titnb bew. - WD §**. >tr. ilbg'111I§I,I”1«II, 3)1(1.. 5* » L'«.sK utr ju baffi bei fiehS®1? <• Ä ^nburg, m’it !L ft? “Äfc lgev. Martzareie 61Ä?aeu,m<öln n» ftatl WÄ?®* »chn »u Ln LM hi«- F^ttS u. Ä11M4 eine Xo&ter Mn2 wr ete Soh,. (Dforg LrLr t, A“** nxiimt b*- «•Mit ‘gS; ®* "«Imitat A ll«, «taut Sonnt, WMp tatter. 16. Ml < all, Süll« toi üitominn« na »Obermann, geb. Schwalb, ^EuS Roblttmann ba; »Wigan aus GauMgtSbeim, )7 Jahre all, Glajnuieister da- 1t, Knecht, jetzt Invalide zu -eicht. it W'. Die tapferen i sich Md ihre Ntt, Hm W-Aeichen utn= utsches SBlut, denn ucht in allen dies Bels die Stimme d-s tnmniesgenossen ebenso tbem mir f fen Deutsche W len mir W> * . tagten Bruder die Mud, und * * 7989 v )l nttctbö^tS. 18»® Dienstag den 21. November Erstes Matt. Rr. 274 Zlints- und Anzeigeblatt für den Urei» Gietzen en Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de« In- und AuSlande» nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegen« Annahme von Anzeigen zu dec nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer LiS vorm. 10 Uhr. >er- nd- Gießen, den 17. November 1899. Betr.: Die Fahnen der Kriegervereine. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gießen tzie Grosth. Bürgermeiftereieu M Kreises. Sie wollen den in Ihrer Gemeinde bestehenden Kriegervereinen, welche bisher noch keine Fahne mit dem Landeswappen geführt haben, eröffnen, daß Gesuche um Erlaubnis zur Führung einer Fahne mit dem Landeswappen künftighin stets bis zum 15. Januar bei dem Präsidium der Kriegerkameradschaft „Hassia" einzureichen sind. v. Bechtold. Gratisbeilagen: Gießener Familienvlätter, Der hessische Sandwirt, Witter für hessische Volkskunde. nehmen vereint wirken. — Die „Kölnische Volkszeitung" erfährt aus Berüner- Kommunalkreisen, daß die Stadtverordnete, sammlung in Zukunft wahrscheinlich von Ab Abrede für Depeschen: Anzeiger Hieße«. Fernsprecher Nr. 51. Bezugspreis vierteljährlich 2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohu. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. Bekanntmachung. Am Tonatag, 2«. ds. Mts., nachmittags 3y2 Uhr, wird Herr Lehrer Knaup von Heldenbergen im Luft'schen Saale („Z um ßö wen") dahier einen Vortrag über Geflügelzucht halten. Ich lade hierzu die Mitglieder des Geflügelzuchtvereins Gießen, des landw. Bezirksvereins und Jedermann, der sich dafür interessiert, freundlichst hiermit ein. Gießen, den 17. November 1899. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. v. Bechtold. Kichmer Anzeiger Heneral-Anzeiger die Briten in allen Gefechten geschlagen worden und würden aus Südafrika getrieben werden. London, 18. November. Oberst Schiel beschwerte sich schriftlich bei General Buller, daß man ihn als gemeinen Gefangenen behandle. Er verlangt, dem Versprechsn des General White gemäß, seine Entlassung auf Ehrenwort. Buller antwortete, er bedaure die Lage Schiels, könne sie aber nicht ändern. — General Buller depeschierte, daß er folgende Telegramme erhalten habe: Kimberley, 11. November. Alles wohl. Ladysmith, 13. November. Alles wohl. Nach einem Telegramm aus Pietermaritzburg hätten die Buren die Stadt Weenen, 25 Meilen nordöstlich von Est- court, besetzt. — Dem ..Standard" wird aus Brüssel gemeldet, Dr. Leyds sagte einem Freunde, die Buren hätten ihre Stellung im Norden von Ladysmith derartig befestigt, daß, wie er zuversichtlich glaube, sie im stände sein werden, jeden Angriff der vereinigten Armeen Bullers und Whites abzuschlagen, obwohl es ihnen nicht gelingen dürfte, die britische Besetzung von Colenso zu verhindern. Die Burenarmee um Ladysmith übersteige jetzt 25 000 Mann. — Der „Times" wird aus Queenstown berichtet, daß sich Kommandos des Oranjefteistaates den Oranjefluß entlang unter mysteriösem Auftauchen und Wiederverschwinden bewegen. — Aus Durban wird gemeldet, daß ein aus Johannesburg eingetroffener Engländer, der ohne Paß in Johannesburg festgenommen, nach Prätoria transportiert und daselbst mit anderen Gefangenen auf dem Rennplätze festgehalten und endlich wieder freigelassen wurde, berichtet habe, die Wache der Gefangenen rekrutiere sich fast ausnahmslos aus Deutschen. * Telegramme. London, 20. Novembor. Aus Buluwayo wird der „Times" vom 13. d. M. gemeldet. Ein Telegramm des Obersten Baden-Powell aus Mafeking vom 10. November berichtet: Bei uns ist alles gut. Wir haben einige Ausfälle gemacht, die gut verlaufen sind. Einige Ofsiziere und : Mannschaften sind getötet. Außerdem haben wir 29 Verwundete und 24 leicht Verletzte, die Verluste des Feindes sind bedeutend. Die Buren bombadieren fortgesetzt die Stadt. Wir haben neue Verstärkungen erhalten. Seit dem 20. Oktober wissen wir nicht, was draußen vorgeht. r Ä Loudon, 20. November. Zwei englische Kreuzer befinden sich augenblicklich im Hafen von Lorenzo Marquez. London, 20. November. Nach einer Meldung aus Lorenzo Marquez ist unter den Eingeborenen an der portugiesischen Küste eine Revolte ausgebrochen. Portugisische Truppen sind aufgebrochen, um die Ruhe wiederherzustellen. Kapstadt, 20. November. Die Einwohner von Aliwal- North begrüßten mit Begeisterung die Truppen des I Oranje-Freistaates, als dieselben in die Stadt ein- I zogen. Kapstadt, 20. November. Aus Klapdar wird ge- I meldet, daß etwa tausend Vuren nach dem Süden auf- I gebrochen sind. „„ London, 20. November. Der Korrespondent der „Times" I berichtet vom 16. November aus Kapstadt: Die Buren I haben keine Reservetruppen und sind gezwungen?, Kinder von 10 bis 15 Jahren unter die Waffen I zu rufen. (???) London, 20. November. Aus Mafeking wird gemeldet, daß die Buren ihre Geschütze 400 Meter näher an die Stadt herangerückt haben. Das I Bombardement dauert fort. ,, London, 20. November. Einer Meldung aus Pra- toria zufolge sind 56 Gefangene des Panzerzuges, welcher bei Estcourt überfallen wurde, in Prätoria eingetroffen. Dieselben wurden von der großen Volksmenge emvfangen. Kundgebungen wurden jedoch nicht veranstaltet. ' Die Gefangenen sind nach dem Rennplatz gebracht I worden. ________________ Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Jamilienvlätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal brigelegt. Deutsches Keich. Berlin, 18. November. Die „Hohenzollern" mit dem Kaiserpaar und den beiden kaiserlichen Prinzen an Bord, hat die Fahrt von Kiel nach England Heute, früh nm 9 Uhr an getreten. Unter dem Kaisersalut der Kriegsschiffe und dem dreifachen Hurra der Mannschaften dampfte die „Hohenzollern" nach Brunsbüttel ab, wo sie heute abend eintreffen und bis morgen früh liegen bleiben oll. Bei Holtenau mußte sich wegen Hochwasserstandes im Hafen durchgeschleust werden. — Der Alldeutsche Verband hatte für gestern abend eine Versammlung zu Gunsten der neuen Flottenvorlage einberufen, die von etwa 400 Personen besucht war, unter denen sich auch viele Gegner einer Flottenver- tärkung befanden. DaS Referat hatte der Reichstags- abgeordnete Prof. Hasse übernommen, welcher die Notwendigkeit einer starken Flotte betonte; dieselbe sei die Vorbedingung zur Stellung Deutschlands als Weltmacht. In der Debatte traten ihm die Nationalsozialen v Gerlach und Dr. Maurenbrecher insofern entgegen, als sie entschieden die Deckungsfrage in den Vordergrund stellten, die durch die Kapitalisten, welche auch den Vorteil hätten, aufgebracht werden müßte. Schließlich wurde eine Resolution zu Gunsten einer Verstärkung unserer Flotte angenommen. — Wie der „Deutschen Tagesztg." von kundiger Sette versichert wird, hat der Kaiser die Rekrutmvereidigung, die vor kurzem in Berlin stattfand, dazu benutzt, um seine Generale um sich zu versammeln und ihnen auseinanderzusetzen, weshalb er trotz derherrschen- den Volksstimmung nach England reisen müsse; er sei durch ein Versprechen gebunden, dessen Bruch beleidigend empfunden werden müsse. Die Reise trage nach seiner Auffassung durchaus keinen politischen, sondern ausschließlich eine» familiären Charakter. — Die konservative Fraktion des Reichstages hat heute vormittag den Gesetzentwurf zum Schutze des gewerblichen Arbeitsverhältnisfes eingehend erörtert. Im Großen und Ganzen haben die Grundgedanken der Vorlage Billigung gefunden, dagegen ist die Bestimmung bezüglich der Verhängung von Zuchthausstrafe beanstandet worden. Der Antrag auf Einsetzung einer Kommission soll gestellt, bez. falls er in der Debatte von einer anderen Partei eingebracht wird, unterstützt werden. Von der Einbringung besonderer Abänderungsanträge denkt man abzusehen. — Die Zentrumsfraktion hat eine engere Kommission eingesetzt, die der Fraktion detaillierte Anträge für die zweite Lesung am Montag vorlegen soll. In dieser Kommission sitzen u. a. Spahn, Gröber, Schädler. In Zentrumskreisen wird für möglich gehalten, daß der größte Teil des Zentrums diesmal für Verweisung an die Kommission stimmen wird. — Die Sozialdemokraten wollen weitere Abänderungsanträge zur Erweiterung des KoalitionS- rechts stellen. — Der Gesetzentwurf über das Verlagsrecht wird gegenwärtig im Reichsjustizamt einer Umarbeitung unterzogen. Die Veröffentlichung dürfte gegen Weihnachten erfolgen. — Wie der „Vorwärts" berichtet, hatte die Regierung noch in den letzten Tagen die Absicht, den Reichstag nach Erledigung der Zuchthausvorlage zu schließen, um die neue Session mit einer die Flottenvorlage ankündigenden Thronrede eröffnen zu können. Dieser Plan sei aber aufgegeben worden. Die etwaigeAblehnung derFlottenvorlagesoll, demselben Blatte zufolge, mit der Auflösung des Reichstages beantwortet werden. Köln a. Rh., 18. November. Die Köln. Ztg. schreibt zur Kaiser reise: Das deutsche und das britische Volk stehen nicht mehr wie zu Blüchers Zeiten, kameradschaftlich auf Du und Du. Zwei Völker, die im Wettbewerb der politischen und wirtschaftlichen Interessen stehen, der unser Jahrhundert kennzeichnet, treten sich gegenüber als reife und kühle Geschäftsleute, die beide gesonnen sind, die Verantwortlichkeit für die wichtigen Interessen, die sie vertreten, gewissenhaft zu übernehmen. Dieses Verhältnis hat zu einer gegenseitigen Wertschätzung geführt, die besser geeignet ist, das Zusammenleben zweier mächtigen Völker zu fördern, als eine schwärmende und berauschende Freundschaft. Das Blatt meint bezüglich der zwischen beiden Regierungen getroffenen Abkommen, vielleicht seien die Abmachungen in- bezug auf Südwest- und Ostafrika noch wichtiger, als die Aufteilung Samoas. Letztere sei eine friedliche Teilung, erstere dagegen bringe uns zusammen und wir wollen und werden mit unseren britischen Nachbarn im besten Einver- * Vom Kriegsschauplatz. Der Umstand, daß das englische Kriegsamt selber er- I klärt hat, es könne „aus strategischen Rücksichten" nicht alle I Nachrichten veröffentlichen, die