ember: 8818 •nzert J 6610 lda di Pratola 8nzo Pupilla, l6r ®ndolPha SaoM.) 50 Pfg. Zurück. ! iro 18. Zkchvdn. Sander, danlage 7, L. Ttock. ndefsslßuke ch a. M., Äaiferfira&e 19. ie.) hr.-sreiwill. Heeresdienst giltig, individurüe BehaMnntz. Än« ■t Trsvtge. Prchckr sendet der W. Schlottmann. tttai. ierrichts: 6617 ‘ptember. >en Landarbeiten , sowie in rrl null SlMchlti ifc i-ao/age 7, 1. Stock. iBerein. tzierhesskn. i ewtW«8 W* ng. ,„g 6® 13. <* ter dir Sejeidrttung: J-rein leim «lieta |u m« »«* er, °beud» »'!' ** lersainnilung SL'S-'S 6630 im. ^^Ä^tadlverordn^ degnng1' „ lrtlk /uiswärtigen m Ml>h" rchohlaS" 8e 1 ;3 Atzt 6700 «r b* W * jjicU^s> (oks- jejuwi 9°” 0 c&ft# vor f,D Nr. 221 Erstes Blatt Mittwoch den LV. September 1809 -rscheimt Wifi* mit UuSnahm« de« Montstß». Di« Gießener werden dem Snjeiger wöchentlich viermal brigtkgL Gießener Anzeiger Mezugspret, vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,, monatlich 75 Pfß. mit Bringerloh». Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. Annahme »en Nnzeigen zu der nachmittags für d« ffvlgeadm La, erscheinenden Nummer bi» vor«. 10 Uhr. General-Unzeiger Alle Anzeigen-BermittlungSstellen de» In« und AuSlaadeL nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger tntgey». Anrts- und Anzeigeblntt für den Ttreis Gieren. Nedaktion, Expedition und Druckerei: Z4»kfiraße Ar. 7. Gratisbeilagen: Gießener Famitienblätter, Der hestlsche Landwirt, Klätter für hessische Volkskunde. ' ' J - ! '■ MB Adresse für Depeschen: Anzeiger chietzS». Fernsprecher Nr. 51. Abonnements - Einladung. Zum Bezug des „Gietzenev Anzeiger" für das 4. Vierteljahr 1899 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer, den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntnis seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- Bureaus sowie zahlreiche Mitteilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter m allen Orten Oberhessens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unseres engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeitig wie möglich zur Kenntnis seiner Leser zu bringen, desgleichen werden die Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im lokalen Teile des Anzeigers erfahren. Den Interessen der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirtschaft wird der Anzeiger weiterhin durch eine landwirtschaftliche Beilage Rechnung tragen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hauswirtschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ms weitere Beigabe erhalten die Leser die Blätter für Hessische Volkskunde. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Die „Gießener Familienblätter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4mal (Dienstags, Donnerstags, Samstags und Sonntags) beigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unterhaltungsstoff aus dem Gebiete des Familienlebens und der Hauswirtschaft bringen, und somit namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. ausgeben zu sollen. Ueuhinjutretende hiesige Abonnenten erhalten vom Tage der Hesiellung bis 30. September den Anzeiger kostenfrei Angestellte wie wir auch gerne bereit sind, Probe- )kunmern nach auswärts postftei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements betrag durch Quittung erheben lasten, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtungsvoll Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- a. Steindruckerei (Pietsch Erben). Hmtliche^Teil. Bekanntmachung. Nachdem unter dem Viehbestand zu Rebgeshain, Kreis Schotten, die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, ist über die verseuchte Gemarkung die Sperre angeordnet worden. Unter dem Viehbestand zu Gedern, Kreis Schotten, ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt und Gehöftsperre verfügt worden. Nachdem in einem Gehöfte zu Ermenrod, Kreis Alsfeld, die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, ist über dieses Gehöft die Sperre verhängt worden. Die Maul- und Klauenseuche ist in zwei weiteren Stallungen in Zeil bach, Kreis Alsfeld, ausgebrochen und Gemarkungssperre verhängt worden. Im Gehöft des Ackermanns Johannes Cloos ll. zu Leidenhofen, Kreis Marburg, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. In Erda, Kreis Wetzlar, ist in einem Gehöft die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet worden. Ueber Steindorf, Kreis Wetzlar, ist wegen größerer Ausdehnung der Seuche die Gemarkungssperre verhängt worden. In Dillheim, Kreis Wetzlar, ist diese Seuche erloschen. Gießen, den 16. September 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ____________________v. Bechtold.___________________ Der sozialdemokratische Parteitag. Der im nächsten Monat stattfindende sozialdemokratische Parteitag verspricht, nach den „N. H. V.", einen ganz besonders bewegten und interessanten Verlauf zu nehmen, denn vielleicht noch niemals sind die Gemüter innerhalb der Sozialdemokratie so erhitzt gewesen als zur Zeit, und alle Bemühungen der sozialdemokratischen „Beschwichtigungs- Hofräte" werden es nicht verhindern können, daß die zornentbrannten Geister auf dem Parteitag mit aller Heftigkeit auf einander platzen. In der letzten Zeit hat sich innerhalb der Sozialdemokratie, deren Einigkeit schon auf den letzten Parteitagen nicht ohne Mühe aufrecht erhalten wurde, der Konfliktsstoff in bemerkenswerter Weise gehäuft. Wir sind nicht optimistisch genug zu glauben, daß der vorhandene Konfliktsstoff hin- reiche, die sozialdemokratische Partei auseinanderzusprengen. Die Fragen des Programms und der Taktik mögen zu noch heftigen Kämpfen innerhalb der Sozialdemokratie führen, an der Haltung der Partei gegenüber den anderen Parteien, gegenüber der bürgerlichen Gesellschaft und dem Staatswesen wird dadurch zunächst keine Aenderung eintreten. Sind wir somit keineswegs geneigt, die Bedeutung dieser inneren Kämpfe in Bezug auf die Haltung der Sozialdemokratie zu überschätzen, so ist doch andererseits die Erkenntnis nicht von der Hand zn weisen, daß die Kämpfe die aggressive Kraft der sozialdemokratischen Partei notwendig schwächen und somit den bürgerlichen Parteien die Abwehr und die Bekämpfung der sozialistischen Gefahr erleichtern müssen. Aus diesem Grunde verdient der innerhalb der Sozialdemokratie ausgebrochene Familienzwist, der auf dem Parteitag zum Austrag kommen soll, aufmerksamste und sorgfältigste Beachtung. Die Ursachen zu dem sozialdemokratischen Familienzwist sind mannigfaltiger Art. Eine lebhafte Debatte wird sich auf dem Parteitag um die schon vorher so viel erörterte Frage der