'ende *» 8«^ M, schwerem tägigem ,er liebes, 1625 D Frau. 1630 i* irgend, inebejontm hiermit ergeb«: taf m ginfa >u Aarkelsca au' Lusern, r^eluei jirhr zu Wen. strme WM >enst wWmv M. 5000000 ®«t nw« ®wM‘ [toten (af t,E iar 18SS- ,ilberren>e Diente en r@rie^""" knt*Dil Obi- OOoToOÖ. 200« ■5». • jinb 81«*'"- MfS* ic’$ 'Xfofee bis;- ollem Ersätze 9i 14 _ jlt . Artel 100) 100* 211 100) i«ei 61 100‘ 001 tzrs-- Nr. 45 Zweites Blatt______Mittwoch den 22. Februar Gießener Anzeiger General-Anzeiger Aezugspreis öiertcliäbrlid) 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pstz mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Annahme von Anzeigen zu der nachmittag- für den ftlynbm Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. dtllk Anzeigen-BermittlungSstellen des In- und AuSlaude« nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. GrfcheNN tSgNch mit Ausnahme des MontagS. Die Gießener Alamitieud kältet »erden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Amts- und ZInzeigeblntt für den Ttreis Giefzen. Ätbaftion, Expedition und Dntckerei: Schnkstrahe Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Zandwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Adreffc für Depeschen: Anzeiger chiehe«. Fernsprecher Nr. 51. Die Steuer-Reform steht und fällt mit der Weinsteuer. Die „Darmst. Ztg." schreibt: Bei Ausarbeitung der Gesetzentwürfe, die eine Reform des Staatssteuerwesens herbeiführen sollen, ist davon ausgegangen worden, daß die anstelle der Grund-, Gewerb- und Kapitalrentensteuer dem Staate zu erschließenden neuen Einnahme-Quellen zusammen mit den verfügbaren Mehrüberschüssen der Eisenbahnen den vollen, durch Aufhebung jener Steuern in der Staatskasse entstehenden Ausfall decken müssen, wenn anders unserm Heimatlande auch fernerhin die Wohlthaten eines geordneten Staatshaushalts gewahrt bleiben sollen. Von diesem Gesichtspunkte ausgehend, hebt die „Gemeinsame Begründung der Steuervorlagen" am Schlüsse ausdrücklich hervor, daß die gesamten Vorlagen als ein zusammenhängendes Ganzes anzusehen sind, aus dem ein einzelner Teil nur dann herausgenommen werden dürfe, wenn dafür zugleich ein vollwertiges Ersatzstück geboten werde. Es ist erfreulich, daß die Richtigkeit dieses Standpunktes mehr und mehr auch von denjenigen Kreisen anerkannt wird, die einzelnen Teilen der Steuervorlagen, z. B. der Weinsteuer, feindlich gegenüberstehen, und es ist nicht uninteressant, die Punkte einer näheren Betrachtung zu unterziehen, die von jener Seite als Ersatzmittel für die so sehr bekämpfte Weinsteuer in Anregung gebracht werden. Nach den Regierungsvorlagen wird bekanntlich aus den Mehrüberschüssen der Eisenbahnen über die in dem Hauptvoranschlag eingestellten Beträge hinaus, die im ersten Jahre der hessisch-preußischen Betriebsgemeinschaft etwas über 1 Million betragen haben, ein Teilbetrag von 670000 Mk., als etwa 3/s dieser Mehrüberschüsse, zur Deckung des durch Abschaffung von Grund-, Gewerb- und Kapitalrentensteuer entstehenden Ausfalls eingestellt. Die Gegner der Weinsteuer halten diese Annahme für zu vorsichtig; sie sind der Ansicht, daß die Einnahmen der Eisenbahnen sich dauernd in aufsteigender Richtung bewegen und glauben daher, daß auch schon jetzt und dauernd zur Entlastung der direkten Steuern ein größerer Teil jenes derzeitigen Mehrüberschusses verfügbar sei, als die Regierung angenommen habe. Allein abgesehen davon, daß es im Interesse einer gesicherten Finanzwirtschaft schon an und für sich sehr mißlich erscheint, in einem verhältnismäßig kleinen Staatshaushalt, wie dies der hessische immerhin ist, in weitem Maße mit schwankenden Faktoren, wie den Eisenbahneinnahmen, rechnen zu müssen, so ist jene Annahme von der fortdauernd steigenden Tendenz der Eisenbahnbetriebsergebnisse auch nicht einmal richtig; die Statistik zeigt vielmehr, daß die Eisenbahneinnahmen Feuilleton. H alte Aurscheicherrkichkeitk (2. Fortsetzung.) Die drei Relegierten sollten am 7. August die Stadt verlassen. Es wurde beschlossen, ihnen das Geleite bis an die Grenze zu geben, weshalb sich viele Studenten um die Abfahrtszeit vor dem Postgebäude versammelten, während ein anderer Teil den Seltersberg hinauf an die katholische Kirche zog, um hier den Postwagen zu erwarten. Der Kirche gegenüber wohnte Professor Dr. Adrian, der damals die überaus verhaßte Zensur zu üben hatte. Da sich die Ankunft des Postwagens verzögerte, wurden die wartenden ungeduldig; Ungeduld und Langeweile haben zuweilen dumme Streiche im Gefolge. So auch hier. Aus der Menge trat ein Studiosus hervor, gebot mit Donnerstimme: Silentium! und fuhr fort: „Unserem vielgeliebten Professor Dr. Adrian, dem gewaltigen Zensor und Gedanken- hulsabschneider, erschalle ein dreifaches donnerndes Pereat!“ Gröhlend, jubelnd, brüllend siel der Chor ein. Das feuerte den Hauptpolitikus Fendt so an, daß er auf den kleinen Hügel vor der katholischen Kirche stieg, eine Ansprache an die versammelten Kommilitonen hielt, und — da er gerade das alphabetisch geordnete Namensverzeichnis der Studenten bei sich führte — einen förmlichen Verles vornahm, indem er die Namen der Studenten, damals etwa 500 an der Zahl, laut ausrief, worauf jeder Anwesende, ungefähr 400, mit „Hier!" antwortete. Ueber die Abwesenden wurden allerlei Witze gemacht, besonders über den letzten Z—, der den Spitznamen „HofkarriSre" erhalten hatte. zwar im Durchschnitt größerer Zeitabschnitte stets gewachsen sind, daß dieses Steigen aber auch mehrfach von schweren Krisen unterbrochen worden ist, nach deren Ueberwindung sich jene Einnahmen mehrfach erst nach Jahren wieder auf ihre frühere Höhe gehoben haben; so ist z. B., um nur beim letzten Jahrzehnt zu bleiben, der Ueberschuß der preußischen Staatseisenbahnen auf 1 Kilometer mittlerer Betriebslänge von 16 334 Mk. in 1889/90 im Anfang der 90er Jahre auf 12 68O Mk., also um fast ein Viertel zurückgegangen und hat erst im Rechnungsjahre 1895/96 wieder jenen im Jahre 