Qm Erbtante .Laichten. 'Wohnhauses loh9e Dispens Uut Zahlung Benutzung des lteweg, dessen l hat, versteht. M Dispenses i bei Äussüh- uit bes Herrn en werben. Fassung eines Lagerung von ehmigt. lpsohlene Ter- >mAeiWtn um Abtretung rwigsplatz wird De dem Gesuchen: Anträge zu, !b ber Sieber» ch 40 M. scst- m Adreßbuch I bishetige Bet- Einer Anregung i Ausgaben des ier-Umzuge ge- j |w Mn alat empfiehlt , Musburg 17. eiten M mta ieblt 503 irsig. atrenfabrit W t, stüher gewanM mden. „gab! bette** KL 469 an * SnTi*^* nden e ii in is §"S- lttzlA E nX^M| .—-—"T'7 Rabn^i, LZL.ÄS i-sÖgS ?u»5!5S<*5iSrt *3 brave» * MS xK-- .hitiOn^e > Nr. 19 Erstes Blatt. Sonntag den 22. Januar 1S99 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. Vierteljährlich. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pig. mit Bringcrlobn. Annahme von Anzeigen zu der nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Alle Anzeigen.Vermittlungsstellen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger enigegen. Die Gießener Aamttienö kälter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigclegt. Anrts- und Anzeigeblatt für den ALreis Gieren. ___________ < Redaktion, Expedition und Druckerei: ! Gratisbeilagen: Gießener Familienbtätter, Der hessische Kandwirt, I Adresse für Depeschen: Anzeiger Ließen. Schnlstraße Ar. 7. Klälter für hessische Volkskunde. 5m,f»nd,!r ”r-3L Abonnements "WE auf den Gießener Anzeiger für die Monate Februar und März werden von allen Postanstalten, den Zeitungsträgern und der Expedition, Schulstraße 7, jederzeit entgegengenommen und die bis zum 1. Februar erscheinenden Nummern den hiesigen Abonnenten gratis geliefert. Amtlicher Heil. Gefunden: 3 Regenschirme, 1 Taschenmesser, 4 einzelne Handschuhe, 1 Filzhut, 1 Kindercape, 1 Pferdedecke, 2 Ansichtskarten und 1 Hundehalsband. Gießen, den 21. Januar 1899. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Muhl. Deutscher Reichstag. 14. Sitzung am 20. Januar. 1 Uhr. Eingegangen ist das Gesetz, betreffend Revision des Jnv aliditätsgesetzes. Präsident Graf Ballestrem erbittet und erhält die Ermächtigung, dem Kaiser zu seinem demnächstigen Geburtstage die Glückwünsche des Hauses auszusprechen. Tagesordnung: Fortsetzung der zweiten Beratung des Etats. Etat des Reichsamts des Innern. Titel Staatssekretär. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) 'wendet sich zunächst gegen einige Punkte der gestrigen Ausführungen Roesickes. Die Angriffe des Abgeordneten Roesicke gegen den Centralverband deutscher Industrieller seien vollständig unberechtigt; ebenso unberechtigt und falsch sei die Behauptung, daß die bekannten Februar-Erlasse noch nicht erfüllt seien. Es habe überhaupt niemand in diesem Hause das Recht, diese Erlasse authentisch zu deklarieren. Redner verbreitet sich weiter über verschiedene Fälle von Terrorismus gegen Arbeitswillige in Kiel, Berlin, Spandan, Torgelow. Abg. Zubeil (Soz.) beleuchtet die übermäßig lange Arbeitszeit und das frühzeitige Hinsiechen der Ziegeleiarbeiter, und weist darauf hin, daß ein Bergarbeiter für 3 Mk. 50 Pfg. täglich sein Leben beständig aufs Spiel setze. Redner bespricht noch die Zuchthausvorlage, und fragt, warum man denn zögere, das Schreckgespenst endlich hervorzubringen. Vizepräsident v. Frege erklärt den Ausdruck „Schreckgespenst" für unparlamentarisch. (Lebhafte Unruhe und große Heiterkeit.) Abg. Zubeil (Soz.), fortfahrend: Was man von dem Terrorismus der Arbeiter sage, sei Uebertreibung. Staatssekretär Graf Posadowsky entgegnet, daß bezüglich der Verhältnisse der Ziegeleiarbeiter weitere Maßnahmen erwogen würden. Abg. Heyl von Herrnsheim (nl.) bemerkt, der Sekretär des Centralverbandes deutscher Industrieller, Herr Bueck, habe die neulichen sozialpolitischen Aeußerungen des Abgeordneten Bassermann in einer Weise kritisiert und ausgelegt, welche das lebhafteste Mißfallen seiner Fraktion erregt habe. Er habe es so dargestellt, als ob die Basser- mann'sche Rede einen Gegensatz zu dem bisherigen Vorgehen der Partei in sich schließe. Herr Bassermann habe durchaus im Sinne der Partei gesprochen. Redner wendet sich nun gegen die sozialdemokratischen Abgeordneten. Ein Stillstand in der sozialpolitischen Gesetzgebung liege nicht vor, und bemerken wolle er noch, daß gegen die sozialdemokratische Elendstheorie die Millionen sprächen, welche die Sozialdemokratie für Agitationszwecke ausgebe. Abg. Hitze (Zentr.) führt aus, auch das Zentrum habe seine Schlußfolgerungen ans den Erlassen gezogen, aber in ganz anderem Sinne wie Herr v. Stumm, so z. B. mit dem Zentrumsantrage wegen der Arbeiterkammern. Was die geforderten Zwangsgesetze anlange, so sei das Zentrum bereit zu gewissen schärferen Bestimmungen, wenn die Rechte den Arbeitern auch die von denselben gewünschten Organisationen, die Berufsvereine, zugcständen. Auch müsse die Notwendigkeit der betreffenden Bestimmungen bewiesen werden. Redner hält weiter für geboten die Ausdehnung der Arbeiterschutzvorschriften über Beschäftigung von weiblichen und jugendlichen Personen auch auf Betriebe mit Gas-, Benzin-, Petroleum-Motoren. Abg. Singer (Soz.) wendet sich gegen den seiner Partei gemachten Vorwurf, daß sie alle sozialpolitischen Gesetze abgelehnt hätte. Sie thue dies stets Gesetzen gegenüber, die ihren Anforderungen nicht entsprächen. Die sozialdemokratischen Abgeordneten seien von ihren Wählern nicht in den Reichstag geschickt worden, um nationalliberale Gesetze zu machen (Heiterkeit). Herrn