ISO» Mittwoch den 22. März Erstes Blatt. Kr. 69 «rle y wtyj Zlints- und Anzeigeblatt für den Areis Gietzen Adonnements - Einladung 1M1 W * Alle Anzeigen-BermtttlungSstkllm des In- und AuSlaudeD nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Vanknoicn ; btß- ttßttch eit Ausnahme bei Montag!. Die Gießener yemtneelCittet »erden dem Anzeiger rlchentlich viermal beigelegt. . MLrz 1899 m. Silberrente Sol-Henle ngiefen caner DpoMlrietben von b. Rentenb. ÖH tu§ DbL Rebattion, Lppebitton und Druckerei: -4-lflraße Ar. 7. Ä’l-K Iw w1 ifLdw.Sred.'-ö^-^ chstätter Je 19. «nuatzme een Anzeigen zu bet nachmittag- für den iwlgeaben La, erfcheinenben Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für bas 2. Vierteljahr 1899 laden wir hiermit ergebenst ein Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer, den Thatsachen entsprechender öctfe zur Kenntnis seiner Leser bringen. Die neuesten Noch richten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Brreaus sowie zahlreiche Mittellungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Ltüdten der anderen hessischen Provinzen, ist der ,Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeitig wie m glich zur Kenntnis seiner Leser zu bringen, desgleichen werden die Begebenheiten in der Stadt Hießen die gebührende Besprechung im lokalen Telle beit An Zeigers erfahren. Den Interessen der in ber Provinz Oberhessen betriebenen Landwirt-, schäft wird der Anzeiger in Zukunft durch eine landwirtschaftliche Beilage Rechnung tragen, daneben aber auch die Beobachtungen und Ersahr- imyen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hauswirtschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. NlrS weitere Beigabe erhalten die Leser die Blätter für Hessische Volkskunde. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren mD helleren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungs- stojff bieten. Die „Gietzener Familienblätter" »c rden dem Anzeiger w ö ch e n t l i ch 4 m a l (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) beigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unterhaltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens md der Hauswirtschaft bringen, und somit namentlich im Kreise der Famllien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu vollen. Neuhinzutretende hiesige Abonnenten erhalten vom Tage der Bestellung bis 31. März den Anzeiger kostenfrei zu gestellt, wie wir auch gerne Krell sind, Probe-Mmmern nach auswärts postfrei p. versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden mir, wie seither, den Anzeiger wellersenden und )an Abonnements betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch« u. Steindruckerei (Pietsch Erben). Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Glätter sür hessische Volkskunde. abreffe für Depeschen: Anzeiger chiehe«. Fernsprecher Nr. 51. |tt , Sredibdkkkk fieu (ow auherordtt - Wy an jr,«* 138' 108''- 110' gSe|H8»pret* vierlelsährlich 2 Marl 20 Pf,, monatlich 75 Pfg. mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf^ vierteljährlich. Gießener Anzeiger General -Anzeiger 4 4 5 B’/i 8 4 5 3 Bekanntmachung. Der auf den 22. d. Mts. angesetzte Viehmarkt zu Friedberg fällt eingetretener Maul- und Alauenseuche- fälle wegen aus. Friedberg, 20. März 1899. Großherzogliches RmSamt Friedberg. Dr. Braden. nachM4 ke, ^lgsöurz Bekanntmachung. An Stelle des Dr. Fromme zu Gießen ist Metzger« meister Ludwig Pirr daselbst zum Vertrauensmann aus dem Kreise der Arbeitgeber für die Jnvalidttats- und Altersversicherungsanstalt Großherzogtum Heffen ernannt worden. Gießen, den 16. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. khritartrilttWiU«'. n angefeügt ® _ iii-mvi (W-' SchulstrifM 1- wn. MlD!- fr«®'* »ab'^'ioO Lonaus 71880 Ißrf- F >**, Dl-bach^ , •Ä» Ä fl. l Wft. mnlung !je. SereinSiabr Lneinsang^ teil, PiZm Muster zu bedeutet; t'U du Ü- I Ser.M31'11' o5(> Laura ■ n. iä- KoMdbah"' L, Ptinctz^- Amtlicher $eil gtr. 9 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben den 16. d. Mts., enthält: (Nr. 2554.) Nachtragskonvention zwischen dem Deutschen «e«ch und Japan. Vom 26. Dezember 1898. (Nr. 2555.) Bekanntmachung betr. Aenderung des Lenzeichniffes der in der Armee und Marine eingeführten sMengstoffe und Munitionsgegenstände. Vom 13. März 1899. Gießen, den 20. März 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. o. Bechtold. Abg. Bebel (Soz) bestätigt dies und meint weiter, die Konservativen seien jederzeit herzlich froh, die Unter« tützung der Sozialdemokraten zu sinden. Dem Staatsekretär entgegne er, man müße unbedingt verlangen, daß in Kriegervereinen und in der Armee überhaupt keine Politik getrieben werde. Die Statuten der Kriegervereine schlöffen jede Politik aus, verpflichteten zu keiner Politik. Die Mitglieder könnten sehr wohl sozialdemokratisch stimmen. Staatssekretär Graf Posadowsky erwidert, die Aufgabe der Kriegervereine sei die Pflege der Treue zu Kaiser und Reich. Wer Sozialdemokrat sei, begehe, wenn er einem Kriegerverein angehöre, eine moralisch unwürdige Handlung; denn er heuchele. , , r . Abg. Graf Klinckowström (kons.) betont besonders, wie hier freisinnige Volkspartei und Sozialdemokraten zusammengingen. _ Abg. Richter (frs. Vp.) erwidert dem Vorredner, im Kreise Gardelegen habe der Landrat noch nach den letzten Wahlen die Kriegervereine aufgefordert zu untersuchen, welche Mitglieder sozialdemokratisch oder freisinnig gestimmt hätten. Abg. Singer (Soz.) meint, aus allen Reden der Kon- servativen gehe doch nur der Verdruß darüber hervor, daß jetzt selbst schon auf dem Lande die Arbeiter anfangen, selbständig zu denken. Damit schließt die Generaldebatte. Beim Etat des Reichstages bemerkt Abg. Heyl zu Herrnsheim (natl.), daß die Lieber'sche Kritik des Stuck'- schen Gemäldes zu weit gegangen sei. Im allgemeinen könne Herr Wallot die Verantwortung für die Ausschmückung des Hauses sehr wohl übernehmen. Er möchte deshalb dem Vorschläge Liebers nicht zustimmen, Herrn Wallot aus der Kommission zu entfernen. Abg. Lieber (Centr.) bestreitet, die deutsche Kunst al» solche angegriffen zu haben. Er habe nur bedenkliche Einzelleistungen von Künstlern in diesem Hause getadelt. Als aus erhabenem Munde das Wort gefallen sei: Gipfel der