1889/90 erzielten Betrag erreicht. Nimmt man zu diesen durch wirtschaftliche Verhältnisse veranlaßten Krisen, die sich nach der Statistik nicht allzu selten wiederholen, hinzu, daß die Höhe der jeweiligen Ueberschüsse der Eisenbahnen auch wesentlich durch tarifarische Maßnahmen, für die ja fortwährend agitiert wird, beeinflußt werden kann, daß sie durch die in Aussicht stehenden umfangreichen Besoldungsaufbessernngen möglicherweise nicht unbedeutend herabgedrückt werden wird, und daß endlich nach dem Gesetz vom 3. Oktober 1896 vom 1. April 1900 ab alljährlich ein Betrag von 600 000 Mk. aus jenen Ueberschüssen zur Amortisation der Eisenbahn- schuld verwendet werden muß, so leuchtet ohne weiteres ein, daß im Interesse einer gesunden Weiterentwickelung unserer Finanzen über den von der Regierung eingestellten Teilbetrag der Mehrüberschüsse der Eisenbahnen unter keinen Umständen hinausgegangen werden darf, zumal auch fortwährend neue Anforderungen an die Staatskasie herantreten, zu deren Deckung die Steuerreform an sich Mittel nicht verfügbar macht. In zweiter Linie ist zur Deckung des durch die Nichtannahme der Weinsteuer entstehenden Ausfalls die Erhöhung der Progression in der Einkommensteuer und die Einführung einer solchen für die Vermögenssteuer in Vorschlag gebracht worden. Daß die progressive Gestaltung der Vermögenssteuer das Verhältnis der steuerlichen Belastung in Hessen zu der in Preußen zu ungunstcn des ersteren Staates verschieben würde, und daß sie der Natur jener Steuer als einer Ergänzungssteuer widerspricht, bedarf keiner weiteren Erörterung. Die Aufgabe, die höheren Einkommen, und zwar auch die fundierten, progressiv höher zu belasten, fällt in einem geordneten Steuersystem der Einkommensteuer zu und für sie könnten daher jene Anregungen zur Verschärfung der Progression theoretisch allein inbetracht kommen. Sie sind aber praktisch undurchführbar: Eine Erhöhung der Steuersätze in den unteren Klassen der 1. Abteilung würde von den Steuerpflichtigen dieser Einkommenklassen um so schwerer empfunden werden, als diese zum sehr großen Teile weder Grundbesitzer noch Gewerbtreibende sind, also von Endlich kam der Postwagen mit dem relegierten Kleeblatt Schlich-Schlosser-Schneider, deren Familiennamen zufällig mit dem gleichen Zischlaute „Sch" anfangen, und die zeitlebens Herz und Mund auf dem rechten Fleck hatten. Das Lied: „Lebt wohl, ihr Straßen grad und krumm", wurde angestimmt, und langsam, ernst und würdig schritt der Zug mit bis an das Weichbild der Stadt. Ein interessanteres Komitat wurde wohl selten zur Ausführung gebracht, als das hier mit wenigen Worten beschriebene. Die Studenten begaben sich nach der Stadt zurück, und erfuhren hier, daß eine Schwadron Dragoner (Cheveauxlegers hießen sie damals) aus dem benachbarten Butzbach requiriert worden wäre. Das war ein Mißgriff von Seiten der Behörde, nicht minder wie die Predigt des Pfarrers Hartnagel und das Pereat auf Professor Adrian von Seiten der Studenten. Eine gewaltige Aufregung und Gährung erhub sich von neuem unter den Musensöhnen, als die Dragoner unter dem Kommando des Rittmeisters v. Jungenfeld noch am Vormittag in Gießen einritten und sich im Hofe des Universitätsgerichts aufstellten. Viel hat nicht gefehlt, so wäre ein Blutbad entstanden. Die Studenten verhöhnten die Reiter, die jedoch, von dem taktvollen, ruhigen Rittmeister v. Jungenfeld trefflich geführt, alles mit größter Seelenruhe an sich vorüberziehen ließen, obgleich ihnen manchmal die Hand nach dem Pallasch gezuckt haben mag. Um das Maß ganz voll zu machen, wurde auch noch eine Art von kleinem Belagerungszustand über Gießen ver- hängt. „Die Feierabendstunde ist auf 10 Uhr abends festgesetzt," klingelten die Polizeidiener aus, „und wenn sich mehr als sechs Studenten in einer Gruppe auf den Straßen sehen lassen, sollen sie alsbald verhaftet werden." Hiermit war dem Fasse der Boden ausgeschlagen. „Mit den der Aufhebung der Realsteuern nicht nur keinen Vorteil, sondern im Gegenteil infolge der bereits von der Negierung vorgeschlagenen neuen Einkommcnsteuersätze höhere steuerliche Lasten zu tragen haben werden; soweit die Steuerpflichtigen dieser Klassen aber Grundbesitzer oder Gewerbetreibende sind, würde jede weitere Verschärfung der Progression in der Einkommensteuer ihnen zum großen Teile die Vorteile wieder nehmen, die ihnen die Aufhebung von Grund- und Gewerbesteuer bringen wird. In den höheren Klassen gehen die hessischen Sätze zum Teil nicht unbedeutend über die Steuersätze in den Nachbarstaaten hinaus und erreichen insbesondere beim höchsten Einkommen eine Belastung, wie sie in ganz Deutschland nicht besteht. Soll nicht das Interesse des ganzen Landes Schaden leiden, so muß jede weitere Erhöhung, die überdies bei der kleinen Anzahl von Pflichtigen in diesen Klassen einen nur geringen finanziellen Erfolg haben würde, vermieden werden. Als Ersatz der Weinsteuer könnte ferner eine Umgestaltung der Erbschaftssteuer, und zwar nach zwei Richtungen, in Frage kommen: Einmal könnte an eine Beschränkung der nach dem derzeitigen Erbschaftssteuergesetz steuerfreien Fälle und insbesondere an eine Besteuerung der Erbanfälle an Descendenten gedacht werden. Eine solche Besteuerung, die bislang nur in einigen wenigen Staaten besteht, vermag schon aus inneren Gründen nicht besonders für sich einzunehmen, erscheint aber neben der allgemeinen Vermögenssteuer doppelt ungerechtfertigt, da auch sie ja nichts weiter als eine bei besonderen Anlässen zu erhebende Steuer vom Vermögen ist; sie würde überdies auch den von der Weinsteuer zu erwartenden Ertrag nicht aufbringen können In zweiter Reihe könnte eine Erhöhung der derzeitigen Steuersätze in Frage kommen. Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, daß die hessischen Steuersätze mit die höchsten im ganzen Reiche sind, daß aber dazu auch durch eine Erhöhung aller einzelnen Sätze um ein volles Prozent der für die Weinsteuer eingestellte Betrag nicht entfernt aufgebracht werden wird. Auch auf diesem Wege ist also ein Ersatz für die Weinsteuer nicht zu finden. In letzter Linie endlich könnte an Stelle der Weinsteuer eine allgemeine Licenzgebühr für Weinhändler und Wirte in Erwägung gezogen werden. Indes erscheint auch dieses Ersatzmittel nicht brauchbar: Eine derartige Gebühr würde nämlich eine viel schärfere und allgemeinere Belastung des Weinumsatzes darstellen, als die Weinsteuer selbst, da sie ja jeden Weinhändler ohne Rücksicht darauf treffen würde, ob er an hessische oder nichthessische Verbraucher ab setzt und da sie eine direkte Benachteiligung des inländischen Weinhandels gegenüber dem nicht in Hessen ansässigen Handel bedeuten würde. Die Cheveauxlegers bleiben wir nicht zusammen, wenn nicht jeder sich mit einem krummen Säbel oder Schläger bewaffnen kann!" ertönte es von allen Seiten. „Auszug! Auszug!" ertönte es dazwischen. „Auf nach Marburg! Auf uach Stauffenberg!" erklang es entgegen, und nach Stauffenberg ging es. Auf einer Wiese vor der Stadt war der Versammlungsund Lagerplatz. Die Korps und Verbindungen eilten nach ihren Kneipen, um Waffen und Fahnen zu holen. So schnell als möglich suchte sich jeder mit Moos (Geld) und Kleidungsstücken zu versehen, erforderlichenfalls auch einen Pump anzulegeu. Zwei Quartiermacher, Studiosus Grein (später Oberschulrat in Darmstadt) und Studiosus Koch (Oberförster in Oberhessen), mit dem Spitznamen „die Raffel", wurden nach Stauffenberg vorausgesandt, um für Unterkunft, Speise und Trank zu sorgen. In kurzer Zeit war alles beisammen, mit Ausnahme der „Starkenburger", die an diesem Tage ihren Kommers auf dem Schiffenberg abhielten, indessen später vollzählig per Chaise nachkamen. Den Zug nach Stauffenberg eröffnete Studiosus H—, der sogen, „narrige Apotheker", ein ursideles, ziemlich exzentrisches Haus, der eine Kindertrommel umgehängt hatte und einen regelrechten Wirbel schlug, wie der geübteste Tambour. Darauf folgten die Fahnen sämtlicher Korporationen, und hinter diesen die Musensöhne, vollständig untereinander gemischt, in Cereviskappen und bunten Mützen, teilweise mit Schlägern bewaffnet. Die Musik wurde durch das Absingen der bekanntesten Kneiplieder ersetzt, auch: „Lidjum, lidjum, lidjumlei!“ mit der Variante „schuftig" anstatt „lustig" fehlte nicht. (Fortsetzung folgt.) Licenzgebühr würde ferner eine Doppelbesteuerung für Wirte und Weinhändler insofern darstellen, als deren Gewerbebetrieb und das in demselben angelegte gewerbliche Betriebskapital bereits von der Vermögenssteuer getroffen wird, und sie würde endlich zweifellos, da sie ja wohl nur auf den Grundlagen veranlagt werden könnte, die das Weinsteuergesetz vom 9. Dezember 1876 enthält, schon sehr bald alle die Vorwürfe auf sich ziehen, welche dieses Gesetz seither gefunden hat. Fassen wir diese Ausführungen zusammen, so ergiebt sich aus denselben, daß eine Aufbringung des ganzen durch die Aufhebung der Realsteuern und der Kapitalrentensteuer entstehenden Einnahme-Ausfalls ohne die Weinsteuer unmöglich ist. Ist aber diese Erkenntnis einmal gewonnen, so kann auch nicht länger ein Zweifel darüber bestehen, daß der Entwurf eines Gesetzes, die Wein st euer betreffend, ein notwendiger Bestandteildes ganzen Steuerreformplanes ist und daß mit seiner Annahme oderAblehnung die ganze Steuerreform steht und fällt. Deutsches Keich. Berlin, 20. Februar. Der Kaiser empfing heute vormittag 10 Uhr den Chef des Civil-Kabinetts, Or. Lucanus zum Vortrag und hörte später den Vortrag des Staatssekretärs Tirpitz. Berlin, 20. Februar. Zu Ehren des verstorbenen Präsidenten Faure soll am Donnerstag in der Hedwigs- kirche Hierselbst ein Trauergottesdienst stattfinden. Berlin, 20. Februar. Dem Bund es rat ist, wie die „Krcuzzeitung" vernimmt, der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Patentanwälte zur Beschlußfassung zugegangen. Berlin, 20. Februar. Der Reichstag wird am bevorstehenden Mittwoch wieder Schwerinstag abhalten. Auf der Tagesordnung wird u. A. stehen der Antrag Liebermann von Sonnenberg betreffend das Schächtverbot der Tiere. Berlin, 20. Februar. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute von dem Justizetat den Titel „Kosten und Geldstrafen" sowie den Titel „Ministergehalt". Morgen Fortsetzung der Etatberatung. Berlin, 20. Februar. Umgestaltung unseres F e st u n g s w e s e n s. Man schreibt von sachkundiger Seite: Vor einigen Tagen machte der Kriegsminister in der Budget-Kommission Bemerkungen, die gewisse Grundlagen unseres Landesverteidigungssystems betreffen und darauf hindeuten, daß hier durchgreifende Veränderungen beabsichtigt sind. Die eine Bemerkung enthielt einen Hinweis auf eine gewisse Anpassung unseres Landesverteidigungssystems an die geographischen Verhältnisse unserer Grenzen, die andere betraf die Niederlegung der Stadtumwallungen unserer großen Fortfestungen. Naturgemäß entzieht sich die Bemerkung wegen Neuerrichtung von Befestigungen einer eingehenderen Betrachtung, da die Orte, wo dies etwa zu geschehen hat, nicht früher.bekannt gegeben werden sollen, ehe man sich darüber fest entschieden hat, einmal um einer Spekulation für Steigerung von Grund und Boden keine Gelegenheit zu liefern, andererseits um den Agenten des Auslandes die besonders während des Baues zu befürchtende Kenntnisnahme möglichst zu erschweren. Nur auf eins sei hierbei aufmerksam gemacht, daß jede Verstärkung des Landesverteidigungssystems auch auf ein beabsichtigtes passives Verhalten an der betreffenden Stelle hinweist, daß also damit zum Ausdruck gebracht wird, daß wir auch mit dem Fall in einem künftigen Kriege rechnen müssen, uns, von zwei Seiten angegriffen, an einer Seite zunächst defensiv zu verhalten, wahrend wir auf der anderen die Entscheidung suchen, daß wir also in die Lage Friedrichs des Großen kommen können, der sich auch mit aller Kraft nur nach einer Seite wendete, um dann nach entscheidendem Schlage hier