v. Stumm wolle er fragen, weshalb er nicht auch anstrebe, daß Sozialdemokraten nicht mehr als Soldaten ausgehoben werden könnten (Heiterkeit). Dem Einflüsse des Herrn v. Stumm sei es zuzuschreiben, daß die kaiserlichen Erlasse von 1890 nicht nur nicht ausgeführt, sondern zum Teil sogar in ihr Gegenteil verkehrt seien. Heutzutage werde Politik gewissermaßen auf Spaziergängen gemacht. Herrn v. Stumm's Einfluß sei größer als der des Reichsamts des Innern und des Reichstages. Er allein sei jetzt Trumpf, und deshalb stehe die Sozialpolitik still. Abg. Zwick (frj. Bp.) hebt hervor, daß auch seine Partei mit der Weiterentwicklung der Sozialpolitik einverstanden sei, wenn sie auch nicht allen Einrichtungen der Neuzeit zustimmen könne. Für durchaus segensreich hielten seine Freunde die Thätigkeit der Gewerbeaufsicht im Interesse der Einschränkung der Kinderarbeit. In Berlin arbeiteten 25 000 Schulkinder, davon 7500 Mädchen. Bei den Mädchen bringe die Beschäftigung ganz früh am Morgen, vor 6 Uhr, besonders auch Gefahren für die Sittlichkeit mit sich. Dem gegenüber muffe energisch vorgegangen werden. Staatssekretär Graf Posadowski betont, bei den verbündeten Regierungen schwebten augenblicklich Erwägungen darüber, ob es zweckmäßig fei, die Kinderarbeit gänzlich zu verbieten, es sei dabei in Betracht zu ziehen, daß damit auch das erziehliche Moment, das zweifellos in der Kinderarbeit liege, beseitigt werden würde. Anerkannt werde auch bei den verbündeten Regierungen, daß die übermäßige Kinderarbeit auch in den Familien, wo sie besonders schädlich wirke, beseitigt werden müsse. (Beifall.) Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der Etatsberatung. Schluß 51/4 Uhr. Feuilleton. Siegfried Idyll. Im Dezember 1865 hatte Wagner, ermüdet durch den offenen und versteckten Widerstand, der ihm feinen kaum IV-jährigen Münchener Aufenthalt vergällte, sich in die Schweiz zurückgezogen, wo er in Triebschen bei Luzern für die nächsten Jahre einen stillen Zufluchtsort und „seinem Werk die Werdestätte fand". Jetzt war die Zeit gekommen, die seit 1857 ruhende Arbeit am „Ring des Nibelungen" wieder aufzunehmen; sogleich nach der Vollendung und Aufführung der „Meistersinger" setzte er im zweiten Akte des „Siegfried" wieder ein und vollendete 1869 dieses zweite Drama seiner Trilogie. Es war eine der glücklichsten, friedlichsten Epochen seines bewegten Lebens. Der neugewonnenen Lebensgefährtin verdankte er ein Heim, wie er es Jahrzehnte lang ersehnt hatte; liebe Freunde kamen, oft zu langem Aufenthalt, und freuten sich an dem Wachsen des Lebenswerkes, an dessen Vollendung sie mit dem Meister schon verzweifelt hatten. Es war die rechte Stimmung für den „Siegfried", den sonnigsten, von idyllischer Märchenpoesie erfüllten Teil seiner Tragödie. Und während er den Heldenknaben aus dem wilden Wald zu dem feuerumlohten Berge führte und ihn Vriinnhilde erwecken ließ, ward ihm selbst der Sohn geschenkt, dem er den Namen seines Lieblingshelden bestimmte. Die Mutter seines Siegfried im Kreise der Familie wieder zu begrüßen, hatte sich Wagner eine hübsche Ueber- raschung ausgesonnen. Ein kleines Orchester, das kein Geringerer als Hans Richter leitete, war auf der Treppe der Veranda versteckt aufgestellt und stimmte in dem Augenblick, als Frau Cosima aus dem Hause trat, eine zarte Musik an, in der sie einige der lieblichsten Motive des „Siegfried" mit neuen verschlungen wiederfand. Diese Gelegenheitsmusik, die erst 1877, gewissermaßen als ein Dank an die Förderer der ersten Bayreuther Festspiele, der Oeffentlich- keit übergeben wurde, war das „Siegfried-Idyll". Verhältnismäßig einfach baut sich das Stück auf. Gleich im vierten Takt ertönt das erste Hauptthema, eine ruhig wiegende, träumerische Melodie, die im „Siegfried" zuerst an der Stelle auftritt, wo Brünnhilde das selige Genügen ihrer göttlichen Natur in rührenden Worten schildert. Ihr gesellt sich bald eines der bekanntesten Motive des „Ringes", die Schlummerweise aus dem „Feuerzauber", die ja auch int „Siegfried" bei der Erweckung Brünnhildens eine wichtige Rolle spielt, und, neu und in dieser Umgebung sehr überraschend, ein Schlummermotiv, das sich als Variante von „Schlaf, Kindchen, schlaf" darstellt. Nachdem dieses und das erste Motiv sich zu einem innigen Wiegenlied vereinigt haben, leiten geheimnisvoll dämmerige Klänge, dann lang gedehnte leise Triller zu dem zweiten Hauptmotiv über, das int „Siegfried" das Idealbild des lichten Helden, wie es vor Brünnhildens Seele steht, bezeichnete. Alsbald verbindet sich dieses mit dem ersten und steigert sich, fast als sollte Heroisches aus dem Idyllischen herauswachsen — da lenkt der Komponist mit dem fröhlich resoluten Schlußmotiv des „Siegfried" (das Motiv des „Liebesentschlusses" hat es Wolzogen getauft) und dem Zwitschern des Waldvogels in die heitere Liebeswelt zurück, die bald in strahlendster Schönheit aufleuchtet, als die beiden Hauptmotive mit der Schlummerweife des „Feuerzaubers" sich innig verflechten. Mit einem übermütigen Sprung in das Motiv des Waldvogels, das erst jetzt in seinem ganzen Umfang ertönt, schließt diese Haupt- und Prachtstelle; was folgt, leitet gemächlich in die träumerische Stimmung des Anfangs zurück. Es ist als hätte der schlummernde Knabe den ersten Traum geträumt von Welt und Heldentum; nun versinken die goldenen Bilder wieder, und nur zarter Abglanz schwebt noch um die Pforten des Tages. Gelegenheitskompositionen wie diese werden leicht ungerecht beurteilt. Für einen ganz intimen Kreis gedacht. voll von Beziehungen und Anspielungen, die der Welt gleichgiltig sind, bedürfen sie des Kommentars, wenn wachsendes Interesse sie schließlich doch an die Oeffentlich- keit zieht. In diesem Sinne mögen unsere Zeilen auf das nächste Konzert vorbereiten, dessen Programm neben längst weltberühmten Stücken ans „Tristan" und den „Meistersingern", und in der gefährlichen Nachbarschaft von Beethovens A.