Ile t&Usaehen enz. Ma,SH - Mb 90 Pfg. nmefien >öher. mol; itt) littel der Neuzeit, sehe 30 Pfg. Kilbinger r Lowen-Drogei äft IM , Haue links bestens empfobln seile Bedie I-lta-S""' i-41* .gemux11ujf elf1 rwoltrt -—atrfl’r.' Radreifen «■, welche P^t' Haltbarkeit . Kt. 118 Drittes Blatt. Sonntag dm 21. Mai 1899 Meßmer Anzeiger Hmeral-Anzeiger Bei Postbezug Mark 50 Pf^ vierteljährlich zrezug-Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,. monatlich 75 Pfß. mit Bringerlohn. Alle Anzeigen-LermittlimgSstellen M In- und SuZlanbeO nehmen Anzeigen für de« Gießener Anzeiger entgegt«. scheint UgM lit Ausnahme M Montags. In, ahme »ei Anzeigen |« der nachmittag» für bat iiljeuben tq erscheinenden Nummer hi» vor». 10 Uhr. Di« Gießener üben dem Anzeiger rihcutÜch viermal beigelegt. Amts- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. 37 Ribetttcn, Expedition und Druckerei: -ch»lstr«tze Nr. 7. „Elephanten-Kaffee" an den Schriftführer, Architekten Bodo Ebhardt, Grünewald bei Berlin, Jagowstraße 28a, zu richten. * Zur Aufsuchung Andrees. Der schwedische Professor Nathorst rüstet sich zu der von ihm in diesem Sommer zu unternehmenden Expedition nach der Ostküste Grönlands zur Aufsuchung Andröes, nachdem der schwedische Reichst«- ihm 40,000 Kronen bewilligt, und er auf dem Wege privater Munifizenz 50,000 Kronen aufgebracht hat. Professor Nathorst wird sein von den früheren Expeditionen her bekanntes Schiff „Antarktis benützen. Nansen äußert sich über diese Expedition, er sei von jeher der Ansicht gewesen, daß der Ballon westlich oder südwestlich getrieben worden sei, in welchem Falle er nach der grönländischen Ostküste fliegen mußte. Hierher wären die Luftschiffer aber auch gekommen, wenn sie in der Nähe Grönlands auf dem Polareis gelandet wären, denn dieses Eis treibt nach der Ostküste, wo sich reichliche Nahrung an Robben, Walrossen, Bären, Renntieren und Vögeln darbietet. Allerdings, meint Nansen, seien die Aussichten auf ein Wiedersehen dadurch verringert, daß der letzte Herbst, ohne irgend welche Kunde zu bringen, vorübergegangen sei, aber es sei noch nicht alle Hoffnung geschwunden. Auch der französische Forschungsreisende Terragone, der auf Aussagen von Indianern in Nord-Alaska Nachforschungen über Andree anstellte, meldet aus Kanada, wohin er zurückgekehrt ist, daß er keine Spuren von Andröe gefunden habe. Im nächsten Monate werden es bekanntlich zwei Jahre, seit Andrse dieses tollkühne Unternehmen wagte. von der Holl. Kaffee-Brennerei H. 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Nach drn Feiertagen treffen wiederum, wie seit einigen Jahren, < A0 Schwestern aus dem Krankenhause Eppendorf bei .hmgburg hier ein. um Kraft für ihren schweren, segens- :nichtm Beruf zu sammeln. An den Badeeinrichtungen sind 'kttbeefferungen vorgenommen und prangen Hallen rc. in ,MM neuen Gewände. Das allen Badegästen bekannte, Mr sehr besuchte Restaurationslokal „Die Erholung" ist »ibgedirochen, um Anpflanzungen auf der Düne Platz zu :rch«n. Auch im Kurhause sind die in der verflossenen igtiifoon zu Tage getretenen Mängel beseitigt und durch Schrffsnachrichten Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Line" to Artt- werpen ist laut Telegramm am 17. Mat wohlbehalten tu Philadelphia angekommen. Deutsches Reich. Berlin, 19. Mai. Die Ausschmückungs-Kommission des Reichstages trat gestern nach Schluß der Plenarsitzung intet• dem Vorsitz des Präsidenten Grafen Ballestrem zu- Immen und beschäftigte sich mit der Frage, in welcher Stifte der Reichstag sich an der Weltausstellung in Pai is im Jahre 1900 beteiligen