6. t rtetts jG‘ K”»cher, Chailier, Musi. livd vo« bi* b. August ___53 Whe • Daiaj.- ^110 Ul!- Naschen ^taubbn-fi ®®Hofftr, 51, 4499 K MUR TourenmaschiM Letztere ist kein le, sowie Repara- 5360 leichftraße 7. u'dt | iweg 83 ■ im Platze I ■tenmöbel ■ zwände m, Mangeln ichinen ■ ileeKiichLPP-lLlk ■ Rasenmäher. ■ tsen. 5188 g «HW*8” i Jarfffltw« eaitikel tc. ersweg L 616 Nr 169 Erstes Blatt. Freitag den 21. Juli 1S99 Gießener Anzeiger General-Anzeiger Stevwrds viertkljShrlich 2 Mar! 20 Pf,, monatlich 75 Pf,, mit Bringerloh«. Llle Anzeigen-BermittlungSstrllen bei In« und Äublanbtf nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger tntgeye. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfß. vierteljährlich. «nnthit mr Anzeigen zu der nachmtttagS für be« Minden Th erfcheiuenden Nummer bis vor«. 10 Uhr. mir »usmchme des Montags. Die Gießener »erben dem Anzeiger »öcheutlich viermal bdyk,t Amts- und Anzeifzeblntt für den litek ^iefzen. Rebettion, Expedition und Druckerei: Zch.rSr.ße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mittler für hesssche Volkskunde.____________ Adresse für Depeschen: Anzeiger chtetzo. Fernsprecher Nr. 51. AmtlicherTeil. Gießen, den 18. Juli 1899. Betr.: Den Termin für die Einsendung der Kirchenrechnungen pro 1898/99. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die evangelisch. Kirchenvorftände des Kreises. Der späteste Termin für die Ablieferung der Kirchenrechnung an Sie ist auf Ende August festgesetzt. Da dieser Termin vielfach seitens der Rechner nicht eingehalten worden ist, beauftragen wir Sie, dieselben entsprechend zu bedeuten und uns die erfolgte Abgabe bis zum 1. September I. I. anzuzeigen, eventl. zu berichten, daß der Ablieferungstermin vom Kirchenrechner nicht eingehalten wurde. Die Rechnungen müssen Ihrerseits bis spätestens Ende September an Großh. Oberrechnungskammer, Justificatur II. Abteilung eingereicht werden. Mit der Anzeige an uns ist gleichzeitig der Nachweis über den an den evang. Zentralkirchenfonds abzuliefernden Ueberschuß des Einkommens der Pfarrstelle einzusenden. Der aufzustellende Nachweis des Ueberschuffes muß genau der Vorschrift des Amtsblattes Großh. Ober-Konsistoriums Nr. 14 vom 17. Juni 1884 entsprechen. Wir machen endlich noch besonders darauf aufmerksam, daß die Filialgemeinden, welche ihre Gehaltsteile an den Kirchenfonds der Psarrgemeinde abzuliefern haben, von Aufstellung und Vorlage des obenerwähnten Nachweises entbunden sind. __v. Bechtold._______ Gießen, den 18. Juli 1899. Betr.: Den Termin zur Einsendung der Gemeinderechnungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien nnb Gemar- knngsvorsteher des Kreises. Nach den Ihnen durch unser Amtsblatt Nr. 7 vom 26. April 1881 bekannt gegebenen Bestimmungen des Großh Ministeriums des Innern und der Justiz ist der späteste Termin zur Uebergabe der Gemeinderechnungen für das abgelaufene Etatsjahr seitens der Gemeinde-Einnehmer an Sie der 30. September jeden Jahres. Wir schärfen Ihnen dies wiederholt mit der ausdrücklichen Weisung ein, etwaige noch rückständige Belege aus 1898/99 sofort dem Gemeinde-Einnehmer zu überweisen und diesen wegen der Rechnungsablieferung entsprechend zu bedeuten. Uns haben Sie bis zum 1. Oktober d, I. zu berichten, daß die Rechnung an Sie abgegeben wurde, bezw. aus welchen Gründen dies nicht geschehen ist. Nur in ganz besonderen Ausnahmefällen werden wir den erwähnten Termin verlängern. Die Einsendung der Rechnungen an Großh. Ober- Nechnungskammer, Justisikatur II. Abteilung, hat im Laufe des Monats Oktober durch Sie zu geschehen und es ist unzulässig, diesen Termin namentlich deshalb hinauszu- schieben, um die Rechnungsabhörung durch den Gemeinderat zugleich mit der Beratung des Voranschlags vorzunehmen. Sie wollen sich hiernach bemessen. v. Bechtold. Gießen, den 19. Juli 1899. Betr.: Die Revision der Bierdruckvorrichtungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nach Abschnitt II Ziffer 6 der Polizeiverordnung vom 2. Dezember 1888, betreffend den Gebrauch von Bierdruckvorrichtungen, (abgedruckt im Gießener Anzeiger Nr. 109 von 1899, 1. Blatt), ist die Polizeibehörde befugt, die Beschaffenheit der Bierdruckoorrichtungen jederzeit einer fachmännischen Kontrolle zu unterwerfen, deren Kosten der Besitzer zu tragen hat. Demgemäß haben wir die periodische Kontrolle der Bierdruckvorrichtungen in den Landgemeinden dem Techniker Karl Graf in Gießen übertragen, welcher nach dem 1. August damit beginnen wird. Die Kosten der Kontrolle betragen für jede Bierdruckvorrichtung 1 Mark, welcher Betrag alsbald bei Vornahme des Geschäfts durch den Besitzer an den Kontrolleur zu entrichten ist. Sie wollen die Besitzer von Bierdruckvorrichtungen hiervon besonders in Kenntnis setzen und denselben anempfehlen, ihre Apparate in vorschriftsmäßigen Stand zu setzen. Bei der ersten Revision hat der Polizeidiener den Kontroleur zu begleiten. v. Bechtold. Beim diesseitigen Kommando ist am 1. Oktober d. IS. die Stelle des Schneiders neu zu besetzen. Bewerber wollen sich alsbald unter Vorlage eines Lebenslaufes nebst Zeugnissen ihrer Brodherrn hier melden- Diejenigen Leute, welche bereits Uniformstücke bearbeitet.' haben, erhalten den Vorzug. Gießen, den 17. Juli 1899. Großherzogliches Bezirks-Kommando. Detring, Oberstleutnant und Kommandeur. Hessischer Landtag. Darmstadt, 19. Juli 1899. Heute nachmittag V/i Uhr wurde der 30. Landtag von Seiner Königlichen Hoheit demIGroßherzog geschloffen. Zu diesem Akte versammelten sich im Großherzoglichen Schlosse um 1 Uhr: die dienstthuenden Kammerherrn und Kammerjunker in dem Fahnensaal; um V!t Uhr die Mitglieder der Ersten Kammer in den Assembleezimmern; die Mitglieder der Zweiten Kammer in den Russischen Zimmern; die Mitglieder des Staatsministeriums in dem Fahnensaal; die Hofstaaten und Adjutanten in dem Rampensaal. Die Zweite Kammer wurde durch den als Ceremonien- meister dienstthuenden Kammerherrn Frhrn. v. Bellersheim in den Thronsaal eingeführt. Nachdem dieselbe ihre Plätze eingenommen hatte,, erfolgte die Einführung der Ersten Kammer durch den Ober- Ceremonienmeister und hierauf diejenige der Räte der Ministerien durch den als Ceremonienmeister dienstthuenden Kammerherrn v. Zangen. Die Erste Kammer erhielt ihre Plätze zur rechten, die Zweite Kammer zur linken Seite des Thrones, demselben gegenüber, die Räte der Ministerien nahmen die Plätze zur linken Seite des Thrones ein, in dem Raume zwischen demselben und den Sitzen der Abgeordneten zur Zweiten Kammer. Seine Königliche Hoheit der Großherzog begeben sich auf die Meldung des Ober-Ceremonienmeisters, daß die Einführung der Versammlung stattgefunden habe, in den Thronsaal. Der Zug ging in folgender Ordnung: zwei Fouriere, die dienstthuenden Kammerjunker, die dienstthuenden Kammerherrn, die Ceremonienmeister, der Ober-Ceremonien- Feuilleton. Das 19. Jahrhundert. Unter Mitwirkung hervorragender Fachgelehrter herausgegeben von Friedrich