1S99 Sonntag den 20. August weites Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Atreis Gieren. & ich hat ncy oer «nniemuciiiuy^L ernt." (Snörin vor in das Haus des „Anti-Jmf" zurückgezogen, Führer Gutznn 40 Genossen in Kommando, » 0 LLr Anzeigen-BermittlunglsteUen M In- und ÄufleaV* nehmen Anieizen für den Gießener litjrigtr cutgeg« Ließen, geszeit. an, datz infolge des Oratisbeüagrn: Gießener Familienblätter, Der hessische Kmdwirt, Dlätter für hessische Uslkskunde. Adresse für Depeschen: Aurelger Fernsprecher dir. 51. Das „belagerte Haus in Paris. Bekanntlich hat sich der Antisemitenführer Gusrm mit und schon kündigte sich das gewaltige, unvergleichliche | Naturschauspiel an, dessen wir in Kürze teilhaftig werden Lt «fablt M) »sch WlWSll. und wird hier regelrecht belagert. Wir führen unsern Lesern das „belagerte" Haus, und in einem besonderen Bilde den Ne»»g-prei» vierteljährlich 2 Mark 20 Pstz monatlich 75 Pfz mit Brmgerloh». vei Postbezup R Mark 50 P^. ->iccteljährlich 8< rei6n* sorgt. IV., i einen der Sile zu Gießener Anzeiger General-N^eiger VolMsche Wochenschau. Selbst arge Pessimisten haben wohl kaum erwartet, daß das Resultat der Abstimmung im preußischen Abgeordnetenhause über die grundlegenden Paragraphen der Kanalvorlage so negativ ausfallen würde. Wir haben hier freilich erst vor einigen Tagen die Anschauung vertreten, daß das Schicksal der Vorlage fortgesetzt recht ungewiß sei, und daß auch die Dortmunder Rede des Kaisers daran nichts geändert habe. Es ist eine alte Erfahrung, daß sich politische Gegensätze viel leichter ausgleichen lassen als solche aus wirtschaftlicher Basis beruhende, und man hat eben bet der Kanalvorlage die Industrie als begünstigt, die Landwirtschaft aber als geschädigt hingestellt. Auch jetzt wieder hat sich das Zentrum als rettender Engel gezeigt und dem Gesetzentwürfe eine dritte Lesung ermöglicht. Em Prognostl- kon zu stellen für den Ausfall derselben, ist nicht angebracht, da in letzter Stunde noch gewaltige Anstrengungen gemacht werden, um doch noch etwas brauchbares aus der Vorlage zuwege zu bringen. Es wäre sehr zu, bedauern, wenn das große, reiflich durchdachte Werk auch nur um eine Session verzögert würde. Ehe wir die Frage erörtern, ob für den Fall der desinitiven Ablehnung des Regierungsentwurfs eine Auflösung des Abgeordnetenhauses erfolgt, wollen wir lieber die Ereignisse abwarten. Jedenfalls hat die Regierung, wie wir hören, bereits am Freitag alle Eventualitäten erwogen und sich über ihre Stellungnahme schlüssig gemacht. Daß unter den obwaltenden Umständen die Krisen- qerüchte nicht verstummen, ist erklärlich, und nach wie vor beschäftigt man sich mit der Person des Herrn v. Miquel. Aus einem Passus seiner am Donnerstag gehaltenen Rede will man den Schluß ziehen, daß der Minister sich mit Rücktrittsgedanken trage. Er sagte nämlich, er werde seine Finanzpolitik verfolgen, wenn er noch Minister bleibe. Welchen Sinn aber Herr v. Miquel diesen Worten beigelegt MtMM Mmhr Elams mm AriMch »s 2 Uhr: Hurmöaus). ad. > Saalbau 6112 kAkuewehckapelle. sollten! ... , Jmatra! Welche unvergeßlichen Eindrücke und Erinnerungen knüpfen sich an dieses Wort! Der erste Anblick des berühmten Jmatra-Wasserfalles brachte mir zwar eine gewisse Enttäuschung; entsprach doch das Bild, das ich mir von ihm gemacht, schon deshalb nicht der Wirklichkeit, weil er mir in der Vorstellung stets als Wasserfall, ähnlich dem Niagara, erschienen war, und sich nun als Stromschnelle auswies. Dann aber, als ich die ungeheueren Naturkräfte durch eigene Anschauung kennen lernte, die hier walteten und mich in ihren Bannkreis zogen, schlug die Enttäuschung in Staunen, in Bewunderung um. Man spricht gewöhnlich von mehreren Jmatra-Fallen. Das ist richtig, aber auch unrichtig. Der Wuoksen, der, aus dem Saima-See kommend und in den Ladoga-See sich ergießend, etwa 80 Meter unterhalb des Niveaus seines Ausflusses mündet, bildet allerdings in der Nähe von Jmatra mehrere Fälle oder Stromschnellen, für den Besucher kommt aber doch nur als einzig dastehendes Schauspiel der eigentliche große Jmatra-Fall in Betracht. Etwa 5»/, Kilometer vom Austritte des Wuoksen aus dem Saima-See verengt sich das Flußbett; die Felsenufer treten zunächst auf eine Entfernung von etwa 200 Meter zusammen und verengen sich bann plötzlich zu einem Zwischenräume von kaum 45 Meter, so daß es aussieht, als hätten hier die Wasser des Flusses, überreich vom Saima-See gespeist, die Felswand durchbrechen müssen. Gleichzeitig senkt sich das Flußbett in diesem Engpässe plötzlich in einer Lange von 300 Metern um etwa 20 Meter und dann nochmals um weitere 20 Meter in einer fast ebenso langen Strecke. In diesen Engpaß nun jagen die Wasser kochend, brodelnd, schäumend und tosend hinein, stürzen übereinander, bäumen sich wild empor, rasen, als wollten sie die tannenbewachsenen Uferfelsen zersprengen, und verlieren ihre Wildheit erst, nachdem sie unten im breiten Flußbette angelangt sind, und nun pfeilschnell auseinander- und roeiterftromen. Von der Größe und Gewalt dieser Wassermassen in der Stromschnelle von Jmatra kann man sich erst ein rechtes Bild machen wenn man bedenkt, daß hier durch eine Felsenschlucht von nur 300 Meter Länge und 45 Meter Breite — die Tiefe hat noch jemand ermeflen - stündlich 67 764 600 Kubiksnß