ethxer 8432 c. i M(t en ten t« * 1L ---- B ------ n. Vorhängen. sschenken ireiawürdig: er Zimmer, 'M in div, Qualitäten, beline, Tucb etc. langsto/fe. Ziegenfelle n. reu. M md -Vorlagen, e Bettkolter, itel, mmerrol.'en, SeVki ’ M->b- ,b’W Üe Sitte, CU!h ichacker Mfte Te/tersweg 16. ■nbitter ;nmittel gegen Bleichsucht - Xervennbel b “JSSäSm*- i Fiter) Mk. Fläche (ca.1 „ LswiS, 9lt. 299 Zweites Blatt Mittwoch den 20. December 189^ Gießener Anzeiger General-Anzeiger Bri Postbezug 2 Mark 50 Psg. vierteljährlich. S«nah»r »en Anzeigen zu her nachmittag- für de« £*tg rakra Iq erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Alle Anzeigen-vermittlung-stellen de- In« und AuSlcmdeG nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgegou Erscheint täglich mit Ausnahme de» Msntag» Die Gießener M««illemßlätter »erden dem Anzeiger »ßchmtltch viermal deißelegt. - zzezugspreis vierteljährlich J 2 Mark 20 Pfg \ monatlich 75 Pfß, mit Bringerloha. Anrts- und Anzeigeblntt für den Uveis Gieren. Redaktion, Expedition und Druckerei: Ach»kstr-^e Nr. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hieß«« Fernsprecher Nr. 51. Gratisbeilagen: Gießener Zamilienblütter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. Berichten vom südafrikanischen Kriegsschauplätze findet, ist, wie ein englisches Blatt erklärt, ein sehr dehnbares Wort. Es kann bedeuten, daß Leute getötet wurden, ohne daß man ihre Leichen finden konnte; es kann bedeuten, daß sie ge- angen genommen wurden oder daß sie — desertierten; es ann endlich auch bedeuten, daß sie von der Hauptlinie ab gekommen sind und sich nur durch irgend einen Zufall verirrten. Derartige Fälle kamen im englischen Heere unter Wellington häufig vor. So schreibt er nach der Schlacht von Viktoria: „Ich weiß nicht, was ich mit unseren von >cr Marschlinie abgekommenen Soldaten thun soll. Gestern satten wir 12000 Mann weniger unter den Waffen, als vor der Schlacht bei Viktoria. Sie sind nicht im Spital, sind nicht getötet worden und auch nicht in die Hände der Feinde gefallen. Ich glaube, sie halten sich in den Gebirgsdörfern verborgen". Dieses „Verborgensein" ist jedenfalls nur eine optimistische Umschreibung für Desertieren. Es scheint demnach, daß man das Wort „vermißt" der offiziellen Kriegsberichte inoffiziell öfter — abgesehen natürlich von den Offizieren — durch das Wort „desertiert" ersetzen muß. Das Gelände, auf dem die Schlacht sich abspielte, ist folgendermaßen gestaltet: Der Tugelafluß strömt in diesem Teile Natals im allgemeinen in der Richtung von Westen nach Osten, er muß sich indessen in zahlreichen Windungen durch das Gebirge seinen Weg bahnen. In einem solchen Knie, in dem der Fluß nach Norden ausbiegt, um sich dann westlich und weiterhin aufs Neue nach Norden zu wenden, liegt auf der Südseite des Flusses, der ein paar Kilometer östlich in zwei Wasserfällen abstürzt, der kleine Ort Co len so mit der Eisenbahnstation. Die Bahnlinie überschreitet in nördlicher Richtung auf der Bulverbrücke den Fluß, während etwa 1 Kilom. oberhalb die Straße nach Harrysmith in einer zweiten Brücke über den Tugela führt. Beide Brücken hatten die Buren zerstört. Das Gelände ist stark durchschnitten und besonders im Osten der Bahnlinie bewaldet. Em Reisender schildert die Gegend folgendermaßen: „Der Fluß, hier noch schmal und flach, schlängelt sich zwischen hohen Bergen hin, auf deren steilen, steinigen Abhängen verkrüppelte, mit fingerlangen Dornen gewappnete Akazien stehen. Das Flußbett ist von großen, blankgewaschenen Steinen durchsetzt. Ein hübscher, breiter, wenn auch nicht hoher Wasserfall ist von der Bahn aus leicht zu erreichen." Colenso ist 278 Kilom. von Durban entfernt, auf der anderen Seite des Flusses, etwa 20 Kilom. nördlich, liegt Ladysmith. Das britische Hauptquartier war in den letzten Tagen von Frere bis Chieveley, ungefähr 16 Km. südlich von Colenso, vorgeschoben worden, die Brigade Barton, die aus vier Füsilierbataillonen zusammengestellt war, stand mit den Natal - Freiwilligen (50 Mann) der 14. und 16. Feldaatterie und einer Anzahl Schiffsgeschütze unmittelbar südlich von Colenso auf Vorposten. General Buller verfügte insgesamt über 18 Bataillone Infanterie, an Kavallerie über die 1. Royal Dragoons, 2 Eskadrons der 13. Husaren, 2 Eskadrons der Jnniskilling Dragoons nebst den South African Horse und den Imperial Light Horse, die zu einer Brigade unter Lord Dundonald zusammengestellt waren, an Artillerie über 5 Feldbatterien (7., 14., 64., 66., 73. und einen Teil der 65.), 3 Haubchcnbatterien, die 4. Gebirgsbatterie und eine Anzahl Marinegeschütze von der Terrible; insgesamt etwa 25,000 Mann. Davon gehen jedoch die Truppen ab, die zur Sicherung der Eisenbahn« linie im Rücken nötig erachtet wurden, vermutlich mindestens eine Brigade Infanterie nebst Kavallerie und Artillerie. Da Buller ferner von seinen fünf Brigaden nur drei im Gefecht einsetzte, so hielt er außerdem wahrscheinlich