Freitag den 21. April 1809 Zweites Blatt 93 Gießener Anzeiger E-meral-Anzeiger JSrjugspreb vifvtrliäbtfid) 2 Mark 20 Psq. monatlich 75 ‘ßfg. mit Vringnloh». Äntlüne von Lu,eigen zu der nachmittag- für den felqefl*! Lag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich Alle Anzeigen-DermittlungSstelleu M In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den CNeßener Anzeiger entgegen. ' fci «Gießener genuin«*» tatter rrcröan km Anzeiger mbchanv! l viermal ingelegt. Ii«n« niif "1 ahme de» |U tutog» Anrts- und Auzeigeblutt für den Tkveis Gieren. Nm«! Pascoe, fo aiser. 1 Mellten, Expedition und Druckerei: Kchntfiratze Nr. 7. ^Ntn H|( $ mtiH nämlich, daß die deutsche Nation vom letzten Arbeiter bis zum Großindustriellen und Großbankier hinauf wisse, was ie wolle. Hübbe-Schleiden hat prophezeit: im Jahre 1980 würden 900 Millionen Anglosachsen (Engländer und eng- isch redende Amerikaner) und 300 Millionen Russen den größten Teil der Erde inne haben. Alle anderen kleinen Nationen würden dagegen verschwinden, ja erdrückt werden. Er — als Deutscher — hofft, die Deutschen würden dann auch 150 Millionen ausmachen. Selbst der Franzose Leroy- Beaulieu sagt — bei einer Betrachtung über die Zukunft )er Nationen — über Frankreich, Spanien, Italien, Skan- linavien ähnliches; nur die Deutschen, meint auch er, würden wohl ums Jahr 2000 gegen 200 Millionen Menschen ausmachen und so vor diesem Schicksal bewahrt bleiben. Sollen wir an uns verzweifeln, wenn so selbst ein gelehrter Franzose spricht? Nur darüber muffen wir uns klar sein. Wenn wir still Hinterm Ofen hocken bleiben, wenn wir nicht an den großen Machtkämpfen teilnehmen, so ist diese Zukunft uns verschlossen.--— Was ist aber das Haupthindernis dieser Einigkeit? Es liegt doch wohl vorwiegend in den Mißverständnissen der sozialen Klaffen untereinander, in der Thatsache, daß naturgemäß gewissen Gruppen der Gesellschaft Flotte, Kolonien und Exportindustrie ganz direkten, offenbaren, den übrigen Klassen nur indirekten und späteren, weniger sichtbaren Vorteil bringen. Es nimmt häufig den Anschein an, als ob den Großindustriellen und Großkapitalisten, deren Reichtum ohnedies so gewaltig steigt, die die Staatsgewalt mehr als andere beeinflussen, ja beherrschen oder zu beherrschen scheinen, allein aller Vorteil aus einer kühnen Weltmachtpolitik zufalle. Schon 1880 fiel die Samoavorlage im Reichstag doch wesentlich unter dem schiefen Vorurteil, eine unserer Großbanken stecke mit ihrer Spekulation allein dahinter. Und seither hat der Mißmut der Agrarier, breiter Teile des Mittelstandes und der Arbeiterschaft wesentlich aus solchen Gefühlen seine Nahrung gezogen. Viel wird auch, das ist zuzugeben, nach dieser Seite gesündigt. Wie oft hört man: „Haben wir Kiautschou nur erworben, um einem Bankkonsortium ein Monopol und Monopolgewinne zu verschaffen?" Ist nun an solchen Vorwürfen einzelnes auch berechtigt, im ganzen sind sie maßlos übertrieben; sie übersehen, daß in allem Menschlichen Egoismus steckt und ohne ihn doch wirtschaftlich nicht voranzukommen ist. Der Weg zu einer wirtschaftlichen Großmacht ist uns verschlossen, wenn wir nicht großen und kühnen Unternehmern große Gewinne gönnen, wenn wir nicht, den kleinlichen Neid bei Seite lassend, einsehen, daß geniale Geschäftsleute, die draußen dem deutschen Namen Ehre machen, doch in zweiter Linie mehr dem Baterlande, den künftigen Generationen, den übrigen Klassen, als sich selbst dienen. Unsere Großgrundbesitzer und Arbeiter vor allem sollten dies einsehen lernen. Aber mit der Einsicht ist es nirgend allein geschaffen; die Gefühle der Klassen und der Mafien muß der Staatsmann verstehen und zu lenken wifien. Nur wenn sie richtig gelenkt werden, erwächst auch die wahre Einsicht. Dazu gehört jetzt in Deutschland vor allem eines: die Nation muß wieder das Gefühl erhalten, eine Regierung großen Stils zu haben, eine Regierung, die über den Klassen steht, nicht von kleinen egoistischen Gruppen Mächtiger abhängig'ist. Kühnes Auftreten nach außen, versöhnliche Politik nach innen, Wiederaufnahme der großen Gedanken der sozialen Reform — damit käme man zum Ziel. Adresse für Depeschen: Anzeiger Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Klätter für hessische Volkskunde.