Donnerstag den 20. April 1899 !r. 92 Erstes Blatt. Amts- und Anzeigeblatt für den Tkveis Gietzen ! Amtlicher Teil die Ihnen zur 1899. dem Reiche Mstein, i hält dieselbe aber nur für ausführbar, wenn der Börner kurzer Debatte geht die Vorlage an weiterer a« tldubac »en Anzeigen zn »er nachmittag» fir len MDch,»-n Lng «scheinenden Stummer M »ernt. 10 Uhr. ■He Anzeigen-dermittlnng-ftellen de» In« uni Huilenlel nehmen ähjeigen für den Gießener Anzeiger entgeh». Gewerbenovelle. Schluß 6 Uhr. * / $ eine Kommission. Morgen 1 Uhr »»«■ftien, Expelitian und Druckerei: ^chnkstrntze Ar. 7. iten AnifthiL. mäiiigen fr- lerei (W traue 1. 43irg*rmeiftrreien der Landgemeinden und Großh. Gendarmerie deS Kreises. 5 P!g. arte, iitüt ver- DaS nachstehende Schreiben teilen wir SimiltmS und Nachachtung mit. v. Bechtold. Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der heWhe Landwirt, Mäkler für hesilfche Volkskunde. ■»reffe für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprecher Nr. 51. Nachdem unter dem Rindviehbestand des Heinrich Mild) er zu Lardenbach, Kreis Scholten, die Maul- uua) Klauenseuche amtlich festgestellt ist, ist über das ^'«silichte Gehöft die Sperre angeordnet worden. Gießen, am 15. April 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Becktold. Deutscher Reichstag. 68. Sitzung vom 18. April. 1 Uhr. ■Inf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Skailumg des Schlachtvieh- und F leisch beschau - Abg. Kontrolle, Staat die Abg. rung ein. Nach Hessischer Landtag. Zweite Kammer der Stände. nn. Darmstadt, 18. April 1899. Die Sitzung wird um 1/211 Uhr eröffnet. Am Ministertische : Staatsminister Rothe und die Ministerialräte Krug zu Nidda, Breidert, Ewald und Pückel. Das Haus ist schwach besetzt. Bor Eintritt in die Tagesordnung regt der Abgeordnete Schmitt eine raschere Erledigung der eingebrachten Interpellationen seitens der Großherzoglichen Staatsregierung an, vie dieses in Art. 27 der Geschäftsordnung vorgeschrieben ei. Seither sei die Beantwortung der Interpellationen Wochen und Monate verschleppt und dadurch große Mißstimmung hervorgerufen worden. Die Regierung sichert eine raschere Beantwortung der Interpellationen zu. Hierauf tritt die Kammer in die Beratung der Re- gierungs Vorlage, betreffend den Gesetz-Entwurf über die Ruhegehalte und Fürsorge für die Hinterbliebenen der Staatsbeamten. Staatsminister Rothe erklärt, daß die Regierung mit den Abänderungsvorschlägen des Ausschuffes einverstanden sei, nur möge die Kammer den Titel des Gesetzes einer Aenderung unterziehen, da das Gesetz auf alle Beamten des Staates Anwendung finden werde. — Zur Beratung der einzelnen Gesetzes-Paragraphen übergehend, wird der Antrag des Ausschusses zu Artikel 3 des Gesetzes, wonach statt des 33. jetzt das 25. Lebensjahr als Anstellungsjahr bei den Pensionen gerechnet werden soll, von den Abgeordneten v. Köth, Schmeel, Backes und Ulrich lebhaft bekämpft. Der letztere Abgeordnete bezeichnet eine derartige Festlegung als eine Prämie auf die Faulheit, und beantragt Zurückverweisung des Gesetz-Entwurfes an den Ausschuß, um demselben Gelegenheit zu geben, in demselben den Wünschen deS Hauses Rechnung zu tragen. — Abg. Schmitt wünscht in dieser Frage entschiedene Klarheit, um nicht wieder in eine Lage zu kommen, wie dies beim Beamtenbesoldungsgesetz der Fall gewesen sei. Heute schon seien eine ganze Reihe von Beschwerden von Beamten eingelaufen, welche sich in der Berechnung ihrer Vordienstzeit bei dem Besoldungsgesetz beeinträchtigt fühlen, weil die Kammer damals dem Wörtchen „kann" angerechnet werden statt „muß" zugestimmt habe. Durch die Behandlung der ganzen Sache nach der Auffassung der Regierung sei die Kammer thatsächlich getäuscht worden. Aus allen Kreisen der Beamten seien ihm Beschwerden zugekommen, daß eine unrichtige Berechnung der Vordienstzeit stattgefunden habe. Dies zu vermeiden, sei heute die Pflicht der Kammer. — Ministerialrat Krug weist die Anschuldigung des Abg. Schmitt, als sei die Regierung nicht gesetzmäßig bei dem Beamtenbesoldungsgesetz verfahren, mit Entschiedenheit zurück. — Der ganze Gesetz- Entwurf wird sodann im Einverständnis mit der Großh. Regierung an den Ausschuß zurückverwiesen. Die Vorlagen des Großh. Staatsministeriums: die summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Großh. Staatsschuldenverwaltung, der Staatsrenten - Ablösungs? Schulden « Verwaltung und der Großh. Landes-Kreditkasse für die Jahre 1891/94 im Betrage von zirka 90 Millionen Mark, werden hierauf ohne Debatte genehmigt. Ein Antrag der Abgeordneten Wasserburg und Genoffen, die Einführung direkter Wahlen zum Landtag, und ein Antrag des Abg. Dr. Schmitt und Genossen, den Erlaß einer Vorlage über Wahl- vorschriften betreffend, gelangt nunmehr zur Beratung. — Abg. Ulrich wünscht, daß auch die beiden Anträge der sozialdemokratischen Partei auf anderweite Einteiluug der Wahlbezirke und Einführung der Sonntagswahl zur Debatte gestellt werden möchten. Die Kammer ist damit einverstanden. — Abg. Frenay bezeichnet das heute bestehende indirekte Wahlsystem als eine veraltete Einrichtung bei dem der Wille der Wähler nicht zum Ausdruck gebracht werde. Es sei