Donnerstaii den 22. Jam Zweites Blatt •tNMM u«n< «test Spanien zn zahlende Entschädigung für die Abtretung der ltersweg 6. durch die Erklärung der Regierungs - Vertreter be- da er zu iIMigen. ■rtt illilne^me bei limiiagl. I Jtkltiion, Lrprdition und Druckerei: KchNkstra^e Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anr-iger chketze«. Fernsprecher Nr. 51. lerKiN< Anzeigen zu der nachmittag- sür de« K,awiW i-«l erscheinmden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigrn-BermiNlung-stellen de» In- und Au»land<» nehmen Anzeigen sür den Siebener Anzeiger entge,«. "'tu *8812,^1 'l°tschö,n, nKeKa» Flursch^ ,'ka n Artikel v>L KslMk!n,K billigen Prel»« an. - Zwiikei lut und billig, tck. Hmchi Gießener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren ,um-An! ekenberg. Hombnga^ IMMeßener wrb-dce V» Anzeiger viermal ki|dkgL Gratisbeilagen^Viehener Familienbtätter, Der hessische Landwirt, Mütter für hessische Volkskunde. » A-ssch« ’® r». d. M ästsMttiid! elm. E. §j i' PV.UHI. ivvvvvtw/ |V rr< rr £ ;Ridähinqrit hin durch neu anzulegende Chausseen aufge- schlÖJ>fitn Werden, was bei dem Mangel von Steinmaterial, eine::« Kostenbetrag von etwa 400 000 Mk. verursachen wüv^r. iHierzu kämen noch die Unterhaltungskosten wie Die ’M Mn Kir die Straßenwärter. Es sprechen deshalb eine groH Anzahl Gründe dafür, daß sich ein weit vorteilhafter "NufMui der Waldungen durch Anlage einer Waldbahn - mit' Mnengleise mit der Hauptrichtung ..Station Sprend- ; linM.°-Nähre Okriftel am Main" bewerkstelligen lasse I WäMmd dermalen sür Beförderung eines Festmeters Holz Feuilleton. W«, die Korallentierchen unsere neuesten Kolonien erbauten. Von Alexander Bauer. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Deutsches Keich. «Berlin, 20. Juni. Die Kaiserin trifft, wie aus Kiel gemeldet wird, am Donnerstag dort ein unb nimmt im Schloff- Aufenthalt, um den Kaiser welcher am selben Tage mit der „Hohenzollern" in Siel antommt, zn lcmiÄi Waldbahn die Beförderung des Kubikmeters bis zu 10 . tiometcr Entfernung zu einem Kostenpreise von 1 Mk. erfmta, weshalb dem Unternehmen eine gute Rentabilität und, Weichliche Entwicklung >n sichere Aussicht zu stellen sei. An-> lii »weite Kammer wird deshalb das Ansinnen gerichtet, dem « Anlage dieser Waldbahn, erforderlichen Betrag von 90 'M Mk. zu Lasten der Ueberschusse der Hauptstaatskasse welchen sie lange Reise unternahmen, indem sie nach den Sternen und anderen Zeichen am Himmel steuerten. Sie verstanden es, sich Lebensmittel durch Trocknen zu konservieren, und hatten demnach keine Schwierigkeiten, sich für eine längere Fahrt mit Proviant zu versehen. Die Routen ihrer Seefahrten, die sie von Insel zu Insel verfolgen, sind uns allmählich bekannt geworden ... - lange Reisenvon über 1000 Meilen wurden jedoch nicht oft absichtlich unternommen; häusig waren sie eine Folge des Zufalles, so wenn die zerbrechlichen Kanoes, von einem plötzlichen Sturme überrascht, den Winden preisgegeben waren, und entweder untergingen oder durch einen Glücksfall zu unbekannten Gestaden führten." , . . . . . „ So entstanden durch die weite Thätigkeit der Korallenpolypen und des Ozeans jene flachen, niedrigen, aber lieblichen Inseln, das Entzücken der Seefahrer, der Schauplatz der Robinsonaden unserer Jugend, das Paradies des Friedens, mit üppigen Pflanzen und Bäumen, harmlosen Tieren, fröhlichckiebenswürdigen Bewohnern. Auf die zahlreichen andcrweiten Erklärungsversuche der Biloung der Korallen- Atolls wollen wir hier nicht emgehen. Nur kurz sei bemerkt, daß Darwins Hypothese von anderen Forschern bestritten wurde, sich aber trotzdem als die wahrscheinlichste die weiteste Bedeutung sicherte. In neuerer Zeit kam Sollas auf den Gedanken, die Wahrheit dadurch zu ergründen, „daß er ein Bohrloch in ein besonders charakteristisches Atoll triebe und durch Proben das Baumaterial desselben bis zu Tiefen, die bedeutend größer sind als die Lebensgrenze der Korallen, feststelle". Diese Idee ist nach Ueberwindung ungeheurer Schwierigkeiten verwirklicht worden. Die Entscheidung scheint die Ansichten Darwins zu bestätigen, denn Umschau bemerkt wenigstens in Ergänzung eines ausführlichen, darin enthaltenen Berichtes Sollas über seine Untersuchung: „Inzwischen ist die Entscheidung ge- fallen. Nachrichten von Fnnasuti zufolge (8. September) erreichte der Bohrer eine Tiefe von 330 Meter ober 50 Meter unter ber Basis ber steilsten Klippe Das Material, woburch er ging, war Korallenkalk." Wir nuff-n also nun, bei wem wir uns in erster Linie für unsere neuesten Kolonien zu bedanken haben. sich oft auch in mächtigen Bänken an der Oberfläche der Riffe anhäuft. In Verwesung übergehende Pflanzen- und Tierstoffe liefern einen vortrefflichen Dünger, sodaß mit der Beit ein für das Wachstum von Pflanzen geeigneter Boden entsteht. Die Wogen spülen Samenkörner aller Art an das neuentstandene Land, der schmale Gürtel beginnt sich mit Vegetation zu bedecken, deren Schönheit und Ueppig- keit dem tropischen Charakter der Gegend natürlich entspricht. Kokosnüsse kommen in erster Lime in Betracht, oft stellen sie auf den kleinen Inseln die einzige Baumart dar. Oft siedeln sich aber auch eine Fülle köstlicher Gewächse an, denen der Mensch, von einem durch die Paffat- winde und den Einfluß des Ozeans gemäßigten Klima unterstützt, noch eine Reihe weiterer Produkte hinzusugt. Das Tierleben vermag sich natürlich nicht besonders reich zu gestalten, es beschränkt sich auf Geschöpfe, die entweder im Meere leben oder sich auf Flügeln hinschwmgen können. In der That besaßen diese Inseln bis auf die mit Flugwerkzeugen ausgestatteten Fledermäuse ursprünglich gar keine Säugetiere, nur Schweine, Hunde, Hühner und Ratten hielten mit den Urbewohnern ihren Einzug, Pferde und Hornvieh wurden später aus Europa eingefuhrt. Vogel gab es dagegen erklärlicherweise in ziemlicher Menge. Sorgten doch die Korallen auch selbst überall für das notige Trinkwasser. „Man sah," schreibt Roßmäßler, „in nur wenige Meter tiefen Löchern, die man ui geringer Entfernung von der Küste in den felsigen Korallenboden grub, süßes Wasser — kein Regenwasser — sich ansammeln. Mithin scheint die