__________________ Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stände. nn. Darmstadt, 19. April 1899. Die Sitzung wird nm 9 Uhr eröffnet. Am Ministertische: Staatsminister Rothe sowie das gesamte Staatsministerium. Vor Eintritt in die Tagesordnung kritisiert der Abgeordnete Mö Hing er als Vorsitzender des Finanzausschusses die vom Abgeordneten Schmitt gestern gelegentlich der Debatten in Sachen der Berechnung des Dienstalters der Staatsbeamten gemachte Aeußerung, als habe der Ausschuß hinter dem Rücken der Kammer Abmachungen mit der Negierung gemacht, welche das Haus in dem Sinne nicht sanktioniert habe. Er weist diese Unterstellung mit Entschiedenheit zurück. — Abg. Schmitt hält an dem gestern Gesagten vollständig fest und ist bereit, dem Hause den Nachweis der Richtigkeit seiner Ansichten beizubringen. — Justizminister Dittmar giebt nochmals die Erklärung Was lehrt uns Samoa? autrts (im Aufsatz von Professor Gustav Schmoller in -er ^kilschrift „Die Woche". Würden doch seine Ratschläge xbeitodl gnhört! Die deutsche Nation steht unter einem ungewöhnlich starÄm. jn ergreifenden Eindruck. Zähneknirschend rufen die tftnm „Das ist ein zweites Olmütz, das hätten wir unter BiSMttL nicht erlebt!" „Haben wir nicht seit 1880 voraus- gesa'M daß wir uns nur Nasenstüber durch neue Kolonial- >.>oli Ä ho-len werden?" sagen ihre alten verbissenen Gegner. Daß; Die Ursache zur Trauer haben, geben alle zu. Aber emei:iliutlid)e, aufwärtsgehende Nation schöpft aus Beleidi- .luntga, Vie ihr zugefügt werden, neue Kraft, neue Impulse 3u t üihkillichem, energischem Auftreten, neue bessere Einsicht 'n dlLMge und Mittel, die zu ergreifen sind. Lassen wir uns 1 djo nicht entmutigen, ergehen wir uns nicht in Ver- r.ächhiümgen gegen Personen, die an der jetzigen Katastrophe unseWiz sind, sondern sagen wir offen: Es ist ein Stück Lehnqstd, das wir naturgemäß auf der Straße nach dem ,griciiijaeai Deutschland" zahlen müssen. Rufen wir stolz ?cn :Litern, die es verschuldet, zu: „Der Tag wird kommen, da IM Lina den Schaden mit Zinsen werdet zahlen müssen." TröHt rair uns damit, daß die Engländer viel Schlimmeres orleN«! haben, z. B. als die Holländer sie im siebzehnten fahachnvert aus den Molukken hinauswarfen, oder als die Fra AWm sie im achtzehnten Jahrhundert in Indien fast an 1 biiWand gedrückt hatten, und als Großbritannien 1783 Me Äneiinigten Staaten und Port Mahon auf Minorka beranetytoen mußte. Auch in unserem Jahrhundert mußten sie A v'ieles gefallen lassen, was ihnen viel bitterer war, als ' ie die Vorgänge in Samoa zu sein brauchen: der ganMÜuitsche und französische Kolonialerwerb in Afrika und Asien».vav der englischen Politik so unangenehm wie möglich. Sie imsae ihn, gelb vor Aerger und Mißgunst dulden, wei Kerny unib Bismarck geschickt zusammen operierten. Solche Konjtunliuoren werden wiederkommen. Und liegt dann die Scitin e unserer Politik in mutigen, kühnen und klugen Hämrw,.'.io wird die Schande von heute so sicher ausgewetzt rutTtM iroie die von Olmütz. Freilich gehört dazu eines: ab, daß die gemachten Ausführungen in keiner Weise den Thatsachen entsprechen; die Regierung sei genau nach den Beschlüßen der Kammern verfahren. Zur Tagesordnung übergehend, erfolgt zunächst die Beantwortung der Interpellation des Abg. Dr. Schmitt: „Die Abänderung des Bankgesetzes betr." — Staatsminifter Rothe erklärt, daß das Bankgesetz bereits dem Reichstag zur Beratung vorlicgc und könne die Staats- regierung keinen Einfluß mehr geltend machen. Wenn das Gesetz jedoch im Bundesrat zur Beratung gelange, so werde der hessische Bundesbevollmächtigte instruiert werden, damit die Jnterefien der Privatbanken nach Möglichkeit gewahrt werden. — Bei der Besprechung der Interpellation weift >er Abg. Schmitt die Schädigungen der Privatbanken nach, welche durch das neue Bankgesetz hervorgerufen werden, und bittet die Regierung, für die Interessen dieser Banken einzutreten. Die Interpellation des Abg. Köhler-Langsdorf und Genossen, die zu erwartenden Vorlagen Großh. Ministeriums der Justiz, die Gesetz-Entwürfe über die Grundbuch- ordnung und die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit betreffend, beantwortet Justizminister Dittmar dahin, daß noch vor Herbst dem Hause die Vorlagen zugehen werden. Eine weitere Anfrage defielben Abgeordneten über den Stand des Baues einer Nebenbahn durch das Lumdathal beantwortet Oberfinanzrat Ewald dahin, daß mit dem Bau der Bahn im Laufe des Sommers begonnen und die Fertigstellung derselben beschleunigt wird. Präsident Haas macht dem Hause die Mitteilung, daß er soeben die Nachricht erhalten habe, daß der Abg. Neeb gestern nachmittag um 3 Uhr gestorben sei. Er widmet dem Dahingeschiedenen einen ehrenden Nachruf. Derselbe habe sich durch sein gemeinnütziges Wirken in weiten Kreisen der Bevölkerung Sympathien erworben. Auch in der Kammer habe er sich voll und