es erhalten habe, hat in London Beunruhigung und Mißtrauen in hohem Grade er- I zeugt. Man fürchtet, daß das KriegSamt die Nachricht von einer Kapitulation Ladysmiths erhalten habe und sie verschweige. Sollte das der Fall sein, so dürfte auch Estcourt sich nicht lange halten. Jedenfalls erscheint auch diese Stadt bedroht, da der Marsch starker Burenkolonnen auf Estcourt, das sie inzwischen erreicht haben dürften, auch von englischer Seite nicht bestritten wird. Es wird sich dann zeigen, ob General Murray, der Kommandant von Estcourt ein besserer Stratege ist als fein Kamerad White. Im Norden der Kapkolonie machen die Buren offenbar andauernd Fortschritte; sie besetzen das vom Oranjefreistaat für annektiert erklärte Land rings um Kirn- | berley und richten dort eine provisorische Verwaltung ein. Aus Kapstadt wird darüber gemeldet: Kleine Burenabteilungen durchstreifen Griqualand West und haben von Barkleywest Besitz ergriffen, wo einige wenige Polizeisoldaten zu Gefangenen gemacht wurden, ebenso von Douglas. Es wurde den Buren kein Widerstand entgegengesetzt. Dieselben setzten in jeder Stadt Landdrosten ein. Gegen dieses Vordringen der Buren richten sich erhebliche Anstrengungen der Engländer, deren Einzelheiten indessen von der Militärbehörde nicht veröffentlicht werden. Wir erhalten noch folgende Nachrichten: ,, ~ Alle Einzelheiten über die Formierung einer Leeresabteilung in der Nähe des Oranje-Flusses unter Lord Methuen, offenbar zum Zweck des Entsatzes von Kimberley, werden von der Censur rücksichtslos unterdrückt Aber es ist bekannt, daß die Abteilung sich mit möglichst leichtem Gepäck auf dem Marsche befindet. Mit den Truppen, welche heute in Transportschiffen Kapstadt erreicht haben, beziffert sich die Zahl der in Kapstadt eingetroffenen Verstärkungen auf mehr als 27 000 Mann. Die Mannschaften der Transportschiffe werden teils in Kapstadt, teils in Aastkondon, teils in Natal gelandet. Die Censur ver- heimlicht die Truppenbewegungen. Loudon, 18. November. Nach einer Meldung aus Estcourt hatte Doktor Briscoe, welcher mit einem Ambulanz- zuae nach der letzten Panzerzugkatastrophe zum Lager der Buren fuhr um die Herausgabe der Verwundeten zu erbitten, einelän- aere Unterredung mit dem Kommandeur der Buren. Letzterer drückte seine Bewunderung für den Mut der Engländer aus. Briscoe konnte die Liebenswürdigkeit des Burenkommandeurs, welcher fließend englich sprach, nicht genug rühmen. Der Kommandeur versprach alles zu thun, um die Namen der drei getöteten englischen Soldaten zu erfahren, die schon begraben waren. , . „ London, 18. November. Nach einer Meldung aus Masern vom 8. d. M. verlautet allgemein, daß der Ba- futohäuptling Joel durch falsche Gerüchte von Buren siegen eingeschüchtert sei. Hiernach waren Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuljlraße Nr. 7. ungen von Glückwünschen an die Kaiserin ab* sehen wird. — Die „Köln. Volksztg." meldet zu den Unruhen im deutschen Missionsgebiet in Shantung, dieselben hätten im wesentlichen den Charakter einer Christenverfolgung angenommen. Die Ausschreitungen der Aufrührer richten sich gegen die eingeborenen Christen, welche mißhandelt und ihres Eigentums beraubt werden. Die Anstifter sind unter den Führern der „roten Faust- Sekte" und der „großen Messer-Sekte" zu suchen, welche offenbar an ihre Anhänger ein diesbezügliches Losungswort ergehen ließen. Ausland. Wien, 18. November. Der Kaiser empfing heute vormiltag den Minister des Innern Dr. Koerber in Audienz, wobei der Minister dem Monarchen einen längeren Bericht über die innere politische Lage erstattete. Wien, 18. November. Heute nachmittag wurde Graf Goluchowski vom Kaiser empfangen. Der Graf hatte gestern eine Besprechung mit dem deutschen Botschafter und mit dem Grafen Oswald Thun. Wien, 19. November. Dem „Neuen Wiener Tagblatt" wird aus Cettinje gemeldet, daß die finanziellen Verlegenheiten des Für st en von Montenegro ihren Höhepunkt erreicht haben. Der Zeitpunkt wird nicht mehr fern sein, wo Montenegro seinen Staats- bankrott erklärt. Wien, 19. November. Entgegen den noch immer umlaufenden Gerüchten, wird in zuständigen Kreisen erklärt, daß die Ernennung desVorsitzenden im Mi nister- rate Grafen Clary zum Ministerpräsidenten demnächst stattfinden wird. Budapest, 18. November. Der Finanzminister Lukacs beantwortete die Interpellation des Abgeordnetenhauses, betreffend den Beschluß der österreichischen Staatsschulden- Kontrollkommission, dahin gehend, daß hierdurch in der Valutaaktion eine Störung nicht erfolgen werde, da die österreichische Regierung ihren Verpflichtungen unbedingt nachkommen werde. Genf, 18. November. Die Nachricht von der Durchreise des Hauptmanns Dreyfus durch die Schweiz hat sich, wie wir bereits meldeten, als unrichtig herausgestellt. Bei der überaus großen Aehnlichkeit, welche der betreffende Reisende mit Dreyfus besaß, glaubte man in Genf fest, es mit letzterem zu thun zu haben. Bei der Abreise des Pseudo- Dreyfus von Genf hatten sich viele Personen am Bahnhofe eingefunden, auch auf den Zwischenstationen, wo der Zug hielt, fehlte es nicht an Neugierigen, die den Gefolterten der Teufelsinsel sehen wollten. Ein ähnliches Schauspiel wiederholte sich auf dem Bahnhofe in Bern, wo jedoch durch einen Berichterstatter, der dem Prozesse in Rennes beigewohnt hatte, der Mystifikation