m Kreuz Bahnhofstraße 51 ^önigjee ’u?toaOH|ö(t)mo>ttner ^ughtbe Ausführung. ittelung bei -ßen, LtLkMkz 7. S c°Dcor£ . Anfe"g 8 Ckf neiie »'»«ff«, Dörnberg r. Klange pr. $b. * 4.« »nchong r , a — nen-Thee . „ ' ö.— i HtschmaL.tzW isetaMt Wen „ i jedem Umfange. ler Bedarfs-Artikel. ! kostenfrei, -ss Itttftab/, ä M. 1.- 15000 ML Werl x, W 25 Lrytmd« cb&eker,fan^5uen^ n wilT inge» SSn** rhten Ausföhnmg kerei (Piets«11 Erben) «IlntttvöUer in L-Ms Nr. 222 Erstes Blatt. Donnerstag den 21. September 1809 Meßmer Anzeiger Henerat-Unzeiger Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfß. vierteljährlich. xetugsprel» vierteljährlich 2 Mark 20 Psß. monatlich 75 Pftz. mit Bringerloh«. Ännrhme Uta Anzeigen zu der nachmittags für den ’feigrnbex Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-BermittlungSstelleu bei In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger eatgtgou Orscheiut ttgNch mit Ausnahme deS RontagS. Di« Gießener SettHHeelfitter werden dem Anzeiger rvöcheutlich viermal brigelegt. Aittts- und Anzeigeblutt suv den ISveU Gieren. Aetzaktton, Expedition und Druckerei: Schutflraßc Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Ktätter für hessische Volkskunde. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Motto: Laß die Gehässigkeit nur kreisen. Ein totes Kind entspringt den Weh'n, Wer andre will herunterreißen. Muß offenbar selbst tiefer steh'n! Der Kampf ums Dasein treibt die „Gießener Allerneuesten Nachrichten" in eine künstliche sittliche Entrüstung darüber, daß der „Gießener Anzeiger" von seinem Hausrecht Gebrauch macht und — wie überall üblich — zu Beginn der winterlichen Jahreszeit Probenummern verteilen läßt. Daß er dabei die entlegensten Winkel gerne der friedliebenden Base und Nachbarin von hinten überläßt, bedarf unseren Lesern gegenüber keiner Versicherung. Die Kellerluft atmenden basenhaften, klebrigen Bosheiten der Friedliebenden fürchten wir keineswegs, und halten es ihrer Jugend zugute, wenn sie im Drange der Gefühle über das Ziel hinausschießt. Mag sie immerhin nach berühmten Mustern, die ihr, wie ihrer verflossenen Vorkämpferin sehr nahe zu liegen scheinen, schimpfen. Nach Lage der Dinge kann sie durch ihre wüsten Ausfälle und kindische Handlungsweise nur für den „Gießener Anzeiger" Stimmung machen, der allerdings bedächtiger und verständiger zu handeln pflegt, und weniger leicht erregbar ist. Uns solls recht sein. Die's am längsten aushalten, sind bekanntlich die besten. Das Alter hat auch seine Vorzüge. Redaktion und Verlag des „Gießener Anzeiger". Amtliche Wl. Bekanntmachung. Betr.: Erweiterung des Bahnhofs Gießen; hier: Enteignungsverfahren. Die Königliche Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. hat namens des Großherzogtums — Landeseigentum — auf Grund des Preuß.-Hesf. Staatsvertrags vom 23. Juni 1896, sowie namens des Königlich Preußischen Staates, dem durch § 1 der Großh. Verordnung vom 12. April 1899 (Reg.-Blatt Nr. 13 von 1899) das Recht erteilt worden ist, das zur Erweiterung des Bahnhofs Gießen in der Gemarkung Gießen erforderliche Gelände nach Maßgabe des Enteignungsgesetzes vom 26. Juli 1884 zu erwerben, in Gemäßheit der Art. 22 ff., dieses Gesetzes Antrag auf Einleitung des Enteignungsverfahrens bezüglich des folgenden in der Gemarknng Gießen belegenen Geländes gestellt: a) zu Gunsten des Großherzogtums — Landeseigentum —: aus Flur- VI Nr. 1025/10 und 103 (nach dem Grundbuche: Fl. XVII Nr. 2848/^, 285 y10 und 286 a) ----- 99 qm und 642 qm; b) zu Gunsten des Königreichs Preußen: aus Flur VI Nr. 70, 71 und 73 (nach dem Grundbuche: Fl. XVIII Nr. 571/10, 521/io, 52 bis 57a21/100, sowie 76) ---- 566 qm, 1586 qm und 1537 qm; iMg Flur VI Nr. 74 und 75 (nach dem alten Grundbuch: Fl. XVIII Nr. 52 bis 57a* 1 2 3Vioo) = 183 qm und 368 qm; aus Flur VI Nr. 85 (nach dem alten Grundbuch: Fl. XVIII Nr. 455/18) = 922 qm. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der Situaüonsplan mit Längen- und Querprofilen, der Plan des Unternehmens nebst Grundbuchsauszügen über das zu enteignende Gelände, sowie die Eingaben der Königl. Preuß. Eisenbahndirektion und das Verzeichnis der Grundeigentümer und des von denselben beanspruchten Geländes in der Zeit vom 27. September biS 11. Oktober d. I. einschließlich auf dem Bureau der unterzeichneten Behörde (Brandplatz Nr. 9) zu jedermanns Einsicht offen liegen. Zugleich wird zur Verhandlung über den Plan und die zu leistenden Entschädigungen Tagfahrt vor der Lokal- Kommission auf: Mittwoch den 18. Oktober d. I., vormittags 9 Uhr, in dem Regierungsgebäude dahier (Brandplatz Nr. 9) anberaumt. Die Eigentümer, Pächter, Mieter und sonstige an den sbzutretenden Grundstücken persönlich Berechtigte, sowie alle übrigen an der beantragten Enteignung Beteiligten werden ^lufgefordert: 1. Einwendungen gegen den Plan bei Meidung des Ausschlusses und Annahme der Einwilligung in die beanspruchte Abtretung oder Beschränkung, 2. Erklärung auf die angebotene, aus dem der Eingabe des Betriebsamts beiliegenden Verzeichnisse ersichtliche Entschädigungssumme bei Meidung von Unterstellung der Annahme des Angebotes, 3. Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meidnng des Ausschluffes mit solchen, 4. Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten bei Meidung des Ausschlusses mit solchen, 5. Anträge auf Einrichtung und Unterhaltung von Anlagen, welche für die benachbarten Grundstücke oder in öffentlichem Interesse zur Sicherung gegen Gefahren und Nachteile notwendig find, 6. etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an die zu enteignenden Grundstücke itt dem oben erwähnten Termin vorzubriugen. Wenn dritte Personen als dinglich Berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung beteiligt sind, so muß sie der Eigentümer sofort nach Zustellung der Bekanntmachung uns bezeichnen, andernfalls bleibt er für diese Ansprüche verantwortlich. Die Eigentümer der abzutretenden Grundstücke müssen von der Zustellung dieser Bekanntmachung an zu neuen Anlagen oder zu einer von der bisherigen, bezw. der gewöhnlichen abweichenden Art, der Bewirtschaftung die Genehmigung der Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. einholen, widrigenfalls eine Entschädigung demnächst nur insoweit