ir. ««schäft *"« eWembet d, 2, ,mitta Sitte ein, 16 bel Sparkaff,. Ur Wa. cheu Unterricht, tember. W‘ ikhkkM. __6124 schule an nicht nnr t auch durch ■nach ein gute* „Maggi“ es ermöglicht le vorzügliche, icr allen Haus- 5684 ♦ 4 4 4'4 « Z Co. 8 men1. 4242 Q atratzen 0 bewährter Systeme U '•Matratzen 0 atratzen Q Matratzen. 8 -r-Kissen Q 0 icpoopoq iit 1899. Ibertente 99oo 'RtNtt 23 70 100.80 von i887 60,60 100.06 itenb. Del bl. 101-W HJO5C 101.5° S8L5 SSSm* «rrtf e'16, J 81.05 S3iiev. 24300 rtlwen- ' »«loteW ^•7! gebeten. 6,e|t r iv'kd S- ^en WM °bi S ■ncW61,' __- ISO® Dienstag den 22. August Amts- un& Anzeigrblatt fflr den Kreis Gieren. Alle Anzrigrn-Bermittlungrstellen W In- un> ÄullasHL «rtzmen »njeigen für den Gießen« Lnjeiger entgehe. RtMehien, Erpedition und Druckerei: »4»tßr.». »r. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der heUche Kandwirt, Klätter fSr hessische Volkskunde._______________ Adrrffe für Depeschen: A»rei-er Fernsprecher Nr. 51. «NNAtzme »•« «n,eiscn i« nachmittag» für den Minden Lag «scheinenden Nummer W »arm. 16 Uhr. wandtschaft, über das Schießpulver zu nennen. Mit Vorliebe studierte Bunsen Fragen aus dem Grenzgebiete der Physik und Chemie. Er lieferte Beiträge zur Kenntnis der Abhängigkeit des Schmelzpunktes vom Druck, dcS spezifischen Gewichtes von Dämpfen, der Verbrennungserscheinungen der Gase, der Diffusion u. a. m. Für die Lichtmessung stellte er den nach ihm benannten Photomcter her. Eine Vorrichtung, die auf keinem chemischen Arbeitstische fehlt, ist der Bunsen'sche Brenner. Ihn hat in den letzten Jahren die Heiztechnik auSge- nutzt, um die Verwendung von Leuchtgas in Haus und Gewerbe zu Heizzwecken zu verallgemeinern. Ohne den Bunsen- schcn Brenner würde es kein Gasglühlicht, und keine Nernstsche Lampe geben. Gewichtig sind die Neuerungen, die Bunsen in der Elektrizitätslehre herbeiführte. Er gab ein neues galvanisches Element und gestaltete wesentlich die Methoden der elektrolytischen Gewinnung der Alkali- und Erdmetalle aus, bereicherte die Kenntnis von der Thermoelektrizität und von der Theorie der galvanischen Kette. Zu bemerken sind weiterhin Studien über das Gesetz der Gasabsorption und photochemische Untersuchungen. Eine Island-Reise gab Bunsen die Anregung zu geologisch- chemischen Untersuchungen, die wichtige Aufschlüsse über die vulkanischen Erscheinungen gewähren. Der Heilkunde sind Bunsens Studien über die Mengenbestimmung des Harnstoffs und vor allem die Entdeckung der Eigenschaft des Eisenoxydhydrats, die giftige arsenige Säure im menschlichen Magen zu binden, zu gute gekommen. Hand in Hand mit der erfolgreichen Arbeit als Forscher ging bei Bunsen eine ergiebige Lehrthätigkeit, die sich zeitlich über viel mehr als ein halbes Jahrhundert erstreckte. Er begann sie mit 22 Jahren 1833 an der Universität seines Geburtsortes Göttingen. 1836 wurde er Professor an der polytechnischen Schule in Kassel und 1838 außerordentlicher Professor in Marburg. Als ordentlicher Professor und Direktor des chemischen Instituts wirkte Bunsen in Marburg (1841—1851), in Breslau (1851 —1852) und in Heidelberg (1852-1889). Voss. Ztg. des Bunsenscken Brenners die Spektren der einzelnen Metalle genau fest. Dabei erwies sich von besonderem Interesse das Natrium-Spektrum, insofern dessen gelbe Linie mit der v-Linie des Sonnenspektrums zusammenfällt. Diese Koincidenz der Natriumlinie mit der D ßinie hatte schon Fraunhofer beobachtet. Dieselbe Wahrnehmung aber war für Kirchhoff der leitende Faden zu einem entscheidenden Versuche. Das Drummoud'sche Kalklicht liefert ein kontinuierliches Spektrum, d.h. ein solches, das keine dunklen Linien enthält. Kirchhoff ließ das Drummond'sche Kalklicht zuerst durch eine Natriumflamme und dann durch das Prisma fallen. Dann befand sich an der Stelle der gelben Linie eine dunkle. Das Absorptionsgesetz Kirchhoffs erklärt diese Erscheiunung. Es besagt, daß eine Substanz diejenigen Strahlen vorzugsweise absorbiert, die sie, in glühenden Zustand versetzt, selbst aussendet. Jetzt war mit Hilfe der von Bunsen und Kirchhoff zuvor aufgenommenen Metallfpektren die Erklärung der Fraunhofer'schen Linien des Sonnenspektrums gegeben. Sie deuteten offenbar auf Dämpfe hin, die den glühenden Zentralkörper umgeben und das von ihm ausgehende Licht der Absorption unterwerfen. Mit ihrer Entdeckung eroberten Kirchhoff und Bunsen der Naturerkenntnis eine gewaltige neue Provinz. Sie gaben ein Mittel an die Hand, die materielle Beschaffenheit der Sonne und der fernen Weltkörper zu erkennen. Um richtig zu schätzen, was die Kirchhoff-Bunsen'sche Entdeckung bedeutet, braucht man nur an ein Wort Alexander v. Humboldts zu erinnern. Er sagt, sich bescheidend im „Kosmos", für unsere Erkenntnis seien die Weltkörper nur gravitierende Materie ohne elementare Verschiedenheit der Stoffe. Jenes Humboldt'sche Wort machten Kirchhoff und Bunsen zu'Schanden. Sie zeigten sogar, daß aus chemischen Zeichen von den Fixsternen her Schlüffe auf ihre Bewegungsrichtung sich ziehen lassen. Auf dem Grunde der Kirchhoff-Bunsenschen Entdeckung ruht zu einem guten Theile das Gebäude des jüngsten Zweiges der Astronomie, der Astrophysik. Aber die Astronomie ist nur eine der Disziplinen, die aus der Spektralanalyse Nutzen gezogen hat. Was die Spektralanalyse für die Chemie ist, das zeigen Bunsen und Kirchhoff durch die Entdeckung zweier neuer Elemente, des Rubidiums und Caesiums, mit ihrer Hilfe. Ueberdies wurde die Spektralanalyse zu einem der wichtigsten Hilfsmittel des analytischen Chemikers. Von ihm entlehnte es der Arzt und der Techniker, der eine zur Analyse des Blutes, der andere z. B. zur Beobachtung des Bessemer- Prozesses. Reich und groß ist, was Bunsen in der Wissenschaft für sich allein fein eigen nennen konnte: es sind Funde, Beobachtungen, Neuerungen auf ganz verschiedenen Gebieten. Auf dem Arbeitsfelde, das Bunsen zu lehren hatte, in der Chemie sind vor allem seine Studien über die Doppel- Cyanüre, über die Kakodylreihe, über die chemische Ver- trfrttirf »glich eit laiiuNm* be« KcRtlfl. >k Meßen« Werben bcm »njnzer »bcheaUtch viermal bdgekgt Robert Wilhelm Bunsen t- Robert Wilhelm Bunsen, der am Mittwoch, wie gemeldet, in Heidelberg hingeschieden ist, zählt zu den Fürsten der deutschen Naturwissenschaften. Eine ganze Gruppe von Wiffenszweigen, deren jede ihn zu den ihrigen rechnete, steht trauernd an seiner Bahre. Physik, Chemie, Mineralogie und Geologie, Astronomie und Medizin haben aus seiner Arbeit Nutzen gezogen. Zu den Pflegern der verschiedenen Wiffenszweige gesellt sich aber noch die Allgemeinheit, der