ein Ende gemacht wurde. Der Berichterstatter begab sich zu dem Reisenden in das Koups und überzeugte sich, daß der vermeintliche Dreyfus mit dem wirklichen nicht identisch war. Der Reisende, dem es unangenehm aufgefallen war, daß er während seiner Schweizerreise überall, wo er sich blicken ließ, den Gegenstand großer Aufmerksamkeit des Publikum? bildete, wurde über den Grund dieser Aufmerksamkeit aufgeklärt. Paris, 19. November. Die Polizeipräfektur hatte die Bestimmung getroffen, die Entfaltung der roten Fahne, welche in Frankreich verboten ist, gestern durch eine öffentliche Bekanntmachung den Sozialisten in Erinnerung zu bringen. Durch dieses Verbot hätten Guesdisten an dem heutigen großen Umzuge zur Einweihung der Statue „Triumph der Republik" nicht teilnehmen können. In letzter Stunde wurde nun noch ein Uebereinkommen getroffen, wonach den Guesdisten die Entfaltung ihrer roten Fahnen zu gebilligt wurde, unter der Bedingung, daß ihre Fahnen je eine Aufschrift der betreffenden Vereinigung enthielten. Paris, 19. November. Der Zolaprozeß ist end- giltig von der Rolle des Assisenhofes zu Versailles abgesetzt worden. Zola hatte bekanntlich die Forderung gestellt, die früheren Militärattachös v. Schwartzkoppen und Panizzardi kommissarisch vernehmen zu lassen. Paris, 19. November. Mit Ausnahme der nationalistischen Presse drücken die Blätter ihre Befriedigung aus über die gestrige Verurteilung Derouledes zu drei Monaten Gefängnis wegen seiner maßlosen Beschimpfungen des Präsidenten der Republik während der Verhandlung des Staatsgerichtshofes. Loudon, 18. November. Der Londoner Korrespondent des „Manchester Guardian" schreibt: „Ich habe verschiedene in ziemlich kräftiger Sprache ausgedrückte Proteste dagegen vernommen, daß hier Versuche gemacht werden, dem bevorstehenden Besuche des deutschen Kaisers bei seiner Großmutter eine außerordentliche politische Bedeutung beizumessen. Daß der Besuch des deutschen Kaisers nicht ohne politisches Interesse sein mag, wird nicht geleugnet, aber die hysterische, unwürdige Sprache, mit welcher dem Kaiser willkommen zugerufen wird, als ob er ein Erlöser sei, der das Land von einem sonst unvermeidlichen Untergänge rette, allgemein übel empfunden, da es dazu angethan ist, uns in allgemeine Verachtung zu bringen. Man braucht nicht darüber erstaunt zu sein, daß diejenigen Leute, welche jetzt am lautesten dem Kaiser in übertriebener Weise huldigen und ihn als einen Freund und Verbündeten begrüßen, der die bösen Machinationen der anderen europäischen Mächte gegen das britische Reich zu Nichte machen wird, dieselben Leute sind, welche am lautesten den Kaiser dafür angriffen, daß er das berühmte Telegramm an Krüger schickte, und damals eine Sprache führten, welche nicht nur zu dem Vergehen, dessen man den Kaiser beschuldigte, in gar keinem Verhältnisse stand, sondern auch darauf berechnet war, den Aerger des Kaisers und seiner Unterthanen zu erregen. Ich erinnere mich, daß, als der populäre Unwille über das Telegramm an Krüger am heftigsten war, ein Mitglied der britischen Botschaft in Berlin mir sagte: „Wir machen einen sehr ernsten Fehler, wenn wir uns den Kaiser entfremeen denn er ist der einzige Freund, den wir in Deutschland Haben." Deutscher Reichstag. 104. Sitzung vom 18. November. 1 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen zunächst die fünf Resolutionen, welche die Kommission für die Postvorlage dem Haufe unterbreitet hat. Die drei ersten Resolutionen beziehen sich auf den Zeitungsdebit der Post: 1. soll möglichst bald das Bestellgeld der Zeitungen neu geregelt werden, und zwar in der Richtung, daß die Häufigkeit des Erscheinens mehr als bisher und außerdem auch das Zeitungsgewicht berücksichtigt wird; 2. soll dem Verleger gestattet sein, für die von ihm gewonnenen Postabonnenten selbst die Bestellung bei der Post aufzu geben; 3. soll die Beschränkung der zulässigen Ueberweisungsexemplare auf 10 Prozent der Postauflage wegfallen. Abg. Müller-Sagan (srs. Vp.) empfiehlt die Resolutionen. Staatssekretär von P o d b i e l s k i erklärt, daß die Reichspostverwaltung den Resolutionen sympatisch gegenüberstehe. Wie sich der Bundesrat dazu stellen werde sei noch nicht bekannt. Nach weiterer kurzer Debatte werden die drei Resolutionen an-, genommen. Die vierte Resolution wünscht, daß zu der Drucksachentaxe auch Geschäftspapiere befördert werden können. Die Resolution wird angenommen, ebenso debattelos die fünfte, welche größtmögliches Entgegenkommen wünscht bei der Entschädigung kleinerer Privatpostanstalten, namentlich soweit solche den ausschließlichen Erwerb einer Familie bildeten. Es folgt die zweite Beratung der Fernsprechgebührenordnung. Die Regierungsvorlage hatte ganz allgemein eine Grundgebühr und eine Gesprächsgebühr in Aussicht genommen. Die Kommission dagegen hat in den grundlegenden Bestimmungen die Gesprächsgebühr wieder gestrichen und es bei einer Bauschgebühr bewenden lasten. Jedoch soll es jedem Teilnehmer frcistehen, statt der Bauschgebühr eine Grundgebühr nebst Einzelgesprächsgebühren (mindestens jedoch für 400 Gespräche) zu entrichten. Für die Bauschgebühr hat die Kommission je nach der Anzahl der Teilnehmeranschlüsse der Fernsprechnetze acht Abstufungen beschlossen, von 80 bis 180 Mk. 8 1 (Bauschgebühr) wird widerspruchslos angenommen. Zu § 2 liegt