Dienstag den 20. Juni N niing. *" Sllt «iiert: Jajj. : 30.. Juni den Anzeiger kostenfrei 8. Zuni Verlag des Gießener Anstigers in w Alle Anzeigen-BermittlungSstellen deS In« und AuSlandeK nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger entgeg«. ^rschMNUgNch mit Mklützme deS Ml!>Ä:gS. Dvchcnd:ii'.e viermal SHeti! irflicn, Expedition und Druckerei: Kchukstraße Ar. 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Hiehe«. Fernsprecher Nr. 51. fw erfahrungsgemäß beim Quartalwechsel eiiitreteube Störungen m Bezug zu vermeiden, ersuchen »-wi^^wiri Mere verehrt. Abonnenten, schon jetzt» die Erneuerung ihres Abonnements bei Iben KetresfendenPostaustalten,Zweig- likbiß stellt Md Zeitungsträgern bewirken zu kldmtz«,E oDItn. Neuhinzutretende hiesige Abon- •!____ eiuüm -erhalten vom Tage der Bestellung Enthüllung des Gantz-Weber-Denkmals. Göttingen, den 17. Juni 1899. Gratisbeilagen! Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt Dlütter für hessische DatKslmnde. Feuilleton. Arankfurter Aries. Oligtnatbericht für ben „Giehener Anj-ig-r-. (Nackdruck verboten.) iefli Wandung bot ein anziehendes Bild. Rüstig hatten fleißige und geschickte Hände in den letzten Tagen dort geschafft. Die Wege wurden gesäubert und vor dem Denkmal mi Marmorkies bestreut. Zwei blauweiße Leinwand-Zelte waren ru beiden Seiten des Monuments erstanden, die Dächer verziert mit vergoldetem Holzfirst; weiße Masten von frischen Tannengrün umwunden, gekrönt mit goldenen Knöpfen, ragten auf und trugen inmitten buntfarbener Draperien die Wappenschilder des deutschen Reiches, Hannovers und Braunschweigs Bor dem Denkmal selbst war rasch eine Rcdner- bühne hergestellt, gleichfalls in gefälligen Linien und Farben gehalten, und so fügte sich denn das Ganze recht anmutig ein in die umkränzenden frischgrunen Anlagen, und bot em {M® । =»- in feinfinniger SBeife W»erM mittag bis zu einem gewissen Grade zuteil. Lustig wehten allenthalben in den Straßen die Fahnen tm Sonnenglanz, und vollends der Denkmalsplatz mit seiner festlichen Ge- nicht erfüllt werden konnten, so bedeutet doch die jetzt erledigte Novelle zum Jnvalidenversicherungsgcsetz einen bedeutenden Fortschritt, der die Aussicht b^t, daß wir schließlich einmal in dieser Hinsicht auf dem Standpunkt der Vollendung angelangen werden.__________________ au den Merktagen in der Lokalgeschichte unserer Stadt zählt der heutige Samstag; ein schönes Fest der Dankbarkeit wird gefeiert, ein Gedenktag an die beiden wissenschaftlichen Genien, die einst an unserer alma water vereint zu erfolgreichem Schaffen, sich und unserer Stadt Weltruf gewonnen. In Marmor und Erz hat die dankbare Nachwelt ihre Gestalten festgehalten, daß sie hier von heute an gegenwärtigen und kommenden Geschlechtern vertraut bleiben, die beiden großen Bürger Göttingens: Gauß und Weber. Gern hat man es, wenn bei solchem frohen Akt, bei der Weihe eines Denkmals, der Himmel sich in klarer Blaue Rosa Bonheur, die in den 40er Jahren ihre e^ten großen Erfolge hatte, Männer. Es mußte überraschen, daß eine Dame sich an diese Spezialität heranwagte, und m ibr mit so viel Selbständigkeit und Sicherheit arbeitete. Sehr jung, wennschon in ihrer Kunst sehr reff, war Rosa Bonheur nach Paris gekommen, lieber die Kunstler- laufbahn des jungen Mädchens, das seine Tage unter plumpen Tieren und nicht weniger plumpen Hirten verbrachte, kamen natürlich eine Menge Anekdoten in Umlauf. c>hr Wesen läßt sich mit zwei Worten charakterisieren: sie war eine feine Beobachterin und eine wackere Kampferm. Das größte Absatzgebiet für ihre Bilder stellten Eng. land und die Vereinigten