verlangt werden kann, als durch die Veränderung auch für den öffentlichen Zweck, für welchen die Enteignung geschieht, der Wert des Geländes erhöht worden ist. Räumt der Eigentümer einem anderen von dem Zeitpunkte der Zustellung an ein dingliches Recht von dem zu enteignenden Grundstücke oder ein persönliches Recht auf deffen Benutzung ohne Genehmigung des Unternehmers ein, so steht jenem anderen ein Anspruch auf eine besondere Entschädigung nicht zu. Die Eigentümer der zu enteignenden Grundstücke werden endlich aufgefordert, bis zum 30. September I. Js. ein bei der Sache nicht beteiligtes Mitglied der Stadtverordnetenversammlung dahier oder des Ortsvorstandes einer benachbarten Gemeinde uns zu bezeichnen, welches nach Art. 30 Ziffer 4 des Gesetzes vom 26. Juli 1884 der Kommission anzugehören hat. Dieses Mitglied haben die Eigentümer gemeinschaftlich durch Wahl oder das Los zu bestimmen. Kommen die Eigentümer dieser Aufforderung nicht nach, so wird das Kommissionsmitglied von dem Vorsitzenden der Kommission ernannt werden. Gießen, den 20. September 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Gießen, den 18. September 1899. Au die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Ich sehe der Vorlage eines Verzeichniffes über die Zahl der in Ihren Gemeinden bezw. Gemarkungen vorhandenen Pferde und zwar getrennt nach: 1. Warmblut, 2. Kaltblut (hierher gehören: Schleswiger, Rheinisches Kaltblut, Belgier, Ardenner, Percherons, Boulonnais, Clydesdales, Shires, Dänen, Pinzgauer und solche Grade von Kreuzungen mit diesen Schlägen, welche einen mehr oder weniger ausgesprochenen Kaltblutcharakter tragen. Alle übrigen Pferde, soweit sie nicht unter 3 fallen, gelten als Warmblut), 3. Ponys, auch Littauer, Doppelponys, Russen und anderweitig genannte, unter der Bezeichnung, ob Zucht- oder Gebrauchspferde, binnen 14 Tagen entgegen. Als Zuchtpferde gelten Hengste und solche Stuten, welche mindestens ein Fohlen geworfen haben. Pferde in der Stadt Gießen und Militärpferde bleiben unberücksichtigt. Es ist auch anzugeben, welche Privatgestüte vorhanden sind bezw. wo Hengste zur Bedeckung von Stuten gehalten werden. Der Direktor des Landw.-BezirkSvereinS. v. Bechtold. Bekanntmachung, betr.: Maul- und Klauenseuche zu Gießen. In einem Gehöfte zu Gießen ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt und Gehöftsperre verfügt worden. Gießen, den 20. September 1899. Großh. Kreisamt Gießen. ____________________v. Bechtold._____________________ Bekanntmachung. Da die Maul- und Klauenseuche iw einem Gehöfte zu Gießen festgestellt worden ist und in der Nachbarschaft von. Gießen in großem Umfange herrscht, wird der auf den 3. und 4. Oktober d. Js. angesetzte Viehmarkt, gemäß § 64 der Reichsinstruktion vom 27. Juni 1895, hiermit verboten. Gießen, den 20. September 1899. Großh. Kreisamt Gießen. v. Bechtold.____________________ Gießen, 18. September 1899. Betr.: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des KreiseS. Bei der bevorstehenden Wintersaat machen wir Sie auf die Bestimmungen des Art. 79 des Feldstrafgesetzes, von welchem Sie im Bedürfnisfall Gebrauch machen wollen, hiermit aufmerksam. v. Bechtold. Bekanntmachung. Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß infolge unsrer Anordnung in diesem Jahre 1495 Raben, 811 Eichhörnchen, 634 Häher und 9 Habichte geschoffen worden sind. Gießen, den 15. September 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung vom 4. ds. Mts. in Nr. 210 des „Gießener Anzeiger" bringe ich nachstehende Bekanntmachung zur allgemeinen Kenntnis. Gießen, den 18. September 1899. Der Direktor des landw. Bezirksvereins. v. Bechtold. Bekanntmachung, betr.: Die Tierschau zu Schotten betreffend. Die für den 2. Oktober vorgesehene Bezirkstierschau in Schotten muß in Folge der in den Kreisen Schotten und Gießen bestehenden Seuchengefahr auf Grund eines Erlasses des Herrn Präsidenten des landw. Vereins für die Provinz Oberheffen vom 13. d. M. zunächst verschoben werden. Die Herren Bürgermeister des Kreises werden gebeten^ allen Jntereffenten, welche Anmeldungen zu der geplanten: Ausstellung eingereicht haben, sofort gefällige Mitteilung von der befchloffeueu Verschiebung derselbe« machen zu wollen. Schotten, den 15. September 1899. Großh. Kreisamt Schotten. Schönfeld. Bekanntmachung. Betreffend: Maul- und Klauenseuche. Nachdem am Montag dem 18. ds. Mts. der Zeitpunkt der verfügten Beschränkungen im Viehtransport und Viehhandel abgelaufen ist, treten bezüglich des Hausierhandels mit Vieh bis auf weiteres noch folgende Beschränkungen ein. Vieh darf nur innerhalb des Kreises und nur aus von den Herren Bürgermeistern als seuchenfrei bescheinigten Orten gekauft und verkauft werden. Das gekaufte Vieh muß vor dem Verkauf bei dem Käufer 7 Tage untergestellt und dann tierärztlich untersucht werden. Der Verkauf ist nur gestattet, wenn das Tier laut Bescheinigung des Tierarztes mit keiner Seuche oder anderen ansteckenden Krankheit behaftet ist. Händlern, welche außerhalb des Kreises in einem zur Zeit verseuchten Kreise wohnen, ist nach wie vor das Betreten der Viehställe verboten. Biedenkopf, den 14. September 1899. Der Königliche Landrat. von Heimburg. Das Hochwasser in Süddeutschland. München, 19. September 1899. Montag abend um 8 Uhr versammelte sich eine stattliche Anzahl von Herren aller Stände, einer Einladung der Gemeindevertretung folgend, im Sitzungssaal des Gemeindekollegiums, um über die Maßnahmen zu beraten, die zur möglichst raschen Linderung der Not der Wasserbeschädigten zu treffen seien. Auf Vorschlag des Herrn Bürgermeisters v. Borscht erklärten sich die Mitglieder der Versammlung bereit, sämtlich einem Hilfskomitee beizutreten, das in den geschäftsführenden Ausschuß zum ersten Vorsitzenden Herrn Bürgermeister v. Borscht, zum zweiten Vorsitzenden Herrn Kommerzienrat Friedrich Seyboth und zum dritten Vorsitzenden den Vorsitzenden des ständigen Landratsausschusses Herrn Hofrat Dr. Jochner wählte. Der geschäftsführende Ausschuß soll als Mitglieder erhalten: Minister v. Feilitzsch, General v. Euler-Chelpin, Geh. Hofrat Klug, Polizeidirektor Meixner, Intendant v. Possart, General Speck, Bankdirektor v. Pechmann Prof. Manuel, Dekan Kahl, Prof. Oberhummer, Bankier