Thieme. (Nachdruck oder Auszug verboten.) XII. Die bürgerliche soziale Bewegung. Staats« sozialismns. Sozialreform. — Anarchismus. (Fortsetzung.) Auf einem von der Sozialdemokratie verschiedenen Wege suchen die Anhänger der Bodenreform die soziale Frage zur Lösung zu bringen, indem sie unter Beibehaltung des Privateigentums nur den Grund und Boden „verstaatlichen", d. h. der Allgemeinheit nutzbar machen wollen. Im übrigen wollen sie die individuelle Gesellschaft mit Privatkapital, freier Konkurrenz und Gewerbefreiheit aufrecht erhalten wissen. Schon Thomas Spence hatte 1775 die Bodenverstaatlichung als das geeignetste Mittel zur Lösung der sozialen Frage bezeichnet; der geistvolle Amerikaner Henry George (geboren 1839) griff die Idee auf und begründete sie in seinem berühmten Buche: „Progress and „poverty“ (1879). Die Quintessenz seiner Lehre wurzelt in dem Satzes: „Der Privatbesitz an Grund und Boden ist eine Verneinung der Menschenrechte. Dieses Bodenmonopol ist die Hauptursache der ungleichen Verteilung der Güter; es beraubt den Arbeiter des ihm gebührenden Lohnes; es legt etwas in die Hände weniger, das doch eine freie Gabe der Natur ist. Mag der Gewerbesleiß sich auch noch so vermehren, mögen Ersindungen und Entdeckungen den Fortschritt immer höher tragen, der Nutzen davon wird doch nur in Gestalt der Rente den Grundbesitzern zufließen, die durch den Besitz des Bodens die Macht erhalten, über die, die auf demselben leben müssen, zu herrschen. Das ist die Hauptursache der industriellen Krisen, die Hauptursache der Zunahme der Armut bei wachsendem Reichtum. Diese Hauptursache müssen wir also beseitigen, wenn wir den durch sie drohenden Gefahren entrinnen wollen, und das können wir, indem wir die ursprünglichen Rechte aller auf den Grund und Boden wieder Herstellen, und zwar einfach, ohne merkliche Umwälzung, durch die Einziehung der Bodenrente mittelst Besteuerung. Keine andere Steuer mehr als die auf Grund und Boden!" Wir können hier weder näher auf die Frage selbst, noch die Folgen, welche die Anhänger Georges von der Durchführung dieses Programms erwarten, eingehen, erwähnt sei nur, daß der Verfasser in Amerika und England eine zahlreiche Gemeinde fand. In Amerika bildete sich alsbald die „Frei-Boden-Gesellschaft", in England, wo besonders A. N. Wallace für die Bodenverstaatlichung eintrat, der „Landreformbund". In Deutschland wirkte in neuerer Zeit vor allem Michael Flürscheim für die Bodenreform, seine Bemühungen hatten jedoch trotz eifriger Agitation nicht die erhofften Erfolge, obwohl der „Deutsche Bund für Bodenbesitzreform" durch ein eigenes Organ sowohl, als zahlreiche Schriften und Vorträge Propaganda machte. Manche Fabrikbesitzer suchten die Arbeiterfrage auf praktischem Wege zu lösen, indem sie besondere Einrichtungen schufen, Arbeiterausschüfse bildeten, die Arbeiter am Gewinn beteiligten u. s. w. Den berühmtesten Versuch mit dem System der Gewinnbeteiligung der Arbeit machte Jean Baptiste Andre Godin (geboren 1817 im Departement l'Aisne, Frankreich), welcher für seine Fabrik das Prinzip der Assoziation einführte, und das sogenannte „Familisterium Godin" schuf (vollendet am 13. August 1880), eine auf den Ideen Fouriers beruhende Institution mit gemeinschaftlichen Wohnungen für Beamte und Arbeiter, Arbeiterausschüffen, Gewinnbeteiligung, Kranken- und Unterstützungskassen, Pensionskassen, gemeinsamer Geselligkeit, Regelung der Jugenderziehung, des Unterrichts- und Lehrlingswesens u. s. w. In Deutschland verdient besondere Beachtung die sich als ein sozial-politisch hochbedeutsamer Akt darstellende Errichtung der Karl Zeiß-Stiftung in Jena, durch welche die dortige, mehr als 600 Arbeiter zählende optische Werkstätte in eine das Verhältnis zwischen Unternehmer und Arbeiter auf der Grundlage des Rechtes regelnde Organisation mit weitgehenden sozialen Einrichtungen verwandelt wird. Dieselben beschränken sich nicht allem auf die Gewinnbeteiligung der Arbeiter, auf Pensions-, Kranken-, Sterbe- und andere Kassen, auf Arbeitervertretung u. f. w., sondern vor allem auf die Schöpfung eines besonderen Arbeiter- und Ange- stellten-Rechtes, welches den Arbeitern nicht nur die volle Bethätigung ihrer religiösen und politischen Ueberzeugung sichert, sondern auch für ihre dauernde wirtschaftliche Sicherheit die größtmöglichsten Garantien schafft. Die Fürsorge für den Arbeiterstand dokumentiert sich auch in den in vielen Städten hervorgerufenen Bestrebungen der Beschaffung billiger und gesunder Arbeiterwohnungen, deren Errichtung vielfach durch besondere Baugenossenschaften und Vereine in die Hand genommen wird. Der wichtigste Erfolg der sozialen Bestrebungen besteht aber in der Anerkennung des Prinzips der Staatshilfe. Der Staat erkennt an, daß die auf dem Prinzip der Selbsthilfe basierten Bemühungen der beteiligten Klassen zur wirksamen Bekämpfung der vorhandenen sozialen Uebel- stände nicht ausreichen, sodaß dem Staate als solchen die Pflicht erwächst, reformierend einzugreifen. Deutschland steht bezüglich der Sozialpolitik und Sozialreform an der Spitze der KulturstaaUn. Die Aera der Sozialreform wurde eröffnet mit der Kaiserlichen Botschaft vom 17. November 1881. Im Anschluß hieran erfolgte die Einführung der staatlichen Kranken-, Unfall-, Alters- und Jnvaliditats- Versicherung, während auf die staatlichen Maßnahmen zu Gunsten eines wirksamen Arbeiterschutzes die Kaiserlichen Erlasse vom 5. Februar 1890 von maßgebendem Emflutz waren. (Schluß folgt.) meister, Seine Königliche Hoheit der Großherzog, der Staatsminister und die Minister der Justiz und der Finanzen, die General- und Flügeladjutanten, die nicht funktionierenden Hofchargen. Bei Eintritt des Zuges in den Saal erhob sich die Versammlung von ihren Sitzen. Der vorantretende Dienst begab sich auf die linke Seite des Thrones. Die Fouriere nahmen zu beiden Seiten am Thronhimmel Stellung. Der Staatsminister, die Minister der Justiz und der Finanzen und der Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog nachfolgende Dienst stellten sich zur Rechten des Thrones. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hielten von dem Throne eine Anrede an die Stände folgenden Wortlauts: Meine Herren Stände! Bei dem Schluffe des XXX. Landtags fühle Ich Mich gedrungen, Ihnen persönlich Meinen Dank für die mühevolle angestrengte Thätigkeit auszusprechen, mit welcher Sie sich den Angelegenheiten des Landes gewidmet haben. Zahlreicher wie auf früheren Landtagen waren die Aufgaben, die Ihnen gestellt gewesen und viele derselben haben durch Bedeutung und Umfang Ihre Mitwirkung in ganz besonderem Maße in Anspruch genommen. Seien Sie darum Meiner warmen Anerkennung für die Hingebung versichert, mit welcher Sie sich der Erfüllung Ihrer landständischen Pflichten unterzogen haben. Durch Bewilligung reichlicher Mittel haben Sie es Meiner Regierung in dankenswerter Weise ermöglicht, auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens den erhöhten Ansprüchen, welche unsere Zeit stellt, gerecht zu werden. Für das Unterrichtswesen, für Hebung von Landwirtschaft, Handel und Gewerbe haben Sie in richtiger Erkenntnis der gesteigerten Bedürfnisse namhafte Summen zur Verfügung gestellt. Zu besonderem Danke fühle Ich Mich verpflichtet, daß Sie durch Genehmigung des Besoldungsgesetzes und der Besoldungsordnung den lang gehegten Wunsch der Staatsbeamten nach Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse erfüllt haben. Die Aufgabe Meiner Regierung wird es sein, sobald es die Mittel des Landes erlauben, auch den berechtigten Wünschen der Volksschullehrer auf Besserung ihrer Verhältnisse gerecht zu werden. Daß Sie den Kirchen die Möglichkeit gewährt haben, eine entsprechende Erhöhung der Gehalte der Geistlichen anzubahnen, ist von Mir dankbar empfunden worden. Es hat Mir zu hoher Befriedigung gereicht, daß Sie die durch die bevorstehende Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs veranlaßten Gesetzentwürfe mit besonderem Entgegenkommen und mit vollster Würdigung der hochbedeutsamen Aufgaben erledigt haben, welche von der Landesgesetzgebung im Anschlüsse an das von Mir freudig begrüßte nationale Gesetzgebungswerk zu lösen waren. Mit gleich lebhafter Befriedigung hat es Mich erfüllt, daß über die Gesetzentwürfe zur Durchführung einer Reform des Staatssteuerwesens noch in letzter Stunde eine Verständigung zwischen Ihnen und Meiner Regierung, wenn auch nur infolge eines weitgehenden Entgegenkommens der Letzteren, herbeigeführt worden ist. Im Interesse des Zustandekommens des großen Reformwerks habe Ich keinen Anstand genommen. Meine Zustimmung hierzu zu erteilen, da Ich von der Durchführung der lange ersehnten Reform eine wesentliche Förderung der gedeihlichen wirtschaftlichen Weiterentwickelung Meines geliebten Landes erhoffen zu dürfen glaube. Mit dieser Hoffnung entlasse Ich Sie, Meine Herren Stände, in Ihre Heimat und zu Ihrer gewohnten Beschäftigung und erteile Ihnen zugleich die Versicherung Meines fortdauernden landesfürstlichen Wohlwollens. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog verließen hiernach in Begleitung Allerhöchst Ihres Dienstes in der nämlichen Ordnung wie beim Eintreten den Thronsaal. Der Staatsminister übergab sodann die Ausfertigung des Landtags-Abschieds dem Präsidenten der Ersten Kammer der Stände. Der Präsident brachte das Hoch auf Seine Königliche Hoheit den Großherzog aus und hiernach erklärte der Staatsminister auf Allerhöchsten Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs den Landtag für geschlossen. D. Ztg. Deutsches Keich. Berlin, 19. Juli. Aus Athen wird der „Vossischen Zeitung" geschrieben: Bei Besprechung der freundschaftlichen und herzlichen Beziehungen, welche sich wieder zwischen der griechischen Kronprinzen-Familie und der Kaiser-Familie angeknüpft haben, berichtet die Zeitung „Asty", daß bereits bei den vorjährigen Besuchen des Kronprinzen Konstantin in Deutschland der Kaiser diesem sein Bild geschenkt habe, unter das er eigenhändig die griechische Niederschrift gesetzt hatte: El«; xotpovoc earw, etc ßaatXeu;. Zu deutsch: Einer nur soll Herrscher sein, einer nur sei König. — (Ilias 2, 204/5. Der Vordersatz lautet: Oux apz^öv -rcoXuxotpaviT): Nimmer frommet Vielherrschaft.) N.k.0. Der Kaiser hat die ganze Fahrt nach dem Industrie Gebiet, die für den 3. und 4. August in Aussicht genommen war, aufgegeben und mit seiner Stellvertretung bei der Hafeneinweihung in Dortmund den Prinzen Friedrich Leopold betraut. Es kann nicht fehlen, daß hieraus allerlei Schlüsse auf das weitere Schicksal der Kanalvorlage werden gezogen werden. Man erinnert sich, daß kürzlich die Meldung verbreitet wurde und nicht auf Widerspruch stieß, Minister Dr. v. Miquel habe Herrn v. Lucanus gebeten, den Kaiser zu bestimmen, die Kanalfrage auf eine gelegenere Zeit zu vertagen. Ginge der Kaiser nach Dortmund, so würde er auch nicht umhin können, sich zur Kanalfrage zu äußern, dies wäre dann von den Kanalfreunden stark ausgenutzt worden. Wenn hinterdrein das Abgeordnetenhaus oder das Herrenhaus den Kanal abgelehnt hätte, wäre der Kaiser nach Ansicht der Kanalsreunde engagiert. Die Auflösung sei denn nicht zu vermeiden. Es kommt noch weiter hinzu, so wird erzählt, daß der Kaiser von Transaktionen mit dem Centrum sehr wenig wissen wolle, nachdem die Wahlen in Bayern dort für das Centrum eine absolute Mehrheit ergeben haben. Wenn die Verabschiedung der Kanalvorlage nur durch Konzessionen an das Centrum zu erreichen sei, so bleibt nichts übrig, als zu warten, bis eine günstigere politische Konstellation eintrat. Dies ungefähr ist die Meinung von Kreisen, welche in der Regel gut orientiert sind. Daß auch andere Gründe für die Aenderung der Pläne des Kaisers maßgebend gewesen sein können, muß von vornherein zugegeben werden. Morgen dürfte sich mehr darüber sagen lassen. Berlin, 19. Juli. Nach einer Meldung aus Geestemünde ist heute in den dortigen Hafen das französische Kriegsschiff „Ibis" eingelaufen. Berlin, 19. Juli. Wie aus Warmbrunn (Schlesien) gemeldet wird, sind infolge heftiger Gewitter in Schlesien bei Neinerz, Tarnowitz, Sagan und Liegnitz zahlreiche Personen vom Blitz erschlagen worden. Ebenso wüten zahlreiche Feuersbrünste in der ganzen Provinz infolge von Blitzschlägen. Ueberall ist der Ernteschaden groß. — Den Helden des alten „Iltis". Die Besatzung des neuen „Iltis" hat auf dem einsamen Kirchhof am Südost Promentory zum Andenken ihrer Kameraden vom alten „Iltis" am 1. Juni, wie der „Ostasiatische Lloyd" meldet, eine einfache schlichte Feier veranstaltet. Der Kommandant, sämtliche Offiziere und Deckoffiziere mit Ausnahme der Wachthabenden, ein Landungszug von 18 Matrosen mit Gewehr und Seitengewehr und alle dienstfreien Leute begaben sich an Land. Am Strande begrüßte sie der Wärter des Leuchtturmes, Herr Schwelp, der seinerzeit den Schiffbrüchigen des alten „Iltis" so aufopfernde Dienste geleistet hatte." Die Offiziere und Mannschaften marschierten sofort zum Friedhof. Vor dem Denkmal, das hochragend die Mitte des Kirchhofes schmückt, wurde der Landungszug aufgestellt, daneben die kleine Musikkapelle des Schiffes. Im Halbkreis standen die anderen Leute, davor die Offiziere. „Stillgestanden!" Ernst und bewegungslos lauschten alle den tiefempfundenen, markigen Worten des Kommandanten. „Nunmehr da wir an diesem Orte unseren gebliebenen Kameraden vom alten „Iltis" die schuldige Ehrung erweisen", führte dieser etwa aus, „hat erst recht eigentlich die Thätigkeit des neuen „Iltis" begonnen, hat er den alten „Iltis" erst abgelöst. Kaiser und Vaterland, die Landsleute hier draußen in Ostasien und die hier ruhenden Toten blicken auf uns und verlangen von uns, daß wir uns als der Tapferen würdige Nachfolger erweisen. Im Namen der Besatzung des neuen „Iltis" gelobe ich an dieser Stelle, daß Not und Gefahr uns nicht anders finden sollen, als die Helden, die hier zur letzten Ruhe