die vierte bei Chieveley in Reserve. Die Stellung der Buren war unmittelbar nördlich des Tugela, das Zentrum mit den Scharfschützen in dem von den Engländern zur Verteidigung Colensos angelegten Fort Wylie, unmittelbar am Flusse, dahinter 3y2 Km. nördlich stand auf dem Groblers Nek die Artillerie, darunter mehrere Positionsgeschütze mit dem Gros; starke Flankendeckungen waren nach Osten und Westen am Tugela vorgeschoben, lieber ihre Stärke fehlt so ziemlich jeder Anhalt, man wird jedoch nicht zu weit fehl gehen, weun man sie entgegen den geringen Schätzungen der Engländer auf 30,000 bis 35,000 Mann anschlägt, wovon jedoch mindestens zehntausend Mann zur Beobachtung Whites vor Ladysmith in Abzug zu bringen sind. Sir Redvers Buller. Die Generale Lord Methuen und Gatacre haben Niederlagen erlitten, der Mißerfolg, den sich General Buller am Tugelafluß geholt hat, ist eine Katastrophe, ja in * Die Kanal-Borlage. Gießen, 19. Dezember 1899. Es war vorauszusehen, daß in dieser Legislaturperiode ÄeS Reichstags sowohl wie auch des preußischen Abgeordnetenhauses die wirtschaftlichen Interessen eine große Rolle spielen würden. Im Reichstage wird dies erst in den letzten Tagungsperioden der Fall sein, wenn die Vorbereitung der Handelsverträge größere Fortschritte gemacht und über den Inhalt derselben mehr in die Oeffentlichkeit gedrungen sein wird. Im preußischen Abgeordnetenhause dagegen hat bereits in der letzten Tagung mit der Beratung der großen Kanalvorlage ein Stück Wirtschaftspolitik sich abgespielt und zu erheblicher Erregung Anlaß gegeben, die auch in die neue, am 9. Januar 1900 beginnende Session hinüber- greifen wird. Der preußischen Regierung ist aus verschiedenen Gründen, insbesondere auch aus solchen politischer Natur, in hohem Grade daran gelegen, daß die Kanalvorlage zu einem guten Ende geführt werde. Es waren bekanntlich die als Regierungsparteien geltenden Fraktionen, welche den Gesetzentwurf zu Fall brachten und dadurch der Regierung große Verlegenheiten bereiteten. Aber unter denjenigen, welche gegen den Mittellandkanal stimmten, befanden sich eine Reihe von Abgeordneten, welche unter gewissen Bedingungen den Kanal genehmigen würden, und diesen Wünschen Rechnung zu tragen, hat sich die Regierung beeilt und den alten Entwurf entsprechend umgearbeitet. Einer offiziösen Verlautbarung zufolge sind die Vorarbeiten zwar noch nicht beendet, aber der Hauptinhalt des neuen Gesetzes läßt sich doch schon jetzt erkennen. Bekanntlich wurden in der letzten Tagung bei Beratung der Kanalvorlage eine so große Anzahl von Wünschen, Kompensationsforderungen laut, daß die Regierung kategorisch erklären mußte, über ein bestimmtes in bescheidenen Grenzen gehaltenes Ziel könne sie nicht hinausgehen. Den dringendsten Wünschen kommt die neue Vorlage nun entgegen, und es ist insbesondere die Erweiterung des östlichen Wasserstraßennetzes, sowie die Erfüllung der in der Provinz Schlesien geltend gemachten Wünsche in Aussicht genommen. Auch die Beseitigung von Hochwasserschäden wird in höherem Maße ins Auge gefaßt und nach einem bestimmten Plan durchgeführt werden, und zwar schneller, als es in der bisherigen Absicht der Regierung lag. Hiermit glaubt man höheren Orts alles gethan zu haben, um die Opposition gegen den Mittellandkanal zu brechen und den letzteren von der Parlamentsmehrheit genehmigt zu sehen. Die Regierung rechnet wohl kaum auf eine neuerliche Ablehnung, nachdem sie den Forderungen der bisherigen Opposition ein so großes Entgegenkommen gezeigt hat. Zwar gibt es eine größere Zahl von Abgeordneten, welche sich als Kanalgegner unter allen Umständen bekennen; aber diese werden in der Minderheit bleiben, wenn die Abstimmung stattfindet, und so kann man sich mit gutem Recht der Erwartung hingeben, daß das große Projekt, welches hoffentlich für weite Strecken des deutschen Vaterlandes ein Segen sein wird, in kurzer Zeit in Angriff genommen werden kann. Viel Staub hat die Kanalfrage schon bisher aufgewirbelt. Auch bei den kommenden Verhandlungen werden die wirtschaftlichen Interessen sich nicht unter einen Hut bringen lassen; aber die Erkenntnis, daß die Regierung au der Durchführung des Kanals beharrt, und daß die Vorteile, welche der letztere bringt, weit die vermeintlichen Nachteile überragen, greift immer mehr um sich, so daß man, wie wir schon vorhin betont haben, dem Ausgang der Kanalfrage mit Zuversicht entgegenblicken kann. * Vom Kriegsschauplatz. Nach den Berichten des Kriegsamts in London sind die Verluste Bullers in der Schlacht am Tugela außerordentlich bedeutende. Buller giebt sie an Toten, Verwundeten, Gefangenen und Vermißten auf 1097 Mann, einschließlich 66 Offizieren, an. In der Brüffeler Transvaal-Gesandtschaft dagegen schätzt man die Verluste der Engländer auf 1500 Manu. Das dürfte auch das richtigere fein, da die offiziellen englischen Berichte, wie sich jedesmal später herausgestellt hat, regelmäßig ad usum populi