Nr 19 Drittes Blatt. Samstag den 22. Januar 1899 Ketzmer Anzeiger Heneral-Wrzeiger Bei Postbrzug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Ntjugspreis utrvtcliüuvltd) 2 Mart 20 Pfg. moiiatlid) 75 Pfg. mit Bringerlohn. Annahme von Anzeigen zu der nachmittag« für den salgent-eu Tag erscheinenden Nummer biS vorm. 10 Uhr. Alle Anzcigen-BermittlungSftcllen deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Kamilieubtätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt. Amts- und Zlnzeigeblutt füv den ICreb Gieszen. Redaktion, Expedition und Druckerei: KchukKraße Nr. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienbtütter, Der hessische Landwirt, Ktätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieße». Fernsprecher Nr. 51. Amtlicher Feil. Bekanntmachung. Der Landespferdezuchtverein im Großherzogtum Hessen beabsichtigt, im Frühjahr und Herbst 1899 an noch zu bestimmenden Tagen je einen Pferde- und Fohlenmarkt in Darmstadt zu veranstalten und mit diesen Märkten eine Verlosung von Pferden, Fohlen und landwirtschaftlichen Gerätschaften zu verbinden. Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis hierzu unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 40000 Loose zu 1 Mk. das Stück ausgegeben werden dürfen und 65 Prozent des Bruttoerlöses aus dem Berkaus der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose im Großherzogtum gestattet worden. Gießen, den 19. Januar 1899. Grobherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold. Gietzen, den 21. Januar 1899 Betr.: Das Ersatzgeschäft pro 1899. Der Civil-Vorsitzende der Großh. Ersatz-Kommisfion Gießen die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Wenn die noch fehlenden Stammrollen bis zum Montag den 23. !. Mts. hier nicht eingelaufen sind, Dann müssen solche durch Wartboten abgeholt werden. Boeckmann. Politische Wochenschau. Das allgemeine politische Interesse konzentriert sich jetzt voll und ganz auf die Parlamente, nachdem in der letzten Woche auch das preußische Abgeordnetenhaus zusammengetreten ist. Die Etatsrede des Herrn v. Miquel bildet den Hauptgegenstand der Erörterung, und jeder legt sich nach seiner Fayon die Ausführungen des preußischen Finanzministers zurecht. Auf allen Seiten finden jedenfalls die geplanten Erhöhungen der Unterbeamtengehälter Billigung; freilich müssen die einzelnen Beamtenklassen sich jetzt auch bewußt werden, daß die Besoldungsverbesierungen für längere Zeit abgeschlossen sind. Sie Staatssteserrefom im GroWnogtum tzkffku. (Nachdruck verboten.) (2. Fortsetzung.) Betrachten wir nun im nachstehenden die einzelnen Bestimmungen des Gesetzentwurfs. Es wurde bereits erwähnt, daß mit der Einführung der Vermögenssteuer, die nur als Ergänzungssteuer zu der als Hauptsteuer anzusehenden Einkommensteuer gedacht ist, die Grund-, Gewerbe- und Kapitalrentensteuergesetze auf- -fchoben werden. Von dem Vermögen sind die darauf lastenden Schulden in Abzug zu bringen, wodurch das Hauptübel der jetzigen Grund- und Gewerbesteuer beseitigt wird. Der Besteuerung unterliegen: 1) Grundstücke und Gebäude nebst deren Zubehör, Bergwerkseigentum, sowie selbständige Rechte, mit denen ein Grundstück oder Gebäude belastet ist, soweit sie einen in Geld schätzbaren Wert haben, 2) das land- und forstwirtschaftliche, sowie das gewerbliche Anlage- und Betriebskapital, 3) alles sonstige Vermögen, bestehend in barem Gelde, Wertpapieren, Kapitalforderungen, Urheber-, Verlags-, Patent- und sonstigen Rechten, sowie dem Kapitalwerte der Rechte auf Bezüge, die dem Berechtigten mindestens auf 10 Jahre zustehen. Das Mobiliar ist von der Besteuerung ausgeschlossen, w. lästiges Eindringen in die privaten Verhältnisse der vkeuerpflichtigen zu vermeiden. Zur Vermögenssteuer werden nicht herangezogen: 1) die Personen, deren steuerbares Vermögen die Summe von 3000 Mk. nicht erreicht, Bei dem Empfang der Präsidien beider Häuser des preußischen Landtags hat der Kaiser politische Fragen nicht berührt. An Stoff hätte es ja nicht gefehlt, denn eine ganze Reihe von Fragen innerpolitischer Natur harrt noch der Lösung. In Oesterreich ist der Reichsrat wieder versammelt, ohne daß irgend eine Aussicht vorhanden wäre, einen Ausgleich unter den Parteien zu stände zu bringen. Der Nationalitätenstreit in Böhmen dürfte durch die jüngsten Vorgänge in Prag noch an Schärfe gewinnen, da die Czechen den Tod des Studenten Linhart nicht ungerächt lassen werden. An einzelnen italienischen Universitäten fanden im Laufe dieser Woche Studentenkrawalle statt, welche in Palermo zuerst inszeniert worden waren und dann auf Neapel sich ausgedehnt hatten. Interne Angelegenheiten bildeten den Grund zu diesen Ausschreitungen. Die Palermoer Studenten verlangten die Einrichtung eines dritten Prüfungstermins und die Absetzung des Rektors, welchem Wunsche natürlich nicht stattgegeben werden konnte. Esterhazy ist wieder in Paris! Unter Zusicherung freien Geleits hat der Held den Schauplatz seiner Thaten wieder betreten, und man darf gespannt sein, welchen Einfluß seine Aussagen auf die Entschließungen des Kassations- hofes haben werden. Volle Klarheit herrscht ja bekanntlich immer noch nicht, und der Widersprüche in der Dreyfus- affaire giebt es noch viele zu lösen. Ehe nicht diese innere Angelegenheit erledigt worden ist, wird Frankreich der inter- nationalen Politik nicht seine volle Aufmerksamkeit widmen können. Und es läge doch Grund genug vor, dem Verhalten Englands näher zu treten. Der britische Kolonialminister Chamberlain hat dieser Tage wieder eine Rede gehalten, in welcher Frankreichs nicht allzn liebreich gedacht wird und die schwersten Vorwürfe gegen dasselbe geschleudert werden. Man ersieht daraus, daß es mit der Freundschaft zwischen den beiden Ländern nicht weit her ist und daß sich immer neue Differenzpunkte finden. Auf der Insel Samoa sind nach dem Tode des Königs Malieto a Thronstreitigkeiten ausgebrochen, und es ist zu blutigen Kämpfen zwischen den Parteien gekommen. Deutschland ist bekanntlich an den Dingen auf der Insel direkt interessiert, und unsere Regierung wird jedenfalls nicht verfehlen, den Verlauf der Angelegenheit scharf im Auge zu behalten. (xx) 2) elternlose Minderjährige und erwerbsunfähige Personen, sowie