Geschmacklosigkeit! wo sei da der Künstlerstolz gewesen? Fragen müsse er noch, was z. B. das Distelornament im Speisesaal des Reichstagsgebäudes bedeute? (Stürmische Heiterkeit.) Bayerischer Bundesbevollmächtigter Graf Lerchenfeld als Mitglied der Baukommission führt aus, die Hilde- brandt'schen Vasen seien wohl hauptsächlich deshalb in einer für ihren eigentlichen Zweck ungeeigneten Weise hergestellt worden, weil sie von anderer Seite gleichzeitig als Objekt für die bevorstehende Pariser Ausstellung ausersehen worden seien. In Bezug auf Wallot meine er, daß dessen Ver» dienste nicht unterschätzt werden dürften. Wenn die ursprünglich geplante Kuppel hinterher aufgegeben worden sei, dann sei das nicht Wallots Schuld. Abg. Schwarz-München (wildlib.) protestiert gegen alle Angriffe auf die abwesenden Künstler. Dem Abg. v. Heeremann (Centr.) scheinen die Nuditäten an den Vasen ebenso wenig passend, wie die am Präsidentenstuhl. Wallots Verdienste erkenne er rückhaltlos an, und er müsse deshalb zu seiner Ehrenrettung eintreten. Abg. Lieber (Centr.) bemerkt, über den Bau als solchen sei gar nicht zu streiten. Derselbe dürfe aber nicht durch die Art der Ausschmückung verschimpfiert werden. Der Etat des Reichstages wird genehmigt, ebenso der Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei. Morgen 11 Uhr: Fortsetzung der Etatsberatung. Schluß 6 Uhr.____________________ Deutsches Reich. Berlin, 20. März. Durch Kabinetts-Ordre vom heuttgen Tage ist Prinz Waldemar von Preußen, ältester Sohn des Prinzen Heinrich, an diesem Tage, an welchem er sein 10. Lebensjahr vollendet, zum Leutnant im 1. Garde- Regiment zu Fuß und gleichzeitig auch zum Leutnant zur See ä la suite der Marine ernannt. Um der anläßlich dieses Ereignisses stattfindenden Feierlichkeit beizuwohnen, hat sich der Staatssekretär des Reichs-Marineamtes, Tirpitz, auf Befehl des Kaisers gestern nach Kiel begeben. Berlin, 20. März. Das Zustandekommen der geplanten deutschen Südpolar-Expedition dürfte, wie die „National-Zeitung" hört, jetzt für Juli 1901 als gesichert anzusehen sein. Berlin, 20. März. Die „Mitteilungen für die Vertrauensmänner der nationalliberalen Partei" rühmen die Opferwilligkeit der sozialdemokratischen Parten Unter den Einnahmen, über die der „Vorwärts" am 9. Dezember v. I. den Ausweis veröffentlichte, begegnet Kröffnung der Kattesielle Hlupperlsöurg. Am 1. April ds. Js. wird an der bei der Station Villingen in Oberheffen nach der Friedrichshütte abzweigenden Anschlußstrecke die Haltestelle Ruppertsburg für Wagen- ladungs- und Stückgutverkehr eröffnet. Nähere Auskunft erteilt das diesseitige Verkehrsbureau. Frankfurt a. M., den 11. März 1899. Königliche Eisenbahndirektion. Bekanntmachung, betr.: Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. An den zwei Sonntagen vor Ostern wird für das Handelsgewerbe zu Gießen die Beschäftigung»- und Verkaufszeit bis 7 Uhr abends zugelassen. Gießen, am 18. März 1899. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. ________I. V.: Roth. Deutscher Reichstag. 60. Sitzung vom 20. März. 1 Uhr. Am Bundesratstische: v. Thielmann, v. Goßler, Fürst Hohenlohe und v. Bülow. Das Haus erledigte zunächst einige Rechnungssachen. Es folgt sodann die 3. Lesung des Etats. In der Generaldebatte wendet sich Abg. v. Schele (Welfe) gegen die unablässigen Heeresvermehrungen. Der Militarismus schädige ganz ungemein die Landwirtschaft. Man solle deshalb mehr auf die innere Tüchtigkeit Bedacht nehmen. . Abg. v. Sa lisch (kons.) kommt auf einen Vorfall bei der 1. Lesung zurück. Müller-Sagan habe damals dem Landrat seines Wahlkreises, der inzwischen verstorben sei, vorgeworfen, er habe, um bei der Wahl Sozialdemokraten zu fangen, einige derselben in seiner Equipage umherfahren lassen. Richtig daran sei nur, daß einige Sozialdemokraten den Landrat in den Glauben versetzt haben, sie hätten sich zu christlichen Anschauungen bekehrt. (Heiterk.). Abg. Müller-Sagan (frs. Vp.) beruft sich demgegenüber auf Erklärungen im Saganer Wochenblatt, denen- zufolge tatsächlich zwei ehemalige Sozialdemokraten gegen Bezahlung in der landrätlichen Equipage herumgefahren seien, um Wahlflugblätter zu verteilen zugunsten der Konservativen. Abg. Stockmann (kons.) wirft dem Abg. Müller- Sagan vor, bei der zweiten Lesung des Postetats von Krieger-Vereinen als „Kriecher"-Vereinen gesprochen zu haben. Eine so schwere Beleidigung der Kriegervereine müsse man energisch zurückweisen. Abg. Müller-Sagan (frs. Vp.) erklärt, er habe nur von einer gewissen Sorte dieser Vereine gesprochen, welche von Landräten, Postdirettoren rc. gegründet und dazu ausgenützt würden, bei den Wahlen für die Regierung und die Konservativen thätig zu sein. Staatssekretär Graf Posadowsky bezeichnet das Wort „Kriecher"-Verein als eine arge Geschmacklosigkeit. Man muffe doch bedenken, daß die Mitglieder der Kriegervereine Männer seien, die ihr Leben für das Vaterland ^^^Abg?Stöcker (b. k. F.) erklärt, er habe 1884 mit ben Sozialdemokraten verhandelt, ihnen aber Bedingungen gestellt, u. a. Treue gegenüber den Monarchen, auf welche bie Sozialdemokraten nicht hätten eingehen können. man einem Poften: Nordische Wafferkante 50000 Mk., am 9. Januar d. I. X. Y. Z. 2000 Mk., am 8. Februar B. - B. P. S. 10000 Mk., Nordische Wasserkante 30064,34 Mk.; dazu kommen die von den Massen aufgebrachten großen Summen. Die Tributleistungen erreichen i* einzelnen Wahlkreisen ganz bedeutende Höhen, dazu kommen Gelegenheitsgeschenke groß und klein, bald von fidelen Skatbrüdern, bald von Arbeitern eines bestimmten Betriebs, bald das Ergebnis einer Wette und dergleichen, auch „Bierprozente" und anderes mehr. Im ganzen beziffern sich die Einnahmen der Parteikaffe der Sozial- Demokratie im November 1898 auf 59 849 Mk., im Dezember auf 8837 Mk., zusammen 68 686 Mk. Der erste Monat im neuen Jahr erbrachte bereits wieder die stattliche Summe von 59134 Mk. Dazu bemerken die „Mitteilungen" mit vollem Recht: Wir wollen nicht daneben setzen, was die nationalliberale Zentralkasse in denselben beiden Monaten von der Partei im Lande vereinnahmt hat, aber wir empfehlen jedem Vereinsvorstand und jedem opserfähigen Parteifreund, in seinen Ausgabebüchern festzustellen, was er in derselben Zeit für Parteizwecke dargebracht