poröse Korallenmasse das Seewasser von seinem Gehalt an Salz und sonstigen es ungenießbar machenden Bestandteilen zu reinigen." Uebrigens vermochte sich auch Regenwasser in geeigneten Senkungen anzusammeln — doch leiden viele der Inselchen an Trockenheit, wahrend die hohen vulkanischen reich an Quellen und Sturzbachen sind. Wie vermochten sich indessen diese Eilande zu bevölkern? Kein Zweifel, daß die Menschen m Booten und Kanoes an ihnen landeten. W. I. Sollas erklärt den Vorgang wie folgt: „Was die Eingeborenen betrifft, so gievt es nur eine Antwort — sie tarnen in Booten, ^n früheren | Zeiten besaßen die Polynesier ausgezeichnete Seeschiffe, mit "^Berlin, 20. Juni. Reichskanzler Fürst Hohenlohe veranstaltet heute abend em Diner, zu »eifern ' unaen an die Staatsminister v. Miguel und Graf Posa- dowsky, Staatssekretär Freiherrn v. Bülow sowie auch die Quästoren und Schriftführer des Reichstages und des Abgeordnetenhauses und an andere hochgestellte Persönlichkeiten Berlin," 20. Juni. Im Abge 0 rbnetenhauf - stanb heute der Gesetzentwurf betreffend den Karfreitag zur ersten Beratung. Eine Kommissions-Beratung wurde nicht beantragt. Auf der morgigen Tagesordnung stehen RMn- Pensionierungen, Nachtragsetat, Rechnungssachen, ^nittativ- Anträge. Berlin, 20. Juni. In dem heute dem Reichstage zng-gnngruen zweiten „NachtragS-Eint werben 9== vvm'sö." August 1884, die Erbfchafts- und I Schenkungssteuer betr., schlägt der Ausschuß vor: die Kam- | von Heyl fernen mwjrcm a mer wolle den Gesetzentwurf annehmen. 18»» Nezug»»rei» vierteljährlich 2 Mart 20 Pfß. monatlich 75 Pf», mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 vierteljährlich. a7ch damck streitung der Ausgaben für bu Haltung bet • ' 1 Unter den 550000 Mk. Verwaltungskosten sind 440 000 Mk. einmalige Ausgaben, also künftig fortfallend. Die fortlaufenden jährlichen Ausgaben für die nächsten Jahre sind auf 220000 Mk. veranschlagt, von denen für das laufende Jahr nur die Hälfte mit 110000 Mk. gefordert wird. Berlin, 20. Juni. Die Reichstags-Kommission zur Beratung des Gesetzes über die Handelsbeziehunge n zum britischen Reiche trat heute vormittag zusammen. Nachdem die Vertreter der Regierung in ausführlicher aber streng geheim zu haltender Darstellung nachgewiesen hockten, daß Mit der Küste zugleich sinkt aber das Korallenriff, bie i n ciine Tiefe, in welcher die Korallentiere nicht mehr zu richi'tren vermögen, geratenden unteren ^eüe sterben ' ab>, ch.rend oben ein immer neuer Auf- und Anbau er- ?oM Je mehr die betreffende Insel versank, je mehr also ihrMlie Men Stellen ins Meer hinabtauchten und die höheren heitortTaten, je mehr stand auch das Korallenriff von dem . jcrÄttiben Jnselreste ab. So ward allmählich aus dem »ntlfl, . SckmrM ein Korallenriff, und aus diesem, nachdem im i ßa.» ei nes langen Zeitraums bie Insel gänzlich versunken, OleiCh^ baiMfoiattenriff aber stets in ber Höh- des Ebbmiveaus D,. k < -tltota warben war, ein Atoll, ein ringsarmiges Riff mit rbültllWJ^ cinÄ Sigune in ber Mitte. Denn bie Riffkorallen ge- -StTMÄ «eich', immer nur an bet äußeren, der freien Brandung berst!Serres ausgesetzten Seite; wirb baher auch nach dem 6 SJe&an des ehemaligen Landes ber innere Raum frei, fo ----C,.