Staaten. Diese Lander rchen sich buchstäblich um ihre Werke, und nut den Angeboten amerikanischer Kunsthändler konnten die französischen nicht ^Was^Ros'a Bonheur uns in ihren ausgeführten Bildern, ihren Studien und Skizzen giebt, 'st niemals das Genrebildliche, sondern immer das echte, ungekünstelte Leben ker TierweU, sei es in Ruhe oder in Bewegung. Leute ist diese Auffassung — wir brauchen nur an den Münchener Zügel zu denken - Mosa Bonheur begann, war sie etwas ganz Apartes, und wir können uns sehr gut vorstellen, daß man diese Behandlung, die so gänzlich aller Anmaßung und Romantik entbehrte, im Anfang „nüchtern" genannt haben mag. Neben den Rosa Bonheur-Werken enthalt der Salon Goldschmidt gegenwärtig noch eine Serie wundersam stimmungsvoller Landschaften der in Pans lebenden Künstlerin Gertrude Rau, die ihre Motive mit Vorliebe der Normandie entlehnt, und eine Kollektion des Frankfurter Wilh. Trübner, der in der Kunstwelt, vor allem als Landschafter, seinen festen Ruf besitzt. Was er uns da- gegen als Maler antiker Mythenstoffe („Gigantenschlacht — „Der gefesselte Prometheus, beklagt von den Okeaniden ) bietet, läßt uns herzlich kalt. Mass en et hat wieder einmal seinen Einzug auf die Frankfurter Opernbühne gehalten, und zwar mit dem Prunkstück „Cid", der noch ganz in den Bahnen der Meyer- beer'schen Effektoper wandelt. Ueberdies ist Massenet nicht einmal der berufene musikalische Schilderer äußeren Glanzes, farbenprächtigen ritterlichen Lebens, sondern der Maler ÄQrter Stimmungen, weicher, zärtlicher Gefühle. Im Werther", ja auch in der „Manon Leseart" tritt uus seine Art seine Subjektivität weit eindrucksvoller entgegen, als gerade im „Cid", weshalb wir denn auch bei der Wiederbelebung genannter Opern eine ungleich größere Freude empfunden haben würden. . Der „Cid" hat vielleicht das Gute, daß ferne Einstudierung der beliebten Primaballerina Bessoni zu einer größeren Leistung Gelegenheit giebt. Eine neue Erscheinung für die Frankfurter ist auch noch der Kapellmeister Wso lfr am, dessen sympathischen Kopf man in den Erkern der Musikalienhandlungen und im Schaufenster von L. Schott erblickt. Z^ahUeich waren von nah und fern die Derehrer und 1 ’ z-w. .. . rÄnnähtrpftnr Nr,i. 142 Erstes Blatt c. Die» W ner Aa«i il^>eckLtter verden:i tt Anzeiger Gießener Anzeiger General -Anzeiger / Zlints- und Anzeigeblatt für den Areis Giefzen. 189» Atzugrpreis vicrlcljähriich 2 Marl 20 Pfg. monatlich 75 Pfg. mit Bringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pfg. vierteljährlich. biia Bonheur Ausstellung im Salon Goldschmidt. Der „Cid" von Masstnet im Opernhause. MU' M. Von der vor einigen Wochen verstorbenen beri"chl hX *e ?lebe kam auf die Vertilgung des bebei'liie übet die Ihre Zeitung vor elltchiN Wochen tim tÄ Mahnung brachte. Die Riedbauern denen Nty u? an c usgezeichneten Brauergerste durch den H'dench . riesig Headen zugeiügt wird, sind begeistert von der An- wendt.-.H d-r Vitriollosung mit Hilfe ->°u,Spr>h-n, und d>e •: etni ,*n Weinbauern haben mitgeleilt, dah bieienigen bi-nilm»«Besitzer, die feit einigen Jahren dar spritzen vor- “ : ernen febr bedeutenden Mehreitraq hoben gegen I D6tWil(L solche .mlche er nicht Ihun. Hier liegen also wirkliche Er- 1 1(6511 £ ahru.