auch Witwen unter bestimmten Voraus- setzungen. Bei ungünstigen Vermögensverhältnissen kann außerdem — ähnlich wie bei der Einkommensteuer — auch eine Ermäßigung der Vermögenssteuer bis zu 6 Klassen gewährt werden. Die unter 1) erwähnte Steuerfreiheit wird nicht nur — wie bereits seither bei der Kapitalrentensteuer — den kleinen Kapitalbesitzern, sondern auch in sehr wünschenswerter Weise den kleinen, und zumal auch den überschuldeten Grundbesitzern und Gewerbtreibenden wesentliche Erleichterungen bringen. Der Steuersatz ist für die erste Finanzperiode auf 55 Pfg. für je 1000 Mk. Vermögen festgesetzt worden; er unterliegt aber für jede neue Finanzperiode (also alle drei Jahre) der Neufestsetzung unter Mitwirkung der Ständekammern, deren budgetmäßige Rechte nicht angetastet werden sollen. Die Veranlagung der Grundstücke und Gebäude soll durch Abschätzung der Kommissionen erfolgen; es wird also für das Grundvermögen keine Deklaration verlangt. Da das in Grundeigentum bestehende Vermögen seinem Werte nach am leichtesten geschätzt werden kann, und da überdies für jede einzelne Gemarkung besondere Kataster über dasselbe aufgestellt werden sollen, so erscheint für diese Vermögensarten die Einführung der Deklarationspflicht entbehrlich. Während aber in Preußen eine solche auch für das Anlage- und Betriebskapital in keiner Weise gefordert wird, ist sie in Hessen für die Vermögenssteuerpflichtigen der 1. Abteilung (deren Einkommen mehr als 2600 Mk. betragen muß) wenigstens bei der erstmaligen Veranlagung jedes Steuerpflichtigen yor- Deutsches Reich. Berli», 20. Januar. Der Kaiser fuhr heute mittag beim hiesigen englischen Botschafter vor und hatte mit demselben eine etwa einstündige Unterredung. Man wird nicht fehl gehen, dieselbe mit dem augenblicklichen Stande der englisch-französischen Beziehungen in Zusammenhang zu bringen. Ferner hat, wie aus London telegraphiert wird, Lord Salisbury mit Mitgliedern seines Kabinetts heute nachmittag einen Ministerrat abgehalten, der sich zweifellos mit der gleichen Angelegenheit beschäftigen wird. Berlin, 20. Januar. Die deutsch-französische Annäherung beschäftigt, wie man aus Bayern schreibt, dort die öffentliche Meinung in ganz ausgedehnter Weise. In maßgebenden diplomatischen Kreisen würde man die endliche Herstellung eines gediegenen freundnachbarlichen Verhältnisses auf das freudigste begrüßen, und sucht sie in Berlin wie in Paris auf das kräftigste zu unterstützen, zumal sich die bayerische Industrie viel von der kommenden Weltausstellung in Paris verspricht. Dagegen herrscht wie im Norden, so auch im Süden Deutschlands begreifliche Erbitterung über die jüngsten amerikanischen Anmaßungen. Breslau, 20. Januar. Von der Beschuldigung des Raubmordes, begangen an der 15 Jahre alten VoigtS- tochter Pu dich aus Leuben wurde am 11. Januar d. I. der Gärtner August Pohl aus Tschipkeil oom hiesigen Schwurgericht freigesprochen, während seine Mitangeklagte, das Dienstmädchen Auguste Wolf zum Tode verurteilt wurde. Jetzt ist, wie der Breslauer General-Anzeiger berichtet, der freigesprochene Pohl in dem Augenblick wieder- verhaftet worden, als er seinen Wohnsitz verändern wollte. Man fand bei ihm die bisher vergeblich gesuchten, der ermordeten Voigtstochter geraubten beiden Hundertmarkscheine. Es dürfte sonach kaum einem Zweifel unterliegen, daß Pohl an dem Morde beteiligt war. Mannheim, 20. Januar. Wegen Raubmordver- suchs, verübt an dem hiesigen Kaufmann Adam Treiber, erhielt der Bäckergeselle Adolf Fertig 10 Jahre Zuchthaus. Ausland. Wien, 20. Januar. Der Kaiser empfing heute vormittag die preußische Deputation des Kaiser-Franz-Regiments in Abschieds-Audienz. Prag, 20. Januar. Um die geplanten tschechischen Demonstrationen zu verhindern, wurde die Leiche des Studenten Lienhard heute vormittag in aller Stille nach geschrieben. D!e Pflichtigen der 2. Abteilung sind zur Abgabe einer Erklärung nur dann verbunden, wenn sie besonders dazu aufgefordert werden. Ebenso erfolgt die Veranlagung des sonstigen Vermögens (baares Geld, Wertpapiere 2C. zc.) durch Schätzung, doch ist auch hier bei der ersten Veranlagung eine schriftliche Erklärung abzugeben, wenn das reine Vermögen (nach Abzug der Schulden) den Betrag von 3000 Mk. erreicht. Von der Forderung der späteren Erneuerung der Deklaration nahm man Abstand, um nicht noch tiefer in die Privatverhältnisse der Steuerpflichtigen einzudringen, als dies schon durch die Vorschriften über die Einkommensteuer-Deklaration geschieht. Die Verpflichtung zur jährlichen Lösung eines Gewerbepatents (Gewerbescheins") bleibt fortbestehen. Für das Verfahren bei der Veranlagung, insbesondere auch für die Abgabe der Deklaration, finden die Vorschriften des Einkommensteuergesetzes entsprechende Anwendung. Auch die Bestimmungen über die Rechtsmittel gegen die Veranlagung sind den Vorschriften des Einkommensteuergesetz - Entwurfes nachgebildet. Bei beiden Steuerarten ist für die Pflichtigen der 2. Abteilung ebenfalls die Berufung an die Landeskommission eingeführt, gegen deren Entscheidung bei der Vermögenssteuer die Beschwerde an das oberste Verwaltungsgericht nur dann möglich ist, wenn das Vermögen des Steuerpflichtigen nach der Entscheidung der Landeskommission mindestens 60,000 Mk. beträgt. Die Hinterziehung wird mit dem 4—20fachen Betrag der Jahressteuer, mindestens aber mit einer Geldstrafe von 100 Mk. bestraft. Wer aus Nachlässigkeit die Abgabe der Steuererklärung unterläßt oder unrichtige Angaben macht, kann mit einer Geldstrafe bis zu 100 Mk. belegt werden (Fortsetzung folgt.) dem Bahnhofe gebracht und von dort in seine Heimat überführt. Budapest, 20. Januar. Szilagyi wird heute nachmittag Banffy die Antwort der Opposition auf die Regierungs-Vorschläge mitteilen. Dieselbe wird ablehnend lauten. Lemberg, 20. Januar. Infolge böswillig verbreiteter Gerüchte herrscht hier seit heute früh ein Sturm auf die Sparkasse. Eine große Anzahl von Leuten aus der Stadt und Umgegend verlangte ihre Einzahlungen zurück. Die Rückzahlungen wurden prompt geleistet. Eharleroi, 20. Januar. In der Nähe von Eharleroi sind infolge von Ueberschwemmungen und einer Plötzlichen Bodensenkung die Kohlengruben unter Wasser gesetzt. Die Bergleute konnten sich nur durch