Verelendungstheorie erheben. Diese Theorie, der zufolge in der „kapitalistischen Gesellschaft" die Massen notwendig einer unaufhaltsamen Verelendung anheim fallen müffen, ist bisher das unantastbare Paradestück des sozialdemokratischen Programms gewesen. Zwar die Wissenschaft hat längst bewiesen, daß diese Marx'sche Theorie ein vollkommener Trugschluß ist. Die Zahlen der Statistik sprechen deutlicher als alle Brandreden der sozialdemokratischen Agitatoren, und diese Zahlen der Statistik lehren uns, daß das Einkommen und der Wohlstand der Massen sich in der modernen „kapitalistischen" Wirtschaftsordnung in ganz ungeahnter Weise gehoben haben. So lange die Wissenschaft und die Zahlen der Einkommensteuer diese Thatsache bewiesen, schwieg die Sozialdemokratie, aber sie dachte nicht daran, dieses wertvolle Paradestück der Massenverarmung aus ihrem Programm zu entfernen. Seitdem aber eine der wissenschaftlichen Leuchten der Sozialdemokratie, der als Autorität anerkannte „Genosse" Bernstein, die Verelendungstheorie für einen absurden Unsinn erklärt hat, der den Thatsachen ins Gesicht schlage, seitdem ist der Kampf um diesen Punkt des Programms auf der ganzen Linie entbrannt, und er dürfte seinen Höhepunkt auf dem Parteitag erreichen. Die „unentwegten Genossen" erachten die Verelendungstheorie als ein unentbehrliches Agitationsmittel und sie haben nicht übel Lust, dem Genossen Bernstein den Stuhl vor die Thür zu setzen, aber die Anhänger Bernsteins sind nicht minder kriegerisch gesinnt. Man wird darauf gespannt sein dürfen, ob der Parteitag die Massen für elend oder für nicht elend erklären oder ob er diese Frage nicht zur Parteisache machen wird. Noch heftigere Kämpfe dürften sich zwischen den preußischen und den bayerischen Genossen erheben, auf welche letzteren besonders die „schneidigen Berliner" stark erboßt sind, da sie das Zusammengehen der bayerischen Genossen mit dem Zentrum bei den Landtagswahlen als eine schwere Sünde wider das Parteiprogramm erachten. Schon auf den letzten fünf Parteitagen ist es zu recht kräftigem Meinungsaustausch zwischen den Norddeutschen und den Süddeutschen gekommen, woran zumeist die Agrarfrage schuld war. Diesmal aber wollen die Berliner den Bayern gründlich heimleuchten, und da diese entschlossen sind, sich von Berlin aus weder kommandieren noch schurigeln zu lassen, so darf man sich auf recht gründliche Auseinandersetzungen gefaßt machen. Die Position der norddeutschen Genossen wird aber dadurch geschwächt, daß unter ihnen selbst Zwietracht und Hader herrscht. Die Genossen Schippel und Heine, denen man in Bezug auf nationale Fragen nicht mehr traut, ist bereits vorgeworfen worden, daß sie Sozialdemokraten in „Lackstiefeln" seien, und selbst dem Parteihäuptling Bebel wird zum Vorwurf gemacht, daß seine Stellung zu den Agrar- und Militärfragen nicht mehr den „hehren Prinzipien der Sozialdemokraten" entspreche. Den Standpunkt der'Unentwegten werden in erster Linie, wie schon auf dem vorigen Parteitag, der Parteioberhäuptling Liebknecht und die zwei Repräsentantinnen des zarteren Geschlechts, Frau Zetkin und Fräulein Luxemburg vertreten, welche beide für die Revolution „im Heugabelsinne der Gewalt" schwärmen. Daß an der Spitze der „revolutionären Genossen" zwei Vertreterinnen der holden Weiblichkeit marschieren, ist charakteristisch genug, und der zahmere Genosse Auer traf das Richtige, als er auf dem letzten Parteitag an dem Ideal der politischen Emanzipation der Frau irre wurde und mit einem entsetzten Blick auf die beiden erwähnten holden Genossinnen ausrief: „Was soll da erst einmal werden, wenn das frei und gleichberechtigt ist!" Jules Guerin, der,,Held des Forts Chabrol." Paris, 15. September. Man sagt, daß die Regierung doch endlich der Komödie, die Jules Guerin, der „Held des Forts Chabrol", mit ihr aufführt, müde, und ihr mit dem Sturm auf das „Fort" ein Ende zu machen entschlossen sei. Da ist es an der Zeit, sich die Person des Rebellen, der mitten in Paris mit einer Handvoll Leute nun über einen Monat schon mit Frankreich sich im Kriege befindet, etwas näher anzusehen. Die „Droits de l'Homme" widmeten ihm im Oktober vorigen Jahres eine Biographie, die folgendes feststellte: Jules Guerin ist am 14. September 1860 in Madrid geboren und verlebte dort seine Jugend. 1876 nahm ihn der Eigentümer der „Socißte des huiles de Colombes“ Namens Mallet in seine Dienste. Er gewann mit der Zeit dessen Vertrauen und wurde 1885 Direktor dieser Gesellschaft für das Personal- und Rechnungswesen. Kaum hatte er auf diesem Posten sich einen genauen Einblick in die Bücher und den Gang des Geschäfts verschafft, als er sich mit zwei Hamburger Kaufleuten namens Meßner und Ackermann in Verbindung setzte und ihnen Vorschläge zur Begründung eines Jmporthauses für ausländische Oele in Frankreich machte, indem er ihnen aus den Büchern Mallets die Ertragfähigkeit dieses Unternehmens nachwies. Ohne letztern zu benachrichtigen, verschwand er eines Tages selbst nach Hamburg und kehrte von dort mit einem Kontrakte in der Tasche zurück, womit er seinem früheren Chef gegenüber die Oeleinfuhrgesellschaft Meßner, Ackermann u. Cie. gründete. Jener strengte gegen Guörin eine Klage an, und Gusrin wurde am 5. Januar 1888 zu 5000 Fr. Strafe wegen unlauteren Wettbewerbs und Vertrauensbruchs, begangen durch die Auslieferung der Geschäftsbücher, verurteil!. Meßner, Ackermann u. Cie. machten schlechte Geschäfte. Eines Tages bemerkten die beiden Hamburger mit Erstaunen, daß die Firma 200,000 Fr. Fehlbetrag hatte. Sie forderten von Guerin Rechenschaft, dieser zeigte sich über diese Forderung aber so beleidigt, daß er ihnen seine Zeugen sandte, sie aufzuspießen drohte und das ganze Viertel gegen sie, die Juden und Prussiens, in Bewegung setzte. Diese schwiegen darauf still und gaben die Sache auf. Guerin fand zwei neue Dumme, die mit ihm die Firma Verdier, Caen und Guerin für den Verkauf amerikanischen Petroleums gründeten. Moises Caen traute aber bald den Dingen nicht und verlangte, daß man eine regelrechte Rechnungsführung aufstelle. Das faßte Guerin als einen Zweifel an seiner Ehrenhaftigkeit auf, und er drohte Caen, ihn in Stücke zu schneiden, wenn er noch einmal derartige Zweifel ausdrücke. Caen zog darauf vor, sich mit Aufgabe seines Anteils zurückzuziehen und die Firma lautete nun Verdier u. Guörin. 