hat. Das Ergebnis dürfte sein, daß der Abgeordnete Singer leider nicht im Unrecht war, als er sich in seiner Reichstagsrede am 20. Januar mit einem gewiffen stolzen Uebermut auf die große Opferwilligkeit der sozialdemokratischen Partei berief und hinzufügte: „Die bürgerlichen Parteien könnten sich ein Muster daran nehmen; sie sollten es ebenso machen." Es ist das in Der That eine sehr ernste Manuug, die wir ganz besonders an die Parteifreunde in der Rheinprovinz zu richten haben. Hier, wo aus den reichen Jndustriebezirken in die allgemeine Parteikaffe wie in die der Provinz große Summen fließen müßten, kommt nur mit Mühe und Not soviel Geld zusammen, daß die nötigsten Ausgaben davon bestritten werden können. Gewiß haben auch die einzelnen Kreise noch für sich zu sorgen, aber das müssen auch die Sozialdemokraten thun, und trotzdem liefern sie die großen Summen ab, und so müssen wir uns durchaus den Worten der „Mitteilungen" anschließen: Wenn die Massen der sozialdemokratischen Wähler unter einem äußeren Druck sich befinden, indem sie nach Kräften und über die Kräfte hinaus ihre Steuern zu Parteikassen entrichten, so sollte es den bürgerlichen Parteien das eigene Gewissen zur Pflicht machen, daß sie hinter dem nicht zurückstehen, was die Sozialdemokratie finanziell zu leisten vermag.' Diese Mahnung, meint die „Kreuzzeitung", sollten sich auch die Konservativen zu Herzen nehmen. — Cecil Rhodes, lieber den Erfolg, den Cecil Rhodes in Deutschland gehabt hat, weichen die Mitteilungen ab. Die „Franks. Ztg." will zuverlässig wissen, daß die Verhandlungen bezüglich des Bahnbaues gescheitert seien. Die „Berl. N. N." bezeichnen diese Behauptung als unbegründet. Die Diskontogesellschaft habe sich bereit erklärt, die Finanzierung des deutschen Abschnittes zu übernehmen, falls die deutsche Regierung die Zinsgewähr auf sich nehme; Rhodes sei mit der Diskontogesellschaft einverstanden und der Meinung, falls die deutsche Regierung ihren Abschnitt gewährleiste, würde das britische Kabinett wahrscheinlich bezüglich des Restes das Gleiche thun. Die „Deutsche Tages- Zeitung" bezeichnet ebenfalls die Nachricht vom Scheitern ber Verhandlungen als unbegründet, bemerkt aber, sie seien allerdings auf nicht geringe Schwierigkeiten gestoßen. Sie erfährt darüber, daß die deutsche Regierung nur dann ihre definitive Zustimmung zum Bau der Südnordbahn geben werde, wenn diese Bahn ganz von deutschem Gelbe erbaut wird und unter deutsche Verwaltung kommt. Ferner sei man in der Regierung der Ansicht, daß zuerst die das Innere Deutsch-Ostafrikas mit der Küste verbindende Zentralbahn gebaut werden müsse und erst nach deren Vollendung die Südnordbahn in Angriff genommen werden dürfe, wenn eine Ablenkung des Warenverkehrs von unseren Küstenplätzen verhütet werden solle. Daß zur Finanzierung der Zentralbahn zunächst noch keine Mittel vorhanden seien, sei eine der Schwierigkeiten, die sich dem Abschlüsse des Vertrages mit Rhodes entgegenstellen. M.P.C. Wie wir aus Centrumskreisen erfahren, ist man in diesen noch immer nicht geneigt, zu glauben, daß der Bun des rat zu dem Jesuiten-Antrag jetzt eine andere Stellung einnehmen werde, als früher. Ab und zu will es sogar den Anschein gewinnen, als ob es der Centrumsleitung sehr erwünscht wäre, wenn der Bundesrat dem sozusagen einstimmig gefaßten Beschluß des Reichstags auch fernerhin die Berücksichtigung versage. Es könne dann, so heißt es mehrfach, die Partei viel leichter zusammengehalten werden, wenn Fragen religiöser Natur übrig blieben, für welche der einmütige Eifer angefacht werden könnte. Kiel, 20. März. Das Kaiserpaar traf heute morgen 9 Uhr hier ein. Der Kaiser, welcher die Uniform des See-Bataillons trug, bestieg mit der Kaiserin und dem Prinzen Waldemar einen offenen Hofwagen. Die Herrschaften wurden auf der Fahrt durch die Stadt nach dem Schlosse vom Publikum lebhaft begrüßt. Um 10 Vereinigte Staaten Die Untersuchung über dieFleisch- lieferungen an die Truppen während des Krieges ist in Chicago fortgesetzt worden und hat beschwerende Thatsachen gegen General Sagau, den Schützling des Präsidenten, ergeben, was auf letzteren zurückfällt. Eagan mischte sich in die Lieferungsverträge, und aus den Zeugenaussagen wäre zu schließen, daß er über die schlechten Eigenschaften des Fleisches wohl unterrichtet war. Mac Kinley wird von Blättern seiner eigenen Partei wegen des Schutzes für Eagan angegriffen, und es wird ihm vorgeworfen, daß er von dessen Schuld volle Kenntnis gehabt habe. Portugiesisch Ostafrika. In mehreren Blättern werden Aeußerungen des Herrn Cecil Rhodes über die Zukunft von Portugiesisch-Ostasrika wiedergegeben. Danach hätte Herr Rhodes die Ansicht geäußert, daß Mozambique zwischen Deutschland und England aufgeteilt werden würde. Der nördliche Teil der portugiesischen Provinz bis zum Zambesi, dann diesen Strom hinauf bis zum Schire und letzterem entlang bis zu dem Punkt, wo er britisches Gebiet verläßt, solle Deutschland zufallen, während der südliche Teil zu Natal und Maschonaland geschlagen würde. Herrn Rhodes wird ferner die Ansicht beigelegt, daß Portugal nicht imstande sei, seine afrikanischen Besitzungen noch drei Jahre hindurch zu behalten, und daß es sie an Deutschland und England gegen mäßige Kaufpreise veräußern werde. Transvaal. In der am Freitag in einer öffentlichen Versammlung zu Heidelberg gehaltenen Rede erklärte Präsident Krüger, er habe nicht die Absicht, eine neue Steuer in der Dynamitfrage zu erheben, bevor er von dem Finanz- verständigen, den die Regierung aus Europa kommen lasse, einen Bericht über diese Angelegenheit erhalten habe. Der Präsident äußerte die Absicht, die Fabrik der Dynamitgesellschaft sobald wie möglich zu übernehmen und diese zum Vorteil des Landes zu betreiben. Er betonte mit Nachdruck die Notwendigkeit, daß mit dem gegenwärtigen Stande des Monopolsystems gebrochen werden müffe. Bezüglich der Gruben- und Untergrundsrechte sagte der Präsident, er werde den Volksrat ersuchen, seinen Beschluß vom vorigen Jahre nach der Richtung wieder in Erwägung zu ziehen, daß eine solche Rente nicht an die Außenstehenden verkauft, sondern nach billiger Schätzung den jetzigen Gesellschaften, die Eigentümer der Oberfläche sind, das Vorzugsrecht auf den Untn- grund gegeben werden solle. Bezüglich der Ansprüche de: Ausländer auf die bürgerlichen Rechte sagte Ärüger, e werde dem Volksrat eine Aenderung des Gesetzes Vorschläge,, wonach die Fremden nur noch 9 Jahre zu warten habe»' bevor sie die vollen bürgerlichen Rechte erhellten, jedoch nur gegen die Ableistung des Unterthaneneides unter denselben Bedingungen, wie sie in Amerika bestehen. Lokales und UrovinsieUes. Gießen, den 21. März 1899. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordnete». Versammlung Donnerstag den 23. März 1899, nachmittags 31/, Uhr pünktlich: 1. Gesuch bei Adolf Braun um Erlaubnis zur Erbauung eines Backstein, macherhäuschens am Wege nach Wismar. 2. Desgleichei des Ludwig Klinket zur Erbauung einer Feldscheuer am Gleibergerweg. 3. Baugesuch des Eduard Sack II. für die Wallthorstraße; hier: Dispens. 4. Desgl. der Firma A. Euler für die Steinstraße; hier: Dispens. 5. Dr-gl des H. Benner II. für die Hammstraße; hier: Dispen? 6. Desgl. des Ludwig Huhn für die Stephanstraße, Pro- jekt II. 7. Desgl. desselben, Projekt III. 8. Desgl. bei Theodor Haubach für die Moltkestraße; hier: Dispens. 9. Gesuch des Georg Koch wegen Erwerb eines Gelände- streifens hinter seinem Erbbegräbnis im Quadrat IX bti Friedhofs. 10. Gesuch des I Hahn um tauschweise Uebtt- lassung von städtischem Gelände an der Wiesenstraße 11. Gesuch des Gastwirts Busch wegen Erwerbung von Ge lände an der Grünbergerstraße. 12. Teilung verschieden« Klassen der Volksschulen. 13. Chaussierung der Plockstraße, hier: Arbeitsvergebung. 14. Pflasterung der Rodheim?: straße vom Neustädterthor bis zum Schlachthof. 15. Am läge eines Viehmarktes; hier: Anlage eines Rohrkanals unb Pflasterung einer Gosse. 16. Die Polizeistation am Selters- Ihor; hier: Anschluß der Wohnung des Polizeiamtmannei Muhl an die Telephonleitung. 17. Die Stadtverordneten wähl; hier: Rechnung über den Druck der Wählerliste. 18. Desgleichen von der Reichstagswahl. 19. Gesuch bd Kriegervereins Gießen wegen Ueberlassung von Oswalds Garten zur Abhaltung seines 25jährigen Stiftungsfestes 20. Gesuch des Vorstandes des „Kuratoriums der Rennbahn Gießen 1897" um Gewährung eines Wanderpreises. 21. Desgl. des Vorstandes der „Gießener RadfahmGesellschaft Wanderer" um Gewährung eines Ehrenpreises. 22. Die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen und des ©tabt erweiterungsfonds pro 1897/98. 23. Gesuch des H Mayer zu Gießen um Erlaubnis zum Wirtschaftsbettieb im Hause Brandplatz 12. 24. Gesuch der Emilie Nebl Ehefrau um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Grünberger- straße 48. • • Stadttheater. Ans dem Theaterbureau geht uns bie Mitteilung zu, daß außer der heutigen Vorstellung wahrscheinlich nur noch eine Abonnements-Vorstellung ftattfmbti wird, weil das in Aussicht genommene Gastspiel des Frön- lein Lucie Vierua infolge von Erkrankung in Frage gestellt ist. * * Kunstverein. Die Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Braud ist nunmehr wieder geöffnet. Wie bereits kurz erwähnt, hat ein teilweiser Wechsel der Gemälde ftattgefunben. • • Karl Riesels Reisebureau in Berlin teilt uns mn. daß die am 6. April projektierte Frühjahrsreise nafr Italien incl. Riviera, Rom, Neapel und Korfu (Grieche!- land) bereits gesichert ist. Genanntes Bureau verpflegt aff allen seinen Reisen, was sonst im allgemeinen nicht üblich ist, auch während der Eiseubahufahrt und erhält jeder Tei- nehmer stets ein besonderes Zimmer. Programme gratis und franko. * * Der 4. deutsche Handlungsgehilfentag wird am 3. Apn in Kassel, Stadtpark, abgehalten werden. Nach den des herigeu Anmeldungen dürften etwa 600 Städte vertrete« werden und über 1000 Handlungsgehilfen an den Be ratungen teilnehmeu. Die Tagesordnung umfaßt jolgenb Punkte: 1. Warenhäuser und Handlungsgehilfen, Bericht erftatter Herr R. v. Pein-Altona; 2. Novelle zur Gewerbe orbnung, Berichterstatter Herr Paul Elberbing-Elberfeld uni Herr Richarb Döring-Hamburg; 3. Kaufmännische Schied? gerichte, Berichterstatter Herr Franz Schneider-Leipzig. ~ Dem Handlungsgehilfentag geht in üblicher Weise am Ostei Sonntag der Verbandstag des 23,000 Mitglieder zählende Deutschuatioualen Handlungsgehilfen-Verbandes voran. ** Polizeibericht. In letzter Zeit sind öfters Klage» darüber laut geworden, daß Kinder im Alter von 6 bl 14 Jahren aus der Stein- und Dammstraße ihre Ungezogen heiteu dadurch zum Ausdruck bringen, daß sie au Häuser« uudsonstigem fremdeuEigentum allerleiUnful und Beschädigungen verüben. So wurden in letzt» Zeit auch am 18. d. Mts. an einem Fabrikgebäude daseUs 15 Fensterscheiben von denselben mittelst Steinen eingewors» und dergleichen grober Unfug verübt. Zur Sicherung d» Publikums und Erhaltung fremden Eigentums erscheint dringend geboten, daß die betreffenden Eltern ihre Swi:I besser beaufsichtigen und strenger halten. — Sonntagadc' gegen 9 Uhr wurden von drei rohen Burschen, welche L in der Richtung nach Klein-Linden zu begaben an einer der Frankfurterstraße befindlichen eisernen Einfriedigad mehrere Verzierungen abgeriffeu und in die GlasscheM einer uächstgelegeneu Veranda hineingeschleudert. Die Thä» sind noch nicht ermittelt. — Die Hundebesitzer wer e darauf aufmerksam gemacht, daß, nachdem nunmehr städtischen Anlagen gärtnerisch hergestellt, die Schutzma schaft angewiesen worden ist, Strafanzeigen gegen dreien^ Huudebesitzer zu erheben, welche ihre Hunde in den ftdbtna Anlagen, auf Beeten und Grasplätzen herumlaufen iqi» Ebenso wird noch darauf hingewiesen, daß von Spaz gängein in den Anlagen eine größere Aufmerksamkelt Ä>”»y i. N Ushern Her k°er die SÄ'" Ml itAufi, fg|S3v" »■tfS* -’Sw1 -•SÄ 5“S» jVr StlßM ffltint Liebes i W'hiiachtStag - Kreise meiner fr« £ tui den Tstch Meiaden bruder einmal eine W sich eine an, dan unser Weihnachtss sangen und derb Ihr Lieber es t wir sie in fcr^ei ,us einem Lebens Unser Quartier Fenster sind mit per Wind, der [ benutzen wir fä Eeelust herein, i ft[t wir heute sei gehabt; denn er grüßt Such herzlicl W Ihr uns bett' Seesoldi Pvm Lan' der Steinvdstdm schwellen, trübt Dompfaff ober 2 werk. Paarwi picken die Blutff dadurch die Erl wir ihm, dem s Schonung ange Hartenfreunde v gerade in der \t suchen. i ßtunbttß gefltrn abtnb ben unter der bewahr gehende gemischte m der geräumiger Menen Choren ^llige Program klls besonders wr «us „Der Glocke schoben zu werd erlaubt" wurde i genommen. - Kommers „Die ^Wbegleitung Gesangverein wirt 'n Turnhalle se höhere ffl dem hvh Mittwochs und jur vollständige Ans »ot 679,1 *,r 9* @eni * ^r*tig be LZL KE KE- !