ffl 206 ö'Diitor- u. Atttn, ü Ä ?i,t» *N'r, U . '°°8 ubtt 975,(h ^lwasstr-Akt,^, Halt? AM in 16 ere AnstMienk c ouch die vorjShn Beiträge berrchtz Vierteljahr W, ^eber zuM du den unserer 8W Zahre Ut bi! 240 Mn hraostalt. _____M r M Me/chmittü. und dem.Lövty' isseldorf. be nilPensto -19. ge. Liebrvo5e M« MottÄMin. CHES imilch leiidt Uich. 1< 9 1881 ! knot^ to. W- 18»9' 6*>* ,1b*«11 <«« ft** **DiL i0 ,(,10 1 r f)0P®rUn bl9°0 1 LT'n ffl ®tUn» hl»06 ’ 90° 1 । \M „rd--'N» * if.. i« D • 0 Nr. 45 Erstes Blatt. Mittwoch den 22. Februar 1S99 Gießener Anzeiger Heneral-Z^eiger 'Ki Postbezug 2 Mark 50 Pfg. iHtrtdjäbclid) Züezugspreir vierirljäbrlich 2 Mark 20 Psg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgendm Tag- erscheinenden Nummer bis vorin. W U!>c. Alle Zlnzeigen.Bermittlungrstrllen de« In- und AuSlande» nchmen Anzeigen für den (Siebener Anzeiger entgegen. Krfchetut lügNch mit Ausnahme des MontagS Die Gießener I»«itte«vtätter werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt. 2lntund Anzeigeblatt für den Tkreis Gieren. Amtlicher Teil. Nr. 4 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben den 15. d. M., enthält: (Nr. 2545.) Verordnung, betr. die Militär-Transport-Ord« nung für Eisenbahnen. Vom 18. Januar 1899. (Nr. 2546.) Bekanntmachung, betreffend den Militärtarif für Eisenbahnen. Vom 18. Januar 1899. Nr. 5 des Neichsgesetzblattes, ausgegeben den 16. d. M., enthält: (Nr. 2547.) Bekanntmachung, betreffend die Zulassung zur Führung von Hochseefischereifahrzeugen in kleiner und in der Jslanbfahrt. Vom 10. Februar 1899. Gießen, den 21. Februar 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gießen, den 21. Februar 1899. Betr.: Die Vertilgung der Blutlaus. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeisterei Gieße« und die Grosth. Bürgermeistereien der umliegende« Gemeinden. _ Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung des Ober- tzesfischen Obstbauvereins vom 14. Februar 1899 (Kreis- blatt Nr. 42) und unser Ausschreiben vom 1. November 1898 (Kreisblatt Nr. 258) weisen wir Sie darauf hin, daß die Mitglieder der-Blutlaus-Kommission aufzufordern sind, den fraglichen Vortrag zu besuchen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Der Landes -Pferdezucht- Verein veranstaltet Samstag de« 4 März, uachmittags E Uhr, eine Danderversammlung in Butzbach im Gasthof zum -Hessischen Hof" bei Herrn Kimm. Tagesordnung: „Die Behandlung der Hufe im Fohlenalter und der erste Beschlag." Referent: Herr Georg Müller zu Butzbach. Zu zahlreichem Besuche ladet freundlichst ein Darmstadt, 20. Februar 1899. Für den Vorstand: von Westerweller. _______ Naeg els. Bekanntmachung. Der Landes-Pferdezucht-Verein veranstaltet Montag den 6. März 1. I., nachmittags 4 Uhr, eine Wanderversammlung in Grün berg im Gasthaus von Herrn Wagner. Tagesordnung: „Ueber das Mustern der Pferde beim Kaufe." Referent: Herr Kreisveterinärarzt Neunhöffer von Grünberg. Zu zahlreichem Besuche ladet freundlichst ein Darmstadt, 22. Februar 1899. Für den Vorstand: von Westerweller. ________________________Naegels. DaS Verzeichnis über die Kulturveränderungen in der Gemarkung Giesteu, welche seit der vorjährigen Steuerregulierung konstatiert worden sind und deren Wahrung bei dem Steuerkommissariat zu beantragen ist, liegt von heute ab vier Wochen auf Großh. Ortsgericht Gießen znr Einsichtnahme offen. Gießen, den 20. Februar 1899. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Gros. Deutscher Reichstag. 37. Sitzung vom 20. Februar. 1 Uhr. Tagesordnung: Wahlprüfungen. Die Wahlen der Abgg. Beck-Aichach, Fahle, Faller, Fitz, D. Grand-Ry, Hahn, Herrmann, Hofmann (Dillenburg), Jacobsen, Schmidt-Aschersleben, Schrader, Weißenhagen, Weitzel von Mudersbach, Witzesperger, Prinz Hohenlohe, Holtz, Graf öanitz, Kettner, v. Manteuffel, Müller-Fulda, Müller-Meiningen, Münch-Ferber, Pierson werden Blrbaftion, Srbfbitioii nnb Druckerei: Schulstraße Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblütter, Der hessische Landwirt, Mütter für hes Ische Volkskunde. __________ mwin -. Abrefsc für Depeschen: Anzeiger chiehe«. Fernsprecher Nr. 51. debattelos für giltig erklärt gemäß den von den Berichterstattern empfohlenen Anträgen der Kommission. Gleichfalls debattelos werden für giltig erklärt die Wahlen der Abgg. Endemann, Hoeffel, Lenzmann. Bezüglich der Wahl des Abg. Sachse (Soz.) wird beantragt, die Entscheidung über Giltigkeit der Wahl auszusetzen und den Reichskanzler um verschiedene Erhebungen zu ersuchen. Das Haus beschließt demgemäß. Derselbe Beschluß wird gefaßt betreffs der Wahl des Abg. Förster- Sachsen. Es folgt die 1. Beratung des