ein Antrag Müller- Sagan (srs. Vp. vor, die Gebührensätze zu erniedrigen auf 50 bis 150 Mk. und zwar in fünf Abstufungen je nach der Anzahl der Teilnehmeranschlüsse, der Netze. Nachdem der Antragsteller seinen Antrag begründet, bemerkt Staatssekretär von P o d b i e l s k i, wenn man haben wolle, daß die Reichspostverwaltung den Fernsprechverkehr immer mehr ausdehne, dann dürfe man ihr auch die Einnahme nicht gar so sehr schmälern. Abg. O erte l-Sachsen (kons.) bittet ebenfalls um Ablehnung deS Antrages, desgleichen Abg. Cahenely im Namen des Centrums. Der Antrag Müller- Sagan wird ab gelehnt und § 2 in der Kommissionsfassung angenommen. Eine Debatte entsteht erst wieder über einen Antrag G amp (Rp.), durch einen neuen § 4a zu bestimmen, daß Bau und Instandhaltung der Sprechleitungen zum Anschlüsse an ganz kleine Netze (von höchstens 25 Teilnehmeranschlüsten) den Beteiligten auf deren Kosten solle überlasten werden können. In solchen Fällen soll die Gesprächsgebühr nur 5 Psg. pro Verbindung am Orte betragen. Abg. Gamp (Rp.) empfiehlt seinen Antrag, dabei bemerkend, bemängeln müsse er, daß die Verwaltung, ehe sie an Errichtung eines neuen Fernsprechnetzes herantrete, sich von den Interessenten eine gewisse Garantie leisten laste. Staatssekretär v. Podbielski verwahrt die Verwaltung gegen diesen Vorwurf der Fiskalität. Abg. Dasbach (Centr.) bemängelt, daß die Verwaltung die ältesten Apparate auf das Land sende. Er bittet, zu erwägen, ob man nicht etwa das, was der Mtrag ganz will, in einer die Verwaltung verpflichtenden Form aussprechen soll. Staatssekretär v. Podbielski widerspricht dem. Beim § 9 giebt auf eine Anfrage Staatssekretär v. Podbielski die Erklärung ab, daß er nicht beabsichtige die sog. Hausanschlüste zu verteuern; er denke auch hier nur an Verbilligung. Bei demselben Paragraphen wird auf Antrag des Abg. Oertel- Sachsen (kons.) noch eine redaktionelle Aenderung beschlossen. Damit ist die 2. Lesung dieser Vorlage beendet. Es folgt die 2. Lesung betr. die gemeinsamen Rechte der Besitzer von Schuldverschreibungen. Beim § 14 beantragt Abg. v. Strombeck (Centr.), die erst von der Kommission eingefügte Bestimmung wieder zu streichen, wonach durch die nach vorliegendem Gesetze vorgenommene Bestellung eines Vertreters auch die Befugnisse und Verpflichtungen eines solchen Vertreters unberührt bleiben sollen, besten Bestellung auf Grund einer bei Ausgabe der Schuldverschreibungen in verbindlicher Weise getroffenen Fesffetzung erfolgt ist. Dieser Antrag wird nach kurzer Debatte a b g e l e h n t. Sämtliche übrigen Paragraphen werden unverändert in der Kommissionsfassung angenommen. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. Tagesordnung: Zweite Lesung der sogen. Zuchthausvorlage. Schluß 5 Uhr. Kokales und VrooinMrs. Gießen, den 20. November 1899. ** Ernennung. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht, am 15. November den außerordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät der Landes-Universität, Professor Dr. Friedrich Eichbaum zuGießen, zum ordentlichenHonorar- Professor der Veterinär-Anstalt in der medizinischen Fakultät der Landes-Universität zu ernennen. *• Theaterverein. Die nächste (vierte) Vorstellung findet Dienstag den 5. Dezember statt. In derselben wird eine Schauspiel-Novität, „Ewige Liebe", von Faber, mit Herrn Bauer aus Frankfurt als Gast, zur Aufführung gelangen. T* Die Millionäre in Hessen: Nach einem auf Grund der Besteuerung zusammengestellten Bericht des Beigeordneten Wolff-Offenbach in der Zeitschrift für Staats- und Gemeindeverwaltung giebt es z. Zt. in Hessen 305 Millionäre gleich 0,12 pCt. der Steuerzahler, da auf 1000 Steuerzahler 1,2 Millionäre kommen. Von diesen wohnen in den Städten Mainz 80, Darmstadt 54, Offenbach 54 und Worms 26. Der „Frkf. Ztg." wird aus Darmstadt geschrieben: „Es erregt Befremden, daß die in Aussicht gestellte Dis- ziplinaruntersuchung gegen Dr. Ahlheim und die anderen in die Dettweiler'sche Angelegenheit verwickelten Herren noch immer nicht vor sich gegangen ist. Die Verzögerung soll ihren Grund darm haben, daß bis zum heutigen Tag, also nach über zwei Monaten, die Akten über den Prozeß Dettweiler nebst dem Urteil vom Verwaltungsgerichtshof noch nicht beim Ministerium eingegangen sind. Die Regierung wird indessen angesichts der vom Staatsminister Rothe in der Kammer gegebenen Erklärung nicht umhin können, den Becher bis zur Neige zu leeren und den „Fall" in allen seinen Einzelheiten zu erledigen, wenn sie sich nicht abermals Angriffen im Landtag aussetzen will." Koblenz, 18. November. Eine dunkle Angelegenheit beschäftigt seit einiger Zeit die hiesige Polizei. Zwei junge Mädchen sind seit etwa 14 Tagen spurlos verschwunden. Alle Ermittelungen nach dem Verbleib der Mädchen waren ohne Erfolg. Nun wird angenommen, daß sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Seitens der Untersuchungsbehörde wurde angeordnet, daß das stagnierende Wasser der sog. Lach an der Insel Oberwerth abgesucht werden soll. Mit diesen Arbeiten sollte heute begonnen werden, als die Nachricht eintraf, daß gestern Abend bei Andernach eine weibliche Leiche geländet wurde, die Spuren von Erdrosselung zeigt. Die Identität dieser Leiche ist noch nicht festgestellt. Laudtagswahl. Gießen-Land, 19. November. Zu der auf gestern nachmittag anberaumten Landtagswahl