die technische Verwertung der wissenschaftlichem Funde Bunsens zu gute gekommen ist. Es ist nämlich eine hervorstechende Eigenheit der wissenschaftlichen Erfindungen und Entdeckungen Bunsens, daß sie in ganz hervorragendem Grade die Technik beeinflußt haben. Es sei nur als em geläufiges Beispiel au die Umwälzung erinnert, die der Bunsen'sche Brenner in der Heiztechnik und im BeleuchtungS- wesen herbeigesührt hat. Wer auf die praktischen Fortschritte vor allem Gewicht legt, wird bei der Schätzung der Lebensarbeit Bunsens besonders auf diese Seite seines Schaffens Gewicht legen. Andere hingegen, die den Fortschritt in der Kultur mehr in der Erweiterung der Kenntnis von dem Zusammenhang der Erscheinungen im Weltall sehen, werden an erster Stelle auf die Entdeckung der Spektralanalyse, an der Bunsen teil hat, Hinweisen. Ein Zeugnis für die universelle Art Bunsens ist es, daß er beiden Gruppen von Beurteilern vollauf gerecht wird. Mit der Entdeckung der Spektralanalyse hat Bunsen der Theorie und der Praxis einen Dienst von nicht absehbarer Tragweite erwiesen. Sie ist die allgemeinste der wissenschaftlichen Thaten, mit denen "Bunsen seinen Namen verknüpft hat." Denn der Hauptanteil an der Entdeckung — über ihre Geschichte liegen genaue Nachrichten vor kommt Gustav Kirchhoff zu. Aber es darf nicht außer acht gelassen werden, daß der Kernversuch allein ausführbar war mit Hilfe des nicht leuchtenden Brenners, der Erfindung Bunsens. Aber auch sonst hat er sicher viel aus dem reichen Schatz seines chemischen Wissens und seiner chemischen Erfahrung zu der grundlegenden gemeinsamen Arbeit bei- gefteuert. Fraunhofer hatte im Sonnenspektrum die dunklen Linien entdeckt und am Spektrum der Talgkerzenflamme eine bezeichnende Linie aufgefunden. Diese Versuche hatte Kirchhoff in der Erinnerung, als er Bunsen mit Versuchen über Flammenfärbungen beschäftigt fand. Bunsen studierte tue Flammenfärbungen verschiedener Metalle, um daraus Satze zur Ausmittelung von Metallen mit Hilfe der Farbenerscheinungen bei der Verbrennung abzuleiten. Dabei betrachtete er zur Ausschaltung von Farben ans den Gemischen die Flammenfärbungen mit farbigen Gläsern und Lösungen. Kirchhoff schlug Bunsen vor, anstatt der Gläser und Lösungen das Spekrum anzuwenden. Sie bauten einen besonderen Apparat, das erste Spektroskop und stellten mit Hilfe der nicht leuchtenden Flamme vlkNUjährUch 2 Mark 20 Ps,. monatlich 75 Pf» mit Bringerlohm Bei Postbezug S Mark 50 ^«teljährUch Rr. 196 Zweites Blatt 1869 zu dem Verbände deutscher Frauenbildungs- und Erwerbsvereine (Organ: „Der Frauenanwalt") zusammen. Schon im Oktober 1865 wurde außerdem in Leipzig auf einer Fraucnkonferenz der ähnliche Ziele verfolgende allgemeine deutsche Frauenverein ins Leben gerufen (Organ: „Neue Bahnen"). Für die Zulassung der Frauen zum Universitätsstudium wirkt der Frauenverein „Reform“ in Weimar (Organ: „Der Frauenberuf"), welcher 1893 in Karlsruhe das erste Mädchengymnasium zum Zwecke der Vorbereitung von Frauen für das Universitätsstudium errichtete. Außer einer Anzahl zu Wohlthätigkeits- und Bildungszwecken gegründeten Vereinen, wie z. B. der 1890 begründete kaufmännische und gewerbliche HilfsvereinJüt weibliche Angestellte zu Berlin (mit 1894 bereits 5500 Mitgliedern) entstand im April 1894 der Bund deutscher Frauenvereine, dem bis zum Jahre 1896 bereits 75 Vereine nut 50,000 Mitgliedern angehörten. Im Jahre 1896 fanden zwei große internationale Frauenkongrefse statt, einer vom 8. bis 12. April in Paris mit mehr radikaler Tendenz, und einer vom 20. bis 26. September in Berlin, auf welchem etwa 500 Teilnehmerinnen aus Deutschland, Frankreich, England, Italien und Amerika anwesend waren. Letzterer bewegte sich mehr im Rahmen der als gemäßigt geltenden Richtung. . , . Anlangend die Erfolge der Bewegung, so besteht der hauptsächlichste wohl darin, daß man der Frauenftage die allgemeine Aufmerksamkeit zugewendet hat, und die wirklich anzuerkeiinenden Forderungen dem Verständnis der Vernünftigen immer näher bringt. Die Zahl der für das Deutsches Reich Berlin, 19. August. Der Kaiser hat, wie der „Germania" zusolge in parlamentarischen Kreisen verlautet, die Nachricht hierher gelangen lassen, daß er mit Rücksicht auf die Verwickelungen der innerpolitischen Lage seine Reise unterbrechen und heute nach Berlin zurückkehren werde. Berlin, 19. August. Zu der gestrigen Meldung der „Berliner Neuesten Nachrichten" über die Folgen der Ablehnung der Kanal-Vorlage schreibt die „Kreuzzeitung": Dieser Zeitungs-Mitteilung gegenüber können wir nur auf das allerentschiedenste betonen, daß für die konservative Partei ihrer ganzen Geschichte und Gesinnung nach der Siebener Anzeiger General-"Anzeiger weibliche Geschlecht geschaffenen Bildungsgelegenheiten in Bezug sowohl auf geistige als körperliche Ausbildung, der Wohlthätigkeitsanstalten, Stellennachweise u. s. w. ist Legion. Ueberall rüsten sich die Regierungen zum Schutze der arbeitenden Frauen gegen Ausbeutung; in Deutschland erweitert z. B. die Gewerbeordnungsnovelle vom 1. Juni 1891 den Schutz der Fabrikarbeiterinnen erheblich, schließt die Verwendung von Frauen für mit Gefahr für Gesundheit nnd Sittlichkeit verbundene Betriebe aus, und begrenzt das Maß der Arbeitszeit. Die Stimmberechtigung der Frauen wird bald nach dieser, bald nach jener Richtung erweitert (so macht die deutsche Arbeiterversicherungs-Gesetzgebung in Bezug auf Wahlberechtigung bereits keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern mehr); die Universitäten der meisten Staaten sind — bedingt oder unbedingt — den Frauen geöffnet worden. Die Schweiz ging — wie vielfach in Fragen des Fortschritts — voran, indem sie 1867 zuerst die Universität Zürich der Frauenwelt erschloß, worauf die anderen Fachschulen des Landes folgten. In England wurde 1878 den Frauen die Prüfungsuniversität London geöffnet, 1881 beschloß Cambridge, 1884 Oxford die Zulassung der Frauen zu den höheren Prüfungen. 