schleunige Flucht retten. Der Schaden ist ganz enorm. Die Betriebs- Direktoren ergriffen die umfassendsten Maßregeln, um den Einsturz der Galerien und den damit verbundenen Katastrophen vorzubeugen. London, 17. Januar. Dr. Karl Peters wurde gestern vor seiner Abreise nach Südafrika in dem bekannten Hotel „Cecil" ein Diner gegeben, bei dem eine Reihe hervorragender Männer der hiesigen Kolonialkreise anwesend waren. Dr. Peters teilte im Verlaufe des Banketts mit, daß er namentlich die Sambesiländer zu erforschen gedenkt; wenn er hierbei den Namen Ophir nenne, so könnte man vermuten, daß er phantastischen Zielen Nacheile, das sei aber nicht der Fall. Er kenne schon heute sozusagen jedes Dorf, das er auf seiner Route berühren werde. Seine Expedition habe einen wissenschaftlichen und kommerziellen Zweck: die Feststellung der dort von südarabischen Sabäern ausgebeuteten Goldgruben. Jene Landstrecken seien auch heute noch äußerst goldreich und bedeuten für England einen immensen Reichtum. Habe er einst England befehdet, so sehe er heute keinen Streitpunkt mehr zwischen Groß- brittannien und Deutschland. Petersburg, 20. Januar. Nach Meldungen aus Afghanistan ist im Falle des Ablebens des erkrankten Emirs ein Bürgerkrieg unvermeidlich. Die Regierung verfügte deshalb militärische Vorkehrungen an der afghanischen Grenze. — Die deutsche Flotte und die russische Ostsee flotte 1903. In einem sehr interessanten längeren Aufsatze zieht die „Deutsche Heereszeitung" einen Vergleich zwischen der deutschen Flotte und der russischen Ostseeflotte nach Maßgabe der jetzt aufgestellten Flottenpläne am Schlüsse des Jahres 1903. Nach den Ausführungen desselben würde die deutsche Flotte zu dieser Zeit zählen: 19 Linienschiffe von rund 186000 Tonnen Deplacement, 8 gepanzerte Küstenverteidiger mit 28000 Tonnen, 10 große Kreuzer fertig und im Bau von 60 000 Tonnen, 2 im Projekt zu 20000 Tonnen Deplacement; während die russische Ostseeflotte umfassen würde: 15 Linienschiffe von rund 170000 Tonnen Deplacement, 4 Küstenverteidiger und 4 Panzer-Kanonenboote mit 22 000 Tonnen, 17 große Kreuzer fertig und im Bau (120000 Tonnen) und 5 im Projekt (30000 Tonnen) mit zusammen 150000 Tonnen Deplacement. Es hätte sonach 1903 an gepanzerten und geschützten modernen Schiffen Deutschland 39Schiffe von 294 000 Tonnen, die russische Ostseeflotte 45 Schiffe mit 342000 Tounen Deplacement, wobei überdies zu Ungunsten Deutschlands der Umstand spricht, daß von seinen Linienschiffen die 4 der Sachsenklasse und die Oldenburg minderwertig sind. Von der Schwarze Meer-Flotte, welche in diesen Vergleich nicht mit einbezogen ist, sei erwähnt, daß auch sie im genannten Jahre 10 Schlachtschiffe 1. Klasse, 3 moderne Torpedokreuzer, 6 noch brauchbare schwer armierte Kanonenboote und 22 Torpedoboote, davon 10 nach 1889 gebaut, zählen wird. — An Torpedobooten wird Deutschland im Jahre 1903 eine Ueberlegenheit von 20 Booten (80 gegen 60) gegenüber der russischen Ostseeflotte haben, doch vermögen dieselben die sonstige Minderzahl der deutschen Flotte nicht auszugleichen. — Das russis che Marinemin isterium hat beschlossen, den Bau eines Kreuzers ersten Ranges von 6250 Tonnen Wasserverdrängung, der Schiffswerft des „Vulkan" in Stettin und den Bau zweier Torpedoboote von je 350 To. der Schichau'schen Werft in Elbing zu übertragen. Die Kosten für den Kreuzer sind auf über vier Millionen Rubel festgesetzt. Die Schiffe müssen im nächsten Jahre fertig sein. Alle zu Petersburg im Bau besindlichen Panzerschiffe sollen in diesem Jahre und 22 Torpedoboote im nächsten Jahre fertig gestellt werden. Ferner wurde beschlossen, in diesem Jahre auf den Werften der neuen Admiralität zwei Geschwaderpanzer von ungefähr 12,700 Tonnen zu bauen, sowie auf der Werft der russischen Lokomotivenfabrik ein Panzerschiff von 12,700 Tonnen, einen Kreuzer von 6000 Tonnen und einen solchen von 3000 Tonnen. Males und Provinftelles. Gießen, den 21. Januar 1899. ** Mittelrheinischer Fabrikanten Verein. Am Donnerstag fand unter dem Vorsitz des Herrn Dr. L. Beck (Biebrich) die diesjährige ordentliche General-Versammlung des Mitteilrheinischen Fabrikanten-Vereins in Mainz statt. Die Rechnung pro 1898 gelangte zur Vorlage, und es ist aus dem hierüber erstatteten Bericht zu entnehmen, daß die Einnahmen im verflossenen Jahre 8319,87 Mk. betrugen, welchen Ausgaben im Betrag von 5723,14 Mk. gegenüber« stehen. Auch die Milgliederzahl hat gegen das Vorjahr erheblich zugenommen, so daß der Verein Ende des Jahres 1898 275 Mitglieder zählte. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurden folgende Herren für das laufende Jahr gewählt: Richard Avenarius (Gau-Algeshcim), Dr. L. Beck (Biebrich a. Rh.), Kommerzienrat Gustav Boehm (Offenbach), Direktor Brunck (Ludwigshafen), Kommerzienrat G. Dyckerhoff (Biebrich a. Rh.), Fr. Fehr-Flach (Wiesbaden), L. Heyligenfiädt (Gießen), Direktor Hummel (Hochheim), Direktor Kohn (Frankfurt a. M.), Hans Kopp (Frankenthal), Kommerzienrat Franz Kupferberg (Mainz), Kommerzienrat P. Melchers (Mainz), Kommerzienrat Herm. Mohr (Mannheim), Direktor Dr. Pauli (Höchst a. Main), Joseph Reinach (Mainz), Geheimer Kommerzienrat Julius Römheld (Mainz), Direktor Uge (Kaiserslautern), E. Weismüller (Bockenheim). Zu Rechnungsrevisoren wurden die Herren Dr. v. Fritzsche (Frankfurt a. M.) und Direktor Steger (Mainz) wiedergewählt. Hierauf hielt Herr Professor Dr. jur. et phil. M. Biermer von der Universität Greifswald eine einstündige Rede „Ueber die deutsche Handelspolitik des 19. Jahrhunderts." Er entwickelte in großen Umrissen die Geschichte der Zollpolitik Deutschlands vor und nach dem deutschen Zollverein, dessen Entstehungsgründe und Bedeutung für die deutschen Einheitsbestrebungen er zu einem interessanten kulturhistorischen Bild verarbeitete. Aus dem interessanten Vortrage verdient besonders die Thatsache hervorgehoben zu werden, daß die rücksichtslosesten Vorkämpfer für den Freihandel die ost- elbischen Großgrundbesitzer gewesen sind. Professor Biermer stellt sich nicht auf den Standpunkt eines einzelnen, unbedingt richtigen handelspolitischen Systems. Für ihn sind Freihandel und Schutzzoll keine Prinzipienfragen, sondern Mittel der staatspolitischen Therapie, die bald