ÜHH 36, pari. Ws. 10 Mk. * H 10 10 10 8 6 Ntt M Ml) IrSGn stell rttt »»fa6< tentcR, welche ihre frühn« ■N# gebetrn. diesbezügliche f oder an das Theater. tz--d i« *" —< k ÄtüE l.nss»*^ it Ul>ow _ M, l^O- I, I** *1» * Jüf w« in Mi’*1'6“ |u zahlen. sicht Mitglieder des taup W$ M* * von i v'S * •h*» jffi«*** fl"4 ttge Zen - "» 6781 gewähren. Mck. Wi«ter>Temester mdr 8'/- M, anntem Wend pünktlich im - einfinden, um Stunden- !gen zu nehmen, diesmaligm Winter-Kurjur m Vorfitzendm - Herrn n 28. September - bis 10 M Im Lchr/aal I 6698 1899 Nr. 222 Zweites Matt Donnerstag den 21. Seplember Gießener Anzeiger General-Anzeiger Senefrmt Anzeigen >u Wr am^rittag* ftt kte tq «rscheinenden Nmmoer W» »em. 10 Uhr. |ln*e»l»rrte vierteljährlich 2 Mark 20 Pf§. ■wMt(id) 75 mit vrmgerlotz» . Wir L>ijkigru.vermtNlu»4«ftrS« M In- trat Äullaet*. «chmen Anzeigen für Wen •itjcner Anzeiger att|i|M, Bei Poft^ezuf <1 Mark 50 Pf. xttkliäNrü* jtW*1 IMM mit lurn-tzme de« Rentei«. 2H< Gießener c- rden dem Anzeiger »Lchcntlich viermal ßeißeivßt. Aints- unb Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. RMtien, Uxpedition und Druckerei: Sch.tßraße »r. 7. Orattsdeüagrv: Gießener Familienblätter, Der hrsiische Landwirt, DiStter für hessische DolKs!wnde. Adreffe für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Undank ist der Wett Lohn. Als unter des Lenzes Wehen die „Oberhessische Landeszeitung" ihren Odem ausgehaucht hatte, machte der frühere Besitzer der Keller'schen Druckerei uns folgendes, für den Uneingeweihten verlockende Anerbieten: „Ehe ich meine Druckerei zur Herstellung einer geplanten billigen Tageszeitung hergebe, biete ich Ihnen dieselbe zum Kauf an u. s. w. (folgen dann die vermeintlichen Vorzüge der vor Zeiten allerdings Weltruf genießenden Offizin). Es bietet sich Ihnen dadurch Gelegenheit, einem Konkurrenz-Zeitungs-Unternehmen ein für alle Mal den Boden zu entziehen u. s. w." Trotz der scheinbar recht günstigen Bedingungen verzichteten wir unbedenklich auf den fraglichen Erwerb, und ermöglichten so den „Gießener Neuesten Nachrichten" ihre Entstehung. Wir halten einen ehrenwerten ebenbürtigen Wettbewerb für kein Unglück; wenn jetzt indes die „G. N. N." es für angezeigt erachten, uns zu befehden, weil wir von einem, jedem Verleger zustehenden Rechte Gebrauch machen, so wird es uns niemand verargen können, wenn wir dergleichen gebührend abwehren. Fühlen sich die „G. N. N." durch unser Vorgehen bedrängt, so ist das ihre Sache, an uns aber wird es sein, schlagend zu beweisen, daß der „Gießener Anzeiger" besser denn je gerüstet ist, den Kampf mit der ungestümen Jugend aufzunehmen und erfolgreich zu führen. Redaktion und Verlag des „Gießener Anzeiger". Zur royalistischen Verschwörung in Frankreich. Am Montag ist in Paris der französische Senat als Staatsgerichtshof zusammengetreten, um gegen die angeblichen royalistischen Verschwörer zu verhandeln. Wenn man den in die Oeffentlichkeit gedrungenen Meldungen Glauben schenken darf, so hatten die Wühlereien der Monarchisten einen bedenklichen Umfang angenommen, und es war an der Zeit, daß die Negierung einschritt. Es soll reichhaltiges Material vorhanden sein, welches die Anklage auf Bestrebungen rechtfertigt, welche gegen den Bestand der Republik sich richten. Die Lage in Frankreich ist jetzt schon verworren genug, sie wird durch die Aufdeckung der royalistischen Umtriebe nur noch verwickelter. Und wer will einen Stein auf diejenigen werfen, die sehnsuchtsvoll nach einem „Retter" Umschau halten. Die heutige Republik verdankt ihr langes Bestehen vielleicht nur dem Umstand, daß eine ganze Reihe von Thronprätendenten verhanden ist; es wäre wahrscheinlich schon längst zu einer Staatsumwälzung gekommen, wenn nur ein einziger Bewerber in Frage stünde. Aber es sind nicht weniger als vier Prinzen da, welche eventuell Ansprüche darauf machen können, als „Netter" angesehen zu werden. Da ist zunächst der .Herzog Ludwig Philipp von Orl 4 ans, der Urenkel des Bürgerkönigs Ludwig Philipp. Der Herzog ist vermählt mit der Erzherzogin Maria Dorothea und machtevor etwa zehn Jahren von sich reden, als er, das Verbannungsgesetz übertretend, sich der Aushebungsbehörde von Paris stellte, um als Rekrut in das französische Heer eingereiht zu werden. Nachdem er fünf Monate Gefängnis für seinen Streich verbüßt hatte, wurde er über die Grenze abgeschoben. Mehr Anhänger als Ludwig Philipp hat der Prinz Heinrich von Orleans, ältester Sohn des Herzogs Robert von Chartres. Nach einer toll verlebten Jugend entschloß sich der Prinz, Forschungsreisender zu werden, und er zog als Berichterstatter mehrerer Blätter in die Ferne. Zuletzt war er in Abessynien und glaubte, dieses Land dem französischen Handel erschließen zu können, was ihm aber nicht gelang. Da er ehrenrührige Dinge über die in abessynischer Gefangenschaft weilenden italienischen Offiziere berichtet hatte, so geriet er in Streit mit dem italienischen Offizierkorps, und die Folge war sein Duell mit dem Grafen von Turin, wobei er ziemlich erheblich verwundet wurde. In der letzten Zeit ist der Prinz weniger in der Oeffentlichkeit hervorgetreten. Außer den königlichen Prätendenten existieren in Frankreich aber noch zwei kaiserliche. Prinz Viktor Napoleon, ein Enkel des westfälischen Königs „Immer lustik", hat von den Napoleoniden die ersten Ansprüche auf den französischen Thron, aber er ist bisher wenig hervorgetreten. Trotzdem wollen Eingeweihte wissen, daß er sich im stillen auf sein Ziel vorbereitet und entschlossen ist, zu geeigneter Zeit zu handeln. Er wird dann unterstützt werden von seinem Bruder, dem Prinzen Ludwig Napoleon, Obersten in der russischen Armee, dem manche freilich eine selbständige Rolle zuschreiben. Ob das zutrifft, steht