Lang, Kommerzienrat Kirchdorfer und Kommerzienrat Weibert, und außerdem von den Redaktionen der Münchener Zeitungen, die mit den Geldsammlungen schon begonnen, je einen Vertreter. Die Führung der Kassengeschäfte übernimmt nach einer Erklärung des Herrn Direktors v. Pechmann die Handelsbank. Ein Aufruf, den Herr Bürgermeister v. Borscht in Vorschlag brachte, wurde unverändert angenommen. Der Aufruf wird in den Tagesblättern veröffentlicht werden und die Sammelstellen dabe^ angefügt. Die Verteilung der eingehenden Summen soll, wie im Jahre 1897, den Regierungspräsidien im Einvernehmen mit dem ständigen Landratsausschuß überlassen werden. Der Versammlung wohnten außer den als Ausschußmitglieder des Hilfskomitees genannten Herren u. a. bei: Minister v. Leonrod, Staatsrat v. Neumayer, Staatsrat v. Raeßfeld, Gemeindekollegiumsvorstand Hergel und Medizinalrat Dr. Aub, Domkapitular Dr. Lechner und andere höhere Geistliche, sowie zahlreiche andere hervorragende Persönlichkeiten. Aus den zahlreichen Berichten, die uns über die Hochwasser-Katastrophe zugingen, heben wir noch folgende Einzelheiten heraus: Eine sehr große Gefahr bedrohte Bad Reichenhall in der Nacht vom 13. auf 14. September. Schon überspülte das Wasser die Brücke. Die Feuerwehr arbeitete mit übermenschlicher Anstrengung an der Entfernung der sich an den Brückenpfeilern stauenden Bäume und Gebälke. Morgens 3 Uhr stürzte dann der Spiegelgang des Triftkanals mit dem Wasserthorhaus ein, dem bald auch der mittlere Teil der Luitpoldbrücke, der ohne Pfeiler war, folgte. Dadurch fand das Wasser einen Ausweg in das jenseitige Flußbett. Ein wildes Chaos bildeten die sich stauenden Brückenteile, Baumstämme, Bretter, aller mögliche Hausrat, Fensterstöcke, Kuhbarren u. s. w. Auch Hornvieh, Hirsche, Rehe und Gemsen sah man in den tosenden Fluten, woraus sich schließen läßt, daß das Wasser im Gebirge entsetzlich gehaust haben mußte. Als Reichenhall frei geworden, arbeitete die Saalach mit furchtbarer Gewalt am linken Ufer bei Kirchberg, so daß dieser Ort nur mit größter Anstrengung gehalten werden konnte. Anläßlich einer Wanderung von Tölz nach Lenggries berichtet ein Korrespondent über die Verheerungen, die dort der Steinbach und Arzbach angerichtet haben. Von Lenggries wurden Pioniere zu Hilfe gerufen, um die in der Nähe des Sil v en st ein zerstörte Landstraße wieder in stand zu setzen. — Aus Eggstätt am Chiemsee wird in der Schilderung der durch die Prien angerichtelen Verwüstungen u. a. berichtet: Neben der Eisenbahnbrücke gruben die ausgetretenen Wassermassen in den zweigeleisigen Damm ein derartiges Loch, daß die beiden Geleise auf drei Schienenlängen in der Luft schwebten. Ein Bremser des Abendzuges Salzburg-München (es war in der Nacht vom 14. September) lief voraus, um die Brücke zu untersuchen. Dabei bemerkte er nebenan den beginnenden Rutsch und machte den nächsten Bahnwärter aufmerksam. Das Notsignal hielt den Zug in Prien zurück und so wurde unsägliches Unglück verhütet. — Heber die Verheerungen in Teisendorf und Oberteisendorf liegen uns mehrere ausführliche Berichte vor, die alle die schweren Schädigungen hervorheben. In Oberteisendorf ist das Haus des Krämers Schmuck ganz weggerissen und das Häuschen einer armen Witwe, Hausname „Beim Loaner", zur Hälfte. Zwei kranke Kinder, darunter ein Mädchen von 18 Jahren, das schon fünf Jahre unheilbar darniederliegt, wurden mit der Mutter glücklich gerettet. Die arme Familie hat ihr bischen Hab und Gut verloren, und thut Hilfe dringend not. Herr Bürgermeister Hofstätter in Teisendorf nimmt Unterstützungen für die Unglücklichen entgegen. Einem Berichte aus Holzkirchen über die Ueber- schwemmung im Mangfallthale entnehmen wir, daß der Pächter der Grubmühle nur mit Mühe und Not seine Familie retten konnte. Dagegen ist seine sämtliche Habe verloren und der Arme bitterer Not preisgegeben. Aus Berchtesgaden berichtet man über die totale Unterbrechung jedweden Eisenbahn- und Postverkehrs, die die wildangeschwollene Achen verursacht, und über die sonstigen Verwüstungen, die sie angerichtet hat und die sehr schlimmer Art sind. — Dagegen kommt aus Partenkirchen die erfreuliche Nachricht, daß die ersten Unglücksbotschaften übertrieben waren. Partnach und Loisach sind nur wenig übergetreten, die Loisach scheint ihre Verheerungen erst unterhalb der Märkte begonnen zu haben. Dagegen hat die Kanker arg gehaust, ein kleiner Zufluß der Partnach. Im Markte selbst gab es nur in den Kellern Grundwasser, und man brauchte weder beritten zu sein noch sich der Kähne zu bedienen, um in den Markt zu gelangen. — Die tiefer gelegenen Stadtteile von Traunstein und die Salinengemeinde Au wurden von der Katastrophe so schwer betroffen wie vorher noch von keiner Hochwassersnot in diesem Jahrhundert. Da die städtischen Arbeiter und die Feuerwehr der Gefahr nicht mehr Herr werden konnten, wurde die zweite Kompagnie des Eisenbahnbataillons zu Hilfe gerufen, die im Verein mit den Erstgenannten auf das anstrengendste arbeitete bis tief in die Nacht hinein, um die Kommunikation wieder herzustellen und isolierte, vom Wasser bedrohte Bewohner zu retten. Ferner wurden mehrere Menschen gerettet durch den Zahntechniker Baumhölzl und die Ledererssöhne Pflanz. Deutsches Deich. Berlin, 19. September. Als neuer vortragender Rat im Kultusministerium ist der augenblicklich beim Oberpräsidium in Münster beschäftigte Regierungsrat Fleischer beauftragt worden. — Nach einem hier eingetroffenen amtlichen Telegramm aus Sansibar ist der Freihafen daselbst aufge- hoben worden. Zollfrei bleiben nur Münzen, Kohlen, Elfenbein, Kautschuck und Schildpatt. Von allen übrigen Waren wird ein Einfuhrzoll von 5 Prozent erhoben. Der bisherige Spirituosenzoll bleibt derselbe. — Die Nachricht, daß der lippesche Staatsminister von Miesitscheck als Nachfolger des indenRuhe- stand tretendenOberpräsidialrats vonPusch in Danzig in Aussicht genommen sei, frischt in Lippe-Detmold wieder die Erinnerung an die unliebsamen Vorgänge auf, die sich zwischen dem dortigen und dem preußischen Hofe abgespielt haben. Damals hatte sich bekanntlich der Graf- Regent zur Absendung einer Beschwerdeschrift an die deutschen Bundesfürsten veranlaßt gesehen, in der er über Nichtbeachtung