Gesetzentwurfs betr. Aenderungen der Civil- und der Strafprozeßordnung (Einführung des Nacheids) und betr. Bestrafung falscher uneidlicher Aussagen. Abg. Rintelen (Centr.) beantragt Verweisung der Vorlage an die Justizkommission. Abg. v. Salisch (kons.) hält dies für überflüssig, will aber trotzdem einer Kommissionsberatung zustimmen. Abg. Bassermann (nl.) meint, es würde wohl genügen, wenn man einstweilen blos in der Strafprozeßordnung, um dieselbe mit dem Militärstrafprozeß in Einklang zu bringen, den Nacheid einführe und dann ruhig abwarte, ob sich aus dem Fortbestehen des Voreides im Civilprozeß Unzuträglichkeiten ergeben. Eine gute Vorbeugung gegen Meineide werde es sein, wenn die Vereidigung möglichst feierlich gestaltet werde und Massenvereidigungen möglichst vermieden würden. Nicht unbedenklich erschienen ferner die Vorschläge der Vorlage betr. unbeeidigte Vernehmung im Falle offenbarer Unglaubwürdigkeit. Staatssekretär Nieberding führt aus, die Regierungen hätten einmal nicht außer Acht lassen können, daß die neue Militärstrafprozeßordnung den Nacheid eingeführt habe. Und da sei es wohl mit der Heiligkeit des Eides schwer zu vereinen, wenn in dem einen Verfahren der Eid als Nacheid, in dem anderen als Voreid abgenommen werde. Die verbündeten Regierungen hätten geglaubt, gerade mit dieser Vorlage dem Reichstage ein Entgegenkommen zu erweisen. Abg. Kirsch (Centr.) bittet, dieses Entgegenkommen der verbündeten Regierungen auch auf die Berufung und die Diätenfrage auszudehnen. Bedenken müsse er äußern gegen die Bestrafung auch uneidlicher falscher Aussagen. Abg. Müller-Schaumburg (frs. Vp.) sympathisiert im ganzen mit der Vorlage, teilt aber das Bedenken des Abg. Bassermann betreffs der Nichtvereidigung eines Zeugen wegen Unglaubwürdigkeit. Redner wendet sich weiter gegen den Zeugniszwang, dem die Presse unterliege. Dieser müffe beseitigt werden, ebenso der zugeschobene Parteieid, der durch Vernehmung beider Parteien ersetzt werden müsse. Abg. Herzfeld (Soz.) plaidiert für Abschaffung der konfessionellen Eidesformel mit Rücksicht auf die Dissidenten. Der Eid müsse zu dem gemacht werden, was er in Wirklichkeit sei, ein staatlicher Akt. Mit dem Nacheid sei er einverstanden. Unbedingt nötig sei es, den Staatsanwalt der Disziplin des Gerichtshofs zu unterstellen, wenn man möglichste Wahrhaftigkeit vor Gericht erzielen wolle. Wolle man die Wahrheitsermittelung in Sachen namentlich von politischem Hintergründe fördern, so werde es vor allem nötig fein, Geheimpolizeibeamte nur dann zum Zeugnis zuzulassen, wenn sie auch verpflichtet werden, über die Quelle ihrer Wissenschaft zur Sache Zeugnis abzulegen und sich nicht hinter das Amtsgeheimnis zu verstecken. Weiter sei es nötig, die Strafen wegen Meineids abzustufen nach der Erheblichkeit der falschen Aussage. Gebe man dem Volke eine bessere Schule, hebe man die Gesindeordnung auf und gebe man bessere Löhne, dann werde man zur Verminderung der Meineide beitragen. Abg. Graf Bernstorff (kons.) sympathisiert mit der Vorlage. Abg. Riff (frs. Vp.) ist mit dem Inhalte der Vorlage durchaus einverstanden, beklagt aber die ganze Art des Vorgehens der Regierung. Die Vorlage geht an die Justizkommission. Morgen 1 Uhr: Etat. (Schluß 5’/4 Uhr.) Deutsches Reich. Berlin, 20. Februar. Im Abgeordnetenhause ist der Gesetzentwurf zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Civil-Prozeß-Ordnung eingegangen. Berlin, 20. Februar. Die Nachricht, daß die verbündeten Regierungen einem Kompromiß zustimmen, wonach in Abänderung des Artikels 5 des Bankgesetzentwurfs die Privatnotenbanken nur bei Aufforderung im Falle drohenden Goldabfluffes an den Diskontsatz der Reichsbank und stets nur an deren sogenannten offiziellen Satz ge- Kunden sein sollen, ist der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge nicht begründet. Aehnliche Vorschläge sind zwar von einzelnen Notenbanken und süddeutschen Handelskammern gemacht, sic genügen aber nicht dem Bedürfnis, eine einheitliche Diskonto- Politik zu sichern. Berlin. 