Ulli Teilen eröffn 8 8 bis abends 8 l von 6 biß 12 Uhr. i str die KU 5 W, nadjmittagj sodaß die verehiliL latm^utmMtwtrh ß zu erfahren. ww> ms, M ehrlichen Publikum ' Garten. rei Irie-tl L lylii SrischM neckg: 'anzzBDSü i Aflg,W. er’. *1 rZ-s/^ahU' Mdai feiert»-: 'anzr ^e-imeats-^ Er. 117 Zweites Blatt Samstag de» 20. Mai 1899 kmefrme hi je kr a«ch»i«,G» ffc ke jchackm lee o^ctemkn ftturnnrr W eem. 10 tthr. «tk Ä*ide«.®mRtttftteei|dItM M3tt.ro* ftuiluM «eh»« «Bieif« für den Lnzei,« -rr »d PostbezW, 3 Mark 50 Pf,. vierteljLhrüch. »fieflsprrU vierieljShrlich 2 Marl 20 Pf,, moeotlid) 75 Pf^ eit Briugcrlohä. Ws, roh aus Holz geschnitzt. Diir Glockentöne sind längst verklungen; aber immer rroWmit vor dem Kreuz ein junges Mädchen in inbrünstigem GM« Sie ist schön, jedoch nicht von der Schönheit eines Ü6 :'.'rijtinien, zierlichen Stadtkindes, sondern von jener derben ArL:, Wk sie die ungebrochene Natur erzeugt. In dem hell- brcrNni Haar scheinen die Sonnenstrahlen in leuchtende aufzugehen. Aus dem kindlich-süßen Gesicht schauen eim faaac große, tiefdunkelblaue Augen traurig zu dem Erlöst eimpor. .enden der B|eb' 0^ Des Fellergrundbauern Marthel setzt sich aufseufzend auf das Gestein und blickt, das Auge von verhaltenem Weinen umflort, in die wunderliebliche Pfingsttagsmorgen. Landschaft hinaus. So goldig und klar sieht's in ihrem Herzen nicht aus. Viel Sorg' um ihren Schatz, den ewig lustigen Rudi, hatte sie ja immer gehabt ... ach, die Lieb'! Früher hätte sie nie geglaubt, daß die Liebe so viel Leiden bringt. Nun sah sie's selber. Der Fellergrundbauer besaß einen harten Kopf, und der Rudi einen gar windigen Geldbeutel. Das waren zwei Dinge, die nach menschlicher Berechnung nie zusammen passen würden. Aber Marthel verlor deshalb den Mut nicht. Der Rudi und ich, sagte sie, wir können halt warten; lassen thun wir voneinander nicht, das ist gewiß. Und es wär' auch schon immer noch zu ertragen gewesen, wenn sie der Alte nicht gar so sehr mit dem Holzmüller geplagt hätte. Das war so ein Freier nach dem Herzen des Fellergrundbauern. Seine Sägemühle drunten am Gießbach ging Tag für Tag, und sein Reichtum ward alle Tage größer. Er war ja eigentlich kein übler Mann, trotz seiner vierzig Jahre, aber doch Witwer, und besaß sogar einen sechzehnjährigen Jungen, der alleweil ins Ausland geschickt worden war, weil er daheim garnicht gut that. Der Holzmüller war ganz vernarrt in sie; das schwere Geld des Fellergrundbauern schien es nicht allein zu sein, das ihn so mächtig anzog. Marthels hübsches Gesicht, ihr herrliches Gemüt und ihre hausmütterlichen Talente hatten eS ihm nicht minder angethan. 's war bloß ein kleiner Fehler bei der Sache, hätten sonst leicht ein wohlgefügtes Paar werden können — die Marthel mochte ihn nicht. Ihr steckte der Rudi viel zu tief im Kopf, und das war des Holzmüllers helle Wut. „Bist halt doch ein rechter Narr," hatte der reiche Holzmüller zu sich gesagt, „daß Du den Wurm in Deinem eigenen Holze großziehft. Er muß hinaus!