der preußisch lippeschen Militärkonvention Klage führte. Hierbei soll Herr v. Miesitscheck, der Verfasser jener Beschwerde, sich versehentlich auf die frühere Konvention von 1867 berufen haben, die inzwischen durch eine neue ersetzt und gerade in den streitigen Punkten abgeändert worden war. Auch sonst hat seine zweijährige Minister- thätigkeit im Lande vielfache Anfeindungen erfahren. Es wäre deshalb begreiflich, wenn Herr v. Miesitscheck den Wunsch hegen sollte, aus dem lippeschen Staatsdienste zu scheiden. Er war bereits vor seinem Amtsantritt in Detmold als Deeernent beim Oberpräsidium in Danzig beschäftigt und ist durch seine Gemahlin, eine geborene v. Goßler, mit dem jetzigen Oberpräsidenten von Westpreußen verwandt. Von einer Herrn v. Miesitscheck nahestehenden Seite wird zwar erklärt, daß diesem von seiner angeblich bevorstehenden Ernennung zum Oberpräsidialrat nichts bekannt sei, allein die Hinzufügung, daß man es dem Minister gewiß nicht verdenken könnte, wenn er bei der Erschwerung seiner Stellung durch das Verhalten seiner Gegner in eine liebgewordene Thätigkeit zurückzukehren geneigt wäre, läßt doch darauf schließen, daß seines Bleibens in Detmold nicht mehr lange sein dürfte. — Die 71. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte wurde in München mit einer großen Sitzung im Hoftheater, der auch mehrere Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses beiwohnten, eröffnet. Nachdem Geheimrat Professor v. Winckel-Müncheu die Versammlung mit einer Ansprache und mit einem Hoch auf den Prinzregenten und den Kaiser eröffnet hatte, übermittelte Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern die Grüße des Prinzregenten und des Herzogs Karl Theodor. Kultusminister v. Landmann begrüßte die Versammlung im Namen der Staatsregierung und betonte dabei, welchen Aufschwung Wissenschaft und Kunst im ganzen deutschen Reiche genommen haben. Nach weiteren Begrüßungsansprachen von Vertretern der Stadt München und der Akademie der Wissenschaften, der Universität und der Technischen Hochschule hob der Vorsitzende der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte, Wirklicher Geheimrat Professor Neumayer-Hamburg, hervor, welche Bedeutung der politische Aufschwung Deutschlands auch der Naturforschung gebracht habe, indem jetzt deutsche Expeditionen zur Erforschung der Tiefsee, der Polargegenden u. s. w. ausgesandt werden, und indem auch in den deutschen Kolonieen ein neues Feld für naturwissentliche Arbeiten eröffnet worden ist. Von lebhaftem Beifall empfangen, betrat hierauf Professor Dr. Frithjof Nansen die Rednertribüne und führte in längerem Vortrage und an der Hand von trefflichen Lichtbildern die wissenschaftlichen Ergebnisse seiner Nordpolfahrt auf dem Gebiete der Geographie, Meteorologie, Zoologie u. s. w. vor. Außerdem sprach in der gestrigen Sitzung noch Geheimrat Professor v. Bergmann- Berlin über die Anwendung der Röntgenstrahlen für die moderne Chirurgie und Geheimrat Förster-Berlin über die bis jetzt beobachteten und gemessenen Bewegungserscheinungen in den Sternenräumen. D. T. A. M.P.C. Man schreibt Uns aus Hofkreisen. Durch die Veränderungen im Bestand des Ministeriums wird auch das gesellschaftliche Bild der Reichshauptstadt eine nicht unwesentliche Verschiebung erfahren. Freifrau v. d. Recke, die Gemahlin des bisherigen Ministers des Innern fühlte sich in der Gesellschaft von Berlin, welche die Hofkreise, die Regierungswelt und die Finanzaristokratie umfaßt, niemals besonders wohl. Ein gleiches schien von der Gemahlin des bisherigen Kultusministers Dr. Bosse angenommen werden zu dürfen. Frau Exzellenz Bosse hielt sich im ganzen sehr zurück und lebte fast ausschließlich ihrem Gatten und ihren Kindern. Der neuernannte Kultusminister Exzellenz Studt hat in Münster, dem Mittelpunkt seines bisherigen Wirkens ein ziemlich großes Haus gemacht. Seine Vermögensverhältnisse kamen ihm dabei sehr erheblich zustatten, gleichzeitig aber auch das gewinnende Wesen, durch das er selbst sowohl als auch seine Gemahlin im gesellschaftlichen Verkehr sich auszeichnen. Im Hause des bisherigen Oberpräsidenten der Provinz Westfalen verkehrten gleich gern wie die Industriellen und die Beamten der Provinz auch die Herren und Damen vom alten westfälischen Adel. Es ist bekannt, daß der letztere im ganzen ziemlich exklusiv ist. An den Gesellschaftstagen des Studt'schen Hauses merkte man nichts hiervon. Voraussichtlich werden Minister Studt und Gemahlin die Pflege edler Geselligkeit auch in Berlin eine ihrer vornehmsten Aufgaben sein lassen. Das Ministerhotel Unter den Linden Nr. 4 wird unter diesen Umständen bald eine große Anziehungskraft auf die vornehme Gesellschaft von Berlin ausüben. Ausland. Wien, 19. September. Das „Neue Wiener Tagebl." erfährt aus diplomatischer Quelle, der einzige Zweck der Reise des Fürsten von Montenegro nach Konstantinopel sei der gewesen, beim Sultan darüber zu sondieren, wie er die eventuelle Besetzung des serbischen Thrones und die Vereinigung Serbiens mit Montenegro durch den Fürsten von Montenegro aufnehmen werde. Der Sultan soll sich äußerst ablehnend dazu verhalten haben. Paris, 19. September. Man erwartet Dreyfus' Freilassung am Samstag. Einer Meldung au« Rennes zufolge wird daselbst Labori erwartet, der Dreyfus auf den bevorstehenden Gnadenakt vorbereiten soll. Man glaubt, Dreyfus werde nach einem bretonischen Hafen gebracht werden und auf einer Privatyacht die englische Küste erreichen. Belgrad, 19. September. Im Attentatsprozeß zu Belgrad kamen nach dem Staatsanwalt auch noch die Verteidiger zu Worte, wobei sich ein bemerkenswerter Zwischenfall ereignete. Der Verteidiger des Angeklagten Dimic erregte nämlich ungeheures Aussehen und die größte Bewegung durch die Behauptung, der Mordplan sei in Cettinje ausgeheckt und von Bukarest aus, wo Alexander Karageorgievic lebt, in Szene gesetzt worden. Als hierauf der Anwalt Markovic, der für Pasic plädierte, ebenfalls fremde Mächte, namentlich Rußland in die Sache zu ziehen versuchte, wurde ihm dies aufs strengste vom Präsidenten untersagt. — Uebrigens bricht sich die Ansicht Bahn, daß die Attentatsgeschichte mittelbar für Milan auch noch unangenehme Folgen haben könnte. Wir erhalten hierzu