20. Februar. Nachdem die Konsularämter des Reiches in Algier und in St. Louis zur Erledigung gelangt sind, ist eine Neubesetzung der beiden Posten erforderlich geworden. Nach Algier ist der bisherige General- Konsul in Jerusalem, v. Tischend orf, versetzt worden, während der bisherige Vicekonsul bei dem kaiserlichen General- Konsulat in Petersburg, Frommann, zum Konsul in St. Louis ernannt worden ist. Berlin, 20. Februar. Die Ankunft des Amerikaners Robert Porter in Berlin wird von einem Blatte dahin kommentiert, daß dieser Herr im besonderen Auftrage Mac Kinleys mit weitgehenden Vollmachten nach Deutschland gekommen sei, um die Beilegung der handelspolitischen Differenzen, welche sich in der letzten Zeit zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten entwickelt haben, sowie die Schaffung einer Grundlage für die Verhandlungen über einen neuen Handelsvertrag in die Wege zu leiten. Wie die „Post" demgegenüber erfährt, ist hier von einer derartigen Mission des Herrn Porter nichts bekannt, vielmehr heißt es, daß genannter Herr einmal in eigenen Geschäften und dann auch im Auftrage einer Gruppe von Interessenten nach Deutschland gekommen sei. Aus Sachsen, 19. Februar. Der Vertrieb buchhändlerischer Artikel durch Warenhäuser und Bazare hat den Vorstand des Börsenvereins der deutschen Buchhändler mit dem Sitz in Leipzig zu folgender Erklärung veranlaßt: „Soweit es sich bei den sogen. Warenhäusern um Unternehmungen handelt, die ihrer Anlage und Einrichtung nach bestimmt sind, durch Massenabsatz bei geringem Verdienst im einzelnen Falle das Geschäft zu machen, hält es der Vorstand für nicht zweifelhaft, daß sie empfangene Bücher, Zeitschriften zc. mit unzulässig hohem Rabatt abgeben und daß sie deshalb solchen Buchhandlungen gleichzuachten sind, denen der Bezug des Börsenblattes, dessen Benutzung zu Inseraten und die Benutzung aller Vereinsanstalten und Einrichtungen zu versagen sind. Gegen Firmen, die für solche Warenhäuser und Bazare Lieferungen buchhändlerischer Artikel vermitteln, finden die Bestimmungen in § 3 der Satzungen des Börsenvereins Anwendung. Ludwigshafen, 20. Februar. Der frühere national- liberale Reichstagsabgeordnete Dr. Karl (Hemm ist im 63. Lebensjahre an einem Schlaganfalle gestorben. Ausland. Wien, 20. Februar. In Vertretung des Kaisers begiebt sich der zweite Obersthofmeister Fürst Monte- nuovo zum Leichenbegängnis Faures nach Paris. Wien, 20. Februar. Koloman Szell, welcher telegraphisch vom Kaiser berufen wurde, hatte mittags, nachdem er vorher mit den ungarischen Ministern konferiert hatte, eine Audienz beim Kaiser. Er wurde mit der Kabinettsbildung betraut. Paris, 20. Februar. Die Kammer wird heute eine Sitzung abhalten, um das Programm für ein nationales Begräbnis Faures festzustellen. Paris, 20. Februar. Wahrscheinlich wird das Kabinett Dupuy auch unter dem neuen Präsidenten bestehen bleiben. Dupuy will aber im Senat gelegentlich der Vorlage des neuen Revisionsgesetzes die Vertrauensfrage stellen. Paris, 20. Februar. Die Imperialisten hielten gestern eine Versammlung ab. Nach derselben zogen sie vor den Louxembourg-Palast, um dort zu manifestieren, wurden aber von der Polizei hieran verhindert. Paris, 20. Februar. Die Zahl derjenigen Personen, welche vor der Leiche des Präsidenten Faure defilierten, beträgt 50000. Eine große Anzahl der ausliegenden Kondolenzlisten wurde mit den Namen der Besucher gefüllt. Die Damen der Familie Faure wohnten der Messe in der Hauskapelle bei. Kurz vor der Mittagsstunde erschien Dupuy, um einen letzten Blick auf die Leiche des Präsidenten vor der Einsegnung zu werfen. Paris, 20. Februar. Präsident Loubet empfing gestern den Kabinettschef, den Unter-Kabinettschef und die Reffortvorsteher seines Vorgängers. Dem Ministerpräsidenten händigte er eine größere Summe für wohlthätige Zwecke r. und Solospiel ein wechselreiches Programm bieten zu können. Wir glauben berechtigt zu sein, unser musikalisches Publikum auf dieses jugendliche. Trifolium aufmerksam zu . Das 6, inher zahlba bis Ende dies entrichtet werb Gießer ausgenommen. Der Präsident fordert abermals auf, die i Trauer Frankreichs zu respektieren. Redner will in seiner i Rede fortfahren, wird aber durch den ungeheuren Tumult i der Rechten, welche in einem fort mit den Pultdeckeln klappt, 1 verhindert. Der Vorsitzende fordert energisch Ruhe. Als diese etwas eingetreten, erklärt der Abgeordnete, die Regierung vertrete die bürgerliche Gesellschaft. Der sozialistische Abgeordnete Lasies ruft dazwischen: „Das ist ein unwürdiges Verfahren." Der Abgeordnete fährt in seiner Rede fort und erinnert daran, daß der verstorbene Präsident Freimaurer gewesen sei. Diese Worte rufen wiederum bei der Rechten großen Tumult hervor. Der Präsident ladet die Versammlung ein, die Familie des Verstorbenen zu ehren, und ein Teil der Abgeordneten der Rechten erhebt sich und will den Saal verfassen, wird jedoch vom Präsidenten ein- ^geladen, die Sitze wieder einzunehmen. Diese kommen der Aufforderung nach. Der sozialistische Abgeordnete fährt dann wiederum fort. Er bestehe darauf, daß die nationalen Gefühle den Vorrang vor den Trauergefühlen haben. Der Präsident protestiert gegen diese Worte des Redners. Letzterer