zurecht- gemacht sind. Wie bei den früheren Kämpfen ist auch am Tugela das Offizierkorps wieder stark gelichtet worden. Von ihm sind, wie gemeldet, 6 tot, 42 verwundet, 15 gefangen, 3 vermißt. Die Gesamtzahl der Vermißten beträgt 348. , . Das Wort „vermißt", das man so oft in den offiziellen moralischer Beziehung ein Nationalunglück, »essen niederdrückende Last in England tief empfunden wird. Buller galt als ein moderner General und als einer der tüchtigsten Heerführer der englischen Armee, auf dem alle Hoffnungen der britischen Nation ruhten. Daß just Buller es war, der die schwerste Niederlage erlitt, muß sehr deprimierend wirken, da man gerade von seiner Einsicht erwarten konnte, daß er nicht früher angreifen würde, als bis er genügende Streitkräfte zur Ber- fügung hätte und mit ziemlicher Sicherheit auf einen Erfolg rechnen könnte. General Buller dürfte sich wohl auch keiner Täuschung darüber hingegeben haben, daß es ihm kaum gelingen werde, seinen Gegner zu schlagen. Wenn er trotzdem sich zum Angriff entschloß, so sind hierfür vielleicht politische Erwägungen maßgebend gewesen, und zwar einerseits die Rücksicht auf die unter den Kap-Afrikandern herrschende Erregung und andererseits die Rücksicht auf die öffentliche Meinung in England und vielleicht auch auf die Stellung des Ministeriums Chamberlain- Salisbury. Haben aber nur militärische Beweggründe Buller zum Schlagen veranlaßt, so könnte man dieselben blos in der Situation vor Ladysmith suchen. Wenn sich diese Annahme bestätigen sollte, dann müßte man sich auf eine baldige Kapitulation des Generals White gefaßt machen. Abgesehen von den strategischen Fehlern, die der englische Oberkommandant sich zu Schulden kommen ließ und die den Keim für seine und seiner Unterbefehlshaber Niederlagen in sich trugen, hak aber General Buller in dem Kampfe am Freitag auch gezeigt, daß er ein schlechter Taktiker und Truppen führ er ist. Vor einiger Zeit gab Buller einen Tagesbefehl aus, in welchem er in seiner Eigenschaft als Leiter der diesjährigen englischen Manöver ein sehr hartes Urteil über die englischen Offiziere und Truppen äußerte, indem er ihnen eine genügende Ausbildung für den modernen Krieg absprach. Die Führung des Kampfes bei Colenso hat bewiesen, daß auch die höheren Generäle der englischen Armee und insbesondere Buller selbst nur ungenügende Vorstellungen von der Leitung eines Gefechts haben. Nachdem schon feit Wochen in den Londoner Journalen verkündet worden war, daß die Stellung der Buren bei Colenso uneinnehmbar sei und daß General Buller daher gezwungen sein werde, eine Umgehung zu machen, griff er am Freitag dennoch den Feind in der Front und an dem stärksten Punkt an. Am Mittwoch hatte Buller die Brigade Barton mit mehreren schweren Geschützen in eine Stellung drei engl. Meilen südlich von Colenso disponiert. Man konnte demnach annehmen, daß, wenn Buller den Angriff auf die Tugela-Linie trotz seiner unzulänglichen Streitkräfte unternehmen würde, die Brigade Barton die Bestimmung hätte, vor Colenso zu demonstrieren, und daß mittlerweile General Buller das Gros seiner Truppen über Weenen in die linke Flanke der am Tugelafluß stehenden Buren führen würde. Die Folgen der Schlacht am Tugela. Wie die Dinge jetzt liegen, ist es klar, daß von einer Verfolgung des Planes zur Entsetzung von Ladysmith nicht mehr die Rede sein kann. Die nächste Wirkung der Niederlage, die General Buller selbst in seinem Bericht an das Kriegsamt als einen schweren Schicksalsschlag bezeichnet, dürste der Fall von Ladysmith fein. Die Hoffnung auf baldigen Entsatz konnte General White und seinen Truppen zum Ausharren in ihrer Bedrängnis den erforderlichen Mut geben. Bis Buller Verstärkungen und eine neue Artillerie erhält, kann jedoch noch viel Zeit verstreichen, und auf lange können die Vorräte der Belagerten nicht mehr reichen. Aber der Fall von Ladysmith ist nicht das einzige Unglück, das den Engländern nach der Niederlage bei Colenso droht. Sie haben jetzt mehr als bisher mit offener Meuterei der Kap- holländer zu rechnen und müssen sich darauf gefaßt machen, daß die schwere Niederlage Bullers am Tugelafluß überall fortwirkt, wo englische Interessen auf dem Spiele stehen. Wie auch, dieser in verbrecherischer Weise heraufbeschworene Krieg schließlich ende, England hat in der Schlacht bei Colenso fein militürisches Prestige nicht nur in Südafrika, sondern in der ganzen weiten Welt in einer Weise eingebüßt, daß es sich nur schwer wiederherstellen lasten kann. Das mächtige England ist auf allen drei Kriegstheatern von den Buren fo geschlagen worden, daß seine Befehlshaber zu vollkommener Unthätig- keit verdammt sind und sich zum Teil in Stellungen befinden, die ihnen verhängnisvoll werden können. Buller sowohl wie Gatacre, der südlich von Molteno steht, wohin er sich nach dem Unglückstage von Stormberg Deutsches Reich hörte heute ernannt ! hat sich sation lassen. Mw Das Konku 9Waß des ?reh von L