folgende Meldung: Wien, 18. September. Der „Neuen Freien Presse" wird aus Belgrad mitgeteilt, daß dort die Meinung herrsche, die Macht des jetzigen Regimes in Serbien werde nur von kurzer Dauer sein. Man empfinde es als ein Unglück, daß Rußland und Oesterreich-Ungarn sich über ihre Haltung zum Hochverrats-Prozeß, wie es scheine, geeinigt hätten. König Alexander getraue sich nicht, bei seinen bisherigen Entschließungen zu beharren. Es werde ihm schwer, einen würdigen Nachfolger Georgiens' zur Bildung des Kabinetts zu finden, denn jeder ehrliche Mann fürchte die verschlechterten Beziehungen zu Oesterreich und Rußland. Man rate ihm von maßgebender Seite, im eigenen und im Interesse des Landes, den Vater wenigstens für einige Zeit aus Serbien zu entfernen. Nur so könne er die verlorenen Sympathieen seines Volkes zurückgewinnen. Klcksies und Provinzielles. Gießen, den 20. September 1899. * * Vom höheren Schulamt. Seine Königliche Hoheit der Groß her zog haben Allergnädigst geruht, am 16. September den Lehrer an der Realschule zu Alsfeld, Professor Karl Henkelmann, zum Lehrer an dem Gym- nasium zu Bensheim, mit Wirkung vom 1. Oktober 1899 an, — den Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen, Dr. August Baur, zum Lehrer an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt, mit Wirkung vorn 11. September 1899 an, zu ernennen. * * Goethe Feiern. Im hiesigen Großherzoglichen Gymnasium, wie der Höheren Töchterschule wurden heute Goethe-Feiern abgehalten. • * Für die vom Hochwasser Ueberschwemmteu in Süddeutschland sind heute vom „Gießener Anzeiger" als erste Rate 100 Mk. nach München abgesandt worden. Mit dem besten Dank für die bereits eingegangenen Gaben verbinden wir die Bitte um weitere Zuwendungen, da die Not, wie wir an anderer Stelle heute ausführlich mit- teilen, ungeheuer groß ist. * • Gießener Stadttheater. Wie aus dem Inseratenteile ersichtlich, werden die Abonnenten des Stadttheaters, welche ihre alten Plätze für die kommende Saison wieder einzunehmen gedenken, gebeten, ihre diesbezüglichen Wünsche an das Theaterbureau (Wallthorstraße 36, Part, links) oder an Herrn Ernst Challier gelangen zu lassen. * * Kaufmännische Fachschule. Zu den berechtigten Anforderungen, welche heutzutage an jedermann gestellt werden, gehört unzweifelhaft eine gute Handschrift, denn eine schöne, geläufige Schrift ist eine Empfehlung für jeden Menschen; der Mangel einer solchen wird von jedem, der ihn zu tragen hat, schwer empfunden. Dem jungen Kaufmann und Beamten aber ist eine schöne Handschrift unentbehrlich, weil sie die Grundlage seiner Existenz bildet. Freilich giebt es noch viele, welche die Aneignung einer schönen und flotten Handschrift nach vollendeter Schulzeit für unmöglich halten; bei richtiger Anleitung ist dies jedoch nicht der Fall, und bei gehöriger Aufmerksamkeit, sowie fleißiger Uebung kann mau schon zum gewünschten Ziele kommen. Hierzu ist jetzt wieder Gelegenheit geboten durch den am 2. Oktober beginnende« Winterkursus der kaufmännischen Fachschule, woselbst eine große Menge Schriftproben aufliegen, welche beredte- Zeugnis von dem guten Erfolg des dortselbst stattfindenden Schreib-Unterrichts geben. • • Konzert. Das gestern abend im Cafö Leib gegebene Konzert der Hamburger Matrosenkapelle Concordia zeigte, wohl infolge der am Sonntag und Montag in Steins das $ioltnfn°n 187 iroei Hebe' »t b« Geleise weg W w II* W “ - ( SP«- ilt HOi) unbetannt. *• Der herboi Sonntag, den,24. Besichtigung der« Vereins vorzunehm Mittagessen und nach der vom E Burg Gleiberg stc *» Beikehrsue 1899/1900, gi des Eisenbahn! liegt uns vor. L selbe gegenüber i hier folgende, in legenen Streä ab 861, Friedberg ab 1?, Hanau ai Marburg ab 9" (l erhält in Gießen Hagen. - Person Friedberg an । heim ab 5“ (bist Gemischter Zug 1 schürf an 7» (bii Darmstadt, schreibt uns: D Notiz von BreSn und sein Hos Kenntnissen Ihr orientalische Verh Wohl hängt dem wie es die Aerha'l an; wer aber, wie bei Festlichkeiten, i m MgrpungMr legechü hatte, m Würdigkeit und F' verkehrt, wird de- Augenpaar, das nehmen. Wirhoss Hierherkunst des Dillenburg, 1 Bergschule hiersel an der Mädchenst Zeichenlehrer Pr gewählt. Passanten etn wahlha £Rws ■ -Mt, to'foj ita 23 Men «unttw in W» hi»« M«ta 111 Rur 26 2 h»1». r1871 Mr zz m "k Mei «11, ®,*c**1 So »-« St 4 f'.'» taffe., ,n!itk«9«hah b. Men.B 'l öuf die *e Wiener» , eim Suit^ hanV01b Setzung des L/ bieus tnit 2»0M?l^tn *ÄUX 1 “1«Wh w . ®'“« Mmg’2 ' ?»«->, d-r Dm Botbetetfett M. ™ „ ;*'>«« getagt * blt '«glischk Jtspe AttentatSprvreK aatßanixjalt auch noch die 7..etn bemerkenswerter L d-S »n3etla9ien Aussehen und die größte ' ber Mordplan sei in lrest aus, wo Mexauder it worden. Als hierauf ißc Werte, ebenfalls in die Sache zu ziehen 'engste vom Präsidenten die Ansch Bahn, daß r Milan auch noch nn- M erhalten hierzu „Neuen Freien Presse" >rt die Meinung herrsche, . Serbien werde nur von es als ein Unglück, daß sich über ihre Haltung scheine, geeinigt hätten, it, bei seinen bisherigen werde ihm schwer, einen ur Silbung des Kabinetts nirdjfe bie verMchterle» urlaub. Wan rate fym i und im Interesse bei M anL SndM vnlvnnen Shrvyalhim mMlle;. 20. September 1899. Seine Königliche Hoheit ^ergnädigst geruht, a» er Realschule zu Meld, um Lchm m b«n ,g UDUt 1. Ottober 1899 J« S* sss, •S8S jener Anzeiger SÄ 2* i‘5 s»* I , kM Useratenteile mbe Wünsche , y*«sS. »m*®l S®*’’ W.’f bt »»“Ä SB SB j;s-< »tagun Garten voraufgegangenen Konzerte, einen nur mäßigen Besuch. Die Kapelle spielte vorzüglich, mit besonderem Beifall wurde das Violin-Solo des Herrn Reinwarth sowie das Schlachten- Potpourri von 1870/71 ausgenommen. Zu dem heute abend stattfindenden zweiten Konzerte wünschen wir der Kapelle einen größeren Zuhörerkreis. • • Vom Ueberfahrenwerden gerettet. Vorgestern wollte ein Herr aus Hungen den in Lich 6*8 Vorm. abfahrenden Zug noch rasch erreichen und überschritt das Vordergeleise in dem Augenblick, als ein Zug von Gelnhausen einfuhr. Nur der Geistesgegenwart des dienstthuenden Stationsbeamten Herrn Kratz, der im nu den Reisenden vom Geleise weg riß, ist es zu verdanken, daß hier kein Unglück geschah. • * Aus dem Eisenbahnzuge gesprungen. Am Sonntag sprang, wie der „Oberh. Anz." meldet, aus dem