nach der anderen Seite zu marschieren. Feuilleton. Gerhard Kaufmanns Werke. Von Hermann Lekisch. Bevor Gerhard Hauptmann sich der Schriftstellerei widmete, versuchte er sich zuerst als Landwirt und dann als Bildhauer. In seinem Erstlingswerke dem „Prome- thidenlvs" sagt er gleichsam in einer verhülltenSelbstschilderung: ich habe am Scheidewege gestanden zwischen den Göttinnen der Bildhauerkunst und der Poesie, und ich habe dem Rufe der zweiten Frau gehorcht. Dieses halbflügge Bekenntnis giebt er mit 22 Jahren. Als Hauptmann auftrat kam er mit nur gelesenem Wissen aus Zola, Ibsen, Tolstoi und der sozialistischen Litteratur. Er breitete es vor uns aus in Gesprächen und Leitartikeln, und die Naiven erblickten in ihm einen Vorkämpfer für neue Ideen und moderne Weltanschauung. Sie sahen garnicht, daß gerade diese Weisheit immer nur geredet, nie aber künstlerisch gebildet war. Gleich die unglücklichste Gestalt seines Erstlingsdramas Loth, der Held und Agitator, zeigt, was Hauptmann nicht kann. Aber dieser Loth kehrt in jedem Drama wieder, verworren und ebenso hilflos. Und jedes Werk Hauptmanns zeigt immer von neuen genau dieselbe Kraft, und genau dieselben Grenzen seines Könnens. Er steht und fällt mit dem folgerechten Natnralismus. Er ist der ausgezeichnete Beobachter, er besitzt das schärfste Natur- und Wirklichkeitsschen, und er hat eine durch und durch gefühlvolle Seele. Wie er uns etwas sagt ist unübertrefflich, was er uns aber sagt ist nichts Außergewöhnliches. Sein Fuhrmann Henschel ist das vollendetste realistische Kunstwerk, die Realistik ist aber nicht die vollendetste Kunst. Die zweite Frage scheint nunmehr nach langem Kampfe zu qunsten derer entschieden, die bei den großen Fortfestungen für die Niederlegung der Stadtumwallung eingetreten sind. Wie bekannt, ist bei unfern großen Festungen bisher der Stadtkern noch immer von einer häufig in veralteten Formen aufaeführten Hmwallung umgeben. In anderen Ländern hatte man bereits in einzelnen Fällen hiervon Abstand genommen. So hat beispielsweise die große Festung Epmal schon keine Stadtumwallung mehr erhalten, sondern ist nur mit einem Kranze großer Forts umgeben. Bisher sträubten sich die zünftigen Ingenieure meist gegen diese Ansicht, da immer als Grund dagegen angeführt wurde, es müsse eine gewisse Sicherheitsumwallung vorhanden sein gegen einen durch die Fortlinie dringenden Ueberfall. Neuerdings tritt die Ansicht immer mehr hervor, daß dies nicht wohl zu befürchten ist, und daß sich der Hauptkampf überhaupt in der Linie der Forts abspielen wird, und daß, wenn diese gefallen ist, auch die Kraft der Verteidigung gebrochen sein wird. Im übrigen aber würde es einem zähen Verteidiger immer möglich sein, auch nach Beginn der Belagerung sich eine zweite Verteidigungslinie durch Behelfsbauten zu schaffen. Die großen Städte, die zum Teil schon lange um eine Niederlegung ihrer Umwallungen, um sich ungehindert nach dieser oder jener Richtung ausdehnen zu können, petitioniert haben, würden diese Maßregel mit Freuden begrüßen. Selbstverständlich würde für diese immerhin eintretende Schwächung der Verteidigung an dieser Stelle eine Verstärkung der Fortslinie durch schon im Frieden ausgeführte Bauten, wie Munitionsdepots und dergleichen einzutreten haben. Hamburg, 19. Februar. Gegen 70 hiesige Detaillisten schlossen eine Vereinigung zur Gründung eines gemeinschaftlichen Warenhauses, um der zunehmenden Konkurrenz besser begegnen zu können. Sechs Millionen sind für diesen Zweck gezeichnet. Kiautschou. Der Gouverneur von Kiautschou, Kapitän zur See Jaeschke, ist am Sonntag in Tsintaufort eingetroffen und hat die Verwaltung übernommen. Der Kreuzer „Gefion" ist auch am Sonntag in Tsintaufort angekommen. Samoa. Im Gegensatz zu alarmierenden Nachrichten der letzten Tage aus Amerika, erwähnt jetzt die „Times", daß man in Washington offenbar erwarte, die Diplomatie werde die Schwierigkeiten wegen Samoas beheben. Bei einigem guten Willen Amerikas wird das schon geschehen können. Ausland. ' Wien, 20. Februar. In einer Zuschrift an die „Neue Freie Presse" dementiert die Exkönigin Natalie die Meldung, daß sie ihre Memoiren zu schreiben und zu veröffentlichen gedenke. Wien, 20. Februar. Hebet die fortschreitende 93er* tschechung der böhmischenGerichtsbehörden wird aus Pilsen berichtet: Der Kreisgerichtsspreugel Pilsen, in welchem zwei Drittel Tschechen und ein Drittel Deutsche wohnen, ist infolge dessen als ein gemischtsprachiger, der Sprengel des Bezirksgerichts Pilsen dagegen als tschechischer erklärt worden, obwohl Pilsen weit mehr als 10000 Deutsche zählt, sowie Industrie und Handel zumeist deutsch sind. Man sollte nun meinen, daß man bei der Ernennung der Beamten des Kreisgerichts dem hohen Verhältnissatze der deutschen Einwohner Rechnung getragen hat und daß infolge dessen ein Drittel derselben den Deutschen entnommen wurde. Anstatt dessen befindet sich unter den 25 Konzepts- und 10 Manipulationsbeamten des Kreisgerichts und der Staatsanwaltschaft ein einziger Deutscher, der natürlich vorzüglich tschechisch versteht, während die tschechischen Beamten, namentlich die jüngeren, das Deutsche oft nur radebrechen. Wenn man bedenkt, daß das Kreisgericht die zweite Instanz für Zivilrechtssachen und für.Uebertretungsfälle von rund 130 000 Deutschen bildet und für alle Vergehen und Verbrechen aus Hauptmann hat nur zwei kleine Novellen geschrieben, bei denen hauptsächlich das Psychopathologische, die Darstellung kranker Seelen, Interesse hat. Sein „Bahnwärter- Thiel" stirbt im Wahnsinn, sein „Apostel" im Größenwahn". Die Bühne betrat Hauptmann zuerst 1889/90 mit „Vor Sonnenaufgang" und „Friedensfest", vielfach beklatscht und noch mehr bestritten, beschienen von allen Zeichen, die sich beim Aufgang einer neuen Sonne einstellen. Heute sind genannte Werke nur noch Kuriositäten. Das eigentümliche der Technik befremdete, die Kunst selbst sollte Natur sein, und um diese Lehre zu predigen