Wasser gejagt werden ! Dagegen sind die Wassermasien des Nach etwa zweistündiger Fahrt auf dem Saima-Kanale aufwärts erreichten wir den Rättijärwi, einen großen See, dessen Ufer schon einen wilderen Anblick bieten. Heber diesen See fuhr dann der Dampfer zum gegenüber liegenden Waldesufer, wo die Ausschiffung stattfand. Hier erwarteten große, leicht bedeckte, zweispännige Diligencen, ähnlich den deutschen Kremsern, die Reisenden. Wie stiegen ein, mm/ bestens zehn Personen in ein Gefährt, unb fort ging es auf einer schmalen, granitenen, ungemein glatten Chaussee in den Wald hinein. Die Vegetation war spärlich, Tannen, Fichten und Birken bildeten den Wald, nur vereinzelt waren andere Bäume sichtbar. Die Fahrt, die eine gute halbe Stunde währte und zum Teil bergan ging, führte an Gehöften finnischer Bauern vorüber, kleinen, einstöckigen, dunkelrot gestrichenen Blockhäusern, vor denen die flachs- haarigen, barfüßigen Kinder der Bewohner die Jmatra- Besucher erwarteten, um ihnen in höchst aufdringlicher Weise Blumen, Waldbeeren, gewaltige rohe Spazierstöcke aus geschältem Wachholderholz und primitive Spielsachen, finnische Handarbeit aus Tannenhölzchen, zum Kauf anzubieten, und so lange neben den Wagen einherzulaufen, bis sie ihre Ware an den Mann gebracht hatten. Als wir noch mitten im Walde waren, ertönte plötzlich ein fernes Brausen, das bald näher zu kommen, bald zu verschwinden schien, dann aber immer stärker wiederkehrte. Als wir erstaunt aufhorchten, und einander fragten, was dieses Brausen wohl zu bedeuten habe, wandte sich der finnische Bauer, der die Pferde lenkte, leutselig um und rief nur das eine Wort: „Jmatra!" Wir waren min- bestens noch sechs Kilometer von unserem Zielpunkte entfernt, | Niagara das reine Kinoer,piei. Feuilleton. Das „Land der tausend Seen". Reise-Erinnerungen von Erwin Sauer. (Nachdruck verboten.) III. Jmatra. fiunländischen Walde. — Der JmatraWafserfall. — Ein Hotel im Norden. — Erster Eindruck der Stromschnelle. — Dämonische Gewalten. — Der Jmatra im Winter. — Die Reise eines Baumstammes durch die Stromschnelle. — Ein Bär itt Jmatra. — Kunstschöpfungen der rasenden Waffer. Die Umgebung des Jmalra-Falles. letzte ^ebenen, 6108 Die Kultur hat sich natürlich dieses imposanten Naturspieles bemächtigt, nicht um es der Industrie nutzbar zu machen, denn der Menschengeist hat noch nichts ersinnen können, um diese elementare Gewalt in seine Dienste zu bannen, wohl aber, um die Schaulust der Menschen auszubeuten. Als wir anlangten, hielt unsere Diligence vor einem stattlichen zweistöckigen Hotel im Schweizerstile. ftackte Kellner, deren. Begrüßungsworte im Tosen des noch immer unsichtbaren Wasserfalles erstarken, empfingen uns und führten uns in unsere Zimmer. Ich entledigte mich meines Reisegepäckes und eilte dann, brennend vor Ungeduld, hinaus, um den Fall in Augenschein zu nehmen. Es war etwa 5 Uhr nachmittags. Die Sonne stand noch hell am Himmel und beleuchtete das interessante Bild, das sich mir bot. Durch hübsche Anlagen gelangte ich ans User und blieb bestürzt zwischen den Tannenbäumen, die es einrahmen, vor dem primitiven Holzgitter stehen, als ich den weißschäumenden Hexenkessel Plötzlich wenige Schritte vor mir sah und sein betäubendes Getöse mir tu die Ohren qellte. Die ganze Luft schien feucht, mieten einem feinen Sprühregen erfüllt; hoch empor in weißen Schaumsaulen schnellten die Wasser in die Luft hinein und stürzten wieder herab, von neuen Säulen abgelöst, in Windeseile, rascher als das Auge ihrem Entstehen und Stürzen zu folgen vermochte. Daneben wieder schienen die Wassermassen sich m unabsehbaren Tiefen zu verlieren, in denen sie kegelförmig nach unten zugespitzte Kessel bildeten, deren Wände kreisten, daß es den Augen schwindelte. Längs dem Ufer führten die Stufen einer primitiven Holztreppe hinab bis zum Ende des Falles, wo ein offenes Tempelchen mit einem runden Dache und einfachen Sitzbänken zum Niederlasfen einlud. Etwa in der Mitte der Stromschnelle war von dem einen Ufer zum anderen in beträchtlicher Höhe em festes Drahtseil gespannt, an dem ein großer Korb mit Mei Stühlen für je zwei Insassen hing — für Neugierige, bu den Mut hätten, 5 sich über den Fall ziehen und seine Sprühregen über sich ausschütten zu lassen. , Ich ging an dieser Vorrichtung vorüber und nahm unten im Tempelchen Platz; vor mir dehnte sich, allmählich ansteigend, der ganze Wasserfall aus, em Bild, das sch mir unauslöschlich eingeprägt hat. Das Gefühl, das m^ch ergriff und beherrschte, war dasjenige tieffter Nieder geschlagenheit und Ohnmacht; wie klein kam ich mir mit meiner winzigen Kraft gegenüber den Naturgewalten vor die ihr gewaltiges Spiel der Vernichtung iigSvoll pneker« I r fiaupt* Mw • ten aufmerksam- W KoneNet An,eigen »u der nachmittags für Ke Igfgrnf— erscheinenden Nummer Kl dar». 14 Uhr. ein <1 Meltten, Expedition und Druckerei: >4*rflre|< Mr. 7. 