gebettet sind." Darauf gab der Kommandant den Befehl, drei Salven über die Gräber zu feuern. Kurze Kommandoworte ! Weithin hallende Schüsse! Die ersten Salven, die den Toten gefeuert wurden. Der neue „Iltis" dem alten. Die Musik setzte ein, alles nahm die Mützen ab, und aus kräftigen Männerkehlen klang es über die stille Stätte, das Flaggenlied, das „Jltislied", welches sie einst ins Donnern der Wogen hinausgesungen hatten, das ihren Ruhm brausender der Welt verkündete, als der Sturm rauschte, der ihr Schifflein zerbrach. — Leider sind die Anpflanzungen von japanischen Kiefern auf dem Kirchhof wieder eingegangen, dagegen haben sich Monatsrosen herrlich entwickelt. Es ist jetzt in Aussicht genommen, auf sämtlichen Gräbern Monatsrosen zu pflanzen. An der Mauer sollen rings herum Eichenhecken gezogen werden. Auch wird die ganze Fläche des Kirchhofs mit Nasen bedeckt werden. Weniger freundlich sehen die jetzigen Holzkreuze aus, die die letzten Ruhestätten der „Jltis"-Helden kennzeichnen. Es ist schon angeregt, sie durch Marmorsteine zu ersetzen, für welche die Kosten durch Sammlungen unter den Offizieren des Kreuzergeschwaders aufzubringen vorgeschlagen ist. — Das deutsche Lepraheim in Memel, welches am Donnerstag in Gegenwart des Kultusministers Dr Bosse, des Oberpräsidenten Grafen Wilhelm v. Bismarck und zahlreicher Aerzte feierlich eingeweiht werden wird, erhält bereits am Samstag seine ersten Kranken. Es sind dies im Ganzen elf Personen beiderlei Geschlechts. Ein 17jähriges Mädchen, das bereits seit seinem vierten Lebensjahre leprös ist, befindet sich gegenwärtig im Kreislazareth zu Memel und wurde daselbst vor einigen Tagen konfirmiert; die anderen zehn Patienten waren bisher in der Universitäts klinik zu Breslau untergebracht. Als Pflegerinnen sind zwei Diakonissinnen aus Königsberg angestellt worden. Das Heim liegt völlig entlegen vor der Stadt und ist mit einer geschlossenen hohen Einfriedigung umgeben, so daß also niemals ein Fremder einen Aussatzkranken zu Gesicht bekommen wird. Diese Maßnahme ist wegen der hohen Ansteckungsgefahr des Aussatzes erforderlich gewesen. — Ernennung. Der Geheime Ober-Regierungsrat und vortragende Rat im Ministerium des Innern Herr von Philipsborn ist zum Regierungspräsidenten in Hildesheim ernannt worden. Herr von Philipsborn war einige Zeit Hilfsarbeiter im Finanzministerium. Nach kurzer Beschäftigung bei den Regierungen zu Aachen und Stettin war er längere Jahre bei dem Oberpräsidium der Rheinprovinz zu Koblenz thätig und seit 1891 als vortragender Rat im Ministerium des Innern beschäftigt. Im Jahre 1894 wurde er zum Geheimen Ober-Regierungsrat befördert. Er hat die formelle Fassung des so kräftig ab- gelehnten Vereinsgesetzes samt seiner famosen Begründung auf dem Gewissen. — Der Mittellandkanal. In Gegenwart des Herzogs Ernst Günther von Schleswig-Holstein hat die schleswig-holsteinsche Landwirtschaftskammer eine Kundgebung gegen den Mittellandkanal mit großer Mehrheit beschlossen; es wurde eine vom Grafen Rantzau angeregte Resolution angenommen, in der das Abgeordnetenhaus aufgefordert wird, dem Mittellandkanal den sogenannten Nordkanal vorzuziehen. — Zeugnisse über Herkunft und Reinheit der Weine. Bei der Sachverständigen-Beratung im Februar im kaiserlichen Gesundheitsamte zu Berlin über die Abänderungsbedürftigkeit des Weingesetzes ist von mehreren Seiten zur Sprache gebracht worden, daß von Gemeindebehörden, Bürgermeistern und Handelskammern über die Herkunft und Reinheit der Weine zuweilen Bescheinigungen ausgestellt werden, welche die wünschenswerte Zuverlässigkeit vermissen lassen. Das bayerische Staatsministerium des Innern hat Erhebungen angestellt. Nach dem Ergebnisse der letzteren sind in Bayern besondere Mißstände der gedachten Art bis jetzt nicht zu Tage getreten. Hieran anschließend ist in einer Entschließung des genannten Ministeriums bemerkt: „Sowohl im Interesse des ehrlichen Weinhandels, als auch im Interesse der Konsumenten, ferner zur Wahrung des eigenen Ansehens der betreffenden Behörden und Organe wird stets darauf zu sehen sein, daß dieselben in der Ausstellung fraglicher Zeugnisse nicht über ihre Zuständigkeit hinausgehen und im übrigen mit größter Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit verfahren. Andernfalls besteht die Gefahr, daß durch solche Atteste unlauteren Geschäftsgepflogenheiten im Weinhandel Vorschub geleistet wird. Die Aussteller der Zeugnisse werden deshalb vor jeder Bestätigung eine genaue Prüfung des Sachverhalts vorzunehmen haben und nur dann die nachgesuchte Bescheinigung ausstellen dürfen, wenn sie die Gewißheit haben, daß damit kein Mißbrauch getrieben werden kann, und wenn sie für die Richtigkeit der bezeugten Thatsachen unbedingt eintreten können. Vorsicht erscheint um so mehr geboten, als die Feststellung der wirklichen Sorten und Unverfälschtheit des Weines bekanntlich mit großen Schwierigkeiten verknüpft ist." Frankfurt a. M., 19. Juli. Aus guter Darmstädter Quelle vernimmt die „Franks. Ztg.", daß gegen den Landgerichtsdirektor in Pension Küchler nunmehr wegen Vergehens gegen den § 211 der Konkursordnung ein Strafverfahren eingeleitet worden ist. — Aus Abbas-Tuman telegraphiert man der „Tägl. Rundsch.": Am 6. Juli (alten Stils) als am 9. Tage nach dem Ableben des Großfürsten-Thronfolgers wurde seine sterbliche Hülle in feierlichem Zuge aus dem Palast in die, eine Werst entfernte Kirche getragen. Der Trauerzug, in welchem der Großfürst Nikolaus Michajlowitsch, das Gefolge des verstorbenen Großfürsten und zahlreiche Würdenträger einherschritten, und welchem sich eine große Volksmenge anschloß, traf gegen 11 Uhr an der Kirche ein. Großfürst Nikolaus und die Würdenträger geleiteten den Sarg in das Innere der Kirche, wo er ans einer mit tropischen Gewächsen geschmückten Erhöhung unter einem Baldachin Aufstellung fand. Nunmehr wurde eine feierliche Seelenmesse celebriert. Am 8. Juli (alten Stils) früh morgens geht der Trauerzug nach Borshom ab. — Die Beerdigung des Großfürsten-Thronfolgers Georg findet am 26. Juli statt. Der Zar fährt der Leiche am 22. Juli nach Moskau entgegen. MPC. Der Gang der Dinge in Transvaal bestätigt die Nichtigkeit unserer Auffassung, daß es zu einem Krieg der Engländer gegen die Buren nicht kommen werde. Beide Teile sind geriebene Geschäftsleute. So lange es geht, suchen sie sich zu Übervorteilen. Es braucht aber nur ein Dritter zu kommen und Miene zu machen, als würde er gern eine alte Rechnung begleichen, so finden die geschäftlichen Gegner einen modus vivendi. Wer aus dem jetzigen Streite Englands und Transvaals Vorteile für sich herauszuschlagen versuchte, mag für heute unerörtert bleiben. Thalsache ist, daß die deutsche Regierung es nicht gewesen ist. Sie hat sich von Anfang an durchaus neutral und somit vollständig korrekt verhalten. Ultra posse nemo obligatur, dies Wort gilt auch in diesem Falle. Ausland. Wien, 19. Juli. Das Gerücht von einem