unbedingt nötig daß das geheime Wahlrecht auch in geeigneter Weise durchgeführt werde. Wenn man haben wolle, daß die Vertreter des Volkes durch den Willen des Volkes bestimmt werden sollen, so sei das direkte Wahlrecht wie dies in Baden und Württemberg bereits geschehen, auch in Hessen einzuführen. Die Kammer möge daher dem Antrag des Ausschusses stattgeben, welcher an Stelle des indirekten das direkte Wahlrecht gesetzt wissen will. — Staatsminister Rothe erklärt, daß die Frage des Ersatzes des indirekten Wahlrechts noch nicht geklärt sei. Heute aber könne er schon sagen, daß eine Revision des indirekten Wahlgesetzes nicht ausbleiben werde, und bei dieser Gelegenheit könnten dann alle die Anträge erörtert und erwogen werden. Auch der Frage der gleichmäßigen Verteilung der Wahlbezirke in Verbindung mit der Revision des Wahlgesetzes steht die Regierung sympathisch gegenüber. Was die Verlegung der Wahlzeit auf Sonntags betreffe, so stehe die Regierung auf dem Standpunkt, daß dies nicht durchführbar sei, weil eine ganze Reihe von Desiderien herbeigeführt würden. — Abg. Schröder kann sich nicht für das direkte Wahlrecht aus- 3U|M»prrin vierreljährllch 2 Mart 20 Wfr moaatlich 75 PfH, mit vringerlohn. Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf,, vierteljährlich. GulgeMl? ilung, wdM rfolge teiritfat w™ m liju^ninMwL ■ iSonditn W". g ju verkaufen. • imÄflut. W eT w. W. an tu, nn 9Ut txW; Mrr und ein» **ft; Markow Gießener Anzeiger General-Hln^eiger auf die Negierung. Abg. Meyer-Jobst (frs. Vg.) spricht gegen die Haus- schlachtuugskontrolle, Abg. Rösicke (Bd. d. Landw.) äußert sich in agrarischem Sinne. Steinhauer (frs. Vg.) wünscht eine strenge W*n2' Gießen, den 17. Avril 1899. Eytvi. Uebereinkommen zwischen dem deutschen Reiche und Oesterreich-Ungarn über das Ueberschreiten der Landesgrenze mit Militär-Luftballons. Dls Großherzogliche Kreisamt Gießen tiu Großh. Polizeiamt Gießeu, die Großh. Wl WNnljeiin.; r Zn- unbi^- nt HM M - Abg. Vielhaben (Antis.) fortfahrend, bemerkt, er müsse schärfste Kontrolle des ausländischen Fleisches verlangen, namentlich auch im Interesse unserer Konsumenten. Die Vorlage entspreche den praktischen Bedürfnissen nicht. Sie bringe die inländische Produktion in Nachteil gegenüber der ausländischen. Auf etwaige Zusicherungen der Regierung der Vereinigten Staaten in Bezug auf veterinärpolizeiliche Maßnahmen sei gar nichts zu geben. Redner erwähnt weiter, im amerikanischen Senat habe ein Mitglied Namens Mason bereits Repressionsmaßregeln gegen Deutschland beantragt, für den Fall, daß das deutsche Fleischschaugesetz durchgehe. Die Schlächter drüben hätten daher einer Sorte Schinken den Namen Masonschinken gegeben. Eine besonders feine Sorte solle ja auch bereits den Namen Bülowschinken tragen. 0B& AH Präsident Graf Ballestrem ruft den Abg. Vielhaben wegen dieser einem Mitgliede des Bundesrats an den Kopf geworfenen Insinuation zur Ordnung. Abg. Delsor (Els.) bekämpft namentlich den Schauzwang für die Hausschlachtungen und plaidiert dafür, das ausländische Fleisch derselben Kontrolle zu unterwerfen wie das inländische. (Bravo! rechts). Abg. Graf Bernftorff-Uelzen (Welfe) meint, es liege geradezu im Interesse des Bundesrats selber, daß man ihm nicht die Vollmacht gebe, ausländisches Fleisch je nach Ermessen dem Schauzwang zu unterwerfen oder nicht. Grundsätzlich müsse ausländisches Fleisch ebenso kontrolliert werden, wie inländisches. Gleiches Recht für Ausland und Inland, und zwar gleiches Recht durch gesetzliche Bestimmungen! Redner hält schließlich einen Druck vom Reiche her für nötig, behufs allgemeiner Einführung der Viehversicherung unter Prozentualer Beteiligung des Reichs an den Kosten. Abg. Hilpert (bayerisch. Bauernbund) bekämpft die Fleischbeschau sehr lebhaft. Diese habe früher in Bayern bestanden, sei aoer abgeschafft worden, und man wolle sie dort nicht wieder haben. Wenn die Sozialdemokraten Arm in Arm mit der Regierung gingen, dann wisse man ganz genau, was ein solches Gesetz bezwecke. Abg. Herold (Centr.) will, daß jedenfalls alles Fleisch, welches nur zum Verzehr im Haushalt gelangt, nicht der Schau zu unterliegen brauche. Die Kontrolle der Hausschlachtungen seien überdies mit Belästigungen verknüpft, die zu deren Nutzen in gar keinem Verhältnis stünden. Unbedingt müsse auch die Kontrolle des ausländischen Fleisches erfolgen, und zwar müsse sie im Gesetz ausgesprochen werden. Abg. v. Wangenheim (Bd. d. Landw.) plaidiert für strengste Kontrolle der Fleischeinfuhr vom Auslande. Was die Kosten der gesamten Schau betreffe, so stimme er dem Vorschläge der schleswigholsteinischen Landwirtschaftskammer bei, daß dieselben auf die Allgemeinheit zu übernehmen seien. Die Bestimmungen der Vorlage über das ausländische Fleisch habe er mit tiefer Beschämung gelesen; sie seien geradezu eine Ohrfeige für die ganze Landwirtschaft, nach den Erklärungen, die im Vorjahre abgegeben worden seien. Die Bestimmungen über das Ausland müßten unbedingt abgeändert werden. So lange er an der Spitze des Bundes der Landwirte stehe, habe er es stets darauf angelegt, zu vermitteln. Wenn ein anderer an seine Stelle trete, so werde dessen Tonart eine weit