1888machte sieBankrottmit 370,000Fr.Passiven. Die Gläubiger erhielten drei Prozent. Verdier hatte 400 000 Frcs. bei der Sache eingebüßt. Als er bei dem Zusammenbruche Guerin heftige Vorstellungen machte, zog dieser einen Dolch aus der Tasche. Verdier griff zu einer Axt und schwang dieselbe. Da zog sich Guerin zurück und schickte eine Stunde später seinem ehemaligen Geschäftsteilhaber seine Zeugen. Man glaubte nun Guerin geschäftlich vollständig ab- gethan. Zum großen Erstaunen seiner Bekannten erschienen aber November 1888 im Handelsblatt die Satzungen der „Compagnie Fran^aise des petroles de Libusza Jules GuSrin et Cie., 3 Cite Trevise“. Guörin hatte neue Kommanditäre mit einer Einlage von 400 000 Frcs. gefunden, zu denen er seine „technischen Kenntnisse" beibrachte. Beim Jahresschluß verabredeten die Kommanditäre mit Guerin eine Durchsicht der Bücher und Bestände auf den 31. Dezember. Daraus wurde aber nichts. Denn am 30. Dezember, abends gegen 11 Uhr, brach in den Bureaus der Firma Feuer aus, das die Rechnungsbücher zerstörte. Die Polizeibehörde verhaftete Guerin wegen Verdachts der Brandstiftung, ließ ihn aber auf Verwendung der Abgeordneten Similin und Naquet nach 24 Stunden wieder los. Die Versicherungsgesellschaft „La Commerciale" weigerte sich, eine Entschädigung zu zahlen, und Guerin, der nominelle Inhaber der Versicherung, zog daraufhin den Verzicht einer Klage vor. Die Firma Guerin u. Cie. machte am 26. September 1889 Bankerott ohne einen Centime Activum. Sechs Monate später hatte Guerin ein neues Unternehmen zu stände gebracht, die Firma „Madelin u. Augu, Direktor Jules Guerin", ebenfalls wieder für den Verkauf amerikanischen Oels. 1892 war auch sie ruiniert. Zwischendurch hatte er auch noch mit einem gewissen Bernhardt die Firma „Bernhardt u. Cie." gegründet für den Betrieb raffinierten Oels. Sie ging schon nach sechs Monaten in die Brüche mit einem Verlust von 150 000 Franks für Bernhardt. Da lernte Guörin im August 1892 den bekannten Antisemitenhäuptling Marquis de Morös kennen, der ihm einen jungen Mann Namens Roblin zuführte. Dieser hatte gerade einen Teil seines Vermögens in die Hände bekommen, und so gründete Guerin mit ihm die „Gesellschaft Gebr. Guerin u. Cie." für den Verkauf von Mineralölen und Alkohol. Jules Guerin übernahm die Leitung des Geschäfts, dessen Erfolg er so glänzend schilderte, daß er auch Roblin Vater bewog, daran teilzunehmen, indem er die Wechsel des Hauses eskomptierte. Als er für 300 000 Franks Wechsel eskomptiert hatte, ohne daß entsprechende Warensendungen erfolgten, drang er im eigenen und seines Sohnes Interesse auf Anstellung eines besonderen Rechnungsführers. Guärin willigte ein, jagte aber bald den ersten und noch vier andere Rechnungsführer zum Teufel. Als Guerin schließlich auch noch einen auf Antrag Roblins für ihn gerichtlich bestellten Bevollmächtigten bei dem Versuche, an die Bücher zu gehen, halbtot geprügelt und zur Thür hinausgeworfen hatte, wurde auf Antrag des Geschäftsteilhabers die Firma gerichtlich aufgelöst und ein Liquidator zur Vermögensaufstellung eingesetzt. Guärin verweigerte diesem zunächst den Eintritt in die Geschäftsräume. Als er ihn schließlich einließ, fand der Liquidator, daß er vor den kahlen Wänden stand. Roblin klagte nun gegen Guerin wegen Betrugs, Diebstahls und Hinterziehung sozialen Vermögens; die Staatsanwaltschaft machte dem Kläger aber soviel Schwierigkeiten und Einwände, daß er, der Sache überdrüssig, sie nicht weiter verfolgte. In ähnlicher Weise legte Guerin 1895 einen Kaufmann mit 45 000 Franken hinein, mit dem er die Firma G. Haranchipy u. Cie. begründete. Sie endete nach kurzer Zeit wie die übrigen, hatte aber hier nur noch das Nachspiel, daß nicht nur der Geschäftsinhaber die Betrugsklage gegen Guerin anstrengte, sondern auch die Angestellten der Firma gegen ihn wegen Unterschlagung ihrer Gehälter klagten. Allerdings blieben auch ihre Klagen ebenso erfolglos wie die vorhergegangenen. Die Droits de l'Homme bezeichnen diese Erfolglosigkeit als eine Seltsamkeit, für die sie keine andere Erklärung als persönliche Beziehungen und Einflußnahme zugunsten Guerins haben. Jedenfalls ist es eine Thatsache, daß das Blatt diese Biographie Jules Guerin im Oktober v. I. ausgestellt hat, ohne daß dieser darauf mit einer thatsäch- lichen Widerlegung noch mit einer Klage geantwortet hat. Am 26. Juni 1896 machte Guerin zum letzten Mal Bankrott. Dann warf er sich auf die Politik als der allzeit zum handfesten Eingreifen bereite Schildknappe Drumonts. In frischer Erinnerung ist noch, wie er am Tage der Kammereröffnung im Oktober v. I. einen Polizeikommissar auf der Place de la Concorde mit dem Knüppel niederschlug, auf die Zeugenaussagen seiner Freunde hin aber freigesprochen wurde. Drumont stellte ihm in der Verhandlung das Zeugnis aus, daß er ein „braver Mann, ein harmloser Riese sei, unfähig, jemand etwas Uebles zuzufügen". In Paris lebt man schnell, furchtbar schnell. Die Biographie der Droits be l'Homme haben die Pariser längst vergessen. Sie sehen jetzt nur in Guerin den Helden, der mit seiner Schar tapferer Getreuen todesmutig seinen Gegnern trotzt, und sind auf dem besten Wege, sich für ihn wie für einen modernen „Ritter ohne Furcht und Tadel" zu begeistern. Seine Freunde und politischen Gesinnungsgenossen verlangen schon jetzt, daß der Staat mit ihm wie mit einer Macht verhandle, ihn gleichsam nach den Regeln des Völkerrechts als Kriegführenden ansche und ihm wegen seiner heldenhaften „Verteidigung" einen ehrenvollen Abzug und Frieden bewillige. Das fehlte nur noch. Rach der feierlichen Entthronung des Rechts auch noch die Karikatur des Rechts! Das Kriegsgericht von Rennes und das „Fort Chabrol", wahrlich, was bleibt der Republik und der bürgerlichen Gewalt noch übrig, wenn sie auch vor Guerin kapitulieren wollte? (K. Z.) Klckslrs Provinzielles. Gießen, den 19. September 1899. ** Ruhestandsverfetzung und Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. September den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Zwingenberg, Geheimen Justizrat Wilhelm Winter, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, mit Treue und Eifer geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 15. Oktober d. I. in den Ruhestand zu versetzen und demselben aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. •* Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 26. August dem seitherigen Gemeindeeinnehmer Gotthard Scherrer zu Wölfersheim das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. *• Ernennung. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. September den Direktor der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß - Umstadt, Dr. Dersch, zum Direktor der Oberrealschule zu Darmstadt zu ernennen. ** Personal-Veränderungen in der hessischen Feldartillerie v. Beck, Oberstl. und Abt.