bevorstehenden Wechsel in der Wiener Nuntiatur wird dementiert. Palermo, 19. Juli. Der Aetna ist in vollem Aus- bruch, sodaß die Ansiedler flüchten müssen. Paris, 19. Juli. Die Begnadigung des im Gefängnis schwer erkrankten Arto'n steht unmittelbar bevor. Paris, 19. Juli. La bori ist mit seiner Familie nach Rennes abgereist, wo er bis nach Beendigung des Prozesses bleiben wird. Diese Umsiedelung von Dreyfus' Anwalt wird dahin ausgelegt, daß der Prozeß länger dauern wird, als bisher angenommen wurde. Paris, 19. Juli. Zola wird sich in den nächsten Tagen nach Rennes begeben, um dem Prozeß gegen Dreyfus beizuwohnen. London, 19. Juli. Die „Times" melden aus Apia: Oberrichter Chambers überreichte den Spezial-Kommissaren der Vertrags-Staaten seine Demission. Er dürfte sich bereits auf der Rückreise nach Amerika befinden. Transvaal. Die Sitzung des Volksrats scheint endlich eine annehmbare Lösung gebracht zu haben. Zwar fehlt noch der genaue Wortlaut der nunmehr feststehenden Reform des Wahlrechts, allein man scheint in Pretoria den Gedanken aufgegeben zu haben, die jetzt im Lande ansässigen Ausländer in Stufen abzugliedern, um zu verhindern, daß mit einem Male eine beträchtliche Anzahl nichtburischer Wähler zur Ausübung des vollen Bürgerrechts zugelassen werde. Die Bestimmung, daß diejenigen Ausländer, die bereits sieben Jahre im Lande ansässig sind, das volle Bürgerrecht gleich nach der Veröffentlichung des Gesetzes erhalten sollen, wird voraussichtlich allem Hader ein Ende machen. Die Times schreibt heute morgen, die Richtigkeit der Meldung über den gestrigen Beschluß des Volksrats vorausgesetzt, könne die Krisis als beendet angesehen werden. wird immer noch mit 30 und 35 Pfg. bezahlt. Den armen vom ES ftatben an: Zusammen 1. Lebensjahr: 2.—15.Jahr 1 (1) 1 (1) 1 (1) 1 2 (2) 1 (1) 1 (1) 2 (1) 2 (2) Beerensammlern ist dieser ganz hübsche Erlös wohl zu gönnen. x Grimberg, 18. Juli. Wiederum war den Bewohnern der Stadt Gelegenheit geboten, einen sehr interessanten Vortrag zu hören. In einer leider nicht sehr zahlreich besuchten Versammlung von Obstbaumzüchtern und Freunden des Obstbaues sprach Herr Landwirtschaftslehrer Reichelt von Friedberg über „Obstbaumpflege mit besonderer Berücksichtigung der Obstbaumkrankheiten und Schädlinge." In seinen von großer Sachkenntnis zeugenden Ausführungen gab Redner aus dem reichen Schatze seiner praktischen Erfahrungen die zu beobachtenden wichtigsten Vorschriften zur zweckmäßigen Behandlung und Pflege der Obstbäume und machte die Versammlung mit den hauptsächlich in Betracht kommenden Feinden der Obstbäume aus der Jnsektenwelt bekannt. Auch die zur Verhütung und Heilung von Obstbaumkrankheiten anzuwendenden Mittel wurden eingehend erörtert. Mit großem Interesse folgten die Anwesenden dem trefflichen Vortrage des Herrn Reichelt, dem der Vorsitzende, Herr Bürgermeister Zimmer, den Dank der Versammlung aussprach. — Gestern und heute gab der Circus Lungentuberkulose Darmtuberkulose Gehirnschlagfluß Herzleiden Magengeschwür Darmgeschwür Wochenbettfieber Krebö Alterskrankheiten LebenAschwäche___ zur Ruhe gebracht. Paris, 20. Juli. Die französischen Sozialisten der verschiedensten Parteirichtungen werden in einer demnächst in Frankreich stattsindenden Generalkonferenz über die Frage emscheiden, ob der Eintritt eines Sozialisten in ein bürgerliches Kabinett unzulässig sei. Paris, 20. Juli. Der Termin für den Zusammentritt des Kriegsgerichts in Rennes ist nunmehr auf den 11. August festgesetzt worden. Paris, 20. Juli. Die „Gazette de France" versichert, aus absolut sicherer Quelle erfahren zu haben, daß die vom „Matin" veröffentlichten Enthüllungen Esterhazys jeder Wahrheit entbehren und nur ein Lügengewebe bilden. Esterhazy widerspricht sich übrigens selbst in diesem Geständnis über die von ihm vorher gemachten Enthüllungen. Der Gewährsmann dieses Blattes scheint übrigens kein anderer zu sein, als General Boisdeffre selbst. Paris, 20 Juli. Auf Antrag des Kriegsministeriums wird das Sozialistenblatt „Peuple", welches in Lyon erscheint, wegen eines verleumderischen Artikels gegen die Armee gerichtlich verfolgt werden. London, 20. Juli. Aus Rom wird gemeldet, die italienische, russische und deutsche Regierung unterhandeletn augenblich über die serbische Angelegenheit. König Milan soll der Vorschlag gemacht werden, seinen Aufenthalt Bügler in i , Darbietungen der Künstlergesellschaft wurden von den Circusbesuchern mit großem Beifall ausgenommen. + Nidda, 19. Juli. Gestern abend erhängte sich Versicherungsgesetz, wie es aus den Verhandlungen des Reichstages hervorgegangen ist, vollzogen. Berlin, 20. Juli. Zu der Untersuchungssache wider die Mitglieder des Klubs der Harmlosen (von Kayser und Genossen) wird mitgeteilt, daß die Eröffnung des Hauptverfahrens wegen Betruges von der Strafkammer abgelehnt wurde. Es soll nur ein Verfahreu wegen gewerbmäßigen Glückspieles stattsinden. Berlin, 20. Juli. Gegenüber dem Uebelstande, daß durch den Beginn der Strafmündigkeit mit dem 12. Lebensjahre der jugendliche Verbrecher eher noch verwahrloster als gebessert wird, wird offiziös daran erinnert, daß man an den zuständigen Regierungsstellen schon vor einiger Zeit eine Aenderung in Aussicht genommen hat, und zwar so, daß eine Vorlage in Vorbereitung ist, in welcher für die unbedingte Strafmündigkeit an Stelle des vollendeten 12. das vollendete 14. Lebensjahr als Grenze gewählt werden. Athen, 20. Juli. Die Regierung beschloß, behufs Organisation der Land-Armee und der Marine einen deutschen General und einen englischen Admiral auf 10 Jahre zu engagieren. Die Bewilligungen der betreffenden Regierungen sollen bereits erfolgt sein. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemesim am 20. Juli, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags: Wasier 17V,o, Luft 20°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Males und Vroimyieiles. Gießen, den 20. Juli 1899. ** Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Heften ist der Deutschen Gesellschaft für Volksbäder als Mitglied beigetreten. „ . I ’* Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Kömgl. Hoheit I der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 8. Juli den von Seiner Durchlaucht dem Fürsten zu Jsenburg- Birstein auf die erledigte 2. evangelische Pfarrstelle zu Offenbach, Dekanat Offenbach, präsentierten Pfarrer Lic. theol. Samuel Eck zu Rumpenheim für diese Stelle zu bestätigen. I ** Militärdienstnachrichten. Kuri, Lazarett Verwalt.- Jnsp. in Gießen, zur Wahrnehmung der Lazarett-Oberinspektorstelle nach Altona, — Küster, Lazarettinspektor beim Garn.