ganz auf seine» Platz befunden und für das Wohl des Landes sei er jederzeit eingetreten. Zur letzten Ehrung erhebt sich das Haus von den Sitzen. Die Interpellation des Abg. K r a m e r und Genossen, die Lohnzahlungen im Betriebe der Main- Neckarbahn beantwortet Oberfinanzrat Ewald dahin, daß die Darstellungen des Abg. Kramer nicht zutreffend seien. Die Art der monatlichen Lohnzahlung sei von dem Arbeiterausschuß im Einverständnis mit der Großh. Regierung und der Direktion der Main-Neckarbahn festgesetzt, und von den Arbeitern angenommen worden. — Abg. Kramer hält seine Darstellungen voll und ganz aufrecht. Bei den Arbeitern der Main-Neckarbahn sei eine monatliche Lohnzahlung eingeführt, und das sei bei einem Betrieb wie die Main-Neckarbahn bedauerlich, daß man mit den Löhne« der Arbeiter noch Kapital mache. Auch die in der Werkstätte-Ordnung in § 3 aufgestellte Bestimmung, wonach Arbeiter über 40 Jahren keine Verwendung finden dürfen, rufe in Arbeiterkreisen die tiefste Entrüstung hervor, und verlange Beseitigung derselben. Auch die ganzen Lohn- verhältnifie der Main-Neckarbahn bedürften einer gründlichen Aenderung, da sie den heutigen Verhältniffen nicht mehr entsprechen. — Abg. Reinhardt ist auch der Meinung, daß es Aufgabe des Staates sei, seine Werkstätten als Musteranstalten zu gestalten. Er ersuche daher die Regierung, zu erwägen, ob sie bei der Main-Neckarbahn nicht künftighin achttägige oder vierzehntägige Lohnzahlungen einführen wolle. Man solle die Leute mit dem Lohn nicht zu lange warten lafien. Denn der verheiratete Arbeiter brauche jederzeit sein Geld. — Abg. Ulrich geht mit den Einrichtungen der Main-Neckarbahn, besonders aber mit den Lohnzahlungen, den Arbeitsverhältnissen, und mit der Werkstätte-Ordnung und Akkordarbeit sehr scharf ins Gericht, ohne daß es dem Regierungsvertreter gelungen ist, die Angriffe auf die Verwaltung der Main-Neckarbahn zu widerlegen, oder abzuschwächen. Die Abgg. Frenah und Schroeder treten ebenfalls für eine Neuregelung der Arbeitsverhältnisse bei der Main-Neckarbahn ein, und bitten die Regierung, hier endlich einmal Wandel zu schaffen. — Auch der Abg. Weidner schließt sich diesem Verlangen der Vorredner in energischer Weise an. Die Debatten über den Antrag Wasserburg auf Einführung direkter Wahlen zum Landtag, werden heute fortgesetzt. — Abg. Weidner tritt für die direkte Landtagswahl ein, ist jedoch gegen eine von Abg. David beantragte Sonntagswahl. — Abg. Schönberger hält von der direkten Wahl nicht viel. Er würde die Em- führung einer Wahlpflicht für das einzig Richtige halten. «Ui Sidl lkk, I« der i9,tewi (fr ric- De«Kohlengrubenarbeiterstrike in Belgien. lbgi sehen von England pflegen die Arbeiterausstände in t:en fkeinen Belgien den größten Umfang anzunehmen. Freilich sind hier auch alle Vorbedingungen dazu reichlich nurEiembric. In der Borinage finden wir die gewaltigen KohctabkLen auf einen verhältnismäßig kleinen Kreis zu- saiuiMngAräugt, und es ist erklärlich, daß hier auch die .jit'Hiftrie sich niedergelassen hat. Die Folge davon ist, ud&j die Arbeiter, da eng zusammenwohnend, wohlorganisiert sind) unb sich bei jeder Gelegenheit solidarisch erklären. Die AuSMildk pflegen sich deshalb auch auf alle Arbeiterschichten auSA ubchven, und in die verschiedensten Zweige überzugreifen. Wem die Strikebewegung in Belgien während der letzten JuWjchMe aufmerksam verfolgt hat, der weiß zu er- ' ksffci, N'elch ungeheurer Schaden durch die Ausstände dem Wutijumabermögen zugefügt worden ist. Und abgesehen von de-n» mal eriellen Schaden bleibt noch der moralische )UißkiI gestehen, welcher durch die Erregung der Gemüter, bur ch die Aufhetzung der Massen gegen Gesetz und Ordnung, ?*cni We zugefügt worden ist. Plünderung und Blut- >cr$ itjtn sind ja gelegentlich der letzten Arbeiterunruhen in Bes zirn nicht selten gewesen, und noch in frischer Erinne- unrgist ldie große Aufregung, welche über die Grenzen Bel MS hinaus die dortigen Zustände hervorriefen. Zurzeit ist wiederum in dem Becken von Charleroi im.» zlos Arbeiterbewegung ausgebrochen, die sich sofort ruf ' vier Bezirke ausgedehnt hat. Die Arbeiter verlangen cinei drtrüchtliche Lohnerhöhung, und es ist sehr fraglich, ob nie Mill»! nbefitzer in dieselbe einwilligen können, weil während der i Irhtkin Jahre bereits mehrfach Lohnerhöhungen statt- icfir* haben. Den Arbeitern kommt regelmäßig zur dosß weite Kreise der Industrie durch den Ausstand n Mitlriidenschast gezogen und vielfach ganz lahmgelegt roer'twn. So ist es auch heute wieder. Die Hüttenwerke hab'kr» itirr noch