«#! Igjffltifje benfelben bach völlig unberücksichtigt. Das Meer- f lltllirlfW wach Meibt also barin stehen, eine Art See innerhalb beS ** „t*81 d tu ui: SotaHengürtels bilbenb. Höchstens ragt manch- »■■•’***/ maüm» ein« höchst- Erhebung ber ehemaligen Insel 5c» hätten wir allerdings erst vamGrunde des Meeres 489 7. iJlfl auch-i-rid-, steile, turmartig- Riffe, aber nach ferne w.rf- mitT’iiintn und Pferden auf eine Entfernung van b Kcko- lti 10 Pst. j 55 meta. Mk, «erlangt.würden, fönne^ durch, die «zu- 65 Pf», bst 101 broet, per Pst- $fb.44fc lü golbgelb, pet Pi !fd.25P!»,b-i Pfd. i 17 Pi» ., bst 5 Pfd. i I1 fg, bei ° Hfl.1 tn 25 Pi», l‘li „ „ । Ein van dem Abg. MöNinger erstatteter Bericht des f Parlameutarlsches aus Heyen. ersten Ausschuffes über bie Vorlage Graßh. Ministeriums Üne an bie Erste Kammer gerichtete Vorlage Graßh. ber ginan5en- di- Einrichtung ber Streckenblackierung auf Mirb-UmimS ber Finanzen, die Anlegung einer Walbbahn bem $cffif(6cn Teil der Bahnstrecke Bingerbrück-Mainz— in tSlene zwischen Mainz, Franfsurt unb Darmstadt, Bischofsheim betr. schlägt der Kammer cor: d'° versassun^- hejim. bii Kasten hierfür betr. führt aus, m der Ebene mä^ Zustimmung dazu erteilen zu wollen, daß i«! Em- ,wij«i«i Main unb Rhein, zwischen den Städten Mainz, ri^tung ber ©tredeublodieTung aus dem Hesstsch-n Teil der ;v a nijurt unb Darrnstabt bilben bie sisfalischen Walbungen I Bahnstrecke Bingerbrück—Mainz—Bischatsheim ber Betrag bet . Cberjörftereien Mitte'.bick, Möiichhas, Manchbruch unb j00 2gg aus dem B-triebSüberschuß der Staats- Mä igfftlbeii einen großen zusammenhängenden Damamalbesttz cifenha[,nen in ber Finanzpenobe 1897/1900 verwendet und non: 6211 Hektar Flächengehalt mit einem Milchen Hiebs- gemeinschaftlichen Eifenbahnverwaltung nach Maßgabe fatz t M ungefähr 30 000 Festmeter. Die Annahme, daß b(g Z^EelS 11 Absatz 5 des Staatsvertrags vom 23. Ium bei ilkaiinftigen Lage dieser Waldungen in ber Nahe großer I lgg6 ,ur $Ctfügung gestellt wirb. Ben®lr«lK"tren unb b-s Mainstrams, und weck die Wal- bie Vorlage Graßh. Ministeriums der Finanzen, buninin ton drei Bahnen durchschnitten wurden, bie Hotz- (Steuerreform zu Art. 13 bes Einkommensteuergesetzes preiPvichiUtniSniäßig s-hr hohe sein und auch bas gering- der Abg. Köhler (Darrnstabt) namens bes ersten , erittige fttolj noch einen guten Markt ffnben mufcte, = grV„rre8 sgeri^t erftattet. Die von Großh. Regierung ität lijt sich infolge bet vorgefchlagene neue Skala für bie 1. Abteilung der Ein- FuMH«! nicht, es fänben sich vielmehr für baS gering- ommensteuerpflichtigen, welche ein Mehrertragnis bei Em- ivenrtit Holz in ben entlegeneten Sffialbteilen kaum Käufer, x Steuer in Höh- von 80 000 M1. zu bringen geeignet So!»durch Wegb-ff-rungen eine erleichterte Holzverbringung ' . * steigenden Progtefsian, die bis angpiiihN! werden, fo müßten di-Waldungen nach mehreren 'st. . 