schneidigere sein. Er lehne dafür jedenfalls die Verantwortung ab; diese falle alsdann w Berlin, den 4. April 9fiili)ästiges Amt. Zufolge eines Uebereinkommens zwischen »ck Öesterreich-Ungarn ist den deutschen Luftschiffer-Offi- , «und deren Begleitpersonen einerseits und den Oester- r-schilM-Ungarischen Lustschiffer-Offizieren und deren Be- g lche-sonen andererseits das Ueberschreiten der Landes- imze mit Luftballons, sowie das Landen auf dem Gebiete > 8d ärgeren Teiles gestattet. Tie Aufnahme von Photographien fremden Länderge- b üititf mnb das Auflassen von mitgenommenen Brieftauben Mjiemein ausgeschlossen. Die beiderseitigen Luftschiffer-Offiziere haben sowohl ? ßi ihi-liin eigenen Schutze als auch zur Ueberwachung und MWjutoerung etwaiger Umtriebe unbefugter Personen zu ihrem Ausweise dienliche Bescheinigungen ihrer vorgesetzten LMLrbehörde mitzuführen und jede Landung auf fremdem Oibktr sofort dem Vorstände der Gemeinde, in deren Be- liirfetiie Landung erfolgt, anzuzeigen. Wr etwaige bei den Ballonfahrten und Landungen LUis snnndem Gebiete verursachte Beschädigungen ist Schaden- e-chtz nach den Gesetzen des Landes, in dem der Schaden enMchssen ist, zu leisten. Der Reichskanzler. __I A.: gez. Hellwig._______________ Bekanntmachung, betreffend: Maul- und Klauenseuche. Die in Friederg ausgebrochen gewesene Maul- und lllllmmseuche ist wieder Erloschen und sind die ©perr= vniMyeln wieder aufgehoben. G'ießen, den 15. April 1899. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. lIB ohMi "aulttbl jum Johanr $rautnigtbd ßrriherrr ftiit burd) $ nicht absehen. . Berlin, 18. April. Versuche mit Zucker in der I Verpflegung des Heeres. Bekanntlich beschäftigt sich I das Kriegsministerium seit längerer Zeit schon mit der I Frage, ob die Ernährung durch Zucker für die Mann- I schäften des Heeres nicht von wesentlichem Nutzen besonders I für das Aushalten von Strapazen sei, und, wie bekannt, I sind schon umfassende Versuche damit durch die Militär- I etats im Reichstage zur Sprache gekommen. Dem Ver- I nehmen der „Kreuzzeitung" nach ist jetzt höheren Orts an- I geordnet worden, daß je zwei Kompagnien von zwei Regimentern eines jeden Armeekorps jetzt und besonders im I Sommer längere Uebungsmärsche ausführen sollen, auf denen von den intelligenteren Mannschaften dieser Kom- I pagnien Versuche mit reinem Zucker und mit Pastillen aus I Zucker mit Kaffee- oder Zitronenzusatz, in Wasser in mit- I geführten Blechbechern aufgelöst, angestellt werden, um fest- I zustellen, ob sich dadurch Strapazen leichter ertragen lassen. I M.P.C. Berlin, 18. April. Von kanalgegnerifcher I Seit wird geltend gemacht, daß bei der ersten Lesung des 1 Gesetzentwurfs im Abgeordnetenhause niemand die Frage I der weiteren Entwicklung in der Verwendung der elektrischen I Kraft zu Beförderungszwecken auch nur gestreift habe. Wir I möchten meinen, dies sei keine allzugroße Unterlassungssünde. Daß die Beförderungsmittel zu Wasser durch die fort- I schreitende Verwendung der elektrischen Kraft im Laufe der I Zeit eine bedeutende Umgestaltung erfahren werden, ist allerdings anzunehmen. Das nämliche gilt aber auch von denen zu Lande. Es kann heute auch noch niemand bestimmt sagen, ob nicht durch die Fortschritte, die in der Verwendung der Elektrizität gemacht werden, auch der Eisenbahnverkehr ein völlig anderer werden dürfte. M.P.C Wer auch immer der Herausgeber der „Bismarck-Buche rgespräche" sein dürfte, die Möglichkeit, daß er gewiffe Anhaltspunkte und mehr oder weniger breite Unterlagen für seine Veröffentlichungen besitze, ist wohl nicht als ausgeschlossen zu bezeichnen. Bucher hatte unter anderen Sonderlings-Neigungen auch solche, die sich nicht allzuschwer journalistisch fruktifizieren ließen. Abgesehen davon, daß er in zwei Weinstuben der Potsdamer Straße, wenn auch nicht regelmäßig doch von Zeit zu Zeit an bestimmten runden Tischen erschien, und politische Gespräche führte, oder sich an solchen beteiligte, kehrte er nach seiner Entlassung vielfach in einer in der Nähe seiner Wohnung belegenen nicht großen Restauration ein, um sein Abendessen einzunehmen und die Zeitungen zu lesen. Es war dann für jemanden, der mit ihm am selben Tische saß, nicht schwer, ihn auf ein politisches Thema zu bringen und es vielleicht am nächsten Abend weiter zu spinnen. — Eine Filiale der Schiffsbaugesellschaft „V u l k a n" mU^M.PC. England. Die englische Artillerie hat sich jetzt endgültig für Annahme des Vickers-Maxrm Schnellfeuergeschützes entschieden, und zwar den 15 Pfünder für die fahrende Artillerie und den 12 Pfünder für die rettende. Das Gewicht des Geschützes mit Protze und 40 Granaten beträgt 40 Centner. In der Minute sollen 12 gezielte Schuß abgegeben werden können. Petersburg, 18. April. Trotz der jüngsten Veröffentlichung des „Regierungsboten" über die Student ende- wegung, trotz des Hinweises, daß schon umstürzlerische Elemente sich derselben bemächtigt haben und ihr einen ernsteren Charakter geben, und trotz der Androhung Harter- Strafen herrscht allem Anschein nach unter den Studenten, jedenfalls den Petersburgern, die Absicht vor, die Bewegung | mit allen Kräften weiterzuführen. Obgleich, mit