1892 öffneten sich die schottischen Hochschulen den Frauen. In den Vereinigen Staaten sind die Frauen bezüglich des Studiums an fast allen Universitäten den Männern gleichberechtigt, nebelt den allgemeinen Hochschulen bestehen 4 Frauenkollegs. Frankreich gab zuerst (1868) das medizinische Studium srcr, spater alle Zweige. In Rußland wurde sogar em eigenes medizinisches Institut zur Heranbildung «leiblicher Aerztc be- Femüets«. Das 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herausgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck oder AuSzug verboten. XIII. Frauenbewegung. (Schluß.) Die deutsche Frauenbewegung datirt aus der Mitte der 60er Jahre. Wie Herr Pierstorff mitteilt, begründete der Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen auf Vei> anlaffung einer im Oktober 1865 vom Präsidenten Lette überreichten Denkschrift einen Verein zur Beförderung der Erwerbsthätigkeit des weiblichen Geschlechts in Berlin (1866), den späteren Seltenerem. Derselbe entwickelt sich seitdem in wahrhaft großartiger Weise und entfaltet eine ausgezeichnete Wirksamkeit. Er besitzt eine Handels-, Gewerbe-, Zeichnen- und Modellierschule (1890 = 1716 Schülerinnen), eine photographische Lehranstalt, eine Setzerinnenschule, ein Kunsthandwerk Atelier, Restauration und Kochschuie, Haushaltungsschule, eine Waschanstalt und Wasch- und Plätt-Lehranstalt, den Viktoriabazar und das Viktoriastift, sowie ein Arbeitsnastweisungs- und Stellenvermittelungs-Bureau (1890 = 4036 Stellensuchende, 3006 Stellenanbietende, 1440 vermittelte Stellen). Zahlreiche ähnliche Vereine entstanden anderwärts und schlossen sich Gedanke einer persönlichen Herausforderung ihres Königs schlechthin undenkbar ist. Seiner Majestät aber gar den „Fehdehandschuh" hinzuwerfen, eine solche Absicht wäre für einen konservativen Mann geradezu ungeheuerlich. Berlin, 19. August. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt zu der Ablehnung der Kanal-Vorlage: Den Erklärungen des Reichskanzlers und Minister-Präsidenten Fürsten Hohenlohe und des Vicepräsidenten, Staatsministers v. Miquel gemäß ist es selbstverständlich, daß die Regierung die Angelegenheit damit nicht für erledigt erachtet. Sie hält unbedingt an dem als notwendig erkannten und wohl erwogenen Kanalplan in seiner ganzen Ausdehnung fest und sie wird zu seiner Durchführung diejenigen Mittel anwenden, welche ihr zu Gebote stehen und ihr der Sachlage nach angemessen erscheinen. Berlin, 19. August. Dem „Lokal-Anzeiger" wird aus Kopenhagen gemeldet: In hiesigen Hofkreisen erregt es großes Aufsehen, daß die Prinzessin Maud von Wales ihre Mutter, die am Donnerstag hier eintrifft, nicht nach Kopenhagen begleitet, umsomehr als alle Mitglieder der dänischen Königsfamilie sich in Bernstorff versammeln. Man betrachtet dies als Beweis, daß die Prinzessin Maud überhaupt nicht mehr hierher zurückkehrt. M.P.C. Berlin, 20. August. Aus Abgeordnetenkreisen wird uns geschrieben: Die Würfel sind zwar gefallen, die Situation ist aber noch nicht geklärt. Je mehr alle Vorausberechnungen bezüglich der Kanalvorlage durch den Verlauf der letzten Tage zu Schanden gemacht wurden, um so größere Vorsicht empfiehlt sich beim Aufstellen neuer Prognosen. Wenn es als ziemlich sicher betrachtet wird, daß der Dortmund-Rhein-Kanal schließlich zur Annahme gelangen werde, so ist doch damit nicht auch die Verstimmung beseitigt, die an entscheidender Stelle gegen die Konservativen besieht. Der Kaiser hat ein Telegramm an die Minister gerichtet, aus dem hervorgeht, daß er es geradezu als eine gegen seine Person sich richtende Kränkung auffaßt, daß die Konservativen, auch nachdem ihnen der Vizepräsident des Staatsministeriums, Dr. v. Miquel, noch einmal kräftig zugeredet hatte, dennoch selbst gegen den Dortmund-Rhein- Kanal stimmten. In ganz besonderem Maße hat es ihn unangenehm berührt, zu erfahren, daß auch Mitglieder der konservativen Parteien in hoher Staatsstellung gegen seine Regierung votiert haben. Eine Anzahl Präsidentenposten wird wohl in nächster Zeit frei werden. M.P.C. Zu den Vorwürfen, die gegen den Gesetzentwurf über das Urheberrecht erhoben werden, gehört auch der, daß die Schriftsteller den Musikern gegenüber zurückgesetzt würden, insofern ihren Werken nicht auch wie denen der Musiker ein Schutzrecht von 50 Jahren nach dem Tode des Autors zugebilligt werde. Wie wir hören, werden Anstrengungen gemacht, dahingehend, die Schriftsteller mit den Tonkünstlern in dieser Beziehung in die gleiche Rechtstellung rücken zu lassen. Allerdings kann dadurch nach der Meinung Sachverständiger auch unter Umständen bewirkt werden, daß die verbündeten Regierungen sich veranlaßt finden, die den Musikern in dem Entwurf zugestandene Erweiterung der Schutzfrist wieder rückgängig zu machen. M.P.C. Hin und wieder begegnet man der Auffassung, der deutsche Kaiser sei durch Aeußerungen des Generals Mercier und anderer Zeugen in dem Dreyfus-Prozeß beleidigt worden. Nach deutscher Auffassung kann der deutsche Kaiser durch Aeußerungen, wie die in Frage stehenden nicht beleidigt werden. Ebenso ist es eine Dummheit von französischer Seite, wenn dort mitunter angenommen wird, der deutsche Kaiser verkehre mit Spionen oder komme jemals mit solchen in Berührung. schlossen. Nur Deutschland und Oesterreich blieben bisher hinter den übrigen Staaten zurück; wo die Frauen zum Besuche der Vorlesungen zugelassen werden, geschieht es unter allerhand Beschränkungen. Die Einrichtung von Mädchengymnasien wird seitdem fortgesetzt. — Auch im neuen Bürgerlichen Gesetzbuch ist den Forderungen selbst der gemäßigten Frauenbewegung nur in geringem Grade Rechnung getragen. Den bedeutenden Umfang der Erwerbsthätigkeit der Frauen am Ende unseres Jahrhunderts zeigt die Statistik in trockenen, aber überzeugenden Zahlen. In Deutschland betrug nach der Zählung vom 14. Juni 1895 die Zahl der erwerbsthätigen und dienenden weiblichen Personen überhaupt 25 Prozent, in Oesterreich (1890) 51,2 Prozent, in Italien (1881) 43,9 Prozent, in der Schweiz (1888) 29,1 Prozent, in Frankreich (1891) 29,5 Prozent, in England (1891) 26,9 Prozent. In Deutschland betrug die Zahl der erwerbsthätigen weiblichen Personen 5,264,408, der dienenden 1,313,954 von insgesamt 26,361,125 weiblichen Einwohnern (am 14. Juni 1895). Davon waren u. a. beschäftigt 2 753154 in Landwirtschaft, Gärtnerei u. s. w., 1 521153 in Industrie, Bergbau u. s. w., 579 608 in Verkehr, 233865 in häuslichen Diensten, 739 755 in Fabriken. Die Frauenarbeit ist dabei gegenüber der Männerarbeit überall im Wachsen. Studierende Frauen gab es an den Schweizer Hochschulen im Winter 1894/95 unter 3813 Studenten 600, darunter 362 regelrecht immatrikulierte; in Helsingfors unter 1921 Hörern 105 weibliche. In Rußland gab es am 1. Juli 1895 bereits 563 weibliche Aerzte, darunter etwa 200 in amtlichen Stellungen. Zweifellos besitzt die Frauenbewegung noch eine große Zukunft und wird das 20. Jahrhundert den Forderungen der unermüdlich agitirenden Frauenwelt ein offenes Ohr leihen müssen, während die Erfüllung mancher anderen Wünsche an den der Frauenthätigkeit von der Natur gezogenen Grenzen von selbst Halt machen wird. Ausland. New-Zork, 19. Mai. lieber die Fortschritte des