195 Erscheint U,Nch mit Hlulnahm« des «•ntaf«. Wie Wietzener «erden dem Anzeiger Wöchentlich viermal Ki gelegt. uvft unfere« Corps 3 Uhr, bei Rametab 6104 M Milien. er Vorstand. imeei dlle Erinnerungen Herzen höher vertreten durch Fahnen und viele Stelle gefochten und Chemnitz, 18. August. Auf den um 9 Uhr 20 Min. vormittags vom Chemnitzer Hauptbahnhof abfahrenden Leipziger Personenzug stieß eine von dort kommende Rangier-Maschine auf, sodaß der Leipziger Zug ent« gleiste. Einige Personenwagen vierter Klasse sowie die hoben. Eine Frau wurde leicht verletzt. Weitere Verletzungen sind nicht vorgekommen. Der Materialschaden wird als sehr bedeutend angegeben. Males md ProvinMes. M.H. Aus dem mittleren Horloffthal, 18. August. Wenn I der Landwirt einmal seine Halmfrüchte gebunden hat, ver- I mag er zu beurteilen, welches Körnergewicht er erntet. Das Gewicht allein macht es aber nicht, sondern der Preis und I dieser liegt auf allen Lippen, wenn einmal Mariä Himmel« I fahrt, d. h. der 15. August vorüber ist. So geht es uns | auch dieses Jahr wieder; was für einen Preis haben Weizen, I Hafer und Roggen? fragt einer den anderen. Gerste wird I noch nicht verkauft, sie muß zuerst eine zeitlang lagern, aber I Preise werden schon gemacht. Man zahlt für den Doppel- I zentner Weizen 15 Mark, das ist ein Unterschied von I 3 Mark gegen das Vorjahr. Daß nun auch das Brod I billiger wird, möchten wir sehr bezweifeln. Für die Gerste I bietet man ebenfalls 15 Mark, sie ist dieses Jahr so wert- I voll wie der Weizen, denn der Kern ist gut ausgebildet und I bekam keinen Tropfen Regen. Für den Hafer werden I 14 Mark geboten; der Haferbau ist seit Jahren einträglich, I besonders auch dieses Jahr wieder. Die Kartoffeln sind I gut und billig. — Nun nur einige Bemerkungen über das Ernten der Halmfrüchte, über das Ihre Zeitung kürzlich einige Nachrichten aus Reichelsheim brachte. Auch in unserer Gegend haben die Getreidemähmaschinen hervorragendes geleistet; man versteht auch Lagerfrucht mit diesen Maschinen zu schneiden, es geht nur etwas langsamer, weil immer nur nach einer Richtung geschnitten werden kann, folglich die Maschine einmal leer gehen muß. Trotzdem arbeitet sie noch fünfmal schneller als Menschen. Wir zahlten seither für den Morgen Getreide zu schneiden: 4 Mark, 1 Laib Brot, 1 Topf Milch und ein Stück Speck. Die | Maschine thut es für 3 Mark netto und macht es besser . als die Schnitter. Kürzlich schnitt ein Maschinenbesitzer I einem Bauer in einem Tage 20 Morgen Getreide zu 60 Mk., das war ein glatter Verdienst für den Schnitter, und der Bauer profitierte bei besserer Arbeit 75 Proz. Arbeitslohn. Manche Maschinenbesitzer haben ihre Maschinen schon fast ganz frei bekommen, das ist doch ein Geschäft. Also verwirrtes Lagergetreide bildet bei richtiger Behandlung der Maschine kein Hindernis mehr. Dagegen ist sie auf steinigem Boden nicht zu verwenden, weil die Messer ausspringen und zu gründe gehen; auch in Gebirgslagen ist kein maschineller Betrieb möglich und bei sehr parzelliertem Besitz ist die Ausnützung nur eine sehr beschränkte. A Mainz, 18. August. Bei dem Kais er besuch am kommenden Montag werden bei dem der Kaiserparade folgenden Luncheon im Großh. Palais hier sämtliche hiesige Gesangvereine mit ca. 600 Sängern verschiedene Chöre zum Vortrag bringen und zwar „Das deutsche Lied" von Kalli- woda, „Liederfteiheit" von Marschner, „Elslein von Caub" und ein Volkslied. Die Leitung des Massenchors liegt in den Händen des Kapellmeisters der hiesigen Liedertafel, I Dr. Volbach. Obwohl ein offizieller Empfang abgelehnt I wurde, werden in den Straßen, welche der Kaiser passiert, heute schon bedeutende Dekorationsanstrengungen gemacht. I Die Thüren des Domes prangen in einem nie gesehenen Schmuck. Viele Hunderte Flaggen verschiedener Größen I und Farben hängen in langen Guirlanden von den Thürmen I herab und vereinigen sich auf der Mitte des Daches des I Hauptschiffes zu einer Krone. Der Ostthurm ist auf */* I seiner Höhe ringsum mit deutschen Farben drapiert. — I Wie verlautet, soll das zur Kaiserparade hier anwesende I Infanterie-Regiment Nr. 81 eine besondere Auszeichnung I dadurch erhalten, daß die Schwester des Kaisers, Gemahlin des Prinzen Friedrich Karl von Hessen, zum Chef des Negi- I ments ernannt werden soll. A Mainz, 18. August. Die vorgestern von dem großen Brande heimgesuchte Filiale der Mannheimer Port- I landcementfabrik bei Weisenau wird zum Glück ihres zahlreichen Arbeitspersonals ihren Betrieb trotz der erlittenen großen Schädigungen nicht ganz einstellen und keinen ihrer I Arbeiter entlassen. Letztere werden von der Fabrik voll- I ständig ausgelöhnt und diejenigen, welche sich während der Erntezeit anderweitig Arbeit suchen, können später wieder I in die Fabrik eintreten. — Dekan Körner zu St. Stephan hier wurde anläßlich seines 25jährigen Jubiläums an genannter Kirche von dem Bischof zum Geistlichen Rat geblutet haben, wird heute das Denkmal für seine Gefallenen I enthüllen. Es geschieht dies unter Teilnahme Meines jüngsten Regiments und gleichsam der gesamten deutschen Armee, vertreten durch die Truppen des 16. Armeekorps. I Es ist fast das einzige Regiment gewesen, welches an dieser I blutgetränkten Stelle durch ein Denkmal bisher noch unver- I treten war. Und doch hat es den vollen Anspruch darauf! Obwohl es durch seine Geschichte eng an Mein Haus gegliedert, zur Erziehung der Prinzen und Könige desselben I berufen, so recht eigentlich als ein Familien- und Haus- Regiment angesehen werden darf, so hat doch Meines Groß- I Vaters kaiserliche Majestät keinen Augenblick gezaudert, diese Ihm so teuere Truppe voll für des Vaterlandes Wohl einzusetzen. Wie das Regiment gekämpft und geblutet und