Ausnahme I der militärärztlichen Akademie, jetzt alle Hochschulen geschlossen sind und dem Lande dadurch ein schwerer Schaden erwächst, läßt die Regierung doch vorläusig den Dingen ihren Lauf, ohne ihre Machtmittel ganz auszunutzen. Jede versöhnende Vermittlung wird durch die Haltung der Masse der Studenten erschwert; die Professoren haben sich fast I ganz zurückgezogen, einige sprechen öffentlich ihr Bedauern I aus, andere erklären, daß die Bewegung mit revolutionären Umtrieben nichts gemein habe, wieder andere behaupten das I Gegenteil. — Zwar hat die Studentenbewegung nut einer I possenhaften Beimischung begonnen, die dem ferner stehenden I ein unwillkürliches Lächeln abnötigt. So haben auch die I Hörerinnen der „Höheren weiblichen Kurse" (eine Art Frauenuniversität) den Vorlesungsstreik ihrerseits damit ms Werk I gesetzt, daß sie, die jungen Damen, sich platt aus den I Treppen niederlegten und die zur Vorlesung kommenden I Professoren aufforderten, nur immer gütigst über ihre Leiber I hinwegzuschreiten. Aber man muß das Wesentliche von I dem Unwesentlichen unterscheiden, und leider wird man sich sollte durch Ankauf eines Geländes bei Brunsbüttel an der Elbe gegründet werden; die Verhandlungen darüber sind aber noch nicht zum Abschluß gelangt. Ueber frühere Verhandlungen des „Vulkan" berichtet eine Zuschrift der „Hamb. Nachr." aus Cuxhaven folgendes: Am liebsten hätte die Gesellschaft in Hamburg selbst und zwar auf Kuhwärder ein Terrain erworben; sie bedurfte aber eines Platzes in der Größe von 28 Hektar, während der Hamburger Staat auf der erwähnten Stelle höchstens 12 Hektar "Su ofrM ®1 in W"' « der Börse herrschen. Oedeuburg, 18. April. Ueber die hiesige Gegend ging gestern ein furchtbares Gewitter mit Hagel schlag I nieder. Der Blitz schlug in mehreren Ortschaften ein. Rom, 18. April. Blättermeldungen zufolge ist der englische Botschafter nach Aranci abgereist, um an Bord des Admiralschiffes des dort eingetroffenen englischen Geschwaders das italienische Königspaar im Namen der Königin Viktoria zu begrüßen. Rom, 18. April. Der Kriegsminister hat Ordre gegeben, 500 Mann Truppen für die Besetzung der Sanmun-Bay bereit zu stellen. Cagliari, 18. April. Bei der Abfahrt des italienischen Königspaares aus Cagliari hat sich heute durch den Einbruch I eines Geländers auf einer von Zuschauern überfüllten Brücke ein folgenschwerer Unfall ereignet. Zahlreiche Personen stürzten herunter. Fünf sind tot, viele wurden schwer verletzt. . _ M.P.C. Schweiz. Das Militärs-Departement gibt folgenden Stand der Armee für 1 .^Januar 1899 an: Elite Truppen 148,435 Mann, davon 111,553 Infanterie, 4,368 Kavallerie, 20,449 Artillerie, 5,734 Pioniere, 4'747 Sanitätstruppen, 1,436 Verwaltung, 148 Radfahrer. In der Landwehrliste figurieren 85,676 Mann, wovon 62,134 zur Landwehr 1. Aufgebots und 23,542 zum 2. Aufgebot zählen. Der Landsturm umfaßt 275,596 Mann, wovon auf den bewaffneten Landsturm 50,440 und auf den unbewaffneten 225,156 Mann kommen. Paris, 18. April. In Justizkreisen wird behauptet, daß eine gegen Döroulöde gemachte Zeugenaussage auch für den General Roget vernichtend sei, besonders die Aussage des vom Cri de Paris erwähnten Obersten bezeuge klar, daß zwischen Doroulöde und Roget ein Einverständnis 1 h^Loudon, 18. April. Die Meldung, daß der General Lawtvn seine Stellung in der Umgegend von Manila habe auf geben müssen und die Versicherung, der General habe erklärt, er müsse den Rückzug antreten, wett es unmöglich sei, mit weniger als 100000 Mann die Philippiner zu schlagen, hat in allen Kreisen große Bewegung hervor- qerufcn. Der General mußte diesen Entschluß infolge des I Beginns der Regenzeit fassen, da die amerikanischen I Truppen sich während dieser Zeit nach Manila zurückziehen zu ttyei . > 6 p ter* ,k Dar l^och nw hfyt zu bi Hiern »Mi ter Ä* an nc ' * *£ hcrqeben konnte. Daran scheiterten die Verhandlungen. , Dann wurde auch Cuxhaven in Betracht gezogen, und es | ift auch hiesiges Terrain von Mitgliedern des Verwaltungs- ] rates der Gesellschaft besichtigt worden, doch wurden die bezüglichen Absichten aufgegeben, weil die Befestigungen der Elbmündung nach Ansicht der Herren Nicht stark genug waren um ein Bombardement Cuxhavens und die Erzwingung der Einfahrt in die Elbmündung durch eine feindliche Flotte in jedem Falle hintanzuhalten. Da bei einem solchen Angriff auch ihre Dock- und Werftanlagen zerstört werden würden, so erschien ihnen die Jnfestierung des großen Kapitals für die Anlagen am hiesigen Platze als em zu großes Wagnis. — In der That wurden, wie man hort, in militärischen Kreisen schon seit langem Plane, die eine erhöhte Sicherheit der Elbmündung uno Cuxhavens, sowie der Kanalmündung und Brunsbüttels bezwecken, erwogen. So soll eine zeitlang der Plan bestanden haben, auf dem Schaarhörnriff einen Panzerturm zu erbauen, aber infolge der enormen Kosten, die ein solcher Bau verschlingen würde, wieder fallen gelassen fein; dafür soll nun einstweilen die Anlage von Befestigungen weiter elbauf zum be- fonberen Schutze der Kanalmündung geplant werden. Budapest, 18. April. Ein amtliches Commumqus bezeichnet die von Berlin verbreiteten ungünstigen Gerüchte betreffend