Wer WM hierdurch aufgel den' H Lr gern nungen festgestellt worden sein. — Der frühere Staatssekretär des Reichsschatzamts, Freiherr v. Maltzan-Gültz, ist nach der Meldung eines Berichterstatters zumOberpräsidenten von Pommern Betr.: Die Vn Wegen der binkünste tiS Ende uvgsbeiträ Die bis eMießi hufenben W Wir weil dn MrÜM für 6 Wo«z >i4 31. Drzr lassen. - Nc Um bt «erdenden B werben aöe d Annahme von aufgeforüttt, binnen der ve W erstatten. Gieße von Windsor bis nach Weihnachten verschoben worden, da die Monarchin bei der gegenwärtigen Lage ihres Landes nicht weit von der Hauptstadt desselben entfernt sein will. — Nach einer Meldung der „Times" aus Modderriver vom 15. d. Mts. habe eine an jenem Tage unternommene Rekognoszierung ergeben, daß die Feinde in einem Abstande von fünf Meilen in östlicher Richtung drei Lager aufgeschlagen haben. Ihre daselbst konzentrierten Streitkräfte sollen sich auf 10000 Mann belaufen. — Hier erhält sich das Gerücht, Präsident Krüger hätte bei der englischen Regierung Schritte unternommen, zur Schließung eines Waffen st ill- tandes, während welchem über die gänzliche Herstellung »es Friedens verhandelt werden soll. Diese Schritte sollen von dem Afrikanderkabinett der Kapkolonie unterstützt werden, dessen loyale Haltung heute allein den Ausbruch einer Revolution in der Kapkolonie zurückgehalten hat. — Die australische Regierung beschloß, 1500 Mann Truppen der englischen Regierung für Südafrika zur Verfügung zu stellen. — Im Kriegsamt wird die heute an der Börse verbreitete Meldung von der Kapitulation Kimberleys weder bestätigt noch dementiert. — Neuere Berichte über die Schlacht bei Magerfont ein lassen erkennen, daß die Niederlage ernster war, als man hier annahm. Die ganze Hochländertruppe wäre verloren gewesen, wenn nicht die Artillerie »en ganzen Tag ein gutes Feuer unterhalten hätte. — Ein Telegramm aus Kapstadt meldet, daß eine ;albe Schwadron der Division des Generals French auf einem Gehöfte erschien, um dort Fourage für die Pferde zu requirieren. Sie wurde von Afrikandern umzingelt und gefangen genommen. — Aus Kapstadt wird weiter berichtet, daß die ge- amte Bevölkerung zwischen Aliwal North und de Aar sich im Aufstaude befindet. Es ist dies für die englische Armee um so gefahrvoller, als de Aar der Konzentrationspunkt des Armeekorps der Kapkolonie ist, und weil sich dort ungeheure Vorräte an Proviant und Munition befinden. — Mehrere Blätter stellen fest, daß die Gesamtverluste der Engländer bis heute ungefähr 12000 Mann (!) betragen. Brüffel, 18. Dezember. Dem „Etoile" zufolge befürchtet man hier die Beschlagnahme des Dampfers mit »er belgischen Ambulanz für Südafrika, weil deren Pässe nicht in Ordnung seien. An Bord dieses Dampfers befinden sich auch zwei französische Offiziere, welche an dem Burenkriege teilzunehmen beabsichtigen. Zurich, 18. Dezember. Beide in Südafrika kämpfenden Parteien haben dem Schweizer Roten Kreuz mitgeteilt, daß sie dessen Hilfe mit Dank annehmen. lieber die Art der Hilfeleistung wird morgen Beschluß gefaßt werden. -zurückziehen mußte, kann es genau so wie General White in Ladysmith gehen, sie können umzingelt, kalt gestellt und ausgehungert werden, so daß ihnen, wenn nicht rasch genügender Ersatz nachkommt, nichts übrig bleibt, als unrühmlich zu kapitulieren. Die Stimmung in Loudon wird als bewunderungswert ruhig und fest bezeichnet, aber das ist wohl nur ein gemachter affektierter Stoizismus, der auf eine vom Kriegsamt ausgegebene Parole in der Presse zur Schau getragen wird Thatsächlich wurde das offizielle Communiquö über die Schlacht am Tugela mit dem vertraulichen Ersuchen an die Blätter ausgegeben, beruhigen d zu schreiben. Das ist denn auch geschehen, und selbst die radikalen und liberalen Blättern beteuern ihr fortgesetztes Vertrauen auf die Regierung und die Generale. In Wirklichkeit ist die Stimmung eine sehr gedrückte und eine starke Niedergeschlagenheit ist unverkennbar. In den leitenden Kreisen selbst denkt man sehr pessimistisch. Man giebt zu, daß es sich um Sein oder Nichtsein des britischen Kolonialreichs und damit der britischen Weltmacht handelt, und trotz der tönenden Versicherungen herrschen die trübsten Ansichten über die Möglichkeit, des Aufstandes in Südafrika, der nach den neuesten Meldungen überall auch die Kapholländer ergreift, Herr zu werden; denn Englands viel gerühmte Hilfsquellen glichen denen Chinas im japanischen Kriege. Eine wirklich disziplinierte Armee laffe sich nicht aus dem Boden stampfen, wenn sie nicht vorhanden sei, ehe der Krieg beginnt. Mit allem Gold der Welt könne man keine zivilisierten Heere mehr besiegen. Die politischen Folgen in England seien vorläufig nicht abzusehen. Möglich sei es, daß schon die nächste Zeit Üeberraschungen brächte. In der That wächst sich dieser Krieg gegen die leutearmen, aber waffenstarken Burenstaaten Südafrikas von Tag zu Tag mehr zu der schwersten selbst auferlegten Prüfung aus, die