-Kom. im Großh. Hess. Feldart.- Regt. 25, zum Kom. des 1. Bad. Feldart.-Regt. 14 (Karlsruhe) kommandiert. Jacobs, Hptm. im Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25, als Bat.-Chef zum 2. Wests. Feldart.- Regt. 22 (Münster) kommandiert, v. Brandts, Oberlt. im Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25 in das 2. Hannov. Feld- art.-Regt. 26 (Verden) versetzt. Völckers, Lt. im Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25 in das Feldart.-Regt. 35 (Graudenz) versetzt. H eer, Oberstlt. und Abteil.-Kom. int Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25 als Kommandeur des Feldart.-Regts. König Karl (1. Württemberg.) 13 kommandiert, v. Zangen, Oberlt. und Adjutant im Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25 zum Hauptmann befördert. — Friede Zeugfeldwebel beim Art.-Depot in Neiße, zum Art.-Dep. in Darmstadt versetzt. — Strelow, Zeug-Oberlt. beim Art.-Depot in Darmstadt, unter Ernennung zum Verwalter des Filial-Art.-Depots in Freiburg in Baden, zum Art.-Depot in Neubreisach versetzt. •• Kaiserpreis für das beste Schießen. Die uns aus sonst sehr zuverlässiger Quelle gewordene Mitteilung, daß heuer die 10. Kompagnie vom Regiment Nr. 117 den Kaiserpreis für das beste Schießen im Armeekorps bekäme, war eine irrige. Nach offizieller Mitteilung hat den Preis die 3. Kompagnie vom Regiment Nr. 116 errungen. Fürs beste Schießen der Feldartillerie hat ihn die 5. Batterie vom Nassauischen Feldartillerie-Regiment Nr. 27 bekommen, und bei der Fußartillerie das Regiment Nr. 6. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten. Versammlung, Donnerstag den 21. September 1899, nachmittags 31/, Uhr pünktlich. 1. Die Auslosung der zurückzuzahlenden Obligationen der Anlehen aus den Jahren 1893, 1894 und 1895. 2. Wirtschaftsplan für die Waldungen der Stadt Gießen für 1900/1901. 3. Gesuch der Heinrich Leib Witwe dahier um Verlängerung der Pachtzeit für von ihr gepachtete Triebviertel. 4. Baugesuch des Karl Schleenbecker für die Bleichstraße; hier: Dispens. 5. Desgl. des Julius Siesel für die Marktstraße; hier: Dispens. 6. Desgl. des W. Heß für die Brandgasse; hier: Dispens. 7. Desgl. der Gambrinus - Brauerei Butzbach für die Klinikstraße; hier: besondere Genehmigung. 8. Desgl. der Architekten Stein und Meyer für die Ostanlage; hier: Dispens. 9. Desgl. des Architekten L. Huhn für die Plockstraße; hier: Dispens. 10. Desgl. von Jughardt und Kockerbeck für die Wilhelmstraße; hier: Dispens. 11. Gesuch des Ehrenmitgliedervereins der Burschenschaft Germania zu Gießen um Fristerstreckung zur Erbauung eines Germanenhauses. 12. 'Erbauung von Brücken über die Wieseck im Zuge der Goethe- und Moltkestraße ; hier: Arbeitvergebung. 13. Errichtung neuer Pissoirs; hier: Vergebung der erforderlichen Erd- und Maurerarbeiten. 14. Pflasterung der Rodheimerftraße vom Bieberthalbahnhof bis zum Krof- dorferweg. 15. Die Bieberthalbahn; hier: Pflasterung zwischen den Schienen des Bahngleises in der Rodheimer- straße. 16. Benennung der Straßen der Stadt Gießen; hier: der Straße nach der Herberge. 17. Die Gemeinde- Hundesteuer; hier: Erhöhung derselben auf Grund des Gesetzes vom 12. August 1899. 18. Niederschlagung uneinbringlicher Posten. 19. Vergebung der Zinsen aus der Wilson-Stiftung. 20. Das Gewerbegericht; hier: Wahl der Mitglieder desselben bezw. Bestimmung der Wahlkommission. 21. Gesuch des Bruno Hoheisel um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Asterweg 12. 22. Desgl. des Ludwig Klein für das Haus Brandgasse 2. 23. Desgl. des Peter Leilich für das Hans Grünbergerstraße 117. 24. Gesuch des Albert Rahnefeld um Erlaubnis zum Wirt- schaftsbetrieb im Hause Schanzenstraße 2. 25. Desgl. des Johannes Gaub für das Haus Dammstraße 29. 26. Gesuch des Philipp Mootz um Erlaubnis zum Ausschank von Flaschenbier im Hause Neustadt 30. 27. Gesuch des Martin Steinmeyer um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Licherstraße 1. 28. Desgl. des Wilhelm Busch für das Haus Grünbergerstraße 47 (neuer Saal). 29. Desgl. des Gottlieb Nauheimer für das Haus Westanlage 21 (Neubau). 30. Desgl. des Johs. Gerlicher für den Trainiersaal und den Vorplatz bei dem Hause Nodheimerstraße 36. 31. Desgl. des Wilhelm Kupke für den Garten bei dem Hause Lud- wigsplatz 13. 32. Desgl. der Emilie Nebl Ehefrau für den Garten bei dem Hause Grünbergerstraße 48. 33. Desgl. des Wilhelm Pfeiffer für den Garten bei dem Hause Liebigstraße 71. *• Konzert. Das am gestrigen Abend in Steins Garten gegebene Konzert der italienischen Kapelle „Banda di Prato la* war verhältnismäßig sehr gut besucht. Der Wert der musikalischen Darbietungen wurde vom Publikum infolge der Bersaglieri(Phantasie-)-Uniform etwas überschätzt. Immerhin boten die Gäste das, was man sonst von unserer trefflichen einheimischen Militärkapelle gewöhnt ist. Mas- cagnis Bauernehre war der Kapelle naturgemäß sehr vertraut, und so fand diese Piece auch — eine von Blasinstrumenten nicht so leicht gut durchzuführende Arbeit — reichen, wohlverdienten Beifall. Unsere, als Zugabe ein- gefügte Nationalhymne schien den Italienern etwas fremb zu sein; sie klang mehr choralmäßig und im Tempo langsamer, als wir Deutsche sie durchschnittlich herausgeben. Eines wollen wir der Banda di Pratola aber nachrühmen: Takt besaßen sie nicht nur in ihrer „Arbeit", sie hatten ihn auch im ganzen Auftreten, und das imponierte dem aus den besten Kreisen zusammengesetzten Publikum sichtlich. Auch in diesem Sinne ist es zu bedauern, daß die „fahrenden Musikanten" ein zweites Konzert nicht veranstalten. ** Die AcetylenApparate-Fabrik Gießen, R. Welko- borsky, welche auch dieAcetylen-Zentral-Anstalt in unserer Nachbargemeinde Großen-Linden eingerichtet hat, ist zurzeit bereits mit der Ausführung einer zweiten Gemeinde-Zentrale für Acetylenbeleuchtung beschäftigt. Die Gemeinde Daaden, Westerwald, läßt durch genannte Firma auf ihre Kosten eine Anlage Herstellen. Das Rohrnetz in Daaden hat eine Gesamtlänge von zirka 4000 Meter, 140 Privat-Anschlüsse mit rund zirka 600 Flammen — ohne die Straßenlaternen und die öffentlichen Gebäude, welch letztere auch noch Anschluß nehmen, sind bereits vorgemerkt. Die Anlage soll mit dem 1. November l. I. bereits in Betrieb sein ** Stadttheater. Der neue Theaterspielplan für 1899/1900 gelangte gestern zur Ausgabe. Derselbe weist im Personalverzeichnis die stattliche Anzahl non24 darstellenden Mitgliedern auf; auch verzeichnet derselbe neben guten älteren Werken sämtliche gangbaren