftcrgiltig bezeichnet werden. Auch alle anderen Rollen lagen in gutes Händen, so leistete das Gigerltrio der Herren Merker, Köhler und Werner in diesem Fache hier noch nicht Gesehenes. Mitglieder des Bauer'schen Gesangvereins, sowie die Regimentsmusik unterstützten das Ganz- in gewohnt trefflicher Weise. *• Stadttheater. Es bestätigt sich, daß das Gastspiel des F äulein Lucie Vierna aus München nicht statt findet. Stattdessen ist seitens der Direktion für Donners tag den 23. d. Mts. als vorletzte Aufführung der Saison noch einmal eine Volksvorstellung angesetzt. Die Freitagsaufführung (letzte Vorstellung der Saison) hat bu Direktion Herrn Franz Merker als Benefiz gewährt — Die Volks Vorstellung betreffend, sei noch bemerkt daß auf vielfachen Wunsch Hauptmanns Schauspiel „Fuhrmann Henschel" gegeben wird. Der enormer Honorarkosten wegen sind die Eintrittspreise mieberun erhöht, und belaufen sich auf Mk. 1.— für Loge 60 Pfg. für Saalplatz, 30 Pfg. für Gallerte. Aus der Zeit für die Zett. Vor 236 Jahren, am 23. März 1663, wurde zu Lübeck August Hermann Francke geboren, ein echter Christ obschon von den starren Dogmatikern seinerzeit verfolgt Auf Gott und gute Menschen bauend, schuf er, mit Nicht! beginnend, unter aufopfernder Mitwirkung seiner Freund- Neubauer und Elers, das Waisenhaus, Pädagogium, di- lat. Realschule, die Bürger- und Armenschule und als nutz bringende Anstalten, eine Buchhandlung, Buchdruckerei uw Apotheke in Halle a. S. Im Hofe des Waisenhauses steh seit 1826 das eherne Standbild des werkthätigen Menscher freundes, der am 8. Juni 1727 in Halle starb.____ Eingesandt. Gießen, 22. März 1899- Als letzte Vorstellung der Saison und B e n e s t z f^ den liebenswürdigen Bonvivant unserer Bühne, Herrn Merker wird nächsten Freitag Ludwig Fuldas treffliches Lustspiel ,3 u flCDJ freunde" im Gt tzener Stadttheater gegeben. Gelegen»«« » ersten Aufführung dieses Stückes im Theaterverein hat der »@«<8®^ Anz." bereits die Bedeutung Ludwig Fuldas und seine- Stiles gewürdigt. ES erübrigt deshalb nur noch, nochmals aus v« Brmfizianten des Abends, Herrn Merker, hinzuweisen, heiterer Kunst wir in diesem Winter manche genußreiche vrun» verdankt haben. Jeder, der Herrn Merker in Sudermanr „Glück im Winkel", in Fu'.daS „Talisman", in Halbe- Erde" und so manchen anderen Stücken und verschiedeaan S Rollen zu sehen Gelegenheit batte, wird dem strebsamen javS Manne da- Prädikat echter Künftlerschaft nicht versagen könl^- Möge dem »ielbeklatschten „Herrn Oberkellner" au- dem Rößl" ein volles HauS an seinem Lhrenabend zeigen, ratz Gießener für echte Kunst empfänglich sind. 8d wrfll »7^ r Sonst W •tos« -lN outi Dq **«3» 8* .22' tzrnrrai Majore,' gommanbtutt vc 18. Mr * erbetenen Abschm in der I Freitag den ! Eichwali 1, M beit 3 m W = L8C M 84, Siche 8 Reiser rm: Buche Luche 21. Eiche 3 2. M btn Mvl 44 ML \ (tu mit MM kommen nicht s Knüppel rm: B Luche 74, Nabe Das untei reifer aus Disl Ittbhader werbet Nähere Au sowie unterzeichn ^apierm 2540 Zn dn $tit Wilhelm Lenz den Joh. dast • Bk u- M bei Kiebm ml Mt eikannt: gelegten Be 185 Ct.>G. Unt) w eine ß imb t. *«« Mn Ä M iil R, l ei*to( ,!£,nNfeto ■üft* SjS ®"N den r Salb et M M eine 1w*; Die 9» J,’"*'!»= >W“' Platte 1! "r SsKz NL * Z"-r-n k,nIt LäZ 'M Ä daß die U« ?