dahin, jedenfalls thut man gut, den Prinzen Ludwig ebenfals als Bewerber um den Thron Frankreichs zu würdigen. Man sieht, es fehlt in Frankreich nicht an künftigen Herrschern. Ob es der Regierung gelingen wird, durch ihr jetziges Vorgehen die Gefahr einer Umwälzung zu unterdrücken, läßt sich nicht Vorhersagen. Interessant ist es aber, zu sehen, wie der Senat der ihm gestellten Aufgabe gerecht werden wird, da in dieser Körperschaft eine ganze Anzahl Royalisten sitzen. An Aufregung wird es in der Seinestadt in den nächsten Tagen sicherlich nicht mangeln! (xx) Males und ProviaMes. Gießen, 20, September 1899. •* Neue Bestimmungen für den Verkehr der Luxußzuge. In der soeben in München abgehaltenen Fahrplankonferenz der Eisenbahnverwaltungen Preußens, Sachsens, Bayerns, Oesterreichs, Italiens und der Internationalen Eisen- bahn-Schlafwagen-Gesellschaft wurden folgende einschneidende Verkehrsänderungen beschlossen: Der I^-Zug Nord-Süd- Expreß (über den Brenner) fährt vom 1. Oktober ab täglich nach Mailand. Fahrzeit Berlin-Leipzig 2 Stunden, Berlin- München 10, Berlin-Verona 19, Berlin-Mailand 22 Stunden. Abfahrt vom Anhalter Bahnhof in Berlin nicht wie bisher um 11.45, sondern neuerdings schon um 10.15 abends, Leipzig 12.30 nachts, München 8.40 morgens, Mailand 8.50 abends. Für die Rückfahrt sind folgende Fahrzeiten angesetzt: Abfahrt Mailand 9.25 morgens, München 9.55 abends, Leipzig 5.50 morgens, Ankunft Berlin 8.15 morgens. Vom 3. November ab hat der Nord-Süd-Expreß (über den Brenner) in Mailand direkten Anschluß über Genua nach der französischen und italienischen Riviera, San Nemo, Monte-Carlo, Nizza und Cannes. Der Nord-Expreß, der jetzt täglich Paris und Ostende mit Berlin verbindet, fährt vom 1. März 1900 ab dreimal wöchentlich nach Petersburg, statt wie bisher zweimal. Vom 15. Oktober d. I. ab wird durch diesen Luxuszug eine neue direkte Verbindung von Berlin nach Warschau geschaffen. Feuilleton. Der Weltpostverein.*) Ein Gedeukblatt zu seinem 25. Geburtstage (15. September 1899). Don Dr. Albert Lüders. (Nachdruck verboten.) Am 15. September dieses Jahres war ein Vierteljahrhundert verflossen, seit eine der wichtigsten Neuerungen im modernen Verkehr, der Weltpostverein, der heute die Fäden seiner Organisation um den ganzen Erdball spinnt, das Licht der Welt erblickte. Die Zeiten der seligen Postkutsche des Fürsten von Thurn und Taxis und der Porto- chikanen im Briefverkehr sind vorbei und mit ihnen auch jene Mondscheinpoesie, welche so treffend in dem Lenau'schen Gedichte vom „toten Postillon" zum Ausdruck kommt; aber nur der phantastische Schwärmer wird, weil es so stimmungsvoll war, dem schwerfälligen Vehikel, das so recht die wirtschaftliche Langsamkeit unserer Urväter symbolisierte, eine Thräne nachweinen. Der moderne Mensch stellt das praktische Bedürfnis über den Schimmer der Romantik und empfindet es sehr angenehm, wenn er mitten in Deutschland am Frühstückstisch die ausländischen Zeitungen und Briefe lesen kann, welche seine Lieben 36 oder 48 Stunden vorher in London, Paris, Rom, St. Petersburg usw. der Post anvertraut haben. Daß wir es heute „so herrlich wett gebracht" haben, ist nicht das Werk eines Gedankens, der fertig in die Welt blitzte, wie Pallas Athene aus dem Haupte des Zeus entsprang, sondern das Produkt einer langen Entwickelungsreihe, auf welches die veränderten Verkehrsverhältniffe hindrängten. Allerdings aber heftet sich das Verdienst, die richtige Form für die Befriedigung des Verkehrsbedürfmsses gefunden zu haben, vorzugsweise an zwei Namen, an jenen des Engländers Rowland Hill und an den des leider zu früh verstorbenen Staatssekretärs v. Stephan. Zu entscheiden, wer von beiden der Bedeutendere war, ist ein *) Wegen Raummangels mußten wir den Artikel wiederholt zurückstellen. Dte Redaktion. müßiges Unterfangen, ein jeder war hervorragend in seiner Art. Wer nicht jene Zeiten bewußt miterlebt hat, kann sich von der Misere des Postverkehrs von Anno dazumal kaum eine Vorstellung machen. Die Absendung eines Briefes aus irgend einer Ecke Süddeutschlands nach Preußen oder den Hansestädten und seine richtige Frankierung war eine Haupt- und Staatsaktion, die den Schweiß der Edelsten beanspruchte, wenn der Brief mehrere der zurzeit der Franzosenherrschaft in Deutschland existierenden 30 selbständigen Postgebiete zu durchqueren hätte. Ein Schmerzensschrei, den ein deutscher Schriftsteller, Namens Klüber, im Jahre 1811, also zurzeit von Deutschlands tiefster Erniedrigung, ausstieß, verhallte ungehört. Das richtige Losungswort kam vielmehr von England her, wo das Netz der eben erfundenen Dampfeisenbahnen sich erheblich schneller entwickelte, als auf dem in den Banden der Reaktion schmachtenden Kontinent, und der Gegensatz zwischen der Umständlichkeit des Postverkehrs und der billigen und schnellen Personenbeförderung besonders grell zu Tage zu treten begann. Rowland Hill, damals ein einfacher Versicherungsbeamter, war eines Tages im Jahre 1837 Augenzeuge, wie einer unbemittelten Witwe ein mit hohem Strafporto belasteter unfrankierter Brief ihres einzigen, entfernt lebenden Sohnes überbracht wurde und wie sie, nach einem kurzen Blick auf den Umschlag, dessen Annahme verweigerte. Mitleidigen Herzens wollte er für die Frau den Betrag erlegen, wurde aber von ihr daran verhindert und erfuhr zu seinem Erstaunen, nachdem der Postbeamte sich entfernt, daß sie von ihrem Sohne stets unfrankierte Briefe erhalte und zurückweise, da ein unauffälliges, verabredetes Zeichen auf dem Briefumschlag sie davon in Kenntnis setze, daß bei ihrem Sohne alles gut gehe. Dieses Beispiel der Selbsthilfe des Volkes gegen das hohe Porto, welches damals in den Grenzen des vereinigten Königreiches allerdings nicht weniger