Novitäten ernster und heiterer Art. Hinsichtlich der Abonne- mentbedingungen tritt insofern eine Aenderung ein, als zu Anfang der Saison ein 30 Billets enthaltender Abonnementblock zur Ausgabe gelangt, welcher für die ganze Dauer der Saison Giltigkeit hat. Es steht den Abonnenten frei, den Abonnementbetrag in zwei Raten zu zahlen, und wird dann die zweite Rate Anfang Januar erhoben. Die Preise der Abonnement- und Tagesbill ets sind dieselben wie im vorigen Jahre. Es wird hierbei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sogenannte Vereinsbillets zum Preise der Abonnementkarten nicht mehr ausgegeben werden. — Um also Preisermäßigung beim Besuch der Vorstellungen zu erlangen, empfiehlt es sich, die Abonnementliste, welche in den nächsten Tagen zirkuliert, recht fleißig zu benutzen. Die Subskription auf 30 Abonnementbillets berechtigt außerdem die Abonnenten, sich einen bestimmten Platz für die Dauer der Saison reservieren zu lassen. ** Polizeibericht. Zwei beschäftigungslose fremde Arbeiter, welche sich gestern vormittag in angetrunkenem Zustande auf der Rodheimerstraße dahier Herumtrieben, und dortfelbst die Passanten in unanständiger Weise belästigten, sowie Sachbeschädigung begingen, wurden verhaftet. — Eine Kelllnerin aus einer Restauration der Hammstraße trieb sich vergangene Nacht gegen 2 Uhr in stark angetrunkenem Zustande in hiesiger Stadt umher. Da dieselbe weder ihre Wohnung auffinden, noch angeben konnte, wurde sie im Haftlokale untergebracht. Darmstadt, 18. September. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin von Rußl and werden zum Besuch am Großherzoglichen Hofe Ende dieser Woche erwartet. Darmstadt, 18. September. Seine Durchlaucht der Prinz und Ihre Großherzogliche Hoheit die Prinzessin Ludwig von Battenberg nebst Prinzessinnen-Töchtern Alice und Luise und dem Prinzen Georg waren gestern zum Luncheon bei den Allerhöchsten Herrschaften auf Jagdschloß Wolfsgarten. Ihre Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin von Rumänien sind von Wolfsgarten wieder abgereift. Mainz, 18. September. Am Samstag traf eine Mainzer Familie, die seit Jahren in Johannesburg wohnte, hier ein, um so lange zu warten, bis wieder Ruhe und Frieden im Lande der Buren eingetreten ist. Vermischtes. * Berlin, 17. September. Die Entdeckung Gönczis ist, wie weiter berichtet wird, einem österreichischen Kommis zu danken. Dieser Mann hat den Mörder erkannt und rekognosziert. Er ist auf die Spur gebracht worden durch den Steckbrief und die Photographie, welche auf dem österreichischen Konsulat in Rio ausgehangen haben. Gönczi und seine Frau bestritten zuerst, daß sie die Gesuchten seien. Aber sie sind überführt worden durch den großen weißen Wolfsspitz Butzi, welchen sie aus Berlin mitgebracht hatten. In die Enge getrieben, gaben sie vor dem deutschen Konsul Wever zu, daß sie die Verfolgten sind. Sie leugneten jedoch beharrlich, die Thäter zu fein. Weitere Recherchen ergaben folgendes: Gönczi und Frau nannten sich Josef und Anna Foenze. Sie sind im November 1897 unter diesem Namen von Antwerpen aus mit dem Dampfer „Mainz" vom Lloyd nach Brasilien gekommen. Sie ließen sich zuerst in der Stadt Sao Paulo nieder, wo sehr viele Deutsche wohnen. Da sie sich dort nicht sicher fühlten, gingen sie nach Rio de Janeiro. Dort betrieb Gönczi einen Hausierhandel mit Fleischwaren, wobei ihm seine Frau half. Es ging ihm aber schlecht, er war immer in Geldverlegenheit. Daher versetzte er vor einiger Zeit seine Uhr bei dem erwähnten Kommis. Dieser Mann erinnerte sich später an Gönczi, als er fein Bild aushängen sah. Hierdurch wurde die Ermittelung herbeigeführt. Der Kommis erhebt Anspruch auf die für die Ergreifung des Mörders ausgesetzte Prämie. Die Ehefrau Gönczis war, da sie der Gatte nicht ernähren ist in,b<Ä und c> » bD vor seine , (3 Äs*1 S wrübt w°'d°« J MM/ d-r« S'Ä ffAt» S!SÄ em Atelier ein,« Sluckaturarbeiten ZuWeselle. mhn Stock des Garten! einer Auswärterin MN ihn als einer habend geworden Jahreszeit entsprec acht Gehilfen. Z' hauerarbeiten auf traut. Auch dre i sein Werk Valet schaftliches Verhall Frau. Die Dan mittags auf Vera um bie Leiche zu richt über das trag auf das schmerzlic Leiche des Ermor Nach einer Verne! sie znValeniini g • Mm, 18 die Ergreifung Belohnung d1 Frankfurt, meldet aus Net Ehren des Er Prof. Wallot auch Offiziere t Zuckerkönig Spr Tann, (Rhö Frau Lange Don bei■ Mwibtfn un Zug überfahrt 1 Berlin, 19. meldet wird, ist Zollern" dortselb Berlin, 19. «achmittag kurz Wildparkstation Neuen Palais bi Berlin, 19. Ministers F Präsidenten t-Berl. Pol. Naci 'st gestern nach ' _ Berlin, 19. ¥ma meldet, (3teil y "4 D-s ®WemorMtl1 Nt d'-SM ffär < 19, । kte englische VOr’ Siebe Jen letzten Tao Wertet wurden ^8' 17?ros, feit 1.2M ÄS' ÄtlÄ Slft / «elf, 81 Hl Heß. 6741 SihlailMtkr Rogge« 6744 abzugeben bei (ihnpfchliiiuicn | Obstversteigerung. Freitag den 2L. September d. Js., vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde Watzenborn- Steinberg gehörige Gießen, den 18. September 1899. Großherzogliches Amtsgericht. Neuenhagen. versteigert werden. Zusammenkunft oberhalb Steinberg an der Grüningerstraße. Steinberg, am 18. Sept. 1899. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg Der Staatsprozeh in Frankreich. Paris, 19. September. Die Gallerten des Senats sind frühzeitig überfüllt. Kurz nach 2 Uhr eröffnet Fallwrer die Sitzung und verliest sofort das Dekret, welches die „haute cour“ einberuft, er erklärt das Staatsgericht für konstituiert. Nun wird die Namenliste verlesen, einige Senatoren fehlen. Nunmehr ordnet der Präsident die Einführung des Staatsanwalts Pernard an. Dieser betritt den Saal und beginnt sofort die Anklage zu verlesen. Nachdem der General-Prokurator seine Anklage verlesen, erklärt er, daß der Polizeipräfekt auf Grund der im Staatsstrafgesetzbuch vorgesehenen Artikel Haussuchungen und Verhaftungen habe vornehmen lassen, infolge deren die Untersuchung begonnen habe. Der Generalprokurator erwähnt, daß die begonnene Untersuchung Verbrechen des Komplottes und Attentats zu demZwecke,dieRegierungsform umzuändern,ergeben habe und daß diese Verbrechen in den Artikeln 87 und 89 des Strafgesetzbuch vorgesehen sind. Diesem Artikel zufolge besteht das Verbrechen des Komplottes, sobald der Beschluß gefaßt ist, zu handeln, oder so wie von zwei oder mehreren Personen eine Vereinbarung geplant worden ist. Der Prokurator stellt alsdann die Frage: Sind die Unruhen, welche sich im Februar dieses Jahres zugetragen haben dieselben, eines sofortigen Ergebnisses einer plötzlichen