Deutschtums in den Vereinigten Staaten wird der „Ostd. Rdsch." u. a. geschrieben: „Mit der Einschränkung auf die Stadt Philadelphia und ihre weitere Umgebung stellen wir eine auffallende Ueberhandnahme des Deutschen fest. Diese durch eigene Informationen gestützte Erkenntnis hat erst dieser Tage ihre Bestätigung auch in einem Amerikaner Brief der „Kölnischen Zeitung" gefunden, wo gesagt ist, daß in Pennsylvanien nicht selten alte englische Niederlassungen durch deutsche verdrängt werden. Dieses erfreuliche Uebergewicht des eigenen Volkstums zeigt sich auch darin, daß in den Städten auf den Schaufenstern und Ladenthüren die Inschrift: „Hier wird deutsch gesprochen" in ganz auffälligem Maße zunimmt. Rückwanderer oder Weltreisende werden die Richtigkeit dieser sozialen Beobachtung jedem bestätigen und vom nationalen Standpunkt aus wird davon nur mit dem Ausdruck größter Genugthuung Kenntnis genommen werden können. Der daraufhin von wohlmeinender Seite gemachten Einwendung, durch diese Verkehrsneuerung zu gunsten Der deutschen Sprache möchte der Einzelne drüben abgehalten sein, das Erlernen des Englischen mit dem gleichen Eifer zu betreiben wie früher und dadurch in seinem Fortkommen gehindert sein, weil er die englische Sprache nicht sprechen könne, wird von anderer Seite mit der Behauptung entgegengetreten, daß die Amerikaner ihrerseits noch viel mehr denn je zuvor heute auf Die Deutschen, ihre Fertigkeiten und ihre Künste angewiesen seien, und weil die Amerikaner dies einsähen, sei die neuerlich bethätigte Uebung, die eigenen Kinder deutsch lernen zu lassen, im Begriffe, bei ihnen immer allgemeiner zu werden. Jedenfalls unterliegt es bei den Kundigen gar keinen Zweifeln, daß dem Deutschtum in den Vereinigten Staaten von Amerika noch eine sehr große Zukunft bevorsteht — unter einer Bedingung — wenn nämlich die Deutschen von der nationalen Erbsünde der „Selbstverkleinerung" lassen können, dafür ihre Zahl und ihre Stärke um so selbstbewußter als bisher in das Pendelspiel der Landespolitik einsetzen und dafür einstehen, daß es einst in den Ratsälen und auf den Plattformen, wie jetzt schon auf den Storethüren von Philadelphia heißt: „Hier wird auch deutsch gesprochen." Politik macht aber, wenn irgendwo in Amerika, die Wirtschaft." Fokales und UrsvinMes. Bad Nauheim, 18. August. Vom 11. bis 17. August 1899 sind 1048 B ad egäste angekommen; verabfolgt wurden an Bädern 14 989 bezahlte und 600 Freibäder. Die Zahl der vom 1. April bis 17. August angekommenen Badegäste beträgt 19 409, der verabfolgten Bäder: 231672 bezahlte und 8617 Freibäder. A Mainz, 20. August. Zwischen der Militärbehörde und den linksrheinischen Gemeinden Raunheim, Rüsselsheim und Bischofsheim schweben gegenwärtig, ihrem Abschluß nahe, Verhandlungen zur Erwerbung eines größeren Geländekomplexes in den drei genannten Gemeinden, auf welchen mehrere große Gefechtsschteßstände in den dortigen Waldungen für die Garnisonen Mainz-Kastell, Frankfurt und Wiesbaden errichtet werden sollen. Seither wurden diese Gefechtsschießübungen in der Gegend von Sonnenberg bei Wiesbaden abgehalten und bildeten den Gegenstand fortwährender Klagen dortiger Grundbesitzer wegen Feldbeschädigungen und Störungen bei den landwirtschaftlichen Arbeiten. Diese Klagen wiederholten sich in der letzten Zeit bei jeder neuen Hebung in verstärktem Maße, und zwar teilweise mit Androhung von Entschädigungsklagen, so daß die Militärbehörde ernstlich an eine Verlegung der Schießstände gemahnt wurde und sich daher in dem obenangedeuteten Maingebiet einen Ersatz schaffen will. Mainz, 20. August. Zum Kaiserbesuch. Es ist irrtümlich angegeben, daß auch das thüringische Manen- Regiment Nr. 6 (Hanau) an der Truppenschau teilnehme. Das ist nicht der Fall, sondern das Regiment stellt nur eine Anzahl Pferde zur Berittenmachung der Begleitung des Kaisers. Vom kaiserlichen Marstall sind gestern abend um 6 Uhr 7 Minuten im Centralbahnhof von Metz aus eingetroffen zwei Sattelmeister, ein Wagenmeister, 16 Stallleute, 30 Pferde und zwei Equipagen. Diese Marstall-Abteilung steht unter Befehl des zum kaiserlichen Marstall kommandierten Oberleutnant von Heydebreck. — Eingetroffen sind auch schon die Spielleute der 42. Infanterie-Brigade, die in der Reduitkaserne in Kastel untergebracht worden sind. Das Jnf.-Regiment Nr. 81 trifft am Montag um 7 Uhr 36 Minuten vormittags in Kastel ein und begiebt sich direkt auf den großen Sand. — An der Parade vor dem Kaiser werden beteiligt sein 21 Bataillone, 10 Eskadronen und 12 Batterien oder cirfa 10000 Mann. Für die Truppenschau auf dem großen Sande gibt sich ein lebhaftes Interesse kund; die Nachfrage nach Wagenkarten auf der Kommandantur ift eine ungewohnt zahlreiche. Schon gestern waren über 100 Wagenkarten ausgegeben. Der Zufluß von Fremden scheint ein außerordentlich starker zu werden. Viele Fremden belebten schon gestern die Straßen der Stadt. Die Kasernen, die an dem Wege liegen, den der Kaiser passiert, werden auf das prächtigste geschmückt sein. Sehr hübsch geschmückt wird auch die Gendarmeriekaserne sein. Erstaunlich ist, was einzelne Hausbesitzer und auch andererseits Wohnungsinhaber für Anstrengungen gemacht haben, teils ihre Häuser, teils die Außenfronten ihrer Wohnungen zu dekorieren. Stilvoll und nobel geschmückt wird die Front des Gutenberg-Kasinos nach der großen Bleiche zu geschmückt sein. Echte persische Teppiche werden dort zur Schmückung verwandt. M. A. Mainz, 20. August. Eine für Radfahrer und Radfahrerinnen des Großherzogtums Hessen oder die solches auf ihren Touren berühren, höchst erfreuliche Nachricht, sind wir aus bester Quelle in der Lage mitzuteilen. — Auf den Straßenbrücken des Großherzogtums über Rhein, Main u. s. w. sind nämlich vom 1. September nächfthin die Fahrräder vom Brückengeld befreit. Den zahlreichen Radfahrern, die Tag für Tag die Straßenbrücke zwischen hier und Kastel passieren, wird diese Nachricht besonders erfreulich sein. Den Interessenten der demnächst zur Verpachtung kommenden Brückengelderhebereien bei Kostheim und Mainz ist von dieser bevorstehenden Brückengeldbefreiung der Fahrräder bereits von der Obersteuerdirektion Mainz Kenntnis gegeben worden. Vom Rhein, 20. August. Das Hinterschraubenboot Industrie JX. geriet gestern abend Sei der Anfahrt nach der Landungsbrücke vor dem Schlosse in Biebrich auf einen Felsen und erlitt eine starke Lekkage. Ein Teil der zum größten Teil aus Kaffee bestehenden Ladung erlitt Schaden, während es durch Anwenden mehrerer Zentrifugalpumpen gelang, das Schiff vor dem vollkommenen Sinken zu schützen. — Infolge des fortwährenden Zurückgehens des Wasserstandes sind die größeren Schiffe bereits behindert, mit voller Ladung zu fahren und müssen teilweise schon im Rheingau lichten. 