in kleineren, bald in größeren Dosen verabreicht werden müssen. Trotzdem übt er, wenn er sich auch selbst zu entschieden liberalen Anschauungen bekennt, an dem Freiheitsrausch der 70er Jahre eine scharfe Kritik. So sehr Professor Biermer den Tarifreformen von 1879 gerecht zu werden sucht, so sehr bedauert er auch, daß man sie einem unnatürlichen Bündnis des ostelbischen Agrarierturns mit den schutzzöllnerischen Fabrikanten, welch erstere er schlechterdings als antikapitalistische und unmoderne Interessengruppe kennzeichnet, verdankt. In scharfsinnigen Untersuchungen wird hier der Unterschied zwischen dem industriellen Erziehungszoll und dem agrarischen Schutzzoll auseinandergesetzt. Neben Zollermäßigungen, die der inzwischen erstarkten einheimischen Industrie einen ernsten Schaden kaum mehr zufügen können, sind die gegebenen Kompensationsobjekte für zukünftige Handelsvertragsverhandlungen die bisherigen Reduktionen der Getreidezölle. Wir werden sehr zufrieden sein können, wenn wir gegenüber den Gegenmaßregeln anderer Staaten eine Verlängerung der jetzt geltenden Verträge auf der bisherigen Basis erreichen. Reicher Beifall lohnte die mit hochbedeutsamer Beredsamkeit vorgetragenen Ausführungen des Herrn Professors Dr. Biermer, dessen Vortrag in Kürze in Druck erscheinen wird. Laubach, 18. Januar. Aus den Mitgliedern des durch Oberprimaner Wessel geleiteten Stenographie - Kursus, Einigungssystem Stolze-Schrey, hat sich ein Laub ach er Stenographen-Verein gebildet, zu dessen 1. Vorsitzenden Assessor Weisel, 2. Vorsitzenden Gerichtsschreiberaspirant Fisch gewählt wurde. — Am hiesigen Gymnasium beginnen die schriftlichen Maturität s arbeiten am 28 Januar; das mündliche Examen wird mit Beginn des Monats März stattsinden. §§ Vom höheren Vogelsberg, 18. Januar. Wie anderwärts hat auch Ljicr der Sturm in den Waldungen arge Verheerungen angerichtet. Starke Fichten und Buchen bis zu 3 und 4 Fstm. wurden mit den Wurzeln ausgerissen oder in der Mitte entzwei gebrochen und zersplittert. Auch an Häusern und anderen Gebäuden wurden Ziegel, Strohschindeln und Holzbretter abgerissen. Gleichzeitig herrschten starke Regengüsse mit Schneegestöber, die Bäche und Teiche traten über. Die Wiesengründe glichen stellenweise einem See. — Die Wintersaaten wie Roggen, Weizen und Wintersamen, auch Klee stehen infolge der milden Witterung sehr gut. Eber Erlenbach, 18. Januar. In dem durch anhaltenden Regen angeschwollenen Erlenbach wurde bei den letzten Häusern des Dorfes die Leiche eines dem Arbeiterstande angehörenden Mannes im ungefähren Alter von 45 Jahren geländet. Ob Selbstmord oder ein Unglücksfall vorliegt, konnte nicht festgestellt werden. Die Leiche wurde der Anatomie zu Gießen zugeführt. Seligenstadt, 19. Januar. Der diesjährige Verbands- tag der Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften der Provinzen Starkenburg und Oberhessen wird am 27. und 28. Mai in unserem Städtchen abgehalten. Damit ver- bindet der hiesige Rohstoffverein der Schuhmacher als Glied des Verbandes das Fest seines 25jährigen Bestehens. Der Jubelverein, dem das Arrangement des Verbandstages zufällt, wird in einer auf nächsten Dienstag anberaumten außerordentlichen Generalversammlung die geeigneten Vor- bereitungen für den Verbandstag beraten. Vermischtes. • Die Gefahr des stärkeren Hochwassers scheint glücklicherweise beseitigt zu sein. Oberrhein, Mosel, Main und Neckar fallen langsam. — Aus dem Ruhrgebiete wird indes noch ein Steigen des Wasserstandes gemeldet. * Wie gewaltig der Sturm in den letzten Tagen in manchen Strichen tobte, mag daraus hervorgehen, daß allein in den städtischen Waldungen von Baden-Baden gegen 20,000 größere Stämme ihm zum Opfer gefallen sind. • Zwickau, 19 Januar. Eine Bergarbeiter-Ver- sammlung beschloß, Schritte zur Erlangung einer zehn- prozentigen Lohnerhöhung und Einführung einer zehnstündigen Schichtzeit zu unternehmen. * Hamburg, 19. Januar. Die überseeische Auswanderung über Hamburg umfaßte im Jahre 1898 39,882 Personen gegen 35,049 im Vorjahre; davon waren Deutsche 8170 gegen 8802 im Jahre 1897. Nach den Vereinigten Staaten und Britisch-Nordamerika gingen 35,218 Auswanderer. * Das größte Schiff der Welt. Man schreibt den M. N. N. aus L o n d o n, 15. Januar: Es hat die Engländer mächtig geärgert, daß Deutschland in dem Lloyddampfer „Wilhelm der Große" längere Zeit den größten und schnellsten Personendampfer der Welt besaß. Heute sind sie wieder glücklich. Gestern ist in Belfast in der Werste der bekannten Firma Harland and Wolff in Anwesenheit von tausenden von Personen der künftige „White Star"-Dampfer „Oceanic" vom Stapel gegangen. Er stellt in Bezug auf Größe, und, wie man hofft, auch auf Schnelligkeit „alles bisher dagewesene" in Schatten. Er ist 705 Fuß lang, d. h. noch 25 Fuß länger als das unglückliche Ungetüm der fünfziger Jahre, der „Great Eaftern" und 80 Fuß länger als „Wilhelm der Große". Seine Hauptgröße liegt aber im Maschinenranm, da die Pferdekraft seiner Maschinen nicht weniger als 45,000 ist, gegenüber den 28,000 „Wilhelms des Großen" und den 25,000 der zwei größten modernen Kreuzer „Terrible" und „Powerful". Die Gesellschaft ist überzeugt, daß der Riesen- dampfer sich in dem amerikanischen Verkehr, wo es an Passa- gieren und Fracht nie fehlt, als eine gute Spekulation bewähren wird. * Die Anwendung des Telephons erfreut sich in Europa noch nicht der großen Beliebtheit, welche dasselbe in den Vereinigten Staaten genießt, wo tatsächlich dasselbe zu einem Lebensbedürfnis geworden ist. So z. B. hat Berlin etwa 30000 Telephon-Anschlüsse; auf jeden derselben entfallen aber, wie wir einer Mitteilung des Internationalen Patentbureaus Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, entnehmen, im Durchschnitt nur 7 Gespräche am Tage, von denen 2—3 auf den Vormittag, die übrigen auf den Nachmittag zu entfallen pflegen In Bezug auf Teilnehmerzahl steht Deutschland an der Spitze der europäischen Länder, etwa 140000 Abonnenten sind angeschlossen. In zweiter Linie steht England mit 116000. In Schweden, wo das Telephon eine Benutzung gefunden hat, welche der in Amerika entspricht, sind 62000 Anschlüsse vorhanden. Frankreich dagegen zählt nur 35000; die Schweiz 30000. In den Vereinigten Staaten schätzt man die Anzahl der Instrumente auf 700000. Meratur, Wissenschaft und Kunst. — Dr. Richard Trenck, (evang.) weil. Erzbischof von Dublin: Weisheit von oben her; Reben und Betiachtungen. Nutz dem Englischen von Pfarrer Johannes Biegler in Hering (Odenwald) 145 Seiten. 