als 7«/t Pence für den einfachen Brief kostete, war für Rowland Hill bte unmittelbare Veranlassung zur Abfassung seiner nachmals so berühmt gewordenen Schrift vom Jahre 1837 „Die Postreform, ihre Wichtigkeit und Ausführbarkeit", in welcher er alle wirtschaftlichen und finanziellen Vorteile und den Nutzen der Reform für die sittliche und intellektuelle Hebung des Volkes hervorhob und zum Schluß darauf hinwies, daß dank der hohen Porti der Ertrag des Postbetriebes in den Jahren 1815 bis 1835 trotz eines sehr bedeutenden Bevölkerungszuwachses nicht größer geworden sei. Die Bureaukratie hinter dem grünen Tische, welche in England ebenso wie anderwärts sich in rückständigen Gedankenkreisen bewegte, und der Meinung war, daß das Publikum ihretwegen und nicht sie im Interesse der Allgemeinheit da sei, verhielt sich selbstverständlich ablehnend gegen Hills Vorschläge. Der englische Generalpostmeister Graf Lichfield sagte im Parlament, „daß von allen phantastischen und wilden Problemen, welche je zu seiner Kenntnis gelangt seien, das Hill'sche doch das überspannteste sei. Indes der Gang der Dinge widerlegte die Beamtenweisheit; der ins Publikum geworfene Funke entfachte sich zur hellen Flamme, welche in der Presse, in Versammlungen und durch Petitionen des Kaufmannsstandes genährt wurde, und wenige Jahre darauf hatte England das ersehnte Pennyporto, unter dessen Einwirkung sich der Briesverkehr schon im ersten Jahre seines Bestehens verdoppelt, nach acht Jahren sich vervierfachte und nach 17 Jahren auf das Sechsfache stieg, wenn auch die Einnahmen eine Weile hinter den gehegten Erwartungen zurückblieben. Im Gebiete des alten deutschen Bundes hatten die Verhältnisse noch viel trübseliger gelegen; aber die schon oben erwähnten 30 selbständigen Postgebiete Deutschlands waren unmöglich geworden, als hier der Bahnbau Ende der 30er Jahre in großem Umfange begann. Der österreichische Hofkammerpräsident v. Kübeck und der preußische Generalpostmeister v. Schaper luden im Jahre 1847 die Regierungen sämtlicher Bundesstaaten zu einer Postkonferenz nach Dresden ein, um die Grundlagen eines deutschen Postvereins festzustellen. So kam am 6. April der deutschösterreichische Postvereinsvertrag zu stände, dem sich sämtliche deutsche Postverwaltungcn anschlossen. ** Die Neugestaltung der Feldartillerie hat auch Abänderungen der Bestimmungen über den Unterricht der Kapitulanten zur Folge gehabt. Nach den neuen Bestimmungen werden alljährlich von jeder Feldartillerie- Brigade sieben und von der Feldartillerie-Schießschule drei Unteroffiziere oder Unteroffizier-Aspiranten der Feldartillerie kommandiert, welche in einem von dem Generalkommando zu bestimmenden Feldartillerie-Standorte gemeinsam unterrichtet werden. Der Unterricht dauert vom 1. November bis 15. März. Die besonderen Anordnungen für die Leitung dieser Schule und für den Unterricht trifft das Generalkommando; die Kommandierung der Mannschaften verfügen die Feldartillerie-Brigadekommandeure, und zwar sind in erster Linie solche Persönlichkeiten auszuwählen, welche sich freiwillig melden und welche auf Grund ihrer Führung, Leistungen in der Truppe und Vorbildung hoffen laffen, für die Feuerwerkerlaufbahn geeignet zu werden. Von den zum Schulbesuch kommandierten Unteroffizieren werden auf Grund der Leistungen und einer Schlußprüfung die zu dem Kommando zur Oberfeuerwerkerschule geeignetsten in Vorschlag gebracht. — Das Armeeverordnungsblatt macht ferner bekannt, daß für die Feldzeugmeisterei an Stelle des Entwurfs vom 5. April 1898 eine neue, durch Kabinetts- Ordre vom 2. August 1899 genehmigte Dienstvorschrift in Kraft tritt. ** Die infolge Verbreitung der Maul- und Klauenseuche verschobene Tierschau in Butzbach für Rinder, Pferde, Schweine und Ziegen soll nunmehr am 5. Oktober dort- selbst abgehalten werden. Es stehen an Preisen zur Verfügung: für Rindvieh Mk. 3660, für Schweine Mk. 800, für Ziegen Mk. 150, für Pferde ca. Mk. 400. Anmeldungen sind bis 2 7. September an den Ausstellungskommissär, Großh. Direktor Dr. von Peter in Friedberg, zu richten; Pferde sind bei Herrn Rittmeister z. D. Naegels in Darmstadt anzumelden. Da ein Ausstellungskatalog gedruckt wird, können nach dem 27. September Anmeldungen nicht mehr entgegengenommen werden. Der Auftrieb hat in Butzbach am 5. Oktober zwischen 8 und 9 Uhr zu erfolgen. ** Die Obstausstellung in Friedberg, welche am nächsten Freitag, nachmittags 3 Uhr dem Publikum geöffnet und um 5 Uhr feierlich eröffnet wird, wird, nach den eingelaufenen Anmeldungen zu schließen, wohl die schönste, welche seitens des Oberhess. Obstbauvereins abgehalten wurde. Nicht allein, daß das Obst in diesem Jahre eine prächtige Ausbildung und Schönheit erlangte, auch die Sortenwahl wird eine vorzügliche sein, sodaß die Früchte nach jeder Richtung hin ein prächtiges Bild geben werden. Dabei wird ein Glückshafen, der außerordentlich viele Gewinne enthält, dem glücklichen Gewinner manche Freude bereiten und ein guter Anziehungspunkt für den Besuch der Ausstellung sein. Es ist zu hoffen, daß auch in der Bevölkerung ein reges Interesse für die Ausstellung Platz greift und der Besuch der Ausstellung, der für die Mitglieder des Oberhess. Obstbauvereins frei ist, ein sehr eifriger wird. ** Zum Fall Dettweiler. Man teilt mit, daß die schöne Geschichte von Verweisen, die am Schluffe der Mitteilung über das Urteil in Sachen des Oberschulrats Dettweiler erzählt wird, nach dem Ergebnisse der Verhandlungen einige Lücken aufweift, die hier nachgetragen seien. Aus den Weiterungen, die jener Vorfall nach sich zog, wollte Dr. Schrohe es zunächst begründen, daß er, obwohl er bis zuletzt, wie Herr Rechtsanwalt Hallwachs zusammenfaßte, „bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit den Direktor Dettweiler als seinen „hochverehrten Lehrer auf Auch in den anderen europäischen Staaten ist der Verlauf der Dinge ein ähnlicher gewesen. Es war aber schon damals, wo sich die ersten Ansätze des internationalen Weltverkehrs entwickelten, klar, daß die Reformen hiermit nicht abgeschlossen sein könnten, und so kam es denn schon in den 60er Jahren zu den ersten, allerdings erfolglosen Anläufen zur Schaffung größerer internationaler Post- verbände. Merkwürdigerweise verhielt sich das im übrigen so fortgeschrittene Frankreich am meisten ablehnend gegen alle derartigen Pläne, und Preußen-Deutschland war es be- schieden, bahnbrechend auf diesem Gebiete voranzugehen, — demselben Deutschland, welches im Jahre 1845 noch der rückständigste europäische Großstaat auf dem postalischen Gebiete gewesen war, und sich nun als führende Macht an die Spitze stellte. Wie kindisch sich das allerdings kurz vorher durch seine Niederlagen in seinem Stolze tätlich beleidigte Frankreich benahm, zeigt das Verhalten desselben, als 1871 die Postverträge mit Deutschland erneuert werden sollten. Frankreich war damals zu keinem halbwegs vernünftigen Post- vertrag mit Deutschland zu bringen, bis letzteres endlich mit dem gänzlichen Abbruch des Postverkehrs drohte, was zur Folge gehabt hätte, daß die deutsch-französische Grenze zu einem unüberschreitbaren Wall für alle Postsendungen geworden wäre. Schließlich gaben unsere gallischen Nachbarn nach und zwar nur, weil sie in ihrem Verkehr mit Dänemark, Oesterreich, Rußland u. s. w. auf die Willfährigkeit Deutschlands als Durchgangsland angewiesen waren. Inzwischen hatte Deutschlands Generalpostmeister Dr. Stephan neue Pfade betreten. Sein Gedanke war es, an Stelle der zahlreichen Postverträge mit den auswärtigen Staaten einen einheitlichen Vertrag zu setzen, der die Länder Europas zu einem einzigen Verkehrsgebiet vereinigen sollte. Im Jahre 1868 verfaßte er zu diesem Zwecke eine Denkschrift, und das Resultat derselben war, daß am 15. September 1874 auf Deutschlands Einladung in Bern der erste internationale Postkongreß zusammentrat. Das war der Geburtstag des heutigen Weltpostvereins. Auch damals stand Frankreich grollend bei Seite. Als es pädagogischem Gebiet" feierte und seiner unauslöschlichen Dankbarkeit versicherte, dennoch über jedes Vorkommnis genau Buch führte, um „einmal eine Waffe gegen ihn zu haben". Für dies Verfahren erklärte der Verteidiger gar keinen passenden Ausdruck finden zu können. Dr. Schrohe selbst erklärte, als er die von Direktor Dettweiler gesandten Aprikosen zurückschickte, habe er nicht gewußt, daß an demselben Morgen, als er schon das Gymnasium verlassen hatte, alle Lehrer, wie alljährlich, von den Erzeugnissen des Direktor-Gartens erhalten hätten. Die Belehrung, die ihm Direktor Dettweiler zu Teil werden ließ und wegen deren er sich beschwerend an das Großh. Ministerium (nicht an Oberschulrat Soldan) wandte, wurde von dem damaligen Vorsitzenden der Schulabteilung als viel zu milde bezeichnet, kann also kein „Verweis" gewesen fein. Dr. Schrohe gab in der Verhandlung zu, daß er für sein Verhalten damals Herrn D. um Verzeihung gebeten habe. *• Postanweisungen mit Postkarten. Betreffs der am 1. Oktober zur Ausgabe kommenden Postanweisungen mit anhängender Postkarte ist neuerdings noch folgendes bestimmt worden: 1) Im Verkehr mit Bayern und Württemberg sind diese Postkarten wie Antwort- Postkarten zu behandeln. 2) Bei Nachsendung der Postanweisung nach einem Orte außerhalb Deutschlands wird die Karte zur Benachrichtigung des Absenders über die erfolgte Nachsendung seitens der Postanstalt benutzt. 3) Bei unbestellbaren Postanweisungen ist die angehängte Postkarte dem Absender zu überlassen. ** Der Verein der Dentisten de8 Großherzogtums Hessen hielt kürzlich im „Hotel Britannia" zu Darmstadt unter Anwesenheit des Herrn Regierungsrat Noack eine Versammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Brischossky- Darmstadt, eröffnete die Sitzung, dankte den Anwesenden für ihr Erscheinen und erteilte dem Kollegen Staudt- Michelstadt das Wort zur näheren Ausführung über die Ziele der Vereinigung. Herr Staudt berichtete über den Gang der wissenschaftlichen und praktischen Ausbildung der Zahnärzte, Dentisten, Zahntechniker und betonte, daß heute im Deutschen Reich über 4000 Personen Zahnheilkunde ausüben, wovon auf den Stand der in Deutschland approbierten Zahnärzte etwa nur 1000 entfallen, während die übrigen mehr als 3000 als Dentisten, Zahntechniker u. dgl. praktizieren. Technische Ausbildung sei die Hauptsache der Zahnheilkunde, dieselbe haben die meisten Dentisten oder Zahntechniker vollauf genossen (mindestens dreijährige Lehr- und mehrjähige Gehilfenzeit). — Gold-, Platin- und Kautschuk- Gebisse, Kronen- und Brücken-Arbeiten, Obturatoren, Nichtmaschinen zur Regulierung schiefstehender Zähne, das Füllen der Zähne usw. seien technische Arbeiten, welche von der manuellen Geschicklichkeit des Praktikers abhängen. Herr Hofzahnarzt Dr. Telchow schreibe hierüber an Herrn Professor Witzel (beide Autoritäten): „Der zahnärztliche Stand ist ehrlich gestanden nichts weiter als ein Kunstgewerbe und wird fälschlich ärztlich genannt." Gehört hiernach die Zahnheilkunde hauptsächlich in das Gebiet der Technik, so müsse für den weiteren Aufschwung dieses Kunsthandwerks eine Fachschule gegründet werden, auf welcher jedem Schüler auch die Gelegenheit geboten sei, sich einer Prüfung zu unterziehen. Staudt wies weiter darauf hin, daß die heutigen Beratungen einen Beschluß zu Tage fördern möchten, auf welche Weise die besten Mittel und Wege gefunden werden, den Stand der Dentisten, Zahntechniker zu heben und ihm ähnlich wie den Zahnärzten eine staatliche