den Budapester Platz als völlig unbegründet. Es sei nicht der geringste thatsächliche Anlaß zu einer beunruhigenden Auffassung Der Lage vorhanden, da ganz normale Verhältniffe sowohl in der Geschäftswelt als an schon die Knute in Anwendung kam. Die Folge waren geheime Aufrufe der Petersburger Studenten an übrigen Universitäten, sich dem Ausstand anzuschließen, alle folgten diesem Rufe, nicht einmal „Jurjew" (ba9 Dorpat) ausgenommen, welches vor seiner Verrussung i^- alle politischen Kämpfe von den der Wissenschaft deWc2. Hallen fernzuhalten gewußt hatte. Der Zar, bei fer, weichen Charakter, wünschte, den Unruhen ohne Gewalt ‘ Ziel zu setzen. Er ernannte seinen Vertrauensmann, ehemaligen Kriegsminister Wannowski, zur persönliche j. tersuchung der Angelegenheit, und den Studenten tuur^ Aussicht gestellt, daß die größte Milde walten M. , sie nur wieder die Vorlesungen besuchen würden 1«- dieses Anerbieten führte bereits zu nichts mehr. Tir . blieben leer, und nicht allein das, auch die technischen xt anstalten, in Petersburg sowohl wie im Reiche, wurden • die Bewegung mit hineingerissen, der sich, ein früher hörter Fall für die ruhigen baltischen Provinzen, auL ? jetzt allerdings verrußte Rigaer Polytechnikum anfdM - ; Nun verfügte der Minister der Volksaufklärung, baj - j allen Lehranstalten, in denen ein derartiger Ausstand b-: sämtliche Studierende zu entlaffen sind. Diejenigen, ihr Studium wieder aufzunehmen wünschen, haben fit a der Frist von einigen Tagen mit einem Gesuch um ■ aufnabmc ar die Lehrodrigkeit zu wenden und zuglcrc schriftttche Erklärung beizufügen, daß sie sich in 3 allen Bestimmungen der Lehrobrigkeit fügen wurden : jenigen Studenten, welche dieses nicht thun oder öen ;\- Wiederaufnahme in die Lehranstalt abgeschlagen nmd I nach ihrer Heimat abgeschoben werden. Aber aiiil I Drohungen schrecken die Jugend nicht mehr, welche c".! . entschlossene Führer erhalten hat. Die Bewegung w :- I sich immer mehr zu einem politischen Ereignis aui, uw : werden seitens der Studierenden sehr positive Fordes gestellt. Es ist noch das wenigste, daß die Studieren^ .. I einem begreiflichen Gemeinbürgschaftsgefühl heraus:< I langen, daß sämtliche Studierende ohne Ausnahme unt alle Strafe in ihre Lehranstalten wieder aufgenommen nc) I Sie verlangen weiter auch die Abschaffung der un^-r 1 xander III. eingeführten Universitätssatzungen, we! d 1 der Besorgnis vor dem Nihilismus erwachsen sind urK I Lehr- und Lernfreiheit thatsächlich in überaus enge Fn": I schlagen. Das russische Universitätsleben müsie x ’ I liberalen Grundsätzen Alexanders II. zurückkehren, ü eine Reform der Universitäten nach deutschem Muster :li I geführt werden. Selbstverständlich soll auch die den A I deuten besonders verhaßte Einrichtung der „Jnspe.ioic I fallen, Staatsbeamter an der Universität, welche vbc..1 I Wohlverhalten der Studenten innerhalb und außechcl | Universitätsräume zu wachen haben. — Diese FordeiÄ« I der Studentenschaft mögen nun in der That einer ow- I Berechtigung nicht entbehren, aber es entsteht doch Die W I ob der Staat in einem Augenblick, wo bte ituoi I Jugend in offener Auflehnung gegen ihn begriffen iR I Derartigen Reformen schreiten und sich blindlings dem I werfen kann, was die Studierenden ihm, dem Staatt, schreiben. Wenn die Studenten sich förmlich unters-.. I so ist es beinahe zweifellos, daß die jetzt ourchlkm I eines siebenwöchigen allgemeinen Studentenausstaim I Regierung zu der Erkenntnis bringen dürfte, daß m* I dende Reformen wirklich not thun, nm für die Zulm I I artige Vorkommnisse zu verhüten. Aber die Erbitte^ I I Studenten hat einen Grad erreicht, daß sie Ratsch!^ l Klugheit und Mäßigung kaum noch zugänglich erdP und so wird schließlich wohl die nackte Gewalt Mittel für die Schaffung von Ruhe sein, und von ehemaligen Studierenden werden sich dann in c- . I nur damit trösten können, daß sie die Vorkämpfer 9 Auf der Abrüstungsk 0 nferenz s0ll seits angeblich der Vorschlag gemacht werden, di konferenz als einen amtlichen '.Fr'edenskongretz oder drei Jahre in einer Der europäische» R 'i^z sammentreten zu lassen, bis man fi$ ü ' nationale Gesetzgebung gegen den Krieg 9 werde. "!**,»*• 'Harburg,. ’ iii)WTDtTtLA SS * .fianbertr", ® & N'lNlNt di J j e, LleM' Jiqr, Silchenplc Steins »en WOrgcn betanr «matt Und: Eine int' xroci Mitglied^ iraa gebracht Dieieck-Gies znrücklec Bin. Siege Strecfe (6 # jnrurf- •• föttt vtrbtn. er „ Lokale des eine i’eriammli des hieben h her Mide die sü besprochen, u an der Zei energische S soll jedoch z- ivnden, roel Wilhelm G eine größer, und Ztadtt, verordneten- dieser bcfälofftn». tejit" ft fomtnanbi) f)a Hebung bei b fordert. Die bmnlenswer ■abteilungen, größere preu an Großheij sprechen, weil er unser hessisches Volk für noch nicht Politisch 1 reif genug halte. Unter den Leuten und der Partei des Herrn Ulrich seien noch sehr viele die als Stimm-Vieh gelten und deshalb dränge man auf dieser Seite zum allgemeinen Wahlrecht. Er bittet, den Ausschußantrag abzulehen. — | Abg. Ulrich bedauert, daß der Abg. Schröder auf dem Wege des Rückschrittes angekommen sei und die von ihm seiner Zeit verfochtenen Freiheiten der Staatsbürger