-Lazarett I Berlin, nach Gießen versetzt. — Nicolai, Rechnungsrat, Lazarett-Oberinspektor in Darmstadt, auf seinen Antrag zum 1. Oktober 1899 mit Pension I in den Ruhestand versetzt. t I „Es ist kein Schaden so groß, es ist ein Vorteil dabei." Das hat sich bei Einäscherung der Festhalle auf dem Trieb wiederum erwiesen. Während sonst alles der I Flammenglut zum Raube fiel, hat der wohlgepanzerte I Krogmann'sche Kassenschrank ihr nicht nur Stand gehalten, sondern sie hat ihn sogar in des Wortes buch- I stäblichem Sinne kalt gelassen. Der gesamte Inhalt, teil- I weise aus Papieren bestehend, ist unversehrt geblieben, und I selbst eine auf der Innenseite der Geldschrankthüre ange- I brachte Empfehlungskarte zeigte keinerlei Spuren eines über- I standenen Aufenthaltes in dem Flammenmeer. Schloß und I Federn litten ebenfalls nicht den geringsten Schaden, sodaß I die solide Bauart und die unbedingte Widerstandsfähigkeit I der Krogmann'schen Kassenschränke hiermit aufs neue glänzend I erwiesen ist. . •• Die Einweihung der Synagoge der israelitischen Religionsgemeinde Gießen (Neubau an der Steinstraße) findet morgen Freitag Nachmittag 1 Uhr statt. An weiteren Festlichkeiten ist vorgesehen für: Samstag Vormittag 8 Uhr Festgottesdienst, nahmittags 4V2 Uhr gesellige Zusammenkunft auf Textors Terrasse, abends 9^/, Uhr Abendunterhaltung im Hotel „Großherzog von Hessen"; für Sonntag Nachmittag lVa Uhr Festbankett im Cafö Leib, abends 8 Uhr Theater und Ball im Cafs Leib. ** Kaiserquartett. Es sei hiermit nochmals auf das am Freitag Abend in Steins Garten stattfindende Konzert des Kaiser-Cornett-Quartettes hingewiesen. Wir hatten Gelegenheit, uns gelegentlich der Hamburger Gartenbauaus- 1 siellung im Jahre 1897 von den hervorragenden Leistungen dieser vier Pistonvirtuosen zu überzeugen. Der Anklang, welchen Herr Louis Kümmel aus Darmstadt mit seinen Piston-Vorträgen im ersten diesjährigen Abonementskonzert in Steins Garten gefunden hat, läßt erwarten, daß dem Kaiserquartett ein vertieftes Verständnis entgegengebracht wird. ** Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner. Die 45. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner wird in den Tagen vom 26. bis 30. September in Bremen stattfinden. Am Montag dem 25. September, abends von 8 Uhr an, ist Begrüßung und geselliges Beisammensein im Kaisersaale des Künstlervereins in Aussicht genommen. Am 26. erfolgt die erste allgemeine Sitzung im großen Saale des Künstlervereins; daran schließt sich um 12 Uhr die Konstituierung der Sektionen im Oktogon 'desselben Hauses. Am Nachmittag findet unter orts- und sachkundiger Führung Besichtigung der Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten statt, abends freie Vereinigung im Bürgerpark. An den Vormittagen des 27., 28. und 29. September finden in der Zeit von 9 bis 11 Uhr Sitzungen der verschiedenen Sektionen statt, und an denselben Tagen in der Regel von V212 bis i/^ Uhr allgemeine Sitzungen im großen Saale des Künstlervereins. Am Mittwoch dem 27. vereinigen sich die Teilnehmer mit ihren Damen zum Festessen. Am Donnerstag nachmittag sind Ausflüge nach Oldenburg, Zwischenahn oder Hasbruch und für den Abend ein vom Senat der freien Hansestadt dargebotenes Fest im Ratskeller unter Teilnahme von Damen festgesetzt. Am Freitag schließen sich an Ausflüge nach Vegesack oder nach Bremerhaven; am Abend ist Festvorsteüung im Stadttheater. Für Samstag, 30. September, ist eine Seefahrt auf einem vom Norddeutschen Lloyd zur Verfügung gestellten Dampfer in Aussicht genommen. Für die allgemeinen Sitzungen sind Vorträge angemeldet von den Herren Prof. Dr. Dziatzko (Göttingen), Prof. Dr. Schreiber (Leipzig), Prof. Dr. Morf (Zürich), Dir. Dr. Schuchardt (Hannover), Gymnasialdirektor Schneider (Friedeberg), Dir. Dr. Wernicke (Braunschweig), Privatdozent Dr. Bulle (München), Privatdozent Dr. Kräger (Zürich), Privatdozent Dr. R. Meyer (Berlin), Prof. Dr.. Wendt (Hamburg), Prof. Dr. Lincke (Jena). — Der Preis der Mitgliederkarte beträgt 10 Mk. Wünsche in Bezug auf Wohnung sind an Dr. Neuling, Bremen, 5 Noon- siraße, zu richten. + Vom Lande, 19. Juli. Die Erdbeerernte ist gegenwärtig in vollem Gang; dieselbe ist als eine gute Mittelernte zu bezeichnen. Der Topf (etwa P/2 Liter) Die Verleihung des Wahlrechts an alle Ausländer, die sich bei Veröffentlichung des Gesetzes seit sieben Jahren in Transvaal aufhalten, und die Vertretung der Uitlanders im Volksrat entspreche den Forderungen Sir Alfred Milners. Der allein noch strittige Punkt sei die Bestimmung über die zweijährige Wartezeit. Dies sei eine Sache, der die englische Regierung, wie es heißt, sehr geringe Bedeutung beimesse. Tatsächlich scheine das Neinergebnis der Verhandlungen zu sein, daß Chamberlain vollständig erreicht hat, was er die ganze Zeit über im Auge hatte.K. Z. : Erwachtem: tm t Witb bauen«'• 'st in *' ung de- i« unmittelbar im« Fami« nach Summa: 13 (10) 11 (8) 2 (2) — Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele ber Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Krank? fommen. "»sr S-- ät* Hiera« an, Minifta 'Mtyn ®ej„, "'7 toer "r Behmbw "'..Halben * 'h" zu. " S'ch-r Sora. besteh, «‘eten ;c,|tet ivirb. Die ö.or jeder Bestä- 7? vorzunehmrn Reinigung aus- 7n' daß damit nb wenn sie für 'bedingt eintreten geboten, als die lverfälschtheit des en verknüpft ist." >ter Darmstädter gegen den Land- iehr wegen Ber- 'ung ein Straf- chiert man der Stils) als am ten-Thronfolgers Zuge aus dem getragen. Der olaus Michailo- sürsten und zahl- ivelchem sich eine 11 Uhr an der Würdenträger ge- Küche, wo er ans en Erhöhung unter «mehr wurde eine fiili (alten Stils) Aorshom ab. — ;ers Georg findet eiche am 22. Juli in Transvaal j, daß es zu einem cht kommen werde, te. So lange es ! braucht aber nur achen, als wurde io finden die ge- Wer aus dem ! Vorteile für sich unerörtert bleiben. 1 es nicht gewesen haus neutral und ’ltra posse nemo Falle. -s fe« ÄS 1 0efe#'J W , ein Ende ien, W yolksrats uß d/ werdet Gottesdienst der israelischen Krligionsgrseüschast. Freitag den 21. Juli 1899. Mittags 2 Uhr: Feier der Einweihung der neuen Synagoge. Abendgottesdienftr 780 Uhr. Samstag den 22. Juli 1899. Morgens 8 Uhr: Festgottesdienft, Predigt, nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 9‘8 Uhr. 'Wöchentliche^eberstcht der Todesfälle in Gießen. 28. Woche. Vom 9. Juli bis 15. Juli 1899. iEinwohnerzahl: angenommen zu 24 500 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkettSziffer: 27,60, nach Abzug der Ortsfremden 6,36°/qo. Kinder im Auslande zu nehmen. London, 20. Juli. Den hiesigen Blättern zufolge tft eine Zusammenkunft des Königs Leopold mit Lord Salisbury, welche in Ostende stattfinden sollte, infolge des Unwohlseins der Lady Salisbury vertagt worden. Die Zusammenkunft soll nunmehr in London stattfinden. __________________________ London, 20. Juli. Die Hitze während des gestrigen Verkehr, Md nnd DsiksMrtfchast. II waren 32 Grad un Schatten und 52 in der Sonne. Die 19 Juli. Fruchtmark!. Roter Weizen Droschken- und Omnibus-Pferde brachen in den Straßen X 13,63, weißer Weizen X 00.00, Ront X 1133, Gerste X 0 00, zusammen, eine große Anzahl Kutscher wurde vom Sonnen- Hafer x 7 37. _______ sttch befallen. Man hat deren 64 Fälle festgestellt, von ----------- a denen 7 einen tätlichen Verlauf nahmen. Neueke Mklüunllen. Petersburg, 20. Juli. Die Leiche des Groß- Cz i * $ I fürsten - Thronfolgers wird heute nach der Kirche Depeschen des Bureau „Herold". Borgow gebracht und dann nach Moskau transportiert Berlin, 20. Juli. Wie aus Al es und gemeldet wird, traf der Kaiser gestern mittag daselbst ein, besichtigte den Lloyddampfer „Auguste Victoria" und gestattete den Passagieren die Besichtigung der „Hohenzollern". An Bord des ersteren befanden sich der Gesandte Graf Metternich und Graf und Gräfin Schönburg, welche beim Kaiser den Thee einnahmen. Alsdann wurde die Fahrt nach Drontheim fortgesetzt. Berlin, 20. Juli. Der Kaiser hat das neue Jnvaliden- werden soll. Hand in Hand hiermit soll eine erhebliche Erweiterung des Zwangs-Erziehungswesens gehen. Berlin, 20. Juli. Der Präsident des Abgeordneten- „viuu,. - - .....