- Die Gelegenheit fand sich, und zwar gründlich. Rudi stammte aus der Gegend, war aber in der Stadt bei Verwandten erzogen worden. Er wurde allgemein der Schreiber genannt, da er sein nicht übermäßig reichliches Brot mit der Feder verdiente. Kontorist oder Buchhalter würden wir dazu sagen. Er war bei dem reichen Holzmüller, der einen ausgedehnten Betrieb hatte, als eine Art Geschäftsführer angestellt, und hatte zugleich die Bücher in Ordnung zu halten. Er war eine tüchtige Kraft; daher kam es, daß sich der alte Holzmüller immer nicht entschließen konnte, ihn Feierabend machen zu lassen; aber es wurmte den reichen Mann, daß einer, der bei ihm in Lohn und Brot war, Marthels Herz besaß, während er mit seinem ganzen Reichtum und Ansehen vor der Thür stand, und sich vergebens abmühte, hiueinzugelangen. Aber da war ihm das Schicksal zu Hilfe gekommen. Ein harter Schlag wars zwar; doch es hatte eben das Glück mit sich, daß Rudi nun ein für allemal abgethan erschien. Eines Tages, es war bei der Abrechnung zu Neujahr, stellten sich Ungenauigkeiten in den Büchern heraus, etliche schwerwiegende Fälschungen wurden entdeckt, und zuletzt kam man dahinter, daß das Ganze auf eine große Unterschlagung hinauslief. Der Verdacht fiel naturgemäß auf Rudi, der sich auch nur sehr schlecht verteidigen konnte. Jetzt, mit einem Male, fiel dem reichen Holzmüller manches ein, auf das er früher kein Gewicht gelegt hatte, und kurz und gut, Rudi wurde in das Untersuchungsgefängnis abgeführt, und im verflossenen Monat war endlich das Urteil gesprochen worden. Eine unselige Verkettung von Umständen ließ ihn in jedermanns Augen als schuldig erscheinen; die belastenden Aussagen des Holzmüllers, und vor allem seines Jungen, der damals noch hier war, thaten ein übriges. Rudi wurde zu zweijähriger Gefängnisstrafe verurteilt. (Schluß folgt.) Fussbodenanstrich 3948 Hamburger Engroslager Hosenträger wie Wäsche, Kravatten, Sportjacke», A Gin Kausöursche ges. 4027 Wallthorftratze 46. Steins Garten 22. oritnfi 4002 Adolf Baer. » 4035 empfiehlt W. Kilbinger, Löwen-Drogerie. WWW Mirräif! Mustergültige Vermietungen Mietgelnche (Offene Stellen DerWtdeneg Gardener Hraacher Seltinger Avsserordentlicb beqoenl Kein Drudt im Kreuz! DJ^GM 98984- empfehle Mosel . . „Hygiea, 3701] Kleine Wohnung zu vermieten. Bahnhofftratze 32. 3990] Ein Mädchen tagsüber zu einem Kinde gesucht.Marktplatz 13. i betreffend: Den obecha. Wegen Umba. i wird bie jiviffyn 8 StoBigarten gtltge üm 24. Mai L Äirtzen, btt Gin Lehrmädchen und ein Lehrling aus anständiger Familie gegen sofortige Vergütung gesucht. Ä S tzr toitb hinf i daß btt W' M i wegen btt ttjotbt ! biß axj roetlttei Gießen, a @rof (Bernsteinlack mit Farbe) schnelltrocknend, hochglänzend, dauerhaft Sch-lffra 2148] Wer Stelle sucht, verlange unsere „Allgemeine Vakanzenlifte". W. Hirsch Verlag, Mannheim. mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitute geimpft. Gießen, den 9. Mai 1899. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. I». engl. Vicogne. Echt diamautfchwarze und leberfarbige Baumwolle, beste Qualitäten, und daraus gefertigte Socken, Damen und Kinder*!rümpfe (Schulstrümpfe) ittßerß öillg. SW* Stricken und Anstricken von Strümpfen und Bein- längen etc, wird prompt und billigft besorgt. -WL 85K Maschinenfabrik Grihner Akt.-Ges., Dnrlach. Begründet 1872. ca. 2200 Arbeiter. Alleinverkauf der Gritzner-Fahrräder: Fr. Krogmann, Giessen, Fahrrad - Handlung und Reparaturwerkstätte. Tüchtige Möbelschremr werden sofort gesucht, ebenso wird ein Holzdreher eingestellt. 