verbrecherischen Initiative gewesen, oder sind diese Unruhen in einem organisierten Zusammengehen zur Umänderung verbreitet worden? Ist der Beschluß in diesem bestimmten Ziele zu handeln, gefaßt worden zwischen den verschiedenen Angeklagten? zwischen Döroulede, Marcel Habert und einem oder mehreren Mitgliedern der Patrioten-Liga, zwischen Guerin oder einem oder mehreren Mitgliedern der Antisemiten-Liga, zwischen Dubuc und einem oder mehreren Mitgliedern der antisemitischen Jugend, zwischen Buffet und einem oder mehreren Mitgliedern der Royalisten? Ist derselbe Beschluß geplant worden zwischen diesen verschiedenen Gruppen? konnte, zuletzt Köchin in einem deutschen Kosthause in Rio. In diesem Wirtshause wurden beide verhaftet. • Berlin, 18. September. Ein Kapitalverbrechen ist in der heutigen Nacht verübt worden. Der im Hause Wilhelmstraße Nr. 118 wohnhafte Bildhauer Luigi Valentini, der 1854 in Novara (Italien) geboren wurde und seit länger als einem Jahrzehnt in Berlin lebt, wurde vor seiner Korridorthür von bisher unbekannten Personen überfallen, durch Schläge auf den Kopf getötet und seiner Barschaft beraubt. Die Leiche wurde von den Mördern später ins Klosett geschafft, wo sie gefunden wurde. Es wird angenommen, daß der Raubmord seitens solcher Leute verübt worden ist, welche die Lebensgewohnheiten des Unglücklichen, der eine größere Summe Geldes bei sich trug, genau gekannt haben. Der Thäter und seine Helfer werden in Zuhälterkreisen gesucht, da Valentini die Damen der Halbwelt stark begünstigte. Seitens der Kriminalpolizei sind 1000 Mk. Belohnung auf die Festnahme der Thäter ausgesetzt worden. — Bildhauer Valentini kam vor 14 Jahren aus Italien hierher und richtete in der Wilhelmstraße 118 ein Atelier ein, in dem er sich meist mit Anfertigung von Stuckaturarbeiten und Spiegelrahmen beschäftigte. Er war Junggeselle, wohnte auf dem genannten Grundstück im ersten Stock des Gartenhauses und'ließ sich sein Hauswesen von einer Aufwärterin versehen. Im ganzen Stadtviertel kannte man ihn als einen fleißigen Mann, der anscheinend wohlhabend geworden war. Er beschäftigte, je nachdem, der Jahreszeit entsprechend, die Aufträge eingingen, sechs bis acht Gehilfen. Zuletzt war ihm die Ausführung der Bildhauerarbeiten auf einem Neubau der Wilhelmstraße anvertraut. Auch die schönen Plafonds im Friedrichshof waren sein Werk Valentini unterhielt seit elf Jahren ein freundschaftliches Verhältnis zu einer in seinem Atelier beschäftigten Frau. Die Dame erschien im Laufe des heutigen Vormittags auf Veranlassung der Kriminalpolizei am Thatort, um die Leiche zu rekosnoszieren. Sie war von der Nachricht über das tragische Schicksal ihres langjährigen Freundes auf das schmerzlichste ergriffen und brach angesichts der Leiche des Ermordeten in krampfhaftes Schluchzen aus. Nach einer Vernehmung über die Beziehungen, in welchen sie zu Valentini gestanden, wurde Frau G. wieder entlassen. * Berlin, 18. September. Die Staatsanwaltschaft hat die Ergreifung des Mörders Valentini 1000 Mk. Belohnung ausgesetzt. * Frankfurt, 19. September. Die „Franks. Ztg." meldet aus New-York: In San Francisco hat zu Ehren des Erbauers des deutschen Reichstagsgebäudes Prof. Wallot ein Bankett stattgefunden, an dem auch Offiziere des deutschen Kreuzers „Geier" und der Zuckerkönig Spreckels teilnahmen. Tann, (Rhön) 17. September. Die 70 Jahre alte Frau Lange von Wendershausen legte sich auf die Schienen der Rhönbahn und ließ sich in der Nähe von Tann vom Zug überfahren. erwähnt hat, wonach bei ausweichender Antwort seitens der ] ü'oafrikanischen Republik die englische Regierung sich das Recht vorbehält, die Lage von einem neuen Standpunkte aus zu betrachten und eigne Vorschläge zu machen, um die endgiltige Erledigung herbeizuführen. Leipzig, 19. September. Die Meldung eines hiesigen Blattes, daß der Leipziger Hof-Photograph Per- scheid auf einem Ausfluge, den er von Schlesien aus nach dem russischen Grenzorte Bendin in Begleitung des Hütten-Direktors Richter unternahm, dort als Spion verhaftet worden sei, wird von den „Leipz. N. Nachr." heute bestätigt. Der Photograph hatte sich durch photographische Aufnahmen von Landschaftsbildern verdächtig gemacht. Vor dem Bezirks-Vorsteher klärte sich die Sache auf. Beide Herren wurden nach sorgfältiger Prüfung ihrer Papiere freigegeben und nach der Grenze geleitet. Budapest, 19. September. Am Sonntagabend haben 17 sehr tumultuöse Sozialist en-Versammlung en stattgefunden. Dieselben beschlossen, täglich Demonstrationen für das allgemeine Wahlrecht abzuhalten. Am nächsten Sonntag soll ein Demonstrations-Umzug und bei der Parlaments-Eröffnung eine große Massenkundgebung erfolgen. Belgrad, 19. September. Die Aussagen dreier Zeugen im Prozeß, und zwar eines ehemaligen montenegrinischen Offiziers, eines ehemaligen serbischen Offiziers und eines serbischen Beamten ergab, daß das Komplott gegen die Dynastie Obrenowitsch von Montenegro aus angezettelt war. Andererseits meldet die „Neue Freie Presse" aus Wien, die Regierung werde, wenn das Urteil zu streng ausfalle, eine diplomatische Aktion in Belgrad gegen dasselbe unternehmen. London, 19. September. Wie in Regierungskreisen verlautet, wird Präsident Krüger von einer europäischen Großmacht zum Widerstande aufgemuntert. Infolgedessen wird der am Mittwoch stattfindende Kabinettsrat bedeutend erweiterte Forderungen infolge eines Ultimatums beschließen. Neueste Meldungen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 19. September. Wie aus Swinemünde gemeldet wird, ist der Kaiser gestern abend mit der „Hohen- zollern" dortselbst eingetroffen. Das Wetter war stürmisch. Berlin, 19. September. Die Kaiserin ist gestern nachmittag kurz nach 6 Uhr aus Hubertusstock auf der Wildparkstation eingetroffen und hat sich alsbald nach dem Neuen Palais begeben. Berlin, 19. September. Die Ernennung des Ministers Freiherrn v. d. Recke zum Oberpräsidenten der Provinz Westfalen ist, wie die „Berl. Pol. Nachr." hören, nunmehr erfolgt, v. d. Necke ist gestern nach Münster abgereist. Berlin, 19. September. Wie der „Vorwärts" aus Pirna meldet, erhielten bei der gestrigen Reichstags- Nachwahl Fräßdorf (Soz.) 11300, Lotze (Antis.) 10447, Strohbach (Freis.) 