erschien nicht die zue Vornahme des Wahlaktes nötige Anzahl von Wahlmännern, sodaß die Wahl auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden mußte. Wahlbezirk Hungen-Lich, 19. November. Bei der am Samstag unter Leitung des Wahlkommissärs, Großh. Kreis- amtmann Herrn Boeckmann, zu Lich stattgehabten Wahl eines Abgeordneten im Wahlbezirk 4 (Hungen Lich) wurde Herr Philipp Köhler VI., Bürgermeister in Langsdorf, mit 32 von 33 gütigen Stimmen gewählt; eine Stimme erhielt Bürgermeister Heller von Lich. ß. Romrod, 19. November. Bei der gestrigen Landtagswahl im 8. oberhessischen Wahlbezirk (Alsfeld-Land) waren sämtliche 37 Wahlmänner an der Wahlurne erschienen. Es war nur ein Wahlgang nötig, und erhielten: Herr Gustav Korell, Leusel, parteilos, 21, Herr Jakob Schuchardt, Brauerschwend, Antisemit, 13, und Herr Konrad Geiß, Klein-Felda, Antisemit, 2 Stimmen; ungiltig war 1 Stimme. Ersterer hat mithin 5 Stimmen über die absolute Majorität. Anläßlich des Wahlsieges versammelten sich die Wahlmänner und Freunde des Herrn Korell später im Locale des Beigeordneten Schmitt. Als der wiedergewählte Abgeordnete, von dem günstigen Ausfall der Wahl in Kenntnis gesetzt, in ihrer Mitte erschien, wurde er mit brausenden Hochrufen begrüßt. Eine kleine improvisirte Feier verlief aufs Schönste. n. Büdingen, 18. November. Bei der heutigen Abgeordnetenwahl erhielt Herr Pachter Bähr auf dem Herrn- Haag 21 Stimmen, Herr Landgerichtsrat Seeger in Gießen 13, Herr Pfarrer Bernbeck in Staden 5 und Herr Bähr in Rohrbach 1 Stimme. Herr Bähr, der sich am Tage vor der Wahl noch entschloß, das Mandat anzunehmen, wurde im ersten Wahlgange gewählt, weil viele Wahlmänner, die bei Aufstellung eines anderen Kandidaten von der Reformpartei für Herrn Pfarrer Bernbeck gestimmt hätten, nun Stimmzettel für Herrn Bähr abgaben. Friedberg, 18. November. In Bad Nauheim wurde der frühere Abgeordnete Weith mit 30 gegen 4 Stimmen wiedergewählt. Friedberg, 18. November. In Vilbel wurde Graf Oriola (nl.) gewählt. Darmstadt, 18. November. Nach den bisher eingelaufenen Berichten wurden gewählt: Im 1. Starkenburger Wahlbezirk der seitherige Abgeordnete Breimer (nl.). Pfungstadt-Eberstadt: der seitherige Abgeordnete Kreisrat Haas-Offenbach. A Aus dem Wahlkreise Babenhausen-Seligenstadt, 19. November. Zu der gestern im Rathaussaal zu Babenhausen unter dem Vorsitz des Geh. Regierungsrats Heß aus Dieburg vollzogenen Wahl eines Landtagsabgeordneten hatten sich von 31 Wahlmännern 30 eingefunden. Ein Wahlmann sozialdemokratischer Richtung aus Klein-Krotzenburg war wegen Krankheit am Erscheinen verhindert. Von den 30 abgegebenen Stimmen entfielen 19 auf den bisherigen Landtagsabgeordneten, Weinhändler David Horn-Seligenstadt (Zentrum), 8 auf den Bürgermeister Krapp-Sickenhofen (nationalliberal) und 3 auf den Sozialisten Orb-Offenbach. Das Zentrum hatte nur auf 18 Stimmen gerechnet. Horn ist also mit überwiegender Majorität auf sechs Jahre wieder- gewählt. Die Zentrumsgegner pflegten bisher weiße resp. unbeschriebene Zettel abzugeben. Nach dem Wahlakt fand im „Löwen" ein gemeinsames Mahl statt, woran sich die Wahlmänner der drei Parteien beteiligten. Kreisrat Heß toastierte dabei auf den anwesenden Landtagsabgeordneten Horn, der das Hoch dankend erwiderte. Mainz, 18. November. Molthau (Zentr.) wurde in Nierstein-Nieder-Olm mit 26 Stimmen gewählt. Es wnrden 8 weiße Stimmzettel abgegeben. Osthofen, 18. November. Schill (nl.) wurde nach der „Kl. Presse" gegen den bisherigen Vertreter Hirsch gewählt. Wörrstadt, 18. November. Wolf-Stadecken (Bund, d. Landw. u. Reformp.) siegte gegen Christ (frs.). Alzey. 18. November. Alzey gab seine 13 Stimmen einmütig für Dr. Sutor ab, unterlag aber dem Land gegenüber, das mit 23 Stimmen Edmund Dihl wählte. Kunst und Wissenschaft. Brüssel, 19. November. Die Mitglieder der Expedition Ger lache wurden gestern im Stadthause vom Gemeinderat empfangen. Der Bürgermeister überreichte sämtlichen Teilnehmern an der Expedition eine Denkmünze, welche eigens für sie geprägt worden ist. Wahl. Äte «**8» B-i her M ®°6l f4 (togetüd)) to„j( öurgermeifter in 8m*rf m 9«Wt; /o-21. Prämien auf Kredit per ult. November l.OO’/o, do. per ult. Dez. 2.40 / , Diskonto Kommandit per ult. Nov. 0 75 / , do. per ult. Dez. 2 00 /o, Lombarden per ult Nov. O.55O/o, do. per ult. Dez. 0.85 /o, Staatsbahn per ult. Dez —.—%. Notierungen: Kreditaktien 231.00, Diskonto - Kommandit 192.00-0', Staatsbahn 141.00-141.20 Gotthard 144.00-000, Lombarden 32.10, Ungar. Goldrente 97.80, Italiener 94 00-00, Sprozentige Mexikaner —.—, 3proz. Mexikaner 25.80, Oesterr. Coupons 84*/,, Amerik. Coupons 4.19>/<, Privat-Diskont 56/e /0 G ’ 11/. bis 28/4 Uhr: Kredit 291.00-232.70, Diskonto Kommandit 192-192.20, Staatsbahn 141.20-142.30, Lombarden 32.10-30, Türken C 00.00, Bochumer 260.50-261.40-30-40. Finnländische 10 Thlr. Lose vom Jahre 1868. Ziehung am 1. November 1899. Hauptpreise: Serie 1579 Nr. 1 ä 10000Thlr. Serie 1821 Nr. 2 ä 1000 Thlr. Serie 1588 Nr. 15, Serie 2983 Nr 14 Serie 3506 Nr 7, Serie 3820 Nr. 9, Serie 4409 Nr. 8, Serie 7144 Nr. 11, Serie 11996 Nr. 3, je 100 Thlr. Serie 11 Nr. 16, Serie 302 Nr. 5, Serie 1073 Nr. 12, Serie 1649 Nr. 20, Serie 1764 Nr. 14, Serie 2171 Nr. 17, Serie 2203 Nr. 17, Serie 2517 Nr. 10, Serie 3073 Nr. 20, Serie 3224 Nr. 10, Serie 3369 Nr. 20, Serie 3398 Nr. 5, Serie 3820 Nr. 11, Serie 4081 Nr. 11, Serie 4300 Nr 19, Serie 4354 Nr. 13, Serie 4519 Nr. 3, Serie 6272 Nr. 8, Serie 6375 Nr. 13, Serie 6455 Nr. 9, Serie 6825 Nr. 19, Serie 6852 Nr. 8, Serie 7091 Nr. 20, Serie 7144 Nr. 3, Serie 7201 Nr. 18, Serie 7375 Nr. 10, Serie 7473 Nr. 1, Serie 7488 Nr. 13, Serie 8211 Nr. 1, Serie 8426 Nr. 2, Serie 8864 Nr 7, 70, Serie 9161 Nr. 19, Serie 9468 Nr. 19, Serie 9921 Nr. 10, Serie 10499 Nr. 12, Serie 10618 Nr. 16, Serie 11583 Nr. 1, Serie 11 920 Nr. 20, Serie 11996 Nr. 15 je 50 Thlr. (Ohne Gew.) Stadt Brüssel 100 Fr.