6Dn 4^7 Prozent durchgeführt ist, gegen 1 5"9'8<™8'«“ »f- "b" m'a't"1Y300000 Mk. als an —--d. tttauffeen aufae- I ™enM63 Prozent. Der Ausschuß m feiner Mehrheit fortat 1.7 8.»OOOOffll für die Abtretung der ist mit diesem Vorschlag der Regierung, Bremen Teck der P i“i ^°wie 550000 Mk. als Zuschuß zur Bevorgeschlagenen Ersatzmittel für di- °bst-lehnte Wemsteuer | ® i>itiilnn3h’prlaJaQb£n iür die Verwaltung der Inselgruppe- bilden soll, einverstanden, insbesondere ist er c einverstanden, daß die Regierung nicht bereits, wie dies der Antrag Schmitt und Genossen beabsichtigte, von der Klasse 5 an (Einkommen von 4000-4500 Mk.) eme Erhöhung der Steuer in Vorschlag bringt. Der Ausschuß beantragt in seiner Mehrheit: Annahme des Art. 13 in der nunmehr vorliegenden Fassung. Den Antrag des Abg. Reinhart ru Art. 49 desselben Gesetzes betr. beantragt der erste Ausschuß in seiner Mehrheit: Annahme des Art. 49 und Ablehnung des Antrages Reinhart. In dem durch den Abg. M ö kling er erstatteten Bericht des ersten Ausschusses über die Vorlage Großh. Ml- V sie OTfintihprunr Uff'"' WkX Äe und Menschen hei? Auch hierfür gi bt ' »L >? < cs « s-hr einfache Erklärung. Das Rtff wird mit der angeschwemmte Gegenstände durch allerlei los- tl-°'«^ ge*» Kalktrümmer erhöht. Die Wellen zerreiben d,e aäfcnen Korallenstücke, sowie bie maffeuhaften Hart- gejfct ber zahlreichen an ben Korallen 1-benben Tiere zu jd y) feriito1 Sand, bet nach unb nach die Lucken auSfuHt, unb MM iet u! erMÄidil Hefi* friedigt sei. Die Kommission beschloß darauf einstimmig die unveränderte Annahme des Gesetzes. Der Vorsitzende Möller übernimmt die mündliche Berichterstattung für das Plenum. Berlin, 20. Juni. In der heutigen Versammlung des Berliner Arbeiter-Bundes für das Maurer- und Zimmergewerbe, welche von ungefähr 500 Personen besucht war, wurde über die gestern stattgehabte Konferenz der Vorstands-Mitglieder des deutschen Arbeiter-Bundes im Baugewerbe Bericht erstattet. Diese Konferenz hatte sich einstimmig für die Unterstützung der hiesigen Kollegen ausgesprochen und mit denselben solidarisch erklärt. Am nächsten Dienstag sollen sämtliche Vereinigungen des Baugewerbes im deutschen Reiche hier in Berlin zu einer Konferenz zusammentreten, um Stellung zu dem Kampfe im Baugewerbe zu nehmen. Es werden zu dieser Konferenz 350 Delegierte erscheinen. Die heutige Versammlung beschloß, die Aussperrung aufrecht zu erhalten. Berlin, 20. Juni. Der deutsch-spanische Vertrag ist gestern auch von der spanischen Deputiertenkammer angenommen worden. Der spanische Ministerpräsident Silvela hatte nur die Bedenken einiger Deputierten über die sich für Deutschland ergebenden Handelsvorteile zu zerstreuen. Das Verlangen Navarro Reverters, die Frist für die unveränderte Fortdauer des Vertrages durch ein Zusatzabkommen neu zu regeln, wies der Ministerpräsident ab. Er gab sodann die Erklärung ab, daß in dem Vertrage keine geheimen Klauseln enthalten seien. Vincenti forderte die Negierung zu der Erklärung auf, daß dies der letzte Gebietsverkauf sei, den Spanien abschließen werde. Silvela antwortete in bestätigendem