« nor, gegen die sich nicht- emwenden 166t. Aus diefe«s,runde werden sie hier zu allgeme.nem Nutz und itSnttth Fro-n-M lmitgeteilt. Vielleicht ist einer oder d-r andere 6no|ünl . tiefer • i liug, Gebrauch davon zu machen und feine Nachbarn ent ' s. stehl richtig, daß der Hederich, wo er masien- Lft Silt, grabe fo schädlich wirkt, wie der Mukäftr. ^aiui 18. Juni. Eine von den Vorständen der hirsigip« G«m,rkverbände auf gestern Abend in bie „Stab - haUe.; Lttufene Protestverfammlung gegen die Zucht baut * war außerordentlich ’0^IreiVÄLa be ' um; kl dm Erschienenen wahrend der Ausführung der ver ; litte Rednern eine ziemliche Erregung ®Q^r”e^ien’ , i, , ,-nbin Vorsitzenden der allgemeinen deutschen Gewerk- ,■ Lj ‘ n Berlin sprach hauptsächlich der Abgeordnete M. der in der Vorlage eine vollständige Vernichtung bei ^MinnSfreiheit erblickte. Eme energisch gegen die Vor- | j rioleAierende Resolution sand begeisterte Annahme m -Asomimlung. - In der Lohnbewegung der ->)!( Q utec haben gestern die hiesigen Bauunternehmer und - llung zu der Forderung der Lohnkommission %t- uomE D^e geforderte Lohnerhöhung ist man gewillt zu wällsnn, wogegen man die gestellten Bedingungen wegen L Äug der Lehrlinge und der Festsetzung eines MiEal- 3.50 pro Tag als unannehmbar bezeichnet, m-ot* inne Versammlung der Gesellen heute morgen be- ichloGn f-iat, an den Forderungen festzuhalten, hofft man, dast rin Mgemeiner Ausstand hier vermieden wird. A W Rheinheffen, 18. Juni. In bevorzugten ge- .djütLilti Siagen findet man in einzelnen Weinbergen der 'iesstschm Provinz vereinzelt blühende Trauben. Es fehlt m Allgemeinen Sommerwetler mit Sonnenschein, um dem hVusM öuber die Blüte hinweg zu helfen, zumal sich hier e. i bi fäion der Heuwurm zeigt, lieber die Obstpflanzungen . d Einseitigen Provinz und dem Rhemgau wird berich>et, Spielplau der veremlgteu frankfurter Stadttheater. Dienstag ben 20. J^nb"PosUllon DD" Mü-o« ben 21. Juni: Fra D"v° ° Donner-t.g Bärenhäuter. d'n 28. Juni geffllolUn- ^-rmauS. 25 c^unt: Der G,ib. Sonntag ven ^0. ^um. v Montag den 26. Juni Seschloffen. Dienstag den 20. Juni: Goldfische? MUtwo^den^t. Junb Maria Magdalena^_ DonncrSt.a den^22au, Reisen. ÄmSt.g?-n 24. Juni: Der Btberpel»^ Sonntag dm 25. Sunt. Der Biderpelz. Montag dm 26 ^Zum. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur ^meff^^am^ ^b-^oUN^iwtlchen^ll u. 12 Uhr mittags- Rübsamen'sche Badeanstalt. Großen.Buseck, den 18. Juni 1899. 4803 Darmstadt, den 18. Juni 1899 4805 Hierzu ladet ergebens! ein Der Vorstand. 4078 Prämiiert: Butzbach 1898. Die KeilgrMttükisttllllgen | am 15. und 16. d. 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Oberförsterei Gießen. 100 w 21.0 100J bCJ 100.J« 00 N 102.0 100 iD 101 fl OSS Procent 4% Oesterr. Silberrente 4 Ung. Sold-Rente 8 Portugiesen 6 Mexicaner 4 Monopol-Griechen von 4 8 3 31/ 81, 4 Der Festplatz befindet fich am Bahnhof. Bezugnehmend auf Obiges halte ich mich mit prima Speisen uü ■ «Mttata besten« empfohlen. Karl Stork, Nassauer-Verein. Dienstag abend: Hotel Schätz. Wappenschilder, Inschriften, Transparente, Lampions, Fackeln. Pünktliche Lieferung ausdrücklich garantiert. Reichhaltige Preisverzeichnisse versenden wir gratis und franko Bonner Fahnenfabrik in Bonn a. Rhein. Hoflief. Sr. Majestät des Kaisers and Königs. König]., Grossherzogi., Herzog!, und Fürst!. Hoflief. (14 Hoflief,-Tit-: Zum Verbandsschiessen (1.—IO. Jqü) Wasserechte Fahnen und Flaggen, vorzügl. Qulitat, t. b Wappenfahnen, Adlerfahnen, billige Nationalfahnen etc. Die Einsegnung findet Dienstag den 20. Juni, nachmittags 4 Uhr, im Trauerhause statt. Die Bestattung erfolgt im Crematorium zu Heidelberg. Blumenspenden sind nicht im Sinne des Verstorbenen. Kießener Hurnerschasi Offerten mit Preis an die Expedition dieses Blaites unter Nr. 02211. Montag den 19. Juni 1899, abends 8Va Uhr, Am Dienstag, dem 27. d. Mts., vormittags 8 Uhr, kommen im Bahn- Hos Butzbach 700 abgängige hölzerne Bahnschwellen zur Bersteigerung. Gießen, 16. Juni 1899. 