-ckur-Symphonie das bescheidene Siegfriedidyll aufweist. Wollte man es, als ein Stück absoluter Musik, mit Beethovens herrlicher Symphonie vergleichen, so würde es freilich sehr abfallen; nur wenn man auch hier den Spuren des Dramatikers nachgeht, kann man dem liebenswürdig anspruchslosen Werk gerecht werden. Ein lyrisches Intermezzo im dramatischen Gang seines Schaffens, eine heitere Skizze nach Motiven seines tragischen Weltbildes, mehr will dieses Werk nicht sein. Daß Wagner selbst es nur in diesem Sinne verstand, liest man aus den an feine Gattin gerichteten Widmungsstrophen heraus, mit denen er das Werk der Oeffentlichkeit, d. h. seinem weiteren Freundeskreis übergab: Es war Dein opfermutig hehrer Wille, der meinem Werk die Werdestätte fand, von Dir geweiht zu weltentrückter Stille, wo nun es wuchs und kräftig uns erstand, die Heldenwelt uns zaubernd zum Idylle, uraltes Fern zu trautem Heimatland. Erscholl ein Ruf da froh in meine Weisen: „ein Sohn ist da!" — der mußte Siegfried heißen. Für ihn und Dich dürft ich in Tönen danken, wie gäb' es Liebesthaten hold'ren Lohn? Sie hegten wir in uns'res Heimes Schranken, die stille Freude, die hier ward zum Ton. Die sich uns treu erwiesen ohne Wanken, so Siegfried hold, wie freundlich unf’rem Sohn, mit Deiner Huld sei ihnen jetzt erschlossen, was sonst als tönend Glück wir still genossen. B. 8» Deutsches Reich. Berlin, 20. Januar. Zur gestrigen Frühstückstafel Leim Kaiserpaar waren u. a. die Königin von Württemberg, der Fürst zu Wied, der Erbprinz zu Wied mit Gemahlin und der württembergische Gesandte geladen. Zur Abendtafel waren geladen, der Statthalter von Elsaß- Lothringen, Fürst Hohenlohe-Langenburg. Berlin, 20. Januar. Die Budget-Kommission des Reichstages beriet heute den Etat des Reichs- Eisenbahnamtes und der preußischen Eisenbahnen. Minister Thielen teilte auf eine Anfrage mit, daß die Betriebsverhältnisse im Jahre 1897 normal wären. Schwere Unfälle seien wenige vorgekommen. Die Reichs-Eisenbahnen stellten sich bezüglich der Unfälle durchweg besser als die übrigen deutschen Bahnen. Auch für 1898 sei das Verhältnis besser. Hinsichtlich des Wagenmangels haben sich 1898 die Mißstände verringert. Weiterhin erklärte Minister Thielen, es werde beabsichtigt, auch bei den Reichs-Eisenbahnen die Bahnsteigsperre einzuführen. Unterstaatssekretär Aschenborn erklärte, es seien Gehaltsaufbesserungen der Eisenbahnbeamten in Preußen und im Reiche beschlossen. Nur für Stellenzulagen seien im preußischen Etat noch 21/, Millionen Mark neu eingesetzt. Betreffs der elektrischen Beleuchtung laffe sich noch nicht ein abgeschlossenes Urteil fällen. Die bisherigen Versuche seien nicht ermutigend. Acetylen verspräche gute Erfolge. Wahrscheinlich werde auch Preußen in großem Maßstabe mit dieser Beleuchtungsart vorgehen. Ueber die Tarifreform schwebten Verhandlungen mit den Bundesstaaten. Für Kilometerheste schwärmt der Minister nicht. Schließlich wird das Ordinarium unverändert bewilligt. Ueber die einmaligen und außerordentlichen Ausgaben wird am nächsten Dienstag beraten werden. Berlin, 20. Januar. Beim Reichstage sind bis jetzt nicht weniger als 3619 Petitionen eingegangen. Außer den bereits ihrem Inhalt nach bekannt gegebenen, weist das soeben erschienene amtliche Verzeichnis eine große Zahl von Eingaben nach, die ein öffentliches Jntereffe beanspruchen. Wieder kommen die Magistrate verschiedener Städte mit der Bitte um Erlaß eines Gesetzes über die Heranziehung des Reichssiskus zu den Gemeindelasten, wieder petitionieren Mäßigkeitsvereine um ein Gesetz gegen die Trunksucht. Neu ist dagegen das Gesuch von Aerzten aus Frankfurt a. M., um Ausdehnung der Krankenversicherung auf alle Staatsbürger mit einem Einkommen bis zu 2000 Mark. Der Magistrat von Dresden bittet um Abänderung des Zollvereinigungsvertrages hinsichtlich der kommunalen Besteuerung des Weines, Bieres und Branntweins. Apotheker, Drogisten und Zahnkünstler wünschen reichsgesetzliche Regelung ihrer Gewerbsverhältnisse, Droschkenkutscher in Leipzig verlangen für ihre Berufsgenoffen einen regelmäßigen wöchentlichen Ruhetag, die Schiffer bemühen sich um eine Minimalnachtruhezeit in ihrem Gewerbe. Die Frauenvereine fordern die Approbierung weiblicher Aerzte, der Norddeutsche Gastwirtsverband will das Inventar der Gastwirtschaften in der Zivilprozeßordnung für unpfändbar erklärt wissen. Wieder begegnen wir dem Gesuch um Zoll auf Quebrachoholz, aber auch die Einfuhr von Weißkohl, von Zwiebeln, Gemüse und Heu soll durch einen Zoll bekämpft werden. Die Rechtskonsulenten wollen eine gesetzliche Gebührenordnung, die freien Gemeinden eine für Dissidenten geeignet Eidesformel eingeführt wissen. Der Jnnungsverband der deutschen Baugewerksmeister will für fahrlässige Tötung oder Körperverletzung neben Gefängnisstrafe die Festungshaft zugelassen haben. Außerdem tritt der Verband für Verstaatlichung des gesamten privaten Feuerversicherungswesens ein. Sehr zahlreich sind die Petitionen, welche die