Sinne und betonte, daß die Politik, welche Spanien einzig und allein befolge, eine nationale Politik und eine Politik der Ausdehnung in Afrika sei. Piy Margall erhob Einspruch gegen den Abschluß des Vertrages und führte aus, man hätte die Unabhängigkeit der Karolinen-, Marianen- und Palau-Inseln proklamieren und sie sich selber überlassen sollen, denn man dürfe ein Volk nicht verkaufen. Silvela entgegnete, er könne über diesen Punkt nicht verhandeln, da er mit den derzeitigen Anschauungen des Völkerrechts nicht im Einklang stehe. Darauf wurde der Vertrag in beiden unmittelbar auf einander folgenden Lesungen angenommen. Hierzu schreibt der „T. R." ein Kenner der spanischen Verhältnisse: Man muß sich durchaus nicht etwa vorstellen, daß es eine besondere Liebenswürdigkeit Deutschland gegenüber bedeute, wenn die spanischen Kortes die Abtretung der Südseeinseln an uns mit besonderer Schnelligkeit betreiben und wenn nur die verbissenste Opposition, wie die Republikaner und der mit ihnen jetzt verbündete, in seinen persönlichen Hoffnungen getäuschte Nomero Robledo, den Gang der Verhandlungen erschwert, um der Regierung Steine in den Weg zu werfen. Die Herren Spanier sind vielmehr praktische und nüchterne Leute, die zu rechnen verstehen und wohl wissen, wenn der Vertrag nicht vor der Vertagung des deutschen Reichstags erledigt ist, so müssen die spanischen Besatzungen und Marinestationen vorläufig auf den Inseln verbleiben und noch weiter den erschöpften spanischen Staatsschatz belasten. Die ursprünglichste politische Klugheit muß ihnen also raten, den Vertrag schleunigst unter Dach und Fach zu bringen. Nachdem die Nachricht von der Annahme des Vertrages in Madrid hierher gelangt ist, ist hier die entsprechende Vorlage sofort dem Reichstag zugegangen. Stettin,20.Juni. DerBremerLloyddampfer„Kaiserin Maria Theresia", der heute morgen von Swinemünde nach dem Vulkan abgegangen ist, geriet infolge des niedrigen Wasserstandes auf dem Großen Haff, eine halbe Meile von Ziegenort entfernt, auf Grund. Von Stettin sind die Dampfer „Karl" und „Hulda" zur Hilfeleistung dorthin abgegangen. Ausland. Wien, 20. Juni. Anläßlich der demnächst im niederösterreichischen Waldviertel stattfindenden Sonnenwend- Feier wird der Abgeordnete Schönerer feierlich mit seiner Familie zum Protestantismus übertreten. Males und Provinzielles. §§ Herchenhain, IS. Juni. Der heute hier abgehaltene erste Vieh markt, resp. Bullenmarkt, sogen. Johannismarkt, war schwach befahren. Verkauft wurden Bullen zum Preise von 300 bis 350 Mk., besonders schöne Exemplare kosteten 350 bis 400 Mk. In guten Milchkühen und trächtigen Rindern war i)er Handel gut. Gewöhnliche Kühe blieben meistens unverkauft. Bessere frischmelkende Kühe wurden das Stück mit 250 bis 300 Mk. bezahlt. Auch trächtige Rinder waren sehr gesucht, das Stück kostete 230 bis 280 Mk. An Jungvieh war nur wenig vorhanden, es kostete das Stück (1- bis IV,jährig) 100 bis 120 Mk. Vermischtes. * Bad Soden, 19. Juni. Das vierte mittelrheinische Sängerbundesfest, welches gestern hier abgehalten