Ä--r WuiiflT' ' d-n 21. ^U88 btt Stobitn,,.' StJnJ ■ tomng i'Ä 1 ®M«r9 0e6 Eduard Sack' e,M- ^-Desgl. der ^Ier; Dispens. 5 ?mMe; hier: % Will. 8.®1 ^ikestraße; hin: P Jtn Erwerb eines 6t ^onis im Quadrat II um tauschweise! ,lbt m bet ffiitU 9 toegen Erwerbung t? 2. Teilung versjw Chaussierung der $od- Pflafterung der M\v zm Schlachthos. 15.! lsilage eines RohrkM )ie Polizeistation am nung des Pvlizeiamtr: 11. Die Stadtvemt: den Druck dn Wahlr stagswahl. 19. Gesv: Ueberlasiung von L« 25jährigen Stiftung?’ »es „Zuratoriunis der - ährnng eines 8* :r „Gießener NaM ig eines Ehrenpier' tadt Gießen ui1 ■ I. 23. Gesuchs Wirtschastsdi' » )er Emilie?. trieb im sch MM n ^eateMrtau Qtb heutigen Lor^ellr... ments-Pv^ungr- MtCW ic- von w F j nunmehr wicdu M- 1 eiu teilweiser W lU in M« Kilt uns Tte A^,l«b!tl>chW- *nlt8$W««et*=: i im aüjtww« W ■. Lt» **: w»5" **Tw galten ’ etwa 600 ®* ssK ■’i’SS* SSL «b®<5,e «»«■;. $i9f”l8@” wtitM", erüd-«. ® btilglbä»;' i« ""'u,mSteil»»"!' im*1!?' zm E 19 “!««* ff 5*®%^ HW Aus der Zeit für die Zeit. Vor 67 Jahren, am 22. März 1832, starb zu Weimar der größte Genius des Jahrhunderts, der Schöpfer des ^aust, Joh. Wolfgang v. Göthe. Mit allen Gaben jiii Erreichung des schönsten Erbenloses ausgestattet, führte tc auf dem von ihm bestellten Boden seine Schöpfungen ms, in denen sich das Geistesleben der Nation und sein eigener Bildungsgang widerspiegelt. — Göthe starb nach lurzer Krankheit am vorerwähnten Tage. Seine letzten Worte waren: Mehr Licht! In der Fürstengruft zu Weimar ruihen des Dichters irdische Ueberreste. zu unterstützen. , , p Petersburg, 21. März. Der französische Botschafter M o n t e b e l l o überreichte dem Zaren in besonderer Audienz zwei Handschreiben des Präsidenten Loubet. In dem einen derselben notifizierte Loubet offiziell seine Ernennung zum Präsidenten, das andere war privaten Charakters. Petersburg, 21. März. Die Vorlesungen an der hiesigen Universität wurden wieder ausgenommen. Die Strafen der an den Unruhen beteiligt gewesenen Personen sollen demnächst bedeutend gemildert werden. Konstantinopel, 21. März. Als besonderes Zeichen der derzeit zwischen der Türkei und England bestehenden freundschaftlichen Beziehungen machte der Sultan dem Lord Salisbury eine kostbare Vase zum Geschenk. Kairo, 21. März. Die im Hause des Khalisen in Omdurman gefundenen geheimen Papiere sind nunmehr entziffert worden. Dieselben enthalten wertvolle Aufschlüsse über die Pläne des Khalifen gegenüber Egypten sowie über seine Hilfsquellen. Newyork, 21. März. Die Polizei weigert sich, anzunehmen, daß der Brand des Windsor-Hotels durch Diebe verursacht worden ist, und erklärt, es seien keine Beweise dafür vorhanden, um eine solche Annahme zu rechtfertigen. Gestern abend wurden wiederum drei Leichen aus den Trümmern hervorgeholt. Zahlreiche verkohlte Menschenknochen wurden aufgefunden. Aeueste Meldungen. Depeschen deS Bureau ,£>etolbe. Berlin, 21. März. Der „Vorwärts-veröffentlicht einen kurzen Erlaß des Reichs-Marineamts vom 10. dS. Mts., wonach der Kaiser es wünscht, daß Seeoffiziere nur Schnurrbart tragen. Berlin, 21. März. Das „Berliner Tageblatt- meldet aus Rom, der Zustand des Papstes sei neuerdings sehr beunruhigend, die Schwäche nehme eher zu, als ab. Der Papst habe täglich Ohnmachtsanfälle. Berlin, 21. März. Nach einem römischen Telegramm der „Vossischen Zeitung" soll die erste Besprechung des chinesischen Gesandten mit Canevaro ergebnislos verlaufen sein. Der Gesandte bestätigte, daß mit der Zurückweisung der italienischen Note keine Unfreundlichkeit beabsichtigt gewesen sei. Dagegen seien die italienischen Gebietsforderungen unerfüllbar. Die Verhandlungen sollen fortgesetzt werden. Berlin. 21. März. Die erste Reihe der auf der Berliner Stadtbahn vorgekommenen Durchstechereien mit Fahrkarten beschäftigte gestern die Strafkammer. Die Anklage richtete sich gegen vier Fahrkarten Schaffner, von denen zwei zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt, die anderen beiden mangels ausreichender Ueberführung frei- qesprochen wurden. Berlin, 21. März. Wie das „Kleine Journal" aus Paris meldet, wollen die Antisemiten anläßlich der Ablehnung der Regierung, die Frage bezüglich der Machenschaften der Dreysusionisten gegen Mohrenheim zu beant- i worten,dieserhalbdieRegierunginterpellieren.Rambaud gedenkt die Sache heute im Senat bei der Interpellation Fabre mit Aufklärungen der internationalen Quellen des Komplottes gegen den Zweibund zu besprechen. Krakau, 21. März. Auf dem Tzernowitzer Gymnasium ist ein geheimer Verein entdeckt worden, der pan- slavistische Zwecke verfolgt. Gegen 25 Schüler wurde eine Untersuchung eingeleitet. Lemberg, 21. März. Der frühere Reichsratsabgeordnete Szepanowski erklärte sich als Mitschuldigen des verhafteten Sparkassen-Direktors Zima. Der Staatsanwalt leitete die Untersuchung ein. Mohärs, 21. März. Der Dampfer „Jpar' der Donau-Dampsschistsahrts-Ges-llschast fließ in der Nähe von I Baja mit mehreren Schiffsmühlen zusammen. Zwei ber- I selben gingen sofort unter. Bourges, 21. März. Von den bei der Explosion des Pulverschuppens verwundeten Personen ist noch eine gestorben, sodaß die Katastrophe vier Menschenleben gefordert hat. Heute findet die Beisetzung der vier Opfer statt. Von 90 Granaten, welche sich in dem Lagerraum befanden, sind, wie bis jetzt feftqestellt ist, 82 explodiert. Rom, 21. März. Wie verlautet, soll der Kommandant I des „Marco Polo" zum Gesandten in Peking ernannt worden sein. Derselbe wird den Auftrag erhalten, dieVer- I Handlungen wegen der Pachtung der Sanmun-Bay sofort I wieder aufzunehmen. Rom, 21. März. Aus Pisa berichtet die Fanfulla I über einen großen Juwelen-Diebstahl an der Baronin v. Beckendorf, einer Tochter des deutschen Botschafters m Paris, Grafen Münster. Der Thäter wird in einem Hoteldiener vermutet, der verschwunden ist. Paris, 21. März. Die vereinigten Kammern des Cassationshofes, aus 45 Mitgliedern, 3 Präsidenten und einem Oberpräsidenten bestehend, werden