1899. Reutlingen, Entzlin & Laiblin. Preis fein broschiert 1,25 Mk.; gebunden 2 Mk. Die hier tn vortrefflicher Uebertragung von einem hefsifchen Geistlichen der deutschen Lehrerwelt besonders auch Studierenden und grreifteren Gymnasiasten dargebotenen 21 Reden und Betrachtungen eignen sich hinsichtlich ihres edlen Inhaltes, der schönen Ausstattung und des billigen Preises in vorzüglichem Maße zu Geschenken. Nicht selten hat ein Freund die Absicht, bei Geburtstagen und sonstigen Veranlassungen den andern zu erfreuen und wählt vielleicht minderwertige Geschenke, vier ist ein Büchlein, gediegen nach allen Seiten hin, mit ernstem Inhalt, gedankenreich, anregend, von präziser Diktion. DaS hübsch auSgestattete Büchlein ist dem früheren Pfarrer von Beuern bei Gießen, G. Vogel, gewidmet, und hat auch er, bewährt als trefflicher Redner und begabter Dichter, sich gern zu der Tüchtigkeit des Inhaltes der Reden bekannt. Wir nennen zum Schluß einige lieber« schriften der Reden, die zumeist 4 bis 6 Seiten füllen: 1. Alle gute Gabe kommt von oben herab (zu Shakespeares Geburtstag). 2. Der Pfahl im Fleisch. 3. Die Gefahren der Kindheit. 4. Die Herrschaft der Sünde. 5. Jesu Anklopfen. 6. Der Witwe Scherflein. 7. Geistliche Bosheit. 8. Unzufriedenheit. 9. Demut. 10. Todesfurcht und empfehlen dringlich das inhaltreiche Büchlein. L. — Unterrichtsbriefe nach der Original-Methode Touffaint-Langenscheidt. Die Erweiterung deS internationalen Verkehrs, nöltgt die Völker, die Mittel gegenseitiger Verständigung mehr als bisher zu pflegen. In Frankreich werden jetzt Englisch und Deutsch ebenso gut getrieben, wie Französisch und Deutsch in England und Englisch und Französisch in Deutschland. Tausende bringen eS wohl auf Schulen biS zum Lesen und Verstehen, mit dem Sprechen der fremben Sprache jedoch will eS nicht gehen. Eine fremde Sprache aber nur verstehen, ohne sie geläufig zu sprechen, ist ein Wissen ohne Können und, taugt wie alles Halde nicht viel. Hat kein Erwachsener irgend welche Veranlaffung, sich späteren Sprachstudien wegen zu genieren, so nehmen Erwachsene doch nicht gern wieder die längst überwundene Stellung des Schülers ein, auch treten Berufsgeschäfte oder sonstige Umstände einem an feste Lehrstunden gebundenen Unterricht hindernd entgegen. In den meisten Fällen bleibt also nur der Weg des Selbstunterrichts. Dem Bedürfnisse, daß für diesen ein Mittel geschaffen worben, baS bie Beherrschung ber fremben Sprache in denkbar kürzester Zeit fiebert, entsprechen bie Toussaint-Langenscheibt'schen Unterrichtsbriefe.. Ihr Erfolg, von ben vorurteilsfreien Gelehrten unb Fachmännern anerkannt, steht als ein litterarische« Unikum ba. Die Verfasser geben bem Schüler keine von ben großen Grammatiken in bie Hanb, deren Anblick allein manchen demütigt, sondern sie überweisen ihm den Lehrstoff in kleinen Mengen, dabei aber stets in großer Mannig- falligkeil. In den Unterrichtsbriefen, von denen jeder bei einem Zeitaufwande von täglich etwa zwei Stunden vierzehn Tage erfordert — da« Studium eines Kursus von 18 Briefen erfordert 9 Monate —, steht der Lehrer jederzeit zur Verfügung. Nicht wenige, die sich ihre Kenntnis des Französischen und Englischen auf dem Wege dieses Selbstunterrichtes aneigneten, bestanden ihr Examen als Lehrer der betreffenden Sprache vor amtlichen Prüfungskommissionen mit „gut". Natürlich preisen sich viele Nachahmer der Meihode an, die Toussaint- Langenscheidt „über" sein wollen. Mit zwei, drei oder selbst sechs Monaten ist es aber nicht gethan. Wer das Gegenteil behauptet, täuscht unwiffenilich sich selbst, ober wissentlich anbere. Alle ben Unterricht betreffenben Anfragen stnb an bie Langenscheidt'sche Ver- lagsbuchhanblung, Berlin SW. 46, zu richten. — Der Grillparzerpreis, ben Gerhorb Hauptmann jetzt zum zweiten Male erhalten hat, war vorher im Besitz Ernst von Wilbmbruchs für „Die Karolinger", Abolf WilbbronbtS für „GrachuS", Lubwig Anzengrubers für .Heimg'funben" unb abermals Abolf Wilbbranbts für „Der Meister von Palmyra". Zweimal erklärten sich bie Preisrichter außer Staube, ben PretS zu vergeb«, ba tn der betreffenden Zeit ketn Stückzur Erstaufführung gelangt sei, welches den von Grillparzer gestellten Anforderungen entspreche. H.L.M. — Der Postdampfer .Friesland" bet ,Reb Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 17. Januar wohlbehalten to Rewyork angekommen. — Der Postbampfer „Switzerlanb" ber „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 18. Januar wohlbehalten i» Pshilabelphia angekommen. Wilhelm der ° Hw eber glücklich *nnteR Firma von Per- f* Dom und, wie ^gewesene" ? 25 M 'N Jahre, "A'helui der U'chwemLM >er als 45,000 b^u" und deu tenible- und 'B der Ries^ 0 es an Passa- Pthlation bt-. >ich in Europa sselde in den schlich dasselbe 2° z- B. hat uf leben üer- 19 des Jntn- BetMW.ß, am Tage, von aus den Nach- leiliiehmnzahl rschen Länder, In zweiter eben, wv bas bn in Amerika 1. Frankreich >00. In den er Instrumente ) Kunß. chos von DMv-. ngtn. Iu6 btm ing (Dbtnmtlb) to. Preis |tto in oortreffllcha SrntlLen Lehrer- n GqmnaWm x MW und des billigen ld)t leiten hat dn tn Veianlaslunstt! rwerttge Gelchwke. hin, mit rrvstm Mn. Das hübst von Beuern bd tylt als IreifW tyiffMt M > itz eW Uttot tn : l.M M irtltag). 2. Da 4. Dte hmM Dtifltto. 7. W , LodtSsurebt und L. 6 iolmiattooala „ ItaftlnW« a its «gj, 'd^v selbst itK ÄS S« t sH-s" ittunfl01 y ifü*’ r «anual •* (finipffhliuiLiiii Umzugshalber verkaufe ich alle Arten vou Möbel» und Polstersacheu zu bedeutend herabgesetzten Preisen. A. Grünebaum, Gießen, Bahnhofstraße 31. Kiaiilscliou preiswerthestes Cigarrenfabrikat, per Tausend 60, 70 und 80 Mk. Alleinverkauf bet 257 Gebr.Ad.ami MäuSburg 14. WkstsitWkS BeltlychMleiiieii 160 (Zentimeter breit, in vorzüglicher Qualität, für den Migen Preis von 1 Mark per Meter empfehlen C. Röhr & Co. Vermietungen 401] Schöne Wohnung mit abgeschl. Borplatz zu vermieten. Südanlage 7. 