Nachmittags- Schnellzuge von Gießen hinter der Station Großenlüder ein anscheinend dem Kleinhändlerstande angehöriger Mann während der vollen Fahrt zum Wagen hinaus und kollerte die Böschung hinab. Das Schicksal des kühnen Springers ist noch unbekannt. * • Der Herborner Altertumsverein beabsichtigt kommenden Sonntag, den 24. d. M., einen Ausflug nach Gießen zur Besichtigung der Sammlungen des Oberhessischen Geschichtsvereins vorzunehmen. Nach dem Besuch des Museums findet Mittageffen und darauf bei günstiger Witterung Fußtour nach der vom Gleiberg-Verein schön wieder hergestellten Burg Gleiberg statt. ** Verkkhrsnotiz. Der definitive Winterfahrplan 1899/1900, gütig ab 1. Oktober d. I., für die Strecke des Eisenbahndirektionsbezirks Frankfurt a. M. liegt uns vor. Von den wichtigeren Aenderungen, die derselbe gegenüber den seitherigen Kursen verzeichnet, seien hier folgende, in Hessen ganz, bezw. teilweise gelegenen Strecken erwähnt: Schnellzug 837 Hanau ab 8”, Friedberg an 9», Personenzug 839 Friedberg ab 10^, Hanau an 11” fällt aus. — Personenzug 774 Marburg ab 9" (bisher 919), Gießen an 956 (bisher 1OC1) erhält in Gießen Anschluß an den Schnellzug 81 nach Hagen. — Personenzug 805 Frankfurt ab 6” (bisher 6^), Friedberg an 7^ (bisher 8^). — Personenzug 501 Stockheim ab 5“ (bisher 4^), Gießen an 720 (bisher 646). — Gemischter Zug 1332 Schlitz ab 645 (bisher 5™), Salzschlirf an 716 (bisher 5”). Darmstadt, 19. September. Unser 8 Korrespondent schreibt uns: Die in Ihrem gestrigen Feuilleton gebrachte Notiz von Bresnitzo Sydacoff über Zar Nikolaus II. und sein Hof" möchte ich bei aller Achtung vor den Kenntnissen Ihres Gewährsmannes über russische und orientalische Verhältnisse nicht ganz unwidersprochen lassen. Wohl hängt dem ganzen Wesen der russischen Zarennatur, wie es die Verhältnisse ja milbringen, ein gewisser Ernst an; wer aber, wie wir, den Zaren im Kreise der Familie, bei Festlichkeiten, im Theater, unter Beamten und Militärs in ungezwungener und lebhafter Unterhaltung zu sehen Gelegenheit hatte, und beobachten konnte, mit welcher Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit der Zar mit seiner Umgebung verkehrt, wird den „mühen, kranken" Blick und das düstere Augenpaar, das Ihr Artikelschreiber gesehen, nicht zu ernst nehmen. Wir hoffen Gelegenheit zu haben, bei der demnächstigen Hierherkunft des Zaren mehr darüber berichten jzu können. Dillenburg, 19. September. Von dem Kuratorium der Bergschule hierselbft wurde Herr C. Doenges hier, bisher an der Mädchenschule angestellt, als Nachfolger des Herrn Zeichenlehrer Presber, zum Lehrer an der Bergschule gewählt. __________ Gingesandt. Gießen, 20. September 1899. Den Passanten der Lahnbrücke dringt aus den SchlachthauS- Anlagen ein wahrhaft pestilenzialtscher Geruch entgegen, der einem das Almen erschwert und es unbegreiflich erscheinen läßt, wie Menschen In den zum Schlachthause gehörenden Gebäuden wohnen können. Früher soll dergleichen nicht vorgekommen sein, und dem Vernehmen nach soll die Beseitigung der Fäkalien die Schuld daran tragen. Im Jntereste der Anwohner und Passanten ist es dringend nötig, daß hier Abhilfe geschaffen wird. Einer für Viele. Meratur, Wissenschaft und Kunst. — Seit 15 Jahren wirkt nun schon der bekannte Verlag John Henry Schwerin, Berlin, man kann sagen, als ein Herrscher im Reiche der Mode. Der Verlag John Henry Schwerin war der erste, der in seinen Illustrationen den hölzernen Stellungen der Modepuppen ein Ende machte und an ihre Stelle wirklich künstlerisch ausgeführte Moden- Genrebilder setzte. Diese werden allerdings auch von hervorragenden Künstlern komponiert und in eigenen Ateliers in Holz geschnitten. Der Anblick dieser Modenbilder gewährt selbst dem kunstgeübten Auge einen hohen Reiz. Trotz dieser kostspieligen Ausstattung und trotz der Reichhaltigkeit der Schwerin'schen Modentlätter kann aber kein anderes Modenblatt mit ihnen an Billigkeit und Fülle des Gebotenen konkurrieren. Wieso ist das möglich? Die Lösung dieses Rätsels besteht in der enormen Auflage der Schwerin'schen Blätter, die weit über ^/Millionen Exemplare beträgt. Diese Blätter erscheinen aber nicht nur in deutscher Sprache, sondern teilweise in einer großen Anzahl fremder Sprachen, sodaß der Verlag John Henry Schwerin eine internationale Verbreitung hat und ein glänzendes Zeugnis deutschen Fleißes und deutschen Unternehmungsgeistes bildet. Diesem Streben ist auch die Anerkennung nicht versagt geblieben, was eine Reihe von Ausstellungsmedaillen und Ehrendiplomen beweist. Die Hauptblätter des Verlages John Henry Schwerin sind die „Große Modenwelt" mit bunter Fächervignette, vierteljährlich 1 Mk., „Mode und Haus", mit acht Beilagen, vierteljährlich 1 Mk. und 1,25 Mk. „Kindergarderobe", vierteljährlich 60 Pfg. und „Illustrierte Wäschezeitung", vierteljährlich 60 Pfg. Im übrigen verweisen wir auf den dieser Nummer belliegenden, reich illustrierten Prospekt. Neueste Meldungen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 20. September. Die „Hohenzollern" ist gestern wegen schwerer See bei Binz auf Rügen vor Anker gegangen. Die Weiterreise erfolgte nachmittags, die Ankunft in Malmö abends. Von dort hat sich der Kaiser auf die Reise nach Snogeholm begeben. Berlin, 20. September. Der bekannte Bankier Max Arendt, der schon zu wiederholten Malen mit den Gerichten zu thun hatte und vor einigen Monaten in Leipzig verhaftet, dann aber wieder freigelassen wurde, hat gestern, als er wegen einer mit obiger Angelegenheit nicht in Verbindung stehenden Sache in Untersuchungshaft genommen wurde, einen Selbstmordversuch gemacht. Den Grund zur Festnahme bildete in diesem Falle Bewucherung des ehemaligen Cirkus-Direktors Ernst Renz. Unter derselben Beschuldigung wurde auch der Rennstallbesitzer Albert Levy, Besitzer eines Tattersalls, verhaftet. Berlin, 20. September. Rach einem Telegramm aus Perth (Schottland) hat auf dem dortigen Bahnhofe ein Zusammenstoß zweier Züge stattgefunden. Im Salonwagen des schottischen Expreßzuges befanden sich Prinz und Prinzessin von Hohenlohe-Langenburg, die zu Boden geworfen wurden, während Gepäckstücke cuff sie herabfielen. Die Prinzessin konnte nur mit Mühe aus ihrer Lage befreit werden; sie trug jedoch keine Verletzungen davon. Wien. 20. September. Von informierter Seite wird versichert, daß die Tage des Kabinetts Thun gezählt seien, und daß von dem gegenwärtigen Kabinett auch nicht ein einziger Minister dem neuen Ministerium angehören wird. Vom Hochwasser. Berlin, 20. September. Infolge des Regens der letzten Tage, kommen aus verschiedenen Gegenden wieder Hochwasser-Nachrichten. In Papenburg sind die Ems und ihre Nebenflüsse stark angeschwollen und über die Ufer getreten. Bei Komorn (Ungarn) wurde der Hauptdamm durchbrochen. 