Approbation zu verleihen. Nach einer sehr lebhaften Besprechung, bei welcher auch die Gründung einer Zahnkünstler-Jnnung ausführlich behandelt endlich nach längerem Zögern Vertreter zu dem Kongreß entsandte, erwies es sich, daß dieselben keine Vollmacht zum Vertragsabschluß hatten. Der Vertrag kam aber am 9. Oktober 1874 auch ohne Madame la France zustande, Frankreich mußte schließlich sein Schmollen aufgeben und trat ein Jahr später mit Gültigkeit vom 1. Januar 1876 dem Vertrage bei. Die Wahrheitsliebe zwingt uns übrigens, hinzuzufügen, daß Frankreich, dessen damaliger Finanzminister Löon Say sein Land aus der selbstgewählten Isolierung herausriß, seitdem eines der eifrigsten Mitglieder des Weltpostvereins geworden ist. Das Wachstum des Vereines, der schon bei seiner Gründung 22 Staaten mit einem Areal von 37 Millionen Quadratkilometer und 350 Millionen Einwohnern umfaßte und sich auf Europa, Egypten, die Vereinigten Staaten von Nordamerika und kleinere Teile Asiens und des nördlichen Afrikas erstreckte, war ein überraschend schnelles, ebenso wie dasjenige seiner geschäftlichen Manipulation, welche, auf dem Briefaustausch aufbauend, anfänglich nur Briefe, Postkarten, Drucksachen, Zeitungen, Warenproben und Geschäftspapiere umfaßten. Zur Zeit des zweiten Post- kongresses 1878 in Paris war durch Beitritt anderer Länder, unter denen auch das aufstrebende Japan sich befand, das Vereinsgebiet bereits auf 67 Millionen Quadratkilometer mit 750 Millionen Einwohnern gewachsen und 18 bezw. 16 Vereinsländer verpflichteten sich auf demselben zum Austausch von Wertbriefen und Postanweisungen. Die Pariser Konferenz von 1880 brachte die Ausdehnung des Verkehrs zwischen 22 Ländern auf Postpackete bis zu 3 Kilo, ein Gewicht, welches auf dem Kongreß zu Lissabon eine Erhöhung auf 5 Kilo erfuhr, wobei gleichzeitig der internationale Postauftragsdienst bis zu 1000 Franks beschlossen wurde. Das Verkehrsgebiet umfaßte damals 83 Millionen Quadratkilometer mit 848 Millionen Einwohnern. Im Jahre 1895 endlich waren es bereits 102 Millionen Quadratkilometer mit 1035 Millionen Einwohnern, welchen über 220000 Postanstalten zur Verfügung standen. Befördert wurden im Jahre 1892 nicht weniger als 16821 Millionen Sendungen, darunter 7824 Millionen Briefe, 6611 Millionen Drucksachen und Warenproben, 1760 Millionen wurde, kam man zu dem Beschluß, den Verein in feiner seitherigen Gestalt unter dem Namen Verein hessischer Dentisten bestehen zu lassen, als ein Glied des über ganz Deutschland ausgebreiteten Centralvereins deutscher Zahn- künstler. Um aber die Frage für Ausbildung der Gehilfen und der Einrichtung von Fachkursen näher treten zu können und innerhalb des Großherzogtums an einer größeren gewerblichen Organisation festen Anschluß zu finden, wurde beschlossen, daß der Verein dem Landesgewerbeverein als korporatives Mitglied beitrete. _ ** Das mit dem 1. Januar 1900 im Großherzogtum Hessen in Kraft tretende Gesetz über den Urkundenstempel bringt recht einschneidende Aendemngen: Aerzte und Apotheker zahlen außer einer Gebühr von 40 Mk. für Staatsprüfung und Zeugnis 10 Mk. für den Approbationsschein; für Beurkundung des Austritts aus Kirche ober Religionsgemeinschaft erhebt der Staat 6 Mk. Stempel, Jahreskarten für öffentlich ausgestellte Automaten und Musikwerke kosten 10 bis 40 Mk. und bei besonders leistungsfähigen Instrumenten kann die Abgabe bis auf den zweifachen Betrag erhöht werden; Jahreskarten für Automobile werden gegen Erlag von 5 bis 50 Mk. ausgegeben. Für Gestattung einet Beerdigung in privaten Begräbnissen beträgt der Stempel 10 bis 300 Mk. Beglaubigung einer Unterschrift kostet 1 Mk., beim Ortsgericht wie seither 20 Pfg. Bei Charaktererteilungen kostet der Stempel 50 bis 300 Mk. Befreit sind davon die Staatsdiener und die Personen, denen vom Großherzog die Taxe erlassen ist. Die Legitimationskarte für reichsinländische Handlungsreifende stellt sich auf 5 Mk., für ausländische auf 25 Mk. Für Luxuswagen und Luxuspferde sind jährlich 20 Mark zu entrichten. Die Radfahrkarte ist mit jährlich 5 Mk. bewertet. Pacht- und Mietverträge, Mobiliarversteigerungen, Bau- und Lieferungsverträge, Kreditverträge, Schuldverschreibungen aller Alt, Schuldversprechen, Schuldanerkenntnisse und Abrechnungen unterliegen einem Stempel von 10 Pfg. von jedem angefangenen 100 Mk. des Wertes, für Vollmachten ist eine Gebühr von 2 Mk., für Generalvollmachten bei einem Wert des Vollmacht-Gegenstandes von 50,000 bis 100,000 Mk. eine solche von 20 Mk. und bei einem Wert über 100,000 Mk. hinaus von 40 Mk. zu entrichten. Wechselproteste erheischen einen Stempel von 2 Mk. und bei Wechselbeträgen über 2000 Mk. einen solchen von 3 Mk. Man sieht, die Steuerschraube wird in Hessen kräftig angezogen. § Aus dem DivifionSmanöver im Vogelsberg, 19. Sept. Das gestrige Divisionsmanöver der 49. Jnfanteriebrigade, bestehend ans den Regimentern Nr. 115, 116 und 118 gegen die 50. Jnfanteriebrigade, die aus den Regimentern Nr. 117 und 118 besteht, fand in dem südwestlichen Teil der Gemarkung Ruppertenrod statt. Recht ungünstiges Wetter begleitet die Vogelsberger Manöver. Der verflossene Samstag glich ganz dem unvergeßlichen Manöverwetter der Kaisermanöver, die vor zwei Jahren in der südlichen Wet- teran stattgefunden. Die Divisivnsmanöver nahmen ihren Anfang am verflossenen Freitag in der Gegend östlich von Ulrichstein. Die 49. Brigade kam aus der Umgegend von Lauterbach, die 50. hatte Ausstellung auf der Straße von Ober-Seibertenrod nach Ulrichstein genommen und rückte dann ostwärts vor. Bei Eichenrod kam es zum Zusammentreffen der Divisionen. Die Truppen rückten an diesem Tage in die Biwaks. Am Samstag entspann sich das Gefecht bei Ulrichstein. Terrassenförmig