Fleischzufuhr betreffen, doch bei weitem am zahlreichsten die Gesuche um Anbahnung von Maßregeln gegen den Massenfang der Zugvögel in Südtirol und Italien. Die verschiedensten Vorschläge liegen bereits vor für das im Reichstag erwartete Jnvalidenversicherungsgesetz, für die Postgesetznovelle, auch den Gesuchen verschiedener Beamtenkategorien um Gehaltserhöhung begegnen wir nach wie vor. Schließlich fehlen auch nicht die Petitionen um Reform des Jrrenwesens und die Beschwerden einzelner wegen angeblicher Rechtsverletzungen und Rechtsverweigerungen, sowie die Bitten um Aufhebung von Entmündigungen. Berlin, 20. Januar. Ueber die Vorgänge auf Samoa erfährt die „National-Zeitung", daß nach hier eingetroffenen deutschen Nachrichten Eigentum von Weißen nicht verletzt wurde, und daß Mataafa von allen drei Konsuln als König anerkannt worden ist. Ausland. Wien, 20. Januar. Polnischen Blättern zufolge herrscht im Polenklub große Verstimmung über die gegenwärtige innerpolitische Situation. Maßgebende Persönlichkeiten raten entschieden von Kompromißverhandlungen mit der Opposition ab. — Noch ein zweites Obstruktionsmittel gebrauchte die deutsche Opposition im österreichischen Abgeordnetenhause am Donnerstag außer den namentlichen Abstimmungen, indem sie so umfangreiche Anfragen an die Regierung überreichte, daß deren Verlesung allein Stunden dauerte. Infolgedessen wurde die Verhandlung abgebrochen, ohne daß auch nur der Inhalt der eingelaufencn Petitionen bekannt gemacht werden konnte. — Vor Schluß der Sitzung kam es aber noch zu einem Zusammenstoß zwischen der deutschen Opposition und den Sozialdemokraten. Letztere verlangten nämlich, daß auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung als erster Gegenstand die Aufhebung des Zeitungsstempels gestellt werde. Abg. Kaffer erklärte demgegenüber, für die Deutschen sei die Aufhebung der Sprachenverordnungen wichtiger. Das deutsche Volk, dem der Fürst des Landes entstamme, werde täglich Leknechtet und niedergedrückt. Die neue Sprachcnordnung für Schlesien sei die größte Brutalität, wie sie in keinem andern Staate Europas vorkomme. Es kam nun zu einem heftigen Auftritt. Der Sozialist Schrammel ruft: „Volksbetrüger". Wolf zu Schrammel: „Sie sind ein Schurke und Lügner." Schrammel: „Elender Volksbetrüger". Großer Lärm. Bei der Abstimmung wurden dann die Anträge der Sozialisten abgelehnt. Paris, 20. Januar. Der Kassationshof verhörte heute die Generale Billot, Boisdeffre, Gonse und Ber- thier sowie den früheren Minister des Aeußern Hanotaux. Sodann beschäftigte sich der Kassationshof heute nachmittag eingehend mit dem Geheimen Dossier, über welches die genannten Zeugen verhört wurden. Esterhazy wird erst in der nächsten Woche verhört werden. Derselbe hat den Kriegsminister um die Erlaubnis gebeten, ihn vom Dienstgeheimnis zu entbinden, da er sonst keine Aussagen machen könne. Paris, 20. Januar. In der Kammer kam heute Nachmittag die Interpellation des Abgeordneten Breton über das diplomatische Dossier zur Verhandlung. Breton beschuldigte den früheren Ministerpräsidenten Mercier, der verantwortliche Urheber der ganzen Ungerechtigkeit gewesen zu sein, denn er sowohl als seine Kollegen Hütten die Fälschungen Henrys gekannt. Der frühere Minister Barthou protestierte gegen diese Worte des Redners. Er behauptete, er habe von den Fälschungen Henrys nichts gewußt. Barthou lobt Brffson, weil dieser die Revision des Dreyfusprozesses eingeleitet habe. Redner spricht alsdann über das diplomatische Geheim-Dossier. Er sagt, Dupuy habe in den Blättern den Beweis geführt, daß dieses Dossier wirklich vorhanden sei. In der letzt erschienenen Note gesteht Dupuy das Vorhandensein des Dossiers auch zu, er sei aber nicht sicher, über das Vorhandensein der angeblichen Kaiserbriefe in diesem Dossier. Die Untersuchung dauert fort. Paris, 20. Januar. Mit zwei recht wesensverschiedenen Gegenständen, zwischen denen aber doch im Augenblick wieder gewisse Beziehungen vorhanden sind, beschäftigte stch am Donnerstag die Deputiertenkammer. Der Deputierte Vaillant erklärt, er wünsche über die Abrüstungskonferenz zu interpellieren. Der Minister des Aeußeren Delcasss entgegnet, er werde bei Beratung des Budgets des Auswärtigen Amtes Erklärungen abgeben. Grouffet verlangt die Ernennung einer parlamentarischen Kommission zur Prüfung der Frage der Untersee »Boote und behauptet, das Syndikat der Eisenindustriellen bekämpfe den Bau solcher Boote. Marineminister Lokroy erwidert, eine parlamentarische Kommission könne nicht werkthätig bei Versuchen mitwirken, die von Fachleuten ton* trollirt worden seien. Der Minister stellt fest, das Untersee- Boot „36be/z habe alle Eigenschaften gezeigt, die man von ihm für das Abschießen von Torpedos und in Hinsicht auf Manövrierfähigkeit erwartet habe. Frankreich sei die einzige Macht, die ein brauchbares Untersee-Boot besitze. Grousset besteht auf seinem Antrag und verlangt die Dringlichkeit; diese wird aber mit 351 gegen 121 Stimmen abgelehnt. Paris, 20. Januar. Wider Erwarten gab Minister Delcasse demnach in der Deputirtenkammer noch keine Erklärung über den Stand der Beziehungen zwischen England und Frankreich ab. Dagegen meldet eine halbamtliche Note der „Agence Havas" vom Donnerstag: „Hier verlautet, gestern habe in London eine Unterredung zwischen Lord Salisbury und dem französischen Botschafter Cambon stattgesunden; andererseits sei gestern der englische Botschafter Monson vom Minister