17,000 Joch Feld und viele Dörfer sind unter Wasser gesetzt. In Raab ist die Hauptbrücke überschwemmt. Das Theater steht unter Wasser, der Dampferverkehr ist eingestellt. Für die Gegend unterhalb Budapest besteht große Gefahr. Militär wurde zur Hilfeleistung befohlen. Die Begnadigung Dreyfus'. Paris, 20. September. Die Begnadigung Dreyfus' ist gestern nicht nur beschlossen, sondern auch bereits vollzogen worden. Die Form der Begnadigung, die veröffentlicht worden ist, hat nur den Zweck gehabt, etwaige Kundgebungen in Paris und Rennes zu verhüten. Im Einvernehmen mit der Familie sind Anordnungen getroffen, daß Dreyfus Über Nacht aus dem Gefängnis gebracht werden kann. Er wird sich voraussichtlich sofort ins Ausland begeben. Paris, 20. September. DieBegnadigungDreyfus wird hier ohne Erregung ausgenommen. Man erwartet vielleicht einige unbedeutende Manifestationen oder vielmehr Umzüge von Haufen schreiender Burschen, sonst dürfte die Nachricht aber keinerlei Unruhe Hervorrufen. Das Volk ist bereits gleichgiltig gegenüber der Affaire Dreyfus. Die Beratung im Ministerrat drehte sich nur um die Zeit der Bekanntgabe der Begnadigung. Paris, 20. September. Die Begnadigung DreyfnS wirkt hier wie eine Erlösung. Die Regierung beschloß die Begnadigung, nachdem sie sich versichert hatte, daß der Komplotts-Prozeß vom Lande gut aufgenommen würde. Die Stellung des Kabinetts scheint jetzt gesichert, da Meines Leute nach der Abweisung der Kammer-Einberufungs-Vorschläge nicht mehr hervorzutreten wagen. Brüssel, 20. September. Die hiesigen Blätter billigen ohne Ausnahme die Begnadigung Dreyfus', erklären aber, daß damit die Angelegenheit keineswegs erledigt sein kann, sondern daß man einem Unschuldigen seine Ehre wiedergeben müsse. Die Festung Guvriu hat kapituliert. Paris, 20. September. Heute morgen um 4 Uhr öffneten sich die Thore der Festung in der Rue Chabrol, und Gusrin mit seinen Genossen verließen die solange inne gehabte Festung. Die Polizei ließ die Genossen Guörins unbehelligt und führte nur Guörin allein ab. Derselbe wurde sofort in eine Droschke gebracht. Ein Kapitän der republikanischen Garde setzte sich zu ihm und beide fuhren nach dem Senats-Palaste. Der ganze Vorgang spielte sich unter einem großen Polizei-Aufgebot ab. Eine Kavallerie- Abteilung sowie die Feuerwehr waren zur Stelle. Es ist jedoch kein Zwischenfall vorgekommen. Sobald Gusrin das Haus verlassen hatte, begab sich der Polizei- Kommissar hinein und legte amtliche Siegel an alle Thüren. Eine Abteilung der republikanischen Garde ist mit der Bewachung des Hauses betraut. — lieber die Uebergabe der Festung in der Rue Chabrol wird noch weiter gemeldet: Ein letzter Versuch wurde gestern abend gemacht, um Gusrin aufzufordern, sich zu ergeben. Der Abgeordnete Millevoye hatte die Erlaubnis zum Eintritt in die Festung erhalten. Als er dieselbe verließ, begleitete ihn Gusrin bis zur Thür und umarmte ihn. Millevoye begab sich sofort zu Waldeck-Rousseau, mit dem er eine Unterredung hatte. Waldeck-Rousseau dankte Millevoye für seine Schritte, die er unternommen. Gegen Mitternacht kehrte Millevoye in Begleitung des Bruders Gusrins zur Festung zurück. Sie traten in dieselbe in Begleitung des Polizei-Kommissars ein. In diesem Augenblick erschien auch der Chef der Geheim-Polizei und es wurde abgemacht, daß Jules Gusrin in Begleitung des letzteren nach dem Senats- Palaste sich begeben sollte, um dort dem Staatsgerichtshofe zur-Verfügung gestellt zu werden. Während Gusrin seine besten Kleider anzog, verlangte er plötzlich zum Senats- Palaste ohne Begleitung gehen zu dürfen. Der Kommissar erklärte dies für unmöglich. Guärin willigte schließlich ein, mit dem Kommissar zum Senats-Palaste zu gehen. Eine große Menge Militär war aufgeboten, um die Straßen, welche zum Senats-Palaste führen, abzuschließen. England uud Transvaal. London, 20. September. Lord Salisbury ist gestern nachmittag hierher zurückgekehrt und hat die Einberufung des Kabinetts vorbereitet. Amtliche Kreise halten die Lage für hoffnungslos. Der Krieg sei nur noch durch ein Wunder ablenkbar. Nach einer Meldung der „Pall Mall Gazette" aus Kapstadt zweifelt dort niemand, daß die Buren alsbald die Initiative zum Kampfe ergreifen werden. Man erwartet stündlich einen Angriff. London, 20. September. Morgen findet der entscheidende Kabinettsrat in der Transvaal- Frage statt. Das Gerücht, daß die Transvaal-Regierung dem englischen Gesandten in Prätoria eine versöhnliche Depesche übergeben wird, wird vom Auswärtigen Amte dementiert. irritag den 29. September, nachmittags 2‘/a Uhr sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben der Theodor Lotz Eheleute in Gießen gehörigen Grundstücke: Flur li Nr.4u.b —1100 qm Acker auf der Harth rechts am Gleiberger Pfad, Flur 11 Nr. 6 — 1100 qm Acker dafelbst, Klur 17 Nr. 53,5 — 4077 qm Wiese am Hamm, Flur 25 Nr. 215 — 1144 qm Acker auf der Rothhohl auf den Leihgesterner Weg, Flur 28 Nr 7 — 437 qm Acker am Altenfeld auf das Bruch, Flur 28 Nr. 100 — 1175 qm Wiese am Heegstrauch vor Stauden Garten, Flur 28 Nr. 132,5 — 1938 qm Acker am Sandkauterweg links hinter den Gärten, Flur 28 Nr. 197 — 1396 qm Wiese am Hohen Rain, Flur 29 Nr. 135 — 1838 qm Acker nn Rödern auf die Gräben, Olur 29 Nr. 136 — 1875 qm Acker daselbst, lur 31 Nr. 138 — 2244 qm Acker am Erdkauterweg bis an den Grüninger Pfad, Flur 33 Nr. 16 — 606 qm Acker nn Altenfeld bei den Gärten, Flur 33 Nr. 17 — 344 qm Acker daselbst, Flur 33 Nr. 127 — 837 qm Acker am Nahrungsberg hinten am Feld Erbverteilung halber freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 20. September 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. 