1787 Stimmen. Einige Orte stehen noch auH, Das Resultat ist also: Stichwahl zwischen dem Sozialdemokraten und dem Antisemiten. Die Wahlbeteiligung war diesmal stärker als 1898. Berlin, 19. September. Nunmehr liegt der Inhalt der Antwort, welche die Burenregierung auf die letzte englische Note erteilt hat, in längerem Auszuge vor. Sie bestätigt die pessimistischen Angaben, welche in den letzten Tagen der vorigen Woche bereits darüber verbreitet wurden. Transvaal lehnt es ab, die Forderungen der englischen Regierung bedingungslos anzunehmen, sodaß der Fall gegeben erscheint, den die englische Note zum Schluß Das Hochwasser. Gmunden, 18. September. Seit gestern herrschen wiederum heftige Regengüsse. Die Situation ist dadurch wiederum sehr bedrohlich geworden. Halle a. d. S., 18. September. Das Hochwasser der Elbe bedroht die Wittenberger Elbanen. Seit heute stellen die umliegenden Ortschaften eine Standwache aus. Bei Bitterfeld hat das Hochwasser sämtliche Niederungen überschwemmt. 6747 A. Katz. Bekanntmachung. In das Firmenregister des unterfertigten Gerichts sind folgende Einträge vollzogen worden: 1. Joseph Seeler zu Gießen betreibt daselbst unter der Firma seines Namens seit 22. Juli 1899 ein kaufmännisches Geschäft. 2. Hugo Katz zu Gießen betreibt daselbst unter der Firma „Oberhessischer Schuhbazar von H. Katz" seit 20. April 1899 ein Geschäft mit Schuhwaren und allen einschlägigen Artikeln. 3. Wilhelm Schomber zu Gießen betreibt unter der Firma „Wilh- Schomber" seit Januar l. I. nur noch Handel mit Farbwaren und Zigarren en gros. 4. Karl Klebe zu Gießen betreibt daselbst unter der Firma „C. Klebe" seit 1. August 1893 Handel mit tierischen Abfällen. 5. Die seitens der Firma „H. Sch affstädt" in Gießen zu Berlin errichtete Zweigniederlassung ist aufgehoben und die dem Ingenieur Otto Spengler zu Charlottenburg erteilte Prokura erloschen. »- ft i? "S ' Stalienern .^8abe * ab itj fttutb hatola aber „ 1 d°S iupo» tttA ? Men, R. eite Rate Avftng $max mtmb und Tages- n vorigen Jahre. Es mf hingewiesen, daß so- m Preise der Abonnementen werden. - Um also r Vorstellungen zu erlangen, !mentliste, welche in den : fleißig zu benutzen. Die Mets berechtigt arlßndeni nmten Platz für die Dauer i. säflignngslose fremde ormittag in angetrunkntm • dahier hernmtrieden, unb tandiger Weife belästigten, , wradrn verhaftet. — NaratM btt hammstraße M 2 llhr in stark Stadt umher. Da dieselbe noch angeben konnte, wurde Kekanntmachung. Forderungen an den Nachlaß der Joseph Mannberger Witwe dahier sind bei Meldung der Nicht- berücksichtigung innerhalb einer Woche bei uns anzumelden. Gießen, am 16. September 1899. Großh. Amtsgericht. _______Neuenhagen. 6742 Kekanntmachung. Unsere untern 23. August 1899 bezügl. de» landw. Konsumvereins Trais a. Lumda erlassene Bekannt machung wird dahin berichtigt, daß nicht Heinr. Kehr II., sondern Heinr. Klein II. daselbst zum Direktor gewählt ist. Gießen, den 14. September 1899. Großherzogl. Amtsgericht Neuenhagen. telt zuerst,' bu^ den überfih^ ®0T § Mlw w't! ' W» “we* i, werpe" J ^en. ®M , immer " bei » ä'ä» Jia”11 (t,.h Ct«11 Ä0 0' gatte * iP" Stadt. Schlachthaus. Freibank. 6736 Hente und morgen: AsiM» 52 M Beerenweine Johanuisbeerenwein Heidelbeerenwein Stachelbeerenwein in vorzüglicher Qualität empfiehlt die Beerenweinkelterei: Fr. Leo Nacht, C. Herber Seltersweg 71. ■g" Bei größerer Abnahme äußerst günstige Preise. ”^85 6769 n Ihre Majestäten der on Rußland werden zu« Hofe Ende dieser Woche r. Seine Durchlaucht der che Hoheit die Prinzessin nebst Prinzessinnen-Tochlern nnren Georg waren gestekn chften Herrschchrnaus gSÄ K 3°^“" Jmen * ®itbtI ns-*. Der General-Prokurator schließt, daß diese Fragen zu be- ahen seien. Er begründet diese Ansicht an der Hand zahlreicher Telegramme und Briefschaften, die er vor dem Staatsgerichtshof verliest. Unter diesen Telegrammen be- inden sich mehrere Vertreter des Herzogs von Orleans in Paris und den Vertretern des Herzogs im Auslande. Nach dieser Erklärung wird die Sitzung geschlossen, und die Mitglieder verlassen den Saal, während der Vorsitzende erklärt, der Staatsgerichtshof werde sich in einer geheimen Sitzung weiter konstituieren. Die Tribünen werden nunmehr geleert. Drehfus. Weltansstellnng. London, 19. September. Kard in al Vaugh an mißbilligt in einem Briefe an die „Times" das Urteil von Rennes, weil dasselbe durch die gesammeltenZeugen- Aussagen nicht gerechtfertigt wird, protestiert aber auch gegen die Beschimpfung Frankreichs, solange das Urteil der höchsten Gewalt nicht unterbreitet ist. Lüttich, 19. September. 2000 Personen wohnten gestern abend dem hier abgehaltenen Protestmeeting gegen die Verurteilung Dreyfus' bei. Viele Redner ergriffen das Wort, und es wurde eine Tagesordnung angenommen, in welcher die Verbrechen des französischen Generalstabes äußerst scharf getadelt wurden. London, 19. September. Von 500 offiziell für die Pariser Meltaus stellung eingeschriebenen Teilnehmern haben im ganzen nur 17 abgesagt. Dagegen sind 140 neue Anfragen eingetroffen. London, 19. September. Hiesige Zeitungen melden, Labori und Frau Dreyfus seien in Falkestone eingetroffen, um Wohnung dort zu nehmen, da Dreyfus mit seiner Familie nach seiner Freilassung in England wohnen will. Krieg zwischen England nnd Transvaal. London, 19. September. Wie verlautet, hat Chamberlain Schritte gethan zur Einberufung des Kabinetts-, rates. Auf dem Kolonialamte, im Kriegsministerium und der Admiralität herrscht lebhafte Thätigkeit. London, 19. September. Die „Times" melden aus Johannesburg: Ein baldiger Coup sei beabsichtigt. Aus großen Quantitäten komprimierten Futters, welche zur Grenze von Natal geschickt werden, schließt man auf eine baldige Operation der Truppen. London, 19. September. Alle Blätter find überzeugt, daß der Ausbruch des Krieges binnen 48 Stunden zu erwarten fein dürfte. Die Kriegserklärung wird infolge eines von Transvaal unannehmbaren Ultimatums erfolgen. Eine wirkliche Kriegserklärung ist nicht zu erwarten. London, 19. September. In höchsten Regierungskreisen verlautet, daß nunmehr der Krieg mit Transvaal unabwendbar geworden ist. Die englische Negierung wird jedoch die Verhandlungen noch 14 Tage hinausziehen, bis die Truppen aus Indien und England in Afrika eintreffen Der Kolonialminister Chamberlain ist gestern nachmittag von Birmingham in London eingetroffen._________________ Verkehr, Kaud und Volkswirstchast. Gieße«, 19. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. 1.10—1.20, Hühnereier per St. 0—0 4. 