30. Kongreß für Innere Mission in Straßburg. In der Zeit vom 2. bis 5. Oktober dieses Jahres findet in Straßburg der 30. „Kongreß für Innere Mission" statt. Diese Kongresse, von Wichern, dem „Vater der Inneren Mission", 1849 begründet als Mittel- und Sammelpunkte aller Kreise und Kräfte, die der evangelischen Liebesthätigkeit in Deutschland sich widmen und im Sinne ihres Gründers Pflegestätten einer weitschauenden christlichen Thätigkeit, fanden in der Regel alle zwei Jahre statt, meistens in Norddeutschland, einigemal in Süddeutschland, nämlich in Stuttgart (1850, 1857, 1869, 1879), in Frankfurt a. M. (1854), in Karlsruhe (1884), in Nürnberg (1890). Zum erstenmal findet also der Kongreß in der Hauptstadt des Reichslandes statt. Das wird gewiß viele Gäste aus der Nähe und aus der Ferne anziehen, zumal auch die Gegenstände der Referate (u. a. Evangelisation und Innere Mission, die Innere Mission in den großen Städten, die Innere Mission auf dem Lande, die Innere Mission und studierende Jugend), sowie die Namen der Referenten und Festprediger einen lehrreichen und erbaulichen Verlauf des Kongresses verbürgen. Ein Ortsausschuß hat es übernommen, für Beschaffung von Privatwohnungen nach Möglichkeit Sorge zu tragen. Anmeldungen sind bis zum 15. September zu richten an die „Buchhandlung der Evang. Gesellschaft", Münstergaffe 7 zu Straßburg i. E. Von ebenda sind auch Programme des Kongresses zu erhalten. Vermischtes. * Metz, 16. Aug. Wie früher, so hat auch in diesem Jahre die in Metz bestehende Vereinigung zur Schmückung und dauernden Unterhaltung der Kriegergräber ihre Obliegenheiten vortrefflich erfüllt. Kein Grabhügel, kein Denkstein und kein Kreuzchen, liegen sie auch noch so weit entfernt, haben gestern ihres Schmuckes mit prächtigen Kränzen entbehrt, gleichviel ob Freund oder Feind darunter seine ewige Ruhestatt hat. Allerwärts erblickt man die Zeichen wehmütigen Gedenkens und immerwährender Liebe. Zum Gedächtnis der Gefallenen fand in der westlich vom Dorfe Gravelotte gelegenen einsamen, aber durch herrlichen Waldsaum belebten Wiesenschlucht die übliche Gedenkfeier statt. Tausende von Menschen aus der nähern Umgebung und aus weiterer Entfernung wohnten dem üblichen patriotischen Feste bei. Wohin man aus dieser denkwürdigen Thalschlucht die Blicke wendet, findet man wieder zahlreich in der Ferne hervorleuchtende Kreuzchen und Denksteine, wovon das auf einer Anhöhe der Schlucht vor mehreren Jahren errichtete Denkmal des 7. Jäger-Bataillons ganz besonders eindrucksvoll wirkt. Um 4 Uhr nachmittags sammelten sich die Vereine mit ihren Fahnen bei dem Ge- denkturm auf der Höhe von Gravelotte. Bei gesenkten Fahnen spielte die Kapelle des 174. Regiments zunächst Den Choral „Wie sie so sanft ruhn", worauf die Versammelten das Lied „Deutschland, Deutschland über alles" anstimmten. Mit klingendem Spiel setzte sich dann der Festzug nach der Schlucht in Bewegung. Hier begann der Festakt. Nach einem Choral trug der Metzer Männergesangverein den Chor „Wir sind in Frieden" von Benecken recht stimmungsvoll vor. Auf einer grünbekränzten, von Fahnen geschmückten Tribüne hselt der kaiserliche Ober- regierungörat Pohlmann die Gedenkrede. Er gedachte m gebundenen Worten der int weiten Felde ruhenden Helden und führte den Zuhörern den alten Heldenkaiser und seine Heerführer Bismarck und Moltke in lebhafter Schilderung ihrer großen Thaten vor Augen. Die mit reichem Beifall aufgenommene Rede endigte mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser. Der Metzer Männergesangverein erfreute noch mit mehrern vaterländischen Chören, darunter „Vater, ich rufe dich" von Himmel. Den weitern Verlauf der Feier verschönte die Musik mit Konzertstücken, bis gegen 7 Uhr der große Zapfenstreich zum Aufbruch mahnte, womit der Gedenktag seinen Abschluß sand. Es ist beabsichtigt, noch im nächsten Jahre die Feier zu wiederholen, dann aber nur alle fünf Jahre den Tag festlich zu begehen. In diesen Tagen ist in Gravelotte neben dem Hause, in dem Kaiser Napoleon vom 15. zum 26. August 1870 übernachtete, ein neues Gebäude errichtet worden, das in großer Goldschrift die Worte „Kriegsmuseum" trägt. Es sind darin allerlei Fundstücke aus dem Kriege, Waffen, Bekleidungsstücke und Granatsplitter in ziemlich großer Anzahl ausgestellt. — Die National-Gedenkfeier bei Mars la Tour findet alljährlich mit großem Pomp und unter regster Teilnahme statt. Nicht nur den in Frankreich ansässigen Patrioten, sondern auch den noch eng mit ihm verwachsenen Elsaß Lothringer findet man hier neben vielen neugierigen Deutschen. Am Grenzpfahl hatte die Gendarmerie der beiden Nationen recht enge Fühlung miteinander; die Beamten waren kaum zwanzig 23. August: Lohengrin. Meratur, Wissenschaft und Kunst. - Goethe-Feier in Frankfurt a. M. DaS ungewöhnlich ausgedehnte Festprogramm der die Zeit vom 21. August bis zum 1. September d. I. umfassenden Goethe-Feier zu Frankfurt M. enthält für die verschiedensten Schichten der Teilnehmer allerlei ausgesuchte Darbietungen. Am 21. August im Schauspielhause „Prometheus" und „Clavtgo", am 23. August „Iphigenie auf Tauris , am 25. Wiederholung von „Prometheus" und „Clavtgo , am 26. erste Festvorstellung „Tasso". am 28. zweite Fcstoorftellung im Opernhause mit P olog und lebenden Bildern, am 29. ebenda erster Teil von „Faust" als Volks Vorstellung, September ebenda „Götz von Brrltchingen" mit freiem Eintritt für Schulen und Arbeitervereine. Auherd.m veranstaltet an bestimm en Abenden der Festausschuh verschiedenartige, für engere und wettere Kreise berechnete Vorträge, Volksvorlesungen und musikalische Aufführungen, am 27. August früh eine Huldigung der Frankfurter am Denkmal, abends arosten Fackelzug. Die Hauptfeier ist auf den 28. August verlegt, wobei das Freie deutsche Hochstift und die Deutsche Goethe- Gesellschaft die Redner stellen. Professor Dr. Erich Schmidt auS Berlin wird über „Goethe und Frankfurt" und Proseffor Dr. Veit Valentin auö Frankfurt über „Goethe in Natur und Kunst sprechen- Am Nachmittag sind Festmahl und Doppelkonzcrt im P-lmrnkartm und für den Abend die Aufführung deS „Egmont" in Aussicht genommen. DaS Goethe-Museum, der Kunstverrin, daS städtische uno historische Museum und das Städelsche Kunst Institut halten ihre Pforten offen. DaS Freie deutsche Hochsttft sowie die grotzherzogltch weimarlsche Bibliothek, das Goethe Nationalmuseum sowie das Goethe-Schiller-Archiv