wurde, verlief, von schönem Wetter begünstigt, in schöner Weise. Das ganze Städtchen prangte in Flaggenschmuck, und waren fast sämtliche Häuser mit Kränzen und Guir- landen geschmückt. Am Samstag abend wurde das Fest durch einen Umzug der Sodener Vereine und durch ein Konzert auf dem Festplatz eingeleitet, wobei die Kapelle des Artillerie-Regiments Nr. 27 den musikalischen Teil übernommen hatte. Sonntag früh 6 Uhr fand Weckruf statt, und wurden dann die auswärtigen Vereine mit Musik abgeholt, und in ihre Quartiere geleitet. Von 10V2 Uhr wurde mit dem Wettsingen begonnen und wurde dasselbe in dem Konversationssaale des Kurhauses, sowie im Saale des Frankfurter Hofes abgehalten. Als Preisrichter fungierten die Herren A. Glück, Musikdirektor in Frankfurt a. M., R. Senf, Musikdirektor in Darmstadt, Steinert, Seminar- und Musiklehrer in Usingen, Fritz Volbach, Kapellmeister in Mainz, Walter, Seminar- und Mull« , Montabaur und Wolfram, Seminar- und in> B ehre,il Dill-nburg Um 3 Uhr würde Ä ch°r- durch den Bundesdingemen, Herrn mL?1« Sp°ng°nb-rg-Wiesb°den abgehal.-n, Bundesvereine vor das Haus, welches Mend.i-, tholdy beim Kurgebrauch bewohnt hatte und e-n- würdige Mendelssohnseier statt, indem ein des mittelrheinischen Sängerbundes an dem gebrachte Gedenktafel enthüllt wurde. M-ndels2«' tholdy lebt- in Soden mit seiner ganzen Som Kv der Sommer 1844, 1846 und 1847. ° Er komvo fleißig und unter vielen Liedern die schönen 1 von Eichendorff's' „Wer hat dich du schöner Wald»' einem Spaziergange von hier nach Eppstein m V sich hier außerordentlich wohl und geradezu heimif* . seme Schwester Mbekka schrieb er: „Das ruhiae Ä? Soden ist mir so lieb geworden." Bei dem wurden die Chöre: „Wem Gott will rechte Gunst erw? und „Wer hat dich du schöner Wald" von Mendels! Bartholdy von den Bundesvereinen vorgetragen und . Leitung Spangenbergs sehr gut ausgeführt. Die Weib^' welche die Bedeutung Mendelssohns für den deutschen V gesang klarlegte, hielt der protestantische Pfarrer Herr & aus Soden. Nach diesem Akte wurde der Festzua aufa^ und bewegte sich derselbe durch die Hauptstraßen berk nach dem Festplatz, woselbst Volksfest stattfanb, und * sich sehr gut amüsierte. Nachdem von den Bundesven * noch das schöne Volkslied „Ritters Abschied" von sehr hübsch zur Aufführung gelangte, wurden die @rj' rungs-Medaillen verteilt und das Resultat des Wettsix^, durch den zweiten Vorsitzenden des Sängerbundes, Viehsohn-Bockenheim, verkündet, indem derselbe betonk k- sich die Preisrichter sehr lobend über die Leistungen Bundesvereine ausgesprochen hätten. Dasselbe gendes Ergebnis: Es erhielten in Klasse A (Wlitö ersten Preis der „Männergesangverein"-Kastel uiuV, zweiten Preis „Eintracht"-Oestrich. In Klasse ü Volkston) erhielten einen ersten Preis das „Männer-Q,!