einen geringen Vorrat an Kohlen und müssen bet i du Fortdauer des Strikes den Betrieb einstellen. DatWbe ist mit den zahlreichen Glasfabriken der Fall. Ooftwtliä) läßt sich noch rechtzeitig eine Verständigung rtiirlh. Jedenfalls thäte die belgische Regierung gut, ech Wig alle Maßregeln zu treffen, damit Ausschreitungen n Stile, wie sie ja leider bei den Arbeiterbewegungen in Belgien zur Gewohnheit geworden sind, diesmal vernniibcm werden. (xx) mch das 1W nd ■’ahrräi Fr. Sehe -ässe 44. iWti rten unter W. lOitgJBSL- unb kX^E unt. B'J0 / ri«1' Giessen,}® 19. ilsNl * PortuB" t — Abg. Schmeel plädiert für die Beibehaltung des direkten Wahlrechts, ist aber auch für Einführung der Wahlpflicht, wenn ihm ein einigermaßen annehmbarer Vorschlag gemacht werde. Gegen eine Wahl am Sonntag ist derselbe ans verschiedenen Gründen. — Abg. Metz-Gießen begreift recht wohl, daß eS der nationalliberalen Partei mit einer Reform in der Landtagswahl nicht so ganz Ernst ist, aus verschiedenen Gründen. Er tritt für das direkte Wahlrecht ein, weil das Volk politisch reifer wird und mit mehr Jn- terefle die Arbeiten des Landtages verfolgt. Nach den Erklärungen des Staatsministers stehe die Negierung ja selbst auf dem Standpunkte einer Reform des Wahl- verfahrenS, und daher möge man der Regierung die Wünsche des Hauses unterbreiten. — Abg. Joutz tritt für die Anträge des AuSschuffes auf Reform der Landtagswahlen ein, dahingehend, daß direkte Wahl stattfindet, und daß die Wahlpflicht, Sonntagswahl, zur Durchführung kommt. Auch für Erweiterung der Wahlkreise um noch weitere Vertreter in die Kammer zu bringen werde er eiutreten. — Abg. Kramer freut sich, daß im vorigen Jahr in demselben Augenblick wo die sächsische Regierung das direkte Wahlrecht «ufhob, in Hessen der Antrag auf Einführung direkter Wahlen zum Landtag Annahme fand. Heute sei das Volk «n den Arbeiten des Landtages mehr interessiert wie früher weil alle Schichten der Bevölkerung in demselben vertreten sind und weil das Volk politisch reifer geworden ist. Die Gegner der direkten Wahl hätten ihre Gründe, dieselbe zu fürchten, weil die Parteien, welche für indirekte Wahlen schwärmen immer mehr in sich selbst aufgehen. — Abg. Jöckel tritt als entschiedener Gegner der direkten Rahlen zum Landtag auf, weil gerade in der indirekten Wahl der Wille des Volkes zum Ausdruck kommt. — Abg. Ulrich wendet sich in scharfer Weise gegen die gestrigen Ausführungen der Abgg. Dr. Schroeder und Friedrich. Heute gelte es wieder einmal Farbe zu bekennen, und da höre man das Lied der Nationalliberalen wieder ix allen Tonarten. Er halte das hessische Volk für besser wie den Abg. Schroeder und deshalb ersucht er das Haus um Annahme der Ausschußanträge. Da namentliche Abstimmung beantragt ist, wird die Beratung hier abgebrochen. Morgen früh 9 Uhr Fortsetzung der Beratungen. Deutsches Reich. MP.C. Berlin, 19. April. Wenn auch augenblicklich eine gewisse Beruhigung allerwärts wegen Samoa zurück- gekehrt ist, so erscheint es doch nicht ausgeschlossen, daß über kurz oder lang neue Erregungen eintreten. Namentlich dürften dazu direkt aus Samoa stammende, demnächst hier eintreffende Nachrichten beitragen. Die Deutschen in Samoa möchten natürlich, daß das fragliche Jnselgebiet überhaupt ganz deutsch werde; daran ist ja natürlich gar nicht zu denken. Daß manche der in Frage stehenden Berichte von ehrlicher Entrüstung eingegeben sein dürften, soll von vornherein in keiner Weise bestritten werden. Es kommt aber auch vor, daß Persönlichkeiten eine bessere Wahrnehmung des Schutzes der deutschen Interessen für notwendig erklären, die Anlaß zu haben glauben, persönliche Gereiztheit gegen die Leitung des auswärtigen Dienstes zu hegen und zu fruktifizieren, nachdem es ihnen, nicht ohne daß sie selbst mit daran Schuld tragen, nicht möglich gewesen ist, sich im unmittelbaren Dienste von Kaiser und Reich zu behaupten, »der eine Stufe zu erklimmen, für die sie sich besonders gut qualifiziert hielten. MP.C. Man schreibt uns aus London: Die italienischfranzösische Flottenverbrüderung von Cagliari wird in hiesigen politischen Kreisen nicht unter ihrem Wert laxiert, «ber auch nicht über denselben hinaus. Es war vorauszusehen, daß ebenso wie s. Z. der schleunige Abschluß des französisch-italienischen Handelsvertrags jetzt die Flotten- entrevue vielfach in einem Lichte würde dargestellt werden, «lö ob Frankreich, wenn es von England schnöde behandelt werde, nur die Hand auszustrecken brauche, um so viel Verbündete zu haben, wie es gebrauche. Wenn aber von Rußland aus gesagt