des Auswärtigen Delcass« empfangen worden. Diese zweifache Unterredung habe jedoch keinerlei Anhalt für eine Aenderung der Lage ergeben, welche nach wie vor der Re« gierung zu ernsten Besorgnissen Anlaß gebe. — König Oskar II. Ein dem Deutschen Reiche befreundeter Monarch, König Oskar II. von Schweden und Norwegen feiert heute, mitten in kämpfereicher Zeit, seinen 70. Geburtstag. Vor wenigen Wochen hat das Großthing die Abschaffung des Unionszeichens in der Landesfahne beschlossen, und dieser zum drittenmale von drei verschiedenen Volksvertretungen gefaßte Beschluß wird damit verfassungsgemäß Gesetz, auch ohne die landesherrliche Genehmigung, die König Oskar verweigert hat. Der endlose Unionsstreit hat sich damit noch mehr verschärft, und Pessimisten verkünden, daß schon für das nächste Jahr die Trennung der beiden Reiche, die heute unter dem gemeinsamen Szepter König Oskars stehen, zu erwarten sei. Solche Wirren bringen einen trüben Ton in die Jubelseierlichkeiten, die heute in Stockholm zu Ehren des greisen Monarchen gefeiert werden, aber sie vermögen sie nicht zu stören. König Oskar ist in seinem Lande selbst bei seinen politischen Gegnern hoch angesehen und beliebt, und das Ausland verehrt ihn wegen seines ernsten wissenschaftlichen, künstlerischen und literarischen Strebens, das ihn nicht hindert, zugleich ein abge- härterter Seemann und ein lebensfroher Gesellschafter zu sein. Möge es ihm gelingen, des unvernünftigen radikalen Wütens in Norwegen Herr zu werden und der Wohlfahrt des Landes gegenüber der verbissenen skandinavischen Parteipolitik zum Siege zu verhelfen. Kokates und Provinzielles. Gießen, den 21. Januar 1899. • • Mit dem v Zuge 7 Uhr 57 Min. heute früh, von Potsdam kommend, passierten im Sondersalonwagen Ihre Majestät die Königin von Württemberg nebst Gefolge die hiesige Station, und nahmen daselbst das vorher bestellte Frühstück ein. * * Theaterverein. Die nächste (5.) Vorstellung findet Mittwoch den 25. Januar statt. Aufgeführt wird „Graf Waldemar", Schauspiel von Gustav Freytag, mit Herrn Leffler vom Hoftheater in Wiesbaden in der Titelrolle. • • Stadttheater. Die gestrige 10. Volksvorstellung, darin Anzengrubers „Pfarrer von Kirchfeld" vorzüglich zur Darstellung gelangte, war wiederum überaus zahlreich besucht, und erntete seitens der Zuschauer rauschenderr- s •• Stadttheater. Die effektvolle Pohl'sche Posse „Der Jongleur" wird am Sonntag im hiesigen Stadttheater aufgeführt. Diese Posse, welche seinerzeit in Berlm Hunderte von Aufführungen erlebte, enthält eine Fülle von zwerchfellerschütternder Komik. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Herren Helm, Wilhelmi, Merker, sowie der Damen Schuhmann und Srtardr. Eme hübsche Musik, sowie zündende Kouplets verleihen dem „Jongleur" noch einen ganz besonderen Wert. • • Wetterbericht. Die Wetterlage zeigt gegen gestern im allgemeinen wenig Veränderung. Im Norden hat sich die Depression etwas ostwärts ansgedehnt. In den kontinentalen Lagen ist das Barometer nur wenig gesunken.. Hoher Druck bedeckt noch den ganzen Süden des Erdteils. Infolgedessen dauert die südliche bis südwestliche Luftzufuhr an. Die Temperaturen liegen dabei über ganz Deutschland außergewöhnlich hoch. Am Nordrande der Alpen macht sich Föhn geltend, im Süden ist der Himmel heiler, am Morgen jedoch trüb. — Voraussichtliche Witterung: Fortdauernd im Norden meist trübes, im Süden nebeliges Wetter, mit wechselnder Bewölkung. §§ Grebenhain, 20. Januar. Eine Anzahl Jäger begab sich gestern zur Hirschjagd in den Oberwald, woselbst vor einiger Zeit mehrere Hirsche verspürt worden. Herr Dr. Schäffer aus Freiensteinau hatte das Glück, einen Prachtvollen Achtender zu erlegen. Das Tier wog 188 Pfd. Es wurden noch mehrere Hirsche beobachtet, auch ein Tier angeschoffen, dasselbe ging aber über die Grenze. Es ist beabsichtigt, in den nächsten Tagen wiederholt Hirschjagden, abzuhalten. Darmstadt, 20. Januar. Wie der „Ostasiatffche Lloyd" erfährt, beabsichtigte die Prinzessin Heinrich von Preußen, die man am 15. Dezember v. I. in Hongkong erwartete, das Weihnachtsfest und Neujahr in Hongkong zu verbringen. Mitte Januar sollte sie in Begleitung ihres Gemahls eine Reise nach Siam antreten, um dem König und der Königin von Siam einen Besuch abzustatten. Vom Lande des weißen Elephanten begiebt sich das prinzliche Paar nach Kiautschou via Shangai. Die Prinzessin beabsichtigt, mit dem Reichspostdampser „Prinz Heinrich" im April d. I. wieder die Heimreise anzutreten. Darmstadt, 21.Januar. Der Vorstand der Zweiten Kammer der Stände hat die durch Beschluß der letzteren vorerst im Provisorium neu errichtete Stelle des Kanzleidirektors dieser Kammer dem Steuerassessor Schenk kommissarisch übertragen. D Darmstadt, 20. Januar. Auf dem Hoftheater' kam heute erstmalig der Wiener moderne Dichter Arthur Schnitzler, und zwar mit seiner „Liebelei", dreiaktigem Schauspiel (man könnte fast „bürgerliches Trauerspiel" sagen) zum Wort. Das Stück wurzelt in der modern kleinbürgerlichen Sphäre, welche die eigentliche Domäne unserer Modernen ist. Anzuerkennen ist der sehr geschickte Aufbau und die hohe Charakterisierungskunst, infolgedessen das Stück von Anfang bis zu Ende „spannt"; schade, daß es nicht einen ganzen Abend füllt und eines Anhängsels, das gewöhnlich mehr oder weniger die erzeugte Stimmung verderben wird, bedarf. Das fast ausverkaufte Haus war sehr beifallslustig, und die Leistungen der ersten Kräfte unseres Ensembles verdienten es vollauf. Der Dialog war echt wienerisch lebhaft, die Darstellung flott. Besonders ragten hervor die Herren Kreidemann (Theodor Kaiser) und Stock! (Fritz Lobheimer) sowie die Damen Grohs (Mizi Schlager) und Eichelsheim (Christine Weiring).