^ • Hechtsheim und „Concordia"-Hofheim, einen Mm Pni-r erhielten „Germania"-Hattersheim, „Concordia"-BvüM „Frohsinn"-Kriftel und „Germania"-Ober-Jngelhem ;; der Klasse C (Kunstgesang) erhielten einen ersten „Liedertafel"-Weisenau, „Liederkranz"-Bockenheim, ,M - lichkeit"-Neuenhain, „Harmonie"-Kostheim, „SängeniinL' Mainz, „Germania"-Sindlingen, „Einigkeit"-Weisenau ir_* „Friede"-Wiesbaden. Der Verein „Sängerkranz" A:,! heim, „Gesangverein"-Dotzheim und „Männergesangverrin St. Goarshausen erhielten einen zweiten Preis. Bmtlq. Preise bestehen in einem künstlerisch ausgestatteten Ueber das Arrangement des Festes herrschte aflgenu r Lob, und verdient der Gesangverein „Liedertafel"Scd: welcher das Bundesfest übernommen, Anerkennung. findet noch auf dem Festplatz ein Volksfest statt, welches v Schluß der Festlichkeit bildet. UM«- , Ver 'Unechtes, *r**v ! Wie haben 6- M dieses M forD geworden iin i' Mi- ,£>. fr > Lackfarbe' ifH .dieselbe übertriff fdinelWmlroc . kusseben alle 1 «iednlage be Ai B S! ■ Leit i u. Kllj Schul Kinder AWWWDU Uerdingung. Die bei den Feldbereinigungs-Aus- führungen in der Gemarkung Ringelshausen zur Herstellung von Entwässerungsgräben nebst den zugehörigen Durchlässen erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen und zwar: veranschlagt zu: Grabenarbeiten 1260,— Jt. 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Schluß des offiziellen Festes «»dieß ~ Wir \t Men ausi schirmabfturz. ' Einzel-Dauerkarte, auf Namen lautend, 3 Mk. __ Für den einmaligen Gintritt giltigc Karten sind nur an den Tageskassen erhältlich und zwar: *"^86 m Borsteh, Ne zur öf ZLahnanschtüffe. Waffen-Aaörikatksuen. Wersaudt per Staatsbahn, Z3ieöerthaköah« und Iuhren. I9SF* Vom 24. Mai ab täglich OfilttfLVllAll fertig zum Anstrich, rasch und hart Harttrockenöl, trocknet sehr rasch und hart, Eeinölsiccativ, zum Etnölen, Bernsteinöllackfarbe, rasch und ohne nachzukleben mit hohem Glanz trocknend, Enssbodlenlack, rasch erhärtend, zu verschiedenen Preisen, Parkettwachs, auch für Linoleum geeignet, sowie alle soustigeu Artikel zum Auftreicheu und Wichsen der Fntzbodeu bet J^mj] FiSCllbllCll. Vormittags 7 11 Nachmittags 1 3V’ Vorfeier: Sonntag, den 25. Juni. Nachmittags l*/2 Uhr: Probebankctt. Grund- und Kasten-Bäder. 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Samstag, den 8. Juli. Uhr: Beginn des Schießens. „ Frühschoppenkonzert auf bffl Max „ Schluß des Schießens. Drkrmdung i Becher am Gabentempel. 7- „ Bankett in der Ftflliallt. „ Beginn des Schießens. Konzert auf dcni Fcstplatz unb in - Festhalle. Jugendspicle und Volksftst. „ Schluß des Schießens. Uebmnchui: Becher am Gabentempel. Hinauf t:- holung des Festspiels. Tanz aus dem Festplatz. Erwachsene . • ■ Kinder unt. 14 Jahr. 0/7 Erwachsene . . • 0/ ■ Kinder unt. 14 Jahr. 0/ » Erwachsene . . • OA1 ■ Kinder Eintritt frei Erwachsene . .. O>. Kinder unt. 14 Jahr. 0,1 Fr. Helm. E. Schmal!. Den musikalischen Teil übernehmen die Kapellen des Großher.v: Hess. 1. Jnf.-Regiments (Leib-Garde-Negiment) Nr. 115 und des 2. I>' Regiments (Kaiser Wilhelm) Nr. 116, sowie zwei Zivilkapellen. Vormittags 7 11 Nachmittags 1 17, 3 4 Darmstädler Silber Lotterie zur Errichtung einer Turnhalle. Ziehung 26. und 27. Juni. 2670 Gewinne i. W. von Mk. 50 000. Haupttreffer i. W. von Mk. 15 000. Lose ä 1 Wk. 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