wird, durch die Natur der Dinge und ihre geographische Lage seien Frankreich und Italien berufen, die Herrschaft über die Gewässer des Mittelländischen Meeres unter sich zu teilen, so ist eine solche Sprache vielleicht geeignet, das Selbstgefühl der Italiener noch zu steigern. — Natürlich werden auch die Franzosen sich bemühen, die Italiener möglichst lange in ihrem Verbrüderungsrausch zu erhalten; die Kehrseite des Vergnügens dürfte sich dann s. Z. ix Gestalt einer ferneren Machterweiterung Frankreichs auf Kosten des italienischen Bruders darstellen. Ausland. Wien, 19. April. Der Ostdeutschen Rundschau und der Arbeiter-Zeitung zufolge hat der Direktor des Hauptzollamtes, Hofrat Pronay, in höherem Auftrage persönlich in allen Zollstationen der Wiener Bahnhöfe den Befehl gegeben, daß sämtliche Sendungen aus dem Auslande mit noch größerer Strenge als bisher nach Druckschriften, welche die „Los von Rom"-Bewegung betreffen, durchsucht werden müssen. Diese Schriftstücke seien zu beschlagnahmen und den. Polizei-Behörden auszuliefern. Druffel, 19. April. Ein Teil der aus ständig en Ziegelbrenner hat die Bedingungen der Arbeitgeber, eine Lohnerhöhung von einem halben Frank angenommen. Kopenhagen, 19. April. Ein reicher schwedischer Kaufmann hat Johannsen, den Begleiter Nansens auf der „Fram" angeboten, eine große Expedition auszurüsten, xm Andree in Franz-JosefSland aufzusuchen. Bilbao, '19. April. Auf einer Eisenbahnstation, wo zahlreiche Arbeiter mit Reparaturarbeiten beschäftigt waren, fand eine Pulverexplosion statt. 14 Arbeiter wurden getötet, zahlreiche verwundet. Vermischtes. * Leipzig, 17. April. Heute starb hier der 1835 in Leipzig geborene, als Schriftsteller, namentlich aber als Komponist weitbekannte Heinrich Pfeil. Seine Lieder sind in allen Gesangvereinen des Deutschen Reiches eingebürgert, werden aber auch im Auslande überall, soweit die deutsche Zunge klingt, mit Vorliebe gesungen, da sie, in Wort und Ton zu Herzen gehend, immer an die alte Heimat erinnern. * Braunschweig, 16. April. Die Verlagsbuchhandlung Fr. View eg u. Sohn hier, die in diesen Tagen die Feier ihres 100jährigen Bestehens beging, überwies aus diesem Anlaß einer Anzahl hiesiger Wohlthätigkeitsanstaltex ansehnliche Gaben. * Einen Beitrag zur Geschichte der ältesten Zeitungen bringt Or. Hans Schulz im Aprilhest der „Zeitschrift für Bücherfreunde". Es handelt sich um die Zeitungen, die die Kunde von der berühmtep Plünderung Roms im Jahre 1527 in Deutschland verbreiteten. Bekanntlich erschienen die ältesten sogenannten Zeitungen nicht regelmäßig und an demselben Ort, berichteten auch nicht über mancherlei Stoff, wie die heutigen Blätter es thun, sondern brachten nur einen meist recht knappen Bericht über ein einzelnes, besonders auffallendes Ereignis, erzählten etwa von der Entdeckung fremder Länder, von einem Wunderzeichen, von einer merkwürdigen Erscheinung am Himmel, von einer Mißgeburt, von Shriegen und Schlachten u. s. w. Diese Zeitungen sind auf zwei ober mehr Quartblätter gedruckt und oft auf der Titelseite mit einem rohen Holzschnitt versehen, der auf die Neuigkeit Bezug hat. Da nur über besonders interessante Ereignisse mehrere solche Blätter erschienen, so läßt sich ermessen, welche Sensation in der ersten Blüte dieser Zeitungen die Nachricht von dem Zuge Frundsbergs nach Italien mit seinem Ergebnis, der Einnahme und Plünderung von Rom, in Deutschland gemacht hat, wenn es Schulz gelungen ist, nicht weniger als sieben Zeitungen und einige selbständige Schriften aufzufinden, die sich mit dem Ereignis befaßten. Der Zug Frundsberg erweckte in Deutschland die größte Anteilnahme und Freude. Die furchtbare Plünderung, die nach der Einnahme am 6. Mai 1527 erfolgte, ist ja in allen Einzelheiten bekannt. Die älteste Mitteilung ist wohl die „Newe gezeytange von Rom, wye des Keysens volck die statRom, am vij. Tag May hat eyngenommen ym Jare M. D. X. X. vij.