lagerten die Schützenlinien dem Ulrichsteiner Schloßberg hinan. Den anrückenden Feind konnten die 117er und 118er so wirksam beschießen. Postkarten, 42 Millionen Briefe mit Wertangabe, 307 Millionen Postanweisungen, Postaufträge und Nachnahmen und 276 Millionen Packete. Mit der Erschließung und dem völligen Anschlüsse Chinas an den Verein wird derselbe den ganzen Erdball umfassen. Aus der Zahl der Briefe, welche pro Kopf der einzelnen Staaten befördert werden, läßt sich ein interessanter Rückschluß auf den Bildungsgrad und die materielle Entwickelung der einzelnen Staaten machen. Es entfallen auf den Kopf der Bevölkerung in: England 52,8, Vereinigte Staaten 46,5, Schweiz 30,6, Deutschland 26,4, Belgien und Niederlande 19,3, Frankreich 16,9, Oesterreich Ungarn 10,3, Italien 6,1, Japan 4,3, Rußland 1,5 und Britisch-Jndien 0,9 Briefe. Die Schweiz nimmt hierbei wegen ihres Fremdenverkehrs eine Ausnahmestellung ein, die ihr eigentlich nicht zukommt, und Deutschland erscheint nur deswegen erst an vierter Stelle, weil sein ungeheuer entwickelter Telephonverkehr zwischen 800 mit Berlin telephonisch verbundenen Städten Hunderte Millionen von Briesen unnötig macht. Der Weltpostverein ist übrigens noch lange nicht an der Grenze seiner Leistungen. Eines der wichtigsten Probleme, die von ihm noch zu losen sind, ist die Schaffung einer internationalen Postsparkasse. Die diesbezüglichen Anträge sind bisher nur deswegen abgelehnt worden, weil die verschiedenen Währungs- und Münzverhältniffe einen sehr komplizierten Apparat erforderlich machen, werden aber zweifelsohne früher oder später in Erfüllung gehen. Dasselbe gilt von der Einführung einer überall gültigen Welt- Postmarke. Dieselbe ist ein unabweisliches Bedürfnis, umsomehr als der zur Antwort bestimmte Teil einer inter- nationalen-Weltpostkarte mit Antwort schon heute ein Postwertzeichen ist, welches von jedem anderen Lande befördert werden muß, also gewissermaßen schon eine Weltpoftkarte mit allgemeiner Gültigkeit darstellt. Neben den greifbaren materiellen Vorteilen, welche der Weltpostverein bietet, darf man übrigens auch nicht die wertvollen Unfchätzbarkeiten vergessen, welche darin liegen, daß der Verein um die ganze Menschheit ein Band schlingt und sie zu einem Weltbürgertum in edlem Sinne vereint. Darin liegt der fruchtbare Keim und die Saat für die Zukunft. finem ® Die 50. roe*bboten Mp-r"" Die 50 w MI genommen feuer der W W g* SteOung g- 7 feit, W , an die EE diese wn In?*; .Moqen, bedats «” mb ab« bejonber «ende d-d ** T wieset große«SM «bet mit MtW in der Hingegen» t 0 Wetten! sionsmanöver der - glitschrigen, aufgen vorüber. Das Psi kam so unglücklich Bein brach. Zmei in den Wagen schaj -er Keiler unter dc glücklicherweise ohne ereignete sich am t Familie. Hier hat nicht beherzigt: Spi PahMrvne hatte dieser Patrone bat sich - ob durch ll gestellt bleiben — achtjährigen Knabe Auge. Einen Mill Auge gegangen, c aber im Gesicht bi Mba, 19. S Jahren hier nicht meister, Herr R Trauerzug eröffnet das beim Heraus/, bie Unterbringung Bei den dern «setters am $] quartier) bezogen n Ä- fr» 400 Vftrbe un in Wf°h nur A QlMierlk ■äSi “Ä MF und EtWilSe J( $ 55? hb£ am @roi Ä 25 ? als sl, uckc ««gebot bei Ityner, 1 Laufmädch vaushaltes, 1 Schrei Nachfrage d l Tapezier, eine 8lm Meiner, 2 Hausbars 8e9en tägliche Vergüt k Laufmädchen, 1 La Kauen für ständige $ iw VogeNng, 19. Sept, er 49. Jnfanteriebrigade, Nr. 115, 116 und 118 die aus den Regimentern in dem südwestlichen Teil M Recht ungültiges lanöüer. Der oeMene ichen Manöverwetter btt in in der südlichen Wet- ^tzMUvvn uachmis ichrru n der Gebend Mch von n aus der Umgegend von ung aus der Straße von ein genommen und rückte )d kam es zum Zusammen- ruppen rückten an dieftm Stag entspann sich das w •mig lagerten die Schützen- q hinan. Denanrückenden 8er so wirksam beschießen. ft mit Wertangabe, M tausträge und Nachnahmen her Erschließung und dem n Verein wird derselbe cn -Ich- pr°S°»'d°'7L', ff« entfallen auf den 8 Pf 8 ■SÄ’Ö 5 ist dre W Anträge Die weilte^ übrige«- Lr»S den $trei„ . " Vere "'.'Ns-iner °^lied "^er ?ein6 beXÜbet S«nz Mk. fürB°^ker ‘ob«i»M4ein;^ 5M* £»*'s S?» • 1Ä Tempel io kostet IM. Sei Charakter- b"N*, benen bom . Nioatiotiflatte *bt M H «uf J" ®at,f i« entrichten. o.Mk. bewertet. Pacht- Gerungen, Bau- und ■' Schuldverschreibungen ldanerkenntnisse und Ab- W1 von 10 Pfg. von Wertes, für Vollmachten Generalvollmachten bei taube« von 50,000 bis Rt. und bti einem Wert ■ 40 M. zu entrichten, rtemprl von 2 Ml. und ■ einen solchen von 3 Mk. ird in Hessen kräftig an- Ginem Sturmangriff der 49. Brigade mußte hiernach die 50. weichen. Die gestrigen Manöver in der Gemarkung Ruppertenrod boten ein äußerst interessantes Bild kriegerischer Hebungen. Die 50. Brigade hatte frühzeitig den an der Straße gelegenen Burgwald besetzt, der vorzügliche Deckung bot. Bon hier aus konnte sie den auf der Ohmstraße hermarschierenden Feind in günstigster Art mit ihrer Artillerie beschießen. Sehr rasch hatte die Artillerie der 49. Brigade rechts von der Straße nach Groß-Eichen Posten genommen und nun entwickelte sich unter lebhaftem Geschützfeuer der Angriff der 49. Brigade. Durch eine Rechtsschwenkung griff sie den linken Flügel des Feindes an, warf diesen zurück und nahm bann unter Trommelwirbel die Position des zurückgehenden Truppenkörpers. Unterhalb Mücke hatte die zurückweichende 50. Brigade wieder neue Stellung genommen, und abermals entwickelte sich ein Gefecht, das jedoch von kürzerer Dauer war. Der Sammelruf an die Offiziere zur Kritik beendigte diesen Manövertag. Daß diese Divisionsmanöver, die sich unmittelbar an der Straße zwischen Mücke und Ruppertenrod abspielten, Scharen von Schaulustigen aus den umliegenden Ortschaften