27] DaS Wohnhaus Liebig« stratze 3, besten unterer Stock auch als GesckäftSlokal verwendbar ist, soll mit Garten anderweit per sofort vermietet werden. Näheres bei E. Wafferschleben, Wilhelmstraße 2b. 43] Eine herrschaftliche Wohnung toon 6 Zimmern, Badeeinrichtung, Balkon, Gartenanteil, Bieickplatz und Trockenboden, s. z., zum 1. April 1899 zu vermieten. Näheres Wallthorftraße 71, NebenhauS, zwiscken 11 und 3 Uhr. 468] Die Mansardenwohnung in meinem Nebenhaus ist per 1. März, evtl, früher, nur an ruhige Leute zu vermieten ___________August Ackermann. 479] Im dritten Stock meines Hauses Wohnuna von 5 Zimmern vom 1. April ab oder später zu vermieten. Georg EmÜ Möhl, Westanlage 24. 690] Eine freundliche 3 - Zimmerwohnung, 2. Stock, zu vermieten. ___________________Bleichstratze 34. 621] In meinem neuen Hause Drei- Zimmerwohnung (Master, Gartenanteil und Zubehör) per sofort oder 1. April )u vermieten._________D. Wiechard. 478] Bergstr. 22 ist eine schöne Wohnung <6 bis 6 Zimmer, Gartenanteil, Bleichplatz und all. Zub.) wegzugsh. per 1. April i" vermieten. Näh. Sonnenftratze v. 0196] Sandgaffe 46 per 15. Febr. ein Logis zu Perm- Näheres Sckützenstr. 11. Neubau Sckk FtauWr.-Silltbraudstt. zwei Wohnungen, vier Zimmer «. Küche, mit prachtvoller Aussicht ins Lahnthal, per sofort oder später zu vermieten. Näheres Westaulage 19, part. 3 63] Der mittlere Stock meines Hauses, bestehend aus 6 Zimmern, 3 Mansardenstuben und allem sonstigen Zubehör, sowie Gasleitung in der Küche, ist per 1. April zu vermieten. H» Schmidt, Bahnhofstraße 37, 267] Die Bel-Etage Neuen-Bäue 41, 5 .eveuil. 9 Zimmer, elegant herqerlchtet, mit Gartenanteil per 15. Mai zu ver- __ I. Herz. 42] Schöne 6-Zimmerwohnung mit "HemAubehör per 1. April zu vermieten. Wilhelm HaaS, Bleichstraße 18. ^OS] Diezstratze 10 ist der mittlere stock, bestehend aus 5 bis 6 Zimmern ?« ««- m Zubehör, wegzugshalber vom 12. Marz 1899 anderweitig zu vermieten. _____ C. Spieß, Neuenweg 29. ,, ?0S] Zwei 4 - Zlmmerwohnungen Tbelslraße 40 zu vermieten. Näheres bei H. Carls, Bleichstr. 11. 354] Mansardenwohnung, 4 Zimmer Uit Zubehör, per 1. April an eine ruhige frjfflüie zu vermieten. Marktttraste 4. Mansardenlogis, 4 Zimmer ^«ubehör, per sofort oder später zu Kneten. Bahnhofstraße 41. Stock, drei große Zimmer, Waflerleltung, abgeschlossener rndor und sonst. Zubehör, zu vermieten. H. Baum, Ederftraße 13. 495] Ecke der Sckiller- u. Steinstr. 35 scköne 4-Zimmerw. mit Mädchenst. u. all. Z. p. l.Apr. zu verm Näh, im 2 St. das. Süvanlage 11 Wohnung von 6 bis 7 Zimmern und Zubehör zu vermieten. 517 G. Nauheimer, Lonystraße 17. 598] Liebigstratze 66 ist der erste Stock, 5 Zimmer, 1 Mädchenkammer, Gartenanteil rc., per 1. April 1899 zu vermieten. Näheres Ebelstraße 12, n._________ 0183] V^rsetzungshalber schöne Man- sardenwohnung bis 1. Februar zu verm. H. Gröninger Wwe., Steinftr. 59. Ö167] Stube mit Kammer zu vermieten._____________Lindengasse 10. 457] Wohnung Ludwigstraße 42, bestehend aus 7 Zimmern mit allem Zubehör, per 1. April 1899 zu vermieten. ____________Wilhelm Seipp I. Stephanstratze 28 ist der zweite Stock, 3 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. März zu vermieten. Näheres bei Arckitekt Huhn, Bleichstr. 16, oder Lokomotivführer Gernand, Wetz- steinstraße 24.__________________________652 696] Freundlicke 4-Zimmerwohnung per April zu vermieten. __________________»ruchstraße 6. 693] Schöne Wohnung, 4 Zimmer nebst allem Zubehör, zu vermieten. Näheres Wilhelmstraße 3, II. 295] Eine kleine Wohnung von drei Zimmern, Küche und Zubehör zu Vermietern_____________Marktplatz 18. 352] Ein ' schönes Mansardenlogis zu vermieten. Eberhard Metzger, Neustadt 8. 400] 4- bis 5-Z,mmerwohnung, eventl. mit Gartenanteil, zu vermieten. _____________Bahnhofstraße 58. 613] Wohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör, zu vermieten. Nathan Rosenthal, Frankfurterstr. 53. 614] Elegante 5 - Zimmerwohnung, parterre, per 1. April zu vermieten. ________Bleichstratze 4. 0199] Eine freundliche Mansardenwohnung per 1. April zu vermieten. ___________________Steinstratze 46. 0168] 3-Zimmerwohnung mit zwei Kabinetten, Kücke und sonstigem Zubehör sofort zu vermieten. SelterSweg 68. 714] Schöne Wohnung mit allem Zubehör zu vermieten. ______________Bahnhofstraße 2. 727] Ein kleines Logis zu vermieten. ___________________Rittergafse 23. 296] Möbliertes Zimmer zu vermieten. __________________Marktplatz 18. 556] Möbliertes Zimmer zu vermieten. Bahnhofstraße 26, Hinterhaus. 0226] Ein möbliertes Zimmer zu Vermietern___________Sonnenftratze 14. 593] Zwei schön möblierte Zimmer per sofort zu vermieten. Näheres Neuen-Bäue 10 im Laden. 672] Gut möblierte Zimmer, eins mit Kabinet vor dem Korridor, zu Der» mieten. Wiesenstr. 2, III, Ecke Ostanlage. 0231] Möbl. Zimmer zu vermieten ____________PH. Stier, Schulstraße. 496] Schöner Laden, für jedes Geschäft geeignet, mit Wohnung zu verm. Näheres in der Expedition d. Bl. OBT Bereinslokal abzugeben. ~WI 543 Restauration Bieberthal. Johannes Neeb. Wietgel richt» Wohnungsgesuch. Für eine kleine Familie (Herr u. Frau) wird per Mai oder Juni eine schöne 4- oder 5-Zimmerwohnung mit Zubehör gesuckt. Mögt. 2. Stock, Südseite gelegen. Offerten mit Preisangabe unter Nr. 0228 an die Expedition dieses Blattes.________ Offene Stellen Eine hiriige Cigarrenfadrik sucht zu sofortigem Eintritt einen tüchtigen und zuverlässigen Werkmeister. Offerten mit Angabe seitheriger Thätigkeit und der Gehaltsansprüche befördert die Expedition dieses Blattes unter A. 747._____________ Zum sofortigen Eintritt wird ein angehender Commis für ein hiesiges Fabrikgeschäft gesucht. Offerten unter X. Y. 684 befördert die Expedition d. Bl._______________________ 0234] Tüchtigen Küfergesellen sucht _____I. Thoma, Bahnhofstraße 43. Lebensstellung! Sucke einen strebsamen, militärfreien Schuhmacher als Zuschneider in meine Schuhfabrik, verbunden mit Maaß- geschäft. Offerten mit Angabe seitheriger Thätigkeit und Alters an 741 Jacob Rumpf IV., Butzbach. Möbeltischler gesucht Wir suchen noch zirka 25 tüchtige Möbeltischler für dauernde Arbeit. Akkordlohn 18 bis 30 Mk. pro Woche. Verheiratete Leute erhalten den Vorzug. Die Lebensbedürfniffe find hier sehr billig Cour. Tauer Söhne, 717 Fulda, _______Möbelfabrik mit Dampfbetrieb. Kautionsfähiger Einkaffierer per sofort gesucht. 