seinen Fahneneid gelöst, wie sein Verhalten des großen Kaisers Lob, sein Leiden und seine Verluste Seine Thränen ihm verdient haben, lehrt die Geschichte! Seinen unter dem I grünen Rasen ruhenden Helden setzt das Regiment mit Mir, als seinem ältesten Kameraden, den Erinnerungsstein. Die I gewählte Form des Denkmals ist abweichend von den sonst I auf dem Schlachtfelde üblichen. Der gepanzerte Erzengel stützt sich, friedlich ruhend, auf sein Schwert, geziert mit dem I stolzen Motto des Regiments: semper talis. Ich will daher, I daß dieser Figur auch eine allgemeine Bedeutung verliehen werde. Es steht auf diesem blutgetränkten Felde gleichsam -als Wächter für alle hier gefallenen braven Soldaten I beider Heere, sowohl des französischen wie! unseres. Denn tapfer und heldenmütig für ihren I Kaiser und ihr Vaterland sind auch die fran- I zösischen Soldaten in ihr ruhmvolles Grab I gesunken. Und wenn unsere Fahnen sich grüßend vor I dem erzenen Standbilde neigen werden und wehmutsvoll I über den Gräbern unserer lieben Kameraden rauschen, so I mögen sie auch über den Gräbern unserer Gegner wehen, ihnen raunen, daß wir der tapferen Toten in wehmuts- | voller Achtung gedenken. Mit tiefem Danke und Aufblick gegen den Herrn der Heerscharen, für seine unferm großen I Kaiser gnädig bewährte Führung wollen wir uns vergegen- I wärtigen, daß auf den heutigen Tag die um des höchsten I Richters Thron gescharten Seelen aller derer, diel einst in heißem Ringen sich auf diesem Felde gegenüberstanden, im ewigen Gottesfrieden I vereint auf uns herabsehen!" Berlin, 18. August. Die Morgenblätter besprechen die gestrige Ablehnung der Kanalvorlage im Abgeordnetenhause. Die „Deutsche Tages-Zeitung" glaubt nicht, daß die dritte Lesung ein anderes Resultat zeitigen wird. Die „Kreuzzeitung" hebt hervor, man habe wohl nicht angenommen, daß das Resultat sich für die Kanal-Freunde so ungünstig gestalten würde. Die „Berliner Neuesten Nachrichten" sagen, Zentrum und Konservative hatten schließlich auch mit ihrer bisherigen Gesamtstellung zur Regierung und zu der allerhöchsten Stelle zu rechnen, welche sie, wenn irgend möglich, nicht allzusehr erschüttern wollen. Die „Staatsbürger Zeitung" wendet sich gegen die Verschleppungs-Politik des Zentrums. Eine Vorlage, die mit solchen | Mitteln durchgedrückt werden müsse, könne dem Lande nicht | zum Segen gereichen. Das Blatt hofft, daß der Landtag ! fest bleibt und die Vorlage ablehnt. Die „National-Zei- tung" glaubt, daß in der dritten Lesung der Dortmund- Rhein-Kanal eine kleine Mehrheit erhalte. Dagegen werde der Mittelland-Kanal auch in der dritten Lesung schwerlich eine Mehrheit finden. Das Blatt hatte gewünscht, daß der gegenwärtig leitende preußische Minister gestern rundweg gesagt hätte, wie er und seine jetzigen Kollegen politisch die Opposition gegen die Vorlage beurteilen. Es scheint zweifelhaft, ob auf die Rechte die Versicherung des Herrn von Miquel, daß die Lage ernst sei, jetzt noch Eindruck machen werde. Die „Vossische Zeitung" sagt, Herr von Miquel darf jetzt vielleicht mit dem Staatsministerium schlüssig werden, was geschehen soll. Sollte er noch weiter den Zauderer spielen, so könnte er leicht auch darüber belehrt werden, was der Kaiser ungefähr gesagt hätte, wenn der Vizepräsident des Staatsministeriums ihm gestern persönlich über die Abstimmung hätte Bericht erstatten müssen. Die „Volkszeitung" bezeichnet die Niederlage der Regierung als beispiellos. Für die industriellen Teile sei die gestrige Abstimmung, die Niederlage, welche die Junker des Ostens den Industriellen des Westens und des ganzen Landes bereitet haben, ein mene tekel im Hinblick auf die zukünftigen Handelsverträge. Der „Vorwärts" schreibt: Die Niederlage, welche die verbündeten Regierungen im Reichstage bei der Zuchthaus-Vorlage ereilte, hat die preußische Regierung in verschärfter Form im Abgeordnetenhaus erlitten Dort von links und hier von rechts verlassen, steht die Regierung einsam, und dies, obwohl hinter der Regierung beide Male der in weithin hallenden Reden proklamierte Wille des Monarchen stand. Die beiden großen Aktionen der Regierung waren zerschmetternde Mißerfolge. Was geschieht nun? Wir denken, es wird fortgewurstelt werden, und die löbliche Regierung wird fich mit der kleineren Ratenzahlung des Dortmund Rhein-Kanals, welche man ihr am Ende aus Mitleid oder aus Konfliktsfurcht spendieren will, begnügen. — Wenn nich, denn nich! Berlin, 18. August. Bei den Konservativen scheint Neigung zu einem gewissen Entgegenkommen zu herrschen. Wie die „Berl. Reuest. Nachr." hören, würde möglicherweise von ihnen eine Resolution an die Regierung eingebracht werden mit der Aufforderung, ein anderes Kanal- Projekt zur Verbindung des Rheines mit der Ems vorzulegen. Näheres darüber wird heute abend in der Fraktionssitzung beschlossen. Ausland. Rom, 18. August. Die „Tribuna" fordert Paniz- zardi auf, die Behauptung des Generals Noget, er habe dem Botschafter Reßmann gegenüber Beziehungen des Obersten Schwartzkoppen zu Dreyfus zugestanden, als eine Lüge zu bezeichnen. Rom, 18. August. Das Dementi Panizzardis im „Figaro" ist infolge Ermächtigung der italienischen Regierung erfolgt, um sich gegen Angriffe und falsche Beschuldigungen im Dreyfus-Prozeß energisch zu verteidigen. Paris, 18. August. Der