in Weimar geben besondere Festschriften heraus. neugierigen Leuten Geld genommen hatte mit dem Versprechen; ihnen den Teufel zu zeigen. Man ließ sogar das Gerücht von seinem Tode verbreiten, und ein Schriftsteller der Zeit behauptete, Cesar wäre im Gefängnis von einem Dämon am 11. März 1615 erdrosselt worden. Aber noch zwei Jahre später berichtete der „Mercure Franyais", daß der „berühmte Betrüger" in der Bastille gefangen gehalten würde. Später tritt er in Lothringen auf, wo er allgemein angestaunt und bewundert wurde. Guez de Balzac, der sich bei seinem Pathen, dem Herzog von Epernon, in Metz befand, berichtet über seine Wunderthaten folgendes: „Cesar hat den schönen Geistern ganz neue Arten der Zerstreuung gezeigt und ihnen eine große Meinung von seiner Wissenschaft gegeben. Er läßt Personen auf einer Tapete tanzen und alle Gesichter einer Gesellschaft doppelt erscheinen; er läßt einen Fluß im Saale entstehen und von Geistern ein Ballet tanzen. Das sind für ihn ganz gewöhnliche Aufgaben, oder wie er selbst sagt, nur die äußere Schale seiner Philosophie." Die Gestalt des großen Charlatans wird dann noch satirisch behandelt in dem „Romant satyrique“ von Jean de Lannel, der 1624 erschien. Sein Porträt ist hier nicht geschmeichelt: „Sein Gesicht war von großen, (auch in Umtausch gegen illter^Werke) sowie alle andern Bücher liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an *3^ 'ff® JL 0« Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VII. roten Pickeln entstellt und sein Kopf ganz der Haare be- . raubt. Er trug eine ungeheuere Spitzen-Fraise, einen hohen und spitzen Hut mit schmierigem Sammt gefüttert, der so abgetragen war, daß er nur noch an Fäden zusammenhielt. Der Rest seiner Kleidung war nicht einen Sou wert. . . Es war unmöglich, ihn ohne Grauen anzusehen, denn er glich einem Gespenst... Auf der Thür seiner Wohnung war ein großes Schild angebracht, das jede Art von Krankheit zu heilen verhieß. Sein Laden war voll von Schachteln und Gefäßen mit Inschriften, wie: Wasser für em Gerstenkorn, Gesichtwasser, Zähne-Opiat, Pasta für die Hände u. A." . . . Ueber den Rest seines Lebens und sein Ende ist nichts bekannt geworden. * Der Bakteriengehalt der Mineralwäffer. Sowohl künstliche wie natürliche Mineralwässer haben meist einen ziemlich hohen Keimgehalt. Man darf hier jedoch nicht denselben Maßstab wie an das Leitungswaffer anlegen. In wohiverschloffenen Flaschen nehmen die anfangs selbst in geringster Zahl vorhandenen Keime allmählich zu, ohne daß hieraus ein Nachteil in gesundheitlicher Beziehung entstände. Diese Keime können von dem ursprünglich benutzten Wasser । herrühren. Bei Leitung^ und Brunnenwasser ist dies ohne weiteres zu verstehen, destilliertes Wasser wird nach der Destillation, bei der es den unangenehmen Blasengeschmack bekommt, zu dessen Beseitigung durch Kohlefilter geführt, in denen es Pilze aufnimmt. Eine weitere Verunretmgungs- quelle sind die zugesetzten Salze, eine dritte die Flaschen. Gerade die letzteren, denen bisher keine größere Aufmerksam- I feit geschenkt wurde, können dem Wasser bedenkliche Keime beimtschen, wenn sie nämlich nach vorheriger Benützung wieder frisch gefüllt werden, ohne genügend gereinigt worden zu sem. Eine ausreichende Reinigung wäre leicht zu erreichen, wenn man das zur Abkühlung des destillierten Wassers in den I Fabriken benützte Leitungswasser, das 65 bis 80° hat, in I die gebrauchten Flaschen leitete und eine Stunde darin stehen I ließe. Völlige Keimfreimachung der künstlichen Mineral- I wässer läßt sich nötigenfalls durch nochmaliges Abkochen des I filtrierten Wassers und Sterilisation des Mischers, der I Salze rc. erzielen. ________ 26. August: Walküre. Sonntag den AU aimni Montag den 28. August: Goethe-Feier. Werter Abend. Festvorstellung zum 150. Geburtstage Goethes. Prolog. Lebendes Bild. Unterhaltungen in Bad-Nauheim vom 22. August bis 26. August. DienStag den 22. August, nachmittags von 4>, bis 6Vs und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Knrkapelle. Abends Sinfonie-Konzett. Mittwoch drn 23 August, nachmittags von 4 /, bis 6Vi und von 8 bis 10 Uhr aus der Terrass-: Konzert der Kurkapclle. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung. Glück bei Frauen. Donnerstag den 24. August: Von 11 bis 12«/» Uhr mit «gS spielt bei gutem Wetter die Kurcapelle am Teichhause. Nachmittag» von 4'/, biS 7 und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kapelle deS KönigS-Ulanen-RegimentS (1 Hannoversches) Nr. 13. Abends von 8 bis 11 Uhr im Saale: Tanz, tftet ag den 25. August: Feier beS Allerhöchsten NamenSfesteS Sr. König!. Hoheit des Großherzogs. Nachmittags von 4'/, bis 7 und abend« von 8 bis 9 Uhr: Großes Feuerwerk vor der Terrasse. Bei fchlechtem Wetter findet das Feuerwerk womöglich am folgenden Abend statt. SamStag den 26. August, nachmittags von 4*/, bis 6V, und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Abend« 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. In NauheimS größter Stunde. Hierauf: Sie muß nach Nauheim. Zum Schluß: Herzfehler. Spülplav der Bereinigten «frankfurter Stsdttheater. Schiffsnachrichten Drr Postdampfer „Switzerland" der .Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 16 August wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Opernhaus. Dienstag den 22. August: Das Nachtlager von Granada. Hieraus: Ballet-Divertissement. Mittwoch dm ~~ ~ Bärenhäuter. Donnerstag den 24. August. Freitag den 25. August geschlossen. SamStag dm Walküre. Sonntag den 27. August geschlossen. Vi^dkarten in allen Schriftarten und Kartons werden schnell und billig «gefertigt in der Brühl'schen üniversitätfr. Bach' a. 