wählte er Säufer bezw. Wahnsinnige, kurz Regelwidrigkeiten, die mit dem großen gesunden Gange der Menschheit nichts gemein haben. Das sind krankhaft überreizte Menschen, denen man helfend beispringen möchte, mit denen man aber künstlerisch nichts zu thun haben will. Nun ging Hauptmann zu Ibsen in die Schule, von dem er den Druck der Verhältnisse bearbeiten lernte. „Einsame Menschen" sind offenbar hypnotisiert von „Rosmers- holm": ein schwacher Mann steht zwischen zwei Frauen. Ibsen setzt nach der Katastrophe ein, Hauptmann giebt eine Art Vorgeschichte zu „Rosmersholm". In seinem jüngsten Werke, dem „Fuhrmann Henschel" hat er das gleiche Problem wieder aufgerissen, nur vergröbert aus der Sphäre des Verstandes und der hohen Bildung in den tiefen Kteis der Sinnlosigkeit. Mit Glück hat er einen Abstecher in die Komödie gemacht. Ein verbummeltes Dichtergenie im „Kollege Crampton", eine ehrlich-unehrliche Waschfrau im „Biberpelz". Hauptmanns unstreitig bestes Werk sind die Weber. Aus dem Naturalismus von „Vor Sonnenaufgang" ist das monumentale Werk der Weber geboren, ein Drama, das uns anstarrt mit den düsteren Augen der vierziger Jahre. Gar trübe Erinnerungen au- eigener Jugend hat den deutschen Teilen seines Sprengels in erster Instanz zuständig ist, so sieht man augenfällig, welches Unrecht den Deutschen damit zugefügt wird. Rom, 20. Februar. Nach einer Meldung der „Italic" soll Holland entschlossen sein, den P a p st zur Abrüstungs- Konferenz einzuladen, wogegen Italien protestiert habe. Rom, 20. Februar. Die vatikanischen Organe be grüßen L oubet aufs freundlichste und geben der Erwartung Ausdruck, daß derselbe zur Kurie gute Beziehungen unterhalten werde. Konstantinopel, 20. Februar. Die mazedonische Frage macht der Pforte noch immer viel zu schaffen. Ein Bataillon und eine Batterie sind von Uesküb nach Dibra im Vilajet Kossowo abgegangen. Als Veranlassung zu dieser Maßregel wird die unruhige Haltung der Albanesen angegeben. Es heißt, daß bei den letzten dort stattgefundenen Unruhen einige Kompagnien durch die Albanesen entwaffnet und eine sogar vernichtet worden sei. Wie verlautet, haben die Berichte aus Sosia über die mutmaßliche Haltung Bulgariens gegenüber der mazedonischen Bewegung im Aildiz- Palais nicht befriedigt, weshalb eine Verstärkung der Garnisonen in den bedeutenderen von Bulgaren bewohnten Orten Mazedoniens angeordnet worden ist. Lokales und Provinzielles. Gießen, den 21. Februar 1899. *» Das ungewöhnlich warme Wetter, welches uns die letzten Tage gebracht haben, ist, so schreibt der meteoro* logische Mitarbeiter der „Berliner Wissensch. Korrefp.", meteorologisch sehr interessant. Seit 30 Jahren, also seit 1869, ist es in Berlin in der ersten Hälfte des Februar nicht so warm gewesen wie jetzt, und seit 1882 auch im Februar überhaupt nicht. Das Maximum der Temperatur erreichte in diesem Jahre der Februar bis jetzt am 11. mit 14,8° (5., demnächst am 12. mit 13,9° C. Ein höheres Maximum ist in den letzten 20 Jahren im Februar nur am 26. Februar 1882 mit 15,3o C. beobachtet worden. Die Morgen- temperatur betrug am 10. Februar um 8 Uhr 9,0° C. oder 9,60 über der NormalenStellenweise wurden in Mittelund Süddeutschland noch höhere Temperaturen beobachtet, so z. B. in Breslau, Magdeburg und Kassel 16, in Hannover 17°, in Grünberg, Mülhausen i. Els. und in Karlsruhe 18°, in Münster und Kaiserslautern 19° und in Chemnitz und Bamberg sogar 20° (im Februar!). Bedingt wurde diese Wärme durch anhaltend niedrigen Luftdruck im Westen und Nordwesten Europas bei hohem Luftdruck in Südeuropa, wodurch eine anhaltend südwestliche Luftströmung hervor- gerusen wurde. A Mainz, 20. Februar. Die schon seit 20 Jahren auf dem Tapet befindliche Frage der Wasserversorgung von Mainz, welche schon zu unzähligen Projekten geführt hat, und die schließlich dadurch gelöst werden sollte, daß man das Wasser aus der Mainebene unterhalb Frankfurt herleiten wollte, ist neuerdings wieder einmal in den Vordergrund getreten. Man will das oben angedeutete Projekt wieder fallen lassen und das Wasser von Weisenau hierher leiten. Das Projekt, aus der Mainebene Wasser hierher zu führen, hat indes schon viele tausende für Vorarbeiten verschlungen, was aber durchaus nicht hindert, daß stets neue Projekte gc- macht werden. A Aus Rheinhessen, 20. Februar. Der Abgeordnete Wern her (Nierstein) hat jetzt seinen Wahlmännern schriftlich angezeigt, daß er sein Kammermandat niedergelegt habe. Ein zweites rheinhessisches Kammermitglied, der Abgeordnete Hirsch (Alsheim) hat gleichfalls bezüglich der Weinsteuer noch nicht Farbe bekannt, weshalb aus seinem Wahlkreise Stimmen ertönen, er möge ebenfalls sein Mandat nicderlegen. R. Aus Rheinhessen, 19. Februar. Daß unsere ganze Provinz so zu sagen wie ein Mann gegen die Wein steue r Front macht, haben Sie in Ihrer Zeitung wiederholt kenntlich gemacht. Man will hier überhaupt keine Wein- Hauptmann darin verdichtet, der Enkel hat die Not des Großvaters gerächt. Keine Person tritt handelnd in den Vordergrund, und doch ist es uns, als sähen wir zwei Gestalten die armen Weber aus dem Hinterhalt anspornen, Hunger und Tod. Der Glockengießer Heinrich in der „Versunkenen Glocke" gipfelt geradezu in einer musikalischen Szene, die ein Stück oberflächlicher Theatermache in sich verbirgt. Die Glocke erklingt im Bergsee durch die Hand einer toten Person, die zu Lebzeiten der Fortführung der Handlung nicht dienlich, nach ihrem Tode den Weitergang der Handlung ermöglichen muß. Zu dem leeren Tone, der das Ohr trifft, tritt nun gar die Vision für das Auge. Der Dichter zerrt nämlich ohne innere Veranlassung das sinnige Märchen vom Thränenkrüglein rücksichtslos auf die Bühne. Hauptmann kam vom Naturalismus seiner Erstlingsdramen zum Symbolismus des „Hannele" und der „Versunkenen Glocke" und von diesen wieder zum Naturalismus zurück durch seinen „Fuhrmann Henschel" und fast scheint es, als habe er sich vom Winde der Mode treiben