Attentäter 2ab otiß ist heute vormittag verhaftet worden. Seine Personalien sind noch unbekannt. Rennes, 18. August. Die Aerzte beschloffen, die Kugel aus dem Körper Laboris nicht zu entfernen, da dieselbe für den Verwundeten ohne Gefahr ist. Rennes, 18. August. Nach den letzten Meldungen ist das Befinden Laboris zufriedenstellend. Mau glaubt, daß er am nächsten Dienstag im Prozeß-Saale erscheinen kann. W>e und in x k der Önm n Oktz Jl’ta Mal n en2nb * b 1 Nte, um öei seiner lW, £ trotz allen hr zu sagen, gesprochen 'En deschwm, *• Demnach Mm m Gegen, j* erzählt weiter, Dreyfus Un- Mre und Gonse T A ermahnt röhren. Sodann gegangen. Alle verdächtigen und len die Generäle zu werden, Waes geschieht. Die Weiten nachzu- tibt aber ruhig, die Generäle den >ng wird sodann förmlichen klumpen Kunden; sämtliche hstäblich iu kleine m Fell seien ganze als ob sie rasiert rasenden Wasser, des Baumstammes j kann man vom la«g|am fli-b-"d-r ürbige Steine md ftofeeu pflegt » inen »bet,®Ä anbe«$* „MW •t sw btt, »«»‘X LLZ -"’S* « “itb Md ®‘Ä LA* yö?t b-riE' SÄ-ff* eine oig® gar «*. bie® iruöd1“* dem Rechtsgutachten des Dr. Gutsleisch bei, wonach der Rekurs der Firma Carl Gräff begründet sei, also die Stadt selbst das Recht des Höchstbesteuerten in Anspruch nehmen könne. Die Versammlung beschließt einstimmig, es bei dieser Entscheidung bewenden zu lassen. Die Firma Carl Gräff hat nun wieder Sitz und Stimme int Stadtrat. — Eine zweite dringliche Angelegenheit betraf die Einleitung der Fäkalien in den Rhein. Die Versammlung schließt sich einer von dem Reichstagsabgeordneten Frhru. Hehl zu Herrnsheim vorgeschlagenen Eingabe an den Reichskanzler an, worin der Reichskanzler ersucht wird, der Stadt Mainz die Einführung von Fäkalien vor Begutachtung des Falles durch die Reichstagskommission zu untersagen. (Rh. u. R.-Z.) Vermischtes. * Zur Epileptischen Fürsorge. AuS dem Verwaltungsbericht der bekannten Anstalt Bethel bei Bielefeld ersieht man, wie dringend nötig die Verbringung Fallsüchtiger in eine dementsprechende Anstalt möglichst schon in jugendlichem Alter ist. Auf Grund einer über 30 jährigen Erfahrung ist der Vorstand von Bethel in der Lage, ein umfassendes Zahlenmaterial zu veröffentlichen. Seit Bestehen der Anstalt wurden daselbst verpflegt bis 1. Januar 1898: 5028 Fallsüchtige (in 1897 allein 1691). Geheilt wurden von diesen (d. h. ein Jahr lang blieben ohne Anwendung von Arzneimitteln die Anfälle aus): 385 (7T/IO Prozent) ; freilich kehrten bei etwa 100 die Anfälle wieder, wenn auch erst nach einer Reihe von Jahren. In viel günstigerem Lichte erscheinen jedoch die Heilerfolge, wenn man eine Altersgrenze zieht. Von den Kranken unter 18 Jahren wurden beinahe 14 Prozent geheilt; für die Kranken über 18 Jahren bleiben dann, abzüglich der Rückfälligen, nur 2 Prozent geheilte übrig. — Die Epileptischen- anftalt Kork in Baden, die ihre Fürsorge zunächst auf Kinder und Jugendliche beschränkt hat, kann ebenfalls als | Durchschnitt der Heilerfolge fast 13 Prozent angeben; in 1897 wurden von 62 der Verpflegten 8 als geheilt entlassen. Die Angehörigen epileptischer Kinder werden also gut thun, sobald wie möglich, die Anstallspflege zu Hilfe zu nehmen, wenn die Wahrscheinlichkeit der Heilung nicht immer geringer werden soll. Darum ist auch die Eröffnung einer Anstalt für die hessischen fallsüchtigen Kinder und Jugendlichen zu Nieder-Ramstadt im Herbst 1900 mit Freude zu begrüßen. Der Bau dieser Anstalt schreitet bei der günstigen Witterung rüstig fort; wer auf der alten Chaussee nach Nieder-Ramstadt kommt, sieht rechts vor dem I Ort hinter dem Grundstück des Waisenhauses „Elisabethen- I stift" die Gerüststangen ragen. Hoffentlich kann die Eröffnung der Anstalt zum in Aufsicht genommenen Termine erfolgen. — Der Rohbau kostet 75 000 Mark und muß I noch bis Ende dieses Jahres bezahlt werden, damit dann I durch Aufnahme einer Hypothek die weiteren, bedeutenden I Kosten der inneren Einrichtung und ein kleines Betriebs- I kapital aufgebracht werden können. 46 000 Mark sind bis I jetzt durch Sammlungen und Beiträge eingegangen, haupt- I sächlich infolge der Bemühungen der evangelischen Geistlichen. I Um die nun noch fehlenden 29 000 Mark zu beschaffen, ist I für dieses Jahr wiederum von Großh. Regierung eine I Landes-Hauskollekte in den Monaten August bis Dezember I bewilligt worden, deren Ertrag aber zugleich auch der An- I stakt Bethel bei Bielefeld zu gute kommen soll. Da in der Anstalt zu Nieder-Ramstadt zunächst nur Kinder aufgenom- I men werden, sind wir mit der Unterbringung erwachsener I Epileptischen immer noch auf Bethel angewiesen; gegen® I roärtig befinden sich 56 aus Hessen dort. Deshalb haben I die Vorstände vereinbart, diesmal versuchsweise nur eine, I gemeinsame Sammlung vorzunehmen, deren Ergebnis nach I einem gewissen Modus zwischen Bethel und Nieder-Ramstadt I geteilt wird; es wäre zu wünschen, daß dieses um der Geber I willen unternommene Wagnis keinen allzu empfindlichen Ausfall an Gaben nach sich zieht. Das Einsammeln erfolgt I zum Teil auf besonderen Wunsch durch Kollektanten, zum I Teil durch die evangelischen Pfarrämter; 168 (48 in Starkenburg, 92 in Oberhessen und 28 in Rheinheffen) haben I sich zu diesem besonderen Liebesdienst in äußerst dankens- I werter Weise bereit erklärt. UniverstMs