das britische Weltreich je zu bestehen hatte; besteht es die Probe nicht, so sind die Folgen gar nicht auszudenken. Es ist die Stimmung bittern Ernstes und harter Not, der jetzt das anfängliche stolze Siegesbewußtsein, das von einem militärischen Spaziergang nach Prätoria träumte, gewichen ist, und die herben Worte, mit denen „Morning Post" nach der Niederlage Methuen's ihren Landsleuten ins Gewissen redete, kann sie heute nach dem Schlage am Tugela mit doppelter Berechtigung wiederholen. Das Blatt schrieb: „Vor einer Nation in Waffen stehend, vor einer in vielen ihrer Maßregeln brutalen, aber tapfern, starken und geeinigten Nation, haben wir bereits als Sieger die Friedensbedingungen besprochen, wie ein Sieger das eroberte Gut zu verteilen begonnen. ES ist schade, daß wir nicht als ganzes Volk den Brauch befolgt haben, den wir als Privatleute hochhalten, nämlich die Prahlerei dem Manne zu überlassen, der die Rüstung ablegen kann. DaS war bei den Männern der Brauch, die diese Inseln vor uns hielten, und wenn wir ihr gutes Beispiel vergessen haben, so ist es wohl deshalb, weil es uns, wie einstmals Jeschhurun, in diesen langen Friedensjahren zu gut gegangen ist. Nun, wir haben unfern Tag der Demütigung gehabt; wir wollen ihn demütig und nüchtern hinnehmen und durch seine Lehre um so besser und stärker werden — die Lehre mit schweigsamer und unprahlerischer Entschlossenheit uns des Reiches würdig zu erweisen, das unsere Vorväter gewonnen haben". In der Reihe der „Üeberraschungen, welche schon die nächste Zeit bringen dürfte", wird wohl die irische „Revolution" die erste Rolle spielen. Die Irländer werden immer schwieriger, und wie man sie kennt, werden sie nicht bei halber Arbeit stehen bleiben. Heute meldet man uns: Dublin, 17. Dezember. Eine öffentliche Versammlung, die das irländische Komitee für Transvaal einberufen hatte, um gegen die Haltung deS Trinity College zu protestieren, das beabsichtigte, Chamberlain zum Doctor honoris causa zu ernennen, und um die Sympathie für die Buren auszudrücken, wurde von der Regierung verhindert. Es kam jedoch eine beträchtliche Volksmenge zusammen. Einige Mitglieder des Komitees versuchten zu sprechen. Die Polizei zerstreute die Menge. Hierauf fuhren die Veranstalter der Versammlung in derStadt umher undhißten dasBanner in den Farben Transvaals. Unmittelbar darnach wurde eine Versammlung abgehalten, der Michael Dewitt und William Redmon beiwohnten. Hierbei wurden mehrere heftige Reden gehalten. Eine Verhaftung wurde vorgenommen. * * ij: London, 18. Dezember. Nach einer Meldung aus Modderriver sprengten bie 93uren am Samstag- MorgendiezweiMeilennördlichgelegenenEisen- bahnübergänge. — Laut einer offiziellen Note hat die Regierung die Einberufung der gesamten Armee beschlossen. Die bereits mobilisierte 7. Division wird unverzüglich nach Südafrika in See gehen. Derselben werden auch Artillerieverstärkungen beigegeben werden. Els Bataillonen der Miliz wird die Erlaubnis zum Freiwilligendienst außerhalb Großbritanniens erteilt werden. Ferner wird eine starke Abteilung Freiwilliger der Aeomanry-Regimenter nach dem Kriegsschauplätze befördert werden, wofür bereits alle Vorkehrungen getroffen sind. Die Regierung wird die Freiwilligen - Anerbietungen aus den Kolonien acceptieren. — Nachrichten aus Mafeking zufolge verhindert das Hochwasser des Krokodilflusses den Vormarsch der von Oberst Plumer geführten fliegenden Kolonne aus Rhodesia. Die Buren sind deshalb von der Grenze nach dem Innern Transvaals abgezogen. — Wie der Londoner Hofbericht besagt, sind die Vorbereitungen für die Abreise der KöniginVictoria Handelsmarine beschlossen. — Die Beteiligung der int Auslande lebenden Deutschen an der Bewegung für eine Verstärkung der deutschen Flotte nimmt immer weiter zu. Die „Post" erfährt, daß sich auch in Rom ein Flottenverein gebildet hat, dem in wenigen Tagen 70 Mitglieder beigetreten sind. " — Der „Reichsanz." veröffentlicht den Wortlaut des am 2. Dezember in Washington unterzeichneten deutsch- amerikanisch-englischen Samoaabkommens. Köln a. Rh, 18. Dezember. Die „Köln. Ztg." veröffentlicht einen Privatbrief aus Bangkok, wonach dort ein deutscher Staatsangehöriger, namens Eckert, widerrechtlich verhaftet und zwei Tage und zwei Nächte in nassen Kleidern in menschenunwürdigem Gewahrsam gehalten worden sei, so daß er sich eine Fiebererkrankung zuzog. Der deutsche Ministerresident v. ©albern erhob energische Vorstellungen bei der siamesischen Regierung. Nachfolger des Ministerpräsidenten Grafen Clary- bezeichnet. Konstantinopel, 18. Dezember. Mahmud Pascha,, der Schwager des Sultans, der, wie bereits gemeldet, die Flucht ergriffen hat, wurde auf dem französischen Dampfer „Congo", der zu diesem Zwecke in den Dardanellen an- gehalten wurde, verhaftet und den türkischen Behörden überliefert; desgleichen zwei Söhne, die sich in seiner Be- gleitung befanden. Anstand. Wien, 18. Dezember. Wie verlautet, hat