sich heute unter Ausschluß der Oeffentlichkeit versammeln, um die erste Sitzung über die Revision des Dreysus-Prozesses zu halten. Die Uebermittelung des geheimen Dossiers wird I heute noch nicht stattfinden. Der Cassationshof wird sich damit begnügen, den Antrag auf Ausschließung dreier Räte, welcher seitens des Verteidigers Mornard eingebracht wurde, Vermischtes. * Frankfurt a. M., 18. März. Gestern konferierten liierselbst im Restaurant „Kaiserhof" unter Vorsitz des H,errn Handelskammer-Präsidenten F. Canthal«Hanau v-ertreter des „Vereins deutscher Spiritusinteressen- lan" aus der Provinz Hessen-Naffau, dem Großherzogtum Hoffen und den benachbarten bayerischen Gebieten über die frurch die Ringbestrebungen der Brenner und Spritfabrikanten zaschaffene Lage. Anwesend waren Mitglieder des bezeichneten L-rreins aus Frankfurt a. M., Hanau, Schlüchtern, Darm- ttoflbt, Düdelsheim, Groß-Gerau, Großen-Linden, Offenbach u M., Oppenheim, Vilbel, Worms, Aschaffenburg und Würzburg. Nach einem ausführlichen Referate des Vor- jishenden über die Entstehung des Vereins, die Absichten der Führer der Brenner und Spritfabrikanten und die dern- z«.!genüber in den einzelnen Gebieten des Reiches zur Ver- Mgung stehenden Abwehrmittel erklärten sich die Konferenz. Veilnehmer mit der einstweilen abwartenden Haltung des Vereins-Ausschusses einverstanden. Die Sachlage wurde als tiime sehr ernste anerkannt; sie nötigt zu einer thunlichst um- ss>«ffenden, energischen Organisation der Spiritus-Interessenten, Kirchliche Nachrichten. SiaagelifLe Gemeinde. Mittwoch den 12. März, abendS 6 Uhr: Sechste PafsiouSandachl Pfarrer Euler. damit diese je nach dem Ergebnisse der Ringbestrebung, das I sich am 1. April Herausstellen wirb, befähigt sind, wirksame I Vorkehrungen zum Schutze ihrer Jntereffen zu treffen. Es I wurde beschlossen, für die oben erwähnten Gebiete einen I Zweigverein zu konstituieren, in dessen Vorstand folgende I Herren gewählt wurden: F. Eanthal (Fa. M. Canthal I Wwe. in Hanau), Hirsch (Fa. H. Hirsch Söhne in Groß- | Gerau), Stephan Lieber (Fa. Stephan Lieber in Wiesbaden), I C. Martini (Fa. H. Martini und Sohn in Vilbel), C. I Rhiner (Fa. Erste Bayerische Cognacbrennerei G. m. b. H-, I öorm. M. I. Fleischmann in Aschaffenburg), Schott (Fa. I Frankfurter Cognac Brennerei Gebr. Adler-Schott in Frank« I furt a. M., Jac. Seiffert (Fa. Jakob Stück Nachf. in Hanau). * Leipzig, 18. März. Auf eine Anregung des Privatdozenten Dr. Pohle ist die Gründung eines Vereins für I Arbeitsnachweis in Leipzig beschlossen worden, mit dem man | eine unparteiliche Arbeitsvermittelungsstelle ins Leben rufen I will. Der Vorstand soll aus 15 Mitgliedern bestehen, 8 I Vereinsmitgliedern, 2 Arbeitgebern und 2 Arbeitnehmern | aus der Mitte des Gewerbegerichtsausschusses, je einem I Arbeitgeber und Arbeiter aus dem Vorstände der Ortskranken- I kaffe und einem vom Rate der Stadt Leipzig zu ernennenden I Mitgliede. * Vom Harze, 16. März. Das Schülerherbergswesen in unseren Harzorten wird von dem auf diesem Felde ganz besonders rührigen „Harzklub" auch im laufenden Jahre wieder wesentlich gefördert werden. Im Jahre 1898 war mit 91 Wirten in 37 Orten in dieser Hinsicht I ein Uebereinkommen abgeschlossen. Jetzt haben sich weitere 11 Zweigvereine bereit erklärt, Herbergen einzurichten. Von | in Betracht kommenden Harzorten haben sich 48 der Sache angeschlossen, während 27 sich noch ablehnend verhalten. Die Aufforderung zur Benutzung der Herbergen, in denen den Schülern gegen Vorzeigung einer Ausweiskarte alles zu ermäßigten Preisen verabfolgt wird, ist auch jetzt wieder an rund 700 Schulleitungen gesandt worden. ' Ein interessantes Mosaik. In Sparta wurde neulich, I wie griechische Blätter erzählen, ein antikes Mosaik bloß« gelegt. Es hat eine Ausdehnung von sechs Quadratmetern und ist noch vollständig erhalten. In seiner Mitte zeigt das Mosaik ein Bild des Palastes des Königs Lykomedes von Skyros, das uns eine Idee von der Herrlichkeit der I alten griechischen Königspaläste giebt. * Jedermann Hausbesitzer. Im englischen Unterhause I brachte Chamberlain eine Vorlage, betr. die Erwerbung kleiner Häuser seitens ihrer Bewohner, em. Die Bill erstreckt sich auf England, Schottland und Irland, I und ist nicht obligatorisch, sondern fakultativ. Der Wert des Hauses darf 6000 Mk. nicht übersteigen. Die von den I Lokalbehörden zu leistenden Vorschüsse sind auf vier Fünftel des Kaufschillings beschränkt. Die Vorlage enthält keine I Beschränkung hinsichtlich der Gesellschaftsklasse oder der Beschäftigung des Käufers. Die Kosten für die Durch ■ führung des Projektes dürfen Vi Prozent der Lokalabgaben I nicht übersteigen. Die Vorlage schlägt ein billiges und I leichtes System des Verkaufes und die Uebertragung des I Besitzes vor. __________ ;-701 Kartoffeln per 100 Rito 5.50 biS das» d. bekannten Kurten geg. Angst, .00-00, Zwiebeln per 6tr. X 8.00-9.00, NßrVOSGll Zwangsgedanken, Schlaflosigt, srreg., Magen- u. Darmträgb., Bcbwacnezusr., def. Gicht etc. auch in d. Jahre r. April bis Okt. in Auerbacn, Hessen stattfinden. Proep. üb. Eigenart u. Wirkung trer 2535 Dr. Boreherdt. Meratur, Wissenschaft und Kunst. — Der Kutz der Chtpesen unterscheidet sich wesentlich von der europäischen Art zu küssen. Die Wochenschrift „Die Umschau* (Frankfurt a. M) analysiert und vergleicht den Kuß in Europa und Edina in einer sehr interessanten Geberdenstudie. Die Mongolen küssen sich nicht in unserem Sinne; sie beschnüffeln sich, indem sie zuerst ihre Nase an die Wange deS geliebten Wesens bringen, dann tief einatmen und mit einem leichten Lippenklatschen schließen. Bet dem ganzen Vorgang wird der Mund aber nicht angedrückt. Bemerkenswert ist, daß die Chinesen unseren Kuß iür sehr unanständig halten. Sie finden darin die Gier eines hungrigen Raubtieres wieder, das seine Beute verschlingen will. UnS erscheint der Mongolenkuß auch nicht sehr ätherischer Natur, sondern erinnert wohl zunächst an die Gewohnhe.ten gewisser cyntscher Tiere. Dieselbe Nummer der Umschau enthält Diätetik im Altertum von Dr. Marcuse (Schluß), Elektrotechnik von Dr. Ruffner, Volkswirtschaft von Dr. Ehlers, Betrachtungen und kleine Mitteilungen. — Die Geschichte der Ungarn von Dr. Eugen Csuday, Chorherr deS Piämonstratenser-Sttfies von Clorna und Univ er fit 2t S° Dozent Uebersetzt von Dr. M. Darvay. XIII u. 1078 S. Groß- Oktav mit den Bildnissen Arpads und Fran, JosefS I. Von Gustav Mo?elU. Preis brochtert in zwei Bänden Mk. 15.