herangezogen, bedarf wohl keiner weiteren Bemerkung. Betont muß aber besonders werden das freundliche, entgegenkommende Verhalten der Truppen und ihrer Offiziere gegen das zahlreiche Publikum. Für den gestrigen Abend waren wieder größere Biwaks vorgesehen. Die Truppen bezogen aber mit Rücksicht aus das ungünstige Wetter Notquartiere in der Umgegend von Grünberg. Ruppertenrod, 19. September. Die gestrigen Divisionsmanöver der 49. und 50. Brigade gingen durch den glitschrigen, aufgeweichten Boden nicht ohne einzelne Stürze vorüber'. Das Pferd eines Artilleristen stürzte, und dieser kam so unglücklich unter dasselbe zu liegen, daß er ein Bein brach. Zwei hiesige Einwohner halfen den Verletzten in den Wagen schaffen. Obwohl auch bei anderen Stürzen der Reiter unter das Pferd zu liegen kam, ging es hier glücklicherweise ohne Verletzungen ab. — Ein ernster Unfall ereignete sich am vergangenen Sonntage in einer hiesigen Familie. Hier hatte ein einquartierter Soldat das Wort nicht beherzigt: Spiele nicht mit Schießgewehr! Von einer Platzpatrone hatte er den Holzpropfen entfernt, und mit dieser Patrone das Gewehr geladen. Der Schuß entlud sich — ob durch Unvorsichtigkeit oder mit Absicht muß dahin gestellt bleiben — und die ganze Pulverladung ging einem achtjährigen Knaben in das Gesicht, direkt unter das linke Auge. Einen Millimeter höher, und der Schuß wäre in das Auge gegangen. Sv wurde nur die Hornhaut verletzt, sonst aber im Gesicht die Haut arg versehrt. Nidda, 19. September. Heute wurde mit einer feit Jahren hier nicht gesehenen Beteiligung der Altbürger- meister, Herr Rull mann, zur Erde bestattet. Den Trauerzug eröffnete die Feuerwehr mit ihrem Musikchor, das beim Heraustragen der Leiche aus dem Hause den Choral „Jesus, meine Zuversicht" spielte; es folgten Kriegervereine, Männergesangvereine, Turnverein, der Gemeinderat, Schul- und Kirchenvorstand und eine große Menge Leidtragender aus der Nähe und Ferne. Geboren 1826, war der Entschlafene, nur mit den Kenntnissen der Volksschule ausgerüstet, nachdem bei dem damaligen Kreisamt Nidda als Gehilfe eingetreten, zum Dekanatskirchenrechner, Rechner mehrerer Gemeinden, Gemeinderat, Beigeordneten und 1869 zum Bürgermeister emporgestiegen, welches Amt er erst 1898 Alters halber niederlegte. Außerdem war er Sparkassenrechner bis 1897, ausführendes Mitglied des Kirchen- vorstandes, Mitglied des Vorstandes der Kleinkinderschule und der Armenkommission. Vor 3 Jahren feierte er das Fest der silbernen Hochzeit, bei welcher Veranlassung er von Allerhöchster Stelle das Bildnis des Großherzogs und das Verdienstkreuz des Ordens Philipps des Großmütigen erhielt. Herr Dekan Hofmeper würdigte diese Verdienste in der Grabrede, Herr Pfarrer Werner wies auf die Gnade Gottes hin, die der Entschlafene so reichlich in seinem Amt und seiner Familie erfahren habe. Unter den vielen Kranzspenden ist noch der Kranz zu erwähnen, den die Gemeinde durch ihren Beigeordneten niederlegen ließ. Der Männergesangverein brachte einen Grabgesang zum Vortrag. N. R. Reichelsheim i. W., 18. September. Gestern fand hier eine Lokal-Ob st aus st ellung statt, die sehr schön beschickt und auch, trotz des schlechten Wetters, von außen besucht war. Es soll von dem hiesigen schönen Obste eine Sammlung für die große Ausstellung in Dresden gemacht werden. A Mainz, 19. September. Bezüglich der nicht endenwollenden Verhandlungen zwischen dem Militärfiskus und der städtischenVerwaltung hier wegen Austausch und Veräußerung mehrere größerer militärsiska- lischer Geländekomplexe ist nach nochmaligen Besprechungen mit Vertretern der Intendantur in Kassel jetzt seitens des hiesigen Oberbürgermeisters den Stadtverordneten eine als vertrauliches Aktenstück bezeichnete Denkschrift zugegangen. Aus dem Schriftstück läßt sich soviel erkennen, daß der Militärfiskus bei den letzten Verhandlungen einiges Entgegenkommen bethätigt hat, und jetzt eine Grundlage zum Abschluß eines Uebereinkommens gegeben ist. Nach dem Uebereinfommen wird die Stadt die Schloßkaserne, das Reicheklarakloster, die Welschnonnenkaserne und das Militärschlachthaus in Eigentum erhalten, wogegen die Militärbehörde Terrain für eine neue Jnfanteriekaferne und eine neue Militärbäckerei erhalten wird. Außerdem hätte die Stadt den Aufbau der Kaserne zu bewerkstelligen. t* Ans Rheinhessen, 19. September. Durchgängig ist in der diesseitigen Provinz die Lese der Frühchurgunder- t raub en beendigt. Das Quantum ist noch hinter den geringen Erwartungen zurückgeblieben, indem nur 1/8 bis höchstens */, Herbst geerntet wurde. Bezüglich der Quantität gehen die Ansichten auseinander, da, trotz der Süße, die Trauben wegen der eingetretenen feuchten Witterung nicht allgemein ausgereift haben. t* Ans dem Großherzogtum Hessen, 19. September. Für die bevorstehenden Landtagswahlen kandidiert in dem bisher von dem Großgrundbesitzer Römer von Alzey vertretenen Wahlkreis Alzey, der Gutsbesitzer Lichtenstein vom Windhäuser Hof bei Niederolm. Lichtenstein, der sich der freisinnigen Richtung zuneigen soll, hatte sich bet der im Frühjahr gegen die hessische Weinsteuer ins Leben gerufenen Agitation an die Spitze gestellt, was zur Folge hatte, daß er an Stelle des für die Weinsteuer plaidierenden seitherigen Abgeordneten Hirsch von Alsheim zum Präsidenten des landwirtschaftlichen Vereins von Rheinhessen gewählt wurde. Fulda, 17. September. Am vergangenen Donnerstag nachmittag gegen 4 Uhr, als der Zug nach Tann den hiesigen Bahnhof verlassen wollte, bemerkte ein Reisender, daß einem neben ihm sitzenden geistlichen Herrn unwohl wurde. Die sofortige Hilfeleistung konnte aber nichts andere« mehr verrichten, als eine Leiche aus dem Wagen heben und ins Assistentenzimmer tragen. Der herbeigerufene Arzt konstatierte den Tod und bezeichnete einen Schlaganfall als Todesursache. Auf Grund vorhandener Papiere konnte fest- gestellt werden, daß die Leiche mit dem 59 Jahre alten Pfarrer Julian Goldbach aus Großbardorf, Bezirksamt Königshofen in Bayern, identisch ist. Diese« bestätigt auch sein Neffe, der Gastwirt Karl Oswald von Langenbieber, zu dem sein Onkel auf Besuch reisen wollte. Der Verlebte ist aus Weyhers (Rhön) gebürtig, studierte in Münnerstadt und Würzburg und kam zuletzt in das hiesige Priesterseminar; er war erst einige Jahre auf der bayerischen Pfarrei Groß-Bardorf. Verkehr, nutz DMsrvirtsthast. Verlosungen. Obligationen deS franz. Kredit Foncier. Ziehung am 5. September. Auszahlung am 2. Oktober 1899. 