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Den Wea durch das Dorf Mars la Tour zierten viele Fahnen und Flaggenmasten mit der Trieolore, °n denen Wappen- schilder mit der Inschrift R:F. prangten. Das dicht hinter dem Dorf liegende Nationaldenkmal war liberretd) mit I Kränzen beladen, worunter sich auch einer mit der Inschrift: „Gewidmet von der Vereinigung zur Schmückung und Unterhaltung der Kriegergräber in Metz" befand. Um Mittag, nach Beendigung des feierlichen Gottesdienstes, setzte sich von hier aus der Festzug unter Trauerklängen der 0 ^ Z, pied in Bewegung, an der Spitze die Geistlichkeit,alsdann, von Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett geleitet, zwei junge Mädchen in elsässischer und lothringischer Landestracht, dahinter in tiefer Trauer Damen mit blau-weißroten Schärpen. Der Unterpräfekt des Departements Meurthe und Moselle hielt eine kurze Gedenkrede, die mit dem dreimaligen, mit großer Begeisterung outgenommenen Rufe „Vive la France“ endigte. Von allen Setten schlossen sich lang anhaltende Rufe: Vive l’armee und sogar L bas I les juifs an, worauf die Musik die Marseillaise spielte. Die ziemlich kurze Feier endigte mit dem feierlichen Rückzug i der Teilnehmer. Militär der verschiedensten Waffeng^tungen war zahlreich vertreten. Das Bild war farbenreich, aber sonst nur wenig eindrucksvoll. * Funde in Straßburg. Die Umwuhlung der Straßen der alten Römerstadt Straßburg, wie sie durch die Cin- fübruna der Schwemmkanalisation notwendig geworden ist, I bat eine über Erwarten reiche Ausbeute an wertvollen I archäologischen Funden gebracht, unter denen insbesondere prächtig erhaltene römische Wandmalereien hervorragen. I Auch vorher schon war die Sammlung elsässischer Alter- I tümer, im Besitze der „Gesellschaft für Erhaltung der geschichtlichen Denkmäler im Elsaß", von bedeutendem Wert. Bisher haben sich die umfassenden und zeitraubenden Arbeiten I die mit der Verwaltung und Ordnung einer solchen Sarnrn- lunq notwendig verknüpft sind, durch die Opferwilligkeit der betreffenden Fachprofessoren der Universität bewältigen lassen. Seit geraumer Zeit schon war es aber für jeden Kenner der Verhältnisse offenkundige Thatsache, daß eine Weiterführung dieses Systems nicht möglich sem wurde. So ist es denn sehr erfreulich, daß nunmehr die genannte Gesellschaft für ihre Altertumssammlung einen ständigen | Konservator angestellt hat in der Person des Buchhändlers Karl Welcker, der reiches Wissen und große praktische Erfahrung auf dem archäologischen Gebiete vereinigt. Er hat früher als Kommissar bei den großen Reichslimesausgrabungen mitgearbeitet. Mit seiner Anstellung wird es jetzt besser als bisher möglich sein, auch in Straßburg, ähnlich wie in Köln, Worms und Mainz, die Ausgrabungen der Straßen systematisch daraufhin zu überwachen, daß alle Funde von archäologischer Bedeutung an das Museum abgeliefert werden, unter sorgfältiger Feststellung des Fundortes und der nähern Umstände; grade der Mangel solcher Feststellungen ist bei einem guten Teil der früher gefundenen Stücke der Straßburger Altertumssammlung sehr zu bedauern, und erschwert erheblich die wissenschaftliche Verwertung des reichen Materials. Wir haben auch in Fachkreisen davon sprechen hören, daß die in den letzten Jahren angestellten archäologischen Nachforschungen möglicherweise dazu führen werden, die bisherigen Anschauungen über das römische Straßburg erheblich zu modificieren. Da ein besonders dazu berufener Fachmann, Professor Dr. Thrämer, für die bevorstehende Generalversammlung der Deutschen Geschichts- und Altertumsvereine (in Straßburg vom 25. bis 28. September) ein Referat über „Das römische Straßburg" übernommen hat, wird man über diese Frage, die weit über die Fachkreise hinaus Interesse beanspruchen darf, bald näheres zu hören bekommen. K. Z. * Ei» rätselhafter Magiker des 17. Jahrhunderts. In den Schriften des 17. Jahrhunderts ist häufig von einem Magiker, Namens Cesar, die Rede. Er wird z. B. in der „Mondreise" des Cyrano von Bergerae neben dem Doktor- Faust genannt. Es handelte sich, wie das „Bulletin du Bibliophile" berichtet, um einen Abenteurer, der zur Zeit Ludwigs XIII. lebte. Man schrieb Cesar außerordentliche Wuuderthaten zu: So hatte er den Tod des Marschalls Biron und den Heinrichs VI. vorausgesagt. Ein Geist, Namens Sophokles, sprach stündlich zu ihm und stellte sich ganz zu seiner Verfügung, ihm seine Befehle auszuführen. Im Jahre 1608 saß Cö'sar im Gefängnisse unter der Anklage, einen Edelmann durch Hexerei getötet zu haben, ein anderes Mal wurde er beschuldigt, daß er einem jungen Alaune Liebestränke verabreicht habe, und jedesmal soll sein Schutzgeist ihn wieder in Freiheit gesetzt haben. Im Jahre 1615 aber wurde er von neuem eingesperrt, weil er von Universitäts-Uachrichten. — Berlin. Dem Vorgehen drr hiesigen Universität gegen dm Plan der Einführung des Titels eines Dootor rerum techm- carurn und die Gewährung des Privilegiums an die echnischm Hochschulen, diesen Titel zu verleihen, haben fich auch die Universitäten Bretzlau, Göttingen, Greifswald und Königsberg angeschlossen. Die KöntgSb. Hart. Ztg. glaubt annehmen zu können, daß auch die übrigen preutziichen Unioersttüien dem Be-ipiel iolgen Werdern ES Hcat, wie man dem genannten Blatt aus akademischen Kreisen schreibt, diesen Schritten keineswegs irgend ein Mißwollen gegen die technischen Hochschulen oder eine Verkennung der großen Bedeutung zugrunde, die ihnen im geistigen Leben der Nation zukommt, sondern die Erwägung deS völlig verschiedenen Charakters und der durchaus verschiedenen Ausgaben der beiden Arten von Hochschulen. — Das gr oßherzogl. badische Ministerium deS Innern hat den Einspruch des Erzbischofs von Freiburg gegen die Aufführung von Halbes „Jugend" zurückgewiesen. — Heidelberg. Am 17. August waren eS hundert Jahre, baß der Staatsrechtslehrer en der hiesigen Universität, Robert v. Mob! (gestorben 5. November 1875 in Berlin), der Bruder Hugo, Julius und Moritz v. MohlS, geboren wurde. — Rostock. Der Prtoatdozent der Chemie an der hiesigen Universität Dr. Richard Stoermer wurde zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der dortigen Universität ernannt. Hie theologische Fakultät der hiesigen Universitäi verlieh anläßlich der am 19. August in Helmsnr.stadt in Siebenbürgen stattgefundenen Enthüllung deS Der krnals des Bischofs T-.-utsch, dem Sohne des Gefeierten, Pfarrer Teutsch, die Würde eines Ehrendoktors. — Halle. Hier beging am Freitag der Geh. Medizinalrat P os. Theodor Weber feinen 70. Geburtstag. — Wien. Der ordentliche Professor der klassischen Philologre an der hiesigen Universität, Hosral Dr. Karl Schenkt, ist in drn Ruhestand getreten. — Lausanne. An der hiesigen Universität wird den deutschen Studienordnungen gemäß schon seit dem vorigen Jahr in jedem Semester „Geschichte und Sostem deö römischen Rechts" in wöchentlich 10 Stunden gelesen. Von Oktober d. I. an wird auch den Bedürfnissen der deutschen Rechtshörer deS zweiten Semesters Rechnung getragen werden durch eine vierstündige deutsche Vorlesung über den allgemeinen Teil des bürgerlichen Gesetzbuchs, ergänzt du.ch zwei- stündige Uebungen üb-r römisches und deutsches Recht, gleichfalls in deutscher Sprache. — Zürich. Der bisherige Direktor des eidgenössischen Polytechnikums Professor Herzog (Mafchinenbau) ist nach vierjähriger Amtsdauer zurückgetreten. Sein Nachfolger im Direktorium ist der Chemiker Professor Dr. R. Gnehm. Als Vorstand der chemisch- technischen