4795 Großh. Eisenbahn-Betriebsinspektion 1. 20 Franken-St. Enal. Sovereigns Dollars in Gold Abendeourfer ooo.oo I Oesterr. Lredit'Actien Schützenfesthalle. , BB" Mehrere Putz-- und Spülfrauen und drei Hausburschen für die Dauer des Festes gesucht. 02215 Näheres daselbst Donnerstag den 22.dss. Mts., nachmittags 5 Uhr. Jüngeres Mädchen4801 für kleinen Haushalt auf sofort gesucht Wo? sagt die Expedition d. Blattes. i eci H 81X .-'161* Stadt WormS unk. b. 1901 Oesterr. StaatSbahn v. 1885 Jtal. staatSgar. (itfenb. Mietgeluche Zim Schiihellfeße empfiehlt sich im Minden non Knirkanden die Gärtnerei von 4800 Georg Noll. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter sagen allen innigsten Dank fomilkn Sahn und Gengnagel. Submission. Die Lieferung von Weißzeug, Bettweck, Krankenkleidern, Stoff zu Stores, neuen Roßhaarmatrazen und das Auf- arbeiten von Roßhaarmatrazen für die neuen Kliniken in Gießen soll auf dem öffentlichen Submiffionswege für das Rechnungsjahr 1899/1900 vergeben werden. Bezüglich derLieferungsbedingungen ist der Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. Juni 1893, dasVerdingungs- wesen Mr., und dessen Anlage A maßgebend. Die Lieferungsbedingungen und Musterstücke sind auf dem Verwaltung^ büreau genannter Anstalt an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 6 Uhr einzusehen. M M ..5 Offerten mit der Aufschrift „Lieferung von Weißzeug 2C." sind verschlossen bis zum Montag dem 3. Juli 1899, mittags 12 Uhr, unter Beifügung von Stoffmustern an die Großh. Verwaltung der neuen Kliniken einzureichen. Zuschlagsfrist bis zum 10 Juli 1899. Die Lieferung kann auch verteilt vergeben werden. Gießen, den 17. Juni 1899. Großherzogl. Verwaltungs. Direktion der neuen Kliniken. 4797 7, Frankstr. Hyp. Bk unk. b. 1906 97 50 V» Frkf. Hyp. Ered. V. unk. b. 1906 96.80 Geldforterrr ®elb 16.20 Franz. Banknoten 419$ — Die Hauskollekte für das Diakonissen-Mutterhaus „Elisabetheustift" Darmstadt wird in diesen Tagen durch den Kollekteur Lutz erbo?' und wird hiermit bestens empfohlen. Schlosser. Ausläufer. Junge auf einige Stunden tagsüber gesucht. L. Kohlermarm, Küferei, 4693 Bleichstraße 12. sg1 I Oesterr. dto. Americ. 02210] Gefunden ein Hundehalsband mit Marke Nr. 2174. Das- elbe kann abgeholt werden bei Ferd. Aff, Neuen-Bäue 21. Todes-Aiiseige. (Statt jeder besonderen Anzeige.) Hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass heute vormittag 8*/z Uhr unser innigst geliebter Gatte, Vater, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Grossh. Geheimer Ober-Rechnungsrat Wilhelm Melchior plötzlich verschieden ist. Wir bitten um stille Teilnahme. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. 1 tfttlIH - RnK** fcrt Brühl'scheu Uaiverfitätt-Buch. anb Eteirrdruckerei (Pietsch Erben) in Gießen. Die heutige Wummer umfaßt 10 Scrte». wj| r6‘ ®«n mit 8 kie W Ä b!h,nj, bt« tanbe Z y*.« Sä j tat ftSb *• läS 0 Mittwoch de» 21. I»»j |. I., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: Möbel aller Arten, 1 Nähmaschine, ein • Erlernen unter meiner persönlichen Leitung, auch bei ungünstiger Witterung in einem geschlossenen Raume, auf einem Lernapparat. Kognak in Vb V2, Vs Flaschen der Firma ©rflf 8amiiig-KoMk-Krk«nnki Fritz Lchrller äöhne, Homburg, anerkannt feinste Marke, preisgekrönt, ärztlich empfohlen, in allen Preislagen von Mk. 1,80 an pro Flasche. Niederlage bei: 2780 W. Kilbinger, Löwen-Drogerie, Selteraweg 52. Rodheim a. d. Bieber. (Station der Bieberthalbahn.) Der hiesige Krieger-Bereiu feiert am 25. und 26. Juni n 25. Stiftungsfest, Fr. 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