•'> - Diese, l “Vf*"«|D tato». !Wgen Sriegömilirli lleberelnkllnst zu vn-. i des französischen L, 7 genannt hatte, >rovii,ücller. den 22. März W reiches und überaus [■ zum Ehrenabend Ütr^ Theater erschien' n Benefizianten zu ch h, und äußerte sich ->.7 owie durch Uebemchi !N Tabakspfeife und - )ier. Gegeben wu: nsere Don Jimr. N tolle Stuck aii r Plazierten ffiijar.’ ohl Herrn Wilj/Zi Ialter als A en zu zeigen, ^inim manche gu1. '.im, edn rtvuchsige -ck W hütternd rftt, m ch erte den btzMeuTW1 orzüglick dü bta tnber Erscheinung 7- fier ffatfinta, btw n/iirbig (infälofr. ; tlichen Don •- tat F Dachilu M tzmu als nichziit dneu Rollen lagen in ltrio der Hemn Äei!i iesem Fache hier noch ■: Aai/er'ichen »el« nufif unterlWtn int sch, W^- au§ Muäzeu nut’ - ^D'näüvu ■ ltye itftellung M < ;tfteUung ter®1®;: rIer°l-IE MxZV für die Kil bauend, schul . > r Ö Lalsenhaud' V ilbD. «.„de starb^ :°LK d^Vielker .4'>:'Sk! n oKb-d I« »letzen, 22. März 1899. Sei dem n«he beoorstehtvdcn Ende der Saison haben fast alle PAtglirder «nsere- Theater« bereite du'ch ihre Benrfize Glleaenheit Itlabt, ihren besonderen Lohn und Snokennung von dem bentoaten (ublitum einjuernten. Einem M iglted ist cfl jedoch infolge ier b'ienari seine- Fache» »"möaltck, Rck einmal in euvr guten Benefiz «olle der Gunst de» PubitkumS 'peztell zu empfehlen; denn diese eine Person hat die anstrengende Aufgabe, jeden Abend alle Rollen II vertreten, ohne daß für Re von dem Beifall ober sonstigem Danke btt 3 fchimrr auch nur da- geringste mitabsülli. Es ist da» die SmtR-uf-, Fra» Pretm. S'e »st daher daraus angewiesen, stch am Schluffe der Spiel,eit persönlich der Grotzmut derjenigen zu 'Mpfehleo, die auch für ihre aufopferungsvolle und undankbare rbL'igkeit ,» einem klingenden Beweise der »nerk'nnung bereit Rud. Viffge Re nirgend« vergeben« klopfen! vnru, pro walt». Krirflrasteir. Oe. i* ». Die Ebergeschtchie eignet Rch nicht zur Aufnahme. Mnuikr pl aing Ihnen wieder zu. — Die Nr. 2 der Blätter für höfliche Boik kund," erscheint am Sam°iaq den 25. Marz. Neueste Meldungen. Depeschen deö Bureau „Herold". Stritt, 22. März. Zwei General-Leutnants, drei Vrneral-Majore, eine Anzahl Stabs Offiziere, darunter zwei ffemmandcure von Kavallerie-Regimentern, sind unterm 19. März zur Disposition gestellt, resp. haben den erbetenen Abschied bewilligt erhalten. Berlin, 22. März. Eine von etwa 1500 Bäckergesellen besuchte Versammlung hat gestern den Bäckerstrike auf unbestimmte Zeit vertagt. Berlin, 22 März. Wie das „Berliner Tageblatt" berichtet, kam es vor einiger Zeit in einem vom Abgeordneten Bebel im Reichstage erwähnten Turfklub zu einem Skandal. Es wurde nämlich ein Kavalier, der in kurzer Zeit über eine Viertel-Million Mark gewonnen hatte, beim Falsch- spielen ertappt. Der Falschspieler wurde aus der Liste der Reserve-Offiziere gestrichen. Er soll nach Amerika gegangen fein. Paris, 22. März. Pelletan ist von seinem Posten als General-Berichterstatter des Budgets zurückgetreten, weil der Budget-Ausschuß ihn nicht genügend unterstützte. Ferner werden auch Demissionsgerüchte bezüglich Lockroy verbreitet, der angeblich Dupuy unbequem geworden sein soll. Paris, 22. März. „Libertö" versichert, die Katastrophe von Bourges sei