Nachrichten. — Riel. Der Geheime Regterungs- und Provinzialschulrat Dr. phil. Lahmeyer in Kassel wurde von der theologischen Fakultät der hiesigen Universität zum Doktor der Theologie honons causa ernennt. — London. Am SamStag wurden von der Oxforder Uni- versttSt die Resultate der letzten Frauenprüfungen veröffentlicht, und zwar haben unter 28 Kandidatinnen 3 Frauen Ehrencerttfikate und 6 Frauen gewöhnliche Certifikate für fümtliche PrüfungSgegeu- stände, die sie angemeldet hatten, erhalten. Während sich für Sprach« ein regetz Jntereffe unter den Frauen zeigte, find Geographie, Musik und politische Oekonomie vernachlässigt. Nur eine Kandidatin legte erfolgreiche Prüfungen aus blefen Fächern ab. Bet der vorhergehenden Prüfung haben von 57 Kandidatinnen 29 vollständige Certifikate erhalten. In der Artthmethtk entsprachen 50, in spezieller Algebra 44, im Franzöflschen ober Italienischen 39, im Deutschen 34 Kandidatinnen. Nur 8 Studentinnen gelang eS, die Prüfung auS dem Lateinischen, und nur zweien, die Prüfung auS dem Griechische« zu bestehen. Kitteratur, Wissenschaft und Kunst. - DaS Soolbad Salzhausen in der Welterau von Lascht, 2. Auflage von Oberforstmeister Schutttspahn. Verlag von Emil Roth. Diese neue Auflage entspricht einem längst gefühlten Bedürfnis. Sic gtrbt und die neusten Analysen der Salz- Häuser Quellen im Vergleich mit denen anderer vtelbenutzter Quell« Deutschlands, Beschreibungen der neu entstandenen Stahl, Ltthium- unb Schwefelquelle, bet herrlichen Umgebung mit Spezialkarten, Plänen unb Abbildungen der neusten Badeeinrichtungen, der Bäder- und PenfionSpreise, der Annehmlichkeiten und Vorzüge des Kurorts, der medizinischen Wirkungen der Wäffer und vieles andere mehr, welches eine genaue Kenntnis dieses reizenden und wirksamen BadeS ermöglicht. ES sei daher dies-S Büchelchen allen denjenigen, welche ein Soolbad zu besuchen veranlaßt find, aufS wärmste empfohlen. ilrkiiiiiitniiiiijmiiien Cemenlröhren- Lieferung. Donnerstag den 31. d. M., vormittags IO Uhr, soll Im hiesigen Rathaussaale die Lieferung von: 50 lfd. Mtr. ovalen Cementröhren von 60 Ctm. l. H., 12 lfd. Mtr. desgleichen von 80 Ctm. l. H., 30 lfd. Mtr. desgleichen von 100 Ctm. l. H. versteigert werden. Grünberg, am 18. August 1899. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. _________Zimmer. 6094 Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Johannes Bögler von Ettingshausen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben, eioo Laubach, den 15. August 1899. Das Großherzogliche Amtsgericht. -PersteigmlMn Freitag den 25. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, wird beim Gemeindevorsteher zu Niederkleen ein der Gemeinde gehöriger, schwerer Bulle öffentlich versteigert. Groß-Rechtenbach, 14. Aug. 1899. 6088 Das Bürgermeisteramt. Hrummetgras- Iersteigerungen -rrkiirstliihZolmflschkaRknteislih. Das Grummetgras von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: Montag den 28. August, vormittags präzis 8 Uhr, von den Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zusammen 115 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke, nächst der Peinmühle. Au demselben Tage, nachmittags präzis 1 Uhr, von den Wiesen unterhalb der Stadt Lich und von einem Teil der großen Teichwi se, Gemarkung Hof Albach. Zusammenkunft im Schloßgarten an der Eisenbahnbrücke. Dienstag den 29. August, vormittags präzis 8* Uhr, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mühlsachscn, Ober- und Rtederbessingen, im ganzen 130 Morgen. Zusammenkunft in Mühlsachsen. Mittwoch den 30. August, vormittags präzis 9 Uhr, von der Fürstlichen Mönch- und Strauchwaldwiese, Gemarkung Burk- hardsfelden, zusammen 70 Morgen. Zusammenkunft in der Mönchwiese. Lich, den 19. August 1899. Fürstlich Solmsische Rentei. _______Kreiling.______6101 Vermietungen 5924] Drei Zimmer, Küche mit allem Zubehör nur an ruhige Leute sofort oder später zu verm. Schillerftraße 27, I. 4393] Schöne Wohnung, 6 bis 7 Zrmm. nebst allem Zub., per sofort zu vermieten. ________________Westanlage 38. 02t 42] Kleines Logis mit Zubehör zu vermieten. Frankfurterstratze 95. 02850] Freundliche 4-Z,mmerwohnung im 1. Stock per I. Oktober zu vermieten. __________________Bruchftratze 6. 6u29] Kleine Wohnung nn Hinterhaus aus 15. September zu vermieten. Näh. Babnbofstr. 58. PH. Strack. Meines Logis an ruhige Leute zu vermieten. 5926 Wilhelm Loeber, Wallthorstraße. 5867] Ebelstratze 12 ein Mansardenlogis, 2 Zimmer mit Kabinett, per I. Oktober l. I. zu vermieten.___________ 5638] 3-Zimmerwohnung zu vermieten. Licherstraße 6. Näheres Licherstraße 5. 5805] Ein LogiS im Hinterhaus, neu hergerichtet, 2 große Zimmer mit Zubehör, ofort zu vermieten. __________Emil Lotz, Kirchenplatz 9. 54 l 5] Ludwigstraße 82: Logis, parl., 8 Zimmer nebst Zubehör, per i. Oktober zu verm Näheres Bahnhofftrahe 26. 5348] Marburgerstraße 13 eine Wohnung im Nebenhause, 8 Zimmer mit Zubehör, an ruhige Familie zu verm. 5199] Schöne Wohnung, 4 Zimmer nebst Zubehör mit Gartenanteil, freie Lage, per 1. September, eventuell für später, zu vermieten. E. Hanau, Marburgerstraße 44. 4894] Gesundes FamilienlogiS, vier Zimmer, Küche, Kabinett und Wasser- leitung (Neubau), sofort zu vermieten- ____________«rofdorferstraße 10. 5135] Dammstr. 