Schule am Polytechnikum trat Pros. Dr. Georg Lunge zurück. Ru seinem Amtsnachfolger wurde Prof. Dr. C. Bamberger gewählt. Im abgelaufenen Schuljahre 1898 99 zählte das eidgenössische Polytechnikum 935 Studierende; am stärksten besucht war die mechanisch-technische Abteilung mit 322 Schülern. Von den Studierenden waren 553 Schweizer und 382 Ausländer, darunter 90 Österreicher und 68 Deutsche. Der Lehrkörper zählte 65 ordentliche Professoren, 6 Honorarprofessoren und 28 Prioatdozenten. Sech« neue Lehrstühle für Geographie, Wasserbau, Spezielle Zoologie, Anatomie und Physiologie, Elektrochemie und physikalische Chemie, sowie für Landwirtschaft wurden im abgelaufenen Schuljahre errichtet. > hat auch in diesem wg zur Schmückung egtrgräbet ihre n Grabhügel, kein auch noch so weit ober Feind darunter 15 erblickt man die lmerwährender Liebe, in der westlich vom aber durch henlichen bliche Gedenkfeier er nähern Umgebung dem üblichen patno- dieser denkwürdigen man wieder zahlreich hen und Denksteine, hlucht vor mehreren äqer-dataillons ganz 4 Uhr nachmittags PhiW iti d-m 6* Wt. St' g-M» i. Regiment« NM n-, worauf (Urlaub über « ®ier begann bet ; *)ir anänner. frieben" i*®«* gedachte " k, hem. ine« „freute iren, barunt« mb- . „ dann aber wiederhol^ fcSie 8etle*y^®ie waren Egmont. Schauspielhaus. Dienstag den 23 August: Fuhrmann Henschel. Mittwoch den 23. August: Goethe-Feier. Zweiter Abend. Iphigenie auf TauriS. Donnerstag den 24. August: Nora. Freitag dm 25. August: Prometheus. Samstag den 26 August. Goeth^ Feier. Dritter Abend. Festvorstcllung zur Vorfeier von Goe he« 150. Geburtstage. Torquato Tasfo. Sonntag den 27. und Montag den 28. August geschlossen. ________________ Verkehr, Kand nud DolksNirtschB. 19. Aug. Fruchtpreise. Wehen »4L 15,22—15,50' Korv d 13,00-00,00, Gerste^ 00,00- 00,00, 13,00-14 60, Erbsen -M. 00,00-00,00, Stufen X 00,00-^0,00, Wicken -*00.00, Vdn X 00 00, Kartofirtv 0 00—0, 0. Samm X 19,10—00,00 ^Myrrholin-Seife unübertroffen zur "föaut- und Qchönhettspjlege. (dis beste Kjnderseife ärztlich empfohlen, (leberall, auch in den (dpothe!{en, erhältlich. hniilmi null. Kiew M M. M eitler empfiehlt stets vorrätig: Kaffee- und Thee-Gebäck Kuchen und Horten etc. Gefrorenes h «rschirbevro Sorten und anerkannter Tnle. AuSschank von 3912 la. echt Pilsener und Münchener Bier. 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Ifonbbritfe. »7. Westdeutsche Bcr. Königs- u. 3 do. Anl. 83 20 82 — Deutsch« 4 Gothaer unkb. Bodencredit Laura . . . 267.15 263.65 3 L»«Hsch-. D. Reichs-Anl. do. .... 99.25 89.85 99.25 89.20 4 »V, do.Staatsrte. do.E.B.Gold v 89 . . . . 96.75 101.60 96.15 101.10 4 4 Hess. Ludwigs- bahn v. 68/69 —.— —.— 4 1903 .... Grundschbk. Ser. V—VI 100.50 101.20 100.50 101.20 4 in Cöln . . Ung. Lds.-Ctr. 96.80 95 — 96.80 95.— Oest. Staaisb. 149.90 150.30 Bi/X Preaß Consolü 99.25 99.10 5 Arg. inn. Anl. do. äuß. v. 88 87.30 4 Allg.dt.Kleinb. 100.80 100.50 4 do. I -II 100 — 100.— gietrft. do. Südbahn 83.50 34 30 8 do..... 89.85 89.20 4*/, 76.— 75.90 «uSiLudisch«. 37, do. unk. 1906 96.50 96.50 4 Buderus . . . — — Gotthardbahn. 143.40 143 30 8 . »l/z Barische v. 86 B yr.St.-Obl. 96.50 95.90 5 4 ChineflscheAnl. Egypt. unific. . 98.— 97 80 106.70 4 4 Etisab.-B.strfr. Kaschau-Oder- 99.95 4 Frkft. Hypbk. XIV..... 100.60 100 50 4 47, Eisenb.Rtbk. . Hirzh. u. Lollar 100.— 100.— Jura-Simplon Princ Henry . 113.70 113.10 Bl/, a.Heff.S.-Obi. 103.70 103.70 6 Mexico v. 90 . 100.30 100.30 berget o. 91 — — — — 57, fco.XII—XIII 95.80 95 50 Loisk do..... 96.80 96.50 5 do. Eisend. . do. Silber. . —._ 100JW 4 Lombarden . . __— 95.— 37, do. XV. . . 9680 96.50 -Ulk-Art: en. t» Procentru. do...... 85 85 85.75 27.35 27 20 do...... 4 Frkft. Hyp.- Creditoerein Dtsch.Rrtchsbk. Berliner Hand. 155.70 154.80 Württemberg. _ _ 4 4 Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Regul. Cöln-Minden. 142.40 141.30 166 — Zi 97 — 96.— siäUe-Kbl. 4 Oest. Staatsb. 100*30 99.6' 99.60 99.50 171.20 169.30 5 « 416u6«»t. Griech.E.B v. 1890 .... Griech.Monop. 41.50 4 »71 37, Darmstädter . do...... —.— 3 8 do. I-VIII . do. o. 85 . . do. Erg.-Netz Prag-Dux 96 . 91.75 91.40 85.80 4 37, do. Ser. 27 . do. Ser. 28, 30, 33 . . . do. Ser. 29 . 100.80 95.30 96.40 100 80 95.20 96 30 Darmstadt. Bk. Deutsche Bk. . Dt. Ginoffbk.. Disci.-Comm. 150.80 208.90 117.20 196.70 149.60 206 80 117.- 194.80 5 37, 137*40 130.— 136 95 4 41.— Gießener (alte) do. v. 96 . . Mainzer . . . —.— —.— 3 3 87.40 80.50 87.10 80.15 37, 3 Madrider. . . Mein. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 135 80 135 25 6 8 Italiener Nte. do...... 93.20 59.20 100 65 99.80 93 10 59.20 100 25 99.85 3 7, 4 101.10 101.30 3 Raab-Oedenb. (alte) . . . do. v. 97 . . Rudolf Gold . 77.40 76 80 4 4 Ldw.Cred.-Bk. Hambg. Hypbk. Ser.141—250 do. 46—190 98.95 98.95 Dresdener . . Mitteldt. . . . 166.50 116.40 164.50 116.30 145 50 243 30 5 148.75 143 90 Oest. Goldrte.. Oest. SUberrte. 37, oo...... —— —— - ■ 1 ■ 100.— 95.25 100 — 95.— Nationalbk. . . Oest.Cred.-Act. 146.80 245 20 3 —— » - —— — 4 Offenbacher. . Wormser . . . do. . . . Lissaboner , . Rom n—vm Buenos - Aires 101.— 101.— 3 4 75.60 100.50 75.70 100.40 37, 87, 27, Naab-Grazer . Türk. fts. 400 103.80 128.— 103.80 126 60 41/s Portug. Staat 37.95 36 — 87, • 3 Jtal. gar.S.B. 58.30 58.— Meining. Hyp. 90.— 95.- -vmßrie-Arttrv 8 do...... 24.30 23.65 3 Lworneser . . 61.— 61.05 4 do. neue . . 100.— 100.— per Stück tu Mk. 5 4 Rum. am. Ruffen v. 80 . 100 05 100.10 99.90 4 1*' 95.10 69,— 95.10 4 5 Sicil. v. 91 . ToScanier . . 96.60 99.— 96 60 99.05 37, 4 do. unk. 1907 Pomm. Hypbk. 96.80 100.50 96.30 100.50 Kleyer Fahrrad Henninger 233 — 234 50 Ansbacher fl. 7 Augsburg, fl. 7 — — 39 — B‘/z Schweb en v 80 100.— 99.60 4 Ruff. Südost . —__ 99.10 4 Preuß. Hypbk. Brauerei. . 143.— 143.50 Brlchw.Thlr20 —— 125 50 4 Serbin v. 95 . 60.96 60.55 ÄlaBfcesVrt.Jal. 4 do. Südwest 1 ■ ■ - 99.90 VÜI—XII 100.— 100.— Farbw. Höchst. 402.— 403.50 Freiburg, fs.10 25.90 26.80 4 Spanier . . . —— 4 S.-Braunf.. . —.— 4 Rjäsan - Uralsk 99.90 99.20 4 do. neue . . . 101.70 101.70 Nordd. Lloyd . 122.40 121.50 Mailand, fs.10 13.05 13,20 5 Türk.Zoll-Obl. 99.60 100.^ 87, do...... 93.— —.— 4 Wladikawkas . 99.90 37, do. 1905 . . 96.50 96.50 Bochumer Guß 268.— 264.50 Meininger fl. 7 24.50 24 85 1 bo.conuJiit.C. —.— —.— 37. do. Lich . . . —.— —— _ — 5 Anatolier. . . 100.70 100 05 37, Rhein. Hypbk. Gelsenk. Brgw. 203.50 200.50 Pappenh. fl. 7 24.50 23.80 1 do. Lit.D. 22 80 —.— 87, Dsnbg.-Bierst. 89 50 87 95 3 Salon.-Mon. 59.— 58 70 unk. 1904 . 94.— 93 80 Harpen. Brgw. 200 25 198.70 BenedigerL.30 —.— 23 40