-....., Hauses von Kröcher hält an der Absicht fest, auf die unserer Stadt Vorstellungen. Die trefflichen Tagesordnung der nächsten Plenarsitzung die zweite Lesung -..... - f der Kanal-Vorlage zu setzen. Der Bericht der Kanal- Kommission wird auf alle Fälle am 1. August festgestellt -t- vnvuu, i«. ^uu. uvulu , werden und dürfte zugleich mit der Tagesordnung der in seiner Gefängniszelle der kürzlich von dem hiesigen nächsten Plenarsitzung, die höchstwahrscheinlich am 16. August, Schöffengerichte zu Haft und Ueberweisung an die Landes- also an einem Mittwoch, stattfindet, verteilt werden. Polizeibehörde verurteilte Landstreicher Meier, welcher keine Berlin, 20. Juli. Wie aus Washington gemeldet wird, nähere Auskunft über seine Personalien geben konnte oder hat der amerikanische Staatssekretär des Krieges, Alger, wollte, und morgen weiter transportiert werden sollte. Man demissioniert. vermutete in demselben zuletzt einen ausländischen Deserteur Geestemünde, 20. Juln Benn Besuch oder jemand, der sonst etwas Gravierendes begangen haben Aviso „Ibis", der zum Schutz der französischen Hochiee- müsse. Die Leiche des lebensmüden Fremdlings wurde der Fischerei kommandiert ist, zeigte sich die französische Flagge Landesanatomie zu Gießen heut- uachmittag überliefert. im G-est-müud-r Haseu zum ersten male. Der Komman- .... --------------- deur Morreau begab sich nach dem Eintreffen sofort zur ** v 'n »i. crw xr- Kommandantur. Der Platz Major in Vertretung, Ober- Aus vtt Atli |Ut vlt AtN. leutnant zur See, Kirel, erwiderte den Besuch an Bord des Vor 103 Jahren, am 21. Juli 1796, starb zu Dumfries „Ibis". Das Schiff führt je zwei Revolver-Kanonen und der schottische Nationalsänger und Volksliebling Robert Geschütze kleineren Kalibers. Burns. Seine in zahllosen Ausgaben und Uebersetzungen Wien, 20. Juli. Der gestern in Triest erwartete verbreiteten Gedichte sind echte Naturlaute voll Wärme, amerikanische Admiral Deway ist dortselbst nicht emge- Frische und Klarheit und von einer Mannigfaltigkeit der troffen. Von seinem Schlachtschiff Olympia hat man fett Gefühle, Empfindungen und Stimmungen, wie sie nur ein der Abreise von Port Said nichts mehr gehört. Da die mit dem ganzen Seelenleben des Volkes vertrauter Geist I Entfernung von 1400 Seemeilen in fünf Tagen zuruckgelegt erfassen und wiederqeben kann. Er wurde am 25. Januar 1759 I werden kann, so hätte er in der Nacht eintreffen können, in der Grafschaft Ayr geboren. Wien, 20. Juli. Das Amtsblatt publiziert die erste ' Serie der auf den Ausgleich mit Ungarn bezüglichen flFlttflpfflltht I kaiserlichen Verordnungen sowie den zwischenOester- " toi on u iöqq reich Ungarn und Deutschland abgeschlossenen Staatsvertrag Gietzep, 20. Juli 1899. betreffend den Ausbau der Eisenbahn Tannwald-Petersdorf. Der der Marburgerstraße zunächst gelegene 2etl der Nord- $ 20. Juli. Gestern nachmittag wurde in Rom anlage hat feit Wochen unter einem groben Unfug zu leiden. . 71 f .. . Hntnp Ipirfeterc Stöüe Stundenlanges Hundegebell in der Nacht und besonders gegen ein heftiger Erdstoß verspürt, dem einige leichtere st Morgen raubt einem den Schlaf. Wenn ja auch vieles, was in I vorangingen und folgten. Das Erdbeben yat in oer -oe- der letzten Zeit paffierte, zum Heulen ist, so möchten wir doch I Dölfernnq große Erregung hervorgerufen. 15 Paläste und wünschen, daß die Polizei solch fortgesetzte Gefühlsäußerungen der I r erhielten starke Risse. Einige kleinere Häuser in Vierfüßler abstellt, eventuell durch einen Strafantrag gegen die *>au ]iui c ji H (Äpfanacnen im Eigentümer der Hunde, die leicht zu ermitteln sein dürften, wofern der Umgegend der Stadt stürzten ein. Die gefangene sich nur eine Schutzmannspatrouille einmal in unser Viertel ver- I Gefängnis Regina Weli wurden durch das Erdbeben in irren möchte.~r~‘ I Schrecken versetzt und meuterten, wurden jedoch bald wieder 1 (1) — — 1 (1) — — 1 (1) — — 1 —— — 2 (2) — — 1 (1) — — 1 (1) — — 1 — " ■ 2 (1) — — 2 (2) — der 5435 aoßgefährt von der 5416 Klinket. 5429 Suche 5411 [5441] Der Vorstand. Kursbericht OOOÖÖÖbÖÖOOOOOOOflOOMOOO E Kai-Z ie heutige Wummer umfaßt 10 Seiten. 3n uerkniifen 1 Ktkliililtmlitzmigen Aanf Geiiuise llrrnii)cl)tiT*. Vermietungen AWWWKWM, Wietgeluche Offene Stellen WWehlMM 100.20 98.80 1000 2000 5000 10000 100.20 89.90 97.40 000.00 101.50 101.50 100.60 101.60 98.95 99.90 100.05 25.60 100.25 51 50 J. Wertheimer. Friedberg, Hessen. 3,— 5,— 8,50 15,50 ecib ! 81.10 169.60 4.16'/, Brief 16.26 00.00 4.20 Mark M n Procenl 4V6 Oesterr. Silberrente 4 Ung. Gold-Rente 8 Portugiesen 6 Mexicaner 4 Monopol-Griechen von Stück n w // approb. Arzt (Christ) als Vertreter von Ende August bis Ende September. Offerten mit Beding, bitte direkt an mich zu senden. Dr. med. Hell, Osthofen (Rheinhessen). 02548] Lauffrau sofort gesucht. Neuenweg 17, II. Seltersberg-Verein Areitag den 21. d. Mts, abends 8*/2 Ahr: 5431] Für den Bezirk Oberheffen wird von einer erstklassigen Versicherungs-Gesellschaft der Lebensbranche ein tüchtiger Reisebeamter gegen Fixum, Provision und Spesen gesncht. Es wird nur auf eine erste Kraft reflektiert^ die mit der Acquisition wie Organisation vollständig vertraut ist und gute Erfolge nadnveifen'O41U kann. Offerten mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Angabe von Referenzen unter F. 2 M. 4090 an Rudolf Moffe in Mainz erbeten. Die Bedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen während Dienststunden auf unserem technischen Büreau zur Einsichtnahme offen. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Tages-Ordnung: Verschiedene Vereinsangelegenhetten. Der Vorstand. Anfang 8 Uhr. -w Karten im Vorverkauf 50 Pfg. bei Herrn E. Challier, Musikalienhandlung, Neuenweg. — An der Kasse 75 Pfg. 5359 ®elb 16.22 20.40 4.16 im Vereinslokal. Tages-Ordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. _________ Der Vorstand. Bezügliche Angebote find bis zum Areitag dem 28. d. Mts., vormittags 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Gießen, den 20. Juli 1899. in den »ttschiedkllfleu Ausführungen und jurden. Gewöhnliche Größe. gegr: 1846 Konzert und Anfang 4 Uhr. । ~ , 8*/i Deutsche ReichSanl. General -V er Sammlung* bei Mitglied Kuhnd, Zur schönen Aussicht. Kapelle des Grossh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116, Kaiser Wilhelm unter persönlicher Leitung Gisenb. Rentenb. Obl. Buderus Obl. Hambrgr. HypBk. unk. b. 1905 Preuß.Hyp. A. Bkunk. b. 1900 Pomm. Hyp.A.Bk. unk. b.1904 Frkf.Ldw.Cred.Bk.unkch.1900 Große Kßance biet. e. neue Versich -Ges. der Leb-., Ausft-., Militär- und Volks-Branche Herren, die auf Anstellung als 5443 Generalagent Turnverein. Sonntag den 23. Inti d. I.: Waldpartie an den Ludwigsörunnen. Daselbst: Jngendspiele. Abmarsch um 2^ Uhr vom LudwtgSplatz aus. Bei ungünstiger Witterung: Hanz in Steins Saatbau. Steins Garten Freitag den 21. Juli: Steins Garten. Donnerstag den 20. Juli: 5. Abonnements-Konzert Arbeitsvergetmng. Die nachverzeichneten Weißbinder- und Anstreicher-Arbeiten für dar städtische Gas- und Wasserwerk Gießen soll n auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung zusammen ober getrennt vergeben werden, nämlich: 1. Ausbesserung und Neuanstrich der Außenflächen des Ver- waltungsgebäudes; 2. Anstrich von ca. 600 Kandelabern und Konsollaternen; 3. Anstrich von 34 Ventilbrunnen. Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. oder Inspektor für Baden, Hessen oder Frankfurt $440 a. M. reflekt. wollen. Off. unter 31. 63424 b an Haasenstein L Vogler, A.-G., Mannheim, einsenden. Junges Weußmädchkn, welches außer dem Hause schlafen kann, gesucht. Restaurant G. Ehmke, 02538 Brandgasse 3. Neue Kartoffeln und neueBollheringe empfiehlt 5438 Wilhelm Haas, Bleichstraße 18.________ Gesangverein Heiterkeit. Samstag den 22. Juli er.: Ordentliche General-Versammlung Die Gemeinde Niederkleen hat eitun schönen, 3 Jahre alten, noch dienstfähigen Bullen, Vogelsberger Rasse, zu verkaufen. Kaufliebhaber haben sich zu wenden an den Gemeinde- Vorsteher zu Niederkleen. Angebote sind an denselben bis spätestens de« 5. August d. Js., einzu- retchen. Der Bulle kann aber erst nach dem 24. August d. Js. abgeholt werden. Groß-Rechtenbach, 19. Juli 1899. 5430 Das Bürgermeister-Amt. 4 Stadt WormS unk. b. 1901 Vergebung von Kauarbeiten. Die zur Reparatur des Schulhauses zu Ruttershausen erforderlichen Arbeiten, und zwar: veranschlagt zu: 1. Dachdeckerarbeiten 40 JL 2. Wetßbinderarbeit 182 „ sollen Montag de« 24. Juli, nachmittags um 4 Uhr, auf der unterzeichneten Bürgermeisterei öffentlich vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen können daselbst eingesehen werden. Ruttershausen, den 18. Juli 1899. Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen. Theater-Verein. Generalversammlung Samstag den 22. Juli cr., abends 9 Uhr Präzis, im Kaiserhof (oöerer Stock). Tages Ordnung: 5439 Kassenbericht. Wahl der Ausschußmitglieder. 2^49] Ein gutgehendes Spezerei- des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. gtschäft wird alsbald zu kaufen gesucht ,, Ä 1? durch W. Hild, Bahnhofstraße 15. Anfang 72® lJhr« Entr6e 50 Pfg. ___________Schützeuhaus. 02545] Zwei Pferdeknechte sucht ___________A» Scheppelmann. Zu Beginn des Wintersemesters suche möbliertes Zimmer in der Nähe der Universität. Offerten mit Preisangabe an die Ex- pedition dieses Blattes unter Nr. 02541, (Sm ruhiger, junger Mann such! für das kommende Wintersemester ein geräum., flut möbl. Zimmer bei befferer Familie. Am liebsten zwischen Universität u.Pflanzen- physwl. Institut. Offerten unt. Nr. 02540 an die Expedition dieses Blattes. Stadt. Schlachthaus. Freibank. 5403 Heute und morgen: Schweinefleisch 50 pfg. Kührosen-KartaM per 50 Kilo 3,25 Mk. mit Sack, liefert franko Bahn Friedberg gegen empfiehlt die SEl'lch- Nniv.-AruL-tti, W» Schukstraße 7. Dollars in Gold Ein junger Schuhmachergeselle sofort flesuckt. 02542 Eh. Schmidt 1, Bruchstraße 8, Aushilfskellner Geübte Wäherin findet dauernde, sehr lohnende Beschäftigung bei 02549 ________M. Levi, Schirmfabrik. 02544] Tüchtiges Hausmädchen für «eptember gegen guten Lohn gesucht, mau Schmandt, Ludwiastraüe 30, III Heule frische Schellfische, Kabliau, Zander, Schollen, Klütz- hechte, lebende Karpfen, Schleie, Forellen eingetroffen. 310 Prompter Versandt nach auswärts. SDlarttftr. $ Kolonialwaren- und Delikatessengeschäft. OOOOOOOOOOOOQ Gebackene LalinEsche Freitag abend 5427 Schotts Weinstube. 81/, Frankftr. Hyp. Bk unk. b. 1906 96.80 87, Frkf. Hyp. Ered.B. unk. b. 1906 96 60 4 dlo. unk. b. 1907 101.40 Ein Foxterrier verlaufen. 02648 Kennzeichen r Die Gegend des rechten Auges und das linke Ohr braun gefleckt. Gegen Belohnung abzuliefern Ludwigftratze 37. Haushaltungs-Pensionat. In Nassau a. Lahn find. jg. Mädchen zur gründ!. Erlern, all. Zweige d. Haush. u. feine Küche, Handarb. rc. liebevolle Aufnahme bei sorgs. Pflege. Auf Wunsch Musik u. Sprach. Beste Refer. Jährlich 500 Mk. Eck. Villa mit sehr gr. Gart. Näh. u. F. K. 1>. 401 durch Rudolf Moffe, Frankfurt a. M. 5434 Lehrmädchen des Kaiser - Cornet - Quartetts gesuchterer Familie flogen ®er9u^9 Herren Königl. Kammermusiker R. Königsberg, G. Roscher. I* Kaan jr., Kreuz. Herren A. Th am in und P. Joseph. 8 Oesterr. StaatSbabn v. 1885 86.70 4 3 Jtal. staatSgar. -ifenb. 59.00 4 5325] Ein wenig gebrauchtes, vorzügl. Fahrrad. äußerst billig abzugeben. _________________Neuenweg 6. 02546] UM- Neue Kartoffeln und Stachelbeeren zu haben. Neuen-Bäue 5, im Laden. Mittwoch den 26. Juli, nachmittags 2^2 Uhr, soll auf dem hiesigen OrtSgericht die den Friedrich Bonarius Eheleuten in Gießen gehörige Hofraite Flur 1 Nr. 42/10 — 231 qm in der Neustadt freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 20. Juli 1899. Großh. Ortsgericht Gießen. ___________I A.: Bogt.________5442 Versteigerung. Montag den 24. Juli a. e., morgens 9 Uhr, sollen im Hofe unseres Gemeindehauses, Lonystraße Nr. 4, folgende Gegenstände: 1. eine Partie gehauener Lung- fteine (sogen. Mauersteine), 2. eine große eichene Thür (zweiflügelig), 3. eine Holztreppe öffentlich gegen Barzahlung meistbietend versteigert werden. Gießen, den 19. Juli 1899. Der Vorstand der israel. Religions-Gemeinde Gießen. 5428 S. Heichelhetm. 5436] Frankfurterftraße 44 Bel- Etage, 6 Zimmer mit Zubehör, Balkon und Garten, auf 1. Oktober, evtl, früher, zu vermieten. Näheres im Hause oder bei K. Klees, Südanlage 18. 5433] Eine Wohnung, bestehend aus 2 Zimmern, Küche und allem Zubehör, per sofort zu verm. Kanzleiberg 9. 5437] Im Neubau Neustadt 10 zwei 5-Zimmerwohnurrgeu, der Neuzeit entsprechend eingerichtet mit Gas, Wasserspülung rc. per 15. September oder 1. Oktober zu vermieten. Näheres LudwtgSplatz 6, Part. 02539] Möbliertes Zimmer mit oder ohne Pension zu vermieten. ____________Grünbergerftratze 15. 4251] Zwei schöne, meinandergebende möblierte Zimmer alsbald zu vermieten. _____________Neuenweg 39, pari. Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. Wwe. Gröninger, Steinstraße 59. 02536] Kühl. Laden mit e. gr. Sckau- fenster zu verm. Bahnhofstraße 43.