nach seiner Ansicht jetzt Utopien seien. Seine Partei sei politisch reif und bedürfe solcher Mittel, wie vom Abg. Schröder angeführt nicht, denn für die Arbeiter sei es einerlei „direktes ober indirektes Wahlrecht"; die wüßten schon den rechten Mann zu treffen. Um aber eine Reihe von Unzu- träglichkeiten zu beseitigen sei es angezeigt das direkte Wahlrecht bei den Landtagswahlen einzuführen. Durch Annahme der Ausschußanträge werde die Frage in Fluß gebracht und damit sei den Wünschen eines großen Teiles unseres Volkes Rechnung getragen. — Abg. Reinhardt erklärt namens der Minorität des Ausschusses, daß er sich bei allen Gelegenheiten für Einführung des direkten Wahlrechtes ausgesprochen habe unter der Voraussetzung, daß ein besonderes Wahlgesetz erlassen werde. — Abg. Friedrich ist gegen das direkte Wahlrecht. — Wegen vorgeschrittener Zett wird hier abgebrochen. Fortsetzung Morgen früh 9 Uhr. Deutsches Reich. M.P.C. Berlin, 18. April. Die Nachricht, daß der Kaiser im nächsten Winter den Fürsten von Monaco in seiner Residenz besuchen wolle, trifft nicht zu. In Verbindung damit wurde gesagt, der Kaiser werde auf der Rückreise Frankreich durchqueren und so den Besuch der Weltausstellung vorbereiten. Ein solcher Besuch, wenn er überhaupt stattfinden sollte, bedürfte nicht einer Vorbereitung in dieser Weise. Unser Kaiser könnte, wie die Verhältnisse zwischen Deutschland und Frankreich liegen, jederzeit französischen Boden betreten oder französisches Gebiet berühren, ohne besorgen zu dürfen, daß ihm eine andere als eine ausgezeichnete Aufnahme zu teil werde. M.P.C. Die Aussichtendes Fleischbeschau-Gesetzes werden in politischen Kreisen nach dem Verlauf, welchen die erste Beratung des Entwurfes im Reichstagsplenum genommen hat, nichts weniger denn günstigerachtet. Auf der einen Seite bestehen die Agrarier Darauf, daß mehr Ausnahmen zu gunften der sogenannten Hausschlachtungen in den Entwurf aufgenommen werden. Auf der Linken will man andererseits das Prinzip der obligatorischen Fleischbeschau möglichst auf die Spitze treiben. Wie da eine Mittellinie gefunden werden soll, läßt sich zurzeit noch gar freiere Richtung gewesen sind. — Die Anwesenheit des Erbprinzen Dan- Montenegro in Petersburg will man Dort nicht - feiner Verlobung mit der Prinzeß Jutta von - Strelitz in Verbindung bringen, vielmehr Beziehungen zwischen dem russischen und wmu 9 Hofe wieder lebhafter besprochen. Man W 1 ,, . heit des Erbprinzen den Zweck bei, den Bvven i . Besuch seines Vaters, der feit längerer Zett my , , bürg erschienen, zu ebnen und die Beziehungen z , , und dem russischen Hofe, die nicht mehr ° wie früher, wiederherzustellen. MontcnegriM M man der Ansicht, daß der Uebertrttt.bei g 9 italienischen Kronprinzessin, der Tochter des Fu 1 , zum katholischen Glauben die bestandenen Bez trübt habe. Indessen wird versichert, doß sie , erkaltet seien, als daß ein Besuch des SürJUn russischen H°s° abgelehnt, werden würde. M't fr Uebertritte der Prinzessin habe sich der Za Frisch eingetroffen: I ... 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SÄ'ÄS-Fftiäy: ‘ e-sr-ÄSy«:« £ Arbeits-Freiheit. Im allgemeinen herrscht in ben wer Kohlenbecken vollständige Ruhe. Nom, 19. Apr* Der Papst empfing gestern den deutschen Neichstagsabgeordneten Frecherrn v. Hertli g ‘»ÄÄe a Pitre aus Guabe- I loupe^stehen 500 Häuser in Flammen. Man vermutet Brandsttstung.^ „Figaro" veröffentlicht heute den Schluß der Aussagen Picquarts, sowie die Der' I höre des Abgeordneten Jules Roche, des Kommandanten I Weyl und des Leutnants Cordier. Paris, 19. April. Mehrere Blätter führen einen hef- I tigen Feldzug gegen den Gouverncim von Paris, Zur- I linden und verdächtigen auch den Kriegsminister, daß er eine allgemeine Auflehnung der Generale besurch e wenn er gegen einen derselben vorgehen wurde. Als Hauptgrund gegen Zurlinden wird dessen Verhalten vor dem Kafiations- hofe, an welchen er die Aufforderung richtete, die Revision I zu verwerfen, angegeben. w Waufc 1 derartig« r,. jen find. nen wünscht-, ■ nit einem @tr. : zu toenbtn b ’n, daß [k fj brigleit füpk- ses nicht thii^: lstalt abgeschl^ n werden. Li- ib nicht mcht,: hat. Die In litischen Ereigti- den sehr pojte zste, daß die & ürgschaftSgG ende ohne 8u=:„ en wieder ach'" ie Abschchnz: iverfitätssch^ lismuS emL'i' chlich in niversitäisil! ders II. ziiM- n nach deMs iindlich B-'' Zinrichtiirr r Univeiß^- i mnerhö^ haben.