______________________ Aus der Zeit für die Zeit. Vor 167 Jahren, am 22. Januar 1732, wurde in Wester- morland County (Virginia) der Begründer der Unabhängigkeit in Nordamerika, Georg Washington, geboren. Gleich ausgezeichnet als Feldherr und als Staatsmann opferte er dem hohen Ziele, Befreiung des Vaterlandes, seine ganze Thatkrast. Die Hauptstadt, wo das neue Kapitol mit dem Sitze der Regierung aufgeschlagen wurde, trägt seinen Namen. Washington starb am 14. Dezember 1799. Vor 138 Jahren, am 23. Januar 1761, wurde zu Hohendodeleben bei Magdeburg der Dichter Friedrich Wilhelm Matthtson geboren. In seinen klangreichm, elegischen Naturschilderungen weht eine duftige Mondscheinphantasie voll sanfter Wehmut, voll Natursinn und weicher melancholischer Anklänge. Seine Ode „Adelaide" ist durch Beethovens herrliche Musik Gemeingut aller gebildeten Völker geworden. Er starb am 12. März 1831 zu Wörlitz.__________________ Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. Aufgebote. Januar: 14. Jakob Reitz, Schiffer zu Budenheim, mit Wilhelmine Luise Dorothea Kraft zu Rödelheim. 17. Franz Joseph Heißler, Installateur dahier, mit Katharina Hainbächer hterseibst. 17. Martin Heinrich August Johann Wacker, Schreiner dahier, mit Martha Elisabeth Wendstroth Hierselbst. 19. Heinrich Georg Konrad Lotz, Hüttenarbeiter zu Burgsolms, mit Karoline Henriette Stroh, Dtenst- magd Hierselbst. Eheschltetzungerr. Januar: 14. Oscar Reinhold Earl Brauer, Vorarbeiter dahier, mit Elise Wagner hterseibst. 18. Franz Fritz Schwendy, Leutnant dahier, mit Johanna Marianne Alice von Madai hterseibst. Geborene. Januar: 8. Dem HauSburschen Jacob Koch eine Tochter, Maria Johanna. 9. Dem ASphaltierer Kaspar Lenz ein Sohn. 11. Dem Taglöhner Jost Bergener eine Tochter, Anna. 13. Dem Lokomotivheizer Friedrich Nikolaus Pell ein Sohn. 13. Dem Bau- ASptrant Georg Grünig eine Tochter. 14. Dem GerichtSschretber- Gehtlfen Friedrich Kettzer ein Sohn. 14. Dem Stations-Assistenten Conrad Gettz ein Sohn. 15. Dem Kaufmann Louis Althoff ein Sohn. 17. Dem Stations-Assistenten Carl Borchers eine Tochter^ Karoline Elise Johanna Henriette. en. "Zahl Jäger toalb, wosäbft wtbtn. Herr Z Glück, einen wog 188 Pfd. audj ein Tier mze. Ss ist t ftaüfche Lloyd" einrich von n Hongkong er» n Hongkong zu Begleitung ihres M dem König zustatten. Dom das prinzliche PmMn k-- ij Heinrich" im n. der Zweiten iutz der letzteren lle des Kanzlei- r Schenk kom- Ksk t durch «eelyv j DM gevordel' m Hoftheater' Dichter Arthur lei", dreiaktigem :auerspiel" sagen) ~ern tleÄyt- omärve MLle AM Hessen das Stück >e, daß es nicht ftls, das gewöhn- mmung verderben u$ war sehr bei' i Kräfte unseres Dialog war echt Besonders ragten kaiser) und Stock z (fei Schlager) 1 TQI^enbe)[ ; W M ?t°dttheater etl,n Hunderte l0n ztverchsell- " °efn Händen sowie der »ubsche Msik, °*tu noch Yen gestern Wen hat sich In den kon- letni9 gesunken.. des Erdteils, chr Luftzufuhr H Deutschland Pen macht sich r. am Morgen rung: Fow ebeliges Detter «mW feig HtNlttt" Sora^’gdjtn«'11 - OK: 2 würbe in ®'Sel' d»U"-WE fij1* * ®tfh>v6nK* Amuar: 14. Friedrich «takel, 19 Jahre alt, Kontorist von Lollar. 14. Heinrich Zuschlag, 38 Jahre alt, Weichensteller von Butzbach. 15. Louise Rohmann, geb. Stern, 60 Jahre alt, Wtttwe von Kaufmann Jonas Rohmann zu Wölfersheim bet Friedberg 16. Johann Heinrich Erb, !■/< Jahr alt, Sohn von Arbeiter Balthaser Erb dahier. 16. Karoltne Frank, geb. Kltngelhöffer, 88 J-bre alt, Wtttwe von HofgerichtSadvokat Reinhard Frank dahier. 19. Theodor Schneider, 30 Jahre alt, Bergmann von Oberdratsbach, Kreis Altenkirchen. 19. Marie Müller, 6 Jahre alt, Tochter von Landwirt Pbtltpp Müller IV. zu Hausen bet Gießen!______________________ Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gelraute. JohanneSgemetnde. Den 15. Januar. OSkar Reinhold Carl Brauer, Vorarbeiter zu Gießen, und Elise Wagner, Tochter des Schäfers Kaspar Wagner zu RetnhardShain. Militärgemeinde. Dm 18. Januar. Franz Fritz Schwendy, Sekonde^Lieutenant zu Gießen, und Johanna Marianne Alice von Madat, Tochter des Obersten und RegimentS-KommandeurS Karl von Madai zu Gießen. Getaufte. Matthäuögemeinbe. Den 16. Januar. Dem Taglöhner Wilhelm Hillgärtner eine Tochter, Marte Karoltne, geboren den 18. Juli. Denselben. Dem Schlossermetster Martin Dörr eine Tochter, Anna Juliane Marte, geboren den 14. Dezember. MarkuSgemeinde. Den 15. Januar. Dem Taglöhner Johann Peter Rosenbecker ein Sohn, Johann Heinrich Peter, geboren den 21. Dezember. Denselben. Dem Bäckermeister Georg Forbach eine Tochter, Mise Marte Susanne, geboren den 15. November. Dm 16. Januar. Ein unehelicher Sohn, Willy Anton Jakob, geboren den 27. Dezember. LukaSgemeiade. Dm 15. Januar. Dem Kaufmann Alois Spengler eine Tochter, Luise Emma, geboren dm 10. November 1898. JohanneSgemetnde. .Den 15 Januar. Dem Fuhrmann Johannes Lather eine Tochter, Margaretha, geboren dm 11. November. Denselben. Dem Schreiner Philipp Rühl eine Tochter, Emilie Phtlippine, geboren den 16. Dezember. Mtlitärgemeinde. _ , Den 15. Januar. Dem Sergeant Heinrich Schmidt ein Sohn, Karl Philipp Louis, geboren den 16 Dezember. Denselben. Dem Sergeant Peter Euler eine Tochter, Elise Margarethe, geboren den 17. November. Beerdigte. MarkuSgemeinde. o« ?en , '«Mannar. Heinrich Lerch, Dtmstmann, verheiratet, 30 Jahre alt, starb den 13. Januar. v » Den 16. Januar. Karoltne Frank, geb. Kltngelhöffer, Wtttwe deS verstorbenen HofgertchtSadvokatm Reinhard Frank, 87 Jahre alt, starb den 16. Januar. _______ Derkehr^Kand und Volkswirtschaft. Gietzeu, 21. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.70—0.80, Hühnereier per St. 7-8 H, 2 St. 00-00 Enteneier per St. 8—9 4, Gänse, «er per St. 14-15 A, Käse 1 St. 5-8 H, Käsematte per St. 3 Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar 0.80—1.00, Hühner per St. X 1.10-1.30, Hahnen per Stück X 1.00—1.60, Enten per St. X 1.90—2.20, Gänse per Pfund °^0—0.60, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 68—76 Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 80 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 H, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 Kartoffeln per 100 Kilo 5.50 bis 6.50 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. X 6.50—0.00, Mllch per Liter 16 Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nach, mittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherzieben nicht feilgeboten werden. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 21. Januar. Das „Kleine Journal" meldet aus Paris: Die gestrige Vernehmung der früheren Minister Mercier, Billot und Hanotaux über das ge- 0 erme Dossier förderte derartige Widersprüche zu Tage, beschloß Kassationshof die Konfrontation der Exminister Paris, 20. Januar. Im weiteren Verlaufe der gestrigen Kammersitzung verlangte Breton von der Regierung eme unumwundene Erklärung dahin, ob im geheimen Dossier ein - In urrhiiuteii 02561 Eine Kettenwaage und ein Schweinetrog zu verkaufen. __Neuenweg 60. 0243] Ein fast neuer, schwarz, u. braun. Herrenrock, ein schw. Herreu-Sommer- ackett, ein braun. Havelock, ein Mili- ärrock, ein neuer Rohrsessel, und ein ckwarz Damenjackett billig zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition dieses Blaites. 769] Zu verkaufen wegen Aufgabe der Jagd r Eine fast neue Zentral- Doppelflinte Kal. 16, Suhler Fabukat mit Beschußstempel und eine hirschrote, rassereine Dachshündin, firm im Bau und Stöbern. Wo^ sagt die Expedition dieses Blaites. 20 bis 50 Zentner trockene Torfflren sofort zu kaufen gesucht. Offerten unter Nr. 777 an die Expedition dieses Blattes. Kutscherverein Hießen. Sonntag den 29. Januar: Grotzer Maskeidol mit «NWt«.A»Wtzr»a,, lebradm KUdero »ad [laftignt -atz nie d-gemsene» KtbtrmfdjMugeu im Festsaale des Cafe Leib. tirtrfptt i« Vorverkauf für Herren L 80 Pfg., für Damen » 30 Pfg., Geheimkarten b 40 Pfg., find ,u haben bei den Herren Friseur Maßt, Neustadt, Friseur Müht, Weltergaffe, Friseur Itüger, Wallthorstraße, Friseur Aff, Neuenbäue, Friseur Mißner, Neuenweg, Friseur Klier, Schulstraße, Friseur Iutt, Ludwigsstraße, Frffeur Ztsttanmn, Ecke Kaplansgafse und Bahnhofstraße, Friseur Aecherl, Grünbergerstraße, Friseur Uichy, Seltersweg, und Handschuhmacher ZVirfig, SelterSweg. — Up der Kaste: Herrenkarten & 1 Mk., Damenkarten ä 40 Pfg., Geheimkarten L 50 Pfg., Galleriekarlen L 20 Pfg. 800 Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. lv Ur 2 Minute«: Ankunft eines Krtrazuges aus Kiautfchou, bestehend aus 5V Wilden. D e Gemeinde Heuchelheim kaust zwei 1% bis 2 Jahre alte, zur Zucht taugliche Faselochsen (Vogelsberger Raffe). Besitzer werden ersucht, der Bürgermeisterei Mitteilung zu machen. Heuchelheim, den 21. Januar 1899. Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim. _________Kreiling.______[795 Kleines Wohnhaus, 4 bis 5 Zimmer, gegen baar zu kaufen gesucht. [755 Näheres Marktplatz 20, Phil. Schneider. verschiedenes Ein portcmonnilie mit Inhalt wurde verloren. Gegen Belohnung abzugeben in der Ex- pedttton dieses Blattes.[802 Entlaufen großer, schwarzer, glatthaariger Hund. Wiederbringer Belohnung. Metzger Schmidt, Löwengaffe. Bor Ankauf wird gewarnt.______0252 Belohnung Demjenigen, der mir über den Verbleib meines Rollwagens Auskunft geben kann. Christoph Schmidt, 0257]_____________Löberstraße 10. 797] Einem tüchtigen Metzger wird Gelegenheit geboten, eine Metzgerei mit Wirtschaft in frequenter Lage Gießens zu übernehmen. Näßeres Aktien-Brauerei Gietzen. Osterversetzung. Nachhilfest. u. Be- aufs. d. Sckülerarb. f. Schüler aller Klaffen. Honor. maß. Off. X. Y.Z. 0241 Exp. d. Bl. 0244] Mein Geschäft befindet sich jetzt WaMhorstraße 13. Heinrich Krug, ___________Schuhmachermeister. Garten am Sand (2700 Quadratmeter) zu verpachten. [778 ________Näheres Sonnenstratze 30. 775] Für die Zuführung von Dens- und Mall-VerficheruMv werden, auch ohne Uebernahme einer Agentur, von einer alten deutschen Aktien - Gesellschaft, die durchaus konkurrenzfähig ist, hohe Provisionen gezahlt. Gefl. Offerten erbeten sub f. B. H. 643 an Rudolf Moste, Frankfurt a. M.______ Inspektor mit Gehalt und Spesen. Wir suchen für unsere Lebens- und Kinder-Berficherung einen tüchtigen Reise-Inspektor. Herren, welche bereits als Agent für eine Versicherung thätig waren, erhalten den Vorzug. 776 Offerten unter T. R. 327 an Haasen- stein & Vogler, A.-G., Frankfurt am Main.776 Giessener Stadttheater. Sonntag den 22. Januar 1899: Der Jongleur. Original-Poffe in 4 Acten von-E. Pohl. Musik von Conradi. Anfang 8 Ubr. Ende 10'/, Uhr. Fritz Hoos, Rechtsanwalt, D Neuenbäue 22. W Ich habe mich in Giessen als Rechtsanwalt niedergelassen und mein Bureau mit dem des Herrn Rechts- S anwalt Justizrat Dr. Ferd. Beats vereinigt. Giessen, den 20. Januar 1899. Befirks-Verein Nord-Bst. General-Versammlung Montag den 23. Januar er., aöends 8V2 Mr, im Darmstädter Hans. Tages-Ordnung: 1. Geschäftsbericht. — 2. Rechnungsablage. — 3. Vorstandswahl. — 4. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 761 Der Vorstand. 8 780 Abends 8*/z Uhr: M^M^MKeneral-Dersammtung in der Hlestanratio« Wühleißen, Brandgasse. 758 4. Verschiedenes. GEGR: 1846 Turnverein. Mittwoch den 25. Januar 1899, Tages-Ordnung: 1. Bericht. 2. Entlastung des Rechners. , IVHÜy' /31 RFRR. Der Vorstand. Geschäfts-Eröffnung. Einem verehrlichen Publikum die ergebens Mitteilung, daß ich in Klein-Linden eine KniWstMtnetti unb Snmenliaubliing errichtet habe, und empfehle mich besonders den Herren Gartenbesitzern zum Justaudhalteu und Anlegen von Gärten, Beschneiden und Veredeln von Bävmeu und Blumen re. Gefl. Aufträge für Gießen werden unter Zusicherung reeller Bedienung entgegengenommen bei Herrn Kaufmann Len Hard, Frankfurter« ftraße, und Herrn Gemüsehändler Klingelhöfer, Mäusburg. 762 Hochachtungsvoll Hari Pfeiffer, Gärtner, Klkin-Kiudkn. Sängerkranz Wieseck. Sonntag den 22. Januar 1899, Anfang abends 8 Uhr: Familien Abend im Garnbmus verbunden mit lebenden Bildern, komischen Bortrügen «nd Konzert der gesammten hiesigen Kapelle 759 wozu freundlichst einladet Her Vorstand. Nichtmitglieder sind freundlichst eingeladen. — Enträe ä Person 20 Pfg. Kaiser-Panorama! Neuen-Bäue 1. Diese Woche: 724 A Palästina zum ersten Mal ausgestellt. Reut Nach der Natur auf- " genommene Stätten, welche jetzt von den Kaiser!. Majestäten besucht wurden. Herrliche Prachtserie! Eintritt 30 Pfg. Kinder 20 Pfg. H. Schmidt. Vereine F. G. F. 781 Montag Abend: Sorgenfrei. Montag den 23. Januar 1899, Abends 81/a Uhr, Versammlung bei Kamerad Grün. Das Commando. Heute Sonntag den 22. Januar, abends 8 Uhr: gi« Kappenstang mit Damen in Röhrle's Bierhalle. — Kappen sind dort zu haben. 783]_______________Der Vorstand. Steins Garten (Saalbau). Sonntag den 22. Januar 1899: Grosses Konzert ausgeführt von der 799 Kapelle des Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, Kaiser WHhekß unter persSnlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Spielplan. 1. Unter der Friedeusflagge! Marach (neu) ▼. Nowowieski. 2. Jubel-Ouverture v. Weber. 3. Faust-Quadrille v. Spindler. 4. Ungarische Tänze v. Brahms. 5. Ouvertüre z. Op. Teil v. Rossini. 6. Romanze für Cello v. Carl. 7. Fin de stecle 1 Walzer v. Waldteufel. 8. Grosse Fantasie a. d. Op. Die Meistersinger von Nürnberg v. Wagner. 8. Einzug der Gäste auf der Wartburg (Tannhäuser) v. Wagner. 10. Zwei Seelen, ein Gedanke! Solo für zwei Trompeten v. Kohat. 11. Haideröschen v. Krausee. 12. Musikalische Extrablätter! Humoristisches Potpourri v. Kersten. Anfang 4 Uhr.Eintrittspreis 30 Pfg. Theater-Verein. Mittwoch den 28. Januar, abends 8 Uhr praetor. im Stadttheater: Graf Waldemar. Schauspiel in 5 Aufzügen. Gast: Herr Leffler vom Hoftheater in Wiesbaden. Rlllnta* i” der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs N achf.), ßowie an der Abendkasse: Loge Mk. 4.—, Erstes Parkett Mk. 3.507 Zweites Parkett Mk. 2.25, Studentenkarten Mk. 1.—, Schülerkarten Mk. 0.40, Gallerte Mk. 0 60. Für Mitglieder nur im Vorverkauf (bei weiterem Bedarf): Loge Mk. 3.50, Erstes Parkett Mk. 3.—, Zweites Parkett Mk. 2.—. Nach Schluss des Theaters bei ungünstiger Witterung Omolbusverbindung nach __________________________verschiedenen Richtungen._______________________784 Feierabend sür Lehrlinge. Am Sonntag dem 22. Januar können die Räume für den. Feierabend nicht geöffnet werden. Nächste Zusammenkunft: Sonntag den 29. Januar. 620 Dr. Grein. Maskenball ex Samstag den 4. Ieöruar 1899, im Gafv Leiö Anfang 7 Uhr 61 Minuten. Eintrittskarten: An der Kasse: Herrenkarte Mk. 1.20, Damenkartc 60 Pfg., Galleriekarte 20 Pfg. Im Vorverkauf bei den Herren Ph. Stier, Schulstraße, Otto Scheel, Bahnhofstraße, Wilh. Wirsig, Seltersweg: Herrenkarte Mk. 1.—, Damenkarte 50 Pfg., Galleriekarte 20 Pfg. Geheimkarten für Mitglieder bei den Herren Stier und O. Scheel. 760 Der Vorstand. re» Mene große Karnevat-Hesellschast 8onnt»g den 22. Januar: Sitzung auf Kmys KierKellkr. M Nachmittags: Konzert und Tanz. g Abends 8 Ubr n Min.: Eröffnung der Sitzung und Einzug des H närrischen Rates. Hochinteressantes Lokalprotokoll: DaS Gewäsch in W der Provinzial - Hauptstadt. Auftreten des berühmten Orpheum- 4 Humoristen Viktor Kaiser aus Frankfurt a. M. Derselbe fährt zur Ueberzeugung und in Begleitung unseres närrischen Rates nachmittags um 3 Uhr durch die Stadt. 0238 Es ladet ein mit viel Gebrumm Der kleine Rat und sein Ministerium» für Industrie und fiandwirthsehaft. Dampfmaschinen, ausziehbare $öhren-2)ampfkessel, Centrifugalpumpen, Dreschmaschinen bester Sgsteme. filinlt in frankfuti a. M.: Alte Rothhosstratzc 4. mit ausziehbaren Stohrenkesseln, von 4 bis 200 ?ferdekraft, sparsamste Setriebsmaschinen R.WOLF Magdeburg-Sueknu. Sedeutendste Socomobilfabrik Deutschlands. fiocomobilen 786 Bedeutende Trausport-Verficheruugs-Gefellfchaft wünscht in Gikßkil eine General-Agentur zur errichten. Rur gediegene Reflektanten finden Berücksichtigung. Offerten unter Nr. 2697 an G. L. Daube Sf Co., Köln. 763 Rkdaclten: L. Burkhsrdt. — Druck unb Vertag der vrühl'schen UniverfitätS.Buch- unb Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Die heutige Mumruer umfaßt 14 Seiten.