-. Diese« bereits In ungarischer Sprache erschienene Werk der Verfasser enia&Hd) des 50jährigen Regierungbjubiläums Sr. Majestät Franz Josef I. in die deutsche Sprache übers.tzen lassen. Wie die ungarische Ausgabe, die schon zwei Auflagen erlebte, sowohl vom ungarischen Publikum günstig ausgenommen, al« auch von der Preffe rühmend besprochen wurde, so wird auch diese Ausgabe in Deutschland und Oesterreich von allen Freunden und Forschern der Geschichte dankbar entgegengenommen werden, besonders auch deshalb, weil sie eine vorhandene Lücke der deutschen Historik in Bezug auf Ungarn auS- süllt ES ist eine vollständige Geschichte der Ungarn, die hiermit Ahnten wird von der Zeit, wo dieses Volk aus dem Dunkel des unbekannten Daseins hervortritt, bis zu unseren Tagen (März 1890). Es er^stieri kein anderes Werk, das besonders die neu.ste Geschichte dl-I-s L-nd.S 1° -iiwttr.b M-nbdt, wie bleleS. Die beulte Heber, setzung steht an Klarheit und Trefflichkeit des Ausdrucks dem Original gleich und wird in den einschlägigen Kreisen unzweifelhaft zahlreiche Abnehmer fi den. Verkehr, Land- und Volkswirtschaft- «iekeu. 21. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd, 0.80-0^0 Hühnneier ZTr /st 5_6 H 2 Et. 10—11 H, Enteneier per St. 6—7 H, Gänse« der Ter @t H-18 4, Käse 1 St. 5-8 H, Käsematte per St. 3 ®rMen per Liter 20 4, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar S o 90-1.00, Hühner per St. X 1.20-1.80, Hahnen per Sluck m. i qo—2 00 Enten per St. X 1.90—2.40, Ganse per Pfund x o 00^0 00,' cifmfieM v-rPsd. 68-74* kuh-unb Rindfleisch ner Md 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60-1M, fl^ gesalzen, W f.5O X^ßeifehnut per St. 00—OÖ, Zwiebeln per----- 9^Üd’Daue^dlr1 DMrktzeit von 8 Uhr Morgens biS 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marttzett darf tm Umherziehen nicht fellgeboten werden. itre »itgeführten Hunde zu verwenden fein dürfte. — Am I Hrqangcne« Freitag (LosziebungStag der Rekruten) gab iik Rekrut aus Alten-Bufeck, welcher in Gießen bedienstet A, seiner Roheit und Brutalität dadurch Ausdruck, daß er I fischen Gießen und Wiefeck auf offener Straße einem fncb« Icyen Bewohner Gießens ohne jegliche Ursache fein Pferd I inhielt nnd mehrmaligem Auffordern, ihn doch fort zu 'affen, I licht Folge leistete. Damit nicht zufrieden, nahm er auch feilt ew dicken Stock und schlug den Fuhrwerksbesitzer derart I mf den Arm, daß derselbe braun und blau unterlaufen ist. I Ccx Thäter, welcher sich aus dem Staube machte, wurde ermittelt und zur Anzeige gebracht. *+ Folgender Brief eines als Seesoldat in China I »eilenden Wieseckers wird uns von fcefreunbetet Seite j*i Verfügung gestellt: Sch atze kau, den 8. Januar 1899. Meine Lieben! Euer Weihnachtsgeschenk habe ich am | 1. Weihnachtstag Abend mit größter Freude empfangen. I Iw Kreise meiner Kameraden öffnete ich das Kistchen; wie I freiten sie sich alle, als ich das Kistchen mit den Cigarren mf den Tisch stellte. Ich teilte die Cigarren mit meinen Äameraben brüderlich, und alle freuten sich, daß sie wieder tinmal eine deutsche Cigarre rauchen konnten. Jeder steckte ßch eine an, dann setzten wir uns zu Tisch und feierten I nufer Weihnachtsfest, indem wir verschiedene Weihnachtslieder 1 fälligen und der Lieben in der fernen Heimat gedachten. Ja, I Ihr Lieben, es ist hier doch keine solche Weihnachten, wie wir sie in der Heimat feiern. Unser Weihnachtsbaum bestand I «m einem Lebensbaumchen, weil es hier keine Fichten giebt. | llntzer Quartier ist ein altes einstöckiges Häuschen, die Fenster sind mit Papier verklebt. Durch die Thüre pfeift frei Wind, der Fußboden besteht aus Sand. Als Betten bcr utzen wir Hängematten, und überall streicht die kalte £ «lüft herein. Aber wir dachten an den, dessen Geburts- srst wir heute feiern, der hat ja auch keine bessere Stube gelabt; denn er hat ja auch im Stalle geschlafen. Es zrißt Euch herzlich und dankt für das Weihnachtsgeschenk, froi Ihr uns bereitet habt. Seesoldat........und seine Kameraden. A Vom Lande, 20. März. Schon seitdem die Knospen frei Steinobftbäume, Stachel- und Johannesbeersträucher schnellen, treibt der Gimpel, (Pyrrhula rubricilla), auch twmpfaff oder Blutfink genannt, fein schädliches Hand- dl.-rk.' Paarweise, oft auch in größerer Anzahl vereinigt friffen die Blutfinken nämlich die Knospen ab und verringern fr,Durch die Erträge an Obst- und Beerenfrüchten. Obwohl »irr ihm, dem schönen Sänger als Vogelfreunde die größte Schonung angedeihen lassen, so müssen wir ihn doch als Hurtenfreunde von unfern Obstbäumen und Beerensträuchern gerade in der jetzigen Zeit durch Verscheuchen fern zu halten suchen. , _ + Grimberg, 20. März, Ein seltener Genuß war gestern abend den Bewohnern hiesiger Stadt geboten. Der imüer der bewährten Leitung des Herrn Lehrers Roth ftchende gemischte Chor (Kirchengesangverein) veranstaltete in der geräumigen Turnhalle ein Konzert. Dasaus vermiedenen Chören, Solis, Duetts rc. bestehende, sehr reich- fraDtige Programm kam in vorzüglicher Weise zur Ausführung, fllrf besonders wirkungsvoll verdienen die verschiedenen Teile iu-3 „Der Glocke" (in Musik gesetzt von Romberg) hervor- zehoben zu werden. Auch das Theaterstück „Papa hat s erlaubt“ wurde recht flott gespielt und sehr beifällig auf- ierwmmen. — Der Verein beabsichtigt, im Lause des künftigen Sommers „Die Glocke" vollständig — wenn möglich mit Musikbegleitung — aufzuführen. — Der hiesige Männer- zeßangverein wird am zweiten Osterfeiertage ebenfalls in fror Turnhalle fein diesjähriges Konzert veranstalten. Vom höheren Vogelsberg, 19. März. Das Klubhaus mf dem Hoherodskops, das während des Winters Mittwochs und Samstags offen war, wird von jetzt an bis jin vollständigen Eröffnung auch Sonntags geöffnet sein. Gießener Volksbad ft Samstag abend nach 6 Uhr nicht mehr ii die Joutz. 2517 vermieten. Joutz. 2516 6 Die SchulKommWu der Ksufmanuischen Fachscholk. 