725 Singer Comp., Bahnhofstraße 4. Haglöhner gesucht. 0225 Riegelpfad 31. 675] Tüchtiger, solider Pferdeknecht für dauernd gesucht. __________________Bleichstratze 4»_ Gesucht ein braver, anstelliger Junge mit guter Handschrift zu Bureau-Hilfs- arbeiten und Kommissionen. — Selbstgeschriebene Anerbieten besorgt die Ex- pedition dieses Blattes unter 8. F. 698 Junge Leute von 14 bis 16 Jahren gesucht. 0205 _______A. Habenicht, Lampenfabrik. Gin Junge s vom Lande für leichte Hausarbeit gesucht. ________________Gebrüder Scheel. ■0237] Hausbürschchen gesucht. ___________________«licestratze 20. Lehrtingsstelle. Für einen braven, jungen Mann aus guter Familie ist in einer ersten hiesigen Cigarrenfabrik zu Ostern eine Lehrlingsstelle offen. (Berechtigung zum Einjährigen Bedingung.) Selbstgeschriebene Offerten erbeten unter Z B, 746 an die Expedition d. Bl. 316] In meinem Drogengeschäft ist zu Ostern eine Lehrlingsstelle zu besetzen. _____________Otto Schaaf, Gießen. 355] Suche per sofort oder später einen Lehrling. Georg Koch, Uhrmacher, ________________Neuen-Bäue 5._____ Ein GSrlnttlkhrlmg gesucht. 0217_________Bal. Moser Wwe. 713] Zum Eintritt per 1. April suchen wir einen Lehrling. ______Gebr. Homberger Söhne. Ordentlicher Junge kann die Konditorei durchaus gründlich erlernen in der Konditorei I. Krämer, Gießen, Neuen-Bäue._______________730 Lehrling gesucht. 8 I. Benner, Sckuhniacker, Marktstr. 34. 694] In ein größeres Kolonialwaren- Detail-Gesckäft wird ein Lehrling gesucht. — Eintritt gleich oder Ostern. Zu erfragen in der Expedition d. Bl. Gin Lehrling gesucht. B. Wolf, Glasermeister, 625_____________Bahnhofstraße 32. Lehrling mit guter Schulbildung für das Kontor eines hiesigen feineren Geschäfts gesuckt. Günstige Bedingungen. Eintritt sofort oder zu Ostern. Angeb. unter K. M. 414 an die Expedition d Bl. erbeten._______ Lehrling mit guter Schulbildung unter günstigen Bedingungen gesucht. 12244 ______________M. Levi, Seltersweg. 702] Suche für meine Bahnhofswirtschaft em tüchtiges, fleißiges, einfaches und nickt zu junges Mädchen, welches in der Lage ist, dieselbe selbständig führen zu können. Gehalt 20 Mark pro Monat. Religion evangelisck. Eintritt muß am 15. Februar erfolgen- Christian Reef, Hotel zum Bahnhof, Bürbach (Sieg). 615] Ein Mädchen aus ordentlicher Familie wird zu zwei Kindern gesucht von Professor Branns, Ostanlage 4. 751] Eine Fran znm Brödchen- tragen sofort gesucht. __________Friedrich Noll, Hofbäcker. 631] Auf 1. Februar ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen gesucht^Ludwigstraße 37, III. 552] Fleißiges, braves Mädchen für sogleich oder später gesucht. ____________Wallthorftratze 75, II. 0232] MonatSmädchen gesuckt. ___Riegelpfad 18, I. 716] Auf 1. Februar ein jüngeres Mädchen für leichte Hausarbeit gesucht. Bahnhofstraße 61, II. Pianinos von Mk. 400.— an. Harmoniums von Mk. 90.— an. Flügel von Mk. 900.— an. Lager von 15G—2OG Instrumenten aus allen berühmten Fabriken. Jede Zahlungserlelchterung. — Höchster Baarrabatt. lOjährlge Garantie. — Freie Lieferung. Gespielte Pianos von Mk. 60.— an. Fianos zu vermiethen, auch Harmoniums. Monatliche Mietpreise: 2—12 Mk. Tadellose Ausführung jeder Reparatur h) eigener Werkstätte. Klavierstimmen im Abonnement und auf Einzelbestellung. Wilh. Rudolph, Giessen, t5lt Pianoforte- und Harmonium-Lager, Seltersweg 91. Ausverkauf. Um mit dem Restbeftand meines Lagers zu räumen, verkaufe Manschetten, Kragen, Winden, Kandschuhe, Korsetten, Waumwolke, Wolle, Wnterröcke, Mhartikel, Milder, Spitzen usw. zu nochmals reduzierten Preisen. Ladentheke, Reale, Glas- und Holzkasten werden billigst abgegeben. L. Kattrein, 288 Ecke der Schul- und Souueustratze. Weinstube ♦ Weinhandlnng Vahnhofftrahen-Lcke — wottengasse 27. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Rhein- u. Moselweinen, Französischen, Ungarischen, Spanischen und Griechischen Weinen sowie in Portugiesischen Gebirgsweinen, unter Garantie für absolute Reinheit. Deutschen und Französischen Champagner Deutschen und Französischen Kognak sowie diversen Liqueuren. * * £ Cigarren und Cigaretten. Jmpf-Mmi iinh djfinifdit WWm von Friedrich. Reitz, Mainz. Ein Kleid zu waschen v. Mk. 2.— an Eine Hole zu waschen Mk. 0.70 Damenkleider zu färben,, „ 2.— ,, Eine Weste zu waschen „ 0.50 Ein Herrenanzug zu waschen Mk. 2.50 Gardinen zu waschen L Blatt „ 0.60 Alle anderen Kleidungsstücke werden schnellstens gelieseit und billigst berechnet. Auuahme für Gietzeu bei: Markus Bauer, Kircheuplatz 11 «ircheuplatz 11 der StadtKirche gegenüöer. 393 Aufträge werden aus Wunsch abgeholt und zurückgebracht. I Aestaurant Aoljenzoll'ern z empfiehlt seinen prima Mittagstisch J O zu 60 Psg. und 90 Pfg. M Abend - Stammessen zu 50 Pfg. und 70 Pfg. 392 d Prima Butzbacher Bier ((. J. Melchior). +KREUZSTERN-SUPPES Die Kreuzstern-Suppen ermöglichen, in wenigen Minuten, nur mit Zusatz von Wasser, ebenso kräftige als wohlschmeckende Suppen herzustellen. Zu haben in 40 verschiedenen Sorten, wie Erbs-, Reis-, Gersten-, Tabioka-, Riebelesuppo eto, in allen besseren Delikates»- und Kolonialwaren-Geschäften. 166 billig 4Ap!h NAHRHAFT II WOHLSCHMECKEND I OOOt»QQOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOCX)0 Telegramm! Grißkl Alles Mhere später durch Annoncen und Makate. OODOOöOOOOOöaOOOOOOOOOOOOOOöOQOOaOOOO Kießener Zither-Klub Wohlthätigkeits-Verein. Sonntag den 5. Ievruar 1899, abends 8 Uh t: 750 Inventur-Ausverkauf. Nach Beendigung meiner Inventur habe einen groben Posten Herren . Damen- und Kinder-Schuhe und -Stiefel welche das Jahr hindurch in den Schaufenstern, durch Anprobieren rc. etwas gelitten haben, zurückgefetzt und verkaufe dieselben w zu bedeutend herabgesetzten Preisen, Das Lager umfaßt unter Anderem: 739 ßinen großen Josten Aamen-Zugstiefek und Kaföfchuste, „ „ „ Damen-Knopf- und -Schnürstiefel, „ „ „ Kerren-Zug- und -Schnürstiefel, „ „ „ Damen-, Kerren- u. Kinder-Kalöfchuste in M,Feder «.Plüsch. Mit diesem Ausverkauf bezwecke ich, rasch zu räumen, um für die in Menge neu etntreffende Früh jahrsware Raum zu schaffen, und bietet sich daher für Jedermann eine außergewöhnlich vorteilhafte Kauf-Gelegenheit. L. Süss, WarKlstraße 9 und Wettergaffe Warktstraße 9 und Wettergaffe Alleinverkauf der berühmten Fabrikate von Otto Herz & Co., Frankfurt a. M. 731] Gesucht wird zum 1. Februar ein sauberes, williges Mädchen für größere Kinder und Hausarbeit. Marburgerstraße 14. StfllciHi)fJ‘iid)f Zache Luchhalter- ober fogrrpoflrn in oder bei Gießen in größerem Geschäft, eventuell verbunden mit Reise. Offert, erb. unter 0210 a. d. Expedit. ZU ucvltnufen Kaus ?nm AlleillbewotiNku, bestehend aus 11 bis 12 Zimmern und großem Garten rc., zu verkaufen. 