3proz. Prämien-Obligationen von 1879. 2 Gewinne von 100,000 Fr. fielen auf Nr. 25100 und Nr. 1493538, 1 Gewinn von 25,000 Fr auf Nr. 1676877, 2 Gewinne von 10,000 Fr. auf Nr. 1283604 und Nr. 1300651, 5 Gewinne von 5000 Fr. auf Nr. 136610, 177800, 208842, 683133, 996903. Prämien-Obligationen von 1885. 1 Gewinn von 100,000 Fr. fiel auf Nr. 589737, 1 Gewinn von 25,000 Fr. auf Nr. 300565, 6 Gewinne 5000 Fr. auf Nr. 81016, 231165, 582553, 813999, 831342, 937714. 3proz. Prämien-Obligationen der öftere. Boden-Kredit- Anstalt II. Em. von 1889. Ziehung vom 5. September. Der Hauptgewinn von 50,000 fl. fiel auf Ser. 1914 Nr. 8, 2000 fl. auf Ser. 6159 Nr 45, je 1000 fl. auf Ser. 279 Nr. 46, Ser. 5500 Nr. 8, je 200 fl. auf Ser. 950 Nr. 50, Ser. 1462 Nr. 11, Ser. 2509 Nr. 26, Ser. 3200 Nr. 46, Ser. 3736 Nr. 16, Ser. 5744 Nr. 48, Ser. 6533 Nr. 41, Ser. 6535 Nr. 33, Ser. 7204 Nr. 49, Ser. 7925 Nr. 13. Die Auszahlung findet am 1. Februar 1900 statt. Fürst Palffh 40 ft.Lose vom Jahre 1838. Ziehung am 15. September 1899. Auszahlung am 15. März 1900. Hauptgewinne. Nr. 5468 40,000 fl., Nr. 82892 4000 fl., Nr. 72165 2000 fl., Nr 5411 35163 L 400 fl, Nr. 5149, 30091, 63607, 79341, 86650 ü. 200 fl. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftrabe L. Angebot der Arbeitnehmer» 1 Heizer, 2 Schneider, 1 Hausbursche, 1 Taglöhner, 1 Laufmüdchen, 1 Hausmädchen, 1 Frau zur selbstständigen Führung emes Haushaltes, 1 Schreibgehülfe. Nachfrage der Arbeitgeber» 1 Drechsler, 1 tücht Küfer für Holzarbeit, 1 Tapezier, eine Anzahl Maschinenschlosser, 1 Schmied, 2 Schuhmacher, 2 Bauschreiner, 2 Hausburschen, 10 tücht. Bergarbeiter, 10 Taglöhner, 1 Schreinerlehrling gegen tägliche Vergütung, 1 Lehrling für eine Schirmfabrik bei täglicher Vergütung, L Laufmädchen, 1 Lauffrau, 2 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit, 2 Wasch- frauen für ständige Wochenarbeit, 1 Flickfrau._____________________________________ Bekanntmachung, die Unterbringung der Truppen während der Korpsmanöver betreffend. Bei den dermaligen Korpsmanöoern soll für den Fall schlechten Wetters am 2L und 2S. d. MtS. „enges Quartier" (Not- quartier) bezogen werden, und zwar ist — neuester Anordnung zufolge — beabsichtigt, für diesen Fall in Gießen ea. 6500 Manu und 200 Pferde unterzubringen. Da bei so starker Einquartierung die hier sonst übliche Unterbringung in Mietquartieren unmöglich ist, muß die ganze Einwohnerschaft zur Quartierleistung herangezogen werden, und zwar soll die Verteilung möglichst gleichmäßig, nach Maßgabe der verfügbaren Räume (mit dnrchschnitt- lich 1 bis 2 Mann auf das Stockwerk) erfolgen. Zur Quartierleistung verpflichtet sind alle Bewohner (nicht etwa nur die Hausbesitzer); da jedoch bei der Kürze der verfügbaren Zeit eine Verteilung der Einquartierung auf die einzelnen Wohnungen nicht mehr möglich ist, erfolgt die Verteilung — nach Beschluß der städtischen Ein- quartierungs-Kommiffion — lediglich auf die ganzen Hofraiten, wobei es Sache der Hausbesitzer bezw. Hausverwalter ist, ihrerseits die Verteilung auf die einzelnen Wohnungen nach Maßgabe ihres Umfangs vorzunehmen; in Streitfällen entscheidet hierbei die städtische Einquartierungs-Kommission. Den Truppen ist bei „engem Quartier- nur „zuständig eine Lagerstätte von frischem Stroh, Gelegenheit zum Aufbewahren der Waffen und Montierungsstücke rc., sowie Mitbenutzung vorhandener Kocheinrichtungen und Erleuchtung der Unterkunftsräume bis abends 10 Uhr." Wir sind j-doch Überzeugt, daß die Einwohnerschaft Gießens sich nicht auf die Gewährung der Mindestleistungen beschränken, ihre Einquartierung vielmehr so gut als möglich unterbringen wird. Gießen, am 18. September 1899. 6756 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Alice-Schule. Beginn de« Wintersemesters Montag den 9. Oktober, Ausnahme der Schülerinnen morgens 9 Uhr. Unterricht in Hand- ünd Maschinennähen, Stopfen, Flicken, Sticken und Kleidermachen, sowie der modernen Hand- arbeiten, als Schnitzen, Brandmalerei u. s. w. Mündliche Auskunft vom 25. September an durch die Oberlehrerin L. Möser, Gartenstraße 80. Schriftliche Auskunft jederzeit. 6553 01 in pfeli hi nij ini Als MWlichk MW* empfehle: pr. Fl. o. Gl Gardcner Wosek.....50 Pfg. Hraacher „.....70 „ Aettinger „.....90 „ ZSrauneöcrger,,.....100 , Laubenheimer Mein ... 60 „ Appenheimer „ .... 75 v Niersteiner „ .... 100 „ Staf. Aotwein......60 „ Warca Itakia......90 „ Bei 10 Flaschen und bei Faßbezug Preisermäßigung. 4013 Louis Lind, Weinhandlung, Kirche,»platz 10. W ■S HEdlLLiJ i KINDERMEHk ( MILCHPULVER I jlj NAHRUNGSMITTEL FÜR KLEINE KINDER,i Leibniz Ce :es HANNOVER^ CAKES-FABRIK . e M jiim ,i!.iiL|.TO EL j DER-BESTEil H-BAHLSEiM- Güler privat-MMMch. 6703___________Goethestraße 46, l. Nestors Terrasse. Täglich frische Maffei«. 3828 Bauernbrod (Kornbrod) 4 Pfund 42 Pfennig bei 6598__________Bäcker Klingelhöffer. Darmstädter Pferde - Lotterie. Ziehung am 11. Oktober. I Los nur I Mk. 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