43 ist der zweite Stock, 3 Zimmer, 1 Kammer, allem Zubehör und Gartenanteil, per 1. Okt. a. c. zu vermieten. Andr. Euler, Steinstraße 11, II. 3621] Freundliches Logis, Ecke der Bleich« und Lonystr. 20, 6 ger. Zimmer nebst Zubehör, zu vermieten. Näh. Lonystr. 20, im Mansardenstock. 4787] Sehr geräumige, schöne Warterre-Wohnung nebst allem Zubehör, sowie Mitbenutzung des Gartens, Bleichplatzes und Trockenbodens per 1. Oktober ev. früher zu vermieten. B. Oppenheimer Sohn ___________Wallthorstraße 48. 3996] Eine schöne 4-Zimmerwohnung, 1. Etage, mit Zubehör ist per sofort zu vermieten. Näheres Westanlage 41 pari. 8037] Logis, 6 Zimmer und Zubehör, zu vermieten. __________L. Huhn, Bleichstraße 16. 8196] Mansarde, 3 Zimmer mit allem Zubehör und Gartenanteil, per sofort zu vermieten. __Andr. Euler, Steinstraße 11, n. 8139] Wohnung, 6 Zimmer, per 1. Okt. zu verm. Ludwigstr. 46. Näh. Mans. Zu vermieten: 1. In den Neubauten Selteröweg 60 und 62 zwei schöne, geräumige Läden mit je 3 Zimmern und Küche; daselbst mehrere Wohnungen von je 6 Zimmern und Zubehör, den Anforderungen der Neuzeit entspechend; zwei schöne Mansardenwohnungen. 2. Eckhaus der Bleich- und Stephanstraße, patt., schöner, großer Laden und 6 Zimmer. Näheres Hofmannstratze 12. 4512 5042] Die 2. Etage meines Hauses SelterSweg 20, bestehend aus vier hohen, großen Zimmern nebst Küche und Zubehör, ist per 1. Oktober an eine ruhige Familie zu vermieten. _________Franz Holterhoff. 5334] In meinem neu erbauten Hause sind zwei elegante Wohnungen von 6 bis 7 Zimmern mit allem Zubehör, auf das Modernste eingerichtet, zu vermieten. B. Wertheim, Nordanlage 13, Ecke Steinstraße.________________________ 5437] Im Neubau Neustadt 10 zwei 8'Zimmerwohnungen, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, mit Gas, Wafferspülung rc. per 15. September oder 1. Oktober zu vermieten. Näheres LudwigSplatz 6, Part. 5615] 3-Zimmerwohnung zu vermieten. __Hammftraße 27. 5686] Im Neubau Stephanstraße 17 sind Parterre- und Bel-Etage je 6 Zimmer per 1. Oktober d. Js. zu vermieten. Die Wohnungen sind der Neuzeit entsprechend mit Wasserspülung und Gaseinrichtung versehen. Wetzsteinstraße 46 ist die Parterrewohnung mit Zubehör per sofort zu vermieten. Näheres BiSmarckftraße 30, Ecke Stephanstraße.___________________________ 5634] Kleine Wohnung an ruhige Leute zu vermieten. Eichgärten 29. 5729] Wohnung mit 5 Zimmern und Zubehör zu vermieten. Bleichstraße 15. Näheres Lonystraße 17._______________ 27 Ludwigstraße 27 ist die Parterrewohnung, 6 Zimmer, Gartenanteil und Bleichplatz, per 1. Oktober zu vermieten. Näh, bei Georg Spies, Kirchenpl. 14. 5755] In meinem Hause Licherstr. 1 ist der erste Stock zu vermieten. ______________M. Steinmeyer. 5827] Parterrewohnung, 5 Zimmer nebst allem Zubehör, zu verm. Bleich« straße 33. Näheres Bruchstraße 4. 5865] In meinem Neubau Licherstraße 3-Zimmerwohnungen, am 1. Oktober beziehbar, zu vermieten. Georg Schäfer, Licherstraße 2. 5883] Grünbergerstrahe 5 sind drei Wohnungen von ]e 6 bis 7 Zimmern mit allem Zubehör sofort zu vermieten Näheres Schiffenbergerweg 24 II, gegenüber SteinS Garten._____________ 5914] Schöne Wohnung von 3 oder 4 Zimmern mit Wasierleitung, Gartenanteil und allem Zubehör zu vermieten. Adolf Lenhard, 5914 Klinikstraße 22, Ecke Frankfurterstraße. . 6062] Logis, 5 bis 6 Zimmer nebst Zubehör, zu vermieten. L. Huhn, Bleichstraße 16. 6052] Die seither von Herrn Pfarrer Dr. Grein innegehabte 6-Zimmerwohnung nebst Zubehör ist per Oktober anderweitig zu vermieten._______Moritz Strauß. 6009] Die z. Zt. von Herrn Wacht- meister Kasper innegehabte Wohnung im Hause Grünbergerstraße 12, III, ist an eine ruhige Familie per 1. Oktober, evtl, auch früher, zu vermieten. Näheres Wallthorstratzr 4._____ 605i] SKT Wohnung, 1. Etage, 5 Zimmer mit allem Zubehör und Bleichplatz, per 1. Oktober anderweitig zu vermieten. Näheres Bleichstraße 29.________ 02881] Wohn, von 3 bis 5 Zimmern ofort zu vermieten. Neubau Neustadt 14. 5693] Der mittlere Stock ist per 1. Ok- tober zu vermieten.______Neustadt 8. 5057] Zum 1. Oktober ist eine sehr chöne Wohnung, 1. Etage, 6 Zimmer, Badez., Veranda, an eine ruhige Familie zu vermieten. Näheres Bahnhosstr. 71. 6019] Frdl. Wohnung, 3 bis 4 Zim. mit all. Zubeh., zu verm. Bleichstraße 5. 6077] Nebenhäuschen zu vermieten. Licherstraße 59, Zur Stadt Lich. 02901] Kleines Familienlogis, zwei Zimmer, Korridor mit Zubehör, zu ver- mielen. Wiegand, Löbeistraße 5. 02898] Zwei kleine Fannlienlogis zu vermieten.______Darmstädter Haus. 02631] Schön möbliertes Zimmer zu vermieten._______Bahnhofstraße 2. 4182] Möbl. Zimmer im 1. Stock zu vermieten._______Sonnenstraße 25. 02833] 81^ Gut möbl. Zimmer zu vermieten^__Hammstraße^. 02870] Ein Zimmer, möbl. ober un- möbl, zu vermieten. Steinstratze 86. 5694] Möbliertes, schönes Zimmer auf Wunsch auch zwei, zu vermieten. ____________________Asterweg 6, II. 5803] Ein schön möbl. Zimmer mit Kabinett zu verm. Neuen-BLue 13. 6042] Zwei unmöblierte Zimmer an eine ruhige Dame zu vermieten. ___________Urankfurterstratze 58. W* Laden 5878 per 1. November zu vermieten. Näheres bei________I. Gerhard, Lindenplatz. 02872] Laden f. e. Friseur- u. Barbier- gesch., auch f. jed. and. Gesch. gel., zu verm. Näheres in der Expedition d. Bl. Haus mit Laden SelterSweg 9 ist per 1. Oktober zu vermieten. 