“ Sie ist „Gegeben zu venedige am 17. tage may im jare 1527". Die Erzählung ist von Venedig aus an eine der verschiedenen deutschen Sammelstellen für „neue Zeitungen" geschickt worden. Da sie auch handschriftlich erhalten ist, so ist sie entweder ein Brief gewesen, der zum Zwecke der weiteren Verbreitung seines persönlichen Inhalts entkleidet wurde oder auch eine Beilage zu einem Briefe, die der Absender schon in der Absicht schrieb, sie als Zeitung in die Welt gehen zu lassen. Auch mehrere andere Zeitungen tragen ausgesprochene Briefcharakter. Merkwürdig ist dagegen eine „Wahrhafftige newe zeytung aus Rom geschrieben, wie herr Jeorgen von Fronsbergs sohn den Bapst mit 18 Cardinaln gefangen hat". Der Inhalt der drei Quartblätter ist eine humorvolle Umkleiduug der Kirchengesänge und Meßanfänge der Sonntage von Ostern und Pfingsten mit Beziehungen zur Geschichte Roms in diesen Tagen. ES ist eine Verherrlichung Frundsbergs und seines Sohnes. Die am meisten verbreitete Flugschrift ist eine „Wahrhaftige und kurtze berichtung Inn der Summa: wie u. s. w Der Verfasser dieser auf elf Quartblättern erschienenen Zeitung hat in Muße und Ruhe geschrieben. Er hat an den Ereignissen nicht teilgenommen, sondern erzählt sie mit Benützung vorhandener Literatur und von Nachrichten, die Kukates und Vrovinsteües. Lauterbach, 17. April. Unterm 18. Februar l. I. ist für die Gemeinden des Kreises Lauterbach eine Schlacht- xnd Fleischverkaufsordnung erlassen worden, die, mit dem 1. Mai l. I. in Kraft tretend, daS Schlachten im Freien untersagt, und für die Einrichtung der Schlachtlokalitäten nähere Bestimmungen trifft. Im Hinblick hierauf hat die hiesige Metzgerinnung beschlossen, ein gemeinschaftliche- Schlachthaus zu beschaffen, und nach längeren Verhandlungen dieser Tage von den Freiherren Riedesel das hinter dem Felsenkeller zum Johannesberg gelegene Sudhaus der ftühereu Krömmelbeinschen Brauerei nebst Nebengebäuden für den Preis von 30 000 Mark erworben. Die dort vorhandenen guten Keller dürften es der Innung ermöglichen, vorläufig ohne besondere Kühlvorrichtung auszukommen. Zur Nutzbarmachung der betreffenden Gebäulichkeiten zum fraglichen Zwecke sind einige Bauarbeiten nötig, die alsbald in Angriff genommen werden sollen. Von dem Felsenkeller zum Johannesberg wird das künftige Schlachthaus voraussichtlich durch eine Mauer getrennt werden. -i. Seiß-Nidda, 19. April. Auch in unserer Gegend fängt es an mit Wilddiebereien bedenklich zu werden, obwohl die scharfen Strafen gegen die Mockftädter Knap- pereien ganz geeignet find, abzuschrecken. Von einem Frankfurter Jagdherrn sind Geldprämien für diejenigen in Aussicht gestellt worden, die einen Wilddieb so kenntlich machen, daß er gerichtlich belangt werden kann. — Das Gewitter am 16. d. M. hat sich auch bei uns gezeigt; fast scheint es, als wenn seitdem die Macht des Winters gebrochen worden wäre, denn seitdem hat die Aufregung in der Natur nachgelaffen und milder Sonnenschein macht sich endlich bemerklich. Mainz, 17. April. Bei dem gestrigen Radwett- fahren dahier wurde das Erstfahren, ErmunterungS- und das Vorgabefahren und zwar mit drei ersten Preisen auf „Kayser"-Rädern gewonnen. Das ist gewiß ein glänzender Erfolg für die vorzüglich bewährten Fabrikate der „Kayser"- Fahrradwerke in Kaiserslautern. 'kl < a lh,e™ H1Ui AiMu Ehre» der lut obiger C Hei junge Leute, un GÜjige Subvention SMungranstalt ech i11 NaM Dar EtipeM 8-doch nut Angehöch ti dieser Stift hiernach bered ndrnREmg eir 'sich uta bat S * ilt b •wrtaeret an bie W Otten der Pr, '«vberheffen an Mrgennnsterei *** 3 gelugen ju barmst«-,, ----?r. @ >h« »durch die Post axzezehgt» werde». Tr ist z-ugter Lutheraner. Dieser Bericht ist bann auch in Bearbeitung und in verschiedenen Ausgaben als (rihfu ?■ Schrift erschiene». Er hat bex größten Einfluß Mehrlieferung ausgeübt. • Proftssrr Kußmaul und die Abhirtung. ( „Jugenderiunerungen", in welchen sich mehrfach hygienische Notizen eingefiochten finden, kommt der berüK Kliniker auch auf die so viel ventilierte Frage der »7 Härtung zu sprechen. Er empfiehlt zu diese» aL jahrelang fortgesetztes tägliches Eintauchen der kaltes Wasser und Abwaschen der Beine mit dem Schm bis zu den Knien hinauf, mit rasch nachfolge-de«^!.^' erwärmen im Bette kurz vor dem Aufstehen. Dieser- fache Verfahren, wie eS Kußmaul beschreibt und »ü cs selbst bex größten Nutzen gebracht hat, läßt sich ,u" Jahreszeit leicht ausführen unb verlangt keine großen V kehrungen. JebeS zur Aufnahme beiber Füße . große, tiefe unb starke Wasserbecken eignet sich bd<0' y besten wirb baS Becken schon am Abend zuvor mit so hoch gefüllt, daß die Füße darin bis über bu eintauchen, und an daS Bett gestellt; daneben Trocken^.