lassen. So weist auch Hauptmann gleich Sudermann nach vorwärts auf einen Größeren, der da kommen wird, und die Schlußworte des Meisters Heinrich in der „Versunkenen Glocke" wollen wir als Symbol für das Los und die Stellung Hauptmanns festhalten: Hoch oben: Sonnenglockenklang! Die Sonne — — Sonne kommt! Die Nacht ist lang. Dann glühen die Berge im Lichte der Morgenröte, und über dem Mann, der am Boden liegt geht blendend die Sonne, die er hatte sehen wollen, auf, um ihre Bahn zu wandeln stolz und selig wie ein Held, über den Gefallenen hinweg. letztere (W* der einzig^ zuverlässig^ wo über die wurde. Nahe beim die Hem Sämtliche U Steuer mit » ist ein kluger M d-- * wenn eine EU fein Mandat S. unter Rhei heute morgen c Gymnasium jung bestanden im vorigen Ja boxt einen Sx verdienten ftu turienten selbs ideale Sinn n * Äreftlb, bet Samtweber Fabrik von J. noch immer i| ben Anschein I herzlich müde j bcn beiden Lag Sommijfton der ladung des Seit Ausschusses des der im Ausstau Ein Ergebnis h Die Arbeiter fy Fkbr'üMen igegenlMMnd iverbande vor gabrifanten tmelmehr auf bestehen. 01 tagen fortge kann, auf de ist demnach r es trotz alled * Das ii «eich nach eh ^rottet werben tty non Priva. Schriftwechsel u keMnnngen „ 'üblichen Beisatz Wich", (!) „ 'Desgleichen fm. 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Dahlmännm^ck iat niebergtWW lieb, der AbgeoM iqlich der Mtr l§ seinem Wah kl- ’S** Sni'wi®* tel h-> ähinwirl®" . bä n$*te! fens! * >» 7 r 1O|» di- $att* ihn'»» „ber H°<> L-i'NS°",a--L^ »W W 'ÄS ft * »wL le foff,ot' steuer, weder eine Staats- noch eine Reichs-Weinsteuer. Die letztere scheint aber doch zu kommen, und das wäre auch der einzig richtige Ausweg. Kürzlich wurde, wie wir aus zuverlässiger Quelle wissen, eine Anzahl Weingutsbesitzer und Weinhändler aus unserer Provinz nach Berlin beschieden, wo über die Einführung der Reichsweinsteuer verhandelt wurde. Näheres ist über die Verhandlungen nicht bekannt, denn die Herren gelobten unverbrüchliches Stillschweigen. Sämtliche rheinhessische Abgeordneten sind gegen jede Steuer mit Ausnahme vom Äbg. Wernher (Nierstein). Er ist ein kluger Herr, der sich weder nach der einen, noch nach der anderen Seite bindet und so freie Hand behält, wenn eine Weinsteuer kommt. Man hat ihm nahe gelegt, fein Mandat niederzulegen. (Ist inzwischen geschehen. S. unter Rheinhessen in heutiger Nummer. Red.) Vermischtes. * Trier, 18. Februar. Einen Akt der Pietät vollzogen heute morgen die Abiturienten des Kaiser Wilhelms- Gymnasiums, die gestern, 26 an der Zahl, ihre Prüfung bestanden haben. Sie zogen vereint zum Grabe des im vorigen Jahre verstorbenen Direktors Dr. Dronke, um dort einen Kranz niederzulegen. Diese Ehrung des hochverdienten früheren Leiters der Anstalt gereicht den Abiturienten selbst zu großer Ehre; in dieser Jugend ist der ideale Sinn noch nicht erstorben. • Krefeld, 19. Februar. Der allgemeine Aus st and der Samtweber dauert heute schon fünf Wochen, der in der Fabrik von F. Ebeling u. Cie. schon zwölf Wochen, und noch immer ist ein Ende nicht abzusehen, wenn es auch den Anschein hat, daß die Arbeiter des langen Feierns herzlich müde sind. Eine erste Annäherung zwischen den beiden Lagern ist gestern in der Sitzung der sozialen Kommission der Stadtverordneten erfolgt, zu der auf Einladung des Beigeordneten Dr. Bertram die Mitglieder des Ausschusses des Fabrikantenverbandes und die 13 Vertreter der im Ausstande befindlichen Fabriken erschienen waren. Ein Ergebnis hat aber die lange Verhandlung nicht gehabt. Die Arbeiter hatten eine Lohnliste ausgearbeitet, die sie den Fabrikanten zur Annahme empfahlen. Diese waren so entgegenkommend, daß sie versprachen, die Liste dem Fabrikanten- verbaude vorzulegen, doch ist es ausgeschlossen, daß die Fabrikanten diese Liste genehmigen werden. Sie werden vielmehr auf der Annahme ihrer Liste durch die Arbeiter bestehen. Ob bei den Verhandlungen, die in den nächsten Tagen fortgesetzt werden sollen, ein Weg gefunden werden kann, auf dem beide Parteien sich zusammenfinden werden, ist demnach nicht gerade wahrscheinlich. Hoffentlich gelingt es trotz alledem. * Das überflüssige Titelwesen soll nun auch in Oesterreich nach einer Verfügung des Ministerpräsidenten ausgerottet werden. Das gilt sowohl für den schriftlichen Verkehr von Privatleuten mit Behörden, als auch für den Schriftwechsel untereinander. Demgemäß haben künftig die Bezeichnungen „löblich", „hochlöblich", „hoch" und dergleichen ganz wegzufallen. Ebenso hat die Anwendung der bisher üblichen Beisätze im Texte der Geschäftsstücke, wie: „dienst- höflich", (!) „ergebenst", „geschätzt" u. dgl. aufzuhören. Desgleichen sind in Zukunft alle unnötigen Titel in den Adressen zu vermeiden, sodaß die Adressen in Zukunft zu lauten haben werden: An den Herrn k. k. Statthalter in . . ., an den Herrn k. k. Minister usw. Auch die Schlußformeln „Genehmigen . . .", „Empfangen . . ." usw. sind außer Gebrauch gesetzt. Aehnliche Verfügungen haben auch bie anderen Minister für die ihnen unterstehenden Behörden und Aemter erlassen. * Ein reizendes Geschichtchen von der legendären Findigkeit ber Post wird aus Jena berichtet. Vor kurzem reifte ein junger Mann aus Jena nach dem Westen des Vaterlandes. Unterwegs benutzte er den Aufenthalt in Bebra, um einer jungen Dame in der Umgegend von Jena, von der er sich mit schwerem Herzen getrennt hatte, einige recht herzliche Worte zu schreiben. Aber in der Hast vergaß er, die Postkarte mit einer Adresse zu versehen. Nun stand bie Post vor der großen Frage, wohin sie die Karte befördern sollte. Sie war, wie sich aus den ersten Worten des Inhalts ergab, einem Fräulein mit dem hübschen Namen Else zu- gedacht, aber diesen Namen führen bekanntlich viele junge Damen im Reiche, und fo war mit ihm allein nichts anzufangen. Nun wurde der weitere Inhalt der Karte sorgfältig geprüft, aber auch der ließ nicht erkennen, wo Eischen wohnte. Jetzt kam ein findiger Jünger