-Lose vom Jahre 1886. Ziehung am 15. November 1899. Auszahlung am 2. Januar 1900. Hauptpreise: Serie 16 Nr. 18 ä 25000 Nr. Ser. 79144 Nr. 7 ä 10v0 Fr. Serie 7231 Nr 5 ä 500 Fr Serie '5411 Nr. 4, Serie 108602 Nr. 25 L 250 Fr. Serie 8184 Nr. 7, Serie 8484 Nr. 24, Serie 20647 Nr. 7, Serie 29183 Nr. 7, Serie 83 752 Nr. 11, Serie 34665 Nr. 25, Serie 41582 Nr. 15, S. 52602 Nr. 11, 17, S. 69438 Nr. 14, 17, S. 72 291 Nr. 16, S. 72 343 Nr. 18, S 80807 Nr. 2, S. 86 840 Nr. 22, S. 98119 Nr. 7, S. 100260 Nr. 15, S. 104822 Nr. 16, S. 108 602 Nr. 14, 16 je 150 Fr. — Alle übrigen gezogenen Nummern je 110 Fr. Zahlungseinstellungen. Konkurseröffnungen: Sattler Hans Ferdinand, Feldstedt (Apen- rade); Hotelbesitzer Arthur Schuchmann, Arys; Steinbruchbesitzer Wilhelm Hein, Unterbarmen (Barmen); Dachdecker Karl Schmidt, Barmen; Wittwe Johanna Littmann IV. (G. Littmann), Berlin; Ehefrau Ludw. Hadler (H. M. Hadler), Bremen; Kaufmann W. Sürbieq, Briiel i. M.; Klempner Albrecht Säuberlich, Bunzlau; Handelsmann Alois Hucke, Dingelstädt; Uhrmacher Phil Neuefeind, Düsseldorf; Bäcker Titus Armbruster, Söllingen (Durlach); Buchdrucker Isidor Schnell & Co.), Glogau; Weinhändler Guido Vernizzi, Hannover; Ziegelmeister Karl Weber, Silixen (Hohe.thausen); Handelsmann Herrn. Heimann, Karlsruhe (O.-S.), Garderobenhändler Friedr. Äug. Gronau, Königsberg; Nachlass des Feilenhauers Jul. Wilh. Hübke, Adlershof (Köpenich); Schlossermeistersfrau Eva Vollmann, Kulm; Bauer Joh. Seeger, Ettmannsweiller (Nagold); Modewarenhändlerin Ida August Hautold, Grossokrilla (Radeberg); Fuhrwerksbesitzer Karl Oskar Zechendorff, Reichenbach; Händler Joh. Huhn, Winkel (Rüdesheim); Händler B. Cohen, Meiderich (Ruhrort); Kaufmann Heinrich Dohn, Dillingen (Saarlouis); Krämer Joh. Vict. Conross, Weissenburg i. E. Krueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold'. Berlin, 19. November. Zu der Reise des Kaiser- paares nach England wird ausNiehuediep von gestern gemeldet: Bei nordöstlichem Wind passierte die „Hohen- zollern" gestern mittag 4 Uhr Helder. An Bord ist alles wohl. Das Wetter ist trüb. Berlin, 20 November. Infolge des Prozesse- gegen der Klub der Harmlosen wurde der Leutnant v. Puttkamer vom 2. Ulanen Regiment in das 2. hannoversche Ulanen Regiment Nr. 14 und v. Zarkrzewski vom 3. Garde Ulanen Regiment in das schleSw.-holsteinische Ulanen Regiment Nr. 14 versetzt. Kölligshütte, 20. November. Ein großes Grubenunglück entstand gestern abend 6l/3 Uhr auf der Lud- wig-Glück Grube durch Entzündung von Grubengasen. Mehrere Herren der Zentralverwaltung versuchten die in dem Schachte besindlichen 12 Bergleute zu retten; sie mußten während der Einfahrt das Notsignal ziehen und wurden herausgezogen. Hierbei erlitten zwei Personen so starke Brandwunden, daß sie ins Hospital gebracht werden mußten. Ein Obersteiger und ein Steiger, welche vorher Rettungsversuche gemacht hatten, wurden betäubt zu Tage befördert und ebenfalls ins Hospial gebracht. Das Schicksal der 12 Bergleute scheint besiegelt zu fein. Um 10 Uhr kam das Feuer durch den Schacht und dringt immer noch durch. Zerson, 20. Norember. Eine schreckliche Katastrophe hat sich eine Meile von der Stadt ereignet. Bei der Ueberfahrt über den Dnieper ist eine Fährte nut 40 Personen versunken. Nur 10 Personen konnten durch herbeigeeilte Personen gerettet werden. Budapest, 20. November. Gestern fand eine große Protest-Bersammlung gegen die Quoten-Er- höhung statt. Es wurde beschlossen, eine Landesbewegung ins Werk zu setzen. Nach der Versammlung wurde eine große Straßen - Demonstration in's Werk gesetzt. Die Demonstranten zogen vor die Privatwohnung des Minister- Präsidenten, wo sie eine Katzenmusik veranstalteten und Schimpfworte gegen die Regierung ausstießen. Die Polizei zerstreute die Demonstranten. Paris, 20. November. Die Enthüllung des Denkmals: Der Triumph der Republik gestaltete sich zu einer großen Kundgebung für die Republikaner. Gegenüber der halben Million Republikaner, welche zum Nationalplatz wallfahrteten, konnten die Nationalisten und Antisemiten nicht aufkommen. Alle Fahnen mit aufreizenden Inschriften wurden beschlagnahmt. Personen, welche Rufe gegen die Republik ausstießen, wurden geschlagen und verjagt. Revolutionäre Kundgebungen auf dem Festplatze wurden schnell unterdrückt. Giessen. Drchenptatz 11, gegenüber der Stadtkirche. W / Ketten- u. (tfS* ™ LV Anfertigung nach Mass V f in eigener Werkstätten WrstHmmM frritag hm 24. November 1899, nachmittags 2 /a Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die den Erben des Emil Noll dahier zustehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen: Flur 17 Nr. 79 — 1361 qm Wrese zwischen der Mühlbach und der Lahn, Flur 24 Nr. 239 — 1759 qm Acker am Steinbrunnen auf den Leih- gesternerweg, Flur 42 Nr. 113 — 2216 qm Acker über dem Rodt auf den Wartweg öffentlich meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen freiwillig versteigert werden. Großh. Ortsgericht Gießen Gros.