- Befolgt man gewisse Vorsichtsmaßregeln, so lernt bi? ? zärteltste Haut das kalte Wasser ertragen. Man ban nicht gleich mit zu niedrigen Temperaturen beginnen c fängt, je nach der Reaktion, mit 20, je 22 und 24«'p. und geht dann sachte im Laufe von Wochen auf itz- nur ausnahmsweise tiefer, herab. Unter allen muß man dem kurzen, nur wenige Sekunden mähret, Fußbade ein rasches Erwärmen der Beine folgen lafa Dies geschieht in wenigen Minuten, wenn man fiä r 2 flüchtigem Abtrocknen in das warme Bett jurüdbringt. . Abreiben ist unnötig; je rascher sie in da- Bett jurii’d bracht werden, desto besser wird daS Fußbad ertragen ■ bei zu niedrigen Temperaturen kann es länger als ja Minuten dauern, bis sie gut warm werden. Geschirr, und alte Personen sollen zu niedere Temperaturen me,:. und bei 16—20® R bleiben. — Zur Abhärtung der des ganzen Körpers empfiehlt Kußmaul für empfindlict' Personen das folgende Verfahren: Man nimm! yitrft t-.: Abwaschen des Körpers bis herab zu den Knien tm besten stehend oder kniend über das Wasserbecken gthjr unb läßt bas Wasser aus bem Schwamm namentlich Nacken unb Hals kräftig strömen, bann trocknet man f.: rasch ab, hüllt ben Leib ein, setzt sich auf bex Bettrand . taucht jetzt bie Füße in bas Becken, daS am Bctt <:■; wäscht Die Beine bis zu ben Knien herauf, trodxet ; flüchtig unb zieht sie zuletzt unter bie warme Bettdecke . rück. Waschung unb Fußbab beanspruchen wenige Minute in zehn bis weiteren fünfzehn Minuten längsten- roirb: ■ ganze Körper im Bett warm. Man steht dann sofort cf Kußmaul schließt diese Ratschläge mit den Worten: „t:. denen, die solcher vorsichtiger Methoden der Abhärtung r: bedürfen und schon in der Kindheit daran gewöhnt tourt, morgens gleich beim Aufstehen ein flüchtiges lalle« bad, eine kalte Brause oder eine Abwaschung des ganzer Körpers im kalten Sitzbad zu gebrauchen." * Allgemeine Deutsche Sport Ausstellung, München IW Die Ausstellung der Ausstellung X „Luftschissahn deren Durchführung die Herren Ernst Blanc, kgl. Ctc leutnant, Carl Brug, Major im k. Generalstabe in Laut:. Dr. phil. Robert Emden, Privatdozent, Dr. Sebch- Finsterwalder, Professor an der k. technischen HoihM August Grashey, kgl. Major a. D., Karl Mödebeck, ! preuß Hauptmann, Straßburg und Dr. Peter Bogel, Professor an der Artillerie- und Ingenieurschule | übernommen haben, verspricht außerordentlich intereffm werden. Seitdem mehrere deutsche Luftschiffer-Vereine ni die Förderung der Aeronautik besonders angelegen ’t'1 lassen, unb bie Ballons in ben militärischen und wissens lichen Dienst gestellt würben, ist bas Interesse fir -x „Luftspvrt" in weiteren Kreisen wach gerufen »ort?" Deutscher Geist unb beutscher Fleiß haben in md)t grob zwei Jahrzehnten auf bem aeronautischen Gebiete (an Sailer.-:: unb Flugmaschinen) BebeutenbeS geleistet. Die deutsch» Lustschiffahrt kann sich heute rühmen, von keine, treirt länbischen bezüglich Tüchtigkeit unb Leistungsfähi.ikcu übt: troffen zu werben. Die Ausstellung wird nicht nur t:«' Geschichte ber Luftschiffahrt in Wort und 8ilb vMändi« vorführen, Mobelle von Ballons, technische Zeichnungen voii Luftschiffen unb Flugmaschinen aller Art, technolognch | Sammlungen, Instrumente, Zeichnungen von Fahrinuun^ Drachen verschiebenster Konstruktionen, ßitteiatur cnihai" fonbern es wird die Luftschiffahrt auch praktisch vorgerc:.. werden. Die Geschichte ber Luftschiffahrt wird wie RI zur Darstellung gelangen: 1. Luftschiffer-Jdeen vor Erfinbung bes Luftballons. 2. Die Erfinder des x_ ballons; bie ersten Luftfahrzeuge und die ersten Luttichm 3. Geschichtstafeln der Luftschiffahrt. 4. Erwerbs schiffer. Auffahrten derselben vom Ende des vorigen ja Hunderts bis auf unsere Zeit. 5. Projekte und i5muy> den Ballon lenkbar zu urachen. 6) Der Ballon st" tärischen Dienste. 7. Der Ballon im wissemchastu Dienste. 8. Die Luftschiffahrt als Sport. 9. Die wl der Luftschiffahrt. 10. Der deutsche Drachenballon. 11 t) ■ Maschinen. 12. Fallschirme. 13. Die Luftschiffahrt m 6arn und Witz. 14. Einladungs-, Menu-, Glückwunsch, WH Postkarten rc. — Die von Süden gegen Norden fltteg Gallerie des Ausstellungsgebäudes wird ^e Ableuung schiffahrt aufnehmen. Im Parterre wird daS Modell c. Graf Zeppelin'schen lenkbaren Luftballons zu fthen , E. Troitzsch, Schöneberg bei Berlin stellt auch em Bau modell aus. Die praktische Thätigkeit wird lm Frei wickelt werden, wo tagtäglich Auffahrten mit einem j ballon neuester Konstruktion, Drachenballon, axsge,^ werden. Einer dieser Fesselballons, em Parseval' Drachenballon hat 1100 Kubikmeter Inhalt und wird Wasserstoffgas gefüllt. Das k. bayerische Kriegsminister -, > Ä eW ' ,wi 6I1W Bi "ie", btr * "fwÄ* ki"! *‘rt" i1» M« « 5 » «b ■ £ mit btm br 3a.r(oni.©ta»«>ntn j heul ess- *ie6t Ä M dazu nid)t mel tontn möchte. Es lötien taten der Plan ein. unb Nord-»«- ajcht zu ferner Zul erom Urtti! ihr t n)n iibii t* I eii len ififiltuivi leiii »erden. * Tal »efhebex iVMg zu erleichler benötigen berzuMen. tirßnbungde-Das stder HauSfiau uni Hsima August Jen D-ellung diese- Art i-.U vollständig be Hadrllate den 9i WalinialTerpentin Änfotberungen. 