2 St. 13—15 4, Enteneier 1 St. 0—0 4, Gänse* eiet per St. 6—00 4, Käse 2 St. 5—8 4, Käsematte 2 St. 5—6 4, Erbsen per Liter 19 4, Linsen per Liter 30 4, Tauben per Paar JL 0.70—0.80, Hühner per St. X 1.00—1.30, Hahnen per Stück x 0.60—0.90, Enten per St. 1.80—2.00, Gänse per Pfund v* 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 4, Schweinefleisch per Pfd. 66—74 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd. 60—66 4, Hammelfleisch per Pfd. 50—70 4, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 brS 6.00 v4t, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. X 5.50—6.50, Milch per Liter 16 4. ' Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Während der ersten 8 Stunden der Marktzeit darf im Ümhe^iehen nicht feilgeboten werden.______________ Für die vom Hochwaffer Beschädigten gingen bei uns ein: Gießener Anzeiger 50 Jt, Hosgerichtsrat H., 5X P L, Klein-Linden 1 Jt, Sch., Gießen 10 JC, I. Str., Gießen 0.50 H. B. a. Nbg. 1 tz im Katserhos 1 Jt, O. S., Gießen 5 Summ« 93 50 «4L Wettere Gaden nimmt gerne entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". WM Jeder Dame gefallen unsere garantirt soliden schwarzen, weissen und farbigen Seidenstoffe, die wir direct an Private zu billigsten Preisen ® Danz & Co., Barmen 822 ••••••eeeeeeeeeeeeeoeeeeeeeeeeo^eeeeeeeeeeeeeeeeeeeoeeeeeeeeee g • 8 fWU* tt 10t rt 01 2 X Mein Lager in w | Anzng-, Paletot- und Hosenstoffen $ <> ist wiederum auf das Reichhaltigste sortiert und bringe gleichzeitig meine anerkannt gute Zuschneiderei für : w Anfertigung nach Maß -w | 5 unter Garantie tadellosen Sitzes in empfehlende Erinnerung. 6746 ® r 6 Warktpkah 6. J. Pfeffer. 8 Bekanntmachung, die Unterbringung der Truppen während der Korpsmanöver betreffend. Bei den damaligen Korosmanövern soll für den Fall schlechten Wetters am 21. und 22. d. Mts. „enges Quartier" (Not. quartier) bezogen werden, und zwar ist — neuester Anordnuna zufolge — beabsichtigt, für diesen Fall in Gießen ca. 6500 Mann und 200 Pferde unterzubringen. Da bei so starker Einquartierung die hier sonst übliche Unterbringung in Mtetquartieren unmöglich ist- muß die ganze Einwohnerschaft zur Quartierleistung herangezogen werden, und zwar soll die Verteilung möglichst gleichmäßig, nach Maßgabe der verfügbaren Räume (mit durchschnitt' lich 1 bis 2 Mann auf das Stockwerk) erfolgen. Zur Quartterleistung verpflichtet sind alle Bewohner (nicht etwa nur die Hausbesitzer); da jedoch bei der Kürze der verfügbaren Zeit eine Verteilung der Einquartierung auf die einzelnen Wohnungen nicht mehr möglich ist, erfolgt die Verteilung — noch Beschluß der städtischen Einquartierungs-Kommission — lediglich auf die ganzen Hofraiten, wobei rö Sache der Hausbesitzer bezw. Hausverwalter ist, ihrerseits die Verteilung auf die einzelnen Wohnungen nach Maßgabe ihres Umfangs vorzunehmen; in Streitfällen entscheidet hierbei die städtische Einquartierungs-Kommission. Den Truppen ist bei „engem Quartier" nur „zuständig eine Lagerstätte von frischem Stroh, Gelegenheit zum Aufbewahren der Waffen und Montierungsstücke rc., sowie Mitbenutzung vorha denen Kocheinrichtungen und Erleuchtung der Unterkunftsräume bis abends 10 Uhr." Wir sind jedoch überzeugt, daß die Einwohnerschaft Gießens sich nicht auf die Gewährung der Mindestleistungen beschränken, ihre Einquartierung vielmehr so gut als möglich unterbringen wird. Gießen, am 18. September 1899. 6756 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Gießener Volksbad. Wir laden zum Abonnement für das am 1. Oktober beginnende Winterhalbjahr, sowie auch zur Entnahme von Jahresabonnements hiermit ergebenst ein. Letztere können zu jeder beliebigen Zeit genommen werden; auch ist bei denselben Teilzahlung gestattet. Auskunft über Preise, sowie über besondere Vergünstigungen bei Familien Abonnements wird bereitwilligst an der Kaffe der Anstalt erteilt Preisverzeichnisse mit Angabe der Badezeiten daselbst gratis. 6758 Der Vorstand. Patriotische Assekuranz-Compagnie Hamburg. Gegründet 1820. Aktien. Kapital 2400000 Mk. Haftpflicht-, Unfall- und Einbruch-Diebstahls-Versicherungen Lebenslängliche Kisenöayn-Nnfall-Aerstchcrungcn Haushaftpflichtpolizen für M. 2.60 Jahresprämie bei einer Versicherungssumme von M. 60 000. Tüchtige Vertreter an ollen Olten gegen hohe Provisionen sucht 6745 Die General-Agentur Gießen: A. Fröhlich, Qoetfefitaße 29. Bei Beginn der 6739 rauheren Witterung sind Fay’g echte Sodener Mineral- Past all e n besonders zu empfehlen. — Die Pastillen sind ärztlich empfohlen und Erprobt gegen Husten - ■ Heiserkeit Verschleimung ■— ,■ । ■■■ Bronchial-Katarrh ■, sowie überhaupt gegen alle krankhaften Reizungen der Luftwege und Ath- mungsorgane. Angenehm im Heörauch! Sicher in der Wirkung! Erhältlich in den Apotheken, Drogerien und Minoialwasser- handlungen zum Preise von 85 Pfg. per Schachtel. Regenschirme. NkMktüttu und llkdkttiehkll billigst. 6740 I. Zufall, Kceuzplatz 4. Verlag von Emil Kotlj in Gießen. Soeben erschien: KarieioaOberhejsea von C. Welzbach. 4. Blatt. Maßstab 1:80000. 2. 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Südanlage 16,11. 03258] Laufmädchen oder Frau gesucht._________Bahnhofstraße 60, I, 03257] Eine reinliche Aufwärterin wird für 2 bis 3 Stunden des Nachmittags ae- sucht. »ismarckstraße 20. I. 03258] Laufmädchen auf vormittags sofort gesucht. Näheres Steinstraße 15, II. 6753] Einige gewandte, bessere Mädchen suchen m Gießen bei vornehmen Herrschaften Stellen als Haus- oder Zimmermädchen per 1. und 15. Oktober. Näh. bet L. Hofmann, Dammstraße 22. 03259] Für ein Mädchen aus guter Fam., w. in Hausarbeit u. Nähen gründ!, erfahren ift, wird Stelle in feinem Hause gesucht. Näheres Liebigftratze 8. Zn uerlmitfen 6760] Ein gut erhaltener Kinderliegwagen mit Gummirädern, u. ein Patent- Kinderstuhl, für Hoch- und Niedersitz, wegen Raummangel preiswert abzugeben. Näheres Marktstraße 28._________ 03261] Gut erhaltene Kelter «ebst WmW sowie verschiedene Fäffer billig abzugeben bet PH. Lenz, Küferei, Klein-Linden, Die Sandgrube am Schiffenbergerweg steht zu verkaufen. 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Man ein sreundjchastlia Wckstieden mit b wäre, ohne die tr was dieses Verhüll hat die deutsche Ri eingenommen, daß gelegenheit handele^ unzuträglich sei. 3 hfrn, als Gras AächStagS die del ,ReichSanzeiger"' gerichts die Kun Die Erklärungen fach an die beul nach Richtigstellul Kapitän Dreyfus । Schon damit wär, erledigt gewesen; Erklärung zu wie „Reichsanzeiger" i damit lediglich Geltung, an bis Seiten appelliert 'M, keiner Seite M ^Wender lhre Stellung zur lach die Thatsucht werden konnte, des Renner Kriege aber Deutschland von seinem Teile rang der Sachlag vielleicht seine An" gar der sranzW ^ncht den diplm Mrde des Reichs Man hat ver Urteils gegen Fra 3- -o- das Fernble Mmpsehlen. Wi^ d°ß md ,h„ Nlitc "^ffen aus der Kirr der ir Nl ; * ^acht bot gelier Ä N letzte» sm eine ie,,5 > Ä« beb, * b1' ikt