der Kaiser infolge der Parlaments- und Kabinettskrisis seine Münchener Reise aufgegeben. Das neue Kabinett, welches in noch stärkerem Maße ein Beamtenministerium werden dürste, soll noch vor Weihnachten gebildet werden. Budapest, 18. Dezember. Der Generalfeldmarschall von Schönaich wird von maßgebenden Kreisen als der Bonbon, 1' Mäst an bie W ung über wiefenen e Hoffnung' folg haben privates Doki der Königin Menschenleben bie Lerantivo; lassen bltM - »Mr Roberts nie seiner Sohnes Aufgabe, die! worden. Der Minister des Innern, Frhr. v. Rheinbaben, einen eingehenden Bericht über die Reorgani- der Berliner Kriminalpolizei erstatten Er hat die bis jetzt angeordneten Maßnahmen gut geheißen und den Wunsch ausgesprochen, daß die Reorganisation bald znm Abschluß gebracht werden möge. — In einer gestern hier stattgehabten Versammlung von Vertretern der großen Rhedereien und hervorragenden Industriellen wurde die Gründung eines Vereins zur Ausbidung junger Seeleute für die Kriegs- und — Das Staatsministerium trat heute nachmittag 2y2 Uhr unter dem Vorsitz des Fürsten Hohenlohe in seinem Dienstgebäude zu einer- Sitzung zusammen. In dieser Sitzung dürften die beim Jahreswechsel zu unterbreitenden Vorschläge für Beförderungen und Auszeich- bas ""‘“fertigte «• ®. N Bk ^«St Stelle btt ÄWtebi Ä* Berlin, 18. Dezember. Der Kaiser , morgen den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. Lucanus und Marinevorträge. ei» a,; Aei Air« ' hie Lerv' ’%iei, > «* ' Ä- Äi»» ).ran Mj* führende Siel sicher angenol freundlich^ 1 f' vorübergeM Lerurteiltt haben. Lokales und Nrsvüyielles. Gießen, den 19. Dezember 1899. *• Alice-Schule. Wir möchten nicht versäumen, unsere verehrten Leserinnen, die Interesse für Handabeiten haben, nachträglich auf die Ausstellung der Alice-Schule aufmerksam zu machen. Dieselbe war Sonntag und Montag und fand allseitig solchen Beifall, daß von sachverständigen Besuchern der Wunsch nach längerer Dauer ausgesprochen wurde. Selbstverständlich kommt die Vertretung der Anstalt mit Vergnügen dieser ehrenden Aufforderung nach, »nd so ist denn solchen Damen, die bis jetzt sich noch nicht von den Leistungen der Schülerinnen überzeugen konnten, Mittwoch den 20. d. Mts., von 11 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags, Gelegenheit geboten, das Versäumte nachzuholen. Sie werden nicht bereuen, ein Viertelstündchen, der jetzt allerdings ganz besonders kostbaren Zeit, geopfert zu haben. Von den ersten Anfängen der Weißnäherei bis zu den feinsten Stickerein in Wolle und Seide sind fehr lobenswerte Erzeugnisse vorhanden. In gleicher Art sind Schneider- und Bügelkurs vertreten. — Von den leckeren Ergebnissen der Kochschule dürste kaum noch etwas vorhanden fein. Sie fanden solch' raschen Absatz, daß schon nach den ersten Stunden der Ausstellung ausverkauft war. Der beste Beweis für die Güte derselben. ** Kleinkinder ■ Bewahranstalt. Nachdem am vorigen Sonntag die Christbescherung für die Kinder unserer Anstalt durch Gottesdienst in der JohanneSkirche und durch Gabenausteilung in der Kleinkinderschule stattgefunden hat, ist es uns Herzenssache, unseren innigsten Dank allen auS- zusprechen, die uns zur Ausführung der Christbescherung für die 230 Kinder unserer Anstalt freundlichst unterstützt haben. Hauptsächlich danken wir den vielen Wohlthätern, die durch ihre reichen Gaben an Geld, Bekleidungsgegenständen, Kleiderstoffen, Konfekt u. s. w., sowie durch Handarbeit es uns ermöglicht haben, unseren Anstaltskindern und auch deren Angehörigen eine große Freude zu bereiten. Nachfolgend teilen wir mit, welche Geldbeträge für unsere Christbescherung gespendet wurden: Durch Fräulein Amalie Bansa 66 Mark, Frau Dr. Brüel 44,50 Mk., Frau Amtsgerichtsrat Gebhardt 166,50 Mk., Frau Rechtsanwalt Grünewald 113 Mk., Frau Rechnungsrat Kalbfleisch 65 Mk., Fräulein Emilie £angermann 49 Mk., Frau Pfarrer Naumann 144 Mk., Frau Luise Ottens 27 Mk., Fräulein Louise Wortmann 50 Mk., durch die Schwestern der Anstalt 105,50 Mk. Außerdem erhielten wir durch die Lehrerinnen Fräulein Elisabeth Weiß und Anna Singer zusammen 136,60 Mk., welcher Betrag denselben von ihren Schülerinnen in der höheren und erweiterten Mädchenschule übergeben wurde; wir sprechen den genannten Lehrerinnen, sowie den Mädchen, die fo treu und eifrig die Gaben zusammengetragen haben, und auch deren Eltern einen besonderen herzlichen Dank aus. Ferner haben wir zur Bescherung noch 2 besondere Gaben erhalten: von dem hiesigen Großh. Polizei amt aus besonderen bei ihm eingegangenen Geldern 35 Mk., und aus dem Ertrag einer Wohlthätigkeits-Aufführung im Gießener Stadttheater von den Herren Direktoren Kruse und Helm, zugleich nebst deren persönlicher Gabe, 31,50 Mk.; auch für diese Gaben sprechen wir unseren besonderen herzlichen Dank aus. Möge die unserer Anstalt und deren Kindern wiederum reichlich bewiesene Liebe und Opferwilligkeit auch fernerhin, Gebern und Empfängern zu Freude und S gen, uns erhalten bleiben! Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt: Dr. Naumann. ♦* Stadttheater. Das dritte und letzte Gastspiel von Lucie Vier na findet morgen Mittwoch in dem Pariser Sittenbild „Frou-Fron" statt, worauf hiermit nochmals -besonders hingewiesen sei. ** Der Diskont der Reichsbank ist, wie uns telegraphisch gemeldet wird, auf 7 erhöht worden, Lombard auf 8. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft« Gtetzr«, 19. Dezember. Marktbericht, ilut dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X l.rO—1.15, Hühnereier per St. 8—10 2 St. 00—00 Enteneier 1 St. 0—0 Gänse« ei« per St. 0—00 H, Käse 1 St. 6—8 H, Käsematte 2 St. 5—6 Erbsen ver Liter 20 H, Linsen per Liter 3v Tauben per Paar X 0.70—1.00, Hühner per St. X 0.90—l.oO, Hahnen per Stück X 0.60—0.90, Enten per St. X 1.80—2.20, Gänse per Pfund X 0 50—0.60, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 60—72 4, Schweine« fleisch, gesalzen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd- 64—66 A, Hammelfleisch per Pfd. 50—60 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 MS 4.50 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. X 5.00—5.50, Milch per Liter 16 4. Frankfurter Börse vom 17# Dezember« Wechsel auf New-York zu 4.201/s”211/2* Prämien auf Kredit per ult. Dezember l.lOO/o, do. per ult. Januar 8.10%, Diskonto Kommandit per ult. Dez. 0.80%, do. per. ult. Jan. 2.60, Lombarden per ult Dez 0 55 /», do. per ult. J«”. 0.90%. Notierungen: Kreditaktien 233.40-20-40, Diskonto Kommandit 191.90-192-191.90, Staatsbahn 187.60-40, Gotthard 142.20 Lombarden 31, Ungar. Goldrente 97.15, Italiener 93 30, 3proz. Mexikaner 24.90, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.18%, Privat-Diskont 5*«/16% ... 1% bis 2% Uhr: Kredit 233.40-20, Diskonto - Kommandit 192-191-50, Staatsbahn 137 40-10, Lombarden 31. * Schlatt. Der Buchhalter Schnürte erhielt als Gratifikation von seinem Chef drei Zehnmark-Stücke. Schnürle, der mehr erwartet hat, läßt die drei Goldstücke fallen. Mrt lhm bückt sich fein Chef, um sich am Suchen zu beteiligen . . . „Haben Sie's?" fragt nach einer Weile der Prinzipal. — „Nein", entgegnet der Buchhalter, „ich hab ersL dreißig Mark!" die 04545 empfiehlt in nur besten Sorten H. Wallach, Settersweg 62. 8775 7640 Rohrplatten - Koffer. 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An allerhöchster Stelle wird daran festgehalten, daß auch in Zukunft den Deutschen die führende Stelle gewahrt werden müsse, und es wird als sicher angenommen, daß das neue Ministerium ein deutschfreundliches sein wird. Belgrad, 19. Dezember. Der gestrige Nikolaustag ist vorübergegangen, ohne die erwartete Begnadigung der Verurteilten im Hochverrats-Prozeß gebracht zu haben. tralitäl brechen und auf diese« Wege in Transvaal ein dringen werden. Brussel, 19. Dezember. Eine Proklamation des Präsidenten Krüger, worin die Holländer der Kap-Kolonie auf- gefordert werden, die Unabhängigkeit des KaplandeS zu proNa- mieten, steht unmittelbar bevor. Das gesamte Gebiet zwischen Queenstown und dem Oranje-Fluß befindet fich in vollkommenem Aufruhr. Ottawa (Kanada), 19. Dezember. Die hiesige Re gierung hat die notwendigen Befehle gegeben zur Mobilisierung einer Abteilung Miliztruppen, welche die nach Afrika abgehenden regulären Truppen ersetzen sollen. ______________ nn. Darmstadt, 19. Dezember. (Telegramm.) Um den Beamten der Gerichtsschreibereien daS Studium des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches zu erleichtern, hielt auf Veranlassung des Großherzoglichen Ministeriums der Justiz Herr O b er l a n d e s g e r i ch t S r a t Dr. Hangen für die Gerichtsschreiber, Hilfsgerichtsschreiber und für eine Reihe von Beamten der Land- und Amtsgerichte der Provinz Starkenburg in den letzten Monaten Borträge zu dem gedachten Zwecke in den Räumen des Justizgebäudes dahier. Als Zeichen des Dankes für die Zeit und Mühe, welche der genannte Herr hierfür ausgewcndet hatte, ließen ihm seine Zuhörer gestern durch die Herren Gertchtsschreiber Weber, Kimmel und Hilfsgerichtsschreiber Göbel und Langsdorf eine von dem Hofkalligraphen Göttmann kunstvoll ausgeführte Dank-Adresse in roter Ledermappe überreichen. Der auf diese Weise geehrte Herr Oberlandes- gerichtsrat Dr. Hangen war über dieses Zeichen der Verehrung hocherfreut und drückte seine Freude in beredten Worten der Deputation aus. 04538] Zum i. 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(Die Meldung klingt allerdings mehr als merkwürdig. D. Red.) — „Morning Post" wirft die Frage auf, ob Lord Roberts nicht zu alt und durch den jüngsten Verlust seines Sohnes nicht zu sehr angegriffen sei, um die schwierige Aufgabe, die ihm auferlegt ist, als Oberst-Kommandierender Eine Waschfrau sofort gesucht. 04550 Wäscherei an -en Bahnhöfen »r. 34. Cognac Jam. Rum IW Arrac alle Sorten Liköre, Pnnsch ■ Essenzen Weiß-, Rot- und Süd-Weine Lippold-Rohrplattenkofier Gewichts-Ersparnis 50 bis 60 pCt. Kin Kausvursche sofort gesucht. 