__________8091 Dienstag den 21. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere tcb Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1. 15 Bände Brockhaus Konversations- Lexikon, 14. Auflage, 2. 1 Rind, verschiedene Farbwaren, 1 Sommerüberzieher u. div. Möbel Versteigerung zu 1 findet bestimmt statt. 3121 Born, Gerichtsvollzieher. Mittwoch, btn 22. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr werden im Bieker'schen Saale versteigert: 1 Sofa, 1 Konsol, 1 Sofa mit seckS Stühlen und zwei Seffeln, 1 Nähmaschine, 1 Silberschrank, 1 Pianino, 2 Hobelbänke, 5 Kannen Lack, mehrere Fahrräder, 1 Pferd u. A. m. 8140 Geißler, Gerichtsvollzieher. Stadt. Schlachthaas. Freibank. 8158 He«Se unb morgen Ria-SM 54 W. Sette junge Gänse eigene Hafermast, von 8—10 Pfd schwer, S» Pfd. 40-42 A Tägl. frisch geschlachtet Versand gegen Nachnahme. 04184 Ang. Davideit, Oschke, Ostpr. Frische Seemuscheln Meter Bücklinge alle Sorte« Aufi- und Seefische einge rosten. 8147 J. Wl. Schulhof, Vermietungen 8133) Ludwigßplatz 6, kleine Wohnung im Neben'aus an ruhige Leute Mitte Februar nächsten Jahres zu vermieten. 4185] Schönes Fawiiieaiogis an ruhige Leute zu verm H. Euler, Mäusburg 3 04191] 2)u§ seither von Dr. Hainz bewohnte Logis ist für 1. Apnl ev. 1. März zu vermieten Nä^. 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In dem zwischen England und den südafrikanischen Buren-Republik-n entbrannten Krieg hat das Central-Komitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz nicht gesäumt, die Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes dem Britischen Central-Komitee und der Regierung von Transvaal anzubicten. England hat dankend abgelehut; Transvaal dagegen dankend angenommen. Es sind Vorbereitungen getroffen, in diesen Tagen schon von Hamburg aus eine vollständig ausgerüstete Kolouue von Aerzten, Krankenpflegern uud Pstegeriuneu mit Krankenpflege Material re. in größerem Umfange nach dem Kriegsschauplätze zu entsenden. Wittere Sendungen, nam'Nllich aa Pflegematertal, können nicht ausbleiben. Die naturgemäß hierfür aufzuwendenden bedeutenden Geldmittel erfordern eine umfangreiche werktätige Hilfe, die in Deutschland umsomehr erwartet werden darf, als es sich um uns stammverwandte Völkerschaften handelt. Als Vertreter des Roteu Kreuzes in Hessen wenden wir uns an unsere Mitbürger, deren lebhafte Teilnahme an der tragischen Entwickelung des entstandenen Konflikts wir voraussetzen dürfen, und fordern si. zur weikthätigen Hilfe auf. Die uns zufließenden Mittel werden dem Central-Komitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz in Berlin übermittelt werden. Darmstadt, den 7. November 1899. Der Vorstand Antonie Rux. Wald. Eckartz. Franz Rolan. Reinhard Helm. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Hch. Deibel. „ L. Geissler. 8144 Im weißen Rötzl. Lustspiel in 3 Akten von Schönthan und Kadelburg. Person eru _ Josepha Voglhuber 62 Seltersweg 62 ipofelfrß Abonnements und Annoncen jederzeit entgegen genommen werden. Procent <7t Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold'Rente 8 Portugiesen 5 Mexicaner amort. S. I-III 4 Monopol-Griechen von 1887 Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser lieber Vater, Schwiegervater und Grossvater Herr Maurermeister Christoph Deibel II. im 63. Lebensjahre gestern morgen 8 Uhr nach langem, schwerem Leiden in dem Herrn sanft entschlafen ist. Frankstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 95.45 Frkf. Hyp.Sred.L. unk. b. 1906 96 00 oto. unk. b. 1907 101.00 Kursbericht m J. Kam x Hardegg. P^Zimmermann. Marg. Haußig. Joseph Curland. Richard Kruse. Aug. Kirchhoff. Lucie Kugler. Ludwig Joost. Frieda Helm. Rosa Knöfel. Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich mein Kolonialwaren-, Konserven-, Delikateffen- und Mineralwaffer-Geschäft von Marktplatz 8 vorläufig nach 62 Seltersweg 62 verlegt habe. Indem ich meinen verehrten Kunden bei bester Ware billigste Preise zusichere, bitte ich um geneigten Zuspruch. H. Wallach. i>nryz- r.rcfl- 'X Verantwortlicher R.dallcur. H. Koegtcr. Druck und Verlag der Brühl 'scheu UniversitätS.Buch. und Steindruckerei ltvieiich Erben) in Hießen. Die Heutige Mummcr umfaßt 12 Seiten * Vom |60 ST«* . ,xant lägliü b,# ä- Als M1 schen Bolles M tretung sich erfüll! Verhandlung W des politischen In BolkSvertteiung i Illusion hat nicht flössen heute, wo Absicht und mit b des Souveräns im: geartete Persönlich! teil bt8 Bolles in HMmgen svlgt, Ersoigrn oordring Parlamentes. In dem Ideal vergaß eines patriarchali ist, in demselben Minister als mas gesunken, und mi mente, die sich eb begnügen müssen, seinem Jubelfeste als Gegner fehle, Sebeutung un vollem Maße bi Aber gerade w Monarchen mehr in 6mM ßrwMt m sollten ernsthast hüten, durch s! wohlberechnet zu wirken, l werden, wenn nu sertigkeit sich ^ne immer schnellsaulei der Wucht des pe eS zu verdanken, l Perspektive eröffne D rühmt, die bei JJ fährt fort: „ix Intermezzo, als d 'n neutralem Gew und ein begeisterte Andere, deren § daß nid ' Mehiw- *r®f* bm S*. bi' dm "leinen, daß h V“,-. b-6 bie Kr 5*8 DL auch bi? 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