6784 I. A. Bogt. Höstversteigerung. Samstag den 23. September soll das Obst der Gemeinde Fellingshausen ver- steigert werden. Der Anfang ist vormittags 9 Uhr am westlichen Aus- gang des Dorfes. 6776 _______Wagner, Bürgermeister. Obsthersteigerung. Nächste» Freitag den 22. d. Mts., von vormittags 9 Uhr an, soll das der Gemeinde Großen-Buseck gehörige Obst versteigert werden. Der Anfang ist am Pfingstweg. Großen-Buseck, 19. Septbr. 1899. Gr. Bürgermeisterei Großen-Buseck. 6777 Meyer. Donnerstag, den 28. Keptenidcr nachmittags 8V2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die der Wittwe und Erben der Konrad Schmidt Eheleute in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 2 Nr. 13Q6/10 — 600 qm Hofraite in den vordersten Schießgärten, Flur 2 Nr. 13186/lc0 — 1588 qm Grabgarten daselbst, Flur 3 Nr. 16 — 62 qm Acker, Gewannlappen am Wismarer Weg, Flur 3 Nr. 38 — 1338 qm Acker an der alten Leimenkaute am Wismarer Weg, Flur 3 Nr. 39 — 1344 qm Acker daselbst, Flur 3 Nr. 40 — 1344 qm Acker daselbst, Flur 3 Nr. 37 — 1338 qm Acker daselbst, Flur 8 Nr. 7 — 950 qm Wiese unter der Harth am Gleiberger Weg Erbverteilung halber freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 19. September 1899. Großh. Ortsgericht Gießen 6783 I. A.: Vogt. Bekanntmachung. Donnerstag den 81. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, sollen im Bieker'schen Saale, Neustadt dahier, Haus- und Küchengeräte aller Art, sowie vier Oeldruckbilder u. v. a. zwangsweise gegen Bar versteigert werden. Gießen, 20. September 1899. 6785 Seipel, Gerichtsvollzieher. In dem Konkurs über das Vermögen des Gastwirts Leopold Schütz sollen auf Antrag der Konkursverwaltung ganntrefag, d. 28. September 1899 nachmittags 8 Uhr auf dem hiesigen Ortsgerichte die den Leopold Schütz Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 236‘/ii — 169 qm Hofraite auf dem Reichensand, Flur 1 Nr. 236»/10 — 94 qm Grabgarten daselbst freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 19. September 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. 6782 I. A-: Vogt. Obstdersteigerung. Dienstag den 26. Septem» der, nachmittags 1 Uhr beginnend, soll das Gemeindeobst, bestehend in einer großen Quantität sehr guter Aepfelsorteu, Birnen und Zwetscheu meistbietend versteigert werden. — Zusammenkunft auf der Straße nach Hattenrod, am Wald. Lich, den 19. September 1899. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. 6770 Göstversteigerung. Montag den 25. September, vormittags 10*/, Uhr, wird auf dem Hofgut Obbornhofen die diesjährige Obsternte baumweife öffentlich versteigert. 6767 Boruemanu. Höstversteigerung. Freitag den 22. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, wird das Obst der Gemeinde Kinzenbach (Birnen und Aepfel) versteigert. Die Zusammenkunft ist bei meiner Wohnung. Kinzenbach, den19.September 1899. Der Gemeinde'Vorsteher: Pfaff. 6775 ÄL MMhMS. Freibank. 67 Heute uud morgen: Ochseufikssch 52 Pfg.. la. ächt. Rhein-Salm, Hecht, Zander, Cabliau, Schellfisch, Seezungen, und schönstes Tafel-Geflügel bei C. G. Kleinhenn, 03263 Bahnhofstr. 59, Telephon 66. NMMeHMWMMHHMNHHMMMHHM • Gegen Ende dieses Monats • eröffnen wir in dem von uns neu erbauten Hause Neustadt IO ein • Atdnufdktuvwdven-Geschäft • verbunden mit ess8 @ $8^* Herren- und Knaben - Konfektion. H | Gebrüder Weil. X mhmmo ®®®®©®®®®®e® ®eee@®e®e@eee ®®®o®®® GjeßenerFtadttheater. Die verrhrlichen vorjährigen Theater-Abonnenten, welche ihre frühere« Plätze wieder einzunehmen gedenken, werden höflichst gebeten, diesbezügliche Wünsche entweder an Herrn Gruft Challier oder an das Theater- büreau baldigst gelangen zu lasten. Weatcröüreau: WaMfiorstraße 36, pari, links. Kaufmännische Fachschule. Wir geben hierdurch bekannt, daß das Winter-Semester unserer Schule Ulontag den 2. Hktoöer, aöends 8V- Wr, beginnt, und wollen sich die Teilnehmer an genanntem Abend pünktlich im Lchrsaal I der Schule — Nordanlage Nr. 15 — einfinden, um Stundenplan, Satzungen und andere Mitteilungen entgegen zu nehmen. Anmeldungen zur Teilnahme an dem diesmaligen Winter-Kursus können vom 21. bis 27. September bet dem Vorsitzenden — Herrn C. Orbig, Bahnhofstraße 29 — sowie am 28. September — letzter Aumeldetermin — abends von 8 bis 10 Uhr im Lehrsaal I der Schule — Nordonlage Nr. 15 — erfolgen. Das Schulgeld beträgt: 1. Für einfache Buchführung, Korrespondenz, Rechnen, Wechsellehre und Handelsgeographte (letzteres Fach wird neu eingeführt und ist der Besuch für alle Schüler frei) 10 Mk. 2. Für doppelte Buchführung.........10 „ 3. ,, Französisch............10 M 4. „ Englisch.............10 „ 5. „ Schönschreiben...........8 M 6. „ Stenographie............5 „ NB Wer Korrespondenz, Rechnen oder Wechsellehre in Klaste I besucht, hat für doppelte Buchführung nur 6 Mk. zu zahlen. Schüler, deren Prinzipale oder Väter uicht Mitglieder des kaufmännischen Vereins sind, zahlen das doppelte Schulgeld. Durch Beschluß der Schulkomrmssion können auf schriftliche» Nachsuchen ganze oder halbe Freistellen bewilligt werden. Der Unterricht in Schönschreiben und einfacher Buchführung 3. Klasse wird nachmittags von 1 bis 2 Uhr, aller andere Unterricht abends von 8 bis 10 Uhr abgehalten. Der Besuch der kaufmännischen Fachschule befreit vom Besuch der obligatorischen Fortbildungsschule. Wir ersuchen nun die Herren Prinzipale und Geschäftsführer, unsere Schule zu unterstützen, indem sie ihre Lehrlinge und Handlungsgehilfen darauf aufmerksam machen, sie zum regelmäßigen Besuche der belegten Unterrichtsstunden anhalten und ihnen die nötige Zeit — namentlich auch zum Besuche des Tagcsunterrichis — gütigst gewähren. 6781 Die SdjiilhommilN brr knufnlSnuWil Fachschule. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige au nach , den 1899. 6788 den ie Beerdigung findet statt: littags 21 /, Uhr, vom Sterbehause, Rodheimerstrasse 14, aus. Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter ■, dass es Gott dem m, schwerem Leiden im 50. Lebensjahre heute morgen ir bitten um stille Teilnahme. zu sich zu rufen. Fst. ger. Lachs, frische Hummer, 1899r grobk. rüst. Caviar, Oelsardiueu, Aal in Gelee, Anchovis, sämtl. marinierte Fische, Hochs, reise Sardellen, srische Franks. Würstel, srische Goth. 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