4008 H. BindewaldS Möbelfabrik, Friedberg in Hessen. Gießener Moßnungs-Nachweis Bahnhofstraße 41. Man ford. Anmeldebog. Kognak in Vn 1/2, 1/4 Flaschen der Firma Erste Tgmins-Koguak'Breuurrri Fritz Scheller Söhne, Homburg, anerkannt feinste Barke, preisgekrönt, ärztlich empfohlen, in allen Preislagen von Mk. 1,80 an pro Flasche. Schottener Bullen- und Zuchtvieh-Markt mit Prämiierung am 5. Juni 1899. Berlnkiliin von Zuchtvieh, landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten. ^reis des Aofes: 1 Mark. General «Vertrieb der Lose durch Herrn Karl Stang in Schotten. 1495 DerMarkt-Vor stand. pr. Fl. 0. Gl. . 50 Pfg. . 70 „ . 90 „ . 100 , . 60 N - 75 „ . 100 „ • 60 „ . 90 „ Linde'8 Kaffee-Würze! Unübertroffen in Reinheit, Aroma und Kraft! Darf in keiner Küche fehlen! __________ _______________________ 8674 Niederlage bei: 2780 W. Kilblnger, Lowen-Drogerie, Seltereweg 52. Betr.: Died Schul 1 Das Groß au die Insower Sn i fjßung vom 30.3 i ffinde sind, werde ! innert (Vorlage i Webacne«: «. Burkhardt. — *e» «ata| der Brühl'sch« Unwersttkr-B-ch. und Steindruckern (Pietsch Erben) in «ießm. Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gieße« wird — beginnend mit Mittwoch de» 17. Mai im Jmpflokale (altes Rathaus) für die nächste» 5 bis 6 Wochen jeden Mittwoch, vormittags 9 bis 10 Uhr, abgehalten werden. Jrnpfpflichtig im laufenden Kalenderjahre sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahrgängen. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, I zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich find. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlüsse auf seine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zu Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren find, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müffeu in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beausprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körp-r zur Impfung gebracht werden. Es wird nur au einem Arme Bei 10 Flaschen und bei Faßbezug Preisermäßigung. 4013 Louis Lind, Weinhandlung, Kirchen Platz 10. Ein ordentlicher 4014 , E. Seuling-, MWuen-Strickttti, Wetzsteiustratze 45 empfiehlt Wetzsteinstraße 45 inri»'e,n ? plgo»« m Neues Fahrrad 3tt Ät«. 01824 Hammstratze 14 Part. am Soustag d im »llasino z 11 Bericht d Vereins ■ -• Borlage Schatzmei 4 in 1 Stutenlör . Hmeiftet ö' Stutentön , Stole» qel f dchi-mui, ’■ ®«t)l bet' Jfeen f: d Mwgs- Sm Vogekflt v i*/, uhts;mS111! 1 Weide X"* N Als mrstgliche MW* sind 2767 Billig, fast kostenlos rühmli^^bekannten ^Rheinischen Trauben-Bruft-Honig bei Husten, Heiserkeit, Katarrh, Hals-, Brust- und Lungenleiden, Reiz im Kehlkopfe, Bluthusten, Keuchhusten der Kinder. 68 ist! das reinste, angenehmste, edelste und natürlichste Mittel, das existiert und brauck» nur in geringen Gaben genommen zu werden; siehe Prospekt. StelS ech« unter Garantie bei 3768 C< G. Klein kenn, Gießen, Bahnhofstraße 59. Arauueöerger,, Laubenheimer Ithei« Hppenheimer „ Niersteiner „ Itak. Notwei« . . Warca Zckatta . . Alex. Salomon & Co, Schulstr. 4 Praktische Neuheit! Battistkleidchen in allen Preislagen empfiehlt 4031 Robert HaasNchf. Kurz- und Modewaren Seltersweg 18. Putzen Sie Ihre sämtlichen Metallsachen nur noch mit Fulmenol ? (gesetzlich geschützt) anerkannt bestes Metallputzmittel der Neuzeit. 7i Flasche 50 Pfg., % Flasche 30 Pfg. Alleiniger Fabrikant: W. Kilblnger, 4036 Inhaber der Löwen-Drogerie. ' ö-ie mit* 1 **.* M 2 $ ”, den 2 FTadellose ussboden-Anstrichfarben aller Art fertig znm Streichen Spezialität: Kaiserlack uud -Mützen, Uuterzeuge in großer Auswahl, besoMi Touristenhemden. Neuheiten in Kinder- W aschkleidchen Schöar Parlerrewohunllg, 3 Zimmer, Küche und Zubehör, eventl. auch Gartenanteil, Nähe der neuen Kliniken, an ruhige, kinderlose Familie oder soliden, einzelnen Herrn am 1. Juli zu vermieten. — Gefl. Anfragen unter R. 1 an Haasenftein & Vogler, A.