beendet seine Rede unter dem Applaus der Linken und Pfuirufen der gesamten Rechten. Mehrere Abgeordnete ergreifen das Wort und protestieren gegen die Rede des sozialistischen Abgeordneten. Artikel 1 des Antrags Dupuy wird endlich mit 444 gegen 68 Stimmen angenommen. Dupuy erklärt auf eine Anfrage, daß der Leichenzug Faures nicht vom Elysee, sondern von der Notredame-Kirche ausgehen werde. Er erklärt ferner, daß die gesamte Regierung der Leiche folgen werde. Weiler erklärt er, die Ceremonien seien im Einverständnis mit der Familie des Verstorbenen getroffen worden. Wenn beschlossen worden sei, den Zug nicht vom Elysee ausgehen zu lassen, so sei dies deshalb, weil der Weg vom Elysee zu lang sei. Artikel 2 wird mit 463 gegen 42 Stimmen angenommen. Paris, 20. Februar. Der neue Präsident der französischen Republik, Emil Loubet, ist am 31. Dezember 1838 zu Marsanne im Departement Drome geboren, hat also das sechzigste Altersjahr überschritten. Er studierte die Rechte und wurde 1876 in die Kammer gewählt. Im Jahre 1885 trat er in den Senat über und wurde im Dezember 1887 in das Ministerium Tirard ausgenommen, in welchem er den öffentlichen Arbeiten Vorstand. Das Kabinet Tirard dauerte aber nur drei Monate. Als am 19. Februar 1892 das Ministerium Freycinet zurücktrat, erhielt Loubet, der ein intimer Freund des Präsidenten der Republik, Sadi Carnot, war, den Auftrag, ein Kabinett zu bilden. Er brachte ein solches am 29. Februar zustande und übernahm darin neben dem Vorsitz das Ministerium des Innern. Er hatte in dieser Stellung ein mühevolles Jahr durchzumachen; denn es fand damals der große Arbeiterausstand in Carmaux statt, der zu allerlei Wechselfällen führte und der Negierung große Schwierigkeiten bereitete. Daß Loubet, der zum Schiedsrichter ernannt wurde, für die streikenden Arbeiter ein sehr günstiges Urteil fällte und dann als Ministerpräsident die wegen Ruhestörung verurteilten Arbeiter alsbald begnadigte, hat ihm die Sympathien der Sozialisten und Radikalen erworben, die nun auch mit Begeisterung für ihn stimmten. Unter seinem Ministerium brach aber auch der Panamaskandal aus, und im Bestreben, diese Angelegenheit zu vertuschen, brach im Dezember 1892 sein Ministerium zusammen. Es kam das Ministerium Ribot, in welchem Loubet wieder das Ministerium des Innern übernahm, allein schon am 10. Januar 1893'trat er aus der Regierung zurück. Im Senate behielt er jedoch sein Ansehen und wurde deshalb nach dem Tode Challemel - Lacours am 16. Januar 1896 zum Präsidenten dieses Hauses gewählt. Als solcher leitet er nun heute auch den Kongreß in Versailles. Als Politiker ist Loubet in der letzten Zeit wenig hervorgetreten, er gilt indessen als tüchtiger Jurist, gewiegter Staatsmann und als ganz feiner Kopf, der als Präsident der Republik seine letzten Vorgänger weit überragen würde. ein, u. a. erhielten die Armen von Paris 20000 Francs und diejenigen von Montelimar 1500 Francs. Paris, 20. Februar. Gestern abend erneuerten sich in kleinem Maßstabe die Kundgebungen der Antisemiten. Vor dem Redaktions-Lokal der „Libre Parole" thaten sich die Antisemiten zusammen und riefen: Panama, nieder mit Loubet. Die Polizei hatte diesmal starke Sicherheits-Vorkehrungen getroffen und die Demonstranten von den Boulevards 'abgeschnitten. Trotzdem kam es an einzelnen Punkten der Stadt zu Reibereien, i« deren Verlauf die Polizei über 200 Personen verhaftete. Der größte Teil der Verhafteten wurde aber nach Mitternacht, als die Ruhe wiederhergestellt war, von den Wachen entlassen. Paris, 20. Februar. In der heutigen Kammer- sitzung brachte Ministerpräsident Dupuy einen Gesetzentwurf ein mit folgenden zwei Artikeln. 1. Dem verstorbenen Präsidenten Faure ein National-Begräbnis zu bereiten. 2. Die hierzu notwendigen Fonds von 165000 Frs. zu bewilligen. Der Abg. Mesureur, Präsident des Budget- Ausschusses, fordert die Verweisung des Antrages an den Ausschuß. Ministerpräsident Dupuy fordert namens der Regierung sofortige Beratung und erklärt, die geforderte Summe werde vollständig genügen, um die Kosten des Be- gräbniffes zu bestreiten. Die sofortige Beratung wird, nachdem noch mehrere Abgeordnete dieselbe befürwortet haben, angenommen. Der sozialistische Abgeordnete Dejeante bringt sodann einen Antrag ein, wonach dem verstorbenen Präsidenten ein einfaches Begräbnis ohne kirchliche Ceremonie zu teil werden soll. Diese Forderung ruft großen Tumult im Centrum und auf der Rechten hervor. Der Präsident Dechanel fordert die Kammer auf, sich ruhig zu verhalten. Der Abgeordnete fährt dann fort: Wenn man in einer Republik lebe, so sei es unnötig, zu religiösen