2511 zu Den Impfung dkl lllobcllliütf 2513 Herd ENAMELINE I ■ 0) bau rnder Arbeit von 2503 0 Kellllerlkhrlms gefudit ff 2534 Steins Garten. Stark mit Wasner zu verdünnen Ueberall verkäuflich. Vor Nachahmung wird gewarnt. n Klee - Samen Haushalt gesucht von 2532 2536 2507 Bismarckstratze 22, part. Frankfurter Börse Gin Mädchen f. Küche Anmeldungen möglichst vor Ostern erbeten. 2508 to 1887 00 Gießen, Neuenbäue 11. 2524 4 bto. unk. b. 1907 102.00 4 Deutsche Grdsch. B. unk. b. 1904 101.50 »rief 16.17 Franz. Banknoten bto. «merk. 4.17 4.21 Adendeourser 828 -< 153.6 i Oesterr. Eredit-Actien Webartton: L. Burkhardt. — Druck unb «erlag der Brühl'scheu UniverfitätS-Buch. unb Steinbrnckerei (Pietsch Erben) in Tießen. llckiinntnindjiiiigeii WUWWW litt verkaufen Mietgeluche -KersteigciiNlill'il Kauf-Gesuche Offene Stellen Verschiedenes Nermietungen Verloren 100.70 92.30 99.45 000.00 000.00 8 6 4 3 ce ** M ff) (D Asterweg 40, Ecke der Nordanlage. 100.!* ioo a 2T J) 100. & bl.tf 100* oo.<* 10«*' 100» 101.15 100.4* daher billig im Gebrauch 2514 •elfe 80.?« 169.1« 4.19'<, Monopol-Griechen von Eisenb. Rentenb. 061. Buderus Obl. Putzt Ofen 31/ 81/ 4 4 vom 20. März 1899. Procenr 4*/s Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold-Rente ttUtM festgesetzt wird. Schüler werden am das Schwimmbad zugelaffen. Für da» Schwimmbad zu einem Preise von 7 Mk. ei rgeführt. 2526] Junges Mädchen von 14 bis 16 Jabren tagsüber gejucht. Otto Scheel, Bahnhofstraße 50. werden vom 1. April d. I. ab 25« Karten für Erwachsene und von 4 Mk. für Schüler garantiert seidesrei, deutscher Rotklee, Prov. 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Der N'cht im Kalender aufgeführte sogen. Ostermarkt findet den 28. d. Ms. statt. (Vieh- und Krammarkt.) Butzbach, den 20. März 1899. Großh. Bürgermeisterei. Mädchen für Küche und Hausarbeit in kleinen gesucht. gotcl 6ro6|tr!ogjion Heffkll Lehrlingsstelle in flottem Detailgeschäft gesucht. Offerten unter K. B. 2500 an Expedition dieses Blattes.___________ An den sogenannten dritten Feiertagen bleibt da» Volksbad nafr mittags geschloffen. rölß Gießen, den 21. Marz 1899. Der Vorstand. I Heiland, Betriebsführer, Lich. „ -stl 3,1 ,M- «Matt! « bis 8 alte Iimmerlhüren kaufen gesucht. Abreffen nebst V, Frankstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99 00 */, Frkf. Hyp. Ereb. B. unk. b. 1906 98.00 4 h 7 H. F. N assauer, ________. Neuenweg 16. 0944] Es empfi h!t sich im Be- schueideu vou Obstbäumeu aller Arten, sowie im Anlegen von Baumgütern und Obstgärten hieim't Hch. Gruber, Obstbaumwärter, A lteu-Bufeck. "Bei modernen ■ Ofen-Politur. • Augusta-Mkloria- Höchterpenstonat Gießen. 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U die übrigen 9nt unb es blieb bet, friegfentfääbigun$ Mit den W Spanier hatten sie nuug hingegeben, i besondere weil sie Mächte würden ni W d°r! ftflftjten d-'est Erweiterung ^gisch genommen W zugunsten S; W. zu Unrecht s Mig Passtv vrrhal itchleit seine W WQt- sagten "ur schweren her träges vollzogen h^ kndgtltig von der tvohl annehmen, uiemals wieder s Coursbericht *e 3« Kurz & C®., Giessen, ßustpfßch K In bester Lage Gießens in feinem Hause (Belletage) zwei möbl. Zimmer zu verm. Sckriftl. Off, u. 0950 an d. Exp. d. Bl. 0951] Schön möbl. Zimmer billig zu vermieten. Wagner, Neustadt 79. Gras-Samen engl. RahgraS, ital. Rahgras, Thymothee, Mischnng für trockenen Boden, Du S'eßenn Ii lern We dnzckgt. Prvcmt 3'/, Deutsche ReichSanl. 3 Preuß. EonsolS 37» Gr. Hessische Obl. 4 Stadt Darmstadt v. 1891 sowie sämtlicher Neuheiten der Saison zeige ergebenst an. 09ö2 Elisabeth Euler, Ludwigstratze 14, 1. Stock. Lügentisch. General-V er Sammlung Donnerstag den 23. 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I. aus den Distrikten Neuwiesenkopf, Molkenborn, Oberstube, Kasparswald, Langerberg, Gretenberg, Hirschtränke, Eisenkaute, Seifwald, Pfingstweide, Aspenwald, Lichte Eichen, Hölzchen rc. der Forstwartei Weickartsh in Stämme: 15 Eicken mit 5 fm, 19 Bucken mit 18 km, 145 Fickten mit 40 fm, 5 Kiefern mit 3 fm, 1 Lärcke mit Vi fm; Derbstangenr 266 Fickten mit 16 fm; Reisstangenr 10 Fichten mit 0,11 fm; Scheiter rrn: 191 Buchen, 7 Eichen, 37 Nadelholz, 14 Erlen rc.; Knüppel rm: 117 Buchen, 68 Eichen, 36 Nadelholz, 27 Eilen rc.; Reisig rm: 667 Bucken, 416 Eicken, 76 Nadelholz; Stöcke rm: 40 Bucken. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Neuwiesenkopf bei Weickartshain auf der alten Bötzensckneise bei Stamm Nr. 237. Nur das Holz im Neuwiesenkops, wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Die Nummern des zur Ver- stergerung kommenden Brennholzes sind blan unterstrichen. Die Holzversteigerung vom 14. d. M. ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 25. d. M. an bei Großh Distriktseinnehmerei Grünberg abgeholt werden. Ueberweisung des Holzes 27. März. üs&ft . ®er 22. Wji. h)fl8 die ßur; Q Unbetn®N f"» Ssbietl k“" ^etiob. be, „7 h-"!- d ifl ®elt "H • -n 3 I ü«5retl 2528] Steinftratze 17 Mansarden» Wohnung mit allem Zubehör und Gartenanteil per sofort ober später zu vermieten. Alb. Reubürger, Steinstraße 15. 2522] Wegzugshalber eine 5-Zimmer- wohnung, desgl. eine 3-Zimmerwohnung zu vermieten.Südanloge 7, II. __ O Das Ucberziehen eines Stehkragens mit Kleiderstofl AW eil 12 OH w26 war bisher bei den gebräuchlichem harten* und steifen Einlagen sehr lästig und zeitraubend, zumal fPpnp/ipffC der Stoff auf der äusseren Seite nicht mit der Nadel j m 1 Mvscvsi • durchstochen werden darf Eine grosse Verbesserung\ bietet Vorwerk's neue Kragen-Einlage Practica, deren am Rande eingewtfa,I weiche Bändchen ein bequemes und solides Befestigen des Kleiderstoffes er ' möglichen. 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Herren 120 Mark pro Monat und hobeProvision für Zigarrenverkauf an Wirte, Private usw. Offerten unter S. 8394 an G. L. Daube & Co., Hamburg. Ein Pferd, überzählig, zu verkaufen. 2502 _______________P. Jos. Möbs. 0946] Wegen Mangel an Raum ist 1 Sofa, 1 Waschmaschine, 1 Schreibpult, 1 Kleiderschrank zu verkaufen. ____________________Bleichstratze 33. 2505] Grätzere Hofraithe mit Garten an der Hauptstraße eines Landstädtchens (Bahnstation, Amtsgerickt) mit einem daneben gelegenen Bauplatz ist wegzugshalb, vreisw. zu verkaufen. Lermittl. verbeten Das Anwesen eignet sich vorzüglick für Cigarrenfabrik, sowie für jede andere Branche. Offert, unt. N. 2505 an Exped.