-Wv in in 16er es tt\W ■“ uqenblicf, w dil igtgtn ü)i*\ ,nb * ihm, htm et» i sich förmlich ^ di- kV xi«s« )«V® Vw M. M Yä m noä) H* . Oit »ai«®* Ml werben 1 »a6 su ** MSS “ FSÄ-.M bei 6an»ertanbe8 9 beS Deutschen inmalA/; MMhrer'Bn^es. Zu dem am nächsten Sonntag dem ^rinn^- '&38t MtS., nachmittags 3 Uhr ^Qt^nbyni^Ie Qiru6l m der Nss^ * „Ir. finh infn^nhe Vereine gemeldet. Vicycie rciuo .Truhen eint» $4 "d den Tltzt te Milde totii ln desuchen i lu nichts vth 13, auch bitlt4 1 b)it im "'der fich, ti- Achen c Polytchjjy an die hiesige Metzgerinnimg verkauft. Die Jnimng werd neunen n 6 unb ‘ 14 9 Mai ®M?er"' stuttsind^.o^AusMang von land, Belgien rc.? Überall her sind bereits Hundegemeldet^ und laufen täglich neue Anmeldungen e , 1 $ I schließen läßt, daß der Be,uch oer Ausstellung e ^ deutender sein wird. In den verschiedenen Sp z 9 I ist besonders darauf hingewiesen, daß sich mit der 9 | stattsiubenbcn Ausstellung eine hübsche Rheinreise er läßt, soboß einem jeben, ber bie Ausstellung besuchen will I .m Gesunken baran bas Herz ausgeh. unb er ben Zug fuum erwarten kann, wo er mit seinem L'-Umg. d-m Hund I bem treuesten Freunbe bes Menschen bie Rm° antrettn kann nach bem schönen Rhein! Von letten b s Mmistermms ist auf den preußischen, preußisch-hessischen, bübischen unb wilrttembergischen Staatsbabnen Ul 1 ch Hunbe sowie zur Ausstellung gelangenben ®egenftdnbe freier I Rücktransport gewährt worben. Die zu N"ü°beu^u P e s bestehen in gulbenen, silbernen unb btonjenen TOebmUen einen Hund auszustellen, sei mttgeteilt, baß bie hierzu sorberlicheu Anmelbebogen »°N H-rrn Fr. J. F »g I Bingen zu beziehen sind. Als Melvefcyiug qi u ?6*k S^u-lgeber® qebenten. Alle un« onrltegenben Urteile hm. r$burmV‘ dürste nach »fsiziösen MilteilungeN denselben der Kommunal, wähl'Gesetzentwurf wohl zunächst zugehen. Die Nebenbahn Vorlage, die gleichzeitig wohl eine Forderung sür Klein- bahnen enthalten wird, werde wohl zu ihrer ^ertiglte g noch einiger Zeit bedürfen, da einzelne schwierige Vorarbeiten zu erledigen sind. ,, , Berlin, 19. April. Rechtsanwalt Dr. Diel hab en (Antisemit) teilt durch Rundschreiben mit, daß er sein Mandat für den Wahlkreis Kassel Hofgeismar aus GefundheitS- rücksichten niedcrlege. Berlin, 19. April. Das „Kleine Journal" meldet auS Paris: Die Gerüchte, wonach der Kasiationshof bereits j am 27. April das Endurteil im Dreyfus-Prozeß fällen wird und die Vernehmung FreiftätterS ablehnen wird, treten täglich bestimmter auf. Die Dreyfus-Preffe erklärt, in diesem Falle den Feldzug weiter zu führen. ClSmenceau schreibt: Wir fasien die Fälscher an der Gurgel und lassen sie nicht mehr los. Der Justizminister erklärte, er werde einen Annullierungsautrag nicht einbrrngen, da es zu spat und bei Antrag ^ta"^3$c^mmlun9 zur Besprechung der Gründung einer internationalen V-reiniguug für Arbeiterschutz findet Mittwoch ben 3. Mai un Arche- '^""Bremen," 19.'«"prtt°" Aus New.York ist hier ein Teke- " hjuort“ in Franksurt, Rabsahrerverem m H i ilnrcroercin „Germania" in Bornheim, SRat>ja6rcr 'N in Herborn unb Rabsahrer-Klub in Oberrab. D. !£jnl«cnr", G. R.-G., fahren außer Konkurrenz Der SlW mimmt den Weg von Steins Garten Über Ludwig- fti-ch, Bleichstraße, Süd- und Ostanlage^^Salllhor, Llnden- pilßs »irchenplatz, Marktplatz, Kreuz, Sellersweg, Wes^ ar.i!i.ji, Bahnhofstraße, Markt, Schulstraße zurück nach (s Rin $ Garten. Anmeldungen zum Saalfahren geben wi *• Unsere Rachbarstadt Wetzlar will wieder Garnisonst^t Ätbei, Der ..Wetzlarer Anz." schreibt unterm 18. d. Mts.. ; Lokale des Herrn Alfred Orlenbach hat gestern abend I -m Versammlung stattgefunden, welcher Vorstandsmitglieder M hiesigen Handclsvereins und eme kleinere Anzahl em- awlabmr Herren beiwohnten. Bei dieser Zusammenkunft Midi die für unsere Stadt so wichtige Garnisonfrage tixiprnchen, und allerseits anerkannt, daß es, wenn je, letzt .« ter Zeit sei, in dieser Angelegenheit wieder einmal mnassche Schritte zu unternehmen. Bevor dies geschieht, | M iildvch zuerst noch eine weitere Versammlung emberufen rieb ein, welche am kommenden Montag abend bei Herrn •ßilbdlm Guht abgehalten werden soll, und zu welcher an m i räßere Anzahl hiesiger Bürger aus allen Sünden nb Stadtteilen, sowie an sämtliche Mitglieder des Stadt- twr. ncten-Kollegiums Einladungen ergehen sollen. In • hki zweiten Versammlung soll dann endgiltig darüber ;b:(d)lr)ffen werden, was geschehen soll. — Der "W^arer ‘luciF.ier" schreibt weiter: Das hiesige Korngl. Bezirks« «Wimlndo hat heute 69 Reservisten zu einer 14tagigen Hkbnuq bei dem Kaiser Wilhelm-Regiment in Gießen be- ffitbert. Wie man hört, ist diese Thatsache insofern recht ItaieiHcndroert, als es, abgesehen von UebungenderLehrer- »titdLanqen, bisher noch nicht vorgekommen sein oll, daß *re preußische Kommandos zur Ableistung non Hebungen .« Ficoßherzoglich hessische Truppenteile überwiesen worden ' tfitn. ______________________ Lauterbach, 18. April. Die hinter dem Felsenkeller yun Johannesberg gelegenen, ehemals Krommelbem scheu ttliwikreigebäulichkeiten nebst Kellern usw. wurden von den Herren Riedesel, in deren Besitz vor Jahres- fft t^urch Kauf übergingen, zum Preise von 30000 Mark 1 (1) - ” L(1) r(D : Neueste Meldungen. Depefchen des Bureau „Herold". Berlin, 19. April. Von den größeren Vorlagen, welche noch für den preußischen Landtag zu erwarten sind, 3353] Möbl. Zimmer, mit oder ohne Pension, zu vermieten. Göthestratze 54, Bel-Elaqe. nahe der Aula._______________ 01413] Zwei möblierte Zimmer, zusammen oder aetrennt, zu vermieten. ________«Sthestraße 2v, i Treppe. 3139] Wohnung, 6 Zimmer, zu verm. per 1. Okt. Ludwigstr. 