Feierlichkeiten seine Zuflucht zu nehmen. Solche Verfahren seien gut für eine Monarchie, wir aber leben in einer Republik, wo man solche feierliche Kundgebungen zurücklassen kann. Diese Worte des Redners werden wiederum mit großem Tumult an seinen Schwager verlangen. Amsterdam, 15. Februar. Der bekannte Akademiker und Friedensapostel Frederic Passy fordert in einem „Wenn ich König wäre" überschriebenen offenen Send sch reiben die junge Königin der Niederlande auf, anläßlich der im Haag demnächst zusammentretenden Abrüstungskonferenz mit den kleineren europäischen Staaten oder zunächst mit einem einzelnen, z. B. Belgien, den Anstoß zur näheren Regelung und Organisation eines internationalen Schiedsgerichts zu geben, das in der Folge zu einer bleibenden Anstalt ausgebildet werden sollte. „Wäre ich Königin, wäre ich Eure Majestät," heißt es am Schluffe, „die anmutige und hochgebildete Königin der Niederlande, ich würde eine Ehre darein setzen, meiner Krone diesen über alles kostbaren Edelstein einzufügen, der bis jetzt an keiner einzigen, selbst nicht an der glänzendsten Krone prangt." Jin allgemeinen neigt man jedoch hier hinsichtlich des praktischen Ergebnisses der Abrüstungskonferenz einem gewissen Skeptizismus zu, so sehr man auch die Ehre, daß diese Konferenz auf niederländischem Grund und Boden abgehalten werden soll, zu schätzen weiß. Mairs und Provinzielles. Gießen, den 21. Februar 1899. ** Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der I Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Schau- | spieler am Großherzoglichen Hoftheater Heinrich Hacker ] das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des I Großmütigen zu verleihen. ♦* Charakterverleihung. Se. König!. Hoheit der G r o ß- I Herzog haben Allergnädigst geruht, dem Kirchenrat und evangelischen Pfarrer Wilhelm Egid Nebel zu Groß-Gerau I anläßlich seines 80 jährigen Geburtstages den Charakter als „Geheimer Kirchenrat" zu erteilen. ** Militärdienstnachrichten, v. Scheven, Major,! aggreg. dem Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, als Bctts.-Kommandeur in das Gren.-Regt. König Friedrich I, (4. Ostpreuß.) Nr. 5 versetzt. Zu Oberlts. befördert die Lts.: Kolb im 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leib- aarde-)Regt. Nr. 115, de Nainville im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, de Neuf- ville, Rittm. im 1. Großh. Hess. Drag.-Regt. (Garde- Drag.-Regt.) Nr. 23, als Eskadr.-Chef in das Drag.-Regt. von Arnim (2. Brandb.) Nr. 12, Frhr. v. Gil lern, Lt. im Großh. Feld-Art.-Regt. Nr. 25 (Großherzogl. Art.- Korps), in das Pomm. Train-Bat. Nr. 2 — versetzt, van Aerßen, Unteroffizier im 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt. | (Prinz Karl) Nr. 118, zum Portepee-Fähnrich befördert. i ** Theater-Verein. Heute (Mittwoch) geht als siebente Vorstellung Ludwig Fuldas „Jugendfreunde" in Szene. Dieses reizende neue Lustspiel — man vergleiche unseren Feuilletonartikel im gestrigen dritten Blatt — ist an allen Bühnen, an denen es bis jetzt gegeben wurde, mit soviel Beifall ausgenommen worden, daß es voraussichtlich auch hier unter der heiratslustigen Jugend wie unter dem verheirateten Alter sich nichts als Freunde erwerben wird. Denn um das Heiraten dreht sich, wie wir hier schon verraten wollen, das ganze Stück. Die Hauptrolle liegt diesmal in den Händen des Herrn Dietz sch, der dieselbe in seinem früheren Engagement schon mehrmals gespielt hat. Wir machen noch'darauf aufmerksam, daß wegen Wegfalls des Gasthonorars in dieser, wie in den beiden nächsten Vorstellungen die Eintrittspreise ermäßigt sind. cf Konzert am Sonntag dem 5. März im Klabsaale. Ein junger Musiker, Herr Chr. Hüttenberger, der Sohn eines hiesigen geachteten Beamten, hat vor einiger Zeit am Konservatorium zu Sondershausen seine Studien mit Erfolg vollendet, dort und an anderen Orten mit Beifall sich hören lassen, und möchte sich nun auch seiner Vaterstadt vorstellen. Zwei seiner Studienfreunde haben sich mit ihm vereinigt, Herr Hüttenberger als Violinist, Herr Jost aus Braunschweig als Cellist, Herr Peine aus Magdeburg als Pianist, um im Trio-, im Duo- * Hawöal! Nmerila-Linie" Dampfer „ttooi ihres ©feuerrot Bremerhaven g< treffen eingehen FvvMan" : 'v.sM.Mhr tznüe nnd 4‘ „Wünfchefvfc garia" wäre Schlagseite, i Boote waren vergeblich, bi blieb bei bei flaute, sie e> herrschte ein •ie „Bulgare anderer Dm/ mären bei bm N Wen n tzma" war ni & herrschte le »ar ruhig, all ßch nur noch passierten wir dem Dampfer Amerika-Linie" Ne morgen t leinen Kurs na, i^ht gesehen t IW Sft ’tat erfolgte r N Oportoj Mrt erreicht hur rühmten Portwer fernen <8ogenbri em kurzer U 160 Meter Spar ;bie höchst malet: des Flusses. Ut? t wurde und ivo; ■ lie Reise weiter M ui dieser herrlich y fn Ausslug nach b Hm sich malerisch t men zerstreut, hm läge lang nichts. passim ward, l iftigcnbt Taufe eien war die einji Fahrt. Nach ba stich drückender iiu n Kajiltenraum jr , indem Pernambui end tmmit ;bt Die StchL: Meile gebildet , an der Mundil'... " erheben. Lor. egt ein merWigd bekröntes Sorallemif en nacktichen hasti Namen „Recife di Fortsetzung der Rch ch wenigen Tagen ii tder'ühmten Bai dsi lönften und sichert Mer breite Einsä' iberfeits /H Vegetation IM Pao b’Äffucat untischen Riesen te ms den Landzungn ie von „Suo JvLr jahrt. Die W ie den reizenden S" j der Bai stunde' ^anziehend, N®" kaum zu Wji ,dit, di- 9'** tiqe »ampfex, * ,tabt inmitten trvp'- de Kranz aWk lt ütjait paraW* iberW""* 1613] Steinstratze 17 ist eine freundliche Mansardenwohnung mit allem Zubehör und Gartenanteil per 15. März oder später zu vermieten. Nähere Auskunft erteilt Albert Neu- bürger, Steinstraße 15, pari. _______ 0573] Bersetzungshalber schöne Man- sardenwohnung sofort zu vermieten. H. Grö«i«ger Wwe, Steinstraße 59. Zwei töcht. KlyreiuergkskUtN, die mit Maschinenarbeiten vertraut sind, auf sofort gesucht. 1626 E. H. Müller, Dampsschreinerei. 0563] Ein tüchtiger Schmiedegeselle gesucht H. Thomas. 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Diese Schilderungen, welcher ein deutscher Geograph, Martin Waldseemüller aus Freiburg St. Die in Lothringen herausgab, verbreiteten in den meisten Ländern Europas die erste Kunde über den neuen Weltteil. Vespucci wurde am 9. März 1451 zu Florenz geboren. ___________________________________ Vermischtes. * Hamburg, 18. Februar. Die Direktion der „Hamburg- Amerika-Linie" hat infolge der Meldung, daß der englische Dampfer „Koordistan" die „Bulgaria" nach dem Verlust ihres Steuerruders gesprochen habe, einen Inspektor nach Bremerhaven gesandt, um den Kapitän sofort nach dem Eintreffen eingehend zu befragen Der Kapitän Simpson vom „Koordistan" äußerte sich wie folgt. Wir sichteten am 5. Febr., 8 Uhr morgens, die „Bulgaria" auf 41 Grad 23 Min. Breite und 43 Grad 50 Min. Länge, welche signalisierte: „Wünsche sofortigen Beistand". Der Steuerapparat der „Bul- garia" war gebrochen, das Ruder schlug heftig, es war starke Schlagseite, das Backbord-Deck war zu Wasser, die Backbord- Boote waren fort. Die Boote des „Koordistan" versuchten vergeblich, die Mannschaften aufzunehmen; Kapitän Simpson blieb bei der „Bulgaria" 28 Stunden, falls das Wetter ab- ftautc, sie eventuell zu schleppen. Am 6. Febr. nachmittags herrschte ein Orkan mit Hagelböen; wir verloren dadurch die „Bulgaria" aus Sicht. Der „Weehawken" und ein Linderer Dampfer waren auch an der Längsseite; zwei Boote waren bei dem „Weehawken", von denen eines nach Abgabe btt Insassen zertrümmert wurde. Die Maschine der „Bul- zaria" war nicht in Thätigkeit. Kapitän Simpson sagt: Es herrschte keine Panik an Bord der „Bulgaria", alles »ar ruhig, alle Leute hatten Rettungsgürtel, es befanden sich nur noch einige Passagiere an Bord. Am 7. Februar passierten wir einen westlich steuernden Dampfer. Außer dem Dampfer „Warrior" ist im Auftrage der „Hamburg- Amerika-Linie" auch der große Schleppdampfer „Blazer" heute morgen von Queenstown in See gegangen und nimmt seinen Kurs nach der Stelle, an welcher die „Bulgaria" zuletzt gesehen wurde. H^auchaltungsbiirstk« nnb Kefe». Zahn-, Kopf- und Kleiderbürsten NI Thiirvorlagen, Schwämme. Keifen snd Parfümerie«. CJ Fensterleder re. Toiletteartikel re. 1604] Ein schönes Logis zu vermieten. ___________Krofdorferftratze 17. —0564] Freundliche 4-Zimmerwohnung per April zu vermieten. Bruchstr. 6. 0533] Zwei Arbeiter können Logis erhalten.________Bahnhofstraße 26. 0565] Schön möbliertes Zimmer mit separatem Eingang sofort zu vermieten. Steinstratze 12, I. Möbliertes Zimmer mit Burschengelaß vom 1. März ab auf drei Wochen gesucht. Offerten an die Expedition dieses Blattes unter Dr. W. 1614._____________________ Lehrling mit guten Schulkenntnissen gesucht. 1622__Gebrüder Scheel. Gin Lehrling kann sofort eintreten bei 1607 _____________PH. Stier, Friseur. 0567] Gesucht zum 15. März ein tüchtiges Mädchen, welches kochen kann und Hausarbeit gründlich versteht. SelterSweg 64, part. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 21. Februar. Der „Lokal-Anzeiger" meldet aus London: Nach einem Telegramm aus Kraßnojers'k trafen dort Berichte von zwei Forschungs-Expeditionen ein. Der Führer der Expedition entlang dem Pit-Flusse in Nord-Jenisseis berichtet, daß nichts gefunden wurde, was die Tungulengerüchte bestätigte. Die zweite Expedition kehrte ohne Nachrichten über Andröe zurück. Die Behörden beabsichtigen, die Nachforschungen nicht fortzusetzen, wenn die Expedition am Pitflusse ihre Suche beendet hat. Frankfurt a. M., 21. Februar. Der hier lebende Dichter Wilhelm Jordan wurde anläßlich seines 80. Geburtstages von seiner Vaterstadt Insterburg zum Ehrenbürger ernannt. Wien, 21. Februar. Koloman Szell übernahm die Kabinettsbildung unter der Voraussetzung, daß es ihm gelingt, eine Verständigung der Opposition herzustellen. Nach Budapester Meldungen kann Szell auf das größte Entgegenkommen der Opposition rechnen. Das neue Ministerium wird ausschließlich der liberalen Partei entnommen. Szell wird sich heute abend der liberalen Partei als Ministerpräsident vorstellen. Der Kaiser wird heute Banffy nochmals empfangen. Budapest, 21. Februar. Die Organe aller Parteischattierungen sprechen ihre Zufriedenheit aus über die Berufung Koloman Szells zur Kabinettsbildung und hoffen, daß nunmehr die Kompromiß-Verhandlungen bald beendet werden. Cettinje, 21. Februar. Infolge eines Artikels des offiziellen „Glas Czernagorka", in welchem die serbische königliche Zwei Häuser mit Hinterhäusern und großen Gärten, je drei Etagen mit fünf Zimmern und Mansarde, in schönster Lage Gießens, zu 70/0 rentierend, sowie zwei sehr gut gehende Wirtschaften unter sehr günstigen Bedingungen mit kleinen Anzahlungen zu verkaufen, letztere eventl. auch zu verpachten, durch 0568 __________A. Jacob, Göthestraße 36. 0579] Drei bis vier Wagen Stroh- m.st,u 2«. Güter KuhMverkaufen. 0566 Riegelpfad 45. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. I« der Stadtkirche.N . Mittwoch den 22. Februar, abends 6 Uhr: Zweite Passiv ns- andackt. Pfarrer Dr. Grein. Verkehr, Kand- und Volkswirtschaft. «Heften, 21. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. «H» 0.75—0.90, Hühnereier per St. 6—7 H, 2 St. 11—13 H, Enteneier per St. 6—7 Gänseeier per St. 11—13 H, Käse 1 St. 5—8 H, Käsematte per St. 3 Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar v* 0.80—1.00, Hühner per St. X 1.20-1.70, Hahnen per Stück X 1.30—2.00, Enten per St. X 1.80—2.40, Gänse per Pfund X 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rrndflersch per Pfd. 62-64 Schweinefleisch per Pfd. 68-76 H, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 80 A, Kalbfleisch per Pfd. 64—66 A Hammelfleisch per Pfd. 50-70 4 Kartoffeln per 100 Kilo 5.50 knS 6.50 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. X 8.00—9.00, Milch per Liter 16 Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens brS 2 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umberzieben nickt feilgeboten werden. 1620 Giessen, den 21. Februar 1899. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch den 22. Februar, nachmittags 47i Uhr, vom Sterbehause, Steinstrasse 13, aus, Todes-Anzeige. Gestern vormittag verstarb nach kurzem, schwerem Leiden unsere liebe, gute Tante Fräulein Julie Auguste Schmidtborn was wir Verwandten und Freunden hierdurch mit der Bitte um stille Teilnahme anzeigen. 1 A : A. Kröll- Heute morgen 4y4 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser tnnigft geliebtes Mariechcn im Alter von 11 Monaten, was wir Freunden, Verwandten und Bekannten schmerzerfüllt mitteilen. Wilhelm Msser und Frau. Gießen, den 21. Februar 1899. 1630 Anfang 8 Uhr. "HWE 1625 Die ®tev Die Vorstände 1609 0569 Grundkapital 5000000 Mark gegründet 1865 10 Meter Länge. 1015 Ooursbericht ___ *** w Dor NI J« Kürz <& Co., Giessen, -chlpfßnßt 61 M Stadt WormS unk. b. 1901 4 1887 3 dro. unk. b. 1907 102.00 l/, Pomm.vhp-A.Bk. unk.b.1906 Frkf.Ldw.Ered.Bk.unkck.1900 31, DeutfckeGrdsch.B.unk.b.1904 101.50 4 Ortsgewerbeverein 265 zu jedem annehmbaren Ureise. -W 1628 882.8* Daring •r. Hurfbarbt. — Druck und «rrla, der Brühl'scheu UnivergtLtA.Yuch. und Sterndruckerei (Pietsch Htbenj in (fließen 101.70 92.90 100.00 000.00 000.00 3 6 das von 99.0C 100.5# 98.M 100 kl 4 4 Avendeourser 165.30 | Defterr. Credit-Bctten Heute früh 1 Uhr verschied nach eintägigem Kranksein im Alter von 8 Monaten unser liebes, frtiftien, ksp 5*|(| Gießen. Heute, DienStag. Karten für Nichtmitglieder ä Mk. 1.