soll. Die Kommission fit 'sich dahin schlüssig gemacht, Kandelaber, namentlich lisch-Kandelaber, mit deren Anfertigung Professor Wide- nai n beschäftigt ist, in Paris aufzustellen. — Der Deckendes von Professor Stuck: „Die Jagd nach dem Glück", reicher von der Ausschmückungs-Kommission zurückgewiesen mben ist, sich aber noch in der Vorhalle des Präsideuten- MmerS befindet, wird demnächst im neuen Künstlerhaufe in bttr Bellevue-Straße öffentlich ausgestellt werden. vorteilhafte Neueinrichtungen ersetzt worden. Die Kanali- I sationsfrage ist, nachdem die nun vollendeten Vorarbeiten ein überaus günstiges Resultat ergeben haben, in ein bestimmtes Geleise geleitet und können wir, wenn nicht ungünstige Zwischenfälle kommen, der Vollendung der ganzen Anlage zur Saison 1900 bestimmt entgegensetzen. Die Anfragen und Anmeldungen bei der Badedirektion, wie bei den Hotels und Logierhäusern sind sehr zahlreich und lassen auf eine gute Saison schließen. * Das Gymnasium in Wetzlar, das im Jahre 1799 von dem Magistrat der damals freien Reichsstadt als Oberschule eingerichtet wurde, beabsichtigt vom 5. bis 7. Juli d. I. die Erinnerung an das erste Jahrhundert seines Bestehens festlich zu begehen. Die Hauptfeier soll am 6. Juli in der neuerbauten Aula stattfinden. Frühere Schüler der Anstalt treffen bereits Vorbereitungen, um eine würdige Beteiligung der aus dem Gymnasium hervorgegangenen Zöglinge herbeizuführen. Sie haben ein Festmahl für den Haupttag geplant und eine Vorfeier am 5. Juli zum Empfang der auswärtigen Festteilnehmer, sowie ein Schülerfest am 7. Juli in Aussicht genommen. * Die deutschen Burgen dem Volle zu erhalten, ihre geschichtliche Entstehung und Bedeutung zu erforschen und weiten Kreisen bekannt zu geben, sowie die für einzelne Landesteile oder bestimmte Burgen bereits bestehenden Vereine bei ihrer oft schwierigen Arbeit durch Rat und Thal zu unterstützen, ist der Zweck der „Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen", deren Begründung eine am 24. Februar d. I. in Berlin stattgehabte Versammlung angeregt hat. Am 21. März hat eine weitere Sitzung stattgefunden, in welcher beschlossen wurde, daß diese Vereinigung sich über ganz Deutfchland erstrecken und jeden deutschredenden Freund der Sache als Mitglied aufnehmen soll. Das Protektorat hat der Herzog Ernst Günther zu Schleswig-Holstein angenommen. Es wurde sofort ein Arbeitsausschuß gewählt. Außer Arbeitsausschuß soll ein Vorstand aus Freunden der Sache in allen Landesteilen gebildet werden. Der Arbeitsausschuß fordert nunmehr alle Freunde einer Erhaltung der zahlreichen Burgen und Burgruinen auf, der „Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen" mit einem Mindest-Jahresbeitrage von 10 Mark beizutreten. Auch ist die Begründung einer Monatsschrift in Aussicht genommen, welche sich besonders mit den Zwecken und Zielen der Vereinigung beschäftigen und allen Mitgliedern unentgeltlich zugestellt werden soll. Anfragen find Ausland. Wien, 19. Mai. Der Fürst-Erzbischof Dr. Kopp be- uftragte die Pfarrämter feiner österreichischen Diözesen, sich i m Verkehr mit Behörden und Aemtern der deutschen Spruche zu bedienen und sich mit Neuerungen, die mit dem Spriichenerlaß in Zusammenhang stehen, nicht einzulaffen. Prag, 19. Mai. Der Inhaber der hiesigen Kneipp'schen Ach er-Heilanstalt, Dr. Huber, wurde wegen schweren eittliichkeits-Verbrechens verhaftet. Feuilleton. Mngstzauöer. Novellette von Max Wundtke. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Sv standen die Sachen heut am heiligen Pfingsttage. Hielte alle Welt den Rudi für einen Spitzbuben halten, -Wie Marthel thats nicht; sie könnt' es nicht glauben. L war ja alles wahr, was sie gegen ihn vvrgebracht hatten, dliefj sich nichts leugnen, und doch — ihr Herz blieb da- ttr.: .er ist unschuldig. Ist das ein Pfingsten ! Sie mußte »inen, wenn sie daran dachte — Pfingsten im Gefängnis, M mnb bis zwei Jahre hinein, mit dem Brandmal der Shiiiiibe auf seinem Namen, und das alles unschuldig leiden Hüjc H . . . Marthel schlug die Schürze vor das Gesicht und Biite herzbrechend. Ja, und zu all' dem Unglück die hämischen Worte des Mus, und der Holzmüller, der immer zudringlicher wurde, ätntin! Es war ein Jammer! Da hätte es not gethan, taj «in bischen von dem wonnigen Pfingstzauber auch in : doii Herz hineinzog. In ihrem Schmerze hatte die Marthel garnicht ge« i M wie ein Mann, in dessen wohlgepflegtem Bart sich die ersten grauen Härchen zeigten, nach allen Seiten i milldgend, den Weg herauf gekommen war. Bor dem ; Mähen machte er Halt und schaute es halb erfreut, halb s jnichÜsam an. „.Grüß Dich Gott, Marthel!- sagte er. „.Mein Gott, Ihr seid es, Holzmüller?" fährt die k UM erschrocken zusammen. „.Bin draußen gewesen im Fellergrundhof; aber der IHkll war schon ausgeflogen. „Das Dirndl ist nach kNDach gegangen zur Frühmette," sagte der Hofbauer, und da hab' ich gedacht, wirft ihm ein Stückel Wegs entgegengehen." „Ich dank' Euch, aber ich mag am liebsten allein fein." „Trauerst immer noch um ihn? Ist er's denn wert, der Erzschelm?" In Marthels Augen blitzte es zornig auf. „Mocht wohl wissen, wo der Erzschelm steckt," stieß sie aufgeregt hervor. „Daß ich's Euch nur sag', Holz- müller, ich glaub' nicht an Rudis Schuld. Wer ihn dahineingebracht hat, der mag das mit sich und unserem Herrgott ausmachen." „Red' nicht so daher, Dirndl! Das Gericht hat doch gesprochen." „Das Gericht!" sagte sie bitter. „Die Richter sind auch Menschen, und können irren. Sie kennen den Rudi ja nicht; sie hätten ihn sonst nicht schuldig sprechen können." „Aber was ich gesehen hab', hab' ich doch gesehen!" wandte der Holzmüller ein. „O, das ist auch was! Der Haß sieht zehnmal mehr, als gut ist." Der Holzmüller sah verlegen vor sich nieder. „Marthel, magst mich denn garnicht ein bischen leiden?" „Nein," kam es hart von ihren Lippen, „jetzt schon garnicht mehr." Der Mann wandte sich stirnrunzelnd ab und schwieg. Nach einer Pause, als Marthel sich erhob, fragte er: „Gehst jetzt heim, Marthel?" „So will ich auch im Fellergrundhof einsprechen. Aber sieh, Marthel, die wunderbaren Enzianblumen da oben an der Wand! Wart, ich will sie Dir pflücken!" „Laßt das, Holzmüller! Stehlt unserem Herrgott nicht feine Blumen. Ich mag sie nicht." „Hast aber Enzian fo gern, und was anderes nimmst Du ja nicht von mir." „Eure Knochen werden da nicht mehr mitthun! Das Klettern ist nichts mehr für Euch," sagte sie spöttisch. „O, ich schaff's schon! Bin noch nicht gar so alt." „Freilich, freilich, fo in den besten Jahren, wie manS nennt." Als sie ihr Gebetbuch ausgenommen hatte und sich znm Gehen anschickte, sah sie den reichen Holzmüller mit einer Gewandtheit die steile Wand hinaufklimmen, die sie ihm wirklich nicht mehr zugetraut hätte. Es war kein kleines Wagnis, wäre auch für jüngere Knochen nicht gefahrlos gewesen. Der Holzmüller stieß einen fröhlichen Jauchzer aus. Er hatte den Enzian erreicht. Wie er sich aber mit hochrotem Gesicht erhebt, in der Hand den gepflückten Blütenbüschel, fängt der Boden mit einem Mal an zu weichen, fein Fuß verliert den Hält, und der Holzmüller stürzt kopfüber die Wand herab. Der Pfad, auf dem Marthel steht, ist