46. Näh. Mans. festgesetzt. — | Aus der Zeit für die Zeit. SB« 14 Jahren, am 20. «pril^885 erkag aus See u-i Kap Palmas einem Tropenfieber der Afrtkare) lAnftav Nacktiqal. Don Tripolis auS über Tibesti zog durch die Wüste nach Kuka, der Hauptstadt von Bornu bann roanberte er nach bem verschlvssenen seiMeligen Rnch >Ä. S'iÄSSÄÄ geboren. — "Wöchentliche Neberstcht der Todesfälle in Gießen. E» ft-b-n .n: Zul-mme-: Ein Student suckt bis 24. April möbliertes ZiMtmr. Offerten unter Nr« 9355 an die Ex- peditwn dieses Blattes. Student sucht Wohnung In der Nähe der Universität. Offerten mit Preisangabe unter 0. L. 3361 an die Expedition dieses Blattes erbeten. Auf 1. Mai ein großes möbl. Zimmer in Mitte der Stadt ge- fucht. Offerten unter G G. 3360 sind in der Erp:dilion dich» Blattes abzugiben.__ 01414] Wohnungen,möbl.Zimmer ic. wolle man qefl. anmelden beim Gießener Wohnungsnachweis, Bahnhofstraße 41, pari. Mdtifcher Arbeitsnachweis Gießen Garteuftrahe 2. enntbot bet Arbeitnehmer r 2 Buckbinder, 1 Kutscker, 1 Magazin- «d^iTVSbälUrin; 1 wSfrQU, 1 Gesellschafterin oder Stutze der vaus- ÄA.“*S iSK SsrsSsMMÄS »»: 1 Putzfrau "" Iuöiläums-Stipenbien-Stiftung ii Ehre« der LSjährigeu Regierung deS höchstfeligeu Großherzogs Ludwig HI* Aus obiger Stiftung, welche bezweckt, daß aus den Kapitalzinstti Ihi jjunge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen Einer, eine gleich- uwe Subvention zu den Kosten ihrer Ausbildung auf einer höheren Dnmgsanstalt erhatten sollen, sind für das Jahr 1899 drei Stipendien miitgebcn. c , L Das Stipmdium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jbch nur Angehörige solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Bei- zu dieser Stiftung geleistet haben. Hiernach berechtigte und befähigte junge Männer, welche zum Zwecke ikc Ausbildung eine höhere Blldungsanstalt besuchen oder besuchen wollen, ttü sstch um da» Stipendium zu bewerben beabsichtigen, sind eingeladen, fit i Gesuche, mit den nötigen Zeugnissen belegt, durch ihre betr. Bürger- mhetei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus -Orten der Provinz Starkenburg on die Bürgermeisterei Darmstadt, tei Dberheffen an die Bürgermeisterei Gießen, unb aus Rheinhessen an Nürgermeisterei Mainz längstens bis Samstag den 29. April V 3)* gelangen zu taffen. Darmstadt, Gießen und Mainz, am 14. April 1899. Aas Kuratorium: Morueweg, Guauth, tMürgermeister von Darmstadt. Oberbürgermeister von Gießen. Dr. Gaßuer, Oberbürgermeister von Mainz. Ktästigkt öutsche gesucht. 01421 BiergeschLft Ludwigstr. 26. 01417] Sof. gef. Kellnerlebrlmg, an« aeh. Kellner, sowie pegen hohen Lohn:Haus- burscken, Kneckte, Fahrburschen re. - Zeptr.-Ttelleuvermittt., Bahnhosftr.4i »(8 erbP11"!"' wi m«"k Pii«z-b 3“®. Ln, r°ch« E° , . ßroed ", feil Iän9trtli- „ 6 di. Ei nicht *. Sd«dl :l**..... E rM il ‘ iejen' hin jrftj Im Wochenbett J Lebensschwäche 1 Ertrinken 1__ pyn 1 Anm.^Dt^M Klammern ses«tzten Z'ffern ^" °^Lrltz n«ch der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswärts nach Gießen Erbrachte Krienke komme». - 27. C. F. Hackenberg. Bahnhof«^^ Der heutigen Auflage lie^ ci” Spezialisten Theod. Kouetzky, V'lla bei Täckiugen, Baden, bet.__________________ ^^tiaT^ummer umfaßt 12 |f» Gießen, den 18. April 1899 3362 *^Die Beerdigung findet Donnerstag den 20. April, nach, mittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Steinstraße 59, aus statt. Todes-Anzeige. Heute mittag verschied sanst nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Gattin, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Katharina Obermann geb. Doering im 54. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Obermann, Lehrer t. P Intendantur-Sekretär Herrn Eduard Ludwig Die Beerdigung- findet am Freitag nachmittag 2 Uhr in Krofdorf statt. Gießener Numibus-GclrlWst. qotxxxiDocotxxxxisoaaaaooQOonooooQtx 3358 ttebattion: E. Burkhardt. — Druck und Verlag der vrühl'scheu UuwerfitStt-Buch- und Z>ie heutige Wummer Als Leichenfrau empfiehlt fick bestens 01428 Frau Schuchardt. Näheres Neuenweg 60. 4. 5. 6. 1. 2. tragen haben. Gießen, den 15. April 1899. Heiveröebank zu Gießen eingetragene Genossenschaft mit unbeschiünkler HaslMch- Carl Loos, Vorsitzender de» Aufsichtirate». -s» $*,* ■ (modung namhM -» der Frez- Srnctionaler ,Mt Md »glich i' ! L ii-hi. d-"° । uh 5mW* 5 I । euibtm Gebiete des i vdh^en durchführbar smi i »Migfache ZchMrgln i bei Lagt b« *üti, i SchMmKüm sch mc I UX M btX W*X wenn nicht Ärmwbri Äuf der intrrnat Einladung Kaiser V sammenttat, war ma daß eine internation , H Rrdeitcrschutzes r | aber die Regierungen I ybung auf dem G I internationale Sfömad | nationalen ilrbeiterfch lvurde die inltntatwm mt aufgcgrijjtn. ( nchtung eines internal« euibt angenommen, d I KNlgressr- eine Folge Fn dem Progran Die Ärbeiterschutzgesetz I Brüssel tagte, war au I wert, daß sich zwisch I rationale Beziehunge' 1 international organisi Ingreß nicht gefaßt, einssimmung aller Re! I nationalen Bureaus, t I ^nmschutzgesetzgebr taten über die An' deren Nietungen zu lasernschchusürd Verhältnisse in den freunde und die ' hierbei von einer vi ■ ^"re ein solches in Aroeiterfchutzes ins wWitb MW ’”btrn Mita, wäb * r ^beiterverhältn | anzustellen. Der abäw h Nr.-! Mr Statt jeder besonderen Mitteilung. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unseren lieben Sohn, meinen lieben Bräutigam, unseren guten Bruder, Schwager und Onkel, den Erstattung des G-schästSberichter pro 1888- Ersatzwahl auischetdender Mitglieder des Aussichtsrats.