Podbielskis auf den Gedanken, von der Hand, die diese Karte geschrieben, könnten noch andere Sendungen herrühren, die vielleicht auf eine Spur führen würden. Man suchte nach und fand wirklich eine Karte von derselben Hand. Die Karte trug eine Adresse, die der Mutter des Schreibers in Jena. Beide Karten wurden fein zusammengeheftet und nach Jena gesand. Hier wurde Elschen die für sie bestimmte Karte von der Mutter des Reisenden eingehändigt, die glücklicherweise keine Einwendungen gegen die Korrespondenz zu machen hatte. Bei Elschen steht die Post jetzt im höchsten Ansehen. * Bettler (das Mitleid einer Dame anrufend): „O gute Madam, könnte' Sie am arme' Mann net helfe, der net blind isch uu' net daubstmnm isch un’ fei’ Krippel oder vergleiche' isch, um sich ehrlich durchzubringe'!" * (A. E.) Ballgespräch. „Mein Fräulein, haben Sie auch schon eine Suppe mit Maggi gewürzt?" Mleratur, Wissenschaft und Kunst. — Justus Perthes' deutscher Armee-Atlas. Bearbeitet von Paul Langhans. Ma Beglettwmten von Major a. D. Th. Toegel. Gotha, JastuS PertheS. Preis geb. 1. Mk. Wie der Verfasser im vorigen Jahre mit seinem wettveibreiteten „Deutschen Marine AtlaS" eine schätzenswerte kartographische Unterlage für die Beurteilung der Martneoorlage lieferte, erscheint er j'tzt, wo die Kämpfe um die neue Milttärvorlage in der Budgetkommtsston des Reichstages entbrennen, mit einem trefflichen OrtentterungSmittel, dem „Deutschen Armee-Allab", auf dem Büchermärkte. Eine billige DtSlokationSkarte deS deutschen ReichSheeres war schon feit langem ein Bedürfnis; waS aber dem vorliegenden Werkchrn besonderen Wert verleihen dürfte, ist die ausgedehnte Berücksichtigung der Heere der und benachbarten Staaten. Zeigen doch die Karten vollständig sowohl das östliche, wie das westliche KrtegSthrater mit ihren Befestigungen, militärisch wichtigen Verkehrsoerbindungen und -Hindernissen und den Standorten der Truppen: im Osten btS tief in die Pripctsümpfe hinein und bis Dünaburg und Tsch-rnowitz, im Westen bis Paris, im Norden bis Kopenhagen, im Süden bis an die Polinie. UeberauS belehrend ist die Darstellung der Heere Mitteleuropas nach Stärke und Waffen in Armeekorps, der Kommando- sttze und Territorialgrenzen der letzteren. Geradezu erdrückend wirkt z. B. auf dieser Karte die Anhäusung der russischen Truppen in Polen. Besonderes Gewicht legt der Atlas auch auf die klare und erschöpfende Darstellung deS ausländischen Festungswesens: Den gewaltigen Sperrsorlsgürtel Frankreich» sucht Rußland an seiner Grenze gegen Ostpreußen nachzuahmen, den in Felsen gehauenen Batterien auf den schneeigen Höhen des St. Gotthard und Mont Cenis steht die riesige Verteidigungslinie der Niederlande gegenüber mit ihren in den Marschboden versenkten Panzerforts, durch weite UeberschwemmungSgebiete gesichert. Lagepläne sämtlicher deutscher Festungen und Truppenübungsplätze, Militärpläne von Berlin, München und Dresden, Organtsattontzkärtchen der Armee-, Ingenieur-, FestungS und Pionier- und Fußartlllerte-Jnspektionen, der Artillerie- und Tratndepot-Dtrekttonen, der Ltntenkommtssionen, des Mtlttär- bauwesenS, der Landgendarmerte u. a. m. vervollständigen den Atlas zu einer erschöpfenden Darstellung des ReichSheeres. Die von Major Toegel verfaßten Begleitworte ergänzen die Karten auf daS trefflichste. Die Kapitel Ueberschriften mögen die Vielseitigkeit derselben bezeugen: Das deutsche ReichSheer nach seiner Gliederung, seinen technischen und Verwaltungsbehörden, sein Ausbtl ungS- und Erziehungswesen, seine technischen Anstalten; die EtnteUung deS ReichSheeres nach Armeekorps, Divifionen, Brigaden, Regimentern, Bataillonen; Namen deutscher Truppenteile; Militär-Konventionen; die FrtedenS- präsrnzstärke deS ReichSheeres von 1871 btS 1899; Friedensstärke des deutschen Heeres nach Waffen, Staaten und Chargen; Friedensstärke der Heere Mittel-Europa« nach taktischen Einheiten und Kopf, zahl; Stärke der taktischen Einheiten in den Hauptbeeren; die neue Militär-Vorlage von 1899; Mobilmachung, Kriegsstärke und KriegS- formationen der europäischen Heere; FestungSwesen und Landes Verteidigung der mitteleuropäischen Staaten; Feuerwaffen und Uniformen der Hauptheere Europa»; die Militärbudgets der größeren Staaten für die Landheere. Alles in allem genommen dürfte der neue „Deutsche Armee-Atlas" nicht nur für jeden jetzigen oder früheren Angrhörigen des deutschen Heeres eine willkommene Gabe sein, sondern zur Beurteilung der drohenden Weltlage, soweit sie durch daS Mtlttärwesen Mittel Europas beeinflußt wird, und der neuen deutschen Militär Vorlage bei seinem billigen Preise (nur 1 Mk.) gute Dienste leisten. „Baby". Eine Zeitschrift für Mütter. Das zweiteZHeft dieser neuen Zeitschrift zeichnet sich durch einen ebenso reichhaltigen als bedeutungsvollen Stoff aus. Sehr gefesselt hat uns von den rein sachlichen Aufsätzen besonders derjenige von Arthur Schulze: „Ernst und Nutzen des Spiels" betitelt. Derselbe geht von durchaus gesunden richtigen Grundanschauungen aus und verdiente schon darum eine allgemeine Verbreitung und Beherzigung, weil jene Grundanschauungen dem großen Publikum ziemlich neu sind. Das Gebiet der praktischen Kinderhygiene behandeln Dr. E. Müller: „Über die Tageseinteilung der Mahlzeiten bei kleinen Kindern" und die Herausgeberin, Frau K. John, in den Artikeln „Über das Wiegen" und „Wie badet man kleine Kinder". Der belletristische Teil ist äußerst anziehend und poetisch wertvoll. Wir können unseren Lesern ein Probeabonnement nur empfehlen. Di« chemische Industrie in der Mark Brandenburg hat im Lauf der letzten Jahrzehnte einen ungeahnien Aufschwung ge nommen. Wie viele wichtige Entdeckungen von Berlin in die Welt gingen, so haben auch die Erzeugnisse der chemischen Industrie Berlins und der Mark Brandenburg einen Weltruf erlangt Den Werdegang dieses wichtigen Schaffenszweiges schildert der Kenner der märkischen Industrie und des Berliner Großhandels, Herr Paul Hirschfeld in