8793 Möbelfabrik Brück. Koffer, Reise-Effekten und ff. Lederwaren Schulranzen, Schlittschuhe und Portefeuille-Waren Jagdgerätschaften, Waffen und Munition ugust Kllbinger Seltersweg 19. Telephon 78. Reichhaltigste Auswahl gediegener zu erstatten. Gießen, den 18. Dezember 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Wie«, 19. Dezember. Aus Hofkreisen hört man, daß ... Vermählung der Kronprinzessin - Witwe Stephanie mit dem Grafen Lonyai nicht stattfinden Bekanntmachung. Seit.: Die Erhebung der Beiträge sllr die Invalid»«». und altere- Versicherung. Wegen der mit dem 1. Januar 1960 eintretenden Neureguliemng bet Einkünfte der Versicher ung-anstalten au» Beitragsmarken müssen alle biS Ende dieses Jahres noch fällig werdenden Berftcher- «ugsbeiträge alsbald eingezogen und besonders abgerechnet werden. Die Bstträge für die bei uns angemeldeten Versicherten sind z. ZI- bis elnschließlich den 19. November l. I. erhoben; für den Rest des laufenden Jahres wären solche sonach noch für 6 Wochen zu entrich en. Wir werden deshalb Anfangs Januar k. I. die Beiträge entgegen der seitherigen Hebung nicht für 4 Wochen, sondern ausnahmsweise für 6 Wochen, d. i. für den Rest des Jahres vom 20. November bis 31. Dezember 1899, durch unseren Kassenbotcn Schwan erheben lasten. - Nach dieser Zeit geschieht dies dann wieder von 4 zu 4 Wochen Um die Erhebung für alle bis Ende dieses Jahres noch fällig «erdenden Beiträge alsbald nach Jahresschluß ermöglichen zu können, werden alle diejenigen Arbeitgeber, bei welchen noch ein Wechsel oiur eine Annahme von neuem Personal in fragt Zeit stattfindet, hiermit zugleich aufgefordert, die An. und Abmeldung möglichst sofort, jedenfalls aber binnen der vorgeschriebenen dreitägigen Frist, bei Meidung von Strafe Zu Weihnachtsgeschenken geeignet. 8740 Zwei Darnen-Fahrräder lehr billig zu v erkaufen^ Wilh^Ziegler^Bahnhofstr.24. in Südafrika erfüllen zu können. Lord Roberts wird innerhalb 18 Stunden London verlassen und sich nach Afrika einschifsen. A . — Hebet die Gährung in der Kap-Kolonte laufen im Kriegsamte fortwährend bedenkliche Nach, richten ein. Die Nachricht von der Niederlage Bullers hat fich mit unglaubli chcr Schnelligkeit in der ganzen Kap-Kolonie verbreitet, und die Hollander machen keineuHehl aus ihren Symp athien fnr dieBuren. Der Ausbruch der Revolution wird erwartet. — Aus Washington wird gemeldet, daß die -vereinigten Staaten mit den Großmächten Europas an- zuknüpfen beabsichtigen, um England die Vermittelung zur Beilegung des Krieges anzubieten. m — Minister Goschen sagte in einer Rede, die er im hiesigen Freiwilligen Hauptquartier hielt, die Freiwilligen dürften sich noch wertvoll erweisen bei den Operationen in Südafrika, welche, was auch kommen möge, erfolgreich zu Ende geführt werden müßten. Er spreche nicht als Alarmist, aber die Bemannung eines jeden Kriegsschiffes müsse für alle Eventualitäten bereit sein. — Wie gemeldet wird, sollen diese Woche weitere 1000 Mann Reiter und Artillerie nach dem Kriegsschauplätze abgehen. — Ein Telegramm aus Namoport an die „Daily Mail" berichtet, daß gestern die Buren zwei Geschütze auf dem Val-Kopje aufgestellt haben. Die Engländer mußten sich zurückziehen, da ihre Geschütze nicht soweit reichen. — Der Korrespondent des Blattes „Echo" telegraphiert seinem Blatte, die indischen Soldaten beklagten sich lebhaft über die ihnen seitens d er englischen Behörden widerfahrene Behandlung. — Die indischen Reiter werden beschuldigt, auf Ambulanzen geschossen zu haben. Paris, 19. Dezember. In hiesigen militärischen Kreisen ist man der Ansicht, daß England im Notfälle, wenn es em- sieht, daß die Buren auf dem Wege durch die Kap-Kolome und Natal nicht zu bezwingen find, die portugiesische Neu- Eit Gummischuhe prima (Qualität, billigst bei 8791 Fh. 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Bekannt gemacht: 8774 Neid hart, Gerichtsschreiber. Keknnntmachung. In das Genostenschaftsregister unterfertigten Gerichts wurde bezüglich der Spar- und Leihkaste Großen- Buseck e. G. m. u. H. eingetragen, daß laut Beschluß der General- Versammlung vom 13. November 1899 an Stelle der zurückgetretenen Vorstandsmitglieder Wilhelm Schmidt III. und Balthasar Stephan zu Großen- Buseck neu gewählt worden sind: zum Kontrolleur Balthasar StephanlV. daselbst und zum Rechner Anton Schmidt daselbst. Gießen, am 11. Dezember 1899. Grobherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen. 8782 die Gntsnttwaltnug Winnerod. Täglich frische Milch. "WL 04540__________Chr. Haubach I. Wachstuch, Ledertuch, Unterlagestoss «. s. w. empfiehlt 04544 H. Wallach, Seltersweg 62. Korb-Sessel in großer Auswahl, empfiehlt billigst 8792 Fh- Schlatter- üULXlUOOULXJUUlMftroC Freude macht es jedem Raucher, 8676 wenn er unter dem Weihnachtsbaum auch ein Kistchen Cigarren vorfindet. 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