5 mvendung geringer i blendend toeij;, mit ^nhJbero deo Der Er, ! •. Ll 9D ' ?W «e& b«i ti ■ ' J* k IS?: Jme beider Q? ^bnd to e barin biife *E; bank maßregeln, fc. |!r ertragen, j ^tmPetQturR., mit 20, je a J ufe von V->, tab. Unk; . Wenige «n der Hnuten, marrn? 8titL- her sie in 'irb daS Fcht> m kann es h 11 warm »ttU niedere TeW 7 Zur NHK )lt Süßmaul ( hren: Man rr herab zu denk her das Wasser em Schwam ■örnen, bann tri setzt sich auf ba ?■ aS Becken, ii?1 tn Knien ferch t unter bieimekv । beanspruche: rry: in Mnuttu fotfci . Man Sch.'?.- hläge mittete Methate^L'jur.'. Kindheit te.':za^' tn eilAMM' f ent WmlWi u gtdranchen.' Dung X «Lustsa trtn Grnft 8!^- -m f. 9attaft& Wbojcnt, Dr. tt f. t«Wn i i. D., Karl Mob und Di. fyltx \ ö . ichnvidMch iK * ft besonders imKtönW»^’ ,, ist das Steifen mch F er M H® ’ ronantsichenM. tt»w g*v ite ck«-«L feit utb W* (UifttlMl ' ' llons, chinen all . . Z-'ch"»E ■ iftrufttDnen» - . 1 »<: (. i»g: rjiig!.11* , -r, «fW* tjS< 8» t^en. 6, _ , r#?' Ä' SM fei iW SS f bayeu^ |ad (ue^migt, daß sich dir k. bayerische Luftschiffer-Ab- ttitlr r an der Ausstellung beteiligt. ‘ Die Äiefeetin« ie Dienste Manonis. In dem Wem- 61 trSark in London baut man an einem Riesen türm, be«f Den Eiffelturm ausstechen sollte, dem man aber jttyl die praktische Bestimmung geben will, al- Leitungsmast fiii (ine drahtlose telegraphische Verbindung zwischen London nruddoriS zu dienen. Die beiden höchsten Türme der Welt wüster dann die Träger der Wellentelegraphie zwischen de.« .zwei Städten- werden. Daß vorläufig zu den Der- fuAxn mit der Marconischen Telegraphie der Foreland- fnttiturm al- Leitungsmast auf der englischen Seite aus- evfchku wurde, liegt nur an dem unfertigen Zustande des l^ton ct RiesenturmS. Der Londoner Elektrizian, der biti Nachricht bringt, ist übrigens dem Wembleyturm roeni hold, denn er gibt ihm eine arge Entstellung der salü malerischen Landschaft im Nordwesten von London jctynlb und begrüßt auch die jetzt beabsichtigte Verwendung de«Bauwerke- zu Nutz und Frommen des technischen Fort« sch^tts mit dem drastischen Ausdruck: „Eiffeltürme für SlllMoni'Stationen zu bauen ist ebenso närrisch, als ein tyiiiii abzubrennen, um Schweinefleisch zu braten." Ueb« Tilgens spricht man schon von der Errichtung eines 300 Meter hohen Leitungsmastes, um auch den Atlantischen CZgton zwischen London und New-York durch die Telegraphie 6ke» Datteln Fet-en Kirschkn Fvelschen Sevischtesvdst „ la. Sotmenthalkr' Hkimich Arnold II. Morktstrstzk 28, Srltphiu 115, Guauth, Oberbürgermeister von Gießen. Morueweg, Ok)«bitrgermeister von Darmstabt. »""" Läle zivdnr-er. AlU L Zand 1 1 FriihftSillskSse per Stii» 10 »st. SRdensderger S8ßrsh«dntter, täglich frische janhbntter, Jubiläums -Stipendien -Stiftung Ehre» der Lkijährigeu Regierung deS höchstseligeu GrotzherzogS Ludwig III. lul obiger (Stiftung, welche bezweckt, baß aus ben Kapitalzinfeu driLi jniuge Leute, unb zwar aus jeber der drei Provinzen Einer, eine gleich, mtilgt Subvention zu den Kosten ihrer Ausbilbung auf einer höheren BMlig «anstatt erhalten sollen, sind für das Jahr 1899 brei Stipendien zu» ergeben. Da» Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jetN n iir Angehörige solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Beitritt zu dieser Stiftung geleistet haben. Hiernach berechtigte unb befähigte junge Männer, welche zum Zwecke ifj rn Hui*bilbung eine höhere Blldungsanstalt besuchen ober besuchen wollen, r'iüvfich um das Stipendium zu bewerben beabsichtigen, sind eingeladen, ih »Nr-suche, mit den nötigen Zeugnissen belegt, durch ihre bett. Bürger» wiuHltrtit an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus des» betten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, ->3»is Dl treffen an die Bürgermeisterei Gießen, und au» Rhemhiffen an di« Nugermeisteret Mainz längsten» bis Samstag den 29. April d.l A. gelangen zu lassen. Darmstabt, Gießen unb Mainz, am 14. April 1899. Aas Kuratorium: Dampf Kaftee-Breuuerei, gegr. 1867, . zu 60, 70, 75, 80, 85, 90 unb 96 Pfg. daS halbe Pfund. Berkaus stelle in Gießen r H. Wallach, Marktplatz 8. 50 30 70 50 70 40,60,6511.70, 35 40 40 30,40,501.60, 40 nb 50 , Viel Geld « » £ K sparen Sie in Ihrem Haushalt durch ständige Verwendung von Sacchariu-Tabletten (Fahlberg, List & Co., in Salbke-Westerhüsen a. E.) dem besten, billigsten und gesundeste» Süssstoff Der Ersatz von 1 Pfund Zucker kostet nur 1200 110—18 Pfennige I 98er Klevealjoii, per Pst. 1 MK. 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