597 Moltkestratze 4. Näheres bei G Nauheimer, Lonyftr. 17. 342] Ein Herrenschreibtisch und ein Nllhtischcheu billig abzugeben. Näheres Kaplausgasse 14, im Laden Gilftver Omibug - Gesellschaft E. G. m. b. H. Zwei gebrauchte, ein- und zwei- spännig eingerichtete Omnibusse sinh billig zu verkaufen. 735 Gin Merd und ein Aederwagen zu verkaufen. 643 Zu erfragen in der Expedition d. Bl leichteres Fuhr- werk, auch für Ackerbau geeignet, zu verkaufen. 0214 Bäcker Deuker, Rodheim a. Bieber. Zwei Aecker im Neustädter Feld, die sich zur Backsteinbrennerei eignen, sowie ein Stück Land am Rodberg, zur Sandgewinnung geeignet, sind zu verkaufen. 0211 Näheres in der Expedition d. Bl. Hanf-Gel uche __ Hasenfelle, Jüchse, Marder und Iltisse kauft zu hohen Preisen 12084 1 Kretzschmar, Michim, Markt 22. verschiedenes Tücht., strebs. Kaufmann wünscht sich an einem rentablen Fabrikgeschäft mit vorerst 10,000 Mk. thätig zu beteiligen. Ausführliche Offerten unter K. K. 0218 an die Ervedition d. Bl. Junger, tiicht. Kaufmann sucht sich mit 10—20 Mille an nachweisbar rentablem Fabrikunternehmen thätig zu beteiligen- Offerten unter T. 8. 678 an die Erpedition d. Bl._______________ Die von mir am 23. November 1898 in Bezug auf Heinrich Steller von Steinbach ausgesprochene Beleidigung nehme ich hiermit als vollständig unwahr nnd unter Bedauern zurück. 604 Steinbach, am 5. Januar 1899. ___________Heinrich Haas IX. 0204] An gutem, bürgerlichem Mittagstisch können 1—2 Herren teilnehmen. ____________Bleichstratze 14, Part. Großer Wich An dem Hause des Herrn Metzger m ister Brau« am Seltersweg werden alle gut erhaltenen Thören, Fenster, Laden-Einrichtung, Treppen, Erkerscheiben mit Rollläden u. s. w. preiswert abgeg ben 617 Gesucht ein solider, tüchtiger, bei der Kundschaft gut eingeführter Agent von einem bedeutenden Fischwaren- und Delikatessen- Engros-Geschäft. Offerten unter Chiffre C. D. 734 an die Exped. d. Bl. erbeten. 0176 0 Chice Balltoiletten. — Tailor made Costames Herd Ofen 9 'S O 638 Vor Nachahmung wird gewarnt. o « 3 9 4* Johanna Hermes Frankfurterstrasse, Ecke Hillebrandtstrasse. Bleichsucht — Nervosität — Verdauungsstörungen. Pilulae roborantes Selle, organisch-animalisches Eisenpräparat, die in ihree Verbindungen nicht gestörten Salze des Blutes und des Fleischsaftes enthaltend. Drei Pillen entsprechen 2 Gramm Blut und 1 Gramm fettfreiem Mnskelfleisch. Von ausgczeichn ter Wirkung b.-i allen Krankheitserscheinnngen, welche durch nicht normale Blutbildung veranlasst werden. — Herr Dr. Zacharias schliesst seine Kritik in der medieinischen Zeitung: „Meinen Herren Collagen kann ich nicht dringend genug die Verordnung der Pilulae roborantes Selle anrathen.“ — Nach Orten, in welchen die Pilulae roborantes Selle nicht zu haben sein sollten, postfrei zu Originalpreisen von der privileffirten Apotheke in Kosten, Provinz Posen, zu beziehen, A Schachtel 1,50 hL (Hessen, Depot: Pelikan-Apotheke. Würaburg: Rosen-Apotheke. Kamin nur mit Stark mit Wasser zu verdünnen, „ebepaU käuflleh. daher billig im Gebrauch. ENAMELINE der modernen Ofen-Politur. co unge Kr&uter-Thee, Ruse. Knöterich (Pof yoonum avlo.) Ist ein vorzDgl. Hausmittel bei all Erkrankungen der Luftwege. Dieses durch seine wirksamen Eigenschaften bekannte Kraut gedeiht in einzelnen Districten Russlands, wo es eine Höhe bis zu 1 M t r. erreicht, nicht zu verwechseln mit l dem In Deutschland wachsend. Knöterich. Wer daher a. 1‘hthisia, Luftmhren-(Bronchial-) Katarrh, Lungenspitzen-Affectionen, Kehlkopfleiden, Asthma, Athemnoth, Itmst- ' Beklemmung, Kasten, Heiserkeit, Bluthusten eto etc. leidet, namontl. aber «Jorjoni#.. J welcher d. Keim z.Lungenschu-indsucht In sich vermutet, verlange u. bereite sich d. Absi.d । dies. Kräuterthees, w. echt I. PaoL * 1 Mark bei Ernst Weldemaun. Liebenburg ü a. Harz, erhältlich Ist Broo huren mit Ärztlichen Aeueseruncen und Attesten grat-s *) Wer bauen will versäume nicht, Preise einzuholen bei 616 Emil Horst, Giessen Kunststein- und Cementwarensabrik, Baumaterialienhandlung Liebißstrasse 43/45—Biegelptad. Worteilssaste Bezugsquelle für Bauartikel aller Art. Ernst Challier (Rudolphs Nacht.) Giessen. Spezial-Geschäft für Musikwaren aller Art. Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Handlung und Leihanstalt Spezialität: Billige Ausgaben. kl-MiAr, vermittelst unter die Saiten zu legender Notenblätter (D. R -P. Nr. 60300 und 63702) sofort ohne jede A'otönkenntniß zu spielen. An sympathisier Tonfülle unerreicht. Intelligente Leute jeden Standes als Reisende gesucht. Verdienst 30 bis 40 Mark wöchentlich. 701 A. Eichler, Hießen, Bahnhofstraße 58. Vertreter: Heinr. Thomas, Restaurant. Für neu zu errichtendes besseres Lokal werden junge, strebsame Wirtsleute, welche nur gute Küche führen und kautionsfähig sind, per Mai gesucht. Verschwiegenheit zugesichert. Offerten unter Nr. 0221 an die Expedition d. Bl. jg: Ostern! $ Berufswahl! Verlangen Sie sofort Näheres hierüber von der Direktion des landwirthschaft- lichen Technikums 587 Rittergut Haus Vorst bei Leichlingen, Rbld. Agknt-Gchch. Leistungsfähige Margarine, fabrik sucht für den Lahukreis einen bei der einschlägigen Kundschaft bestens eingeführten Agenten gegen hohe Provision. Gefl. Offerten unter P. V. 721 an die Expedition d. Bl. erbeten. fÄT" Wer schnell und billigst Gtelluug nnden will, der verlange per Postkarte die Deutsche Kakauzeupost tn Eßlingen, mt 00 CO o Capitalien 10000 Mark auf erste Hypothek bei doppelter Sicherheit und pünktlicher Zinszahlung zu leihen gesucht. Offerten unter Nr. 471 nn die Ernebitinn b Bl .*im . .u- c. Äul kharvl. — Druck und Bcrlag der Brühl'scheu UniversiiätS-Buch- und ©teinocudcrei (Pielsch ISrbenj ui (jiieyen