— sind zu haben bei den Herren E. Challier, Neuenweg, H. Noll, Mäusburg, und C. Orbig, Bahnhofstrasse, sowie abends an der Kasse, für Mitglieder (gratis) und deren Angehörige (ä 50 Pfg.) bei Herrn C. Orbig bezw. dem Gewerbevereinsdiener. Näheres durch die Geueralageutur Gießen Adolf B leier, Weftanlaqe 44. Procent 41/, Defterr. Silberrente 4 Ung. Gold-Rente pie frnnhfertn Transport-, Ihfnlb und Glas-Vkrßchkrmigs- AKtien-Geskllschast in Frankfurt a. M. Portugiesen Mexicaner Monopol-Griechen von Eisenb. Rentenb. DM. BuderuS Obl. Goldene vorßkcknadcl (Zirkel und Winkel) am Sonntag verloren. Abzugeben gegen Belohnung 0578«irchstratze 2. übernimmt zu billigsten Prämien und koulanten Bedingungen Berfiche« rungen gegen Einbruch-Diebstahl, Fertige Haushaltpolicen über Mark: 5 000, 10 000, 20 000 Versicherungssumme bei Mark: 5, 10, 20 jährlicher Prämie, alle Gegenstände und Werthe im Haushalt, auch Schmucksachen und Baargeld, sowie Boden und Keller umfassend, für Verlust und Beschädigung geltend. Versicherung jeder Wertsnmme im Haushalt, in Geschäfte« und Ko«' toreu; auf Wunsch Bruchteilverstcherung bei vollem Ersätze bis zur Höhe der Versicherungssumme. Giessen, den 21. Februar 1899, Realgymnasiallehrer Block, B1/, Hambrar. Hyp Bk. unk. b. 1908 4 Preuß. Hyp A. Bk unk. b. 1900 E. Weissbäcker, Plockstraße 2. Hochachtend und ergebenst A. Jacob, Goelhestraße 36, pari Abbruch. Mein in der Wagengasse gelegenes Lagerhaus soll auf den Abbruch verkauft werden. Dasselbe ist reich an Eichenholz, darunter Balken von Lesehalle-Verein. Mitglieder-Mersammlung Dienstag den 28. Februar 1899, abends 81/, Uhr pünktlich in der Lesehalle (Thorhäuschen am Seliersweg). Tages-Ordnung: 1. Geschäfts- und Kasienbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Etwaige Anträge wolle man bis zum 25. d. Mts., schriftlich an den Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. Frank, Seltersweg 89, gelangen lassin NB. Am 28. d. Mts. wird die Lesehalle bereits um 8 Ahr für das Publikum geschlossen werden. 1619 tlfcklt-t tsgti Montags Itbfli d«n 8n: »Amtlich vu bkigrltgt. ,vu°h-" 6en 100.IC 100.6b 27 30 100.00 51.75 100.20 00 00 Gelegenheitskauf. Um mit meinen sämtlichen Warenvorräten wegen Umzug in von mir erkaufte Haus, Seltersweg 58, zu räumen, verkaufe solche hrute bis Ende März A,r“1 ■ Äbt 1 .Sr Sie „Sa SeiikM des Staats ausgegangen n inb Sapitalren Linnahme.Oue Überschüssen de jener Steuern Men, wenn die Wohlthnten bleiben sollen. Bon diesem |ame Begründu Küälichhnvvr, SU\( MI bM zugleich m v Es ist ei mehr und nu die einzelnen steuer, seind interessant, d ziehen, die v bekämpfte W Nach de 'MehriiberM, voraM^ eil 11 Million Sette aH etwa »j, di Mchngvo entstehenden Ai steuer hallen d Ansicht, daß di in anh'teigendel 'M ffan jthi Stenern ein gri ^chgbar sei, Q “W bann «l'lMMfchch "" einem vnhiil Aktoren, mie' 7 'st jene Ann E'seubahnl 1 ^e Statistik i Klavier; Heinrich Bodocsänyi aus Budapest. Karten im Vorverkauf in deu Buchhandlungen Frees, Krebs und Ferber. - Numerierter Sitz im Saale Mk. 1.60 numerierter Sitz im Saalanbau Mk. 1— - Kategoriekarteu fUr Studierende im Saalanbau b ' 75 __ Qallerie 60 Pfg. — An der Abendkasse 10 Proz. teurer. Programme an der Kasse. Kassenöffnung 7 Uhr. Uänaischer Verein uni Orb-Mmrä Giessen. Freitag den 24. Februar, abends 8% Uhr pünktlich in Steins Saalbau: sr Vortrag "W des Herrn Dr. Alfred. Koppen, Berlin Eine Wanderung durch Pompeji. Sceniach auageatattetcr Projektionsvortrag mit farbigen Lichtbildern. Procent 37i Deutsche ReichLanl. 8 Preuß. LonsolS 87, Gr. Hessische Obl. 4 Stadt Darmstadt v. 1891 s* 6t b- K ,4* JWfcL öhtiD ‘‘•Ätf« ll< gutes Töchterchen Martlia 87, Frankftr. Hyp. Bk unk. b. 1906 99.00 87, Frkf. Hyp. Ered.B. unk. b. 1906 98.00 30 Franken-St. Engi. Sovereign- Dollars in ®olb Gelds orten: Brief 16.21 20.40 4.21 Mittwoch den 22. Februar, abends 8 ühr, in Steins Garten (Saalbau): Db GROSSES KONZERT ^BQ von Sandor Schreyer, Ungarischer Violin- und Cellovirtuose. I. Pfeffer, MrKtpI-h 6. 1327] Eine deutsche, gut fundierte Lebensversicherungs- chesellfchaft sucht für ihre unter günstigen Bedingungen betriebene Kolks- u. KM-Kttßchttung tüchtige Reise • Inspektoren und Acquisiteure gegen festes Gehalk und Spesen. Offert, unter M. J. 629 an Haasenstetn & Vogler, U -G., Frankfurt a. M. Lese-Abend , (Auslegung der neuesten technischen und < Fackblütter) Kaiserhof 2 Stock. | Empfehlung. p. p. 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Diejenigen Herren Kollegen, welche der Müllerei-Berufsgenossenschaft nicht angehören und denen deshalb eine besondere Einladung nicht zugegangen ist, lade idi hierdurch zu einer Sonntag den 26. Februar, nachmittags 3 Uhr, im Hotel-Reftaurant zum Felsenkeller in Gießen zur Gründung eines Lokal- Vereins zwecks Stellungnahme gegen die die Existenz der Kleinmüller bedrohenden Großbetriebe stattfindenden Versammlung freundlichst ein. 1610 H. K. Zimmer, Steinmühle, Grünberg. Brief •tie 16.17 Franz. Banknoten 80 9» 20.36 Oesterr. dto. 169.U 4.17 Amcric. —.— 4.1t1/. Wevloven Nerslhiedenes Vereine