Nr. 6 des „Bär, Illustrierte Wochenschrift für Geschichte und modernes Leben", in allgemein verständlicher, fesselnder Weise. Ein anderer interessanter Beitrag aus der Feder des Etadtrat Ernst Friedel beschäftigt sich mit Moabit, wo nach Abtragung des Borsig'schen Werks ein neuer Stadtteil entstehen wird. Den Literaturfreunden bringt ein Aufsatz über Tieck am Hofe Friedrich Wilh ems IV. viel Interessantes. Das Städtebild Stendal ist durch vier vortreffliche Bilder illustriert, während die Geschichte Berlins mit einem Aufsatz „Berlin- im Jahre 1690" vertreten ist. Der Lustspiel-Roman „Das Heiratsjahr" von Fedor v. Zabeltitz bringt in seiner Fortsetzung humorvolle Szenen. Die Zeit deS lustigen Karnevalstreibens spiegelt sich gar frisch und anmutig in der neuesten Nummer der „Gartenlaube". Der Aufsatz „Berühmte Tänze der Vorzeit" von Alexius Becker ist mit reizenden Bildern geschmückt, welche uns charakteristische Touren auS den altberühmten graziösen Tänzen „Allemane", „Gavotte", „Sarabande", „Menuett" und den älteren Kontertänzen vorführen. Die Schilderung des großen Kostümfestes, das jüngst der Ver ein Berliner Künstler in seinem neuen Heim abgehalten, ist ebenfalls schön mit Illustrationen auSgestattet. „Ein Maienfest zur Zeit der Hohenstaufen" war der Vorwurf dieser prächtigen Veranstaltung, welche den Berliner Künstlern Gelegenheit gab, Humor und Geschmack in reichem Maß zu entfalten. Andere größere Bilder schildern direkt die fröhliche Faschingslust. Eine volkstümliche Novelle von humoristischer Ausführung, aber ernsterer Grundstimmung, „Frau Steh les Anti» pathie" von H. Villinger, wird wohl von niemanden ohne tiefe Ergriffenheit zu Ende gelesen werden. Auch in Ganghofers neuem farbenfrischen Roman „Das Schweigen im Walde" wechseln humoristische und ernst poetische Stimmungen gar anregend mit einander ab, wobei die eigentliche Handlung des Romans in spannender Weise vorwärts schreitet. Vi^kkarten in allen Schriftarten und Kartons werden schnell and billig angefertigl in der Briihl’schen Universität«' Buch- u. Stein- . Druckerei i \ (Pietsch Erben) A |\ Giessen \ Schulstrasse N utzholz-V erkauf. Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß außer dem bereits am 9. Februar d. I. zum Verkauf an den Meistbietenden im Wege öffentlichen Angebots ausgeschriebenen W* Eichen-Stammholz Schnitt- und Bau- und Schwellenholz Stück fm 7100 Grubenholz Stück fm Vjoo nämlich: noch weiter zu vergeben find im 886 614 79 617 225 15 Distrikt Hangelstein 15 26 15 11 44 12 48 » m 16 41 26 37 26 9 40 „ Hubertusbrunnen 54 9 5 16 — —. — so daß im Ganzen M Verkauf kommen. 962 661 43 687 247 03 Gießen, den 17. Februar 1899. Groß herzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1566 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Danbriugen für das Jahr 1899/1900 liegt vom 24 Februar d. I. an acht Tage lang n Ersatz für vrennspiritur! Gesetzlich geschützt. 876 4 m Unentbehrlich für jeden Haushalt BAoction: T. Bnrttzardt. — Druck uat Kerl«, tzer Brützl'sch« tu* 8ün>wi", 4. , 5.- Cognac zuckerfrei Flasche. Mk. 3.— Vorzüglich für Genesende und Zuckerkranke. CognaC-Literflasche Mk. 2 —. Haupt Depot, Giessen: A. Geisse. Verkaufsstellen: Hohversteigerung tm Gießener Stadtwald. Montag, de« 27. Februar 1899, vormittags 91/, Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadt- wald, Distrikt Alter Pflauzgarten und Hasenhecke, versteigert werden : flt/r.: Die ffl anlagt reuten Das ®ro[ an die Gro tyifowit § rom 2. ds. M «Wände sind, erinnert. Jede sparsame Hausfrau? mache einen Versuch mit Schulhofs gebranntem Kaffee da» Pfund zu 1 Mk. Andere Sorten in jeder Preislage stets frisch gebrannt, empfiehlt billigst J. M. Schulhof, Wellen Eichen-Reisig, „ Nadel- ,, rm Nadel-Stöcke. Fkrber'schk Wv.-Suchh (g. ßodj), Seltersweg 87. Zu Wagculadungeu von wiodestens 36 Eeutuern: ZtfitfcofeS............... 0 95 SDlt. Nutzcokes Nr. I ............1 05 j NotzcokeS Nr. S............1.10 Mk. Emm ulhaler ßchwri^rküsk, vollsaftig, sowie ftinste« grrändjtrtfö Solbrrfltifdj ohne Knochen frisck eingetroffen. Ferner offerire: fkinstrs Sauerkraut und Gurkru. Karl Eichmann Mord anlage. Vei gleichzeitiger Entnahme von mindestens 200 Ceutnernr Ltückcokes...............0.90 Mk. Nutzcokes Nr. I ............l - Mk. Nutzcokes Nr. 2............1.05 M. Für Anfuhr au das HauS werden 5 Pfennig für de» Ceutuer berechnet. NB. Sofern das Verbringen der CokeS auf die betr LagerplStze.7lKeller, Stall rc) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung. Der Berkaus nuferer Gascokes unter uud biS ein- chliehlich 5 Ceutuer findet bis anf Weiteres im Gaswerk nicht mehr statt, und werden daselbst nur Quantitäten von über 5 Ceutuer verabfolgt. — Dagegen ist bei folgeudeu hiesige» Firmen ein Kleinverkauf unserer Gascokes von 1 bis 5 Ceutuer eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Aliceftraße 19, H. Hof, Löwengafse 11 und Bahnhofstraße 38, Jakob Kahl, Frankfurterftraß? 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Licherstraße 2, Georg Unverzagt, KaplanSgaffe 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer Gascoke- ammt Anfuhr wie das Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengen unter 5 Centner zu. 6429 Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Hohensolms, den 17. Febr. 1899. (KreiS Wetzlar) 1616 Der Bürgermeister. Wilh. Hamel Bleichftratze. 2. 3. 4. Ausverkauf! Schluß: Ende Februar. Die Restbestände meine« Waren lagers verkaufe noch bis dahin zu jedem annehmbaren Preise. [1588 L. Kattrein Ecke der Schul- und Sonnenstraße. Buchhandlungs- Lehrstelle. Zum baldigen Eintritt suche einen jungen Mann aus guter Familie. Höhere Schulbildung und saubere Handschrift vlitzkocher (Taschentochapparat) aus der Zabrlk von Kd. Silöereisen, Hießen Lomplett zu 2« und 40 Psg. in den Lolonialwaren- und vrogengeschäften zu haben 12000 Mk. auf gute Hypothrk zum 1. April la. 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