durch die Unachtsamkeit eines Arbeiters entstanden. Derselbe habe eine Granate fallen lassen, wodurch auch die anderen explodierten. Paris, 22. März. Gestern abend hat im Laboratorium des Kriegsministeriums eine Explosion stattgefunden. Es war aber bisher nicht möglich, Einzelheiten darüber zu erfahren. Bekannt ist nur, daß drei Personen, der Direktor, ein Ingenieur und ein Angestellter, verwundet wurden. Paris, 22. März. Das „Journal de Suisie" versichert, Zola weile seit einiger Zeit in der Schweiz. Er sei kürzlich daselbst gesehen worden. Paris, 22. März. Die früheren Mitglieder der Kommune feierte» gestern abend in einem großen Meeting den Jahrestag der Revolution von 1871. 15 Redner ergriffen das Wort. Es herrschte ei» dauernder Tumult. Als einige Teilnehmer eine kleine Gruppe Ruhestörer zum Schweigen bringen wollten, zogen diese die Revolver aus ihren Taschen und bedrohte» die Anwesenden damit. Die Ruhestörer wurden verhaftet und der Polizei übergeben. Sie entpuppten sich als Redakteure eines antisemitischen Blattes. Die Versammlung wurde unter den Rufen: Es lebe die Kommune und dem Gesänge revolutionärer Lieder geschloffen. zain Kleid für Mk. 3.90 Pfg. Master auf Verlangen franco ins Haus. Modebilder gratis. 6 Mtr. solid. Elsass. Wäschst z Kleid f. M. 1.50 6 B „ Araba-Sommerst. w „ w e 1.80 6 „ „ Dollar-Carreaux Crßpe „ „ 2.70 6 „ . Alpaca Panama „ „ 3.30 N«-Heute Eingänge fürdie Frühjahr-u.Sommereaison. Modernste Kleider- und Blousen-Stoffe in allergrösster Auswahl versenden in einzelnen Metern bei Aufträgen von *20 Mark an franko. Oettinger &. Co., Frankfurt a. M., Versandte. Modernste Herrenstoffe z ganz. Anzug f. M. 3.60 , Cheviotstoffe „ , „ , „ 4.35 Holzverfteigerung in der Ireiyerrlichen Köerförsterei Uaöenau Freitag deu 24. März l. I., nach Zusammenkunft in Distrikt Eichwald (am Pflanzgarten), vormittags 10 Uhr. 1. Aus den Distrikten Eichwald, Kcebskopf, Buchkopf und Ammen- häuserhecke: Stämme: Eiche 3 Stück von 44—51 cm m. Durchm. und 8 rn Länge = 1,80 fm; Scheiter rm: Buche 196, Elche 32; Knüppel rm: Ku.che 64, Eiche 30, Nadel 3 1. Kl., 5 2. Kl., Erle 1, Kirschbaum 1; Mser rm: Buche 599, Eiche 150, Nadel 69, Aspe 10; Stöcke rm: Buche 27, Eiche 34. 2. Au« den Distrikten Zeiselbach und Köppernhelle: Derbstangen, Fichten 44 Stück mit 2,64 fm; Reisstangen, Fichten 271 Stück mit 6,51 fm (bue mit Blaustift unter der Nummer bezeichneten 5 Fichtenstämmchen kommen nicht zur Versteigerung); Scheiter rm: Buche 6, Nadel 4; Krüppel rm: Buche 6, Birke 4, Nadel 9 1. Kl., 12 2. Kl ; Reiser rm: Buche 74, Nadel 38, Aspe 10; Stöcke rm: Buche 4. Da« unter Nr. 2 verzeichnete Holz, sowie 220 rm Buchen-Schlag- rcher aus Distrikt Elchwald (Neugeheeg) wird nicht vorgezeigt. Steig- liÄhaber werden gebeten, sich das Holz vorher anzusehen. Nähere Auskunft erteilt auf Verlangen Forstwart Leyerer-Climbach, sowie unterzeichnete Stelle. Papiermühle, den 20. März 1899. Freiheitliche Oberförsterei Rabenau. 25*40 Schwöret. ilclunuitmniljinigeii I« der Pmalklagksachk des Wilhelm Lenz in Klein - Linden, Privalkiäger gegen den Johannes Weber daselbst, Angeklagten wegen Beleidigung hall das Gr. Schöffengericht zu Gießen im 11. November 1898 bezw. die 61 rafkammer des Gr. Landgerichts ;il Gießen am 3. März 1899 für lircht erkannt: Der Angeklagte wird der ihm zur taifr gelegten Beleidigung im Sinne des § 185 St.