5250 Näheres Marktftraße 28. Offene Stellen 02840] Schuhmachergeselle sof. gesucht. ______Karl Müller, Liebigstraße 64. 02877] Dachdeckergeselle und ein Handlanger gesucht. _____________Emil Noll, Dachdecker. TWign Hetz» duuerud bei hohem Lohn gesucht. 6011 Konrad Htüösamen. Junger, angeheuder Kellner ob. Kettnerlehrling wirb zumib.Septbr. gesucht. [5816] Hotel Kaiserhof. Tüchtige Wkißbiudergeselleu uud Haudlauger 5748 für bauernbe Beschäftigung gesucht von Klippel & Laucht, Neuenweg 42. JmrI. kickHem per sofort gesucht. Gut bezahlte Stellung. Kleine Kaution er« forderlich. 5425 Kinger Co. Nähmaschinen A.-G., Gießen, Bahnhofstraße 4. Tüchtige Erdarbeiter für Abräumungsarbeiten vom Gießener Braunstein «Bergwerk sofort gesucht. Tagelohn Mk. 3.60, im Akkord höher. Melbung bei P. Buschung, auf dem Bergwerk.6010 Zuverlässiger Arbeiter für Flaschenbiergeschäft per sofort gesucht. 5944 __Hessischer Hof 6061] Einige zuverlässige Arbeiter zur Bebienung meines Ringofens finben bauernbe Beschäftigung. Christian Faber, Ziegeleibesitzer, _________Leihgestern._________ TW. Pferdeknecht gegen hohen Lohn gesucht. Carl Haas jr-, 5846 Franksurterstrahe 59. 02879] Dammstraße 46, 2. Stock, ein Mädchen tagsüber gesucht. ■■■■ »erficherungsstand ea. 43 Tausend Policen. Allgemeine Renten-Anstalt Hegründet 1833. ZU Stuttgart» Neorganistert 1855. Gegenseitigkeits-Gesellschaft unter Aufsicht ber K. Württ. Regierung. Lebens-, Menten- u. Kapitakverstcherungen. Aller Gewinn kommt ausschließlich den Mitgliedern der Anstalt zu gut. » Aikkigsi Serechnele Prämien. W> Koste Rentenöezüge. WW Außer den Prämien-Reserven noch bedeutende, besondere Sicherheitsfonds.^ Nähere Auskunft, Prospekte und Antragsformulare kostenfrei bei ber General-Agentur: August Berbenich, Walbstraße 20, I, in Darmstadt; ferner bei ben Vertretern: m Gießen: Hberst. Wehger, Kaufmann, Hauer« Agent, unb Keinr. Tichy, Friseur, Seltersweg 43; in Grotzen«Buscckr Solomon ZZerlin; in Grotzen-Linden r Kelnr. ZSelß, Bauunternebmer; in Laubachr Wity. KNpstein; in Wieseckr Keinr. Schreiner, Werkführer. Emil Pistor Nacht Inhaber: H. Selbst und L. Schussler 10 Marktstrasse 10. lager in ’Werkzeugen.Eiseowaaren -<*■>- und — Haushallungsgegenständen. iiuinir.r-" 'lunuininniiummniro Eisschräuke, Garteamöbel, Mstpresseu, Flikgroschränkk, Kohllevschveidmaschive». MEY’s SlofTwäsche Rumän. Hoflieferanten. Kgl. Sächs. u. Kgl. > äusserst vortheilhaft trägt jedes Stück Im Gebrauch Diese Handelsmarke Billig, praktisch, elegant. von Leinenwäsche kaum zu unterscheiden. aus der MEY & EDLICH, Fabrik von LEIPZIG-PLOITZ Vorrätig in Giessen bei: C. Steinhäuser, Neuenbäue, H. Kühn, Seltersweg 36, Ernst Balser, Julius Hoos, Bahnhofstrasse 41, Ottmar Köhler. Wilh. Klee, Marktstr. 2. In Butzbach bei A. Welckhardt. Man hüte sich vor Nachahmungen, welche mit ähnlichen Etiketten, in ähnlichen Verpackungen und grösstenteils auch unter denselben Benennungen angeboten werden, und fordere beim Einkauf ausdrücklich echte Wäsche von Mey & Edlich. 'ei la us Mohrenstr. 21 &nWi60Ml<. izige ohne Farbband 4]lbarer §ct]Hft u.auh Berlin, §ct|rift u. automatischer flbstandherstellunq. vollkommenste Schreibmaschine, die HtauptVorzüge sämtlicher Systeme vereinigend. ,Schildergesse 78. Allein-Vertrieb für das Grossherzogtum Hessen: Brfihl’sche Univ.-Bach- und Steindruckerei, Giessen. Wilh. Hild, Bahnhofstraße 15. An- und Verkauf, sowie Tausch von Häusern, Villen, Gütern, Fabriken, Mühlen, Grunbstücken, Bauplätzen usw. Hr- unb Vermietungen von Wohnungen, Läden, cheschäftsfokafen usw. An- und Ablage von Kapitalien in Prima Hypotheken. 5931 Verwaltungen von Immobilien überall. Ein tüchtiger Haugdmsche, welcher mit einem Pferd umzugehen versteht, per sofort gesucht- 6076 ____________Stückrath, Möbelfabrik. Kin Kausöursche ges. 5293_____________Mäuöburg 12. 5307] Ern SchrernerlehrUng unter günstigen Bedingungen gesucht. Heinrich Sack, Große Mühlgasie 5. 02895] In der Bau-, Kunst-, Kassen- und Fahrradschlofferei Bahnhofstraße 24 wird noch geling unt. günstigen Bedingungen angenommen. Für mein Wäsche- und Ausstattungs- gesckäft suche für 1. Oktober d. I. mehrere IkthflBfmnwn und einen Lehrling. 5991 _______M. Kann, Kirchenplatz. 5933] Ein ordentliches Dienstmädchen per 1. September gesucht. Frau Carl Petri, Marktplatz 18, III. 5743] Jüngeres Dienstmädchen für kleinen Haushalt gesucht. Näheres bei A. Kröll, Seltersweg 12. 6015] Ein tüchtiges, in Küche und Hausarbeit gründlich erfahrenes Mädchen gesucht von einem jungen Ehepaar nach Oberscklesien per 15. Oktober. Zu er-- fragen LudwigSplatz 9, III. Lehrmädchen für ein Woll- und Weißwarengeschäft gegen Bergütung gesucht. Offerten unter Nr. 6037 an die Expedition d. Bl. Lehrmädchen welches das Kochen erlernen will, wird gesucht auf 25. September (oder später); 5815_____________Hotel Kaiserhof. HT Wer schnell und billigst Stellung finden will, der verlange per Postkarte die ,.Deutsche Vakanzen.ZPost" in Eßlingen. Ftelten-Geliiche Für ein junges Mädchen, welches stenographieren kann, auf der Schreibmaschine und in der englischen und franzöfischen Sprache bewandert ist, wird gay- paffende Stelle WL auf einem Bureau gesucht. Offerten unter II. 02896 an die Expedition dieses Blattes. Rtbattiee L. Burkhardt. — Druck asb W»rk»H ber Vrühl'scheri tlMserßtttA-Vuch- uud Strwdruckerei (Pietsch «rbea) ta Gieß«.