nur schmal. Der Holzmüller, der jetzt ganz gehörig ins Rollen gekommen ist, kugelt über den Saumsteig weg, und wäre im nächsten Augenblick vollends in die steile Thal- schlucht abgestürzt, wo er unrettbar verloren war. Aber das Mädchen springt auf die herabsausende formlose Masse zu, erhascht den Holzmüller irgendwo und läßt sich dann platt auf die Erde gleiten, nm nicht ebenfalls das Ucber- gewicht nach der Thalschlucht zu kriegen. Mit den Worten: „O, du mein Gott, das hält' was werden können?" erhebt er sich und setzt sich mit hochklopfendem Herzen und kreidebleich im Gesicht auf einen Stein. Das Mädchen stäubt feine Kleider ab und sagt: „Habt Ihr Euch Schaden gethan, Holzmüller?" „Nicht den leisesten," antwortet er, und starrt immer noch fassungslos in die Thalschlucht hinab. Dann atmet er tief auf und schaut so seltsam auf die Pracht des Pfingstmorgens rings um ihn her. »Woher weißt Du, daß er unschuldig ist? Holzmüller," jauchzte das Mädel auf- folgte seinem Beispiel, erhob sich aber nach L KP7T hllDAor t -c ' Ä?T ?uf di- hefti^atm-nd?BrÜs?7 °ls"^;°d- ."HolMüller," sagte sie endlich zu dem Manne, der iohi"\7s ; M,V7‘U „^uigumuti, verzelyr mir, oatz ict 14« x Ä0nor«;Cb/ aHr muß heraus. Gott hat Euch so' CDtH nrtä VPni>M hiinXnvn.A.t,.« < _ r, v ' ' gebt dem Rudi die verlorene Ehre wieder, Ihr wißt ja tt Ireis 1 ML. 50 M LebenÄ^.,^A°"^^re selbstgeschri-benen Meldungen mit kurzem empfiehlt die 4005 Z.Ricker'scheKuGMg. Gießen, den 18. Mai 1899. ' Woilklle Ööh bllUMWlikUk 4005 4046 Rheinwein Bergers Germania- Cacao. »8 n Mai lonbrgrln Äeu! JVeu! Ithkkii ^Bahnhofstraße 61. Originalpackungen zu Mk. 7.70. Mk. 3.20. Mk. 1.65. Vorrätig in den Apotheken und Drogerien. Man verlange Prospekt. Neuenweg 33. 3840 Louis Frohnhäuser c 44 V S S 40,- 21,60 9,- 85,50 1899. hatt s halt aufqeaeben. 's tonr ST>nrht I Xi« ?lcht, woher ..." Herrlichkeit aus her 9 Nein in Kindei wie Avabeu-, Vaby-Aett Mäuiei, Hi Knabenai in geschmackvoll Preisen find ei 00 ® ar ZMI -■h V Feldbai K’Ppwa Weichen, ] Grosse L .—j^iafogeflra Maurerarbeiten Dachdeckerarbeiten Schretnerarbeiten Schlofferarbeiten Weißbtnd erarbeiten Gießen, den 17. 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' D-r H°lrwull°r hat Wart g-halt.-n, und sch«. „ . tcn Wend saß er mit Rudi, Marthels » I Bräutigam, am Tische des Fellergrundbauern, und bir h lichsten einer war der reiche Halzmüller. Ich will Deinen Rudi holen und selber für bn d Werber machen bei Deinem Vater. Er thut's k»' glaub auch, daß i-b selber bei dem Rudi manches —.prima FoMiscL bie Lieferung m: lUnniittlitit-n 1 I Hilf...... Triumph Salmiak-Terpentin- Waschpulver iö ist das bewährtesteWasch- $ nun ist mir Wähler, nun, da es I gÄ, £ 5 M all die Seele nL.Sr»rf. re» I ?'? leuchten Augen; „und ich kann wohl stalm. », di- ich mit sonst not“ Dann plötzlich ,n einen sriihljchn, ^ KuMtozli gS Ä -c I wafitt । II prüft un f 11 um <0 Neben m Untrrbett m Prachtvolle Hol HttrschastShe- 10,000 Familie, Sebraud). 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Die Grudeöfen, welche in den verschiedensten Größen zur Ausführung kommen, dienen nicht allein zum Kochen von Speisen und Getränken, sondern auch zum Heizen von Wohnungen, Schulen, Kasernen, Veranden, Trockenräumen, Gewächshäusern, Badeeinrichtungen rc., besonders in der -Landwirtschaft zum Kochen des BiehfutterS, zum Dämpfen von Kartoffeln und Rüben rc. rc. Per verbrauch von Arennmateriat ist ungemein gering; man braucht in 24 Stunden für einen Grudeherd mittlerer Größe nur für 8 bis 10 Pfennig Koke. 5>tc Heizung mit HrudeKoSe ist die denkbar