-G.-B. schuldig erkannt inlD in eine Gefängnisstrafe von (in er Woche und in die Kosten des tk fahrens verurteilt. Angeklagter lrLgt auch die Kosten der zweiten Z ! stanz einschließlich der dem Pr>vat Läger erwachsenen notwendigen Auslagen. Gleichzeitig wird dem Privatkläger nach § 200 des St.-G -B. die Be- fil-Ms zuerkannt, den entscheidenden tcl des Urteils innerhalb 8 Tagen 3$a Zustellung einer Abschrift an, in srusüblicher Weise bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Ur teiUformel wird beglaubigt und biet Vollstreckbarkeit des Urteils be- h/inigt. 'Gießen, den 17. März 1899. Dofch, MfS-Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. 2545 Namens des Privatklägers: Dr. Jung, Rechtsanwalt. PkistkigknniM Am SamStag dem 25. März, anhmittagS 3 Uhr, gelangt ein noch duaulhdares Krümpttpsnd cufi bem Hofe der neuen Kaserne meist- jiewenb zur Versteigerung. 2543 M Verwaltung der Lrümperfuhrwerke des Jnf.-Regts. K. W. Nr. 118. Vergebung von Bauarbeiten. Samstag den SS. l. Mts., nachmittags 5 Uhr, sollen in dem Gememoehause zu Wieseck nachbenannte Arbeiten und Lieferungen öffentlich in den Akkord vergeben werden und zwar: veranschlagt zu Thaussierungsarbeiten 49,50 JL Steinlieferung 88,50 „ Steinsetzen 6,40 „ Sandlieferung 10,— „ Zementrohrlieferung 22,— „ Gießen, den 18. März 1899. Der KreiSstraßenmeister. Senßfelder. 2460 Zoljversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, deu 27. März 1899, vormittags 9'/, Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Distrikt Fernewald, Grube, Faulerbodeu und Oberförsterswiese versteigert werden: 1 Eichenstamm mit 0,57 fm, 292 Nadelstämme mit 160,13 ftn, darunter Schnittholz, 239 Nadel-Derbstangen m. 39,55fm, 209 Nadel Reisstangen mit 8,66 fm, 5 rm Eichen-Scheitholz, 2 , Buchen. „ 34 „ Nadel- „ 1 „ Aspen- v 18 „ Eichen Knüppel, 2 „ Buchen- „ 17 „ Aspen- „ 4,4 , Nadel- w 3210 Wellen E.chen-Reistg, 450 n Buchen-Reistg, 5100 ,, Nadel Reisig, 1 rm Eichen-Stöcke, 119,5 w Nadel- M Die Zusammenkunft ist auf der Laubacherstraße am Müllerweg. Gießen, den 20. März 1899. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 2509 Mpffhhuifleii Stöbt. Schlachthaus. Freibank. 2495 Heute uud morgen: Sdjw(intfltifd) 50 Vfg. Zug-Jalousien solide, bewährte Systeme, liefert Ernst Bloedner, 2247 SelterSweg. 000000000000000000 Allen sparsamen Hausfrauen empfehle meinen Mgkbr. KOk per Pfund 1 Mark garantiert kräftig und reinen Gesckmack. C. 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Re lehnend verhalt« die Pflicht der1 aufrecht zu erhc Versammlungen Abgeordneten Ul sich für ben Huäj Art. 80 btr Srei 1874 bet Gemufft dlrt. 79/80 dürfen s ün vorheriges Pt im Sinne des Ge und Versanmlunc neten Osann ui Ausschusses für schreitungen aller be8 Art. 78 de dem Antrag Köh das Recht nicht n ^8en im Inte Deutlichen Fried als Berichterstatt p°l"'sch so ^ersammlun Gegenteil verurs Versammlung ei Die Lit 26. 2. 15. 8. gj 11. 12. 1. ß 1! 'Jh - 24. !802 13’ ft Unter Hin beraub! ^hkooo 18«) ti r" iS« : ■ ft 8. 1 N 25. 3 23. 11. 28. u. 18-12. 11. 2. 3. 4. 5. 7. 7. 2Q 1803 f8; 14. 14. 25. 8. 24. W Gt Kä Lui Lor Jul G, Erft in her