«G., Gietzen, Seltersweg 89, Hof I._________________________3856 Seltersweg 81 § in der zweiten Etage ist eine Wohnung von 4 Zimmern mit Mansarden u. allem Zub. an ruhige Leute per 1. Juli z. verm. 3322] Mansardenlogis von 5 Zimmern (2 Treppen hoch) zu vermieten. _________________Göthestratze 46. 01753] Ein möbliertes Zimmer zu verm. Bahnhofftratze 26, Hinterh. Hausbmsche gesucht 4004] Hausbursche gesucht Mäusburg 14. » Gedichte von Johannette Lein der 80jährigen Gießener Dichterin, Vreis 1 Wk. 50 Mg., empfiehlt die 4005 I.Rickek'scheKuWMg Sehr angenehm ist em zarter, Weitzer, rosiger Teint, sowie em Gesicht ohne Sommersprosien und Hautunreinigkeiten, daher gebrauche man: H Kergmanll's kilieumilch-Seife K°drbt»l.yreodk» d- S. Möbs und Emil Bender, Schulftr. 5. 2664 25 Sonnenstraße 25 empfichlt in großer Auswahl: Herren-Shlipse, Kragen uad Mauschelten Hosenträger Unterjacken u. -Kosen re. re. aller Art. 3987 Herrn. Musche’sFloiSChCOflfCCt Tötet ebsolot | sicher alte Magath tero. Alle anderen Mittel weit 1 fibertreffend. ' Beweis: Die t vielen Dank- ■chreiben. Pack 0,60 u. LOO. Echt nur von Hem. MuschJuJIlagdeburg. Hier zu haben M A.Noll II., Kolonialwhdlg., Bahnhofstr. 51. Beteiligung oder Kauf mit 15 bis 20 Mille sucht tüchtiger Kaufmann. Offerten unter V. P. 3977 an die Expedition d. Bl. Hüchtige Mertreter für Jalousien, Rollläden, Holzrouleaux und Schattendecken werden zu höchsten Provisionen angestellt. 3894 Gberlanßher Ialonße- i. H-Irronleallr-ZadriK. Th. Handschug, Zittau i. Sa. Suche ein Geschäft oder Filiale zu führen. Ladenlokal, Geschäft oder Wirtschaft zu pachten oder zu kaufen. Offerten unter Nr. 4022 an die Expedition dieses Blattes. 3684] Wegen Versetzung ist der mittl. Stock, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Juli zu verm. Grabeustratze 9. 1814] Wegen Uebersiedelung des Herrn Direktors Steineke ist auf Juli die Belletage mit großem Balkon Ost aulage 29 zu vermieten. Näheres bei K. Klees, Südanlage 18. 3142] 4-Zimmerwohnung nebst Zubehör sofort zu vermieten. Näh. Sonnenstr. 15, Ecke Neuen-Bäue. Marke Brennabor, 4034 wenig gebraucht, zu verkaufen. _________Seltersweg 52, im Laden. Ein Haus in bester Lage Gießens, zu jedem Geschäft geeignet, zu verkaufen. 3024 Zu erfragen in der Expedition d. Bl. KwÄrei Mil L teuer tie H. Kettler empfiehlt stets vorrätig: Kaffee- uud Thee-Gebäck Kuchen und Horten etc. Gefrorenes in nerschikdeue« Sorte* und uuerkauuter Güte. Ausschank von 3912 la. echt Pilsener und Münchener Bier. TeXtors Terrasse. Täglich frische Maffei«. 3828 ff. Holgeillische Mkineidnttkr versendet in Postkolli (Netto 9 Pfund) zu den billigsten Tagespreisen überall hin Moldorf i. H. O. Sager, MM Versandhaus Holst. Meiereibutter. Bernsteinlackfarbe, lose Pfd. 90 Pfg.,! Oskar Höpfner’s Anstalt trocknet über Nacht, hochglänzend, 1r. . - .. .. ” Spirituslackfarbe, lose Pfd. 75 Pfg., sm schwell. HeugymnllstlK, Nrthopadlk und Uedital-Ullffaae-ßi; > sofort trocken, hochglänzend. Staatlich konzessioniert. % ö GustavWalter, Kieße«. W-ltKeffraßc 8 ----------Mäusburg 13._____35841 Von heute ab werden in meiner Anstalt Mittwochs und Sam.,'- unbemittelte Ortskranke frei behandelt und zwar von 3—6 \i 3245 Ausweis: Armenschein.