bequemste und sauberste; für die richtige Behandlung der Grude ist nur einige Uebuna und Aufmerksamkeit nötig. Jeder Hausfrau macht es Freude, auf einem Grudeofen selbst zu kocken. Die auf dem Hrudeherd zuvereiteten Speisen sind bei weitem schmack- hafter und nahrhafter, wie die auf anderen Kochapparaten hergestellten, da die Hitze in den Gruden eine immer gleichmäßige ist; ein langsames Kochen aber auf den Nährwert der Speisen eine vorteilhafte Wirkung ausübt. Ueberkochen oder Einkochen ist gänzlich ausgeschloffen. Beim Gebrauch eines Grudeofens ist jede Nebenarbeit möglich und wird daher Zeit und Geld gespart. Zu jeder Stunde bei Tag oder Nacht ist das Feuer im Gange und ist fortwährend kochendes Waffer zu haben. Weder Rauch noch Auß treten bei einer Hrude auf, sodaß die Töpfe von Außen stets sauber bleiben. Zrdenes Kochgeschirr ist hier ganz ohne Gefahr in Gebrauch zu nehmen. Die Konstruktion der Grudeöfen ist eine sehr einfache und auS obiger Figur ersichtlich. Zwischen Kochraum uud Feuerungsraum liegt ein Rost aus Stäben oder auch aus Platten; auf diesen Rost werden die Töpfe gestellt. Der meist ausziehbare Feuerungskasten wird bei Inbetrievsehnng der Hrude zur Hälfte mit Asche angefüllt, glühende Kohlenasche eines Herdfeuers auf diese Asche geworfen und darauf der Koke gestreut. Oder man breitet auf der Asche eine Schaufel voll Grudekoke aus, gießt etwas Spiritus darüber uno zündet denselben an. Ohne zu stören oder umzurühren, streue man nun etwas Koke dünn darüber, nach einer Stunde wieder etwas und kann dann später schon stärker Koke aufgestreut werden. Arn sichersten ist es, den Grudeofen am ersten Tage nickt zum Kochen zu verwenden, da die noch ungenügend entwickelte Glut nicht viel zu leisten vermag. Die Grude kann in einem Haushalte das ganze Jahr hindurch brennen, erscheint dann als große Wohlthat. Am die Hrude fortwährend im Hange zn erhalten. ist folgendes zn beobachten: Ist z. B. mittags fertig gekocht, so hat man gewöhnlich einige Zeit nichts zuzubereiten, in diesem Falle bedeckt man die Glut 1 bis 2 Finger stark (ca. 2 Centi- meter) mit Grudeasche und verlangsamt hierdurch das Gluten des Kotes. Wenn man nach einigen Stunden die Asche bei Seite schiebt, wird sich viel Glut zeigen, über welcher es rasck kocht. Aür die Anterhattnng der Hrnde über Wacht wird entsprechend ähnlich verfahren, nur muffen beim Zurechtmachen der Grude am Abend einige Löffel Asche in der Art entfernt werden, daß Vertiefungen in etwa Löffelgröße entstehen, die man durch Grudekoke ausfüllt; dann deckt man das Ganze mit einer dünnen Schicht Asche zu. Am Morgen ist das Kaffeewasser gewöhnlich schon im Sieden und genügt das Beiseiteschieben der aufgelegten Asche, das Kochen in den Töpfen lebhafter zu gestalten. Während des Kochens wird öfters und stets nur dünn Grudekoke aufgestreut; in 2 bis 3 Minuten glüht derselbe an und in 5 bis 8 Minuten vollständig durch. Der Grudekoke darf nur feucht zur Verwendung kommen. Für Haushaltungen, Ökonomien rc. werden die Gruden meist seitlich an die Sparkoch- Unser reiches Lager moderner Herren-Änzugsstotz deutschen und englischen Fabrikats für Anfertigung nach Matz halten bestens empföhle, Nissigste Preise. — Garantie für tadelloses Nasse«. Itteyerhoff & Goslar. KorLsehung des Ausverkaufs fertiger Herren- und Knaben-Anzüge usw wegen Ausgabe dieser Artikel zu jedemauuehmbareu Preis. d ' .h taei J« den % iwedel ’ «ne M in Se} können ’:Äen ■I * * 4 «» $it» laf b>be I J«« 9I, MUND- UND ZAHNWASSER ra machen. Sie werden dann finden, dass Sie dieses in ganz besonderem Maasse befriedigt '3